„Amateur- und Profifussball sind zusammengerückt“

Heidenheim-Fanclub Ostalb Breama im Exklusivinterview vor 1. FC Nürnberg gegen 1. FC Heidenheim

2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga – der „Club“ tritt um 18:30 Uhr im „Stadion Nürnberg“ gegen Heidenheim an und muss schon auf die Tabelle schauen. Nach dem Last-Minute-Remis in Dresden wurde die Chance verpasst, sich schon früh in der Saison ein wenig Ruhe zu verschaffen und Zeichen zu setzen. Ein Remis in Dresden ist dabei sicher kein Debakel, aber den Dreier vor Augen gegen den Aufsteiger hatte der Beobachter dann doch nicht zu Unrecht das Gefühl, dass man hier eine Chance hat liegen lassen – und das nicht nur in der überlangen Nachspielzeit, sondern durch zu viel Passivität im ganzen Spiel.

Wie nah im Fußball Wohl und Wehe liegt, zeigte das Spiel in Dresden in aller Deutlichkeit. Hatte man selbst schon die Schlagzeile „Schwarz-Gelb zu grün für Liga 2“ auf den Tasten, löste der späte Treffer mehr als nur ein Umformulieren der Schlagzeile aus. Nur wegen eines Tores ein Umdenken über das ganze Spiel? Ist das nicht ungerecht? Nicht im Fußball – und hier soll der Trainer des kommenden Gegners Gehör finden, zitiert aus einem ingesamt lesenswerten Interview mit der Heidenheimer Zeitung: „Wir betreiben einen extremen Ergebnissport. Der Gladbacher Kollege Andrè Schubert hat mal gesagt, er wolle nicht so sehr sein Gefühlsleben von Sieg oder Niederlage abhängig machen. Das ist bei mir genau andersherum. Ich bin ein Wettkampftyp, für mich geht’s um Erfolgserlebnisse.“ Oder anders formuliert: Du kannst ein gutes Spiel mit einem schlechten Ergebnis vielleicht noch Schönreden, es bleibt aber dabei, dass du am Ende keine Punkte hast. Lieber aber nimmst du aus einem schlechten Spiel den Dreier mit, denn am Ende freut der Sieg immer mehr als die gute Leistung. Kombiniert ist es natürlich noch eindrucksvoller, gutes Spiel und Erfolg vs. schlechtes Spiel und Misserfolg, aber im Trend sind gute Ergebnisse im Sport nahezu immer das Resultat von einer Strategie oder Qualität. So war es unter Hans Meyer, so war es unter Dieter Hecking – sah nicht immer gut aus, die Ergebnisse sprachen aber für sich. Und unter der Anleitung holländischer Übungsleiter durfte man in Nürnberg auch das Gegenbeispiel ja schon bestaunen.

Heidenheim ist im Grunde im Fußball ähnlich wie Sandhausen oder Darmstadt in der Bundesliga gar nicht möglich. Vereine ohne jede Möglichkeiten schaffen es doch die Klasse zu halten. Im Gegensatz dazu schaffen es Vereine mit deutlich besseren Möglichkeiten nicht, sich gegen diese Vereine durchzusetzen. Warum? Auch dazu Frank Schmidt (a.a.O.) auf die Frage nach der unglaublichen mentalen Stärke des Underdog aus Heidenheim: „Das ist kein Hokuspokus, sondern nichts anderes als Kommunikation. Mit Kommunikation kann man extrem viel erreichen. Und mit fehlender Kommunikation kann man sehr viel kaputtmachen. Es gibt keine halben Sachen, das ist unser Anspruch. Es muss immer für jede Situation auch eine Antwort geben. Anders gesagt: Was bringt es dir, dass du wie ein ängstlicher Hund deinen Schwanz noch mehr einziehst, wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst. Man muss den Spielern gelegentlich den Spiegel vorhalten, ihnen ein Feedback bezüglich ihrer eigenen Wahrnehmung geben: Egal, wie du das für dich selbst empfindest, denk mal daran, wie es außen ankommt.“

