Analyse: Unterlegen – auch vor der Unterzahl

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg – TSV 1860 München 1:2 (1:1) Der Club verliert nach einem Platzverweis gegen Guido Burgstaller. Er war aber bereits vorher die klar unterlegene Mannschaft.

Die Analyse:

fcn1860
Startformation

Im Vergleich zur Klatsche in Braunschweig veränderte Alois Schwartz die Mannschaft drei Mal. Für den verletzten Raphael Schäfer kam Thorsten Kirschbaum ins Tor. Tobias Kempe fiel von der Startelf aus komplett aus dem Kader, wurde auf dem Platz durch Tim Matavz ersetzt. In der Innenverteidigung verteidigte Lukas Mühl anstelle von Even Hovland. In Sachen Formation veränderte Schwartz erneut, machte aus dem 4-2-3-1 ein klassisches 4-4-2 mit Doppelsechs. Dabei tauschten in der Offensive vor allem Salli, Matavz und Burgstaller immer wieder Positionen.

Die Gäste kamen deutlich besser ins Spiel, operierten im offensiven Spielaufbau mit einem 3-3-4, das die Club-Defensive in arge Bedrängnis brachte. Vor allem die Anzahl der Pässe auf kurzem Wege war auffällig. Der Club tat sich sehr schwer gegen diese Vorwärtsbewegung der Löwen anzukommen, ließ diese meist bis zum Strafraum kombinieren, ehe sie dann gestellt wurden. Allerdings war dann meist der Raum für die Gäste zu eng, so dass die Abwehr des FCN hier dann doch eingreifen konnte und den Ball – meist allerdings unkontrolliert – wegschlagen konnte. Es war daher eigentlich fast folgerichtig, dass das Führungstor der Löwen durch eine Situation fiel, in der sich die Abwehr des FCN nicht stellen konnte und dann genug Leute hinter den Ball bringen konnte. Keine besonders gute Figur machte Lukas Mühl dabei, der einen Klärungsversuch Olic in die Füße spielte. Dieser überlief ihn dann, flankte nach innen und dort vollendete Mölders, der schneller als Bulthuis war.

Dass die Führung nicht lange hielt, war dann eher einem Zufall geschuldet als strategischen Umstellungen des FCN. Alushi setzte Brecko ein, der verlor den Ball eigentlich, rappelte sich dann aber schneller auf als der Gegenspieler und passte zu Matavz. Dieser schloss dann gekonnt zum 1:1 ab. Postwendend hatte der Slowene auch die Chance zum 2:1, doch da scheiterte er an Zimmermann im Tor der Löwen. Beflügelt von den schnellen Erfolgsmomenten folgte die einzige Phase im Spiel (mit Ausnahme der absoluten Schlussminuten), in denen der FCN etwas Torgefahr ausstrahlte. Salli traf kurz darauf auch noch den Pfosten. Dennoch waren die Nürnberger Angriffsbemühungen nicht wirklich strukturiert und enstanden meist durch Einzelaktionen. Anders auf der Gegenseite, die Münchner blieben bei ihrer Marschroute mit kurzen Pässen die Abwehr zu attackieren und hatten durch Matmour, gegen den Kirschbaum gut klärte, selbst in der besten Phase des FCN eine gute Torgelegenheit.

Nach der Pause verflachte dann das Niveau des Spiels deutlich. Der Club verließ sich fast nur noch auf die Marschroute hoch und weit, beging dabei auch noch den Fehler den Spielaufbau diagonal auf die kopfballschwachen in Sachen Körpergröße unterlegenen Leibold und Salli zu betreiben. Die Sechziger machten es insgesamt besser und spielten den Ball auch weiter gepflegt nach vorne. Für die klaren Torgelegenheiten genügte es aber dennoch nicht. Durch die reifere und klarere Spielanlage wirkten die Löwen allerdings so, als könnten sie jederzeit gefährlich vors Tor kommen, selbst wenn es ihnen kaum gelang klare Torchancen zu erspielen.

