(Überraschend) Fix: Der Burgstaller-Kommentar

Guido Burgstaller wechselt. Überraschend daran ist nur der Zeitpunkt. Ein wenig.

Als im hessischen Ausland ein Clubfan am Samstag auf die Lage der Nation ansprach, mit den Worten „Vielleicht wird es ja noch was mit dem 2. Platz? Was meinst?“, wusste man selbst nicht, ob man lachen oder weinen sollte. Als nüchterne Antwort ohne jeden Pathos blieb nur ein klares „Nein. Das glaube ich nicht. (Tim)“ Die folgende 15 minütige Ausführung begann mit der Belehrung über die rein tabellarische Situation, führte über erkennbar spielerische Defizite, verwies auf die starke (und in allen Belangen) potente Konkurrenz, merkte eine gewisse S(k)epsis an der sportlichen Führung an und kam final nicht umhin darauf hinzuweisen, dass es kein geringerer als Meeske selbst war, der jeder Träumerei mit dem Hinweis aus die prikäre finanzielle Situation den Schlaf raubte. Auch wenn, das immerhin bleibt bestehen, man Wunder im Fußball immer wieder gesehen hat.

Der FCN ist kein Aufstiegskandidat, sondern ein Sanierungsfall. Und auch wenn die Hoffnung auf ein Aufstiegswunder die Sanierung beinhalten würde, zumindest weitgehend, so sieht die Realität selten Wunder vor und im Konkreten eben schlicht so aus, dass der Club dringendst auf Transfereinnahmen angewiesen ist und dero Kandidaten für einen lukrativen Transfer begrenzt sind. Burgstaller war einer davon, zudem einer, der einem durch die Finger zu zerrinnen drohte, da der Vertrag im Sommer auslief. Einer von vielleicht fünf Spielern, die bei anderen Vereinen Phantasien (und damit lockere Geldbörsen) auszulösen vermochten, wäre im Sommer für lau von dannen gezogen. Das Angebot von Schalke war ein Glücksfall, und kein Dolchstoß, wie schon wieder vereinzelt zu lesen war in den so gern zitierten „sozialen Medien“.

Mag man noch so sehr die Rechenschieber gezückt haben, als man Tabellenplätze mit verpassten Transfererlösen zu verrechnen suchte, so bleibt am Ende die nackte Einsicht, dass der FCN nach dieser Vorrunde und bei der Konkurrenz nach Aufstiegsplätzen nicht mehr zu schielen brauchte. Sicher: Ein Burgstaller in der Verfassung der letzten Wochen würde eine positiv gestaltete Rückrunde wahrscheinlicher machen, aber ein Garant ist es nicht und die TV-Einnahmen-Verrechnungsmodelle gleichen eher einer Milchmädchenrechnung. Für Burgi jetzt noch eine Transfersumme für kolportierte 1,5 Mio. plus x zu erzielen war am Maximum der Phantasie. Es lässt das Damoklesschwert weiterer Unbill seitens der Fußnall-Regulierungsbehörden verblassen und den Fokus auf die Realität richten. Aufstieg? Wäre mit Burgstaller schon reine Utopie gewesen, jetzt ist das wenigstens endgültig vom Tisch und öffnet Blick und Perspektive für die Zukunft.

Insoweit war die Meldung des Transfers von Burgi maximal überraschend – allerdings nur vom Zeitpunkt, nachdem die letzten Wochen auffallend oft betont wurde, wie wenig sich bewege. Aber man hätte Burgstaller eben einfach nicht halten können – und ihn bis zum Ende halten zu wollen war nur Widerstand gegen den Realitätssinn. Und es wird auch nicht das Ende des steinigen Wegs sein, der uns nach dem Abstieg als „bestelltes Feld“ verkauft wurde. Auch die potenziellen nächsten Hoffnungsträger nebst anderer Überraschungs-Coups werden nötig sein, um in (finanziell) ruhigere Fahrwasser zu kommen, die einem überhaupt erlauben wieder handlungsfähig zu werden. Und erst diese Handlungsfähigkeit wird den Club erlauben, wieder an höhere Ziele zu glauben.

„Der Offensiv-Allrounder hatte im Winter 2015 nach einem verunglückten Auslandsengagement bei Cardiff im Frankenland einen Neu-Anfang gesucht – und auch geschafft.“
krone.at

Burgstaller ist ein Transfer, der dem Club gut zu Gesicht steht, so schmerzhaft es sich lesen mag. Vom Abstellgleis aufgesammelt, wieder ins Rampenlicht geführt und von dort zu beiderseitigem Vorteil weiterempfohlen. Das sind die Transfers, die auch in Zukunft die Option sind und sein werden. Nach Top-Talenten zu angeln, da hat der FCN schlicht zu viel Konkurrenz am Teich. Eigene Spieler aufbauen und zugleich solche Spieler zu holen, die nach herausragend guten Ansätzen anderswo in Vergessenheit und in eine Sackgasse geraten sind, das ist die Chance. Spieler, die beim Club ihre Chance sehen, sich wieder zu präsentieren … und dann (gegen Entgelt) auch wieder weiterzuziehen. Am Besten zu Top-Vereinen wie Schalke 04. Und Schalke tat dem Club nach Schöpf damit zum zweiten Mal einen Gefallen – ohne dabei in Wohltätigkeit zu verfallen, denn beides mal bekamen sie Spieler, die für den Verein eine Bereicherung sein können – aber sie zahlten eben auch nicht nur Mindestlohn.

Dieser Weg ist die Nische, die der FCN weiter besetzen muss, um aus der Schuldenfalle raus zu kommen. Und Burgstaller ist das Belegexemplar.

126 Gedanken zu „(Überraschend) Fix: Der Burgstaller-Kommentar

  • Absolute Zustimmung von mir, Alex! Auch mit Burgstaller wäre der Aufstieg nahezu utopisch gewesen. Jetzt kann man die Rückrunde mit einem einigermaßen guten Polster auf die Abstiegsränge nutzen, den „Ernstfall ohne Burgi“ zu proben. Ansonsten hätte man das in der kommenden Saison ohnehin gemusst, so geht man wenigstens mit einem geminderten Handicap den Weg ohne GB9 an…

    26

    2
  • Ebenfalls zustimmung, wirtschaftlich einfach einwandsfrei und sportlich auch nicht weiter schlimm, absteigen wird der Club nicht und mit dem Aufstieg war schon mit der Hinrunde vorbei. Also alles richtig gemacht. Mehr Geld war auch nicht drin weil die jeweiligen Vereine Burgstaller umsonst bekommen haetten, warum sollte da ein Verein jetzt noch viel Geld hinlegen. Wenn Burgstaller vielleicht ein Weltstar waere oder wenn er ein grosses Talent waere aber beides ist nicht der Fall. Also alles richtig gemacht.

    17

    2
  • Das mit dem Gefallen sehe ich anders.Der Gefallen geht zu sehr mit einer Schwächung des Sportlichen einher um es als gefallen zu bezeichnen.Ein oder zwei Schalker Jugendspieler ausleihen um Ihnen den Sprung und uns sportlich etwas zu bringen wäre ein Gefallen.

    10

    3
      • Gefallen ist aber einfach Quatsch-es wäre genauso Mäzenatentum wenn Schalke freiwillig mehr als nötig zahlen würde.Schalke hat das Stöckchen sicherlich nicht absichtlich hoch gehalten damit der Club drüberspringt.

        1

        1
        • Schöpf war schon über Marktwert entlohnt. Burgstaller hätte man auch für weniger haben können. Oder für lau nach der Saison. Man sollte solche Deals nicht unterschätzen, die auf Freundschaft zwischen Vereinen basieren.

          9

          2
          • Schöpf war schon über Marktwert entlohnt. Burgstaller hätte man auch für weniger haben können.

            Finanziell war es definitiv ok aber sportlich hat uns Schalke jetzt zweimal enorm geschwächt in der Winterpause. Richtig weh getan hat es aber nur letztes Jahr mit Schöpf, als wir sogar echte Chancen auf einen direkten Aufstiegsplatz hatten. Also wenn zu Schalke eine Freundschaft besteht, kann es nichts mit Fußball zu tun haben. Zwei mal humorlos unseren Abstieg aus der 1. Liga besiegelt, zweimal extrem geschwächt in der Winterpause, als wir wieder hoch wollten.

            Sportlich alles ok, aber so eine Freundschaft hat doch keinerlei Energie, das ist ja eher ein Trauerspiel in so einer Freundschaft immer nur das Opfer zu sein auch neben dem Platz.

            Das Geld vesickert sowieso wieder im schwarzen FCN Loch.

            16

            17
            •  
              Ich lese immer Freundschaft zwischen dem 1. FC Nürnberg und Schalke 04.
               
              Die gibt es doch gar nicht.
               
              Es ist eine Fan-Freundschaft, keine zwischen den Vereinen und Almosen möchte ich schon überhaupt gar nicht! Von keiner Seite. Nichts schmerzt mehr als Mitleid.
               

              17

              0
          • Also, dass es gute Deals waren würde ich unterschreiben. Ob das auf Freundschaftlichkeit beruht, mag ich aber schon bezweifeln. Höchstens indirekte Effekte könnten meiner Ansicht nach eine Rolle spielen. Immerhin möchten die Vereine ja auch die Fanfreundschaft nicht versauen – und da Schalke 500k mehr oder weniger eher nicht so viel ausmacht, feilscht man halt nicht so arg.

            Oder wie siehst du die Bedeutung dieser Freundschaft, Alexander?

            0

            0
        • Schalke hat das Stöckchen sicherlich nicht absichtlich hoch gehalten damit der Club drüberspringt.

          Das behauptet wohl auch keiner. Aber es ist schon ein Unterschied, ob man „hart“ bis an die Grenze zu „unfair“ verhandelt, gerade wenn man weiß, wie schwierig die Situation beim anderen ist. Nur mal laut ein Szenario in die Luft gemalt: Schalke einigt sich mit Burgi schon für den Sommer und lässt den Club erstmal zappeln. Burgi äußert sich lustlos, redet öffentlich nur noch über Schalke und Schalke bietet dem FCN einen Betrag von 500 k für einen vorzeitigen Wechsel. Der FCN steht dann vor der Wahl: Bis Ende der Transferperiode die Unruhe im Haus zu haben und danach einen lustlosen Burgi im Kader, der sich um seine Chance beraubt sieht, oder man nimmt halt die 500 k mit.

          So ist mir das definitiv lieber und ich denke es ist eben fair und ein Zeichen von – wenn vielleicht nicht gleich freundschaftlicher – kollegialem und fairem Umgang miteinander.

          16

          2
    • Das wäre kein Gefallen, sondern in der aktuellen Situation eine mittlere Katastrophe. Wir müssen für uns Werte generieren, nicht für andere. Und wenn die Talente aus dem NLZ in einer Saison, in der es um nichts mehr geht, nicht herangeführt werden können, wann sollen die es je schaffen?

      18

      0
      • Einen besseren Kader würde ich  in keiner Situation als Katastrophe bezeichnen.Ein eigener Nachwuchs , der, überspitz gesagt, nur spielt weil sonst Keiner mehr da ist, der wird auch keine Werte schaffen.Im Übrigen funktioniert Nachwuchs bei uns eh nicht mehr als Wertanlage-eine gute Saison und der Notverkauf zu geringsten konditionen steht an.

        Wertanlage im Profifussball heißt doch inzwischen ein paar gute Spielzeiten und dann für 10 mio mal x verkauft.Dadurch hat man dann die finanziellen Möglichkeiten drei, vier Spieler zu holen, die die mannschaft qualitativ nach vorne bringen.Glaubt da irgendwer dran-beim Club?

        7

        4
        • Das wird sich auch nicht so schnell ändern. Wir sind zum schlechtest möglichen Zeitpunkt abgestiegen und haben uns mit einem halbherzigen, aber teuren, Versuch den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen die mittelfristige finanzielle Zukunft versaut.

          Allerdings sollte klar sein: Generieren wir keinerlei Werte und können nicht mal „zu geringsten Konditionen“ verkaufen, dann ist der Ofen schneller aus, als das den meisten lieb bzw. bewusst ist.

          Dementsprechend bleibe ich dabei: Klassenerhalt vorausgesetzt, hilft uns in der Situation kein besserer Kader. Im Gegenteil, ich würde mir sehr gut überlegen wen man ebenfalls noch im Winter abgeben könnte um jetzt schon etwas Spielraum für die nächste Saison zu schaffen.

          19

          0
        • Glaubt da irgendwer dran-beim Club?

           

          Schon historisch bringt uns das jedesmal brutal nach vorne angefangen mit dem Pokalsieg 2007, dann die Gündogan Millionen + Nachschlag, der Verkauf einer kompletten Mannschaft nach dem Abstieg 2014, die Schöpf Millionen…das hat jedesmal (k)eine neue Ära eingeleutet.