Nürnberg spielte in Dresden trotz Führung im Rücken eine Halbzeit lang wie mit dem Rücken zur Wand. Und kassierte den Ausgleich. Vielleicht ist Heidenheim und das Heimpublikum im Rücken Zeit und Anlass sich den Spiegel vor Augen zu halten, dass man trotz aller Widrigkeiten rund um den Verein in Nürnberg einen der Top-Etats, einen Verein mit Renommee und eine Mannschaft mit ausreichend Potenzial hat. Und die passende Kommunikation dazu kann sich gern auf der Ergebnistafel zum Ausdruck bringen.

Interview mit Ostalb Breama

Kleine Vereine haben unglaublich viel Charme, allerdings oft auch das Problem, dass man Probleme hat Interview-Partner zu finden. Umso schöner, wenn das wie bspw. in Heidenheim jetzt wieder gelingt. Auf Vermittlung unseres Interview-Partners des vergangenen Jahres Markus Sommer [FCH Fan Club Westside Heidenheim] sprachen wir mit dem Fanclub Ostalb Breama natürlich auch wieder über das Phänomen Frank Schmidt, quasi das Gegenmodell zum Gastarbeiter René Weiler, über die Chance der kleinen Fische im großen Haifischbecken Bundesliga und natürlich über das Spiel am Freitag, und worauf wir bei Heidenheim unbedingt achten sollten – vielleicht auch ein guter Tipp an alle mitlesenden Spieler und Trainer der FCN. *wink*

[Clubfans United] Neuer Spieltag, neues Glück, neuer Interviewpartner. Stell dich doch am besten vor, damit unsere Leser wissen, was du machst und was dich mit Heidenheim verbindet.

[Ost-Alb Breama] „Hallo, wir sind ein Fanclub des 1. FC Heidenheim 1846 und nennen uns die Ostalb Breama. Wir kommen zum Großteil aus Nattheim, einer Ortschaft im Landkreis Heidenheim, und viele von unseren momentan ca. 20 Mitgliedern sind schon zu Landesliga-Zeiten auf dem Sportplatz gewesen. Und wenn man Schritt für Schritt seinen Verein begleitet, dann entwickelt man zwangsläufig Leidenschaft.“

[Clubfans United] Ihr habt’s am Wochenende vorgemacht: Wie schlägt man eigentlich einen Aufsteiger? Das scheint ja gar nicht so einfach zu sein.

[Ost-Alb Breama] „Der Beginn einer neuen Saison ist immer schwer und es gibt in der Regel einen kleineren oder grösseren Umbruch durch mehrere Zu – und Abgänge. Ein Aufsteiger will sich beweisen und was reißen, geht voll motiviert ins Spiel. Das hat man auch bei uns gegen Aue gesehen. Aber Dank harter Defensivarbeit und unserer neuen und in dem Spiel einfach auch guten Nummer Eins stand am Ende hinten die Null.“

[Clubfans United] Beim Club machte sich nach dem 1:1 gegen Dresden schon eine gewisse Enttäuschung im Umfeld breit. Verständlich, wenn man der FCN ist und gewisse Ansprüche hat, oder fehlt da schlicht der Respekt vor Gegner und Liga?

[Ost-Alb Breama] „Ich denke nicht, dass es deshalb eine Enttäuschung im Umfeld geben sollte. Dresden spielte eine fantastische letzte Saison und ist verdient aufgestiegen. Und – wie schon gesagt – genau wie bei uns gegen Aue war der Aufsteiger gegen euch voll motiviert. Und da spielt eine Mannschaft dann eben teilweise „110 %“, was den Ausschlag geben kann. Mangelnder Respekt seitens eurer Mannschaft fehlte zumindest bestimmt nicht.“

[Clubfans United] Wir hatten in Sachen Trainer schon wieder einen Wechsel, ihr habt dagegen ungewöhnliche Konstanz. Was macht Frank Schmidt eigentlich so besonders? Und warum ist er immer noch bei euch und keiner hat ihn abgeworben?