Wie ausschlaggebend der umstrittene Platzverweis von Guido Burgstaller letztlich für die Niederlage war, lässt sich letztlich nur bedingt feststellen. Der Club war auch zuvor schon unterlegen. Danach ging er allerdings völlig unter. Der TSV erzielte dann in der 79. Minute fast schon folgerichtig das 2:1 durch eine sehenswerte technische Einlage von Sascha Mölders und einen satten Schuss von Michael Liendl. Schwartz tauschte danach nicht sofort, sondern erst drei Minuten vor Abpfiff brachte er zwei frische Agreifer mit Parker und Teuchert. Erst mit diesen Wechseln kam es zu einem leichten Aufbäumen: Teuchert hatte eine gute Schussgelegenheit.

Insgesamt genügte es jedoch nicht, um den – ohnehin unverdienten – Ausgleich zu erzielen. Der Club bleibt damit auf zwei Punkten nach vier Spielen sitzen. Kein Grund zur Panik, aber sehr wohl zur Besorgnis. Besorgnis vor allem auch, weil im Spielaufbau des FCN keinerlei Systematik und Ordnung zu erkennen ist, die Abstände zwischen den Spielern sind extrem weit, ein konzentriertes und fokussiertes Aufbauspiel findet nicht statt. In der Defensive fehlt es gerade auf den Außenbahnen an Abstimmung bei den Übergaben der Gegenspieler, was dazu führt, dass die Innenverteidiger entweder Außen aushelfen müssen oder innen extrem schlecht posititioniert stehen müssen. Alles Dinge, die im Training abgestellt werden müssen, beziehungsweise eigentlich schon abgestellt sein müssten, da sie bereits seit Wochen auftreten.

Die Zahlen:

Nürnberg 1860 München
1
Tore
2
14
Torschüsse
24
4
Schüsse aufs Tor
7
6
Ecken
5
42,3
Ballbesitz (%)
57,7
68,8
Passquote gesamt (%)
80,8
82,6
Passquote eig. Hälfte (%)
91,0
59,8
Passquote geg. Hälfte (%)
73,3
47,7
Gewonnene Zweikämpfe (%)
52,3
18
Fouls
9
109,51
Laufdistanz (km)
111,56
2
Abseits
2

Trainerstatement:

