Analyse: Viel zu wenig #FCKFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern vs. 1. FC Nürnber 1:0 (1:0) Der Club verliert auch sein letztes Saisonspiel. Es verläuft wie die Saison im Mikrokosmos.

Die Analyse:

FCKFCN-B
Startformation im 4-2-3-1

Der Club begann mit vier Änderungen im Vergleich zur Heimniederlage gegen Düsseldorf. Kirschbaum ersetzte Schäfer im Tor, Brecko spielte statt Kammerbauer als Rechtsverteidiger, Salli ersetzte Hufnagel auf der Außenbahn und Erras spielte statt Möhwald im Zentrum. Erstmals seit November stand Tim Leibold im Kader, er ersetzte den erkrankten Sepsi. Ebenfalls fehlten im Vergleich zur Vorwoche Ishak und Petrak, sie wurden durch Hovland und den von der Tribüne gleich in die Startelf rutschenden Salli ersetzt. Die Formation war letztlich ein 4-2-3-1 bei dem Erras und Behrens die beiden Sechser gaben, Behrens aber weiter vorne agierte. Etwas überraschend war, dass eher Sabiri in die Sturmspitze rückte und Teuchert dagegen über Außen kam.

In der Anfangsphase bestimmte der FCN das Geschehen. Mehrfach kam er durch Schnittstellenpässe vor das Tor der Lauterer, doch scheiterte an der Fahne des Linienrichters (Teuchert) oder an der eigenen Hektik (Löwen). 72% Ballbesitz in ersten zehn Minuten, dazu keine Entlastungsangriffe, es sah durchaus gut aus, was der Club da machte. Beim FCK war dagegen die Verunsicherung fast schon greifbar. Doch wie so oft in dieser Saison gab der Club diese gute Ausgangsposition und diese guten Ansätze unvermittelt auf. Der FCK fand nach einer knappen Viertelstunde besser ins Spiel und kam zu ersten Chancen. Das lag vor allem daran, dass der Club in der Defensive wenig Zugriff bekam. Als Einfalltor erwiesen sich dabei immer wieder die Außenbahnen auf denen Brecko und Djakpa ein ums andere Mal zu spät kamen.

Das Gegentor, das in diese Drangphase der Gastgeber fiel, war dann allerdings eher eines der Marke „richtig dumm“. Einer Ecke von Halfar wich Teuchert unerklärlicherweise aus, so dass Kirschbaum auf der Linie von dem heranfliegenden Ball überrascht wurde und dabei dann auch nicht gut aussah, da er überhaupt nicht auf die Kugel reagierte. Für den FCK war das 1:0 nun die Einladung sich zurückzuziehen. Die Pfälzer bauten nun zwei dichte Reihen vor dem eigenen Strafraum auf und stellten den Club vor enorme Probleme. Es fehlte, auch da mit Möhwald der einzige echte Kreativspieler auf der Bank saß, an Mitteln die Reihen aufzubrechen. Als es dann doch einmal gelang vergab Brecko frei vor Pollersbeck kläglich.

FCKFCN-C
Formation nach der 55. Minute

Auch nach der Pause änderte sich das Bild kaum. Erst als Michael Köllner versuchte das Spiel durch einen Doppelwechsel noch einmal zu beleben, tat sich etwas. Köllner brachte Gislason und Möhwald für Brecko und Salli. Dadurch rückte Löwen auf die Rechtsverteidigerposition, Möhwald hinter die Spitzen, Gislason auf rechts und Sabiri auf links. Teuchert ging in die Sturmspitze. Gleichzeitig rückte Behrens weiter nach vorne und das System wurde eher zu einem 4-1-4-1. Kurze Zeit trug dieser Wechsel Früchte. Teuchert hatte eine gute Schusschance aus der Distanz, Sabiri traf nach Flanke von Gislason das leere Tor nicht. So schnell dieser Schwung kam, so schnell war er allerdings auch wieder passé.

