Analyse: Trau keinem über 30 #FCN #FCHFCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Heidenheim vs. 1. FC Nürnberg 2:3 (1:1) Der Club gewinnt in Heidenheim dank seiner Youngster.

Die Analyse:

FCHFCN
Startformation

Der Club begann mit fast völlig veränderter Viererkette: Kammerbauer ersetzte den verletzten Brecko, Hovland rückte neben Margreitter in die Innenverteidigung, da Mühl für den gesperrten Petrak auf die Doppelsechs rutschte und Lippert spielte statt des ebenfalls verletzten Sepsi auf der Linksverteidigerposition. Die durch Verletzungen und Sperren frei gewordenen Kaderplätze übernahmen die Neuzugänge Hufnagel und Djakpa, sowie U21-Innenverteidiger Eder.

Der Club kam blendend in die Partie, hatte früh eine erste Halbchance über Behrens und Matavz und ging kurz darauf durch Sabiri in Führung. Mühl hatte einen Befreiungskopfball der Heidenheimer per Kopf abgefangen und sofort auf Möhwald weitergeleitet, der flankte an den langen Pfosten, wo Sabiri das Kopfballduell gegen Philp gewann und den Ball so platzierte, dass Müller im Heidenheimer Tor nicht mehr entscheidend an den Ball kam.

Das Tor hatte symbolischen Charakter für die Anfangsbemühungen des FCN in der Anfangsphase: Zum einen fiel es über rechts, wo sofort klar wurde, dass Patrick Kammerbauer seine Rolle als Rechtsverteidiger weitaus offensiver als Miso Brecko interpretiert. Zum anderen war der Situation, die zum von Mühl abgefangenen Befreiungskopfball führte, ein schön vorgetragener, ballsicherer Angriff vorausgegangen. Statt des Operierens mit langen Bällen verlegte sich der Club in den ersten dreißig Minuten des Spiels nämlich auf schnelles und flaches Spiel, eine ungewohnte Erfahrung für den geübten Zuschauer der Spiele des FCN. Darüber hinaus weist Mühls Gewinn eines „zweiten Balles“ auch noch darauf hin, dass der Club in dieser Phase tatsächlich sehr früh störte, fast schon mit Gegenpressing arbeitete. Auch hier ein Fortschritt zur letzten Woche.

Ein weiteres Tor gelang dem FCN allerdings in dieser Phase nicht. Dafür fehlte dann teilweise noch die Präzision im Abspiel oder aber auch der Mut, den Abschluss zu suchen. Nach einer knappen halben Stunde begann das Spiel dann langsam in Richtung der Gastgeber zu kippen. Heidenheims Trainer Frank Schmidt wechselte den mit dem Club-Pressing überforderten Gnaase aus, brachte mit dem körperlich robusteren Thomalla eine weitere Spitze und gewann so langsam aber sicher Kontrolle über das Mittelfeld. Nach einigen gefährlichen Standards kam der FCH dann auch aus dem Spiel zu einer Torgelegenheit, die prompt genutzt wurde: Bei einem langen Einwurf auf Skarke kam Margreitter etwas zu spät, hatte den Laufansatz des Heidenheimers zu spät erkannt, so dass er zu spät in den Zweikampf kam und das schwäbische Eigengewächs nicht stoppen konnte. Dieser gab daraufhin flach auf Kleindienst herein, der nur noch vollenden musste.

Der Ausgleich gab den Gastgebern Selbstvertrauen für die zweite Halbzeit, in welcher sie in den ersten zwanzig Minuten das Spielgeschehen völlig beherrschten. Das defensive Mittelfeld um Behrens und Mühl fand kaum mehr Zugriff auf die Heidenheimer, diese wurden darüber hinaus immer passsicherer und spielten sich so immer wieder in Richtung Clubtor. Allerdings galt für die Schwaben nun das, was für den FCN in der ersten Halbzeit galt. Die Dominanz und spielerische Überlegenheit schlug sich kaum in Torchancen nieder. Die beste Gelegenheit hatte der FCH durch Schnatterer per Freistoß, also erneut nach einem Standard.