„Wir sind nicht gut reingekommen und kriegen auch direkt das Tor. Da hätten wir den Ball besser klären können. Mit dem Ausgleich waren wir dann aber im Spiel und hatten auch Chancen zur Führung. In der zweiten Halbzeit ist die Partie dann ein bisschen dahin geplätschert, bis zu dieser einen Szene, nach der wir mit zehn Mann weiterspielen mussten. Der Gegner nutzt die Überzahl dann gut aus. In der Schlussphase gab es noch Chancen, aber der Ball wollte nicht mehr rein.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Hielt was zu halten war, reagierte einmal im Eins gegen Eins gut, hätte in der Nachspielzeit zum \"Matchwinner\" werden können, köpfte aber drüber.
Tim Leibold 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Fiel eher durch schlechte Zuspiele und falsche Laufwege als durch dynamisches Vorwärtsspiel auf.
Laszlo Sepsi 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Fing einige Pässe gut ab. Im Spielaufbau aber fahrig. Wurde immer wieder überspielt, stellte vor dem 1:2 den Passweg nicht energisch genug zu.
Dave Bulthuis 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Vor dem 1:2 per Hacke vom nicht gerade als Filigrantechniker verschrieenen Mölders düpiert. Viele Stellungsfehler.
Miso Brecko 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Durch guten Einsatz das 1:1 trotz Stolpern vorbereitet. Danach oft zu langsam im Defensivverhalten, verlor viele Zweikämpfe.
Kevin Möhwald 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Kam in der 69. Minute für Alushi. Hatte in zwanzig Minuten nur zehn Ballkontakte. Zeigt wie das Spiel weitgehend an ihm vorbei lief. Ordentliche Ecken.
Enis Alushi 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Ließ phasenweise aufzeigen, warum er wertvoll sein kann, wenn er das Spiel mit geschicktem Foul ziehen oder passender Verzögerung beruhigte. Teilweise machte er das Spiel aber zu ruhig.
Hanno Behrens 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Wie die gesamte Mannschaft kaum wieder zu erkennen zum Vorjahr. Langsam, körperlich wie geistig. Dafür aber mit guten Zweikampfwerten (73%).
Lukas Mühl 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Kapitaler Bock vor dem 0:1. Danach nicht immer sicher, aber dann zumindest nicht verunsichert. Im Spielaufbau ausbaufähig.
Shawn Parker Ohne Bewertung
Kam zwei Minuten vor Schluss für Behrens. Wirkte agil, aber konnte nicht mehr entscheidend eingreifen.
Tim Matavz 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Machte das, was er tun sollte: In viele Kopfballduelle gehen und Tore schießen. Ordentlich, aber noch mit Anbindungsproblemen.
Guido Burgstaller 1 Notenpunkte (5- numerisch: 5.33)
Strafpunkte für extreme Dummheit: Eine gelbe Karte nach Ellenbogenschlag ist doof, zwei in einem Spiel wegen des selben Vergehens sind weit mehr als das. Obwohl die Karten extrem hart waren. Auch sonst nahe am Totalausfall.
Edgar Salli 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Lief viel, führte viele Zweikämpfe (20) und gewann sogar die Hälfte. Zeigte durchaus einige Ansätze, aber oft auch zu viel Eigensinn in den Aktionen.
Cedric Teuchert Ohne Bewertung
Machte in drei Minuten mehr Alarm als Burgstaller im ganzen Spiel, gute Schusschance, die von Zimmermann vereitelt wurde.

31 Gedanken zu „Analyse: Unterlegen – auch vor der Unterzahl

  • Mehr als treffend analysiert. Meine Hoffnung liegt darin, dass Freitag in Bochum eigentlich nur Teuchert den derzeit absolut indisponierten Burgstaller ersetzen kann. Und ansonsten? Unsere komplette linke Seite war gestern ein Totalausfall, sowohl Leibold als auch Sepsi brauchen da eine Pause. Vielleicht sollte man auch da eher mal der Jugend eine Chance geben. Dann lassen sich Niederlagen wenigstens auf Unreife oder Unerfahrenheit schieben, aber hier setzt dann wenigstens hoffentlich ein Lerneffekt ein. Beispiel Mühl: Natürlich war das ein kapitaler Bock vor dem 0:1, aber ich bezweifle, dass ihm das so in der Form jemals wieder passieren wird…

    Was mich viel mehr beunruhigt ist die Tatsache, dass Schwartz in der Zeit vom Trainingsauftakt bis heute es nicht geschafft hat, dem Team ein taktisches Konzept zu vermitteln. Er scheint selbst ratlos zu sein, anders kann ich mir diese Wechselzeitpunkte nicht erklären…

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  • Erschreckend ist für mich vorallem, das uns beinahe jede Mannschaft fussballtechnisch überlegen ist. Heidenheim war schon erschreckend, auch 1860 machte dies viel besser. Im Rückblick muss man auch sehen das dies letztes Jahr bereits der Fall war. Mir fallen da z.B. die Auswärtsspiele in München und wohlgemerkt Paderborn ein, als uns die Mannschaften im Zusammenspiel und Kurzpassspiel doch einiges voraus hatten. Letztes Jahr konnten wir diese Probleme über unsere Lauf- und Kampfbereitschaft kaschieren. Diese Saison könnte das für uns ein ganz großes Problem werden, falls die Mannschaft weiterhin versucht fussballerisch besser aufzutreten, aber dabei die Grundlagen Einsatz und Kampf zu kurz kommen lässt.

