Analyse: Köllners Umstellungen greifen, sichern Derbysieg #SGFFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: SpVgg Greuther Fürth vs. 1. FC Nürnberg 1:3 (0:1) Der Club gewinnt erstmals seit 1979 wieder im Ronhof und das zurecht und eigentlich ungefährdet.

Die Analyse:

SGFFCN-2017
Startformation im 4-4-2

Der Club begann wie gegen Bochum im 4-4-2 allerdings in anderer Nuancierung. Statt einer Mittelfeldraute gingen Möhwald, der Hufnagel ersetzte, und Teuchert, der für Werner in die Startelf rutschte, auf die Flügel, Erras gab den klaren Sechser, Behrens spielte etwas davor, aber nicht im Raum direkt hinter den Spitzen. Die zweite Spitze neben Ishak gab Eduard Löwen, der aber tiefer agierte als der Schwede, der den Stürmer in vorderster Linie gab. Neben den Änderungen in der Startelf veränderte Michael Köllner auch die Kaderplätze. Thorsten Kirschbaum war soweit wieder hergestellt, dass er auf der Bank sitzen konnte, obwohl der Rücken ein Mannschaftstraining bis Freitag unmöglich gemacht hatte, zusätzlich kehrte Jäger in den Kader zurück, Fuchs musste dafür auf die Tribüne.

Beide Teams begannen schwungvoll und mit Elan, allerdings hatte der Club dabei die deutlich reifere Spielanlage und wesentlich mehr Zug zum Tor. Bereits nach vier Minuten setzte Löwen einen Schuss an den Pfosten und Ishak verpasste den Abpraller nur knapp. Fünf Minuten später traf der Schwede dann aber. Nachdem Mühl im eigenen Strafraum Sontheimer den Ball abgeluchst hatte, legte er den Ball auf rechts auf Löwen, der auf Teuchert weiterspielte. Teuchert setzte das Zuspiel früh und aus vollem Lauf in die Mitte zu Ishak. Der Schwede nahm den Ball gekonnt an und profitierte davon, dass Narey die Innenbahn nicht zumachen konnte; so nahm er direkt Fahrt aufs Tor auf, tunnelte Megyeri und traf zur frühen Führung. Dem Club spielte diese natürlich in die Karten. In der Folge konnte man sich aufs Verteidigen konzentrieren und per Nadelstichen nach vorne kommen.

Fürth tat sich mit dieser Marschroute des Clubs sehr schwer, fand keinerlei spielerische Mittel durch das Abwehrbollwerk des Clubs zu kommen. Ewerton, Mühl und Erras antizipierten viel, machten bei hohen Bällen den Strafraum dicht, drängten flache Anspiele auf die Flügel, von wo nichts Ertragreiches in die Mitte kam. Die Gastgeber suchten daher ihr Heil immer mehr in Fernschüssen, doch die Abschlüsse von Julian Green konnte Fabian Bredlow ohne viel Mühe entschärfen. Das Setzen der Konter in dieser Phase gelang dem FCN allerdings eher leidlich, er spielte bis an die Grundlinie gut und schnell – meist über Möhwald und Löwen – brachte dann aber den entscheidenden Pass in den Rückraum nicht gezielt genug an. Insgesamt konnte man genau dies dem Club zum Vorwurf machen: Er ließ die spielerisch deutlich schwächeren Fürther kommen und setzte die Konter nicht so, dass er den Gegner aus dem Spiel nahm.

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(Ungefähre) Formation nach der 54. Minute

Fürths Trainer Buric reagierte in der Pause brachte Hofmann für Sontheimer und somit eine zweite Spitze neben Dursun, der vor der Pause überhaupt nicht zur Geltung gekommen war. Dies verstand seine Mannschaft als Anweisung offensiv noch einmal mehr Wucht zu entwickeln; dies gelang in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Bereits zwei Minuten nach der Pause war es erneut Julian Green, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, doch Bredlow rettete per Fußabwehr gegen den Neuzugang aus Stuttgart. Auch nach der Chance blieb der Club unter Druck. Fürth profitierte nun sowohl vom zweiten Stürmer, der die defensive Zentrale mehr beschäftigte als auch davon, dass Patrick Erras nach zweieinhalb Spielen unter Volldampf doch die Kraft ausging. Michael Köllner reagierte prompt, nahm Erras vom Feld, brachte Tobias Werner und stellte auf ein 4-2-3-1 um, in dem Behrens und Löwen die Doppelsechs gaben. So hatte man im Zentrum gegen die beiden Stürmer und die nachrückenden Aycicek und Gjasula nun wieder ein Gleichgewicht hergestellt.

Auch offensiv zeigte der Wechsel von Köllner Wirkung, Werner nahm sofort Zug in Richtung Tor der Fürther auf, eine erste Hereingabe verpassten noch alle, kurze Zeit später spielte Werner auf Behrens, welcher mit feinem Auge und Außenrist Teuchert anspielte, der sich von Green davonstahl und dann den Ball trotz leichter Schwächen in der Ballannahme ins Tor schoss. Nur fünf Minuten später hätte Teuchert in einer ähnlichen Situation alles klar machen können, dieses Mal scheiterte er aber am Kleeblattkeeper. Diese Chance sollte Teucherts letzte Aktion sein, er wurde von Köllner durch Ondrej Petrak ersetzt. Dieser rückte auf die Sechs, Eduard Löwen auf die rechte Außenbahn. Damit wollte Köllner wohl Enrico Valentini unterstützen, der immer wieder auf sich allein gestellt war, da Teuchert seine Defensivarbeit nicht immer zu vollster Zufriedenheit erledigt hatte. Der Plan ging nur bedingt auf, zwar unterstützte Löwen Valentini besser als Teuchert, dafür wurde das Zentrum nun wieder etwas instabiler, da Petrak nicht ins Spiel fand, wohl auch durch eine gelbe Karte nur vier Minuten nach seiner Einwechslung gehemmt.

