Ermüdungsbruch: Die Ultras, der Verein und der ganze Rest

Ein Kommentar von Alexander Endl

Der Stimmungsboykott der Ultras im Stadion bei den Heimspielen des FCN sorgte für eine spürbare Fraktur der Beziehungen zwischen Club und Fanszene, wobei der Club weitaus weiter definiert zu verstehen ist als die reine Vereins-Funktionsebene. Den Stimmungsberichten vor Ort wie auch den Verlautbarungen in den diversen sozialen Medien zu entnehmen wurde aus dem Zwist zwischen Vereinsvertretern und Teilen der aktiven Fanszene nun ein Bruch auch zwischen der breiten Fansbasis und den Ultras.

Es geht hier nicht um die Aufarbeitung der Historie wie der Ausgangspunkt der Dissonanzen überhaupt zustande kam, dies wäre sowieso zum Scheitern verurteilt, weil man beiden Seiten nie gerecht werden könnte, es geht um die Auswirkungen auf Gegenwart und Zukunft. Rund um Nürnberg scheint man an einem gewissen Scheideweg angekommen zu sein, wie man mit der aktiven, aber nicht unumstrittenen eigenen Fanszene unter der Ultra-Flagge umgehen soll. Ohne Zweifel sind die Mühen und Anstrengungen für den Verein und weit darüber hinaus, wie das Engagement auch bei Spendenaktionen oder ihr wertvoller Beitrag im Bereich Jugend- und Sozialarbeit, unbenommen (siehe auch „Ultras im Abseits„), die Schattenseiten allerdings sind mindestens ebenso bekannt wie benannt, schmerzlich begleitet durch finanzielle Strafen nach Pyro-Aktionen und Fan-Ausschreitungen. Aber auch der Support selbst war nie unumstritten, denn der Kampf auf den Rängen um die Vorherrschaft im Stadion mag einen Reiz haben und wurde zuletzt sogar von Köllner in diversen Statements als wichtig für die Mannschaft definiert, begann aber schon seit längerer Zeit für den eher neutralen Stadionbesucher Sinnfragen zu stellen. Wozu eine (nicht spielsituations-bezogene) Dauerbeschallung, wenn dieser Support nicht auf das Spiel selbst einzahlt? Ob dies dem Akteur am Platz nutzt, kann man nur vermuten. Dem Otto-Normal-Besucher selbst scheint sich die Logik zu verschließen und ihm final sogar die Antwort naheliegen, dass dieser Gesangsteppich, der sich seit Jahre über die Stadien zieht, eher dafür sorgte, dass eine gruppendynamische Fan-Unterstützung in den Stadien gänzlich verlernt wurde. Die zaghaften, am Ende aber dann auch gescheiterten Versuche im Zuge des Stimmungsboykotts der Nürnberger Fans in den Heimspielen gegen Aue und Stuttgart mögen da Beleg sein.

Die Ultras haben nun offenbar Gesprächsbereitschaft in Richtung des Vereins signalisiert und selbiger sich nicht verschlossen gezeigt. Gut denkbar also, dass die Gründe für den aktuellen Stimmungsboykott bald der Vergangenheit angehören und man hier den Weg in die Zukunft beschreitet. Ob der Bruch zwischen der Fanbasis außerhalb der Ultras und der Gruppierung selbst zu kitten sein wird, darf mindestens in Frage gestellt werden. Die Hintergründe liegen dazu tiefer und haben sich schleichend entwickelt. Befeuert sicher durch einige markante – aus der Szenenlogik heraus begreifbare, aber außerhalb nicht verständliche – Ereignisse der vergangenen Jahre, wie die Trikot-Aktion gegenüber der Mannschaft oder der nächtliche Parkplatz-Einsatz noch unter Martin Bader, ebenso wie durch häufige schmerzhafte Zahlungsverpflichtungen der jüngeren Zeit während dem Verein das Wasser sprichwörtlich bis zum Halse stand. Dies und die schwelende unterschiedliche Auffassung über Fan-Support während eines Spiels zum einen und das Selbstverständnis über die wahren Ideale eines Fans im Besonderen haben an der nun offen zu Tage tretenden Abneigung gegeneinander lange gearbeitet.

