Analyse: Zu wenig kreiert #FCNFCSP #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg vs. FC St. Paulil 0:1 (0:0) Der Club verliert gegen St. Pauli, weil er zu wenig gute Chancen kreiert.

Die Analyse:

FCNFCSP-D
Startformation im 3-4-3

Der Club begann im über die Länderspielpause einstudierten 3-4-3. Neuzugang Tobias Werner kam dabei ebenfalls zu seinem Startelfdebüt wie Ewerton, der links in der Dreierkette neben Margreitter und Löwen agierte. Werner bildete mit Salli und Möhwald eine Dreierreihe im Angriff, die variabel durchwechselte, bei der Werner aber eher links und Möhwald eher rechts zu finden war. Im Mittelfeld spielten Petrak und Behrens zentral, Valentini und Leibold bildeten die Außen, die bei Ballbesitz St. Pauli von äußeren Mittelfeldspielern zu Außenverteidigern wurden; eine Position, die im Taktik-Neudeutsch unter „Wing Backs“ firmiert. Der Grundgedanke war über möglichst viel Ballsicherheit und Ballbesitz den Gegner zu zermürben und dann die Lücke zu finden, sobald der Gegner einen Fehler begeht. Daher sollte wohl auch Möhwald in der Sturmreihe agieren, um zusätzliche Sicherheit am Ball vorne zu verleihen, und wohl auch deswegen auf Ishak verzichtet, dem bislang die Bindung zur Mannschaft in Sachen Ballbesitz weitgehend abgegangen war.

Der FCN kam druckvoll in die Partie, presste früh und versuchte so schnell in Ballbesitz zu kommen, baute aber bei Ballbesitz in der eigenen Hälfte geduldig auf und wechselte Aufbau über die Flügel mit langen Bällen durch Löwen ab. Dessen langen Bälle hatten meist Präzision, musste dagegen auf Grund des Anlaufens der Gegner Margreitter den „Quarterback“ spielen, gingen die Bälle meist ins Niemandsland. Als sich die Gäste nach zehn Minuten auf das Pressing des FCN eingestellt hatte, wurde das Spiel ausgeglichener und damit auch für den neutralen Betrachter unansehnlicher. Den Bällen in die Spitze fehlte es an Präzision, da die Abwehrreihen sehr präsent und aufmerksam agierten. Defensiv funktionierte die Dreierreihe gut, gerade Ewerton und Löwen liefen viele Bälle ab oder gewannen diese im Zweikampf.

Im Gegensatz dazu tat sich die offensive Dreierreihe schwer. Die Idee, den zentralen Abnehmer durch wechselnde Anspielstationen zu ersetzen, versandete dadurch, dass nun meist das Zentrum im Sturm unbesetzt blieb und die zentralen Mittelfeldspieler auch nicht nachrücken konnten, da sie sonst das eh schon schwächer besetzte zentrale defensive Mittelfeld komplett aufgeben hätten müssen. So lief der Ball zwar gefällig durch die eigenen Reihen, fand aber dann keinen Weg vors gegnerische Tor. Dies änderte sich als Kevin Möhwald nach einer halben Stunde verletzt vom Feld musste und durch Lucas Hufnagel ersetzt wurde. Der Deutsch-Georgier kam mit viel Schwung und Elan aufs Feld. Es folgten Chancen durch Werner und vor allem Valentini, der nach Doppelpass mit Salli frei vor Himmelmann auftauchte, dann aber am Keeper des FC St. Pauli scheiterte. Der FCN entwickelte auch in der Folgezeit Druck in Richtung Hamburger Tor, wirklich gute Möglichkeiten sprangen aber dennoch bis zur Pause nicht heraus.

FCNFCSP-F
(Ungefähre) Formation nach der 73. Minute

Nach der Pause blieb der FCN das Team mit mehr Ballbesitz und wenig Durchschlagskraft, kam vier Minuten nach dem Seitenwechsel durch Margreitter und Werner binnen zehn Sekunden zu zwei Lattentreffern. Danach verließ die Mannschaft von Michael Köllner mehr und mehr die Geduld. Hatte man vorher oft minutenlang den Ball in den eigenen Reihen gehalten und nach der Lücke gesucht, fehlte diese Geduld nun, die Abspiele wurde hektischer und damit auch unpräziser. St. Pauli blieb freilich völlig harmlos, auch weil deren Abspiele in die Spitze noch weitaus weniger Präzision hatten. Doch im Gegensatz zum FCN hatten die Hamburger Glück: In der 63. Minute verlängerte Margreitter einen langen Ball unglücklich in den Lauf von Sobota, der den Ball gerade noch so an Kirschbaum vorbeispitzeln konnte und mit diesem Ball das Tor traf. Das Tor fiel aus dem Nichts, war die erste Gelegenheit der Gäste seit der 12. Minute als ein Ball von Sobota auf dem Tordach gelandet war, aber es machte deutlich, was dem Club an diesem Abend fehlte, ein Vollstrecker und das nötige Glück.

Dem Club fiel in der Folge wenig ein, um den Rückstand aufzuholen. Köllner brachte Teuchert für Salli nach 73 Minuten und zehn Minuten später Ishak für Werner, der nach Teucherts Hereinnahme in die Mitte gerückt war. Allein wirklich durchschlagend war keine der Veränderungen. Teuchert versuchte es mehrere Male im Alleingang, bleib dabei aber hängen; Werner kam in der zentralen Position sogar vor dem Tor an den Ball, aber dann nicht zum Abschluss. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Union Berlin, wo mit unbedingtem Willen und starkem Druck auf den späten Ausgleich gedrängt wurde, fehlte dieses Moment dem Club am Montagabend total. Zwar blieben sie viel in Ballbesitz auch bis zum Strafraum, dort wurden die Räume aber dann zu eng und es fehlte den Pässen in die Spitze an Präzision. Die Brechstange wurde dann erst in der fünfminütigen Nachspielzeit ausgepackt, Ewerton und Margreitter rückten wieder in die Spitze, die langen Schläge nach vorne brachten dieses Mal aber keinen Ertrag, so dass St. Pauli am Ende als Sieger vom Platz ging und sogar der Gästetrainer Olaf Janßen konstatieren musste, dass es in der zweiten Liga pro Saison zwei, drei Spiele gibt, die man gewänne und danach nicht wisse, warum.