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(Ungefähre) Formation nach der 63. Minute

An sich aber hatte der Club die Fürther seit der Umstellung auf 4-2-3-1 gut im Griff, die Gastgeber kamen zu keinen Gelegenheiten mehr, verlegten sich immer mehr auf Verzweiflungsschüsse und wurden im Spielaufbau immer unsauberer. Der Club verwaltete den Vorsprung nun gekonnt und sicher und es schien so als könnte er den Sieg in Ruhe nach Hause spielen. Doch unvermittelt gab es Elfmeter für die Hausherren. Fabian Bredlow war etwas übermotiviert herausgelaufen, hatte den Laufweg von Philipp Hofmann gekreuzt und den Stürmer mit der Hand im Gesicht berührt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gjasula und der Club begann für etwa acht Minuten das Schwimmen. Fürth hatte plötzlich Lufthoheit im Clubstrafraum, kam nach einer Flanke von Narey und einer Ecke von Aycicek durch Green und Dursun zu hervorragenden Chancen, doch beide Male rettete Bredlow mit gutem Reflex.

In der 87. Minute brachte Köllner dann Brecko für Möhwald und versuchte die Führung über die Zeit zu bringen. Dieser Wechsel zeigte tatsächlich Wirkung, zunächst dauerte es relativ lange bis Kevin Möhwald das Feld verließ, so dass Fürths Schwung abebbte, kurz danach hatte Brecko sogar die Chance zum 3:1, ehe er in der Nachspielzeit zusammen mit Mikael Ishak zum Zeitspielexperten mutierte. Die beiden beschäftigten mehrere Fürther Verteidiger minutenlang an der Eckfahne, ehe Ishak dann den von Brecko nach vorn beorderten Behrens sah, anspielte und dieser den Ball flach ins lange Eck zum 3:1 schlenzte. Es war die Entscheidung, der Club gewann erstmals seit 1979 im (übrigens nicht ausverkauften) Ronhof.

Dieser Derbysieg stellte den emotionalen Höhepunkt einer Neun-Punkte-Woche dar, in welcher der FCN seine Rolle als langfristiger Aufstiegskandidat zementierte. Wie schon in den Spielen zuvor agierte der Club mit hoher taktischer Flexibilität und war zum dritten Mal in Folge nur per Strafstoß zu bezwingen. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass es der dritte Strafstoß der Kategorie „besonders dumm“ in Folge war. Gleichzeitig war der Club einmal mehr eiskalt und effizient in der Verwertung von Großchancen und ist mit den drei Toren auch weiterhin das treffsicherste Team der Liga. Mikael Ishak teilt sich nun mit Marvin Ducksch von Holstein Kiel Platz Eins der Torjägerliste, direkt dahinter folgt Hanno Behrens mit vier Treffern, drei weitere Spieler (Möhwald, Löwen, Teuchert) haben drei Tore. Zum Vergleich, der heutige Gegner hat insgesamt in den acht Spielen nur sieben Treffer erzielt. Wenn man dem Club an diesem Nachmittag etwas vorwerfen könnte, dann nur, dass er den – doch fußballerisch sehr limitierten und taktisch wenig erbaulichen – Gegner zu lange am Leben gelassen hat und ihn per Elfmeter fast noch einmal ins Leben zurückgeholt hätte. Doch insgesamt muss nach neun Punkten aus drei Spielen binnen acht Tagen natürlich das Positive überwiegen: Der Club hat sich erst einmal an die Spitze herangepirscht, hat inzwischen große offensive Effizienz und ist defensiv aus dem Spiel heraus kaum zu überwinden. Gelingt am kommenden Samstag gegen Bielfeld der Sieg ist wohl auch der Begriff „Spitzenmannschaft“ (der Zweiten Liga) nicht mehr vermessen.

Die Zahlen:

Fürth Nürnberg
1
Tore
3
20
Torschüsse
13
7
Schüsse aufs Tor
7
10
Ecken
4
60,7
Ballbesitz (%)
39,3
80,5
Passquote gesamt (%)
66,7
91,7
Passquote eig. Hälfte (%)
78,2
64,4
Passquote geg. Hälfte (%)
56,6
15,7
Lange Pässe (%)
21,6
49,3
Gewonnene Zweikämpfe (%)
50,7
14
Fouls
16
114,60
Laufdistanz (km)
116,18
0
Abseits
0

Trainerstatement:

„Wir waren heute eine starke Einheit auf dem Platz. Zum Ende wurde es noch einmal ein bisschen eng, da hätten wir es schon vor dem Elfmeter entscheiden müssen. Doch letztlich hat Hanno Behrens das Spiel dann zugemacht. Die Mannschaft hat heute nach der englischen Woche nochmal alles abgerufen und die letzten Körner rausgeholt. Wir freuen uns vor allem für unsere Fans, dass es nach der langen Durststrecke hier in Fürth endlich wieder mit einem Sieg geklappt hat.“

Die Spieler im Einzelnen:

Fabian Bredlow 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Zahlreiche Bombenparaden, rettete die Führung vierfach gegen Green, einmal gegen Dursun. Wäre da der völlig unnötige Elfmeter nicht gewesen. Leichte Abzüge für die Abschläge ins Nirvana.
Miso Brecko Ohne Bewertung
Kam drei Minuten vor Schluss um das Ergebnis zu verwalten, das schaffte er nicht. Er erhöhte es zu Gunsten des FCN. Hatte eine Schusschance und leitete das 3:1 ein. Souveräner Zeitspielmeister.
Eduard Löwen 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Spielte drei verschiedene Positionen (Stürmer, Sechser, Rechtsaußen) und alle souverän. Manchmal noch etwas leichtsinnig und übermütig, aber insgesamt wieder eine gute Leistung.
Tim Leibold 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Wackelte mehrfach am eigenen Sechzehner. Entwickelte aber wie immer extreme Dynamik nach vorne.
Patrick Erras 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Ihm merkte man die extreme Belastung der englischen Woche an, hielt daher auch nur knapp 55 Minuten durch und wurde gegen Ende auch fahriger. Beruhigte das Spiel an den richtigen Stellen.
Ewerton Almeida Santos 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Bester Nürnberger Feldspieler, löste viele brenzlige Situationen im Entstehen mit Augenmaß und Antizipation. Hat sich defensiv festgespielt.
Enrico Valentini 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Hatte teilweise zu kämpfen, da Teuchert ihn mehrfach alleine ließ. Insgesamt aber solide, wenn auch mit wenig Entlastung nach vorne.
Ondrej Petrak 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Sollte eigentlich Stabilität bringen, schaffte dies aber kaum: Verlor 67% seiner Duell, hatte nur sechs Ballkontakte in 30 Minuten und holte sich auch noch Gelb.
Kevin Möhwald 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Ordentliche Leistung ohne zu glänzen, tat das Seine dazu, dass der Club nicht zu hektisch wurde.
Hanno Behrens 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Energieleistung des Kapitäns, gekrönt vom entscheidenden Treffer zum 3:1, legte das 2:0 mit dem Außenrist vor. Machte nicht immer alles perfekt, aber vieles gut.
Lukas Mühl 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Grundsolide neben Ewerton, räumte viel ab, schrammt wegen der schwachen Zweikampfquote (46%) am \"gut\" vorbei.
Tobias Werner 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Kam nach 54 Minuten für Erras. Sorgte für Zug zum Tor, leitete auch das 2:0 ein, insgesamt ordentlich, gegen Ende aber fahriger.
Mikael Ishak 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft, ein Tor, ein Assist und viele Wege (11,42 Kilometer), dazu für einen Stürmer ungewöhnlich wenige Fehlpässe (5/24).
Cedric Teuchert 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Tor und Vorlage sind nicht wegzudiskutieren, mangelnde Defensivarbeit und unnötige Sololäufe aber auch nicht.