[Ost-Alb Breama] „Frank ist ein bodenständiger Mensch, der immer freundlich und fannah ist – einen den man auch mal in einem Heidenheimer Café beim Kaffeetrinken sieht. Zu seiner freundlichen Art kommt aber dazu, dass er weiß, wo es hin gehen muss auf dem Platz – und da kann er dann auch mal lauter werden. Ein Profi halt.

Interesse an Schmidt hatten laut mehrerer Medien viele große Vereine. Aber vielleicht dachte er sich: Warum wechseln, wenn man sich hier wohl fühlt und der Sympatieträger im Verein ist?“

[Clubfans United] Man tut sich schwer viele Verbindungen zum FCN zu finden. Ausgerechnet Frank Schmidt ist der einzige, der in beiden Vereinen tätig war. Was verbindet dich mit dem FCN und was gibt es für Vereine, wo historisch tiefere Verbindungen zur TGH bestehen?

[Ost-Alb Breama] „Also mit dem FCN verbindet mich persönlich nicht viel, aber ich war schon mehrmals in eurem Stadion und man muss sagen: Die Stimmung war immer super!“

[Clubfans United] Herausragende Figur auf dem Platz ist sicher euer Kapitän, Marc Schnatterer, der spielt seit 2008 im Verein hat den gesamten Aufstieg des Vereins miterlebt. Was macht ihn besonders und gibt es andere Spieler, die herausstechen?

[Ost-Alb Breama] „Marc macht besonders, dass er durch seine gefährlichen Solos oder Standards ein Spiel allein entscheiden kann. Herausstechen tut definitiv aber auch unser Linksverteidiger Arne Feick, der defensiv wie offensiv super Aktionen hat. Aber auch Tim Skarke muss man nennen, auch weil er ist in unserer Ortschaft Nattheim geboren und es aus der eigenen Jugend bis in die 2. Bundesliga geschafft hat – was heutzutage ja wirklich selten ist.“

[Clubfans United] 1998 noch Landesliga, keine zwanzig Jahre später in der 2. Bundesliga. Im Interview vor einem Jahr hat man Nicht-Abstieg und einstelligen Tabellenplatz als Wunschziel artikuliert. Am Ende wurde es Platz 11, das sowas wie ne Punktlandung. Was haben die Fans denn noch für Ziele?

[Ost-Alb Breama] „Dieses Jahr muss klar wieder das Ziel sein: Klassenerhalt und einstelliger Tabellenplatz. Was in den kommenden Jahren wird, das muss man schauen.“

[Clubfans United] Bei uns legen wir mit dem Punktdruchmesser einen Wert fest, der sowas wie die Erwartungshaltung von Fans und Umfeld an die Mannschaft in Form von Punkten versucht festzumachen. Wo ist denn euer Punktdruck-Erwartungs-Wert?

[Ost-Alb Breama] „Wir haben so einen Wert nicht. Heidenheim hat die letzten Jahre einfach eine große Euphorie und die Zuschauer kommen aus einem Umkreis von 150 km zu den Spielen. Gäbe es so einen Wert, würde das nur für Unruhe sorgen.“

[Clubfans United] Heidenheim, Hoffenheim, Aalen, Großaspach, Sandhausen. Baden-Württemberg wird gerade im Norden und in der Mitte immer mehr eine Fußball-Hochburg. Warum eigentlich?

[Ost-Alb Breama] „Wenn man es so vergleicht, was bspw. vor 10 Jahren war, dann hat sich klar eine Veränderung eingestellt – aber dies ist ja nicht nur in Baden Württemberg so. Der Abstand von Amateurfussball und Profifussball insgesamt wird sogar eher immer kleiner und so können die kleinen Vereine sich und was sie können zeigen. Des Weiteren sind die Menschen hier einfach froh Stadien vor der Haustüre zu haben, das unterstützt natürlich die Vereine.“

[Clubfans United] Wenn du dir drei Auf- und drei Absteiger aussuchen könntest (Bundesliga und 2. Liga), deinen Verein aber nicht nennen dürftest, wen würdest du benennen?

