Momente eines verlorenen Spiels

4. Minute: Das hätte das 1:0 für Bielefeld sein müssen! Kirschbaum neben dem Tor am Boden und ein Armine kommt unbedrängt aus acht Metern zum Schuss. Zum Glück ballert er den Ball in die Wolken. Aber auch Glück für den Arminen, dass ihn sein Trainer nach dieser stümperhaften Aktion nicht vom Feld nimmt.

23. Minute: Langer Ball von Ewerton in die Spitze zu Ishak, der frei vor dem Arminen-Tor das Leder mit dem rechten Fuß am linken Pfosten vorbeisetzt.

30. Minute: Harmloser Fernschuss von Valentini nach kurz ausgeführtem Freistoß. Erst der zweite Torschuss der harmlosen Hausherren, deren Angriffsspiel zu unvariabel ist!

33. Minute: Werner kann im Arminen-Strafraum ein gutes Anspiel von Leibold nicht unter Kontrolle bringen. Das ist das Manko der Heimmannschaft: Immer wieder Stockfehler und auch zu viele unpräzise Pässe!

34. Minute: Linksschuss von Löwen aus zwanzig Metern weit übers Tor.

36: Minute: Leibold, der auf der linken Außenbahn nach vorne sprintet, fällt ein aus der FCN-Abwehr herausgespielter langer Ball von hinten auf den Kopf.

44. Minute: Salli per Kopf links neben das Arminen-Tor.

45. Minute: Salli liegt am Boden und hält sich die Hüfte. Für den Kameruner wird Möhwald eingewechselt.

46. Minute: Teuchert, der nach der Pause für Werner kam, sieht wegen einer dilettantisch ausgeführten Schwalbe zu Recht die gelbe Karte. Was für ein Einstand!

50. Minute: Teuchert bolzt den Ball aus aussichtslosem Winkel weit übers Tor, statt ihn nach innen zu legen.

52. Minute: Fehlpass von Leibold.

52. Minute: Teuchert verstolpert das Leder bei der Ballannahme.

53. Minute: Zum Glück gerät einem Arminen in aussichtsreicher Situation der finale Pass zu lang.

54. Minute: Schwache Flanke von Valentini.

55.Minute: Teuchert vergibt die Riesenchance zum 1:0. Statt selbst abzuschließen, versucht er einen sinnlosen Pass zu dem von zwei Bielefeldern zugedeckten Ishak. „Das sind die Szenen, aus denen dieser hochveranlagte junge Mann lernen wird“, sagt der Fernsehkommentator.

56. Minute: Ausgesprochen schwache Flanke von Möhwald.

58. Minute: Teuchert schießt aus sechzehn Metern in die Gefilde, in denen nach Reinhard Mey die Freiheit grenzenlos ist (klick).

59. Minute: Der FCN übersteht eine brenzlige Situation vor seinem Tor glücklich.

60. Minute: Behrens verspringt der Ball im Mittelfeld und der Gegenstoß der Arminen führt zum 0:1. Daraufhin stellt Köllner von 4-2-3-1 (oder 4-4-2?) auf 3-4-3 (oder 3-4-1-2?) um. Löwen zieht sich aus dem offensiven Mittelfeld zurück und übernimmt die zentrale Abwehrposition zwischen Mühl und Ewerton.

63. Minute: Im Anschluss an eine Club-Ecke treffen binnen weniger Sekunden Ewerton und Möhwald das Gebälk des Bielefelder Kastens. Die gleiche SCHEISSE wie zwei Heimspiele zuvor gegen St. Pauli (klick)…

64. Minute: Ein Freistoß von Löwen segelt deutlich übers Tor.

65. Minute: Ishak überlobbt nach langem Anspiel den Keeper der Gäste, der Ball landet auf dem Tornetz.

67 Minute: Mühl lässt sich an der linken Linie des Club-Strafraums schwanzen wie ein am Stock gehender 90-Jähriger von Cristiano Ronaldo, was eine brenzlige Situation vor Kirschbaums Gehäuse verursacht, die gottlob glimpflich ausgeht.

69. Minute: Teuchert versiebt eine Riesenchance.

71. Minute: Ein Bielefelder köpft knapp am von Kirschbaum gehüteten Tor vorbei.

72. Minute: Offener Schlagabtausch. Zuerst brennt es vor dem Arminen-Tor lichterloh, dann fahren die Gäste einen Konter, der trotz einer 3:1-Überzahlsituation nicht zum 0:2 führt.