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  • Ich fand Salli nach vorne eigentlich sehr belebend – wenngleich noch etwas blauäugig. Was bei der Bewertung bzw. der Begründung fehlt ist sein unglaublich miserables Stellungsspiel im Abwehrverhalten und mit fortschreitender Spieldauer auch die erheblichen konditionellen Defizite – so dass er oft gar nicht mehr mit zurück kam. Wobei da der Fehler wohl eher beim Trainer zu suchen ist…

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  • Man fragt sich, warum so junge Leute so viel Geld verdienen dürfen. Denken die da mal drüber nach? Oh, bin offensichtlich angefressen… nein, keine Neiddebatte, kam mir nur grad so…

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  • Die Benotungen sehe ich auch so. Sally hätte ich für einige technisch gute Aktionen eventuell noch einen Punkt mehr gegeben.
    Dafür hätte Burgstaller glatte 0 Punkte von mir bekommen. Ich habe bis auf ganz wenige einfache Zuspiele nur Pannen, Ballverluste und verkorkste Flanken gesehen. Dazu noch der Platzverweis – das IST ein Totalausfall.

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  • Die Art und Weise ist eben noch deillusionierender als es Ergbnis ausdrückt. Gegen jeden Gegner selbst gegen Heidenheim haben wir im eigenen Stadion weniger Ballbesitz das sagt ja schon alles aus..Konterfußball als Heimmannschaft und das schon lange nur unter Schwartz wird selbst das nochmal schlechter als es bereits war.

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  • Ich wünsche ja niemanden das er seinen Job verliert, aber leider hätte Herr Schwartz nach dem gestrigen Spiel nun schon seinen Hut nehmen müssen. Ich frage mich was die in der Vorbereitung gemacht haben. Viel kann es ja nicht gewesen sein wenn man sieht wie manche über den Platz laufen (traben). Da stimmt ja überhaupt nix und das geht ja nicht erst seit dem gestrigen Spiel so. Das schlimmste Beispiel war gestern für mich, 2HZ, man hatte eine gute Kontergelegenheit, nur keiner liefe iwie mit. Er war praktisch alleine gegen die komplette Münchner Hintermannschaft. Das war leider auch kein Einzelfall in dieser Spielzeit. Kein Nachrücken, kein Druck, keine Geilheit ein Tor zu erzielen, gar nichts war da zu erkennen! Ich zweifle stark daran das Herr Schwartz das auch noch in den Griff bekommt. Allerdings hoffe ich es doch iwie für Ihn, nur die Zeichen stehen auf Trennung und wenn dann bitte erst nach dem Derby, sonst hätte heute schon etwas passieren müssen.

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  • Eine spielschwache Mannschaft mit Technik- und Konditionsdefiziten und ein hilflos wirkender Trainer, der den (lernunwilligen, – unfähigen?) Spielern scheinbar kein Konzept vermitteln kann. Dazu 2 Aufstiegsaspiranten als nächste Gegner. Zuversicht sieht anders aus…

    Die Situation schreit laut „Ismael“. Ob die Trainerentlassung wieder so spät (zu spät?) erfolgt?

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  • Lustigerweise ist das 0:1 genau so gefallen wie es hier beim Club immer stark kritisiert wird-der Ball wird lang und weit geschlagen…landet beim Gegenspieler(Mühl), der den Ball klären will, nur leider Olic anbolzt.Das Olic den dann so mitnehmen kann ist auch Glück-ähnlich wie bei Brecko-nur der von Mühl geschlagene Ball ist kein kapitaler Bock,sondern fliegt in 9 von 10 Fällen ergebnislos ins Aus.
    Zum Glück hat beim 1:1 der 60er so wenig attakiert, wäre das ein Clubverteidiger der Matavz unbedrängt schiessen lies-der Clubverteidiger hätte sich ne 5 sicher abholen können.
    Der Spielaufbau der 60er war teilweise gefälliger, aber im letzten Drittel eher harmlos oder brotlose Kunst.
    Hinten stand die Defensive um den eigenen 16er meistens-zu einer abwehr, die keine Chancen der Gegner zulässt, wird Sie nie.

