Analyse: Gefährliche Wasserspiele #FCN #FCNF95

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg vs. Fortuna Düsseldorf 2:3 (1:1) Der Club verliert sein letztes Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Düsseldorfer, da er aus Feldüberlegenheit zu wenig macht.

Die Analyse:

FCNF95-B
Startformation im assymetrischen 4-2-4

Der Club begann mit fünf U21-Akteuren in der Startelf (Kammerbauer, Mühl, Sabiri, Löwen, Teuchert) und stellte damit einen neuen Saisonrekord in der Zweiten Bundesliga auf. Taktisch problemlos zu sortieren war die Viererkette vor Raphael Schäfer, die (von rechts nach links) Kammerbauer, Mühl, Margreitter und Djakpa bilden. Davor agierten sechs weitere Spieler, die ständig Positionen wechselten. Dabei nahm Löwen meist den defensivsten Part ein und sollte das Spiel von hinten lenken. Davor kam Hufnagel meist über links, Behrens und Möhwald meist durch die Mitte und Sabiri und Teuchert eher über rechts. Taktisch aufgemalt war die fluide Formation wohl ein 4-2-4 mit Behrens als Sechser/Achter-Hybrid.

Genau jene Unberechenbarkeit und schnelle Positionswechsel stellten die Gäste zu Beginn des Spiels vor große Probleme. Immer wieder suchte der FCN den Weg flach über die Flügel und dann in den Rücken der Abwehr. Dabei machte der mit Spielbeginn einsetzende Platzregen es für die Nürnberger deutlich schwerer machte, die präzisen Flachpässe anzubringen. Dennoch ging der Club früh in Führung durch genau eine solche Kombination. Hufnagel spielte auf dem Flügel freigespielt auf Möhwald, der legte gekonnt zurück auf Sabiri und dieser vollendete zum 1:0. Sabiris fünftes Saisontor im achten Spiel in der Zweiten Liga. Der Club versuchte im Anschluss den zweiten Treffer zu erzwingen und damit den Gegner im Abstiegskampf weiter zu verunsichern. Dabei drängte er Düsseldorf tief in die eigene Hälfte, stand teilweise mit dem letzten Mann noch vor der Mittellinie.

So auch in der 27. Minute. Nach einem unachtsamen Ballverlust aus einem schlechten Freistoß stand deshalb Kiesewetter nach nur zwei Pässen frei vor Schäfer, welcher den Düsseldorfer zwar abdrängte, aber nicht mehr entscheidend, so dass dieser das Tor traf. Es zeigte sich mit diesen beiden Toren in der ersten Halbzeit eindrucksvoll, wo Probleme und Chance einer Spielweise liegen, wie sie Michael Köllner idealiter spielen lassen möchte. Das Clubtor zum 1:0 war hervorragend herausgespielt, zielte genau auf die Schwachstelle ab, die fast jede Abwehr hat, nämlich den Ball von der Seite in den Rücken. Für diese Spielweise hat der FCN eindeutig das Personal. Andererseits zeigte das Gegentor auch, dass die Mannschaft im Abwehrverhalten noch deutlich zulegen muss. Dadurch, dass die Abwehr so extrem hoch stand, um den Druck auf die Gegner in deren Hälfte zu erhöhen und auch zweite Bälle schnell erobern zu können, ergaben sich hinter der Abwehr bei unpräzisem Abspiel viele Räume, in die schnelle Spieler hineinstoßen können. Hier macht sich auch das Geschwindigkeitsdefizit in der Clubabwehr bemerkbar. Einzig Patrick Kammerbauer – siehe auch seine Rettungstat in Sandhausen – genügt hier den Sprintanforderungen uneingeschränkt.

