Analyse: Hinten raus abgebaut #FCUFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: Union Berlin vs. 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0) Der Club verliert beim neuen Tabellenführer. Er hält über weite Strecken mit, um am Ende abzubauen und so zu verlieren.

Die Analyse:

FCUFCN-B
Startformation im 4-1-4-1

Michael Köllner überraschte, indem zwar erneut auf das 4-1-4-1 baute, in Berlin aber auf einen „echten“ Stürmer verzichtete. Mikael Ishak landete deswegen auf der Bank. Stattdessen spielte Möhwald auf der „Neun“. Die Idee dahinter ihn in vorderster Front zu platzieren war, ihn mit flachen Zuspielen zu füttern, so dass er die Bälle halten und dann verteilen kann. dafür sollte eine Vierermittelfeldreihe sorgen. In dieser fand sich Hanno Behrens nach Gelbsperre wieder. Behrens für Ishak war der einzige personelle Wechsel auf dem Feld. Auf der Bank fehlte Tim Matavz verletzungsbedingt, zusätzlich ersetzten Mühl und Hufnagel Djakpa und Hovland, der ebenso wie Rurik Gislason nicht zur Verfügung stand, da der Montag bereits zur FIFA-Abstellungsperiode gehört.

Die Partie begann hektisch und kampfbetont, wobei der Club schnell in den Zweikämpfen die Oberhand gewann. Union hatte von Beginn an sichtlich Probleme mit dem aggressiven und massierten Pressing des FCN, dessen Mittelfeldreihe schon tief in der gegnerischen Hälfte mit dem Anlaufen des Gegners begann. Gerade bei Einwürfen der Berliner in deren Hälfte wurde das frühe Pressing sichtbar, hier versuchte der FCN schnell den Ballverlust zu erzwingen. Insgesamt verlegte sich der Club – wie gegen Bielefeld – mehr auf flache Pässe im Angriffsdrittel, kam dank einer Einzelaktion von Kempe auch zu einer guten Gelegenheit.

Union dagegen kam offensiv nur dann zur Geltung, wenn sie Ex-Cluberer Sebastian Polter ins Spiel bringen konnten. Dieser war vor allem dann gefährlich, wenn der FCN beim Spielaufbau aus der Abwehr heraus unpräzise arbeitete und dann schnell in Richtung Tor lief. Auffällig war bei den Gastgebern, dass das Spiel vor allem über die rechte Angriffsseite lief, wohl auch weil sie Lippert und Salli als das defensiv anfälligere Duo im Vergleich zu Brecko und Kempe ausgemacht hatten. Eine Einschätzung, die sich beinahe bewahrheitet hätte, als Salli Trimmel im Strafraum foulte, Schiedsrichter Drees‘ Pfeife aber stumm blieb.

Insgesamt entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel, das taktisch interessant anzusehen war, dem aber insgesamt nur wenig Torraumszenen bot. Lediglich Salli per Heber und Polter nach einem Abpraller waren vor der Halbzeit noch gefährlich geworden. Die Taktik von Michael Köllner ging also defensiv nahezu vollständig auf, nach vorne ließ sie aber zu wünschen übrig. Statt Möhwald zentral flach anzuspielen wich dieser oft auf den Flügel aus und fehlte so bei Flanken in den Strafraum im Sturmzentrum. Außerdem klappte das Nachrücken aus dem Mittelfeld immer seltener. Insgesamt kombinierte der Club bis zum Strafraum ordentlich, es fehlte danach aber ein Abnehmer oder eine zündende Idee, um mehr aus dem Ballbesitz vor dem Strafraum zu machen.

Nach der Pause gewann Union insgesamt an Druck und Zugkraft in Richtung Tor. Mit fortdauernder Spielzeit wurden die Berliner immer wuchtiger, konnten vom FCN immer häufiger nur durch Fouls oder Befreiungsschläge gestoppt werden. Die Offensivbemühungen des Clubs dagegen schliefen fast völlig ein. Die wenigen Aktionen, die es nach vorne dann noch gab, wurden leichtfertig vertändelt. Allein Tobias Kempe dribbelte zweimal in aussichtsreicher Position ins Niemandsland. Michael Köllner sah dies auch, brachte mit Hufnagel für Salli einen ballsichereren Spieler in die Partie. Allein es half nichts den langsam Fahrt aufnehmenden Unionzug zu stoppen.

Sicherlich hat Michael Köllner recht, wenn er – rein punktuell – im Nachgang betont, dass das Spiel nach der durch eine Verletzung von Dr. Jochen Drees bedingten Unterbrechung sich zu Gunsten Unions entwickelte. Die Anzahl der Großchancen vor und nach der Pause sprechen allein eine deutliche Sprache. Allerdings kam diese Entwicklung nicht aus heiterem Himmel, sondern hatte sich vorher eben bereits durch die zunehmende Anzahl der Fouls in Strafraumnähe angekündigt. Der Club hätte sich diesem nach einem Konter über Ishak, der für Kempe gekommen war, und Möhwald entgegen stemmen können, doch der Schwede spielte einen schwachen Pass in die Beine eines Berliners und die Chance war versiegt. Eine Minute später führte Union dann mit 1:0.

Das Tor selbst fiel dann dennoch zu einfach. Mit einem schnellen diagonalen Zuspiel aus der Innenverteidigung auf den rechten Flügel waren alle Nürnberger außer die Abwehrkette überspielt. Die sah sich nun vier Angreifern gegenüber. Mit einem einfachen Pass war dann durch Trimmel der Linksverteidiger überspielt und Skrzybski konnte gezielt auf Hosiner zurücklegen, der frei stand, da Petrak sich – wie Margreitter – zu Polter orientiert hatte. Der Österreicher erzielte das 1:0 und der Club hatte dem nichts mehr entgegen zu setzen.

Die Niederlage war – in Summe betrachtet – gerechtfertigt, da Union die größeren Chancen hatte und gegen Ende des Spiels zulegen konnte, während der FCN abbaute. Der Club legte über weite Strecken einen geordneten, kämpferisch einwandfreien Auftritt hin, zwang die Mannschaft der Stunde in der Zweiten Liga, den neuen Tabellenführer, dazu bis ans Limit zu gehen. Dass dieser dies konnte und damit Erfolg hatte, spricht für die Klasse der Berliner. Dieses Lob soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Mannschaft des FCN, allen guten Ansätzen und Verbesserungen zum Trotz, in der Offensive noch ein langer Weg zu einem geordneten Spiel bevorsteht. Manche von Michael Köllners Verbesserungen, wie das Bilden von Dreiecken, die kurze Passwege und doppelte Anspielstationen im Aufbau ermöglichen, sind bereits sichtbar. Um mehr zu schulen haben Mannschaft und Trainer nun zwei Wochen Zeit, danach wartet – wieder einmal – der Tabellenletzte.

Die Zahlen:

UnionNürnberg
1
Tore
0
11
Torschüsse
9
4
Schüsse aufs Tor
2
10
Ecken
4
54,3
Ballbesitz (%)
45,7
70,2
Passquote gesamt (%)
61,4
88,4
Passquote eig. Hälfte (%)
72,0
57,7
Passquote geg. Hälfte (%)
51,3
18,6
Lange Pässe (%)
22,2
55,3
Gewonnene Zweikämpfe (%)
44,6
13
Fouls
15
109,91
Laufdistanz (km)
110,9
1
Abseits
2

Trainerstatement:

„Wir sind leidenschaftlich aufgetreten, haben einen hohen Aufwand betrieben und das Spiel von Union gut gelesen. Über weite Strecken der Partie haben wir es sehr gut gemacht. Wir haben versucht Fußball zu spielen. Leider ist der letzte Pass meist nicht angekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel immer besser in den Griff bekommen. Union ist nur noch wenig eingefallen. Durch die Verletzungsunterbrechung des Schiedsrichters sind wir außer Tritt geraten. Danach trifft Union erst den Pfosten, anschließend haben wir die Chance zur Führung, dann macht Union das 1:0. Nach dem Tor stand das Stadion Kopf, da war es dann für unsere junge Mannschaft nicht einfach, kühlen Kopf zu bewahren. Insgesamt war es ein engagierter Auftritt. Damit kann man zufrieden sein, mit der Punkteausbeute dagegen nicht.“

Die Spieler im Einzelnen:

Raphael Schäfer 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Überraschte mit einem präzisen 60-Meter-Pass. Bewahrte den FCN in der Schlussphase zweimal vor dem 0:2.
Miso Brecko 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Lange Zeit ordentlich, je länger das Spiel jedoch andauerte, desto mehr verließen ihn die Kräfte.
Georg Margreitter 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Resoluter Zweikämpfer, der fast alles abräumte. War mit Unions Angreifern gut beschäftigt, auf Grund deren Klasse nicht immer Sieger.
Dave Bulthuis 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Verlor nur zwei seiner elf Zweikämpfe, wagte sogar Ausflüge nach vorne. Beim Tor aber auch zu weit weg vom Vorlagengeber.
Dennis Lippert 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Insgesamt durchwachsene Leistung des Oberpfälzers. Stand beim Gegentor zu weit weg und auch sonst oft nicht günstig. Viele Fehlpässe, aber immer engagiert.
Ondrej Petrak 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Schmälerte seine engagierte und druckvolle Leistung dadurch, dass er sich beim 1:0 von Hosiner wegorientiert. Ansonsten mit viel Präsenz in der Zentrale, aber mit wenig Verve nach vorne.
Tobias Kempe 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Bis vor das Tor oft mit guten Dribblings und Ballaktionen. Je näher er ans Tor kam, desto mehr schwand jedoch seine Fähigkeit richtige Entscheidungen zu treffen. Hatte mehrfach die Chance eine Chance einzuleiten, als er sie hatte, vergab er sie.
Eduard Löwen 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Immer wieder blitzte das technische Können des 20-Jährigen auf. Versuchte sich auch im Ballverteilen. Ging mit laufender Spieldauer aber immer weiter unter.
Hanno Behrens 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Viele Fehlpässe, dafür aber mit enorm hohem Einsatz (33 Zweikämpfe, 57% gewonnen) und Engagement. Konnte die Wucht aber nicht in offensive Aktionen ummünzen.
Edgar Salli 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Toller Heber, der fast zum 1:0 geführt hätte, dribbelte sich aber oft fest und suchte zu wenig die Mitspieler. Hatte Glück, dass seine Aktion im Strafraum gegen Trimmel nicht zum Erfmeter führte.
Kevin Möhwald 4 Notenpunkte (4-, numerisch: 4.33)
Sollte in ungewohnter Rolle die Bälle festmachen. Das gelang ihm zu selten. Wich oft auf die Flügel oder ins Mittelfeld aus, so dass im Sturmzentrum niemand stand.
Lucas Hufnagel 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Kam in der 61. Minute für Salli. War extrem passischer, aber wenig durchsetzungsfähig.
Mikael Ishak Note -
Kam in der 79. Minute für Kempe. Hatte bei einem Konter die Führung auf dem Fuß, passt den Ball aber nicht zu Möhwald, sondern ins Bein eines Berliners.
Dominic Baumann Note -
Kam in der 88. Minute für Petrak und damit nicht mehr entscheidend zur Geltung.

141 Gedanken zu „Analyse: Hinten raus abgebaut #FCUFCN #FCN

  • Die Analyse kann ich gut unterschreiben. Enttäuschend deswegen weil es augenscheinlich einfache Pässe waren, die nicht ankamen. Ob dies der Qualität der Spieler oder einer empfundenen Hektik im Angriff entspringt wird die Zeit zeigen.

    7

    0
    Antwort
  • Gerade mal das zweite Spiel und schon werden die widrigen Umstände heran gezogen?
    Köllner hat seinen Schwartz offensichtlich gelesen.

    9

    5
    Antwort
    • Fand die Äußerung auch zumindest unglücklich. Verfällt mir da zu sehr ins „Post hoc, ergo propter hoc“, wie der Lateiner (oder der Jurist, beides sprachlich ähnlich verständlich) sagen würde. Ja, Union wurde nach der Unterbrechung stärker, aber wegen der Unterbrechung? Durchaus fraglich.

      8

      4
      Antwort
    • Langsam nicht mehr auszuhalten sind solche Kommentare, die jede Erklärung des Trainers als Ausrede werten.
      Sorry Florian, aber das gibt es doch öfter, daß eine Mannschaft aus dem Tritt kommt, wenn das Spiel unterbrochen wird.Auch weil der gegnerische Trainer dann die Zeit hat, seinen Spielern Tips zu geben, welche anderen Lösungen erfolgreicher sein könnten.

      Ich fand Köllners Lösung, die Unioner mit einem kompakten, variablen Mittelfeld in Schach zu halten und dann in die Spitze zu stoßen, wenn sich Räume auftun, nachvollziehbar. Ich geh jetzt mal davon aus, daß auch nicht unbedingt beabsichtigt war, daß Möhwald als klarer Mittelstürmer agieren sollte. Dafür wäre er auf der Position mit seinen Fähigkeiten doch eigentlich verschenkt.

