U21 schlägt Pipinsried mit 4:0

Die U21 gewinnt gegen den Aufsteiger aus Pipinsried mit 4:0 (2:0).

Beim Aufsteiger aus Pipinsried ist alles eine Nummer kleiner. Der Ort (ca. 550 Einwohner), das Stadion (2500 Zuschauer) und auch die finanziellen Mittel. Daher ist es bei den Oberbayern, die fußballerisch allerdings zu Schwaben gehören, auch nur ein wenig überraschend, dass Trainer und Co-Trainer nicht auf der Bank sitzen, sondern auf dem Feld agieren. Sowohl Cheftrainer Fabian Hürzeler – ausgebildet in der Bayern-Jugend – als auch sein Assistent Christoph Burkhard – ausgebildet beim FC Augsburg und dem TSV 1860 München – sind Spielertrainer. Das kann, wie am Samstag in Nürnberg durchaus zu Kuriositäten führen, nämlich dann, wenn Cheftrainer den Co-Trainer zur Halbzeit auswechselt. Zu diesem Zeitpunkt lag der FC Pipinsried bei der U21 des FCN bereits mit 2:0 zurück und auch die Auswechslung des Co-Trainers und die Umstellung auf 4-4-2 nutzte nichts, denn am Ende verließ der 1. FC Nürnberg II den Platz als deutlicher 4:0-Sieger.

Ein Ergebnis, das Fabian Hürzeler nach dem Spiel vor allem der größeren Effizienz der Gastgeber vor dem Tor zuschrieb. Ein Urteil, das sicherlich richtig ist, wenn eine Mannschaft vier Tore in neunzig Minuten erzielt und die andere keinen Ball im Tor unterbringen kann. Es unterschlägt allerdings, dass Axel Hofmann im Tor des FCN mehrere starke Paraden hatte und der Club insgesamt über weite Strecken das Spieltempo diktierte. Natürlich spielte den Gastgebern dabei die Torfolge in die Karten und womöglich hätte der FC Pipinsried seine technische und spielerische Stärke, die auch Club-Coach Reiner Geyer den Gästen attestierte, besser zur Geltung bringen können, wenn Axel Hofmann eine abgefälschte Bogenlampe von Burkhard nicht mit guter Reaktion übers Tor hätte lenken können. Doch so tat sich der FCP über weite Strecken schwer den Ball im letzten Spielfelddrittel gefährlich in Richtung Nürnberger Tor zu bringen. Der Club brauchte ebenso etwas, um in die Partie zu kommen, hatte ab der 22. Minute die besseren Chancen. Zu diesem Zeitpunkt setzte Enis Alushi, der insgesamt dem Spiel Struktur verleihen konnte und mehr auffiel als die andere „Profileihgabe“ Laszlo Sepsi, Andreas Knipfer auf dem Flügel gekonnt ein, so dass dieser in Ruhe in die Mitte flanken konnte. Am Ende der Flanke wartete Erik Engelhardt, doch seinen wuchtigen Kopfball konnte Reichlmayr im Tor der Gäste noch entschärfen. Sechs Minuten später war der Keeper der Pipinsrieder dann jedoch machtlos: Harlaß ließ mit geschickter Drehung einen Verteidiger aussteigen, legte quer auf Simon Rhein, der sicher flach ins lange Eck schlenzte. Das Tor verlieh dem „kleinen Club“ nun auch die nötige Sicherheit. Pipinsried kam nun gar nicht mehr in Richtung Tor und kurz vor der Pause legte der Club nach. Kapitän Christoph Wallner setzte nach einem Freistoß von Philipp Harlaß den Ball per Kopf ins Tor der Gäste.

