Analyse: Jeder mit eigenen Problemen

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: FC St. Pauli vs. 1. FC Nürnberg 1:1 (1:1) Der Club bleibt im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und holt am Millerntor ein Remis, offenbarte da spielerisches Potential und defensive Schwächen.

Die Analyse:

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Startformation

Der Club begann im Vergleich zum Spiel gegen Hannover mit zwei Änderungen: Für Bulthuis, der gegen die Niedersachsen verletzt ausgewechselt werden musste, begann Mühl, der ihn schon im Pokal vertreten hatte. Für den verletzten Behrens begann Leibold. Dieser sollte seine Rolle neben Petrak etwas offensiver als Behrens auslegen, das Spiel mit Dynamik vorantreiben. Zunächst waren aber nur die Gastgeber dynamisch, setzten den Club sofort mit direktem Spiel in Spitze unter Druck. Der FCN kam mit dem Tempo der Hausherren gar nicht zurecht. Allen voran Ryo Miyaichi stellte mit seiner Kombination aus Technik und Geschwindigkeit die Clubabwehr vor schwere Aufgaben. Es war daher für die Defensive des FCN ein Segen, dass der Japaner nur 30 Minuten auf dem Platz stand. Als die Arsenal-Leihgabe vom Feld musste, stand es allerdings schon 1:1.

St. Pauli war früh in Führung gegangen, hatte nach einem langen Abschlag von Himmelmann Zuordnungsprobleme in der Clubabwehr ausgenutzt und durch Buchtmann am Ende einer langen Fehlerkette von Mühl, Hovland und Sepsi (in aufsteigender Reihenfolge der Fehlereklatanz) das 1:0 markiert. Gerade in dieser frühen Phase des Spiels wirkte der FCN nicht nur beim Gegentor unsortiert. Erst mit laufender Spieldauer gewöhnte sich der Club an das Aufbauspiel der Gastgeber und gewann an Solidität. Nicht am Anfang dieses Zeitraums, in dem sich der FCN fing, sondern bereits zu Beginn, schoss der Club sein Tor. Wieder einmal war es ein Standard. Diesmal verlängerte Matavz eine Kempeecke an den langen Pfosten, da war Burgstaller schneller als Hedenstad und traf zum Ausgleich. Es war der neunte Saisontreffer des Österreichers, St. Pauli hat insgesamt deren acht auf dem Konto stehen.

Der Club übernahm nach dem Treffer die Spielkontrolle, hätte nach Hedenstads Handspiel im Strafraum einen Handelfmeter bekommen müssen und hatte durch Matavz, Leibold und Kempe weitere Halbchancen, konnte aber insgesamt die Dominanz in dieser Phase nicht in Zählbares umwandeln. Dabei war festzustellen, dass vor allem das Umschalten nach Ballgewinn wesentlich konzentrierter und flüssiger von Statten ging als noch vor einigen Wochen. In dieser Hinsicht stellte auch die Hereinnahme von Tim Leibold einen gewinn dar, der 22-Jährige leitete einige Angriffe mit Dynamik ein. Es fehlte allerdings meist noch am letzten Pass, um die nötige Gefahr aufs Tor zui bringen. St. Pauli war in dieser Phase besonders anfällig gewesen. Trauert man als Cluberer den Punkten nach, hier hat man sie liegen gelassen.

Möglicherweise könnte man in diese Überlegung noch fünf bis zehn Minuten nach der Pause einbeziehen, in denen der Club nach einem Missverständnis von Himmelmann und Avevor noch eine weitere Halbchance durch Kempe hatte. Danach aber verflachte das Angriffsstreben des FCN merklich. Matavz musste verletzungsbedingt aus dem Spiel, für ihn kam mit Jakub Sylvestr ein spürbar anderer Stürmertyp. Der Slowake tat sich gegen die wuchtigen Sobiech und Avevor schwer ins Spiel zu finden. Zusätzlich hatten Burgstaller und Kempe nun die Seiten getauscht, so dass der schwache Hedenstad nun mit Kempe einen wesentlich weniger agilen Gegenspieler hatte, Lienen reagierte darauf zusätzlich, indem er den ausgelaugten Linksverteidiger Koglin durch den frischen Buballa ersetzte. Burgstallers Dynamik war damit auch deutlich eingedämmt.