      Was ich mich aber schon frage ist, ob die Rolle von Schäfer für eine gute Defensivleistung richtig gewürdigt wird. Mir erscheint er doch wesentlich präsenter als Kirschbaum.

      Was mir auffällt: ich hab die Statistik in der Halbzeit auf Sky angesehen. Da war unsere Zweikampfquote wesentlich höher. Gleichzeitig attestiert Köllner, daß die Mannschaft die Unioner in der 2. Hälfte bis zur Spielunterbrechung besser in Griff hatte?

      Muß man also davon ausgehen, daß erst danach die Zweikämpfe mehr verloren wurden? Würde das auf ein deutliches Defizit in der geistigen und/oder körperlichen Fitness unserer Spieler hindeuten?

      Und zum Verständnis: werden Fouls, bei denen der Gegner dann einen Freistoß bekommt als gewonnener oder verlorener Zweikampf gewertet?

      Und zur Offensive: da gibt es eben auch immer wieder neue Kombinationen. Und die Spieler müssen erst einmal aufeinander eingespielt sein.

      14

      9
      Antwort
      • Ich werte das nicht als „Ausrede“, den Begriff wirst Du auch bei mir nicht finden. Ich halte die Erklärung lediglich für fragwürdig, weil das Spiel auch vorher schon am Entgleiten war. Das sieht man auch an dem, was Du bemerkst. Zur Pause waren wir bei fast 60% gew. Zweikämpfen, zur Mitte der zweiten Halbzeit waren wir bei um die 53%. Die Fouls, die als verlorener Zweikampf gewertet werden, nahmen auch schon zu, bevor es zur Unterbrechung kam.

        10

        0
        Antwort
        • Ich hab damit auch nicht dich gemeint. Hab das schon geschrieben als dein Kommentar da noch gar nicht stand.

          Dann ergänzt als ich deinen Kommentar las. Das Problem: man hat dann nicht mehr viel Zeit, das so umzuformulieren.

          Wäre mal eine Anregung. Kann man diese Korrekturfunktion der Kommentare nicht zeitlich ein wenig länger machen?

          1

          0
          Antwort
        • Als Erklärung kann man es so stehen lassen. Ein Trainer hätte in anderer Sportart an der Stelle ein Timeout genommen, um in eine eingefahrene Partie nochmal einen Impuls zu bringen. Insoweit hat die Unterbrechung sicher in die Karten gespielt. Ob es deswegen zum 1:0 kam oder auch ohne zum 1:0 gekommen wäre, ist natürlich reine Spekulation. Ich tendiere dazu, dass es ohne Unterbrechung wahrscheinlicher gewesen wäre, dass Berlin sich auf ein Remis eingelassen hätte. Irgendwann denkst du nämlich: Wenn ich vorne partout nicht treffe, pass ich lieber auf, hinten nicht auch noch zu verlieren.

          Aber wie dem auch sei: Die Berliner Medien haben es gut formuliert „dem Verlierer ist die Sichtweise zugestanden“. Allein sie riecht halt immer bisschen nach Ausrede. Köllner schätze ich aber eher so ein, dass er erklären will und weniger Ausreden sucht. Und da er das ja nicht als einziges sagte, war es Teil der Erklärung.

          10

          0
          Antwort
          • Knackpunkt für mich war Drees‘ Verletzung im Zusammenhang mit der Auswechselung (kurz zuvor oder gleich danach, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht) von Salli. Denn auch wenn Salli vorher fast einen Elfer verursacht hat er trotzdem nach hinten gearbeitet und durch seine Schnelligkeit die Linke Seite immer wieder zugestellt.

            7

            0
            Antwort
            • Dürfte der Wechsel von Kempe auf Ishak gewesen sein, oder? War glaube ich um die 75. als der Schiri weg war. Aber ich gebe dir Recht – schon nach dem Salli/Hufnagel-Wechsel hatte man öfter das Gefühl, dass die Zuständigkeiten beim Verteidigen nicht mehr klar waren. Da gab es viel Durcheinander, wurde aber nach dem zweiten Wechsel noch schlimmer.

              5

              0
              Antwort
              • M.E. war das zentrale Problem, dass wir nicht mehr nachgerückt sind, wie v.a. in den ersten 20 Minuten und so keine Bälle mehr halten konnten. Insofern ist jeder Ball postwendend zurückgekommen und wir sind immer tiefer gestanden. Als Konsequenz bekam Union 3-4 Freistöße in 10 Minuten, die alle in Tornähe waren. Überraschend war für mich nur, dass wir das Tor über einen Konter bekommen haben.

                0

                0
                Antwort
            • Wobei bei Sallis Vorgeschichte schon zu befürchten war, daß er es ohne Auswechslung wieder zu einer gelbroten Karte schafft.

              1

              0
              Antwort
              • Es muss ja nicht unbedingt ein Fehler gewesen sein, Salli auszuwechseln. Nur wäre es eben gut, wenn die neue Konstellation auf dem Spielfeld auch noch funktioniert. Da geht es um Abstimmung und taktische Vorgaben, weniger um die Personen. Das sollte eigentlich besser werden mit Köllner – gestern hat er sich da wohl verzockt, evtl. nicht klar genug kommuniziert.

                1

                1
                Antwort
                • Hufnagel spielt jetzt schon wie oft. Ich weiß, ich weiß, sind nur Ausreden. Dennoch ist es in der Regel so, daß Zusammenspiel mit öfterem Zusammenspielen derselben Spieler besser funktioniert als wenn man sich auf einen neuen Mitspieler einstellen muß.

                  Leider scheint mir auch hier das Argument angebracht, daß man einem Trainer Zeit geben muß, um einer Mannschaft, die es als Mannschaft bislang sehr an spielerischen Lösungen missen ließ, das Zusammenspielen beizubringen.

                  6

                  1
                • Ist mir schon klar, dass Hufnagel noch nicht oft gespielt hat. Aber das weiß der Trainer ja auch – und wenn er die Sache genau so einschätzt, dann geht er eben das Risiko ein, die Ordnung (ein Stück weit) zu verlieren. Wenn das dann zum eigenen Tor führt, hat sich das Risiko gelohnt – wenn nicht, hat er sich eben verzockt. Das passiert den Besten 😉

                  Für mich ist bei der Bewertung eigentlich entscheidend, inwiefern er dieses Risiko bewusst eingegangen ist. Da ich nicht in seinen Kopf schauen kann, bleibt mir nur, das weiter zu beobachten. Ich gebe ihm also noch Zeit – aber es ist glaube ich auch nur fair (möglichst) die gleichen Maßstäbe wie beim Vorgänger anzulegen.

                  0

                  0
                • Köllner hatte doch gar keine anderen offensiven Alternativen mehr zum wechseln.

                  3

                  1
        • Man kann lange über darüber diskutieren, ob Köllner besser „nach“ statt „durch“ gesagt hätte. Jedoch war mehr als deutlich, dass durch diese ein Bruch in unser Spiel kam.

          Sicherlich wurde Union davor schon stärker und wir hatten mehr und mehr Mühe, dagegen zu halten, habe viele Fouls begangen und Standards produziert. Aber man hat eben immer noch dagegen gehalten.

          Nach der Verletzungspause hatte man auf einmal keinen Zugriff mehr, hat sich zweimal in kürzester, erst bei Polters Pfostentreffer, dann beim Gegentor, geradezu amateurhaft ausspielen lassen. Das gabs davor nicht.

          Dass Drees seine eigene Verletzungspause dann noch nicht mal halbwegs nachspielen lässt, war auch keine Glanzleistung. Nicht dass ich denke, dass wir noch ein Tor geschossen hätten. Aber wenn der Schiri schon über 5 min lang vom Platz ist, es in der Schlussphase extremes Zeitspiel gibt, in der Nachspielzeit auch noch gewechselt wird… dann passt es einfach nicht, nach 96 Min abzupfeifen.

          7

          0
          Antwort
      • …das gibt es doch öfter, daß eine Mannschaft aus dem Tritt kommt, wenn das Spiel unterbrochen wird. Auch weil der gegnerische Trainer dann die Zeit hat, seinen Spielern Tips zu geben, welche anderen Lösungen erfolgreicher sein könnten.

        Die Möglichkeit, „seinen Spielern Tipps“ zu geben, hat aber auch der Trainer der eigenen Mannschaft.

        6

        0
        Antwort
        • Wenn Köllner zu dem Zeitpunkt der Meinung war, daß seine Jungs das gut machen und da er nicht hellsehen kann, wie der andere Trainer interveniert in der Pause, hätte es dann aber noch einer weiteren Unterbrechung bedurft, um seinerseits wieder seinen Jungs bzgl. der Veränderungen Tips zu geben.

           

          3

          0
          Antwort
  • Bis zur Halbzeit war der Auftritt meines Erachtens sehr ermutigend. Spielkontrolle, wenig zugelassen, Zweikämpfe gewonnen und auch Nadelstiche nach vorne gesetzt.

    Leider drängt sich bei mir der Eindruck auf, dass wir konditionell nicht ganz auf der Höhe sind, oder es war dann doch der Heimstärke der Unioner geschuldet, dass wir in der Schlussviertelstunde immer mehr unter Druck geraten sind.

     

    4

    0
    Antwort
    • Das sieht Köllner genauso, in der BILD wird er zitiert: „Wir müssen hier ein paar athletische Dinge nachsteuern, damit wir mehr Power kriegen. Man hat schon gesehen, dass nicht jeder permanent in den Duellen intensiv spielen kann.“

      4

      0
      Antwort
  • Eine Sache die mir im Stadion aufgefallen ist waren die häufigen und intensiven Diskussionen zwischen Kempe und Möhwald. Möhwald schien ziemlich unzufrieden/frustriert und nach einem dieser Austausche hat Kempe einen ziemlich angepissten Gesichtsausdruck. Ob das jetzt positiv (Leidenschaft) oder negativ (mangelnde Harmonie) einzuordnen ist, kann ich nicht sagen. Aber sonderlich glücklich schienen beide nicht mit ihrem Zusammenspiel beziehungsweise wie sie ihre jeweiligen Rollen interpretierten.

    2

    0
    Antwort
    • Ich hoffe, daß Möhwald in sich geht und seine gestrige Aussage revidiert. Mir ist es lieber, sie schießen ein paar Spiele lang kein Tor, arbeiten aber insgesamt an besserer Abstimmung und spielen dann am Ende „schöner“ und effektiver als sie spielen weiter nur schlecht und schießen mit viel Glück das eine oder andere Tor.

      1

      1
      Antwort
    • An Möhwalds Stelle hätte ich Kempe nicht nur einmal angeblöfft…der hat doch einen Ball nach dem anderen verloren..immer wenn sich die Möglichkeit zu einer gefährlichen Situation ergeben hätte können!

      2

      0
      Antwort
  • Allgemein die Arbeit gegen den Ball schaut wieder sehr viel besser aus, man steht sehr viel kompakter und presst geschlossener als unter Schwartz. Problem ist dann eher das Umschaltspiel nach Balleroberung. Das Bemühen, spielerische Lösungen zu finden, ist gut sichtbar, oft bleibt es aber halt beim Bemühen.

    Im Angriffspiel fehlt bei vielen oft der Blick für den Nebenmann, besonders bei Salli und Kempe. Letzteren sah ich nicht stärker als Salli. Dieser war durch die Konzentration der Berliner auf unsere linke Seite sehr viel mehr defensiv gefordert, gleichzeitig waren dort die Räume für die eigenen Offensivbemühungen sehr viel enger. Kempe dagegen hatte mehr Platz für seine Aktionen, die meist auch deutlich aussichtsreicher waren, hat diese aber zumeist sehr leichtfertig vergeben.

    Lippert hätte ich noch einen Punkt für schlechte Einwürfe abgezogen. Gab mindestens vier Situationen, wo ein Einwurf direkt in einen Ballverlust gemündet hat. Wobei man natürlich nicht Lippert allein die Schuld geben darf, sondern die jeweiligen Adressaten mind. genauso viel Anteil haben.

    4

    0
    Antwort
  • Der Club hat 1:0 gegen den zweitbesten Sturm der Liga verloren.Der Club hat 1:0 gegen die beste Abwehr der Liga verloren. wer fragt wer Köllner ist und ob das unter Schwartz auch nicht anders ausgesehen hätte, dem empfehle ich sich nochmal 90 Minuten das Derby anzusehen.Ob Schwartz allerdings seine Spieler gezwungen hat die Bälle nur heraus zu kloppen- ich habe keine Ahnung

    14

    0
    Antwort
  • Vielleicht stimmte der Zeitpunkt mit der Schiedsrichterverletzung zufällig überein, aber damit hatte es darüber hinaus nichts zu tun. Ich denke das war die Marschroute von Union im letzten Drittel massiv die Entscheidung zu suchen. Man sah aber 65. Minute dass Union höher presste und im ganzen Verbund weiter rausrückte. Ob mit oder ohne Schiedsrichterverletzung wäre der Verlauf der gleiche gewesen. Köllner wollte auch etwas wagen indem er eine echte Sturmspitze brachte, nur leider verloren wir auch etwas den Zugriff und die Grundordnung von da an, wenn ich mich recht erinnere folgte das Tor doch direkt auf Ishaks vergebene Torchance? ..vielleicht war der Club gedanklich noch bei der Großchance und Berlin hat das trocken ausgenutzt. Eine Übermannschaft war Union nicht aber sehr homogen und taktisch auch gut eingestellt. Nachdem der Club nach vorne wenig bis nichts zustande brachte, spürte man das bei Union anfänglicher Respekt dem Mut wich, dass sie jetzt auch Tabellenführer werden wollen im Schlussdrittel.