Der Club traf dann mit in diese Heidenheimer Drangphase hinein mit seinem ersten koordinierten und kontrollierten Angriff der Zweiten Halbzeit: Zunächst spielten Kempe und Möhwald nach einem Einwurf von rechts Doppelpass, ehe Möhwald auf Kammerbauer prallen ließ, jener Kammerbauer ließ mit Hilfe eines Doppelpasses mit Behrens dann einen Heidenheimer aussteigen und hatte dann freie Schussbahn ins lange Eck. Dorthin schlenzte der jüngste Clubspieler im Kader dann auch den Ball und gab dem FCN eine durchaus überraschende Führung. Mit dieser nahm der Club den Gastgebern tatsächlich etwas Wind aus den Segeln, das Passspiel wurde wieder unpräziser, der FCN stand solider und störte das Heidenheimer Aufbauspiel nun auch wieder früher.

Daher kam er zehn Minuten nach dem 1:2 per Konter zu einem weiteren Tor. Auch wenn der Treffer in seiner Entstehung kurios war, sowohl Matavz‘ Flanke als auch Behrens‘ Schuss waren abgefälscht, Möhwalds Flanke als Schuss gedacht, spiegelte er in seiner Entstehung doch eine Qualität des Tages wider. Lippert hatte mit konsequentem Druck im Mittelfeld den Heidenheimern den Ball abgejagt und im Fallen den Ball noch auf Behrens gespielt, welcher dann den Konter über Matavz einleitete. Jene Präsenz in den wichtigen Zweikämpfen und das frühe Stören waren bei vielen positiven Aktionen des Tages entscheidend. Da der Club jenes 3:1 erzielt hatte, fiel das späte Gegentor – bei dem Hovland mindestens unwirsch, wahrscheinlich sogar regelwidrig zu Boden gestreckt wurde – nicht mehr ins Gewicht. Der Club gewann ein Spiel, in dem er phasenweise sehr ansehnlich spielte und phasenweise Glück hatte, nicht in Rückstand zu geraten.

Auffällig war, dass vor allem die Jungen im Kader – Lippert, Sabiri, Kammerbauer, Mühl, Möhwald – an den Toren beteiligt waren und dass man es nicht merkte, dass die Elf, die da auf dem Platz stand, einen Altersdurchschnitt von knapp 24 Jahren aufs Feld brachte. Im Gegenteil, die Youngster wirkten über weite Strecken wie eingespielte Teile einer funktionierenden Truppe und gerade die Außenverteidiger ließen ihre deutlich erfahreneren Vorgänger vergessen. Ein Auftritt, der Mut für die Zukunft macht, weil er zeigt, wie viel Potential in der Mannschaft steckt. Potential, das es aber auch abzurufen gilt.

Die Zahlen:

HeidenheimNürnberg
2
Tore
3
21
Torschüsse
15
8
Schüsse aufs Tor
5
7
Ecken
4
58,1
Ballbesitz (%)
41,9
69,0
Passquote gesamt (%)
59,0
80,1
Passquote eig. Hälfte (%)
78,0
58,1
Passquote geg. Hälfte (%)
48,7
57,4
Gewonnene Zweikämpfe (%)
42,6
17
Fouls
22
118,65
Laufdistanz (km)
117,80
0
Abseits
0

Trainerstatement:

