Der Club gegen Würzburg – Die Spieltagszusammenfassung #FCNFWK

Alles zum Spiel gegen die Würzburger Kickers von uns und anderen auf einen Blick. Dazu Cluberer, Zahl, Zitat und Tweets des Spieltags.

Wir zum Spiel

  • Interview mit Gegnerfan: Tradition verpflichtet, kann aber auch Fluch sein„Tradition verpflichtet, kann aber auch Fluch sein. Für den FCN ist es das Erkennungsmerkmal, der Zusammenhalt und die Treue der Fans fängt hier immer wieder Rückschläge ab. Für die Kickers war schon der „verfrühte 3.Liga Aufstieg“ ein gewisses Polster weil man die Ziele schneller erreicht hatte als gedacht. Nach dem Aufstieg in Liga 2 meinte ich: Wenn wir direkt wieder runtergehen? Dann sind wir trotzdem im Soll.“
  • Spielbericht: Kleines Derby, großer Wirbel„Am Ende konnten beide Seiten irgendwie zufrieden sein und waren doch unzufrieden. Der Gast hätte vor dem Spiel einen Punktgewinn sicher sofort unterschrieben, kann bei einem so späten Gegentreffer aber dann doch nicht glücklich sein. Der Club hadert nicht zu Unrecht mit dem Elfmeterpfiff, belohnt aber am Ende Einsatz und Moral zumindest mit einen Punkt und setzt zugleich damit seine Serie ungeschlagener Spiele fort. Er muss sich aber die biedere Vorstellung vor allem in Halbzeit 1 vorwerfen lassen.“
  • Analyse: Sekundenschlaf„So verschenkte der Club auf Grund einer minimalen Schlafmützenphase zu Beginn der zweiten Halbzeit einen durchaus möglichen Sieg, gerade weil er die Würzburger Defensive am Ende der ersten Halbzeit überwunden hatte. Der unbedingte Wille der Mannschaft noch den Ausgleich zu machen, der auch durch die offensiven Wechsel unterstützt und unterstrichen wurde, ist sicher positiv hervorzuheben, genau wie dass zu Tempo und Schwung auch einige gute Ideen kamen. Ebenso ist aber auch kritisch zu hinterfragen, ob in Halbzeit Eins wirklich das Maximum der Möglichkeiten ausgeschöpft war, denn gerade die ersten 35 Minuten waren (von beiden Teams) alles andere als ansehnlich. Der Club bleibt dank der Energieleistung am Ende auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und weiterhin zwei Punkte besser als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr.“
  • Belschanov: Widerlich„Ach ja. Stimmt. Gryphius. Was ist das Leben schon? Ein Ball des falschen Glücks./Nein. Was sind wir Menschen doch? Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen. Ein Ball des falschen Glücks. Ein Irrlicht dieser Zeit. Ein Schauplatz herber…/Is gut, mein Sohn, is ja gut./Tor! Tor! Tor! Hovland! Klasse Kopfball!“

  • Die anderen zum Spiel

  • nordbayern.de: 2:2 gegen Würzburg! Hovland kanalisiert die Club-Wut„Es ging um die Vormachtstellung in Franken! Eigentlich wollte der FCN in der Tabelle an den Kickers vorbeiziehen. Die Voraussetzung dafür: ein Heimsieg! Doch nachdem Würzburg in der zweiten Hälfte das Blatt gewendet hatte, war für einen trotzig aufbegehrenden Club nicht mehr als ein Unentschieden drin.“
  • kicker.de: Hovland beschert Nürnberg spät einen Punkt„Remis im kleinen fränkischen Derby! Am Freitagabend haben sich der 1. FC Nürnberg und die Würzburger Kickers 2:2 getrennt. Nach zäher erster Hälfte, nach der die Hausherren durch Burgstallers Einzelaktion in Front lagen, nahm das Spiel Fahrt auf – Zweikämpfe, packende Torraumszenen, ein Elfmeter und ein spätes Tor inklusive.“
  • Mainpost: Die Kickers sind fränkischer Herbstmeister„Vor dem Spiel wehrten sich in Nürnberg viele den Vergleich mit den Kickers als Derby zu bezeichnen. Die Cluberer werden sich an einen neuen Kontrahenten gewöhnen müssen.“


    Cluberer des Spieltags

    Guido Burgstaller. Die bestechende Form des Österreichers ist in den letzten Wochen ausreichend thematisiert worden: Fünf Spiele in Folge mit Torerfolg, neun Tore in den letzten acht Spielen, erster in der Torschützenliste der zweiten Liga. Nicht nur wegen des sehenswerten Tores, das – wenn auch nur leicht – an das eines anderen Österreichers gegen einen in die Jahre gekommenen deutschen Torwart erinnerte, sondern auch wegen der steten Betriebsamkeit des 27-Jährigen. Burgstaller füllte die Rolle in der Spitze mit Sicherheit besser aus als Jakub Sylvestr in Aue, selbst wenn er etwas arg linkslastig agierte. Mit jedem Tor wird der Villacher wertvoller. Wertvoller für die Ambitionen des FCN, egal wie diese aussehen mögen, wertvoller – sprich teurer – für potentielle Käufer im Winter und wertvoller für das eigene Profil, falls er im Sommer ablösefrei wechseln möchte.

