Sachliche Kritik oder Polemik? – Die Kritik an Schwartz im Faktencheck

Die Kritik an Alois Schwartz in Fankreisen wird immer lauter, auch in den Medien beginnt ein leises Anzählen des Trainers. Wir versuchen einige der Kritikpunkte sachlich zu betrachten.

Die Bandbreite der Kritik ist durchaus mannigfaltig und in vielen Teilen auch nicht auf das Sportliche gemünzt. Die Außendarstellung sei spröde, der Trainer ohne Elan, er stehe zu oft mit verschränkten Armen am Spielfeldrand. Derartige Vorhalte sind letztlich subjektiv, denn was dem einen „spröde“, ist dem anderen „aufgeräumt“, was dem einen „elanlos“, ist dem anderen „sachlich“, was dem einen „zu passiv am Spielfeldrand“, ist dem anderen „ein angenehmer Gegenentwurf zu Christian Streich“. Jene Punkte seien daher in der Betrachtung auch ausgeblendet. Nicht ausgeblendet werden, sollten dagegen sportliche Faktoren, die auch immer wieder vorgebracht werden.

Kritikpunkt 1: Schwartz lässt zu viel „hoch und weit“ spielen

Ein oft geäußerter Kritikpunkt ist, dass der Club über keinen eigenen Matchplan verfüge, keine Vorstellung darüber, wie das Spiel auszusehen habe. Kurzum, es fehle die übergreifende Spielidee. Ein Vorwurf, den der Trainer im Interview mit der BILD-Zeitung entschieden von sich weist und in seiner Absolutheit sicher falsch ist. Natürlich ist derartige Kritik schwerlich faktisch zu belegen oder zu widerlegen, doch kein Trainer schickt auf diesem Level seine Mannschaft völlig planlos ins Spiel. Selbst einer, der wie Schwartz gerne mal – zum Teil abfällig, zum Teil lobend – als „Bauchtrainer“ (in Abgrenzung zum „Kopftrainer“) bezeichnet wird, tut das nicht. Die differenzierte Kritik lautet daher oft: Der FCN hat unter Schwartz keine Spielidee außer lange Bälle in die Spitze. Das Mittel werde viel zu oft und wenig differenziert eingesetzt. Verstärkt wird der Eindruck dann noch durch Aussagen wie die von Georg Margreitter, der gegenüber den Nürnberger Nachrichten zu Protokoll gab: „Wir sind momentan nicht in der Verfassung, dass wir uns mit Kurzpässen nach vorne kombinieren können.“

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Anteil der langen Bälle im Saisonverlauf
Ganz von der Hand zu weisen ist die Kritik beim Blick auf die Statistik nicht. Im Schnitt ist ungefähr jeder fünfte Ball, den der Club spielt, ein langer Ball. Andererseits kommen die Gegner in den Spielen gegen den FCN im Durchschnitt auf quasi den selben Wert. Es ist also durchaus anzumerken, dass der lange Ball in der zweiten Liga ein übliches Mittel ist. Für den FCN darüber hinaus auch ein erfolgreiches: Gerade jene Spiele, in denen der Club einen deutlich höheren Anteil an langen Bällen spielte (die Heimspiele gegen Union Berlin und Hannover, die Auswärtsspiele in Düsseldorf und Heidenheim), wurden allesamt gewonnen. Wobei hier natürlich womöglich Ursache und Wirkung umgekehrt werden. In allen Spielen war der Club in Führung gegangen und konnte sich so auf Konter verlegen, was den Anteil der langen Bälle automatisch anwachsen lässt. Die Spiele mit hohem Anteil langer Bälle, in denen der Club in Rückstand geriet (Heimspiele gegen Fürth und Bochum) waren in weiten Teilen genau jene, die besonders unansehnlich waren.

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Anteil lange Bälle am Passspiel
Ligaweit betrachtet liegt der FCN mit 20,4% langen Bällen auf Platz 7 über dem Ligadurchschnitt von 19,1%, aber noch recht deutlich hinter „Spitzenreiter“ Würzburg (22,9%) und weit vor den Bundesligaabsteigern Hannover (15,1%) und Stuttgart (14,1%). So gesehen spielt der Club unter Alois Schwartz wohl mehr oder weniger typischen Zweitligafußball, der in seiner Nutzung der langen Bälle sich nicht erheblich vom Rest der Liga abhebt, selbst wenn der FCN bisher mit 36,8% langer Bälle im Heimspiel gegen Hannover 96 den Saisonrekord für ein Einzelspiel hält.

Kritikpunkt 2: Schwartz wechselt zu spät

Immer wieder ist auf den Rängen zu hören und in den Kommentarspalten zu lesen, dass Alois Schwartz erst spät, zu spät oder später als alle anderen zum taktischen Mittel des Wechsels greift. Mitunter wird ein Wechsel in der 62. Minute dann noch mit einem zynischen „Wie? Vor der 82. Minute?“ begleitet. Betrachtet man die bloßen Fakten so lässt sich feststellen: Sachlich falsch ist die Kritik nicht.

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Statistischer Zeitpunkt des ersten Wechsels (Median)
In einer Zusammenschau der 20 Trainer, die neun Spiele oder mehr in Liga Zwei auf der Trainerbank in dieser Saison saßen, landet Schwartz beim Zeitpunkt des ersten Wechsels auf dem vorletzten Platz. Erst in der 65. Minute tauscht der Club-Trainer zum ersten Mal. Nur der inzwischen beim KSC entlassene Thomas Oral wählte statistisch gesehen mit der 66. Minute einen noch späteren Zeitpunkt zum ersten Austausch des Personals. Den statistisch frühesten Zeitpunkt zum ersten Wechsel in der Liga hat übrigens Ewald Lienen mit der 46. Minute. Auch bei den Wechseln zwei und drei landet Schwartz auf dem letzten (81. Minute) oder vorletzten (88. Minute) Platz der zwanzig zum Vergleich herangezogenen Trainer.

Spätes Wechseln allein ist nun natürlich kein Zeichen von fehlender Qualität, allerdings decken sich hier Wahrnehmung der Anhänger und statistische Fakten tatsächlich. Auch die Wahrnehmung, dass Schwartz einer der Trainer ist, der in der Liga am wenigsten häufig wechselt, ist zutreffend. Nur der bei Bielefeld entlassene Rüdiger Rehm und Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel nutzen prozentual gesehen in noch geringerem Maße ihre Wechselgelegenheiten. Im Gegensatz zu vier Trainern, darunter Hannes Wolf und Kenan Kocak, die bisher jeden möglichen Wechsel auch durchgeführt haben. Natürlich ist einschränkend zu erwähnen, dass auch Schwartz mit 60 von 66 möglichen Wechseln nicht in exkzessivem Maße darauf verzichtet während des Spiel personell zu wechseln. Gepaart mit dem späten Wechseln entsteht allerdings durchaus der Eindruck, dass Alois Schwartz oft erst spät ins Spiel eingreift.

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Mögliche Wechsel getätigt

Kritikpunkt 3:Unter Schwartz laufen und kämpfen die Spieler weniger

Ebenso ist immer wieder zu hören, dass dem FCN jene Tugenden abhanden gekommen seien, die ihn in der Vorsaison augezeichnet hatten, also Zweikampfsstärke und Laufbereitschaft. Vergleicht man die verfügbaren Zahlen so stellt man schnell fest, dass der Club in nahezu allen statistischen Kategorien abgebaut hat. Die Pässe sind etwas ungenauer, der Ballbesitz etwas weniger und die Zahl der gewonnenen Zweikämpfe ist unter die 50%-Marke gerutscht. In den letzten beiden Kategorien ist man wieder ungefähr da, wo man in der wenig glorreichen Saison 2014/15 bereits stand. 2015/16 wirkt somit immer mehr wie eine Saison, die ein Ausreißer nach oben war. Natürlich sagen die statistischen Werte nicht immer etwas über die wahre Qualität aus, doch sind die ersten drei in der Tabelle auch unter den ersten vier in Sachen Ballbesitz zu finden und Stuttgart führt die Liga in Sachen Passquote an, Union hinsichtlich der gewonnenen Zweikämpfe. Der Club dagegen ist nirgendwo Spitze oder auch nur in der Nähe der Spitzengruppe, belegt je nach Kategorie Rang 12 bis 14.