So komisch es in Anbetracht des initialen Konflikts zwischen Verein und Ultras klingen mag – und da steht der FCN derzeit nicht alleine da, denn man hört von vielen Vereinen von ähnlichen Konflikten -, es wird am Verein selbst liegen, ob man die eigenen Fans wieder unter ein Banner einen kann und wie man die Mischung aus Entgegenkommen und Grenzen aufzeigen hinbekommt. Gelingt dies nicht, könnten die Konsequenzen weitgehend sein, denn die Dominanz seitens der Ultras über die Stimmungshoheit im Stadion und das Selbstverständnis beim Überschreiten von Regeln ist so manchem auf höherer Ebene längst ein Dorn im Auge und ließ DFL-Chef Seifert jüngst zu drastischer Wortwahl greifen: „Es steht außer Frage: Die Verhaltensweise von einigen Fans ist asozial — das hat nichts mehr mit kritischer Meinungsäußerung zu tun“. Seifert macht dabei diese ständigen Grenzüberschreitungen auch für die immer weiter greifenden Sanktionen gegen alle Fans verantwortlich: „95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten herumlaufen. Wenn das alles nötig ist, um die vermeintliche Fußballkultur zu schützen, sollten wir darüber nachdenken, was wir unter Fußballkultur verstehen.“ (Zitate sport1.de) Es droht also durchaus, dass man ligaübergreifend die aktuelle Lage als Gelegenheit nutzt, um hier eine Art „Flurbereinigung“ zu betreiben, wie das in vielen anderen Ligen schon vollzogen wurde. An deren Ende stand eine tiefgreifende Veränderung der Fankultur: Weg von lautstarkem und buntem Support hin zur gemäßigten Mischung aus Sympathisanten, Konsumenten und Event-Publikum. Dies kann aber nicht im Sinne einer lebendigen Fanszene sein.

In Nürnberg wird man wieder eine Balance finden müssen, denn ohne Zweifel gehört eine aktive Ultra-Szene zum FCN und ist nicht nur ob der bisweilen spektakulären Choreographien sowie dem beeindruckenden Auswärts-Support ein Gewinn für alle. Der nun zu eskalieren drohende Konflikt, der nun die Fronten von zwischen ‚Verein und Ultras‘ auf ‚Ultras gegen Verein und den Rest‘ erweitert hat, hat aber auch gezeigt, dass die Ultras selbst im Wortsinne „mit dem Feuer spielen“ und die Unterstützung bzw. zumindest die Akzeptanz der Fanbasis auch verlieren können. Und dieser Konflikt wäre dann mit einem klärenden Gespräch nicht zu beheben. Eine Fanszene, die sich in internen Querelen selbst aufreibt, ist instabil und angreifbar.

Die nahende Sommerpause sollte, den hoffentlich nur noch formal zu vollziehenden Akt der Sicherung der Klassenzugehörigkeit einmal vorausgesetzt, dazu dienen alle Gemüter und Eitelkeiten zu beruhigen. Diese Saison und die zum Teil bitteren Erlebnisse der jüngeren Zeit, vom Abstieg aus Liga 1 bis zur Erkenntnis des ganzen Ausmaßes der Vereinsprobleme plus der verpasste Aufstieg, haben Spuren hinterlassen und müde und gereizt gemacht. Das wäre zumindest verständlich. Mit etwas Abstand, so ist zumindest zu hoffen, steht auch in der neuen Saison an einem Spieltag einzig und allein die Unterstützung der Mannschaft auf dem Platz im Mittelpunkt. Wer diesem Grundsatz nicht eindeutig und unumwunden folgen kann, sollte sich vielleicht ganz generell ein anderes Hobby suchen.

34 Gedanken zu „Ermüdungsbruch: Die Ultras, der Verein und der ganze Rest

  • Vielen Dank Alexander – ich denke, du sprichst viele wichtige Dinge an. Ich fand es gerade in den letzten Spielen einfach schade – gerade im Hinblick auf den guten Auswärtssupport – dass eine gemeinsame Unterstützung ausblieb. Den Support vom „Rest“ fand ich unter den Umständen aber gar nicht so schlecht. Und man konnte auch eine gewisse Entwicklung in den drei Spielen feststellen – soll heißen: Mittelfristig könnte auch dieser Support einigermaßen „schlagkräftig“ werden. Wäre schon geil, wenn das Potential „gemeinsam“ genutzt würde. Dafür müssten die Ultras aber auch von ihren Allmachtsfantasien wegkommen und den „Rest“ mit einbeziehen.

