Die Clubfans United Sommerleseliste

Sommerpause in Fußballdeutschland. Zeit, um ein gutes Buch zu lesen. CU-Autor Florian gibt einige Tipps für den Fußballfan.

Kategorie 1: „Ein bisschen Weiterbildung in Sachen Fußball wäre nicht schlecht“

1. Football Leaks – Rafael Buschmann, Michael Wulzinger

Die Spiegel-Redakteure arbeiten einen massiven Datensatz auf, der ihnen vom Betreiber der Seite Football Leaks überlassen wurden und erzählen nebenbei noch die Geschichte der Treffen mit dem „Whistleblower“. Die Einblicke ins Fußballgeschäft, die sich aus den „Leaks“ ergeben, sind ernüchternd, sie sind aber auch wichtig. Einen klareren Blick hinter den Vorhang des Profifußballs hat es wahrscheinlich noch nie gegeben. „Football Leaks“ stellt eine immense Rechercheleistung dar, die im Buch tatsächlich auch noch transparent dargelegt wird. Das riesige Datenleck, das vor allem Verträge zwischen Spielern, Vereinen und Beratern beinhaltet, wird konsequent und nachvollziehbar aufgearbeitet, man braucht keine wirtschaftswissenschaftlichen Fähigkeiten, um die „Steuersparmodelle“ von Cristiano Ronaldo nachvollziehen zu können, auch Konzepte wie Third Party Ownership und Bildrechtefirmen werden umfassend und nachvollziehbar erklärt. Die Daten, die Football Leaks zu Tage gefördert hat, betreffen wirklich die Hautevolee des internationalen Fußballgeschäfts: Spieler wie Cristiano Ronaldo, Paul Pogba, Zlatan Ibrahimovic, Toni Kroos oder Gareth Bale, Vereine wie Atletico Madrid, Manchester United oder Real Madrid spielen eine gewichtige Rolle im Buch. Die interessanteste Geschichte liefert allerdings der FC Twente, der sich mit Third Party Ownership die Zukunft sichern wollte und diese beinahe verspielt hätte. Auch wenn die Passagen, die Buschmann über seine Treffen mit dem Informanten verfasst, sich eher wie ein Agententhriller lesen, so sind sie doch passende Unterbrechungen der Darstellung der Daten, sie zeigen auch, dass man als Informant über die Praktiken im Profigeschäft tatsächlich Angst haben muss. Wer sich für Fußball interessiert, sollte dieses Buch lesen, auch um sich von möglichen naiven Vorstellungen über das Geschäft zu lösen. Die Hoffnung, dass diese Enthüllungen etwas ändern, ist übrigens eine dieser naiven Vorstellungen.

2. Schuss – Thomas Kistner

Auch das Buch des SZ-Journalisten Thomas Kistner räumt mit einigen naiven Vorstellungen auf. Kistner nimmt sich des Themas Doping im Fußball an und macht relativ schnell deutlich, dass die Idee, dass Doping im Fußball nichts bringt, eine gezielte Desinformationsstrategie der Verantwortlichen ist. Doping war schon immer Teil des Fußballs und ist es, da ist sich Kistner sicher, auch noch heute. Sein historischer Abriss macht auch schnell deutlich, dass Doping immer ein Teil des Fußballgeschäfts war. Egal, ob die Gelbsuchtepidemie bei den Weltmeistern von 1954, die erhöhte Rate an ALS-Fällen unter italienischen Profikickern oder die massive Häufung von Behinderungen bei Kinder der marokkanischen Fußballnationalspieler der Achtziger, die Indizien sprechen für eine Dopingkultur im Fußball, die von oben gedeckt wird. Kistner zeigt, wie die FIFA immer wieder Berichte unter Verschluss hält und wie die Kontrollpraktiken im Fußball nahezu lachhaft sind. Er stellt dar, wie die berühmten Dopingärzte des Radsports alle auch mit dem Fußball in Berührung waren. Das Buch ist schwere Kost, allein schon, weil immer wieder dargestellt wird, dass die Spieler nicht unbedingt die treibende Kraft hinter dem Missbrauch der Arzneimittel stehen, sondern Vereinspräsidenten, Trainer oder Ärzte das Doping mehr oder minder anordnen. Es macht sehr deutlich, dass „Im Fußball bringt Doping nichts“ eine der größten kollektiven Lügen ist, die sich der Fußball weltweit erzählt. Darüber hinaus stellt Kistner die Frage, ob nicht auch schon der Missbrauch von Schmerzmitteln, der mehr oder minder offen zugegeben wird, eine Art Doping darstellt. „Schuss“ ist ernüchternd, es ist aber dennoch ein wichtiges und gutes Buch, da es zeigt, wie sehr man sich als Fußballfan einer Illusion hingibt, die eben nur das ist: Ein Schein.