Dabei könnte Janßen auf die Chancenverwertung des FCN schauen, der seine drei guten Gelegenheiten vergab, während St. Pauli seine einzige gute Chance nutzte. Janßen könnte aber auch bei Kumpel Michael Köllner nachfragen, ob denn die Umstellung auf das 3-4-3 so funktioniert hat, wie er sich das vorgestellt hatte. Defensiv ließ sich wenig Kritik an Formation und System finden, das Gegentor fiel durch einen individuellen Fehler, der bei einer Innenverteidigung mit zwei Spielern genauso tödlich gewesen wäre. Es ließe sich womöglich ein Argument finden, dass defensiv die Aufgabe des Zentrums bemängelt, dieses fiel im Abwehrverhalten an diesem Abend aber nicht ins Gewicht, weil St. Pauli nie gefährlich in diesen Raum vorstieß. Offensiv dagegen fehlte durch den Absicherung der offensiven Mittelfeldspieler durch einen „echten Sechser“ oft das Nachrücken der zentralen Spieler, v.a. von Behrens, welches die Torgefahr des FCN in den letzten Spielen ausgemacht hatte. Die Betonung der Flügel durch das 3-4-3 war gegen St. Pauli durchaus sinnvoll, doch durch das Fehlen der präsenten Spieler im Zentrum konnten nicht ausreichend gute Chancen kreiert werden. Köllner hat nun zum zweiten Mal zu Hause gegen St. Pauli auf Dreierabwehr umgestellt und zum zweiten Mal verloren, zum zweiten Mal Möhwald im Sturm aufgeboten und zum zweiten Mal verloren. Eine Tatsache, die ihm sicherlich vorgehalten werden wird und die womöglich mit etwas mehr Konservatismus in Aufstellung und Formation beantwortet werden wird.

Die Zahlen:

NürnbergSt. Pauli
0
Tore
1
10
Torschüsse
8
3
Schüsse aufs Tor
2
6
Ecken
3
55,7
Ballbesitz (%)
44,3
81,6
Passquote gesamt (%)
79,2
91,9
Passquote eig. Hälfte (%)
87,6
71,4
Passquote geg. Hälfte (%)
65,9
14,4
Lange Pässe (%)
17,9
44,0
Gewonnene Zweikämpfe (%)
56,0
11
Fouls
7
118,99
Laufdistanz (km)
125,41
1
Abseits
1

Trainerstatement:

„Wir haben von Beginn an einen hohen Aufwand betrieben und hatten das Spiel nach ein paar Minuten auch im Griff. Wir haben uns viele Möglichkeiten herausgespielt, deshalb tut es mir für die Mannschaft leid, dass wir dieses Spiel mit einer Niederlage beendet haben. In vielen Phasen war die Partie heute sehr einseitig. Wir haben das Geschehen kontrolliert und mit viel Tempo nach vorne gespielt. Aber am Ende zählen die Tore. Und da waren wir einmal unaufmerksam, das hat der Gegner bestraft. Leider haben wir unsere Chancen nicht verwertet und hatten heute auch nicht das nötige Glück. Wir sind jetzt enttäuscht, aber da müssen wir durch und ab morgen den Blick Richtung Duisburg richten.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Nie geprüft, beim Gegentor machtlos.
Ewerton José Almeida Santos 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Ordentliches Startelfdebüt mit kleinen Schwächen, die zu einer gelben Karte führten.
Eduard Löwen 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2.33)
Defensiv ohne Fehl und Tadel, schaltete sich sogar nach vorne mit ein, überschätzte bei seinen Pässen manchmal seine Mitspieler.
Georg Margreitter 3 Notenpunkte (5+, numerisch: 4.67)
Klärte einiges, war im Spiel nach vorne aber unpräzise und stand auch defensiv nicht immer sicher, verschätzte sich vor dem 0:1 erheblich.
Enrico Valentini 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Spulte mit 12,76 Kilometern die meisten Meter auf dem Platz ab, stand defensiv solide, vergab offensiv die beste Chance des FCN, flankte aber nicht sonderlich präzise.
Hanno Behrens 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Im 3-4-3 deutlich gehemmter im Vorwärtsdrang als im 4-1-4-1, stand oft schlecht, verlor viele Duelle.
Ondrej Petrak 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Verschleppte das Spiel oft, spielte die Bälle oft etwas zu weit in den Rücken des eigenen Manns. Dafür mit guter Zweikampfquote (80%).
Tim Leibold 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Einige dynamische und schnelle Ballgewinne, defensiv kaum gefordert, dann aber vorne nicht mit der nötigen Ruhe und Präzision.
Kevin Möhwald 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Blieb in vorderster Front relativ wirkungslos, wenn auch ballsicher. Musste nach einer halben Stunde verletzt vom Platz.
Edgar Salli 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Bemüht und eifrig, aber meist nicht zielführend (außer vor Valentinis Grochance).
Tobias Werner 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Wirkte nicht so spritzig wie zu Augsburger Zeiten. Arbeitete viel, bot sich an, hatte aber auch Probleme mit dem fehlenden Zentrum.
Lucas Hufnagel 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Begann stark und ließ stark nach. In der ersten Halbzeit agil und mannschaftsdienlich, am Ende egoistisch und eindimensional.
Cedric Teuchert Note -
Kam nach 73 Minuten für Salli. Noch egoistischer als Hufnagel. Versuchte sich blind durch Gegenspieler zu tanken. Zeigte, warum er nicht in der Startelf stand.
Mikael Ishak Note -
Kam nach 83 Minuten für Werner. Fiel quasi gar nicht auf.

50 Gedanken zu „Analyse: Zu wenig kreiert #FCNFCSP #FCN

  • In meinen Augen war Löwen gestern als zentraler Spieler in der Dreierkette komplett verschenkt. Er war der einzige Spieler, der auch mal mit Druck und Wucht durch die Reihen des Gegners marschieren konnte. In meinen Augen muss er deutlich weiter vorne spielen und dadurch auch mehr Freiheiten bekommen, das würde unserem Offensivspiel gut tun. Zumal er ja auch ein gutes Passspiel hat. Hufnagel war in meinen Augen total überfordert, sowohl was das Spiel betrifft, als auch rein körperlich…

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    • Ich denke, wenn ich mit Dreierkette spiele, dann muss ich Löwen da platzieren, weil kein anderer eben die Dynamik, Ballsicherheit und Präsenz hat, von hinten raus anzuschieben. Es fehlt halt im 3-4-3 der „echte“ Sechser und dessen Aufgaben übernimmt dann eben teilweise der zentrale IV. Ich verstehe den Einwand, ich würde Löwen auch gerne weiter vorne sehen, aber innerhalb des 3-4-3 hab ich das verstanden.