Nach der Pause dann ein ähliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Der Club druckvoll und mit sehr viel Ballbesitz, allerdings nicht mit vielen zwingenden Chancen. Die beste Chance ergab sich da noch aus einem leichten Ballverlust der Düsseldorfer, durch den Teuchert frei vor Rensing auftauchte, sich dann aber abdrängen ließ. Ähnliches galt für Hufnagel, der kurz zuvor auch einen klaren Weg zum Tor hatte, dann aber auch nicht den sofortigen Abschluss suchte. So blieb vieles ansehnlich, aber eben ohne dass der Club die letzte Wucht entwickelte. Hier gilt es für die kommende Saison nachzusteuern, denn – ohne Michael Köllners „80% des Spielfelds bespielen wir schon gut“ bemühen zu wollen – bis in die Nähe des Strafraums war das Spiel oft ballsicher und präzise, ab dann wurden die Entscheidungen oft fahrig und ungeduldig, so dass man gerade beim Stand von 1:1 mehrere Bälle in den Vorwärtsbewegung verlor, die zu direkten Kontern der Düsseldorfer führten. Erneut eben weil man sehr hoch stand und so den Düsseldorfern viele Räume bot.

Das 2:1 für die Gäste fiel dann aber nicht, weil der Club zu hoch stand, sondern einfach, weil der ball im Aufbau in einer der verbleibenden Pfützen liegen blieb, als Mühl auf Behrens spielen wollte. Zwar ist Margreitters Abwehrverhalten gegen Hennings danach durchaus verbesserungswürdig, allerdings ist der Angreifer in einer solchen Situation meist in der besseren Position. Der Club ließ sich von diesem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, kam nur fünf Minuten später zum Ausgleich. Ausschlaggebend dabei der Pass von Eduard Löwen in den Lauf Kevin Möhwald. Dieser hatte dann zwar Glück, dass er beim Versuch den Ball an Rensing vorbeizulegen von diesem quasi angeschossen wird, dennoch ein sehenswerter, weil direkter Spielzug des Clubs. Beiden Teams war danach anzumerken, dass sie nicht mehr so recht wussten, ob sie nun in Richtung Sieg spielen sollten oder ob das Remis nicht doch in Ordnung wäre. Michael Köllner verschaffte Patrick Erras seine ersten Minuten nach ewiger Verletzungspause, schob dafür Eduard Löwen weiter nach vorne. Friedhelm Funkel dagegen verzichtete auf einen weiteren Wechsel, nachdem er Kaptän Fink durch Bellinghausen verletzungsbedingt hatte ersetzen müssen und vertraute der Mannschaft, die auf dem Platz stand.

Am Ende zurecht, wie sich herausstellen sollte. Allerdings erspielte sich die Fortuna das 3:2 nicht, sondern bedurfte eines Standards. Nach einer Ecke kam Madlung im Fallen zum Kopfball, seinen ungefährlichen Ball fälschten Behrens und Sabiri dann unhaltbar für Raphael Schäfer ab. Es sollte sein letztes Gegentor im Stadion zu Nürnberg sein, welches ab 2017/18 dann wirklich Max-Morlock-Stadion heißen wird. Auch dieses Gegentor wäre, wie die beiden anderen Gegentore leicht vermeidbar gewesen, in diesem Fall dadurch, dass Sabiri einfach vom Ball weggeblieben wäre oder aber der zweite Pfosten auch besetzt gewesen wäre. So verliert ein Spiel des FCN, das in vielen Kategorien – Ballbesitz, Passquote, lange Bälle, Zweikämpfe – hohen Zweitligaansprüchen genügte, in der Bewertung, da es in der einzig entscheidenden Kategorie – Tore – nicht zu Gunsten des Clubs endete. Es ergibt sich daraus ein zusätzliches Problem. Die Mannschaft belohnt sich nicht dafür, dass sie den Fußball so spielt wie Köllner es sich idealerweise vorstellt. Stattdessen gehen Spiele, die – rein statistisch – den Ansprüchen genügen, verloren. Psychologisch eine gefährliche Entwicklung.