Spätestens ab der 75. Minute plätscherte das Spiel dann vor sich hin. Köllner brachte noch Hufnagel für Sabiri, doch auch dies tat nichts mehr für die Qualität des Spiels. Kaiserslautern beschränkte sich auf einige halbherzige Konter, spielte diese aber auch nicht mit letzter Konsequenz aus. Dem Club dagegen fiel gegen Ende der Partie fast gar nichts mehr ein. Weder per Dynamik noch durch Standards kam mehr Gefahr auf das Tor von Julian Pollersbeck. Das Spiel lief langsam und gemächlich seinem Ende entgegen. Ein letztes Aufbäumen gegen die Niederlage, ein unbedingter Wille mit einem Sieg noch einmal vieles gerade zu rücken war nicht feststellbar. Ein starker Kontrast zu den Äußerungen vor dem Spiel, die in eine ganz andere Richtung gedeutet hatten. Man ergab sich am Ende mehr oder minder in sein Schicksal.

So fand die Saison am Ende auch tabellarisch den Abschluss dort, wo man sie emotional in Nürnberg eh die ganze Zeit verortet hatte: Am Ende des Mittelfelds. Mit einem Sieg hätte man sie an der Spitze des Mittelfelds beendet. Das hätte die Saison nicht besser gemacht, ihr aber einen besseren Anstrich verliehen. So gesehen ist jener zwölfte Platz, der am Ende heraussprang, aber das ehrlichere Ergebnis. Die Saison war durchwachsen, hatte wenige Highlights und das Spiel am Betzenberg zeigte nochmals symptomatisch viele Probleme der abgelaufenen Spielzeit auf: Spielerisch konnte man nur in kurzen Phasen überzeugen, Chancen ließ man – ohne Burgstaller – zu viele aus, Gegentore fing man zu viele unnötige und gegen massierte Abwehrreihen hatte man keinerlei spielerische Mittel.

Für Michael Köllner ist dieses Ergebnis noch in anderer Hinsicht gefährlich. Er geht nun mit einem schlechteren Punkteschnitt und Tabellenplatz als Alois Schwartz aus der Saison. Er ist der Trainer unter dem der FCN erstmals seit 1953 eine Saison hinter Fürth abgeschlossen hat. Das alles wären allein schon schwere Hypotheken. Gepaart mit seinen Ankündigungen (paraphrasiert: Schöner Fußball, Leute sollen gerne ins Stadion kommen, sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen) entwickelt sich hier eine gefährliche Gemengelage in der Wahrnehmung der Fans, die er nur durch eine gute Vorbereitung und einen starken Saisonstart entschärfen kann. Die Chance dies zu schaffen wird er bekommen, er muss sie aber auch nutzen.

Die Zahlen:

K’lauternNürnberg
1
Tore
0
19
Torschüsse
12
6
Schüsse aufs Tor
2
6
Ecken
6
37,5
Ballbesitz (%)
62,5
69,9
Passquote gesamt (%)
79,4
82,9
Passquote eig. Hälfte (%)
91,8
59,8
Passquote geg. Hälfte (%)
59,4
19,7
Lange Pässe (%)
13,0
58,8
Gewonnene Zweikämpfe (%)
41,2
16
Fouls
17
115,21
Laufdistanz (km)
111,35
2
Abseits
5

Trainerstatement:

