Bitteres Ende unter widrigen Umständen

Der 1. FC Nürnberg unterliegt trotz der wahrscheinlich besten Saisonleistung mit 2:3 gegen den VfB Stuttgart.

Der Vorzeichen vor diesem Spiel standen einmal mehr nicht gut für die Mannschaft von Michael Köllner. Erneut musste der Oberpfälzer kurzfristig die Mannschaft wieder umbauen – dieses Mal war es Georg Margreitter der kurzfristig wegen privaten Gründen ausfiel. So begann der Club mit Kammerbauer (Rückkehr nach Rotsperre), Bulthuis rückte für Margreitter in die Innenverteidigung und in der Offensive standen Hufnagel, Salli und Teuchert für den gesperrten Möhwald und verletzten Kempe in der Startelf. Ishak wurde nicht für den Kader berücksichtigt.

Von Beginn an zeichnete sich ab wie der 1. FC Nürnberg gegen den spielstarken Aufstiegsfavoriten agieren wollte. Der FCN stand tief und lauerte auf schnelle Konter über die einzige Sturmspitze Cedric Teuchert, der in diesem Spiel auch sein Debüt in der Startelf gab. Dies hatte zur Folge das sich die Schwaben trotz Ballbesitz und Feldüberlegenheit schwer taten vor das Tor von Raphael Schäfer zu kommen. Erst in der 23. Minute konnte Maxim den Oldie im Tor des 1. FC Nürnberg ernsthaft prüfen, doch dieser reagiert gut. Zwei Minuten später ist die Defensive des VfB Stuttgart nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Teuchert völlig überrumpelt, der angespielte Behrens hatte in Folge keine Probleme den Ball an zwei verdutzen VfB-Verteidigern zum 1:0 ins Netz zu schieben. Das Tor setzte weitere Kräfte beim 1. FC Nürnberg frei, für den es nun etwas einfacher wurde da die Schwaben nun gefordert waren. Aber aus dem Spiel heraus gelang den Stuttgartern weiterhin fast nichts während es der Club weiterhin mit Kontern versuchte. Es folgte wohl eines der schönsten Tore in dieser Saison für den 1. FC Nürnberg. Teuchert bekam die Kugel weit vor der Mittellinie und setzte sich im anschließenden Sololauf gleich gegen mehrere halbherzig agierende Spieler des VfB Stuttgart bis zum Sechzehner durch und netzte den Ball fulminant zum 2:0 ein. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeit, da die Stuttgarter weiterhin nicht in den Strafraum des FCN kamen und der Club kurz vor dem Halbzeitpfiff auch noch eine gute Chance durch Salli liegen ließ.

Stuttgarts Trainer Wolf reagiert in der Pause und brachte mit Ginczek einen zweiten Stürmer. Es war gerade eine Minute gespielt da schockte ein Elfmeter den Club. Mühl foulte den freistehenden Terodde im Strafraum, der den fälligen Strafstoß selbst und sicher verwandelte. Kurz darauf kam es noch dicker für Köllners Elf. Nach einer Ecke von Maxim köpfte der kurz vorher eingewechselte Ginczek, dem der kleine Kammerbauer keine Probleme bereiten konnte, zum Ausgleich ein. Zwei Gegentore binnen drei Minuten. Der VfB Stuttgart hatte nun mit 15.000 mitgereisten Fans, die ordentlich Stimmung machten, Rückenwind und der taumelnde Club brauchte eine gute Viertelstunde um sich von diesem Schock zu erholen. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel in dem die Hausherren dem dritten Tor näher waren als die Gäste. Langerak fischte einen Kopfball von Löwen in höchster Not aus dem Winkel (63.), danach hatten Salli und Behrens gute Chance den 1. FC Nürnberg wieder in Führung zu bringen (67., 68.). Danach blieb die Partie zwar weiterhin spannend, nennenswerte Möglichkeiten gab es aber auf beiden Seite nicht mehr wirklich. Bis zur 91. Minute, gerade als der vierte Offizielle die Tafel mit angezeigten drei Minuten Nachspielzeit hochhielt holte der VfB Stuttgart zum Lucky Punch aus. Ginczek legte den Ball per Kopf auf Terodde in den Strafraum ab, dieser fand den eingewechselten Florian Klein der den Ball ins lange Eck zum 2:3 einschob.