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Formation nach der 55. Minute

Mit den schwächer werdenden Angriffsbemühungen des FCN kam St. Pauli offensiv besser zur Geltung. Gerade die Zentrale des Clubs war lange nicht so stabil wie noch vor Wochenfrist; ein deutliches Zeichen, dass der Club Bulthuis und Behrens schmerzlich vermisste. So kamen die Gastgeber durch Sahins Fernschuss und Sobiechs Kopfball nach der anschließenden Ecke zu guten Gelegenheiten, doch Thorsten Kirschbaum parierte beide Chancen tadellos. Bei der größten Chance des FC St. Pauli wäre auch er wahrscheinlich machtlos gewesen, doch als Sahin nach langem Ball von Torwart Himmelmann allein vor Kirschbaum auftauchte, versagten dem Angreifer die Nerven. Statt eines Torschusses oder eines Lupfers kam ein harmloser Kullerball in die Arme des Clubkeepers heraus. Trauert man als Paulianer den Punkten nach, hier hat man sie liegen gelassen.

Fraglich ist, ob – wie zum Teil gefordert – andere oder frühere Wechsel das Spiel merklich verändert hätten. Dem Club fehlte es in der Phase zwischen der 60. und 80. Minute mehr an einem Spielberuhiger und Ballverteiler als an Tempo im Angriff. Salli, Gislason oder Teuchert wären wahrscheinlich ebenso „in der Luft gehangen“ wie Burgstaller, Sylvestr und Kempe. Einzig auf Willi Evseev hätte die Beschreibung mehr oder minder gepasst, doch der Deutsch-Kasache scheint in den Überlegungen von Alois Schwartz gar keine Rolle zu spielen. Der späte Wechsel von Leibold auf Kammerbauer dagegen schien allein dem Zeitmanagement geschuldet.

Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel zweier Mannschaften, die sich bemühten, aber beide mit ihren Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Die Gastgeber mit dem Torabschluss, die Gäste mit der defensiven Dynamik. Gleichzeitig zeigte der Club trotz frühen Rückstands keinen Rückfall in die Phase mit unzähligen Gegentoren, was sicher auch einem sicher gewordenen Thorsten Kirschbaum geschuldet ist. Am Freitag in Aue dürfte den Club ein ähnliches Spiel erwarten.

Die Zahlen:

St. Pauli Nürnberg
1
Tore
1
20
Torschüsse
23
8
Schüsse aufs Tor
3
6
Ecken
4
44,64
Ballbesitz (%)
55,36
58,5
Passquote gesamt (%)
71,5
71,0
Passquote eig. Hälfte (%)
88,5
50,0
Passquote geg. Hälfte (%)
59,6
51,9
Gewonnene Zweikämpfe (%)
48,1
9
Fouls
15
110,11
Laufdistanz (km)
106,24
2
Abseits
0

Trainerstatement:

