Der Club gegen Sechzig – Die Spieltagszusammenfassung #FCNM60

Alles zum Spiel gegen 1860 München von uns und anderen auf einen Blick. Dazu Cluberer, Zahl, Zitat und Tweets des Spieltags.

Wir zum Spiel

  • Interview mit dem Gegner: Die Sache mit dem Scheich.„Ja, ich bin also voller Erwartungen für diese Saison. Beim Pokalspiel spätestens drehte sich dann ganz ehrlich etwas das Gefühl, denn bisher beobachte ich doch einen sehr einseitigen Spielaufbau. (…) aber da ich zwar natürlich auch ein klassischer Löwen-Grantler bin, so habe ich doch auch noch einen Funken Optimismus in mir und sage „Die spielen sich noch ein“. Und dann kann’s nur besser werden als die vergangenen Jahren „
  • Spielbericht: Club verliert gegen 1860.„Der Club dezimiert verlor sofort wieder jedweden Zugriff aufs Spiel und ließ sich tief einschnüren, um postwendend dafür die Quittung in Form des 1:2 zu kassieren (…) Unterm Strich aber bleibt ein verdienter Sieg der Löwen, die über das ganze Spiel gesehen die mutigere Mannschaft stellten und zudem die reifere und auch elegantere Spielanlage zeigten.“
  • Belschanov: Mir fällt nichts mehr ein„Es ist einfallslos, als Kommentar zu einem Spiel einfach sich selbst zu zitieren. (…) Dies mir vorzuwerfen, sei dem (ab)geneigten Leser erlaubt. Doch bedenke er, dass der Ball oft anders rollt, als man vermutet. Er änderte in der letzten Saison die Richtung und rollte doch nicht nach Großaspach. Ob er in dieser Saison auch die Kurve kriegt, ist die spannende Frage.“
  • Analyse: Unterlegen – auch vor der Unterzahl„Der Club bleibt damit auf zwei Punkten nach vier Spielen sitzen. Kein Grund zur Panik, aber sehr wohl zur Besorgnis. Besorgnis vor allem auch, weil im Spielaufbau des FCN keinerlei Systematik und Ordnung zu erkennen ist, die Abstände zwischen den Spielern sind extrem weit, ein konzentriertes und fokussiertes Aufbauspiel findet nicht statt. In der Defensive fehlt es gerade auf den Außenbahnen an Abstimmung bei den Übergaben der Gegenspieler, was dazu führt, dass die Innenverteidiger entweder Außen aushelfen müssen oder innen extrem schlecht positioniert stehen müssen. Alles Dinge, die im Training abgestellt werden müssen, beziehungsweise eigentlich schon abgestellt sein müssten, da sie bereits seit Wochen auftreten.“

  • Die anderen zum Spiel

  • nordbayern.de: Weiter sieglos: Club hat auch gegen Löwen zu wenig Biss„Am Standort Nürnberg kann so ein verlorenes Spiel aber schnell eine handfeste Krise bedeuten. Das 1:6 von Braunschweig trübte die Stimmung doch mächtig in den folgenden Tagen. Antworten konnte nur die Mannschaft geben. Das Heimspiel gegen 1860 München sollte deshalb so eine Art Wiedergutmachung werden für den nicht gerade berauschenden Start in die Saison. Die Liga sortiert sich noch, ebenso der Club, er tut sich aber extrem schwer damit.“
  • kicker.de: Mölders führt Löwen zum Sieg„Während die Gäste aus Oberbayern eine reife Vorstellung zeigten, unternahm der Club zu wenig, um den verpatzten Saisonstart zu korrigieren.
  • Abendzeitung München: Rassiges Derby – verdienter Sieger„Des Gegners Krise verschärft und den eigenen, bisher mittelprächtigen Start in die neue Saison mit einem Schlag verbessert: Der TSV 1860 hat mit dem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg am Montagabend mit nunmehr sieben Zählern einen Sprung ins obere Tabellendrittel geschafft, während die Cluberer ihre Aufstiegsambitionen mit weiterhin nur zwei Punkten als Vorletzter schon in die Tonne treten müssen. In einem rassigen Derby gab es dabei einen verdienten Sieger, der erstmals seit 13 Jahren wieder in Nürnberg gewinnen konnte.“


