Identifikation führt zu Wohlbefinden führt zu Leistung. #FCUFCN #FCN

Exklusivinterview vor dem 2. Liga-Spiel des 1. FC Nürnberg bei FC Union Berlin

Eine gemütliche Woche verbrachte der 1. FC Nürnberg. Wohltuend ruhig. Schon so ruhig, dass man sich wieder anderen Themen zuwenden musste, wie den schwelenden Konflikt zwischen Ultras und Verein, oder die Sache mit der Finanzierung des Stadionnamens.

Eine Bank hatte die Idee, eine Crowdfunding-Aktion zu starten, um die Fans zu motivieren einen größeren Geldbetrag beizusteuern, um deren Lieblingsnamen zu ermöglichen. Leider ist das mit Banken und guten Finanzierungsideen in den letzten Jahren wohl irgendwie abhanden gekommen. Trotz angelaufener Werbekampagne will der Zähler der Unterstützer auch nach wie vor nicht einmal die 4.000 erreichen, angestrebt waren Medienberichten zu Folge eine Zahl von 10.000 bis Monatsende. Gründe für ein mögliches Scheitern sind schnell gefunden: 10.000 Fans zu finden, die im Schnitt 80 Euro aufbringen, um einem Stadion den Namen zu geben, ist per se schon ein optimistisches Unterfangen. Dass das Ganze noch auf 3 Jahre begrenzt (oder fünf, weg ist das Geld über kurz oder lang aber in jedem Fall) angelegt ist, ist ein weiterer Malus. Aber von dem allen ganz abgesehen ist der angebliche „Wunschname der Fans“ wohl eher nur mehr der Wunschname der Ultras, der breiten Fanbasis ist der Stadionname eher egal oder man tendiert zum alten „Frankenstadion“, wie auch eine Clubfans United-Umfrage nochmal bestätigte.

Sonst gab es wenig zu berichten. Was nach den Turbulenzen der letzten Wochen für alle sicher ganz angenehm gewesen sein dürfte. Allenfalls unterhaltsam der Auftritt eines Medienberaters im Blickpunkt Sport, der nach eigenem Bekunden gleich zwei (ehemalige) FCN-Angestellte beratend unterstützte: Alois Schwartz und Timo Gebhart. Und da gerade die beiden nun wahrlich nicht für ihre gelungene Medienpräsenz in die Club-Geschichte eingehen werden, erzeugte der BR-Auftritt am montäglichen Abend für eine gewisse Erheiterung.

Zeit also, sich wieder einmal dem wesentlichen zuzuwenden: Dem nächsten Spiel. Und so freuen wir uns mit Nadine eine Interviewpartnerin gefunden zu haben, die uns relativ schlüssig zu erklären wusste, warum man Abgänge von Top-Stürmern und Trainerwechsel vor Saisonbeginn nicht als Anlass zur Larmoyanz sehen muss, sondern stets als Chance, um den nächsten Schritt zu machen. Union ist aktuell Zweiter und träumt vom Aufstieg, der FCN dümpelt im Mittelfeld der Liga. Man darf sich eine Scheibe abschneiden, wie man mit ruhiger Hand auch mit bescheidenen Mitteln eine Entwicklung vorantreiben kann.

Interview mit Nadine Hornung

[Clubfans United] Hallo Nadine, willkommen bei Clubfans United! Wir freuen uns immer neue Gesichter kennen zu lernen. Empfohlen wurdest du uns von Sebastian Fiebrig von textilvergehen, der unbedingt endlich mal etwas von dir lesen wollte. Klingt nach einer guten Geschichte – willst du sie uns erzählen?

„Da gibt es eigentlich keine große Geschichte. Sebastian und der Rest des Teams vom Textilvergehen machen einen sehr guten Job und präsentieren den Verein oft in anderen Podcasts oder Blogs. Ich verfolge das Textilvergehen seit langem und denke, dass Sebastian generell gerne etwas von anderen Unionern liest und es begrüßt wenn nicht immer er derjenige ist, der die Fans des 1.FC Union präsentiert.“

[Clubfans United] Fußball-Fans, sei es auf Blogs, in Podcasts oder in den sozialen Medien, avancieren immer mehr zu Semi-Experten. Taktische Formation und statistische Daten wie Passquote und Laufwege rücken in den Fokus der Diskussion, während der Bericht vom Stadionerlebnis, angefangen von der Stadionwurst bis hin zur Kurve, immer seltener zu erfahren ist. Wir diskutieren über Stadionfinanzierungen, Sponsorenverträge, Transferkonstrukte und TV-Gelder. Was ist eigentlich aus dem guten alten prolligen Fußballgefühl geworden, wo man keine Ahnung haben durfte, und trotzdem laut mitdiskutierte? Und wie wichtig sind diese sozialen Medien und Blogs heute? textilvergehen zum Beispiel wurde ja auch schon ausgezeichnet und ist sicher auch bei den Fans ein unverzichtbares Informationsmedium geworden.