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Vergleich statistischer Werte seit Abstieg

Auch in Sachen Laufbereitschaft hat der Club eingebüßt, nur in sieben von 22 Spielen lief der FCN als Mannschaft mehr als der Gegner, ein einziges davon (das Heimspiel gegen Sandhausen) wurde verloren. In der Vorsaison lief der Club in mindestens 20 Spielen (für vier fehlen Tracking-Daten) mehr als der Gegner. Der statistische Mittelwert der ausgewerteten Spiele lag bei 116,5 Kilometern, in dieser Saison liegt der Wert bei 113 Kilometern. Aus durchschnittlich 2,4 Kilometern mehr Laufstrecke als der Gegner in der Saison 2015/16 wurde 0,7 Kilometer weniger als der Gegner in dieser Spielzeit. Ein deutliches Minus in jeder Hinsicht. Auch hier darf man natürlich einschränken bemerken, dass die Laufstrecke allein keine maßgebliche statistische Größe ist, sie ist lediglich ein Indikator. Kombiniert mit den anderen Daten zeigt sich aber, dass der FCN eben nicht nur von den Ergebnissen her schwächer als in der Vorsaison ist, sondern sich auch in anderen Kategorien etwas geändert hat. Die Gründe dafür liegen natürlich auch im veränderten Kader, aber dennoch kann auch der Trainer mit dieser Entwicklung eigentlich nicht zufrieden sein.

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Laufstreckenvergleich FCN-Gegner

Fazit

Keiner der Kritikpunkte ist für sich gesehen so drastisch, dass es zwingend negativ auf den Trainer zurückfallen müsste. Allerdings zeigt sich aber, dass die bisweilen als unsachlich oder gar polemisch zurückgewiesene Kritik an Schwartz im Detail doch durchaus mit Zahlen und Daten unterfüttert werden kann. Die Kritik kommt also eben nicht allein daher, dass einigen Anhängern die Nase des Trainers oder sein Verhalten nicht passt, sondern eher von einer als Fan langjährig geschärften Wahrnehmung, die einen das Gefühl vermittelte, jenseits der blanken Ergebnisse am Anzeigentableau stimmt etwas auf dem Platz nicht. Die Zahlen jedenfalls lassen eine solche Interpretation zumindest zu, zwingend belegen können sie es aber natürlich nicht.

Hinweis: Die erstellten Infografiken und Statistiken sind eigene Kreationen, alle darin enthaltenen Fehler sind einzig und allein Fehler des Autors. Die Datengrundlage bilden neben den offiziellen Spielberichten (für den Zeitpunkt der Auswechslungen), das Datencenter der BILD-Zeitung (Passquote, Zweikampfstatistik, Laufdistanzen, Ballbesitz), sowie die Statistiken von Onefootball.com.

88 Gedanken zu „Sachliche Kritik oder Polemik? – Die Kritik an Schwartz im Faktencheck

  • Zahlen lügen nicht.

    Danke für die statistische Belegung der Kritikpunkte und die damit verbundene Arbeit!

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  • Bei den langen Bällen solltest Du dringend differenzieren zwischen angekommenen Pässen und die blind nach vorne gedroschenen, unser Stilmittel in dieser Saison.

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    • Würd ich gerne, das Problem seh ich nämlich auch, gibt leider die Datenmenge nicht her. Was geht, ist Langballrate und Passquote anzusehen und so anzuschauen, ob das Bälle sind die ankommen oder nicht. Da schneidet der FCN aber auch nicht sonderlich gut ab, im Gegensatz interessanterweise zu Aue. Aber die vier mit der höchsten Quote an langen Bällen (Würzburg, Braunschweig, Sandhausen, Heidenheim) sind gleichzeitig die letzten vier in der Passgenauigkeit , spricht schon dafür, dass da auch eher mit „blindem langem Ball“ gearbeitet wird.

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      • Alle vier genannten Mannschaften liegen allerdings tabellarisch vor uns-was sagt das dann aus?

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  • Danke für diesen ausführlichen Bericht!

    Dürfte wohl ziemlich genau das Gefühl der meisten Kritiker Treffen.

    Nur eine Kleinigkeit: Lt. Grafik war das spiel mit dem höchsten Anteil langer Bälle das gegen Hannover und nicht gehen Fürth.

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  • Macht man jetzt noch eine Betrachtung der Transferaktivitäten, kommt man endgültig an in einer Situation, in der nicht viel schön zu reden ist.

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  • Oder man kommt zu dem Fazit, daß der 1.FCN eine Mannschaft hat, die genauso spielt wie ihr Platzierung vermuten läßt, z.B. in bezug auf Passquote und Zweikampfverhalten. Insbesondere die Heimspiele dürften hier die Zahlen auch drücken oder?

    Es sind aber allemal interessante Zahlen Florian. Danke dafür.

    Aber das alles sind erst mal nur Zahlen. Interessant wäre, Schwartz mal drauf anzusprechen, z.B. wieso er späte Wechsel bevorzugt.

    Manchmal hab ich ja den Verdacht, das könnte auch einfach eine Sparmaßnahme sein. Das wäre natürlich eine schlimme Erklärung. Weil sie den Spielverlauf tatsächlich nicht berücksichtigen würde.

    Andererseits könnte es auch so sein, daß Schwartz davon ausgeht, daß mit den Einwechslungen die Defensive weiter geschwächt wird und er will nicht zu früh Risiko gehen, das Spiel ganz abzuschenken.

    Wieso das ein Argument sein sollte, daß Schwartz keinen Plan hat, erschließt sich mir nicht. Genausowenig wie ich daraus erkennen kann, daß das bedeutet, er sei zögerlich oder ängstlich, was ja auch manchmal als Argument kommt. Es kann genausogut einfach nur vernünftig sein. Weil er die Stärken und Schwächen der Spieler kennt. Und weil zusätzliche Impulse für die Offensive nicht zwangsläufig Tore bedeuten oder wenn schon dann nicht zwangsläufig für uns.

    Und wenn du schon den von mir sehr geschätzten Trainer Lienen als Gegenentwurf anführst, dann sollte man dabei auch nicht außer Acht lassen, daß er natürlich mehr Grund zu wechseln hatte in der Hinrunde. Schließlich war St.Pauli ziemlich abgeschlagen.

    Und natürlich wäre auch wichtig zu berücksichtigen, wann, welche Mannschaft, wie gewechselt hat und aus welchen Gründen, um das Ganze wirklich bewerten zu können. So unterscheidet sich Schwartz im Durchschnitt um vielleicht 5 Minuten. Ist das wirklich aus deiner Sicht so entscheidend?

    Zu dem Argument, letzte Saison sind sie oft mehr gelaufen: vielleicht hat das aber auch zu Überlastungen und Verletzungen beigetragen? S. Leibold, Sepsi, Margreitter …

    Hier wäre vor allem interessant, was denn der Athletiktrainer in dieser Saison anders macht als in der vorangegangenen.

    Und zum Passspiel und den Hoch-und-Weit-Bällen wäre der Vergleich unter Weiler aus meiner Sicht interessant. Ich denke, daß sich das möglicherweise sogar verbessert hat im Laufe der Saison.

    Was gefühlt in der vergangenen Saison unter Weiler besser war, war daß die zweiten Bälle mehr festgemacht wurden, das Hoch- und- Weit-Spiel also effektiver war mit Burgstaller und Füllkrug. Was ich dann auch nicht verwunderlich fände, weil deren Abgänge einen ganz klaren Qualitätsverlust bedeutet haben.

     

     

     

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  • Ich kann aus den Daten nun aber keine wirklich neuen Erkenntnisse ziehen, wo sich einige sicher bestätigt fühlen, dass Schwartz erst spät wechselt, vorletzter Platz. Für mich zeigt sich aus der Statistik nur, dass ein Wechsel rund um die 60. Minute ganz normal ist und ich kann keinen qualitativen Unterschied feststellen ob das nun in Minute 59 oder 66 passiert. Ich glaube auch nicht, dass die Wahrnehmung bei unseren Fans eine andere wäre, wenn Schwartz durchschnittlich in Minute 60 hätte wechseln lassen, womit er dann früher Wechseln würde als die meisten Kollegen.

    Dass die Zweikampfquote schlechter als in der Vorsaison ist dürfte einerseits am Weggang von Füllkrug liegen, der aus meiner Sicht, allerdings nur gefühlt, unser stärkster Offensivzweikämpfer war. Dazu sind aus meiner Sicht Behrens und Sepsi diese Saison deutlich schwächer im Zweikampf. Bei Sepsi dürfte es mit an seiner Verletzung gegen haben.

    Eins ist aber auch klar, Schwartz hat beiden sicher nicht gesagt, dass sie weniger Zweikämpfe gewinnen sollen.

    Mir zeigen die Daten schlicht dass wir schlechter spielen als letztes Jahr, das zeigt auch die Tabelle und das bestreitet ja auch niemand. Meine Erklärung liegt halt darin, dass wir eine schlechtere Mannschaft haben, weil wir die besten Spieler verkauft haben, aber selbst kein Geld für Verstärkungen ausgegeben haben. Damit ist für mich logisch, dass die Mannschaft schlechter sein muss.

    Dazu kommt, dass wir wieder einen großen Umbruch in der Saison durchleben, teilweise gewollt, mit dem Einbau junger Spieler, teilweise weil wir müssen, Burgstallerverkauf, teilweise wegen Verletzungen, Wie bei Margreiter, Breçko und Sepsi zuletzt. Erras fehlt weiterhin.