    Cluberer des Spieltags

    Thorsten Kirschbaum. Musste für Raphael Schäfer einspringen und löste damit große Verunsicherung in der Anhängerschaft aus. Leistete sich aber keinen Patzer, war der einzige Nürnberger in der Nähe der Normalform und parierte sogar zweimal gut. Hätte in der Nachspielzeit dann sogar per Kopf den Ausgleich erzielen können. Das wäre dann aber des Guten doch zu viel gewesen. Spielt er immer so, ist der Schäfer-Ausfall jedenfalls kein zu bemerkenswerter.

    Zahl des Spieltags

    18. Der einzige Platz, der noch hinter dem FCN liegt und auf dem mit dem FCK ein weiterer abgestürzter Traditionsverein liegt. Aber auch die Anzahl der Fouls, die der Club am Montagabend beging. Damit doppelt so viele wie der Gegner. Ob das nun ein Zeichen von fehlender taktischer Cleverness, von schlechter Raumaufteilung, von Müdigkeit oder von schlechten Schiedsrichtern ist, sei der Interpretation jedes Einzelnen überlassen. Sie zeigt aber eines der großen Probleme des FCN in dieser Saison auf. Addiert man alle fünf Pflichtspiele zusammen kommt auf 101 Fouls durch den FCN und nur 63 beim Gegner. Das macht im Schnitt fast acht Fouls mehr pro Spiel, die der FCN begeht, also acht ruhende Bälle mehr, acht Ballverluste mehr.

    Zitat des Spieltags

    „Es gab Phasen in unserem Spiel, mit denen wir überhaupt nicht zufrieden sein können.“ (Thorsten Kirschbaum) Wir haben das Zitat ausgewählt, nicht um zynisch nachzuschieben, dass das diese Phasen wohl ungefähr 75 Minuten ausgemacht haben dürfen, sondern weil es etwas besonderes ist. Es ist eines der wenigen, das den Platzverweis für Guido Burgstaller nicht in den Mittelpunkt stellt. Dafür ein Lob an den Torwart und der Hinweis an den Rest der Zitatelieferanten: Es war auch zu elft schon nicht gut.

    Tweets des Spieltags

    Wo steht der FCN? – Unser Abstand-O-Meter

    Die Grafik ist so zu lesen: Der FCN ist immer der Mittelpunkt, ganz der Weltsicht aller Club-Fans entsprechend. Auf der y-Achse (also rauf und runter) findet sich der Abstand des jeweiligen Vereins auf den FCN in Punkten, auf der x-Achse (also links und rechts) der Abstand auf den FCN in Toren.

    Nächster Spieltag

    Freitag, 16.9., 18:30 Uhr, Ruhrstadion. VfL Bochum. Fünf Punkte, Pokalaus, die Erwartungen in Bochum waren sicher etwas höher, gerade weil man sich doch ordentlich verstärkt hatte. Aber man hat eben auch Spielermaterial verloren. Deutlich mehr Startelfminuten sogar als der FCN. Der steht aber noch schlechter da und das löst bei so manch einem – wie jede Begegnung mit ihm – natürlich wieder Sehnsuchtsfantasien in Richtung Geertjan Verbeek aus. Gewonnen hat der FCN gegen den VfL Bochum übrigens in der Zweiten Liga noch nie. Beste Voraussetzungen also.

  • 25 Gedanken zu „Der Club gegen Sechzig – Die Spieltagszusammenfassung #FCNM60

    • Dass diese Saison keine einfach wird, dürfte dem aufmerksamen Beobachter klar gewesen sein. Zu groß der Verlust an Offensivkraft (Tore, Torvorlagen). Zu eindeutig die Aussagen Bornemanns, dass der Club mittelfristig auf weitere Spielerverkäufe zwingend angewiesen sein wird, ohne für neue Verstärkungen Ablösen zahlen zu können. Eine Ausnahme machte AB für seinen Königstransfer, Unseren Trainer.

