Euphoriebremse für den Club #AUEFCN

Es wurde nichts mit zehn Punkten nach vier Spieltagen. Stattdessen muss der 1. FC Nürnberg nach diesem Spiel erstmal seine Wunden lecken.


Der 1. FC Nürnberg begann mit drei Veränderungen gegenüber den letzten Heimspiel gegen Union Berlin. Für Adam Zrelak durfte wieder Mikael Ishak beginnen, für Patrick Kammerbauer rückte Eduard Löwen in die Startelf und Edgar Salli ersetze den langzeitverletzten Sebastian Kerk. Das Fehlen der beiden Erfolgsgaranten der letzten Wochen ließ sich der 1. FC Nürnberg aber ersteinmal nicht anmerken. Der Club mühte sich vom Anstoß weg um Spielkontrolle und bekam diese auch, auch wenn die erste gefährliche Aktion bei den Hausherren zu Buche schlug. In der siebten Minute benötigte es eine schnelle Reaktion von Thorsten Kirschbaum, der einen Schuss von Sören Bertram am Pfosten vorbei lenkte. Nach gut 15 Minuten hatte dann Cedric Teuchert die Führung für den 1. FC Nürnberg auf dem Fuß, der nach einem hohen Ball in den Strafraum völlig frei vor Torwart Martin Männel auftauchte und den Ball, völlig überrascht, direkt in dessen Arme schoss. Kurz darauf war es wieder Teuchert der nach einem Pass von Löwen auf die Reise geschickt wurde. Teuchert suchte sich die lange Ecke raus, zögerte aber einen Tick zu lange und Männel konnte den Ball erneut parieren. Fortan wurde das Spiel des 1. FC Nürnberg nun immer passiver und der Club gab schlussendlich die von Beginn an gewonnene Spielkontrolle an Aue ab, bis zu Pause sollte sich dies nicht ändern aber auch nicht rächen.

Die Hoffnung, dass der Club nach der Pause wieder zurück in die Partie finden würde, bestätigte sich leider nicht. Beide Teams knüpften an ihre Leistungen vor dem Halbzeitpfiff an. Aue behielt die Kontrolle und gewann, vor allem im Mittelfeld, die wichtigen Zweikämpfe für sich. Der 1. FC Nürnberg blieb in seiner Spielanlage weiterhin viel zu passiv. Somit war der Führungstreffer für die Veilchen zwar in der Entstehung glücklich, dennoch aber hochverdient. Dominik Wydra zog nach einer Ecke einfach mal ab, sein Schuss wurde von Georg Margreitter leicht abgefälscht und schlug unhaltbar im Tor von Thorsten Kirschbaum ein. Auch die Hoffnung auf einen Weckruf für die Mannschaft des 1. FC Nürnberg stellte sich nicht ein. Ganz im Gegenteil, der FCN zeigte nur wenig Reaktion und Aue drehte nun richtig auf: Ballverlust Kammerbauer, Aue schaltet schnell und bringt den Ball über Pascal Köpke zu Dimitrij Nazarov, der frei vor Kirschbaum auf 2:0 für die Hausherren erhöhte. Nur fünf Minuten später war es Christian Tiffert der unbedrängt eine Flanke in den Strafraum schlagen konnte. Dieses Mal machte es Köpke selbst und versenkte den Ball per Kopf zum 3:0 im Netz. Die Partie war damit endgültig entschieden. Der im zweiten Durchgang völlig desolate 1. FC Nürnberg konnte mit dem Anschlusstreffer in der 87. Minute nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

17 Gedanken zu „Euphoriebremse für den Club #AUEFCN

  • Durchschnaufen, Enttäuschung rausatmen ?

    Was ist eigentlich passiert? Eine verdiente schmerzvolle Niederlage, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Davon wird es noch einige in dieser Spielzeit geben, da braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten. Doch kein Grund, die schon beinahe überquellende Euphorie ins Gegenteil umschlagen zu lassen. Auch ohne Sabiri und Kerk glaube ich fest an den Klassenerhalt, nicht aber an den Aufstieg. Und bleibe bei meinem Saisonziel, möglichst früh die 42 Punkte vollmachen und vor allem endlich schöneren Fußball zu sehen zu bekommen!

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  • An dieser Niederlage ist nur einer Schuld:
    Sabiri, der als identitätsstiftendes Element für den Zusammenhalt der Mannschaft sowie als Stammplatzdruckmittel weggefallen ist.

    Darüber hinaus hätte der „beste Mittelstürmer seines Jahrgangs in Deutschland“ gerne zumindest eine seiner beiden Großchancen verwerten dürfen.

    So, jetzt wissen wir endlich wieder, dass der Club ein normales Zweitligateam ist, das auch mal einen komplett gebrauchten Tag haben kann. Wäre schön, wenn man daraus die richtigen Lehren ziehen würde und darüber hinaus eventuell auch noch einen Offensivmann für die Flügel an Land ziehen könnte, der das Team besser macht.

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    • Verstehe ich nicht. Der Unterschied zum Regensburg-Sieg war doch in erster Linie, dass Aue mit einem abgefälschten Sonntagsschuss im Gegensatz zu Regensburg in Führung gegangen ist. Da waren wir jedoch ähnlich schwach wie heute. Und im Gegensatz zu den anderen Spielen hat uns heute die Torgefahr durch die Kerk-Standards gefehlt. Das ist mir zu billig und zu kurz gesprungen, dass wir einen Totalausfall der kompletten Truppe auf „fehlenden Druck“ schieben, weil ein Spieler gewechselt hat, der bisher keinen einzigen Einsatz hatte und daneben wir doch die ganze Zeit vom breiten Kader gesprochen haben. Wir haben einen starke Truppe, wenn viele Spieler einen guten Tag haben, um Spieler, wie Salli und Ishak zu kompensieren. Wenn jedoch daneben noch Petrak und andere Spieler schwach sind, bzw Möhwald und Behrens nur durchschnittlich spielen, können wir gegen jeden Gegner, der sich wie Aue voll reinhängt, verlieren.

