Kommentar: Geduld braucht Nahrung. Und eine Richtung.

Der FCN in Unruhe, die Fans in Sorge, der verpatzte Saisonstart hat verunsichert.

Man hat im Fußball vieles, aber sicher keine Zeit. Wie viel Zeit man bekommt, das hängt von diversen Faktoren ab, vor allem aber vom Erfolg. Ohne Erfolg kapitulieren sie irgendwann alle, weil der Druck auf die Verantwortlichen selbst immer größer wird und man dann etwas verklausuliert von den „Mechanismen der Branche“ spricht. Solange Erfolg sich einstellt, hat man auch Zeit. Denn im Erfolg etwas zu ändern, das erlauben sich nur ganz wenige: Überzeugungstäter, die von der eigenen Philosophie so besessen sind, dass sie sich auch nicht von Teilerfolgen blenden lassen, weil der eigene Kompass in eine andere Richtung zeigt.

Geduld für seinen Weg einzufordern, ist das gute Recht eines jeden, der ein Projekt unter schwierigen Bedingungen startete und dem dafür Zeit zugesichert worden ist. Natürlich ist es besser, wenn man es gar nicht erst muss, denn dann hat man alles was man braucht: Rückendeckung, Vertrauen und Zuversicht. Schlecht, wenn man dazu sich genötigt fühlt, weil man selbst spürt, dass etwas davon fehlt. Nach nur zwei Spieltagen traf die Vehemenz der Kritik Alois Schwarz unerwartet und offenbar so persönlich, dass er zu diesem Mittel greifen musste: Geduld, Geduld.

Der Ruf nach Geduld war verbunden mit dem Verweis auf den IST-Zustand des Vereins, seine finanzielle Schieflage, die ihn an den Rand der Manövrierunfähigkeit brachte. Die Aufgabe des Trainers aus Sandhausen ist dabei keine einfache, keine Frage, aber eine die er sich offensichtlich zutraut, sonst hätte er den Job nicht angenommen. Und er hat sicher auch die Überzeugung der Verantwortlichen hinter sich, die ihn mit Bedacht wählten, von seiner Qualifikation überzeugt sind und die ihm die Zeit sicher gern geben möchten, die er braucht.

Dass man bei einem Traditionsverein wie dem 1. FC Nürnberg schneller als bei einem kleinen Dorfverein nervös wird, sollte man wissen und muss man auch verstehen. Zu viel hat man in Nürnberg schon erlebt, zu viel steht auf dem Spiel. Geduld war manchmal hilfreich, Geduld führte aber auch oft genug schon ins Desaster. Und nach nun drei Spieltagen und einer Pokalrunde wird Alois Schwartz nach dem 1:6 mit einer neuen Qualität an Kritik konfrontiert. Aus der Unzufriedenheit über einen mäßigen Saisonstarts ist eine handfeste Trainerdiskussion geworden. Und der fehlende Erfolg und die Schlappe ist dabei nur eine Seite der Medaille. Alois Schwartz hat dazu auch selbst einiges beigetragen, zum Teil unfreiwillig, zum Teil ohne eigenes Zutun – aber eben nicht nur.

Dass Weiler den Club verließ, als man gerade noch die Wunden nach der verpassten Relegation leckte, dafür konnte Schwartz ja nichts. Auch dass er aus einem laufenden Vertrag mit Sandhausen trotz leerer Kassen herausgekauft wurde, kann man ihm schlecht ankreiden. Den Start leichter hat beides sicher nicht gemacht. Beim FCN, frustriert wie ein sitzengelassener Bräutigam, dem die Braut eröffnete, dass sie jetzt doch erstmal jemand besseres gefunden habe, war die Euphorie für den Nachfolger aus der pragmatischen Ecke eher verhalten.

Finanzsorgen, das ‚beste Pferd im Stall‘ verkaufen müssen, dunkle Ecken auskehren – auch nicht förderlich für das junge Glück, dennoch hätte man es besser machen können, ja müssen. Wenn schon eine schwierige Lage, dann hilft die berühmte „Blut-Schweiß-Tränen-Rede“ mehr als das Wehklagen über fehlende Geduld. Sicher hat man notorisch betont, die Lage sei ernst, doch fehlten die klaren Worte, was das nun bedeute, die klare Linie, die Richtung und Ziele vorgibt.

Widersprüche tun da dann besonders weh: Auf die Jugend wolle man setzen, stellt dann aber mit 28,3 Jahren im Durchschnitt die zweitälteste Mannschaft der Liga in Braunschweig auf den Platz. Das passt nicht zusammen. Sich die Neuzugänge mit bedacht wählen, aus finanziellen Gründen, aber auch um Jugendspielern nicht den Weg zu verbauen, wolle man, verpflichtet dann aber mit Alushi einen Wandervogel reiferen Alters. Passt nicht zusammen. Eine Nürnberger Spielkultur von der Jugend bis zu den Profis etablieren wolle man, wechselt dann aber von Beginn der Vorbereitung bis zum Spiel in Braunschweig Formationen, Aufstellung und Taktiken fast fließend. Unverständlich. Auf die Nicht-Ersetzbarkeit von Füllkrug im eingespielten Spielsystem von Weiler verweisen, es aber dann dennoch weiter spielen lassen? Nur um am Ende zu konstatieren, dass es wirklich nicht geht? Das lässt dann die Frage offen, warum man ihn, den systemkritisch Unersetzbaren, hat ziehen lassen – oder sich nicht wenigstens in der Vorbereitung, in der man trotz brodelnder Gerüchteküche ja noch ständig mit ihm übte, nicht für einen Plan B rüstete. Ungereimtheiten.

Wenn die Wahrheit wirklich so bitter aussieht, dass man seitens der Verantwortlichen schon im Vorfeld größte Bedenken in Richtung generelle Konkurrenzfähigkeit in Liga 2 gehabt haben sollte, und man mit Schäfer und Alushi auf bewährte Kräfte setzte, weil man sich gar nichts anders leisten kann und die zumindest das Allerschlimmste wohl verhindern sollten, dann wäre dies in der Tat wahrscheinlich im Umfeld kaum verkaufbar und Alois Schwartz als „ärmste Sau“ aus der Schusslinie zu nehmen. Aber selbst dann müsste man jetzt überdenken, ob der Weg wirklich der richtige war und ist. Denn nach den aktuellen Eindrücken muss man größte Bedenken haben, dass diese Saison nicht nur fernab jeder Aufstiegsambitionen stattfindet, sondern richtig krachend in die Hose gehen kann.

Geduld. Es wäre nicht die erste Krise, die sich auch wieder auflöst. Auch Weiler begann in der Vorsaison mit einem mindestens ähnlich verunglückten Start und fand dann zu seiner Linie. Nicht schön, aber zufriedenstellend erfolgreich. Auch unter Schwartz ist dieser Turnaround noch denkbar. Aber er muss die Leute mitnehmen, verbal wie auf dem Platz. Weiler zeigte klare Kante, auch wenn er damit auf Konfrontationskurs gehen musste. Schwartz muss sich sein Profil erst noch erarbeiten. Dazu muss er den augenscheinlich noch bestehenden Respekt vor der Aufgabe ablegen, seine Fachkenntnis durchdrücken und auch über seinen Schatten springen und charismatischer seine Überzeugung vertreten.

Viel Zeit wird man nicht mehr haben, wenn die Ergebnisse weiter ausbleiben. Aber so eine Klatsche wie in Braunschweig kann auch ihr Gutes haben. Sie schafft die Bereitschaft für einen Umbruch. Und diese Bereitschaft kann befreiend sein. Wer bisher sich noch an die „eingespielte Defensive“ klammerte, wird jetzt akzeptieren, dass sich etwas ändern muss, wer nur auf den Ersatz für Füllkrug hoffte, wird nun verstehen, dass man tiefgreifender die Mannschaft zu verändern hat. Wer nach zwei Spielen den jungen Mühl kritisierte, wird nun mehr Geduld haben für junge Spieler, weil auch die „alten“ Geduld bräuchten, um sich einzuspielen, die Investition in die Jugend sich aber perspektivisch viel mehr lohnt.