          Ich glaube der absolut sicherste Weg Geld zu vernichten ist es wirklich, es dem FCN zu geben. Da wurde noch nie was draus in der Neuzeitrechnung.

          9

          8
    • Auf der einen Seite habe ich das dringende Bedürfnis, den Schalker Freunden mal eine ordentliche Backpfeife zu verpassen, ob der Dreistigkeit uns den besten Torschützen abzugreifen – tut man nicht unter Freunden.

      Auf der anderen Seite können wir uns diese Sentimentalitäten nicht leisten. Und sollten die kolportierten knapp 2 Millionen stimmen, dann muss man Burgi nicht nur alles Gute wünschen, sondern sollte ihm beim Packen helfen. Mehr geht nicht, und ist sicher auch ein wenig der Schalker Offensivmisere geschuldet.

      8

      0
  • Wow. Top-Kommentar. Ohne Umwege.
    Und am Horizont sehe ich schon die neueste Marketing-Strategie:
    Nicht mehr „Ich bereue diese Liebe nicht“, obskures Herzbumbern, sondern:

    „Time to switch – love (take) the niche !“

    1

    2
  • Hinsichtlich der erkannten Nische steht der Club aber auch nicht alleine am Teich. Ganz im Gegenteil, Würzburg macht das vor, Darmstadt hat damit den Durchmarsch geschafft, auch viele der anderen „tollen“ Traditionsvereine versuchen Aussortierte und Gescheiterte wieder aufzupolieren.

    Das alleine ist (wenn überhaupt) nur der halbe Weg. Der Club braucht eine Ausgliederung inklusive langfristiger, durchdachter Strategie mit einem finanzstarken Investor. Ich würde mir eine Entwicklung wie in Köln wünschen: Riesen Potential und „Tradition“, aber am Abgrund gestanden. Wirtschaftlichen Rahmen verbessert und mit viel Geduld und gutem Trainer das Potential wieder zur Entfaltung gebracht. Und wie Meeske richtig sagte, kein einziger Fan identifiziert sich nicht mehr mit „seinem FC“ weil die Profiabteilung ausgegliedert ist, professionelles Marketing betrieben wird und der FC Köln (auch) eine wirtschaftliche Marke (geworden) ist. Hoffentlich kann Meeske auf lange Sicht Ähnliches erreichen wie auf St. Pauli.

    Doch da ist noch so manches Hindernis zu überwinden, zu dem ich auch ein notorisch unruhiges, irrational-emotionales und nostalgisches Umfeld zähle, dessen Stärke Geduld schon per Definitionem (Fan=Fanatic) nicht ist. Deshalb: positiv realistisch bleiben (und beten)! 😉

    29

    0
    • Der Club braucht eine Ausgliederung inklusive langfristiger, durchdachter Strategie mit einem finanzstarken Investor. Ich würde mir eine Entwicklung wie in Köln wünschen: 

      Versteh ich nicht. Im ersten Satz forderst Du einen Ausgliederung und Investor, im zweiten Satz eine Entwicklung wie in Köln, wo ja genau das eben nicht passiert ist, was Du im ersten Satz beschreibst.

      Im Gegenteil, das Beispiel Köln zeigt, daß es möglich ist eben ohne Ausgliederung und Investor Aufstieg und Etablierung in der ersten Liga zu schaffen.

      1

      9
        • Bitte Kontext der Aussage beachten und nicht die Hälfte der Aussage (Investor) unter den Tisch fallen lassen.

          Holzmichel sprach über die Entwicklung des FC Köln seit dem letzten Abstieg 2012. Meiner Meinung nach ist für diese Entwicklung ist weder kausal eine Ausgliederung, noch der Einstieg eines Investors ursächlich. Mehr habe ich nicht gesagt, sondern Du lediglich hineininterpretiert.

          <Märchenstunde>
          Ausgegliedert hat der FC bereits 2002 und ist dann mit ausgegliederter Profiabteilung bis dato noch drei Mal abgestiegen. Dieses kleine Detail fehlte bei Dir.
          </Märchenstunde>

          4

          7
          • Sehr schön hinterfragt, Gerd.

            Diese ganzen Gralsanbeter der Kapitalgesellschaft haben doch meistens gar keine Ahnung, von was sie reden. Da wird einfach die Heilige Kuh „Ausgliederung“ als gefühltes Allheilmittel angepriesen. Auch eine Form von postfaktischer Argumentation.

            Ich stehe dem ganzen neutral gegenüber, halte das Thema aber für maßlos überzogen. Gut wirtschaften kann man in einer Kapitalgesellschaft genauso wie in einem Verein. Und das Gegenteil auch. Für alle Varianten lassen sich eine Vielzahl von Beispielen nennen.

            Um was es dabei im Wesentlichen geht sind nur Bilanzschönungseffekte, die man erreichen kann. Damit hat man ein paar Vorteile am Kapitalmarkt. Außerdem scheint man damit auch besser bei der DFL hinsichtlich Erfüllung von Lizensierungsauflagen anzukommen, wie mir scheint.

             

            5

            9
            • Um was es dabei im Wesentlichen geht sind nur Bilanzschönungseffekte, die man erreichen kann. Damit hat man ein paar Vorteile am Kapitalmarkt. Außerdem scheint man damit auch besser bei der DFL hinsichtlich Erfüllung von Lizensierungsauflagen anzukommen, wie mir scheint.

              Eben.

              Das, worum es „im Wesentlichen“ geht, ist wesentlich. So wesentlich, dass die Bezeichnung „Gralshüter“ für Befürworter der Ausgliederung wenig stringent erscheint.

              So relativiert denn ein Kritiker des Ausgliederungsbefürworterpostfaktizismus seine Kritik durch von ihm selbst ins Feld geführte faktische Argumente. Eine wahrhaft erfrischende Form der Neutralität.

              6

              2
  • Ich lese nur Schalke will, der Club will, Bornemann möchte, die Fans wollen….. !
    Keiner hier kann sich anscheinend vorstellen, dass Burgstaller einfach weg wollte. Im Interview höre ich aber bei Bornemann genau das heraus. Finden wir uns doch besser damit ab, dass auch Spieler ihren Willen haben und vielleicht nicht alles in der Macht des Vereinsvorstands liegt.

    17

    2
    • und ein lustloser Burgi zu Beginn der Rückrunde (wie wir ihn in den ersten Spielen der Hinrunde sahen), dem ein 2.mal der Wechsel in die 1. Liga verwehrt worden ist, würde dem Club auch nicht helfen … (@all, die nun meinen, Schalke hat uns wieder der letzten Chance beraubt aufzusteigen)

      16

      0
  • video.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t42…e=5874B9DB

    Interview von Bornemann zum Wechsel
    Burgstaller wollte nicht bis in den Sommer warten. Ansonsten war er sich offenbar mit Schalke schon einig, daß er im Sommer zu ihnen kommt. Angesichts der Tatsache, daß im letzten Sommer Freiburg mit 1 Mio abgeblitzt ist und der Club vermutlich auch deshalb schlecht gestartet ist, weil ein schlecht gelaunter Burgstaller nicht alles gab, war der Deal jetzt die einzig sinnvolle Lösung. Wer hätte denn erwartet, daß wir jetzt für ihn noch mehr Geld bekommen als im Sommer? Und wer glaubt wirklich, daß ein erneut lustloser Burgstaller uns zum Aufstieg geschossen hätte?

    Mal sehen, was das für den Mannschaftszusammenhalt bedeutet, wenn er jetzt weg ist. Es wat ja offensichtlich, daß er mit manchen Mitspielern nicht harmoniert. Vielleicht nutzen die (z.B. Sylvestr) doch noch einmal die Chance? Oder aber erkennen, daß es auch sinnvoll ist, den Platz frei zu machen und wechseln jetzt schon und sparen dem Verein damit ein weiteres hohes Gehalt.

    Es ist zwar schrecklich, aber dennoch Realität, daß unser Verein erst einmal finanziell gesunden muß bevor er wirklich eine aufstiegsfähige Mannschaft aufbauen kann. Die braucht keine teueren Spieler, sondern Zeit und Geduld, sich zu entwickeln. Mal sehen, ob das bei den Clubfans jetzt endlich ankommt oder ob die Träume bzgl. Aufstieg weiter geträumt werden im Sinne des Postfaktischen.

    15

    0
  • Der Wechsel kommt ja nicht überraschend. Der frühe Zeitpunkt in der Vorbereitung auf die Rückrunde ist ja noch eher günstig. Da kann man dem Trainer nicht vorwerfen, ihn bei Testspielen eingesetzt zu haben obwohl der Fortgang ja klar war. Alternativen sind ja hier hinlänglich diskutiert.

    Diese Nische bietet sich tatsächlich an. Denn die Zahl der Spieler, die hoffnungsvoll in der U Mannschaften des DFB standen und dann anschließend sich nicht ins Rampenlicht spielen konnten ist m.E. höher und das Risiko geringer als komplett auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu setzen. Ist aber auch eine Mentalitätsfrage beim Spieler. Ich hoffe, dass die Scoutingabteilung hier einen Weg findet, mehr Treffer als Nieten zu finden.

    5

    1
  • Was allerdings schwer zu ertragen ist, ist die der Satz in der Bild, daß dank des Wechsels von Burgstaller sich unser Verein jetzt doch noch ein Trainingslager im Süden leisten kann.

    12

    0
    • Oh ja! Toll, dass wir uns jetzt ähnliche Bedingungen wie der SV Sandhausen leisten können…

      2

      1
  • Mein Credo ist und bleibt: Es gibt mehr Talente im Fußball als freie Kaderplätze. Man muss nur die Spieler finden, die das auch für sich so erkennen und lieber nochmal ne Schleife drehen als als Ergänzungsspieler in einem Top-Club langsam vor sich hinzualtern, bis aus dem einstigen Top-Talent ein ehemaliges wurde.

    Geld ist dabei natürlich immer ein Faktor, aber das geringere Gehalt kann man mit Ausstiegsklauseln versüßen. Auch das schmeckt dem Fan nicht, aber Profi-Fußball ist eben kein Ponyhof.

    Ich denke es muss in alle Köpfe, was Meeske (und ehrlicherweise auch schon Bader, wenn auch unter anderen Voraussetzungen…) deutlichst gesagt hat: Der FCN ist auf Transfereinnahmen angewiesen. Das ist kein „Nice-to-have“, sondern wirtschaftliches Überleben. Der Unterschied vielleicht aktuell: Wir haben nicht mal die Option „nochmal ins Risiko zu gehen“, weil das schon vorher (mehrfach) gemacht wurde und eben so schief ging, dass wir nun die Probleme haben, die wir haben.

    15

    2
    • Naja das machen sie aber beim Club ganz gut derzeit. Habe ich die Tage schon geschrieben, mit Schleimer (😊) hat sich die ScoutingAbteilung schon bewiesen.
      @Beate: Vielleicht interessant für dich, falls Du es noch nicht gelesen hast, wie ein Spieler jahrelang unter dem Radar fliegen kann.
      www.fussball.de/newsd…ews-detail

      1

      0
      • Jamie Vardy? Riyad Mahrez? Aytac Sulu? Und da gibt es sicherlich noch viel mehr, solcher Spieler, die lange im zweiten Glied rumdümpelten und dann auf einmal große Klasse beweisen können, die ihnen vorher lange Jahre nicht zugetraut wurde.

        2

        0
        • Bei den vielen Beiträgen fast übersehen Woschdsubbn.
          Bei deinen Beispielen wurden die Jungs aber schon rechtzeitig entdeckt und mussten sich dann „nur“ weiter entwickeln. Bei Lukas Schleimer ist die Besonderheit, wenn ich richtig gelesen habe, dass er sämtlichen Talentsichtern der Jugendmannschaften durch die Raster gerutscht ist. 😉

          1

          0
      • Die Scouting-Abteilung (das ist beim NLZ doch nach wie vor in erster Linie der Nüssing oder?) hat sich bewiesen? Womit, ein angebliches Top-Talent entdeckt zu haben, dass sonst überall durchs Raster gefallen ist?

        Das ist mir dann doch ein bisschen vorschnell, erstmal muss sich zeigen, ob der Junge wirklich so toll ist, wie sie bei fussball.de schreiben…

         

        0

        0
        • Keine Ahnung wer beim Club was macht, aber Knezevic, Eder und Co wird schon Nüssing geholt haben. Die Voraussetzungen stimmen schon mal, was die Jungs daraus machen ist dann wieder deren Sache.

          Nebenbei, wenn die Gerüchte um Feulner stimmen und wir ihn tatsächlich zurück holen, schwindet auch bei mir das Vertrauen in Bornemann.

          3

          1
          •  
            Lieber Feulner als Eigler!  (-:
             
            Tja, der arme Bornemann muss eben alles ausbade(r)n.
             
            Ich finde die Idee mit Feulner gar nicht so schlecht.
             