75. Minute: Teuchert ist unfähig, einen gut gespielten Ball anzunehmen. Wäre es ihm gelungen, hätte er freie Bahn zum Gästetor gehabt.

77. Minute: Möhwald verliert in einer ausgezeichneten Kontersituation den Ball anfängerhaft.

78. Minute: Ishak verfehlt im Arminen-Strafraum zunächst den Ball, wird aber dann von Behrens mit Übersicht per Kopf wieder eingesetzt und vollstreckt eiskalt zum 1:1. In der Folge hält der FCN an der offensiven 3-4-3-Ausrichtung fest.

84. Minute: Ein von Mühl getretener Ball segelt sinnlos ins Nirwana. Wen Mühl mit diesem Pass anspielen wollte, ist ein Rätsel, das mich bis zum jetzigen Zeitpunkt beschäftigt. Was hatte Mühl in dieser Situation vor? Was war der Sinn dieser Aktion? Es wird Mühls Geheimnis bleiben…

85. Minute: Klein-Klein-Spiel zwischen Löwen und Erras an der Mittellinie. Anschauungsunterricht dafür, wie man im Fußball Situationen spielerisch löst. Löwen, hinter dem der Weg zu Kirschbaums Tor offen ist, spielt Erras auf engstem Raum hoch an, statt den Ball wegzuschlagen. „Mensch, passt bloß auf!“, schreie ich und springe vom Sofa auf. Erras köpft zu Löwen zurück. Löwen versucht den Ball in der Luft anzunehmen, doch ein mit gestrecktem hohen Bein dazwischenfuhrwerkender, ob dieses Regelverstoßes vom blinden Schieds- und dem noch blinderen Linienrichter aber nicht zurückgepfiffener Armine hat unversehens freie Bahn und überwindet Kirschbaum zum 1:2.

89. Minute: Innenverteidiger Margreitter wird – ausgestattet mit dem Auftrag, durch seine Kopfballstärke vor dem Gästetor für Verwirrung sorgen – für Teuchert eingewechselt. Löwen köpft eine Maßflanke von Valentini unbedrängt weit übers Tor.

Schlusspfiff: Elf weißgekleidete Arminen liegen sich auf dem Grün des Max-Morlock-Stadions jubelnd in den Armen. Sie freuen sich, dass sie mit diesem Auswärtssieg den FCN in der Tabelle überrundet haben, der drei seiner bislang fünf Heimspiele nicht gewinnen konnte und damit an die miserable Heimbilanz der letzten Saison anknüpft.

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

27 Gedanken zu „Momente eines verlorenen Spiels

  • Verstehe ich deine Intention richtig, dass der Club das Momentum momentan nicht auf seiner Seite hat? 😉

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  • So eine Zusammenfassung würde ich gerne mal nach dem Spiel bei FCN.de lesen 😉
    Sehr ärgerlich diese Niederlage, zum Spitzenteam fehlt die Konstanz. Bielefelds großer Schnitzer wurde nicht bestraft – Ishak bringt den Ball auf statt unter die Latte -, die beiden Böcke des Clubs hingegen gnadenlos. Diese Fehler müssen abgestellt werden, wenn man „stabil“ oben mitspielen möchte. Ich hoffe der Tainer nutzt die Länderspielpause dementsprechend.

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  • Wenn Teuchert doch angeblich soooo viel Potenzial hat, warum zeigt ers dann so selten?
    Dem Bua fehlt echt oft die Übersicht,
    er verdribbelt sich noch öfter als er danebenschießt, und wenn er den Ball verliert bleibt er auf dem Fleck wie Pumuckl angeleimt auf der Werkbank.
    Die Schwalbe im letzten Spiel war eine ganz neue Schnapsidee.
    Und ab und an ein Supertor und alle schreien „Jaaaa! Der hat Talent!!!“ und dann folgen wieder Szenen, die man eher der Vierten Liga zuordnen würde. Da sehnt man sich ab und an einen Köpke aus Aue.

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    • Das Ganze wird auch noch vom DFB befeuert. Hab ihn da allerdings nie spielen sehen, er scheint jedoch ein ganz anderes Bild von sich abzugeben. Anders kann man sich die Aussagen von dort nicht erklären.