Geduld will man. Geduld bekommt man. Aber der Weg, den es zu beschreiten gilt, muss auch verständlich vermittelt werden – und entsprechend müssen auch Worte und Taten noch mehr zueinander passen. Wir haben verstanden, dass das Geld fehlt. Wir haben verstanden, dass wir aktuell nicht vom Aufstieg träumen dürfen. Aber gebt uns jetzt nicht nur die Zuversicht, dass ihr das Boot vor dem Sinken retten könnt, sondern auch eine Perspektive, wohin danach die Reise geht.

46 Gedanken zu „Kommentar: Geduld braucht Nahrung. Und eine Richtung.

  • Ein sehr guter Kommentar mal wieder!

    Fasst doch sehr gut die vielen Ungereimtheiten zusammen, die aktuell passieren. Besonders hinsichtlich der Kommunikation bin ich doch ziemlich enttäuscht von der neuen sportlichen Leitung. Bornemann sollte sich hier mal von seinem Vorstandskollegen beraten lassen.

    Was ich an der Kaderplanung nicht verstehe, ist warum man so viele Neue geholt hat, während man lediglich drei Spieler abgegeben hat, die in der Rückrunde Leistungsträger bzw. zumindest sehr wichtiger Ergänzungsspieler waren (Füllkrug, Kerk und Blum). Alle anderen haben die sportliche Substanz nicht betroffen. Es kamen aber bereits 4 Neuzugänge für das Mittelfeld/Sturm, darunter jedoch keiner, der Füllkrug ersetzen kann, zudem kehrte Sylvestr nach seiner Leihe zurück und Gislason kann man auch als eine Art Neuzugang betrachten, nachdem er fast die gesamte letzte Saison verletzungsbedingt verpasst hat.

    Man hätte lieber weniger in das Mittelfeld investieren sollen, sondern stattdessen die Mittel in den viel wichtigeren Ersatz von Füllkrug. Dann hätte man sich mit dem entsprechenden Verein vielleicht schon einigen können. So aber macht sich bei mir immer mehr die Befürchtung breit, dass Bornemann sich grandios verzockt haben könnte…

    0

    0
    • SCRamjet:
      Man hätte lieber weniger in das Mittelfeld investieren sollen, sondern stattdessen die Mittel in den viel wichtigeren Ersatz von Füllkrug. Dann hätte man sich mit dem entsprechenden Verein vielleicht schon einigen können. So aber macht sich bei mir immer mehr die Befürchtung breit, dass Bornemann sich grandios verzockt haben könnte…

      Verzockt würde ja bedeuten, daß es eine Einigung vielleicht allein am Geld gescheitert wäre. Das würde ja alte Nürnberger Verhaltensmuster wiederholen immer ganz zum Ende des Transferfensters noch vermeintlich „billig“ einzukaufen.
      Meiner Meinung nach sieht es aber danach aus, daß die Spieler, die Bornemann als Füllkrug-Ersatz auf der Liste hat aus anderen, sportlichen Gründen bisher nicht gekomen sind.
      Der Gerüchteküche nach soll es ja jemand von der Ersatzbank der 1. Liga sein. Stroh-Engel würde da als Beispiel reinpassen. Nun ist dieser Spieler vielleicht an einem Wechsel interessiert sein, aber eben nicht um jeden Preis. Unvorstellbar, daß Stroh-Engel morgen heulend in B***-Zeitung seinen Wechsel nach Nürnberg einfordert.
      Jetzt ist Darmstadt auch nicht gut in die Saison gestartet, haben also auch keinen Grund irgendwelche Spieler abzugeben, vermutlich weil sie auch vorsorgen wollen, falls doch noch ein englischer Zweitligist mit einer Multimillionenofferte für Gondorf, Heller usw. um die Ecke kommen.

      Ich kann mir gut vorstellen, daß der Deal für einen Spieler schon steht und, aber der abgebende Verein bis zum Ende der Transferperiode abwartet und sein OK von eigenen Zu- bzw. Abgängen abhängig macht.

      0

      0
  • Kommentar Marke „Masterpiece“.
    Danke!

    Einzig den Satz „Auch unter Schwartz ist dieser Turnaround noch denkbar.“ sehe ich mit großer Skepsis.
    Wobei Du mit „denkbar“ schon deutliche Nuancen unter „wahrscheinlich“ bleibst.

    0

    0
  • Die Situation sachlich und emotional auf den Punkt getroffen.Punktlandung :-/

    0

    0
  • Würde mich interessieren ob die Nürnberger Vers. auch schon „Redebedarf“ hatte.

    Aber wieder mal ein Kommentar der begründet, warum man als Fan so oft hier vorbeischaut.

    0

    0
  • Bei Zeit und Geduld fällt mir nur ein:Warten auf Erras.
    Ansonsten weiß ich nicht so genau wie ich die bisherige Arbeit unseres Vorstandes beurteilen soll.Es wird zwar nicht mehr jahrelang gescoutet,aber die Ergebnisse sind jetzt auch nicht so anders.Beraterpaketlösungen scheint es wohl auch zu geben.
    Ein schickes Trikot und ein akzeptabler Brustsponsor bringen keine Punkte.
    Die verbale Ausrichtung auf die Jugend und das Festhalten im Spiel an der Erfahrung wurde ja schon aufgezeigt.
    Als Konzept ist das auch nicht wirklich innovativ,vor allem gibt es da einen Verein, der auch die Jugend sucht, aber für junge Spieler nicht mehr als 20 Mio. zahlen möchte.Und dazu noch ein Leistungszentrum mal eben so für 40.Mio gebaut hat-RB
    Wenn Kerk auch noch bei Union landet, dann hat sich dieser Verein ebenfalls in sechs Jahren neuerfunden und aufgestellt.
    Nur bei uns geht scheinbar wenig Richtung Zukunft-mit oder ohne Zeit und Geduld.
    Ach ja,Dresden hat sich entschuldet-in der dritten Liga

    0

    0
  • Am Sonntag Abend, paralysiert unter dem Eindruck des Rekord-Desasters, hätte ich diesen Kommentar noch als beschönigend und verharmlosend kritisiert. Mit dem Abstand von knapp 2 Tagen und der langsamen Rückkehr von Vernunft und Verstand gibt es von mir Daumen hoch!

    0

    0
  • Wenn es von Bornemann heißt, daß „der Spieler“ nur zu 50% kommen wird, bedeutet es dann für mich, daß mit keinen weiteren möglichen Neuverpflichtungen verhandelt wird. Nach dem Braunschweig-Spiel dürften die Chancen eher bei unter 10% liegen. Und was passiert dann mit unserer Abwehr ? Da wäre sicher auch eine Blutauffrischung nötig gewesen

    0

    0
  • „Neuer Stürmer: Tim Matavz kommt aus Augsburg“

    Quelle: fcn.de

    0

    0
  • Finde ich super, Matavz ist für Zweitligamaßstäbe ein genialer Transfer. Der kann sofort weiterhelfen.

    0

    0
  • Matavz sehe ich auch als guten Transfer an. Hat sich einen Namen in den Niederlanden gemacht um dann in der 1. BuLi etwas unterzugehen. Denke er ist ein ähnlicher Spielertyp wie Füllkrug.

    In der 2. BuLi kann er da denke ich einiges mit erreichen.
    Hoffe die Integration in die Mannschaft geht schneller als bei anderen Neuzugängen (Alushi z.B.)

    0

    0
  • SCRamjet,

    Was ich an der Kaderplanung nicht verstehe, ist warum man so viele Neue geholt hat, während man lediglich drei Spieler abgegeben hat, die in der Rückrunde Leistungsträger bzw. zumindest sehr wichtiger Ergänzungsspieler waren (Füllkrug, Kerk und Blum). Alle anderen haben die sportliche Substanz nicht betroffen

    Wir haben mit Schieber, Kerk, Blum Füllkrug und Pollak auch 5 Spieler verloren, klar Schieber und Pollak waren keine Stammspieler, aber beide wurden durchaus eingesetzt. Dazu mussten wir letzte Saison häufiger ohne volle Ersatzbank antreten, sprich der Kader war eh schon auf Kante genäht. Wenn wir dann nicht mindestens so viele Spieler verpflichten, wie gehen, dann hätten wir ein Problem.