[Ost-Alb Breama] „Absteiger Bundesliga: Ingolstadt, Leipzig, Bremen – Aufsteiger: Hannover, Nürnberg, Bochum“

[Clubfans United] Welche drei Dinge fallen dir spontan ein, wenn du an den FCN denkst?

[Ost-Alb Breama] „Grosses Stadion, gute Stimmung, grosse Fangemeinschaft“

[Clubfans United] Letztes Jahr gab es ein 3:2 für Nürnberg an gleicher Stelle – was hast du noch für Erinnerung an das Spiel?

[Ost-Alb Breama] „Nach einem harten und spannenden Spiel leider eine Niederlage.“

[Clubfans United] Was erwartest du dir diesmal und was müssen wir von Heidenheim erwarten?

[Ost-Alb Breama] „Eine defensiv starke Mannschaft – mit vielen gefährlichen Kontern unserer neuen Stürmern.“

[Clubfans United] Dein Tipp?

[Ost-Alb Breama] „Nürnberg 1 – 2 Heidenheim“

[Clubfans United] Vielen Dank für das Interview! Das letzte Wort gehört dir! Was muss noch gesagt werden?

[Ost-Alb Breama] „Ich habe mich zu bedanken, ich wünsche euch eine gute und verletzungsfreie Saison – und grüße natürlich die grosse Heidenheim-Fanfamilie.“


Das Interview führte Alexander Endl (Clubfans United) mit Fanclub Ost-Alb Breama am 9./10.8.2016 via E-Mail.

Steckbrief für Gastleser: Clubfans United ist ein Online-Fanmagazin von Fans für Fans des 1. FC Nürnberg. Clubfans United beschäftigt sich allerdings nicht mit der Fanszene im Speziellen (eher im üblichen Rahmen einer Berichterstattung), schreibt auch nicht aus oder über „die Kurve“ oder Erlebnisse rund um den Stadionbesuch, sondern vielmehr über den Sport, den Verein (fokussiert auf den Profi-Fußball) und die mediale Berichterstattung. Wir sind also mehr Sportmagazin als Fanmagazin in dem Sinne, nur eben, dass wir das als Fans betreiben und auch aus dem Blickwinkel schreiben. Alles weitere bei Interesse etwas ausführlicher hier: clubfans-united.de/was-ist-das-hier

46 Gedanken zu „„Amateur- und Profifussball sind zusammengerückt“

  • Wieder ein sehr gutes Interview, in Sachen Fußballhochburg, liegt vielleicht einfach an der wirtschaftlichen Potenz der Region.

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  • Ich fand den Ansatz interessant: „Der Abstand von Amateurfussball und Profifussball insgesamt wird sogar eher immer kleiner und so können die kleinen Vereine sich und was sie können zeigen.“ – Gemeinhin gilt ja die These, die Hürde zu den Profi-Ligen werde immer höher (3. Liga).

    Aber denkt andersrum und bewertet die nahezu Profi-Bedingungen auch schon in der Regionalliga, dann stimmt das natürlich.

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  • Wieder ein interessantes Interview, gerade die kleinen die trotzdem unter Profibedingungen erfolgreich sind, finde ich spannend, da sie sowieso unterrepräsendiert sind in den Medien und mit ihren begrenzten Mitteln irgendwas besonders gut machen, um zu bestehen. Heidenheim ist ein Beispiel dafür.
    Der Abstand Amteur Profifußball würde ich auch sagen wird nicht größer eher kleiner, weil im Informationszeitalter auch die „Kleinen“ über hervorragende Methoden verfügen.

    Die Schere geht eher im Profifußball selbst immer weiter auf finanziell vor allem in Richtung Zweiklassengesellschaft, zu den Vereinen, die regelmäßig CL spielen bis hin zum Dauer Abonnement Deutscher Meister.