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  • Bin mit der Notengebung einverstanden. Hätte allerdings Werner für sein nimmermüdes Bemühen und einige Tempodribblings eine 3 gegeben. Wie ich überhaupt finde, dass die Mannschaft bis zum Schluss Willen/Kampfgeist zeigte, wenn auch den eines Technikerteams, nicht die geballte Wucht einer körperlich starken Kämpfertruppe. Was mir neben der Präzision beim letzten Ball fehlte waren Fernschüsse bzw. mehr direkte Versuche, ein Tor zu erzielen, auf Abpraller zu setzen. Naja, ohne Mittelstürmer… Es wurde immer wieder spielerisch versucht, im und am 5er zum Abschluss zu kommen. Mit der Folge, dass nahezu jedesmal eine Paulianerzehe im Weg stand und die Chance vereitelte, die sich im unbesetzten Sturmzentrum hätte ergeben können.

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  • Da diskutieren wir Vor- und Nachteile von Taktik und Aufstellungen. Die Mannschaft verfügt über mehrere Betreuer und Zeugwarte, die Greenkeeper haben bundesweit einen guten Ruf in der Branche. Und dann so eine Rutschpartie . Für den Profifußball untragbar, wie viele ungewollte Slapstick-Einlagen gestern präsentiert wurden. Gefühlt alle 2 Minuten versagten einem Akteur die Beine. Und in der Mehrzahl betraf das leider unseren Club, eventuell aber auch wegen dessen größerer Aktivität. Oder lag das an den unsäglich bunten Modeschühchen? Dann bitte schleunigst wieder Rückkehr zu den klassischen Fußballschuhen, gerne mit Alu-Schraubstollen Marke Rahner 😉

    Möglicherweise ist auch Margreitter bei seinem Fehler vor dem Eins-Null nicht richtig zum Kopfball hoch gekommen, da er keinen Halt für seinen Absprung hatte? Sah in der Zeitlupe ein wenig so aus.

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  • Mit einer kurzen Nacht voll Schlaf lässt mich das gestrige Spiel wie auch die bisherige Saison etwas rätseln ob der Einordnung. Einerseits war definitiv eine positive Spielidee erkennbar, doch in Sachen Durchschlagskraft und Offensivwucht a la Weiler liegt noch viel Arbeit vor dem Köllner-Team. Andererseits ist die Spielkultur vom inspirationslosen Gerumpel unter Schwartz gefühlt ein Zeitalter entfernt. Eventuell lebte das Team RW letztlich auch nur von der individuellen Klasse von Schöpf und Burgi und der Vergleich mit unserer eher jungen Truppe ist daher wenig statthaft?

    Dann diese auffällige Häufung von Verletzungen bereits zu Saisonbeginn, wo noch keinem Spieler eine lange und harte Saison in den Knochen steckt. Wurde nicht im Athletik-Team umgebaut, das Training umgestellt, um genau dies zu verhindern? Gut, die Verletzungen haben unterschiedliche Ursachen, dennoch bleibt dies Besorgnis erregend. Mit Kerk, Zrelak und dem Mini-Dembele-dessen-Name-ich-nicht-mehr-nennen-mag fehlt geballte Offensivkraft, nun auch noch Möhwald. Dazu Ishak, der bisher nicht nachweisen kann , dass er Zweitligaqualität besitzt, noch Hoffnung macht , dass sein Eingewöhnungsprozess in absehbarer Zeit abgeschlossen sein wird.

    Sollte der Erfolg in Form von Punkten noch länger ausbleiben, könnte der Schwarzseher unter den Fans seinem Naturell frönen und an den letzten Abstieg erinnern, an die verhängnisvolle Abwärtsspirale aus Verletzungshäufung, Abwehrfehlern, Sturmsorgen und Pech mit Latte/Pfosten. Er könnte dann noch aufführen, dass der Aufstieg frühzeitig unerreichbar wird und daher in der Winterpause nicht wenige der Leistungsträger und jungen Hoffnungsvollen den Club verlassen werden. Was eine erhebliche Schwächung des Kaders mit sich bringen und die Stimmung im vielzitierten unruhigen Umfeld kippen lassen dürfte sowie den Abstiegskampf näher bringt.

    Doch wäre diese negative Denke hilfreich und vor allem will ich dies? Sicher nicht! Daher betrachte ich es positiv. Beim Club entwickelt sich etwas. Die Mannschaft tritt optimistisch und offensiv ausgerichtet auf. Als Fan hat man endlich wieder das Gefühl, ein wirklich ansehnliches Fußball-Spiel zu sehen! Diverse Experten haben immer wieder betont, dass es ein langwieriger Prozess ist, bis eine Mannschaft eine für sie neue Spielidee vollständig verinnerlich hat, bis alle Automatismen greifen. Meiner Ansicht nach haben Köllner wie auch das Team die hierfür nötige Geduld verdient! Denn es ist erkennbar, dass es sich lohnen wird. Möglicher- und wohl auch wahrscheinlicherweise nicht diese Saison, doch in absehbarer Zeit erscheint mit der Aufstieg absolut machbar. Und bis dahin richten wir es uns in der ehrlichen und authentischen 2. Liga ein, die Fan-ferne 1. Investorenbundesliga erscheint mir ohnehin immer weniger erstrebenswert, zuviel kaltes Geld, zu viel Plastik, zu wenig Herz!

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  • Dass man in einem Spiel ein Gegentor kassiert, ist eigentlich normal. Wenn man allerdings klar überlegen ist, zuhause gegen einen geschwächten Gegner spielt, ist es einfach eine ganz klare Feststellung, dass wir ein echtes Sturmproblem haben und das schon länger. Die Scouts müssen doch in der Lage sein, aus der Regionalliga, der 3. Liga oder der Jugend einen Spieler zu finden, der fähig ist, richtig aufs Tor zu schießen. Wenn das nicht in die Birne will, dann wird es in Zukunft nur Unentschieden, knappe Niederlagen oder Dusel 1:0 geben. Das wird dann gerade mal für den 11. Platz reichen. Da kann man so überlegen und schön Fußball spielen, wie man will. Wenn der Sturm nicht da ist, verlaufen die Spiele genauso wie gestern. Aber bitte, wenn man mit Platz 11 zufrieden ist, dann weiter so.

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    • Wir hatten ja einen: Sabiri.
      Sie wachsen leider nicht auf Bäumen. Und Köllner wollte keinen weiteren Perspektivspieler, weil der einfach auch Zeit braucht.
      Ich hoffe, Werner wird torgefährlicher, wenn er öfter spielt.

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      • Tja die Hoffnung, Beate, wenn wir die beim Club nicht hätten, dann hätten wir wohl nichts mehr.
        Aber hoffen allein bringt halt nichts, da wir schon jahrelang hoffen. Es muss schon noch ein Stürmer gesucht werden und dafür ist die „Profiscoutabteilung“ des 1. FC Nürnberg zuständig.

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  • Dann war es doch nicht nur meine Stadionwahrnehmung, die Margreitter als Schwachpunkt ausgemacht hat. Defensiv wackelig, nach vorne bemüht, leider aber kaum zu einem guten Pass in der Lage. Gerade in der 3er-Kette wohl nicht der richtige Mann für die IV.

