Analyse: Spät, aber nicht überraschend

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: Dynamo Dresden – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1) Der Club kassiert spät, aber nicht überraschend den Ausgleich im ersten Saisonspiel.

Die Analyse:

Der Club begann im 4-1-4-1 mit Mühl auf der Sechs und Alushi und Behrens davor. Burgstaller und Leibold kamen über die Außen, Sylvestr agierte als einzige Spitze. Mit Mühl, Alushi und Behrens standen damit drei eher defensive Akteure im Zentrum. Das Ziel war wohl hier dicht zu machen und die Angriffe so vom Tor wegzuhalten. Etwas überraschte, dass mit der Formation Burgstaller wieder auf die Außenbahn rückte, obwohl er in der Vorbereitung meist im Sturmzentrum gespielt hatte.

Es entwickelte sich über weite Strecken ein Spiel auf maximal mäßigem Niveau, in welchem dem FCN besonders im Spiel nach vorne die Ideen fehlten. Das lag über weite Strecken daran, dass die Mittelfeldspieler zu wenig nachrückten und sich so dem ballführenden Spieler wenig offensive Anspielstationen boten. Zwar kam der Club nach defensiven Fehlern von Ballas, die Sylvestr gedankenschnell ausnutzte zu Halbchancen, aber aus dem Spiel heraus entstanden wenig Möglichkeiten. Hier machte sich bemerkbar, dass mit Burgstaller und Sylvestr nur zwei genuin offensive Spieler auf dem Platz standen, während der Rest eher defensiv in Ausrichtung und/oder Ausbildung war. Defensiv war der FCN daher auch weitestgehend stabil, die besten Dresdner Gelegenheiten waren – mit Ausnahme der frühen Großchance von Testroet – Abseitssituationen. Einzig Georg Margreitter wackelte einige Male nach seiner frühen Gelben Karte. Ein 0:0 zur Pause wäre daher wahrscheinlich das dem Spielverlauf entsprechendste Ergebnis gewesen, doch Schiedsrichter Welz erkannte kurz vor der Pause auf Strafstoß für den FCN, nachdem Ballas Leibold leicht berührt hatte. Ein Elfmeter, den Burgstaller sicher verwandelte und der nach der Pause dazu führte, dass der FCN nun das Spiel endgültig den Gastgebern überließ.

Zwar hatte Sylvestr nach der Pause noch zwei Chancen auf 2:0 zu stellen, die Entstehung der Gelegenheiten war aber weniger systematisch als dem Aufblitzen des Könnens Einzelner geschuldet. Trotzdem hätte der Slowake mit genauerem Abschluss dem FCN wahrscheinlich drei Punkte beschert. Insgesamt blieb auch die zweite Halbzeit lange Zeit ereignisarm, Dresden hatte erheblich mehr Ballbesitz konnte diesen aber nicht verwerten, da in den entscheidenden Augenblicken die FCN-Abwehr – mit Ausnahme einer Großchance von Testroet – richtig stand. Dies änderte sich ein wenig mit der Hereinnahme von Kutschke, Dresden änderte nun die Spielanlage versuchte den Ball immer wieder hoch auf den bulligen Angreifer zu schlagen. Der FCN schien dies zulassen zu wollen, verließ sich auf die Kopfballstärke von Margreitter und Bulthuis und die Abschlussschwäche Kutschkes. Dies war per se auch erfolgreich, Kutschke brachte keinen gefährlichen Ball aufs Tor. Es führte aber dazu, dass sich das Spiel insgesamt immer mehr in das letzte Spielfelddrittel der Gastgeber verlagerte, da viele zweite Bälle nicht genau genug geklärt wurden und stattdessen wieder bei Dynamo landeten. Es fehlte dem FCN an dieser Stelle ein defensiver Mittelfeldspieler, der den Ball sicher weiter verteilen konnte, weder Mühl (44,4% angekommene Pässe) noch Petrak (33,3%) schafften es Ruhe ins Spiel zu bringen. So war der späte Ausgleich zwar ob des Zeitpunkts ärgerlich, aber weder überraschend, noch unverdient. Einzig überraschend war, dass mit Testroet der Spieler traf, der zuvor schon mehrere Hochkaräter vergeben hatte.

So nimmt der FCN aus Dresden einen Punkt mit, wirkte aber weitgehend wie die schwächere zweier biederer Mannschaften. Dies war sicherlich der Tatsache geschuldet, dass der Club über weite Strecken der zweiten Halbzeit nur den Vorsprung zu verwalten versuchte und so den Dresdnern das Spiel überließ. Dennoch fehlte dem Spiel gerade in der Schlussphase Ruhe und Ordnung, so dass Dynamo doch noch zum Ausgleich kommen konnte.

Die Zahlen:

Dresden Nürnberg
1
Tore
1
15
Torschüsse
11
3
Schüsse aufs Tor
2
4
Ecken
3
63,92
Ballbesitz (%)
36,08
79,37
Passquote gesamt (%)
58,94
92,3
Passquote eig. Hälfte (%)
62,6
60,3
Passquote geg. Hälfte (%)
54,5
54,48
Gewonnene Zweikämpfe (%)
45,52
13
Fouls
18
114,52
Laufdistanz (km)
113,62
2
Abseits
3

Trainerstatement:

„So ein spätes Gegentor ist natürlich bitter. Wir hätten vorher ein zweites Tor machen können, dann hätten wir Ruhe gehabt. Ich finde, dass wir gut reingekommen sind und es gut gemacht haben. Bis auf den Lattenkopfball haben wir Dynamo weit vom Tor weggehalten. Dresden musste viel in die Breite spielen. Die Führung kurz vor der Pause war der Lohn für unsere Arbeit. In der zweiten Halbzeit war das Spiel ein bisschen offener. Je länger es dauerte, desto mehr ging es hoch und runter. Dresden hat es bis zum Schluss versucht und sich am Ende noch belohnt.“

Die Spieler im Einzelnen:

