Analyse: Passive Würzburger am Ende bestraft #FWKFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: Würzburger Kickers vs. 1. FC Nürnberg 1:1 (1:0) Der Club holt dank Cedric Teuchert und einem immer passiver werdenden Gastgeber einen Punkt beim abstiegsbedrohten Aufsteiger

Die Analyse:

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Startformation im 4-2-3-1

Der FCN lief wie gegen Aue im 4-2-3-1 auf, allerdings mit drei personellen Wechseln. Für den gesperrten Kammerbauer kehrte Brecko ins Team zurück, Matavz, der die Woche über nicht fit gewesen war, wurde durch Ishak ersetzt und Margreitter spielte anstelle von Bulthuis, der in den letzten Wochen mehrfach gepatzt hatte und Trainer Köllner wohl auch zu emotionalisiert ins Spiel gegangen wäre. Im Kader tat sich noch etwas mehr: Die durch Matavz und Kammerbauer frei gewordenen Kaderplätze nahmen Baumann und Salli ein, zusätzlich kehrte Thorsten Kirschbaum nach sieben Wochen Abwesenheit wieder in den Kader zurück. Das Tor hütete aber auch beim Spiel in Kirschbaums Geburtsstadt Oldie Raphael Schäfer.
Der Club begann das Spiel druckvoll und temporeich, kombinierte sich mehrfach flach vor das Tor der Unterfranken und kam durch Djakpa, Kempe und Ishak zu drei Halbchancen. Man sah in diesen ersten zehn Minuten, was der Club vorhatte, immer wieder über die linke Abwehrseite der Würzburger nach vorne stoßen und von dort den Ball ins Zentrum bringen. Ob dieser Plan irgendwann aufgegangen wäre, war jedoch nach den neunzig Minuten kaum mehr zu überprüfen, da der Club mit dem ersten Würzburger Angriff sein 45. Gegentor kassierte.

Das Mittelfeld bekam nach einem schnellen Ballgewinn der Gastgeber keinen Zugriff. Soriano spielte Rama auf dem linken Flügel per Diagonalball an. Dieser wurde sowohl von Brecko als auch von Behrens nicht entscheidend genug angegriffen, so dass der Ball im langen Eck einschlug. Der Club war extrem geschockt von diesem Rückschlag und erholte sich davon auch über weite Strecken des Spiels nicht mehr. Viel übrig war nicht mehr vom Elan der ersten Minuten, stattdessen war die Mannschaft nun verunsichert und überließ den Würzburgern das Mittelfeld.

Diese kamen mit viel Schwung immer wieder schnell in Richtung Clubtor und scheuten dabei auch nicht davor zurück den langen Ball einzusetzen mit dem die Clubverteidigung durchaus ihre Probleme hatte. So zum Beispiel als Rama erneut Brecko davonlief, am langen Pfosten Daghfous fand, dieser aber den Ball zu kunstvoll verwerten wollte und so am Außennetz scheiterte. In dieser Phase, die vom Gegentor bis etwa in die vierzigste Minute andauerte, war der Club völlig überfordert. Die Kickers kamen mehrfach gefährlich in Richtung Tor und wurden dabei auch vom schwachen Zweikampfverhalten des FCN unterstützt, das einige Fouls in Strafraumnähe nach sich zog. Allerdings brachten die Würzburger in der ganzen Zeit keinen einzigen Schuss auf das Tor, so dass Raphael Schäfer zwar einige Male beim Herauslaufen gefordert war, aber keinen Schuss abwehren musste.

Würzburg kam auch deshalb immer wieder zu Chancen, weil der FCN im Spielaufbau den Ball zu schnell und leicht wieder verlor. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Außenverteidigern und Außenmittefeldspielern klappte extrem schlecht, so dass genau das, was der Club sich wohl vorgenommen hatte, nicht funktionierte. Kurz vor der Pause wurde dies dann etwas besser, der Club erspielte sich zwei Ecken, die beide Male sehr gefährlich für das Tor von Jörg Siebenhandl wurden. Der Österreicher musste gegen Behrens und Margreitter mit glänzendem Reflex retten, sonst wäre das Spiel trotz optischen Übergewichts der Kickers mit 1:1 in die Pause gegangen.