    Über die Qualität der geholten Spieler kann man sicher streiten, aber wenn man nur ablösefreie Spieler holen kann, wird es halt sehr eng, gerade junge Spieler mit mehr Talent bekommt man so gut wie nie ablösefrei.

    0

    0
    • Armin: Wir haben mit Schieber, Kerk, Blum Füllkrug und Pollak auch 5 Spieler verloren, klar Schieber und Pollak waren keine Stammspieler, aber beide wurden durchaus eingesetzt

      Du meinst sicher Mighty Mössmer und nicht Schieber, oder? 😉

      0

      0
  • Armin,
    Schieber? Wär schön, wenn wir den im Kader gehabt hätten, aber da war die Hertha ja dazwischen gegrätscht, als Bader ihn zurück holen wollte.

    Ich vermute mal, du meinst Schöpf. Dessen Abgang wurde ja im Prinzip durch Kerk kompensiert, welcher wiederum in der Hinrunde keine Rolle spielte – man kann also in der Hinsicht nicht sagen, dass man zwei Leistungsträger verloren hat.

    Und ich habe mich ja auch auf die Rückrunde bezogen. Polak stand da ganze 10 Min aufm Platz.

    Und den Rest, von dir nicht zitierten Teil meines Kommentars, sollte man eben nicht einfach unter den Tisch fallen lassen – mit Sylvestr und Gislason haben wir noch zwei weitere Optionen dazu bekommen, die letzte Saison so gut wie keine Rolle gespielt haben.

    Mit Matavz haben wir nun 9 Spieler für 4 Offensivpositionen, ohne Nachwuchsspieler. Das sind locker zwei zu viel. So wird es Härtefälle und entsprechend lange Gesichter geben und wenig Chancen für die Nachwuchskräfte. Und dabei ist es eben viel Masse und wenig Klasse, was wir im Kader haben. Und Verschwendung von wertvollem Kapital obendrein.

    Die Personaldecke in der Abwehr hingegen ist reichlich dünn. Wäre sinnvoller gewesen, auf einen der Mittelfeld-Leute zu verzichten und stattdessen z.B. van Anholt zu holen.

    0

    0
    • SCRamjet: Die Personaldecke in der Abwehr hingegen ist reichlich dünn. Wäre sinnvoller gewesen, auf einen der Mittelfeld-Leute zu verzichten und stattdessen z.B. van Anholt zu holen.

      Warum traust du einem erfahrenen Sportdirektor, wie Bornemann, und einem routinierten Trainer, wie Schwartz, nicht zu, beurteilen zu können, weshalb sie einen Spieler holen und einen anderen eben nicht?
      Verfügst du über mehr Kompetenz und über einen größeren Einblick in das „Innenleben“ des Vereins, als diese beiden und der Finanzvorstand Meeske?
      Wenn ich mir die Vorschläge und Bewertungen in diesem Forum ansehe, dann müssten 20 Spieler ge- und 25 verkauft und mindestens 5 taktische Systeme gleichzeitig
      gespielt werden. Wer soll das bewältigen können?

      0

      0
  • Ich möchte mal folgendes klipp und klar festhalten:

    Im krassen Gegensatz zu Weiler, der Ismael beerbte, musste Schwartz nicht bei Null anfangen! Er hat eine fitte, eingespielte Mannschaft mit einem auf sie zugeschnittenen 4-4-2 System vorgefunden. Er hätte nur ein paar Anpassungen vornehmen müssen und die Mannschaft ordentlich trainieren sollen! Mit der Verpflichtung von Matatz wird es für Schwartz sogar noch leichter.

    Ich wundere mich sehr, dass man, nachdem man sich Kochs und Kutschkes entledigte, gleich ein paar Spieler mit ähnlichen Qualitätsdefiziten verpflichtete. Mich wundert’s auch, dass die Fans kurz vor dem 60-Spiel schon wieder Schäfer durch Kirschbaum oder Rakovsky ersetzen wollen. Schäfer war nicht das grösste Problem am letzten Sonntag. Ich erinnere mich noch gerne an das letzte Spiel bei den 60-ern mit Schäfer und Erras als Matchwinnern. (Mühl ist noch lange nicht so weit wie Erras und ich würde auch Möhwald mal eine Chance geben. Auch Teuchert würde ich mehr Einsatzzeiten geben. Parker ist noch nicht einzuschätzen.)

    Dass Schäfer schlecht spielte, liegt wahrscheinlich am allgemeinen Trainingszustand der Mannschaft, aber Alushi, Kempe, Bulthuis, Sepsi, etc. spielten noch viel schlechter. Es ist aber nicht akzeptabel, dass innerhalb von ein paar Monaten aus einer gut eingespielten und kampfbereiten Verteidigung (wo ist die Kopfballstärke der IV geblieben?) ein lustloser Haufen wird. Die Geschwindigkeitsdefizite sind bekannt, sind aber durch gutes Stellungsspiel und Kampfkraft kompensierbar. Dass Brecko und Sepsi langsam sind, liegt nicht an deren Alter, sonst könnte Usain Bolt gleich einpacken!

    Im Gegensatz zum BL-Abstieg hat sich die Zusammenstellung nicht viel verändert. Was sich verändert hat, ist „nur“ die Einstellung, die Trainingsarbeit und der Fitnesszustand der Mannschaft und die völlig unnötigen und unsinnigen Systemumstellungen. Dies war vorher nicht abzusehen.

    Hoffen wir, dass Schwartz noch die Kurve kriegt. Bisher war das totaler Mist, den er abgeliefert hat, aber vielleicht lernt er aus seinen Fehlern.

    Im allgemeinen, sollte man bei aller Kritik an Schwartz, Alushi, und co. auch bemerken, dass es sich hier nur um Fussball handelt und das es viel Wichtigeres gibt. Die allgemeine Weltlage gibt mir viel mehr zu denken.

    0

    0
    • Peter: Ich möchte mal folgendes klipp und klar festhalten:

      Im krassen Gegensatz zu Weiler, der Ismael beerbte, musste Schwartz nicht bei Null anfangen! Er hat eine fitte, eingespielte Mannschaft mit einem auf sie zugeschnittenen 4-4-2 System vorgefunden. Er hätte nur ein paar Anpassungen vornehmen müssen und die Mannschaft ordentlich trainieren sollen! Mit der Verpflichtung von Matatz wird es für Schwartz sogar noch leichter.

      Ich wundere mich sehr, dass man, nachdem man sich Kochs und Kutschkes entledigte, gleich ein paar Spieler mit ähnlichen Qualitätsdefiziten verpflichtete. Mich wundert’s auch, dass die Fans kurz vor dem 60-Spiel schon wieder Schäfer durch Kirschbaum oder Rakovsky ersetzen wollen. Schäfer war nicht das grösste Problem am letzten Sonntag. Ich erinnere mich noch gerne an das letzte Spiel bei den 60-ern mit Schäfer und Erras als Matchwinnern. (Mühl ist noch lange nicht so weit wie Erras und ich würde auch Möhwald mal eine Chance geben. Auch Teuchert würde ich mehr Einsatzzeiten geben. Parker ist noch nicht einzuschätzen.)

      Dass Schäfer schlecht spielte, liegt wahrscheinlich am allgemeinen Trainingszustand der Mannschaft, aber Alushi, Kempe, Bulthuis, Sepsi, etc. spielten noch viel schlechter. Es ist aber nicht akzeptabel, dass innerhalb von ein paar Monaten aus einer gut eingespielten und kampfbereiten Verteidigung (wo ist die Kopfballstärke der IV geblieben?) ein lustloser Haufen wird. Die Geschwindigkeitsdefizite sind bekannt, sind aber durch gutes Stellungsspiel und Kampfkraft kompensierbar. Dass Brecko und Sepsi langsam sind, liegt nicht an deren Alter, sonst könnte Usain Bolt gleich einpacken!