    Für mich sind das rational nachvollziehbare Gründe, andere sind halt der Meinung ein guter Trainer kann unabhängig von den äußeren Umständen eine Mannschaft gut machen und egal wie die Umstände sind, der Club muss um den Aufstieg spielen, schafft ein Trainer das nicht, dann ist er falsch hier.

    Weiler wurde in der Rückrunde 14/15 und zu Beginn der Saison 15/16 doch von den gleichen Fans hier angezählt und kritisiert, die jetzt Schwartz kritisieren. Am Ende geht es halt darum, glaubt man an kurzfristigen Erfolg eines Trainers, oder denkt nan, dass ein Trainer erst in der zweiten dritten Saison Erfolg haben wird, wenn er sein System der Mannschaft beigebracht hat.

    Ich meine das gar nicht negativ, man kann durchaus der Meinung sein, ein Trainer ist nur für den kurzfristigen Erfolg gut und verbraucht sich nach 2-3 Jahren, dann muss ein neuer her und wenn er es nicht schafft kurzfristig Erfolg zu haben, dann ist er eben von Anfang an falsch.

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  • Weiler wurde in der Rückrunde 14/15 und zu Beginn der Saison 15/16 doch von den gleichen Fans hier angezählt und kritisiert, die jetzt Schwartz kritisieren. Am Ende geht es halt darum, glaubt man an kurzfristigen Erfolg eines Trainers, oder denkt nan, dass ein Trainer erst in der zweiten dritten Saison Erfolg haben wird, wenn er sein System der Mannschaft beigebracht hat.

    Solche Stimmen gab es, aber das kann ich zumindest für mich verneinen. Bei Weiler war ich immer für Konstantz auf der Trainerposition, für mich stand er daher nie in Frage, weil ich immer das Gefühl hatte, daß er einen Plan hat und diesen auch besser kommunizieren konnte. Seine Schwierigkeiten mit Bader Möckel waren ja auch auch sichtbar als es anfangs unrund lief.  Bei Schwartz habe ich dieses Gefühl, daß er einen Plan hat irgendwie weniger oder gar nicht und wenn verstehe ich diesen bislang nicht. (Irgendwas wird er schon vorhaben..)

    Ich finde nach wie vor Konstantz auf der Trainerposition ist eines der  Erfolgsgeheimnis schlechthin, viele Clubs verlieren zu früh die Nerven, man hat nicht mehr die Zeit, aber es setzt natürlich voraus daß es auch zusammenpaßt.

     

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  • Gutes Beispiel ist auch St. Pauli, welcher Verein hätte sich nicht vom Trainer getrennt als sie lange Zeit auf Platz 18 standen, aber…und das ist der wichtige Moment, die Identifikation Umfeld Ewald Lienen war immer extrem hoch auf St. Pauli, das lag aber weniger am (ungeduldigen) Umfeld sondern an Ewald Lienen. Man darf Ursache Wirkung nicht umkehren. Der Trainer muss letztlich überzeugen und das Umfeld mitnehmen

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    • Also es ist ja nun nicht so, daß es auf St. Pauli niemand gab, der eine Entlassung Lienens befürwortet hätte oder zabomors?

      Letztlich ist die Führung gefragt, dem Trainer den Rücken zu stärken, wenn sie von ihm überzeugt ist.

      Das vermisse ich im Moment von Bornemann. Und das hab ich bei ihm auch früher schon mal vermisst. Mir ist klar, er hat wichtiges zu tun mit der Kaderneuzusammenstellung. Dennoch irritiert mich bei ihm oft, wie wenig er sich zu der sportlichen Enntwicklung äußert.

      Ist ja nett, einem Nachrichtenreporter die Mitgliedsurkunde vorbeizubringen. Aber wären da nicht auch mal ein paar Statements möglich, wie zufrieden er momentan mit der sportlichen Entwicklung ist? Oder eben auch, daß man sich grade schon Gedanken macht, weshalb die Entwicklung möglicherweise stockt?

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      • Beate: „Aber wären da nicht auch mal ein paar Statements möglich, wie zufrieden er momentan mit der sportlichen Entwicklung ist?“

        Vielleicht mag er ehrlich bleiben?

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      • Also es ist ja nun nicht so, daß es auf St. Pauli niemand gab, der eine Entlassung Lienens befürwortet hätte oder zabomors?

        Öffentlich wenig, aber auf der Süd und wohl auch im Verein wurde schon abgewogen, weil Dritte Liga eine herbe Einbuße bedeuten würde, die den Verein schwer treffen würde. Letztenendes hat man die Variante Janßen als Co gewählt und jetzt kann man das auch nicht mehr rückgängig machen. Lienen würde wahrscheinlich sogar in der Dritten Trainer bleiben.

        btw – Großes Lob für den Artikel, Florian.
        3 Fleißpunkte für Dich.

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  • Vielen Dank dass Du Dir die Mühe gemacht hast, Florian!

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  • Was mich zu Kritikpunkt 3 interessieren würde – gibt es diese Diskussion überhaupt in dem Maße. Ich meine, ich habe eher nicht das Gefühl, dass der Mannschaft grundlegend der Einsatz abgesprochen wird. Dass Zweikampf- und insbesondere Laufdaten schlechter wurden konnten wir ja durch die ausführlichen Analysen mitverfolgen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, das dieser Punkt in den Diskussionen besondere Bedeutung hatte.

    Mein subjektiver Eindruck wäre auch ein anderer: Ich habe nicht wirklich ein Gefühl, dass sich die Spieler hängen lassen – auch Anzeichen für konditionelle Defizite nehme ich nicht im Besonderen wahr. Die Mannschaft lässt ja gegen Ende eher nicht nach. Die oft fehlende Schlussoffensive würde ich auf den Mentalbereich schieben. Nicht so viel zu laufen muss ja nicht heißen, dass sie es nicht mehr könnten.

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  • Gibt’s die Grafiken auch größer? Da habt ihr euch echt viel Mühe gemacht – da wäre es wünschenswert, die Grafiken anklicken zu können und sie separat in Groß zu bekommen.

    – Ah ich sehe: Bild in neuem Fenster öffnen macht die Dinger ansehbar! Klick darauf wäre gut.
    Trotzdem Danke.

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  • insgesamt ist das eine sehr interessante analyse, die natürlich in verschiedene richtungen ausgelegt werden kann. wobei ich persönlich es interessant fände noch andere punkte in dieser tiefe analysiert zu sehen. wie sieht es zum beispiel mit der chancenverwertung aus bzw. wie viele chancen spielen wir uns im vergleich zur letzten saison überhaupt raus? gibt es bei statistischen werten wie zweikämpfen und passgenauigkeiten in den verschiedenen „phasen“ der saison (fehlstart, rest der hinrunde, rückrunde) feststellbare entwicklungen? lassen sich bestimmte wertänderungen eventuell am personal fest machen (läuft zB ein matavz weniger als ein füllkrug)?

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  • Kompliment – das ist wirklich gute Arbeit und ein guter Versuch eine fehlerhafte Wahrnehmung vereinzelt zu korrigieren. Aber letztendlich werden doch auch wir im täglichen Leben nach unserer Außendarstellung beurteilt. Und wenn ich hier einfach immer wieder Defizite offenbare, würde sich jeder vernünftige Mensch sicher überlegen auch daran zu arbeiten. Da sehe ich bei Schwartz absolut keine Weiterentwicklung. Denn man sollte auch in der Lage sein, sich seinem Umfeld ein wenig anzupassen. Und hier sind wir bei einem Großclub mit ebenso großer Tradition in einer Großstadt und nicht bei einem Dorfverein in einer Kleinstadt. Also: nicht alles wird subjektiv falsch empfunden. Dafür haben die Fans ein feines Gespür. Man sollte auch mal ehrlich eingestehen, dass der Einbau der Jugendspieler auch nicht das Verdienst von Schwartz war – er wurde dazu gezwungen. Denn Sepsi spielte doch schon eine Ewigkeit schlecht – da waren Kammerbauer und Lippert schon lange da. Und was die Einwechslung betrifft: das ist psychologisch so ungeschickt, einen Spieler wie Teuchert in der 88. Minute einzuwechseln. Wo bleibt da das Fingerspitzengefühl? Deswegen lasse ich das nicht gelten, dass diese Kritikpunkte einer subjektiv unterschiedlichen Wahrnehmung entspringen. Jeder muss in seinem Beruf auch eine Aura haben, die dann auf sein Umfeld übergeht. Und das ist bei Schwartz einfach nicht der Fall. Und wenn er bei einer Pressekonferenz dem Fragesteller sagt: „Die Frage sei zwar holprig gestellt, aber er habe sie trotzdem verstanden……“ Da Frage ich mich einmal mehr: wie ist das mit der Außendarstellung? Sie ist einfach schlecht und bedarf dringend einer Korrektur – sonst kommt er bei den Fans nie an. Er lässt so gern Kritiken so nicht gelten. Schade – gerade das täte ihm gut. War diese Recherche übrigens vom Club bzw. Herrn Bornemann in Auftrag gegeben? Würde mich schon interessieren!