Stattdessen stand es 1:0 und auch nach der Pause tat sich der Club weiter schwer. Allerdings verlegte sich Würzburg nun einzig und allein darauf das Ergebnis zu verteidigen und per Konter zum Erfolg zu kommen. Gegen die extrem verunsicherte Mannschaft des FCN schien dies durchaus lange Zeit zu funktionieren. Den Gästen fehlte es an spielerischen Mitteln, die mit zwei Viererketten extrem kompakt spielenden Kickers zu knacken. Immer wieder lief man sich fest oder versuchte es dann, nachdem die Geduld am Ende war, mit einem langen Schlag in die Spitze. So war es für die Würzburger ein leichtes diese Versuche zu verteidigen.

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Formation nach der 73. Minute

Michael Köllner versuchte dies durch einige Wechsel zu beheben, brachte zunächst Teuchert für Ishak, der sich extrem aufgerieben hatte, dabei jenseits einer Gelegenheit in der Anfangsphase aber völlig wirkungslos geblieben war, der Matchwinner des Spiels gegen Erzgebirge Aue war sofort agiler und weniger statisch im Spiel, hing aber ebenso wie sein Vorgänger in der Luft. Allerdings wurde bereits kurz nach seiner Einwechslung einer dieser Versuche durchzubrechen irregulär gestoppt. Neumann hielt einen Ball von Teuchert mit dem Arm auf. Die Pfeife von Schiedsrichter Jöllenbeck bleib stumm. Neben Teuchert kamen auch noch Hufnagel für den verletzten Kempe und Salli für Brecko. Dies hatte zur Folge, dass Eduard Löwen nun Rechtsverteidiger spielen musste, während Salli Löwens Position im linken Mittelfeld einnahm.

Dies hätte beinah zum 0:2 geführt, als Löwen einen Zweikampf gegen Kurzweg auf dem Flügel verlor und dieser dann in der Mitte Soriano fand. Doch Schäfer klärte dessen Kopfball mit hervorragendem Reflex über die Latte. Sechs Minuten später rächte sich dann für die Gastgeber das Auslassen dieser Großchance. Salli gewann im Strafraum das Duell um eine Flanke von Möhwald legte auf Behrens, welcher das Auge für Teuchert hatte und diesen per flachem Rückpass einsetzte. Der Youngster verlud Siebenhandl und traf zum 1:1. Eine Bestrafung der Gastgeber zum einen für das Auslassen der Großchance, zum anderen aber auch für die zunehmende Passivität, die dem FCN zu sehr den Ball überließ, so dass dieser eben dann doch zu einer Chance kam, die er nutzen konnte.

In der Folge hätte der Club mit etwas Glück sogar noch das 1:2 erzielen können. Doch wenn Djakpa oder Mühl per Fernschuss getroffen hätten, wäre es doch des Guten etwas zu viel gewesen. Wobei so viel Gutes vom FCN an diesem Nachmittag nicht ausging. Zu sehr war er zunächst geschockt vom Gegentor und dann überfordert von den zwei Viererreihen. Am Ende aber kam er dank Teuchert und dank dessen, dass Würzburg dem Club den Ball überließ, dann doch noch zum Ausgleich. Dieser dürfte nach hinten nun endgültig Ruhe schaffen, da Aue und Würzburg in der kommenden Woche aufeinander treffen und somit der Abstand auf Rang 16 auch nach dem Club-Duell mit Stuttgart mindestens fünf Punkte betragen wird.

Die Zahlen:

Würzburg Nürnberg
1
Tore
1
8
Torschüsse
12
2
Schüsse aufs Tor
4
7
Ecken
3
43,8
Ballbesitz (%)
56,2
61,7
Passquote gesamt (%)
70,0
74,8
Passquote eig. Hälfte (%)
85,0
50,7
Passquote geg. Hälfte (%)
55,8
24,3
Lange Pässe (%)
17,9
54,3
Gewonnene Zweikämpfe (%)
45,7
19
Fouls
18
112,72
Laufdistanz (km)
111,05
2
Abseits
3

Trainerstatement:

