Kleines Derby, großer Wirbel

Der 1. FC Nürnberg trennt sich von den Würzburger Kickers 2:2

Im „kleinen“ Frankenderby trennte sich der Club vom Aufsteiger am Ende nicht unverdient mit 2:2. Nach Pausenführung ging Würzburg mit einem Doppelschlag in Führung, konnte dem Druck des FCN aber nicht bis zum Ende standhalten. Die Punkteteilung ging in einem über weite Teile niveauarmen Spiele ohne Höhepunkte in Ordnung. Wären da nicht turbulente 2 Minuten in Halbzeit 2 gewesen.

Die erste Halbzeit beinahe zum Vorspulen. In einem zerfahrenen Spiel bewies Würzburg den Ruf einer kompakten Mannschaft, die es zu verstehen weiß den Gegner kaum Chancen zu ermöglichen. Auf der anderen Seite stand der Club aber ebenso sicher und ließ bis auf einen Fernschuss, den Kirschbaum entschärfte, so gut wie gar nichts zu. Als man schon gedanklich beim Pausentee weilte fiel die Führung des Club aus dem Nichts. Burgstaller tankte sich durch des Gegners Reihen und ließ Keeper Wulnikowski im wahrsten Wortsinne schlecht aussehen.

Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild. Der Club bemüht, aber weitgehend ideenlos gegen einen Gast, der nicht gewillt schien seine defensive Grundordnung zu schnell aufzugeben. Wulnikowski musste zweimal gegen Möhwald und Leibold retten, bevor es auf einmal 1:1 stand. Eine scheinbar harmlose Szene schloss Soriano mit einem Verzweiflungsschuss ab, der dann – von Mühl abgefälscht – immer länger wurde und schließlich unhaltbar flach im linken Toreck neben dem Innenpfosten einschlug (54.).

Maßarbeit – wenn es denn so gewollt gewesen wäre. Doch es kam noch schlimmer für die Hausherrn. Keine zwei Minuten später geht Rama ins Laufduell mit Hovland, der vor dem Stafraum zum Tackling ansetzt, Rama aber erst im Strafraum über seine Beine fällt. Schiri Timo Gerach, der schon einst gegen den MSV Duisburg kein glückliches Händchen in Sachen FCN und Elfmeter bewies, deutete auf den Punkt. Eine umstrittene Entscheidung, spielte Hovland doch recht eindeutig den Ball und setzte zudem klar vor dem Strafraum zum Zweikampf an. Pisot verwandelte eiskalt.

Schwartz reagierte endlich einmal so wie man das erwarten durfte und brachte kurz nach dem Rückstand Teuchert und Salli für Behrens und Leibold. Doch der Club konnte die Würzburger trotz noch reichlich Zeit auf der Uhr einfach nicht zwingend in die eigene Hälfte einschnüren. Kleinere Fouls, entnervende Zeitspielchen, unklare Aktionen – die Zeit lief runter. Nur Burgstaller roch wirklich am Ausgleich, doch sein abgefälschter Ball landete an der Latte und Kempe fand im Nachschuß nicht die Lücke, sondern nur die Beine des Gegners auf der Linie. Schwartz brachte mit Gislason auch noch die letzte offensive Option ins Spiel, doch den vielumjubelten Ausgleich machte Elfmeter-„Sünder“ Hovland nach einem ruhenden Ball von Möhwald per Kopf. Die Würzburger Abwehr hatte ihn schlicht aus den Augen verloren.

Der Club wollte nun nochmal mehr, doch dafür blieb keine Zeit. Am Ende konnten beide Seiten irgendwie zufrieden sein und waren doch unzufrieden. Der Gast hätte vor dem Spiel einen Punktgewinn sicher sofort unterschrieben, kann bei einem so späten Gegentreffer aber dann doch nicht glücklich sein. Der Club hadert nicht zu Unrecht mit dem Elfmeterpfiff, belohnt aber am Ende Einsatz und Moral zumindest mit einen Punkt und setzt zugleich damit seine Serie ungeschlagener Spiele fort. Er muss sich aber die biedere Vorstellung vor allem in Halbzeit 1 vorwerfen lassen. Die Punkteteilung geht am Ende daher auch in Ordnung.

Bild: Alex B.