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    • Wäre schön, wenn das im Auftrag des FCN passiert wäre, dann würde ich mehr davon haben als das – dennoch natürlich sehr wohltuende – Lob für den Aufwand in den Kommentarspalten. 😀

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  • Ein weiterer Punkt, der sich leider nicht direkt mit Zahlen belegen lässt: Unter Weiler hat der FCN immer wieder mit Varianten bei Standardsituationen überrascht. Unter Schwartz sind die Standardsituationen inzwischen zum größten Teil wieder, naja, Standard.

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  • Dieser Artikel spricht für sich und wärmt dem Clubfan Herz und Hirn! Danke für dieses Niveau.

    Ich wollte noch was zur Außendarstellung des Alois Schwartz sagen: Clubfans sind leidensfähig, geduldig und auch mit wenig zufrieden. Das stellen sie Tag für Tag unter Beweis (z.B. durch den Jubel nach dem Sieg in Heidenheim) und müssen sich nicht immer vorhalten lassen, dass sie zu ungeduldig sind. Was sie endlich mal brauchen: Entwicklung nach vorne, Euphorie und Zuversicht! Ein bisschen Aufbruchstimmung! Das würde ja schon reichen. Und es ist leider nicht spürbar, dass dieser Trainer dafür ein Rezept hat bzw.  irgendetwas in diese Richtung ausstrahlt. Das muss doch auch Bornemann sehen und sich seine Gedanken machen! Er wird doch in den 14 Jahren mit Volker Finke gemerkt haben, was einen guten Trainer ausmacht! Nämlich Energie und Leidenschaft zeigen, die sich auf Spieler und Publikum überträgt. Das scheint auch den Co-Trainer Klökler zu stören, denn der läuft immer wieder wie von der Trantel gestochen an den Spielfeldrand. Kein gutes Zeichen für Schwartz!

    Ich glaube auch nicht, dass es weiter Sinn macht, zu sagen: In der 2. Liga wird halt lang und weit nach vorne gebolzt, auf die 2. Bälle gegangen und deshalb machen wir das jetzt auch! So haben sie vor drei Jahren angefangen und dafür die Spieler geholt. In der Relegation hat man gesehen, dass damit kein Staat zu machen ist. Es ist mir völlig unklar, wo Schwartz eigentlich hin will. Wenn schon die Fans kein Konzept  erkennen können, müsste man ihnen vielleicht mal erklären, welches man hat. Aber ich fürchte, da ist nicht viel da.

     

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  • In manchen Bereichen muss ich diesmal den Ultras völlig Recht geben


    – Der 1. FC Nürnberg steht mit 29 Punkten nach dem 22. Spieltag in der 2. Liga auf Platz 9. Das ist die schlechteste Platzierung zu diesem Zeitpunkt der Saison seit der Regionalliga 1997/1998.

    – In sportlicher Hinsicht gibt es keinerlei Konzept, keinerlei Perspektive…

    – und wenn man nach den Gründen für die derzeitige Misere fragt, dann bekommt man immer noch zu hören, dass die „Vorgänger-Regierung“ ein Chaos hinterlassen hat und die Bedingungen (-> eV) so schlecht sind.

    – ein Teil der Wahrheit ist aber auch, dass der 1. FC Nürnberg immer noch bessere Voraussetzungen als die meisten anderen Zweitligisten hat und es den verantwortlichen Personen trotzdem nicht gelingt, besser dazustehen. Mehr noch: Aus den letzten 1 1/2 Jahren können sie NICHTS vorzuweisen, was die Hoffnung wecken könnte, es würde mit ihnen wieder aufwärts gehen – ob ausgegliedert oder nicht.

    http://yabasta.blogsport.de/2017/03/03/die-luft-wird-duenner/

     

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    • Inwiefern das „nichts erreicht“ auf Meeske auch zutrifft, wird sich zeigen. Wenn er das negative Eigenkapital reduziert hat, dann hat er was erreicht, nämlich Punktabzug vermieden. Bei UN wird ja vor allem gegen ihn geschossen, weil der einen harten Kurs gegen sie fährt (siehe auch: hier ).

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          • Habe ich schon so verstanden, auch wenn ich dunkelblond bin :-). Der Rest des Artikels ist Rumgeflenne ob der bösen und unverständlichen Restriktionen seitens des Vereins … bla bla bla…

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  • Vielen Dank für diese tolle Fleißarbeit.
    Gar nicht so leicht, objektive Kriterien zu finden, zu bearbeiten, zu vergleichen und dann auch noch die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

    Auch wenn es von den absoluten Zahlen nicht so große Unterschiede gibt – eine Tendenz lässt sich durchaus erkennen.
    Ein Stück hat Florian für CU die Kritik damit objektiviert und auch wieder kultiviert.

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  • Die Mannschaft spielt also statistisch nachweisbar schlechter als letzte Saison. Möglicherweise auch deswegen, weil der Kader Qualität eingebüßt hat. Wie wird es dann erst in den nächsten Jahren aussehen, wenn die finanziellen Zwänge weiter den Verkauf der Leistungsträger erfordern und keine Transferausgaben möglich sind?

    Benötigt man dann nicht erst recht einen Trainer der Spieler und Spielsystem so verbessert, dass die Gesamtleistung der Mannschaft größer ist als es die Summe der Einzelspieler ergeben würde? Mit den Erfahrungen dieser Saison, habt ihr da den Eindruck, dass AS dieser Trainer ist?

    Lässt sich in spielerischer Hinsicht eine Verbesserung erkennen? Würdet ihr zustimmen, dass der Club sich taktisch positiv entwickelt hat?
    Seht ihr Automatismen im Spielaufbau?
    Was ist eure Meinung, erkennt ihr im Spiel unseres Clubs Anlagen die optimistisch stimmen, dass nächste Saison ernsthaft um den Aufstieg mitgespielt werden kann?

    Bornemann könnte die Erwartungshaltung der Fans reduzieren, indem er in aller Klarheit feststellt, dass der Aufstieg in den nächsten 2 bis 3 Jahren kein Thema ist. Soll aber die 1. Bundesliga zur nächsten Saison angegriffen werden, fürchte ich, wird ein Wechsel auf dem Trainerstuhl unumgänglich sein. Bornemanns öffentliche Zurückhaltung bei diesem Thema deute ich so, dass er längst zum gleichen Ergebnis kam.

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    • block 4, ich bin völlig Deiner Meinung einschließlich des Wechsels auf dem Trainerstuhl. Nur:

      wie soll das bei den klammen Finanzen mit nach wie vor drohendem Punktabzug finanziert

      werden? Ich bin da ratlos.

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    • Das kann und darf Bornemann gar nicht öffentlich machen. Jedem Fan muss das auch ohne diese Stellungnahme klar sein. Wenn das Bornemann so offen sagen würde, wäre das ein fatales Signal für Sponsoren und damit unverantwortlich.

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  • Bezüglich Außendarstellung:
    Man könnte die Pressekonferenzen dahingehend analysieren, wie häufig AS einen Punktverlust mit den Verletzten begründet.
    Und wie häufig das die anderen tun.
    Und wie viele Verletzte es jeweils tatsächlich gab.

    Das wäre allerdings eine seeeehr zeitintensive Recherche…

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  • Danke für die Bemühungen und die ausführliche Erklärung zu den Statistiken. Zumindest sehe ich mich in meinem Gefühl bestätigt, das unser Fußball eher unansehnlicher geworden ist. @Alex: Was die Ultras in ihrem Artikel völlig negieren ist natürlich die Tatsache das Meeske gezwungen ist das von Bader hinterlassene Erbe zu bewältigen. Das heißt langsame finanzielle Konsolidierung unter ständiger Beobachtung sowei unter Auflagen und Bedingungen der DFL. Unter diesen Zwängen muss Bornemann versuchen einen Kader zusammenzustellen der in sportlicher Hinsicht kaum Qualitätsverluste aufweisen darf, weil man sonst unweigerlich droht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Das dies ein schwieriger Spagat ist sollte eigentlich jedem klar sein. Leider hat man es meiner Meinung nach versäumt die aktuelle Saison als entsprechend schwierig zu bewerten, vor allem auch unter dem Aspekt der verlorenen Relegation.

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    • Das sehe ich nach der hergeschenkten Relegation genauso. Meeske ist ein Glücksgriff für den Verein.

      Meine Meinung, ob unser Trainer für diese Mission geeignet ist, habe ich ja schon ausführlich dargelegt.

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  • Diese gründliche Recherche zeigt, daß es einiges an Schwartz‘ Arbeit zu kritisieren gibt.