52 Gedanken zu „Analyse: Köllners Umstellungen greifen, sichern Derbysieg #SGFFCN #FCN

  • Mit der Benotung bin ich weitgehend einverstanden. Bredlow war ein sicherer Rückhalt das stimmt, allerdings muß man schon dazu sagen, daß Tore schießen hat Fürth an dem Tag nicht neu erfunden nachdem bis auf wenige Ausnahmen alle gefährlichen Bälle auf unmittelbare Körpernähe von Bredlow geschossen wurden. Ist natürlich einfacher, wenn man nur Hand hochreißen oder den Fuß ausfahren muss statt springen, aber er hat das gut gemacht. Leibold habe ich 1-2 Punkte besser gesehen insbesondere auch durch seinen Druck nach vorne, der immer wieder Entlastung brachte. Vor allem als Fürth nach dem Elfmeter wieder dran war, hat Leibold ihnen mit seinen Tripplings 2 mal sogar durch 3 Mann hindurch immer wieder für den Club wertvolle Zeit gewonnen, wo ich mir manchmal die Augen rieb, daß er immer noch am Ball bleibt 🙂 Das ist der Unterschied, das sind Bälle, die wir letztes Jahr regelmäßig verloren haben.

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    • Leibold hatte das Pech dreimal direkt vor mir den Ball auf wirklich sehr ungeschickte Weise nochmal scharf zu machen. Das hat sicher die Bewertung beeinflusst. Offensiv ist das natürlich richtig gut von ihm, manchmal fehlt mir das Verteidigen beim Linksverteidiger aber noch etwas.

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    • Als Duisburg 20 mal die Tormitte anvisierte, habe ich diese Kritik nicht von dir gelesen… Ich kann deine Einschätzung auch nicht teilen, die Abschlüsse von Green waren alle gut, nur war Bredlow an diesem Nachmittag halt noch besser.

      Die zwei Kopfbälle aus kurzer Distanz beim Stand von 1:2 musst man erst einmal halten, auch wenn einer davon ziemlich zentral aufs Tor kam.

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    • Der sich zu dem von Dir genannten Zeitpunkt durch die drei Mann hindurchdribbelte war Löwen, nicht Leibold, der gestern manchmal so spielte, dass ich befürchtete, er wäre überspielt. Teilweise unkonzentriert und das leider in der Defensive. Seine Flankenläufe sind aber fast immer Sahne, weil sie – wenn schon nichts Ertragreiches – wenigstens Entlastung bringen.

      Der Analyse von Florian stimme ich voll zu.

      Und ich bin sehr froh, dass der Club einen Trainer hat, der einen Ewerton erst einmal richtig fit macht, bevor er ihn vom Start weg einsetzt. Ewerton hat gestern gezeigt, was er für ein Potenzial hat. Der Mann strahlt eine ungeheure Ruhe aus, hat ein hervorragendes Timing bei Kopfbällen, ein sehr gutes Auge und ein nahezu perfektes Stellungsspiel. Mit Mühl harmonierte er gestern wirklich sehr gut, das war schon beeindruckend.

      An den beiden lag es meiner Meinung nach jedenfalls nicht, dass der Laden 10 Minuten lang am Ende so ins Schwimmen geriet. Vielleicht kann man solche Situationen mal im Training simulieren. Mir ist nämlich nie so ganz klar, warum sich die Mannschaft bei Ballbesitz des gegnerischen Torwarts dann schon von vornherein knapp vor oder sogar in den eigenen 16er hineindrängen lässt, anstatt weiter herauszurücken und den Weg für den Gegner zum eigenen Tor damit zu verlängern. Man kann ja dicht stehen, muss das aber nicht dermaßen weit hinten machen, so dass diese Szenen mit den hohen Bällen am Ende in einigen Spielen (z.B. auch in Regensburg) immer wieder die eigene Führung gefährden und den eigentlich unterlegenen Gegner aufbauen und ins Spiel zurückkommen lassen.

      Aber natürlich war das eine grandiose englische Woche mit der maximalen Ausbeute! Da hatten sich die Jungs das Altstadtfest gestern redlich verdient.

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  • Wohltuend sachliche Notengebung, trotz wahrscheinlich kurzzeitig aufkeimender Euphorie wegen Derby-Sieg und Tabellenplatz 😉

    Ein wenig bestürzt bin ich wegen der geringen Zuschauerzahl im Ronhof. Hat das Deutsche Derby denn so an Anziehungskraft verloren?

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    • Ich dachte, es sei ausverkauft? Wurde das nicht auf der PK vor dem Spiel so kommuniziert?

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        • Ach schade, hatte ich mißverstanden. Dann hätte ich ja doch Karten kaufen können spontan.
          Zu dämlich, so ein historisches Spiel zu verpassen.

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          • Club Fan-Info vom 21.09.:

            „Für unser Spiel um 13.30 Uhr im Sportpark Ronhof / Thomas Sommer in der Nachbarstadt ist unser Kontingent von knapp 2.200 Karten restlos ausverkauft. Da das Stadion ebenfalls ausverkauft ist, raten wir allen Fans ohne Eintrittskarte dringend von einer Anreise ab.“

            Fürth meldete ebenso, daß keine Stadionkassen geöffnet werden.