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  • Der Abstand in den „Niederungen“ des Profibereichs (also z.B. zwischen zweiter und dritter Liga) ist mMn wirklich kleiner geworden. Irgendwie auch logisch, wenn es nur noch eine drittklassige Liga gibt und nicht mehr zehn (?) oder vier oder zwei. Danach kommt’s drauf an, die Spitzen in den fünf RL sind auch quasi Profis (siehe Jahn Regensburg), aber ein beträchtlicher Teil sind dann wirklich Halbprofis (ein 0:12 von Seligenporten gegen Augsburg II illustriert das bestens). Der Abstand zwischen Bundesliga und Rest des Profifußballs wird mMn aber auch größer, einfach weil 80% des TV-Gelds an die erste Liga gehen und da die Belegschaft inzwischen einen klaren Kern hat.

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  • Florian Zenger | Clubfans United,

    Ich glaube der Schnitt verläuft nicht generell zwischen Liga 1 und 2 sondern eher in der Bundesliga irgendwo bei 8-12, zumindest eine ‚perforierte Linie‘.

    Edit: Zumindest verläuft da eine weitere Linie, die kaum noch von konventionell geführten Vereinen überwunden werden wird.

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  • zabomors,
    ja, so könnte man es sagen, denn die Linie zwischen 1. und 2. Liga gibt es durchaus. Selbst ein schwacher Bundesligist ist, wenn er sich zusammenreißt und seine Möglichkeiten ausschöpft, durch einen guten Zweitligisten kaum zu überwinden (wenn es normal läuft). Wir durften das ja leidvoll erfahren….

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  • Optimist,

    Wobei die Relegation in den Vorjahren ja durchaus knapper war – also nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Spielverlauf. Ist die Frage, ob der Club tatsächlich ein „guter“ Zweitligist war, oder einfach einer oberhalb des Durchschnitts. So konnte man knappe Begegnungen oft gewinnen und auch mal die beiden ganz Großen ärgern – ob der Abstand von Freiburg und RB zu Frankfurt aber so groß gewesen wäre?

    Ich fürchte, das mit der Linie ist nicht so leicht. Denn RB und Freiburg (unter ganz unterschiedlichen Bedingungen) im letzten Jahr und die beiden Absteiger in diesem würden wohl erstmal nicht unter diese Linie fallen. Könnte sie aber schnell treffen, wenn es ein oder zwei Jahre nicht gelingt nach oben zu kommen.

    Das Gute ist doch: Die dritte Liga wird immer attraktiver, so dass ein Absturz wenigstens für das tägliche Fan-Sein gar keine Katastrophe mehr ist.

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    • Soeren: Wobei die Relegation in den Vorjahren ja durchaus knapper war – also nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Spielverlauf. Ist die Frage, ob der Club tatsächlich ein „guter“ Zweitligist war, oder einfach einer oberhalb des Durchschnitts

      ja, der Unterschied zu den Vorjahren war aber, dass der HSV quasi am Boden lag und trotzdem gewonnen hat und Frankfurt leider gerade die Kraft des Momentums gefunden hatte mit dem neuen Trainer. Ich bin mir fast sicher, dass wir die Relegation gegen den HSV der Vorjahre auch gewonnen hätten, weil Frankfurt im Vergleich dazu ungleich stärker war.

      Und im Grunde widerspricht das ja meiner These nicht. Selbst ein angeschlagener Erstligist kann gewinnen, aber ein fokussierter und funktionierender Erstligist ist eigentlich eine Klasse besser.

      Natürlich war klar, dass es wieder ausgerechnet uns trifft, den stärksten Relegationsgegner der Relegationsgeschichte zu bekommen. Aber das war ja logisch, wenn man schon mit Punkterekord nur dritter wird….

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  • Optimist, könnte man aber nicht auch sagen: Frankfurt hatte Glück auf den spielerisch schlechtesten Zweitligisten der letzten Jahre zu treffen ?