Raphael Schäfer 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Ein Wackler bei einer Ecke, sonst ohne große Beschäftigung. Beim Gegentor machtlos.
Miso Brecko 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Bester Zweikämpfer des FCN, insgesamt solide, allerdings ohne Impulse nach vorne.
Georg Margreitter 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Kein guter Tag für den Österreicher, ein Klärungsversuch leitete eine Chance von Aosman ein, unter einer Flanke segelte er durch, verlor vor dem 1:1 Testroet aus den Augen. Dazu nicht mal 50% der Zweikämpfe gewonnen.
Dave Bulthuis 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Grundsolide mit vielen Klärungen, allerdings unpräzise im Abspiel.
Laszlo Sepsi 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Gutes Stellungsspiel, einige wichtige Klärungen. Wie sein Pendant auf rechts ohne Impulse nach vorne.
Tim Leibold 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Blieb über weite Strecken blass, war aber relativ ballsicher und holte den Elfmeter raus, der einen Punkt bedeutete.
Even Hovland Ohne Bewertung
Kam in der 90. Minute, sollte das 1:0 sichern. Das gelang nicht.
Lukas Mühl 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Konnte nicht wirklich zeigen, warum Schwartz auf ihn setzt. Für einen defensiven Mittelfeldspieler mit extrem schwacher Passquote (44%), oft hektisch. Verpasste dem Spiel keine Stabilität. Ausreichende Leistung nur wegen Welpenschutz.
Hanno Behrens 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Extrem bemüht und umtriebig, ist aber kein Spielmacher, daher nicht immer mit richtigen Entscheidungen in der Vorwärtsbewegung.
Enis Alushi 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Für einen angeblichen Stabilisator extrem zweikampfschwach (70% verlorene Duelle) und sonst nahezu völlig unauffällig.
Ondrej Petrak Ohne Bewertung
Kam spät (81.) für Mühl. War auch nicht stabiler.
Tobias Kempe Ohne Bewertung
Kam in der 87. Minute für Sylvestr, trat nicht in Erscheinung.
Guido Burgstaller 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Lief sich immer wieder fest, kam kaum zum Zuge. Aber nervenstark beim Elfmeter.
Jakub Sylvestr 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Extrem bemüht, erarbeitete sich viele Chancen. nicht immer mit gutem Auge für die Mitspieler, schwach im Abschluss.

51 Gedanken zu „Analyse: Spät, aber nicht überraschend

  • Wie gewohnt gut analysiert!

    Schäfer und Burgstaller kommen mir in der Notengebung etwas zu gut weg. Man muss sich nur gedanklich Kirschbaum oder Rakovsky vorstellen, wie sie unter dem Ball durchsegeln und damit die 100%ige ermöglichen – dass bei Schäfer im Tor der Ball nicht drin ist, ist allerdings auch irgendwie bemerkenswert. Zudem war Schäfers Spieleröffnung in gefühlt 50% der Fälle ein Ball für den Gegner – nicht verwertbar für den Mitspieler, keine schnelle Eröffnung mit flachen Bällen in den Lauf. Insgesamt eben mit Mängeln behaftetes Spiel.

    Bei Burgstaller. ausgestattet angeblich mit allen Freiheiten nach vorne, fehlte mir die Bindung zu Sylvestr – was vor allem dem zuzuschreiben ist, der die Freiheiten hat und sich so seine Freiräume suchen muss. Ein Schuss symptomatisch vollkommen motivationslos aus 17 Metern flach am Tor vorbeitrudelnd statt aus der Gelegenheit selbst oder im Zusammenspiel mehr zu machen. Burgi wirkt oft schon früh so, als hätte er den Karwendelmarsch hinter sich, diesmal aber auch mental platt. Auch beim Pressing schien das mitunter eine One-Man-Show von Sylvestr, während Burgi sich da wenig bemüßigt fühlte dann mit zuzustellen.

    Zum in der Analyse zitierten und auch augenscheinlich sehr bescheidenen Passspiel kam noch die wirklich schlechte Schusstechnik aller Beteiligten. In diversen Situationen bot sich rund um den Strafraum ja wenigstens die Gelegenheit abzuziehen und so auf einen Abpraller oder eine Ecke zu hoffen, doch entweder es kam ein Rohrkrepierer raus oder man wählte das Zuspiel zum abgeschirmten Mitspieler bzw. das sinnfreie Dribbling – dass Leibold dafür einmal sogar noch belohnt wurde, mag der These nicht widersprechen.

    Schwartz hat mit der extrem defensiven Grundaufstellung gezeigt, dass er den Club auch beim Aufsteiger maximal auf Augenhöhe sieht (zumindest zum aktuellen Zeitpunkt).

    Ich hätte mir in meiner grenzenlos optimistischen Grundeinstellung einfach erhofft, dass man als „Beinahe-Aufsteiger in die Bundesliga“ die Dresdner Euphorie zwar in den ersten Minuten den Zahn zieht und auflaufen lässt, bzw. dies auch gern zum Konter nutzt, dann mit zunehmender Spielzeit aber Spiel und Initiative übernimmt. Ohne die Summen überzubewerten hat der Kader des FCN ja auch einen fast doppelten Marktwert gegenüber dem Gegner, so dass man in der Breite und Spitze höhere Qualitäten erwarten darf. Spätestens nach der Führung zur Pause. Statt dessen zeigte die zweite Halbzeit, dass man dazu erst einfach nicht dazu in der Lage ist, dann dass man statt personell darauf zu reagieren sich versuchte beim Aufsteiger auf das bekannt-riskante Vabanque-Spiel einzulassen, ein 1:0 nach Hause zu bringen. Hier hätte ein Salli/Gislason den Nadelstich setzen können, ein Möhwald Standards gefährlich machen. Kempe hatte gegen Augsburg ordentlich die linke Seite dicht gemacht (dem Vernehmen nach), auch davon abzukehren wird sich Schwartz fragen lassen müssen, wenn er schon sein Heil in der Defensive suchte.

    Natürlich ist es früh in der Saison. Aber das halt so die Fragen, die man sich schon im laufenden Spiel stellte. Aber man muss ja nicht alles verstehen.

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    • Alexander Endl – Clubfans United: Burgi wirkt oft schon früh so, als hätte er den Karwendelmarsch hinter sich, diesmal aber auch mental platt. Auch beim Pressing schien das mitunter eine One-Man-Show von Sylvestr, während Burgi sich da wenig bemüßigt fühlte dann mit zuzustellen.