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  • Hier auch noch meine Einschätzung zur Torhüterleistung:

    Abschläge und Spielaufbau war für mich maximal Note 3-4 heute
    Im Eins-gegen-Eins Note 1-2 (der Ball von Green war aber auch haltbar und unplatziert geschossen bzw. gegen das Standbein von Bredlow; positiv: gutes Stellungsspiel, bleibt lange stehen)
    Reaktionen: 2 – Der Schuss, den er über die Latte lenkt, ist eine Disziplin, die ein Torwart auch halten darf (da fast zentral), die Bälle in der Schlussphase waren gut gehalten, aber auch haltbar, da jeweils doch sehr zentral und körpernah. Daher gut, aber nicht sehr gut.
    Sicherheit: Note 2 – 1-2 mal Bälle gefaustet, die er hätte festhalten können. Das ist konservativ gesehen eine gute Wahl, aber sicher kein sehr gut.
    Daher Gesamtnote 2-: Bei 1 Fehler (Elfmeter), 1-2 sehr guten Aktionen und viel Durchschnitt sonst, hätte es auch eine 3+ sein können. Aber wer beim Derby den Sieg festhält, darf auch eine Zwei haben. (Auch wenn es ohne seinen Anteil bei der Elfer-Aktion wohl gar nicht so spannend geworden wäre)

    Die kritischen Punkte auf hohem Niveau zu goutieren. Aber man muss schon auch objektiv immer noch Platz nach oben haben, um gute von sehr guten Leistungen differenzieren zu können über eine Saison.

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    • Hm.
      Trotz der Erläuterungen bin ich da eher bei der glatten 2 von Florian.

      Meine zwei Gründe dafür:

      Wenn da ab und zu ein Raffa-Gedächtnis-Fausten zu sehen ist, hab ich nix dagegen. Erst recht nicht, wenn damit der Ball sicher geklärt wird, denn dann ist die Aufgabe doch gelöst.
      Bei der Härte mancher Schüsse ist mir das Fausten manchmal sogar lieber als ein Fangversuch, bei dem immer das Risiko besteht, dass einem der Ball durch die Finger flutscht.

      Was mir an Bredlow aber vor allem gefällt, ist seine gesamte Ausstrahlung. Wie auch schon im letzten Spiel.
      Er wirkt nicht eine Sekunde wie ein Fremdkörper, sondern schon wie ein fester Bestandteil der Mannschaft, der auch Sicherheit vermittelt. Das ist echt wichtig und sollte in so eine Note auch immer mit einfließen.
      Denk mal Kirschbaum in seiner Anfangszeit zurück.

      P.S.: Ist es nicht herrlich, nach einem Derbysieg und einer 9:0-Punkte-Woche solche kleinen Erbsenzähler-Gespräche zu führen :-))

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      • Das sollte man auch immer einkalkulieren: Wir reden hier ob eine 2 oder 3 gerechtfertigt ist, das sind ja fast schon Luxusprobleme.

        Dennoch: Warum Kirschbaum so wenig und Bredlow so viel Kredit genießt, ist mir nicht wirklich schlüssig. Wie auch schon andere unterstellten: Hätte Kirschbaum den Elfer verursacht, hätte der „Baum gebrannt“. Dabei müsste doch alles für Kirschbaum sprechen (in Sachen Kredit):

        Kirschbaum, Thorsten – in Franken (Würzburg) geboren, 5 Jahre in Nürnberg in der Jugend gespielt. Mag man Hoffenheim noch als schwarzen Fleck im Lebenslauf bezeichnen, so ist der Junge doch Franke durch und durch und kommt eben noch aus der eigenen Jugend.

        Bredlow, Fabian – in Berlin geboren und dann vor allem beim beliebten RB Leipzig ausgebildet und auch gespielt.

        Das soll jetzt wahrlich kein Bashing sein, eher eine Verwunderung über ein bestehendes Ressentiment gegen den Keeper, der doch eigentlich alles hat, um zum Publikumsliebling und zur Identifikationsfigur zu taugen.

        Klar, das sag ich auch, er wirkt manchmal in gewissen Szenen „unorthodox“ – und was man nicht kennt, dem bringt man einfach auch gewisse Skepsis entgegen. Aber unterm Strich war Kirschbaum beim Club – wenn er fit war und spielen durfte – immer ein solider Keeper in Liga 2.

        Daher wäre doch gut, wenn wir beide Keeper auch immer mit dem gleichen Maß messen, nämlich einer sachlichen Bewertung.

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        • Ich bin bei Alexander, würde vor allem noch dazufügen: Ich hatte gerade in der Phase nach dem Elfer das Gefühl, dass Bredlow (der ansonsten tatsächlich sehr viel Ruhe und Souveränität ausstrahlte) etwas verunsichert wirkte. Blickt man auf den Zusammenschnitt fallen aus der Phase zwar einige gute Paraden auf (wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob er nicht auch sehr spektakulär hält), trotzdem hatte ich da mehrfach den Gedanken: Nächste Woche wieder Kirschbaum.
          Und weil es mir gar nicht darum geht Bredlow schlecht zu machen, nochmal zu Kirschbaum: Er hatte seine schlechten Spiele und nen schlechten Start. Aber eigentlich finde ich, dass er mehr als nur ein solider Zweitligatorwart ist: Ich finde er ist sogar ein sehr sehr guter.
          (Und tatsächlich ist sein schlechtes Standing unter den von Alexander aufgezeigten Bedingungen tatsächlich überaus mysteriös)

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        • Am aktuellen Leistungsstand sind beide überdurchschnittliche Zweitligatorhüter, allerdings gibt es abseits des Platzes halt wesentliche Unterschiede.

          An Kirschbaum wird immer haften, dass er ein teurer Bader-Transfer ist, der in der Bundesliga gescheitert ist und eine katastrophale Anfangsphase beim Club hatte. Addiert man dazu noch seine kleinen Wehwechen mit denen er öfter mal ausfällt, die Tatsache, dass sein Vertrag ausläuft und die Geschichte in der Rückrunde, wo er Köllner praktisch öffentlich der Lüge bezichtigt hat, weil dieser gesagt hatte Kirschbaum sei noch nicht einsatzbereit, dann macht das kein gutes Bild.

          Bredlow kommt zwar aus der RB-Schule, ist in Halle aber sicher geerdet geworden und hat mit Leistung überzeugt. Er wurde frühzeitig verpflichtet, was darauf hindeutet, dass es sich um einen Wunschspieler handelt. Mit seinem modernen Spiel (mitspielender Torhüter, gutes Verhalten bei Flanken, fußballerisch stark) passt er gut zu dem was wir spielen wollen. Zudem passt ein junger, ehemaliger U-Nationaltorwart einfach auch besser zu unserer Philosophie junge Spieler besser zu machen und davon sportlich und wirtschaftlich zu profitieren.