„Das letzte Spiel zu verlieren, ist bitter. Das ärgert uns. Ich glaube, wir haben ein gutes Spiel gezeigt, was das Engagement anging. Aber leider haben wir uns ein billiges Tor gefangen und unsere wenigen Torchancen nicht nutzen können. Wir fahren enttäuscht nach Hause, denn so stellt man sich ein Saisonende nicht vor. Man hat gesehen, um wie viel es beim FCK ging. Von meiner Seite Glückwunsch zum Klassenerhalt. Für mich bleibt an dieser Stelle nur eines übrig – und zwar Danke zu sagen. Danke an alle, die in der Saison mit uns zusammen gearbeitet haben.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Unglücklich beim Gegentor. Danach eine sehr gute Parade, dann wieder viele kleine Wackler. Hatte Glück, dass Görtler bei seinem Heber kurz vor Schluss zuvor die Hand am Ball hatte.
Miso Brecko 2 Notenpunkte (5, numerisch: 5.00)
Stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum er in den letzten Wochen nicht ran durfte. Stand oft weit weg vom Mann, hatte oft das Nachsehen. Dazu vor dem Tor kläglich versagt.
Georg Margreitter 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Einmal unachtsam, was zu einer Torchance führte, sonst recht sicher defensiv. Musste 88 Pässe spielen (82 zum Mann), hatte über 100 Ballkontakte. Zeigt eindrucksvoll, woran es beim FCN haperte.
Lukas Mühl 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Immer wieder gute Tacklings und Klärungen. im Aufbau aber wenig Brauchbares.
Constant Djakpa 3 Notenpunkte (5+, numerisch: 4.67)
Viele schlechte Entscheidungen. Dazu defensiv weniger sicher als in den Vorwochen. Wirkte etwas demotiviert, ob der Entscheidung des Vereins seinen Vertrag nicht zu verlängern.
Patrick Erras 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Viel Typisches (sichere Pässe, gutes Stellungsspiel), viel Untypisches (verlorene Zweikämpfe, Unruhe am Ball). Verlor erstmals ein Spiel als Startelfspieler.
Abdelhamid Sabiri 4 Notenpunkte (4-, numerisch: 4.33)
Verlor unglaublich viele Zweikämpfe, setzte sich selten durch. Hätte zusätzlich den Ausgleich machen müssen. War allerdings sehr bemüht und brachte auch auf engstem Raum noch Bälle an den Mann.
Eduard Löwen 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Verpasste früh das 1:0, obwohl Pollersbeck ausgerutscht war. Kam auch kaum in die Zweikämpfe. Allerdings der einzige, der im Umschaltspiel ein wenig Tempo ins Spiel brachte.
Hanno Behrens 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Körperlich noch der präsenteste im Clubmittelfeld. Brachte dennoch im Spiel nach vorne wenig aufs Feld.
Edgar Salli 2 Notenpunkte (5, numerisch: 5.00)
Das Spiel lief fast komplett am Kameruner vorbei. Setzte sich fast nie durch. War an keiner gefährlichen Szene beteiligt.
Cedric Teuchert 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
War bemüht, hatte einige gute Laufwege. Vergab zwei gute Chancen.
Rurik Gislason 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Kam in der 55. Minute für Salli. Hatte zwei schöne Szenen auf dem Flügel, mit denen er die Chance von Sabiri vorbereitete und einen Freistoß herausholte. War bemüht.
Kevin Möhwald 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Kam in der 55. Minute für Brecko. Versuchte etwas mehr Ordnung ins Spiel zu bringen. Das gelang kurze Zeit. Tauchte danach wie der Rest des Teams weitgehend unter.
Lucas Hufnagel Note -
Kam nach 76 Minuten für Sabiri. Fiel überhaupt nicht auf.

25 Gedanken zu „Analyse: Viel zu wenig #FCKFCN #FCN

  • Wohltuend neutrale und von Emotionen unbeeinflusste Notengebung. In meinem Ärger über die sehr unbefriedigende Saison wäre mein Notenschnitt niederschlagender ausgefallen…

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  • „und gegen massierte Abwehrreihen hatte man keinerlei spielerische Mittel.“-ehrlicherweise muss man allerdings sagen, dieses Problem existiert bis Liga 1 Platz 3.

    Warum das dann ausgerechnet bei unserem unausgewogenem Kader anders sein soll.Selbst wenn man sich jetzt in größerer Zahl beim eigenen Nachwuchs bedient, dann kann man weder Konstanz erwarten, noch sollte man aus dem Auge verlieren, der Nachwuchs kommt nicht vom FC Barcelona.

    Aber, welche Mannschaft der vergangenen Zweitligasaison konnte denn das Spiel machen, ihren Spielstil dominant durchsetzen?

    So wie es der Club am letzten Spieltag geschafft hat ,zwischen Platz 6 und 12 , Platz 12 zu erreichen, so ausgeglichen oder fußballerisch durchschnittlich war die Liga auch.

    Braunschweig hat Siege mit 1 Tor mehr und 9 Unentschieden, zwei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied- ein zwei Ergebnisse anders, anderer Saisonausgang.

    Union hat 15 Siege mit einem Tor mehr und 5 Unentschieden bei nur zwei Niederlage mit einem Tor-auch hier, ein zwei Spielausgänge knapp anders-anderes Endergebnis.

    andere Region, ähnliches Bild-

    Bielefeld hat 7 Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied und 12 Unentschieden bei 5 Siegen mit einem Tor mehr.