    8

    0
    Antwort
    • Ich glaube schon das Union etwas gehemmt war durch die Aussicht Tabellenführer werden zu können-vom Jäger und der Position knapp dahinter zum Gejagten zu werden, ist schon was Anderes.Zumal die Marschroute ein wir können, aber wir müssen nicht, aufsteigen ist.Nur wenn die Chance dann da ist, dann muss man sie auch packen.Die ironischen Gesänge:Scheisse wir steigen auf und für Einige auch gar nicht ironisch gemeint.Union muss wegen DFL Auflagen für die ersteLiga das Stadion umbauen und für viele ist das Stadion wesentlich emotionaler als bei uns, ob es jetzt Frankenstadion oder wie auch immer heißt.Da tickt man in Köpenick ganz anders.Und die Rolle, die Union in der ersten Liga spielen können wird ist dann auch eher die von Darmstadt, Braunschweig oder Fürth.Das ist Vielen durchaus bewusst.
      Das Fehlen einer echten Sturmkante beim Club hat sich durch den Verkauf von Burgstaller ergeben.Und dieses Problem hat Schwartz nicht lösen können und wird Köllner weiter begleiten-trotzdem bin ich auf seinen Ansatz gespannter als ich das bei AS wäre

      5

      0
      Antwort
      • Sturm-Kante, das könnte aufgrund seiner Statur Ishak sein. Der erste Eindruck mag täuschen, erst recht nach langer Verletzungspause. Aber ein Sprinter/Dribbler scheint er mir nicht zu sein. Er hat seine Stärken wohl eher im Strafraum als auf dem Weg dorthin.

        4

        0
        Antwort
        • Der Begriff Sturmkante mag falsch gewählt sein, ersetze es durch Fixpunkt im Sturm, einen Spieler, den du anspielen kannst, der daraus etwas macht.Hatten wir jetzt mit Burgstaller halt mal wieder, davor war das mal Drimic,oder Mintal. Was ja auch schon wieder zeigt ein Spieler dieses Qualität ist, beim Club, eher die Ausnahme denn die Regel.

          Nur haben wir einfach auch nicht zwei,drei Spieler, die so torgefährlich sind um das Angriffspiel variabler zu gestalten.

          1

          1
          Antwort
          • Nur haben wir einfach auch nicht zwei,drei Spieler, die so torgefährlich sind um das Angriffspiel variabler zu gestalten.

            Wenn mit Teuchert, Sabiri und Matavz drei Stürmer verletzungsbedingt ausfallen, ist im Angriff einfach wenig Variabilität mehr möglich. Was nicht heißen soll, dass mit den drei Genannten gestern mehr Durchschlagskraft entstanden wäre. Zu Salli und Kempe gibt es wohl auch kaum Alternativen und Möhwald als falsche Neun zu bringen, war ein wohl aus der Not geborener Versuch, den man wohl so auch nicht mehr sehen wird.

            4

            1
            Antwort
  • Ist schon sehr interessant wie unterschiedlich Fakten interpretiert werden können. 20,4% war der durchschnittliche Prozentsatz an langen Bällen unter Schwartz, gestern betrug er 22,2%. Dennoch wird das tolle Kurzpassspiel unter Köllner gelobt. Natürlich sind Durchschnittswerte mit Vorsicht zu interpretieren, deshalb möchte ich das nicht überbewerten. Was allerdings auffällt: Letztes Jahr war es der Club, der regelmäßig ab Minute 70 den Gegner überrollte, dieses Jahr sind die Vorzeichen entgegengesetzt. Evtl. sollte man statt zusätzlichen freien Tagen an der Fitness schrauben (?)

    Ein weiterer Kritikpunkt an Schwartz betraf dessen Wechselverhalten. Gestern wurde zum wiederholten Male offensichtlich, dass von der Bank keine Verstärkung zu erwarten ist. Einen Blum – den Zweitliga Robben – haben wir nicht mehr. Häufig leidet die defensive Stabilität und Zuordnung nach Wechseln, v.a. wenn Petrak herausgenommen wird (der sich auf hohem Niveau stabilisiert hat).

    Sollte der Wiederaufstieg ein realistisches Ziel für die kommende Saison darstellen, kommen auf Bornemann noch einige Baustellen in Sachen Kaderplanung zu. Kein Trainer wird mit diesem Kader den Aufstieg schaffen.

    13

    1
    Antwort
    • Ist schon sehr interessant wie unterschiedlich Fakten interpretiert werden können. 20,4% war der durchschnittliche Prozentsatz an langen Bällen unter Schwartz, gestern betrug er 22,2%. Dennoch wird das tolle Kurzpassspiel unter Köllner gelobt.

      Wenn man die Situationen außen vor lässt, in denen der lange Pass gespielt wird -dann ja…

      Ein Seitenwechselpass, wie von Kroos zweimalgespielt zählt ja auch als langer Pass-und sowas sehe ich gerne.

      Der Unterschied bei Köllner ist doch das man sieht wie die Vorgabe ist: erstmal der Versuch sich frei zu spielen und als letztes Mittel der lange Ball.Und 22% gegen eine Spitzenmannschaft ist was anderes als der Durchschnittswert gegen alle Mannschaften.Wenn die anderen 78% lustloses hinten rum über 3 Meter gewesen wäre, dann wäre das kritisch, aber so war das ja nicht gestern.

      4

      1
      Antwort
    • Der 2. Liga fehlt Glanz, Technik, wirklich schön anzusehender Fußball, wenigstens halbwegs anständige Anstoßzeiten, deshalb vermisse ich die 1. Liga. Und selbstverständlich gehört der Club für mich dort hin, dringend, schnellstmöglich, sofort. Aber den Aufstieg für nächste Saison anzupeilen, halte ich für völlig unrealistisch!

      Es wird ein weiteres Jahr des Umbruchs, gestandene Kräfte werden den Club verlassen (müssen), eventuell auch einige der jungen, der Ablöse wegen. Kein vollständiger Neuaufbau wie nach dem Abstieg, doch immer noch ein ganz hartes Stück Arbeit. Für den Trainer, mindestens genauso aber auch für Bornemann. Den Abstieg sicher vermeiden und trotz aller finanziell bedingten Zwangsverkäufe ein Team aufbauen, dass in 2-3 Jahren sicher um den Aufstieg mit-spielen kann wird eine Herkulesaufgabe!

      7

      0
      Antwort
    • Sollte der Wiederaufstieg ein realistisches Ziel für die kommende Saison darstellen, kommen auf Bornemann noch einige Baustellen in Sachen Kaderplanung zu. Kein Trainer wird mit diesem Kader den Aufstieg schaffen.

      Aufstieg halte ich auch kommende Saison für ausgeschlossen, außer es passiert irgendein Wunder. Es kommen ja auch wieder 2-3 Aufsteiger runter, die im ersten Jahr 2.Liga noch gutes Geld haben. Ich habe vom guten Nachwuchs, der aber am Ende auch nur Durchschnitt 2.Liga ist, einmal abgesehen (auch der stammt überwiegend noch aus Baders NLZ Zeit) bislang keinen Anlass in Bornemanns Transferpolitik besonderes Vertrauen zu haben und Geld, das hört man fast schon Spam mäßig, haben wir keins. Soweit man es derzeit einschätzen kann pendeln wir uns für längere Zeit auf Mittelfeld 2. Liga ein.

       

      5

      3
      Antwort
      • Obwohl mit Ingolstadt und Darmstadt keine Kaliber à la Stuttgart und Hannover runtergehen, glaube ich auch nicht an ein Wunder. Nicht nur, weil wir wenig Budget haben, sondern v.a., weil wir scheinbar anhaltend kein gutes Auge (oder Netzwerk) am Transfermarkt haben. Man sieht ja bei anderen Vereinen – wie übrigens leider auch in Fürth – das man mit noch geringeren Möglichkeiten immer wieder gute Teams zusammenbekommt. Dafür muss aber Plan und auch Glück zusammenkommen, was wir in den letzten Jahren wenig hatten.

        2

        1
        Antwort
  • Ich finde die 15 Minuten die Ishak (mit Nachspielzeit) auf dem Feld war, hätte für eine Note gereicht. Ob die dann besser als eine 5 gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln… 🙂

    2

    1
    Antwort
  • Könnte es rein theoretisch sein das unsere Mannschaft tatsächlich konditionelle Probleme hat? Anders kann ich  mir den Leistungsabfall in Halbzeit zwei nämlich nicht erklären. Das wäre natürlich ein fatales Erbe das uns AS hinterlassen hat und an dem wir relativ wenig ändern können. Tatsächlich ist es meiner Meinung nach schon auffallend wie sehr wir im Vergleich zur letzten Saison ab der 60. Minute abbauen.

    17

    0
    Antwort
  • Tja, sieht also nicht so gut aus. Ein Sturm findet praktisch nicht statt und wenn es mal Chancen gibt, dann werden sie kläglich vergeben. Ich würde mal ganz nüchtern sagen, dass wir ohne Burgstaller in der Hinrunde jetzt klar auf einem Abstiegsplatz stehen würden. Sie waren zwar bemüht, jedoch muss man eben Chancen haben, um auch mal ein Tor schießen zu können. Durch Burgstaller haben wir zu den Abstiegsplätzen etwas Luft. Es wird aber kein Weg daran vorbeigehn, die Mannschaft für die neue Saison mit neuen Spielern zu verstärken. Ich betone ausdrücklich verstärken, nicht nur ersetzen. Da kann man den Trainer so oft rausschmeissen, wie man will, mit den Spielern geht nicht allzuviel mehr.

    11

    1
    Antwort
    • Bitte an uns Fans: Unsere Ansprüche in den nächsten 2 Jahren den tatsächlichen bitteren Gegebenheiten anpassen und nicht von der Decima sinnieren. Und entsprechend nicht zu enttäuscht zu sein, wenn Pokalsieg oder Aufstieg ausbleiben. Den Punktdruckmesser südlich der 60 einzuordnen, wäre da hilfreich 😉

      Natürlich würde ich mich aber gerne von unseren jungen Himmelsstürmern positiv überraschen lassen!!!

      3

      0
      Antwort
  • +++ EILMELDUNG+++

    Insidern zufolge veröffentlichten die Ultras Fürth soeben eine Dankesnote an UN94 und BdA! In dieser bedanken sie sich herzlichst bei den FCN-Ultras, dass diese mit ihrer Zündelei so herausragend und nachhaltig dem Club schaden! Weit besser und schmerzhafter als die Fürther dies könnten!

    www.br.de/nachr…s-100.html

    2

    3
    Antwort
      • War ja klar das etwas kommen wird, nur die Sinnhaftigkeit der Strafmaßnahmen und die Zielrichtung , bleibt völlig willkürlich.Was hat die Sicherheit im Gästefanbereich mit Pyroaktionen unserer Fans bei Auswärtsspielen zu tun?Und , bei derzeitig halbleeren Rängen ist ein Teilausschluss ja auch extrem effektiv.
        Mal ganz ohne Bewertung einer Kollektivstrafe

        4

        0
        Antwort
    • „Problemfans“ ist ein herrlich absurdes Wort. Fan? Problem? Sollte man nicht mit der Zeit gehen und sie lieber „Alternative Fans“ nennen?

      3

      0
      Antwort
  • Dominic Baumann von Anfang an statt falscher 9 wäre mir lieber gewesen. Ishak ist  anscheinend technisch nicht besonders beschlagen.

     

     

    4

    3
    Antwort
  • Nun sollten wir mal die Kirche im Dorf lassen und die Fakten mal ganz realistisch betrachten.

    Von MK jetzt schon Wunder zu erwarten oder zu behaupten, er habe sich vercoacht, halte ich für übertrieben.