In der Pause stellte Trainer Hürzeler dann wie erwähnt bei den Gästen um, wollte mit mehr offensiver Durchschlagskraft ans Werk gehen, doch nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff schlug der Club erneut per Standard zu. Wie schon gegen Eichstädt war es Jonas Hofmann, der den Ball per direktem Freistoß im Tor unterbrachte. Danach entwich dem Spiel tatsächlich etwas der Druck. Der FCN verlegte sich nun mehr auf die Kontrolle des Spiels, Pipinsried lief an, kam aber erst spät in der Partie zu guten Möglichkeiten, doch entweder Axel Hofmann oder die Latte standen dem FCP im Weg. Stattdessen legte der Club am Ende in Form des eingewechselten Philipp Hercher sogar noch auf das Ergebnis drauf. Der Angreifer hatte Pipinsrieds Innenverteidiger Luis Grassow zwanzig Meter vor dem Tor angelaufen, dieser suchte den Zweikampf mit Hercher statt den Ball wegzuschlagen und verlor das Duell. So stand Hercher frei vor Reichlmayer und schob sicher zum 4:0-Endstand ins Tor der Gäste ein. Mit 4:0 fiel das Ergebnis am Ende sicher zu hoch aus, doch daran, dass der Club der verdiente Sieger war, blieb nach der Partie kein Zweifel. die U21 bewies mit diesem Sieg, wie schon auch dem Erfolg gegen Eichstätt, dass sie die Spiele gegen auf den Papier schwächere Gegner siegreich gestalten kann, so dass im Normalfall einer souveränen Saison, in der die Spieler in Ruhe ausgebildet werden können, wenig im Weg zu stehen scheint. Auch im Hinblick hierauf war der Sieg gegen Pipinsried wichtig, betonte Reiner Geyer nach dem Spiel, schließlich hatte man sich vorgenommen ohne Gegentor zu bleiben und dies auch geschafft.

Für den FCN II ist in der nächsten Woche spielfrei, da das Spiel vom 6. Spieltag gegen den TSV 1860 München bereits am vergangenen Dienstag bestritten wurde. In zwei Wochen ist dann der FC Augsburg II mit Trainer Christian Wörns und den Ex-Cluberern Markus Feulner, Dominik Reinhardt und Shawn Parker zu Gast.

Das Spiel in Zahlen:

Nürnberg II (4-1-4-1): A. Hofmann – Knipfer, Wallner, Eder, Sepsi – J. Hofmann – Harlaß (80. Hercher), Alushi (74. Mouhaman), Rhein, Feil (77. Engelhardt) – Engelhardt (69. Boesen) – Trainer: Geyer

FC Pipinsried (4-1-4-1): Reichlmayr – Liebsch, Grassow, Krammel, Suszko – Hürzeler – Berger, Burkhard (46. Müller), Tosun, Arik – Diep (46. Goia)

Tore: 1:0 Rhein (28.), 2:0 Wallner (44.), 3:0 J.Hofamnn (47.), 4:0 Hercher (86.)

Gelbe Karten: Alushi, Engelhardt – Liebsch, Krammel, Hürzeler
Schiedsrichter: Julian Kreye (Warmensteinach)
Zuschauer: 258 (Max-Morlock-Platz, Spßortpark Valznerweiher)

Fotocredit: Titelbild verwendet mit freundlicher Genehmigung von Dieter Rebel (fupa.net)

18 Gedanken zu „U21 schlägt Pipinsried mit 4:0

  • Sabiri nicht dabei? Na dann steht er morgen in Regensburg in der Startelf. MK ist wirklich ein Fuchs. Freu mich riesig auf das Spiel. Forza FCN! Hab heut schon den ganzen Tag „..wir sind Nürnberg, super Nürnberg, keiner mag uns, scheissegal..“ vor mich hingesummt. Wahnsinn, was das erste Spiel bei vielen und auch mir ausgelöst hat. Seit langer Zeit wieder ein Glubb zum Geniesen. Habt ihr auf Club TV die geilen Videos gesehen? Tim und Möwe sehr sympathisch. Tolle Truppe.

    2

    0
    Antwort
      • Und genau das imponiert mir bei Köllner: Leistung im Training PLUS Verhalten außerhalb des Platzes. Und wenn ich Köllners Tonfall richtig deute würde es mich sehr wundern, Sabiri heute überhaupt im Kader zu sehen.

        3

        0
        Antwort
          • Wie schon vermutet, Sabiri war für die U21 nominiert, hatte aber keine Lust. Klare Arbeitsverweigerung. Wird ne Abmahnung nach sich ziehen. Das der Junge Kerl hohl dreht ist ja noch einigermaßen nachzuvollziehen, wenn man moralische Aspekte außer Acht lässt. Aber was Huddersfield da veranstaltet ist schädigend und unmoralisch. Hätte gute Lust deren Homepage und Facebookaccount mal so richtig fränkisch zuzumüllen. Und die Berater? Wenn es geht alle vom Hof jagen, die haben schon neben Herrn Bader bei den Transfers der letzten Jahre am meisten verdient.