          Bredlow wird als Versprechen für die Zukunft gesehen – meiner Meinung nach zu Recht.

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          • Das ist ja quasi eine Blaupause zu deinem Standpunkt bei Rakovsky 🙂
            Allerdings scheint Bredlow seine Chance auch besser zu nützen. Kirschbaum abschreiben würde ich jetzt aber noch nicht, entgegen zu den Feldspielern, wo er die Jungen nühelos ins Feuer schickt, hat Köllner bislang auf der Torwartposition meist Erfahrung den Vorzug gegeben. Das wird weiterhin spannend.

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            • Wobei Kirschbaum sicher bereits ein modernerer Torhüter ist, als Schäfer es je war. In Punkto Ausstrahlung kommt er aber nicht an Schäfer ran, daher sehe ich seinen Platz auch nicht als gefestigt an.

              Und ich glaube immer noch, dass wir Rakovskys Karriere gekillt haben. 😉

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    • Ich fands ja nur kurios (über die Woche gesehn) was wir für Elfer *verschulden*. Der von Valentini ist ja der neuen Regelauslegung geschuldet von der ich bis dahin nichtmal wusste, bin da noch von einer aktiven Bewegung zum Ball hin ausgegangen, so wie es aber derzeit ist war es einfach dämlich 🙂 bei Bredlow gestern hat man aus der vorderen Perspektive gut gesehn das Bredlow nicht mit der Hand im Gesicht war da hat er rechtzeitig zurückgezogen, aber sein Unterarm hat wohl die Wange leicht gestriffen, was aber eher ein seitliches vorbeiziehen war als ein direkter Kontakt. Jedenfalls meinte der Kommentator auf Sky der Fürther wurde beim kreuzen der Laufbahn von Bredlow leicht touchiert, ob das aber reicht um einen Elfer zu geben obwohl der Ball da quasi schon ausser Gefahr und aus dem Spiel war…naja…mir kam es eher so vor als ob im Strafraum kleinlicher gepfiffen wurde wie ausserhalb.

      Was ich damit sagen will ist das wir innerhalb einer Woche min 2 Streitbare und einen unnötigen 11er kassiert haben. Den einen Streitbaren würde ich Bredlow jetzt nich unbedingt anlasten, und ich hoffe das er weiterhin im Tor bleiben darf weil er trotz seines Alters und verschulden eines vermeintlichen Elfers nicht nervös, hektisch oder gar verunsichert wurde sondern weiter seine starken Paraden gebracht hat. Bälle die Quer durch den Strafraum kamen gefangen hat, wärend seine Vorgänger an selber Stelle wohl auf der Linie kleben geblieben wären bis auf 1-2 Ausnahmen vllt wenn man es gut mit ihnen meint.

      Hier hat man in der Verpflichtung einen Bombenjob getan nun muss man zusehen das man ihn längst möglich bindet.

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  • Sehr gute Analyse, Florian. Die deckt sich mit meinen Beobachtungen. Vor allem in Hinblick auf Teuchert, der mehrfach teilweise nach eigenen Ballverlusten einfach stehenblieb und auch aus kurzer Distanz zusah, wie die Kollegen verteidigten und viele Wege defensiv einfach nicht mit machte. Der Kerl macht einen wahnsinnig: Ein cool selbst erzieltes Tor, als man schon dachte, er hat sich abdrängen lassen, haut er den Ball noch rein, weil er Megyeri umkurvt hat. Dann vorher der Assist mit dem Pass auf Ishak.
    Dem Himmel steht die Hölle und quasi Verweigerung an jeder Defensivaufgabe gegenüber. Stehenbleiben und zusehen, das kanns doch nicht sein. Leider zieht sich sein mieses Verhalten beim Verteidigen jetzt schon beim dritten Trainer durch, da habe ich nur eine sehr eingeschränkte Hoffnung, daß Köllner dem Jungen das noch austreiben kann. Na, hoffen wir auch für ihn das Beste.

    Meine Hoffnungen in Ishak erfüllen sich wenigstens, auch wenn es schon schade ist, daß er so gar kein kopfballerisches Geschick hat. Aber dann wäre er perfekt und sicher nicht beim Club. 🙂

    @Juwe: Kann es sein, daß Du Leibold mit Löwen verwechselst? Der kam einige Male mit Geschick und einer gehörigen Portin Glück durch mehrere Kleeblättler durch.

    Der Schuß zum 3:1 von Behrens war übrigens durch Narey, den für mich schlechtesten Spieler auf dem Feld, stark abgefälscht und somit unhaltbar für Megyeri. Das Zeitspiel an der Eckfahne langweilt mich nicht nur von meiner eigenen Mannschaft. Das gefällt mir nie.

    Eine englische Woche, alle Spiele gewonnen mit 9 Punkten und 15:3 Toren. Unglaublich! Einen Derbysieg sowieso nicht, aber gab es so etwas in der jüngeren Clubhistorie schon einmal?
    Mehrfache Systemumstellungen in diesem Spiel und den Spielen davor ja auch schon, auch daran kann ich mich nicht unbedingt erinnern.

    Für Fürth wird es schwer mit dem aktuellen Kader und großen Kaderlücken drin bleiben zu können. Symptomatisch, wenn für einen Spieler wie Narey in seiner gestrigen Form, kein Ersatz da ist.
    Aber im Augenblick arbeitet der Club schönerweise sehr gut daran, daß weitere Derbys in der nächsten Saison sowieso nicht mehr stattfinden werden. 😉
    Auch wenn man gestern doch wieder einiges Glück brauchte, daß das Spiel nicht in einem Unentschieden endet. Aber es war einfach von unseren Jungs auch das Glück der ganz Tüchtigen.

    Bravo! Ganz großer Fußball findet im Moment statt, jedes Mal, wenn der Club gewinnt.

    Das Erleiden des Schwartz-Fußballs hab ich schon fast vergessen.

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    • So wie ich es geschrieben habe Leibold und Löwen ist vielleicht vieles (Allzweckwaffe) aber sicher kein begnadeter Trippler. Im übrigen das „Zeitspiel“ an der Eckfahne fand ich sehr abgezockt und gut in den letzten Minuten, so konnte Fürth nicht mehr ins eigene Spiel finden. Davon abgesehen ich hatte das komplette Spiel über nie das Gefühl das Fürth, dass drehen könnte. Trotz Elfmeter Geschenk nicht. Für mich hatte Bredlow gar keine andere Option als versuchen den Ball mit der Hand wegzuwischen, er kann ja schlecht mit dem Kopf in den heranstürmenden Gegner reinrennen, der erst dann theatralisch fiel als er merkte er kommt nicht mehr an den Ball.