    Stellenweise war das im Ansatz ganz gut, was das Mittelfeld und die Abwehr gestern gespielt hat. Es war eine gewisse Kompaktheit zu erkennen, es wurde gut gegen den Ball gearbeitet und etliche Zweikämpfe wurden gewonnen. Unter MK´s Vorgänger habe ich das selten, bis fast gar nicht so gesehen. Ein grosser Lichtblick war für mich Löwen, der die Physis, ein gutes Spielverständnis mitbringt und technische Vorraussetzungen hat, die es weiterzuentwickeln gilt. Leider war Möhwald gestern auf der falschen Position und befindet sich momentan nicht wirklich in einer guten Verfassung. Da wäre Salli vielleicht die richtigere Variante gewesen. Deswegen hat aber Köllner das Spiel nicht vercoacht, denn er hatte schlichtweg keine Optionen für den Sturm. Siehe Ishak, der enorme Defizite in vielen Bereichen aufweist. Was auffällt, dass die Mannschaft wohl keine 90 Minuten eine hohe Laufbereitschaft und Konzentration aufrecht halten kann. Das geht wohl auf das Konto von Herrn Schwarz, die Trainingseinheiten, waren wohl etwas entspannter, weniger und lascher. Das jetzt im Saisonverlauf aufzuholen wird schwer bis nicht gelingen. Mit Kammerbauer, Lippert, Löwen, Mühl, Sabiri, Teuchert, Erras und Leibold (wenn die denn wieder jemals so fit werden wie vor ihrer Verletztung), Förster, evtl. Baumann und den alten Haudegen Margreiter, Kirschbaum, Behrens, Petrak, Bulthuis und vielleicht Salli  hat Köllner gute Spieler um eine schlagkräftige Elf aufzubauen. ob es dann für den Aufstieg reicht, hängt sicherlich von vielen kleinen Details ab, wie z.b. Saisonstart, einen Lauf haben, Verletztungen etc.. Vor der Zukunft ist mir nicht bange, es wird gerade einiges auf den Weg gebracht und gesäat, die Ernte wird irgendwann kommen. Wann wurde schon mal so akribisch an einem Konzept beim FCN gearbeitet ? Ich kann mich nicht erinnern……

    16

    1
    Antwort
    • Wir haben sechs Großchancen zugelassen. Zwischen der 30. und 40. Spielminute, wenn ich mich recht erinnere, allein drei. Das sind insgesamt mindestens zwei zu viel. Unter stabiler Defensive verstehe ich konstant über die ganze Spielzeit hinweg auf gutem Niveau zu verteidigen. Das war gestern nicht der Fall.

      4

      1
      Antwort
  • Fair Play

    Lass’mer dem Köllner Zeit. Eine Idee vom Fußball spielen scheint er zu haben. Und die Mannschaft scheint ganz willig, die auszuprobieren.

    Finanziell in die RedBull Liga kommt der Club auf Zeit gesehen eh nicht. Hätte der Club knapp 53 Mio Schulden wie RB Leipzig, würden im Franken-Stadion nur noch Konzerte und ab und an ein Eishockeyspiel stattfinden. Die DFL hätte die Lizenz geschreddert. Und zwar mit wolllüstigemTotalkaracho. Aber Red Bull hat wahrscheinz keine Problemfans. Nur anständige Bürger schauen zu. Nun denn, gepflegte Langeweile, alles ganz gesittet, man erregt sich vielleicht gerade noch über die Quartalsberichte der Finanzabteilungen. Und gähnt ansonsten vor sich hin.

     

    3

    5
    Antwort
    • …Aber Red Bull hat wahrscheinz keine Problemfans. Nur anständige Bürger schauen zu. Nun denn, gepflegte Langeweile, alles ganz gesittet, man erregt sich vielleicht gerade noch über die Quartalsberichte der Finanzabteilungen. Und gähnt ansonsten vor sich hin.

      Selten so dummes Geschwätz gelesen.

      10

      10
      Antwort
      • Selten so dummes Geschwätz gelesen.

         

        Ja mei, da muss man manchmal durch.

        Das viele Geld hat den Charakter des Fußballs verdorben. Das ist leider schon ab der D-Jugend zu spüren. Manchmal auch noch früher, wenn ein Kind ein wenig Geschick in Beinen und Füßen hat. Da ist kaum noch was zu retten vor den Bilanztechnikern und von Geldsäcken träumenden Vätern oder Müttern. Gesellschaftlich eher bedenklich.

        Wobei, das bleibt bisher noch, mitreden kann jeder, sogar ich auf, zugegeben, o.t., wenn mir eben was auffällt. auf höchst bescheidenem Niveau.

        3

        0
        Antwort
        • @doebs:

          Such dein Heil beim ESV Rangierbahnhof Nürnberg!

          Obwohl, so richtig glücklich wirst du auch da nicht werden. Denn erstens ist auch die Kreisklasse keine kapitalismusfreie Zone und zweitens handelt es sich bei den Zuschauern dieses Vereins wohl um „anständige Bürger“ (zumindest gehe ich mal davon aus…).

          6

          5
          Antwort
          • Ist ja schon gut. Die anständigen Bürger schreiben dem BR. 

            Nix gegen den ESV Rangierbahnhof. Jahrzehntelange gute Jugendarbeit. Respekt.

             

            9

            0
            Antwort
        • Das viele Geld hat den Charakter des Fußballs verdorben. Das ist leider schon ab der D-Jugend zu spüren. Manchmal auch noch früher, wenn ein Kind ein wenig Geschick in Beinen und Füßen hat. Da ist kaum noch was zu retten vor den Bilanztechnikern und von Geldsäcken träumenden Vätern oder Müttern. Gesellschaftlich eher bedenklich.

          Absolut richtig vor allem dass zwielichtige Berater im Zuge der Turbokapitalisierung noch mehr Macht ja sogar über Vereine bekommen und Sportdirektoren vor sich hertreiben. Die ganze Entwicklung geht klar zum Unternehmens Show Biz leider deutlich weg von der sportlichen ursprünglichen Idee. Mir dreht sich auch manchmal dabei der Magen um.

          Nur ich befürchte man muss schon ein hängegebliebener bekiffter Träumer sein (ganz allgemein) um zu glauben, diese Entwicklung wäre rückgängig zu machen, also bleibt nur „Take it or leave it“…ich habe für beide Positionen völlig Verständnis.

          2

          0
          Antwort
          • Nö, so bekifft bin ich gerade  nicht, dass ich meine, diese Entwicklung sei aufzuhalten. Jetzt, wo auch die Chinesen noch mal Mrd. in den Markt pumpen.

            Und trotzdem, es könnte eine Blase sein, die irgendwann platzt. Plötzlich ist die Luft raus, weil es keinen jungen Menschen mehr interessiert, wenn immer die gleichen sechs nach Europa fahren, die gleichen sechs im Mittelfeld rumturnen und die gleichen acht um Ab- oder Aufstieg antreten.

            3

            1
            Antwort
      • 🙂 Ich errege mich am liebsten an Busen (Sorry für den Macho-Spruch an die Frauen hier im Forum, also Beate 😉 )

        0

        2
        Antwort
        • „Sorry“? Ach komm, des glabbsd doch selber ned, Du Heuchler (Schmalspur-Trump)😇

          1

          0
          Antwort
          • Da erlaubt Erdogan eher seinen 100 Schafen, ohne Kopftuch vor die Tür zu gehen, bevor ich mir ein Spiel Brausegesöff Leipzig gegen meinen geliebten Club ansehe.

            1

            0
            Antwort
            • Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Alex durch ein Nadelöhr, als dass ein Red Bull in das Reich… Na egal, ist jedenfalls von Matthäus.

              2

              0
              Antwort
              • Keiner von uns würde nein sagen, wenn Red Bull beim Club als Sponsor einsteigen würde und uns versprochen würde, dass wir nächstes Jahr dafür in der ersten Liga spielen.

                4

                11
                Antwort
                •  Keiner von uns würde nein sagen

                   

                  Ich schon! Schau dir 60 an. Mir graust’s.

                  Dann lieber „mittelständisch“ in der 2. Liga.

                  4

                  1
                • Hans: Keiner von uns würde nein sagen, wenn Red Bull beim Club als Sponsor einsteigen würde und uns versprochen würde, dass wir nächstes Jahr dafür in der ersten Liga spielen.

                  Du hast glaube ich das Modell Red Bull in Leipzig noch nicht ganz verstanden. Glaubst du im Ernst die Mitglieder und Fans würden sich dafür komplett  entmündigen lassen?

                  3

                  0
                • das Modell Red Bull

                  Deswegen ging es auch nur mit dem SSV Markranstädt. Der ließ sich leichter kastrieren als Lok Leipzig.

                  1

                  1
                • Dochdoch. Ich, Alex, die Subbn, mei Bruder, mei Fraind… Die Plörre kommd mer ned ins Haus.

                  0

                  0
  • 24aktuelles.com und andere Medien melden , dass L.M aus Herzogenaurach ab 1.7 Trainer beim FCN wird (Vertrag 2 Jahre). Jetzt hoffe ich nur auf eine Fake-news ,sonst wars das mit meiner Jahrzehnte langen Dauerkarte….

    1

    0
    Antwort
    • 24aktuelles.com ist ein Fakenews-Generator, entsprechend würde mich „wundern“, wenn „andere Medien“ das auch melden. Denn erst die Kombination aus „24aktuelles.com und andere Medien“ machen es nämlich erst zur echten „Fake-News“. 😉

      Erfinde deine eigenen Fake News und lege alle deine Freunde rein! Du kannst deine erfundenen Nachrichten auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken teilen. Worauf wartest du noch? Lass den Spaß beginnen!

       

      1

      0
      Antwort
  • So ganz verstehe ich die Kommentare hier nicht, wir hatten schon in Halbzeit 1 immer wieder Probleme wenn Union nur ein wenig das Tempo angezogen hat. Wir haben große Probleme, weil wir immer wieder in der Vorwärtsbewegung einfache Ballverluste haben und dann nicht Gedankenschnell reagieren. Ich sehe keine stabile Defensileistung bei uns. Ich kann auch keine reale Veränderung zu der Zeit unter Schwartz sehen, kann ja auch nicht wirklich sein.

    Ich lese hier aber komplett andere Kommentare, Psychologie ist interessant

    8

    2
    Antwort
    • Ich lese hier aber komplett andere Kommentare, Psychologie ist interessant

      Die haben natürlich alle keine Ahnung, das ist wie mit dem Geisterfahrer…Einer? Hunderte!

      Jetzt sind es gerade mal zwei Spiele unter Köllner und da haben sie 1 Tor bekommen und zwar auswärts beim Tabellenführer. Ich sehe viel mehr Stabilität und ich sehe auch einen Plan, ob der natürlich immer aufgeht hängt natürlich auch vom Gegenüber ab. Das ist ja kein Fallobst. Und ich sehe die vielen kleinen Aktionen, wenn man sich mit flachen Pässen aus engen Situationen befreit, mir gefällt der Fußball schon besser als unter dem müden Alois.

      7

      2
      Antwort
  • Und zum Thema Scheich und Red Bull, am Anfang würden alle jammern, wenn wir in 3 Jahren um die Decima spielen hätten wir 5000 Mizglieder mehr und das Stdion wäre immer voll. 99% der Fans interessiert es einen Scheiß ob sie mitbestimmen können, de facto kann das sowieso kein Fan/Mitglied.

    7

    2
    Antwort
    • Armin: 99% der Fans interessiert es einen Scheiß ob sie mitbestimmen können, de facto kann das sowieso kein Fan/Mitglied.

      Schwachsinn

      2

      4
      Antwort
  • Der FCN ist nicht der Club und der Ruhmreiche geworden weil er ein Verein war und ich bin nicht Clubfan geworden weil er ein Verein war.

    8

    2
    Antwort
    • Der FCN ist nicht der Club und der Ruhmreiche geworden weil er ein Verein war und ich bin nicht Clubfan geworden weil er ein Verein war.

      Genauso isses!

      3

      1
      Antwort
      • wann war das? Gab es damals überhaupt etwas Anderes als e.V? Und musste man sich die Frage damals einfach nicht stellen?

        4

        0
        Antwort
        • wann war das? Gab es damals überhaupt etwas Anderes als e.V?

          Natürlich gab es damals nichts anderes als Fußballvereine, trotzdem war es eben nicht die Tatsache, dass ich mich in einem Verein engagieren wollte, die mich zum FCN brachte, es war die Tatsache, dass da erfolgreicher Fußballsport geboten wurde. Vielleicht auch ein wenig der fränkische Traum es dem großen Goliath aus München zu zeigen, als so etwas wie Rivalität zu Bayern.

          Ich bin halt ein Kind der Höhenzeit, die Spielerrevolte und dass ein Verein anders reagiert, der Aufbruch, der Bau des Trainingsgelände (heute weiß ich auch dass das ein wenig Vabanquespiel war), die jungen Spieler, Reuter, Grahammer, Köpke, Eckstein, Dorfneu etc.

          Ja ich habe auch eine romantische Ader, ich freue mich, dass mein Verein für eine lange Tradition steht, dass es ein besonderer Verein ist, aber das besondere ist eben nicht der Vereinshaus, das besondere ist erfolgreicher Fußball. Mir war ja meist schon in den 80ern und 90ern des vergangenen Jahrhunderts die Nostalgie zu groß beim Club.

          Mir ist mittlerweile das Traditionsgetue irgendwie zu viel. Ich freue mich über seriöses Handeln mit dem Willen zur sportlichen Topleistung, ob als Verein oder KG, AG oder GmbH ist mir ehrlich gesagt egal.

          2

          0
          Antwort
  • @Doebs:

    „Dann lieber „mittelständisch“ in der 2. Liga“, geruhst du anzumerken.