    Aue hat 5 Niederlagen mit einem Tor Unterschied, 9 Unentschieden und 6 knappe Siege.

     

    Und der Club? & Unentschieden, 11 Niederlagen mit einem Tor Unterschied und 7 Siege mit einem Tor Unterschied.

    Die Saison war eigentlich schon nach dem 6. Spieltag gelaufen- der Club hat seine Schwächenphasen zu zusammenhängend-hat man sich ein gewisses Polster erspielt oder gewinnt im richtigen Moment, dann hält man auch eher seine Position-siehe Hertha als Beispiel.Vier Niederlagen am Stück August/September ,drei am Stück Februar/März, mit dann zu großem Abstand nach Oben, das war zuviel um mithalten zu können.

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  • Brecko hat im Spiel gestern ein Bewerbungsschreiben abgegeben.

    Für seine Aussortierung.

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  • Au man war das gestern schwere Kost. Ebenso wie die Zahlen der Saison die den meisten wohl hinlänglich bekannt sein sollten (z.B.: 15ter in der Heimbilanz!)

    Durch Frust begründetes Trainer- oder Manager-Bashing liegt mir fern. Aber an ihren Worten müssen sich die Herren schon messen lassen, deshalb: Bornemann sprach von Platz 6, den man erreichen wolle (als der Klassenerhalt noch nicht sicher war), Köllner gab 6 Punkte für die beiden letzten Spiele aus. Bezeichnend, wie er in der letzten PK die Moderation an sich gerissen hat („Gibt es Fragen?“) und nach jedem (verlorenen) Spiel ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen haben will. Selbstkritik und Mäßigung scheinen seine Tugenden nicht zu sein. Aber: Ehrlichkeit währt beim Club auch nicht länger (–> s. Schwartz, Alois).

    Mit den letzten Auftritten hat sich Köllner jedenfalls eine Hypothek für die kommende Saison aufgeladen, da jetzt selbst schon die ihm Zugeneigten davon sprechen, dass der Saisonstart gelingen MUSS. D.h. seinen Kredit für Experimente und Fehlentscheidungen (wie gestern) hat Köllner mit diesem Saisonende aufgebraucht. Vollkommen nachvollziehbar. Es stehen noch einige wichtige Entscheidungen an (IV Ersatz, RA/LA Ersatz, Kutschke, Möhwald, Bredlow Vs. Kirschbaum), diese gilt es jetzt positiv zu gestalten. (Nur) dann hat man eine Chance als kleines Freiburg 2.0 in die Saison zu gehen (der Kader hat sich schon spürbar verändert!) und über Spielkultur zu erfolgreichem Fussball zu kommen, das Umfeld wieder hinter sich zu bringen und damit in Ruhe arbeiten zu können. Bei einem weiteren Scheitern droht die endgültige FCK/1860-sierung des FCN: Entlassung Trainer + Sportvorstand, erneuter Umbruch, weiter schrumpfendes Interesse, sportlicher Negativstrudel, etc.

    Ich bin jedenfalls bedient, werde mit Skepsis in die neue Saison gehen und die handelnden Personen auch weiterhin an ihren Aussagen messen. Abschließend ein paar populistische Zeilen an den FCN:

    Köllner: Lieber verbal kleinere Brötchen backen und dafür am Platz/Spieltag groß auftrumpfen! Bornemann: Die nächsten Transfers gestandender Spieler müssen sitzen! Kommunikation der sportlichen Zielsetzungen/Strategie, statt das Umfeld wild spekulieren zu lassen! Meeske: Ausgliederung vorantreiben, zeitgemäßes (online) Merchandising endlich umsetzen! (PR/Presseabteilung: Da fange ich lieber gar nicht erst an!)

    Dank an CU als weltenbeste Info-, Analyse- und Unterhaltungsplattform rund um den FCN. Nur so lassen sich Saisons wie diese überhaupt ertragen. Ich habe fertig, vielen Dank.