3. Vom Libero zur Doppelsechs – Tobias Escher

Tobias Escher, Macher des Taktikblogs Spielverlagerung.de und Doyen der deutschen Taktik-Blogger, gibt in seinem Werk einen (relativ) kurzen Abriss darüber, wie die Taktik sich in Deutschland in den etwa 130 Jahren seiner Existenz verändert hat. Er tut dies auf sehr verständliche Weise. Fachjargon und übertriebene Verwissenschaftlichung sucht man hier vergebens. Stattdessen versteht es Escher auf seiner Zeitreise die großen Entwicklungslinien des deutschen Fußballs nachzuzeichnen. Zwar ist der Titel „Vom Libero zur Doppelsechs“ eigentlich irreführend, da weder der Libero den Anfangspunkt noch die Doppelsechs den Endpunkt darstellt, aber beide Positionen haben ihren Platz in Eschers Darstellung. Natürlich ist das Buch keines, das in alle taktischen Finessen und Details einsteigt, das soll es aber auch nicht sein. Es ist stattdessen ein einsteigerfreundlicher Band mit Viualisierungen und leserfreundlicher Sprache.

Kategorie 2: „Ich will was über mein‘ Club lesen“

4. Stuhlfauths Zeiten – Christoph Bausenwein

Eigentlich wollte Christoph Bausenwein ein Buch nur über die Nürnberger Torwartlegende Heiner Stuhlfauth schreiben. Am Ende wurde es viel mehr. „Stuhlfauths Zeiten“ ist es tatsächlich ein Porträt des Fußballs in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Hauptrolle in dieser Geschichte ist natürlich dennoch Heiner Stuhlfauth und somit spielt natürlich auch der Club eine gewichtige Rolle, auch weil man die Geschichte des Fußball in den 1920er Jahren eben nicht ohne den 1. FC Nürnberg schreiben kann. Was „Stuhlfauths Zeiten“ aber darüber hinaus macht, ist eine Entstehungsgeschichte des Fußballs als Spiel der Massen liefern. Denn vor dem Ersten Weltkrieg war Fußball eben kein Spiel für alle, sondern eher eines der Oberschicht, der Schuljungs in England, der Gymnasiasten in Deutschland. So ist Stuhlfauths Zeiten für jeden historisch Interessierten Fußballfan eine Fundgrube vieler Geschichten und Anekdoten, für den Clubfan aber eigentlich ein Muss. Auch wenn er bei den vielen Meistertiteln sicher das ein oder andere Mal ins Seufzen geraten dürfte.

5. Ganz Nürnberg war in einem Rausch – Katharina Fritsch, Maren Zimmermann

Weniger lang zurück, nur zehn Jahre, liegt dagegen der Anlass des Buchs von FCN-Pressesprecherin Katharina Fritsch und Maren Zimmermann, ihreszeichen Dramaturgin und Lebensgefährtin von Hans Meyer. Die beiden lassen in „Ganz Nürnberg war in einem Rausch“ alle Beteiligten am Pokalsieg 2007 zu Wort kommen. Die Nähe zum Ereignis ist noch so groß, dass die meisten Leser selbst Erinnerungen an den Abend in Berlin haben dürften, dennoch sind die Einblicke durchaus interessant. So kommt zum Beispiel auch der Trainer der Gegenseite an diesem Abend, Armin Veh, zu Wort und erzählt seine Sicht des Finals. Alles in Allem ein schönes sentimentales Andenken an eine rauschende Nacht im Mai. Womöglich die letzte rauschende Nacht im Bezug auf den FCN für lange Zeit.