„Wenn man die 90 Minuten zusammen nimmt, waren das am Ende vielleicht zwei Punkte zu wenig. Wir sind schlecht in die Partie gekommen, haben uns das 0:1 fast selbst reingeschoben. Da darf man sich nicht so verhalten. Nach dem Gegentor haben wir uns gefangen und anschließend richtig guten Fußball gezeigt. Über den nicht gegebenen Elfmeter habe ich mich aufgeregt. Das war eine entscheidende Situation. Dann wäre das Spiel womöglich zu unseren Gunsten ausgegangen. Letztendlich haben wir aber das fünfte Spiel in Folge nicht verloren und sind weiter auf einem guten Weg.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Rettete gegen Sahin und Sobiech gut. Beim Gegentor von den Vorderleuten allein gelassen.
Miso Brecko 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Machte von allen Defensivspielern noch den sichersten Eindruck (und war als einziger nicht am Führungstreffer der Paulianer beteiligt), mit zaghaften Versuchen nach vorne.
Even Hovland 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Sehr passiv vor dem 0:1, insgesamt etwas zu pomadig, musste allerdings viel für den Spielaufbau tun, was ihm leidlich gut gelang.
Laszlo Sepsi 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Steter Unsicherheitsfaktor, spielte den \"Pass\" auf Buchtmann vor dem 0:1. Auch sonst oft indisponiert und mit schlechtem Stellungsspiel.
Tim Leibold 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Große Dynamik im Vorwärtsspiel, extrem passsicher (86%). Manchmal etwas zu wenig Stabilität nach hinten.
Patrick Kammerbauer Ohne Bewertung
Kam in der Nachspielzeit, um an der Uhr zu drehen.
Lukas Mühl 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Ebenso passiv vor dem 0:1, steigerte sich dann im Laufe des Spiels auf einige gute Aktionen, die Hamburger Angriffe unterbanden.
Ondrej Petrak 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Solide Leistung, allerdings fehlte ihm die defensive Unterstützung von Behrens, um voll aufzublühen. Trotzdem bester Nürnberger Zweikämpfer.
Kevin Möhwald 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Die Ballbeherrschung vor der Ecke, die zum 1:1 führte war sehenswert, sonst blasser als in den Vorwochen.
Tobias Kempe 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Läuft fast immer unter \"war halt auch dabei\". Fiel weder negativ noch positiv auf.
Guido Burgstaller 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Neuntes Tor im zehnten Spiel, auch sonst aktiv und gefährlich. Hätte eigentlich auch einen Elfmeter rausgeholt. Manchmal etwas zu verspielt.
Tim Matavz 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Hing arg in der Luft und kam wenig zum Zuge. Legte immerhin das 1:1 auf und hatte eine positive Zweikampfbilanz.
Jakub Sylvestr 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Kam nach 55 Minuten für Matavz. Wirkte wie ein Ford Fiesta in einem Monstertruckrennen. Kam gar nicht ins Spiel.

35 Gedanken zu „Analyse: Jeder mit eigenen Problemen

  • Die Note von Brecko kann ich leider nicht nachvollziehen. Zu weit vom Gegner entfernt, ständige Unsicherheiten, ich erinnere nur an den weiten Abschlag von Pauli, den der Gegner Gsd nur als Rückpass nutzte. Mühl und Hovland waren aufgerückt, Brecko sollte absichern. Die AV Positionen sind beide unsere Schwachpunkte.

    Petras bester Mann. Kempe wirklich nur Mitläufer, bin mal gespannt wann seine eigene Aussage „meine Qualität wird sich über kurz oder lang durchsetzen“ auch mal ansatzweise zeigt.

    Kammerbauer neben Petrak und das DM läuft!

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  • Auch ich habe Brecko schwächer gesehen. Gegen seinen japanischen Gegenspieler hat er bis zu dessen Auswechslung kein Land gesehen. Er war gestern wie die anderen 3 Verteidiger ganz schwach, wobei Sepsi fast schon traditionell der schwächste ist. Es ist einfach nur unverständlich, warum ihn Schwartz Woche für Woche weiter Tore Verschulden lässt, ohne etwas Anderes zu probieren. Kempe fand ich v.a. in der 1.HZ besser als die Benotung hier. Er war sehr ballsicher und mit seinen Flanken hat er die ebenfalls schwache Pauli-Deckung immer wieder unter Druck gesetzt. Auch Burgstaller fand ich besser. M.E. unser bester Mann. Warum Matavz besser als mancher Kollege wegkommt, verstehe ich nicht. Er beteiligt sich wenig am Spiel. Und wenn dann noch so wenig wie gestern nach vorne kommt, ist er auch keiner, der sich mal einen Ball erkämpft. Selbst ohne Verletzung hätte ihn Schwartz austauschen müssen.