    37 Gegentore bis zu diesem Zeitpunkt sind auch bedenklich. Dadurch gerät man oft in Rückstand und vielleicht wird gerade deshalb aus Verzweiflung der Ball nach vorne geschlagen. In der ganzen vorherigen Saison, hat der Club nur 41 Tore eingefangen. Wenn man sich als Fan anschaut wie leicht die Gegner die Clubabwehr ausspielen, kommt einem das kalte Grausen. Dies erinnert mich an Ismaels Zeiten.

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    • Teilweise mag es auch an der schlechteren Fitness im Vergleich zu Weilers Zeiten liegen. Dies spiegelt sich in den oben genannten Laufleistungen wider.

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  • Ich kann das nicht mehr hören das immer der Trainer schuld ist. Die Wahrheit ist doch das der Club pleite ist und muss seit Jahren gute Spieler verkaufen. Mann sollte sich mal um die Einnahmen kümmern und die erhöhen das mann Konkurrenzfähig wird. Solche Spieler wie buegstaller für lächerliche 1.5 Mio zu verkaufen ist schon eine Lachnummer.

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    • Bist Du Wirtschaftsprüfer beim Club oder woher hast Du die Erkenntnis, das der Verein insolvent ist?

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    • Solche Spieler wie buegstaller für lächerliche 1.5 Mio zu verkaufen ist schon eine Lachnummer.

      Ist dir nicht bekannt, daß er ein paar Monate später für 0€ hätte gehen dürfen, weil sein Vertrag auslief? So gesehen sind die 1,5 Mio für die paar Monate Restlaufzeit stattlich.

      Ich finde wer Schwartz sagt muss  gleichermaßen Bornemann sagen, weil er für Trainer und Kader der sportlich Verantwortliche ist. Ich seh bei seinen Verpflichtungen, sei es Trainer und Spieler und er ist ja jetzt auch schon über 1 Jahr hier, eigentlich nichts, was den Club voran gebracht hätte oder täusche ich mich da? … er hat ansich nur Werte aus Baders Zeit verscherbelt. Neue Werte geschaffen hat er bislang nicht. Kein einziger echter Treffer darunter. Maximal Mitschwimmer..

       

       

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      • Genau, er profitiert momentan noch von Baders Transferpolitik und den Früchten des NLZ, dass er vorangetrieben hat.
        Seine Wertschöpfungen heißen Alushi, Salli und Dingsbums (da lohnt es sich nicht, die Namen zu merken). Die Fürther weinen immer noch bitterlich, dass es so schnell mit ihm zu Ende ging.

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        • Seine Wertschöpfungen heißen Alushi, Salli und Dingsbums (da lohnt es sich nicht, die Namen zu merken). Die Fürther weinen immer noch bitterlich, dass es so schnell mit ihm zu Ende ging.

           

          Stieber, ..der ja Alessandro Schöpf kompensieren sollte

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        • Da macht ihr Beide es euch aber zu einfach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Bader getraut hätte so viele Jugendspieler hoch zu ziehen. Da wäre eher wieder Geld aus gut bestellten Feldern heraus gezogen worden und irgendwo ein befreundeter Spielerberater zu Reichtum gekommen.
          Bei eurem Vergleich fehlen die unterschiedlichen Finanziellen Mittel die Bader und Bornemann zur Verfügung standen oder stehen.

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          • Bei eurem Vergleich fehlen die unterschiedlichen Finanziellen Mittel die Bader und Bornemann zur Verfügung standen oder stehen.

            Füllkrug, Schöpf, Burgstaller, die mittlerweile reichlich Geld in die Club Kasse spülten waren alle keine teuren Einkäufe noch aus der Bader Zeit.

            Unter Bader war ja nicht alles gut völlig klar, aber seit Bornemann ist die Transferpolitik nicht besser geworden, rein sportlich betrachtet und nur darum geht es . Wenn man jetzt einen Strich darunter ziehen würde, war da ansich gar nix außer Mitläufer oder Spieler, die auch mit Bornemanns Worten „unsere Erwartungen nicht erfüllt“ haben.

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            • Füllkrug, Schöpf, Burgstaller, die mittlerweile reichlich Geld in die Club Kasse spülten waren alle keine teuren Einkäufe noch aus der Bader Zeit.

              Allerdings überzeugt man einen Spieler sicher doch eher mit einem üppigen Gehalt, als mit der Ablöse, die ja doch hauptsächlich zwischen den Vereinen fließt. Von daher kann man die anderen finanziellen Voraussetzungen nicht ganz ausklammern.

              Ich möchte Bornemann gar nicht übermäßig in Schutz nehmen, aber ich habe das Gefühl, dass es ihm wichtiger ist, etwas von unten aufzubauen. Er wird sich dann mittelfristig an Spielern wie Sabiri messen lassen müssen, die zunächst für die Jugend verpflichtet wurden. Mal sehen, ob ein Eder, Löwen, Sabiri oder ein anderer verpflichteter Jungspieler in ein paar Jahren seinen Wert nicht ebenso gesteigert hat wie die genannten Burgstaller & co. Gerade bei diesen für die U-Mannschaften verpflichteten Spieler sieht Baders Bilanz nicht so rosig aus (siehe Ott, Evseev, etc.). Bornemann geht da mit der ganzen Organisation des NLZ einen anderen Weg und ob das aufgeht wird man erst später sehen können.

              Dasn ein Großteil der verpflichteten Spieler auch bei Bader gefloppt (die Spieler sind bekannt: Mu, Antonio,…) haben, muss hier nicht extra gesagt werden.

              Alles in allem möchte ich daher Bornemann (zumindest noch) nicht seine Fähigkeiten absprechen. Ihn jetzt schon zu bewerten oder sogar mit Bader zu vergleichen, erschließt sich mir nicht wirklich.

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  • Komm das ist doch bekannt warum wird jeder gute Spieler verkauft? Weil Transfererlöse erzielt werden müssen damit mann die Lizenz nicht verliert.

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    • Mir ist von einer Insolvenz des Vereins nichts bekannt, das müsste ja im Amtsblatt veröffentlicht und im Impressum des Vereins deutlich kommuniziert.

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  • Kritikpunkte 1 und 3 stehen für mich im direkten Zusammenhang.  Wenn sich keiner freiläuft oder den Ball nicht fordert muß ich ihn weit schlagen. Ist für mich jetzt nicht alleine am Trainer festzumachen.

    Als Trainer kann ich während eines Spiels nur zur Halbzeit und vorallem mit Wechseln eingreifen. Warum nutzt das Schwartz nicht besser aus ?   Die Verteidigung rühren verständlicherweise die wenigsten Trainer an, aber im offensiven Bereich und bei uns stehen sie ja gerade dort Schlange, kann ich nach 45 Minuten schon für frischen Wind sorgen. Mich würde mal interessieren was sich Bornemann dazu in der 59 Minute auf der Bank denkt 😉

    Für mich also ganz klar der Kritikpunkt 2 der mir an Schwartz nicht passt. Nur ob ich deshalb gleich einen Trainerwechsel haben möchte, weiß ich selbst nicht. Zu oft ging in den letzten Jahren so ein Schuß nach hinten los.

    Ich frage mich in letzter Zeit des öfteren ob ich so einen wie Streich als Clubtrainer haben möchte und auch hier bin ich hin und her gerissen.

     

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    • Ich würde weder einen Irrwisch noch einen selbstdarstellerischen Laptop-Superkonzept-Trainer brauchen. Mir würde ein geerdeter Schwartz völlig reichen, und auch Stoiker können sexy sein („Pirlo“). AS hätte gar das Zeug zum Kulttrainer a la Happel, dem großen Schweiger. Wenn, ja wenn der Club schön und erfolgreich spielen würde…

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      • Tja, block4, du bringst es für mich auf den Punkt. Schwartz macht meiner Meinung nach wenig falsch – außer seltsame Auswechslungen hier und da. ABER: er zeigt sich leider in Interviews und auch bei den PKs immer wahnsinnig nervös und ungeschickt. Schon nach seiner Vorstellungs PK gabs die ersten Rufe, was Bornemann denn da für einen verpflichtet habe. Da war noch gar nicht trainiert, geschweige denn gespielt worden.

        Dass über Alois diskutiert wird, liegt aus meiner Sicht hauptsächlich in seiner schlechten Außendarstellung begründet. Die Statistik gibt einfach kein „der kann nix“ her. Ich kann auch nichts erkennen, warum man ihn unbedingt und auch noch sofort ersetzen müsste.

        Dummerweise folgte er bei uns auch noch auf einen sehr charismatischen Trainer. Macht sein „Defizit“ nur noch auffälliger.