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  • Für Michael Köllner ist dieses Ergebnis noch in anderer Hinsicht gefährlich. Er geht nun mit einem schlechteren Punkteschnitt und Tabellenplatz als Alois Schwartz aus der Saison. Er ist der Trainer unter dem der FCN erstmals seit 1953 eine Saison hinter Fürth abgeschlossen hat. Das alles wären allein schon schwere Hypotheken. Gepaart mit seinen Ankündigungen (paraphrasiert: Schöner Fußball, Leute sollen gerne ins Stadion kommen, sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen) entwickelt sich hier eine gefährliche Gemengelage in der Wahrnehmung der Fans, die er nur durch eine gute Vorbereitung und einen starken Saisonstart entschärfen kann. Die Chance dies zu schaffen wird er bekommen, er muss sie aber auch nutzen.

    Die Beschreibung/Prognose finde ich nachvollziehbar, auch wenn es mehr auf die Wahrnehmung von Bornemann, als die der Fans ankommt.
    Andersherum formuliert bedeutet es aber, das Köllner X Spiele aus den ersten fünf Partien der nächsten Saison gewinnen muß, ansonsten gibt es den nächsten Trainerwechsel im September … Der Grundstein für eine weitere verkorkste Saison ist also schon gelegt …

     

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    • Ich denke, dass er selbst bei einem schwachen Saisonstart angesichts unseres geringen Budgets und der Tatsache, dass sich Bornemann damit auch ins Schaufenster stellt, vor einer vermeintlich zu schnellen Demission geschützt wird. Im Falle einer Abstiegsgefahr gelten für ihn jedoch die gleichen Gesetze, wie für Andere. Hoffentlich kommt es anders und die Ergebnisse stimmen soweit, dass wir zumindest im Mittelfeld bleiben.

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  • Ich muss sagen, meine anfängliche Freude gegenüber Köllner ist schon perdue und wird zu einer Skepsis ihm gegenüber. Gerade der aktuelle Kickerartikel enthält doch einige Stories, die mir gar nicht gefallen.
    Jetzt sind unsere sportlichen Entscheider bereits so angezählt, daß bei einem schwachen Saisonbeginn wieder der übliche Weg droht.
    Können wir nicht mal endlich wieder einfach Glück haben bei einer wichtigen Vereinsentscheidung?! Köllner scheint mir noch nicht unser Alex Ferguson zu sein.

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    • Wundert mich nicht dass Christian Biechele den Artikel geschrieben hat, er wird wohl nie ein großer Köllner Freund.  Ich verstehe die Kritik bei den Vertragsverlängerungen irgendwie nicht, jetzt ist die Saison gerade rum, jetzt ist doch die Zeit dafür.
      Alles andere ob und warum Fünstück nicht Leiter des NLZ wird, ist in seinem Artikel doch reine Spekulation ohne jeglichen Beleg.

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      • Sehe ich ähnlich. Der Kicker Artikel liest sich im allgemeinen so, als würde man nur Köllner ans Bein pinkeln wollen.

        Neutral klingt das jedenfalls nicht.

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  • Bei Schwartz war ich von Anfang an skeptisch. Weder war Sandhausen für modernen bzw. offensiven Fußball bekannt, noch wirkte er von seiner Persönlichkeit der Sache gewachsen. Dazu war mein Schwiegervater, selbst jahrzehntelang Fußballtrainer im Amateurbereich, entsetzt über die von ihm beobachteten Trainingseinheiten von Schwartz (unmodern, altbacken, einfach) in der Vorbereitung.

    Bei Köllner habe ich aufgrund seiner Vita ein besseres Gefühl. Auch der Schwiegervater ist von seinem Training angetan („Unterschied wie Tag und Nacht“). Was mir jedoch ein kleines Warnlicht blinken lässt sind einige User-Kommentare auf ua. Nordbayern.de, wo sich allem Anschein nach frühere Bekannte/Weggefährten von MK teilweise sehr abwertend über ihn äußerten. Ob Net-Mobbing oder der Wahrheit entsprechend, kann ich nicht beurteilen. Wohl aber das gezeigte der Mannschaft diese Saison und dies war mäßig, teilweise gar einfach nur schwach. Evtl. hat MK aber auch nur die Auswirkungen des Schwartz-Bader-Effekts zu spüren bekommen. Somit kann erst die neue Spielzeit als Gradmesser heran gezogen werden. In diese sollten wir sowohl MK als auch das Team unbelastet starten lassen, auch wenn dies eine gewisse Beherrschung erfordert ob des enttäuschenden Abschneidens des FCN.