Die Zahlen:

NürnbergDüsseldorf
2
Tore
3
12
Torschüsse
13
5
Schüsse aufs Tor
4
8
Ecken
2
66,7
Ballbesitz (%)
33,3
81,58
Passquote gesamt (%)
66,7
91,6
Passquote eig. Hälfte (%)
78,1
68,9
Passquote geg. Hälfte (%)
54,2
12,0
Lange Pässe (%)
29,0
54,65
Gewonnene Zweikämpfe (%)
45,35
14
Fouls
18
111,15
Laufdistanz (km)
112,84
0
Abseits
0

Trainerstatement:

„„Dass wir diese letzte Heimspiel mit 2:3 verlieren, ist furchtbar bitter. Wir wollten einen anderen Abschluss. Düsseldorf hat auf Fehler gelauert und wollte auf Konter spielen. Leider haben wir ihnen den Gefallen ein paar Mal getan. Ansonsten haben wir aber ein gutes Spiel abgeliefert, hatten ein gutes Passspiel und viel Ballbesitz. Leider haben wir es verpasst, aus unseren Chancen mehr Tore zu machen. Was die Mannschaft fußballerisch gezeigt hat, war wahrscheinlich das Beste, seit ich Trainer bin. Jetzt wollen wir in Kaiserslautern einen guten Saisonabschluss.““

Die Spieler im Einzelnen:

Raphael Schäfer 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Bei den Gegentoren machtlos, sonst nicht gefordert.
Patrick Kammerbauer 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2.33)
Passsicher, zweikampfstark, dynamisch. Machte vieles richtig, hätte auch noch fast das 1:1 verhindert.
Lukas Mühl 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Spielte den fatalen Fehlpass vor dem 1:2, konnte da aber nur bedingt etwas für. Insgesamt oft etwas fahrig und hektisch in den Klärungen.
Georg Margreitter 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Verlor beim 1:2 das Kopfballduell gegen Hennings, auch sonst in der Rückwärtsbewegung nicht immer souverän.
Constant Djakpa 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Nach vorne sehr aktiv und stets bemüht, insgesamt aber zweikampfschwach und defensiv mit mehreren Stellungsfehlern.
Eduard Löwen 11 Notenpunkte (2, numerisch: 2.00)
Umsichtiger Ballverteiler und Stabilisator, Vorlagengeber zum 2:2. Gewann 65% seiner Zweikämpfe.
Hanno Behrens 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Hätte vor dem 1:2 das Foul gegen Bebou suchen müssen, ließ vor dem 2:3 Madlung entwischen. Sonst insgesamt aber wieder dynamischer und präsenter als in den letzten Wochen.
Lucas Hufnagel 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Am 1:0 beteiligt, zeigte erneut sehr gute Ansätze und Ballsicherheit, tauchte mit laufender Spieldauer immer weiter unter. Verlor viele Duelle.
Kevin Möhwald 12 Notenpunkte (2+, numerisch: 1.67)
Bereitete das 1:0 vor, erzielte das 2:2 selbst, spielte nur zwei Fehlpässe in 90 Minuten (bei 47 Versuchen).
Cedric Teuchert 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Hätte das 2:1 für den FCN machen müssen. War in anderer Rolle als gewohnt mehr ins Spiel eingebunden, kam aber jenseits der Torchance kaum zur Geltung.
Abdelhamid Sabiri 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Tat das, was man als Torjäger eben so tut: Tore schießen. Tat aber auch das, was man Stürmer nicht tun soll, im eigenen Strafraum versuchen zu klären. Im Spiel präsent, aber zu verspielt, um mehr zur Geltung zu kommen.
Patrick Erras Note -
Kam neun Minuten vor Schluss für Hufnagel. Comeback nach über einem Jahr. Fiel nicht weiter auf.
Rurik Gislason Note -
Kam in der 90. Minute, nachdem das 2:3 gefallen war, für Kammerbauer. Zu spät für einen Ballkontakt.
Thorsten Kirschbaum Note -
Kam in der Nachspielzeit, damit Raphael Schäfer sich seinen verdienten Applaus nach 15 Jahren Nürnberg abholen konnte.

30 Gedanken zu „Analyse: Gefährliche Wasserspiele #FCN #FCNF95

  • Vom Potential wie von den Spielverläufen her erinnert der Club dieser Wochen an jenen in der Mitte der Saison 1984/85: häufig überlegen, aber wegen der vielen Jungen noch unreif. Dass die Abwehr nicht eingespielt sein kann, ist klar. Alles zusammen macht Mut. Vorwärts, Glubb!