    Was ich aber noch zu bedenken geben will: Bisher ist es nur ein vager Eindruck – aber wenn sich Machtverhältnisse in der Kurve ändern, könnten auch Gruppen aus der Versenkung kommen, gegen die Kritikpunkte wie Dauergesang, Pyro und die ein oder andere bescheuerte Halbstarken-Aktion echte Lappalien sind. Denn die neuen Wortführer, die jetzt Lieder und „Ultras raus“ anstimmen sind sicher nicht nur nette Normalo-Fans, die mit Kind und Kegel zum Club gehen und mit denen wir hier uns gerne Nachmittags zum Kaffee trinken treffen. Nicht vergessen: Diese bösen Ultras sind die, die das U-Bahn-Lied, die Juden- und Affengesänge (weitgehend) aus den Stadien verbannt haben. Also: Wer „Ultras raus“ schreit, sollte bitte auch darauf schauen, wer deren Platz einnimmt – und nicht erst am Ende wieder jammern.

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    • Diese bösen Ultras sind die, die das U-Bahn-Lied, die Juden- und Affengesänge (weitgehend) aus den Stadien verbannt haben. 

      Das halte ich für Geschichtsklitterung. Als alter Sack, der ich bin, kenne ich auch noch die prä-Ultra Zeiten.
      Und für mich hat da niemand etwas verbannt, sondern mit der Ultra-Bewegung ist einfach eine neue Art von Jugend-Kultur damals in die Stadien eingezogen und hat andere Subkulturen, wie die Hooligans oder die Kutten sprichwörtlich ganz alt aussehen lassen. Und natürlich muß man sich als neue Subkultur am Anfang gegen die Alten abgrenzen …

      Mittlerweile segeln aber unter dem Fähnchen der Ultras doch auch viele Grüppchen mit, die man früher als Hools bezeichnet hätte bzw. deren politische Ausrichtung dem ursprünglichen Ultra-Gedanken (falls es sowas jemals gegeben hat) zuwider laufen.

       

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      • Dass auch die (Nürnberger) Ultra-Szene nicht frei von rechtem Gedankengut ist, halte ich für realistisch. Und ich persönlich hätte nichts gegen eine deutlich anti-rassistische Grundhaltung (im Gegensatz zur Mär von der „unpolitischen“ Haltung). Trotzdem gibt es meines Wissens dort keine solcher offenen Bekundungen.

        Übrigens: Was du „Geschichtsklitterung“ nennst ist weitgehend Konsens in der Fanforschung – nur als Info.

        Und wie gesagt: Ich möchte ja nicht vorgreifen, sondern nur zu Bedenken geben, dass man darauf achten sollte. Gerade wenn das schärfste Argument die „Sachbeschädigung durch Graffiti an Autobahnbrücken“ ist, wie ich es ständig lese 😉

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        • Trotzdem gibt es meines Wissens dort keine solcher offenen Bekundungen.

          Das habe ich zumindest auch nicht behauptet und das macht den Umkehrschluß aber auch keinen Deut richtiger.

          Übrigens: Was du „Geschichtsklitterung“ nennst ist weitgehend Konsens in der Fanforschung – nur als Info.

          Nur so als Info, „die (deutsche) Fanforschung“ ist keine wissenschaftliche Disziplin wie z.B. Experimentalphysik an der tausende von Akademiker sich weltweit abarbeiten und die universell geltende Regeln postuliert, sondern die Spielwiese von Prof. Pilz und einer Handvoll anderer Personen, die meist im Auftrag des DFB und staatlicher Institutionen handeln.
          Als Religionsersatz und unumstößliche Weisheiten eignen sich die „Ergebnisse der Fanforschung“ daher denkbar schlecht.

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          • Es ist eben Soziologie und die Ergebnisse dementsprechend nicht so (vermeintlich) „unumstößlich“ wie die in naturwissenschaftlichen Bereichen. Trotzdem ist es ein Versuch der Annäherung, dem ich – mit Verlaub – mehr Wert als deinem subjektiven Eindruck beimesse (was übrigens nicht heißen soll, dass er falsch sein muss). Zum Religionsersatz wird er deshalb aber nicht, also jedenfalls nicht für mich.

            Trotzdem gibt es meines Wissens dort keine solcher offenen Bekundungen.

            Das habe ich zumindest auch nicht behauptet und das macht den Umkehrschluß aber auch keinen Deut richtiger.

            Nichtsdestotrotz finde ich den Zustand „keine offenen Bekundungen“ trotz solch vorhandener Haltungen, besser als offene Bekundungen. Deshalb habe ich das erwähnt, nicht um dich zu widerlegen.

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    • Wenn der „Rest“ sich besser organisieren würde, beispielsweise mit Magafon, könnte man mit Sicherheit einen ähnlichen Support wie die Ultras erreichen. Deshalb sollte es auch im Interesse der Ultras liegen diesen Boykott möglichst schnell zu beenden, da bei einer besseren Organisation des „Rests“ ihre eigentliche Funktion bzw. Notwendigkeit verloren geht.

