DERBYSIEG und Platz 2! Schalala! #fcn #sgfFCN

Der Club gewinnt das Derby gegen Fürth mit 3:1

Die perfekte Woche! Der 1. FC Nürnberg schlägt den ungeliebten Nachbarn aus Fürth nach einer phasenweise einseitigen Partie verdient mit 3:1 und holt damit in der englischen Woche 9 Punkte aus 3 Spielen mit 12:3 Toren. Die Gegentore allesamt Elfmeter. Kurios. Aus dem Spiel quasi ohne Gegentor.

Der Club begann etwas überraschend wieder mit Bredlow im Tor, der zuletzt angeschlagene Kirschbaum nahm auf der Bank Platz. Für Werner und Hufnagel standen Möhwald und Teuchert in der Startelf. Taktisch sortierte sich das in einer Art 4-4-2 ein, zwei Stürmer und zwei Viererketten sollten es richten – schon wieder eine neue Variante. Löwen mimte dabei den zweiten Stürmer, Teuchert den rechten Mittelfeldspieler.

Es dauerte nur 9 Minuten, da zappelte der Ball schon im grünen Netz. Teuchert ist auf rechts auf und davon und findet Ishak, der mit 4 Toren im Rücken das Selbstbewusstsein hat, den Ball entschlossen durch die Hosenträger von Megyeri zu jagen. Ein Start wie gemalt für die Rot-Schwarzen, die Fürther bemüht sich nach vorne zu arbeiten, finden aber nur bedingt den Schlüssel zum Nürnberger Abwehrriegel. Der Club lässt die Heimmannschaft kommen und lauert auf Konter, kann aber gleich mehrfach beste Gelegenheiten nicht nutzen, entweder weil der Abschluss nicht passt oder man den Ball im entscheidenden Moment technisch nicht sauber verarbeiten konnte. So ging es verdient mit 0:1 in die Pause, die knappe Führung ließ Fürth noch im Spiel.

Durchgang Zwei beginnt mit energischen Fürthern, die nun auch gefährlich werden. Green bricht auf links durch und geht allein auf Bredlow zu, der kann per Fuß aber die Top-Chance vereiteln. Die Partie nun offen. Köllner reagierte, brachte Werner für Erras (54.), der mit zunehmender Spielzeit abbaute, aber auch um vorne wieder mehr Entlastung zu schaffen. Möhwald nun zentraler, Teuchert und Werner über außen – eine Art 4-4-1-1. Nur 5 Minuten später scheint dies auch gleich belohnt zu werden. Eher zufällig kommt der Ball zu Behrens, der erfasst gedankenschnell die Situation und spielt per Außenrist zu Teuchert, der sich leicht nach rechts abdrängen lässt, dann aber doch die Lücke findet und zum 0:2 trifft (59.).

Die Fürther danach eigentlich geschlagen, fanden keine Mittel mehr und der Club dominierte das Spiel aus kontrollierter Defensive. Petrak für Teuchert (64.) für noch mehr Stabilität tat sein übriges. Doch in Minute 80 der Wachmacher für das Stadion, die Heimmannschaft und das Derby. Hofmann wird im Strafraum hoch angespielt und will den Ball erlaufen, Bredlow kommt etwas zu eilfertig raus, will den Ball mit der Hand klären und trifft statt dessen den Gegner im Gesicht. Schiri Zwayer entscheidet auf Elfmeter. Eine vertretbare Entscheidung. Das 1:2 machte die letzten 10+x Minuten zur Hochspannung.

Fürth drückte nun auf den Ausgleich, der Club bemüht den sicher geglaubten Sieg nicht aus den Händen gleiten zu lassen. Bredlow nun gleich mehrfach in der Lage seinen Fauxpas beim Elfer zu korrigieren. Der Club nun auch noch mit Brecko für Möhwald will die Uhr runterspielen, was zumindest bedingt gelingt, Zwayer packte aber übertriebene 4 Minuten oben drauf. Dann der Knock-Out durch Behrens. Der Club will wieder eine Ecke oder Einwurf für die Uhr erzwingen, doch Ishaks versuch einen anzuschießen landet bei Behrens, der die Gelegenheit erkennt und abzieht – der leicht abgefälschte Ball schlägt unhaltbar im langen Eck ein. Game over für die Fürther.

Der Club damit auf Platz 2, hat gegen Bochum und Fürth gleich zwei Negativserien beendet und schließt nun Tore wie am Fließband. Dass das nicht immer durchgehend souverän „aussieht“, sollten nur allzu kühne Optimisten anders erwartet haben. Dass der Club allerdings auch nicht zufällig das abrufen kann, was er gerade abruft, sollte aber auch jedem klar sein. Unter Köllner hat die Mannschaft die konditionelle Grundlage, taktische Flexibilität und eine Struktur erarbeitet, die in jedem Spiele eine solide Basis darstellt. Der ausgeglichen besetzte Kader kann manchen Ausfall wegstecken (sogar im Tor) und wenn dann noch ein wenig Matchglück dazukommt, hat der FCN derzeit gute Voraussetzungen, um Spiele in der 2. Liga zu gewinnen. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn dann 9 Punkte rauskommen und ein Derby-Sieg, dann ist das einfach eine perfekte Woche!