    Insgesamt ein ernüchternder Auftritt – die Spielanlage ist gut, aber nur in absoluter Bestbesetzung fähig, wirklich einen Unterschied zu machen. Aber auch Köllner wirft Fragezeichen auf: Neues System, neue Spieler – nach dem Möhwald-Aus noch viel mehr. Eine Reaktion von ihm gab es nicht, keine Idee, wie man nach dem 0:1 noch mal ins Spiel kommt. Und dann spielen die am Ende die Brechstange noch im feinsten Alois-Schwartz-Stil blind und schlecht vorbereitet nach vorne.

    Schade, dass ich die Ansprüche schon wieder so weit runterschrauben muss… Das Gewinnen hatte mir schon gefallen 😉

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  • Ballbesitz ist komplett wertlos wenn man keine Aktionen in der Box hat sowie Abschlüsse, hat sogar der FCB in Hoffenheim erkennen müssen bei 75% Ballbesitz 2:0 verloren. Wir haben keinen, der vorne Tore macht, so gesehen wirds eine schwere Saison. Gibt es denn keinen Stürmer bei den Amateuren oder ein Sabiri 2.0 mit besserer Einstellung der nach 5 Toren nicht gleich in die Premiere League muss?

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    • Wenn manchmal ein Lewandowski schon nicht hilft den Ballbesitz in Zählbares zu verwandeln… wer beim Club soll dann die Tore schießen?
      Gestern ist doch jeder zweite Ball genau dahin gesprungen wo er nicht zu verwerten war.Manchmal waren die Laufwege auch seltsam weg vom Tor, obwohl der direkte Weg frei war.Es war klar zu erkennen das das Ziel war Pauli auszuspielen-ob Teuchert da so die richtige Wahl gewesen wäre?

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  • Die Noten passen zum Spiel, aber nicht zu den Vertragsverlängerungen und Wechselgerüchten der letzten Wochen.
    Mancher der in die erste Liga möchte, sollte sich nach der Leistung gestern lieber um seine Vertragsverlängerung kümmern.

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  • Der einzige Spieler der bisher seine Torgefährlichkeit nachgewiesen hat ist Teuchert. Ich bin mit der Bewertung „Zeigte, warum er nicht in der Startelf stand“ absolut nicht einverstanden. Er hat in den verbleibenden 10 Minuten viel auf eigene Faust versucht, das stimmt. Aber er hat es wenigstens versucht, da hatte man das Gefühl da ist wenigsten Einer der weiß dass man mit schönem Spiel alleine kein Spiel gewinnen wird.
    Hätte aus meiner Sicht in die Startelf gehört oder wenigstens mit Beginn der 2. HZ eingewechselt.

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    • Werner war m. E. einer der besseren Spieler auf dem Platz. Die 4+ sehe ich wirklich nicht.
      Für die zweite Liga im Schnitt eine 3, im Verhältnis zu den anderen Clubspielern eine 2-

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    • Absolut treffend kommentiert, sehe das genauso so. Wichtig wäre es Teuchert in der Mitte zu bringen und von Anfang an spielen zu lassen. Er hatte klar die Mission alleine durchzubrechen. Kommst du als Stürmer die letzten 17 min. ins Spiel ist es oft schwer das Tempo zu ändern, Bindung zu finden und neue Akzente zu setzten. Es bleibt also nur Eigeninitiative. Teuchert braucht Spielzeit und Chancen wie jeder Top-Stürmer. Dann ist er für 20 oder mehr Buden gut.

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      • Ich bin auch der Überzeugung Köllner soll Teuchert einfach mal Vertrauen schenken, daß er bei den Profis eigentlich noch NIE bekommen hat. Er ist unser einziger „In the Box“ Stürmer warum wird er jedes Jahr wieder demontiert. Ich bin überzeugt wenn man ihm mal 10 Spiele (Startelf) absolutes Vertrauen und damit Verantwortung gibt auch wenn ein schlechteres Spiel darunter ist, er wird es in Toren zurückzahlen, so ein junger Spieler wächst an Aufgaben. Ich würde eher auf Teuchert als auf Ishak setzen obwohl mittlerweile ja beide nicht mehr in der Startelf stehen.
        Zum Montag natürlich ist es schwer, wenn er 10min!! vor Ende auf den Platz kommt, in denen der Gegner mit 10 Mann hinten drin steht und nur noch versucht den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

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        • Der Gegner stand aber auch die 80 Minuten davor hinten drin. Außerdem war Teuchert wohl gesundheitlich angeschlagen, Erkältung. Köllner konnten ihn gar nicht von Anfang an bringen.

          Ich frage mich bei Teuchert immer, glauben manche Fans, dass ein Trainer seine Mannschaft absichtlich schwächt, weil er einen Spieler nicht leiden kann? Weiler, Schwartz (ich kenne die Einschätzung hier) und Köllner sind doch alle Experten, die sich für einen der nur 36 Trainerplätze in den ersten beiden Ligen qualifiziert haben. Ganz blöd können die drei doch nicht sein.

          Wenn Teuchert bei allen dreien einen schweren Stand hat und sich nur schwer bis gar nicht durchsetzen kann, dann könnte es doch auch am Spieler liegen, oder?

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        • Wo kommt dieses „in the box“ eigentlich auf einmal her?

          Das Problem mit Teuchert war und ist wohl schlicht und einfach, dass er nicht fit genug für die Startelf ist, der kicker heute schreibt auch, dass er wohl ständig angeschlagen war, in der Länderspielpause war er ja auch noch krank.
          Zitat:
          „Seit dem Sommer haben ihn jedoch stetig Blessuren ausgebremst. Bleibt ihm dies in den nächsten Wochen erspart, könnte er die Misere beheben. „Wir hoffen, dass er verletzungsfrei bleibt und durchstarten kann“, so Sportvorstand Andreas Bornemann.“

          Man sieht ihn also durchaus ebenfalls als Hoffnungsträger zur Behebung der Misere, aber es hilft halt nichts, wenn er nicht fit genug ist.

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          Antwort
        • Man muss mal in aller Deutlichkeit sagen, dass er nicht demontiert wird, sondern sich dank seines Lebenswandels selber demontiert. Wenn selbst beim Coach ankommt, dass er ständig in gewissen Clubs ist, ist es halt schwierig in Tritt zu kommen.

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          Antwort
  • Zunächst: Ich fand das Spiel des Glubbs EIGENTLICH richtig gut! Auch bin ich weiter FÜR Salli! Er hat in meinen Augen viele Zuspiele nach vorne fest gemacht.