    Nun gut, „mittelständig 2. Liga“ wird sich ohne Kapital nicht realisieren lassen. Vor allem nicht, wenn die DFL-Knebelung nicht aufhört, die zu permanenten Notverkäufen zwingt. Bei Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft, die du wahrscheinlich ablehnst (ich hoffe, du bist nicht FCN-Mitglied und somit nicht stimmberechtigt), hat man aufgrund der Anrechnung stiller Reserven beim Lizensierungsverfahren einen besseren Stand. Anders gesagt, ein e.V. hat einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber Vereinen, die Kapitalgesellschaften sind. Die Handlungsfähigkeit eines e.V. ist eingeschränkt, wenn er nicht einen Mega-Sponsor hat wie Schalke 04. Für den 1. FC Nürnberg geht es im Moment um die fundamentale Frage, ob er wieder Handlungsfähigkeit gewinnt (bzw. die Chance darauf) oder ob er so weiterwurstelt. Stimmen die Mitglieder für Weiterwursteln, wird „mittelständisch 2. Liga“ eine schwer zu realisierende Zielsetzung sein. Das kann, das darf nicht die Zukunft des 1. FC Nürnberg sein! Wer das will, ist ein Totengräber des 1. FC Nürnberg!

    Es hat schon seinen Grund, warum Meeske die Ausgliederung anstrebt.

    17

    3
    Antwort
    • Grad haben wir gegen einen e.V 1:0 verloren.Die haben auch ein eigenes Stadion und 14.000 stimmberechtigte Mitglieder.
      Die, noch nicht konkretisierte, Ausgliederung ist doch auch nicht viel mehr als die Hoffnungen auf baldige Gesundung und sportlichem Erfolg.Ob dieses Versprechen je eingelöst werden kann hängt dann von vielen Faktoren ab

      4

      2
      Antwort
    • ich hoffe, du bist nicht FCN-Mitglied und somit nicht stimmberechtigt

      Dem Glück des FCN werde ich mich doch nicht in den Weg stellen. Der Meeske macht auf mich einen  patenten Eindruck. Wenn ihm die Sanierung gelingt, kriegt er von mir ein Lobschreiben.

      Und ich lass mir meine gute Laune nicht verderben, nur weil es gerade nicht langt, ganz oben mitzuhalten. Auch in der 2. Liga wird Fußball gespielt. Und ich fahr gern zu St. Pauli, lieber noch als nach Wolfsburg.

      0

      0
      Antwort
  • Sucht Euch einen Bericht in einem Medium Eures Vertrauens und ihr werdet beim RBL Geschäftsbericht erfahren warum das Produkt so mies ist.Und wir müssen fleißig negatives Eigenkapital verringern.Lächerlich!
    Ich verstehe deren Angst vor der UEFA nicht- am Ende werden die Regeln schon hingebogen damit es passt.War bei der DFL ja auch so.
    Und deshalb hoffe ich das Union mit den Punkten gegen uns jetzt dann auch aufsteigt

    14

    1
    Antwort
  • Die DFL wurde gegründet mit dem Haupt-Zweck, Geld für die Mitglieder (die Profi-„Vereine“) zu generieren, z.B. durch TV-Einnahmen. Um diese Einnahmen zu erhöhen hat die DFL im Laufe der Jahre sukzessive den Fußball turbokapitalisiert. Einmal, in dem den ärmeren Clubs finanzielle Daumenschrauben angelegt wurden und gleichzeitig der Einstieg von Investoren erleichtert wurde, was langfristig die Kleineren an den unteren Rand der 1. Liga oder gar komplett aus dieser drängt. Und natürlich durch die Einführung gut zu vermarktender Relegationsspiele, Live-TV-Übertragungen (fast) nur im Bezahlfernsehen oder immer stärker aufgesplitteter Spieltage. Auf Tradition oder den Fußball-Fan wurde und wird zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Rücksicht genommen!

    Für mich als alten, klassischen Fan eine fürchterliche Fehlentwicklung. Doch für die DFL eine Erfolgsgeschichte. Es wurde ein gesellschaftlich anerkannter Massenmarkt unkritischer (Erfolgs-) Gewohnheitskonsumenten erschlossen. Kenne eine ganze Reihe von Menschen, die noch vor 10 Jahren jedem ungefragt mit Überzeugung erklärten, dass sie Fußball ablehnen. Warum? Weil er ein uninteressanter Sport für bildungsferne Schichten ist, in dem unanständig hohe Gehälter gezahlt werden. Heute sind dieselben Leute glühende Fans von Bayern oder Dortmund und erklären bei jeder Gelegenheit halbwissend weshalb der Tuchel so ein brutal geiler Typ ist oder dass „wir“ als Rekordmeister „unsere“ Spieler lediglich marktgerecht entlohnen. Diese Leute kaufen bewusst regional, haben Milch und Butter aus Franken im Kühlschrank, nur der FCN, der interessiert sie nicht ansatzweise! Vom Amateur-Fußball ganz zu Schweigen. Und deren Kinder wachsen mit dieser Einstellung auf. Hier bricht dem Club eine ganze Generation an Fan-Nachwuchs weg!

    Der Club ist in einer gefährlichen Abwärtsspirale Richtung Bedeutungslosigkeit. Je länger er der 1. Liga fern bleibt, desto uninteressanter wird er für Sponsoren, desto mehr werden seine Einnahmen schwinden. Was seine Chancen auf eine Rückkehr in die 1. Liga immer weiter verringert… Fürchte, ohne den Einstieg eines Investoren-PARTNERS können wir uns den Traum von der dauerhaften Erstliga-Zugehörigkeit abschminken.

     

    30

    1
    Antwort
    • Mit dem Einstieg eines Investoren-Partners hat der Club eventuell noch einen Vorteil gegenüber Sandhausen,Heidenheim oder dem FCK.Alles Andere wäre zuviel der Hoffnung.Der Club würde kurzzeitig finanziell gesunden, für größere Sprünge reicht der Marktwert (orientiert sich am Etat) nicht (mehr) aus.Hätte man die Ausgliederung in der Nach-Roth-Ära zügig begonnen, dann wäre es ein Wettbewerbsvorteil gewesen.Jetzt ist es lediglich ein Nachziehen in einem sich bereits radikal verändert habenden Umfeld.

      Die DFL mag für viele Entwicklungen stehen, aber die Relegation gab es auch vorher.Und der Verteilerschlüssel innerhalb Liga eins und zwei wurde von den Vereinen mehrheitlich genau so entschieden.Und sich von Kirch bei den Bayern erkauft…Da waren sicherlich auch Klubs beteiligt, die sich niemals haben träumen lassen das diese Entscheidung Ihnen mal selber auf die Füße fällt.

      4

      1
      Antwort
  • Also RB Leipzig hat 50 Mio Verbindlichkeiten. Weil RedBull sich so absichert, wenn das Konzept doch nicht den Erfolg bringt, den man sich verspricht. Damit hat RB Leipzig Probleme, vielleicht nicht zu europäischen Wettbewerben zugelassen zu werden, weil das nicht dem financial fairplay entspricht, daß der Geldgeber nur 1/3 des Etats finanzieren darf.
    RB ist in die erste Liga aufgestiegen und hatte damals schon über 30 Mio Personalkosten.
    Wer da irgendwas von financial fair play faselt, ist sowieso nicht ganz bei Sinnen.

    Insofern scheint mir die Alternative wirklich nur: irgendwie versuchen, sich wie andere finanziell klamme Traditionsvereine in der 2. Liga halten und auf den Messias als Trainer zu hoffen, der den Aufstieg schafft. Oder solange der Verein noch einen Wert hat, sich einem Investor anvertrauen und damit einen teueren und wettbewerbsfähigen Kader finanzierbar machen. In der Hoffnung, daß er nicht irgendwann die Verbindlichkeiten, die wir dann dank seiner Hilfe vermutlich verdoppeln, ihm nie zurückzahlen müssen.

    4

    0
    Antwort
    • Aber Leipzig macht ja nach wie vor keine verrückten Sachen. Und man hat vor, organisch zu wachsen. Hieß es letztens wieder im kicker.

      Schade, dass in Leipzig noch niemand nachgefragt hat, was man unter „verrückten Sachen“ und „organischem Wachstum“ versteht. Für mich klingt das alles ziemlich verrückt und organisches Wachstum ist für mich auch was anderes. Aber gut, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich nicht mehr drüber aufzuregen, weil es eh nichts bringt und politisch ja auch gewollt ist.

      Das mit dem Darlehen ist allerdings wohl in erster Linie ein Trick, um eben Red Bulls Beitrag zum Etat kleinzurechnen, weil es dann eben nicht als Sponsoringeinnahme zählt, um damit dann eben die Regelungen des Financial Fair Play zu umgehen… Interessanter Artikel dazu:

      www.11freunde.de/artik…ueckzahlen

      Ich sehe jedoch nicht, dass die Rückzahlung des Darlehens wirklich ein Problem ist. Da gibt es doch sicherlich Möglichkeiten, das Darlehen abzulösen ohne es tatsächlich zurückzuhalen, durch irgendeine kreative Refinanzierung, Umwandlung des Darlehens in Genussscheine o.ä.

      1

      0
      Antwort
      • Bei RB „schuldet“ die GmbH Red Bull das jetzt als Darlehen deklarierte Geld.Die GmbH hat einen 99%Gesellschafter:Red Bull.Also schuldet Red Bull sich selber das Geld-lediglich verpackt in die Organisationsform.Red Bull hat inzwischen auch noch das Stadion gekauft.Das Nachwuchsleistungszentrum hat auch RB bezahlt.Alles Infrastrukturmaßnahmen, die aus dem laufenden Betrieb, bei gleichzeitigem Unterhalt einer konkurenzfähigen Mannschaft nicht bezahlt werden können.

        Manche nennen das fairen Wettbewerb oder financial Fairplay

        5

        0
        Antwort
  • Es gibt im Fußball faktisch schon lange kein financial Fairplay mehr.  Alles andere sind nette Worthülsen oder Fake News 🙂

    4

    0
    Antwort
      • na klar. trotzdem : geld allein schießt keine tore ;-)…

        Das versucht der HSV erfolglos seit Jahren zu wiederlegen 🙂

        2

        0
        Antwort
  • Mal schaun ob wenigstens Valentini nächste Saison Tore schießt wenns das Geld schon nicht macht.

    0

    0
    Antwort
    • Wobei schon fraglich ist, warum wir einen RV verpflichten. Brecko hat noch (Bader-)Vertrag bis 2018 und mit Kammerbauer hat man eine starke Alternative in der Hinterhand. Vermutlich wird Djakpa nicht über den Sommer hinaus verpflichtet dann haben wir Brecko & Sepsi (die alten), Kammerbauer & Lippert (die jungen) + Valentini. Ordentlich Konkurrenz für 2 Außenverteidigerpositionen.

      Noch interessanter bei den Mittelfeld Positionen: Möhwald, Behrens, Erras, Petrak, Löwen, Fuchs (von 1860), Förster (Waldhof). 7 Spieler für 3 Positionen. Bei der Menge ist wohl der Abgang eines gesetzten Spielers eingeplant. Der Verlust von Möhwald, Behrens oder Petrak würde schmerzen. 🙁

      0

      0
      Antwort
      • Das Valentini-Gerücht kam ja in der Winterpause auf, als Kammerbauer noch keine so klare Alternative war. Seit dieser sich als absolut zweitligatauglich erwiesen hat, kann man zurecht fragen, ob wir für Valentini noch Bedarf haben.

        Kommt halt auch drauf an, wie Köllner in Zukunft spielen lassen will. Mich würde nicht überraschen, wenn wir öfters mit einer 3-er Kette spielen würden. Valentini wäre hier natürlich ein sehr guter Kandidat für die rechte Außenposition, ebenso wie Kammerbauer. Brecko aber eher weniger.

        Stand jetzt ist allerdings in der Tat so, dass wir für die AV-Positionen eher ein Überangebot haben, mit Lippert, Sepsi und Leibold (Genesung vorausgesetzt) für links sowie Valentini, Kammerbauer und Brecko für rechts.

        Damit ist man dann auch wieder bei einem Punkt, der mich Bornemanns Kaderplanung recht kritisch sehen lässt, man hat offenbar Probleme, Prioritäten richtig zu setzen. Die AV-Positionen waren zu Saisonbeginn zu dünn besetzt, nun hat man für die nächste Saison schon ein Überangebot. Diese hatte man diese Saison im Mittelfeld, hier hat man zu viele Spieler mit jedoch nur mäßiger Qualität oder sonstigen Mäkeln wie einer dicken Verletzungsakte geholt…

        0

        0
        Antwort
      • Valentini einseitig als RV zu betrachten, greift wahrscheinlich zu kurz. Jenseits der emotionalen Komponente bringt er eben große Positionsflexibilität mit, derzeit spielt er beim KSC v.a. im rechten Mittelfeld, vorher war er RV, hat aber auch beide Rolle schon links eingenommen. Da dürfte jenseits der Rückkehr des verlorenen Sohns das große Plus liegen.