Kategorie 3: Fußball – „Ich will mich nicht nur in Sachen Fußball weiterbilden, ich will auch was für mein Englisch tun“

6. Full Time: The Secret Life Of Tony Cascarino – Paul Kimmage, Tony Cascarino

Tony Cascarino ist kein Weltstar gewesen, er war nicht einmal ein wirklich herausragender Fußballer trotz seiner 88 Länderspiele und zwei WM-Teilnahmen für Irland. Seine Autobiographie, mit Hilfe des irischen Journalisten Paul Kimmage geschrieben, dagegen ist genau dies: Herausragend. So herausragend, dass sich der Londoner Guardian zu der Aussage hinreißen ließ, dass die Biografie sich im Vergleich mit anderen Fußballerbiographien wie Tolstoi lese. Um zu beruhigen: So lang wie Tolstois „Krieg und Frieden“ ist „Full Time“ nicht. Es ist aber tatsächlich eine Biographie wie kaum eine andere, da sie mit einer erschreckenden Ehrlichkeit verfasst wurde. Auch 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung verliert das Buch nichts an seiner Wucht, da die Selbstzweifel, der Schmerz und die Fallen des Lebens als Profifußballer auch heute noch in gleicher, oder sogar noch stärkerer Form existieren. Cascarino nimmt den Leser mit in die Gedankenwelt eines Profis mit all seinen Schwächen und Stärken und lässt auch Kontroverses nicht aus ohne zu sensationalisieren. Eine Autobiographie wie man sie gerne öfter hätte.

7. Angels with dirty faces – Jonathan Wilson

Jonathan Wilsons Bücher kann man nahezu ungesehen alle empfehlen. Zwei davon „Outsider: Eine Geschichte des Torwarts“ und „Revolutionen auf dem Rasen“, eine Art weltweite Variante von Tobias Eschers „Vom Libero zur Doppelsechs“, sind auch auf Deutsch erhältlich. Einige andere, wie das ebenso großartige „Football Dynamo“ über Fußball in Osteuropa oder eben „Angels with dirty Faces“ dagegen (noch) nicht. Die „Engel mit den dreckigen Gesichtern“, um die es im Titel geht, sind Spieler der argentinischen Nationalmannschaft. Wilsons Buch ist nämlich eine Geschichte des argentinischen Fußballs. Aber nicht nur des argentinischen Fußballs, sondern auch des Landes Argentinien, seiner verschiedenen europäischen Einflüsse und seines wechselvollen politischen Werdegangs, der sich immer wieder auch im Fußball wiederfand. Wilson manövriert den Leser gekonnt und anschaulich durch diese Geschichte und gibt tiefe Einblicke in die Heimat von Clublegende Javier Pinola.

8. The Nowhere Men/Living on the Volcano/No Hunger in Paradise – Michael Calvin

Der englische Sportjournalist Michael Calvin hat eine Trilogie geschrieben, die eigentlich gar keine ist. Denn jedes der drei Bücher kann auch für sich gelesen werden. „The Nowhere Men“ handelt von den Talentsuchern im englischen Fußball, „Living on the Volcano“ von den Trainern und „No Hunger in Paradise“ von den Spielern. Jedes Buch für sich führt den Leser ein wenig hinter die Kulissen des großen Zirkus, den die Premier League darstellt. Ihre wahre Wucht entfalten die drei Bände aber tatsächlich erst, wenn man sie zusammen liest. Es entsteht ein Bild, das einem – ähnlich wie Football Leaks – klar macht, das der nach außen getragene Schein der Fußballwelt das eine ist, das Innenleben aber deutlich anders aussieht.

Kategorie 4: „Lass mich mit Fußball in Ruhe, es ist Sommerpause“

9. Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten – Becky Chambers

Becky Chambers‘ Debütroman ist nicht nur etwas für Science-Fiction-Liebhaber, sondern auch etwas für Freunde hervorragend gezeichneter Figuren und guter Geschichten. Natürlich ist das Setting ein Science-Fiction-Setting: Ein Raumschiff, eine zusammengewürfelte Crew, eine zu erfüllende Mission. Aber aus diesem doch eher generischen Aufbau webt Chambers eine fesselnde Geschichte mit realistischen Figuren. Realistisch, obwohl viele davon keine Menschen sind. Sie schafft dies dank eines Schreibstils, dessen Lebendigkeit und Plastizität auch in der Übersetzung von Karin Will nicht leidet. Versteckt in die Geschichte der „Wayfarer“, die quasi eine kosmische Autobahn bauen soll, sind Geschichten von Menschlichkeit, Vielfalt und Wärme, die einen gern vergessen lassen, dass der kleine zornige Planet aus dem Titel eigentlich keine große Rolle spielt.