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      • Ich halte es für hanebüchen von dem Normalo auszugehen, der die Rolle des Ultra übernimmt, sich organisiert und den Support übernimmt. Für mich gibt es nicht den Normalo, ..die Nicht-Ultras sind vielschichtig.

        Eher seltener bei uns zu finden, der Eventfan. Er sitzt z.b. für 70 EUR pro Spiel in der Allianzarena, hat vorher im Fanshop 150 EUR ausgegeben, nimmt die Tüten mit ins Stadion, isst Frühlingsrollen und holt weitere Getränke und Essen im Wert von 30 EUR für sich und den Partner. Er geht dazu 3x während des Spiels raus, steht bei jedem Tor 20 sek. auf um höflich zu klatschen und Selfies zu machen. Um schneller nach Hause zu kommen geht er in der 80. Minute, egal wie das Spiel läuft. Der Lieblings-„Fan“ von Uli Heoness.

        Häufiger kommt bei uns der Losgelassene vor, er darf mal alleine ohne Frau los, geht mit mehrere Kumpels ins Stadion. Die Fanlieder kennt er und versucht diese im Halb- oder Vollsuff von sich zu geben, ist aber nicht textsicher und hält deswegen nicht lange durch. Je nach Stimmung kann es passieren, dass er aber auch schon zu Spielbeginn kaum mehr in der Lage ist koordiniert zu agieren. Beim Tor wirft er mindestens einen Bierbecher 2 Reihen nach vorne.

        Der Moserer, …nicht nur eine typisch fränkische Figur. Er hat sich viel vorgenommen und kritisiert von Anfang an. Anfeuern gibt es in der Form nicht, vielleicht mal eben kurz im Eifer des Gefechts. Eigentlich geht es ihm mehr darum den Spielern mal so richtig den Marsch zu blasen. Als Fussballfachmann würde er sowieso alles besser machen.

        Die nächste große Gruppe sind die 1960-1975 geborenen. Ob Rocker, Popper, Hopper..der Babyboomer ist in Block4 aufgewachsen, hat die große Generation beim Glubb mitgeprägt und seine Leistung bereits erbracht. Er sympathisiert, obwohl er es nicht zugibt, mit der Nachfolgegeneration, also den Ultras, wobei früher schon alles besser war. Er ist oder war in einem oder mehreren Fangruppierungen organisiert. Aber beim Allez-Allez, wenn er eingebunden wird,ist er dabei, zeigt Geschlossenheit und freut sich auch über Oldies wie „imma wieda…“.

        Dann gibt es noch Familien, Rentner, Schiris zu Besuch u.v.m. Alles in Allem eine heterogene Mischung, die sich aus meiner Sicht nie organisieren kann und wird. Ohne UN wird es max. Ahs und Ohs geben, kurze Gesänge von 15-20 Sek. Mehr ist nicht drin. Finde übrigens auch, dass die UN keinen monotonen Singsang macht. Je nach Spielsituation wird es auch lauter, frenetischer und enthusiastischer.

        Freuen würde ich mich, wenn die, die aus Trotz und Protest während des UN Beukotts Alles versucht haben (im Rahmen der Möglichkeiten), künftig mit 7/9/11 GEMEINSAM unser Team anfeuern.

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        • Es ist natürlich schwer zu vergleichen, trotzdem würde mich beim Club über eine Arbeitsteilung freuen, wie sie bei Union stattfindet.Als Erstes haben sie eine klare identität-Ost (Berlin) -könnte es beim Club ja auch geben: Franke.Beide Gruppen fühlen sich latent benachteiligt…

          Dann gibt es die Ultras, auf der Waldseite und die „Normalos“ auf der Gegengerade, die teilweise aber bis auf die Haupttribüne reicht.

          Die Ultras sind klar zuständig für Choreos und eine Vielzahl von Liedern,sozusagen den Hauptsupport, trotzdem gibt es situationsbedingt extrem laute Union Wechselgesänge (wenn es gerade mal nötig ist) und bei erfreulichen Zwischständen eine , auch meist minutenlange Schal-Wedel-Wechselaktion.

          Und, manchmal geht der Impuls auch von der Gegentribüne aus und die Ultras stimmen ein- ohne beleidigt zu sein das das nicht ihre Idee war.

          Soweit die positiven Aspekte.Negativ gibt es allerdings auch, das meist nur auswärts, oft auch „nur“ bei der zweiten Mannschaft (öfterer Kontakt mit alten Ostrivalen).

          Nur irgendwie wird das dann innerhalb geregelt, ohne öffentliche Konfrontation zwischen Verein und Ultras.