    Bemerkenswert finde ich die Laufleistung von St.Pauli. Sie soll die beste seit 4 Jahren überhaupt gewesen sein. Im Spiel, im Stadion, kam es mir subjektiv so vor, als ob St. Pauli gefühlte 80 % in die eigenen Hälfte gedrängt war. Das zeigt , dass die gegnerische Hälfte dicht war und wie extrem St. Pauli in der Verteidigung verschoben hat. Vor allem die Mitte. Das war auch mein Eindruck im Stadion, dass es nur ganz selten eine Möglichkeit zum Torschuß gab. Mir ist schon am WE aufgefallen, wie hilflos sich sowohl Dortmund als auch die Nordtiroler gegen eine extrem defensive Spielweise angestellt haben. Insofern relativiert sich für mich das gestrige Spiel …

    Mit Teuchert kam ein Bruch. Ich bin seit mehr als 6 Jahren ein großer Fan von ihm und seine Antritte genieße ich gern. Aber für so eine extrem defensive Spielweise des Gegners ist er eher weniger geeignet. Es fehlt ihm schlicht und ergreifend der Platz für seine Spielweise. Insofern kann ich die Aufstellung von gestern verstehen.

    Ein Wort noch zu Löwen. Überragend! Hoffentlich hat er länger Vertrag. Er wird uns wohl leider bald verlassen…

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    Antwort
    • Dass St. Pauli, obwohl an sich unterlegen, mit schierem Willen (gestern v.a.: „Gegnerchancen vermeiden!“) Spiele gewinnen kann, weiß ich spätestens seit sie damals als Regionalligist CL-Teilnehmer Hertha aus dem Pokal geworfen haben (4:3 n.V.). Da dürfte die Laufleistung ähnlich gewesen sein.

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      Antwort
    • Zitat KUZ :

      „Mir ist schon am WE aufgefallen, wie hilflos sich sowohl Dortmund als auch die Nordtiroler gegen eine extrem defensive Spielweise angestellt haben. Insofern relativiert sich für mich das gestrige Spiel…“

      Stimmt.

      Gegen St. Pauli hätte gestern jede Mannschaft verloren.

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      Antwort
    • Volle Zustimmung zu Löwen! Hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ein Fels in der Brandung!
      Auch von CU gut beschrieben, dass er einige zu lange Bälle auf seine Außen schlug, oder anders gesagt, zu viel von ihnen erwartete.

      Beim Gegentor ist Löwen noch von Hinten angeflogen gekommen. Da hätte Kirsche besser im Kasten bleiben sollen, dann wäre das Ding nicht gefallen. Aber das kann man ihm nicht ankreiden – er sieht den Gegenspieler und läuft raus.. Das blöde Ding hätte nicht fallen dürfen.

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      Antwort
  • Ernüchterung macht sich breit

    Leider ist die kleine Euphorie der ersten drei Spieltage schon wieder vorbei. Unser Club steht im Mittelfeld der Tabelle und muss mal wieder eher nach hinten schauen. Was sich auch in den ersten erfolgreichen Spielen angedeutet hat, zeigt sich nun mit voller Härte. Unser Problem ist der Spielaufbau. In den ersten drei Spielen konnte das die Standardstärke, insbesondere von Kerk kaschieren, ohne ihn und diese Qualität wird es unübersehbar.

    Weder Möhwald noch Behrens sind in der Lage von hinten raus schnelle gefährliche Angriffe zu initiieren, auch unsere außen bringen zuwenig verwertbare Bälle in den Strafraum. Natürlich hat das auch etwas mit den Stürmern zu tun, die sich nun auch nicht durch besonders intelligente Laufwege oder durch besonders gefährliche Abschlüsse auszeichnen. Trotzdem ist für mich das Spiel in die Spitze, das größere Problem, als die Qualität der Stürmer an sich.

    Das sah auch gestern wieder bis 10-5 Meter vor dem gegnerischen Strafraum ganz gefällig aus, aber dann passiert zuwenig Gefährliches, Überraschendes, Besonderes.

    Andererseits ist die Offensive sicher schwerer zu lernen, erst mal hinten sicher stehen, was uns doch schon ganz gut gelingt und das bei einer grundsätzlich ja offensiven, spielbestimmenden Ausrichtung. Für ganz vorne und echte Torgefahr fehlt halt noch das letzte Quentchen Zusammenspiel, aber wohl auch Qualität der Spieler. Aber die meisten unserer Spieler können ja noch besser werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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    Antwort
    • „Unser Problem ist der Spielaufbau“ – stimme ich nicht zu, der Aufbau ist mitunter grandios, souverän und geduldig. Sie kommen immer wieder in gute Positionen, nur vorne fehlt es dann an Ideen und Präzision, aber das siehst du ja auch als „größeres“ Problem…

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      Antwort
      • „„Unser Problem ist der Spielaufbau“ – stimme ich nicht zu, der Aufbau ist mitunter grandios, souverän und geduldig.“

        (Wo ist eigentlich die Zitatfunktion hin?)

        Viellleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ja, wir spielen deutlich strukturierter von hinten raus, als wir das letztes Jahr getan haben. Sogar gegenüber der Zeit unter Weiler sehe ich eine Verbesserung in der Spielkultur, im „Spielenwollen“. Allerdings sehe ich bisher zuwenige Spielzüge die zu Ende geführt werden, die dann wirklich zu einer hochkarätigen Chance führen. Das Ziel des Fußballs ist und bleibt aber das Tor, wenn das Spielsystem nicht zu klaren Torchancen führt, dann ist es nicht gut, von grandios oder souverän will ich dann schon gar nicht sprechen.

        Wir haben eigentlich starke Flügel mit Leibold und Valentini, aber wenn kommen die mal bis zur Grundlinie und wenn sie gefährlich nach vorne kommen, wann kommen von den beiden wirklich gefährliche Flanken?

        Möhwald kann präzise passen, hat eine hohe Ballsicherheit und auch einen guten Schuss, warum kommen von ihm so selten Zuspiele in die Spitze oder mal Schüsse aus der zweiten Reihe.

        Ich verstehe auch nicht ganz, warum Köllner Ishak nicht weiter spielen lässt. Ja ich kenne die Vorbehalte gegen ihn, aber ich habe in den ersten Spielen, die ich live gesehen habe auch gesehen, wie er arbeitet, wie er Gegenspieler bindet und z.B. gegen Lautern hat man auch schön gesehen, dass Ishak einen guten Schuss hat, den der Torwart nur prallen lassen konnte, was dann das 1:0 von Behrens ergeben hat.

        Ich habe aber auch gesehen, dass Ishak sich oft angeboten hat und selten ein vernünftiges Zuspiel bekommen hat. Im Endeffekt war es gestern ja auch nicht anders, wir spielen nominell mit drei Stürmern, aber kommen selten zu echten Chancen.