10. Hillbilly-Elegie – J.D. Vance

In der Kritik tauchte Vances Buch immer wieder als ein Buch auf, das man lesen müsse, um zu verstehen, warum die Amerikaner Trump gewählt hätten. Dazu taugt das Buch aber nur zum Teil. Wozu es aber hervorragend taugt, ist ein Bild der USA zu zeichnen, das so gar nicht mit dem Bild übereinstimmt, das wir in Europa von den USA haben. Vance hat eine Familiengeschichte geschrieben. Seine Familiengeschichte. Die Familie stammt aus den Appalachen; also jenem Gebiet, das tatsächlich „Trump Heartland“ ist, aber sich eben auch durch hohen Drogenmissbrauch und enorme Armut auszeichnet. Vance selbst steigt aus dieser Armut auf und landet irgendwann in Yale, um dort Jura zu studieren, doch seine Familiengeschichte lässt ihn eben nicht vollends los. Das Buch ist tatsächlich eine Elegie auf die Hillbillies, auf ihren Familienzusammenhang und auf das „Irgendwie-Durchkommen“, es ist aber auch eben nicht nur ein Lobgesang. Mit burtaler Ehrlichkeit zeigt es Drogen- und Alkoholmissbrauch auf und zeigt eine teilweise atemberaubendes Portrait echter Armut in einem der reichsten Staaten der Welt. Armut, an die man im Blick auf die USA nicht unbedingt realisiert, die Armut der weißen Arbeiterschicht. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete „Hillbilly-Elegie“ als das „wichtigste politische Buch des Jahres“. Auch wenn man nicht so weit gehen mag, es ist ein gutes, aber auch ein schockierendes Buch.

44 Gedanken zu „Die Clubfans United Sommerleseliste

  • „alle Beteiligten am Pokalsieg 2097 zu Wort kommen…“

    Geil, Florian kann in die Zukunft blicken 😉

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  • Frage an meinen Vater, einem leidenschaftlichen Club-Anhänger, wieso er am Tag nach dem Pokalsieg ein solch trauriges Gesicht macht. Antwort: Weil er genau weiß, was jetzt folgen wird…

    „Ganz Nürnberg war in einem Rausch“ beschreibt …´Womöglich die letzte rauschende Nacht im Bezug auf den FCN für lange Zeit.´ Der Club hat bisher immer wiederkehrend für Gelegenheiten gesorgt, in einen Rausch zu verfallen! Prof. Dr. Ingo Böbel, Voack, Renner/Sebert/Von Heesen/Ismael, Kasalo/Marcos Antonio, Derby, Abstieg, Gurkenspiele, Beinahe-Insolvenz… Wer Club-Fan ist, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch künftig genug Gründe finden, eine Halbe zu viel zu trinken. Da bin ich ganz frankenuntypisch Optimist!

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    • Der Franke ist der größte Optimist überhaupt. Selbst bei einem Eigentor des Gegners glaubt der Club Fan unser Sturm ist schon Championsleague reif.

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      • Umgekehrt: der typische Clubberer ist im Grunde erst dann zufrieden, wenn der Gegner bei 100% Chancenverwertung zu Null zerlegt wird, obwohl der Gegner über 90 Minuten nachweislich brillant gespielt hat.

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  • Gute Auswahl Florian. Besonders erfreulich, dass es keine der unzähligen 0815-Abhandlungen über Bayern München oder den BVB auf deine Liste geschafft hat! Meiner Ansicht nach auch empfehlenswert für Kategorie 3, auch wenn mitunter schwere Kost und nicht mehr ganz aktuell:

    Manslaughter United: A Season with a Prison Football Team, von Chris Hulme.

    Von diesem Team gab es übrigens sogar Merchandise zu kaufen, z.B. ein Trikot im Stile der Klassiker von ManU. Mit einem sehr eng ans Original angelehnten Logo, nur dass der Schriftzug eben Manslaughter statt Manchester lautet. Britischer Humor…

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  • Ein Alkoholrausch aus Frust ist halt keider kein echter Rausch. Frusträusche sind auch viel gefährlicher, weil sie dem Alkohol etwas zutrauen, was er gar nicht kann, Probleme lösen. Insofern wünsche ich jedem Clubfan einen Freudenrausch über jeden gewonnenen Punkt und die Kraft, all die Malaisen um unseren Club geduldig und nüchtern zu ertragen.