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  • André, Matavz führt extrem viele Zweikämpfe und gewinnt für einen Stürmer unglaublich viele (auch gestern wieder mehr als 50%), sich nicht am Spiel beteiligen, sieht für mich anders aus. Man wird’s die nächsten 4-6 Wochen, die er ausfällt, leider merken, wie wichtig er für das Spiel ist.

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  • Florian Zenger | Clubfans United,
    Ich habe auch nicht gesagt, dass er sich „nicht“ beteiligt. Er ist aber halt ein anderer Typ als Burgstaller, der sich Bälle holt. Und das passt so auch in die Mischung. Bei einem Spiel wie gestern, geht dann aber auch nichts. Er wird bei Heimspielen und als Torschütze fehlen. Da gebe ich Dir recht. Zumal Schwartz offensichtlich nicht auf Teuchert steht.

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    • André: Florian Zenger | Clubfans United, Ich habe auch nicht gesagt, dass er sich „nicht“ beteiligt.Er ist aber halt ein anderer Typ als Burgstaller, der sich Bälle holt. Und das passt so auch in die Mischung. Bei einem Spiel wie gestern, geht dann aber auch nichts. Er wird bei Heimspielen und als Torschütze fehlen. Da gebe ich Dir recht. Zumal Schwartz offensichtlich nicht auf Teuchert steht.

      Bin Florians Meinung. Denn vor dem Einseins hat er sich dann doch etwas beteiligt, mit seiner Kopfballverlängerung zu Burgstaller sogar entscheidend. Bei Ecken und Freistößen ist er auch potentiell und damit jederzeit gefährlich. Auch hohe Bälle in die Spitze machen ohne ihn kaum Sinn, kamen nach seinem Ausscheiden postwendend wieder in unsere eigene Spielhälfte zurück. Und ohne die geht’s bei uns nicht, weil wir spielerisch über doch begrenztes Potential verfügen.

      Die sogenannten „zweiten Bälle“, die in Tornähe oder zumindest tiefer in der gegnerischen Hälfte nach höhen Pässen entstehen, fanden ohne ihn nicht mehr statt.Hätte ihn zu diesem Zeitpunkt auch ohne die Verletzung keinesfalls ausgewechselt. Warum Schwartz nach Matevs Auswechslung aber Sylvestr und nicht Teuchert bringt, das erschliesst sich für mich nicht.

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  • André, Teuchert ist mit seinen 1,82m nicht der Typ Stürmer, der da vorne reinsoll, so wie Schwartz spielen lässt. Die Körperlichkeit und Zweikampfpräsenz hat keiner sonst im Kader (und auch in der U21 keiner). Daher wird nicht nur die Torgefahr, sondern eben auch das taktische Element fehlen, das Matavz ermöglicht.

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    • Florian Zenger | Clubfans United:
      André, Teuchert ist mit seinen 1,82m nicht der Typ Stürmer, der da vorne reinsoll, so wie Schwartz spielen lässt. Die Körperlichkeit und Zweikampfpräsenz hat keiner sonst im Kader (und auch in der U21 keiner). Daher wird nicht nur die Torgefahr, sondern eben auch das taktische Element fehlen, das Matavz ermöglicht.

      Teuchert spielt genau diese Position in der Spitze, allerdings interpretiert er sie anders, mit Gewandheit, Schnelligkeit, hohem Zug zum Tor und Abschlusstärke. Er zieht aus jeder Lage ab. Nicht umsonst wird im auch im Nationaltrikot zugesprochen die deutsche „Stoß“Stürmersituation künftig zu lösen. Am liebsten würde ich ihn zusammen mit Matavz sehen, vor allem gegen Mannschaften wie Pauli die wenn sie in der Abwehr unter Druck geraten „Klappern“. Ein Luxus für jeden Trainer solche Spieler zu haben. AS mach was daraus. Dann noch Burgi richtig eingebaut und Möhwald mit seinen Standards.