    Zahl des Spieltags

    37673. Die Zuschauerzahl am Freitagabend stellte einen bisherigen Saisonrekord auf. Das stellte zwar das Sicherheitspersonal am Eingang vor Probleme, da sie mit den inzwischen ungewohnten Massen kaum rechtzeitig vor Spielbeginn fertig wurden. Gleichzeitig schaffte die Rekordkulisse aber auch eine Atmosphäre, die an bessere Zeiten erinnerte und die am Ende auch geholfen hat. „Die Zuschauer haben den Ball mit reingeschrien. Es war eine tolle Stimmung im Stadion,“ stellte Alois Schwartz nach dem Spiel fest. Man kann ihm nur zustimmen.

    Zitat des Spieltags

    „Wir haben Moral gezeigt und wieder nicht verloren. Die Enttäuschung aber bleibt.“ (Guido Burgstaller) Burgstaller zeigt, wie auch der andere Torschütze vom Freitag (Hovland: „Wir [sind] mit dem einen Punkt auch nicht zufrieden.“), dass die Mannschaft hohe Ansprüche an sich stellt. Ein Remis gegen einen starken Aufsteiger reicht den Spielern auf Grund des Spielverlaufs nicht. Sie wollen – trotz großer kämpferischer Leistung – mehr erreichen. Ein positives Signal, das natürlich eine Umsetzung verlangt.

    Tweets des Spieltags

    Außer Konkurrenz unser eigener Halbzeit-Tweet:

    Wo steht der FCN? – Unser Abstand-O-Meter

    Die Grafik ist so zu lesen: Der FCN ist immer der Mittelpunkt, ganz der Weltsicht aller Club-Fans entsprechend. Auf der y-Achse (also rauf und runter) findet sich der Abstand des jeweiligen Vereins auf den FCN in Punkten, auf der x-Achse (also links und rechts) der Abstand auf den FCN in Toren. Nicht auf dem Bild, weil zu weit abgeschlagen: Der FC St. Pauli (-13/-15).

    Nächster Spieltag

    Montag, 28.11., 20:15 Uhr. VfB Stuttgart. Mercedes-Benz Arena. Eigentlich klingt das schon alles sehr nach Bundesliga. Allerdings ist der VfB diesem Ziel tabellarisch etwas näher als der Club. Sieben Punkte mehr haben die Schwaben auf dem Konto, sind damit Tabellenzweiter. Allerdings hat Stuttgart nur vier der letzten acht Pflichtspiele gewonnen, ging unter anderem bei Dynamo Dresden mit 5:0 baden und konnte auch in Berlin nicht gewinnen. Allerdings: Zu Hause hat der VfB eine fast makellose Bilanz, fünf Siege stehen zu Buche, nur Heidenheim entführte am vierten Spieltag alle drei Punkte aus dem ehemaligen Neckarstadion. Historisch gesehen ist der VfB einer der häufigsten Gegner des FCN seit dem Zweiten Weltkrieg: 100 Duelle stehen in Oberliga Süd und Bundesliga zu Buche. Dazu noch acht weitere Spiele in DFB-Pokal (Finale 2007!) und Zweiter Liga. Dabei schnitt der Club in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs meist schlecht ab: 14 Siege, 10 Unentschieden, 29 Niederlagen, so heißt die Bilanz seit 1945. Aber von den letzten fünf Spielen beim VfB verlor der Club nur eines (0:1 durch Cacau im März 2012), das bisher letzte Spiel des FCN in Stuttgart war das erste von Gertjan Verbeek als Clubtrainer: Es endete 1:1. In der Rückrunde gewann der Club dann durch zwei Tore von Josip Drmic mit 2:0. Es war der bisher letzte Bundesligasieg des FCN.

  • 2 Gedanken zu „Der Club gegen Würzburg – Die Spieltagszusammenfassung #FCNFWK

    • Ein komisches Spiel.

      Mein Heimatverein kickt bei meinem Herzensverein.

      Unterfranken in Mittelfranken.

      Und ich schaue leider nur aus der Ferne (Oberfranken) zu und schreibe kurz nach Abpfiff einem Würzburger Freund:

      „Völlig unverdient für Würzburg. Dennoch glückliches Ende für den Club.“

      Der Club damit ein wenig ausgebremst in seiner vermeintlichen Aufholjagd, aber die Serie ungeschlagen zu sein haben die Spieler ausgebaut. Das große Feuer brennt noch nicht wieder, aber das, was an Stimmung aus dem Stadion vor allem nach dem Rückstand kam, hat man sehr lange vermisst.

       

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