42 Gedanken zu „Kleines Derby, großer Wirbel

  • Schwartz raus, auch nach den mehrfach verlangten 10 Geduldsspielen absolut keine Spielidee bei eigenem Ballbesitz sichtbar. Erst als Klöökler zwei Spieler in der 60sten Minute wechseln durfte, wurde endlich Fußball von uns gespielt.
    Davor nur rückwärts und quer mit ohne Bewegung nach vorne, Sandhausen-Altherrenfußball. Ich bin gespannt, wie lange wir die verschränkte Arme-Salzsäule noch ertragen müssen. Erste Gerüchte, daß Schwartz mit Burgstaller in der Winterpause weg ist, gibt es tröstlicherweise schon.

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    • Ja, es war furchtbar anzusehen, was der Club abgeliefert hat. Einfachste Pässe aus mehreren Metern kommen nicht sauber an. Sorry, dass ich nach dem Spiel gleich gegangen bin, aber auf WurstDurst und Balkon / Hangover Bar ist mir nach dieser Darbietung der Appetit vergangen.

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    • @Woschsubbn:

      Sag mal, meinst du das, was du hier von dir gibst, ernst oder sülzt du vorsätzlich dummes Zeug?

      P.S.: Wo war Alushi?

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      • Ich wohn dahamm, habe keinen Doktor der Germanistik, kenne aber viele Menschen in meiner Heimatstadt, unterhalte mich mit denen und habe gerade wieder einen alten Studienkumpel getroffen, der schon lange bei der Kickerredaktion arbeitet.
        Bitte fürs Rumsülzen und viel Spaß noch in der oberbayerischen Diaspora, kaum weiter weg vom Geschehen wie Bahraid.

        Wann warst Du eigentlich das letzte Mal live im Stadion und hast die Trainerbank bei der Arbeit gesehen? Wer da wohl Rumsülzt?

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        • Sorry Woschdsubbn, aber Dein Gelaber über Schwartz, Klöökler, Sandhausen geht echt auf den Keks. Jede Woche die gleiche Leier. Würdest gut zu den Ultras in die Kurve passen, die leiern auch jede Woche die gleiche Schleife…

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          • Ich wüsste nicht, dass Teilnahmeveroraussetzung bei CU eine bestimmte Meinung ist.
            Deshalb hat Oli wie jeder Anrecht darauf, hier seine Überzeugung kund zu tun, egal ob die anderen passt oder nicht.

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          • alex, ich darf auch nackt auf meinen eigenen balkon kacken, wenn die nachbarn zuschauen. die dürfen mich trotzdem nicht anzeigen. kack dennoch nicht aufn balkon. mach damit ja was dreckig, wo ich mich wohlfühl. genau das machen solche kommentare. vergiften das klima. rhetorik wie donald trump. geht nada um den inhalt. nur um den menschenverachtenden ton. wenn man es eng nimmt, ist das nichts anderes wie rassismus. nur halt gegen schwaben.

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    • Dieses ständige Anti-Schwartz-Geätze wird nicht nur langweilig (falls es witzig sein soll: ist es nicht!), sondern nervt auch zusehends. Und der Klöökler-Running-Gag (Haaa haaa, ich lach mich tot) ist Mausetot.

      Ich kann es einfach nicht mehr lesen. Nutze Dein Potential doch mal wieder konstruktiv!

      Sorry, dass ich ungemütlich werde, aber irgendwann ist die Schwelle der Duldsamkeit überschritten.

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      • In seinen Aussagen hat woschdsubbn doch recht. Ich bin in 3 Fanclubs und ich kann sagen er steht mit seiner Argumentation nicht allein da. Ich les hier immer wieder junge Spieler, unerfahren, limitierte Fähigkeiten. Darüber lässt sich streiten. Ab der 65. Minute haben wir aber ganz anders gespielt. Also können wir doch was?! Das hat also was mit Taktik und Einstellung zu tun. Und kommt mir jetzt nicht wieder mit das war der Situation und dem Gegner geschuldet. Ist ja immer so, dass gleiche oder verschiedene Philosophien aufeinander treffen. AS lässt Angsthasenfussi spielen, stellt sich voll auf den Gegner ein, redet jeden in der PK stark. Würde mir wünschen dass wir von Anfang dem Gegner unsere Taktik und Spiel aufdrücken, variabler sind und früher wechseln.