      Im Gegensatz zum BL-Abstieg hat sich die Zusammenstellung nicht viel verändert. Was sich verändert hat, ist „nur“ die Einstellung, die Trainingsarbeit und der Fitnesszustand der Mannschaft und die völlig unnötigen und unsinnigen Systemumstellungen. Dies war vorher nicht abzusehen.

      Hoffen wir, dass Schwartz noch die Kurve kriegt. Bisher war das totaler Mist, den er abgeliefert hat, aber vielleicht lernt er aus seinen Fehlern.

      Im allgemeinen, sollte man bei aller Kritik an Schwartz, Alushi, und co. auch bemerken, dass es sich hier nur um Fussball handelt und das es viel Wichtigeres gibt. Die allgemeine Weltlage gibt mir viel mehr zu denken.

      Zu diesem Post fällt mir nur noch ein Satz ein:
      „Rossi, übernimm!“

      0

      0
    • Peter: Im krassen Gegensatz zu Weiler, der Ismael beerbte, musste Schwartz nicht bei Null anfangen! Er hat eine fitte, eingespielte Mannschaft mit einem auf sie zugeschnittenen 4-4-2 System vorgefunden.

      Ismael war die arme Sau, der bei Null mit einer wild zusammengewürfelten Mannschaft beginnen mußte und nicht Weiler, der konnte schon auf Erkenntnisse fast einer ganzen Hinrunde aufbauen und bekam dazu einen Burgstaller den Ismael noch nicht hatte.

      0

      0
  • Sehr guter Kommentar.

    Geduld haben ist nicht einfach fürn Clubberer. Die Mannschaft ist nun gefordert Rückgrat zu zeigen. Hoffe Matavz kann bei uns abrufen was er drauf hat.

    0

    0
  • So weit ist es gekommen. Unser Glubb muss um Augsburgs Resterampe betteln.
    Eigentlich unglaublich.

    0

    0
  • Was man Bornemann wirklich ankreiden muß, daß er seine Pläne nicht klar genug kommuniziert hat. Ich denke, daß wir uns im Laufe der Saison über qualitative Verstärkungen aus dem NLZ freuen dürfen.

    Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist die Aussage von Meeske in der Mitgliederzeitschrift:

    „Es war ein aus meiner Sicht sehr wesentlicher Antrag für den 1. FCN, besonders in Anbetracht der aktuellen Sitution. Ich hatte vorgeschlagen, eine Grundschuld auf das Gelände am Sportpark Valznerweiher bestellen zu können. Dies war aber nur möglich im Einverständnis mit den Mitgliedern des Dachvereins. Sehr zügig haben wir uns dann mit den einzelnen Abteilungen zusammengesetzt und anschließend ist auch beschlossen worden, das Vorhaben gemeinsam umzusetzen. Die wirtschaftliche Lage des Club hat dieser Schritt bereits ganz akut verbessern können, wenn auch noch nicht im signifikanten Bereich. An diesem großen Wurf wird noch gearbeitet. Wie bei allen wichtigen Sachverhalten geht dem aber eine sorgfältige und gründliche Planung voraus. Wenn uns dieser Wurf letztlich wie gewünscht gelingt, wird er für eine deutliche Entlastung sorgen.“

    Was meint er mit dem großen Wurf? Bestätigt er damit indirekt meine Vermutung, daß Bornemanns Plan ist, die Mannschaft im Laufe der Saison durch die Nachwuchsspieler qualitativ aufzuwerten? Oder ist das auch wieder nur so etwas wie die alljährlichen Stadionumbaupläne seines Vorgängers Woy?
    Oder deutet sich da der Versuch an, den Verein in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln?
    Oder will er uns den Scheich präsentieren?
    Oder …
    Ich mag das gar nicht mehr, wenn es um den Club geht, solche Ankündigungen.

    0

    0
    • Beate60: Was man Bornemann wirklich ankreiden muß, daß er seine Pläne nicht klar genug kommuniziert hat. Ich denke, daß wir uns im Laufe der Saison über qualitative Verstärkungen aus dem NLZ freuen dürfen.

      Eben drum verstehe ich es nicht. Gefühlt waren doch alle bei ihm, haben seinen Weg verstanden und wären ihm mitgegangen. Dann kicken sie mit ner Senioren-Truppe und holen ältere Spieler. Und dann fragt man sich: Bornemann, warum hast du nicht durchgezogen?

      0

      0
      • Alexander Endl – Clubfans United: Eben drum verstehe ich es nicht. Gefühlt waren doch alle bei ihm, haben seinen Weg verstanden und wären ihm mitgegangen. Dann kicken sie mit ner Senioren-Truppe und holen ältere Spieler. Und dann fragt man sich: Bornemann, warum hast du nicht durchgezogen?

        Was verstehst du nicht? Die Seniorentruppe?
        Ganz einfach: bei den Profis kicken gerade einigermaßen geeignete Zweitlligaspieler, die aufgrund ihrer Vita Erfahrung mitbringen und von denen man erwarten kann, daß sie in der Lage sind, innerhalb von sagen wir 2 -3 Monaten das System bzw. die Systeme, die der Verein künftig spielen lassen will, umsetzen zu können.

        Und die die Korsettstangen für die jungen Spieler aus dem NLZ sein können.

        Gleichzeitig werden im NLZ talentierte aber noch nicht weit genug entwickelte Hoffnungsträger individuell gefördert und es wird ihnen ebenfalls beigebracht, wie diese Systeme funktionieren.

        Sobald sie körperlich soweit sind, werden die jungen SPieler nach und nach an die Profimannschaft herangeführt. Mal mit Kurzeinsätzen, mal als Ersatz für gesperrte oder verletzte ältere SPieler.
        Da alle genau wissen, wie die Laufwege sind, welche Systeme wie gespielt werden, können so die älteren SPieler spätestens in der nächsten oder übernächsten Saison (nachdem deren Verträge ausgelaufen sind) durch die kostengünstigeren jungen Spieler ersetzt werden, ohne daß es einen Neuanfang bedeutet für die kommende Saison.
        Und im NLZ wird schon die Nachfolgegeneration ausgebildet. Um Ersatz zu haben für die jungen SPiler, die uns dann von den anderen Vereinen weggekauft werden.

        Ach ja und da wirklich den Profis Spielsysteme beigebracht werden, ist es natürlich auch nachvollziehbar, daß die im Moment noch so schwächeln. Weil die die Systeme auch erst verinnerlichen müssen.

        0

        0
        • Beate60: Was verstehst du nicht? Die Seniorentruppe?
          Ganz einfach: bei den Profis kicken gerade einigermaßen geeignete Zweitlligaspieler, die aufgrund ihrer Vita Erfahrung mitbringen und von denen man erwarten kann, daß sie in der Lage sind, innerhalb von sagen wir 2 -3 Monaten das System bzw. die Systeme, die der Verein künftig spielen lassen will, umsetzen zu können.

          Aktuell erfordert es aber ein Höchstmaß an Variablilität. Und alten Hunden bringt man auch kein Männchenmachen mehr bei.

          0

          0
    • Beate60:
      Was man Bornemann wirklich ankreiden muß, daß er seine Pläne nicht klar genug kommuniziert hat. Ich denke, daß wir uns im Laufe der Saison über qualitative Verstärkungen aus dem NLZ freuen dürfen.

      Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist die Aussage von Meeske in der Mitgliederzeitschrift:

      „Es war ein aus meiner Sicht sehr wesentlicher Antrag für den 1. FCN, besonders in Anbetracht der aktuellen Sitution. Ich hatte vorgeschlagen, eine Grundschuld auf das Gelände am Sportpark Valznerweiher bestellen zu können. Dies war aber nur möglich im Einverständnis mit den Mitgliedern des Dachvereins. Sehr zügig haben wir uns dann mit den einzelnen Abteilungen zusammengesetzt und anschließend ist auch beschlossen worden, das Vorhaben gemeinsam umzusetzen. Die wirtschaftliche Lage des Club hat dieser Schritt bereits ganz akut verbessern können, wenn auch noch nicht im signifikanten Bereich. An diesem großen Wurf wird noch gearbeitet. Wie bei allen wichtigen Sachverhalten geht dem aber eine sorgfältige und gründliche Planung voraus. Wenn uns dieser Wurf letztlich wie gewünscht gelingt, wird er für eine deutliche Entlastung sorgen.“

      Was meint er mit dem großen Wurf?