„Für mich ist das Textilvergehen tatsächlich unverzichtbar geworden. Sebastian liefert uns jeden Morgen eine Zusammenfassung der aktuellen Medienberichte und Geschehnisse rund um Union. Der wöchentliche Podcast, in dem dann das Spiel rückwirkend besprochen wird, rundet das ganze ab. Seit einigen Wochen haben sie des öfteren Daniel vom „Eiserne Ketten Blog“ im Podcast. Dieser kann vieles über die Taktik sagen. Unfassbar was er alles aus so einem Spiel herausliest.
Ich denke heutzutage macht es die Mischung perfekt. Auf der einen Seite die, die keine Ahnung von der ganzen Taktiksache haben und doch glauben alles besser zu wissen, und auf der anderen Seite dann jemand, der das Spiel besser lesen kann als mancher Trainer. Wenn diese dann aufeinander treffen, entstehen sicherlich interessante Diskussionen.“

[Clubfans United] Aber wir wollen natürlich auch gern etwas über dich erfahren. Wer bist du? Was verbindet dich mit den Eisernen und wo kann man dich lesen im Netz, wenn du nicht gerade Interviews gibst.

„Ich heiße Nadine, bin 26 Jahre alt und seit 12 Jahren Union-Fan. Damals spielte Union noch in der Oberliga, auf den Rängen hatte man unglaublich viel Platz und man konnte die Spieler auf dem Feld hören. Mit dem heutigen Zustand ist das kaum zu vergleichen. Schön ist es dennoch. Union ist ein Verein der uns Fans viel Freiraum lässt. Wir können, sollen und dürfen den Verein aktiv unterstützen und mitgestalten. Es gibt rund um unseren Verein viele Veranstaltungen welche von Fanclubs organisiert werden, ich denke das stärkt den Zusammenhalt in der kompletten Fanszene sehr. Im Netz bin ich eigentlich nur privat unterwegs und das zum Großteil auf Twitter. (@sumpfi5)“

[Clubfans United] “Nürnberg war Dritter letztes Jahr und gab Füllkrug ab, Union war 6ter und verlor Wood. Im Winter gab der FCN Burgstaller ab, Union Quaner. Der FCN bekam im Sommer einen neuen Trainer, der FCU auch. Klingt alles also irgendwie ähnlich, aber der FCN sackte extrem ab und flüchtete sich in Ausreden über Substanzverlust und Übergangsphasen, die Eisernen griffen an und sind aktuell Platz 2 in der Tabelle und gelten nicht nur deswegen als heißer Aufstiegskandidat. Was in aller Welt habt ihr besser gemacht als der Club? Warum hat euch Trainerwechsel und Woods Abgang so gar nicht negativ beeinträchtigt und sogar einen Schub gegeben?

„Wir haben mit Jens Keller einen sehr unaufgeregten Trainer bekommen. Er hat die Mannschaft auf ein Fitnesslevel gehoben, das haben wir hier noch nie gesehen, außerdem kommuniziert er viel mit der Mannschaft. Jeder weiß, dass er wichtig für das Team ist, auch wenn er mal wieder nur auf der Bank sitzt.
Der Abgang von Bobby Wood war vorhersehbar. Er hat eine gute Saison bei uns gespielt und jeder Spieler geht in die Bundesliga, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Unser Glück zu Saisonbeginn war, dass Collin Quaner plötzlich Tore schießen konnte, und auch Steven Skrzybski endlich zeigte was er drauf hat.
Unser Spielsystem orientiert sich nicht nur an einem Spieler. Wenn Polter vorne ausfällt, dann stellen wir eben Hosiner auf. Der erfüllt die Rolle des Stürmers genauso gut.“

[Clubfans United] Union hat eine “eiserne” Entwicklung hinter sich. Stetig ging es Schritt für Schritt immer weiter. Nicht schnell, aber immer ein Stück weiter. Woran kann man das festmachen? Was hat man besonders gut “nicht” gemacht? Wo kam man her und wo wird das alles noch enden?