12 Gedanken zu „DERBYSIEG und Platz 2! Schalala! #fcn #sgfFCN

  • Ich sage es mal ganz optimistisch:
    Michael Köllner und der Club, die haben sich gesucht und gefunden!
    Ich glaube, ein Angebot aus Anderlecht würde Köllner nur bedingt interessieren, dafür ist er nicht der Typ.
    Hoch lebe Fuchsmühl!

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  • Auf jeden Fall wächst da etwas heran. Homogene Mannschaft, breit aufgestellter und fecht junger Kader und ein Trainer, der Spaß an Fußball, an Taktik, am Führen von jungen Leute und am Gewinnen hat.

    Ob das alles für einen Platz an der Sonne (1 od.2) am Ende reicht, steht vollkommen in den Sternen. Aber die Mannschaft macht mir als Zuschauer richtig Freude, man erkennt sinvolle Abläufe, Systeme, Spielfreude und Teamgeist.

    Wenn im Hintergrund Meeske seinen Job konsequent weiterführt und es trotz der einen oder anderen dann möglicherweise gescheiterten Vertragsverlängerung (Teuchert bei Sky: „Ich weiß es nicht, das macht mein Berater.“) in der Winterpause nicht zu Zwangsverkäufen kommen muss, dann gefällt mir der 1. FC Nürnberg so gut wie lange nicht mehr.

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    • Wenn wir im Winter noch oben mit dabei sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zu Verkäufen kommt, selbst wenn wir um die Ablöse umfallen würden.

      Dass ist DIE Saison, in der man aufgrund der Konkurrenzsituation aufsteigen kann. Und gerade seit dem neuem TV-Vertrag ist der Austieg nochmals wesentlich mehr wert, als wir im Winter noch für die Spieler mit auslaufenden Verträgen bekommen würden.

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      • Sehe ich genauso.

        Deshalb ja meine Hoffnung, dass man die 5%-Reduzierung des negativen Eigenkapitals/der Schulden (sorry, hab’s betriebswirtschaftlich nicht voll auf der Uhr, hoffe aber Ihr wisst, was ich meine) zum 31.12. auch ohne Verkäufe hinbekommt.

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    • Absolut richtig, der Club macht wieder Spaß, und es liegt nicht nur an den Siegen. Man sieht einfach vermehrt Spielzüge, die einem Freude machen. Kein ergebnisorientierter Rumpelfußball. Und wenn’s mal schiefgeht wie in Aue ist man einfach gerne zum „Schwamm drüber“ bereit.

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  • @Alexander:
    Der Ball vor dem 2:0 kam tatsächlich nicht „eher zufällig“ zu Behrens. Den hatte Werner schon mit Absicht zu Behrens gespielt – wenn auch durch die Hosenträger eines Kleeblättlers.

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  • Also mich hat heute ein Spieler beim Club richtig begeistert trotz Teuchert und Behrens nämlich Ewerton. Diese Ruhe und Übersicht einfach Klasse. Als jahrelanger Schäfer Kritiker freue euch mich auch das der Club jetzt zwei wirklich gute Torhüter hat (Kirschbaum, Bredlow).

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  • Das fühlt sich richtig richtig gut an. Zum einen, weil beide Vereine jetzt da stehen, wo sie hingehören und zum anderen, weil wir als Mannschaft keine „Streichresultate“ der Vergangenheit, wie Sepsi, Brecko & Co. mehr kompensieren müssen. Einfach Klasse, wenn man die Truppe sieht, bei der auch Spieler aus der 2.Reihe reinkommen und überzeugen. Ishak ist endlich der Mittelstürmer, den wir brauchen. Teuchert zeigt, warum man einfach an ihn glauben muss. Behrens ist ganz der Alte. Everton wird immer stärker. Werner bringt viel Schwung und Plan. Die Aussenverteidiger sind selbst an schwächeren Tagen solide. Eine Augenweide, wie Möhwald und Löwen – bester Zweitligaspieler – harmonieren. Und in ein paar Wochen kommt auch Erras wieder in Bestform. So kann es bis zur Winterpause weitergehen. Ich hoffe, dass wir wenigstens einen aus der Riege Möhwald, Teuchert, Leibold verlängern.

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  • Die Jungs lassen es sich gerade am Altstadtfest beim Liebermann schmecken. 🙂 Sei ihnen gegönnt.

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  • In einer homogenen Mannschaft ragt für mich ein Spieler heraus, nicht nur zahlreiche entscheidende Tore sondern der Surferboy ist ein echter Leader und ein sehr symphatischer dazu. Wenn wir aufsteigen wollen und ich denke es ist diese Saison real möglich auf den ersten beiden Plätzen zu landen, weil keine Ausnahmemannschaften finanziell dabei sind, wenn wir den Traum verwirklichen wollen, muß man Behrens in der Winterpause entweder festketten oder mit Flugticket 3Wo „unbekannt verreist in die Südsee“ schicken seinen Berater dazu, diese Bärenstarken Leistungen ein ums andere mal können den Erstliga Scouts nicht verborgen bleiben. Wie schon geschrieben wurde hier wir haben auf keiner Position mehr Ausfälle. Ein wirklich starkes Team gegen einen Gegner der auch in 180 min kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt hätte, was sicher der starken Abwehrarbeit geschuldet ist. Bredlow im Tor wieder zu verdrängen wird für Kirschbaum ein hartes Brot. Aber wir kennen es ja zur Genüge wie schnell eine Verletzung alles wieder ändern kann, gut daß wir zwei so starke Keeper haben.

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