        Was hier nervt ist das ständige „In-eine-Kiste-stecken“. Egal ob Anti-Schwarz oder Ultra-Sympathisant, oder noch schlimmer Gesülze, dumm und Gelaber. Bei allen Emotionen und unterschiedlichen Meinungen hat das keinesfalls das eingeforderte Niveau.

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  • Biederes Spiel?War es nicht von Anfang an klar das der Club sich beim Spiel machen schwer tut?Das man dabei auch immer auf die eigene Defensive achten muss ergibt dann halt so ein Spiel.
    ohne Glück und Schiri wäre Würzburg nicht zurück gekommen und der sich beständig steigernde Nürnberger Druck war schon recht ansehnlich.
    lediglich Salli geht mir langsam auf die Nerven-jede Aktion mit einem Pfiff beendet zu bekommen, da könnte man auch selber mal was merken. und im besten Fall ändern

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  • Wo bitte geht die Punkteteilung in Ordnung? Wü schießt durch einen glücklichen abgefälschten Schuss das 1:1 und bekommt danach den Elfmeter geschenkt. Sonst kein Torschuss von Wü. Unsere Leistung war sicher ausbaufähig aber für die Kickers war der Punkt schlichtweg glücklich.

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    • Kann man so oder so sehen. Im Grunde hatte der Club auch keine echte Chance bis zum 1:0. Das 1:1 dann im Grunde das gleiche auf der anderen Seite. Und sonst gab es wohlwollend eine Handvoll Chancen auf beiden Seiten, Kirschbaum hält in der 26. Minute gut, am Ende der Lattentreffer eher Zufall, der Nachschuss noch die größte Chance. Erst nach dem Rückstand machte der Club deutlich mehr und riskierte auch mehr.

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      • 20 zu 5 Torschüssen steht bei FCN.de, 15 davon gefühlt nach dem 2:2  …
        aber die Defensivreihen der WüKi standen auch verdammt eng

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    • Wo bitte geht die Punkteteilung in Ordnung? Wü schießt durch einen glücklichen abgefälschten Schuss das 1:1 und bekommt danach den Elfmeter geschenkt. Sonst kein Torschuss von Wü. Unsere Leistung war sicher ausbaufähig aber für die Kickers war der Punkt schlichtweg glücklich.

      Genauso isses!

      Und mehr gibt’s zu diesem Spiel nicht zu sagen.

      Vielleicht nur noch eins:

      Sätze wie „das Resultat geht in Ordnung/ist verdient usw.“ sind sinnlos, weil sich das Resultat einzig und allein an den erzielten Toren bemisst. Wie es zu den Toren kam, ist im Hinblick auf das Resultat irrelevant. Tore sind prinzipiell „in Ordnung“, sie sind ja das Ziel des Spiels.

      Etwas anderes ist es, wenn aufgrund von Fehlern der Unparteiischen regulär erzielte Tore ab- und irreguläre Tore anerkannt werden oder z.B ein Tor nach einem unberechtigten Elfmeterpfiff erzielt wird.

      Genau Letzteres war in diesem Spiel der Fall. Von daher kann es, wenn man die „Ordnungsgemäßheit“ des Resultats bewerten will, nur heißen:

      Das Resultat geht nicht Ordnung.

       

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      • Sätze wie „das Resultat geht in Ordnung/ist verdient usw.“ sind sinnlos, weil sich das Resultat einzig und allein an den erzielten Toren bemisst. Wie es zu den Toren kam, ist im Hinblick auf das Resultat irrelevant. Tore sind prinzipiell „in Ordnung“, sie sind ja das Ziel des Spiels.

        Die Formulierung „ist verdient“ hinkt sicher, außer wenn man das auf den Geist des Spiel als solches bezieht. So ein Fußball-Spiel hat nach so einem Spielverlauf mit so vielen Fehlern auf allen Seiten vielleicht einfach nur ein Remis verdient.