            Er ist einer, der unseren Etat nicht sonderlich belastet, vermutlich ablösefrei und ohne exorbitante Gehaltsvorstellungen ist und darauf kommt es wohl in erster Linie an.
             
            Sicherlich wird er kein Stammspieler werden, aber für die letzten zehn Minuten kann man so einen erfahrenen Recken schon reinwerfen, wenn der Sieg mit Mann und Maus verteidigt werden muss, zumal er auf vielen Positionen einsetzbar ist.
             
            Sollte das Team irgendwann in naher Zukunft mit einigen jungen Spielern ergänzt werden, man denke nur an die zu erwartenden Abgänge im Sommer, dann braucht man als “Gegengewicht“ auch ein paar alte dazu, die Gewehr bei Fuß stehen, aber die Kassen nicht nennenswert schmälern.
             

            8

            4
            • Feulner ist vor 2 Jahren gegangen, weil Bader ihm einen Vertrag zu 2.Liga Konditionen angeboten hat. Jetzt nachdem es in Augsburg nicht mehr reicht sollen wir ihn wieder nehmen? Nein, ich will ihn definitiv nicht mehr zurück.
              Der Mann ist mittlerweile 34 Jahre alt, haben wir solche Spieler mit Pino, Polack,Alushi und Brecko nicht schon zur Genüge ausprobiert ?

              6

              2
              • Feulner ist denke ich nicht mit Alushi vergleichbar, der ja nie auf höchsten Niveau gespielt hat. Pino, Brecko und auch Polak fand und finde ich auch nicht verkehrt. Klar haben die keine Bäume mehr ausgerissen, trotzdem tun und taten sie mit ihrer Erfahrung schon gut. Entscheidend ist hier eben die Frage des Selbstverständnisses: Will Feulner noch einen gutdotierten Rentenvertrag oder wäre er auch finanziell „anpassungsfähig“.

                Die Rolle des erfahrenen Back-Ups passt jedenfalls perfekt, der der Mannschaft in bestimmten Momenten die richtigen Impulse gibt bzw. einspringen kann, wenn es auf einer Position hakt (er kann ja fast alles spielen). Nicht zu vergessen, was er den jungen Spielern, z.B. Möhwald oder Behrens mitgeben kann.

                Überhaupt: Wenn so eine Karriere-Ende-Beschäftigung mit Anschlussvertrag verbunden werden kann – also als Jugendtrainer etc. – dann wäre ich absolut glücklich. Genau da fehlt es uns doch. Er dürfte uns auf jeden Fall weiter bringen als Schäfer. Nachtragend bin ich auch nicht – bei dem Auseinanderfallen des Kaders nehme ich es keinem Nachabstiegs-Abgang übel.

                4

                1
                • Markus Feulner hat beinahe das selbe Profil wie Patrick Kammerbauer. Zentraler Mittelfeldspieler, notfalls auch rechter Verteidiger. Ich würde ihm mitten in den Vertragsverhandlungen – die hoffentlich intensivst geführt werden – keinesfalls einen 34jährigen vor die Nase setzen.

                  5

                  0
                • Wie schnell die Zeit doch alles vergessen macht 😉. Was wurde Feulner in seiner Zeit bei uns immer wieder als Verletzungsanfällig bezeichnet, jetzt mit 34 ist er es natürlich nicht mehr.
                  Gut dan vergleichen wir doch mal Feulner mit Polak. Die letzte halbe Saison bei uns hat Polak nicht mehr oder maximal ein paar Minuten gespielt und alle waren froh als er mit 33 nach Brünn wechselte, Feulner ist jetzt schon 34. 😞

                  Und seit wann fehlt es uns an fähigen Jugendtrainern ?

                  2

                  0
  • Ja, der Transfer war wohl richtig. Aber obwohl seit inzwischen Jahren vom finanziellen Gau die Rede ist, spüre ich ihn jetzt wie nie vorher. Als Schöpf verkauft werden musste, hatten wir andere starke Mittelfeldalternativen. Man konnte den Abgang verschmerzen, es war Hoffnung dar. Zudem wurde mit Stieber ein zumindest hoffnungsvoller Name als Ersatz verpflichtet. Schöpf hatte für mich auch nie die Bedeutung, die ein Burgstaller als (einziger) zuverlässiger Score und v.a. Mentalitätsspieler, für die Mannschaft und mich als Fan hatte. Jetzt stehen wir im oberen Mittelfeld und schielen irgendwie immer noch auf Platz 3, geben gleichzeitig jedoch unseren besten Spieler und eigentlich einzigen starken Spieler ab. Ein weiterer Schritt die Mannschaft zu entemotionalisieren, so dass der fußballinteressierte Nürnberger, der kein Hardcorefan ist, noch weniger Grund hat ins Stadion zu kommen. Das ist trostlos – hoffnungslos wäre zu emotional – aber es ist trostlos. Insofern ist für mich der Abgang von Burgstaller ähnlich emotional, wieder der Über-Nacht-Transfer von Dieter Eckstein nach Schalke, an den sich hier sicher noch einige gut erinnern können. Der kam noch überraschender, wahr aber finanziell ähnlich indiziert. Es zeugt sich für mich schlussendlich wie katastrophal und verantwortungslos der komplette Aufsichtsrat über Jahre sein Mandat ausgeübt hat. Kein Wunder – da tummeln sich über Jahre Dachdecker und Ex-Sportreporter bzw. Ultravertreter. Insofern muss sich jeder von uns an die eigene Nase fassen, da wir sie gewählt haben. Umso wichtiger halte ich die Strukturreform. Sie ist zwar sicher kein Allheilmittel. In der bisherigen Struktur waren und sind wir jedoch nicht erfolgreich. Es gilt (fast) nichts zu verlieren.

    15

    7
    • „geben gleichzeitig jedoch unseren besten Spieler und eigentlich einzigen starken Spieler ab. Ein weiterer Schritt die Mannschaft zu entemotionalisieren, so dass der fußballinteressierte Nürnberger, der kein Hardcorefan ist, noch weniger Grund hat ins Stadion zu kommen.“

      Exakt das trifft es.Und dafür sind 1,5 oder zusammengekratzt 2Mio. zu wenig.Zieht mal die Hälfte seiner Tore ab und überlegt wo der Club stünde-die Hälfte,weil man ja zumindest hoffen muss das auch ein anderer spieler da ist,der mal trifft.Burgstaller kam für lau-klar ist das dann ein finanzieller Gewinn- wäre er für lau gegangen, wäre es aber kein Verlust.

      „You come from nothing and you  are going back  to nothing.What have you lost?“

      Ein Verlust wie  z.B. Sylvestre einer werden wird.Für 1.7Mio gekommen jetzt bei 500tsd. Marktwert,der frist die Burgstaller Mio doch fast allein.

      Meine ,noch junge Tochter, die wegen mir wohl,warum sonst? Clubfan geworden ist, fragt auch immer mal wieder warum Schöpf eigentlich nicht spielt.Wird ihr mit burgstaller wohl auch so gehen, außer schäfer kennt sie keinen Spieler namentlich…

      7

      4
    • Der Exsportreporter war lange Zeit einer der wenigen, die versucht haben, da gegenzusteuern. Das sollte man nicht vergessen.

      Auch wenn ich denke, daß ein Aufsichtsrat mit Menschen besetzt sein sollte, die den dafür nötigen Sachverstand auch beruflich bedingt mitbringen, so kann man doch nicht abstreiten, daß in unserem Verein auch Menschen, die mehr Ahnung von Bilanzen hatten, jahrelang, wenn nicht jahrzehntelang verkannt haben, wie wichtig es ist, in einem Verein langfristig sportliche Entwicklungen zu planen. Was unseren Verein aus meiner Sicht so weit nach unten gebracht hat, war Mauschelei und kurzfristiges Reagieren und Agieren in Form von „Wenn es nicht läuft, schmeißen wir halt den Trainer raus“ sowie in den letzten Jahren sportlich gesehen planloses Zusammenstellen eines Kaders. Es war am Ende wichtiger, hoffnungsvolle Talente zu holen, die man teuer wieder verkaufen konnte als eine funktionierende Mannschaft aufzubauen.

      Das haben die meisten Aufsichtsräte mitgetragen. Und eben auch Fankreise, die auf der JHV durch ihre Masse Stimmung machen konnten.

      Natürlich werden auch in den nächsten Jahren erfolgreiche Spieler verkauft werden (müssen). Nur scheint es mit mittlerweile so, daß die Führung erkannt hat, daß es wichtig ist, deshalb im NLZ diese Spieler auf diesen Zeitpunkt hin zu trainieren, um sie bestmöglich zu befähigen, dann den frei gewordenen Platz auszufüllen.

      Ich bin gespannt, ob die Spieler, die jetzt neu aus dem NLZ die Vorbereitung mitmachen dürfen, im Laufe der Rückrunde bei den Profis überzeugen können.

       

      4

      3
  • Nun den hier beschriebenen Gefallen kann ich nicht sehen, sind wir schon so weit, dass eine saubere Verhandlung, ohne das Gegenüber zu übervorteilen ein Gefallen ist? Das ist nicht meine Vorstellung von kaufmännischem Handeln.

    Es war eine sogenannte win-win-Situation, das hat aber nichts mit einem Gefallen zu tun. Schalke hat ein Stürmerproblem, das schnell behoben werden sollte, Burgstaller wollte schon im Sommer in die erste Liga und wir müssen uns immer entscheiden ob wir auf einen Transfererlös verzichten können. Dass Bornemann jetzt im Winter mehr Geld erzielt als im letzten Sommer, mit einer Restlaufzeit des Vertrags von gerade mal einem halben Jahr, ist eh schon fast ein Wunder.

    Tatsache ist auch, wenn ein Verein wie Schalke anklopft, dann hast Du als Zweitligist kaum eine Chance den Spieler zu halten. Kein Profi geht davon aus, dass er es beim neuen Verein nicht schaffen könnte. Wer solche Selbstzweifel hat schafft es gar nicht bis in die obersten Ligen. Es kommt also ein Verein mit der Aussicht auf internationale Spiele, ein Verein der sicher deutlich mehr bezahlt als der Club, ich denke mal das dürfte beim Doppelten oder mehr liegen. Burgstaller ist jetzt im Alter, wo er richtig Geld verdienen muss, will er nach der Karriere einigermaßen sorgenfrei sein.

    Da muss man gar nicht lamentieren, dass der Verein seine Aufstiegschance verzocken würde, da hast Du schlicht keine Chance den Spielr zu halten.

    Trotzdem wäre es für Schalke auch nicht sinnvoll gewesen hier ein Drohszenario aufzubauen. Heidel hat sicher auch im Sommer mitbekommen, dass Bornemann sich von sowas auch kaum beeindrucken lässt, siehe den Füllkrugtransfer.

    Auch für Schalke war es wichtig Burgstaller möglichst intensiv in der Vorbereitung in das Team einzubauen, sonst wäre er ja auch keine Verstärkung und die Option mit einem Poker bei dem Transfer 500k oder 1Mio zu sparen ist doch für Schalke keine Option, das sind doch Peanuts in deren Haushalt. Sprich ein Poker hätte Schalke nichts gebracht. Von Gefallen kann also keine Rede sein.

    Man muss aber gar nicht um den heißen Brei herumreden, sportlich ist das erst mal eine Schwächung, nach dem Verlust von Füllkrug ist jetzt auch noch Burgstaller weg, damit haben wir innerhalb von 6 Monaten unsere ganze Offensive verloren und Burgstaller war für uns auch einer edr wichtigsten Spieler in der Hinrunde. Erst als es bei ihm wieder besser lief, kamen wir in Schwung und konnten uns unten rausbewegen.

    Für Schwartz wird es jetzt eine weitere Herkulesaufgabe das Team neu auf- und einzustellen. Ich denke mit dem Transfer wird wieder klar, warum Bornemann Schwartz geholt hat. Von AS wird auch jetzt kein Gejammer kommen, er wird auch jetzt wieder die Aufgabe angehen. Wir benötigen schlicht einen Trainer mit hoher Frusttoleranz, der damit klar kommt, dass seine besten Spieler gehen und er immer wieder von vorn beginnen muss. Schwartz ist aus meiner Sicht der Sisyphos, der das auch noch als seine Chance begreift und im Sinne Satres ein fröhlicher Sisyphos ist.

    Es bringt auch nichts jetzt wieder darüber zu lamentieren, dass der Club immer nur Geld verbrennt, macht ja im Prinzip jeder Fußballverein, wo entstehen da schon Werte, selbst die gebauten Stadien sind ja in Wahrheit keine, denn ohne Fußball sind die auch nichts wert.

    In der aktuellen Situation benötigen wir immer noch einen kleinen 7stelligen Betrag zur Deckung der laufenden Kosten, ich hoffe mit dem Burgstallertransfer haben wir das abgedeckt, sprich meine Hoffnung ist, dass wir im Sommer nicht gezwungen sind wieder zu verkaufen. Was aber nicht bedeutet, dass wir alle Spieler halten können.