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  • Die aktuelle Situation unglaublich gut analytisch zusammengefasst – perfekt geschrieben.
    Danke an den Autor, ich als „Normalo“ kann all dem nur zustimmen – ULTRA-Bewegungen sind äußerst wichtig, für jeden Verein und die Mannschaft.

    ABER, und das ist wichtig, FÜR den Verein, und nicht zu seinen Lasten!
    In den Vereinsstatuten wie auch den Vereinbarungen mit den OFCN-Fanclubs gibt es ganz klare Richtlinien hinsichtlich Verhaltensweisen, Gewalt, und auch Pyro etc. – PYRO ist nun einmal verboten und wird nicht legal, wenn man(n/ Frau) es jedesmal wieder einsetzt.
    GEWALT, GEWALTVERHERLICHUNG und auch BÖLLER gegen andere, gerade wie bei dem KSC-Hinspiel (bei einer 3:0-Führung unseres CLUB !!!) gehen einfach zu weit.

    Ich erhoffe mir viel von den kommenden Tagen/ Wochen, dem möglichen Gesprächen MIT dem Verein, MIT der Mannschaft, und letztendlich FÜR den CLUB!!!

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  • Ich kann beide Seiten nicht verstehen. Was macht es für einen Sinn

    – während des Spiels gegen Ultras zu hetzen, auf sie zu spucken oder Bier zu schmeißen, nur weil sie den Support eingestellt haben anstatt auf das Spiel zu achten und die Mannschaft zu unterstützen. Sollen sie doch lieber mal zeigen, daß sie es besser können. Ich würde mal unterstellen, nicht wenige von denen verbringen ansonsten die Zeit im Stadion damit über Spieler herzuziehen und Bierbecher auf Schiedsrichter und Gegner zu werfen. Irgendwie auch nicht unbedingt das, was man gemeinhin als situationsbezogenen Support versteht.

    – ins Stadion zu gehen und demonstrativ emotionslos rumzustehen. Für mich ist das was anderes als Stimmungsboykott durch Ultras. Sie können ja gern ihren organisierten Boykott einstellen, wenn sie meinen, daß das ihren Zielen nützt. Aber daß sich soviele Menschen vorschreiben lassen, ob sie jubeln, wütend oder sonstwie aufs Spielgeschehen reagieren? Gehen die wirklich ins Stadion, um den Club spielen zu sehen?

     

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  • Danke Alex, wesentlich differenzierter geschrieben als der Hofer-Kommentar auf nordbayern.de. Dort hat er sehr feinfühlig sich mit der Ultra-Szene in Nürnberg beschäftigt. Aber nur, um dann alle Nicht-Ultras als Bier-und-Bratwurst-Fans zu pauschalisieren, die kurz vor Anpfiff erst kommen, nur pöbeln und kritisieren und 5 Minuten vor Abpfiff schon zum Auto rennen.

    Auf alle Fälle muss etwas passieren, die derzeitige Situation wird sicher kein Nährboden für mitreißende Leistungen auf dem Platz oder gar ein aufbrandendes Zuschauerinteresse sein. Denn unterm Strich gibt es im Augenblick doch wirklich nur Verlierer…

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  • Klasse Kommentar, Alexander! Und dazu sehr passende Gedanken von Soeren!

    Müsste ich mich zwangsweise zwischen Ultras und rechten Einbahnstraßengehirnen mit Aggressionsvordergrund entscheiden, fiele mir die Wahl leicht. Lieder wie „Türkenblut an deutschen Stiefeln“ will ich mir auf dem Weg vom Stadion zur S-Bahn nie mehr anhören müssen! Doch sind die Schlägereien von Teilen der Ultras wirklich besser, nur weil sie weniger politisch oder rassistisch motiviert sind? MMn ist Gewalt grundsätzlich dumm, egal aus welchem Lager sie kommt!

    Aber so positiv ich den einstigen Grundgedanken der Ultra-Bewegung als einer Art Fan-Kultur finde, so gespalten stehe ich dem gegenüber, was sich mittlerweile daraus entwickelt hat. Bisher konnte mir im persönlichen Gespräch noch keiner der Ultras schlüssig begründen, wie sich der Anspruch treuester Club-Fan zu sein damit verträgt, den FCN durch bewusste Aktion über Geldstrafen zu schädigen. Einerseits ist der Club des Wichtigste für den Ultra, andererseits stellt er eigene Grundsätze dogmatisch über das Wohl des FCN. Wie sich das verträgt? Geht es nicht eigentlich darum, den Club zu unterstützen? Oder geht es (wie schon Ayatollah Khomeini sagte) letztlich immer nur um Macht?