„Es war das erwartete Spiel, sehr intensiv, sehr spannend. Die Zuschauer haben einen tollen Fight erlebt von beiden Teams. Wir sind zufrieden, dass wir noch einen Punkt mit nach Hause nehmen können. In den ersten zehn Minuten waren wir sehr präsent und ballsicher. Mit der ersten Chance kassieren wir dann aber das 0:1. Danach war klar, dass es sich zu einer Art Pokalspiel entwickeln wird. Würzburg hat hier zu Hause noch nicht viele Führungen aus der Hand gegeben. Wir wussten, dass wir dagegen halten müssen. Nach der Pause haben wir es besser angenommen und waren zielstrebiger. Wir sind froh, dass wir am Ende noch die Lücke gefunden haben und einen Punkt mitnehmen.“

Die Spieler im Einzelnen:

Raphael Schäfer 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Hielt den Club mit einer Parade gegen Soriano (74.) im Spiel. Beim Gegentor machtlos. Sonst wenig beschäftigt außer beim Rauslaufen, da wie gewohnt unorthodox.
Eduard Löwen 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Schwächstes Spiel seit seiner \"Beförderung\". Verlor ungewöhnlich viele Zweikämpfe (58%) und war fahrig im Passspiel. Musste dann auch noch als Rechtsverteidiger aushelfen, was ihm misslang.
Constant Djakpa 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Wie immer wirbelte er viel, setzte sich auch oft durch, spielte aber unglaublich viele Fehlpässe (52,3%).
Georg Margreitter 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Klärte viele Bälle und kam auch vorne zu einer guten Gelegenheit, die Landsmann Siebenhandl aber abzuwehren wusste.
Miso Brecko 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Gab Rama vor dem 1:0 (wie Behrens) Geleitschutz, sah dann vor der Pause noch zwei weitere Male ganz schlecht aus. Danach leicht verbessert, aber insgesamt mangelhaft.
Lucas Hufnagel 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Kam nach 67 Minuten für den verletzten Kempe. War vor allem defensiv auffällig als er Löwen mehrere Male tatkräftig unterstützte, nach vorne unauffällig.
Tobias Kempe 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Hatte in der frühen Druckphase eine Torchance. War danach wenig ins Spiel eingebunden, verlor auch immer wieder im Dribbling den Ball. Immerhin mit 94% Passquote der beste Clubspieler.
Kevin Möhwald 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Fiel vor allem durch viele verlorene Zweikämpfe auf, konnte das Spiel nicht lenken, wurde auch nach der Pause nicht besser, obwohl der Club dann mehr Ballbesitz hatte.
Ondrej Petrak 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Bekam lange überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, erst als sich Würzburg mehr zurückzog, kam der Tscheche besser ins Spiel.
Hanno Behrens 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Ließ Rama vor dem 1:0 in Ruhe abschließen. Machte das durch seine Vorlage auf Teuchert vor dem 1:1 wieder gut. Als Würzburg mit Schwung kam, hatte er Probleme diesen zu bremsen. Nach der Pause deutlich verbessert und am Ende sogar zweikampfstärkster Nürnberger (68%)
Lukas Mühl 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
War gezwungermaßen einige Male im Spielaufbau der Quarterback - ohne Erfolg. Im Defensivverhalten oft etwas wacklig ohne grob zu patzen.
Edgar Salli Ohne Bewertung
Kam nach 73 Minuten für Brecko. Gewann nur einen von sieben Zweikämpfen, das war aber der entscheidende vor dem 1:1.
Cedric Teuchert 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Kam in der 57. Minute für Ishak. War bemüht die Bälle abzuholen, auch wenn nicht alles gelang (nur 1 von 8 Zweikämpfen gewonnen), dennoch ein Gewinn für den Club, da er stets in Richtung Tor zog. Hätte so bei korrekter Regelauslegung einen Elfmeter herausgeholt, erzielte das 1:1.
Mikael Ishak 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Ungewöhnlich hohe Zweikampfquote (63%), die wohl aber auch aus Defensivkopfbällen bei gegnerischen Ecken herrührt. Hing extrem in der Luft, tat aber auch nichts dagegen.

34 Gedanken zu „Analyse: Passive Würzburger am Ende bestraft #FWKFCN #FCN

  • Die Noten bewegen sich insgesamt im ausreichenden Durchschnittsbereich, analog der Tabellen-Situation. Ein kleines Polster nach unten, aber noch nicht gesicherter Klassenerhalt. Wer hätte zu Saisonbeginn gedacht, dass der Club 4 Spiele vor Schluss noch rechnerisch absteigen kann? Würzburg jedoch zeigte, dass das Nervenkostüm der Mannschaft sehr fragil ist. Punktet nächsten Spieltag die unten stehende Konkurrenz und verliert der FCN gegen den VfB, beginnt das große Nervenflattern, Ausgang offen.