    Nur mal angenommen, Möhwald entwickelt sich so weiter, wird noch stabiler und torgefährlicher, dann werden wir ihn kaum halten können, wenn Leipzig, Leverkusen oder Wolfsburg kommen, dann sind die Beträge so hoch, die Möglichkeit das Gehalt zu steigern für den Spieler so verlockend, dass wir einen Spieler einfach nicht halten können.

    Wir müssen aber dahin kommen, dass wir keine Spieler an Vereine verlieren, die direkt mit uns konkurrieren. Und ich finde da sieht es bei uns immer noch ganz gut aus.

    Die Rückrunde wird auf alle Fälle spannend, Teuchert z.B. Hat jetzt die große Chance sich nach vorne zu spielen. Wenn er erkennt, dass er jetzt alles geben muss, sich im Trainig jedesmal aufdrängen muss, dann kann der Burgstallertransfer sein Karriereturbo sein. Erkennt er das nicht, dann fehlt es ihm vielleicht an Willen und Ehrgeiz und wir müssen uns auch keine zu großen Hoffnungen mehr bei ihm machen.

    Wir haben aber auch noch andere Spieler, die sich jetzt zeigen können, Matavz wird jetzt sicher noch mehr Zielspieler für den Torabschluss. Ist Parker eigentlich immer noch verletzt, oder könnte er einer sein, der die Außenbahn optimal besetzen könnte? Die sportliche Klasse hätte er aus meiner Sicht schon, aber wie sieht es bei ihm mit Verletzungen aus?

    Bei Gislasson muss man es fast ähnlich sehen, auch bei ihm wäre mal eine längere gesunde Zeit eine Option, dass er seine Qualität zeigen könnte.

    Ich traue unserer Mannschaft in der Rückrunde fast alles zu, dass ein Junger durchstartet, vordringlich Teuchert und uns und die Mannschaft mitreißt und wir noch einmal oben rankommen. Aber es kann schon auch sein, dass wir Burgstaller nicht ersetzen können und wir wieder hinten reinrutschen und bis zum Schluss gegen den Abstieg spielen. Am wahrscheinlichsten für mich ist aber eine solide Rückrunde, wir bleiben ungefähr wo wir sind, so um Platz 10 herum. Für die Zuschauerresonanz dürfte das der worst case sein.

    15

    0
    • „Ich denke mit dem Transfer wird wieder klar, warum Bornemann Schwartz geholt hat. Von AS wird auch jetzt kein Gejammer kommen, er wird auch jetzt wieder die Aufgabe angehen. Wir benötigen schlicht einen Trainer mit hoher Frusttoleranz“- made my day!

      4

      1
      • Dazu passend werden auch Fans mit hoher Frusttoleranz benötigt…

        9

        3
  • „Ich denke mit dem Transfer wird wieder klar, warum Bornemann Schwartz geholt hat. Von AS wird auch jetzt kein Gejammer kommen, er wird auch jetzt wieder die Aufgabe angehen. Wir benötigen schlicht einen Trainer mit hoher Frusttoleranz“- made my day!

    In Schwartz Vertrag steht ja auch nicht Gehalt sondern Schmerzensgeld…..

    aber mal eine Frage, besteht mit dem Erlös aus Burgstallers Transfer nicht die Möglichkeit Matavz damit zu kaufen, dann hätten wir zumindest in der nächsten Saison aus dem Burgstaller Transfer einen sportlichen Mehrwert?

    2

    2
    • Ich denke nicht, daß wir uns Matavz wirklich leisten sollten. So wie ich verstanden habe, ist es doch Ziel von Bornemann einen Kader mit einem homogenen Gehaltsgefüge zusammenzustellen. Daß Matavz dazu passt, kann ich mir schwer vorstellen. Und wenn er Leistung bringt, tendiert er wie Burgstaller jetzt doch wieder nur danach, möglichst schnell in der 1. Liga zu spielen.

      D.h., es wäre ein ähnliches Szenario zu befürchten, daß er dann wechselt, wenn wir gerade noch hoffen können auf eine gute Platzierung.

      Ganz abgesehen davon seh ich auch wenig Sinn darin, das erwirtschaftete Geld in einen Spieler, der auch verletzungsanfällig ist zu investieren, wo doch auf so vielen Positionen Handlungsbedarf steht.

      Ich bin sehr gespannt, wie der Kader in der nächsten Saison nach dem Abgang vieler Spieler, die jetzt bei uns noch sehr gut verdient haben dürften (teils leider ohne entsprechende Leistung zu bringen), aussehen wird.

      Es wäre toll, wenn ein Teil die erfahrenen Spieler wären (Margreitter, Behrens, Kempe), ein Teil die Spieler, die in dieser Saison im NLZ verpflichtet wurden (auch Ablöse gekostet haben), ein Teil wirklicher Nachwuchs aus dem NLZ und nur ein geringerer Prozentsatz für die Profis neu verpflichtete Spieler.

      Und es wäre ein Traum, wenn es Schwartz dann gelänge aus diesem Kader in ein, zwei Jahren eine Mannschaft zu entwickeln, die um den Aufstieg mitspielen kann.

      Alles andere (früherer Aufstieg) halte ich momentan für Utopie, die nur mit ganz viel Dusel Realität werden könnte.

       

      Und wenn wir bis dahin auch die Ausgliederung geschafft hätten und in der Folge weitere finanzielle Gesundung vermeldet werden könnte, sowie das Einsteigen von regionalen Investoren, die sich nicht wie Kühne einzumischen glauben müssen, dann hätte ich wieder Hoffnung, meinem Verein doch einmal wieder längere Zeit in der ersten Liga zujubeln zu können.

      6

      0
      • Und es wäre ein Traum, wenn es Schwartz dann gelänge aus diesem Kader in ein, zwei Jahren eine Mannschaft zu entwickeln, die um den Aufstieg mitspielen kann.

        Ich fürchte das wird immer ein Traum bleiben, zumindest in der heutigen Zeit. Natürlich muss sich die sportliche Leitung Gedanken zur Kaderplanung machen, das war ja das Hauptproblem nach dem Abstieg. Wir hatten keinen Trainer der entscheiden/beraten konnte und wir hatten einen sportlichen Leiter, der zwar immer wieder gute Talente/Spieler mit Perspektive gefunden hat und diese zu uns holte, aber der keine Idee von einer Mannschaft hatte.

        Aber wir sollten nicht denken, dass man im Fußball über 2 bis 3 Jahre etwas aufbauen könnte. Es geht heute darum jedes JKahr den bestmöglichen Kader zusammenzustellen und dann zu hoffen, dass man etwas Glück und damit das sportliche Ziel erreicht wird. Und das Ziel kann für den FCN natürlich nur Aufstieg heißen. Da kann es keine zwei Meinungen geben. Das Ziel Aufstieg heißt aber eben nicht, dass eine Saison ohne Aufstieg immer eine verlorene Saison sein muss. Es kommt eben immer auf die Umstände an und wir sind sicher nicht in der Lage für alle Eventualitäten ein Back-Up zu haben.

        Wenn wir eine vernünftige Kaderplanung machen wollen, dann müssen wir wissen, wie wir spielen wollen und welche Spieler wir auf welchen Positionen haben wollen. Dann sollten wir versuchen unsere Nachwuchsspieler genau für diese Positionen auszubilden, was nicht heißt, dass ein Spieler nicht mehrere Positionen spielen kann, vielleicht sogar spielen können sollte.

        Das bedeutet aber auch, wenn wir einen Spieler haben der deutlich über das Niveau der Mannschaft hinausragt, dass uns klar sein muss, dass wir diesen Spieler verlieren werden. Das kann sinnvoll sein, weil wir so unsere wirtschaftliche Situation verbessern können, aber wir dürfen eben nicht die Idee haben, dass ein herausragender Einzelkönner den sportlichen Wert der Mannschaft dauerhaft erhöhen kann.

        Insofern ist der Transfer von Burgstaller sogar mittelfristig sportlich sinnvoll, weil wir in der Hinserie zu sehr von ihm und seinen Toren abhängig waren. Wir sollten aber eine Mannschaft entwickeln die auf allen Positionen sportlich homogen besetzt ist. Unser Ziel muss sein, dass die Mannschaft besser funktioniert und mehr sportliche Qualität entwickelt als jeder der Einzelspieler.

        Balance und Harmonie im Kader müssen der Hauptfokus bei der Kaderplanung sein. Das bedeutet, wenn wir einen herausragenden Spieler haben, dann müssen wir für diesen Spieler einen Nachwuchsmann in der U19 oder U21 bereitstehen haben und wir müssen einen Spieler auf dem Zettel haben, der diesen günstiger ersetzen kann. Sprich uns muss Geld übrigbleiben, wenn wir den Spieler transferieren. Am besten sollte dieses Geld dann in Steine, NLZ, Stadion investiert werden, im Notfall sollte es aber auch die Möglichkeit bieten, dass wir handlungsfähig sind, wenn sich ein Spieler langfristig verletzt, bzw. weder der Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen noch der transferierte Ersatz einschlägt.

        Unser Problem aktuell, der Kader ist noch immer nicht so bestückt, dass er sportlich und finanziell homogen aufgestellt ist. Deshalb genügt es leider nicht, wenn wir Abgänge ersetzen, wir müssen den Kader auch immer noch justieren. Im Sommer werden wir wahrscheinlich noch einmal einen größeren Teil verlieren, gleichzeitig sind wir aber wirtschaftlich nicht in der Lage diese Spieler immer 1:1 zu ersetzen. Sprich die Wahrscheinlichkeit ist erst mal groß, dass wir auch im Sommer wieder eine sportliche Schwächung erleben werden.

        Bornemann scheint sich entschieden zu haben zuerst den Nachwuchs optimal aufzustellen und dann die erste Mannschaft anzugehen. Im Prinzip sinnvoll, da es fast immer sinnvoller ist ein Projekt von unten nach oben zu planen, erst das Fundament, dann das Dach. Die Idee hat aber natürlich den Nachteil, dass die erste Mannschaft zum größten Teil für die Erlöse zuständig ist und dass die Leistung der ersten Mannschaft insbesondere die Stimmung rund um den Verein beeinflusst.

        Insbesondere im Sommer wird es spannend sein zu sehen, welche Spieler uns verlassen und welche dafür geholt werden können. Immerhin sollte es im Sommer so sein, dass die Kostenstruktur einigermaßen unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entspricht.

        Es wird auch spannend sein zu sehen, ob es Bornemann gelingt Spieler zu entdecken, die ins Gefüge passen und trotzdem einen sportlichen Mehrwert mitbringen. In Sachen Transfers für die erste Mannschaft konnte Bornemann bei uns noch nicht beweisen, dass er erfolgreich ist. Matavz war der einzige Treffer, bei dem wir aber von der Wertsteigerung nicht profitieren, bisher, Kempe mit abstrichen, die sportlich hilfreich waren, bzw. sind. Dagegen stehen Flops wie Schieber oder Alushi, aber auch Risikotransfers wie bei Parker, der so verletzungsanfällig ist, wie man es erwarten konnte.

        Trotzdem habe ich Hoffnung, dass Bornemann mit Schwartz eine gute Mannschaft für die nächste Runde hinbekommen werden und dann müssen wir wieder von Anfang an versuchen oben dabei zu sein. Der sportliche Erfolg kann heute eher nicht mehr mittel- oder langfristig geplant werden. Die Entwicklung des Kaders und des Vereins aber durchaus.

        4

        1
        • Ich denke vom Ziel Aufstieg kann man sich getrost verabschieden-auch für die nächste Saison.

          Bei meldungen wie dieser:www.liga-zwei.de/1-fc-…-praesent/

          ,in denen davon ausgegangen wird das im Sommer nochmal ein Transferüberschuss von 1,5-2Mio. dringend benötigt wird, dann fehlt mir die Phantasie, wie diese ständige Schwächung aufgefangen werden soll-zumal Platz 9 jetzt auch nicht der Zustand ist, der zum Träumen verleitet.

          Sollte diese Meldung , ursprünglich aus dem kicker, stimmen, dann hat Meeske zu Beginn der Winterpause ordentlich Nebelkerzen geworfen.(„Wir müssen im Winter aber auch keinen Leistungsträger verkaufen.“) Was man ja nicht machen sollte…

          1

          1
          • Sollte diese Meldung , ursprünglich aus dem kicker, stimmen, dann hat Meeske zu Beginn der Winterpause ordentlich Nebelkerzen geworfen.(„Wir müssen im Winter aber auch keinen Leistungsträger verkaufen.“) Was man ja nicht machen sollte…

            „Müssen“ ist halt ein dehnbarer Begriff. Man musste ja nicht im Winter, aber vielleicht dann im Sommer? Man hätte auch nicht Leistungsträger verkaufen müssen, wäre man Ergänzungsspieler „los“ geworden… Zudem ist so ein „wir müssen verkaufen“ auch nicht gerade eine preissteigernde Maßnahme.