Bitterer hätte es nicht kommen können. Der 1. FC Nürnberg zeigt unter widrigen Umständen – Ausfall von Margreitter, erneuter Stimmungsboykott im unteren Teil der Nordkurve – vor 43.000 Zuschauern eine bemerkenswerte Leistung gegen den Top-Aufstiegsfavoriten und geht in letzter Minute als Verlierer nach Hause.

40 Gedanken zu „Bitteres Ende unter widrigen Umständen

  • Bestes Spiel der Saison so macht der Stadionbesuch Spaß und weckt etwas Optimismus für die nächste Saison.
    Negativ aufgefallen: die beleidigen Leberwürstchen in der Nord. Tssssss

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    • Also da wo ich in der Nordkurve stehe im Block 1, gibt es nur noch Spott für diese Pseudofans. Ganz ehrlich, da singt die ganze Nordkurve plus Teile der Gegentribüne und Haupttribüne und nur diese beleidigten Idioten in den Ultrablöcken machen gar nix. Dann sollen sie ihren Block halt räumen und Leute hinlassen die wirklich wegen dem Verein und nicht aufgrund von Selbstprofilierung ins Stadion gehen.

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      • ist mir so aus der Seele gesprochen!! Diese Ultras mit ihrem dämlichen Dauersingsang!! Wie die Kinder. Brauchen wir die wirklich?

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  • Ich war heute auch begeistert. Zwar schon schade, dass wir unnötigerweise nicht einmal den einen Punkt mitgenommen haben, aber die Art und Weise, wie wir heute die Mischung zwischen tief stehen und Konterspiel gefunden haben, hat Spaß gemacht.

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  • War heute ein toller Fußballnachmittag, leider mit nicht so guten Ausgang. Wir hatten schon den einen Punkt verdient. So kann man sich wieder auf das nächste Spiel freuen. Bitte weiter so.
    Nur der Ultrakindergarten geht mir sowas von auf den Sack. Sollen lieber im Sandkasten spielen als sowas. Das hat keine Mannschaft verdient

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  • Schade, aber die letzten beiden Tore des VfBäh gingen zum Großteil auf das Konto unseres Torwartoldies.
    Beim ersten Tor blieb er, wie so oft in seiner Karriere, auf der Linie kleben, obwohl der Ball in seiner nächsten Nähe im 5er an ihm vorbeiflog und auch beim 2:3 war der lange Ball in Richtung langer Pfosten auf Ginczek, gefühlte Minuten in der Luft. Auch da hätte Schäfer genug Zeit für eine Reaktion gehabt.

    Wann kommt Bredlow!?

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    • Zum Glück müssen wir nur noch 3 Spieltage aushalten und danach kommt auch Bredlow. Ich wüsste nicht wann ich das Saisonende jemals so herbei gesehnt hätte wie heuer.

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      • Genial, auch wenn die Brohdwerschd vom Innungsmeister Ammon imho unerreicht sind in der Würze. Aber die vom Kallert koh mer schoh mohl essn.

        Des wird nix mehr, mit unserem letzten Saisonziel, die Fädder noch einzuholen.  🙁

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    • Die nächste Nähe sah vielleicht vom Platz aus so aus, die Ecke fliegt aber an die Fünferlinie und zwischen Ball und Schäfer sind vier Verteidiger, die er umräumen hätte müssen. Fehler ist da, dass Kammerbauer gegen Ginczek steht. Klar, es gibt Torhüter, die da rauskommen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er über einen der Verteidiger fällt und dann am Ball vorbei fliegt ist schon hoch. 3:2 ist ganz komisch, aber seh da eigentlich auch keine Möglichkeit, wie er hinkommen soll, der Ausgangsball ist so hoch, landet dann am „langen“ Fünfereck, da stehen wieder drei Verteidiger, die sich dann recht leicht ausspielen lassen. Ein Bredlow hat vielleicht das 2:2, weil er generell anders rauskommt und deshalb die Ecke anders verteidigt wird und n anderer Torwart steht beim 3:2 besser, aber so wirkliche Fehler seh ich tatsächlich nicht. Natürlich auch, weil Schäfer nie ins Risiko geht beim Rauslaufen und dadurch nie so ganz blöd aussieht.