    Wer nicht ganz in Depression verfallen möchte, ob der spielerischen Klasse der Clubberer, der sehe sich nochmal die Kombinationen vor der zweiten Matavz Chance und die vor dem Salli Pfostenschuss an.

    Besorgniserregend finde ich eher den Verlust an Gefahr bei Standartsituationen.

    Aber ich bin wohl zu weit weg um mich aufzuregen.

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  • Paulinho,
    Der Unterschied ist, dass wir letzte Saison „eingestellt“ waren:
    – wenn ich schon spielerisch nicht besser bin, muss ich fitter sein (meisten Tore in der Schlussviertelstunde)
    – wenn ich schon spielerisch nicht besser bin, muss ich mich auf Standardsituationen konzentrieren (viele Tore aus Ecken und Freistößen)
    – wenn ich schon spielerisch nicht besser bin, muss in jedem Fall die Null stehen (gerne im 2. und 3.Saisindrittel haben wir oft 70 Minuten auf den Fehler des Gegners gewartet, bis er kam)

    Alles Dinge, die ich nicht nur trainieren kann, sondern MUSS. Dafür ist eine Vorbereitung und v.a. ein Trainer da. Und, dass er in einem Spiel auch auf den Spielverlauf reagieren kann – und nicht erst in der 87. Minute.

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  • Soeren,
    Bin ich total bei Dir. Gute Ansätze, leider meistens neben der Mannschaft her und naiv.

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  • Christian-berlin,
    Das 0:1 „stört“ mich gar nicht so sehr. Das war ganz einfach ein individueller Bock, der passieren kann, gerade bei einem Jungen wie Mühl. Ich fand es auch richtig, dass man nicht auf Hovland setzt, der 30 Chancen nicht genutzt hat. Jetzt muss man in Mühl investieren und dabei seine Fehler bzw. Lernkurve akzeptieren. Viel schlimmer sind für mich die vielen Situationen, die nur mit Glück nicht zu weiteren Gegentoren geführt haben, weil die Spieler viel zu weit auseinander stehen und kein konzertierten Vorgehen (Abseitsfalle, Pressing) zu erkennen ist.

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  • Viel schlimmer sind für mich die vielen Situationen, die nur mit Glück nicht zu weiteren Gegentoren geführt haben, …
    wenn ich mich jetzt noch aufregen muss über Tore, die nicht gefallen sind!
    Im Ernst, auch der Club hatte seine Chancen-und nicht alle resultierten aus spielerischer Klasse heraus.

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    • Christian-berlin: Viel schlimmer sind für mich die vielen Situationen, die nur mit Glück nicht zu weiteren Gegentoren geführt haben, … wenn ich mich jetzt noch aufregen muss über Tore, die nicht gefallen sind!

      Es sind genug Tore gefallen, damit der FCN punkt- und torgleich mit dem Tabellenletzten ist 😉

      Aber grundsätzlich ist das doch einer der Hauptkritikpunkte, die Defensivschwäche (nicht nur die Abwehr, der komplette Defensivverbund). Der so viele Fans Schlimmes befürchten lässt! Wenn der Club schon gegen an sich biedere Gegner wie 1860 oder Heidenheim defensiv solche Defizite zeigt (ohne dass die Offensive besser gewesen wäre), welche Probleme bekommt er dann gegen Teams mit individueller oder/und mannschaftlicher Klasse?

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  • Zur Gelb-Roten-Karte für Burgi, die gerechtfertigt und selten dumm war. Bzw. zur Argumentation, dass diese verantwortlich für die Niederlage war, der Club ansonsten einen Punkt mitgenommen hätte.