        Leider generiert das die nun sichtbare Unruhe im Umfeld, was ihm das Arbeiten auch nicht gerade erleichtert. Ich fürchte deshalb, dass Alois vermutlich wirklich nicht mehr lang FCN-Trainer sein darf. Schade eigentlich, denn ich glaube, dass er ein solider Trainer ist, der sich mit dem Club identifiziert, der mit etwas mehr Geduld im Umfeld auch erfolgreicher spielen lassen kann.

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      • Uns ist doch die Trainerpersönlichkeit total egal, wenn positive Entwicklung und Ergebnisse Anlass zum Optimismus geben. Gerade hier in Nürnberg reicht sich schon nur der Anflug von positiver Tendenz um die totale Aufbruchstimmung zu entfachen (siehe letzte Saison). Da ist uns dann total egal, ob Effenberg, Matthäus, Funkel oder Mr. Nobody am Spielfeldrand stehen. Ich würde auch diese überflüssige Diskussion um die Persönlichkeit und Außendarstellung von Schwartz einstellen. Sie lenkt nur von den Fakten ab.

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  • Wir drehn uns im Kreis mit Tendenz nach unten. Das Argument mit der Geduld und einen Neuaufbau, der dann nach 2-3 Jahren fruchten soll, ist beim Club nicht möglich, da die Leistungsträger immer wieder verscherbelt werden. Es gibt nur die Möglichkeit eines zahlungskräftigen Sponsors, den man aber anscheinend auch nicht fähig ist zu finden. Dann gibt es nur noch die Möglichkeit, junge Spieler durch ein gutes Scouting einzubaun, die in möglichst kurzer Zeit den Aufstieg schaffen, denn wenn nicht, dann gehts wieder von vorn los.

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    • Hans ich bin voll deiner Meinung
      Der Trainer kann nicht viel machen wenn kein gutes Spieler Material da ist. Der Club wird nie mehr aufsteigen wenn man die Finanzen nicht ihn griff bekommt und nur schaut das irgendwie transfererlöse erzielt werden. Dann geht’s eher in Richtung 3 Liga siehe Duisburg oder Bielefeld. Das gelabere über die Spielweise kann ich nicht mehr hören das Problem ist doch klar mit schlechten Werkzeug kann mann hält keine gute Arbeit abliefern.

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  • Ein großes Sorry im Voraus an alle, die mein Post nicht betrifft.

    Ich hab mich lange zurückgehalten, versucht auf der sachlichen Ebene zu bleiben. Was mir zugegebenermaßen auch nicht immer geglückt ist.

    Aber diese absurdeste aller Trainerdiskussionen, die ich in den letzten Monaten erleben darf, bringt mich zu der nachträglichen Einsicht, daß Bader und Grethlein Recht gehabt haben mit der begründung, weshalb es kein sportliches Konzept beim 1.FCN gab: die Wahrheit über die finanzielle und sportliche Misere des Vereins und die sich daraus ergebenden logischen Konsequenzen eines mittel- bis langfristigen sportlichen und finanziellen Wiederaufbaus des ehemals ruhmreichen Vereins 1.FCN sind der überwiegenden Mehrheit unter den Fans ganz offensichtlich nicht vermittelbar.

    Es nervt mich sehr: bei jedem Trainer seit ich hier mitlese/schreibe spätestens bei der ersten kleinen Delle in der Leistungskurve der Mannschaft: die Trainerdiskussion. Weil die Mannschaft ja in Wahrheit viel mehr Potential hat: der spielt zu defensiv, der nächste ist zu still, der nächste zu unerfahren, der nächste zu stur, der nächste zu arrogant und der jetzige zu sehr einfach nur ein freundlicher, fleißiger Arbeiter ohne Showpotential auf der PK und am Spielfeldrand. Keiner, der als Repräsentant des 1.FCN auch nur annähernd tragbar wäre.

    Diese albernen Argumente bzgl des Trainers, der die Mannschaft nicht genügend pusht oder durch sein Verhalten verängstigt oder demotiviert durfte ich dann auch immer wieder in den unterschiedlichsten Variationen lesen. Und natürlich habe ich keine Ahnung, was einen guten Trainer ausmacht, wenn ich das anzweifle, weil ich hab ja nicht selbst gespielt und das Leben ist kein Ponyhof.

    Ich weiß, daß viele, die diese Diskussionen hier aus vollster Überzeugung immer wieder in Richtung „Trainer raus“ führen, im wahren Leben intelligente, liebenswerte, interessante, erfolgreiche Menschen sind. Aber es scheint so, als Clubfan schaltet sich bei vielen ein Teil des Gehirns aus.

    Mir kommt das langsam vor als habe sich da in euren Köpfen ein Vorurteil festgesetzt, das euer Handeln bestimmt und nie korrigiert wird, weil es nie einem Trainer gelingen wird, der Richtige zu sein.

    Ich geb zu, kurzzeitig war ich diesem Wahn auch verfallen. Zeitweilig dachte ich, ihr habt Recht. Als ich sah, was Verbeek aus der bis dahin schlechten Mannschaft kurzzeitig rausgeholt hat. Aber die Wahrheit ist: ein  neuer Trainer kann durch seine Arbeit und weil manche Spieler nach einem Trainerwechsel voll motiviert sind, (auch um sich selbst zu beweisen, daß der vorangegangene Trainer an ihrer schlechten Leistung schuld war) kurzzeitig mehr aus einer schlechten Mannschaft herausholen. Und wenn er ganz viel Glück hat, wenn es wenig Verletzungen gibt und einen Lauf, dann kann sich diese Mannschaft auch mal auf einem Platz wiederfinden, von dem viele Clubfans überzeugt sind, daß er das Minimum des Leistungsstandes widerspiegelt.

    Aber im Laufe der Saison (spätestens in der darauffolgenden Saison) wird sich die Leistungsfähigkeit wieder auf das normale Niveau einpendeln. Weil der Trainer den einen oder anderen Spieler eben doch mal kritisiert oder nicht berücksichtigt, der sich zu höherem berufen fühlt. Weil die emsigen Spieler ihren Körper überfordern und irgendwann die Verletzungen sie zu Auszeiten zwingen, weil …

    Und dann kommt vom Glubberer wieder die ultimative Lösung dieses unbefriedigenden Zustandes: ein neuer Trainer muß her, der die wahre Leistungsfähigkeit der Mannschaft herauskitzelt. Die man in Ansätzen ja bei letzten Trainerwechsel anfangs gesehen hat. Und wenn der Sportvorstand diesen Wundertrainer nicht findet, dann muß eben auch ein neuer Sportvorstand her.

    Obwohl Meeske mehrmals mehr als deutlich die nackten Zahlen auf den Tisch gelegt hat, obwohl für unser Vereinsgelände mittlerweile eine Grundschuld vorhanden ist, obwohl jeder gute Spieler seit Jahren sobald er auch nur annähernd Kohle bringt, gehen muß/darf, obwohl kein Trainer den allmählichen Abstieg verhindern konnte und viele dankend abgewunken haben, wenn sie die Bedingungen unter denen sie arbeiten sollten, erfahren haben, hält sich bei den Glubberern nach wie vor die Überzeugung, daß die Mannschaft viel mehr Potential hätte und daß man im Grunde nur einen Prinzen finden muß, der endlich das verwesende Dornröschen aus seinem Schlaf weckt.

    Und selbst die nackten Zahlen werden angezweifelt. In Wahrheit geht es dem Verein viel besser. Er wird von Meeske nur schlecht geredet, weil er egoistisch wie er ist die Ausgliederung durchbringen will.

    Ich merk selber, daß ich bei jedem Trainer seit Hecking dafür plädiert habe, Geduld zu haben. Nicht weil ich alle als Trainer so toll fand wie Verbeek, sondern weil ich der festen Überzeugung bin, daß dieser ständige Trainerwechsel, diese Hybris bzgl. Leistungsfähigkeit der Mannschaft uns genau dahin gebracht hat, wo wir jetzt sind: ein abgebrannter Verein, der sich nur dank der Arbeit der jetzigen Vereinsverantwortlichen und einiger wohlwollender Sponsoren überhaupt noch in der 2. Liga  halten kann.

    Weil ich überzeugt bin, daß ihr den Einfluß des Trainers auf den Tabellenstand überwertet und zu viele anderen Faktoren negiert.

    Wißt ihr, wie ihr mir mittlerweile vorkommt? Wie die Nachfahren eines Mannes, dessen Vermögen seine Kinder verzockt haben. Und die Ehefrau eines der dafür Verantwortlichen hat unter Einsatz des eigenen Vermögens den Familiensitz gerettet. Jetzt geht sie putzen neben ihrer eigentlichen Arbeit, um den Unterhalt des Hauses und die Familie zu finanzieren und der Mann motzt, weshalb nicht weiter Kaviar und Champagner bereit steht. Und die Kinder und Enkel beschweren sich, daß sie Kleidung aus dem secondhand Laden tragen müssen. Keine Designerklamotten. Und nicht zu den supergeilen Festen der Superreichen eingeladen werden. Und Schuld daran ist nicht der Ehemann und seine Geschwister, die das Vermögen fahrlässig verzockt haben und jetzt maulend zu Hause rumhocken, sondern die Ehefrau, die sich tagtäglich abmüht. Und der Mann hält ihr vor, daß sie mittlerweile so abgearbeitet ausschaut und droht ihr damit, daß er sich eine attraktive Schönheit holen und sie rauswerfen wird. Weil er dann mit der attraktiven Schönheit wieder so im Luxus schwelgen kann wie er es gewohnt ist.