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    • Hab es mir jetzt angesehen. Seh da Schäfer bei beiden nicht in der Schuld. Bei der Ecke kannste dich so oder so (falsch) entscheiden. Wenn der zweite Pfosten besetzt ist, ist das normal kein Problem. Und beim 2:3 machen sie das halt auch individuell viermal besser als ihre Gegenspieler.

       

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  • Es war couragiert. Man hat dagegengehalten. Als Zuschauer bekommt man einen Hoffnungsschimmer auf eine neue junge Mannschaft, die sich in der nächsten Saison weiterentwickeln könnte, so wie Protagonist Teuchert das nach seiner Rückkehr aus der Rekonvaleszenz eindrucksvoll tut.   Schade, dass er nicht verlängern möchte!

    Nun aber gilt es, den verlorenen Chancen nicht nachzutrauern und vor allem nicht zu glauben, man sei auf Augenhöhe mit den Großen (der 2. Liga, wohlgemerkt). Nächstes Spiel in Sandhausen – klingt wie immer einfacher als es ist. Und da muss man den Hintern zusammenkneifen und konzentriert fighten bis zum Abfiff, nicht nur bis zur 90. Minute.

    Was Schäfer betrifft: Beim 2:3, bei einer solch langen Flugbahn könnte er wirklich rausgehen und zupacken. Aber das ist eben sein Manko, er macht es partout nicht.
    Alles in allem wäre ein Punkt mehr als verdient gewesen.

    Schön, dass die A-Jugend ihre Partie auswärts beim VfB heute mit 3:2 gewonnen und damit definitiv den Klassenerhalt gesichert hat. Gratulation!

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    • Als Zuschauer bekommt man einen Hoffnungsschimmer auf eine neue junge Mannschaft, die sich in der nächsten Saison weiterentwickeln könnte, so wie Protagonist Teuchert das nach seiner Rückkehr aus der Rekonvaleszenz eindrucksvoll tut.   Schade, dass er nicht verlängern möchte!

      Genau das ist das Problem mit dem Jugendstil. Junge Spieler haben eben die größte Wertschöpfungskette im Turbokapitalismus Profifußball.

      Sobald ein junger Spieler mal durchbricht, da reichen manchmal schon ein paar Tore  wird er Spekulationsobjekt der größeren Vereine. Man müßte ja permanent neue Talente entdecken, um selbst auch einen sportlichen Wert daraus zu schöpfen. Bein den sportlichen und finanziellen Möglichkeiten des FCN finde ich war es klar, daß Teuchert wohl von genug Leuten bequatscht wird sich zu „verändern“. So wie sich der FCN derzeit darstellt ist er auch im „Jugendstil“ nicht konkurrenzfähig gegen die finanziell besser gestellten.

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      • Gehen wir davon aus, dass Teucherts Tor von gestern ihn gleich mal um einiges hat teurer werden lassen.

        Sowohl in Sachen Ablösesummen als auch in Sachen Gehaltsvorstellungen.

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  • kann es sein, dass der Club für Kutschke 1,5 Mios aufgerufen hat? Angebl. weiß man das in Dresden. Wer hilft?

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    • 1,5 Mio für 16 Tore + x? Das kann ich mich r nicht vorstellen, dass der Verein ihn für verhältnismäßig kleines Geld kampflos verschachert. Wenn sie noch 6 Wochen warten und bei den Vereinen klar ist, wer im Sturm geht und Vereine Interesse bekunden, ist für Kutschke deutlich mehr drin.

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      • 1,5 Mio für 16 Tore + x? Das kann ich mich r nicht vorstellen, dass der Verein ihn für verhältnismäßig kleines Geld kampflos verschachert. Wenn sie noch 6 Wochen warten und bei den Vereinen klar ist, wer im Sturm geht und Vereine Interesse bekunden, ist für Kutschke deutlich mehr drin.

        Glaube eher weniger, es war seit langem mal eine gute Saison von ihm und er wird 29 dieses Jahr.. Bei einem jungen Spieler ist ein Refinance ein Weiterverkauf eher wahrscheinlich und man kann bisschen in die Vollen gehen bei der Verpflichtung bei Kutschke eher nicht. Transfermakt taxiert derzeit auf 750 Tsd was auch schon ordentlich ist, glaube 1,5 Mio sofern sie im Raum stehen wird es nicht geben für ihn.
        Falls Teuchert verkauft wird, da er nicht verlängert ich befürchte das deutet sich leise an, sollte man evtl. über einen Kutschke Relaunch 4.0 unter neuem Trainer in Nbg nachdenken. Dann müßten die Verantwortlich mal mit ihm reden, was aber keiner tut.