            In dem Fall verstehe ich, wenn man nicht die Hosen runter lässt. Zumindest wenn die Gesamtsituation jedem klar sein müsste…

            2

            0
          • Es war doch immer wieder davon die Rede, dass 3,5 Mio Transferüberschuss erzielt werden müssen.

            Nun hat man 1,5 Mio schon realisiert, da ist nur logisch, dass für den Sommer dann noch eine Summe in dieser Größenordnung übrig bleibt. Die jedoch durch Boni noch sinken kann – je nachdem, was da so vereinbart wurde.

            Und was heißt schon „verkaufen müssen“? Musste man Burgstaller denn verkaufen?

            Oder war es in erster Linie einfach nur die sinnvollere Option?

            Man muss einfach akzeptieren, dass der Aufstiegszug am 6. Spieltag schon abgefahren war. Man konnte ewig rumrechnen und immer wieder runterbeten, wie toll man doch danach war, dass man die Tabelle seit dem 7 Spieltag anführt usw.

            Nur leider zählt die DFL die ersten 6 Spiele auch weiterhin zur Tabelle. Und dann ist es nun mal so, dass unsere Aufstiegschancen im Promillebereich zu suchen sind. Und man sich dementsprechend schon mal auf den anstehenden Umbruch im Sommer vorbereiten sollte. Und diesen kann man nun hoffentlich sehr viel weniger schmerzhaft gestalten. Zum einen müssen wir dadurch weniger Leistungsträger zu Geld machen, zum anderen haben wir jetzt schon mal ne Halbserie Zeit, um Fußball ohne Burgstaller zu trainieren…

            Am Ende erscheint es momentan die vernünftigste Lösung zu sein. Das kann sich natürlich ändern, sollten wir nun die Rückrunde ohne Burgi total abkacken. Wir werden sehen…

            1

            0
            • Wieso haben wir nur 1,5 Mio. realisiert? Der Verkauf von Füllkrug fällt auch schon in diese Saisonbilanz.

              Wenn das mit den 3,5 Mio. erforderlichem Überschuss stimmt (woher hast du die Zahl?), dann wären die damit schon so gut wie eingefahren.

              0

              0
  • So jetzt haben wir aber genug gejammert.

    Burgstallers Verkauf kann auch eine Chance für andere Spieler sein den „nächsten Schritt“ zu gehen.

    Spontan fällt mir da natürlich Teuchert, ein von Experten hoch gehandeltes Talent, ein.

    Aber auch Baumann oder Sabiri sind ja nicht ganz talentfrei.

    Wie gesagt, jammern hilft nicht. Andere Vereine erleben ähnliches auch ständig, oder glaubt ihr Mainz hat Malli freiwillig abgegeben.

    9

    0
  • Daß Matavz dazu passt, kann ich mir schwer vorstellen. Und wenn er Leistung bringt, tendiert er wie Burgstaller jetzt doch wieder nur danach, möglichst schnell in der 1. Liga zu spielen.

    D.h., es wäre ein ähnliches Szenario zu befürchten, daß er dann wechselt, wenn wir gerade noch hoffen können auf eine gute Platzierung.

    Jeder Stürmer, der in der 2.Liga regelmäßig trifft, liebäugelt mit der 1. Bundesliga. Der Problematik werden wir immer ausgesetzt sein, ein Stürmer der niemanden interessiert, hilft uns ja auch nicht weiter.  Ich bin sehr gespannt, wie der Kader nicht nur im Sturm kommende Saison aussieht, wenn dann Matavz auch wieder weg ist.  Jetzt werden wir erst so richtig sehen, was Bornemann kann,  bislang ermöglichte uns ja immer noch der Bader Kader einigermaßen oben mitzuspielen. Bin schon gespannt, was Bornemann und Schwartz in der Rückrunde hinbekommen.

     

     

    2

    1
  • Also ich sehe unsere große Baustelle ganz klar hinten in der Verteidigung. Wenn Margreitter ausfällt ist die komplette Abwehr schwach besetzt und an vielen Tagen ein Totalausfall!

    Sepsi und Brecko sind zwar erfahren, aber alt und langsam.

    Bulthuis ist vogelwild, da habe ich jedesmal ein schlechtes Gefühl, wenn er an den Ballführenden Gegenspieler geht, geschweige denn wenn er zu seinen 60m-Loddar-Maddäus-Gedächtnis-Weitschüssen ins Nirgendwo ansetzt.

    Hovland ist zwar bemüht, aber oft glücklos in seinen Aktionen, leistet sich zu viele gravierende Fehler. Mein Hoffnungen in ihm wurden enttäuscht.

    Ich setze wirklich auf Mühl und Erras. Die beiden werden wir bestimmt noch gut brauchen können.

    Zu Feulner: Ich fand ihn immer einen guten Spieler, der sich auch richtig reinhängt, aber er ist schon 34 Jahre alt. Da wird es höchstens noch für 1 Halbzeit reichen, wenn überhaupt. Aber wenn er noch etwas Geld mitbringt, kann er gerne kommen.

    Matavz ist vorne richtig torgefährlich, wenn er von den Seiten richtig mit Bällen gefüttert wird. Da hat es noch etwas gehapert bisher. Die Flügelspieler müssen sich noch besser durchsetzen und präziser flanken.

    Salli hat mich mehr enttäuscht als begeistert. Ich drücke ihm die Daumen, dass er das noch ändern kann. Ebenso Gislason. Sympatisch, aber wirkungslos.

    Ich bin ein großer Fan von Leibold. Ich hoffe, dass er die Rückrunde schmerzfrei spielen kann und das Offensivspiel weiter belebt.

    Genauso wie Möhwald. Wenn die beiden vorne gut zusammenspielen können sie durch ihre gute Technik und Ideen ein wenig Überraschungsmoment ins Spiel bringen.

    Behrens ist ein fleißiges Bienchen auf der 6, der viel im Mittelfeld abfängt und weite Wege geht. Ab und zu zieht es ihn sogar nach vorne. Gefällt mir auch sehr gut.

    Ich hoffe noch auf die eine oder andere günstige Überraschungsverpflichtung, die wir uns leisten können. (evtl. Ablösefrei). Gerne auch junge, unbekanntere Talente mit viel Ehrgeiz und Potenzial. Das sollte die Strategie von uns sein. Denn nur so können wir uns gute Spieler leisten und wenn sie durchstarten auch einen Mehrwert erwirtschaften.

    Allgemein bin ich noch enttäuscht, wie wenig Sponsoren bereit sind, den Club zu unterstützen, aber vielleicht ändert sich das ja mit der Ausgliederung.

    6

    0
  • Weil gerade die Team-Diskussion im Gange ist: Hier eine interessante Hinrundenanalyse der 2. Liga inkl ausführlichem Abschnitt zum FCN. Unsere Spielweise von Außen betrachtet: www.niemalsallein.de/2017/…-hinrunde/

    Interessant finde ich: „Vor allem im Zentrum, dem Bereich, den Nürnberg in manchen Spielen wie kaum eine andere Mannschaft umspielt und ignoriert, verfügt der Club über interessante Spieler. Die Sechser Petrak und Behrens sind ungemein variabel, in allen Bereichen auf gehobenem Zweitliganiveau und nicht auf eine bestimmte Rollenverteilung festgelegt. […] Vor dieser vielleicht harmonischsten Doppelsechs der Liga werden auch die technisch sehr guten Fähigkeiten von Möhwald und seine kreativen Impulse nur sehr sporadisch abgerufen.“

    0

    0
    • Hier in Ausschnitten einige der Feststellungen der Experten von „Niemals Allein“ zum Fußball den der FCN diese Saison spielt:

      …“sind im Pressing grundsätzlich nicht aktiv eingestellt, rücken aber immerhin je nach der Spielanlage des Gegners auch mal über längere Phasen höher heraus. In den dennoch überwiegenden Phasen des tiefen 4-4-2 oder 4-4-1-1 herrschen Mannorientierungen der Sechser und Außenverteidiger und eine recht stark ausgeprägte Passivität vor. Die gesamte Mannschaft gibt wenig Druck auf den Ball, die beiden Stürmer ziehen sich kaum einmal aggressiv zusammen und der Club kommt nur selten zu erzwungenen Balleroberungen. Das tiefe Lauern zielt eher auf Stabilität durch die robuste, manndeckende Endverteidigung und das Abfangen der gegnerischen Risikopässe in Richtung des Strafraums ab…

      …operiert mit vielen langen Bällen, longline-Pässen und einer 4-2-4-Struktur mit einem abkippenden Sechser. Im Nürnberger Fall kommt allerdings eine Fokussierung auf ihren offensiv gefährlichsten Spieler Guido Burgstaller hinzu. Wenn der Österreicher auf dem linken Flügel der 4-2-3-1-Formation auflief, wurden die langen Bälle nicht ins Zentrum, sondern eben auf Burgstaller auf der (halb-)linken Seite gespielt – irgendwas würde dem wuchtigen und entscheidungssicheren Stürmer schon einfallen. Mit dem direkten Spiel wird nicht einmal ein allzu intensives Gegenpressing vorbereitet: Beide Sechser halten sich meistens zurück, der andere Flügelspieler oder der Stürmer schalten sich auch nicht übermäßig viel ein.

      … Die Wucht der Offensivspieler, auch vom schnellen und durchschlagskräftigen Flügeldribbler Kempe oder vom immer etwas unterschätzten Support-Stürmer Matavz, kommt so nur punktuell ins Spiel…“

      Nach einem Lob für das Spielsystem von AS klingt dies aber nicht gerade, eher nach Kritik an einfachem, wenig attraktivem und phantasiearmen Gekicke. Interessant dazu auch die Beschreibungen zum Spiel von Sandhausen unter AS bzw. unter dem neuen Trainer. Auch in Anbetracht einer gut dargelegten wachsenden Spielkultur in Liga 2.

      Letztendlich verstehe ich die Aussagen so, dass AS nicht die Gesamt-Fähigkeiten des Kaders nutzt, sondern sich auf wenige individuell herausragende Stärken setzt. Wobei mit Burgi nun der Spieler verkauft wurde, der das Spielsystem unseres Trainers erst funktionieren ließ…

      Erhöht meinen Optimismus zumindest nicht, dass AS der richtige Trainer ist, um eine aufstiegsfähige Mannschaft zu entwickeln.

      12

      3
      • Naja, was Schwartz kann, muss er eben jetzt zeigen. Möglicherweise war die Burgstaller-Fixierung bisher der richtige Weg. Und nun muss er eben Fußball spielen lassen.

        Ob ich dran glaube, dass er das kann, steht auf einem anderen Blatt – aber das Potential zum Fußballspielen scheint – nach dieser Darlegung – ja doch vorhanden zu sein.

        0

        0
  • Also ich sehe unsere große Baustelle ganz klar hinten in der Verteidigung. Wenn Margreitter ausfällt ist die komplette Abwehr schwach besetzt und an vielen Tagen ein Totalausfall!

    Sepsi und Brecko sind zwar erfahren, aber alt und langsam.

    Und vorne nicht? …Nach Schöpf, Füllkrug, Blum, Burgstaller, Matavz sind spätesten am Ende der Saison alle weg, die in den letzten Jahren das ein oder andere Tor geschossen haben und im Moment ist davon sowieso nur noch Matavz übrig.

    Man darf gar nicht nach beispielsweise nach Stuttgart schauen mit Green, Ginzek, Terrode oder Hannover oder oder…

    3

    1
  • Laut Kicker holt Aue Bunjaku.
    Union holt Polter!
    Wieso können wir so etwas nicht auch?

    1

    3
    • Weil wir kein Geld haben, glaube ich… Was willst du denn mit Bunjaku? Ist das Dein Ernst?

      8

      0
    • Wir haben Matavz, was wollten wir da mit Polter? Und was sollte ein Bunjaku-Transfer? Da lasse ich doch lieber Perspektivspieler ran…

      5

      0
      • Wir haben Matavz, was wollten wir da mit Polter?

        Was ist eigentlich, falls Matavz sich in einer langen schweren Rückrunde wieder verletzen sollte? Welchen Stürmen ausser Cedric, der noch keine konstanten Leistungen für einen Stammplatz erbrachte, er ist auch nocht sehr jung, wen haben wir dann noch, einen Sylvestre auf den man nach wiederholten Einsatz Chancen auch nicht bauen kann?

        2

        1
  • Ist eigentlich jemand aufgefallen, dass ein Clubspieler die Rangliste OM im Kicker anführt?