        4

        0
        Antwort
        • Ich habe kaum KSC-Spiele gesehen, aber was ich jetzt von deren Fans so gelesen habe, sprechen seine Einsätze auf anderen Positionen eher gegen den Kader des KSC als für seine Vielseitigkeit. Ja, er kann dort spielen, aber wie er dort dann spielt, steht auf einem anderen Blatt Papier…

          0

          0
          Antwort
          • Mag sein, dass ich da etwas befangen bin, weil ich den Bub kenn seit er zehn Jahre alt war, aber mit der Einschätzung „wie er dort dann spielt, steht auf einem anderen Blatt“ tust Du ihm mE Unrecht. Wenn Du nämlich bei Leibold anführst, dass der quasi gelernter LV ist, dann muss man bei Valentini erst recht gelten lassen, dass er eigentlich eher ein Offensiver ist, der erst im Laufe der Zeit zurückgerückt ist. In Nürnberg hat er mal in der Jugend als Stürmer angefangen, ist dann in der U23 auf die offensive Außenbahn gerutscht, hat dann in Aalen links wie rechts offensiv gespielt (und mal links hinten ausgeholfen) und ist eigentlich erst in Karlsruhe dann zum Rechtsverteidiger umgeschult worden. Ein reiner oder gar gelernter Rechtsverteidiger ist er also definitiv nicht, seh ihn sogar eher offensiv stärker als auf der AV-Position, aber da kann wie gesagt mir mein Kopf einen Streich spielen, weil er halt für mich immer ein Offensiver war, seit ich ihn kenn. 

            3

            0
            Antwort
  • Überangebot? Abwarten. Betrachtet man die hohe Spielerfluktuation der letzten Jahre beim Club, das im Fußball allgemein steigende Verletzungsniveau, dazu die bei jungen Spielern natürlichen Formschwankungen, wird der Club im Laufe der kommenden Saison keinen überfüllten Kader besitzen.

    1

    0
    Antwort
  • Damit ist man dann auch wieder bei einem Punkt, der mich Bornemanns Kaderplanung recht kritisch sehen lässt, man hat offenbar Probleme, Prioritäten richtig zu setzen. Die AV-Positionen waren zu Saisonbeginn zu dünn besetzt, nun hat man für die nächste Saison schon ein Überangebot. Diese hatte man diese Saison im Mittelfeld, hier hat man zu viele Spieler mit jedoch nur mäßiger Qualität oder sonstigen Mäkeln wie einer dicken Verletzungsakte geholt…

    Noch steht doch gar nicht fest wer nächste Saison noch da ist, da jetzt schon von Fehlplanung und Überangebot zu sprechen ist doch sinnlos. Es ist ja nicht so, dass alle Spieler bleiben, selbst wenn wir das wollten. Dazu spielt Leibold schon seit Jahren nicht mehr links hinten und wenn dann schwach, Kammerbauer kann auch auf der 6 eingesetzt werden und Valentini ist gelernter offensiver Außenbahnspieler und kann auch links spielen.

    Im Moment sehe ich eher das Problem, dass Valentini keine Verstärkung ist, zeigt aktuell beim KSC keine große Klasse. Ich hoffe da war die Karte Heimholung des verlorenen Sohns nicht wichtiger als das spielerische Potential.

    Wobei natürlich auch zur nächsten Saison das Dilemma bleibt, gute Leute kosten Geld, das wir für Transfers eher nicht haben. Insofern sehe ich nicht, dass die Mannschaft nächste Saison substantiell stärker sein wird als diese Saison. Wenn ich dann noch lese, dass auch hier schon wieder darüber geredet wird, dass man den Aufstieg anpeilen muss, dann weiß ich dass auch nächste Saison wieder der Frustpegel kontinuierlich ansteigen wird, der Trainer, egal welcher, gehen muss und es keine Konstanz in der Mannschaft- und Vereinsentwicklung geben wird.

    6

    2
    Antwort
    • Nun, das ist halt der aktuelle Stand nach dem, was über die Verträge der Spieler bekannt ist. Bei Sepsi und Brecko ist es sicherlich so, dass diese nicht gehen werden, da sie wohl nirgendwo ähnlich gute Verträge bekommen können. Bei Lippert und Kammerbauer wäre man schön blöd, wenn man sie ziehen ließe. Wie es bei Leibold weitergeht, ist durch seine lange Verletzungspause sehr unsicher, aber ich gehe aufgrund dieser nicht von einem Wechsel aus. Und Valentini als Neuzugang wird wohl kaum gleich wieder verschwinden…

      Klar, kann sich noch was ändern, aber das ist halt der Stand der Dinge und ich gehe eigentlich nicht davon aus, dass sich was ändert. Hoffe es eigentlich auch, denn am wahrscheinlichsten würde es betrachten, dass Kammerbauer gehen könnte, und das wäre schon ein ziemlicher Verlust. Da weiß ich auch nicht so recht, wie Bornemanns abwartende Haltung zu bewerten ist, meiner Ansicht nach sollte man schon schauen, dass man die jungen Spieler, die nachgewiesen haben, dass sie bei den Profis eine gute Rolle spielen können, mit richtigen Profiverträgen an sich bindet.

      2

      0
      Antwort
      • Da weiß ich auch nicht so recht, wie Bornemanns abwartende Haltung zu bewerten ist, meiner Ansicht nach sollte man schon schauen, dass man die jungen Spieler, die nachgewiesen haben, dass sie bei den Profis eine gute Rolle spielen können, mit richtigen Profiverträgen an sich bindet.

        Wie kommst Du darauf, dass Bornemann hier abwartet? Immerhin haben wir bei allen Spielern aus dem NLZ eine einseitige Option den Vertrag zu verlängern, es gibt also keine Notwendigkeit überhastet zu reagieren. Das Heft des Handelns ist in der hand des Vereins. Und sollte Kammerbauer wechseln wollen, dann würde er auch keinen neuen Vertrag unterschreiben.

        Ich hätte letzte Saison auch nicht gedacht, dass neben Füllkrug auch Burgstaller, Blum und Kerk vor der nächsten oder in der nächsten Saison alle gehen würden. Mal ganz davon abgesehen ob noch einer geht oder nicht, sehe ich nicht, dass wir auf den AVs überbesetzt wären. Mit Sepsi und Lippert links haben wir zwei Spieler für eine Position, weniger wäre sicher nicht sinnvoll und Leibold sehe ich schon lange nicht mehr als linken AV. Das hat er im Profibereich kaum gespielt und wenn dann schlecht.

        Auf der rechten Seite haben wir nominell drei Spieler, Breçko, der sicher nicht besser wird aber immer noch als erfahrener Spieler und Kapitän wichtig ist, dann Kammerbauer als Talent, der jetzt einige wenige Male gezeigt hat, dass er das Potential für die zweite Liga hat, aber halt auch noch jung ist mit allen Gefahren und Valentini als Spieler der Stammspieler bei einem Zweitligisten war, also mehr Erfahrung als Kammerbauer hat aber zuletzt beim KSC nicht immer überzeugt hat. Kammerbauer könnte evtl. aber auch im devensiven Mittelfeld benötigt werden und Valentini könnte in der Not auch links hinten spielen.

        Für mich ist das kein Überangebot sondern eher eine solide Planung, wenn das so bleibt, dann sind wir auf den beiden Positionen solide aber nicht herausragend besetzt. Allerdings haben wir mit Lippert und Kammerbauer die Option, dass wir auf den Positionen besser werden könnten, wenn beide noch eine weiteren Schritt nach vorne machen.

        1

        1
        Antwort
        • [Lieber Armin, ich korrigiere ungern hier die Rechtschreibung – aber „defensiv“ bitte mit „f“, bitte. Ich lese das gerade so oft, da wird mir schwindelig 😉 ]

          Wie ist das mit den Verträgen der Jugenspieler? Fiel mir nur gerade auf: Bei Sabiri hieß es, wenn er eine gewisse Zahl an Spielen macht, verlängert sich der Vertrag automatisch. Die wird er jetzt wohl nicht erreichen. Was machen wir da?

          0

          0
          Antwort
        • Wie kommst Du darauf, dass Bornemann hier abwartet? Immerhin haben wir bei allen Spielern aus dem NLZ eine einseitige Option den Vertrag zu verlängern, es gibt also keine Notwendigkeit überhastet zu reagieren. Das Heft des Handelns ist in der hand des Vereins. Und sollte Kammerbauer wechseln wollen, dann würde er auch keinen neuen Vertrag unterschreiben.

          Meines Wissens nach werden die Verträge nur um ein Jahr verlängert, d.h. man wäre sofort wieder in der Situation, nur noch jetzt eine Ablöse erzielen zu können, und die wäre dann auch nciht gerade hoch.

          Zudem geht es ja auch darum, Zeichen zu setzen, damit auch Vertrauen und Wertschätzung auszudrücken. Immer groß davon zu reden, auf den Nachwuchs zu setzen, dann aber Leuten, die fester Bestandteil des Profikaders sind und auch viel spielen, keine längerfristigen richtigen Profiverträge anzubieten, sondern sie möglichst lange so günstig wie möglich halten zu wollen, das kann nach hinten losgehen.

          Ob ein Spieler wie Kammerbauer weg will oder nicht, das ist ja nicht in Stein gemeißelt, also die Aussage, wenn er weg will, wird er auch keinen neuen Vertrag unterschreiben, stimmt so nicht. Denn das hängt natürlich auch davon ab, was wir ihm bieten können bzw. wollen. Ein junger Spieler wird sicherlich empfänglicher für Angebote anderer Vereine sein, wenn er nur einen niedrig dotierten Einjahresvertrag durch eine Vereinsoption hat, als wenn man ihm einen längerfristigen richtigen Profivertrag gegeben und damit gezeigt hat, dass man mit ihm plant.

          Und zumindest bei Kammerbauer und Sabiri sehe ich die Risiken einer langfristigen Verlängerung (3 Jahre oder so) als ziemlich gering an. Zumindest als sehr viel geringer als das Risiko, die Spieler weit unter Wert abgeben zu müssen.

          3

          0
          Antwort
        • Leibold sehe ich schon lange nicht mehr als linken AV. Das hat er im Profibereich kaum gespielt und wenn dann schlecht.

          Im Gegenteil, der hat im Profifußball nie was anderes gespielt, bevor er zu uns kam. Und in Liga 3 zählte er zu den Besten auf seiner Position.

          Aber gut, auch Plattenhardt wurde hier jahrelang schlecht geredet (zu offensiv, Leichtgewicht,…) und war bei Hertha relativ schnell unumstrittener Stammspieler.

          Für mich wäre es vollkommen ausreichend, wenn wir mit Leibold, Lippert, Valentini und Kammerbauer in die nächste Saison gehen und unsere beiden Ü30-Kicker abgeben. Die kosten uns wesentlich mehr, haben im Grunde keinen Wiederverkaufswert und bringen sportlich keinen nennenswerten Mehrwert…

          3

          0
          Antwort
    • Natürlich muss man den Aufstieg anpeilen, gerade bei den Vereinen die vermutlich von oben runter kommen werden. Wann, wenn nicht die nächste Saison bitte!? Wir können natürlich allen Neuzugängen auch sagen: Welcome to Nuremberg, a solid, but unambitious midfield Team in the 2nd Division!

      Und bitte nicht wieder von 2-4 Jahre konsolidieren und etwas aufbauen reden, das ist romantischer Käse. Ohne Investor/Sponsor lassen sich die Finanzen des FCN nicht „konsolidieren“, da wir anders als z.B. Dresden keinen Mehrwert über Stadionvermarktung schaffen können. In Bezug auf den Kader gilt das gleiche, irgendetwas über Jahre aufzubauen geht nicht, da gute Spieler (und auch Trainer?) sofort weg sind und schwerwiegendere Verletzungen Hoffnungsträger (Erras) auch mal für eine kompette Saison rauskegeln können. Zudem verschärft jedes weitere Jahr die Lage, weniger Geld, weniger Zuschauer, weniger attraktiv für Neuzugänge, etc. pp. Haben wir alles schon 1000x durchgekaut.

      Ich erwarte für nächstes Jahr deutlich mehr als diese Saison! Ich erwarte nicht den Aufstieg, aber einen ernsthaften Versuch selbigen zu erreichen.

      12

      1
      Antwort
      • Ich erwarte für nächstes Jahr deutlich mehr als diese Saison! Ich erwarte nicht den Aufstieg, aber einen ernsthaften Versuch selbigen zu erreichen.

        Verständlich, aber das ist reines Fan Wunschdenken. Ich halte einen ernsthaften Aufstiegversuch für nächste Saison eher für undenkbar, wenn man es sachlich betrachtet. Alle überdurchschnittlichen Spieler, die in der 2. Liga einen Unterschied machen könnten, haben wir mittlerweile verkauft. Ich sehe im ganzen Team nicht einen Spieler, der noch einen Unterschied macht zum durchschnittlichen Zweitliganiveau.  Die Kassen sind auch leer. Wie sollte das denn gehen auch ein guter Trainer kann aus einem morschen Holz kein Möbel schnitzen.  Und ich habe an Bornemanns Transferpolitik nach bisherigen Erfahrungen  kaum Erwartungen. Seine erste Trainerbesetzung ging völlig daneben, die mittlerweile nicht wenigen Transfers in seiner Amtszeit, sind bestenfalls Durchschnitt oder Mitläufer. Wer soll nächste Saison denn unser Sturmproblem lösen, bei Ishak sehe ich bislang bestenfalls Regionalliga oder Drittliganivau. Welches Wunder soll denn bis nächste Saison passieren?