      Angesichts der Ankündigung könnte ich mir folgenden „Wurf“ vorstellen:

      Eine Umfinanzierung – weg von den schlecht gesicherten, dafür teuren Verbindlichkeiten, hin zu einer grundpfandrechtlich gesicherten und daher günstigeren Finanzierung.

      Ein wenig spekuliert: momentan sind ja wohl 16 M€ an Verbindlichkeiten zu bedienen. Da diese gerade nicht mit Immobilien besichet sind, sind es (trotz des soliden Umfelds, des beständigen Managements und des nachhaltigen Erfolgs) Hochrisikokredite. 10 % Zinsen pro Jahr halte ich nicht für unwahrscheinlich, was gleich eine ganze Menge Geld bedeutet. Könnte man die Verbindlichkeiten zumindest teilweise mit etwas sicherheitsbedürftigeren Instituten und mit dem Grundpfandrecht besichert umfinanzieren, wären vielleicht noch 2-3 % Zinsen p.a. fällig. Diese jährliche Entlastung wäre dann auch, mit den Worten Meeskes, signifikant. Idealerweise könnte ein 7-stelliger Betrag jährlich eingespart werden, der zur Tilgung verwendet werden könnte, was wiederum die Zinslast des Folgejahres reduzieren würde.

      0

      0
  • Peter,
    Absolute Zustimmung! Wirklich absolute Zustimmung. Man tut gerade so, als wenn man Schwartz 10 Monate für den Aufbau einer „neuen“ Mannschaft gebe müsste. Und natürlich haben wir auch kein Geld. Die anderen Mannschaften sind jedoch weniger eingespielt und haben zum Teil auch weniger Budget. Schlechter, als es Schwartz bisher macht, geht es fast nicht: mit Dusel Punkt in Dresden, mit sauviel Dusel Punkt gegen Heidenheim, mit Dusel im Pokal gegen Viertligisten weiter, ein Fiasko gegen den ersten Gegner der ähnliche Ambitionen wie wir hat („oben mitspielen“). Natürlich kann man Schwartz die Ablöse nicht ankreiden, aber wir dürfen nicht so tun, dass Schwartz 1 Woche vor dem ersten Spiel kam und ein Torso von Mannschaft – wie übrigens letztes Jahr Schuster bei D98 – vorfand. Aber selbstverständlich muss man ihm vorwerfen, dass er bisher nichts vorzuweisen hat. Keine Ergebnisse, kein System oder Idee, keine Hoffnung. Ich bin nur gespannt, welche Ausreden nach dem dem 60-Heimspiel kommen, was ein Schicksalsspiel ist.

    0

    0
  • Bornemann hat nur eines nicht bedacht: daß er Fans wie Andre, Peter Woschdsubbn … dieses Konzept genauestens erklären muß, weil sie sonst in den Krauterermodus verfallen und keine Geduld entwickeln können.

    0

    0
  • André:
    Peter,
    Absolute Zustimmung! Wirklich absolute Zustimmung. Man tut gerade so, als wenn man Schwartz 10 Monate für den Aufbau einer „neuen“ Mannschaft gebe müsste. Und natürlich haben wir auch kein Geld. Die anderen Mannschaften sind jedoch weniger eingespielt und haben zum Teil auch weniger Budget. Schlechter, als es Schwartz bisher macht, geht es fast nicht: mit Dusel Punkt in Dresden, mit sauviel Dusel Punkt gegen Heidenheim, mit Dusel im Pokal gegen Viertligisten weiter, ein Fiasko gegen den ersten Gegner der ähnliche Ambitionen wie wir hat („oben mitspielen“). Natürlich kann man Schwartz die Ablöse nicht ankreiden, aber wir dürfen nicht so tun, dass Schwartz 1 Woche vor dem ersten Spiel kam und ein Torso von Mannschaft – wie übrigens letztes Jahr Schuster bei D98 – vorfand. Aber selbstverständlich muss man ihm vorwerfen, dass er bisher nichts vorzuweisen hat. Keine Ergebnisse, kein System oder Idee, keine Hoffnung. Ich bin nur gespannt, welche Ausreden nach dem dem 60-Heimspiel kommen, was ein Schicksalsspiel ist.

    Ein Schicksalsspiel in der Todeszone der 2.Liga am 4.Spieltag ? Always look on the bright side of live bevor du dir deinen Dolch in die Eingeweide rammst.
    Schön daß du uns aufklärst über die angeblich nicht vorhandenen Ideen des Herrn Schwartz. Jetzt wissen wir daß keine Hoffnung mehr besteht

    0

    0
  • Gibt es überhaupt noch Mannschaften, die mit nur einem System antreten? Die Aussagen der Erstligatrainer wie auch von Bundes-Jogi der letzten Monate gingen alle in dieselbe Richtung: die Spieler müssen mehrere Systeme beherrschen und zwischen diesen während des Spiels situativ wechseln können.

    Ist das Spielsystem wirklich von solch eminenter Wichtigkeit? Oder sind grundsätzliche Ausrichtung (offensiv und dominant, defensiv auf Konter lauernd), Mentalität, körperliche Fitness, Eingespieltheit und Qualität der Spieler nicht wichtiger? Woran also hakt es derzeit beim Club? Am Trainer? Nur am Trainer? Die Interna beim Club kenne ich nicht, aber Antwortmöglichkeiten fallen mir einige ein.

    1) Der Trainer. Es gibt jedes Jahr bei vielen Mannschaften Umbrüche, die weit gravierender ausfallen, als dies heuer beim FCN der Fall war. Tatsache ist, dass es jede Saison mehrere Trainer gibt, die in solchen Situationen schneller ein sichtbar spielstärkeres Ergebnis liefern als dies ASch bisher gelang. Derzeit wirkt der Club seiner alten Stärken beraubt ohne neue hinzu gewonnen zu haben. Es handelte sich keinesfalls um ungerechte Punktverluste, sondern um glückliche Punktgewinne!

    2) Der Nichtaufstieg könnte die Mannschaft doch noch stärker mental beschäftigen, als wir Außenstehende dies wahrnehmen. Möglicherweise hat das gemeinsame Aufstiegsziel im letzten Jahr auch persönliche Differenzen zwischen Spielern verdrängt, die nun wieder an die Oberfläche kommen und die Leistungsbereitschaft hemmen .

    3) Die Mannschaft hat offensichtlich Konditionsschwächen, hat Schwierigkeiten mit zunehmender Spieldauer noch an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. Mental bedingt (siehe 2)? Wurde falsch trainiert? Oder hat der immense Kraftakt der letzten Saison so viel an Substanz gekostet, dass es den Spielern einfach nicht möglich ist, diesen zu wiederholen (siehe das Jahr nach dem Pokalsieg)?

    4) Die Mannschaft spielt entsprechend ihrer realen Leistungsstärke, die letzte Saison durch Momentum und Euphorie übertüncht wurde. Dass, spätestens mit dem Schöpf-Abgang, der Club keinen spielstarken Kader hat, dürfte wohl jedem klar gewesen sein. Für die technisch und von der Grundschnelligkeit limitierten IV wurden keine Verstärkungen geholt, ebenso wenig kreative Ballverteiler, der Füllkrug-Ersatz steht auch erst ab dem nächsten Spieltag zur Verfügung.

    5) Die alten Haudegen in der Mannschaft sind mit der taktischen Neuausrichtung des Trainers nicht einverstanden und lassen (unbewusst?) das letzte Prozent Einsatz vermissen. Da der Club keine Übermannschaft besitzt, reicht dieses Manko aus, um Führungen aus der Hand zu geben und Spiele kippen zu lassen.

    6) Unruhe im Umfeld. Lasse ich aber nicht gelten! Zu Saisonbeginn herrschte eine geradezu ungewöhnliche positive Stimmung im Fanlager, diese hätte die Spieler in den ersten beiden Spielen eher beflügeln müssen.

    Gibt es eine schnelle Lösung? Trainerentlassung? Nein!