      Da war meine Wahrnehmung eigentlich genau gegensätzlich, ich saß im Stadion in der ersten Hälfte auf der Höhe unseres Sturms. Burgstaller hat bereits in den ersten 10 Minuten geschimpft wie ein Rohrspatz in Richtung Sylvestre, Behrens und Alushi. Bei Abstößen der Dresdner war – so kann ich Burgstallers Verhalten nur interpretieren – abgesprochen, dass die drei genannten Druck ausüben auf die sich dem Torwart bietenden Anspielstationen. Wenn dann weder Alushi noch Sylvestre sich bemühten, dem nachzugehen, ist er wieder fluchend den ballführenden Spieler angelaufen.

      Bei Sylvestre fand ich die 1-2 Grätschen mit Balleroberung klasse, aber das ganze Spiel über mit vollem Elan war sein Pressing bei weitem nicht ausgestattet.

      Ich hatte das Gefühl, irgendwie sollte das Anlaufen von Füllkrug aus der vergangenen Saison durch die drei Spieler kompensiert werden. Ebenso bei langen Bällen von Schäfer, wo häufig Behrens der Adressat war.

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      • tomcar07: Da war meine Wahrnehmung eigentlich genau gegensätzlich, ich saß im Stadion in der ersten Hälfte auf der Höhe unseres Sturms. Burgstaller hat bereits in den ersten 10 Minuten geschimpft wie ein Rohrspatz in Richtung Sylvestre, Behrens und Alushi. Bei Abstößen der Dresdner war – so kann ich Burgstallers Verhalten nur interpretieren – abgesprochen, dass die drei genannten Druck ausüben auf die sich dem Torwart bietenden Anspielstationen. Wenn dann weder Alushi noch Sylvestre sich bemühten, dem nachzugehen, ist er wieder fluchend den ballführenden Spieler angelaufen.

        Sehr interessant. Würde mich mal interessieren, wie das auch andere wahrgenommen haben (und was der eigentliche Plan gewesen war).

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    • Ich sehe es etwas anders!

      Ich denke das dieses Ergebnis ein erster Fehler des neuen Trainers war. Wie kann ich nur so auswechseln und hinten reinstellen… Dresden war bis 10 min vor Schluss gar nichts zu sehen bzw. man hätte eigentlich nicht das Gefühl, dass sie an diesen Tag noch ein Tor scießen könnten. Aber unser neuer Trainer der hat sie mit seinen doofen Auswechselungen kurz vor Schluss Stark gemacht! Erster dicker Minus Punkt!

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      • Clubfan:
        Ich sehe es etwas anders!

        Ich denke das dieses Ergebnis ein erster Fehler des neuen Trainers war. Wie kann ich nur so auswechseln und hinten reinstellen… Dresden war bis 10 min vor Schluss gar nichts zu sehen bzw. man hätte eigentlich nicht das Gefühl, dass sie an diesen Tag noch ein Tor scießen könnten. Aber unser neuer Trainer der hat sie mit seinen doofen Auswechselungen kurz vor Schluss Stark gemacht! Erster dicker Minus Punkt!

        Bin dabei! Hab ich genau so gesehen! Genau diese Enttäuschung hatte jeder im Stadion. Außerdem wechselte Schwartz sehr spät. Hab Bornemann auf der Autobahn getroffen und überholt. Hatten 20 sek Blickkontakt. Ich Beifahrer fragend: Daumen hoch Mitte und unten, Er: Mittel und „na ja“ anzeigend. Sympathischer und realistischer Mensch. Der schätzt das schon richtig ein.

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      • Sehe es ähnlich, wenn es offensiv ohnehin nicht läuft, dann muss ich als Trainer doch wenigstens versuchen, dies zu ändern, stattdessen lediglich defensiv zu wechseln zeigt dem Gegner vor allem eines: die haben Angst und der eigenen Mannschaft verstärkt man dadurch dieses Gefühl der Angst. Herr Schwarz bitte etwas mehr Mut bei nächster Gelegenheit.

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  • Dabei war ich auch der Meinung, dass Alushi durch diese Rolle sicher nach spätestens 60-70 Minuten durch einen spritzigen Salli oder Kempe ersetzt werden sollte. Warum der Kollege dann bis zum Ende als vermeintlicher Stabilisator auf dem Feld war, erschließt sich mir nicht. Ansonsten kann man zu Alushi sagen, dass er maximal mit Schiri und Gegenspielern kommuniziert & dabei sehr schlitzohrig seine Erfahrung ausspielt. Kleines Foul im Mittelfeld, dann mit Ball in der Hand mit dem Schiri reden, und sobald ihm ein Dresdner den Ball aus der Hand nimmt, muss er sich urplötzlich an der Stelle den Schuh zubinden. Das muss man mögen.

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  • Alexander Endl – Clubfans United,

    Ich habs ähnlich gesehen wie Du. Burgstaller wirkte etwas isoliert, da war so gut wie keine Bindung zu Sylvestre. Dafür permanent am rummosern, zudem schlecht im Zweikampf. Sylvestre erschien mir da fleißiger.

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  • Interressant ist ein Vegleich mit dem Fraitagspie 1.FC Kaiserslutern vs. Hannover 96. Der 1.FCK begann auch druckvol, hatte eine Topchance und war gut im Spiel. Aus dem Nichts schoss dann H96 das 0:1 und das Spiel wurde offenen. So weit so ähnlich wie das Clubspiel. Die 2 Hälfte in beiden Spiele driften dann allerdings erheblich auseinander. H96 ging nach der Pause auf das 2:0, was auch fiel und dann spielten sie es wie ein Spitzenteam souverän herunter. Der Club versteckte sich zusehends und wollte offensichtlich das Ergebnis halten (siehe Einwechslungen). Ein offensiver Wechsel (Salli od. Gislason) hätte meiner Meinung nach Entlastung oder sogar ein vorentscheidendes Tor bringen können. Hätte, hätte Fahrradkette. So gesehen war dieses Spiel eine Fortsetzung der letzjährigen Spielweise. Ein bisschen mehr Selbstkritik beim Trainer hätte ich mir bei seinem Statement gewünscht. Fazit: Die Kreativitätsabteilung ist nach wie vor geschlossen. Man sollte aber auch Geduld mit den handelnden Personen habe.