    Dass MK Selbstbewusstsein zeigt, finde ich grundsätzlich gut, denn all zu viel findet sich beim Club nicht mehr (Grauer-Maus-Effekt?). Etwas mehr Zurückhaltung bzw. Demut würden jedoch nicht schaden, der Glaubwürdigkeit wegen. Möglicherweise ist die forsche Art von MK jedoch auch so von AB als Ausgleich zu dessen eher zurückhaltendem und defensivem Naturell gewollt?

     

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  • MK wird schon wieder angezählt. Etwas früh für meinen Geschmack. Er übernahm eine verunsicherte und konditionell nicht austrainierte Mannschaft, sichtbar limitiert in ihrer Spielweise. Wer konnte in der Kürze der Zeit schon ernsthaft erwarten, dass sofort alles gut oder zumindest besser wird? Verbeek sprach in einem Interview von mehreren Jahren die ein Prozess benötigt, von reaktivem auf aktivem Fußball umzustellen.

    Wie wird die Stimmungslage erst sein, wenn der Start in die neue Saison kein guter wird? Aber was ist ein guter Start? Zählen nur die Punkte oder auch ein zu erkennender Fortschritt hinsichtlich Spielaufbau und Ballverarbeitung? Welche Erwartung haben wir Fans eigentlich an Trainer und Mannschaft? Hauptsache gewonnen oder offensiver und attraktiver Spielstil? Wie gut kann die neue Saison überhaupt werden mit noch zu entwickelnden Spielern zum Nulltarif und dem zu erwartenden Verlust von potentiellen Leistungsträgern? Welches Saisonziel haben wir? Aufstieg bzw. Nähe zu den Aufstiegsplätzen oder Reifung einer Mannschaft, die in den Folgejahren den Aufstieg nachhaltig angreifen kann?

    Der Club gehört für mich in die 1. Liga. Nicht morgen, sondern am besten gestern. Derzeit aber utopisch, bei unserem finanziellem Zustand. Daher habe ich meine Erwartungshaltung schwersten Herzens soweit reduziert, dass ich mit dem Klassenerhalt zufrieden bin. Wenn, ja wenn die Mannschaft so auftritt, dass mir ein Aufstieg in den nächsten Jahren als machbar erscheint. Wenn MK dies hin bekommt, werde ich auch Rückschläge auf dem Weg dorthin akzeptieren.

     

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    • Ja die Enttäuschung ist sicherlich da nach so einem verpaßten Endspurt mit 0 statt den von Köllner angestrebten 6 Punkten am Ende. Ich glaube aber nicht daß Köllner schon angezählt ist. Es ist auch das Gesamtbild der Saison 16/17 mit dem viele Fans nicht zu unrecht hadern.

      Dennoch im Profisport muß jeder Trainer Ergebnisse liefern, sicher wird Köllner daran in der kommenden Saison gemessen werden. Dann bleibt auch abzuwarten wie das nach einer kompletten Vorbereitung aussieht. Als Köllner einsprang war ja kaum ein Stürmer da, also alle verletzt und zum Saisonende kann man keine Wunder wirken und schnell mal alles erfolgreich umstellen. Das muss ja mit entsprechender Vorbereitung geübt werden. Zur nächsten Saison gibt es dann aber keine Ausreden mehr.

       

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    • Domenico Tedesco übernahm Aue im tiefsten Tabellenkeller. Viel Selbstvertrauen war bei den Auern ganz bestimmt nicht mehr übrig. (Unsere Situation war dagegen äußerst konfortabel.) Trotzdem hat die Mannschaft in Nürnberg eine deutlich bessere Spielanlage gezeigt, hat so auch Spiele gewonnen, und schließlich den Klassenerhalt realisiert. Könnte also auch durchaus etwas schneller gehen, oder? Bei uns dagegen wurde experimentiert, und wir sind in der Tabelle in die unteren Regionen abgerutscht. Aue liegt nur ein paar Punkte hinter uns.

      Die immerwährende Forderung nach Geduld und dass es irgendwann besser werden wird, und wir dann so auch irgendwann wieder Punkte holen und dass wir irgendwann mit hübschestem Passfussball aufsteigen werden ist die großtmögliche aller Ausreden. Passt immer. Aber dann, wenn, dann bricht das Fussballparadies aus beim FCN.