„Der Verein hat sich einfach nicht von seinem Weg abbringen lassen. Dirk Zingler ist seit 2004 bei uns Präsident, war vorher bereits Fan und kennt den Verein sehr gut. Mit Uwe Neuhaus hatten wir 7 Jahre lang einen Trainer, der den Verein aus der Regionalliga wieder in die 2. Bundesliga gebracht hat, und uns sportlich stabilisierte. Die Konstanz auf den beiden Positionen hat viel mit der guten Entwicklung zu tun. Dinge wie der Stadionumbau werden gut durchdacht und erst danach wird gehandelt, die Verantwortlichen überstürzen einfach nichts. Selbst finanziell muss man sich um Union keine Sorgen mehr machen. Wir werden häufig noch als der kleine Ostverein wahrgenommen, das sind wir schon lange nicht mehr. Union hat sich im Profifußball etabliert und es sieht ganz danach aus, als wenn wir da noch eine Weile bleiben.“

[Clubfans United] Die Stadt Berlin beteiligt sich nach Medienberichten mit 8,8 Mio. Euro am Bau des neuen NLZ der Unioner. Der Verein muss dabei “nur” 2,2 Mio. selbst stemmen. In Nürnberg hat der Bau des NLZ dem Club rückbetrachtet fast das Genick gebrochen. Sind es diese “Standortvorteile”, die den Unterschied in einer Entwicklung ausmachen können? Oder ist das mal eher die Ausnahme und Berlin behandelt Union sonst eher wie das Stiefkind?

„Bei unserm Stadionumbau in der Saison 2008/2009 mussten wir sehr darum kämpfen, dass der Umbau überhaupt stattfinden darf und dass wir eventuell auch Unterstützung vom Land Berlin erhalten. Am Ende erhielten wir einen Erbbaupachtvertrag über 99 Jahre und der Ausbau konnte beginnen.
Das wir nun für den Bau des NLZ diese finanzielle Unterstützung erhalten, liegt wohl zum Großteil auch daran, dass unsere Frauen- und Mädchenmannschaften ebenfalls dort spielen und trainieren sollen. Die Nachwuchsarbeit bei Union ist meiner Meinung nach sehr gut, daher sollte es für das Land Berlin selbstverständlich sein uns dementsprechend zu Unterstützen.“

[Clubfans United] Wenn bei uns alles richtig mies läuft, dann hoffen wir auf ein Spiel gegen Union – gegen Union wurden schon “Mannschaften geboren”. Gegen die Eisernen scheint es einfach immer zu laufen, das kann man auch mit Fakten untermauern und das lässt den Kicker von einer “Horror-Bilanz” sprechen: 7 Spiele gegen den Club, nur ein Punkt und im Schnitt 3,7 Gegentore. Warum will es gegen manche Vereine einfach nicht laufen? Kann man sich das rational erklären? Da spielen doch mitunter ganz andere Spieler unter ganz anderen Trainern?

„Ich denke eine rationale Erklärung gibt es dafür nicht. Vielleicht ist das eine reine Kopfsache. Die Spieler lesen die Statistik und auch die Fans wissen, dass man bei solchen Spielen selten etwas zählbares mitnimmt und so gehen sie auch in die Partie.
Jens Keller hält nicht viel von solchen Statistiken, das sagt er immer wieder und er hat die Mannschaft in den letzten Spielen immer sehr gut auf den Gegner vorbereitet. Wer weiß, vielleicht klappt es am Montag endlich mit einem Sieg gegen euch.“

[Clubfans United] Spieler und Trainer wechseln heute generell viel schneller den Verein als man bei der Beflockung noch den Namen trocknen lassen kann. Wie wichtig sind heute noch Spieler mit Bindung an den Verein? Oder woran macht man sein Fangefühl heute fest?