    Das vernünftigste, was diese Ehefrau endlich machen könnte, wäre: alles hinschmeißen irgendwo neu anfangen, wo sie und ihr Einsatz geschätzt werden. Und sich von dort genüßlich anschauen, wie ihre ehemalige Familie aus dem Haus geworfen wird und im Obdachlosenheim landet.

    Aber die würden selbst dann nicht kapieren, daß sie an ihrem Elend selbst schuld sind, sondern die Frau dafür verantwortlich machen, die sie so schmählich im Stich gelassen hat.

    Das Vernünftigste, was Schwartz, Bornemann, Meeske und Köllner machen könnten, wäre, alles hinzuschmeißen und sich bessere Arbeitsmöglichkeiten zu suchen. Irgendwas findet sich sicher für alle.

    Aber für mich hoffe ich, daß sie das nicht tun. Ich hoffe, daß sie diese aberwitzige Kritik an ihrer Leistung an sich abprallen lassen und einfach weiter an den nächsten kleinen Schritten arbeiten. Denn aus meiner Sicht ist das die einzige Chance für unseren Verein, um eines Tages wieder in der Bundesliga spielen zu können.

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    • Der von dir angesprochene Motivations- und Leistungsschub hätte dem Club in der Winterpause sicher gut getan. Zu diesem Zeitpunkt gab es durchaus noch eine nicht unbegründete Hoffnung auf Platz 3.

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    • Gefällt mir! Naja, Fans sind halt wie kleine Kinder, immer haben Andere das schönere Spielzeug. Ich weiß, wovon ich rede. Silberbüchse? Star Wars-Doppelflügeljäger? Minitrix-Anlage? Carrera-Bahn? Von wegen. Lego-Grundplatte mit a weng Zeuch und Zündplättle-Revolver… Allerdings bezweifle ich, dass Clubberer sich einen Prinzen (zurück-) wünschen😜

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    • (K)eine Runde Mitleid für Bornemann, Meeske und Schwartz…Sie werden sicherlich branchenüblich für Ihr Engagement entlohnt und Sie kamen alle von einem kleineren verein zum Club- für sie dürfte es ein aufstieg gewesen sein.Im falle von schwartz gibt es im Nichterfolgsfall ja auch eine Abfindung.

      ich kann auch nicht sagen ob Trainerentlassung das Richtige wäre, aber man sollte weder aus dem Festhalten noch aus dem Feuern eine Doktrin machen.

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    • Ich würde Dir komplett recht geben, wenn Du bei folgenden Fragen wenigstens Eine mit  „Ja“ beantwortest:

      – haben Würzburg, Heidenheim, Sandhausen, etc. bessere Kader als wir?

      – sind 2 Vorbereitungen zu wenig Zeit für einen Trainer, der keinen Totalumbruch zu verkraften hat, damit ein Trainer ein nachvollziehbares System (oder gar Systemvarianten einstudiert)?

      – war spielerisch zum irgendeinem Zeitpunkt der aktuellen Saison eine positive spielerische Entwicklung sichtbar?

      – ist die Mannschaft kämpferisch stärker als Andere (Zweikampfquote)?

      – ist die Mannschaft läuferisch Anderen überlegen (Laufleistung)?

      – geht man aktuell als „Normal-Fußballinteressierter“ gerne ins Stadion?

      – sendet Schwartz Signale aus, so dass man ihm abnehmen könnte, dass er den Bock umstößt?

      – holt Schwartz zumindest „viel“ aus dem Kader heraus?

       

       

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  • Was in diversen Foren schon sehr krass auffällt ist, dass gefühlt 99 Prozent der User einen Trainer Wechsel fordern. Manche untermauern ihre Meinung sehr nachvollziehbar argumentativ, andere übergießen AS einfach nur mit Spott und Häme. Die Situation erinnert mich an das Ende der Ära Bader. AS kann sagen was er will, es wird ihm immer negativ ausgelegt. Eigentlich hat Schwartz keine Chance mehr. Es sieht beinahe so aus, dass der FCN um einen neuen Trainer nicht herum kommt, um den Neuaufbau des Teams unbelastet angehen zu können. Um einen tiefen Riss zwischen Verein und Fans zu verhindern.

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    • Man sollte die Saison irgendwie zu Ende spielen und dann Hollerbach holen…Vorsicht Spitzenbegründung:

      als Franke, als Vulkan, als Sympath

      und jetzt im Ernst

      weil er Mannschaften aufbauen kann, um nichts anderes wird es beim Club gehen, sollte die zweite Liga kein Daueraufenthaltsort bleiben

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      • Warum mit AS zu Ende spielen, wenn die Entwicklung weiter bergab gehen sollte? Auch zum Ende der Saison, wäre eine Abfindung fällig (oder läuft sein Vertrag aus?). Es geht doch nicht nur darum irgendwie die Saison zu Ende zu spielen. Alleine der Verdacht, dass die Verantwortlichen die Saison abschwenken, würde katastrophale Signale an Sponsoren und Dauerkartenverkäufe für die kommende Saison bedeuten – da würde sich Bornemann quasi selber entlassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man AS noch weitere Wochen der spielerischen Armseligkeit zugestehen kann

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      • @Andre ich versuch es mal:

        – haben Würzburg, Heidenheim, Sandhausen, etc. bessere Kader als wir?

        Ja

        – sind 2 Vorbereitungen zu wenig Zeit für einen Trainer, der keinen Totalumbruch zu verkraften hat, damit ein Trainer ein nachvollziehbares System (oder gar Systemvarianten einstudiert)?

        Ja

         

        – war spielerisch zum irgendeinem Zeitpunkt der aktuellen Saison eine positive spielerische Entwicklung sichtbar?

        Ja

        – ist die Mannschaft kämpferisch stärker als Andere (Zweikampfquote)?

        Nein, aktuell nicht.

        – ist die Mannschaft läuferisch Anderen überlegen (Laufleistung)?

        Sofern ich die Ausführungen von Florian richtig verstehe, gab es 7 Spiele (also 30% der bisherigen Spiele) in denen wir der anderen Mannschaft läuferisch überlegen waren.  Also ja.

        – geht man aktuell als „Normal-Fußballinteressierter“ gerne ins Stadion?

        Kann ich nicht beantworten, da ich nicht weiß, wie du einen „Normal-Fußballinteressierten“ definierst.

        – sendet Schwartz Signale aus, so dass man ihm abnehmen könnte, dass er den Bock umstößt?

        Die Frage ist, wer braucht Signale: die Fans oder die Mannschaft. Bei ersteren Nein. Bei letzteren Ja.

        – holt Schwartz zumindest „viel“ aus dem Kader heraus?

        Ja

        Ein paar „Ja´s“ gibt es also von mir. Du gibst mir also jetzt komplett Recht? :mrgreen:

         

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        • Wenn bei Dir 30% für Überlegenheit spricht und Du den Sandhausener Kader besser findest, gebe ich Dir natürlich recht ^^

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          • Du wolltest ein ja oder nein. Und soweit ich es sehe, ist Sandhausen derzeit in der Tabelle vor uns. Also ist unser Kader derzeit leistungsmäßig schlechter.

            Und natürlich waren wir in 7 Spielen anderen Mannschaften läuferisch überlegen. Wenigstens wenn man Florians Zahlen vertraut. Also eben bei 30% der bisherigen Spiele in dieser Saison. Vielleicht solltest du exakter fragen, wenn dir die Antworten auf deine Fragen so nicht gefallen.

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      • Ich finde auch, daß Hollerbach gute Arbeit leistet. Ich bezweifel, daß er daran interessiert ist, zum Club zu wechseln. Genausowenig wie das jemals Weinzierl oder Nagelsmann jemals erwogen haben würde, wenn er denn gefragt worden sein sollte.

        Das sind aus meiner Sicht genau die Träumereien, die viele Fans haben. Die dann dazu führen, daß man einen Alois Schwartz als nicht passend zum Club ansieht.