    Diese können wir uns finanziell nicht leisten, wenn wir schon keinerlei Geld für Ablösesummen haben! Auch ist nicht garantiert, dass ein Nachfolger tatsächlich schnelle Verbesserungen bringt. Es bleibt, bei allen Zweifeln die nicht wenige hier am Trainer hegen, wohl keine anderen Wahl als ASch mehr Vertrauen entgegen zu bringen und mehr Zeit einzuräumen. Nicht vergessen: AB hält unseren Trainer für fachlich so herausragend, dass er für diesen ungeachtet aller Geldsorgen eine Ablöse zahlte!

    Eventuell sollten wir unsere (überzogenen) Erwartungen der Realität anpassen, den Aufstieg abhaken und magenschmerzend akzeptieren, dass vor uns mehrere karge Jahre des schwierigen Aufbaus in Liga 2 liegen. Denn genau so verstehe ich auch die bisherigen Aussagen und Handlungen unseres Sportvorstands. Er sollte dies auch so klar und deutlich kommunizieren!

    0

    0
  • Hans 65,
    Warum ich übernehmen soll bleibt dein Geheimnis.
    Ich glaube du hast meinen Post nicht verstanden.
    Ich wollte nur darauf hinweisen wie dramatisch sich die Machtverhältnisse in den letzten Jahren verschoben haben. Das beinhaltet keine Kritik an den jetzt handelnden Personen.
    Wenn mir jemand vor einigen Jahren erzählt hätte, dass der Glubb darauf angewiesen ist, am vorletzten Tag der Tansferperiode den Stürmer Nr. 4 oder 5 aus Augsburg für ein Jahr leihen zu dürfen, hätte ich Ihn ausgelacht.
    So ist es aber nun und das halte ich für unglaublich.

    0

    0
  • Wenn ich hier immer wieder lese, dass Schwartz eine eingespielte Truppe hatte und nur so weitermachen müsste wie Weiler, dann verstehe ich das nicht.

    Tatsache 1) Die eingespielte Truppe gab es nicht, Mit Schöpf wurde schon in der Saison der wichtigste Kreativspieler abgegeben, musste aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Die Serie hat den Verlust zu Beginn noch überdeckt, aber je länger die Saison ging desto deutlicher wurden die spielerischen Schwächen.

    Tatsache 2) Die Mannschaft war auch letzte Saison nur MIT Erras stark, ich hatte die Zahlen hier schon einmal gepostet, wir hatten ohne Erras fast 2 Gegentore pro Spiel und mit ihm unter 1, das ist mehr als ein Klassenunterschied. Übrigens sind die Zahlen ohne Erras zu Beginn der Saison und am Ende fast die gleichen. Selbst die Serie und die positive Euphorie durch die gewonnenen Spiele haben daran nichts geändert.

    Tatsache 3) Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir 30% unserer Offensive verloren, was schlicht auch bedeutet, dass auch der verbleibende Rest es viel schwerer hat, weil sich der Gegner auf weniger Spieler konzentrieren muss, um gegen uns zu verteidigen.

    Tatsache 4) Mit Füllkrug musste der Schlüsselspieler des Systems abgegeben werden, was die Aufforderung doch bitte einfach so weiterzuspielen wie letztes Jahr obsolet macht. Ohne Füllkrug ist das 4-2-2-2 einfach nicht erfolgreich spielbar.

    Tatsache 5) Wir sind finanziell nicht in der Lage den Verlust von 4 Erstligaspielern auszugleichen, Kerk noch bei Freiburg, erste Liga, Blum bei Frankfurt, erste Liga, Schöpf bei Schalke, erste Liga, dazu der Schlüsselspieler Füllkrug bei Hannover.

    Pollak fehlt sicher weniger aus sportlichen Gründen, aber für die Hirarchie war er sicher nicht unwichtig.

    Tatsache 6) Und der wichtigste Punkt, der Trainerwechsel. Ein neuer Trainer hat immer eine andere Art auf seine Spieler zuzugehen, manchmal klappt das von Beginn an gut, nutzt sich dann aber schnell ab, die Pusher, die immer wieder neue Spieler benötigen, weil sich ihre Motivationskünste abnutzen.

    Manchmal dauert es etwas bis man sich aneinander gewöhnt hat, das ist doch in anderen Bereichen des Arbeitsleben ähnlich, ein neuer Chef kommt und erst mal warten die Mitarbeiter in der Abteilung ab wie der sich so gibt. Ich denke die nächsten 2 Wochen werden für das Zusammenwachsen von Trainer und Mannschaft sehr wichtig, in der Krise zeigen sich oft die negativen Eigenschaften eines Menschen, mal sehen wie das bei Schwartz ist und wie er da auf die Reaktion der Mannschaft eingeht, bzw. diese herausfordert.

    Ich kenne keine Mannschaft, die um einen Transferbetrag von ca. € erleichtert wurde, Schöpf, Blum, Kerk, Füllkrug und danach besser geworden wäre.

    Insofern verstehe ich die Aussage nicht, dass Schwartz doch bitte einfach so hätte weitermachen müssen.

    Natürlich bleibt der Saisonstart trotzdem schwach, natürlich hätte die Mannschaft schon mehr Willen zeigen können, hier kommt aber sicher die Leistung der letzten Saison ins Spiel, eine Mannscjaft die in jedem Spiel über die Leistungsgrenze geht, die fast ausschließlich über den Willen Spiele gewinnt und die am Ende bemerken muss, dass all diese große Anstrengung nicht zum gewünschten Ziel Aufstieg führt, die ällt sehr oft in ein Loch. Wenn dann ein Teil der Mannschaft, Schöpf, Füllkrug, Blum doch die Ernte der Leistung einfährt, durch Transfers, dann wird es für die die übrig bleiben noch schwerer.

    Wenn man dann noch das Gefühl hat, der Verein kann die Abgänge nicht adäquat ersetzen, dann schwindet Zutrauen in die eigene sportliche Leistungsfähigkeit. Vielleicht hätte hier ein Motivatortrainer mehr erreichen können, als es aktuell bei Schwartz aussieht.

    Wenn man sich die Gegebenheiten leidlich objektiv ansieht, dann muss man sagen Schwartz stand zu Beginn der Saison vor einer ähnlich großen Herausforderung wie Ismael nach dem Abstieg. Nur dass jetzt bei Schwartz das Umfeld wegen der letztjährigen Erfolge viel mehr erwartet hat.

    Ich glaube aber auch, dass Schwartz die Aufgabe etwas unterschätzt hat, für ihn war der Anruf von Bornemann sicher erst mal wie ein 5er im Lotto, ein Traditionsverein mit großem Stadion, der in der Vorsaisson um den Aufstieg mithägespielt hat, der in den letzten 10 Jahren 7 Jahre Bundesliga gespielt hat, der bei den Strukturen sicher immer noch auf Bundesliganiveau arbeitet, das ist für einen ambitionierten Trainer erst mal ein Glücksfall. Manchaml unterschätzt man dann die Aufgabe, die auf einen wartet.

    Ich denke aber Schwartz ist jetzt in der Realität Club angekommen, hat erkannt, dass die Fans die finanzielle Realität nicht unbedingt mit ihren Vorstellungen der sportlichen Erwartungen abgleichen. Musste Feststellen, dass hier viele den Club anders wahrnehmen als es der Realität entspricht.

    Dass wir aktuell froh sein müssen, wenn wir potentiell gute Spieler von einem Erstligisten ausleihen können und dass es egal ist, dass der Erstligist Augsburg heißt. Ja es haben uns andre Vereine überholt, weil wir in den letzten 10 Jahren permanent mit einem strukturellen Defizit über unsere Verhältnisse gelebt haben.

    Wenn man 10 Jahre mehr ausgibt, jeds Jahr ein Stück vom Familiensilber verscherbeln muss um die Kosten zu decken, dann kommt irgendwann der Punkt an dem man vor der Pleite steht. Das war bei uns der Fall. Wenn man dann seinen Lebensstil seinen wirtschaftlichen Verhältnissen anpasst, dann geht es einem eben erst mal schlechter, das ist jetzt der Fall. Und wenn es einem im Profisport wirtschaftlich schlechter geht, dann hat das schlicht Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit.