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  • Florian Zenger | Clubfans United, die Vorrunde ist mit einem Syndesmosebandanriss gelaufen. 🙁 Jetzt muß Schwartz zeigen was er kann. Vielleicht ist es jetzt einfach Zeit für Teuchert, es wäre zu hoffen. Leider hat sich Sylvestre gestern auch (noch) nicht angeboten, aber ihn jetzt unbedingt einzubauen ist nun mal die Arbeit von Alois. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja mit einem Kirschbaum 2.0 😉

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  • Burgstaller kommt mir etwas zu schlecht weg, aber sonst kann ich die Noten unterschreiben.

    Na, wenn Matavz ausfällt (durchweg einer unserer besten Spieler) kann unser Trainer doch endlich so richtig zeigen, was er drauf hat, mit dem Team sonst so systematisch einübt und ob er letztendlich seine Transferkosten auch nur annähernd wert ist.

    Nach wie vor stehen wir in der Tabelle doch etwas weit unter unseren Möglichkeiten von einer Platzierung um den Rang 5 herum.

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    • Woschdsubbn: Na, wenn Matavz ausfällt (durchweg einer unserer besten Spieler) kann unser Trainer doch endlich so richtig zeigen, was er drauf hat, mit dem Team sonst so systematisch einübt und ob er letztendlich seine Transferkosten auch nur annähernd wert ist.

      Sicher spannend – mein Freund wird er aber auch im Erfolgsfall kaum. Ich will nen Trainer für den ich mich nicht schämen muss. Und das habe ich, als er gestern in Sport1 über den nicht gegebenen Elfer geschimpft hat.

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    • Woschdsubbn:

      Na, wenn Matavz ausfällt (durchweg einer unserer besten Spieler) kann unser Trainer doch endlich so richtig zeigen, was er drauf hat…

      Und was ist mit dem Spieler/den Spielern, die Matavz ersetzen? Müssen die nicht erst recht zeigen, was sie draufhaben?

      Der hier zitierte Satz ist das Produkt einer gedanklichen Fehlzündung.

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  • Uhh der Ausfall von Matavz ist bitter. Die vor seinem Transfer vollführte Systemumstellung auf 4-1-4-1 inkl. Integration Sylvestrs hat leider nicht besonders gut gefruchtet. Aber ein wenig mehr als nur auf zweite Bälle gehen traue ich der Mannschaft doch zu. Wenn ichs recht im Kopf habe war das doch eine Anforderung an die post Weiler Ära: Weiterhin erfolgreich spielen, aber auch eine spielerische Entwicklung erkennen lassen.
    Wenn mit Dave und Hanno das Zentrum wieder steht, wird das mit der spielerischen Komponente schon klappen. Viel Zeit bis Aue ist aber nicht, bin sehr gespannt wie das am Freitag aussieht.

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  • Soeren,

    da zeigt er endlich mal Herzblut und steigt auf über 70dB und dann ist es auch wieder nicht recht 😉

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  • Was Anderes:
    Gestern Nacht, nach dem Spiel rannte mehrmals eine Horde von ca. 15 Leuten in knackig schwarz und Fred Perry durchs Viertel, offensichtlich in Verfolgerpose.
    Keine weitere Kennzeichnung.

    Vor dem Spiel sah ich, ebenfalls dort, einen Trupp der Ultras Göteborg, eher so 70er-Jahre Rockeroutfit.

    Ist etwas bekannt geworden von Auseinandersetzungen? Ich sehe hier nichts. Auf St.Pauli machen im Umfeld von Spielen normalerweise nur die Rechten Randale und ich befürchte sehr, dass der genannte Trupp eng mit Nürnberg in Zusammenhang steht.

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  • Florian Zenger | Clubfans United,
    Ja, ich verstehe schon grundsätzlich Deinen Punkt. Gestern aber war „Größe“ gegen Sobiech doch sowieso kein Faktor. Und wenn es schon kaum ein Ball in die Spitze schafft, benötige ich eben „1,82m-Stürmertypen“, die sich Bälle holen bzw. festmachen und am 16er Freistöße rausholen. Da muss man ja kein großer TaktikfZeche sein.

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  • belschanov | Clubfans-United: Und was ist mit dem Spieler/den Spielern, die Matavz ersetzen? Müssen die nicht erst recht zeigen, was sie draufhaben?