     

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    Mein Club sorgt bei mir zunehmend für ambivalente Gedanken, eine gewisse Ratlosigkeit hat sich bei mir eingestellt. Graue Zukunftsaussichten, wenig Hoffnung auf Besserung. Oder bin ich zu sehr Schwarzseher, sind nur meine Ansprüche zu hoch für diesen bedeutungsarmen Club?
     
    Der Kader besteht zu großen Teilen aus den Spielern, die vor 1 Jahr noch heftig am Tor der ersten Liga anklopften. Spielen aber seit Monaten eher wie ein Anwärter auf einen Abstiegsplatz. Junge, technisch und taktisch modern und bestens ausgebildete Spieler wurden erfreulicherweise sukzessive in die Mannschaft eingebaut, doch das Niveau bleibt weiterhin spielerisch absolut bescheiden, behäbig und arm an Ideen.
     
    Aber kann Köllner in so kurzer Zeit das wieder gut machen, was unter Schwartz verbockt wurde? Attraktiveres und stabileres Spiel statt Gebolze lässt sich nicht in wenigen Wochen einüben. Doch haben nicht Trainer wie Favre oder Nagelsmann gezeigt, dass dies möglich ist? Eventuell wird der Kader des FCN aber auch völlig überschätzt und AB hätte nie mehr als den Klassenerhalt als Saisonziel ausgeben dürfen? 
     
    Ja, der Club schleppt einen Schuldenberg und DFL-Auflagen mit sich herum und muss entsprechend bei Neuverpflichtungen auf Ablösefreiheit und ein günstiges Gesamtpaket setzen. Und hoffen, dass nicht nur die wenigen Leistungsträger verkauft werden (Ablöseeinnahmen), sondern auch die gut verdienenden, schwächelnden Spieler (Einsparungen). Und die kostenlosen Neuzugänge müssen den Kader nicht nur auffüllen, sondern im Optimalfall in Spitze und Breite verstärken. Ein äußerst ambitioniertes Vorhaben. Also scheint für die nächsten Jahre Geduld angebracht, die Entwicklung einer eingespielten Mannschaft mit Potential benötigt Jahre. Aber hat der Club diese Zeit überhaupt, mit Liga-Platz abhängigen TV-Geldern und sinkenden Zuschauereinnahmen? Mit finanzkräftiger Konkurrenz, die jedes Talent sofort weg kauft. Abstiegskampf wäre mMn nicht verwunderlich. Aber hat der FCN nicht noch immer einen überdurchschnittlich hohen Etat? Müsste dann nicht mehr drin sein als die Vermeidung des Super-Gau? Sollten die Ziele nicht trotzdem ambitioniert bleiben, weil nur der auch viel erreicht, der sich viel vornimmt? Und ist das Potential des Kaders nicht eigentlich ein höheres, verglichen z.B. mit Mannschaften wie Fürth oder Heidenheim? Und müsste ein Club wie der Club nicht einen größeren Anspruch haben als ein Verein wie Sandhausen oder Aufsteiger Dresden? Oder wäre dies unrealistisch und überheblich? Oder zeigt der Club gar zu viel Demut und zu wenig Selbstbewusstsein?
     

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    • Das Ziel nächstes Jahr muss der Wiederaufstieg sein und sonst nichts. Alles andere ist eine Enttäuschung und wird dazu führen, dass der Club immer tiefer absacken wird. Man braucht sich nur Kaiserslautern oder 1860 anschaun, die mittlerweile dauerhaft unten drin hängen. Mit dem Stürmchen, das der Club im Moment zur Verfügung hat, wird die Mannschaft aber nächstes Jahr ganz klar gegen den Abstieg spielen. Ich hoffe, Herrn Bornemann und der Scoutabteilung ist dies ernsthaft bewusst.

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      • In welchem Utopia lebst du denn? Kriegt Bornemann die Spieler, die er benötigen würde um eine zum Aufstieg befähigte Mennschaft zusammenzustellen, geschenkt? Du verkennst die wirtschaftliche Lage des Club vollständig.

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    • Und müsste ein Club wie der Club nicht einen größeren Anspruch haben als ein Verein wie Sandhausen oder Aufsteiger Dresden?