        Im Nachhinein fand ich „Das Remis ist ok“ noch die angemessenste. Gemeinhin sagt man das, wenn sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe bekämpft haben und am Ende sich zugestehen mussten, dass es keinen Sieger gab. So empfand man das Spiel nicht, aber …

        Wenn Würzburg seine Qualitäten einbringt und dann es schafft, aus den wenigen Chancen zwei Tore zu machen, dann müssen sie sich dafür nicht entschuldigen. Und wenn der Club aus seiner „potenziellen“ Überlegenheit zu wenig zwingende Chancen kreieren kann und aus seiner Feldüberlegenheit zu wenig macht, dann geht am Ende ein Remis eben auch in Ordnung. Beide Teams hatten die Chance zu gewinnen, die einen aus eigener Kraft, die anderen in der Gunst der Stunde, haben es aber aufgrund eigenem Unvermögens nicht geschafft. Dann muss man das eben so quittieren: Das Remis geht nach dem Spielverlauf eben „ok“.

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        • Wenn Würzburg es schafft aus eigener Kraft…jetzt wirst du aber Altersmilde!
          Zwei Zufallstore würde ich das eher nennen

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  • Mich kotzt es an, dass solche Elfmeter, über die man sicher diskutieren kann (auch wenns für mich keiner war) zu 95% gegen uns und zu maximal 5% für uns gepfiffen werden. Wenn wir so ne Situation haben lacht der Schiri dreckig und winkt abfällig ab.

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    • AS beschwert sich wegen der Elfmeterentscheidungen auch mal wieder in der PK …
      lang fand ich es schade, dass ehemalige Trainer und sonstige Verantwortliche die (gefühlte) Häufung von Fehlentscheidungen gegen den Club eher nicht angesprochen haben doof, aber die eher wehleidige, nachkartende  Art von AS finde ich grade auch nicht wirklich gut …

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  • Das 2:2 hat die Kurve geschossen!
    Respekt an die Fans. Erstklassige Stimmung und Feuer vom Rang!!
    So sollte es immer sein. 35.000 + X !!

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    • Ja! Hat nach langer Zeit mal wieder Spaß gemacht, ins Stadion zu pilgern. Die Straßen waren endlich wieder voll und nicht menschenleer.

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  • Nicht das erste Mal in dieser Saison stehen bei eigenen Ballbesitz fünf bis sechs Mitspieler, wie bekannte Bärchen auf der Couch, nur teilnahmslos bis halbinteressiert auf dem Spielfeld herum. Vor eigener Rekordkulisse eine Halbzeit lang Fußball unter Kreisliganiveau zu bieten, da braucht man sich nächste Saison nicht über einen Dauerkartenminusverkauf zu wundern.
    Und am Ende war nur der schlechte Schiri schuld. Aha.

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    • Pass auf, sonst kommt gleich wieder der Sülzereifachverkäufer ums Eck geschlurft…

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    • Die einen wollten nicht,die anderen fanden keinen Schlüssel

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  • Die spielerische Limitiertheit so mancher unserer Spieler ist Fakt. Daß kurze Pässe nicht ankommen sind wir doch schon Jahre gewohnt. Weiler und letztlich auch Schwartz haben somit nicht ohne Grund einen Spieler wie Füllkrug oder Matavz gefordert und letztlich auch bekommen.

    Daß wir jetzt ohne Matavz dennoch Tore schießen, wird mir hier zu wenig gewürdigt. Genauso wie die Tatsache, daß die Mannschaft wirklich bis zum Schluß um den Punkt gekämpft hat und ihn letztlich auch gewonnen hat.

    Seit 7 Spielen in der Liga ungeschlagen … Ist das manchen wirklich nichts mehr wert?

    Und an alle, die jetzt wieder das Argument bringen: es war der Aufsteiger Würzburg gegen den wir nur einen Punkt erkämpfen konnten: Ja. Das stimmt.

    Würzburg hat aber seit ein paar Jahren auch das gemacht, was hier jahrelang verschlafen wurde: eine Mannschaft kontinuierlich entwickeln.

    Nicht umsonst wurde vor dem Spiel in den Medien darauf hingewiesen, daß es Hollerbach in diesen Jahren gelungen ist, der Mannschaft verschiedene Spielsysteme beizubringen und es so extrem schwer zu machen, die Abwehr zu knacken.  Auch für spielerisch überlegenere Mannschaften.

    Gratulation also an die Mannschaft und den Trainer für ihre Leistung.

    Sie hatten diesmal halt einfach nicht das Quentchen Glück, um drei Punkte zu gewinnen.

    Auch weil das Glück manchmal die Tüchtigen beschenkt. Und das waren eben beide Mannschaften. Insofern ist die Punkteteilung irgendwie auch in Ordnung.