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  • Ewerton war schon ein Glücksgriff und die Benotung geht völlig in Ordnung für mich. Aber dass Ewerton gerne Mühl den Spielaufbau überlässt sollte auch erwähnt werden.
    Sollte Margreitter irgendwann mal wieder für Mühl kommen, bin ich gespannt wie wir dann von hinten heraus spielen.

    Ach ja … zum Torwart vielleicht noch: Da haben wir doch mal zwei Gute, jeder mit seinen Schwächen und Stärken. 😉

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    • Wenn sich Mühl stabilisiert (und das sah ja in den letzten Spielen schon ganz gut aus) sollte Margreitter mittelfristig keine Chance auf einen Stammplatz haben. Das ist für ihn nicht schön, aber er ist gegen diese beiden IVs nicht wirklich konkurrenzfähig.

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  • Danke fuer eure hervorragenden Analysen! Wirklich jedesmal ein Genuss!
    Was fuer eine Woche fuer den Club…ich denke, dass es in dieser Saison so einfach – aber auch so schwer wie nie ist – sich oben zu etablieren. Ein Grossteil der Mannschaften aus der zweiten Liga weiss, wie man verteidigt und viele Spiele werden durch kleine Nuancen entschieden. Das Feld wird extrem eng werden und mit einer kleinen Serie ist man sofort oben (oder auch wieder unten). Was mir Mut macht: der Club ist vor dem Tor (zumindest zur Zeit) eiskalt, Ishak scheint zu wissen wo das Tor steht und im Spielsystem (wie schon mehrfach genannt) sind wir extrem flexibel. Mir graut nur vor der naechsten Transferperiode, bis dahin sollte unseren Wechselkandidaten eine klare Perspektive aufgezeigt werden. Genau das aber wird vermutlich nicht so einfach.

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  • Schöne Analyse.

    Teuchert hätte ich jedoch besser benotet: richtig, er ist defensiv nicht der stärkste und wird es wohl auch nicht werden, zumal er m.E eher Spitze als Außenstürmer ist. Er hat aber unabhängig von seinem Tor und dem Assistent seinem Gegenspieler so zu schaffen gemacht, dass der kein einziges Mal über die Mittellinie gekommen ist. M.E. war er unser gefährlichster Offensivspieler. So habe ich seine Auswechslung auch nicht verstanden, wahrscheinlich war er jedoch platt.

    Petrak ist mit den 5 Punkten gut weggekommen. Ich habe es schon während des Spiels gepostet. Ich verstehe nicht, wie ich diesen Spielertyp in einem Kampfspiel, bei dem ich eine Führung absichern will, einwechseln kann. Petrak ist als Typ zu phlegmatisch, er verwendet seinen Körper im Zweikampf zu selten. Er ist einfach keiner, der einen fahrenden Zug aufhält. Er hat einige Stärken, jedoch nicht in einem Derby den Gegner zu stellen.

    Insgesamt einen tolle Mannschaftsleistung, die Lust auf mehr macht.

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  • Wahrscheinlich ist es zu einfach zu sagen die letzten drei Gegner haben uns halt einfach gelegen.Abervwas ist es dann?Die Einsicht einen echten Stürmer vorne rein zu stellen, der sich dann prompt das nötige Selbstvertrauen holt?Oder gab es gravierende Taktikwechsel-bezogen auf das Paulispiel, die den jetzigen Erfolg erklären.
    Oder ist es einfach so das ein Spiel wie gegen Pauli jederzeit auch mal verloren gehen kann.

    Im Moment ziemlich egal-9 Punkte aus drei Spielen und der Derbysieg,was will man momentan mehr?

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    • Ich finde, dass wir nur gegen Aue richtig schlecht und verdient unterlegen waren. Wären wir gegen Pauli genauso effektiv (4x Aluminium) wie gegen Duisburg und die Vorstadt gewesen, hätten wir auch dieses Spiel gewonnen. Ein Grund dafür war m.E., dass Köllner gegen Pauli – mit Salli in der Spitze – mit der Aufstellung daneben gelegen war und der Torwart von Pauli die Bälle gehalten hat, die der Früher Torwart durch die Beine bekommen hat.

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  • Ein Skandal! Da gewinnt man endlich das Derby und es gibt keinen einzigen Spieler in der Kicker Rangliste „Elf des Tages“. Dabei müsste dort jeder einzelne stehen. Elf mal Club als Spieler des Tages, ich fordere das!

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    • Dann schau mal bei den Kicker Noten der laufenden Saison also Durchschnittswerte, da taucht auf der erste Seite gar kein Clubspieler auf. Habe ich mich auch schon gewundert 😮 Wenn man das sieht und alles weitere einen Moment ausblendet könnte man meinen der Club spielt eine Grotten Saison.

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  • Uiiuiiuii… Lautern kommt ganz schön unter die Räder. Nach der Leistung von Ewerton gestern werden einige Fans noch verärgerter über dessen Abgang sein.

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  • Eine perfekte englische Woche! Beeindruckend! Das Sturmproblem scheint gelöst und die Verteidigung ist recht stabil, sie muss sich mit kuriosen Elfmetern die Dinger schon selbst einschenken, da es der Gegner nicht schafft.

    Dass Mühl nach seiner Verletzung so souverän auftritt überrascht mich positiv. Liegts an ihm oder an Ewerton? 3 starke IV und 2 starke TW, das wird mit Blick auf ein „konstant oben dranbleiben“ wichtig sein.
    Mit dem Rückenwind des Derbysieges gilt es im Heimspiel am Samstag einen Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel auf Abstand zu halten und die positive Serie weiter auszubauen. Hoffentlich wird die Unterstüzung im Stadion genauso toll, wie es die Bilder aus Fürth waren! Gegen den KSC mussten die Spieler Anno dazumal ihre Trikots abgeben, nun bekamen sie „Die Nummer 1 in Franken“ Schals gereicht. So muss das sein 🙂

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    • Ich denke schon, daß es die Mischung ausmacht. Ein erfahrener Spieler kann dann auch den jungen Spielern die nötigen Anweisungen geben und die Sicherheit.