      Ja das ist unrealistisch. Ja das ist überheblich. Weil es die Entwicklung über die letzten Jahre bei diesen Vereinen im Vergleich zu unserem Verein nicht berücksichtigt.

      Und sorry, wie oft noch: Schwartz hat das doch immer so schön aufgelistet, wieviele Spieler wie verloren haben, die für Torgefahr standen. Wenn man keinen hat (oder jetzt nur den gerade wieder genesenen Teuchert), dann kann man eben nicht erwarten, daß wir torgefährlicher sind.

      Ich finde es schon auffällig, daß mit Schäfer die Abwehr zumindest weniger Gegentore kassiert als unter Kirschbaum. Wobei am Anfang der Saison auch Schäfer mehr Probleme hatte.

      Im übrigen solltet ihr euch Hollerbach mal anhören nach dem Spiel auf Sky: da weigerte er sich, dem Reporter zu erklären, weshalb seine Mannschaft in dieser Rückrunde so wenig Punkte holt.

      „das würden Sie nicht verstehen“.

      Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier für ein shitstorm über den Clubtrainer reinbrechen würde, wenn der ähnliches sagen würde.

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    • Oder zeigt der Club gar zu viel Demut und zu wenig Selbstbewusstsein?

      Vielleicht neigen auch einige der Fans zum Größenwahn?

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    • Aber kann Köllner in so kurzer Zeit das wieder gut machen, was unter Schwartz verbockt wurde? Attraktiveres und stabileres Spiel statt Gebolze lässt sich nicht in wenigen Wochen einüben. Doch haben nicht Trainer wie Favre oder Nagelsmann gezeigt, dass dies möglich ist? Eventuell wird der Kader des FCN aber auch völlig überschätzt und AB hätte nie mehr als den Klassenerhalt als Saisonziel ausgeben dürfen?

      Bei Nagelsmann habe ich nicht verfolgt, inwiefern sich die Spielanlage verändert hat, bzw. wie schnell.

      Bei Favre muss ich aber definitiv widersprechen. Dieser hat in Gladbach zunächst alles darauf ausgelegt, hinten stabil zu stehen, und es mit einem Haufen 1:0-Siege, nicht wenige davon auch recht glücklich, geschafft, die Klasse zu halten. Die fußballerische Weiterentwicklung gabs dann erst in der Folgesaison, wo dann auch Leute wie Reus oder Herrmann richtig durchgestartet sind, die für einen derartigen Fußball aber auch prädestiniert sind.

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      • Nagelsmann als Beispiel ist nie gut. Ich kann ja auch Ishak nicht mit Suarez vergleichen, obwohl die die gleiche Position spielen. Nagelsmann ist ein Jahrhunderttalent, dagegen stinkt wahrscheinlich jeder an.

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        • Ich bin davon überzeugt, dass jünger Spieler leichter von jüngeren Trainern lernen, oder auch jüngere Trainer einen besseren Draht zu jüngeren Spielern haben.
          Bei Nagelsmann würde ich aber noch warten bis es mal nicht mehr so optimal läuft und das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
          Zudem hatte Hoppenheim schon einen Kader von dem andere Vereine und Trainer nur träumen können. 😉

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      • Hatte Köllner nicht unlängst gesagt, dass „so einen wie Bulthuis jede Mannschaft bräuchte“ (also sinngemäß)?
        Ich konnte aber verstehen, warum er nicht gespielt hat. Man erinnere sich an seine Aussetzer im Spiel gegen Aue.

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        • Köllner hat das mit dem „zu emotional“ sehr ausführlich erklärt. Er fand die Stimmung rund um das Spiel eh schon sehr aufgeregt und wollte diesmal hinten Spieler stehen haben, die mehr Ruhe (in ihrer Art) repräsentieren. Wie auch Brecko grundsätzlich. In anderen Spielen sei etwas mehr Emotionalität sehr wünschenswert. Kurzum: Er habe viele gleichwertige Spieler und suche mit dem Trainerstab dann aus, was wohl am besten zu Gegner und Spiel passt.

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  • Abstiegskampf wäre mMn nicht verwunderlich.

    Nicht nur „nicht verwunderlich“, sondern das, womit man zu rechnen hat. Denn der Kader wird in der nächsten Saison nicht qualitativ besser sein als der gegenwärtige, mit dem in der Rückrunde bislang 14 Punkte in 13 Spielen erzielt wurden. Sollte der Punkteschnitt nicht erhöht werden, steht am Ende der nächsten Saison der Abstieg in die dritte Liga.