      Ausgerechnet dieser scheint allem Anschein nach auf breiter Front zu schwächeln, wirkt nicht, als wäre er der Aufgabe gewachsen. Wie soll AB reagieren? Er bittet um Geduld, ist optimistisch, aus seiner Sicht aus Überzeugung. Evtl. allein schon deswegen, weil sich der Club eine Trainerentlassung finanziell nicht leisten kann. Möglicherweise auch, weil die Wahl des (falschen) Trainers eine unauslöschliche Kerbe auf seiner Vita hinterlassen würde. Also aus Vernunftgründen weiter mit ASch, dem Trainer zumindest bis zur Winterpause Zeit einräumen, den Club ins gesicherte Mittelfeld zu führen.

      Doch was, wenn auch gegen Bochum und die Unkräuter verloren wird? Wenn wir uns im Tabellenkeller etablieren? Und die Gefahr eines Abstiegs langsam real vorstellbar wird? AB räumt ASch weitere Chancen ein, gut. Dennoch sollte er im Hintergrund bereits ausgereifte Pläne für einen Nachfolger parat haben. Wobei es natürlich am besten für alle Beteiligte wäre, wenn er diese Pläne in der Schublade belassen könnte!

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    • Kann mir nicht vorstellen, daß Schwartz zu halten ist, sollten auch die nächsten 2 Spiele verloren gehen. Sonst sind gegen Union Berlin noch 15.000 Zuschauer draußen. Und die Nürnberger klagt wegen Geschäftsschädigung. Es sei denn, die sind in den geheimen Masterplan eingeweiht.

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      • Exilfranke: Kann mir nicht vorstellen, daß Schwartz zu halten ist, sollten auch die nächsten 2 Spiele verloren gehen. Sonst sind gegen Union Berlin noch 15.000 Zuschauer draußen. Und die Nürnberger klagt wegen Geschäftsschädigung. Es sei denn, die sind in den geheimen Masterplan eingeweiht.

        Doch doch da mach dir keine Sorgen. Meeske hat das in seinem Interview in der Mitgliederzeitung doch gesagt auf die Frage, wie offen der 1.FCN gegenüber dem neuen Trikotsponsor war: 🙂
        „Sehr offen. Es war auch wichtig, mit offenen Karten zu spielen. Wir waren ab einem fortgeschrittenen Verhandlungsstadium auch bereit, unter den üblichen Vertraulichkeitserklärungen natürlich, alle Details ausführlich zu erläutern. Gerade wenn man nicht aus einer Situation der Stärke heraus argumentiert und viel über den Zustand des Vereins spekuliert wird, ist das der einzig praktikable Weg.“

        Und 15000 Zuschauer werden es offiziell in dieser Saison nie sein.: Weil die Dauerkarten ja immer gezählt werden.

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    • Eh klar das mit den Dauerkarten, aber so richtig nach >30.000 sah mir das schon am Montag nicht aus.

      Aber danke für die Erinnerung, die Mitgliederzeitung hatte ich ja ganz vergessen. Vermutlich ein „analysierbares“ Vergessen. Muß ich gleich nachholen.

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    • Ich kann mir gut vorstellen, dass A. Bornemann schon heute in einer Woche bezüglich A. Schwartz dermaßen unter Druck stehen wird, dass er keinen Enscheidungsspielraum mehr haben wird. Ich halte es für sehr wahrscheinlich dass wir beide Spiele verlieren werden. Sollte Kaiserlautern auch noch punkten und in der Tabelle an uns vorbeiziehen, ist die Krise perfekt.

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      • Armin:

        Die Krise war doch schon nach dem Dresdenspiel da.

        Die Krise ist seit dem Abstieg vor zwei Jahren schon da.

        Wahrscheinlich sogar noch länger, nur wussten wir da noch nichts von der wahren finanziellen Situation des Vereins.

        DER VEREIN IST KRISE.

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    • Exilfranke, so wirklich in Panik geraten muß niemand, aber bei den Zuschauern und Mitgliedern wäre ich an Bornemanns Stelle vorsichtig. Bisher waren die Machtverhältnisse ziemlich klar auf Seiten des Clubs. Mittlerweile hat sich aber auch in Unterfranken was getan.
      Sollten sich die Kickers etablieren oder vielleicht sogar die eher unwahrscheinliche Sensation wie Darmstadt schaffen, geht das mit Sicherheit auf Kosten des Clubs.
      Mannschaft und Trainer müssen schnellstens die Kurve kriegen und den Club wieder alternativlos werden lassen.