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  • Ich habe das Spiel „nur“ im TV gesehen. Sylvestre habe ich als besten Cluberer gesehen und hätte ihm 9 Punkte gegeben.
    Kritikwürdig halte ich die (nicht vorhandene) Wechseltaktik von Schwartz. Warum nicht zut Pause oder nach 60 Minuten für den sichtlich bemühten aber überforderten Mühl oder den unauffälligen Alushi einen unserer schnellen Neuzugänge bringen und den Sack endgültig zu machen.
    Gegen spielerisch schwächere Mannschaften als Dresden werden wir kaum noch treffen. Und dort zwei Punkte so leichtfertig und nach der Pause mit viel zu defensiver Taktik herzugeben, kann in der Schlussabrechnung noch entscheidend werden.
    Ich will mal hoffen, dass dem Club nicht das defensive Sandhausen-System implementiert werden soll. Auf das Heimspiel am Freitag freue ich mich trotzdem.

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      • Johnny Vegas: Manni, wir sehen uns an der Arena!

        Selbstverständlich. Da wo immer.
        Bringe mich den ganzen Freitag mit Gartenarbeit bei den Eltern in Stimmung…

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  • Vielleicht war die einschläfernde 2 HZ ja Taktik, müde Fans machen keine Randale… Das Hochrisikospiel blieb anscheinend ruhig, jedenfalls hab ich nichts von Pyro und Schlägereien gelesen oder im TV gesehen.

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  • BeaKaRa,

    Alle Auswärtsfans wurden behandelt wie Guatanamo Häftlinge auf dem Weg zur Unterbringung. Zunächst extrem gesicherter Parkplatz als Sammelpunkt auf den auf jeder Rastanlage entlang der Autobahn freundliche Polizisten hingewiesen hatten. Von dort aus im Buskonvoi mit 5 Bussen, 3 Polizeiautos voraus, 3 hinterher quer durch die Stadt auf teils komplett abgeriegelten Straßen mit Kilometerlangem Polizeizaun in 25 min zum Stadion. Jeder Bus mir eigener Polizeieskorte an Board, die die Route selbst nicht kannten. Normaler Weg 10 min! Nach dem Spiel wurden alle Auswärtsfans im Stadionvorraum eingepfercht, mehr als 3000 Leut. Dann durch Mini-Schleusen einzeln zum nächsten Käfig wo wieder der Buskonvoi 400 Leute abtransportieren konnte. Ich war in Konvoi Nr. 2 und erst um 19 Uhr am Auto. 1500 Polizisten im Einsatz. Alle mussten(!) die Busse nehmen, keiner laufen. Was für ein Aufwand. Ich empfand das als Schikane, andere waren froh keinen Dresdner zu sehen. Im Stadion wurde der Steher permanent von Altglatzen provoziert, hier war nix von Trennung zu merken und die Ordner standen hautnah dabei ohne einzuschreiten. Polizei hab ich im Stadion überhaupt nicht gesehen. Auswärtsfan in Nürnberg zu sein ist dagegen Luxusurlaub.

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  • Ulf,

    Kann mich nur anschließen. Burgstaller wirkte irgendwie saft- und kraftlos, wie immer Dauerrenner aber lahmarschig wie ne Dampflok. So hab ich das ausm Steher gesehen. Sehr auffällig waren die katastrophal schlechten Pässe und vor allem auch Kurzpässe. Zudem hätten wir viel früher und öfter den Abschluss suchen müssen. Es fehlt definitiv ein knipser, Silvester braucht wie alle anderen Anlauf. So ein Stürmer der mit kurzer Drehung abzieht, Bälle prallen lässt und immer das Zentrum besetzt.

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  • Nach Sylvestr`s vergebener Chance hab ich bewußt auf ihn aufgepasst. Und ich sah ihn sehr oft abbremsen sobald er den Ball verloren hatte. Während die anderen am Laufen waren.Für mich erklärt das voll, daß Burgstaller sauer war.

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  • Neben allem was schon angemerkt und analysiert wurde möchte ich noch hinzufügen, dass das Pressingsystem sehr interessant und variabel gestaltet war und insgesamt auch (zumindest gegen Dresden) gut funktioniert hat. Trotz des vielen Schmipfens von Burgstaller, da ist Schwartz Handschrift schon erkennbar gewesen.
    Aber ob das 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 System zu den vorhandenen Spielern passt? Alushi scheint kein Spielmacher vom Typus Schöpf (oder Kerk) zu sein. Behrens ist ein 6er kein 8er und erst recht kein 10er. Sylvestr braucht Schnittstellenpässe, aber wer kann die spielen? Behrens, Alushi und Mühl scheinbar nicht. Evtl. wurde er deshalb von Weiler nicht berücksichtigt, weil das Mittelfeld wenig verwertbares für den Stürmer kreieren kann? Ballverluste nach Schäfers Abschlägen, da spielt sicherlich der fehlende Füllkrug eine Rolle.

    Fürs nächste Spiel würde ich mir eine etwas offensivere Aufstellung im 4-4-2 wünschen. Mit Möhwald (passsicher) neben Behrens, Leibold und Gislason/Kempe auf Außen, Burgstaller und Sylvestr im Sturm.

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  • tomcar07,
    Ich habe Burgstaller ähnlich erlebt. Das ch verstehe, dass die Abstimmung mit Sylvestr noch nicht optimal ist. Was ich nicht verstehe ist, dass es kein konzertiertes Presssing gibt. Sowas muss ein Trainer einstudieren. Dann ist auch egal, wer mit wem im Sturm spielt. Auch das Aufbauspiel über Schäfer muss verändert und trainiert werden. Füllkrug, der letzte Saison jeden Abstoss mit dem Kopf abgelegt hat, ist halt nicht mehr da – auch kein Ersatz. Mir ist nicht klar, für welche Rolle man Alushi verpflichtet hat. Wir brauchen sicher keinen fünften 6er im Kader. Für weiter vorne ist er technisch viel zu schwach. Seine Passquote gegen einen biederen Gegner ohne Pressing spricht Bände. Ich habe kein gutes Gefühl bei ihm. Seine Verpflichtung macht nur Sinb, wenn Petrak endlich geht. Sie sind beide schwach, Alushi wenigstens günstiger.