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  • Mich würde auch das Buch Schuss von Thomas Kistner interessieren, zwar ist mir die These schon lange vollkommen klar, wenn es um das ungeliebte Thema Doping geht. Natürlich hilft es einem Fußballer immens, wenn er länger Luft hat ganz egal auf welchem Niveau oder in den entscheidenden Minuten, wenn es um alles oder nichts geht. Das Argument was man immer von offizieller Seite „im Fußball hilft das nichts“, ist an Unsinn kaum zu überbieten.  Allerdings will man dieses Thema mit allen Mitteln aus dem Milliarden Business Profifußball aushalten. Das Thema würde mich mal gut recherchiert interessieren :-/

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  • Zwar etwas am Thema vorbei…

    Ich bin ja schon so auf die nächste Saison gespannt. Köllner spricht von Aufstieg, Testspiele gegen „die Großen“, etc. Entweder unser neuer Trainer wird der Held von ganz Nürnberg, oder er hat den Mund zu voll genommen und ist noch vor Weihnachten schon Geschichte…

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    • Schön, wenn man sich große Ziele setzt. Das hat sicher bei Schwartz u.A. auch gefehlt. Allerdings kommt Köllner aus dem „Mund zu voll nehmen“ und „selbst gesteckte Ziele krachend verfehlen“ nicht mehr raus. Scheinbar, muss er bzgl. anstehender Transfers mehr wissen als wir bzw. mehr als Bornemann gerade ankündigt. Aktuell interpretiere ich Bornemann so, dass man neben Kerk noch Hufnagel holen will und dann noch einen „Innenverteidiger“. Falls das so kommt, ist das Ziel „Aufstieg“ einfach nur lächerlich,. Wir kommen mit Köllner und dem Kader vom Tabellenplatz 16 (Rückrunde) und keiner klaren spielerischen Entwicklung. Von den angekündigten Neuzugängen ist inkl. Valentini von Keinem zu erwarten, dass er uns deutlich verstärkt. Ich finde Kerk und Valentini hoffnungsvoll, dennoch muss man Kerk angesichts seiner mauen Saison mit abermals vielen Verletzungen Zeit geben. Von Hufnagel halte ich nichts und man darf auch von allen jungen Spielern des aktuellen Kaders keine Leistungsexplosion erwarten. Ein zweiter Scorer neben Teuchert fehlt, außer Sabiri startet total durch. Vor diesem Hintergrund hielte ich ein Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ schon für ambitioniert genug.

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    • Bislang würde ich sagen hinkt er den Versprechungen deutlich hinterher auch wenn sie im Ohr gut klingen. Vielleicht soll das zu dem Zeitpunkt den Dauerkartenverkauf ankurbeln.

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      • Wenn es wenigstens halbwegs glaubhafte Indizien für eine Verbesserung geben würde. Und mit Valentini, Kerk (viele Verletzungen, maue Saison), Jäger und dem noch fehlenden Innenverteidiger, muss man auch nicht automatisch von Platz 16 (Rückrunde) auf Platz 3 hochschießen. Ich glaube eher, dass Köllner grundsätzlich erst redet und ggf. dann erst denkt. Gerade nach seinen jüngsten Ansagen mit geforderten „6 Punkten“ aus den letzten beiden Spielen, bei denen er erneut nicht geliefert hat, sollte er wirklich erst mal verbal kleine Brötchen backen. Auf Basis der bisherigen (geringen) Entwicklung unter Köllner und dem Status Quo der Neuzugänge, wäre ein einstelliger Tabellenplatz m.E. als absoluter Erfolg anzusehen. Wenn neben Teuchert nicht auch Sabiri zweistellig scored, wird es gerade in der Offensive eine ganz lange Saison. Vor diesem Hintergrund glaube ich nicht, dass seine zumindest für mich wenig substanziellen Sprüche für mehr Dauerkarten sorgen.

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    • Habe ich etwas verpasst oder wann hat MK von Aufstieg gesprochen? Ich habe etwas von „um den Aufstieg mitspielen“ im Kopf…
      Und das ist eine Zielsetzung an der er sich messen lassen kann…letztes Jahr gabs keine Ziele und da war auch alles doof…

      Und den Aufschrei möchte ich hören bei der Zielsetzung einstelliger Tabellenplatz…

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  • laut Kicker will der Club Kerk für 500.000 EUR plus evtl. Nachzahlungen verpflichten. Haben wir wieder Geld oder plant AB schon mit Einnahmen aus weiteren Verkäufen? Und ist das nicht viel Geld für einen Verein, der soeben noch die Lizenz-Auflagen erfüllen konnte und ob der Verletzungshistorie des Spielers vorgewarnt sein dürfte?