      Und ich finde es klasse, wie sehr sich die Spieler auch mit dem Verein identifizieren. Auch das ist aus meiner Sicht ein Verdienst unseres Trainers, der die Begeisterung, für diesen Verein arbeiten zu dürfen, einfach authentisch vorlebt.

      Allerdings wird mir das langsam unheimlich. Weil ich mich wirklich beim Träumen erwische. Und da macht der Aufstieg nur einen Teil aus. Der andere Traum besteht darin, daß die Spieler sich nicht beim ersten Angebot weglocken lassen, sondern mit dieser Mannschaft erfolgreich sein wollen.

      Wobei da einige sicher gut beraten wären, sich dafür zu entscheiden. Denn ich denke, die guten Leistungen aller sind nicht 1:1 in einem anderen Verein abrufbar. Da ist ein wichtiger Faktor, daß wirklich alle allen helfen wollen.

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      • Beate, mit dem Träumen sprichst du mir aus der Seele. Vom Potential her könnte der Club auf Augenhöhe mit Dortmund, Gladbach, Schalke stehen.
        Ich hatte mich mal auf dem Weg von der Kabine zum Trainingsplatz mit Weiler unterhalten und ihm gesagt: Der Club sei ein schlafender Riese und er (Weiler) hätte es in der Hand, ihn zu wecken.
        Na ja, dafür war Weiler nicht der Richtige, das wissen wir jetzt.
        Aber jetzt könnten wir den Richtigen dafür haben!

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  • Allerdings macht mich diese Entwicklung auch noch mal sauer. Wenn man sieht, was möglich ist, wenn eine gut zusammengestellte Mannschaft sich wirklich in der Sommerpause finden kann, dannwerde ich wütend, wenn ich dran denk, was da in den Zeiten der 1. Liga und im Abstiegsjahr mit den damals noch vorhandenen finanziellen Möglichkeiten möglich gewesen wäre.

    Und man sieht einfach mittlerweile deutlich, was im NLZ all die Jahre vor Köllner versäumt worden ist.

    Aber ich versprech euch eines: wenn wir so weiter auf der Erfolgswelle schwimmen, werde ich die Vergangenheit nicht mehr aufwärmen, sondern nur noch euphorisch nach vorne blicken. :mrgreen:

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    • Dashalb sind wir ja alle dem Marin Bader auf ewig dankbar, dass er das NLZ gebaut hat, das der Verbeek und Weiler nie zu nutzen wussten. Maddin ❤️❤️❤️

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    • Beate du musst so oder so die Vergangenheit nicht mehr aufwärmen, die kennen alle anderen ja auch. Und weil du das hohe Loblied auf Köllner singst zu Recht, wie ich finde, warst du es nicht die ewig lamentiert hat Schwartz behalten zu wollen und ihn mit Klauen und Zähnen verteidigt hast bis zum Exzess – ein Trainer der gar nicht auf Jugend setzte ? … willst du das vielleicht nochmal aufwärmen? wäre sinnvoller vielleicht 🙂

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      • Wenn du dir die Mühe gemacht hättest, wäre dir bei Schwartz aufgefallen, daß ich da durchaus geschrieben hab, daß ich mit ihm meine Probleme hab.

        Nichtsdestotrotz: bei ihm war das Problem, daß er von Anfang an einen schweren Stand hatte. Und aus meiner Sicht wäre es Bornemanns Aufgabe gewesen, ihm den Rücken klarer zu stärken oder aber, wenn er feststellt, daß er da zu optimistisch war und Köllner und Schwartz nicht übereinstimmen bzgl. NLZ-entwicklung und Schwartz kein wirkliches Konzept für die Mannschaftsentwicklung hatte (was ich nicht weiß, ob das so war), hätte er auch früher reagieren können.

        Ich hab oft darauf hingewiesen, daß nicht wir, sondern nur der Sportvorstand beurteilen kann, ob der Trainer tatsächlich die Hauptverantwortung für die schlechte Performance trägt. Mir schien es öfter in den letzten Jahren, daß da Trainer auch gegen etablierte Spieler einen schlechten Stand hatten. Und bei Weiler war ja offen sichtbar, daß er und Bader gegeneinander gearbeitet haben.

        Mir war im übrigen nie wichtig, wie der Trainer heißt, sondern daß ein Trainer endlich mal die Zeit bekommt, einen Kader zu entwickeln. Was dadurch möglich ist, sieht man jetzt.
        Nur bin ich mir nach wie vor sicher: ähnliches wäre damals auch schon mit Verbeek (ohne Bader) möglich gewesen.

        Wobei ich zugestehe: Köllner passt noch viel besser für diese Aufgabe, weil er zwar auch zeitweise Fans polarisiert, weil er aber wesentlich flexibler arbeitet und eben bei den Spielern nicht zu polarisieren scheint, sondern durch seine Art auch die mitnehmen kann, die erst mal nicht in der Startelf spielen.

        Andererseits hat es die Zeit gebraucht, daß Köllner das NLZ neu aufstellt. Und möglicherweise könnte Köllner auch keine solch tolle Arbeit leisten jetzt, wenn er nicht vorher die Zeit gehabt hätte, das NLZ neu zu strukturieren.

        Insofern: in einem hast du Recht: mir ging es auch gegen den Strich wie schnell gegen Schwartz geätzt wurde. Ob ein anderer Trainer zu diesem Zeitpunkt erfolgreicher hätte sein können, bezweifel ich. Das gab der Kader einfach noch nicht her.

        Daß er nicht der Richtige war, einen Kader mit den jungen Spielern zu entwickeln (was ich unterstelle, daß Bornemanns Vorgabe war), zeigte er am Ende Amtszeit deutlich als er nur noch auf die älteren erfahrenen Spieler zurückgegriffen hat.

        Und wenn du nachschlagen magst: bei seiner Entlassung hab ich geschrieben: wenn ich gewußt hätte, daß Köllner sein Nachfolger wäre, wäre ich schon früher für seine Ablösung gewesen.

        Und das kann ich auch begründen: es war klar, daß es mit Köllner nicht den xten Neuanfang mit einem neuen Trainer gibt, sondern daß es für Bornemann möglich war, mit Köllner das bereits Begonnene bei der Kaderzusammenstellung und bei der Integrierung des NLZ fortzuführen.

        Ich war von Köllner auch schon im NLZ begeistert. Auch weil ich mir die Mühe gemacht hab, mich umfassend über ihn zu informieren als er da war (auf seiner Homepage und durch seine Bücher).