        Es gibt drei Pässe in den 16er, die zu hochkarätigen Torchancen führen:
        Der Außenbahnspieler läuft bis auf die Grundlinie und flankt hoch nach innen auf den Kopf eines Stürmers, entweder am kurzen Pfosten oder am langen Pfosten.

        Der Außenbahnspieler geht weiter innen, 16er Linie auf die Grundlinie und spielt den Ball nach hinten zentral an die Strafraumgrenze, der Stürmer nimmt den Ball direkt.

        Ein Mittelfeldspieler spielt den Ball in die Schnittstelle der 4er Kette, der Stürmer kommt mit Tempo in den Strafraum und schließt ab.

        Keine dieser Szenen sehe ich bei uns, bzw, solche Szenen gibt es viel zu selten.

        Ich überspitze es mal, ich habe bei uns leider zu oft den Eindruck, die Spieler wissen zu Beginn des Angriffs nicht wie der Angriff zuende gespielt werden soll. Deshalb bin ich der Meinung, dass unser Spielaufbau noch nicht gut ist. Aber ich sehe auch, dass das wachsen muss, dass das ein Prozess ist und Trainer und Mannschaft dafür Zeit brauchen, ich würde Köllner und der Mannschaft diese Zeit gern geben. Und ich hoffe, dass jetzt nicht wieder das alte Spiel beim Club beginnt, dass der Trainer an allem Schuld sei und man diesen fallen lässt.

        Einige Kommentare hier und bei Facebook gehen ja schon wieder in die Richtung, dass der Trainer an den beiden Niederlagen gegen Aue und Pauli schuld sei, falsche Aufstellung, falsche Einwechslungen.

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  • Warum stellt Köllner ohne Not ein durch die Vorbereitung und den Saisonbeginn bis zum Aue-Spiel gut funktionierendes und gewohntes, den Spielern also vertrautes System in der Länderspielpause um?

    Wenn die Antwort diese vermutlich naheliegende sein sollte: Weil Kerk verletzt ist und sich mit Ewerton und Werner neue Optionen entstanden sind, greift das zu kurz.

    Es ist absurd, den Ausfall von Kerk mit einer weiteren „Verunsicherung“ zu verstärken und zu erwarten, die restlichen Spieler hätten ausreichend Qualität, das auch komplett umzusetzen.

    Und wenn ich eine Systemumstellung für richtig halte, dann im Zuschnitt auf die vorhandenen Stürmer und nicht mit einer Dreierkette, die sich zwar am Durchwechseln selbst berauscht, aber sich eben dabei selbst derart durcheinander wirbelt, dass sie gar nicht mehr wissen, dass das Ziel ist, ein Tor zu schießen.

    Das hohe Pressing war nett, aber ebenso gefährlich. Ohne die Wachsamkeit von Löwen & Co. hätte man durchaus mehr gefährliche Situationen schlucken können.

    Die Situation ist jetzt weder tragisch noch schlimm, auch steht MK nicht als Buhmann da bzw. sollte man nicht zuviel auf das zu harsche Gemaule der Unzufriedenen geben.

    Nur erlaubt sein muss es doch, dass man festhält:
    Herr Köllner,
    Fußball ist kein Rasenhalma, kein Schach. Und die optische Rafinesse hilft nix. Diese Umstellung ist ein absoluter Bärendienst!!
    Für diese Spiel bleibe ich dabei: Ohne Not vercoacht.
    Und ich bin sehr gespannt, ob er das System nochmal auf den Platz bringt…

    …ich denke: NEIN.

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    • Du vergißt, daß auch Kammerbauer und Zrelak kurzfristig ausgefallen sind. Daß Petrak eher defensive Stärken hat und somit Kammerbauer nicht 1:1 ersetzen kann, Hufnagel wie gesehen für 90 Minuten noch nicht soweit ist. Insofern mußte er umstellen, die Spieler, die er für die Defensive aufstellen konnte, waren eh nicht eingespielt.
      Ganz abgesehen davon, würde es uns auf Dauer das Genicl brechen, wenn immer nur nach einem System gespielt würde. Wenn der Gegner da Schlüsselspieler aus dem Spiel (wie in Aue geschehen), dann wird das Ganze bald in die untere Tabelle führen.
      Insofern war es doch sinnvoll, hinten mal was anderes (in der Länderspielpause trainertes) zu spielen. Und bis auf den Patzer von Margreitter haben die das doch auch gut gemacht. Und wenn Möhwald nicht ausgefallen wäre durch Verletzung …

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      • Beate60, der Gegner musste doch auf noch viel wichtigeres Personal verzichten, war sichtbar schlecht und wir haben gegen ihn zurecht und verdient verloren: Wenn man gegen einen wirklich sehr schlagbaren Gegner zuwenig exhte Torchancen kreiert und folgerichtig dann kein Tor erzielen kann, dann verliert man das bzw. jedes Spiel.

        Schlimmer finde ich jetzt wieder die beginnende Ausrederei: Der eigene Spieler xyz war verletzt und sogar der Verlust Burgstallers wird schon wieder als Rechtfertigung benutzt. Die Worte in der aktuellen NN, denen es sichtlich völlig an Selbstkritik mangelt, lassen mir wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die nächsten Spiele.
        Das erinnert mich in den Grundzügen schon alles wieder an Verbeek: Koste es was es wolle, wird das ausgedachte System entsprechend unflexibel und ohne Rücksicht auf das vorhandene Personal durchgezogen.
        Noch besteht Hoffnung auf Einsicht.

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        • Also ich finde nicht, daß wir verdient verloren haben. Es gab Phasen, da war der Club unglaublich druckvoll. Es hat dabei auch manchmal das Glück des Tüchtigen gefehlt.
          Während Pauli eben total glücklich von dem einen gravierenden Fehler von Margreitter profitiert.

          Und sorry, daß du jetzt Köllner mit Verbeek vergleichst, kann ich nicht nachvollziehen
          Köllner macht gerade etwas, was Verbeek immer angekreidet wurde, weil er das nie tat: er bringt der Mannschaft verschiedene Spielsysteme bei, eben um sie flexibler zu machen. Er richtet das Spiel der Mannschaft am Gegner aus und berücksichtigt dabei so gut er kann die Stärken und Schwächen der eigenen Spieler.
          Was willst du eigentlich noch? Daß die Spieler einmal vom Trainer hören, was sie tun sollen und es dann perfekt auf dem Platz umsetzen?
          Was erwartest du von einem Trainer? Daß er einen Zauberstab hat und damit die Mannschaft innerhalb weniger Wochen oder Monate zu einem zweiten unschlagbaren FC Bayern (sind sie ja diese Saison auch nicht) macht?