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    • Nach 4 Spielen den Kopf des Trainers zu fordern ist kopflos. 60 war einfach gut in Nürnberg, das war allerding vor einem Jahr schon genau so, damals gab es ein glückliches 2:2, ein wahnsinniger Unterschied? Sicher im Moment läuft es nicht gut, der Umbruch einer mässigen Mannschaft unter Weiler zu einer noch mässigeren Mannschaft hätte jeden Trainer gefordert. Alle bisherigen Ligaspiele hatten gute Momente, aber leider auch schlechte. In Braunschweig lief es für deren Löwen allerdings extrem gut, der Club verlor sehr unglücklich hoch. Gegen 1860 hätte der Club auch 2:1 gewinnen können und diese Löwen sich nicht beschweren dürfen. Ich hatte den Eindruck die 60er waren im Schnitt in H2 platter als Nbg. Mölders Hacke vor dem 1:2 war eine geglückte, leider erfolgreiche, Notlösung. Normalerweise enden solche Hacken im Nirwana, hier war es der Sieg.
      MnM war der Club mit 10 Mann nicht schlechter und hatte in dieser Phase mehr Chancen als München.
      Die „tollen Kürzpässe der 60er wie in der Analyse ständig hervorgehoben“ habe ich so dominierend nicht gesehen, eher sehr häufige lange gute Seitenwechsel auf Links, der schwächeren rechten Clubseite.
      Gebt AS noch etwas Zeit, er hatte wegen dem stängigen (Altmeister-)Druck noch nicht viel davon, er ist auf gutem Weg und die Spieler nicht so schlecht wie hier dargestellt! Es gibt noch einige junge Alternativen, das Braunschweigspiel steckt auch AS noch hinderlich im Kopf.

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    • Cklaus:
      Nach 4 Spielen den Kopf des Trainers zu fordern ist kopflos.

      Es gibt noch einige junge Alternativen, das Braunschweigspiel steckt auch AS noch hinderlich im Kopf.

      Mir hat der Kopf des Trainers schon nach dem zweiten Spiel nicht gepasst.

      Und eine Klatsche mit 6 Gegentoren dient für mich in keinster Weise als Entschuldigung und Alibi für eine weitere Niederlage im nächsten Spiel.

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    • Wer sagt etwas von einer Niederlage im nächsten Spiel? So schreiben nur Pessimisten und (Dauer-)Lästerer.

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    • Cklaus,
      Das sehe ich auch so. Die Mannschaft hat sich noch nicht gefunden. Es ist auch noch keine klare Handschrift des Trainers zu erkennen, aber einige Spieler – Matavc, Salli – sind noch nicht in Topform, zeigen aber schon gute Ansätze. Margreiter fehlt sichtbar in der Abwehr und der junge Mühl muss seine Rolle auch noch finden.
      Ich hoffe, dass sich die Mannschaft aufbäumt und spätestens gegen Fürth einen Sieg erkämpft.
      Kritikwürdig sind die späten Wechsel. Da Burgstaller nun gesperrt ist, was ihm eine nötige Denkpause beschert, bekommt hoffentlich Teuchert eine Chance von Beginn an und kann zeigen, was in ihm steckt.
      Die Rückkehr von Erras kann ich kaum erwarten. Er kann dem Spiel eine Stabilität geben, die sich auch in die Offensive auswirken kann.
      Schwartz stützen und nicht schwarz sehen! Da geht noch was!

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    • Heribert, stimmt, die Mannschaft spielt zum Großteil erst seit einem Jahr miteinander und hat sich deshalb verloren. Das reicht nicht, um sich zu finden. Und dann die vielen Transfers, Halt! Neben Bielefeld hatte der Club doch die wenigsten Spielertransfers im gesamten deutschen Profifußball? Daran kann es also nicht liegen.
      Die Spieler und der Trainer brauchen also noch mindestens 10 bis 34 weitere Spiele Zeit um sich zu finden. Oder mehr. Fragt sich dann nur, in welcher Liga die sich dann wiederfinden.