„Es war ein sehr turbulentes Spiel. Beide Mannschaften wollten Wiedergutmachung für die Niederlage zum Auftakt in der letzten Woche. Wir haben das Spiel von Beginn an angenommen. Das frühe Tor hat uns eine breite Brust gegeben. Die ersten 45 Minuten waren absolut in Ordnung von uns. Wir kamen immer wieder zum Abschluss, das war gut. In den 20 Minuten nach der Pause haben wir kein gutes Gesicht gezeigt, da waren wir zu passiv und hatten auch ein bisschen Glück. Wir haben dann im richtigen Augenblick das 2:1 gemacht. Danach haben wir den Platz gut ausgenutzt und den dritten Treffer nachgelegt. Zum Schluss wurde es trotzdem nochmal eng. Letztlich bin ich aber glücklich: Ich war jetzt zum achten Mal hier als Trainer und habe nun erstmals auch gewonnen.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Ein schöner Reflex bei Schnatterers abgefälschtem Freistoß, einige Wackler bei Flanken von Außen, aber ohne spielentscheidende Fehler.
Patrick Kammerbauer 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2.33)
Sein Tor war der Dosenöffner für das Spiel, das beim Stand von 1:1 fast schon in Richtung Heidenheim gekippt war. Machte defensiv seine Sache ordentlich und offensiv mehr als das.
Even Hovland 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Verlor zwar nur einen Zweikampf (vor dem 3:2 in der Nachspielzeit gegen Verhoek), war aber schon beim 1:1 weit weg von Kleindienst und wirkte insgesamt nicht immer auf der Höhe.
Georg Margreitter 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Vor dem 1:1 schlafmützig gegen Skarke, sonst stabil und auch vor dem gegnerischen Tor mit Chancen.
Dennis Lippert 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Sein Ballgewinn vor dem 3:1 im zentralen Mittelfeld zeigte wie wichtig ein guter Außenverteidiger sein kann. Erledigte seine defensiven Aufgaben einwandfrei, nach vorne nicht ganz so entschlossen wie sein Pendant auf rechts. Trotzdem mehr als ordentlich.
Lukas Mühl 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Führte viele Zweikämpfe, sorgte so in den guten Phasen für Stabilität und Druck nach vorne. Als es nicht lief, war aber auch er fahrig.
Hanno Behrens 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2.33)
War offensiv an vielen Aktionen beteiligt (Vorlage zum 2:1, Vorlage zur Vorlage vor dem 3:1), gewann 15 seiner 23 Zweikämpfe, zog viele Fouls.
Tobias Kempe 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Lief sich oft fest (verlor 15 seiner 23 Zweikämpfe) und fehlte immer wieder die Bindung zum Spiel.
Kevin Möhwald 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2.33)
Legte zwei Tore auf, war auch am dritten beteiligt. Hatte die meisten Ballkontakte aller Nürnberger. In den guten Phasen der Lenker. Etwas zu passiv, als es nicht lief.
Abdelhamid Sabiri 11 Notenpunkte (2, numerisch: 2.00)
Mit zwei Kopfballtoren natürlich Spieler des Spiels. Dazu noch meiste Zweikämpfe aller Spieler geführt (42) und in absoluten Zahlen auch die meisten aller Nürnberger gewonnen. Trotz der Tore manchmal noch etwas zögerlich im Abschluss. Insgesamt aber gut.
Tim Matavz 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Verlor 20 seiner 25 Zweikämpfe, rieb sich also in der Spitze oft auf, war aber dennoch wichtig um Abwehrspieler zu binden.
Lucas Hufnagel Note -
Kam in der 75. Minute für Kempe, fiel nicht auf außer durch ein verpatztes Zidane-Roulette am gegnerischen Strafraum.
Constant Djakpa Note -
Ersetzte Lippert in den letzten fünf Minuten. Wirkte nicht völlig auf der Höhe.
Rurik Gislason Note -
Ersetzte Möhwald zwei Minuten vor Schluss. Unauffällig.

28 Gedanken zu „Analyse: Trau keinem über 30 #FCN #FCHFCN

  • Treffend analysiert. Allerdings hätte ich Sabiri mit einer 1 bewertet. Hoffe das Schwartz den Mut hat gegen Braunschweig auch auf die Jugend zu setzen.

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    • Ich hätte ihm wohl auch eine 1 gegeben. Allein wegen der Gesamtumstände. Doppelpack im zweiten Profi-Spiel, Match-Winner, mehr kann man nicht vom Leben an so einem Tag verlangen.

      Aber Florian ist nun mal Lehrer und da gibt es keine Gefälligkeitsgutachten. 🙂

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  • Wir haben ja sogar Alternativen für die zwei Spieler die nicht geglänzt haben: Dave oder Mühl für Hovland, Petrak im DM, In Bälde Erras, Leipold als Alternativen. Dazu Förster, Hufnagel die mit großen Vorschusslorbeeren gekommen sind. Schön wäre es Teuchert als Alternative für Matvaz aufzubauen, sonst sind beide zum Saisonende weg. Cedric hat zwar eine ganz andere Spielanlage als Matvaz, aber diese Flexibilität seh ich als Vorteil. Hoffe er muss sich nicht hinter unserem Schweden und Matvaz anstellen. Wir haben Potential, Salli gibt es ja auch noch, sind noch gar nicht alle aufgezählt. Kommt nun drauf an, was Herr Schwarz daraus kurz- und langfristig macht. Gestern hatte ich seit längerem wieder mal richtig Spaß!