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  • Positiv ist doch, daß die jungen Spieler schon in dieser Saison ihre Erfahrungen machen konnten. Ich bin sicher, daß sie aus ihren Fehlern lernen werden.

    Eine gute Vorbereitung ist möglich, da es sich abzeichnet. Im Gegensatz zu den letzten Jahren sind viele Entscheidungen schon getroffen.

    Und wir haben einen Trainer, der die Mannschaft kennt und einen Plan hat, wie er mit ihr erfolgreich Fußball spielen kann.

    Jetzt sind die Fans gefordert, die immer unzufrieden waren mit dem unansehlichen Spiel und gefordert haben, daß der Nachwuchs besser eingebaut wird.

    Es heißt zu akzeptieren, daß die Jungs ihre Erfahrungen machen müssen und daß sie auch mal ihre Durchhänger haben.

    Daß sie Fußballspielen können, haben wir gesehen. Daß das trotzdem schwer werden kann, vor allem auch gegen Mannschaften, die ihre ganze Kraft dagegen setzen und denen es mehr um punkten als um ansehlichen Fußball geht, ist die andere Seite der Medaille.

    Mit der nötigen Geduld und dem Rückhalt der Fans kann sich daraus etwas Gutes entwickeln. Wenn es weiter so schnell kriselt im Umfeld, wenn die Medien und die Fans weiter so schnell alles wieder in Frage stellen, sobald es mal ein paar Spieltage nicht läuft, wird auch dieser Versuch aus dem Sumpf rauszukommen am Ende scheitern.

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    • Mit der nötigen Geduld und dem Rückhalt der Fans kann sich daraus etwas Gutes entwickeln. 

      Ich wünsche mir die Geduld und das Durchhaltevermögen eher eine Etage höher, denn der Trainer wird in Nürnberg ja bisher noch nicht von den Fans entlassen, sondern von der sportlichen Leitung.

      Ich jedenfalls bin skeptisch, ob der Trainer eine längere Niederlagenserie oder einen längeren Aufenthalt im Tabellenniemansland (was in der 2. Liga ja auch fast immer Abstiegsgefahr impliziert) in der kommenden Saison „überlebt“ …

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    • …Mannschaften, die ihre ganze Kraft dagegensetzen und denen es mehr um Punkten als um ansehlichen Fußball geht…

      Was sind das nur für Schweine!

       

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  • Im Spielaufbau bei eigenem Ballbesitz habe ich sehr häufig hin ten eine Dreierkette gesehen. Die Außenverteidiger Djakpa und Kammerbauer weit aufgerückt, die Dreierkette zentral mit Mühl, links Löwen und rechts Margreitter.

    Alles in allem macht mir das Spiel trotz der Niederlage Mut für die kommende Saison.Es ist ganz klar, dass die Jungen noch das ein oder andere Mal werden Lehrgeld zahlen müssen, aber endlich einmal passiert etwas. Seit wievielen Jahren wird denn davon geredet, man müsse das Team mit Spieler aus dem eigenen Unterbau verjüngen? Und jetzt zieht man das – wenn auch finanziell bedingt – endlich einmal durch! Wäre schön, wenn man dem Team von 1984/85 ein wenig nacheifern könnte…

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  • Und genau so einen Bericht würde ich mir einmal in der Presse wie BILD oder NN wünschen, denn jetzt ist es Aufgabe aller das Konzept weiter zu geben und jeden Fan des Fcn hinter sich zu bringen! Nur dann klappt auch Köllner und der Jugendstil.

    Im übrigen traue ich gerade Köllner das mit der Psyche zu. Denn er kann mit den Jungen.

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  • Kammerbauers Verhalten beim 1:1 wird aber schon arg rosig dargestellt, oder? Klar ist er da hinten ne arme Sau, aber vielleicht sollte er weniger auf Abseits spielen und gerade in der Situation das Tempo des Stürmers gleich mit aufnehmen… ?