    15 Spiele – 3 Tore – 7 Assists – Notenschnitt: 3,04. Doch auch abseits dieser Zahlen war Möhwald für den kicker der kompletteste Akteur. Der gebürtige Erfurter hat sich in puncto Defensivarbeit deutlich gesteigert. Dass er ruhende Bälle zumeist in gefährliche verwandeln kann, war ebenso bekannt wie der Umstand, dass er ein Offensivspiel zu lenken versteht

     

    1

    0
    • Ja, das ist schön. Aber mir ist auch aufgefallen, dass wir auf allen Außenbahnen keinen einzigen in der Rangliste haben. Weder defensiv noch offensiv.

      Obwohl die Analyse zeigt, dass wir v.a. über außen spielen und die Mitte wenig nutzen, obwohl wir dort am stärksten besetzt sind.

      Tja, da drückt der Schuh! Taktisch wie Personell….

      4

      1
      • Schön, wenn der Trainer kostenfreie Nachhilfe vom kompetenten Kicker erhält.

        1

        0
  • Ich finde auch, dass Schwartz nicht das aus der Mannschaft herausholt, was möglich wäre. Alleine Burgi hat mit seinen Einzelaktionen den Club bisher nicht noch schlechter aussehen lassen. Spielerisch und taktisch war es eher ein Armutszeugnis!

    Selbst gegen schwache Mannschaften sahen wir oft alt aus.

    Von Strategie habe ich bisher leider nichts sehen können.

     

    8

    3
    • Stimme Dir zu. AS war schon bei Sandhausen als eher rustikaler und solider Arbeiter bekannt,

      nicht mehr. Großartige kreative Aktionen im spieltaktischen Bereich/Spielintelligenz dürfen wir daher eher nicht erwarten.

      Genügt das unseren Ansprüchen, besonders ,wenn junge noch unerfahrene Spieler entwickelt werden sollen?

      ( wirtschaftl. erzwungenes Ziel in Zukunft!) Ich bin da auch eher skeptisch.

      2

      2
    • Ich finde auch, dass Schwartz nicht das aus der Mannschaft herausholt, was möglich wäre.

      Das mag einem so vorkommen, ist jedoch rein faktisch betrachtet fragwürdig. Wenn man nämlich die ersten 6 Spieltage abzieht, die man Schwartz als Eingewöhnungs- und Anpassungszeit gewähren könnte, dann wäre der Club tatsächlich Tabellenführer. Wir sind wirklich die stärkste (besser: erfolgreichste) Mannschaft der letzten 11 Spieltage (2 Punkte vor Hannover, 3 Punkte vor Stuttgart und 4 Punkte vor Braunschweig, Dresden und Sandhausen). Unglaublich, aber wahr. Um so bitterer fallen dadurch die ersten 6 Spieltage ins Gewicht.

      Die Behauptung, es könnte noch mehr aus der Mannschaft herausgeholt werden ist daher wohl nicht haltbar. Offensichtlich sieht das alles zwar unbeholfen und mit Luft nach oben aus, ist aber höchst effektiv. Wir werden sehen, ob das allein Burgis Verdienst war, aber zumindest bis hierhin war die auf Burgi zugeschnittene Taktik das richtige Rezept.

      Schwartz muss sich jetzt beweisen, dass er auch andere Rezepte erfolgreich umsetzen kann.

      6

      4
      • Warum sollte man die ersten 6 Spieltage abziehen?

        Zählen die etwa nicht zur Saison? Zählt am Ende etwa die Tabelle ab dem 7. Spieltag?

        Das wird ja gerne immer wieder vorgerechnet, wie toll man seitdem ist. Aber was bringt es uns?

        Spielt es denn eine Rolle, wann man gut und wann man scheiße spielt? Wir hatten auch nach dem 6. Spieltag noch Spiele, die richtig schlecht waren. Schlechter als ein paar von den ersten 6 Spielen.

        Würde sich alles schön gleichmäßig verteilen, wäre unsere Lage immer noch genauso trostlos, aber niemand würde meinen, wir wären Tabellenführer…

        Sorry, aber ich kann das echt nicht mehr hören. Wir waren auch letzte Saison Tabellenführer der Spieltage 7-34. Hat das uns was gebracht? Es ist doch meistens so, dass man starke und schwache Phasen hat. Aber am Ende zählt halt die gesamte Saison, irgendwelche „was wäre wenn“-Rechnungen nützen einem einfach nichts.

        Ob alles aus der Mannschaft herausgeholt wird, ist eine recht müßige Frage. Es gibt sicherlich einige Spieler, die weit unter ihren Möglichkeiten spielen (Hovland, Leibold, Salli, Brecko, Kempe…). Ebenso muss man festhalten, dass die Mannschaft oft nicht gut als solche funktioniert, die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen, die Raumaufteilung, die Laufwege, da sehe ich noch viel Verbesserungspotenzial. Unter diesen Aspekten muss man wohl sagen, dass Schwartz nicht das Optimum herausholt.

        Gleichzeitig aber gibt es auch in der Kaderzusammenstellung erhebliche Schwachstellen, die es sehr schwierig machen, hier insgesamt ein höheres Niveau zu erreichen, weil oft individuelle Mängel und Fehler das gesamte Mannschaftsgefüge schwächen bzw. die Mannschaft um den Erfolg bringen.

        7

        3
        • Ob alles aus der Mannschaft herausgeholt wird, ist eine recht müßige Frage. Es gibt sicherlich einige Spieler, die weit unter ihren Möglichkeiten spielen (Hovland, Leibold, Salli, Brecko, Kempe…)

          Wie kommst Du darauf, dass die genannten Spieler weit unter ihren Möglichkeiten spielen?

          Ja Hovland hat schon sehr gute Spiele gemacht, aber nie konstant, unter keinem Trainer, weder bei Ismael, noch bei Weiler und auch nicht bei Schwartz. Auch bei Weiler konnte er sich nicht gegen die Konkurrenz Margreiter und Bulthuis durchsetzen. Ich verstehe nicht wie man da davon schreiben kann, dass Hovland weit unter seinen Möglichkeiten spielt.

          Leibold sehe ich nicht so schlecht, zuletzt hat er mit Verletzungen laboriert und wohl auch teilweise angeschlagen gespielt, dass er da nicht seine Topleistung bringen kann ist klar, liegt aber sicher nicht am Trainer. Dazu ist er halt auch ein junger Spieler mit entsprechenden Schwankungen.

          Bei Salli sieht man sicher Potential, ob er je in der Lage ist das auf den Platz zu bringen kann ich noch nicht beurteilen, aber ich bin sicher Schwartz ist der letzte der ihm vorschreibt sich totzudribbeln. Ich würde mir aber aktuell nicht zutrauen zu sagen, dass Salli auf deutlich höherem Niveau spielen könnte.

          Und bei Kempe finde ich, dass er zuletzt ziemlich genau das bringt was er schon in Darmstadt gezeigt hat und weswegen wir ihn geholt haben. Ob da noch viel Luft nach oben ist? Ich würde eher nein sagen.

          Ebenso muss man festhalten, dass die Mannschaft oft nicht gut als solche funktioniert, die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen, die Raumaufteilung, die Laufwege, da sehe ich noch viel Verbesserungspotenzial. Unter diesen Aspekten muss man wohl sagen, dass Schwartz nicht das Optimum herausholt.

          Auch das sehe ich weit weniger kritisch, die Probleme begleiten uns seit dem Abstieg, auch unter Ismael, aber sogar noch mehr unter Weiler hat die Mannschaft immer wieder Probleme offenbart wenn Sie das Spiel machen musste. Insofern ist meine Analyse, dass die Mannschaft tatsächlich in dieser Beziehung nicht besser ist. Wir benötigen also erst mal andere, bessere Spieler, dass wir auf dem genannten Feld besser werden können.

          Und zum Thema Entwicklung, wenn eine Mannschaft sich gegenüber dem Start steigert, bessere Ergebnisse holt, dann hat das meist etwas mit dem Trainer zu tun, denn er ist es der die Mannschaft entwickelt. Insofern sehe ich es durchaus als positiv an, dass wir im zweiten und dritten Drittel der Hinrunde erfolgreicher waren als im ersten Drittel. Für mich ist das eine positive Entwicklung und ich hoffe Schwartz kann diese in der Rückrunde trotz des Verlusts von Burgstaller weiterführen.

          10

          1
          • Und zum Thema Entwicklung, wenn eine Mannschaft sich gegenüber dem Start steigert, bessere Ergebnisse holt, dann hat das meist etwas mit dem Trainer zu tun, denn er ist es der die Mannschaft entwickelt.

            Da ziehe ich einen anderen Schluss. Der Trainer sah endlich ein, dass die Mannschaft mit ihrem speziellen, britischem Hauruckfussball am effektivsten spielt, kehrte zu diesem „Stil“ zurück und schon haben wir wieder Spiele gewonnen. Immerhin hat er’s dann eingesehen.

            1

            2
            • Haben wir denn wirklich einen spezifischen („britischen Hauruckfußball“)-Stil? Das soll nicht polemisch sein, aber ich habe bis heute keinen spezifischen Stil, Handschrift oder gar System (hat nie innerhalb einer Spiels z.B. von 4-5-1- auf 4-4-2 umgestellt) erkennen können. Nicht mal konzertiert wird vorgegangen – z.B. beim Pressing. Was kann also Schwartz? Er ist weder ein Heißmacher, noch kann er im Spiel deutlich Einfluss auf die Mannschaft nehmen (ist die Truppe jemals verändert aus der Halbzeit gekommen?). Selbst bei Einwechslungen zaudert Schwartz (siehe 1860-Heimspiel). Insofern sehe ich nicht, was Schwartz „eingesehen“ hat. Im Gegenteil: spontan würde ich wie o.g. viele Ansätze sehen, was ein Trainer besser machen kann.

              5

              1
          • Ja Hovland hat schon sehr gute Spiele gemacht, aber nie konstant, unter keinem Trainer, weder bei Ismael, noch bei Weiler und auch nicht bei Schwartz. Auch bei Weiler konnte er sich nicht gegen die Konkurrenz Margreiter und Bulthuis durchsetzen. Ich verstehe nicht wie man da davon schreiben kann, dass Hovland weit unter seinen Möglichkeiten spielt.

            Aber genau darum geht es doch – grundsätzlich hat Hovland deutlich höhere Fähigkeiten, als er im Allgemeinen auf den Platz bringt. Und in der Saison 14/15 hat er durchaus konstant gute Leistungen gezeigt und war unangefochtener Stammspieler. Letzte Saison gab es dann einen extremen Leistungsabfall und nun schafft er es einfach nicht mehr, an seine früheren Leistungen anzuknüpfen. Ergo spielt er unter seinen Möglichkeiten. Woran das liegt, ob man es am Trainer festmachen kann, ist halt die Frage. Ich persönlich kann das nicht beurteilen. Dennoch bleibt es dabei, dass er eben weit unter seinen Möglichkeiten spielt.

            Leibold sehe ich nicht so schlecht, zuletzt hat er mit Verletzungen laboriert und wohl auch teilweise angeschlagen gespielt, dass er da nicht seine Topleistung bringen kann ist klar, liegt aber sicher nicht am Trainer. Dazu ist er halt auch ein junger Spieler mit entsprechenden Schwankungen.

            Inwiefern die Verletzungen bei Leibold eine Rolle spielen, ist natürlich schwer zu beurteilen, aber unterm Strich sind seine Leistungen einfach enttäuschend. Nach vorne weitestgehend uneffektiv, rennt sich oft fest, viele Fehlpässe, nach wie vor oft viel zu ungestüm und auch vom Defensivverhalten her schwach, obwohl er ja gelernter LV ist.

            Bei Salli sieht man sicher Potential, ob er je in der Lage ist das auf den Platz zu bringen kann ich noch nicht beurteilen, aber ich bin sicher Schwartz ist der letzte der ihm vorschreibt sich totzudribbeln. Ich würde mir aber aktuell nicht zutrauen zu sagen, dass Salli auf deutlich höherem Niveau spielen könnte.

            Sallis Probleme liegen eindeutig im taktischen Bereich bzw. beim Spielverständnis. Er muss lernen, wie er seine Fähigkeiten einzusetzen hat, dann kann er sicherlich auf sehr viel höherem Niveau spielen.

            Und bei Kempe finde ich, dass er zuletzt ziemlich genau das bringt was er schon in Darmstadt gezeigt hat und weswegen wir ihn geholt haben. Ob da noch viel Luft nach oben ist? Ich würde eher nein sagen.

            Kempes Zweitligaleistungen bei Darmstadt habe ich shcon noch ein ganzes Stück besser in Erinnerung. Vor allem aber hätte Kempe eigentlich die Art von Neuzugang sein sollen, die man als „Soforthilfe“ bezeichnet, der keine große Eingewöhnungszeit braucht.

            Auch das sehe ich weit weniger kritisch, die Probleme begleiten uns seit dem Abstieg, auch unter Ismael, aber sogar noch mehr unter Weiler hat die Mannschaft immer wieder Probleme offenbart wenn Sie das Spiel machen musste. Insofern ist meine Analyse, dass die Mannschaft tatsächlich in dieser Beziehung nicht besser ist. Wir benötigen also erst mal andere, bessere Spieler, dass wir auf dem genannten Feld besser werden können.