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  • Ich habe Schäfer besser gesehen – schon wegen der Glanztat, als er einen Kopfball an die Latte lenkte und den Nachschuss hielt.

    Ich hoffe noch auf Kerk. Auch ohne ihn muss offensiv einfach mehr gehen beim Club. Ich bezweifle, dass Alushi uns in dieser Hisicht helfen kann.

    Sylvestre hat zumindest ein gutes Stellungspiel angedeutet. Er muss „nur“ ein paar Tore machen.

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  • Korrigiert mich falls ich dies falsch empfinde, aber es scheint doch allgemein eine gewisse Enttäuschung vorzuherrschen. Zumindest aber eine ordentliche Ernüchterung.

    Zu Unrecht wie ich finde, da mMn nur die Ansprüche/Hoffnungen der Enttäuschten schlicht zu hoch gehängt waren. Unser Kader war und ist keiner der Überflieger, der besondere Erwartungen rechtfertigen würde! Und er wurde auch nicht mir Krachertransfers verstärkt, woher also rührt die Denke, dass wir einen Gegner wie den Rekordaufsteiger Dresden an die Wand spielen könnten?! Bitte nochmals vor Augen führen, wie oft wir Spiele im letzten Jahr ohne jegliches spielerisches Element gewannen, wie oft hierfür Glück und Schäfer nötig waren, wie oft überlegene Kondition und unfassbarer Wille unserer Mannschaft den Sieg brachten!

    Eigentlich war es ein Spiel wie nicht wenige letzte Saison, nur dass das Momentum der Serie uns keinen Sieg bescherte, sondern den Dresdnern einen last minute Punktgewinn.

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    • block4: Zu Unrecht wie ich finde, da mMn nur die Ansprüche/Hoffnungen der Enttäuschten schlicht zu hoch gehängt waren. Unser Kader war und ist keiner der Überflieger, der besondere Erwartungen rechtfertigen würde! Und er wurde auch nicht mir Krachertransfers verstärkt, woher also rührt die Denke, dass wir einen Gegner wie den Rekordaufsteiger Dresden an die Wand spielen könnten?! Bitte nochmals vor Augen führen, wie oft wir Spiele im letzten Jahr ohne jegliches spielerisches Element gewannen, wie oft hierfür Glück und Schäfer nötig waren, wie oft überlegene Kondition und unfassbarer Wille unserer Mannschaft den Sieg brachten!

      Eigentlich war es ein Spiel wie nicht wenige letzte Saison, nur dass das Momentum der Serie uns keinen Sieg bescherte, sondern den Dresdnern einen last minute Punktgewinn.

      Man hätte es ja zumindest versuchen können. So war das ein rein reaktives Spiel gegen einen Aufsteiger, dazu sogar noch begünstigt von einem Elfmeter, dass man nicht gewinnen konnte. Wie so oft gilt: Das Wie ist vielleicht ernüchternder als das Ergebnis an sich.

      Im Grunde hätte man das Spiel nämlich genau umgekehrt erwarten können von einer Mannschaft, die noch vor Wochen um den Bundesliga-Aufstieg spielte und bis auf Füllkrug keine Veränderung erfuhr: Ein Club, der den Aufsteiger bespielt, unglücklich in Rückstand gerät und am Ende noch das Remis zwingt. Aber vice versa?

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  • block4, ich gebe Dir recht.
    Dennoch wäre ich interessiert daran, wo ich eine Wette darauf abschließen kann, daß Schwartz zu Weihnachten nicht mehr Clubtrainer sein wird.
    Als erfahrener Beobachter der Szene, vermute ich das schon jetzt. Ich würde da glatt einen Zwanni drauf setzen. Ich vermute hier die erste Fehlentscheidung von Meesmann.

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    • Woschdsubbn: block4, ich gebe Dir recht. Dennoch wäre ich interessiert daran, wo ich eine Wette darauf abschließen kann, daß Schwartz zu Weihnachten nicht mehr Clubtrainer sein wird. Als erfahrener Beobachter der Szene, vermute ich das schon jetzt. Ich würde da glatt einen Zwanni drauf setzen.

      Nun mag ja Sandhausen unter Schwartz eher für geschickte Defensivstrukturen als begeisternden Angriffsfußball gestanden haben. Dennoch hoffe ich dem Club zuliebe, dass du hier völlig falsch liegst!

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    • Woschdsubbn: Dennoch wäre ich interessiert daran, wo ich eine Wette darauf abschließen kann, daß Schwartz zu Weihnachten nicht mehr Clubtrainer sein wird.
      Als erfahrener Beobachter der Szene, vermute ich das schon jetzt. Ich würde da glatt einen Zwanni drauf setzen. Ich vermute hier die erste Fehlentscheidung von Meesmann.

      Halte ich dagegen. Einen Trainer zu entlassen ist der simple Teil, aber einen passenden neuen Trainer zu finden der schwere Teil.
      Den Erfahrungen im Sommer nach zu schließen ist die Trainersuche für den Club bzw. die handelnden Personen schwierig und Pep und Kloppo werden vermutlich auch im Oktober und November noch nicht frei sein. 😉

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  • Würde auf Grund der Ausführungen von Bornemann und der Erfahrungen in Aachen, wo Bornemann extrem lange an Seeberger festgehalten hat und das trotz erheblicher Widerstände und schlechter Ergebnisse, kein Geld auf einen schnellen Trainerwechsel setzen, selbst wenn er gar nicht liefe. Bornemann will Kontinuität, das erzwingt er gern auch gegen „marktübliche Mechanismen“. Da kommt die Erfahrung von Freiburg unter Finke zum Tragen.

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  • Carsten67,
    Carsten67,
    Carsten 67, Clubfan: Erster Fehler unseres neuen Trainers….
    stört mich irgendwie nicht mehr, denn ich bin es einfach gewöhnt, dass der FCN nett zu seinen Gegnern ist… irgendwie kein Problem, mal wieder Gegentor 90 Minute! Früher haben wir so oft um das Gegentor gebettelt, dieses Mal war es eigentlich nicht mehr in der Luft gelegen. aber ist für mich kein Problem (auch wenn mich eher der verpaßte Aufstieg immer noch etwas ärgert!).