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    • Cedric hat zwar eine ganz andere Spielanlage als Matvaz, aber diese Flexibilität seh ich als Vorteil. Hoffe er muss sich nicht hinter unserem Schweden und Matvaz anstellen.

      Es deutet doch vieles darauf hin, dass Cedric Teuchert nicht in unser aktuelles System hineinpasst. Darin brauchen wir vorne drin einen großen Zielspieler.

      Zielspieler ist aber nicht das, was Teuchert leisten kann. Und auf den offensiven Außen sieht man ihn anscheinend auch nicht, trotz Bedarf hat man ihn da so gut wie nicht eingesetzt und nun auch wieder mehrere Verpflichtungen auf diesen Positionen gemacht (insbesondere die Leihe von Hufnagel hätte man sich sparen können, wenn man Teuchert auf ROM als Option sehen würde).

      Teuchert ist meines Erachtens der Spielertyp, der in ein auf Gegenpressing und Kombinationen ausgerichtetes System passt.

      Es scheint im Moment so, dass wir in der 2. Liga nur mit den System der hohen und weiten Bälle erfolgreich sein können – die Versuche hier umzusteuern sind zuletzt grandios gescheitert (zuletzt Alois Schwarz selbst Anfang der Saison). Hauptsächlich deswegen, weil wir beim Versuch eines kurzen Spielaufbaus zu viele Fehler machen und dadurch erheblich zu viele Tore kassieren. Wir haben einfach in der Defensive nicht die Spieler, die die technischen Fähigkeiten aufbieten, um einen sicheren kurzen/kombinatorischen Spielaufbau zu gewährleisten.

      Eine Umstellung auf ein neues System kann damit wohl nur schrittweise erfolgen, peu à peu mit dem Aufbau eines neuen Kaders. Ich nehme schon an, dass das angestrebt wird, aber weitere kurzfristige Experimente wird man wohl eher nicht machen.

      Aus diesen Gründen wird Schwartz das System vermutlich kurzfristig nicht umstellen. Deswegen spricht vieles dafür, das man Teuchert Anfang nächster Saison verleihen wird.

       

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      • Zum letzten Satz: Warum sollte Teuchert verlängern wollen, wenn er hier sowieso nicht spielt? Verleihen können wir ihn also gar nicht. Und als U-Nationalspieler sollte er es nicht schwer haben wo anders unterzukommen.

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        • Ich gehe davon aus, dass wir eine Verlängerungsoption haben, das war bei Jungprofiverträgen bisher in überwiegend so (z.B Pachonik, Wießmeier, Wollscheid). Meine das auch bezüglich Teuchert irgendwo gelesen zu haben.

          Sollte das nicht der Fall sein, hast du womöglich recht.

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      • Ich denke wir haben jetzt eine echte Chance beide Varianten zu spielen. Warum? Weil wenn AS auf Lippert und Kammerbauer setzt die ihre Spielweise wie in Heidenheim gezeigt viel offensiver und höher stehend interpretieren.

        So ist ohne Probleme auch ein 4-4-2 situativ möglich. Und genau da wünsch ich mir Teuchert. Selbst bei nur einer Spitze ist es möglich Cedric einzusetzen. Allerdings braucht er kurzpässe oder flache Pässe in den Raum. Hab das mit meiner U19 auch so trainiert und die Taktik auf die jeweilige Spitze ausgerichtet. Pfeilschnell ist er und vor allem mit Zug in den 16er sowie zum Tor. Sollte auch in Liga2 bei Profis möglich sein.