     

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    • Die spielerische Limitiertheit so mancher unserer Spieler ist Fakt.

      Das liest sich so schlüssig und bestimmt, aber … Glaubt denn wirklich jemand, dass Spieler, die bei einem Profi-Fußballverein unter Vertrag stehen, nicht in der Lage wären, Pässe zum Mann spielen zu können? Wer mal nur ansatzweise das Auswahlverfahren ab der E-Jugend mit verfolgte, der weiß, dass das alles schon die sind, die 1000nde male ihre Trainer überzeugt haben und top-ausgebildet sind. Die können alle mit dem Ball umgehen, sogar Bulthuis.

      Wenn das im Spiel mitunter anders aussieht, und wir sprechen von unbedrängten kurzen Pässen, dann ist das in 9 von 10 Fällen reine Kopfsache.

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      • Genau das ist jedoch auch ein wichtiger Aspekt. Es gibt doch immer mal wieder Spieler, die im Training durchaus gefällig spielen. Aber sobald sie auf dem Platz stehen bei einem Punktspiel werden sie zu hastig, verlieren die Übersicht …

        Natürlich hat das oft auch was mit Übung zu tun.

        Nur nachdem ich mir Köllner`s Werk zu Gemüte geführt hab, ist mir auch klar geworden, wieviel verschiedene Aspekte man permanent einüben muß, um wirklich gut passen zu können. Und der Mitspieler muß ja dann auch noch den richtigen Laufweg drauf haben.
        Ich bezweifel, daß da im normalen Training genügend Zeit ist, um all das wirklich gut zu trainieren. Also bleibt die Frage, wieviel zusätzlich geübt wird und ob jeder Spieler wirklich permanent weiter an seinen Schwächen arbeitet.

        Das ist mit Sicherheit nicht nur ein Problem der Clubspieler. Aber der Qualitätsunterschied zur 1. Liga bzw. zu den Topmannschaften wird bei dem heutigen Tempospiel halt offensichtlicher.

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        • Ich bezweifel, daß da im normalen Training genügend Zeit ist, um all das wirklich gut zu trainieren. Also bleibt die Frage, wieviel zusätzlich geübt wird und ob jeder Spieler wirklich permanent weiter an seinen Schwächen arbeitet.

          Geh mal davon aus, daß ein Trainerstab im Profifußball schon ganz genau weiß, was ein Fußballer an Trainingsbelastung aushält und daß die Belastungsgrenze auch individuell ausgereizt wird.

          Die Kerle schießen Dir auf 10 Meter eine Mücke vom Hütchen. Wenn man da was verbessern will, muß man Gegnerdruck simulieren und das geht verdammt in die Knochen…

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      • Stimme Alexander teilweise zu. Schon letzte Saison hat sich die Mannschaft  durch fehlende Konzentration beim Abspiel ausgezeichnet. Das ist nicht akzeptabel, nicht einmal tolerabel, geht mir gewaltig auf die Nerven. Andererseits sehe ich sie spielerisch als eher limitiert. Gehe ich den Kader Spieler für Spieler durch, dann sehe ich keinen, den ich als Techniker – hat man früher so gesagt – beschreiben würde. Naja, vielleicht Tobias Kempe in der gestrigen Form, vielleicht Kevin Möhwald. Aber nee, denn vergleich ich diese beiden mit dem Vicenzo Grifo des letzten Jahres –  der konnte echt Fussball spielen – dann auch die beiden ganz sicher nicht. Pässchenfußball, den Freiburg letztes Jahr gespielt hat, den kriegen wir mit unseren Leuten nicht hin. Grundsätzlich bleibt da nur Arbeiterfussball. Trotzdem, spielerisch sollte es besser laufen als gestern in der ersten Halbzeit.

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  • OT:

    Was ich auch erfreulich finde, ist, daß der Verein sich von den Ultras offenbar nicht mehr auf der Nase rumtanzen läßt. Zumindest versteh ich deren Geheule auf ihrem letzten Flyer in diese Richtung.