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      • 1,5 Mio. € sind kleines Geld für einen 29-Jährigen, der außerhalb Sachsens noch nie funktioniert hat, der eine gute Saison im Profifußball hat und durch relativ schwierigen Charakter aufgefallen ist? Für mich ist die Einschätzung eine Verkennung der Marktlage. Wenn nicht irgnedwie ein englischer Zweitligist auf ihn aufmerksam wird, halte ich siebenstellig für relativ utopisch.

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        • Das ist doch immer eine Frage der Not und Alternativen. Es gibt kaum Mittelstürmer mit guter Bilanz „für kleines Geld“ auf dem Markt. Gerade für Vereine, die nicht international spielen oder einen Kühne in der Hinterhand haben. Ohne Alternativen zahlt man eben das Geld. Ich erinnere an dem Hasebe-Transfer bei uns (halbes Jahr Vertrag) oder Aichner (1860). Terrodde (mit besserer Bilanz als Kutschke) ging für 3 Mio. zu Stuttgart.

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        • Als „schwieriger Charakter“ hat sich Weiler erwiesen, der ihn nicht einbauen konnte und demnach Geld für den Club vernichtet hat, weil er ihn regelrecht demontiert hat. Natürlich sind 1,5 Mio. utopisch, aber man sollte jetzt Dresden Kutschke nicht für kleines Geld rüberschieben, wie man das so oft getan hat. (siehe Cohen nach Ingolstadt, Esswein nach Augsburg). Dresden ist nächstes Jahr ein Konkurrent für den Club und Kutschke ist ihr bester Stürmer.

          Ich befürchte auch, dass der Club im Sommer Teuchert abgeben muss. Es es doch offensichtlich, dass Teuchert ein großes Talent ist und beim Club seinen Vertrag nicht verlängert. Dass er 2018 ablösefrei gehen könnte, ist keine gute Option. Es gibt auch genug Bundesligisten, die 1,5 -2 Mio haben, um ihn im Sommer als „Versuch“ zu verpflichten.

          Ein Problem ist auch, dass Ishak überhaupt kein Bein auf den Boden bekommt. Es muss doch möglich sein, ihn in drei Monaten in Form zu bringen. Es scheint aber auch so zu sein, dass er vielleicht für die 2.Liga nicht geeignet ist. Bälle festmachen kann er jedenfalls nicht. Auf alle Fälle müssen seine bisherigen Leistungen nachdenklich machen.

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  • War live beim Spiel und teilweise begeistert. Hätte ich der Mannschaft nicht zugetraut. Beim letzten Spiel wo ich live war, gegen den KSC habe ich nicht viele Offensivaktionen gesehen. Aber die volle Punktzahl. Beeindruckt hat mich, wie der Glubb nach dem Ausgleich zurückkam. Sehr schade. Habe meinen Nebenleuten aber gesagt, wir brauchen die 3:2 Führung um einen Punkt zubekommen. Hatte leider recht behalten. War in Block 14. Das mit der Stimmung hat diese junge Mannschaft nicht verdient. Teilweise kam die Stimmung auch unorganisiert ordentlich auf. Aber sicher fehlt was. Obwohl ich den Dauersingsang nicht vermisst habe. Absolut nicht verstehen kann ich, wie sich viele DEPPEN über die Bielefelder Führung gegen Fü gefreut haben?!?!?!
    Auch wenn ich fast 300 km Anfahrt habe, kenne ich mich mit der Rivalität ganz gut aus. Ganz sicher ist der Klassenerhalt noch nicht. Deshalb hat mich der Fü Ausgleich sehr gefreut. Sehr wichtig, wenn ich mir die Tabelle ansehe. Kann mich erinnern, dass schonmal eine Mannschaft an einem Spieltag von Platz 12 auf 16 gefallen ist. Dumm nur das es der letzte Spieltag war…

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    • Absolut nicht verstehen kann ich, wie sich viele DEPPEN über die Bielefelder Führung gegen Fü gefreut haben?!?!?!