      Oder vielleicht haben die sich beim Lauftraining im Reichswald um den Valznerweiher nur verlaufen?

      Na, bei immer weniger Stadionzuschauern finden die sich dann bald leichter.

      Ich finde das jedenfall ein komisches Argument.

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    • Cklaus:
      Wer sagt etwas von einer Niederlage im nächsten Spiel?

      Der Spielberichtsbogen und das Ergebnis auf der Anzeigetafel.
      Die Niederlage in Braunschweig rechtfertigt in keinster Weise die Niederlage gegen 1860 im darauffolgenden Spiel.

      Wenn so etwas dem Trainer vor einem Heimspiel noch „hinderlich im Kopf“ steckt, dann soll er den Job im Profifußball sein lassen.

      Im Übrigen geben mir die aktuelle Spielweise und der konditionelle Zustand der Mannschaft, die sinnfreien Einwechslungen kurz vor Schluss und nicht zuletzt der direkte Abstiegsplatz reichlich Anlass für Pessimismus.

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    • Warum nur finden sich alle anderen Mannschaften (-FCK) rechtzeitig zum Saisonauftakt?
      Dafür ist doch die Vorbereitung da?

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      • Woschdsubbn: Heribert, stimmt, die Mannschaft spielt zum Großteil erst seit einem Jahr miteinander

        Na ja, am Montag standen dann letztlich mit Mühl, Salli, Alushi und Matavz schon vier Neue auf dem Platz. Sind dann doch 40% der Feldspieler. Entschuldigt mMn aber nicht die Leistung, da haben wir ja am Montag schon drüber geredet.

        Woschdsubbn: Warum nur finden sich alle anderen Mannschaften (-FCK) rechtzeitig zum Saisonauftakt?

        Karlsruhe und Bielefeld darf man da schon auch noch dazu zählen. Wobei schon auffällig ist, dass sich die Teams mit Trainerwechsel (durchschnittlicher Tabellenplatz 12,87) deutlich schwerer tun als die Teams ohne (durchschnittlicher Tabellenplatz 6,8).

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    • Florian Zenger | Clubfans United,
      Sorry Herr Oberstudienrat, aber die „Statistik“ sagt gar nichts aus.
      bei Betrachtung der Links- oder Rechtsträger siehts genau andersrum aus.

      Was ich mich frage: Korreliert die Führhand mit der Tragseite (damit man ihn z.B.in der Halbzeitpause schneller rausholen kann)?

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    • Alex, bei derartiger Häufung in den vorderen und hinteren Plätzen bin ich tatsächlich skeptisch, dass das n rein mit „Zufall“ zu erklären ist. (Die Durchschnittsplätze sind wahrscheinlich wirklich nicht sonderlich relevant)

      Zumindest bei denen die unten drin stehen, spielt mMn der Trainerwechsel eine gewisse Rolle. Es laufen auch an allen vier Standorten recht gleichartige Diskussionen ab Bielelfeld weiß ich nicht sicher, aber an den anderen drei Standorten ist auch der neue Trainer schon unter Beschuss (auch weil KSC und FCK auch noch im Pokal raus sind).

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    • Ich tendiere ja durchaus dazu, Geduld einzufordern. Hab ich jahrelang bei Bader gemacht (und mich geirrt) und bei den Trainern seit Verbeek. Leider konnte ich bis auf Weiler bei keinem Trainer erleben, ob meine Bitte um Geduld tatsächlich die erwarteten Früchte tragen wird. Weil sie immer entlassen wurden, wenn es mal über einen längeren Zeitraum nicht lief.
      Ich bin mir sicher, auch unter Weiler wäre der Saisonstart mehr als holprig verlaufen. Aber ich bin mir auch sicher, daß ich bei ihm länger Geduld eingefordert hätte als ich es jetzt bei Schwartz tue. Einfach weil Weiler schon mal bewiesen hat, daß er eine Mannschaft nach 10 eher schlechten Spielen auf Kurs bringen kann. Wenn schon nicht bzgl. spielerischer Qualität so doch bzgl. Kampfgeist, Fitness, Mannschaftlciher Zusammenhalt. Alles wie amn in der letzten Saison sehen konnte, Eigenschaften, die eben auch zu einer guten Serie verhelfen können.