    Im Idealfall finden die Ultras wieder zurück zu ihren Wurzeln als oberste Supporter des FCN. Mit intelligenten und situativen Anfeuerungsrufen. Würden die Club-Ultras dies hinbekommen, hätten sie sicher im deutschen Fußball ein absolutes Alleinstellungsmerkmal! Bitte aber nicht weiter diesen einschläfernden und eintönigen Schalala-Singsang. In der städtischen Mehrzweck-Arena, die für alles taugt, aber nicht als stimmungsvolles Fußball-Stadion, verpufft dies komplett.

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  • Die Ultras haben sich in den letzten Jahren mehr als verändert. Wurde früher zwar auch Schwachsinn getrieben, konnte der normale Supporter drüber hinwegsehen, da hier nicht Ansatzweise die Dimensionen der letzten Jahre erreicht wurde. Die Körperlichen als auch finanziellen Schäden die durch deren Verhalten entstehen sind meiner Meinung nach mittlerweile untragbar. Ich selbst habe erlebt, wie die UN94 bei Heim- als auch Auswärtsspielen ihre eigenen Leute bedroht hat bzw. sogar handgreiflich wurde.

    Zum Support: Klar ist es Schade das nicht mehr von der UN Supportet wird. Allerdings kann es auch gut sein, das sich hier moderatere Gruppen bilden welche das Leading in der Kurve übernehmen. Es ist doch egal ob das Situationsbezogen oder 90 Minuten lang ist. Wenn gewisse Situationen am Platz entstehen steigt die ganze Kurve mit ein, von daher passt der Mix der bis vor kurzem im Stadion stattgefunden hat.

    Würden die Ultras mal ihren Mann stehen, würden Sie von sich aus auf die Fanszene und den Verein zugehen. Damit könnte man sich auch von üblichen Ultras Gruppierungen mal abheben. Aber dafür sind die Jungs in einem viel zu großen Tunnel. Es interessieren halt nun mal lediglich die eigenen Interessen.

     

     

     

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  • Der Verein ist der Star. Um ihn geht es und um Nichts bzw. Niemanden anderes. Er bestimmt die Regeln. Jeder, der das beachtet, ist herzlich willkommen, insbes. wenn er für tolle Stimmung sorgt. Jeder, der jedoch seine eigenen Regeln verfolgt, soll entweder die Strafen persönlich bezahlen oder weg bleiben. Ich wüsste da nicht, was es groß zu bereden gibt.

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  • Hallo! Hab eine Stehplatzkarte für das Sandhausen-Spiel am Samstag zu viel, würde sie zum Kaufpreis (13 Euro) abgeben. Bei Interesse bitte melden: Hartmut.11@gmx.de

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  • So, um mal wieder zum sportlichen zu kommen, eine kurze Zusammenfassung des heutigen kicker-Artikels über die Kaderplanung:

    – man plant fest mit Kirschbaum, Bredlow soll ihm Konkurrenz machen.
    – „Komplettieren wird das Duo ein weiterer junger Keeper“

    – Hovland und Bulthuis werden sich verabschieden
    – als Ersatz sollen ein erfahrener und ein junger Innenverteidiger kommen

    – Kein Bedarf bei den AV durch die Rückkehrer Valentini, Lippert und Leibold
    – Weiterverpflichtung von Djakpa „erscheint fraglich“

    – Evseev, Alushi, Parker und Hercher spielen in den Planungen keine Rolle
    – Hufnagel möchte man halten

    – Weiterverpflichtung von Matavz unwahrscheinlich
    – keine Angebote für Kutschke, wird zum 1. Juli zurückerwartet

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    • Ah, danke dafür. Bei Kutschke pokert der FCN. Kutschke versucht mit seinen Aussagen „will nicht zurück/zerschlagenes Prozellan“ die Vereine unter Handlungsdruck zu bringen. Da er beim FCN sicherlich nicht so funktionieren würde wie in Dresden, wäre ein Transfer mMn sinnvoller als seine Rückkehr. Wenns nicht klappt hat man aber einen Matvatz Ersatz. Interessant auch, dass man Hufnagel halten will. Überzeugt hat er mich bisher nicht, ähnliches gilt für Salli. Mit dem Quartett Sabiri/Kempe + Salli/Hufnagel wäre man aber ausreichend aufgestellt.