          Du solltest endlich akzeptieren: wir haben einen durchschnittlichen Zweitligakader mit einigen talentierten Spielern. Damit ist das Ziel Köllners, mit der Mannschaftum die besten 6-8 Plätze mitzuspielen schon ehrgeizig. Und es war aus meiner Sicht schon eine gute Leistung
          a) die Mannschaft zu einer funktionierenden Truppe zu formen, die wirklich miteinander spielt.
          b) der Mannschaft in der Vorbereitung ein gut funktionierendes Spielsystem beizubringen
          c) der Mannschaft in der Länderspielpause ein weiteres funtkionierendes System beizubringen, das noch nicht ganz so gut funktioniert.
          d) es zu schaffendaß trotz aller Ausfälle unsere Mannschaft das Spiel über weite Strecke dominiert hat.(Auch Pauli hat doch Ersatzspieler, die was können).
          Und auch wenn ich am Montagabend ziemlich frustriert war, so hat mich noch weit mehr gestört, daß da am Ende aus der Fankurve vereinzelte Pfiffe gegen die Mannschaft zu hören waren. Was ist das denn für eine krude Einstellung? Sollen die Spieler nur weil sie Spieler des „ruhmreichen“ 1.FCN sind auf einmal zu Überfliegern werden? Wie kann man nur immer so vollkommen an der Realität vorbei vollkommen überhöhte Erwartungen haben?

          Es muß doch jedem vernünftig denkenden Menschen von Anfang an klar gewesen sein, daß mit dem Kader, den Bornemann zusammengestellt hat, auch schlechte Spiele und Niederlagen zur Entwicklung der Mannschaft dazugehören. Und man sollte doch zumindest am Anfang der Saison als Fan in der Lage sein, die Leistung, die Köllner und Mannschaft seit Monaten zeigen (auch durch Trainingsfleiß) zu honorieren, auch wenn es mal eine Niederlage ist.
          Deshalb braucht man da nicht jubeln (hab ich auch nicht). Aber Pfiffe sind absolut fehl am Platz aus meiner Sicht.

          Ich bin mir diesmal aber in einem sicher: Bornemann wird auch wenn es jetzt erst einmal eine Tiefphase geben sollte (was ich nicht glaube), diesmal dem Trainer den Rücken stärken und klar machen, daß ein erneuter Wechsel der sichere Weg in die 3. Liga wäre.

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      • ANDERS GESAGT:
        Warum lasse ich, verdammt noch mal, als Trainer ein System spielen, in dem ich torgefährliche Stürmer und/oder Außenspieler in der offensiven Dreierkette brauche, von denen ich weiß, daß ich sie nicht habe (ich kann ja keinen aufstellen!) und wundere mich dann hinterher, daß ich keine Tore schieße!?!
        Der 16er war das ganze Spiel über verwaist und es kamen erst zum Spielende hin Spieler, die den 16er besetzen.
        DENN:
        Unsere bisherig wichtigsten (!) Torschützen Möhwald und Behrens sind beim gewählten 3-4-3 viel zu weit vom Strafraum weggewesen, als daß sie hier nützlich gewesen wären.
        Warum zieh ich nach dem Gegentor nicht Ewerthon zentral, Petrak nach links, damit ich unsere besten Fußballer auf dem Feld, Löwen offensiv aufstellen kann? Warum keine Umstellung auf das übliche 4-1-4-1? Es hätte sicherlich einige sinnvolle Alternativen gegeben, was dann kam, kam alles viel zu spät.

        Obwohl ich weiß, daß ich ein Problem mit dem offensiven Personal habe, stelle ich auf ein System um, bei dem ich wenigstens einen guten Offensiven brauche?
        Da kann ich nur fassungslos den Kopf schütteln.
        Und ja, ein ähnlich deutliches vercoachen habe ich in den letzten Jahren beim Club nur von Verbeek gesehen.

        Die weitergehende Frage:
        Die aktuelle sportliche Führung hat die Mannschaft doch so zusammengestellt und ist damit auch verantwortlich, daß wir ein Problem mit torgefährlichen Spielern in der Offensive haben.

        Verletzungen, Sperren und Personalverluste durch notwendige Transfers haben alle anderen Gegner in der Liga auch, das gilt bei mir wenig als Ausrede.

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        • Es ist einfach bodenlos, was du da machst. Ist dir eigentlich klar, daß Möhwald und Kerk ausgefallen sind? Daß das Leistungsträger waren? Istdir klar, daß Zrelak und Kammerbauer auch nicht spielen konnten? Bist du tatsächlich so naiv zu glauben, daß ein Trainer unbegrenzt die Mannschaft durcheinander schmeißen kann, um ein System gut spielen zu lassen? Ist dir noch nie in den Sinn gekommen, daß es dazu auch aufeinander abgestimmte Spieler braucht, die die Passwege des anderen kennen?
          Und was bitte soll ein Trainer denn tun, wenn er nun mal keinen Spieler hat mit Torriecher? Da wird er am Ende mit jedem Spielsystem das Problem haben, daß wenig Tore fallen. Auch wenn Behrens weiter vorne gespielt hätte, hätte er doch irgendwie an den Ball kommen müssen. Und wenn es da sonst augenblicklich keinen gibt, der da die sicheren Pässe in die Tiefe spielen kann, dann ist er am Ende genauso erfolglos wie diesmal Salli und Teuchert.

          Und eines scheinst du immer noch nicht kapiert zu haben: Bornemann muß sich entscheiden. Z.B. wenn Sabiri geht und Kerk ausfällt, kann er nicht beide gleichwertig ersetzen. Und er hat sich für einen erfahrenen Spieler entschieden, der links und rechts einsetzbar ist. Ich finde so etwas respektabel.

          Ganz abgesehen davon tust du immer so als wären alle anderen Vereine besser, als hätten alle anderen Vereine keine Defizite. Du schreibst doch, daß Pauli ersatz geschwächt war. Wieso gilt das für dich bei denen als Argument für ihre schwache Leistung, bei uns aber nicht? Was hättest du geschrieben, wenn Valentini getroffen und Margreitter nicht den blöden Fehler gemacht hätte? Hättest du dann Bornemann gelobt für seine guten Entscheidungen und darauf hingewiesen, daß die in Pauli wohl ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben?