      Im Gegensatz zu Weiler vermitteln mir aber Bornemann und Schwartz derzeit viel zu wenig, daß sie sich sicher sind, das Ziel bessere Leistungen mit der Mannschaft rechtzeitig genug in der Saison erreichen zu können, um keine Abstiegsangst haben zu müssen.
      Insbesondere Schwartz vermittelt auch durch seine Aussagen eher, daß er sich treiben läßt, daß er von seinen Ideen nicht wirklich überzeugt ist und daß er bislang zu sehr auf die Eigenmotivation der Spieler setzt.
      Und das macht mir Sorge. Und ich hoffe, daß das auch den Verantwortlichen im Verein Sorge macht und daß sie die Lage ernsthaft analysieren.
      Was ich nicht brauche, ist das Szenario wie unter Ismael. Erst wird von dem Aufsichtsratsvorsitzenden nach Krisengespräch großmundig dem Trainer das Vertrauen ausgesprochen und ein paar Spieltage später ist er doch weg.
      Auch brauche ich nicht Aussagen wie der Trainer sei alternativlos, weil wir uns einen anderen gar nicht leisten können. Einen Abstieg, weil zu lange an dem falschen Trainer festgehalten wird, können wir uns noch weniger leisten.

      Wie Bader gestehe ich auch Bornemann zu, daß er Fehler machen kann, daß er sich irren kann. Ich hoffe aber, daß Bornemann zu genügend Selbstkritik fähig ist, um seine Entscheidungen rechtzeitig zu hinterfragen und so er erkennen kann, daß er sich geirrt hat, diese zu korrigieren und die Konsequenzen eben mitzutragen.

      Sollte es heißen, eine Trainerentlassung kostet uns viel Geld und 3 Punkte, so ist das in der momentanen Situation sicher alles andere als erfreulich. Aber auch hier wird man – so man eine Traineralternative hat, die mehr überzeugt – letztlich vielleicht trotzdem mehr Punkte am Saisonende haben als wenn man zu lange am Trainer festgehalten hat.

      Und wenn Bornemann und unser Aufsichtsrat sich unsicher sind, sollen sie halt Experten hinzuziehen. Ich erinnere nur an Meyers in der vergangenen Saison sehr zutreffende Aussage bzgl. eines schlecht zusammengestellten Kaders.

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    • Beate60,

      genau das ist auch mein Problem. Schwartz vermittelt einfach durch seine Aussagen und durch seine (Nicht-)wechsel den Eindruck von Überforderung und fehlenden cojones. Und da ich Training und Mannschaftsbesprechungen nicht besuchen kann fürchte ich, vielleicht völlig zu unrecht, daß das auch bei der Arbeit mit den Spielern so ist. Wirklich ein bißchen wie Ismael, der wohl auch abseits des großen Interesses viel bessere Arbeit leisten kann. Gerland ist auch so ein Beispiel, der fühlte sich ja auch eine Reihe weiter hinten im Glied wohler (obwohl er mehr cojones hatte).

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    • Jetzt habe ich auch die Mitgliederzeitung wieder gefunden, er sagt doch selbst, daß er in seiner Spielerkarriere Talent durch Fleiß ersetzen mußte, also das Konzept, mit dem die Mannschaft unter Weiler letztes Jahr Rang 3 erreicht hat. Das müßte doch, verdammt noch mal, auch irgendwie wieder klappen.

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    • Oder ist es vielleicht so, daß Schwartz insgeheim zu viel erwartet hat? Daß er gedacht hat, er kommt zu einem Fastaufsteiger, macht einen Karrieresprung, und stellt jetzt konsterniert fest, daß er sportliche Verhältnisse wie in Sandhausen und bei den Stuttgarter Kickers vorfindet? Und deshalb einen so passiven Eindruck macht, weil ihm dämmert, daß er vom Regen in die Traufe kam???

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