        3

        0
        Antwort
      • Ich erwarte für nächste Saison 34 Spieltage 😜

        Ach ja und wenn jemand Einfluss darauf hat, davon so wenig Montagsspiele wie möglich.

        1

        0
        Antwort
  • Ich erwarte für nächstes Jahr deutlich mehr als diese Saison! Ich erwarte nicht den Aufstieg, aber einen ernsthaften Versuch selbigen zu erreichen.

    Und auf was baust Du Deinen Anspruch? Einfach weil Du das gerne so hättest? Oder weil der FCN doch bitteschön in die erste Liga gehört?

    Ich sehe keinen Grund dafür mehr als 40 Punkte für die nächste Saison anzustreben, sollten wir diese schon frühzeitig erreichen, weil unsere Youngster alle den nächsten Schritt machen, keiner Leistungsschwankungen hat und wir mit Glück und einem Lauf von Anfang an oben dabei sind, dann können wir natürlich neue Ziele ausgeben. Aber realistisch ist das eben nicht zu erwarten.

    Das heißt doch nicht, dass wir keine ehrgeizigen Ziele haben können, natürlich muss der Anspruch sein jedes Spiel gewinnen zu wollen, sich in jedem Spiel zu verbessern. Realismus heißt doch nicht keine Ambitionen zu haben, aber man sollte schon sehen wo man steht und was im „Normalfall“ passieren sollte.

    3

    0
    Antwort
  • Ich fürchte, es ist im Moment illusorisch, davon auszugehen, dass in der nächsten Saison mehr drin ist als ein Platz im Niemandsland der 2. Liga. Sollten wir einen Puntabzug bekommen (wann wird das eigentlich endlich entschieden?), wird es nur darum gehen, die Klasse zu halten. Gebe Gott, dass wir nicht mit einer solchen Hypothek in die nächste Saison gehen müssen.

    Aber auch diese Saison ist noch nicht zu Ende. Nach „menschlichem Ermessen“ sollte der Klassenerhalt sicher sein, doch ist man als FCN-Anhänger vor unmenschlichen Imponderabilien nie gefeit…

    4

    0
    Antwort
    • Absolut. Geht das Heimspiel gegen den KSC verloren – was ich nicht glaube – brennt der Baum.

      2

      2
      Antwort
  • OT Find ich eine tolle Geste, daß sich Bild öffentlich bei Sepsi entschuldigt.

    Gute Besserung an ihn. Und eine erfolgreiche Rückkehr.

    Aber was ich nicht verstehe, ist, daß so etwas von unserer medizinischen Abteilung nicht verhindert wird. Hat man doch vor Jahren schon bei Schäfer gesehen, daß sich das nicht auszahlt. Weder für den Spieler noch den Verein

    6

    0
    Antwort
    • Hier fehlt im Profibereich einfach die Courage – etwas anders zu machen, als man es eben gewohnt ist. Hier werden Sorgfaltspflichten massiv vernachlässigt. Keine schöne Sache.

      Mal schaun, ob auch der ein oder andere Fan nochmal nachdenkt. Der Umgang mit Sepsi war zuletzt schon beschämend.

      5

      0
      Antwort
    • Naja, dass die Bild sich entschuldigt, ist ja schon ne nette Geste, allerdings muss man auch sagen, dass eine Entschuldigung gar nicht nötig wäre, wenn man einfach nur sachliche Kritik üben würde und nicht den Spieler geradezu beleidigen würde. Und sachliche Kritik war nun mal angebracht.

      Das Vorgehen von den Verantwortlichen wirft dabei jedoch große Fragezeichen auf, man hat den Spieler hier ja schon ziemlich im Stich gelassen. Dabei erweckt es leider den Eindruck, dass man wohl gehofft hat, dass man hier nicht eigene Versäumnisse eingestehen muss.

      Denn dass im Sommer kein AV-Backup verpflichtet wurde, erscheint unter diesen Informationen fragwürdiger denn je. Und bestätigt mich in meiner schon mehrmals geäußerten Ansicht, dass man offenbar Probleme hat, die Situation und Prioritäten richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

      5

      0
      Antwort
      • Sehe ich auch so. Sepsi hat sich schon vor der Relegation verletzt. Man hatte wohl auf Leibold gehofft, da aber anscheinend auch nicht klar genug ausgedrückt,dass man ihn zum Trainingsstart fit zurück erwartet bzw auch seine Verletzung unterschätzt.
        Dass Sepsis Verletzung dann auch noch geheim gehalten wurde als deutlich wurde ,wie er in der Öffentlichkeit angegangen wurde, finde ich im Grunde das schlimmste Versäumnis und ist mir absolut unverständlich. Ich hoffe man lernt daraus.

        3

        0
        Antwort
    • Und die Sache wirft auch kein gutes Licht auf die gesamte Verletzungsmisere bei uns.

      Das Thema, wie gut die Belastung im Trainings- und Spielbetrieb der Spieler individuell gesteuert wird, eben im Hinblick darauf, Verletzungen zu vermeiden, ist ein Thema, was mich schon länger beschäftigt und ich auch schon ein paar Mal angesprochen habe. Hier scheint es bei uns angesichts der Vielzahl der Verletzten nicht weit her zu sein, und wenn dann noch solche Fälle ans Licht kommen, dann sieht es doch so aus, als ob diese Thematik keine oder kaum Beachtung findet, sondern eher trainieren/spielen bis der Arzt kommt das Motto zu sein scheint.

      Es ist natürlich schwierig, dies wirklich zu beurteilen, v.a. auch weil ja keiner weiß, wie da die Kompetenzen geregelt sind, also z.B. welche Mitspracherechte die medizinische Abteilung hat usw. Mein Eindruck ist, nicht nur wegen Sepsi sondern z.B. auch wegen Leibold, dass diese keine oder nur sehr wenig Entscheidungsbefugnis hat, sondern in erster Linie Empfehlungen abgeben kann, über die sich Trainer und Spieler aber hinweg setzen können.

      Geradezu zynisch wirkt es ja im Nachhinein betrachtet, dass Schwartz sich so viel über die vielen Verletzten beklagt hat, aber gleichzeitig stur an einem verletzten Spieler festgehalten hat, und mit so einem Verhalten verletzungsbedingte Ausfälle befeuert.

      4

      0
      Antwort
      • Ich würde aber auch Mal die medizinische Abteilung hinterfragen. Wenn man Mal überlegt,ist das doch schon Jahre so, dass
        Spieler verpflichtet werden, die dann verletzungsbedingt kaum oder spät zum Einsatz kommen. Ich kann mir nicht vorstellen,dass die verpflichtet werden, obwohl der Arzt da Bedenken äussert.
        Das wäre doch ziemlich fahrlässig in Bezug auf eine vernünftige Kaderplanung

        1

        0
        Antwort
        • Sicherlich muss man auch die medizinische Abteilung auf den Prüfstand stellen, allerdings eben als Teil der gesamten Entscheidungskette, die darüber entscheidet, wann ein Spieler aus dem Training genommen oder die Trainingsbelastung reduziert wird bzw. der Spieler individuell trainieren soll, nicht für den Spieltagskader nominiert wird, usw.

          Genauso natürlich auch bei Neuzugängen, hier ist die Frage, wie die Spieler in den medizinischen Untersuchungen abgeschnitten haben.

          Ich denke allerdings, dass man hier bei einigen Spielern schon auch bewusst ins Risiko gegangen ist, weil man sonst keine Spieler mit ähnlicher Qualität bekommen kann.

          2

          0
          Antwort
      • Es könnte auch Hinweise darauf geben, warum man den Eindruck bekommt, dass die Mannschaft spätestens noch 70 Minuten abbaut und konditionell nicht voll auf der Höhe ist. Man kann eine Mannschaft auch kaputt trainieren., so dass sie saft- und kraftlos ist.

        3

        0
        Antwort
    • Also das haut für mich dem Faß den Boden aus. Bisher habe ich Schwartz den Rücken gestärk. Aber einen angeschlagenen Spieler so extrem lange übers Feld zu jagen bis es nicht mehr geht und der letzte Zuschauer ihn für unfähig hält ist ein Skandal.
      Schwartz hätte Sepsi schon lange aus der Schusslinie nehmen und Lippert testen können.
      Das war unverantwortlich und wenn Schwartz nicht schon weg wäre würde ich seine sofortige Entlassung fordern.

      6

      1
      Antwort
      • Stimme dir hier vollumfänglich zu. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob Sepsi die Verletzung eventuell zumindest eine Zeit lang den Verantwortlichen des FCN verschwieg. Der Verlust eines Stammplatzes (inkl. Prämien) hat Profis schon mehrfach zum Schmerzmittel greifen lassen, wo eine Pause dringend angeraten gewesen wäre.

        1

        0
        Antwort
      • Also das haut für mich dem Faß den Boden aus. Bisher habe ich Schwartz den Rücken gestärk. Aber einen angeschlagenen Spieler so extrem lange übers Feld zu jagen bis es nicht mehr geht und der letzte Zuschauer ihn für unfähig hält ist ein Skandal.
        Schwartz hätte Sepsi schon lange aus der Schusslinie nehmen und Lippert testen können.
        Das war unverantwortlich und wenn Schwartz nicht schon weg wäre würde ich seine sofortige Entlassung fordern.

        Ich denke die Medaille hat immer zwei Seiten bzw. meist liegt die Wahrheit dazwischen, ich meine welcher Trainer schneidet sich ins eigene Fleisch und stellt einen Spieler auf, bei dem er unter der Woche sieht, daß dieser seine Leistung gar nicht abrufen kann. Es wird bei Sepsi mit Spritzen oder Schmerzmitteln scheinbar schon gegangen sein, zumindest so, daß er voll trainieren konnte.

        Ganz nehme ich Sepsi oder wer hinter dem Artikel steht die Opferrrolle daher nicht ab. Bei der Intensität spielt glaube ich kein Profi völlig ohne Blessuren, Sepsi muss ja auch irgendwie signalisiert haben, dass es geht. Im Nachhinein als die Leistung so schlecht war zu sagen, ich war ja verletzt finde ich hat auch weng a Gschmäckle

        1

        1
        Antwort
      • @ Holle

        Ein erwachsener, gestandener Mann und Profi lässt sich vom Trainer widerstandslos über den Platz jagen, wohl wissend, dass er seiner Gesundheit, seiner sportlichen Wertschätzung und Zukunft schadet und sich mit teilweise  heftiger Kritik durch die Gazetten ziehen?

        Ein stichhaltiges Motiv für Schwarz, diesen Unsinn durchzuziehen kann ich ebenfalls nicht erkennen. Ein gesundheitlich indisponierter Sepsi dürfte mindestens ein gleich großes Risiko sein, wie ein gesunder Nachwuchsspieler.

         

        1

        0
        Antwort
  • Könnte aber auch sein, daß Schwartz das moniert hat und Bornemann nicht darauf hören wollte. Ich fände es schon hilfreich, wenn der Verein hierzu mal Position beziehen würde. Irgendwas läuft da falsch. Die Frage ist nur, wer hat das zu verantworten: Sepsi, Schwartz, Dr.Brehm, die Physios, Bornemann???

    2

    4
    Antwort
    • Ja, es wäre wirklich wünschenswert, wenn der Verein hier Stellung beziehen würde. Da es im Artikel ja konkret heißt, dass sie Sepsi jeden Tag wegen dieser Probleme habe behandeln lassen, heißt das für mich, dass die sportliche Leitung schon von den Problemen wusste (oder hätte wissen müssen, was auch nicht besser wäre).

      Korrigiert mich, wenn ich das falsch in Erinnerung habe, aber hieß es nicht, dass die neue Führung mehr Wert auf Kommunikation und Transparenz legen möchte? Bei Meeske ist dies ja durchaus der Fall, aber im sportlichen Bereich kann ich dies bisher nicht erkennen.

       

      1

      0
      Antwort
  • Korrigiert mich, wenn ich das falsch in Erinnerung habe, aber hieß es nicht, dass die neue Führung mehr Wert auf Kommunikation und Transparenz legen möchte? Bei Meeske ist dies ja durchaus der Fall, aber im sportlichen Bereich kann ich dies bisher nicht erkennen.

    Im sportlichen Bereich ist das aber auch nicht so einfach, hätte man kommunizieren sollen, dass man einen angeschlagenen Spieler aufstellen muss?