    Es gibt unzählige Beispiele, dass Mannschaften nach einem solchen Platzverweis erst so richtig angespornt werden. Die Bayern wandelten bereits mehrfach Rückstände noch in Siege um, gut, ein Einzelfall der überragenden individuellen Klasse und absoluter Siegermentalität. Aber sehr häufig zeigten sich selbst scheinbar unterlegene Teams in Unterzahl plötzlich so kampfstark, dass ab diesem Zeitpunkt der Gegner seine numerische Überlegenheit nicht mehr umsetzen konnte. Eine solche positive Reaktion der Moral konnte ich beim Club nicht entdecken.

    Eventuell fehlte auch der Impuls von der Trainerbank? Zumindest unternahm der Trainer nichts, um das Unentschieden zu sichern. Einen ausgepumpt wirkenden Salli, der bereits vorher keinerlei Defensivarbeit mehr verrichtete, durch einen Abwehr- oder defensiven MF-Spieler zu ersetzen, wäre allemal sinnvoller gewesen. Und logischer.

    MMn nach hat nicht der Burgi-Platzverweis den Punkt gekostet, sondern die allgemeinen Defensivschwächen der Mannschaft im Verbund mit sichtbar nachlassender Kraft. Und ein Trainer, der auf eine neue Spielsituation nicht reagierte.

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  • block4, bei aller berechtigter Kritik am Club, die Löwen sind mMn alles andere als bieder. Spielerisch war das hohes Zweitliganiveau. Ja, im Abschluss war Luft nach oben, aber an sich war das nicht bieder. Im Gegensatz zu Heidenheim.

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    • Florian Zenger | Clubfans United:
      block4, bei aller berechtigter Kritik am Club, die Löwen sind mMn alles andere als bieder. Spielerisch war das hohes Zweitliganiveau. Ja, im Abschluss war Luft nach oben, aber an sich war das nicht bieder. Im Gegensatz zu Heidenheim.

      Biedere 6 Millionen Transferausgaben. 😉 Wir hatten riskante und hippe 400k (?) beim Trainer.

      Etwas bieder kann man auch Schwartz selbst nennen.
      Weiler hätte uns nämlich jetzt schon mit seiner Redegewandtheit , wie zum Beispiel mit dem Satz: „Im Fussball geht es immer gleich weiter“, auf das nächste Spiel vertröstet.

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  • Nach ein paar Tagen Abstand, seh ich das Hauptproblem tatsächlich in dieser ruhigen Art von Bornemann und Schwartz. Offenbar hat insbesondere Bornemann nicht kapiert, daß die Spannungen zwischen Weiler und den Spielern nicht nur durch Bader verursacht wurden, sondern auch in der Hybris mancher unter Weiler unzufriedener Spieler zu suchen waren, die sich für besser hielten und offenbar noch halten, denen aber die Disziplin fehlt, sich an die Vorgaben des Trainers zu halten.

    Es reicht jetzt auch nicht, daß Schwartz da öffentlich rumjammert. Er und Bornemann müssen den Spielern durch vielleicht auch wieder aussortieren zeigen, daß die Spieleram kürzeren Hebel sitzen, daß sie so keinen Platz im Team haben.

    Ich befürchte im Moment nur, daß Bornemann und Schwartz nicht diese Härte haben wie Weiler oder wie annodazumal auch Verbeek und deshalb weiter zu sehr auf Einsicht hoffen.

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  • Was hat der Laass da nur für einen nichtssagenden, seitenfüllenden NN-Artikel geschrieben!? Da wird einem in der Überschrift quasi Aufklärung über weitere Gründe der Krise versprochen und dann steht da nur Blabla drin.
    Hinterher ärgert man sich dann glatt darüber, Zeit für das Lesen verschwendet zu haben.

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    • Alex: Woschdsubbn, Solabld ich Laass lese, reinige ich mit der Seite gleich den Grillrost.

      Ob das wirklich zielführend und fettlösend ist 🙂

      btw: Wieso erscheinst Du eigentlich fast nur noch als Zaungast?

      Schade…

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      • Teo: Ob das wirklich zielführend und fettlösend ist

        btw: Wieso erscheinst Du eigentlich fast nur noch als Zaungast?