„Spieler mit einer Bindung an den Verein sind sehr wichtig. Ich will keine Spieler auf dem Platz haben, die nur im Verein sind, weil sie irgendwo spielen müssen. Sie sollen sich auch ein Stück weit mit dem Verein identifizieren können. Dadurch steigt doch auch das Wohlbefinden der Spieler und sie können eine bessere Leistung abrufen.“

[Clubfans United] Im Winter kam zudem der “verlorene Sohn” zurück und scheint Union nochmal einen Schub zu geben: Sebastian Polter. Ein Spieler, der einst in Nürnberg nur ob der Haare auffiel, aber bereits bei seinem ersten Engagement in Berlin zum Publikumsliebling avancierte. Was macht diesen Polter für euch so besonders?

„Mit der Rückkehr von Polter ist hier bereits die erste Aufstiegseuphorie ausgebrochen. Sebastian ist ehrlich, authentisch und gibt auf dem Feld alles für die Mannschaft und den Sieg. Er hat damals offen gesagt, dass er Union verlässt, wenn ein Angebot aus England kommt, das kam und er war weg. Und obwohl er nicht mehr bei uns gespielt hat, ist der Kontakt nie abgebrochen. Er war „uns“ besuchen und einige Unioner sind nach England geflogen, um ihn dort zu besuchen. Als er in England war, sagte er, dass er nur für Union in die 2. Bundesliga zurück gehen würde, noch lieber wäre ihm natürlich die Bundesliga. Und auch hier hat er wieder sein Wort gehalten. Als es in England nicht mehr gut lief, kam er eben zurück „nach Hause“ und wurde mit offenen Armen empfangen. Er ist eben einfach ein Typ, solche Spieler brauchen wir viel mehr im Fußball.“

[Clubfans United] Am Montag spielt der Club also wieder mal an der alten Försterei. Nürnberg hat gerade den Trainer getauscht, eigentlich ungewöhnlich für einen durchschnittlichen Kader in Liga 2, den eh keiner oben auf den Zettel hatte, der eben auf einen durchschnittlichen Platz stand. Wie viel hat man in Berlin davon mitbekommen und wie erwartet man den Club?

„Den Trainerwechsel bei euch habe ich erst gestern mitbekommen als ich auf der Internetseite von euch war. Ja, es wirkt wirklich etwas ungewöhnlich, aber wahrscheinlich hat man sich vor allem bei den Partien gegen Bochum und 1860 mehr erhofft und daher frühzeitig eine Änderung gewagt. Wie eben schon festgestellt, sehen wir gegen euch nie so wirklich gut aus. Ich denke auch am Montag werden wir wieder ein spannendes Spiel sehen, in dem Union in jeder Minute konzentriert sein muss, um gegen Nürnberg zu punkten.“

[Clubfans United] Wo wirst du das Spiel verfolgen und wie ist dein Tipp. Wer kann/wird das Spiel in die eine oder andere Richtung entscheiden?

„Ich verfolge das Spiel natürlich im Stadion auf der Gegengerade. Dieses mal gewinnen wir gegen euch 2:0.
Ich denke, dass wir viele Spieler haben, die das Spiel entscheiden können. Zum einen Leistner in der Abwehr, der so gut wie jeden Zweikampf gewinnt, oder Trimmel, der die rechte Außenbahn hoch und runter rennt und dann noch präzise Flanken schlägt. Kroos im Mittelfeld, der eine gute Spielübersicht hat und die Bälle gut verteilen kann. Oder eben die Stürmer, die unermüdlich die Gegner anlaufen.“

[Clubfans United] Ich hoffe, wir haben dir den Start in deine Interview-Karriere leicht gemacht und es hat dir so viel Spaß wie uns gemacht. Danke für deine Zeit! Das letzte Wort gebührt dir, was du schon immer mal in einem Interview sagen wolltest …

„Ich danke euch für den unkomplizierten Ablauf – und ja, ihr habt es mir wirklich leicht gemacht. Ich hoffe wir sehen am Montag einen gut gefüllten Gästeblock.“


Das Interview führte Alexander Endl (Clubfans United) mit Nadine Hornung am 17.03./18.03.2017 via E-Mail.