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    • Das habe ich mich auch schon gefragt.

      Vielleicht sind das jetzt einige Nachzahlungen, z.B. solche, die wir für den Aufstieg von Hannover 96 und den Wechsel von Füllkrug erhalten oder wir bekommen nochmal einen Nachschlag für Tore oder Einsatzminuten bei Burgstaller von Schalke. Da kann schon einiges Zusammenkommen.
      Bekommen wir nicht auch noch Geld aus Polen für Stepinski? Da war doch etwas wegen „Beschwerde bei der UEFA“ und sowas?

      Für den Wechsel von Gebhart aus der 3. Liga in die Regionalliga Baiern werden wir wohl nix mehr bekommen. 8)

      Schöne Bücherliste, aber mir steht gerade der Sinn nach anderer Thematik. Von Philipp Meyer „American Rust“ und/oder „Der erste Sohn“ und dann natürlich gibt es auch was neues von T.C. Boyle! Ich habe Glück, Denis Scheck hat denselben Buchgeschmack wie ich. Und auch zum Großteil denselben Musikgeschmack, jedenfalls was er in seiner sehenswerten „druckfrisch“ so spielen lässt (steht alles auf der druckfrisch Webseite bei ARD). 🙂

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      • Immerhin gibt es einen Verein in der 2. Bundesliga, der noch klammer zu sein scheint als der Club. Oder warum wollte Kaiserslautern Kerk nicht behalten?

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        • Weil er dort absolut nichts gezeigt hat.

          Dass die zusätzlich auch noch ziemlich klamm sind, ist nicht neu, und beim Blick auf deren Kader auch schon länger ziemlich offensichtlich.

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    • Dominic Baumann ist laut Internetseite des Clubs nach Würzburg umgesiedelt. Das deckt vielleicht die Nachzahlungen?

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  • Gibt es von Euch eigentlich keinen Podcast über den Club mehr..Bei jedem Podcast wurde versprochen dass ihr nicht mehr so viel Zeit verstreichen lasst,aber seit ewigen Zeiten kommt da nichts mehr..
    Enttäuschend!!!!

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  • Also ich finde den Transfer von Sebastian Kerk extrem positiv! Und wegen der Ablöse…das ist immmer nur ein Teil der Kosten eines Transfers, dazu kommen noch Gehalt,Handgelder usw.
    Und außerdem denke ich Meeske hat schon alles durchgerechnet und Bornemann mitgeteilt was er ausgeben darf…

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    • Ein Kumpel von mir mußte mit seinen zwei fußballspielenden Töchtern hingehen. Der hat auch ziemlich geflucht, aber was kann man seinen Töchtern schon abschlagen…

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  • Keine Panik, Jungs ! Ein Kracher wird schon noch kommen, um euch ruhig zu stellen. Da gibt’s doch Einen, der seinen neuen Verein noch nicht bekanntgeben möchte. Gnabry als Ersatzmann für Kerk, falls Kerk mal verletzt sein sollte oder die ersten 20 Spiele nicht treffen sollte.

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    • Also in 19 Spielen für Kaiserslautern hat er 1 mal getroffen und 2 Torvorlagen laut Leistungsdaten. Könnte also schon passieren mit dem 20 Spielen ohne Tor…

      Ich habe ein gemischtes Gefühl für ihn 1/2 Mio auszugeben Syndesmosebandriss und Achillessehnenprobleme sind halt kein Klacks und meistens langwierig. Ich wünsche Bornemann bei Kerk mehr Glück als bei seinen vergangenen Transfers. Ich hättes es zu dem Preis nicht gemacht. :-/

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      • Also bevor sich das hier verselbstständigt – der kicker spricht von 350.000 plus evtl. Nazahlungen auf 500.000 (bei Aufstieg?).
        Ich denke das ist angesichts der perversen Preisstiegerungen im Fußball in den letzten Jahren eine vernünftige Summe für Kerk, der zwar nicht ohne Risiko behaftet wegen seiner Verletzungen, aber wenn fit ein überdurchschnittlicher Zweitligaspieler ist.
        Abgesehen davon bin ich erleichtert, dass wir zumindest wieder solche Ablösen stemmen können. Wenn wir nicht jetzt, mit Auslaufen einiger teurer Verträge und mit etwas höherem TV Geld wieder kleinere Summen bezahlen könnten, dann müsste dem Verein dass Wasser schon bis weit über den Kopf stehen. Ich glaube so langsam ist der Schuldenstand wieder auf Nasenlochniveau, und wir können langsam vorsichtig wieder nach vorne gehen.