    Der hier zitierte Satz ist das Produkt einer gedanklichen Fehlzündung.

    Siehst Du, daß ein Doktor der Germanistik nur halbe Sätze lesen kann, überrascht mich auch.

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    • Woschdsubbn:

      Siehst Du, daß ein Doktor der Germanistik nur halbe Sätze lesen kann, überrascht mich auch.

      Wieso etwas zitieren, was a) über die einleitende Feststellung, dass der Trainer jetzt zeigen kann, „was er drauf hat“, nicht hinausgeht, und b) – ich beziehe mich auf den asyndetisch angereihten elliptischen Teilsatz „mit dem Team sonst so systematisch einübt“ – recht unbeholfen und unbestimmt („sonst so“) formuliert ist?

      Auch der – nunmehr durchaus stilsicher – syndetisch angereihte dritte Teilsatz der Nebensatzreihe „und ob er letztendlich seine Transferkosten auch nur annähernd wert ist“, ist letztlich nur eine redundante Wiederholung der einleitenden Feststellung, dass der Trainer jetzt zeigen kann, „was er drauf hat“.

      Wieso also den gesamten Sermon zitieren, wenn sich die – ohnehin scheuklappenhafte – Argumentation im Stile einer ausgeleierten Schallplatte im Kreise dreht?

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  • Chlodwig,
    Ich weiss nicht welche Publikation Mopo oder Bild seriöser ist- jedenfalls wird in beiden Sven Laux zitiert und er sagt einmal es waren rassistische Beleidigungen und einmal das es keine rassistischen beleidigungen waren.

    Beleidigen ist blöd, aber wenn ganze Artikel wegen EINEM Fan geschrieben werden, grenzt das an Hysterie

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    • Christian-berlin: Chlodwig, Ich weiss nicht welche Publikation Mopo oder Bild seriöser ist- jedenfalls wird in beiden Sven Laux zitiert und er sagt einmal es waren rassistische Beleidigungen und einmal das es keine rassistischen beleidigungen waren.

      Beleidigen ist blöd, aber wenn ganze Artikel wegen EINEM Fan geschrieben werden, grenzt das an Hysterie

      ich saß auf der Haupttribüne mit gutem Blick auf unseren Gästeblock, von dem Vorfall und auch sonst von „Problemen“ hab ich nichts mitbekommen. Der Fanbetreuer und die Ordner haben paarmal diskutiert, aber eher unaufgeregt.
      Insgesamt fand den Support – bis auf eine Sache – auch gut, warum muss man bei einem Verein, der die gegnerische Hymne spielt, mit „Schei* St. Pauli“ besingen … gibt es da eine mir verborgene Historie?

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      • BeaKaRa: ich saß auf der Haupttribüne mit gutem Blick auf unseren Gästeblock, von dem Vorfall und auch sonst von „Problemen“ hab ich nichts mitbekommen. Der Fanbetreuer und die Ordner haben paarmal diskutiert, aber eher unaufgeregt.
        Insgesamt fand den Support – bis auf eine Sache – auch gut, warum muss man bei einem Verein, der die gegnerische Hymne spielt,mit „Schei* St. Pauli“ besingen … gibt es da eine mir verborgene Historie?

        Schnappreflex einiger unserer Fans auswärts. Der Gegner könnte auch vor Anpfiff im Mittelkreis live Krebs bei unseren Fans heilen, es würde sich nicht ändern.

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      • BeaKaRa: Insgesamt fand den Support – bis auf eine Sache – auch gut, warum muss man bei einem Verein, der die gegnerische Hymne spielt,mit „Schei* St. Pauli“ besingen … gibt es da eine mir verborgene Historie?