    Sepsi hat nach den Kicker-Noten seit dem Aufschwung nach dem Sieg gegen Bielefeld zu den besseren Spielern gehört. Ich habe nun keine Ahnung wann er sich verletzt hat, aber er hat halt zu den Leistungsträgern gehört, vielleicht auch mit Schmerzmitteln und man hat dann gehofft, dass man sich in die Winterpause rettet. Dass Lippert jetzt eine gute Rolle spielt, heißt ja nicht, dass er das auch schon zu Beginn der Saison geschafft hätte.

    Und ein klein wenig denke ich will man mit dem Thema Verletzung jetzt auch den Ruf von Sepsi retten, der ja massiv in der Kritik stand.

    1

    0
    Antwort
    • Sepsi hat gesagt, er ist vor der Relegation umgeknickt. Bei Rakovsky, Kirschbaum oder Schäfer hat man doch auch keine Probleme dait, deren Ruf zu stärken, wenn man berichtet, daß sie verletzt sind und trotzdem spielen. Nachdem Sepsi so in die Schußlinie geraten ist, hat Schwartz ja versucht ihm zur Seite zu stehen, indem er auf seinen guten Charakter hinwies. Wo ist dabei das Problem, dann auch zu sagen, daß er trotz Verletzung spielt? Versicherungstechnisch kann es ja kein Problem geben, wenn die medizinische Abteilung ihr okay gibt.

      So durfte er erstmal den Sündenbock geben und als er dann weg war, war Schwartz der Nächste. Aber es ist doch auch ein Problem der Kaderplanung, wenn der Sportvorstand wissend um die Verletzungen von Sepsi und Leibold keine Alternative für die LV-position gesucht hat. Kann ja meinetwegen ein Spieler sein, der auch diese Position spielen kann und flexibel einsetzbar ist. Aber so?

      Ich vermisse klare Aussagen von Bornemann schon öfter. Er ist vermutlich einfach nicht der Typ dazu. Aber wenn ich bedenke, daß schon Weiler mehr Rückhalt durch den Verein eingefordert hat, dann seh ich da wirklich auf Dauer ein Problem für uns.

      4

      0
      Antwort
    • Im sportlichen Bereich ist das aber auch nicht so einfach, hätte man kommunizieren sollen, dass man einen angeschlagenen Spieler aufstellen muss?

      Wie ich gestern schon gesagt habe, es macht den Eindruck, dass man hier eben vermeiden wollte, eigene Versäumnisse einzugestehen – eben dass außer einem angeschlagenen Spieler kein anderer da ist.

      Sepsi hat nach den Kicker-Noten seit dem Aufschwung nach dem Sieg gegen Bielefeld zu den besseren Spielern gehört. Ich habe nun keine Ahnung wann er sich verletzt hat, aber er hat halt zu den Leistungsträgern gehört, vielleicht auch mit Schmerzmitteln und man hat dann gehofft, dass man sich in die Winterpause rettet. Dass Lippert jetzt eine gute Rolle spielt, heißt ja nicht, dass er das auch schon zu Beginn der Saison geschafft hätte.

      Es heißt in dem Artikel doch klar, dass er sich schon vor der Relegation verletzt hat und sich seitdem jeden Tag behandeln lassen musste. Das muss den Verantwortlichen doch bewusst gewesen sein. Trotzdem hat man auf die Verpflichtung eines AVs verzichtet. Man ist also mit dem Wissen in die Saison gegangen, nur einen einzigen zweitligatauglichen Linksverteidiger im Kader zu haben, der verletzt ist. Das ist doch grob fahrlässig, und einen Spieler zu nötigen, über Monate hinweg verletzt zu spielen, geradezu eine Sauerei.

      Und ein klein wenig denke ich will man mit dem Thema Verletzung jetzt auch den Ruf von Sepsi retten, der ja massiv in der Kritik stand.

      Man ist ja auch selber dafür Verantwortlich. Man lässt den Spieler für die eigenen Versäumnisse bluten – und zwar doppelt, zuerst, indem er verletzt spielen muss, und dann auch noch, dass er dafür die öffentlichen Prügel einstecken muss.

      1

      0
      Antwort
  • Wie oben beschrieben war Sepsi bei der kleinen Siegesserie nach Bielefeld stabil gut. Verletzt heißt ja nicht, dass man nicht spielen kann, ich bin sicher, dass viele Spieler mit Blessuren spielen. Wenn Du dann mal einen Lauf hast wechselt man auch angeschlagene Spieler nicht gern aus.

    Und im Vergleich zum Torwart, wäre das Eingeständnis, dass der linke AV angeschlagen ist, die Einladung an alle Gegner gewesen über diese Seite anzugreifen.

    Zum Thema hätte man einen Ersatz vor der Saison holen müssen, wahrscheinlich hat man die Situation unterschätzt, hatte gehofft Sepsi schneller wieder fit zu bekommen, Lippert schneller in Bundesligaform zu bekommen, hat vielleicht auch auf Leipold als Alternative gehofft, der dann auch ausfällt. Djakpa war ja zu Beginn der Saison wohl noch zu teuer. Gute Linksverteidiger wachsen ja auch nicht auf den Bäumen. Wenn das Geld fehlt muss man auf Lücke spekulieren und das kann dann auch schief gehen. Im Nachhinein ist man dann immer schlauer.

    Ich bin auch nicht glücklich mit der Situation, man sollte es jetzt aber auch nicht überproblematisieren, Bornemann hat ja dann auch in der Winterpause reagiert und Djakpa geholt.

    0

    1
    Antwort
    • Das haben die anderen Mannschaften doch auch so schnell erkannt.

      Man hätte es kommunizieren müssen als so ein shitsturm über ihn losging. Und alle in ihm den Sündenbock sahen. Ich kann nicht nachvollziehen, daß man damit bis jetzt gewartet hat und es dann auch noch ihn aussprechen ließ. Da kommen dann solche Interpretationen wie die von Juwe.

      0

      0
      Antwort
    • Armin frag doch bitte mal Florian wie lange Lippert auf seine Chance warten musste. Erst als bei Sepsi gar nichts mehr ging durfte Lippert ran, da kann ich mich an keinen Lauf mehr von Sepsi erinnern. Im Nachhinein scheint es wirklich so, wie einige behauptet haben , dass Schwartz gezwungenermaßen Lippert bringen musste und nachdem jetzt auch noch die Verletzung heraus kommt, hat DAS für mich ein Geschmäckle.

      2

      0
      Antwort
      • Armin frag doch bitte mal Florian wie lange Lippert auf seine Chance warten musste. 

        Na ja er musste bei Schwartz ein halbes Jahr warten, das ist jetzt auch nicht so lange und ich denke die Vorbereitung im Winter mit den Profis hat so einem jungen Spieler auch noch einmal gut getan.

        Aber klar, Schwartz war eher der Typ Trainer der auf Nummer sicher geht, Risiko ist nicht so sein Ding, wenn er mit erfahrenen Spielern arbeiten kann, dann nimmt er eher diese, wenn eine Mannschaft funktioniert, dann wechselt er nicht so schnell, wenn er nicht muss, auch im Spiel wechselt er nicht schnell, weder Spieler ein, noch das System.

        Und vor dem Winter lief es bei uns so schlecht nicht, da wollte er wohl nicht riskieren mit ein er Umstellung etwas zu verschlechtern. Wir dürfen ja jetzt nicht so tun, als ob es 100% sicher war, dass Lippert eine Verstärkung ist, Mühl hatte in den ersten Spielen auch noch mehr Probleme. Klar hätte man die Verletzung von Sepsi früher kommunizieren können und Lippert bringen können, allerdings, wenn dann Lippert schwächest, dann hast Du ein Problem. Erst mit der Verpflichtung von Djakpa war das wenigher gefährlich, weil man noch einen  Mann in der Hinterhand hat.

        Damit will ich die Entscheidung von Schwartz und Bornemann gar nicht verteidigen, im Nachhinein war es sicher ein Fehler, aber ich will nur sagen, es gab durchaus gute Gründe so zu handeln.

        0

        0
        Antwort
  • Während der ausgedehnten Absturzphase unter dem ehemaligen 96-Sportchef, habe wir hier kräftig seine mangelhafte Informationspolitik kritisiert. Köllner Cheftrainer oder nicht, Vertragssituationen der jungen Spieler, Sepsi… Geht es nur mir so, oder fühlt ihr euch auch ein wenig daran erinnert?

    3

    0
    Antwort
  • Die Realität sieht wohl so aus, dass sehr viele Spieler mit Schmerzen spielen und sich mit Schmerzmitteln behandeln lassen. Dabei muss man wohl das verabreichen schmerzstillender Mittel und das „Fit-Spritzen“ unterscheiden. Letzteres ist gesundheitsgefährdend, weil man im Grunde weiß, dass man nur wegen der Spritze spielen kann, der Körper aber eigentlich nicht soll. Viele Spieler bezahlen dann mit einer langen Verletzung oder riskieren sogar Sportinvalidität. Da wird bisweilen nicht mal groß ein Geheimnis daraus gemacht – prominentes Beispiel Jens Jeremies im „Spiel seines Lebens“ (www.faz.net/aktue…30551.html)

    Bei Sepsi scheint es eher eine unklare Diagnose gewesen zu sein. Sprunggelenksprobleme müssen nicht zwingend eine schwerere Verletzung sein. Klar wäre Schonung besser, aber final muss das ja auch der Spieler selbst einschätzen, ob er unterstützt von schmerzstillenden Mitteln seine Leistung bringen kann. Am Ende ist es, bei nicht eindeutiger Diagnose, eben immer eine Abwägung, das kennt man ja aus dem eigenen Leben. Ein Eingriff ist ja auch immer ein Risiko und immer gleich in den Krankenstand zu gehen, wenn es zwickt, ist nicht gerade Karriere-förderlich.

    Ich hab eher ein Problem mit dem Artikel bei BILD an sich. Eine mit Pathos ausgesprochene „Entschuldigung“ und der Aufmacher „Für den Club nahm ich jeden Tag Schmerzmittel“ mag eine aufmunternde Intention zu haben, löst aber – wie wir in der Diskussion hier ja auch sehen – eher das Gegenteil aus. Entweder man schlussfolgert, dass der FCN fahrlässig seine Spieler verheizt oder dass Sepsi seine Verletzung zumindest soweit verschwiegen hätte, dass man deren wahres Ausmaß nicht erkennen konnte. Beides ist aber wohl schlicht Quatsch. Wie eingangs beschrieben ist es (leider) so, dass man im Profi-Bereich ständig an der Grenze der Gesundheit arbeitet. In einem Fall ist vielleicht eher der Verein die treibende Kraft (Alvaro Dominguez), beim anderen wohl eher der Spieler selbst (Leibold).

    Fakt ist, dass man sich nicht bei Sepsi entschuldigen muss, wenn man seine sportliche Leistung sachlich kritisierte – und die war leider eben oft auch nicht gut. Dass seine Verletzung ihn dabei behinderte, ist im Nachhinein sicher eine Erklärung, macht die (berechtigte) Kritik aber nicht wett – denn die Leistung blieb ja schlecht (wobei auch nicht alles schlecht war). Man muss sich eher fragen, warum Schwartz ihn immer wieder aufstellte, gerade wenn er wusste, dass Sepsi beeinträchtigt war, und ob es nicht besser gewesen wäre, ihn auskurieren zu lassen.

    Was bleibt ist aber etwas positives. Wenn die Verletzung mit ein Grund für die schwächeren Spiele war, gibt es ja Hoffnung auf Besserung! Und da Sepsi sich auf und neben dem Platz als untadliger Sportsmann benommen hat, hat er auch bei den Fans eine zweite Chance verdient.

    4

    0
    Antwort
    • Volle Zustimmung!

      Allerdings finde ich es durchaus angebracht, dass die Bild sich entschuldigt, denn ihre Kritik war des öfteren unsachlich und zu bild-like.

      1

      0
      Antwort
      • Wenn sich die BILD uneingeschränkt mal nur für ihre Art der Kritik entschuldigen würde, wäre das ok, aber man lese: „BILD meint: Seltsam, dass der 1. FC Nürnberg nie auf die gesundheitlichen Probleme des Rumänen hingewiesen hat – auch nicht in Hintergrundgesprächen. So gab es keinen Schutz für den angeschlagenen Spieler. Im Gegenteil: Er wurde zum Sündenbock. BILD sagt heute: Sorry, Sepsi!“

        Schuld ist also im Grunde ’natürlich‘ nicht die BILD, sondern der, der sie nicht informierte. Vielleicht sollte man sich aber auch mal ohne Verletzung überlegen, ob es generell fair ist, Spieler zum Sündenbock zu machen…

        Wobei man anmerken muss: Wofür entschuldigt sich BILD eigentlich genau? Auch rückbetrachtend gab es bei dem Blatt eigentlich nur wenig, was entschuldigenswert wäre (zumindest im Online-Bereich). Im Gegenteil zeigte man sich eher bemerkenswert zurückhaltend und zitierte oder verwies auf „Beobachter“, bei denen man sich nur einreihe. www.bild.de/sport….bild.html

        4

        0
        Antwort
  • Pingback:KW 12/2017 | beGLUBBt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.