            Ich rede viel weniger vom Offensiv- als vom Defensivspiel. Und gerade das hatte uns unter Weiler letzte Saison ausgezeichnet, dass wir nach dem da ebenfalls verkorksten Saisonstart mit massig Gegentoren sehr kompakt und stabil standen, die Abstimmung hat gut gepasst und die Mannschaft geschlossen verschoben hat. Da wurden die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt und folglich haben wir extrem wenig zugelassen.

            Das ist diese Saison einfach nciht so, es gab zwar die starke Phase vom 7.-10. Spieltag, wo man nur ein einziges Gegentor kassiert hat, aber danach gings wieder ziemlich bergab, wir haben wieder viel zu viele und vor allem unnötige Gegentore kassiert (11 Stück in 7 Spielen). Da ist einfach keine nachhaltige Weiterentwicklung erkennbar.

            Und einfach nur nach besseren Spielern zu verlangen, ist mir da auch zu simpel. Klar hat der Kader auch starke Schwachstellen, aber man kann durchaus erwarten, dass die Mannschaft zumindest einen gewissen Teil des Niveaus beibehält, auf dem sie vorher schon gespielt hat und nicht urplötzlich ganz bei Null anfangen muss.

            Und zum Thema Entwicklung, wenn eine Mannschaft sich gegenüber dem Start steigert, bessere Ergebnisse holt, dann hat das meist etwas mit dem Trainer zu tun, denn er ist es der die Mannschaft entwickelt. Insofern sehe ich es durchaus als positiv an, dass wir im zweiten und dritten Drittel der Hinrunde erfolgreicher waren als im ersten Drittel. Für mich ist das eine positive Entwicklung und ich hoffe Schwartz kann diese in der Rückrunde trotz des Verlusts von Burgstaller weiterführen.

            Sich gegenüber einem absoluten bodenlosen Niveau auf eines zu steigern, das man eigentlich von Anfang an hätte haben sollen, ist nun nichts, was meiner Meinung nach positiv zu sehen ist.

            3

            3
        • Es geht um die Beurteilung der aktuellen Leistung. Hierzu muss ich die Findungsphase eines neuen Trainers nicht zwingend einbeziehen. Wäre Weiler weiter Trainer geblieben, hätte ich ihm die Findungsphase auch nicht zugestanden, weil der Kaderumbruch vergleichbar mit der Konkurrenz war und somit gleiche Voraussetzungen geherrscht hätten. So viel dazu.

          Ich beurteile also die Leistung über die letzten Spiele und fasse hierzu sogar einen großen Zeitraum, der auch eine gewisse Konstanz berücksichtigt. Dass dazwischen schlechte Spiele waren ist geschenkt, denn auch Stuttgart und Hannover haben ihre Klatschen kassiert, das gehört einfach dazu und ist nicht Clubspezifisch.

          Wenn ich also nun über die letzten 11 Spiele hinweg erfolgreicher bin als die finanziell und individuell deutlich stärker aufgestellten Absteiger oder die am besten eingespielten Mannschaften der Liga (EBS, Heidenheim), dann hat das durchaus Relevanz. Jedenfalls mehr als die Ergebnisse der Findungsphase.

          Das bedeutet aber auch, dass man bereits am oberen Limit spielt oder aber, dass auch die Konkurrenz mehr aus ihren Mitteln machen müsste. Somit resultiert, dass die Konkurrenz es auch nicht besser macht. Wie man es drehen will, jedenfalls halte ich es für nicht legitim, die Ergebnisse gleichmäßig über die Saison zu verteilen und dann zu behaupten, es wäre doch alles nur Mittelmaß. Denn das negiert die Faktoren Form und Entwicklung.

          4

          2
          • Keine Findungsphasentheorie kann auch nur ansatzweise herhalten für diese bodenlosen, desaströsen Auftritte zu Beginn der Saison.

            Lasst doch einfach mal den Mittelmaßzuschnitt beim Club wie er ist.

            Schönreden können wir später immer noch.

            6

            5
            • Keine Findungsphasentheorie kann auch nur ansatzweise herhalten für diese bodenlosen, desaströsen Auftritte zu Beginn der Saison.

              Ich finde es läßt sich doch einigermaßen erklären. Wichtiger Faktor am Saisonanfang war für mich der knapp verpaßte Aufstieg in der Relegation und die fehlenden Prozentpunkte Motivation oder der Schritt weniger sich für die neue Saison in der selben Fußball Arbeiter Klasse 2 wieder erneut zu motivieren.

              Die Umstellung vielleicht noch ein wenig , das halte ich aber nicht für so ausschlaggebend. Der Kopf nach dem verpassten Ruhm wars..

              3

              1
            • Keine Findungsphasentheorie kann auch nur ansatzweise herhalten für diese bodenlosen, desaströsen Auftritte zu Beginn der Saison.

              Sehe ich auch so. Es war ja eben nicht nur so, dass es anfangs ein bisschen geholpert hat, sondern es war eine absolute Katastrophe. Und es gibt genug andere, die ähnlich große Umbrüche zu bewältigen hatten und das deutlich besser hinbekommen haben.

              Daher wüsste ich auch nicht, warum man den Saisonstart einfach ausklammern sollte.

              Ebensogut könnte man sagen, die Spieltage 7-10 waren eine absolute Ausnahme, die nicht unserem normalen Niveau entsprechen, und sollten nicht in die Bewertung einfließen…

              4

              2
            • Im Grunde ist es völlig irrelevant, wie man die schlechte Phase zu Beginn nennen mag oder zu erklären versucht. Entscheidend ist, dass sie vorbei ist und es danach besser war.

              Ich will sie auch nicht ausklammern, sondern einfach nur da belassen, wo sie ist: am Saisonanfang. Sie ist Teil der Entwicklung und hat da ihren Stellenwert. Sieht man nur den Durchschnitt und zieht alles gleich, dann ignoriert man eben die Entwicklung. Wer sich damit besser fühlt, kann das gerne machen.

              Für mich ist die Entwicklung das spannendere Thema. Jetzt entscheidet sich v.a. die Frage, ob sie auf Einzelleistungen beruht (Burgis Tore) oder ob die Mannschaftsleistung insgesamt verbessert ist.

              3

              0
  • So wie der Margreitter herumdruckst und sich ziert, rechne ich bei ihm vorsichtshalber auch gleich mit einer Überraschung.😕

    4

    1
    • Stimmt. Das alles liest sich nicht besonders gut. Es ist zu befürchten, dass er Ende der Saison geht. Da kommt hoffentlich keine Lawine in’s Rollen.

      3

      0
  • Ich denke die Spieler so wie Margreitter wollen auch erstmal wissen welche sportliche Perspektive gibt es überhaupt nächste Saison, die ist ja im Moment noch völlig unklar.

    2

    1
    • Okay und welche Perspektive soll Bornemann aufzeigen ? Wir verkaufen Alushi , Hovland Sepsi und Bulthuis nach China und nächstes Jahr spielen wir CL ?
      Ich finde Margreitter soll sich jetzt entscheiden, entweder er möchte weiterhin für den 1.FCN spielen oder einen Schlussstrich ziehen und uns wenigstens Geld hinterlassen. Aber mit den 1.Liga Angeboten wedeln und die Entscheidung ewig hinauszögern finde ich nicht besonders fair.

      6

      0
      • Schlicht welche Ziele in der 2.Liga nächste Saison angepeilt werden und wie man das umsetzen will in einem internen Personalgespräch.

        0

        1
        • Die Weltherrschaft.

          Hat sich da irgendwas geändert ? Es wird langfristig die Rückkehr in die 1.Bundesliga angepeilt bla bla finanzielle Konsolidierung bla bla sportliche Stabilisierung bla bla bla…

          6

          0
      • Richtig – zumal ich ihn nicht für einen absolut unentbehrlichen Spieler halte. Ordentlich für die 2.Liga, für die 1.Liga zu langsam.

        4

        0
  • Heute Meeske in der Bild:

    „Im Moment machen wir alle Zahlen für den Jahresabschluss fertig, den wir mit dem Wirtschaftsprüfer bis 15. März – mit den Planungen für die neue Saison – an die DFL weitergeben. Die Liga prüft das dann und wir werden Anfang April Bescheid bekommen. Daher können wir das noch nicht final versichern, sind aber grundsätzlich zuversichtlich.“

    Kann mir das jemand erklären? Wieso kann das Meeske nicht selbst beurteilen, sondern muß drauf warten, wie es die DFL beurteilt?

    1

    0
    • Weil erst diese Prüfung stattfinden muss und er das Urteil der DFL ja nicht vorweg nehmen kann.  Das würde einen etwas anmaßenden Eindruck erzeugen.

      3

      1
  • Wieso ist es anmaßend, wenn ein Verein sagt, wir haben unser negatives Eigenkapital um 5% senken können? Wenn es da nur um die Zahlen geht, muß doch so etwas möglich sein. Es sei denn, mache Zahlen oder Buchungen bzw. Buchungstermine sind nicht so eindeutig zu beurteilen und hängen vom Wohlwollen des Prüfers ab.

    6

    0
  • Meeske ist rhetorisch gewiss erstligareif. In letzter Zeit aber sind seine Aussagen oftmals beinahe baderesk vage gehaltenen.  Was bei mir die Befürchtung wachsen lässt, dass es um unseren Club finanziell noch desaströser steht, als bisher bekannt…

    3

    2
    • Vielleicht fallen ja auch die Reporter wieder in ihr altes Verhalten zurück. Wäre es so abwegig zu erwarten, daß der Reporter bei so einer Aussage mal nachhakt?

      3

      0
      • Ich bekam auf Nachfrage von Meeske folgende Auskunft:

        vielen Dank für Ihre Email und gern können Sie die Antwort auch weitergeben.

        Natürlich haben wir bereits einige Tage nach dem Jahreswechsel ein Bild von der Situation (zuvor müssen wir noch alles, was den Zeitraum bis 31.12. betrifft, einbuchen), aber es gibt in jedem Jahresabschluss einzelne Positionen, wo der letztlich beurteilende Wirtschaftsprüfer die Werthaltigkeit selbst festlegt. Z. B. sind dies noch nicht beglichene Forderungen Dritter, wo eben der Prüfer überlegt, wie hoch das Ausfallrisiko ist, also dass der Schuldner doch nicht oder nur in Teilen zahlt. Und hier ergeben sich durchaus häufig unterschiedliche Ergebnisse zwischen der eigenen Einschätzung und der Bewertung der Wirtschaftsprüfer.

        Letztlich gehen wir davon aus, dass wir – nach unserer Bewertung – die Hürde schaffen, aber die Abstimmung mit den Wirtschaftsprüfern dauert eben noch bis Anfang  Februar und erst danach können wir mehr sagen.

        Ganz zu schweigen davon, dass dann die DFL abschließend im März/April prüft, sich dabei jedoch meist am Ergebnis der Prüfer orientiert.

        Ich hoffe, die Informationen erleichtern das Verständnis und nun halte ich uns allen die Daumen für einen guten Rückrundenstart.

        26

        0
          • Der Dank geht an Meeske, daß der sich tatsächlich die Zeit nimmt, auf solch eine Anfrage zeitnah zu antworten.

            20

            0
            • Schön, daß sich Meeske auch noch um die Verständnisprobleme einzelner kümmern kann, wobei er zum jetztigen Zeitpunkt. (DFL Ergebnis wird erst im April erwartet) eigentlich alles gesagt hat in der Bild Meldung.

              6

              2
            • Von Euch beiden wirklich gut:

              Von Dir für Deine offensichtlich so präzise gehaltene Anfrage, dass man von Meeskes Seite her auch davon überzeugt ist, es wäre gut, diese zu beantworten. Und von Messe, dass er das tatsächlich so eingeschätzt und sich dann die Mühe gemacht hat, alle Verständnisprobleme aus der Welt zu schaffen. Und das offenbar rasch.

              Finde ich klasse und darüber hinaus auch erschöpfend für Laien beantwortet.

              15

              0
              • Da stimme ich zu – Lob an Euch beide. Ich suche trotzdem ein Haar in der Suppe: Meeske und das „wo“ 😉

                0

                0
                • Ich meine die Sprache – die mehrfache Verwendung des „wo“ hinter dem Komma ist schon sehr umgangssprachlich – glaub ich jedenfalls. War kein substantieller Beitrag 😉

                  1

                  0
  • Freue mich schon auf nächste Woche, wenn auf der  CU-Titelseite nicht mehr 2 x Belschanov und 3 x dieser Exspieler Bu…Bu…Bunja…Bu…ach egal zu sehen sein wird.

    🙂

    6

    1
    • Wenn du Pech hast, fällt mir was ein und du siehst in der nächsten Woche wieder belschanov auf der CU-Titelseite.