    „Zukünftig wird es keine Einigungen mehr über den Einsatz von Pyrotechnik geben (und für alle die es nicht hören wollen: Natürlich dulden die meisten Vereine in Deutschland stillschweigend Pyroaktionen ihrer Ultras, weil sie genau wissen, sie können sie nicht verbannen. Da ist es allemal besser, die Grenzen mitbestimmen zu können und durch gemeinsame Gespräche ein Druckmittel zu besitzen.
    (…)
    Es sind NICHT die Sanktionen nach Karlsruhe, die uns zu dieser Reaktion veranlassen. Es ist die vergiftete Atmosphäre, die diesen Schritt nötig macht. Die Maßnahmen stellen auch keinen Boykott unserer Aktivitäten dar: wir fordern NICHTS vom Verein, alles kann so bleiben wie es ist. Jeder macht sein Ding, jeder weiß, woran er ist. Wir sehen uns auch nicht an dem Punkt angekommen, an dem zuletzt beispielsweise Fanszenen in Hannover oder München standen, die durch eisernen Boykott ihre Vereine zum Umdenken bewegten. Wir bleiben auch in Zukunft gesprächsbereit, es gibt derzeit nur NICHTS mehr, worüber man sprechen müsste. Was also zunächst nach einer Einschränkung unseres Seins klingt, hat langfristig einen viel größeren Wert. Wir sind dem Verein nichts schuldig. Wir gewinnen unsere UNABHÄNGIGKEIT zurück.“

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    • ja, sehr schön. Die vergiftete Atmosphäre haben sie sich auch redlich verdient!

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    • 3×3 macht 4
      Widdewittewitt und 3 macht Neune!
      Ich mach mir die Welt
      Widdewiddewitt wie sie mir gefällt

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    • Oh Mann sind die Ultras ein arogannter Haufen.Die meinen ja sie haben den Fussball und Die Stimmung erfunden.Wenn die Mannschaft kämpft ist auch ohne Ultras Stimmung das hat man ja gestern in den letzten 20 Minuten gesehen! Und wenns schlecht läuft dudeln die doch eh nur irgendwelche unbekannte Lieder aus der italienischen Liga!

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    • Jeder macht sein Ding, jeder weiß, woran er ist.

      „Wir böllern, der Verein zahlt.“

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  • „Einschränkung unseres Seins“? Nanu, lesen Ultras Heidegger?
    Immerhin wird aus dem Text deutlich, worum es ihnen geht: hier der Verein (der uns unseren Spielplatz zur Verfügung zu stellen hat) – da wir, die wir völlig unabhängig vom Verein unser Ding machen. Wie das zu ihrem Selbstverständnis als „die wahren Supporter“ passt, habe ich allerdings nicht ganz kapiert.

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    • Ich find des komplette Verhalten arrogant und egoistisch. Geht es doch nur darum sich selbst als „die harten Jungs aus N“ zu präsentieren. Wie hat der Vorsänger in Aue gesagt: jetzt lasst uns mal wieder richtig schön daneben benehmen. Es nervt, vor allem dass dann wieder die Liebe zum Glubb abgöttisch in der Vordergrund gestellt wird. Jaja, wir sollen ein Verein bleiben. Gleichzeitig verursachen wir Strafen im sechsstelligen Bereich bei klammen Kassen. Des beißt sich! Eine schwierige Situation für Verein und Fangemeinde. Es gibt ja auch viel positives: Soziales Engagement, tolle Choreos und wie ich finde auch klasse Stimmung. Das Ah und Oh von der Gegengerade gibt mir nämlich nix. Bei dem ein oder anderen Spiel hätte man wohl auch nur Gemotze gehört. Supporter sind se, ohne Frage. Sie geben auch dann noch Gas, wenn andere nur noch Schimpfen. Anderseits haben Ultras bei uns auch Sonderrechte. Meine Fanclubs kriegen auswärts kaum Steher, oder DK Kontingente für Blöcke wie in 7-9-11. Wir testen grad was da überhaupt möglich ist. Haben für Aue z.b. mal eben über 100 Auswärtskarten bestellt. Auch da gibt es meiner Meinung rund um die Fanclubbetreuer ein 2-Klassen-Fanclub-Gesellschaft. Da wird geklüngelt und die wird gepflegt. Kein Wunder, dass so mancher fordert hier den Hebel anzusetzen. Ich bin dermaßen Zwiegespalten: Support find ich klasse, vieles andere nicht. Leider wird wohl das Eine ohne das Andere nicht gehen. Ist es nicht auch ein gesellschaftliches Phänomen sich selbst auszuleben vor alles andere zu stellen oder in einer Zweckgemeinschaft Gruppendynamik zu erleben?