      Tatsache ist, falls es in der kommenden Saison bei unseren relativ vielversprechenden Talenten (auf die so gebaut wird) so einigermassen läuft, dann werden uns die guten Burschen aber so was von schnell von der Stange gehen. So schnell werden gar nicht schauen können. Folge: Neuaufbau.

      Laut kicker hatten wir diese Saison neun Zugänge und genau so viel Abgänge. Damit lagen wir im Mittelfeld der Liga. Bedeutet, dass es Fluktuation immer geben wird. Von Spielzeit zu Spielzeit. Neuaufbau ist in der zweiten Liga normal. Spiele müssen trotzdem gewonnen werden, (falls nicht, dann wird’s auch weniger Kohle geben. In allen Bereichen). Wochenende für Wochenende sollte und muss gewonnen werden und nicht irgendwann einmal (wann eigentlich genau?).

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  • Ich würde gerne mal von unserem Sport Vorstand Herrn Bornemann etwas zur abgelaufenen Saison hören eine Art Analyse und wo es demnächst hingehen soll, schließlich sah er uns erst vor wenigen Wochen noch auf Platz 6. Oder kommt jetzt eine neue Saison ohne Ziele oder zu wissen wo es überhaupt hingehen soll?

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  • In Fürth will man stabil unter den 25 besten Mannschaften bleiben. Für derlei einfache Zielvorgaben ist man sich beim Ex-Rekordmeister wohl zu fein.

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    • Naja, wenn du das als Verantwortlicher öffentlich kommunizierst, dann biste schneller weg als du denkst. Selbst die Zurückhaltenden Fans sprechen doch höchstens vom Vertagen des Aufstiegs in Liga Eins. Dass man dort womöglich nie wieder heimisch wird, kommt für Viele ja gar nciht in Frage…

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      • Selbst die Zurückhaltenden Fans sprechen doch höchstens vom Vertagen des Aufstiegs in Liga Eins. Dass man dort womöglich nie wieder heimisch wird, kommt für Viele ja gar nciht in Frage…

        Dabei sollte man ja so ehrlich sein, dass die aktuellen Umstände, Umfeld, Stadion, Sponsoren, fehlende Investoren, Finanzen etc. eher dafür sprechen, dass wir ein Zweitligist sind, als dass wir ein Bundesligist sind.

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        • Zumal wenn man sieht was Vereine wie der FCA, der das 6. Jahr am Stück in der 1.Liga unterwegs ist, inzwischen aus dem Vermarktungstopf erhält…
          Der Abstand wird immer größer, die Club-Brötchen immer kleiner.

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  • Neuzugang! fcn.de meldet

    Lukas Jäger wechselt vom österreichischen Bundesligisten SC Rheindorf Altach ablösefrei an den Sportpark Valznerweiher.
    „Lukas war in den letzten beiden Jahren unumstrittener Stammspieler in Altach. Er ist ein gut ausgebildeter junger Profi, der sowohl in der Verteidigung als auch im Mittelfeld spielen kann und mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende ist“, erklärt Andreas Bornemann.

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    • Hmm, was meint denn Xxandl zu dem Wechsel? Auf dem Papier sieht der Luke Hunter erstmal ganz brauchbar aus und das Wchtigste: Er ist jung und kostet keine Ablöse. Ob er gut Fußballspielen kann, spielt in der zweiten Liga eh kaum eine Rolle, wenn nur die Kondition ausreicht, den Ball auch noch in der 95sten Minute sauber nach vorne zu dreschen.

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  • RW ist Meister in Belgien. Was kicker online so schreibt, dürfte uns Club-Fans bekannt vorkommen:

    * Eckte erst mal bei seinen Vorgesetzten an mit seiner deutlichen Aussage zur mangelnden Qualität des Kaders

    * Übte ein effektives und gut sitzendes System ohne große taktische oder technische Raffinessen ein

    * Die Mannschaft wurde zum Mentalitäts- und Ergebnismonster

    * Konditioneller Top-Zustand, absolut austrainiert

    Vergleiche ich dies mit unserem Kader diese Saison…

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