    Mir hat der Auftritt der Mannschaft in weiten Teilen auch sehr gut gefallen. Mit den technisch starken und auch dynamischen Offensivspielern kommt da richtig was rum. (Wenn dieser Löwen noch anfängt seine Schludrigkeit abzulegen spielt der aber schon bald irgendwo ganz woanders…)

    Trotzdem bin ich selten so wütend aus’m Stadion gekommen. Die Niederlage nervt einfach brutal – vor allem, weil ich am Ende nichts gesehen habe davon, dass wir die Saison anständig zu Ende spielen wollen. Schon die Erras-Einwechslung läuft für mich unter Folklore (das muss bei dem Spielstand einfach nicht sein), einen letzten Angriff dann aber der Schäfer-Auswechslung zu opfern, finde ich schon hart. Auch mit Blick auf die anderen Mannschaften im Abstiegskampf.

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    • Kammerbauers Verhalten beim 1:1 wird aber schon arg rosig dargestellt…

      Man sollte das nicht zu kritisch sehen. Gegen Düsseldorf kann man verlieren. Man kann auch gegen Kaiserslautern verlieren. Schließlich hat man ja auch gegen St. Pauli und Fürth verloren…

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      • Genau! Gegen Stuttgart und 1860 München hat man auch verloren, die brauchten die Punkte wirklich dringender als der Club (Auf-/Abstieg!).
        Im Grunde kann sich der FCK doch freuen, dass es abschließend gegen den FCN geht. Der Club hat sich in dieser Saison in schöner Regelmäßigkeit als Aufbaugegner für kriselnde Mannschaften angedient. Wenn er bei diesen Niederlagen noch schönen Fussball spielt, sind auch die FCN Fans glücklich. Eine Win-Win Situation! Fussballherz was willst du mehr?

        Ich war jedenfalls am Ende froh, dem Impuls zu Schäfers Verabschiedung nochmal 40 Euro und 1,5 Std Fahrt investieren zu wollen nicht nachgegeben zu haben und stattdessen dem Spiel am Muttertag nur auf dem väterlichen (!) Sofa in Nord-Unterfranken beigewohnt zu haben.

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        • Gegen Stuttgart und 1860 München hat man auch verloren, die brauchten die Punkte wirklich dringender als der Club (Auf-/Abstieg!).

          In diesen Spielen hat man so richtig gemerkt, dass es dem Gegner ums Punkten geht.

          Einfach nur widerlich!

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          • Das ist nicht nur ekelhaft, sondern auch eine klarer Verstoß gegen Deine Gesetze. Und was macht die Fussballmafia DFB/DFL? Nimmt nicht mal Ermittlungen auf. Typisch. Oder liegt das daran, dass im Kommentar zum Gesetzeswerk neuerdings steht „man kann gegen jeden Gegner verlieren“? Den besoffenen Aushilfs-Juristenpraktikanten wenni derwisch!

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        • Falsche Einstellung…unsere Jungen brauchen die Fanunterstützung, der Verein die Kohle. Das geht auch am Muttertag. Ganz einfach Mutti und Frau mitnehmen. War ein klasse Sonntag im Stadion. Trotz Niederlage macht es Spaß dem Team zuzusehen. Kommentar der Mutti: die spielen doch richtig gut, warum lassen die so oft Punkte. Dann am Abend noch schön Essen. Gelungener Tag.

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          • Trotz Niederlage macht es Spaß, dem Team zuzusehen.

            Genau wie beim Schafkopfspielen, bei dem es nach Muttis Meinung nicht ums Gewinnen, sondern um das gemeinsame Spaßhaben und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls gehen sollte, sollte sich der Anhänger des 1. FC Nürnberg den Spaß an seinem Verein nicht durch Niederlagen und unzureichenede Tabellenstände verderben lassen. Man verliert und ab und an gewinnt man – und das im Hort einer wärmenden Gruppe von Freunden und lieben Bekannten erleben zu dürfen, ist tausendmal mehr wert als das Schielen auf schnöden sportlichen Erfolg. Nicht Punkte entscheiden, entscheidend ist das Aufgehobensein in der rot-schwarzen Familie. Umso schöner, dass die Sehnsucht nach Heimat in der Umbenennung der Spielstätte in Max-Morlock-Stadion endlich einen hautnah spürbaren Ausdruck gefunden hat. Der FCN und seine Anhänger sind endlich bei sich selbst angekommen. Der 1. FC Nürnberg befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Vereinsgeschichte!