Steckbrief für Gastleser: Clubfans United ist ein Fußballmagazin für Fans des 1. FC Nürnberg. Clubfans United beschäftigt sich allerdings nicht mit der Fanszene im Speziellen (eher im üblichen Rahmen einer Berichterstattung), schreibt auch nicht aus oder über „die Kurve“ oder Erlebnisse rund um den Stadionbesuch, sondern vielmehr über den Sport, den Verein (fokussiert auf den Profi-Fußball) und die mediale Berichterstattung. Wir sind also mehr Sportmagazin als Fanmagazin in dem Sinne, nur eben, dass wir das als Fans betreiben und auch aus dem Blickwinkel schreiben. Alles weitere bei Interesse etwas ausführlicher hier: clubfans-united.de/was-ist-das-hier

32 Gedanken zu „Identifikation führt zu Wohlbefinden führt zu Leistung. #FCUFCN #FCN

  • Pingback:“Auch im Verein sagt man mittlerweile: ‘Das gewinnen wir trotzdem.’ Wir denken über keine einzige Serie nach.” | ***textilvergehen***

  • Wie so oft ein schönes Interview – ich mag Union ja eh, gerade weil da so viel Schönes drumrum passiert.

    Bin aber über eine Stelle gestolpert, die ich schon interessant finde:

    „daher sollte es für das Land Berlin selbstverständlich sein uns dementsprechend zu Unterstützen“

    Woher kommt eigentlich immer dieses Selbstverständnis, dass die öffentliche Hand Fußballvereine unterstützen muss? Gerade wenn dort Millionenbeträge umgesetzt werden. Klar gibt es gute Argumente, dass ein erfolgreiches Team für positive Strahlkraft sorgt. Und gerne dürfen Fans=Bürger um entsprechende Unterstützung werben. Aber ich sehe eigentlich nicht die öffentliche Hand in der Pflicht – die darf sich gern um andere Dinge kümmern.

    11

    0
    • Steuerkohle für Profifußballverein ist grob daneben. Gerade das Land Berlin hätte allen Grund zur Zurückhaltung!

      9

      0
      • Das erschließt sich mir auch. Klingt im Interview aber ein bisschen danach, als ob es auch unabhängig davon als angebracht gesehen wird.

        0

        0
        • Dann kam es da wirklich falsch rüber. Ich finde die Nachwuchsförderung ist wichtig. Ob im Fussball oder anderen Sportarten. Wenn Union talentierte junge Spieler hat, sollten diese die optimalen Bedingungen für die Entwicklung bekommen.
          Das wir eine solch hohe finanzielle Unterstützung erhalten ist natürlich großzügig von der Stadt und alles andere als selbstverständlich.

          3

          0
      • mit dem Stichwort „Nachwuchsförderung“ ist das nicht zu rechtfertigen. Der Profifußball bis zur 3. Liga gehört von steuerlichen Zuwendungen ausgeschlossen. Der Wahnsinn der dort mit TV Geldern und Zuwendungen irgendwelcher Milliardäre getrieben wird muss nicht noch durch Steuergelder befeuert werden. Der Steuerzahler wird für den Nachwuchs zur Kasse gebeten, kann aber kaum mehr ein Spiel im öffentlichen TV sehen, wie verrückt ist das denn?

        4

        0
        • „Der Steuerzahler wird für den Nachwuchs zur Kasse gebeten, kann aber kaum mehr ein Spiel im öffentlichen TV sehen, wie verrückt ist das denn?“
          Und worin besteht da jetzt der logische Zusammenhang?ÖR-Fernsehen gleich Staatsfunk?
          Viel schlimmer ist das Verhalten des DFB im Bezug auf Nachwuchsförderung und Unterstützung kleinerer Vereine,aber das ist auch wieder ein anderes Thema.
          Union, wie auch Hertha, nützen die Wahlkampfzyklen und den Verweis auf die Unterstüzung des jeweils anderen Vereins, sehr geschickt um Förderungen abzugreifen.

          1

          0
          • „Staatsfunk“ klingt nicht gut. Aber die öffentlich rechtlichen haben eine der Demokratie durchaus zuträgliche Funktion und werden eben auch durch die Gesellschaft finanziert, der Staatsfunk ist eine mir  in Zeiten von Fakenews durchaus symathische Einrichtung. Warum soll ich also diese Sky Truppe noch zusätzlich bezahlen wollen? Der Fußball war nicht schlechter bevor die angefangen haben mit unsittlichen Summen den Fußball zum nur noch Marketingvehikel zu befördern.