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  • Ich habe ziemlich große Sorge, dass wir diese Saison im Nichts der Tabelle verschwinden…

    Das war für mich viel zu defensiv gespielt und wir haben ein Elfmetertor geschossen. Ausserdem frage ich mich, wer soll überhaupt unsere Tore schießen?
    Wenn sich hier nichts ändert, gehen wir gegen zb Hannover genauso unter wie Kaiserslautern.

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  • Es scheint ja geplant, die Offensive noch zu evrstärken. Und Schwartz fordert ja auch einen passsichereren Mittelfeldspieler. Da sind einfach noch Baustellen, die Bornemann aufgrund der finanziellen SItuation noch nicht schließen konnte. Und vielleicht auch weil die anderen Vereine nicht so schnell bereit sind, ihre Spieler (Kerk) ziehen zu lassen
    Im Grunde war es doch klar, daß wir für Füllkrig keinen adäquaten Ersatz haben. Und auch die Außenbahn, die Kerk und Blum abdeckten, ist offenbar nicht abgedeckt. Insofern mußte Schwartz vermutlich einfach anders spielen lassen.
    Und daß er unter den Umständen der Defensive mehr vertraut, ist ja wohl nachvollziehbar.
    Bei Weiler hätte ich genauso argumentiert. Also schreib ich das jetzt auch Schwartz zu Gute.
    Und hoffe, daß sich wie von ihm angekündigt in den nächsten 5 SPielen eine Stammelf herauskristallisiert, die dann um den Aufstieg trotzdem irgendwie mitspielen kann.

    Das Problem bei uns Fans ist einfach, daß wir – obwohl wir jetzt schon lange genug die spielerischen Schwächen der Mannschaft sehen konnten – immer wieder die Idee haben, daß das doch mit der Zeit auszugelichen ist durch Training. Aber wenn die Spieler das halt nun mal nicht können …

    Im Grunde war Schwartz sehr mutig, daß er Mühl diese Aufgabe zugetraut hat und daß er in Kauf nahm, daß dieser noch nicht die Coolness hat, um da souveräne Pässe zu spielen. Es klappt halt nicht immer gleich mit dem Reinwerfen wie bei Erras.

    Vielleicht wird Schwartz durch die Reaktionen auch klar, daß die Nürnberger Fans eher damit leben können, wenn trotz intensiven Versuchen, das 2. Tor zu schießen Punkte liegen bleiben als durch den Versuch, daß knappe Ergebnis über die Zeit zu retten.

    Wobei ich mir da nicht sicher bin, ob dann nicht trotzdem gemosert wird. Weil wir wie Weiler offenbar richtig erkannt hat, uns gar nicht vorstellen können, daß unsere Mannschaft nicht zum Gewinnen geboren ist.

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  • Ich verstehe die Erwartungshaltung vieler Fans auch nicht so ganz. Natürlich wünscht man sich, daß man den Gegner mit erfrischendem Offensivspiel aus dessen eigenen Stadion spielt, aber das erinnert mich eher an ein Märchen, der Club ist mindestens seit Bundesligaabstieg (bzw auch lange davor schon) schon seit Jahren kein Team, was über spielerische Offensivfußball beeindruckt.

    Das war auch unter Weiler nie anders, diese beeindruckende Serie letztes Jahr, war eher ein Willensakt und wie hier ja auch viele regelmäßig festgestellt haben, mit einer gnadenlosen Effektivität verbunden, als man viele Spiele entschied, in denen man auch in der 2. Liga nicht das bessere Team war, sondern das effektivere, daß aus wenig viel gemacht hat, spielerisch auch da eher schon dürftig.

    Und bis zur 92.Minute sah das ja auch in Dresden alles wieder genauso aus.

    Wie sollte den Schwartz in wenigen Wochen nachdem der Kader auch eher geschwächt als verstärkt wurde, also so interpretiere ich den Füllkrug Abgang, da frage ich mich schon was hat man denn erwartet, das Auftreten war nicht erfreulich, aber in der Art und Weise läuft das doch schon seit Jahren.

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  • block4,
    Ich gebe Dir recht, dass die 18-Spiele-Serie einige zähe Spiel gesehen hat – u.a. gegen Fürth und den 1.FCK. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt endlich verstanden, dass es häufig reicht, einfach 60-70 Minuten geduldig zu sein und ide Null zu halten, bis der Gegner einen entscheidenden Fehler macht. Dennoch würde ich das Dresden-Spiel anders bewerten. Zum einen fand ich uns nicht bissig bzw. komplett platt nach 60 Minuten. Und hier besteht ein großer Unterschied. Letzte Saison waren wir fitter als die Gegner je länger ein Spiel gedauert hat. Ich hoffe, dass sich dieser Effekt noch einstellt und Dresden nur eine erste Momentaufnahme war. Zum anderen war Dresden v.a.unglaublich schwach. Spielerisch geradezu katastrophal. Das ist eine Drittligamannschaft in einem tollen Stadion mit tollen Fans. Die muss man auch ohne Füllkrug/Kerk unaufgeregt 2:0 heimschicken. Dafür muss es dann auch selbst bei Kempe/Salli & Co. reichen. Wozu sonst hat man sie verpflichtet. Hoffentlich tun diese 2 verlorenen Punkte am Ende nicht noch richtig weh. Ärgerlich auch, dass der Druck auf Schwartz/Mannschaft jetzt schon unnötigerweise hoch ist.

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  • Leute, nach einem Spiel könnt Ihr schon erkennen, wie eine ganze Saison laufen wird, oder wann der Trainer entlassen wird. Meint Ihr das ernst? Es gab von Hoeneß ja mal den witzigen Spruch, der Weihnachtsmann ist kein Osterhase, selbst eine Herbstmeisterschaft entscheidet noch nichts, ganz sicher aber nicht der erste Spieltag.

    Natürlich war das kein großartiges Spiel und ich erwarte von unserer Mannschaft auch mehr, ich gebe zu, dass auch ich recht optimistisch 60 Punkte erwartet habe. Vielleicht war ich da auch etwas zu euphorisch, denn Block 4 hat es schon schön erklärt, wir haben im Vergleich zum letzten Jahr unsere Mannschaft nicht verbessert, wir haben einen neuen Trainer, der sicher manches anders sieht, anders spielen lässt als Weiler, das muss sich erst mal finden. Gerade nach einer erfolgreichen Saison sind Spieler nicht leicht davon zu überzeugen, dass jetzt etwas verändert wird.