        Ich finde, daß das tatsächlich die wichtigste Entscheidung von Bornemann war in seinem ersten Jahr, daß er Zietsch entlassen und Köllner geholt hat. Das hat die jetzige Entwicklung möglich gemacht.

        Und da kann Alex noch soviele Herzen hier streuen, sein Couchmitbenutzer hätte eine solche Entwicklung nie gestartet. Weil er überzeugt war, daß solch eine planvolle Kaderentwicklung gar nicht möglich ist.

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  • Dem Inhaber der Nürnberger Tapferkeitsmedaille alles Gute zum 60., feier schön, Auge!

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  • Diese englische Woche war wirklich perfekt, vor allem mit dem Derbysieg als Krönung! Natürlich möchte ich die Euphorie nicht bremsen, gebe aber zu bedenken, dass wir noch gegen alle Mannschaften in den Top 6 spielen müssen. Und wir haben gegen die Teams dahinter von Platz 7-9 gerade mal einen Punkt geholt…..
    Klar, die Mannschaften im hinteren Tabellendrittel stehen natürlich da, weil sie unter anderem auch gegen uns verloren haben.
    Dagegen sprechen auch die zum Teil kuriosen Ergebnisse bisher. Das Spiel gegen Bielefeld wird so gesehen vielleicht schon zeigen, wie weit die Mannschaft wirklich ist.
    Spätestens wenn unsere Verletzten so langsam wieder zurück kehren, bin ich überzeugt, dass wir um den Aufstieg mitspielen können.

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    • Auch wenn die Tabellensituation unterschiedlich sein mag, wird ein Spiel gegen Bielefeld nicht mehr oder weniger zeigen als eins gegen Bochum, Fürth, Union oder Aue…
      Aue, da sind wir zu ner Mannschaft ausm Tabellenkeller gefahren und haben unser schlechtestes Spiel abgeliefert, Union hingegen ist als Tabellenzweiter zu uns gekommen…
      Da kann man wirklich keine Bedeutung rein legen. Die Fortuna hat bei den Vorstädtern 3:1 verloren. Duisburg in Bielefeld 4:0 gewonnen usw. und so fort…

      Wenn man mal eine kleine Bestandsaufnahme macht, was so mit den Vereinen ist, die man als Anwärter auf den Aufstieg bzw. das obere Drittel bezeichnet hätte (dabei stütze ich neben meiner eigenen Meinung v.a. auch auf die Prognose vom kicker):
      Da sind wir die einzigen, die voll im Soll liegen. Düsseldorf hatte als Aufstiegskandidat keiner auf dem Schirm und ich glaube auch nicht, dass sie die ganze Saison da bleiben können.
      Darmstadt hat man auch eher nicht als Kandidat fürs obere Drittel gesehen, und sie hatten auch verdammt viel Dusel bisher, v.a. viele Punktgewinne in letzter Minute.
      Aber sonst? Der größte Favorit Ingolstadt muss wohl eher achtgeben, nicht Paderborn 2.0 zu werden. Auch die Fürther werden schauen müssen, dass sie schnellstmöglich ein paar Punkte einfahren, um nicht die gesamte Saison im Abstiegskampf festzuhängen.
      Ebenso laufen Union, Braunschweig und Bochum der Konkurrenz und eigenen Ansprüchen hinterher und müssen zum Teil eher nach unten denn nach oben schauen. St. Pauli hat in der vergangenen Rückrunde wohl doch über ihren Verhältnissen bzw. zumindest am obersten Limit gespielt…

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  • Wenn der Michl nach dem nächsten Spiel seine Unterbuxe ins Publikum wirft, werde ich sie Beate vor der Nase wegschnappen und gerahmt neben die anderen Devotionalien an die Wand hängen.
    Ich habe Euch doch immer gesagt, dass wir diese Saison aufsteigen. Wenn nicht, ist nur Bornemann schuld daran.

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    • dürfte schwer für dich werden. ich sitz viel günstiger. und nachdem ich jetzt weiss, welchen Frevel du gegeben würdest, werden ich das zu verhindern wissen.😁😎

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      • Stimmt, auf Verbeeks Schoß hast Du logisch einen kleinen Vorteil :). Ich hingegen muss dem Maddin erst seinen Geldspeicher zurückgeben, damit er alleine weiterzählen kann.

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  • Wir sollten uns vielleicht die Kölner zum Vorbild nehmen und nächsten Samstag im Stadion optimistischer auftreten.

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  • Diese Woche war das beste was ich vom Club seit vielen Jahre erlebt habe. (Müsste nachzählen, schwierig) Der Auswärtssieg in Fürth war die Galashow am Ende. Die letzten Minuten in Fürth habe ich nicht gezittert sondern genossen, weil man spürte schon vor Behrens 3:1 dieses mal bringen sie es nach Hause.

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    • Ich denke, dass diese positiven Meilensteine unabhängig der Punkteausbeute ganz wichtig für das „Große Ganze“ dieser Saison sind. Ich vergleiche das mit den Last Minute Siegen in der Weiler-Saison gegen Lautern und direkt danach gegen Fürth. Nach diesen Spielen ging der Zug vermeintlich von selbst in die richtige Richtung. Es kommt bei allen Beteiligten Zuversicht rein, die man m.E. den Spielern auch anmerkt. Zuversicht, , weil wir mit Leibold, Valentini, Kerk & Co. ein cooles eingeschworenes Team mit Spirit haben, Zuversicht, weil es kein Team in der Liga gibt, dass automatisch besser als wir sind – obgleich wir natürlich jederzeit gegen jeden Gegner auch verlieren können .Zuversicht, weil wir selbst Sleeper, wie Ishak zum Leben erwecken. Zuversicht, weil wir den Bock umstoßen können. Diese Zuversicht, die mir unter den Ismaels und Schwartz“ abgegangen ist, die mir letztendlich auch wichtiger als ein möglicher Aufstieg ist.

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  • Weiß jemand wie lange der Vertrag mit Löwen noch läuft?
    Bornemann soll sich mal schleunigst darum kümmern, dass er auf mindestens 4 Jahre Laufzeit aufgestockt wird! Und gleich ne Ausstiegsklausel mit 15 Mio reinsetzen!

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    • 2020 ist meine Info.

      Ausstiegsklausel Inland: 20 Mio.
      – “ – England: 50 Mio.
      – “ – Scheichverein: 100 Mio.

      Clubbe habe dann fertig mitte Schulde.

      Gutnacht.

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