      Teuchert macht keine Anstalten in Richtung Vertragsverlängerung, Bornemann sagt aber: Ablösefrei wird er 2018 nicht gehen. d.h. Transfer im Sommer oder doch Verlängerung. Spannend wird auch, wer die beiden neuen IVs werden und ob sie einschlagen. Ein so großer Umbruch wie bisher wird diesen Sommer aber zumindest nicht anstehen und die Stamm 11 steht auch schon weitestgehend. Das beruhigt und macht mich sogar minimal zuversichtlich.

       

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      • Ich denke, dass man bei Teuchert wie bei Burgstaller verfahren wird. Transfer im Sommer, falls attraktive Angebote vorliegen. Falls nicht, dann im Winter. Es wäre toll, wenn man ihn mit für beide Seiten gewinnbringender AK verlängern könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Salli freiwillig halten möchte. Nur hat er einen Vertrag, aus dem man nicht herauskommt. Angebote wird er sicher nicht haben. Hufnagel überrascht auch mich. In dem wenigen Spielen hat er m.E. nichts gezeigt, was eine Verlängerung rechtfertigt. Wahrscheinlich sehen das die Trainer, die ihn täglich im Training erleben, besser. Plausibel für mich, dass sowohl Hovland als auch DB4 gehen. Viel zu teuer, gleichzeitig zu instabil. Ich würde Lasse Sobiech gerne bei uns sehen, der wahrscheinlich jedoch aufgrund des Klassenerhalts von Pauli noch einen Vertrag hat und somit keine Option wäre. Insofern besteht hier ein großes Risiko, wenn Bornemann wieder daneben liegt. Djakpa wird leider wohl ein besseres Angebot eines anderen Vereins annehmen. Ihn könnten wir auch wegen des langen Ausfalls von Lippert gut brauchen. Sepsi war für mich zu keiner Zeit eine Hilfe für die Mannschaft.

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  • Das größte Problem ist zur Zeit Teuchert. Sagt heute in Bild, er verlängere nicht. Das bedeutet: Entweder er pokert noch oder der Club muss ihn im Sommer verkaufen. Das wäre bitter, wenn er gehen müsste, weil sich gerade herauskristallisiert, dass er im Sturm die (!) große Hoffnung für die nächste Saison ist.

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    • Nein, das größte Problem ist, dass bei uns nicht raus ist, wie es nächste Saison weitergeht, also v.a. mit welchem Trainer. Köllner setzt stark auf Teuchert, vor allem auch lässt er ein Spielsystem spielen, in dem ein Spieler wie er gut in  Szene gesetzt werden kann. Das war ja unter Schwartz auch das Problem, dass er da einfach nicht gut ins System passte.

      Macht man nun nicht mit Köllner weiter und holt einen Trainer, bei dem ihm dann vielleicht wieder die Jokerrolle blüht, weil dieser einen Stoßstürmer bevorzugt, wird sich Teuchert sicherlich Gedanken machen. Macht man mit Köllner weiter, sehe ich die Chancen auf einen Verbleib deutlich höher an.

      Allerdings sind die zwei Möglichkeiten, Verkauf oder Vertragsverlängerung jetzt im Sommer, ja auch nicht alternativlos. Das Modell Burgstaller ist ja auch denkbar, der Markt für Teuchert wird sich bis zur Winterpause kaum verkleinern, eher verbessern, wenn er regelmäßig spielt. Man sollte auch bedenken, dass angesichts der geringen Einsatzzeiten die potenzielle Ablöse für Teuchert überschaubar sein dürfte (ich würde von etwa 1,5 Mio ausgehen). Das würde man wohl auch im Winter noch erzielen können. Aber je nachdem, wie es nächste Saison läuft, falls wir um den Aufstieg mitspielen können, hat man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Chancen auf eine Vertragsverlängerung.

      Ich würde Teuchert im Sommer definitiv nicht verkaufen, sondern darauf hoffen, dass man den Vertrag verlängern kann. Notfalls dann halt im Winter, wenn es anders nicht geht. Auch wenn es ärgerlich wäre, erneut in der Winterpause einen (potenziellen) Leistungsträger zu verlieren. Aber das Risiko, gänzlich ohne Ablöse baden zu gehen, sehe ich als ziemlich gering an.

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      • Vielleicht verlängern sie auch und er kann 2018 für eine festgeschriebene Ablösesumme gehen.

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  • Ermüdungsbruch, besser hätte man es nicht formulieren können. Und der Bruch geht einmal quer durchs Gemüsebeet.

    Mimimi,

    – der Club ist pleite
    – diese viel zu hohen Ansprüche des Umfeldes
    – die Qualität des Kaders
    – die bösen Ultras
    – die bösen Erfolgsfans
    – ich als Mitglied habe das Recht
    – der Aufsichtsrat soll
    – der Aufsichtsrat hätte
    – wir müssen
    – wir brauchen
    – wir hätten
    – Ausbildungsverein
    – Spielphilosophie
    – lange Pässe
    – …

    Irgendwann ist die Geschichte einfach erzählt.

