U21 gewinnt 3:2 gegen Bayreuth

Die U21 des FCN schlägt die SpVgg Bayreuth mit 3:2 (0:0)

Rainer Geyer sprach nach dem Spiel von „Wellenbewegungen“. Auf drei Siege (4:0 gegen Pipinsried, 4:2 gegen Augsburg II, 4:1 in Illertissen) waren in den letzten Wochen drei Niederlagen (1:3 in Seligenporten, 1:2 gegen Bayern München II, 1:2 bei Ingolstadt II) gefolgt. Am späten Freitagnachmittag – das Spiel war von Samstag 14 Uhr auf Freitag 17 Uhr verlegt worden, um nicht mit dem Spiel der Profis gegen Bielefeld zu kollidieren – schaffte der „kleine Club“ die erneute Kehrtwende. Mit 3:2 gewann der FCN gegen Bayreuth, das Anfang September noch bis auf einen Punkt an den TSV 1860 München herangerückt war, nach zwei hohen Niederlagen gegen Augsburg II (1:4) und Bayern München II (0:5) den Anschluss an die Spitze verloren hatte.

Bei den Gästen fehlten mit den Ex-Cluberern Weimar und Weber zwei Akteure gesperrt, dazu fehlte Ex-Fürther Kolbeck mit gebrochenem Fuß, so dass Trainer Marc Reinhardt in der Abwehr improvisieren musste und nach der Partie auch meinte, er hoffe, nie wieder in dieser Formation auflaufen zu müssen. Rainer Geyer musste auf Stammkeeper Axel Hofmann verzichten, der sich beim Spiel in Ingolstadt einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Für ihn rückte Johannes Kreidl ins Tor und kam zu seinem ersten Saisoneinsatz für den FCN II.

Beide Teams traten mit Dreierkette an, Bayreuth mit drei zentralen Mittelfeldspielern, Wing Backs und zwei Stürmern, der Club mit Wing Backs, zwei zentralen Mittelfeldspielern, zwei offensiven Mittelfeldspielern, die nach Außen auswichen, davor und einer Spitze. Damit war auch die Marschroute klar, Bayreuth versuchte das Zentrum dicht zu machen und auf Konter zu lauern, der Club dem durch Zuspiele auf Maxi Krauß und Manuel Feil zu entgehen. In den ersten fünfundzwanzig Minuten neutralisierten sich die Teams in ihren Versuchen gegenseitig, für den nicht an taktischen Duellen interessierten Zuschauer war das Spiel daher wenig ansehnlich.

Danach entwickelte der Club über die rechte Seite Zug zum Tor, Krauß scheiterte mehrfach am starken Bayreuther Torwart Jonas Hempfling, ebenso wie Erik Engelhardt. Die wahrscheinlich beste Chance zur Führung hatte dann nach Flanke von Andreas Knipfer Philipp Hercher, doch der einzige Nürnberger auf dem Platz mit Profieinsatz setzte den Ball in aussichtsreicher Position über den Kasten. Die Oberfranken dagegen kamen überhaupt nicht zu Chancen, verloren den Ball im Konteraufbau schnell und überließen dem FCN Ball und Kontrolle des Spiels weitgehend. Einzig Ex-Clubspieler Ivan Knezevic entwischte einmal den sonst sicher stehenden Christoph Wallner und David Domej. Doch Knezevic‘ Schuss wurde von Johannes Kreidl zur Ecke geklärt.

Auch nach der Pause bleib der Club spielbestimmend, Bayreuth beteiligte sich aber nun mehr am Spiel. Dennoch kam die Führung für die Gäste aus heiterem Himmel und schien nur eine alte Fußballweisheit zu unterstreichen. Wenige Minuten nach einer weiteren Großchance für den FCN II durch Engelhardt nach genauem Steckpass von Rhein flog der Ball in den Strafraum der Gastgeber, wo er Patrick Hobsch an die Hand sprang und dann über Umwege von Christoph Wallner ins eigene Tor geriet. Alle wütenden Proteste der Clubspieler nutzten nichts, der Treffer zählte.

Der Club war allerdings nicht geschockt vom unglücklichen Rückstand, vielmehr wirkte er als zusätzlicher Ansporn nun doch endlich die Chancen zu verwerten, die man sich erarbeitete. Das tat man dann auch und so drehte der FCN II das Spiel binnen zehn Minuten von 0:1 auf 3:1. Zunächst konnte Kapitän Christoph Wallner sein Eigentor durch ein Kopfballtor nach einer Ecke von Manuel Feil wettmachten, danach versenkte Simon Rhein eine Flanke von Erik Engelhardt per Direktschuss zum 2:1, abschließend torpedierte Philipp Hercher eine weitere Feil-Ecke per Kopfball ins Bayreuther Tor. Doch damit war des Torreigens noch nicht Genüge getan. Bayreuths Tobias Ulbricht stellte per Drehschuss nach Annahme eines langen Balls mit der Brust auf 3:2.

Die Schlussviertelstunde, die nach dem 3:2 anbrach, versuchte Bayreuth zwar in Richtung Clubtor zu kommen, eine Großchance erspielten sich die Gäste aber nicht. Der Club hielt mit seiner nun als Fünferkette agierenden Abwehr die „Oldschdod“ weg vom eigenen Tor, versuchte nun auch selbst zu Konterchancen zu kommen, spielte diese aber nicht mit letzter Konsequenz aus. Dennoch reichte es am Ende zum ersten Sieg seit Ende August. Rainer Geyer lobte nach dem Spiel dann auch die Moral der Mannschaft, die den Sieg ermöglicht hatte, aber auch die Vielzahl an erspielten Chancen.

Für den FCN II geht es bereits am Dienstag in Garching weiter, ehe am folgenden Samstag (14 Uhr) dann mit dem FC Memmingen eine der drei Mannschaften an den Valznerweiher kommt, die bereits etwas abgeschlagen am Tabellenende stehen. Da man gegen eine der anderen Mannschaften, den SV Seligenporten allerdings verloren hat, ist man sicherlich gewarnt. Aber womöglich hält die „Wellenbewegung“ nach oben ja bis dahin an.

Das Spiel in Zahlen:

1. FC Nürnberg II (3-4-2-1): Kreidl – Domej, J. Hofmann, Wallner – Knipfer, Heußer (11. Mouhaman), Rhein, Hercher – Krauß (83. Boesen), Feil (88. Harlass) – Engelhardt – Trainer: Geyer

SpVgg Bayreuth (5-3-2): Hempfling – C. Wolf, Dengler, D. Schmitt, Michaelis, Golla – Renger, Hobsch (78. Bruno), Böhnlein – Ulbricht, Knezevic

Tore: 0:1 Wallner (61., Eigentor), 1:1 Wallner (65.), 2:1 Rhein (67.), 3:1 Hercher (74.), 3:2 Ulbricht (76.)

Gelbe Karten: keine
Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg am Main)
Zuschauer: 234 (Max-Morlock-Platz, Sportpark Valznerweiher)

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