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      • Was für ein Euphemismus unser Spiel im bisherigen Saisonverlauf als „System“ zu bezeichnen. Nur weil wir spielerisch schwach sind und die IV aus der Not heraus oft den Ball hoch in Richtung gegnerischen Strafraum bolzen, hat das noch längst keinen Plan, den man nicht ändern kann. Es gab schon genug Spiele, in denen im „Stammsystem“ nichts ging und in denen man z.B. auf ein 4-4-2 mit Teuchert bereits zur Halbzeit hätte umstellen müssen. Insofern ist die Systemdiskussion nur Alibi. M.E. kann Schwartz mit Teuchert als Spielertyp nichts anfangen. Daneben erscheint er mir auch konzeptionell nicht kompetent genug um Systeme und Spieler zu lesen und anzupassen. Gerade angesichts unserer finanziellen Zwänge, Spieler marktfähig zu machen, müsste Bornemann Schwartz längst Beine machen, um Teuchert echte Chancen zu geben.

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        • Natürlich ist es ein System. Unter Weiler haben wir das genauso gespielt (Zielspieler Füllkrug) – und sogar sehr erfolgreich.

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          • Jetzt vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Nur weil Weiler auch mit Zielspieler gearbeitet hat, hat das nichts mit dem „Schwartz-System“ zu tun.

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            • Ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen. Schwartz lässt nach einem System spielen. Und das ist dem von Weiler in der Rückrunde sehr ähnlich. Das sind schlicht Tatsachen.

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              Antwort
  •  
    Das war schon eine tolle Sache, gestern. Vor allem hat mir gefallen, dass die jungen Burschen die Tore gemacht haben.
     
    Wir wissen aber alle, dass so junge Spieler nicht immer über längere Zeiträume konstant gut spielen und man muss auch mal mit Phasen rechnen, in denen es nicht so gut klappt.
     
    Daher ist es sinnvoll und wichtig, dass Alois die Bubis behutsam aufbaut!
     
    Weiß nicht, ob es so optimal wäre, wenn ein Lippert jetzt sofort Stammspieler werden würde. Deshalb wird auch Djakpa auf dieser Position gebraucht.
     
    @Fabian, ich glaube, das Problem liegt in der Abwehr. Mit so langsamen Defensivleuten muss man tief stehen und mit langen Bällen agieren. Erst mit schnelleren Abwehrspielern können wir unser Spielsystem ändern und Teuchert wäre dann plötzlich, wie du sagst, der richtige Mittelstürmer.
     
    Kammerbauer und Lippert sind aber schon die ersten Maßnahmen zu einer Systemumstellung. Es wird eben noch etwas dauern, aber wir haben Geduld.
     

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    Antwort
    • Daher ist es sinnvoll und wichtig, dass Alois die Bubis behutsam aufbaut! Weiß nicht, ob es so optimal wäre, wenn ein Lippert jetzt sofort Stammspieler werden würde. Deshalb wird auch Djakpa auf dieser Position gebraucht.

      Ich bin da etwas anderer Meinung. Wenn die Qualität von Lippert und Kammerbauer die der älteren Spieler erreicht oder übertrifft, dann müssen sie auch als Stammkräfte eingesetzt werden. Nur so werden Sie sich auch weiterentwickeln. Schließlich sind beide auch schon 20, so dass die körperliche Entwicklung abgeschlossen ist und es keinen Grund gibt, sie dahingehend zu schonen.

      @Fabian, ich glaube, das Problem liegt in der Abwehr. Mit so langsamen Defensivleuten muss man tief stehen und mit langen Bällen agieren. Erst mit schnelleren Abwehrspielern können wir unser Spielsystem ändern und Teuchert wäre dann plötzlich, wie du sagst, der richtige Mittelstürmer..

      Volle Zustimmung, danke für die Ergänzung.

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  • Am Freitag Braunschweig schlagen und plötzlich wäre Platz 3  wieder in Reichweite…träumen ist ja erlaubt.

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    • Träumen wäre erlaubt, wenn schon in der Vorwoche der Trainer zu diesen Umstellungen gezwungen worden wäre, die sich gestern als gewinnbringend herausgestellt haben, und wir demzufolge das Heimspiel gegen Dresden nicht so leichtfertig vergeigt hätten… und wir jetzt deren aktuelle Punktzahl und den deren aktuellen Tabellenplatz inne hätten… ja, dann wäre träumen wirklich erlaubt gewesen.