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    • Eine Club Geschichte ist nie ganz erzählt..:-) da werden noch einige Kapitel kommen

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  • Wenn Würzburg morgen bei Fortuna gewinnt, und der Glubb morgen verlieren sollte, gibt es nächste Woche ein interessantes Spiel…. Auf das ich gerne verzichte…

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  • Sandhausen da war doch was in der Vorrunde. Ist Wiedergutmachung angesagt!?

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  • Ich glaub, dass das eine ganz banale Geschichte wird: Auswärtssieg, Klassenerhalt, fäddich.

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  • Erras ist zurück, jetzt den Mittag noch positiv gestalten und alles wird gut.😉

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  • Meine Herren! Jetzt ist Sankt Pauli tatsächlich vor uns! Sankt Pauli! Die hatten zur Saisonhalbzeit am 17. Spieltag mickrige 11, in Worten elf (!) Punkte und sahen wie ein GANZ sicherer Absteiger aus, während wir wegen 25 Punkten im Mittelfeld jammerten. Aber Pauli hamsterte fleissig 30 Punkte in der Rückrunde und bei uns kamen gerade mal unterirdische 10 dazu. Wie belschanov schon schrieb, eindeutig „die Bilanz eines Absteigers“ oder „We played a superbeschissene Sähsong“ würde ich dann frei nach Roman Weidenfeller behaupten.

    Irgendwie ist das für mich auch „dübbisch Glub“: Wir haben nie ein, zwei oder vielleicht drei Spieler, die eine Formkrise haben oder Langfristig bis Dauerverletzt sind. Nein, bei uns erwischt es immer gleich praktisch die ganze Stammmannschaft.

    Leibold versaubelt sich durch die persönliche Fehlentscheidung, die OP nicht gleich in der letzten Sommerpause vornehmen zu lassen, seine gesamte Saison. Behrens, in der Vorsaison in meinen Augen einer DER Garanten für unser stabiles und kompaktes Spiel und auch noch eindeutig ein Kandidat für die erste Liga, dümpelt im unteren Mittelfeld herum, wie auch die Vielzahl der Kollegen. Seien es Möhwald oder die gesamte Defensive, die im vorherigen Jahr brillierten und dieses Jahr vieles bis alles schuldig blieben. Der Pechvogel Erras verletzte sich so schwer, daß er nahe vor der Berufsunfähigkeit stand. Ein fitgespritzter Sepsi konnte sicherlich linksaußen heuer nicht glänzen. Margreitter stand von 31 möglichen Spieltagen nur bei viel zu wenigen 14 auf dem Feld. Hovland, für mich der einzige Innenverteidiger, der mit einen schönen Diagonalball in die offensive Spitze, das Spiel anständig eröffnen kann, hat die Lust verloren und/oder rennt schon länger seiner Normalform hinterher. Kirschbaum scheint nach seinen Verletzungen inzwischen auch auf der „überbezahlter Bader-Vertrag“-Ablöseliste gelandet zu sein oder wie sonst lässt sich die Rückkehr von Schäfer ins Tor erklären? Neuverpflichtete oder ausgeliehene Hoffnungsträger enttäuschten bisher durch die Bank. Und so weiter und sofort.

    Auffällig finde ich das schon: Die einzigen Spieler, die irgendwie ein normales Niveau erreichen oder vielleicht eben nicht durch spielentscheidende, katastrophale Fehler in der Defensive oder Offensive (Kirschbaum, Sepsi, Bulthuis, Schäfer, Salli, Brecko, Behrens, Möhwald…..) negativ herausstechen. sind unsere eigenen Nachwuchskräfte. Mühl nenne ich da einfach elegant die Ausnahme meiner Theorie oder Regel. Der war oftmals einfach nur „die ärmste Sau“ in der Viererkette. Den Elfmeter gegen Stuttgart verursachte er von meiner Sichtweise im 16er aus, völlig unabsichtlich, da er sich auf den Ball konzentrierte und den hinter ihm befindlichen Terodde gar nicht sehen konnte.

    Meiomei unser Glub halt. Und wieder kaufe ich mir eine Dauerkarte, obwohl ich weiß, daß in der nächsten Saison mit nur wenig Besserung oder großen Erfolgen bei gleichzeitig gestiegenen Eintrittspreisen zu rechnen ist.

    Was bleibt einem auch schon übrig?

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