    (Ich gehe mal davon aus, dass in dieser Saison der Abstieg sportlich und am grünen Tisch vermieden wird.)

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  • Das war mal wieder ein hervorragender Männerausflug, der nur durch ein Clubspiel getrübt wurde.
    @Manni der Libero: Vielen Dank für den Sektempfang am Bahnhof und die hervorragende Organisation vor Ort, es hat mal wieder richtig Spaß gemacht!
    Uns Kategorie C Fans (Der Schwager, Woschdsubbn, Tom und meine Wenigkeit, also gefürchtete Kampfmaschinen) haben Menschen in schwarzen Uniformen ohne Namenskennzeichnung wegen angeblicher Überfüllung der Gegengerade mit freundlichen Worten in den Gästebereich komplimentiert. Bis auf die Gitter, die auch im Zoo für das Löwengehege verwendet werden können und im Sichtbereich auf das Spielfeld angebracht waren, hatten wir einen optimalen Blick auf den Himmel und den Boden.

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    • Ist aber verständlich, wenn man diesen Bericht über den Marsch liest. Habt ihr davon auch was mitbekommen?

      Muß der Verein da auch wieder mit Strafen seitens der DFL rechnen? Oder werden diesmal direkt die bestraft, die von der Polizie festgenommen wurden?

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      • Da haben wir überhaupt nichts mitbekommen. Wegen dieser Gestalten fahren wir prinzipiell mit dem ICE und nicht mit dem RE.

        Auffällig war allerdings eine enorme Polizeipräsenz in der Innenstadt nach dem Spiel, die uns sehr gewundert hat.

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      • Es war ein absolut friedliches Fest von Fans mit Club- und Kickersschals, die fast alle auch Clubfans sind.

        Wir hatten nach dem Spiel viele nette Gespräche mit „dem Gegner“. Die extreme Polizeipräsenz war mit schleierhaft, ich freue mich auf das nächste Auswärtsspiel bei unseren fränkischen Brüdern.

        Zur Berichterstattung in den lokalen Medien in WÜ: Manfred hält die Stadt durchsetzt von Kleinbürgern und Spießern. Es soll sogar regelmäßige Beschwerden bei der örtlichen Polizei geben, wenn im Stadion die Flutlichtmasten in Betrieb sind, da diese sich geblendet fühlen.

        PS: Die Legende, dass Armin ein ausgewiesener Weinliebhaber ist, wurde gestern nachdrücklich widerlegt, hatte er doch ein Weizen vor sich stehen. Aber vielleicht empfindet er der Frankenwein als ähnlich sauer wie die Altneihauser Feierwehrkapell’n 🙂

         

        PPS: @Armin: Cool, dass wir uns wieder mal getroffen haben!

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        • Solche Berichte von vor Ort lese ich immer wieder gerne – dankeschön! Mein Schwager (also nich DER, sondern halt meiner, also doch DER, äh…) lebt seit vielen Jahren in Rimpar, stammt aber aus Remscheid und tut sich bis heute schwer mit der unterfränkischen Mentalität, die wohl a weng „umpf“ is, sprich mufflerd😁
          Und bezüglich Wein, da muss ich jetzt eine – unbezahlte – Lanze für den Silvaner aus Castell brechen, den hab ich Biertrinker erstmals in Hamburg getrunken und dachte sofort „oha“! Nix sauer – fruchtig, ein feines Stöffchen!

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          • Eigentlich ist Unterfranken mit Veitshöchheim nicht umsonst die bayrische Faschingshochburg, oder denkst Du wir kommen nur an Fastnacht zum Lachen aus dem Keller ? 😉
            Franken hat für mich mittlerweile sowieso schon schottische Züge, jeder Clan wurstelt so vor sich hin. Dabei würde mir ein Club vollkommen reichen. 😀

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        • PS: Die Legende, dass Armin ein ausgewiesener Weinliebhaber ist, wurde gestern nachdrücklich widerlegt, hatte er doch ein Weizen vor sich stehen. Aber vielleicht empfindet er der Frankenwein als ähnlich sauer wie die Altneihauser Feierwehrkapell’n 

          When you are in Rome, do like the Romans do.