    Dazu kommen Enttäuschungen, die erst mal verwunden wetden wollen, auch Profisportler sind Menschen und Mannschaften kennen eben auch immer gruppendynamische Prozesse. Da ist ein Burgstaller, der gerne erste Liga spielen wollte, der aber im Laufe der letzten Saison von Füllkrug sportlich überholt wurde und der nun auch akzeptieren muss, dass der Mitspieler gehen durfte, konnte und mehr verdient und er nicht. Da fehlt ein Polak sicher nicht auf dem Platz, aber eben doch in der Mannnschaftshirarchie. Da fehlt Erras mit seiner Passsicherheit, was ja auch schon zum Ende der Saison und noch mehr in der Relegation spürbar war.

    Da zeigt unse Abwehr genau das was sie letzte Saison auch schon gezeigt hat, relativ hohe Stabilität in der Mitte aber Geschwindigkeitsdefizite über außen, nur wenn da die offensiven Außen konsequent nach hinten arbeiten, dann funktioniert der Verbund, nur wenn wirklich jeder für jeden den einen Schritt mehr macht, dann können wir erfolgreich sein. Noch hat Schwartz das der Mannschaft nicht klar machen können, vielleicht fehlt auch der harte Kurs von Weiler, der bei diesen Gelegenheiten gern mal 2, 3 Spieler aussortiert hat?

    Vielleicht bekommt es aber Schwartz auch ohne diese Drohkulisse hin, was auf Dauer vielleicht auch der bessere Weg wäre, Druck verschleißt sich und die Mannschaft ja auch am Ende.

    Ich freue mich immer auf die Kickergeschichte nach 4, 5 Spieltagen, wo die Krise einer Mannschaft erklärt wird, meistens folgt darauf nämlich eine erfolgreiche Serie, vielleicht klappt das auch bei uns.

    Ich finde es auch schade, wenn nach einem Spiel ein junger Spieler wie Mühl gleich als untauglich definiert wird. Vielleicht war die Kulisse in Dresden im ersten Spiel bei den Profis doch etwas zu groß, vielleicht wollte er zuviel und hat verkrampft, man sollte ihm schon auch etwas Zeit geben. Wenn wir auf sere Jugend setzen wollen, vielleicht aus finanziellen Gründen auch müssen, dann müssen wir lernen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, dass die Abgeklärheit eines Erras eine Ausnahme war und dass viele Andere eine Eingewöhnungszeit brauchen werden.

    Ja ich bin auch enttäuscht, hatte auf mehr gehofft, hatte von einem guten Start geträumt, aber unsere Mannschaft ist realistischerweise nicht die Übermannschaft der zweiten Liga, wenn sie als Mannschaft perfekt funktioniert, dann kann sie vorne mitspielen, so wie letztes Jahr, aber sie kann eben auch gegen alle Mannschaften verlieren, wie letztes Jahr daheim gegen Duisburg.

    Wenn ich hier lese, dass man schon nach einem Spiel fast endgültige Urteile über den Trainer abgibt, dann wird manche Aussage von Weiler im letzten Interview, bezüglich Respekt vor der Arbeit eines Trainers in Nürnberg schon nachvollziehbar.

    Warten wir doch mal 10 Spiele ab, dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht und wenn es dannn ein Mittelfeldplatz ist, sollten wir auch nicht zu enttäuscht sein, es gelingt eben fast nie, gleichzeitig die Kosten der Mannschaft zu senken und sportlich erfolgreich zu sein. Eine banale Weisheit, aber eben trotzdem nicht falsch, vielleicht sollten wir das ein wenig mehr im Hinterkopf behalten, wenn wir Urteile über die Handelnden bei uns fällen.

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  • Armin, oder kurz gesagt: Das 1:1 ist ein besserer Saisonstart als das 6:3 vom letzten Jahr. 😉

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  • Die Ausführungen von „Armin“ sind sicher richtig.
    Dennoch nach zwei mal drüber schlafen darf ich feststellen, dass wir leichtfertig zwei Punkte verschenkt haben.
    Die Leistung der Dresdner ist eher im unteren Bereich des Zweitliganiveaus anzusiedeln.
    Ich glaube nicht, dass wir auswärts noch recht viel schwächere Teams zu sehen bekommen.

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  • Ich kann da FCN4ever nur zustimmen. Das war einfach sehr enttäuschend am Samstag. Spielerisch war da gar nichts, die Abwehr auch alles andere als souverän. Da brauchst du schon einen ziemlich schwachen Gegner und eine gutgemeinte Schiedsrichterentscheidung um überhaupt Chancen auf einen Erfolg zu haben. Eingespielt hin oder her, Kaderqualität nicht ausreichend für den Aufstieg… Aber einfache Bälle zum Mitspieler zu bringen wäre trotzdem drin, insbesondere wenn der Gegner dabei nicht unbedingt besonderen Druck ausübt…

    Das war einfach schlecht und bot finde ich nichts, was man positiv heraus stellen könnte. Probieren wir am Freitag einfach noch mal neu…

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    • Soeren: die Abwehr auch alles andere als souverän.

      Nachdem ich das jetzt öfter gelesen habe und sich das nicht wirklich mit meinen Eindrücken deckt, dann doch mal die Frage, woran man das festmacht?

      Über weite Strecken kam Dresden eigentlich überhaupt nicht durch, die Großchance früh im Spiel war ein abgefälschter Ball, sonst war das Zentrum extrem dicht, Dresden musste über die Flügel, hat wenig Flanken angebracht (12 von 18 Flanken kamen nicht an), hat insgesamt gerade mal einen Schuss mehr aufs Tor gebracht als der Club trotz deutlicher Feldüberlegenheit. Dass die Abwehr nichts zum Spielaufbau beigetragen hat und da viele Fehler gemacht hat, seh ich auch so, aber defensiv war sie (mit Ausnahme von Margreitter, siehe Bewertung) für mich nicht unsouverän.