        Schade…

        Mir drehte sich die Diskussion zu sehr im Kreis. Wilde Spekulationen („wir können uns das Kopiergeld nicht mehr leisten“) wurden zu gefühlter Wahrheit. Und als dann Personen aus der letzten Eiszeit (Bader) wieder hochkamen, war es mir nur noch zu blöd.
        Ich nahm mir vor, erstmal abzuwarten, was ein Bornemann mannschaftlich aufstellt und wie sich der neue Trainer macht. Da ich Spiele nur beurteilen kann, wenn ich sie live sehe (Fernsehen ist mir aufgrund der Kameraperspektiven zu fokussiert), bot sich mir die Gelegenheit erst gegen 1860 (wie Woschsubbn richtig anmerkte, weile ich jeden Sommerurlaub zur Sommerfrisch an der Ostküste Mallorcas).
        Seit Montag Abend bin ich sprachlos.

        Mal ein Vergleich der ablösefrei geholten Spieler:

        2014: Burgstaller, Margreitter, Kerk

        2106: Stieber, Alushi, Salli, Kempe

        da grausts doch die Sau

        Eine erste Meinung bilde ich mir nach dem Schlußpfiff nächsten Dienstag
        Jeztzt sitze ich erstmal doof in der DB Lounge in Köln rum, da ich wegen Personen im Gleis bei Duisburg statt gegen 23:30 frühestens um 0:50 wieder in N bin.

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  • Nach allem, was wir erleben dürfen, bin ich Weiler erst recht böse. Uns so feige im Stich zu lassen, was erlauben Weiler?

    Vielleicht hätte man ihn „feige Sau“ nennen sollen, um eine Reaktion zu provozieren. Das soll bei manchen Menschen helfen 😉

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  • Teo, der rennt auf Messen rum, sucht nach einem Stadionsponsor, einem neuen Trainer und schaut dabei den Hostessen unter die Miniröcke, natürlich nur ganz zufällig. 🙂

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    • Woschdsubbn: Teo, der rennt auf Messen rum, sucht nach einem Stadionsponsor, einem neuen Trainer und schaut dabei den Hostessen unter die Miniröcke, natürlich nur ganz zufällig.

      Die Photos der Hostessen habe ich nur auf Bitte von Johnny Vergas gemacht, nachdem ich ihm schreib, dass die meisten Mädels aus dem Perormance-Marketing heue wie leichte Mädchen gekleidet sind.
      Und wir doofe Kerle laufen in den viel zu warmen Anzügen durch die Gegend.
      Bilder gibts gegen PN, glaubt mir, es lohnt sich, Woschsubbns Handy ist schon vollgesabbert 😀

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  • Alex,
    Ein bißchen bllig deine Argumentation, finde ich.
    Findest du Burgstaller so überragend?
    Oder einen langzeitverletzten Kerk?

    Margreitter okay, der war überzeugender.
    Salli weiß man noch nicht.

    Und wieso unterschlägst du so überragende Transfers wie Kutschke, Bulthuis, Brecko, Sepsi, …?

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  • Beate60,
    Was gibt es gegen Bulthuis, Sepsi, Brecko zu sagen, es sind auch diese Saison Stammspieler.

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    • Alex: Beate60, Was gibt es gegen Bulthuis, Sepsi, Brecko zu sagen, es sind auch diese Saison Stammspieler.

      Sie sind auch mitverantwortlich für die Art wie gespielt wird, oder nicht? Und aus meiner Sicht im Moment ihr Geld nicht wert.
      Subjektive Wahrnehmung sicher. Aber ich hab es schon nach dem 2. SPieltag geschrieben: wenn die Alten eben nicht die von ihnen erwartbare Leistung bringen, dann soll man eben die jungen SPieler ranlassen. Schlimmer wird das Ergebnis dann auch nicht. Und man kann zumindest HOffnung haben, daß sie sich im Laufe der Saison weiterentwickeln und besser werden.

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