      Bislang ist mir zum FCN, zu dem einem seit mittlerweile schon fast drei Jahren nur noch wenig einfällt, eigentlich immer noch was eingefallen.

      2

      1
      • War auch nicht gegen Dich und Deine wohlfeilen Beiträge gemünzt sondern eher eine freundliche Stichelei gegenüber den Blogbetreibern.

        Clubeske Erwartungshaltung Hilfsausdruck.

        2 Wochen den Ex als Titelbild, während man eigentlich den nächsten scharfen Feger im Zeichen der Burg erwartet machen einfach mürbe.

        🙂

        1

        0
  • Laut Liga Zwei de. ist Terrence Boyd zu haben.

    Wäre das nicht ein Spieler der zu uns passen würde.

    Was meint Ihr?

    0

    0
    • Er wäre in Tat eine Verstärkung. Ob aber ein Spieler von einem Betrieb der auf Platz 2 der 1. Liga steh wirklich zu einem Verein wechselt, der in der 2. Liga im Mittelfeld verharrt?

      Abgesehen davon, ob eine solche Leihe für ein halbes Jahr überhaupt Sinn macht, und mehr wird es nicht sein, da wir weder Ablösesumme noch Gehalt zahlen können. Der Club hat den diesjährigen Aufstieg abgehakt, was der Verkauf des mit weitem Abstand treffsichersten Spielers eindeutig belegt. Der Club sollte die Rückrunde lieber dafür verwenden, sich für die nächste Saison einzuspielen.

      4

      0
      • Er wäre in Tat eine Verstärkung. Ob aber ein Spieler von einem Betrieb der auf Platz 2 der 1. Liga steh wirklich zu einem Verein wechselt, der in der 2. Liga im Mittelfeld verharrt?

        Naja, immerhin war er auch langzeitverletzt, hat also nichtmal in der letztjährigen Aufstiegself von RB gespielt. Mit dem 2. Platz hatte er nie was zu tun – man weiß garnicht, ob er damals (hat in der Hinrunde 2014 lediglich zwischen Spieltag 10 und 16 gespielt) überhaupt als elementarer zukünftiger Baustein von RB gesehen wurde. Immerhin ist er ja auch beim KSC im Gespräch – der dürfte ihm noch deutlich weniger Perspektive bieten als uns.

        0

        0
  • Ich bin auch der Meinung man kann den sportlichen Wert von Burgstaller, der der Mannschaft natürlich fehlt, mit gar nichts schwer ersetzen. Man müßte da schon etwas tun.

    Man darf auch mal feststellen, daß alle sportlichen Werte die Meeske und Bornemann veräußert und in pekuniäre Werte umgewandelt haben (die nur im schwarzen Loch versickern) noch Werte waren und zwar erhebliche, die Bader mit seiner Personalpolitk für den Club geschaffen hat. (Schöpf, Füllkrug, Blum, Burgstaller usw.)

    Es wird jetzt auch für Bornemann langsam mal Zeit solche Werte für den Club zu schaffen.  Da gibt es nun nach immerhin schon über 1 Jahr keine einzige Personalie, die auf Bornemann zurückzuführen ist und die dem Club sportliche und geldliche Werte schafft. Es ist mal an der Zeit dafür. Das einzige was unter ihm geklappt hat mit Matavz ist eine Leihe.

    Auch wenn es im Winter schwierig ist, es gibt auch Chancen, ich glaube nicht, daß man beim Abgang Burgstallers mit seinen 14 Tore gar nichts machen muss.

     

     

    7

    10
    • Ich möchte gar nicht bestreiten, dass Bader (auch) gute Spieler verpflichtet hat, allerdings halte ich einen Vergleich mit Bornemann für unangebracht.

      Zum einen hat Bader oft auf eigene Faust gehandelt, ohne besondere Rücksicht auf die Spielphilosophie des Trainers (wenn es denn überhaupt einen gab). Mir ist es lieber wenn Bornemann und Schwartz zusammen arbeiten und überlegter handeln, denn ein qualitativ besserer Spieler ist nicht immer mehr wert als ein weniger Guter, der aber besser ins Team passt.

      Zum anderen, und das ist noch erheblicher, hat Bader offensichtlich gute Spieler auch dadurch überzeugt, indem er finanziell (zu) tief in die Tasche gegriffen hat. Bornemann ist Gott sei Dank gerade dabei, das Gehaltsniveau der Mannschaft an unsere finanziellen Möglichkeiten anzupassen; da wäre es vermessen, zu erwarten, dass er für weniger Geld genausoviel hinkriegen sollte.

      Für eine Bewertung von Bornemanns Arbeit wird es leider noch etwas mehr Geduld brauchen, als wir uns das gerne wünschen. Eine Bewertung Bornemanns im Vergleich mit Bader dagegen halte ich für unmöglich, dafür ist die Ausgangslage einfach zu unterschiedlich.

      15

      1
      • Für eine Bewertung von Bornemanns Arbeit wird es leider noch etwas mehr Geduld brauchen, als wir uns das gerne wünschen. Eine Bewertung Bornemanns im Vergleich mit Bader dagegen halte ich für unmöglich, dafür ist die Ausgangslage einfach zu unterschiedlich.

        Natürlich ist ein Vergleich möglich, man kann ja unterschiedliche Ausgangslagen berücksichtigen und von einer komplett anderen Welt waren die Rahmenbedingungen, bei der Arbeit Baders nicht, die auch ihre Schattenseite hatte, unbestritten ( hohe Gehälter dennoch marktüblich, wenn man schnell wieder hoch will, das war ja das Ziel, das auch die Fans erwartet haben bitte nicht vergessen). Es war leider nur schlecht gemacht eine komplett neue Mannschaft ohne Gerüst zusammenzustellen und zu glauben es läuft sofort.

        Ich bin schon der Meinung Bornemann sollte langsam auch mal liefern, spätestens im Sommer bleibt ihm da auch keine andere Wahl. So ein Transfer wie Schöpf für 400 Tsd nur ein Beispiel sollte ja auch jetzt noch möglich sein, nur muss man nur solche Spieler auch finden und überzeugen.

        5

        5
    • Sorry, aber du kannst doch unmöglich das, was Bornemann bisher tun mußte, Bornemann vorwerfen. Er ist immer noch dabei, den durch Bader aufgeblähten und überteuerten Kader abzuspecken. Und u.a. um ihn finanzieren zu können, muß er dann auch noch die Spieler transferieren, die wirklich eingeschlagen sind.

      Bornemann kann auch für die kommende Saison nur begrenz Geld investieren, er kann kein Talent mehr mit überhohten Bezügen locken und drauf hoffen daß es einschlägt. Und zur Sicherheit dann noch einen erfahrenen Spieler holen und dafür die Ablösesumme x einsetzen. Er muß suchen unter jungen Talenten, die bereit sind, zum Club zu kommen, obwohl der nicht besser zahlt als andere Vereine der 2. Liga und erfahrenen Spielern, die entweder auf der Ersatzbank sitzen oder verletzt waren und bereit sind, zu vermutlich verminderten Bezügen zu spielen und Leihspielern.

      Warte einfach noch bis nächste Saison. Der Kader wird dann wirklich Bornemanns Kader sein. Aber beurteile ihn dann auch danach, was der Kader wert ist. Ich bezweifel stark, daß wir uns weiter den drittteuersten Kader der 2. Liga leisten können.

      Und gib ihm und dem Trainer dann auch die Zeit, die man braucht, um aus einem durchschnittlichen Kader einen Kader zu entwickeln, der um den Aufstieg mitspielen kann.

       

      18

      1
      • Sorry, aber du kannst doch unmöglich das, was Bornemann bisher tun mußte, Bornemann vorwerfen. Er ist immer noch dabei, den durch Bader aufgeblähten und überteuerten Kader abzuspecken. Und u.a. um ihn finanzieren zu können, muß er dann auch noch die Spieler transferieren, die wirklich eingeschlagen sind.

        Also nach einem Verkauf von Schöpf, Füllkrug, Blum, Burgstaller, das sind jetzt mal grob 10 Mio muss man auch mal wieder einen verpflichten, der der Mannschaft wieder weiterhilft, auch dann wenn man  gerade mal 20% reinvestiert. Die Mannschaft ist das Produkt, das in Zukunft die Einnahmen auch einspielen muß, man kann nicht nur in eine Richtung sportliche Substanz abbauen.

        6

        12
      • Kommt natürlich stark darauf an welche Phase der baderschen Wirkungsperiode du mit der Arbeit von Bornemann vergleichen willst.Anfänglich war es wohl auch eher ein finanzieller Scherbenhaufen, der wettbewerbsfähig gehalten werden musste.Zwischenzeitlich war es dann finanziell etwas entspannter und am Ende der Ära Bader schlitterte man wieder in die heutige finanzielle Schieflage.Also ,welche Phase passt am ehesten für einen Vergleich?

        1

        1
        • am Ende der Ära Bader schlitterte man wieder in die heutige finanzielle Schieflage.Also ,welche Phase passt am ehesten für einen Vergleich?

          Spielt keine Rolle jetzt Phasen zu konstruieren. Aber wenn du so willst, seit dem Abstieg 2014. Es wurde eine fast komplette Mannschaft aus der 1. Liga verkauft und es ist in Folge zwangsläufig ein Risiko, wenn man sich entscheidet sofort wieder hoch zu wollen und sind wir doch mal ehrlich, das war die Erwartungshaltung des Umfelds gewesen, alle wollten gleich wieder rauf und so wurde der Kader auch gehaltsmäßig zusammengestellt, die Crux war meines Erachtens trotz guter Spieler (Zweitligamaßstab),  daß die Zusammenstellung sehr schlecht gemacht wurde ohne Gerüst, es paßte lange im Kader nicht zusammen.  Komplett neuer Kader und erst am Ende kam ein neuer Trainer Ismael hinzu. der damit bei 0 anfangen mußte, das war in meinen Augen der Konzept-Fehler, das hatte dann eben seine wirtschaftlichen Folgen weil, wenn man nicht hoch kommt, wird mit jedem Jahr der Kader für die 2.Liga zu teuer.  Der Ansatz war aber nicht falsch, das war eben das, was alle von Bader, der nach dem Abstieg angezählt war,  erwartet haben – schnell wieder rauf und so war der neue Kader angelegt.

          1

          4
  • Sorry für die deutlichen Worte, aber jede Pilzinfektion am Sack ist angenehmer, als sich ein Club All-Star game anzusehen 😡

    5

    6
    • Letztes Jahr mit nem fitten MIntal war es ein klasse Turnier, aber diesmal sahen die Herrn mit der Burg auf der Brust aus wie ne wahre Altherrenmannschaft gegen Mannschaften mit Spielern, die noch richtig in Form waren. Die eng geschnittenen Umbro-Trikots taten ihr übriges dazu …

      1

      1
      • Apropos Mintal, letztes Wochenende beim U19 Hallenturnier in Aschaffenburg haben Mintal und Matarazzo enorm Eindruck bei meinen Kollegen hinterlassen. Und das sind keine Clubfans die da von der Arbeit der Beiden Trainer geschwärmt haben.

        4

        0
        • Materazzo ist auch, seit ich ihn einige mal coachen sah, immer meine Vorstellung gewesen einer Art Nagelsmann Lösung für die Club Profis.  Ich habe ihn ja auch im Duell Hoffenheim gegen FCN U19 gesehen als Nagelsmann im direkten Vergleich 30m weiter noch auf der anderen Seite stand. Da hat Materazzo auf mich den kompetenteren (äußeren) Eindruck gemacht, weil in dem Spiel Nagelsmann nur rumgetobt ist und seine Jungs zusammengeschrien hat während Materazzo sehr diszipliniert und analytisch wirkte. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, daß Nagelsmann mal so eine Karriere macht, aber ist verdient.

          5

          1
  • Schließe mich den Worten von Bornemann an und wünsche Alushi in Israel alles Gute.

    1

    0
    • Ich wünsche Alushi natürlich auch alles Gute.
      Alushis Vertrag läuft aber bis 2018 während die Leihe nur bis zum Sommer ausgehandelt wurde. Ich wiederhole mich ungern, aber das war mal nix Herr Bornemann 😞

      5

      2
      • Sollten die Israelis sein Gehalt komplett übernehmen, würde der Club zumindest die Kosten für das Trainingslager in Spanien wieder herein holen, in der derzeitigen Notlage zählt jeder Euro! Und im Idealfall bringt sich Alushi über Spielpraxis bei diversen Vereinen ins Gespräch und dem FCN im Sommer eine kleine Ablösesumme.

        2

        0
  • Katastrophale Übertragungsqualität vom Spiel gegen die Schweizer. Es duscht in Strömen und für die Kamera scheint man keinen Schirm zu haben 😉    Schade.

    Momentan stehts 1:1

    0

    0

Kommentare sind geschlossen.