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            • In meiner Familie gibt Mutti andere Ziele aus: Gemeinsam ein Erlebnis schaffen, trotz Niederlagen zusammen halten und sich gegenseitig unterstützen, den Rücken stärken. Ja, die Zeiten sind nicht einfach, aber trotzdem ziehen wir live im Stadion dem 90 Zoll-Flachbildteil vor, egal wo, wann und bei welchem Wetter. Und Mutti ist der Meinung, dass uns der Glubb genau deswegen jetzt mehr denn je braucht. Erfolgsfan ist in dieser Familie keiner, sonst wären wir ja Dortmund oder Bayernfans. Mutti hat ihren Kindern aber ganz genau beigebracht: neben dem Spaß am gemeinsamen Erlebnis ist es auch wichtig mittel- und langfristig Erfolg zu haben. Die ganze Familie ist sich einig: Herr Köllner schafft dafür die Basis, er entwickelt ein Spielsystem. Alle sind gespannt wie die neue Saison startet, wenn dieser ausgebuffte Fussball-Lehrer einmal eine komplette Vorbereitung durchziehen kann. Der FCN und seine Anhänger sind leider noch gar nicht bei sich angekommen. Die Fans sollten sich an die Nase fassen, das „Ultras raus“ weglassen und endlich wieder geschlossen hinter dem Ruhmreichen stehen. Bei uns in der Familie würden alle auf das Max-Morlock-Stadion verzichten, wenn sich die Kurve wieder einig wäre. Noch schöner wäre beides. Wir freuen uns schon auf die Bredlows, Mühls, Lipperts, Erras, Sabiri, Teucherts, Löwens, Kammerbauers und  den Rest der Rasselbande in der neuen Saison. Und….der FCN steigt wieder auf (haben wir alle lautstark in FFM gesungen, dass vergessen wir nie!),

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    • Bei Erras bin ich komplett anderer Meinung. Erras ist zurück und musste so schnell wie möglich „wieder aufs Pferd“. Wenn nicht bei so einem Spiel wann dann ?

      Leider hat das Wetter nicht so richtig zur Spielweise von Köllner gepasst. Zu oft sind die Bälle in den Pfützen liegen geblieben. Ein  erfahrener Spieler hätte es bei dem Wetter vielleicht auch das ein oder andere mal mit einem Distanzschuss versucht. Aber prinzipiell bereue ich die 200 Km Anfahrt nicht, nur die Stimmung von unseren Rängen sollte beim nächsten Stadionbesuch besser sein.

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      • Erras ist zurück und musste so schnell wie möglich „wieder aufs Pferd“.

        Ich sehe leider den Sinn nicht, ihn unbedingt so schnell zu bringen. Ist natürlich ne schöne Sache, die ihm zu gönnen ist – aber sportlich glaube ich kaum, dass es ihn weiter bringt. Lieber die Vorbereitung in Ruhe mitmachen und dann zur neuen Saison durchstarten.
        So mussten sich die Spieler zum Ende nochmal komplett neu aufeinander einstellen, Erras selbst wieder seinen Platz finden – und das steht für mich im Widerspruch zur vollmundigen Ankündigung das Spiel gewinnen zu wollen.

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        • Stimmt. Sportlich war das wenig sinnig. Hier geht es aber auch um einen Menschen, der jetzt ein Jahr lang verletzt war und für den kann das ein deutliches Zeichen sein, dass weiter mit ihm geplant wird und dass er ein Teil der Mannschaft ist.

          Wie oft liest man, dass zwar Kontakt zu der Mannschaft da ist, aber die Spieler sich trotzdem irgendwie aus der Gemeinschaft etwas ausgegrenzt fühlen, weil sie eben nicht alles mitmachen können/dürfen.