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    • Hat er doch in der kompletten letzten Rückrunde gezeigt. Er benötigt Vertrauen des Trainers, muss von Anfang an gebracht werden, um dann auch einmal einen Fehler ohne Auswechslung machen zu dürfen. So hat er fast immer, wenn er von Anfang an gespielt hat, getroffen: siehe das Spiel gegen Union und in Fürth. Wird er eingewechselt, ist er zu verkrampft, hektisch und will mit dem Kopf durch die Wand. Man kann kaum hinsehen. Mag sein, dass er sich zu hoch einschätzt – dennoch: bekommt er das Vertrauen, macht er Tore, die kein Anderer in unserem Kader macht.

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    • Das macht er gern, der Franke an sich. Seine eigenen Spieler verspotten. Gepaart mit dem Wunsch nach was vermeintlich besserem…und viele spotten mit…

      Wer weiß schon, was wahr ist…

      youtu.be/lXmNJWETbnc

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    • Man kann es ja auch einfach mal realistisch betrachten, bis aufs Talent hat er bislang eben noch nicht viel gezeigt und Chancen hatte er genug. Wenn das dann jemand als runter machen bezeichnet oder ansieht dann sollte sich derjenige vllt selbst mal fragen warum er das selbst so interpretiert.

      Ich glaube man sehnt sich hier einfach zu sehr nach einem Ausnahmetalent und sieht dieses in Teuchert am ehesten deswegen Klammern sich einige an den Gedanken er könnte das sein/werden, wenn man aber mal (um den Gedanken mal zu beleuchten) international ausweitet und sieht auf was für einem Level ein Werner (der von den Dosen, nicht unserer ;-)) oder ein Mbape mit seinen 18 dann rückt es das Megatalent Teuchert doch relativ zurecht.

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      • Teuchert bekommt seine Chancen. Und manchmal nutzt er sie.
        Salli hat auch Licht und Schatten. Aber ich finde, daß er immer besser mannschaftsdienlich arbeitet (also auch mit verteidigt). Und das scheint mir ein entscheidender Aspekt. Auch, daß ein Offensivspieler eben nicht, sobald er den Ball hat, auf Teufel komm raus selbst das Tor machen will, erst die Übersicht verliert und dann auch den Ball.
        Schreibt sich theoretisch ganz leicht, ist aber vermutlich wirklich sehr schwer zu lernen.

        Wenn man heute in der Bild liest, daß Löwen den Eindruck hat, von Köllner strenger behandelt zu werden als andere Spieler, dann zeigt das eines: wir können das alles gar nicht beurteilen. Am ehesten vielleicht noch welche, die regelmäßig beim Training dabei sind.

        Und es wäre ein Traum, wenn wir es hier endlich mal schaffen würden, dem Trainer das Vertrauen entgegen zu bringen, das er sich (aus meiner Sicht) in den letzten Monaten durch seine akribische Arbeit mehr als verdient hat.

        Bei Ishak zeigt es sich, daß es sich gelohnt hat, ihn weiter zu bringen. Und mein Eindruck bisher war, daß er immer mannschaftsdienlich gespielt hat. Auch wenn er oft eben keine verwertbaren Bälle bekam. Offenbar hat das also Kpllner doch ganz richtig eingeschätzt?

        Teuchert ist ein anderer Typ. Und er scheint es mittlerweile verstanden zu haben, daß seine Art zu spielen, nicht in jedem Fall zu dem Plan passt, den das Trainerteam um Köllner für den Gegner erarbeitet haben.

        Ich weiß auch gar nicht, weshalb manche so besorgt sind: er wird doch von den DFB-Verantwortlichen trotz kürzerer Einsatzzeiten wahrgenommen, bekommt seine Chance.

        Und zum Thema Ausnahmetalent möchte ich trotz allem noch mal auf drei Erfahrungen aus den letzten Jahren verweisen: Mak, der immer wieder durchstarten wollte, aber sich eben doch nie zu dem Spieler unter Hecking entwickelte, der er sein kann. Und Gebhart, der trotz seiner Qualitäten der Mannschaft nie wirklich helfen konnte.

        Demgegenüber eben Sabiri, der seine Chancen nutzt, aber dann eben so schnell wie möglich aufs Sprungbrett will.