        Finde ich auch bescheuert. Ist so eine grundsätzliche Antihaltung und feiert nur die eigene Wichtigkeit. Machen aber nicht nur die UN etc. so, sondern ist leider auch bei anderen Ultras sehr verbreitet. Auf St.Pauli mit eben diesem von Dir erwähnten Abspielen der Gästehymne ist es gleich mehrfach fehl am Platz.
        Man muss dazu noch erwähnen dass traditionell die Gästehymne auch nicht ausgepfiffen wird. Man stelle sich das wunderbare „Herz von St.Pauli“ in unserem Achteck vor…

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  • Carsten67, er spielt die Position, aber nicht wie Schwartz Matavz spielen lässt, also viel mit Rücken zum Tor, viel mit hohen Bällen. Dafür wäre Teuchert mMn völlig ungeeignet. Dass Teuchert an sich ne Alternative ist, ist was anderes, es bedürfte aber einer Umstellung in der Spielanlage. Spielt man mit Teuchert wie mit Matavz macht das keinen Sinn.

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  • zabomors,
    sich selbst zu besingen und bei bestimmten Vereinen Schmähgesänge v.a. wenn sie noch kreativ sind ist ja ok, aber diese Unkreative …

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  • Ich hoffe, daß die Defensive bald wieder mit Bulthuis verstärkt wird. Und daß insofern der Ausfall von Matavz aufgefangen wird und die damit wohl notwendige Spielumstellung sich nicht wieder negativ auswirkt auf die Defensivleistung der Mannschaft. Ich fürchte allerdings, daß wir erleben werden, daß durch die mangelnde Defensivleistung einiger Offensivspieler die Zahl der Gegentore wieder deutlich steigen wird.
    Gute Besserung an Matavz. Ich hoffe, er kommt schneller zurück als derzeit zu erwarten.

    Und ich hoffe sehr, daß hier berücksichtigt wird, daß mittlerweile die Zahl der Verletzten und vor allem deren Qualität eine Fortsetzung der Unbesiegtserie ziemlich unwahrscheinlich werden läßt. Gut, daß wir ein wenig ein Punktepolster ansammeln konnten. Vielleicht hilft uns das, nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen.

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  • Was mich leider aktuell sehr nervt…manche Schreiber schaffen es in jedem ihrer Kommentare gegen Schwartz zu ätzen. Egal um was es geht – anscheinend ist immer der Trainer schuld.

    Klar, das mit Sylvestr hat nicht geklappt – im Training hat er sich aber anscheinend angeboten und sich einen Einsatz „verdient“. Sowas ist auch ein Fingerzeig an andere Spieler. Haut euch im Training rein und ihr bekommt eine Chance. Ob der Spieler die Chance dann nutzt ist etwas anderes.
    Ich hätte auch lieber Teuchert gesehen, glaube aber absolut nicht, dass man ihn öfter gesehen hätte als Sylvestr. Dazu kamen einfach keine verwertbaren Bälle in die Spitze.

    Und wie kann er nur. Wie kann er nur einen Spieler, der letzte Saison dafür gefeiert wurde wie souverän und abgeklärt er in der Zentrale spielt (obwohl das ja gar nicht seine Position ist) vorziehen, statt dem Talent – wenn man eh schon mit der defensiven Stabilität zu kämpfen hat.
    Auch hier meine Meinung. Ein Kammerbauer hätte es vermutlich nicht besser gemacht. Er ist eher ein Spieler, der das Spiel nach vorne aufbaut und nicht die Defensive ordnet.

    Ich möchte AS sicher nicht in Schutz nehmen oder so. Aber die (meisten) Entscheidungen die sind nachvollziehbar und gar nicht so extrem aus der Luft gegriffen.
    Mich nervt es nur in jedem Kommentar zu lesen, dass alles gut wäre, wenn nur dieser Trainer nicht wäre.

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    • Almo: Sowas ist auch ein Fingerzeig an andere Spieler. Haut euch im Training rein und ihr bekommt eine Chance.

      Das ist für Profis doch selbstverständlich oder etwa nicht?

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    • Almo: Was mich leider aktuell sehr nervt…manche Schreiber schaffen es in jedem ihrer Kommentare gegen Schwartz zu ätzen. Egal um was es geht – anscheinend ist immer der Trainer schuld.

      das unterschreibe ich!