          So eine Verletzung ist auch eine extreme Herausforderung an die Psyche der Spieler und durch so eine kleine Geste, kann man sehr viel Vertrauen zeigen.

          Ich finde gut, dass Erras noch gekommen ist. Außerdem war das noch ein Fingerzeig an die Fans: Schaut her – hier isser. Erras ist nicht mehr verletzt und ein Teil der Mannschaft.

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        • Der Bub hat mehr Profistunden drauf als jeder von den anderen Frischlingen, wenn der noch seinen Platz suchen muß ist es eigentlich schon vorbei. Es war schon bescheiden, dass sie ihn beim vorletzten U21 Spiel nicht einsetzen konnten.
          Nein, ich bin der Meinung, im Spiel können die Jungs am meisten lernen.
          Genauso würde ich einen Lippert wieder rein werfen, natürlich nur wenn er wieder schmerzfrei und fit ist.

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      • Bei Erras gibt es zwei Optionen man verlängert jetzt mit ihm in der Sommerpause oder er wird verkauft.

        Könnte also ein Signal in beide Richtungen sein.  Auch wenn es mir persönlich leid tut, bei so einer schweren Knieverletzung, es ist ja nicht „nur“ ein Kreuzbandriss, irgendwie war alles kaputt im Knie glaube ich persönlich nicht an ein Comeback von Dauer in einem derart intensiven Kontakt Laufsport zumal er kein Leichtgewicht ist mit fast 2m Körpergröße. Das wirken extreme Kräfte und Hebel.

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  • Off topic, gestern im TV: Frage an Martin Schulz: „0-3, das ist ja kaum aufzuholen“. Schulz ausweichend, ich sofort an das unselige Hannover-Spiel in der Abstiegs-Saison gedacht („klar geht das“)… Das ist kein politisches Statement, soll nur zeigen, wie tief der Stachel noch sitzt😳

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    • Stimmt, wenn man an dieses Spiel denkt, spürt man immer noch den Stachel. Allerdings kann ich mit seither

      nicht daran erinnern, dass so eine gravierende Abseitsstellung, welche (glaube ich) dem 2:3 vorausging,

      bisher von den Schiris übersehen wurde.

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        • Welche Rolle spielt Clubberer Söder in dem Spiel?

          Söder kuschelt erst mal mit Mutti und schöpft an deren Busen Kraft für den nach der gewonnenen Wahl neu entbrennenden Kampf um die Obergrenze.

          (Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Hat mein Großvater immer gesagt…)

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          • Und schon hab ich ihn im Ohr: „AlzodawollmeretzdochamaldiKircheimDorflassn, ichkuschlnurmidmeinerFrau, diObergrenzeisaernsdesDemadesmirinallerSachlichkaidundfreundschafdlichbesprechnwern, undPacksimmerschogorned, desisaUnverschämdhaid, desmussaaamolinallerDeudlichkaidgsachdwerndöffn“. Usw. usf., hab ich was vergessen? Ja: „desHannoverschbillworaSchand, deswormederweisAbseids, des worfasdschlimmerwiedesFandomdor“!

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    • Pfingsten Gardasee jetzt noch Zimmer? .. da befürchte ich wird der FCN eher noch am letzten Spieltag deutscher Meister

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    • Mein Tipp: schau Dich mal in Südtirol um. Auch gut gebucht, aber nicht so überlaufen: Lana, Kalterer See oder noch schöner Schenna. Tolle Wohnungen gibt es bei den Obst- und Weinbauern. In Schenna oberhalb von Meran mitten in den Apfelplantagen und dahinter liegt das Hochgebirge. Baden im Kalterer See, weil einer der wärmsten der Alpen. Für die Damen Wellness in Meran in der Therme und anschließend Shoppen in italienischem Flair. Unbedingt einen Südtiroler Schinken beim Metzger mitten in Meran kaufen.

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  • 6er-8er-Fluid, das erinnert mich an eine alte Werbung, weiß nicht mehr für was: Jugendtrainer hält einen zweiminütigen Taktikvortrag, fragt einen Jungen, hast du das verstanden. Junge schüttelt verständnislos den Kopf. Trainer: Hau ihn einfach rein.

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