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  • In dieser 2 Liga ist alles möglich. Man muss wirklich von Spiel zu Spiel denken. Von Aufstieg kann man dann reden, wenn man aufgestiegen ist. Diese Energie geht verloren, wenn man vorher darüber redet.
    Es kann auch ganz schnell in eine andere Richtung gehen.
    Generell glaube ich aber, dass der Aufbau eines neuen FCN Zeit braucht. Die jungen Spieler sind auf einem guten Weg, ein Weg der mit allen Höhen und Tiefen gegangen werden muss. Es gibt auch keine Alternative, da die finanziellen Mittel fehlen.
    Gestern war ein guter Tag, es werden auch Rückschläge kommen.
    Das ist ein Bestandteil dieses Weges, nur wer Fehler macht, kann im Nachgang Vieles Richtig machen.
    Deswegen Ball flach halten und dem neuen Personal und der neuen Philosophie Zeit geben.
    Gestern sind mir teilweise sehr gute, sehenswerte Ballstaffetten aufgefallen. Ich denke man arbeitet schon daran, das ‚Hoch und Weit‘ durch ein schnelleres Umschaltspiel gepaart mit gepflegtem Passpiel und einer effizienteren Spielweise ab dem Sechzehner, auszutauschen. Der Club hat die Talente dafür, es könnte eine gute Mannschaft entstehen. Ich hoffe und glaube auch das Schwartz das hinkriegt. Deswegen sollten manche nicht gleich immer alles kritisieren. Ich glaube die Führungskräfte basteln schon eifrig an einem erfolgreichen Umbruch.

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    • Jonny Debakel, ich gebe Dir vollkommen Recht: Die neu formierte Mannschaft hat gestern gute Ansätze gezeigt, alles muss sich entwickeln, das braucht Zeit – auch wenn viele meinen, dass wir sie nicht haben. Diese Saison sehe ich als Aufbausaison mit vorwiegend eigenen Leuten und klug dazuverpflichteten Externen. Wenn Erras wieder dazukommt, kann das noch was Positives werden. Solche Hoffnungsphasen habe ich seit 50 Jahren, die halten frisch…

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  • Ich meine auch träumen ist erlaubt, aber erst für nächste Saison. (Niemand würde sich aber diese Saison gegen wehren)  Schwartz wurde auch mehr oder weniger zu seinem Glück gezwungen. Solange die jungen Spieler so spielen bin ich der Meinung soll man den Schwung und Energie ins nächste Spiel mitnehmen gemäß dem Motto „Never chance a winnig team“. (außer taktischen Zwänge erfordern es)

    Ich würde viel eher den jungen Spielern den ein oder anderen Fehler verzeihen, als hinreichend erfahrenen Spielern. Man muß es den jungen Spielern jetzt auch zutrauen, auch wenn Rückschläge kommen. Gerade diese „Zwischensaison“ (die es ungewollt geworden ist) muss man meines Erachtens dafür nutzen.

     

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  • „Mehr oder weniger gezwungen“ ist meiner Ansicht nach nicht präzise genug formuliert, denn Alois Schwartz hat die gesamte Anhängerschaft doch überrascht, als er den Lukas Mühl am ersten Spieltag dieser Spielzeit als zentralen, defensiven Mittelfeldspieler auf den Platz schickte. Dazu wurde er nicht gezwungen. Er hat ihn in der Folge aber immer wieder gebracht, ihm vertraut, und Mühl hat sich richtig gut entwickelt, und ich erwarte einfach, dass er als Innenverteidiger für den Rest der Rückrunde gesetzt ist.

    Auch der Einsatz Abdelhamid Sabiris letzte Woche, ebenfalls von Beginn an, hat die meisten dann doch ziemlich überrascht. Konkret hat den keiner gefordert. Der schoss gestern, wir wissen, zwei Tore und war entscheidend am Sieg beteiligt. Auch zu Sabiris Einsatz wurde er nicht durch Verletzungspech gezwungen.