    Warum ist das für uns Fans so schwer zu verstehen? Ich nehme mich da gar nicht aus, auch ich hatte vor der Saison die 60 Punkte als Ziel im Blick, realistisch ist das sicher nicht.

    Ich würde auch dafür plädieren, dass der Punktdruckmesser neu justiert werden sollte. Die Wahl fand unter falschen emotionalen Bedingungen statt. Unser Ziel kann in diesem Jahr nur sein, die 40 Punkte zu erreichen. Wenn dann noch viel Saison übrig ist, wenn wir vielleicht einfach Glück haben, dass Erras schneller und sofort wieder git zurückkommt, wenn sich drei, vier Nachwuchsspieler doch schneller aufdrängen, wenn die Mannscjaft aus irgendeinem Grund einen Lauf bekommt, dann kann natürlich noch mehr herauskommen. Fußball ist ja durchaus unberechenbar. Aber man sollte ein Wunder nicht vor der Saison ERWARTEN, das führt nur zu Enttäuschung und schlechter Laune.

    Aber eine Enttäuschung wie wir sie aktuell erleben hat ja auch etwas für sich, man verabschiedet sich von Täuschungen, falschen Vorstellungen und sieht die Realität wieder klarer. Das ist beim Club mehr als notwendig.

    Unsere Voraussetzungen liegen aktuell bei Platz 10 in der ersten Liga bis Platz 10 in der zweiten Liga, leider müssen wir noch zu viel des Potentials für das tilgen von Altlasten verwenden, statt damit die sportliche Situation zu verbessern, aber der neue Vorstand hat zumindest schon dafür gesorgt, dass jetzt keine zusätzlichen Lasten zu den Altlasten dazukommen. Sprich es wird im Moment wirtschaftlich nicht schlechter, was aber bedeutet, dass es sportlich erst mal schwieriger wird. Wenn die Finanzen saniert sind, dann kann das ganze wirtschaftliche Potential des Vereins auch wieder in die sportliche Leistungsfähigkeit gesteckt werden, dann wird es auch wieder aufwärts gehen, dann aber nicht als Dtrohfeuer, oder weil wir Glück haben, dann weil wir unser Potential ausnutzen.

    Weiler hatte schon recht, die Realität tut manchmal weh, aber diese zu ignorieren holft sicher nicht weiter, macht es meist schlimmer. Das hatten wir die letzten 50 Jahre, ich bin froh, wenn wir die nächsten 50 Jahre dies anders halten und freue mich auf einen Club, der im Jetzt und in der Realität lebt und nicht mehr in Wunschträumen und Erinnerungen.

    0

    0
    • Armin: Wenn ich hier immer wieder lese, dass Schwartz eine eingespielte Truppe hatte und nur so weitermachen müsste wie Weiler, dann verstehe ich das nicht.

      Tatsache 1) Die eingespielte Truppe gab es nicht, Mit Schöpf wurde schon in der Saison der wichtigste Kreativspieler abgegeben, musste aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Die Serie hat den Verlust zu Beginn noch überdeckt, aber je länger die Saison ging desto deutlicher wurden die spielerischen Schwächen.

      Tatsache 2) Die Mannschaft war auch letzte Saison nur MIT Erras stark, ich hatte die Zahlen hier schon einmal gepostet, wir hatten ohne Erras fast 2 Gegentore pro Spiel und mit ihm unter 1, das ist mehr als ein Klassenunterschied. Übrigens sind die Zahlen ohne Erras zu Beginn der Saison und am Ende fast die gleichen. Selbst die Serie und die positive Euphorie durch die gewonnenen Spiele haben daran nichts geändert.

      Tatsache 3) Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir 30% unserer Offensive verloren, was schlicht auch bedeutet, dass auch der verbleibende Rest es viel schwerer hat, weil sich der Gegner auf weniger Spieler konzentrieren muss, um gegen uns zu verteidigen.

      Tatsache 4) Mit Füllkrug musste der Schlüsselspieler des Systems abgegeben werden, was die Aufforderung doch bitte einfach so weiterzuspielen wie letztes Jahr obsolet macht. Ohne Füllkrug ist das 4-2-2-2 einfach nicht erfolgreich spielbar.

      Tatsache 5) Wir sind finanziell nicht in der Lage den Verlust von 4 Erstligaspielern auszugleichen, Kerk noch bei Freiburg, erste Liga, Blum bei Frankfurt, erste Liga, Schöpf bei Schalke, erste Liga, dazu der Schlüsselspieler Füllkrug bei Hannover.

      Pollak fehlt sicher weniger aus sportlichen Gründen, aber für die Hirarchie war er sicher nicht unwichtig.

      Tatsache 6) Und der wichtigste Punkt, der Trainerwechsel. Ein neuer Trainer hat immer eine andere Art auf seine Spieler zuzugehen, manchmal klappt das von Beginn an gut, nutzt sich dann aber schnell ab, die Pusher, die immer wieder neue Spieler benötigen, weil sich ihre Motivationskünste abnutzen.

      Manchmal dauert es etwas bis man sich aneinander gewöhnt hat, das ist doch in anderen Bereichen des Arbeitsleben ähnlich, ein neuer Chef kommt und erst mal warten die Mitarbeiter in der Abteilung ab wie der sich so gibt. Ich denke die nächsten 2 Wochen werden für das Zusammenwachsen von Trainer und Mannschaft sehr wichtig, in der Krise zeigen sich oft die negativen Eigenschaften eines Menschen, mal sehen wie das bei Schwartz ist und wie er da auf die Reaktion der Mannschaft eingeht, bzw. diese herausfordert.

      Ich kenne keine Mannschaft, die um einen Transferbetrag von ca. € erleichtert wurde, Schöpf, Blum, Kerk, Füllkrug und danach besser geworden wäre.

      Insofern verstehe ich die Aussage nicht, dass Schwartz doch bitte einfach so hätte weitermachen müssen.

      Natürlich bleibt der Saisonstart trotzdem schwach, natürlich hätte die Mannschaft schon mehr Willen zeigen können, hier kommt aber sicher die Leistung der letzten Saison ins Spiel, eine Mannscjaft die in jedem Spiel über die Leistungsgrenze geht, die fast ausschließlich über den Willen Spiele gewinnt und die am Ende bemerken muss, dass all diese große Anstrengung nicht zum gewünschten Ziel Aufstieg führt, die ällt sehr oft in ein Loch. Wenn dann ein Teil der Mannschaft, Schöpf, Füllkrug, Blum doch die Ernte der Leistung einfährt, durch Transfers, dann wird es für die die übrig bleiben noch schwerer.

      Wenn man dann noch das Gefühl hat, der Verein kann die Abgänge nicht adäquat ersetzen, dann schwindet Zutrauen in die eigene sportliche Leistungsfähigkeit. Vielleicht hätte hier ein Motivatortrainer mehr erreichen können, als es aktuell bei Schwartz aussieht.

      Wenn man sich die Gegebenheiten leidlich objektiv ansieht, dann muss man sagen Schwartz stand zu Beginn der Saison vor einer ähnlich großen Herausforderung wie Ismael nach dem Abstieg. Nur dass jetzt bei Schwartz das Umfeld wegen der letztjährigen Erfolge viel mehr erwartet hat.

      Ich glaube aber auch, dass Schwartz die Aufgabe etwas unterschätzt hat, für ihn war der Anruf von Bornemann sicher erst mal wie ein 5er im Lotto, ein Traditionsverein mit großem Stadion, der in der Vorsaisson um den Aufstieg mithägespielt hat, der in den letzten 10 Jahren 7 Jahre Bundesliga gespielt hat, der bei den Strukturen sicher immer noch auf Bundesliganiveau arbeitet, das ist für einen ambitionierten Trainer erst mal ein Glücksfall. Manchaml unterschätzt man dann die Aufgabe, die auf einen wartet.

      Ich denke aber Schwartz ist jetzt in der Realität Club angekommen, hat erkannt, dass die Fans die finanzielle Realität nicht unbedingt mit ihren Vorstellungen der sportlichen Erwartungen abgleichen. Musste Feststellen, dass hier viele den Club anders wahrnehmen als es der Realität entspricht.