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  • Des wor gor nix in jeder Hinsicht! Auch die Austellung hat mir heute nicht gefallen, obwohl ich an MK glaube. Ich befürworte eine Verstärkung im Offensivbereich wie Tobias Werner zu verplichten oder in diesem Falle auszuleihen.

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  • Enttäuschend, bis auf die Anfangsphase mit 3 guten Chancen ist der Glubb dann nur noch hinterhergelaufen und wirkte teils pomadig. Salli, Gislason und Teuchert fand ich heut richtig schwach. Unser Torwart ist mir heut besonders negativ aufgefallen. Sehr nervös, stoisch auf der Linie obwohl er mit einem Schritt am Ball gewesen wäre. Er war nicht eklatant schlecht, strahlt aber null Ruhe und Rückhalt aus. Komische Bewegungen und unnötige Faustabwehr dazu. Ich stand direkt hinterm Tor, dass war sehr gut zu beobachten. Auf der Autobahn AB getroffen. Haben ihn gebeten 2 echte Verstärkungen zu holen.

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  • Die 2. Liga ist dieses Jahr so ausgeglichen , da reichen keine 70-80 Prozent. Das hat der Club heute schmerzlich erfahren müssen. Dem Club wurde vor allem in der 2. HZ seine Grenzen aufgezeigt. 7 Punkte sind zwar eine gute Ausbeute aber kein Grund sich darauf auszuruhen. Dieses Jahr kann jeder jeden schlagen.

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  • Komisch fand ich die Aufstellung schon. Wieso nicht Kammerbauer? Nach seiner Einwechslung hat er den vermutlichen Grund selbst geliefert.
    Ansonsten verbuche ich das Spiel unter normal zu erwartender Lernerfahrung.
    Die Gründe zu schwül und Stadion im Umbau möchte ich lieber nicht gelten lassen.
    Vielleicht fragt jemand Mal die Spieler, weshalb sie sich trotz guten Chancen nach 30 Minuten nicht mehr an des Trainers Vorgaben gehalten haben.
    Mich ärgern solche Äußerungen wie von Valentini. Da werden Beschreibungen zur Erklärung umfunktioniert. Das kann doch nicht sein.

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    • Da habe ich eine etwas andere Einstellung, einen 6er aus der kalten Hose würde ich nur bei Führung bringen.
      Ich hätte Kammerbauer wahrscheinlich nicht aus der Startelf genommen, allerdings weiß ich auch nicht wie er letzte Woche trainiert hat.

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      • So wie ich das verstanden habe, meinte Köllner Kammerbauer sei etwas überspielt (auch so n bisschen zu sehen beim 0:2) und da er in der Länderspielpause als einer von fünf (?) Pflichtspiele machen wird, wollte er ihn wohl einfach mal rausnehmen.

        Umstellung auf ein massierteres Zentrum war eine gute Idee, um das eher außenlastige 5-2-3 zu kontern, hätte evtl. auch funktioniert, wenn man sich da nicht ein „Eigentor“ in Form des 0:2 einschenkt.

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        • So hat halt jeder seine eigene Meinung. Den Fehler vor dem 2:0 würde ich jetzt wieder mit der Einwechslung erklären, der Junge war gedanklich einfach noch auf der Bank oder zumindest hinter dem Tor.
          Allerdings muss ich meine Theorie weder beweisen noch verantworten im Gegensatz zu Köllner. ?

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  • Auf N24 sprachen sie eben von einem starken Sturm namens Harvey aus Texas.

    Lass den doch verpflichten.

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  • Ich denke, heute hätte in Aue jede Mannschaft verloren. Die Auer wollten mit aller Macht gewinnen und jeder setzte sich dafür ein. Für die Veilchen war es sowas wie ein Endspiel, für den Club sowas wie: „schaun wir mal wies weitergeht.“ Mit dieser Einstellung kommt man da natürlich nicht weit. Jetzt heisst es, nicht wieder den Flattermann in der Hose bekommen, wie schon einige male in den letzten Jahren und das Fußballspielen verlernen. Man muss das nächste Spiel auch so wie ein Endspiel sehen, mit der Einstellung, man muss es gewinnen. Entweder gewinnen und weiter nach oben und träumen oder – daran möcht ich gar nicht denken, wieder in den Sog des Tabellenkellers ins nichts wie die letzten Horrorjahre.

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  • Es gibt doch so viel wichtigere Sachen im Leben als Fußball. auf arte läuft gerade der 4. Akt von Nebucco. Herrliche Musik, auch wenn touristisch aufbereitet.

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    • Den A.B. alles Gute aus dem sonnigen Meran.

      Wann wird der Club endlich jedes Spiel gewinnen. Dauert das noch lang?
      Das sollte der kleine Bär mal Papabär fragen.

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  • Der Club hat diese Euphorie aus einer guten Vorbereitung mit in die ersten Saisonspiele getragen mit einer kompakten aber auch kraftraubenden Spielweise und weniger auf individuelle Qualität basierend. Es war schon irgendwie zu erwarten daß auch von der Substanz her Einbrüche kommen. Und 10% weniger kann man sich auch in der 2. Liga nicht leisten auch nicht gegen Aue. Also nicht unerwartet aber man sollte das Transferfenster nutzen mit dem Sabiri Geld noch offensive Qualität (Kerk Ausfall) zu verpflichten, das war ja von Beginn an der schwächste Manschaftsteil, weil Behrens wird Burgstaller nicht ersetzen können auf Dauer…

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