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    • Da haben sich die Herren Autoren aber gewaltig in der Wortwahl vergriffen, mit dieser Trennung zwischen „Uns“ und Verein. Freudscher Verschreiber?

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  • Wenn man ganz simple mal zusammenrechnet, was der Verein für die sinnlosen Ultra Aktionen schon an Strafen geblecht hat in den letzten Jahren, dann sind die Ultras dem Verein sehr wohl etwas schuldig, zumindest was Verantwortung angeht, sich wenigstens an ein paar Regeln zu halten.  Unabhängigkeit die der Autor so stolz einfordert heißt nicht anderer Gesundheit gefährden und dem Verein finanziell massiv schaden. Da geht der ganze Pathos nämlich flöten..

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  • Was soll eigentlich die behauptete Übereinkunft zwischen Verein und Ultras zu Pyroaktionen, die vermeintliche Einigung zwischen Verein und Ultras.Hält das irgendwer für möglich?

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    • Aktuell wohl kaum. In der Vergangenheit gab es aber zum Beispiel einen Manager, der z.B. ein „Treffen“ von Ultras und Mannschaft auf einer Autobahnraststätte arrangiert hat; ganz sicher nicht auf Wunsch der Mannschaft.
      Das muß ja nicht die einzige Absprache zwischen Ultras und besagtem Manager gewesen sein; schließlich war ja eine Stimmenmehrheit auf der HV zu organisieren.

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    • Ja. Ich denke, daß das in vielen Vereinen so gehandhabt wird.
      Im Grunde auch eine vernünftige Sache, wenn man versucht, Fangruppierungen, die dem Verein durch ihre Aktionen Schaden zufügen könnten , abzuholen und einzubinden. Ein kalkulierbareres Risiko in dieser absurden DFL-Ultra-Machtprobe.

      Daß es Absprachen gegeben haben muß, sieht man doch jetzt auch an der Reaktion der Ultras auf Meeskes Maßnahmen. Auch unter Bader gab es bei zu befürchtenden Strafen durch die DFL Sanktionen gegen die Ultras wie Choreo- oder Verkaufsverbot. Auch der Zaun wurde irgendwann wieder errichtet und später wieder abgebaut. Und nie haben die Ultras darauf so wütend reagiert wie jetzt.

      Diese eine Choreo „Bringt unsere Augen zum Leuchten“ hätte z.B. mit Sicherheit so nicht organisiert werden können, wenn es da nicht vom Verein her ein paar zugedrückte Augen gegeben hätte.

      Das Problem aus meiner Sicht war aber später, daß Bader zu sehr das Potential der Ultras für den eigenen Machterhalt nutzte. Und das aus meiner Sicht teilweise auf Kosten des Vereins und der Mannschaft.

      Es wurde eine Interessensgemeinschaft. Die Stimmenmehrheit für vom Vorstand favorisierte Aufsichtsräte war gesichert. Und die Ultras bekamen ihre Zuckerl, wenn die Mannschaft vor ihnen antanzen mußte (Schäfer, Trikotabgabe, Raststätte) und konnten sich der Unterstützung oder Duldung des Vereins bei vielen Aktionen sicher sein.

      Interessant in diesem Zusammenhang auch, was die Ultras zu dem Konflikt der Gruppierung in Hannover geschrieben haben. Dort ist doch, seit Bader da ist, auch wieder eine Beruhigung des Konflikts eingetreten. Zumindest solange es nicht um Kind geht. Aber ich denke auch Bader hat kein Interesse an einem starken Kind.

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  • Antwort von Meeske heute in der NN

    An die martialische Wortwahl, sagt Meeske, hat er sich gewöhnt: „Man merkt, dass sie die Sanktionen sehr treffen.“ Dass die Ultras ankündigen, die Kommunikation mit dem Verein einzustellen, stört ihn auch nicht. „Ich habe auch keinen großen Gesprächsbedarf.“ Gesprächsbereit will er bleiben — „allerdings nicht in der Nacht an Autobahnraststätten“. Die Sanktionen bleiben bestehen.

    Unser neuer Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit gefällt mir immer besser.

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