      Das war zu Bundesligazeiten in Bezug auf Bayern München genauso. Da haben sich auch viele gefreut, wenn ein Abstiegskonkurrent des Clubs gegen Bayern gewonnen hat, und zwar auch dann wenn er dadurch in der Tabelle am Club vorbeizog. Aber was soll man da tun? Man muss halt mit Leuten, die zu klarem Denken nicht fähig sind, leben. Nicht nur im Fußball…

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  • Leider macht eine Schwalbe noch keinen Sommer!!! Ich hoffe, dass Bornemann jetzt endlich mal gute Arbeit abliefert. Das heißt , das schnellstmöglich die Trainerfrage geklärt wird und der Kader steht. Das  man zumindest in der 2. Liga einigermaßen mithalten kann.

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    • Leider ist Stand heute nicht einmal der Verbleib in der 2. Liga bislang gesichert – und das macht es ungleich schwerer, mit der Planung vorzupreschen. Das, was da bislang abgeliefert wird (Verlängerungen mit Sabiri und Lippert etc…), ist wohl genau das, was Du unter „schnellstmöglich“ subsumierst. Denn solange Du nicht weißt, ob Du für Deinen nächsten Geburtstag eine Party schmeißen oder nur die bucklige Verwandtschaft einladen kannst, so lange weißt Du auch nicht, ob Du in der Lebensmittelabteilung vom KaDeWe oder bei Aldi einkaufen musst.

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    • „Dass man zumindest in der 2. Liga einigermaßen mithalten kann???“. Das heisst, Du wärst zufrieden, wenn der Club nächstes Jahr den 9. Platz erreicht, die „Graue Maus“ der 2. Liga wird? Das kann nicht dein ernst sein. Anspruch muss das Ziel des Wiederaufstiegs sein und sonst gar nichts. Wenn man dann zum Ende der Saison nur 4. oder 5. wird, dann ist das halt so. Man muss aber bis zum schluss um den Aufstieg mitspielen. Das ist das Mindeste, was man erwarten kann. Selbst Fürth hat dieses Ziel, oben mitzuspielen!!!

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        • Wenn man als clubfan diesen Anspruch nicht mehr hat sollte man den Verein wechseln

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          • Versteh ich dich richtig: Als Clubfan muß man den Anspruch haben, mit einem mittelmäßigen, noch in der Entwicklung befindlichen Zweitligakader aufzusteigen?

            Sorry, das ist genau die Überheblichkeit, die Vereinen das Genick bricht. Aufstieg ja, Erfolg ja, aber doch nicht zwangsläufig sofort. Entwicklungsarbeit bedingt eben auch mal ein, zwei, drei Jahre Geduld.

            Sonst wirst du jedes Mal den Fehler machen, bei einer Ergebniskrise den Trainer trotz guter Entwicklungsarbeit zu entlassen und mit dem nächsten Trainer wieder von vorne anfangen zu müssen. Sisyphos läßt grüßen

             

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  • Genau lesen was Hans schreibt und ich genauso sehe man sollte den Anspruch haben um den Aufstieg mitzuspielen ob man aufsteigt ist die zweite Frage. Mit der Leistung vom Samstag kann zumindest nächste Saison vorne mitspielen die sogenannten dreijahrespläne haben doch noch nie funktioniert. Bei unserer finanziellen Situation muss man jede Gelegenheit nutzen .

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    • Wenn ich um den Aufstieg mitspielen will, kann ich auch aufsteigen. Wenn ich das erwarte bin ich enttäuscht, wenn die Mannschaft sich die Saison über im Mittelfeld tummelt. Und wenn es ein paar schlechte Spiele gibt (was man einer jungen Mannschaft zubilligen muss), dann wird der Trainer in Frage gestellt. Obwohl es eine ganz normale Phase ist.

      Wann gab es bei uns denn Mal einen Mehrjahresentwicklungsplan? Nie.

      Wie kommst du darauf, daß solch ein Plan noch nie funktioniert hat? Andere Vereine haben es damit geschafft (Freiburg, Mainz, …).

      Die Anforderung an Mannschaft und Trainer, von Beginn einer Saison an um den Aufstieg mitzuspielen, obwohl sie realistisch gesehen noch nicht soweit sein können, erstickt einfach jede Entwicklungsarbeit.