    Unter Weiler war es einfach spielerisch nichts. Ich hoffe immer noch auf Schwartz

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  • Wobei auch der „angeschlagene“ HSV im Rückspiel in Karlsruhe in den ersten 60 Minuten die klar bessere Mannschaft war. Es war halt dann vom Spielverlauf her „ärgerlich“ bis „ungerecht“ für den KSC, aber wenn der HSV vor der Pause 2:0 in Führung gegangen wäre, hätte sich Karlsruhe auch nicht beschweren dürfen. Und im Gegensatz zu Lautern gegen Hoffenheim 2013 waren wir richtig nah dran und lange im Geschäft. Also insgesamt ist der Unterschied da schon spürbar mMn.

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  • Seit Wiedereinführung der Relegation ist es zwar oft sehr knapp ausgegangen, aber dennoch war doch in den meisten Fällen der Erstligist fußballerisch klar überlegen. Die einzigen Ausnahmen waren wir gegen Cottbus, die ja im Zerfall völlig chancenlos waren, und die Fortuna hat gegen die Hertha auch spielerisch einigermaßen mithalten können.

    Aber sonst?
    Die Eintracht war klar besser als wir, der HSV auch klar besser als der KSC. Bei den Nachbarn im Jahr davor war es nicht ganz so klar, aber dennoch deutlich.
    Und auch Hoffenheim gegen Lautern, Gladbach gegen Bochum und wir gegen Augsburg waren jeweils die viel bessere Mannschaft.

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  • Beide seit der Wiedereinführung gescheiterten Bundesligisten waren Teams, die sich am letzten Spieltag auf den Relegationsrang mit relativ überraschenden Ergebnissen nach langen sieglos Serien gerettet hatten (Cottbus 3:0 gegen Leverkusen, vorher ein Punkt und ein Tor aus vier Spielen; Hertha 3:1 gegen Hoffenheim, vorher zwei Punkte aus sechs Spielen), die waren mental eigentlich schon weg und hatten sich mit dem Schicksal abgefunden, um dann plötzlich doch nochmal spielen zu müssen. Zum Vergleich Hoffenheim hatte aus den Spielen vor dem letzten Spieltag acht Punkte aus sechs Spielen, Frankfurt neun aus vier, der HSV 2014/15 sieben aus vier. Der HSV 2013/14 ist da mit null Punkten aus den letzten fünf Spielen die große Ausnahme, der hatte in der Relegation allerdings auch wirklich Glück.

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    • Florian Zenger | Clubfans United: Zum Vergleich Hoffenheim hatte aus den Spielen vor dem letzten Spieltag acht Punkte aus sechs Spielen, Frankfurt neun aus vier, der HSV 2014/15 sieben aus vier.

      Interessante Daten – deckt sich auch mit den vagen Erinnerungen. Bemerkenswert finde ich vor allem, wie der 1,25-Punkte-Schnitt der Hoffenheimer zur Erfolgsserie taugt. Psychologische Zahlenspielchen sind schon sehr witzig. Der aktuelle Blick auf den Punktdurchmesser ist auch noch schlimmer, als die Situation eh schon ist. Heute kein Sieg und ich dürfte schon in ein tiefes Angstloch fallen 😉

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  • Soeren, n Schnitt von 1,25 Punkten über die ganze Saison macht 42,5 Punkte, damit steigt man recht sicher nicht ab, von daher reicht das in diesen Gefilden als Erfolgsserie, erst recht, wenn das ein Viertel der insgesamt in der Saison geholten Punkte ist.

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  • Florian Zenger | Clubfans United,

    Jep, trotzdem klingt es weniger nach Euphorie als die 2,3 der Frankfurter in der vergangenen Saison. Wäre Hochgerechnet Platz 2 – und es war ebenfalls exakt 1/4 der Saisonpunkte. Eben nur in 4 Spielen…

    Wenn man’s so sieht hätten die uns ja richtig weghauen müssen 😉

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  • Soeren, dem Spielverlauf her, hätten sie das ja auch tun müssen. 😀

    Bei Hoffenheim kam sicher dazu, dass die dann am letzten Spieltag auch noch recht dramatisch n Spiel in Dortmund gedreht hatten; plus Gisdol ist einfach n viel besserer Trainer als sein Gegenüber in der Relegation (Foda).