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  • Keiner erwartet doch einen Kracher. So realistisch/ernüchtert ob unserer finanziellen Situation dürften inzwischen alle sein, dass uns ein Kracher eher erschrecken würde ;). Selbst vom Backen kleinerer Brötchen haben wir uns zwangsgewoybaderter Weise verabschieden müssen und sind eher bei den Semmelbröseln angekommen. Und dann erscheinen 500.000 EUR Ablöse plus Nebengeräuschen auf den ersten Blick erst einmal viel Geld, egal für welchen Spieler.

    Klar wäre ein Kerk in Top-Form ein guter Neuzugang. Aber ist es denn sicher, dass Kerki diese Form wieder erreicht? Im kompletten letzten Jahr in Lautern hat er sie zu keinem Zeitpunkt gehabt. Und auch bei uns ist seine Bilanz bestenfalls durchschnittlich. Zu häufig musste er sich nach Verletzungspausen erst wieder heran kämpfen. Er kann mMn in die Kategorie Risiko-Transfer eingeordnet werden. Man kann hoffen, dass er wieder schnell der Alte wird, aber kann ihn nicht grundsätzlich als Leistungsträger einplanen. Und hierfür erscheint mir der Preis (Ablöse, Provisionen, Handgeld, Gehalt) zu hoch.

    Auch haben wir langsam ein wenig viele Spieler im Kader, deren Entwicklung/Form verletzungsbedingt nicht planbar ist. Kerk, Ishak nach langem Ausfall, ebenso Erras, dazu noch der Langzeit-Ausfall Lippert. Allesamt Spieler für die erste Elf. Geht alles gut, können wir AB gratulieren. Wenn nicht, muss er sich diese (Kerk, Ishak) als teure Fehler in der Kaderplanung anrechnen lassen!

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  • Maximilian Philipp wechselt für 20 Mio € von Freiburg und Dahoud für 17 Mio € von Gladbach zum BvB.
    Die beiden Spieler haben sagen wir eine respektable Saison gespielt – aber solch astronomische
    Ablösesummen zu bezahlen verdeutlicht, in welchen Kategorien der Profifussball angekommen ist – mit der Tendenz, dass die Spirale sich noch weiter nach oben dreht.
    Jetzt spanne ich den Bogen zu unserem Club. Ob unserer finanziellen Lage erahne ich, auf welcher Ebene
    wir uns neue Spieler leisten können und daher sollten wir mit unseren Ansprüchen was Neuverpflichtungen betrifft, doch Bescheidenheit und Zurückhaltung anmahnen.

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    • Das sind zwei junge deutsche Nationalspieler, jung heißt eben auch beide werden auch noch höhere Transfersumme erzielen, wenn es sportlich so weiterläuft und der BVB kann beide eben auf ein internationales Niveau heben.
      Beide Talente kamen aus der eigenen Jugend. Für den SC Freiburg oder Gladbach waren sie daher nicht teuer 🙂

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  • Meine Transferbemühungen wären 2 Spieler. Zum einen als Überraschung Patrick Schmidt vom FC Saarbrücken (Regionalliga 2. Platz durch Schmidts Tore) , Stürmer Mitte mit richtigem Torinstinkt 23 Jahre, körperlich robust, technisch stark, 22 Tore und 35 Einsätze in der aktuellen Saison. Martkwert 200 000 € Perspektive über U21 an die Profis schnell heranführen. Habe von ihm ein paar Spiele gesehen, wie er aus vollem Lauf mit dem Aussenriss in Bedrängnis Tore gemacht hat, habe ich selten gesehen so. In Stuttgart und Schalke als Jugendspieler gut ausgebildet. Hohe Chance dass seine Aktie also Marktwert steigt.

    Dominik Maroh –

    die Qualität für die 2. Liga hat er sicher noch, aber wichtiger wäre mir eine Leaderfunktion im Team der die vielen jungen Spieler sowie die Abwehr führen kann (nachdem Schäfer weg ist). Zudem Identifikationsfigur.

    das wären meine Transfer Bestrebungen als Sportvorstand 🙂 …Gedankenspiele, ist ja Sommerpause

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