       

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      • Wann ist deiner Meinung nach nach eine Mannschaft soweit um um den Aufstieg mitzuspielen wenn sie so weit ist sind doch längst die besten Spieler von den Völlers und eberls weggekauft. Bestes Beispiel ist doch jetzt schon wieder teuchert dessen Berater sich weigert den Vertrag zu verlängern

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      • Wenn ich um den Aufstieg mitspielen will, kann ich auch aufsteigen. Wenn ich das erwarte bin ich enttäuscht, wenn die Mannschaft sich die Saison über im Mittelfeld tummelt. Und wenn es ein paar schlechte Spiele gibt (was man einer jungen Mannschaft zubilligen muss), dann wird der Trainer in Frage gestellt. Obwohl es eine ganz normale Phase ist.

        Wann gab es bei uns denn Mal einen Mehrjahresentwicklungsplan? Nie.

        Wie kommst du darauf, daß solch ein Plan noch nie funktioniert hat? Andere Vereine haben es damit geschafft (Freiburg, Mainz, …).

        Die Anforderung an Mannschaft und Trainer, von Beginn einer Saison an um den Aufstieg mitzuspielen, obwohl sie realistisch gesehen noch nicht soweit sein können, erstickt einfach jede Entwicklungsarbeit.

        In dem schnelllebigen Profifußballgeschäft gibt es keine mehrjährigen Masterpläne ohne das notwendige Kapital. So einen Masterplan kann vielleicht der RB Leipzig aufstellen in dem Wissen das notwendige Kapital und die Möglichkeiten sie umzusetzen sind dauerhaft fest gegeben zb. beim Durchmarsch. Ein Verein wie der FCN wird immer mit überraschenden Abgänge von Spielern und auch Trainern (wie Weiler) aus der Bahn geworfen werden.  Der FCN muss zwar schon auf gute Arbeit (was die anderen 35 Profivereine genauso versuchern) aber ansonsten auf Glück und Gott vertrauen bei den leeren Kassen jemals wieder eine Auftstiegschance zu haben. Mit Glück meine ich daß zb. 3-4 Talente gleichzeitig in einer Saison voll einschlagen und ähnliches. Was fast schon einem 6er im Lotto gleichkommt.

        Wir sind jetzt 3 Jahre in der 2. Liga und ich befürchte es wird mindestens nochmal so lange dauern bei den katatstrophalen finanziellen Situation bis man überhaupt mal wieder an die 1. Bundesliga ernsthaft denken kann vielleicht auch länger.

        Jugendstil gibt es nicht, daß ist eher ein Märchen, weil die guten spätestens nach 1 Saison von den größeren weggekauft werden. (Siehe 1860 die Benders, Weigl, oder siehe KSC mit Çalhanoğlu usw. für die abgebende Vereine ohne Effekt am Ende, bei uns bald Teuchert) , Die Mischung wird es ausmachen aus erfahrenen Spielern die in der 1. Liga nicht mehr zum Zuge kommen und jungen Spielern.

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  • Beate, das mit der Geduld ist jedoch unfassbar schwer, wie ich an mir selbst täglich aufs Neue feststellen muss. Mit Optimismus gehe ich vom Klassenerhalt aus, auch wenn die Situation mich schon an eine Spielzeit erinnert, an deren Ende sich Günther Koch vom Abgrund gemeldet hat. Richte meinen Blick auf die Zukunft. Sehe die langfristig schwierigen Verhältnisse, mit denen unser Club klar kommen muss.

    Rechne somit nicht mit Neuzugängen der Kategorie echte Verstärkung. Sehe aber auch den Punkteschnitt, den die Mannschaft ohne Burgi geholt hat. Verdränge die aufkeimende Abstiegsangst und versuche positiv zu denken. Während die Fürther unter Radoki vom Schnitt her den Aufstieg ins Visier nehmen können. Heidenheim ebenfalls das Ziel hat. Vereine mit kleinerem Haushalt. Und unser FCN sich nach unten orientiert. Richtung graue Zone und Bedeutungslosigkeit. Und noch immer Ingolstadt und Augsburg in der ersten Liga spielen bzw. bei Abstieg den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben haben. Der Club unter ferner Liefen.

    Das sind die Momente, was den Club betrifft, wo die Geduld und ich nicht besonders gut miteinander klar kommen.