    Steckt also Petrak das nächste Spiel wieder in’s Mittelfeld, stellt Mühl in’s Abwehrzentrum, aber ansonsten gilt auch für mich: „Never change a winning team.“

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    • Auch zu Sabiris Einsatz wurde er nicht durch Verletzungspech gezwungen.

      Naja, Leibold ist verletzt, Burgstaller ist gewechselt, Salli beim Afrika-Cup… Wenn ich mich nicht täusche, ist in der Vorrunde immer einer von den dreien im LM gestartet.
      Und groß Alternativen haben wir momentan auch nicht mehr.

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  • 4 junge Spieler die aus der U21 kommend, hätte Schwartz ohne Not nie gleichzeitig an einem Spieltag in die Startelf gebracht. Ehrlicherweise muß man auch sagen, es hätte ja auch schief gehen können.

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    • Nein, vier Junge gleichzeitig zu bringen ist wohl schon ein hohes Risiko, das jeder Trainer scheuen dürfte. Aber ist die Tatsache, dass die sich so gut eingefügt haben, nicht auch auf die Trainings zurückzuführen?

      Aus Sicht eines Schwartz- Gegners wohl nicht. War wohl doch eher Zufall oder der Qualität der jungen Spieler was es noch verwerflicher macht, dass Schwartz sie nicht schon vor der Saison gebracht hat.

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    • … diesen Trainer wird man im Seniorenbereich,zurecht, auch vergeblich suchen. Für irgendwelche Probierereien ist dort einfach kein Platz. Es muss einfach nach dem Grundsatz der am besten zusammenpassenden Mannschaft aufgestellt werden. Nicht nach Alter.

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  • Pingback:KW 05/2017 | beGLUBBt

  • Der Auftritt in Heidenheim macht Lust auf mehr.
    Als nächstes kommt Aufbau-Gegner Braunschweig. Die können ja nicht mal zuhause gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten gewinnen…

    Ein Hauch von 85 lag in der Luft.
    Jenseits jeder Ironie: Es wäre Balsam, wenn am Freitag ein Dreier herausspringt und Schwartz den Mut hat, die Elf wieder zu bringen.

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  • Allen Nostalgikern sei die heutige Blickpunkt Sport Ausgabe mit Hans Meyer ans Herz gelegt. Auch wenn es uns weh tut, der Mann interessiert sich nicht mehr für den Club und so wie er von seinen Gladbachern gesprochen hat wird er es auch nie wieder.
    Dass aber seine Meinung nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein muß hat er auch gesagt. Vielleicht haben wir mit Bornemann einen Eberl der es nicht so macht wie Meyer es erwartet, aber dafür gelobt wird von ihm, es besser gemacht zu haben. 😉

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    • Dass aber seine Meinung nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein muß hat er auch gesagt. Vielleicht haben wir mit Bornemann einen Eberl der es nicht so macht wie Meyer es erwartet, aber dafür gelobt wird von ihm, es besser gemacht zu haben.

      Eben. das sehe ich auch so, habe das gestern auch im Blickpunkt Sport gesehen,  Meyers Meinung muß auch nicht immer Ultima Ratio und richtig sein, teilweise klang das in der Sendung schon sehr verschworbelt. Es ging aber auch um andere Vereine nicht nur den FCN. Behalten wir ihn mit 2007 in Erinnerung, ich glaube den nachfolgenden Rauswurf durch Bader hat er dem Club nie wirklich verziehen.  Die Feststellungen, die er anführte dem Club gelang es nie sportlich und finanziell Konstantz in den Verein zu bringen, ja das wissen wir auch. Insoweit keine neuen Erkenntnisse.

       

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  • Ich will am Freitag gerne Mühl, Lippert Kammerbauer und Sabiri wieder in der Startelf sehen, selbst wenn es schief ginge gegen Braunschweig. Mal weg vom reinen Sicherheitsdenken und unansehnlichen Fußball gemäß dem Motto für die Jungen und „traut euch was“.

    Vor dem Hintergrund, daß sich das Gesicht der Mannschaft im Sommer stark verändern wird, braucht man einfach den Livetest dazu unter echten Wettkampfbedingungen über einen gewissen Zeitraum. Jetzt ist die Zeit dafür

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