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  • hab schon schlechtere saisonauftaktspiele vom club gesehen.
    und in der dresdnerschachtel werden sich noch ganz andere teams schwer tun.

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  • Holle, ich denke Mühl, der als recht passsicher gilt (siehe „Vorlage“ zum Elfmeter gegen Augsburg), sollte die Bälle von hinten raus verteilen. Das hat aber nicht geklappt, weil er keinen guten Tag hatte und wahrscheinlich auch einfach etwas nervös war. Einen klassischen „Zehner“/Spielmacher hab ich auf dem Platz nicht gesehen. Die Idee, die auch über weite Strecken gut aufgegangen ist, aber eben sehr defensiv orientiert ist, war es mMn, dass mit Behrens, Mühl, Alushi, Margreitter und Behrens das Zentrum extrem dicht gemacht wird, man Dresden auf die Flügel zwingt und dann auf die eigene Kopfballstärke baut. Das hat bis zur Einwechslung von Kutschke gut funktioniert, dann war aber ein ebenbürtiger Kopfballspieler drin und so gingen immer mehr zweite Bälle verloren.

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  • Florian Zenger | Clubfans United,

    Das ist natürlich immer so eine Sache – liegt’s an der eigenen Stärke oder an der Schwäche des Gegners? Ich fand die Angriffsbemühungen der Dresdner eigentlich nie sonderlich zwingend und bewerte die vielen einfachen gewonnen Bälle eben nicht als Stärke der Abwehr. Aber klar – die Spieler müssen erstmal da positioniert sein, wo diese Bemühungen hingehen. Insofern gebe ich dir Recht: Stellungsspiel und Abstimmung stimmten im Großen und Ganzen.
    Leider wurde mir immer himmelangst, wenn da hinten jemand den Fuß am Ball hatte. Damit meine ich gar nicht den Beitrag zum Aufbauspiel (können wir uns ob der Definition streiten), sondern alleine das Klären der Situationen. Hatte oft den Eindruck, der ein oder andere tritt das erste mal gegen den Ball oder hat die Hosen voll. In diesem Sinne meine ich: Souverän ist anders.

    Wobei ich fairerweise dazu sagen muss: Ein Clubspiel sachlich zu analysieren krieg ich nicht wirklich hin. Immerhin hab ich da ja auch 90+x Minuten „die Hosen voll“.

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  • Florian Zenger | Clubfans United, Behrens ist aber zeitweise sogar vor Burgstaller und Sylvestr angelaufen. Vielleicht auch nur weil Alushi gedanklich noch irgendwo zwischen Hamburg und Nürnberg war.
    Ich bleibe dabei Behrens hätte neben Mühl seine Stärken ausspielen und so für mehr Stabilität sorgen können.
    Herr Schwartz, Spiel analysieren und neue Aufstellung für Freitag bitte.

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    • Holle: Florian Zenger | Clubfans United, Behrens ist aber zeitweise sogar vor Burgstaller und Sylvestr angelaufen.

      Was ihn trotzdem nicht zwingend zum „Spielmacher“ oder zur „Zehn“ macht. Er war sicher als der „offensivere“ der beiden zentralen Mittelfeldspieler gedacht, aber mE nicht als Spielmacher. Was die Lehren angeht, bin ich ganz bei Dir, meine persönliche Präferenz läge auch eher bei nem 4-2-3-1 mit Behrens und Mühl auf der Sechs und Möhwald zentral davor.

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  • Interessant finde ich auch, dass einige hier schon klar feststellen können, dass Dresden eine der schwächsten Mannschaften der zweiten Liga haben wird.

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  • Ich finde auch gleich am Spieltag entläd sich die komplette Erwartungshaltung gepaart mit der Enttäuschung, daß wir die Relegation verloren haben und gefühlt doch eigentlich Erstligist sein müssten, da muß man einen Drittligaaufsteiger, der die 3. Liga nur dominiert hat, erinnern wir uns auch mal kurz an Darmstadt, die müssen wir doch mal locker aus ihrem eigenen Stadion spielen.

    Der Kader ist meines Erachtens nach Weggang von Kerk, Füllkrug, Blum sicher nicht stärker geworden und einen neuen Trainer haben wir zudem. Jetzt warten wir doch mal 5-10 Spieltage ab. Mir ist die Kritik am Trainer bzgl. Wechsel und Taktik zu so einem frühen Zeitpunkt zu extrem. Ich glaube auch so eine Serie wie letztes Jahr so ein Kraftakt wird sich eher nicht sofort wiederholen lassen.

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  • Ich denke, dass die Fans es nicht gerne sehen, wenn sich der Club alá Relegation nur hinten rein stellt. Ich glaube, dass man hat noch ein paar Spieler wie z.B. Gislason, Salli, Teuchert oder Kempe (?), die vielleicht etwas Leben in die Bude bringen können.

    Nachdem v.a. in den 2. Halbzeiten des Relegationsrückspiels und des Spieles in Dresden der totale Angsthasen- bzw. Mauerfussball angesagt war, wird jetztverständlicherweise der Ruf nach Verbeek wieder laut. Dessen Harakirifussball hat uns jedoch angesichts der vielen Verletzten auch nicht weitergebracht. Zugegebenerweise wäre sein Plan A aufgegangen, hätten wir nicht so viel Verletzungspech gehabt, aber wo war sein Plan B?

    Weiler hat in der Rückrunde eine tolle Mannschaft geformt und eine Balance zwischen Angriff und Verteidigung gefunden.
    Fest steht, dass er selbst bei einem 0:1 Rückstand, total darauf verzichtet hat etwas nach vorne zu unternehmen.
    Wie gesagt, verlief die 2. Halbzeit des Dresdenspiels ähnlich.

    Selbstverständlich stehen nun bei mir Spieler wie Kerk und Füllkrug (aber bestimmt nicht Koch und Kutschke) auf dem Wunschzettel. Wenn in der Richtung nichts geht, sollte man es mit den oben genannten Spielern versuchen.

    Es koo nix dsamgei, wemma nix brobiert. Da Silfesddä sollädd si amol middm Burgi bäi a boor Saidla dsammhoggn, damidd si dey blindd affm Blods ferssdänna unä äss Door driffd.

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