    Und so ungefähr scheint es vielen zu gehen. Egal wo ich zufällig Gesprächen lauschen darf oder mich mit Menschen unterhalte, Geduld herrscht fast nirgends vor. Und dem entsprechend sind die Leute vom Abschneiden des FCN enttäuscht. Wobei auch allen bewusst ist, dass die nächsten Jahre keine Besserung eintreten dürfte. Was für Resignation und Lethargie sorgt. Was sich wiederum in der derzeitigen Stimmungslage widerspiegelt.

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    • Die Situation nach dem 31.ST ist heute eine völlig andere als ’99, nicht nur, was die Liga-Zugehörigkeit betrifft.
      Damals war der Club 16. mit 2 Punkten Rückstand auf 12, und von den Teams von 12 bis 18 waren von den restlichen 21 Spielen nur 8 direkte Duelle.
      Heute ist der Club 9. mit 6 Punkten Vorsprung auf 15, und von den Teams von 9 bis 15 sind von den restlichen 21 Spielen 16 direkte Duelle.
      Sollte der Club den Abstieg noch schaffen, wäre das eine Sensation, die Fußball-Deutschland noch nicht gesehen hat. Sehr unwahrscheinlich, ein amtierender Meister oder Pokalsieger ist schließlich auch noch nie abgestiegen, das wäre ja auch irgendwie albern…😁

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      • Beim Club wäre es keine Sensation. Da muss man auf alles gefasst sein und das weißt Du ja auch, darum Dein Kommentar so verfasst. Wie war es beim Abstieg aus der 1. Liga? Man brauchte nur ein paar Pünktchen, um den HSV einzuholen und wie verhext schafften sie es nicht. Und letztes Jahr, wie war es mit Duisburg? Zuhause verloren. Eine Niederlage wie ein Kropf und eigentlich nicht möglich. Ich denke schon, dass der Club mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hat, aber die Möglichkeit, dass wir trotzdem Drittletzter werden, ist ist bei dieser Mannschaft trotzdem mehr gegeben, wie bei einer anderen. Und der Club ist doch auch als Meister und selbst als Pokalsieger abgestiegen. Im Negativrekordejagen macht dem 1.FCN niemand was vor.

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        • Drittletzter… Du bist ja ein unverbesserlicher Optimist!

          Man kann es sogar so hinrechnen, dass wir noch Vorletzter werden können! :mrgreen:

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          • Das wär natürlich dann schon etwas zu weit hergeholt und mehr als ein Supergau. Der Club hat schon viele Hämmer geschafft und seine Fans fast zur Verzweiflung gebracht, aber das ist unmöglich, selbst bei allergrößten Pessimismus.

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    • Wie viel Geduld wird denn noch gefordert? Und wenn wir dann in die 3.Liga absteigen, hören wir wieder den gleichen Text von „neuer Mannschaft“, „braucht Zeit“. Wir lügen uns doch seit dem Abstieg in die eigene Tasche. Immer gibt es Ausreden. Woanders (Heidenheim, Fürth, Sandhausen, Dresden) holen Manager kontinuierlich mehr aus einem noch geringeren Budget raus. Woanders greifen Trainerwechsel sofort (Fürth, Sandhausen). Warum klappt es woanders und bei uns nicht? Das hat doch nichts mit einer überzogenen Erwartungshaltung des Umfelds zu tun. Das ist das nächste Alibi. Wir werden auch nächstes Jahr kein Budget eines Abstiegskandidaten haben, jedoch weitere Altlasten entsorgt haben. Warum also sollte uns Bange sein, wenn wir nicht gleichzeitig dauerhaft mit Personalentscheidungen daneben lägen: Schwartz, Bornemann, Grethlein und der gesamte AR. Man kann sicher keiner Partei ein Top-Zeugnis ausstellen. Anders wäre auch die Abwärtsspirale nicht zu erklären. Sehr sehr gerne lasse ich mich eines besseren belehren und erlebe, wie die Ishak auf einmal Bälle stoppen und knippsen. Gerne erlebe ich, wie Bornemann positive Überraschungstransfers tätigt. Und noch lieber bin ich aus dem Häuschen, wenn wir nächste Saison ohne Burgstaller im oberen Mittelfeld ohne Rumpelfußball mitspielen. Dann hat ja Köllner auch den Kader planen und eine komplette Vorbereitung machen können. Wahrscheinlich bin ich aber als alter Glubberer einfach nur zu sehr gebranntes Kind und denke negativ…

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