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  • Einen Sieg hat Franken gerade geschafft, den ersten von zwei oder drei möglichen, bei Olympia hat vor ein paar Minuten ein Franke Gold geholt!
    Naja, aber eigentlich ist es egal, ob der Franke oder Bayer oder Oberbayer oder anderswoher ist, ist mir nicht so wichtig, für mich zählt in erster Linie der Mensch und dann der Sieg für einen Deutschen. Wäre ja unnormal, wenn man sich für einen z.B. koreanischen Sieger mehr freuen würde…!??
    Also einen Sieg hat Franken jetzt heute schon verbucht (oder Bayern gewonnen), denn wir leben ja in Bayern. Jetzt
    kann ja der Club nachziehen, mal ansehen.

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  • @thomas
    meinst Du den Junghänel? Der ist so einiges, aber kein Franke. Geboren in Leipzig.

    Das fand ich bei Jan Ullrich so lustig, als er erfolgreich war, wurde er von Hamburger medien als Hamburger benannt, weil er hier mal ne Zeit gemneldet war. Als es bergab ging, war er wieder der Rostocker…

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  • Nu isch würde mol sochn dass „Junghänel“ ni grode sähr Fränggsch glingd. Als halber Sachse traue ich mir ein solches Urteil zu, auch aus dem fernen Rheinland. Gleingaliber, fuffzsch Mäder, suuber! Bitte nicht falsch verstehen, freut mich echt für ihn, noch mehr würde mich allerdings heute ein Clubsieg freuen, där wär rischdsch suuber, weesde des😜✌🏼️

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  • So, mein Phrasen-Bingo-Schein ist fertig für heute.
    Vier Reihen mit je vier Phrasen, die ich alle heute ausdrücklich nicht mehr hören möchte:

    Geht das schon wieder so los
    Da fehlt der Wille
    Der letzte Pass kommt nicht an
    Was hat Alushi nochmal gekostet?
    Sylvestr erneut knapp vorbei
    Da war Schäfer machtlos
    Pfiffe zur Halbzeit
    Burgstaller läuft sich erneut fest
    Schlecht geschossen
    Zu viel erwartet
    Nach 60 Minuten platt
    Ich verstehe die Wechsel nicht
    Drum gebettelt
    5 Minuten Nachspielzeit
    Und wieder passiert es kurz vor Schluss
    Saisonstart gründlich misslungen

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  • ich lese im Ticker immer nur von Klärungen der Clubberer und Schäfer der irgendwohin faustet…
    ist das 1860 – reloaded?

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  • Der kleine Silvestre darf ganz frei ein Kopfballtor machen. Das tut hoffentlich seinem Selbstvertrauen gut.
    Vielen Dank, Heidenheim!

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  • Puh, Glück gehabt!

    Schon wieder werden die Pässe von hinten schlampig zum Gegener gespielt!
    Ich dachte, das wollte man verbesern?
    Davon sehe ich noch wenig.

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  • Armin,
    Dafür musste ich nach wenigen Minuten ein „Geht das schon wieder so los“ anstreichen.
    Aber bisher passt’s schon.

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  • Heute passt das Forechecking und das Verschieben besser als gegen Dresden.

    Sie sollten weiter auf das 2:0 drücken

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  • Kicker schreibt: Die Gastgeber überlassen Heidenheim den Ball und lauern auf Konter. Hm … ob das gut geht?

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  • Erbärmlich mal wieder die Vorstellung als Heimmanschaft gegen Heidenheim im Stil einer Kontermannschaft. Einzig versöhnlich die glückliche 1:0 Führung.

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  • Was war denn das wieder für ein Aussetzer in der Abwehr?

    Das sind mir jetzt zu viele gelbe Großchancen!

    Aufwachen!!

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    • Frank:
      Was war denn das wieder für ein Aussetzer in der Abwehr?

      Das sind mir jetzt zu viele gelbe Großchancen!

      Aufwachen!!

      Solange wir gewinnen….?….