            1

            0
      • Weshalb sollte sich die öffentliche Hand denn an der Förderung von Frauen-Fußball und an der Nachwuchsförderung von Profivereinen beteiligen? Die Verwendung von Steuergeldern sollte ja irgendeine gesellschaftliche Funktion haben. Im Sinne einer Ressourcenallokation in die Bereiche, die gesamtgesellschaftlich oder volkswirtschaftlich als wichtig erachtet werden, aber vom Markt nicht bedient werden.
        Diese Bedeutung kann ich nicht entdecken, wenn ein Profiverein seinen eigenen Nachwuchs – im besten Fall – auf die Bundesligen vorbereitet.
        Fördergelder für den Breitensport, den Amateurbereich (bspw. an die Fußballverbände), da bin ich dabei. Aber für Wirtschaftsunternehmen, wie es heute Profivereine nunmal sind (ausgenommen vielleicht der Club ;))? Das erschließt sich mir nicht.

        2

        0
  • Die Stadt Nürnberg hat dem Club auch schon aus der finanziellen Patsche geholfen. Und der FC Bayern wäre unter Umständen dort, wo sich die Sechziger heute abkämpfen, hätten Freistaat/Stadt München dem FCB nicht das Olympia Stadion praktisch zum Nulltarif überlassen, mit allen Einnahmerechten. Hertha bekam die Stadionrenovierung, der VfB früher ebenfalls mehrfach öffentliche Hilfen. Leipzig, Kaiserslautern…

    3

    0
  • Verfolge den Weg der Eisernen seit Jahren mit Interesse, sympathisch, was hier geschaffen wird. Würde Ihnen den Aufstieg gönnen!

    9

    0
    • Das können sie ja dann von mir aus in den Spielen nach dem morgigen Montagspiel umsetzen. 😉

      Interessant und bewundernswert finde ich die Nähe zwischen Fans und der Mannschaft. Aber sollten sie mal aufsteigen ist damit wahrscheinlich auch Schluss.

      3

      0
  • Bei Union wurde soviel nicht neu geschaffen, sie haben nur den richtigen Trainer. So einfach und so schwer, das ist das ganze Geheimnis.

    6

    10
    • Kommt drauf an welchen Zeitraum man betrachtet-eigenes Stadion, kontinuierlicher Aufbau, individuelle Verstärkungen.Den Trainer für den nächsten Schritt.
      Wenn sich beim Club so wenig neu geschaffen worden wäre, ich wäre zufrieden!

      2

      0
  • Ich glaube, ich weiß was das Geheimnis von Union Berlin ist. Kontinuität!!!
    Davon sollte man sich beim Club eine Scheibe abschneiden. Anstatt nach den brachialen Abgängen mit dem Trainer in Ruhe ein Team zu formen, wird wieder alles hingeschmissen, da man ja zu „höherem“ berufen ist.

    2

    6
    • Ganz vergessen werden darf allerdings nicht die Episode Lewandowsky und Düwel-bis mit Keller wieder ein Richtiger dabei war, gab es zwei „Falsche“ auf der Trainerposition

      4

      0
    • Also für mich ist Union ja gerade DAS Beispiel dafür, dass man auch ohne Kontinuität am Trainerposten und bei steter Kaderfluktuation mit kleinem Etat oben mitspielen kann…

      7

      0
      • 7 Jahre Neuhaus,danach die zwei anderen Genannten,seit dieser Saison Keller-relative Ruhe am Trainerposten.Und du hast immer wieder Spieler aus der eigenen Jugend, die auch mal da bleiben.

        2

        2
        • Man hat jetzt den vierten Trainer in der dritten Saison seit Neuhaus Demission 2014 – also sorry, aber das ist für mich ganz gewiss keine Kontinuität oder „Ruhe am Trainerposten“. Wir kommen im gleichen Zeitraum auch nicht auf mehr Trainer (inkl. Köllner).

          Und außer Skrzybski kenne ich auch keinen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, der bei Union groß eine Rolle spielen würde.

           

           

          1

          1
          • Lewandowsky würde ich ganz vorsichtig als etwas andere Umstände werten-sicherlich kein Rauswurf!