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        • Es wird viel zu viel über die Systemfrage diskutiert. Im tatsächlichen Spiel macht das viel weniger Unterschied, als wenn man sich die Aufstellungen auf dem Papier anschaut. Hat im übrigen der Köllner selber noch im kicker-Interview am Montag gesagt 😉
          Dass die Grundformation relativ egal ist, es viel mehr darauf ankommt, wie die Räume besetzt werden. Aber wenn man so massiv im eigenen 16er steht, wie St. Pauli das am Montag gemacht hat, dann wird es halt schwer, wenn man einfach keine Räume hat. Ich glaube ja nicht, dass man sich groß mehr Chancen erspielt hätte, wenn man im 4-1-4-1 aufgetreten wäre, auch nicht, wenn man z.B. Ishak in der Startformation gehabt hätte. Darüber zu diskutieren, ob unsere torgefährlichen Spieler im anderen System besser zur Geltung gekommen wären, ist müßig. Zum einen weil man es eh nicht sagen kann, und zum anderen, weil Behrens oder Möhwald bestimmt nicht mit dem Gedanken im Kopf rum laufen, dass sie nicht torgefährlich sein dürfen, weil sie im 3-4-3 ja tiefer stehen müssen. Die Spieler schauen, wo es die Räume für sie gibt. Wenn keine da sind, können auch die sich wenig einbringen. Egal wie die Grundformation aussieht.

          Aber der Hauptgrund, warum die ganze Diskussion müßig ist: Die Chancen waren doch schließlich da! Nüchtern betrachtet haben wir das Spiel fast die ganze Zeit komplett dominiert, St. Pauli hat nur gemauert und offensiv praktisch nichts zustande gebracht. Insofern muss man doch zum Schluss kommen, dass Köllners Plan wunderbar funktioniert hat!

          Dass die Spieler dann die Chancen nicht nutzen, und sich ein Abwehrspieler dann auch nch einen groben Schnitzer leistet, das kann man ja kaum dem Trainer ankreiden.

          Aber dass drückende Überlegenheit und viele Chancen nicht bedeuten, dass man auch gewinnt, müsste ja wohl jeder wissen. Der Trainer kann nur durch sein System und Aufstellung die Grundvoraussetzungen schaffen, dass man den Gegner besiegen KANN. Das hat Köllner unter nicht gerade einfachen Bedingungen angesichts der zahlreichen und z.T. kurzfristigen Ausfälle gut hinbekommen.

          Aber die Spieler müssen halt auch ihren Beitrag dazu leisten. Vor allem muss man auch von anderen Spielern erwarten können, sich auch mal in die Torschützen- bzw. Scorerliste einzutragen.
          Man kann doch nicht alles nur darauf ausrichten, dass Behrens und Möhwald die Tore machen, bzw. nur den beiden die ganze Verantwortung zuzuschieben.

          Das Problem am Montag war nicht das System, sondern die Abschlussschwäche. Das zieht sich aber wie ein roter Faden durch unser Spiel, im Prinzip seit Burgstaller weg ist. Daran muss Köllners Arbeit in den nächsten Wochen ansetzen.

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  • Wenn ich keinen treffsicheren In the Box Stürmer habe benötigt man trotzdem einen auf dem Feld, der sich dort hinbegibt und die Abwehr beschäftigt und gegnerische Spieler bindet, Räume schafft sonst kann sich die Abwehr ja ausschließlich auf die offensiven Mittelfeldspieler (2.Welle) konzentrieren, die es dann noch schwerer haben. Also ohne zentralen echten Stürmer in der Startelf in einem Heimspiel anzutreten (ging letztes Jahr doch in Berlin schon komplett schief) war für mich der Hauptfehler, wenn man denn einen solchen sucht. Man gewinnt durch einen zusätzlichen Mittelfeldspieler wie Möhwald als Stürmer vielleicht etwas mehr Ballbesitz aber keine Torgefahr.

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  • Bin immernoch schlecht gelaunt und gefrustet, habe mir gerade die nächsten Termine in den Kalender eingetragen vielleicht hilft das den Blick wieder nach vorne zu richten (ob Duisburg als Aufbaugegner taugt? wahrscheinlich eher nicht)
    In der heutigen NN steht sinngemäß dass Teuchert wegen seiner Erkältung geschwächt war und wohl deshalb die meiste Zeit auf der Bank verbrachte. Wenn das so stimmt, erklärt das wenigstens die späte Reaktion von Köllner.

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  • Ein taktierender Trainer, der variabel spielen lässt und vieles ausprobiert ist das Beste was uns passieren kann. Bin überzeugt davon, dass sich das in der Saison noch auszahlen wird. Die gesamte Spielanlage ist doch wesentlich besser als bei AS. Nur wer Fehler macht entwickelt sich. Bin froh, dass wir einen Coach mit so viel Sachverstand haben. Das System ohne echten Stürmer überzeugt auch mich nicht. Denke Ishak oder Teuchert hätte sicher ein Tor erzielt, wenn von Anfang an als zentraler Stürmer eingesetzt. Salli hat mir zu wenig Effizienz und Zug zum Tor.

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  • Zum Glück ist schon am Samstag das nächste Spiel und wir können aufhören uns über das vergeigte Pauli-Spiel Gedanken zu machen.
    In der heutigen PK hat der Trainer nochmal erklärt dass Teuchert halt gesundheitlichk nicht zu mehr Minuten in der Lage war und sobald er fit ist ein Kandidat für längere Einsatzzeiten und/oder Startelf da er schließlich nachgewiesen weiss wo die Kiste steht. Ich bin da ganz optimistisch und wir werden sehen.
    Auch unser Trainer ist gewohnt optimistisch und will aus den kommenden 3 Spielen – mit einem leichten Augenzwinkern – möglichst 9 Punkte hohlen, das will ich auch und schalte ab sofort wieder auf Optimismus.
    Und ich will auch ausdrücklich Carsten67 rechtgeben, was die Beurteilung von Trainer und Spielanlage angeht, das macht Spaß und könnte was werden. Wenn auch mit ärgerlichen Rückschlägen.

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  • Ich denke, dass es keinen Grund gab das System umzustellen. Möhwald spielt am besten im zentralen offensiven Mittelfeld und Löwen kann sowohl sehr gut in der IV als auch auf der 6 spielen. Wenn Teuchert wieder fit ist, sollte man ihm eine Chance auf der 9 geben, denn er kann (fast) alles besser als Ishak. Bei Ishak und Salli hat man den Eindruck, dass diese mit einer Null-Tore-Garantie daherkommen.

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    • „Wenn Teuchert wieder fit ist, sollte man ihm eine Chance auf der 9 geben, denn er kann (fast) alles besser als Ishak.“ – vor allem im hinz und kunz nächtelang saufen und den heilungsprozess seiner wehwehchen verlangsamen kann er besser. und zu doof sein, dies dann in sozialen medien zu verstecken, darin ist der herr auch besser. eher ein wunder, dass köllner ihn überhaupt dran nimmt. weniger profihaft geht fast nicht. schade ums talent.

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      • Wenn Teuchert Tore macht, kann er wegen mir nächtelang saufen. (idealerweise nach einem gewonnenen Spiel)

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          • Er ist aber der einzige Stürmer der trifft also ist es was er in der Freizeit macht oder nicht macht seine Privatsache. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen.

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