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  • „Piaffe“ ist ein herrliches Wort! Das Pathos beim Dressurreiten sowieso. Zurückführen, Traversalverschiebung – und ganz wichtig: flüstern! Boh, bin ich ein Ignorant. Etz haud hald es Zwaanull nei, muss ja keine Parade-Piaffen-Passage sein, nur nei, ohne Versammlung oder fliegende Galoppwechsel!

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  • Auch wenn nur Belschanov hier über Fussballsachverstand verfügt behaupte ich, dass das System ingesamt (noch) nicht zu den Spielern passt. Behrens ist als 6er viel stärker. Weiler hatte es damals auch als 8er mit ihm versucht, hat nicht geklappt. Mühl braucht Unterstützung, da er doch den ein oder anderen Fehlpass einbaut oder mal den Überblick im Gedränge verliert. Alushi deutet schon an, dass er ein Spiel lenken kann, aber das kann er auch als einzelner 8er/10er. Was heute gefällt ist die Einbindung von Brecko mit der ein oder anderen gefälligen Kombination über Außen.
    Bulthuis Aussage, hohes Spiel sei nicht das Seine erscheint nur lächerlich, wenn man ihn dann spielen sieht. Sylvestr insgesamt gut, das ist ein nickliger und gefährlicher Stürmer. Und Schäfer zeigt wieder und wieder, wie unsinnig die Altersdiskussion ist.

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  • Die Parallelen zum Dresden-Spiel sind frapierend.

    Klar, wenn man sich nach dem 1:0 zurücklehnt und die Füße hochlegt, dann macht man den Geger stark. Genau wie gegen Dresden! Lernen die es nie???

    Wenn man die Spiele gewinnen will, muss man nach dem 1:0 auf das 2:0 spielen und nicht warten bis man das 1:1 bekommt. Stümperhaft!

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  • Zitat Bulthuis: Ich mag gar keine langen Bälle spielen.
    Das hat man gerade wieder gesehen.
    Er hatte alle Möglichkeiten und entschied sich zum langen Ball – zum Gegner natürlich

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  • Ich denke Schwartz muss da auch noch ein bisschen „dazulernen“. Mit dem SVS war er froh, wenn die Führung da war. Da konnte man nicht forsch auf ein zweites Tor spielen. Mit Führung verwalten ab der 45. Minute kommste nicht weiter. Alushi überzeugt mich irgendwie gar nicht. Möhwald wäre offensiv stärker. Bei uns kommt nicht der letzte Pass nicht an, sondern schon der vorletzte ist unsauber.

    Weiler hatte das erkannt, hat sich wohl gedacht. Nein, das ist mir zu anstrengend das denen beizubringen, ich spiele mit langen Bällen. Das wird dauern. Oder eben ein Umdenken erfordern.

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  • Endlich mal ein Leckerbissen für uns Fans von Eddy.
    Hat nur noch das Tor gefehlt.

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  • Die Mannschaft kann im Moment nur Brechstange. Sylvestr versucht immer wieder einen Doppelpass. Aber es fehlt ein Abnehmer vorne drin. Sie sind ja noch auf der Suche. Bin gespannt ob und wenn ja, wen sie präsentieren können.

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  • So, jetzt will ich mal wieder etwas Tempo sehen – vom Club

    Wenn heute wieder 2 Punkte verschenkt werden, dann möchte ich wissen, gegen welchen Gegner man mal 3 Punkte mitnehmen will

    Und wenn man die Gegener in der 2.Liga nicht besiegen kann, dann braucht man nicht über die 1.Liga sprechen

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  • Mit Sally hätte Silvestre vorhin einen Doppelpass spielen können, doch da wollte Silvestre nicht, war einfach stehen geblieben. Zum Doppelpass gehören halt immer 2

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  • Burgi als 1-Mann-Büffelherde zu vergleichen – das Bild gefällt mir. Trifft aber nur auf letzte Saison zu.
    Diese Saison ist er eher ein Kälbchen.

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  • Wie kann man denn den NICHT reinmachen`??????

    -ohne Worte-

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