      Almo: Klar, das mit Sylvestr hat nicht geklappt – im Training hat er sich aber anscheinend angeboten und sich einen Einsatz „verdient“. Sowas ist auch ein Fingerzeig an andere Spieler. Haut euch im Training rein und ihr bekommt eine Chance. Ob der Spieler die Chance dann nutzt ist etwas anderes.
      Ich hätte auch lieber Teuchert gesehen, glaube aber absolut nicht, dass man ihn öfter gesehen hätte als Sylvestr. Dazu kamen einfach keine verwertbaren Bälle in die Spitze.

      ich bin mir hier nicht sicher, ob das auch eine Vorsichtsmaßnahme war. Immerhin war CT zuletzt angeschlagen. Vielleicht war er doch noch nicht 100% fit…

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      • ich bin mir hier nicht sicher, ob das auch eine Vorsichtsmaßnahme war. Immerhin war CT zuletzt angeschlagen. Vielleicht war er doch noch nicht 100% fit…

        das kann evtl auch sein. Man steckt eben nicht genau drin. Und wie gesagt. Er hat den Einsatz im Training von Sylvestr ausdrücklich gelobt. Sowas kann halt auch wirklich ein Fingerzeig sein, dass man Spieler nicht abgeschrieben hat.

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        • Almo: das kann evtl auch sein. Man steckt eben nicht genau drin. Und wie gesagt. Er hat den Einsatz im Training von Sylvestr ausdrücklich gelobt. Sowas kann halt auch wirklich ein Fingerzeig sein, dass man Spieler nicht abgeschrieben hat.

          Ich denke auch das war eine Gruppe aus Faktoren dass Sylvestre überhaupt nicht ins Spiel kam. Pauli brauchte eigentlich diese 3 Punkte damit hat Schwartz vermutlich gerechnet, dass sie in der 2. Halbzeit mehr aufrücken, tatsächlich sind sie aber weiter ziemlich tief hinter dem Ball gestanden mit recht wenig Angriffsbemühungen eher Konter.
          Dazu kommt in der 2. Halbzeit hat unsere Mannschaft kaum den Ball nach vorne schnell gemacht,da waren kaum Pässe in die Tiefe, zumal dito St. Pauli für eine Heimmannschaft weiterhin tief stand.
          Das Zusammenspiel mit Burgstaller, aus welchen Gründen auch immer ist nicht vorhanden mit Slyvestre, in der 2. Hälfte hatte Burgi auch mehr Probleme mit sich selber nach der Rouchade auf rechts, vielleicht hat ihm das auch nicht so gepaßt unser Österreicher ist da ja weng eigen. So hing Sylvestre völlig in der Luft, er kann sich ja nicht selber anspielen und natürlich konnte er sich so auch nicht für weitere Einsätze empfehlen.

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  • chlodwig, ich erinnere da z.B. an einen Mario Götze bei den Bayern. Der immer wieder lt. Trainer hervorragend trainiert hatte und dann doch keine Chance bekommen hatte.

    Es gibt genug Trainer, die ihren Kader von 13-14 Spielern haben und den Rest nicht mit dem Arsch anschauen (selbst schon erlebt). Wie war das mit Weiler und Petrak? Das hat null funktioniert. Jetzt ist er aus der Stammformation kaum wegzudenken. Ich glaube nicht, dass Petrak mittlerweile anders trainiert als letzte Saison.

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  • Juwe, hatte es schon getwittert. Da hofft man auf eine Reaktion von Pauli und bringt den Konterstürmer und auf einmal hatte man in der eigenen Hälfte gefühlt 70% Ballbesitz und Pauli stand dicht gestaffelt in ihrer eigenen Hälfte. Dass man da ein Umschaltspiel mit einem Konterstürmer nicht wirklich ausspielen kann dürfte jedem klar sein.

    Die Rochade von Burgi ging ja soweit ich das mitbekommen habe sogar von ihm selbst aus (aus welchem Grund auch immer). Auf links hatte er da deutlich mehr Freiheiten und Möglichkeiten.
    Alles nicht perfekt gelaufen, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Punkt nicht unzufrieden.

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