          Wenn ich in einer Brauereigaststätte bin bestelle ich nie Wein. Das hat nichts mit Wein im allgemeinen und schon gar nicht mit Frankenwein im besonderen zu tun. Nicht dass hier noch dubiose Gerüchte aufkommen und genährt werden 😉

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          • Ich freue mich echt immer darauf, wenn wir uns treffen, Da bist ein ganz feiner Kerl, Armin! (und auch Deine Körperlänge ist mir sympathisch, kein Mensch braucht diesen geschossenen Spargel ;-). Jungs werden lang, Männer wachsen auf Augenhöhe mit den Frauen)

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  • Wie Florian versprochen hier noch mein Wort zu Ishak. Ich fand den nicht „mangelhaft“, ein „ausreichend“ wäre für mich angemessen gewesen. Das mag viele Beobachter befremden, erklärt sich aber aus meinen Beobachtungen im Stadion, nachdem ich mich des öfteren mal seiner annahm. Er war bisweilen der einzige, der sowas wie Pressing ausüben wollte, forderte dazu auch seine Mitspieler auf und wurde schmerzlich allein gelassen. Auch deutete er (wie Löwen) des öfteren Laufwege an, die dann nicht bedient wurden. Und nach dem Gegentor kam fast kein einziger Ball aus dem Spiel heraus mehr halbwegs verwertbar über die Mittellinie.

    Was will man da einem Stürmer wirklich anlasten? Dass das dann trotzdem höchstens ein „befriedigend“ werden kann und aufgrund einiger Unzulänglichkeiten ins „ausreichend“ abrutscht, kann ich argumentativ noch nachvollziehen. Für ein „mangelhaft“ fehlt es mir aber schlicht an der Gelegenheit viel falsch zu machen.

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  • Die Meinung zu Ishak teile ich. Was soll denn ein Mittelstürmer der Prägung Ishak machen, wenn er

    keine Bälle bekommt, bzw. keinerlei Flanken in den Strafraum kommen. Auch stand er wirklich allein

    auf weiter Flur um die Verteidiger anzulaufen, bzw. läufst du dir da als einzige Sturmspitze „einen Wolf“,

    dass Ishak noch Luft nach oben hat ist auch klar, aber auch er braucht Spielpraxis. Ich denke ein Sturmpartner  wie Teuchert, würde ihm guttun.

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    • „…dass Ishak noch Luft nach oben hat ist auch klar, aber auch er braucht Spielpraxis. Ich denke ein Sturmpartner wie Teuchert, würde ihm guttun.“

      Vorbereiter aus dem Mittelfeld bzw. über die Flügel kommend ebenfalls.

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  • Die Analysen der vergangenen Spiele lesen sich in Summe mit Blick auf Möhwald so, als wolle er nicht verkauft werden – indem er unter seinen Möglichkeiten bleibt. Er ist ein Gesicht der schwachen Saison. Leider.

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    • Dennoch wird er uns gegen den VfB am Samstag schmerzlich fehlen.

       

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  • OT:
    Wie schreibt ein Bekannter:
    Die Legende kehrt 2018/19 zurück. Nein, nicht der Glubb, sondern DERBYSTAR, der Ball der Bälle.

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    • Aber nur, weil sich diese arrogante Streifenfirma in Herzogenaurach auch hier freiwillig zurückzieht und stattdessen nur noch auf die Elitehappenings der FIFA und UEFA konzentrieren will.

      Vielen lieben Dank an Manni den Libero für die Orga in Würzburg. Sehr schade, daß wir als bedrohliche Horde dann in den Gästeblock ausgesondert wurden und deshalb nach dem Spiel nicht mehr zum Treffpunkt mit Armin und Alpenmichl kommen konnten.

      Was ich durch den dicken Zoozaun so sehen konnte, war zum Großteil grausiger Fußball. Mit schlechtesten Beispiel voran ging wieder Brecko. Weshalb ist der eigentlich Kapitän?!

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      • Der Hool von heute trägt Siberlocke, ein großes Kompliment an die Sicherheitskräfte der Besatzer aus Nordtirol!

         

        Aber da der Club diese Saison ähnlich interessant ist wie innermongolische Diskussionen um die Höhe des Kindergeldes, ficht mich das oder der Zaun aus einem Elefantengehege momentan nicht an.

         

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