            4

            0
            Antwort
            • Was macht Huddersfield denn genau? Hab da keine aktuellen Infos. Rufen die Sabiri dauernd an oder wie oder was?
              Weiß jemand mehr?
              Falls er geht würde ich den jungen Prokop von Austria Wien holen. @xxandl, was sagst Du dazu?

              0

              0
              Antwort
              • Huddersfield hat Sabiri den Floh „Premier League zu spielen ist besser als alles andere“ ins Ohr gesetzt. Die haben dem Jungen so den Kopf verdreht, dass der nimmer für den Ruhmreichen spielen will und gleichzeitig kein ernstzunehmendes Angebot unterbreitet. 450 TEUR wurden zitiert. Auch nach Nachfrage AB wurde das Angebot nicht verändert. Gleichzeitig bleibt Huddersfield weiter intensiv im Gespräch mit Sabiri. Der führt sich auf wie im Kindergarten und ent-liked unserm Glubb auf Instagram. Eine neue moderne Art auf den Arbeitgeber Glubb Druck in Bezug auf die Ablösesumme auszuüben. Sehr unmoralisch!

                4

                0
                Antwort
                • Wahrscheinlich ist bei dem Angebot wie bei Asterix bei den Briten „gefallen eine eins“. Schockierend! Denn wenn es 4,15 Mio wäre, könnte man diskutieren :mrgreen:

                  1

                  0
  • Ich habe in Sachen Sabiri im Vorfeld bereits alles gesagt.
    Tolle Einstellung seinem Arbeitgeber gegenüber.
    Wenn er sich für die Zweite zu schade ist, bleibt nur noch die Tribüne, unter Wert würde ich ihn auf keinen Fall ziehen lassen.
    Diese Engländer sollten sich mal überlegen, welchen Kumpel sie sich in ihr Team holen wollen.

    3

    0
    Antwort
    • Wenn die Engländer nicht mehr bieten, würde ich versuchen Sabiri in dieser Saison zu verleihen (wie andere Unzufriedene in der letzten Saison auch). Natürlich nicht an einen Mitkonkurrenten. Aber möglichst schnell. Wenn sich dieses Theater um ihn noch wochenlang hinzieht, seh ich hier die Gefahr, daß andere vielleicht auch mal Unzufriedene (weil sie nicht aufgestellt werden) sich von seiner Negativität anstecken lassen. Und Köllner hat ja erst vor kurzem darauf hingewiesen daß die gute Mannschaftsstimmung ein sehr sensibles Gebilde ist.
      Da unsere Erfolge aber darauf angewiesen sind, daß die Stimmung in der Mannschaft passt, sollte man Störfaktoren möglichst schnell loswerden, wenn sich da keine Einsicht abzeichnet.

      3

      0
      Antwort
      • Angeblich ist es ja so, dass Sabiri in der Mannschaft recht isoliert ist und seine Sperenzien vom Rest eher belächelt werden und als Egotrip abgetan werden. Daher scheint mir die Gefahr einer „Flächenbrandwirkung“ zur Zeit noch recht gering.

        Ich würde allerdings auch drauf setzen, dass Sabiri ab dem 1.9. plötzlich wieder voll da ist, weil er klug genug ist, zu wissen, dass ein halbes Jahr ohne Fußball ihm in diesem Alter nur schadet (es sei denn Huddersfield erhöht das Angebot, dann würde ich verkaufen und noch einen „echten“ RA holen).

        1

        0
        Antwort
        • Florian ich glaube nicht, daß das gut ist. Das nächste Transferfenster ist dann im Winter. Soll das dann wieder losgehen? Und was macht das mit einem Spieler (Salli oder Gislason) die dann ab August wieder auf Bank oder aus dem Team verbannt werden und dann wieder für ihn einspringen sollen?
          Nein. Sabiri ist aus meiner Sicht zu weit gegangen. Das hab ich schon beim ersten Anzeichen befürchtet, daß er so reagiert. Und es hat sich bewahrheitet Das Beste wäre wirklich, Bornemann findet möglichst schnell einen anderen Verein, an den er ihn ausleihen kann. Und dort kann sich Sabiri dann so präsentieren, daß er vielleicht im Winter oder Sommer die anderen Verein so für sich interessiert, daß sie mehr für ihn bieten. Und wenn nicht: Pech für den Spieler. Nächste Leihe …