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    • Hahaha weil in irgendwelchen ominösen foren eine hochselektive Gruppe des sogenannten Umfeldes schwartz kritisiert, wird dessen Entlassung gefordert. Mal raus aus den Foren und der eigenen Filterblase, frische Luft an den Kopf lassen. Bevor der Riss im Kopf zu groß wird… Allmählich werden die konstruierten Kausalitäten lächerlich. Welche Macht dem Umfeld unterstellt wird oder gerne gesehen wäre… Wenn es danach ging müsste die Merkel auch weg, schließlich fordern das einige Menschen und bevor der Riss zw Politik und Volk zu groß wird…

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    • Das stimmt. Deshalb sollte es auch egal sein, was er wie sagt und ob er ruhig oder gestenreich am Spielfeldrand steht. Das alles lenkt nur ab, von dem für was er da ist: Ergebnisse und Entwicklung. Selbst wenn er der große Charismatiker wäre, würden diese beiden Bewertungskriterien ganz klar gegen Schwartz sprechen.

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  • Nur so nebenbei gesagt würde mich schon mal interessieren, ob die Gehälter des Managements der Situation des Clubs angepasst wurden. Von der guten Bundesligamannschaft zum Absteiger, vom Aufstiegskandidaten zur „Grauen Maus“ der zweiten Liga. Wurden da auch die Gehälter gerechterweise nach unten angepasst??? Genau das wird nämlich auch vom Fan erwartet. Dazu gehören natürlich auch die Eintrittspreise ins Stadion.

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      • Da müsste man natürlich wissen, wieviel hat Bader vedient, um zu ermitteln, ob das Gehalt im Moment zu hoch ist. Es geht natürlich nicht nur um Bornemann, sondern den ganzen Führungsstab und dazugehörenden Gefolge. Da wär es schon wichtig, nach momentaner sportlicher Leistung zu bezahlen, um überhaupt einen Anreiz zu haben, zukünftig Leistung zu bringen und den daraus resultierten Erfolg zu erzielen.

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  • Nur noch wenige Stunden bis zum Derby. Nach all den Diskussionen um den Trainer, die Mannschaft und die Zukunft des FCN, interessiert sich eigentlich noch jemand für das Spiel?

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  • Es reicht halt sportlich nicht aus um einen Verein weiterzuentwickeln wie George Clooney auszusehen.

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  • Wie jemand schön geschrieben hat, darf man aus Festhalten und Feuern kein Dogma machen. Man kann immer nur spekulieren. Hätte der Hans damals noch die Kurve bekommen (ich denke ja), hätte man mit Gertjan in die 2. Liga gehen sollen? Wichtig sind unter dem Strich die Punktezahl, die Spielweise und das Gefühl, ob der Trainer zukünftig aus dem Kader das Optimum rauskitzeln kann. Die Punktezahl einzuordnen ist schwierig, weil es da um die Grundsatzfrage geht, wie stark der Kader ist. Sicher sind wir kein Aufstiegsfavorit gewesen, aber ich denke schon, dass wir vom reinen Spielermaterial bei einem normalen Saisonverlauf das Zeug für einen Platz unter den ersten 6,7 Mannschaften haben müssten. Und dafür haben wir zu wenig Punkte. Die Spielweise ist leider weitgehend unterirdisch. Auch nach 22 Spieltagen wirkt da nichts einstudiert. Wenn was geht, dann oft durch Einzelaktionen oder Zufall. Weil oft der Vergleich zu Weiler gebracht wird. Da haben wir auch viele lange Bälle gespielt, allerdings zu einen häufig diagonal auf außen, wo die Chance Kopfbälle zu gewinnen, höher ist, als im Zentrum gegen Innenverteidiger, zum anderen wurde da auch vorne viel aggressiver draufgeschoben. Wenn ich da als Gegenbeispiel das 60-Spiel nehme, wo sich bei einer 2:0-Führung die 60-Verteidiger in Ruhe die Bälle zuschieben konnten, war das erwas ganz anderes. Übrigens jene Löwen, die hier schon als kommende Übermannschaft gepriesen wurden, womit hier unsere Niederlage erklärt wurde, kriegen seit dem Spiel nicht mehr viel auf die Kette. Zum dritten Punkt: hat wirklich jemand das Gefühl, dass Schwartz mit mehr Zeit aus unseren Mannen eine besser spielende und erfolgreichere Mannschaft formen kann? In meinen Augen käme das einem Wunder gleich. Gestern erst wieder in der Pressekonferenz „Wir jammern nicht“ um dann anschließend 2 Minuten genau dies zu tun. Womit er der Truppe übrigens ein tolles Alib jedes Mal gibt. Da meine Verlobte Dresden-Fan ist, habe ich die meisten Spiele der Ära Neuhaus dort in voller Länge gesehen. Neuhaus hatte bislang auch nicht den Ruf eines Übertrainers. Die haben im Sommer ihren besten Verteidiger und besten Stürmer abgeben müssen. Geholt wurden nur No-Names oder typische Zweitligakicker. Mit Gogia fehlt deren bester Spieler seit dem Spiel gegen uns. Torjäger Testroet hat die ganze Saison schon Ladehemmung. Und trotzdem spielen die mit Kickern wie Kurschke, Lambertz, Ballas und Co nicht nur erfolgreicheren, sondern auch deutlich ansehnlicheren Fußball als wir. Da wird fast jeder Ball sauber hinten rausgespielt und vorne gehen die drauf wie blöd. Und mir kann keiner erzählen, dass wir in Matavz, Salli, Behrens, Kempe, Möhwals und Co. im Mittelfeld und Sturm schlechtere Kicker haben…

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  • Wenn wir das Derby verlieren, wovon ich leider ausgehe….Könnte es nach unten noch mal eng werden….hoffentlich bin ich nur zu pessimistisch….😨😱

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  • Zu dem ganzen Thema (Einfluss des Trainers) gibt es einen sehr schönen Artikel des Statistikblog fivethirthyeight der sich mit Leicester diese und letzte Saison beschäftigt:

    https://fivethirtyeight.com/features/firing-claudio-ranieri-wont-fix-leicester-city/

    Kurzzusammenfassung:

    – Budget ist für 90% der Platzierung verantwortlich
    – Nur sehr wenige Trainer (~10%) haben einen signifikanten positiven Effekt über längere Zeiträume
    – Trainerentlassungen finden häufig in „natürlichen“ Tiefphasen statt- darauf folgt in der Regel eine Hochphase- diese kann aber auch ohne Trainerwechsel kommen.
    – Fussball hat eine so geringe torquote das Mannschaften über eine ganze Saison unter/über ihren Verhältnissen punkten können.

    Für mich wäre die Konsequenz daher: Schwarz behalten um Geld zu sparen und versuchen über unverhältnismäßig gute Transfers oder verbesserte wirtschaftliche Situation vorbeizuziehen.

    Das dauert natürlich…

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  • Dauer-Trainer als Identifikationsfiguren und Leuchttürme eines Vereins. Rehagel, Roux, Finke fallen mir da sofort ein. Die beiden letztgenannten zumindest standen für technisch modernen, hochwertigen Fußball, der finanziell unterlegene Vereine bei den Großen mitmischen ließ. Selbst Otto legte bei aller Kontrolle überwiegend Wert auf Offensive. Hätten wir einen Trainer dieser Güteklasse, was spräche dagegen, wenn dieser langfristig beim Club wirken dürfte?!

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  • Früher stand am Samstag-Nachmittag das Derby gegen die Bayern aus München an und in den guten Zeiten gab es sogar Siege. Das Stadion war brechend voll und man freute sich. Heute spielt man im Derby Sonntags gegen die Fürther und ist nicht einmal mehr Favorit. Man geht mit schlechtem Gefühl zum Spiel, hoffentlich wird es nicht wieder ein mießes Gekicke, das einem den Tag versaut. Das bittere an der Sache ist, die meisten haben gar nicht gemerkt, wie tief der Club eigentlich gefallen ist. Man nimmt es einfach als Umstand hin. Die Fürther sind eine echte Zweitligamannschaft. Dort waren sie immer und dort gehören sie hin. Der Club jedoch gehört nicht in die 2. Liga, genausowenig wie Stuttgart oder Hannover.

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    • Danke, du sprichst mir aus der Seele !!!

      Aber wenn du die Gefühl aussen vor lässt, ist der Club doch längst nur noch Mittelmaß der zweiten Liga, und eine immer grauer werdende dazu. Und die sportlichen Verantwortlichen vertreten den Club zwar mit Demut und erfreulicherweise ohne Arroganz, aber auch ohne das Selbstverständnis bzw. Selbstwertgefühl, dass dem Club durchaus gebühren sollte.

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    • Danke, du sprichst mir aus der Seele !!!

      Aber wenn du die Gefühl aussen vor lässt, ist der Club doch längst nur noch Mittelmaß der zweiten Liga, und eine immer grauer werdende dazu. Wofür steht der Club anno 2017?
      Die sportlichen Verantwortlichen vertreten den Club zwar mit Demut und erfreulicherweise ohne Arroganz, aber auch ohne das Selbstverständnis bzw. Selbstwertgefühl, dass dem Club durchaus gebühren sollte.

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  • Pingback:#FCN: Niederlagenserie geht auch im Derby weiter – 1ppm von Johannes Mirus

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