      Dass wir aktuell froh sein müssen, wenn wir potentiell gute Spieler von einem Erstligisten ausleihen können und dass es egal ist, dass der Erstligist Augsburg heißt. Ja es haben uns andre Vereine überholt, weil wir in den letzten 10 Jahren permanent mit einem strukturellen Defizit über unsere Verhältnisse gelebt haben.

      Wenn man 10 Jahre mehr ausgibt, jeds Jahr ein Stück vom Familiensilber verscherbeln muss um die Kosten zu decken, dann kommt irgendwann der Punkt an dem man vor der Pleite steht. Das war bei uns der Fall. Wenn man dann seinen Lebensstil seinen wirtschaftlichen Verhältnissen anpasst, dann geht es einem eben erst mal schlechter, das ist jetzt der Fall. Und wenn es einem im Profisport wirtschaftlich schlechter geht, dann hat das schlicht Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit.

      Warum ist das für uns Fans so schwer zu verstehen? Ich nehme mich da gar nicht aus, auch ich hatte vor der Saison die 60 Punkte als Ziel im Blick, realistisch ist das sicher nicht.

      Ich würde auch dafür plädieren, dass der Punktdruckmesser neu justiert werden sollte. Die Wahl fand unter falschen emotionalen Bedingungen statt. Unser Ziel kann in diesem Jahr nur sein, die 40 Punkte zu erreichen. Wenn dann noch viel Saison übrig ist, wenn wir vielleicht einfach Glück haben, dass Erras schneller und sofort wieder git zurückkommt, wenn sich drei, vier Nachwuchsspieler doch schneller aufdrängen, wenn die Mannscjaft aus irgendeinem Grund einen Lauf bekommt, dann kann natürlich noch mehr herauskommen. Fußball ist ja durchaus unberechenbar. Aber man sollte ein Wunder nicht vor der Saison ERWARTEN, das führt nur zu Enttäuschung und schlechter Laune.

      Aber eine Enttäuschung wie wir sie aktuell erleben hat ja auch etwas für sich, man verabschiedet sich von Täuschungen, falschen Vorstellungen und sieht die Realität wieder klarer. Das ist beim Club mehr als notwendig.

      Unsere Voraussetzungen liegen aktuell bei Platz 10 in der ersten Liga bis Platz 10 in der zweiten Liga, leider müssen wir noch zu viel des Potentials für das tilgen von Altlasten verwenden, statt damit die sportliche Situation zu verbessern, aber der neue Vorstand hat zumindest schon dafür gesorgt, dass jetzt keine zusätzlichen Lasten zu den Altlasten dazukommen. Sprich es wird im Moment wirtschaftlich nicht schlechter, was aber bedeutet, dass es sportlich erst mal schwieriger wird. Wenn die Finanzen saniert sind, dann kann das ganze wirtschaftliche Potential des Vereins auch wieder in die sportliche Leistungsfähigkeit gesteckt werden, dann wird es auch wieder aufwärts gehen, dann aber nicht als Dtrohfeuer, oder weil wir Glück haben, dann weil wir unser Potential ausnutzen.

      Weiler hatte schon recht, die Realität tut manchmal weh, aber diese zu ignorieren holft sicher nicht weiter, macht es meist schlimmer. Das hatten wir die letzten 50 Jahre, ich bin froh, wenn wir die nächsten 50 Jahre dies anders halten und freue mich auf einen Club, der im Jetzt und in der Realität lebt und nicht mehr in Wunschträumen und Erinnerungen.

      Eine erstklassige, von Realismus geprägte Analyse, der nichts hinzuzufügen ist. Besten Dank dafür, Armin.

      0

      0
    • Armin:

      Wenn man 10 Jahre mehr ausgibt, jeds Jahr ein Stück vom Familiensilber verscherbeln muss um die Kosten zu decken, dann kommt irgendwann der Punkt an dem man vor der Pleite steht. Das war bei uns der Fall.

      Wobei die FCN-Gemeinde ja die Vereinsführung, die in diesen „10 Jahren“ am Ruder war, dafür feierte, dass sie den Verein saniert hat.

      0

      0
    • Armin: Warum ist das für uns Fans so schwer zu verstehen? Ich nehme mich da gar nicht aus, auch ich hatte vor der Saison die 60 Punkte als Ziel im Blick, realistisch ist das sicher nicht.

      Was ist paradox?
      Du hattest 60 Punkte als Ziel und schreibst als wären 40 kaum erreichbar.
      Ich hatte 40 als Ziel und wünsche mir, dass es für die 60 reicht.

      Wenn ich Deine „Tatsachen-Liste“ überfliege, kann ich den meisten Punkten zustimmen.
      Sie lassen aber eben auch ganz andere Interpretationen zu und sind teilweise auch widersprüchlich (Wenn 2 stimmt ist 1 irrelevant; Blum war nicht mal regelmäßiger Zweitligaspieler, usw.).

      Unterm Strich ist nur eines sicher:

      Es gibt niemals die einzig wahre „Realität“ und „Wahrheit“.
      Es gibt lediglich eine Koexistenz von verschiedenen „Ansichten“, die dann zur Realität führen.

      Die einzige Wahrheit, die uns wohl alle verbindet:

      Es ist unser Club und der gehört weder in die dritte Liga noch auf Platz 16 der zweiten Liga und schon gar nicht auf Platz 7 der bayerischen Vereine!

      0

      0
  • Danke Armin – eine wirklich gut geschriebene, realistische Zusammenfassung. Auch wenn die Wahrheit schmerzt, so sollten wir uns alle doch möglichst bald
    damit abfinden. Wir bezahlen jetzt den Preis für die Bader-Jahre und das dauert eben so lange wie es dauert. Vielleicht bringt die MV nochmal mehr Klarheit über den Kurs und die Pläne des Vereins.
    Wenn der Traum eines FCN der in der 1.ten Liga im oberen Drittel mittspielen kann, Realität werden soll, müssen wir wohl erst durch ein Tal der Tränen gehen.

    0

    0
  • Also ganz ehrlich was ein guter Trainer bewirken kann, haben wir beim Club auch schon erlebt und zwar mit Hans Meyer und Felix Magath!!! Was Schwarz bis jetzt geleistet hat, ist am Punktekonto und Tabellenplatz abzulesen.

    0

    0
    • Harald: Also ganz ehrlich was ein guter Trainer bewirken kann, haben wir beim Club auch schon erlebt und zwar mit Hans Meyer und Felix Magath!!! Was Schwarz bis jetzt geleistet hat, ist am Punktekonto und Tabellenplatz abzulesen.

      Ein schlechter Trainer hätte aus dem Dorfverein SV Sandhausen nicht das gemacht, was er inzwischen ist.

      0

      0
  • Harald,
    Auch Hans Meyer hat nach dem Pokalsieg darauf hingewiesen, daß die Mannschaft über ihrem Limit gespielt hat und man von ihr nicht erwarten kann, daß sie das wiederholt. Und er hat leider Recht behalten.
    Und es hat dann überhaupt nichts genützt, daß man einen anderen Trainer geholt hat. In meiner Erinnerung wurde es eher noch schlechter.

    0

    0
  • Harald:
    Also ganz ehrlich was ein guter Trainer bewirken kann, haben wir beim Club auch schon erlebt und zwar mit Hans Meyer und Felix Magath!!! Was Schwarz bis jetzt geleistet hat, ist am Punktekonto und Tabellenplatz abzulesen.

    Werter Harald, egal wie oft du schreiben wirst, daß Schwartz ein schlechter Trainer ist, Schwartz wird unser Trainer bleiben. Außer du fragst Meyer und Magath ob sie bei uns für Kost und Logis arbeiten wollen. Du denkst bestimmt Schwartz hat den Spielern befohlen bei Standards genau das Gegenteil zu machen als das sie trainiert haben. Er hat ihnen auch gesagt, daß sie ab 2:1 komplett geistesbefreit übern Platz schleichen sollen.

    0

    0

Kommentare sind geschlossen.