          2

          0
          Antwort
          • Spieler und Verein haben ja nicht ohne Grund ihren Vertrag vor kurzem verlängert. Eine Leihe mag gruppendynamisch auf lange Sicht die klügere Strategie sein, aber wenn, dann wie Du sagst in Deutschland nur zu einem Erst- oder Drittligisten (letzteres würde wohl wieder an Sabiri selbst scheitern).
            Der Club hat verlängert, weil Sabiri ein guter Spieler mit hervorragender Perspektive ist. Falls er sich ab dem 1.9. wirklich, wie Florian schreibt, voll reinhängt und bessere Trainingsleistungen als Salli und Gislasson abliefert, diese dann in Punktspielen bestätigt,wo er sich dann auch mannschaftsdienlich zeigen muss, ist er zurück im Team.
            Dass das dann für Salli/Gislasson problematisch wird, ist ja dann weder Sabiris noch Köllners Schuld, der nach Leistung und Verhalten nominiert.
            Das ist das Gute an unserem diesjährigen Kader: Niemand kann sich mentale/charakterliche Auswüchse oder spielerische Unzulänglichkeiten über einen Ausnahmefall hinweg leisten, sonst muss er eben zuschauen.
            Am liebsten wäre es mir persönlich, wenn wir Sabiri an einen ausländischen Verein losbekommen würden. Von mir aus gerne so was wie Limassol oder Qäläbä.
            Und dann bspw. Prokop von Austria Wien holen, der das Offensivspiel deutlich beleben würde.

            2

            1
            Antwort
    • Da David Wagner sagte, Erfahrung in der PL werde überschätzt und er wolle Spieler, die wie nichts darauf brennen, in der PL spielen zu wollen, dürfte Sabiris Verhalten Huddersfield eher darin bestärken, ihn holen zu wollen…

      0

      0
      Antwort
      • Ich finde den Ansatz ja schon „charmant“, zu meinen, dass man mit Hefele, Kachunga, Quaner und Schindler, Löwe und Lössl in der Premier League bestehen kann. Derzeit fehlt mir da aber der Glaube oder auch nur die Vorstellungskraft, dass das funktionieren kann.

        3

        0
        Antwort
        • Vielleicht belehrt er uns ja eines besseren. Und wenn er meint, daß Sabiri einer derjenigen ist, mit denen er dann die anderen Vereine mit ihren Hochkarätern abschießen kann: mich würde es freuen, wenn er das schaffen könnte.
          Aber dann soll er eben seiner Vereinsführung klar machen, daß ein Spieler, der noch einen Zweijahresvertrag hat und von dem auch unsere Vereinsführung weiß, daß er spielerisch großes Potential hat, nicht für peanuts zu kriegen ist.

          3

          0
          Antwort
          • Vor allem sollte Sabiri vielleicht mal darüber nachdenken wieviel er seinem Wunschverein Huddingsfield wert ist, so riesig große scheint das Interesse dann ja doch nicht zu sein. Gemessen an Premier League sind sie ja gerade mal bereit die Kaffeekasse auf zu machen.
            Ich vermute eher, daß seine „Berater“ das große Geld wittern und ihn kirre machen. Er wäre gut beraten gewesen erst einmal eine ganze vernünftige erfolgreiche Profi Saison zu absolvieren, dann sieht alles schon anders aus auch sein Marktwert.

            5

            0
            Antwort
            • Ich glaube die Ablösesumme ist dem Berater und damit auch Sabiri relativ latte, so ganz am Anfang der Profikarriere. Aber das höggschtwahrscheinlich absurd viel höhere Grundgehalt (prozentual auch für den Berater) und die Wertsteigerung – selbst wenn Sabiri nicht zum Einsatz kommt und nach der kommenden Saison eventuell weiterverschachert werden muss (je häufiger transferiert desto mehr Kohle für alle), lassen beim Berater möglicherweise die absurdesten Karrierevisionen auf der Hirnrinde Tango tanzen.
              Kurzum, ich gebe Dir Recht und es vermuten wohl die meisten, dass Sabiris „Berater“ keine solchen sind, sondern nach der schnellstmöglichen Wertsteigerung lechzen. Und dem vermutlich nicht allzu hellsten Sabiri hat man den glamourösen Premier League-Dukatenscheißerirrsinn offenbar mit dem Brandeisen ins Innere der Rosette gestempelt, so dass er bei jedem größeren Toilettengang auch ja immer daran erinnert wird, wie toll er doch eigentlich ist und zu wieviel Höherem berufen.

              Sorry für die Wortwahl, manchmal geht mir bei diesem manipulativen Wahnwitz der Gaul durch.

              2

              0
              Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.