            1

            0
    • beitrag aus der kategorie „alternative fakten“: fünf trainer bei union seit 2014, fünf trainer beim club seit 2014, aber der eine verein baut auf kontinuität und der andere schießt zu schnell … 🙄🙄🙄

      0

      1
      • Je fünf Trainer bei Union und beim Club? Da sind wir aber auch gleich schon wieder bei den alternativen Fakten…

        0

        0
        • Kommt wohl auf den Punkt an, den man nimmt, nähme man (zugegegebenermaßen leicht willkürlich) den 1.5.2014 als Startpunkt käme man auf Neuhaus, Düwel, Lewandowski, Hofschneider, Keller bei Union und Prinzen, Ismael, Weiler, Schwartz und Köllner beim Club. Dann würd’s passen. 😀

          Sei’s wie es sei, ändert ja nichts dran, dass das es mit der Kontinuität auf dem Trainerposten bei Union seit dem Neuhaus-Weggang auch erstmal zwei Jahre lang nichts gewesen war, ehe man dann mit Keller den richtigen gefunden hat.

          0

          0
          • Bei Keller nach einer dreiviertel Saison vom „Richtigen“ zu sprechen und Kontinuität zu proklamieren finde ich auch etwas früh. Das ist doch eine reine Momentaufnahme. Er hat halt gerade einen Lauf, wie zuletzt bei uns Weiler. Mit Kontinuität wurde es bei uns – unverschuldet – trotzdem nichts. Also Keller ist gerade bestenfalls ein Hoffnungsträger auf neue Kontinuität 😉

            3

            0
  • Letzte Pleite gegen Unon in der Försterei gabs vor 100 Jahren titelt Büld heute 1920 oder so. Bewährtes sollte man nicht ändern.. von daher. Aber der Club macht auch viel möglich

    2

    0
  • Identifikation führt zu Wohlbefinden führt zu Leistung

    Schönes Interview. Danke dafür.

    Union mit seinem Umfeld hat begriffen, dass Fußball auch in der 2. Liga Spaß machen kann. Im Unterschied zum Club mit seinem (zum Teil) ewig gekränkten Umfeld, dem nur die 1. Liga kurzfristig Entlastung in seiner Depression schafft. Weil aber dort der Abstiegskampf droht, stellt sich die Depression auch in der 1. Liga gleich wieder ein. Beim Club zeigt sich nur wenig Identifikation und noch weniger Wohlbefinden mit und in der 2. Liga. Entsprechend schwanken die Leistungen. Erst im Abstiegskampf, -und der kann nach dem Spiel heute Abend schon Realität sein , – wird man auch beim Club (vielleicht) zur Besinnung kommen. Möglicherweise nimmt man dann die Herausforderung an so wie die Eisernen, ein gestandener Zweitligist zu werden an. Darauf ließe sich dann aufbauen.

    Im Kicker heute ein Interview mit dem geschmeidigen Herrn Seifert von der DFL Der windet viele Wortgirlanden um die Botschaft, wie gut es ist, dass die Reichen immer reicher werden und die anderen sollen dankbar und zufrieden sein als Staffage und gefälligst die Klappe halten. Ein wunderschöner Satz findet sich auch:

    „Unsere Partner und unsere Zuschauer gehen mit der Zeit.“

    Das ist, auch wenn es ganz anders gemeint ist, kluge Prophetie.
    So wird es sein. Erst gehen die Zuschauer, dann die Partner.

    12

    1
    • Beim Club zeigt sich nur wenig Identifikation und noch weniger Wohlbefinden mit und in der 2. Liga. Entsprechend schwanken die Leistungen.

      So kann man Zusammenhänge auch herumdrehen. Ich glaube, daß es weder an Identifikation, Zuschauern, Umfeld, Partner liegt wenn der Club zu Hause wie  zb. gegen Sandhausen in Unterzahl keinerlei Mittel findet ein Spiel zu gestalten und sogar verliert.  Eher schon am Trainer, der der Mannschaft keinerlei spielerische Lösungen gegeben hat im Lauf seiner Amtszeit. Oder wird im Umkehrschluß etwas daraus, wir freuen uns über alle Derbyniederlagen in der 2. Liga und der Club wird dann wieder besser!? Glaube ich auch nicht..

      1

      1
      • „… wir freuen uns über alle Derbyniederlagen in der 2. Liga und der Club wird dann wieder besser!? Glaube ich auch nicht..“

        Als gestandener Zweitligist hätten wir Sandhausen und Fäddh weggehauen. Ist doch logisch, oder?

        0

        0
  • Pingback:KW 11/2017 | beGLUBBt

  • Pingback:1. FC Union Berlin vs. 1. FC Nürnberg #FCUFCN #FCN | Clubfans United

Kommentare sind geschlossen.