        Ich fände es super, wenn bei Teuchert trotz seiner (noch) geringen Einsatzzeiten in den nächsten Monaten auch im Defensivverhalten und bei der Übersicht eine Entwicklung sichtbar würde. Für möglich halte ich das, wenn er beim Training gut aufpasst und mitmacht.
        Ob seine Zukunft dann beim Club liegt oder bei einem anderen Verein, werden vermutlich Bornemann, Köllner und sein Berater auskarteln.

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        • Da gibt es einen großen Unterschied zu Mak. In der Mak-Ära hatten wir Alternativen. Jetzt haben wir Salli. Insofern bin ich schon „besorgt“, dass Köllner auch zukünftig und dauerhaft auf Flops und seinen missionarischen Eifer setzt und nicht v.a. auf die Stärken von Teuchert (gegenüber den Alternativen) zu setzen. Das hat zum einen nichts mit Teuchert zu tun, sondern mit dem Interesse, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind (egal also was mit Teuchert beim DFB passiert). Das hat zum anderen für mich auch gar nichts mit einem grundsätzlich geringem Vertrauen zu tun, wenn ich sehe, dass der Trainer zum Teil falsche Spieler auf falsche Positionen stellt. Das hat dann eher was mit unnötig negativen Ergebnissen auf dem Platz zu tun. Und Gebhardt war NIE ein „Ausnahmetalent“. Er war talentiert hat jedoch immer old-school gespielt: viel Einsatz, lange am Ball geblieben, wenig Mitspieler gesehen und kaum gegen den Ball gearbeitet.

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          • Ich finde es schon ziemlich überheblich von dir, Köllner zu unterstellen, er setze falsche Spieler auf falsche Positionen. Ich bezweifel schlicht, daß du (oder ich) da die nötigen Informationen haben, um das beurteilen zu können.
            Nur weil etwas nicht klappt oder keine Tore fallen oder ein Spiel verloren geht, muß das noch lange nicht heißen, daß der Trainer da falsch entschieden hat, wer spielen soll.
            Woher willst du denn wissen, daß das mit Spieler y besser gelaufen wäre?

            Und was soll das heißen, missionarischer Eifer? Was soll so etwas in dem Zusammenhang? Du kannst doch nicht abstreiten, daß Ishak sich unter Köllner bestens entwickelt hat. Und auch andere Spieler wirklich frappierende Fortschritte machen.
            Sollte das bei Teuchert nicht gelingen (was ich noch nicht glaube), dann kann es daran liegen, daß er und Köllner nicht zusammen passen. Nur dann gehören da trotzdem beide dazu. Nicht nur Köllner ist dann dafür verantwortlich

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            • Ich würde es nicht „überheblich“ bezeichnen, wenn ich z.B. Salli in der Spitze als „falsche Position“ bezeichne. Auf der anderen Seite hat Teuchert seine besten Spiele für uns in der Spitze gehabt, der weitestgehend auf dem Flügel eingesetzt wird. Ja, es ist Kritik, aber „überheblich“ ist der falsche Begriff. Mit „missionarischem Eifer“ interpretiere ich die Versuche von Köllner Teuchert durch Nichtberücksichtigung bzw. Alibikurzeinsätzen und Auswechslungen zu einem anderen Spieler zu machen. was er in der langen Dürrephase von Ishak und Salli nicht ansatzweise gemacht hat. Insofern beobachte ich – zugegeben aus der sehr weiten Entfernung – Methode. Fakt ist, dass Teuchert diese Saison deutlich schlechter als letzte Saison ist. Und es ist m.E. angesichts entweder geringer sportlicher Offensivalternativen oder finanzieller Restriktionen (Ablöse Teuchert) komplett falsch lieber auf einen perspektivlosen und oft getesteten Salli zu setzen. Und hier ist der Unterschied zu Deinem Mak-Beispiel. In der Mak-Zeit hatten wir daneben noch Esswein, Ginczek und Offensivspieler, die mir gerade nicht mehr einfallen. Da konnte man Man getrost Denkpausen geben ohne Schaden anzurichten. Über Ishak habe ich im Übrigen gar nicht gesprochen. Aber stimmt, er hat hat sich nach 19 Spielen doch noch sehr gut entwickelt und verstärkt uns aktuell zweifellos.

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            • Weshalb ist Beate60 nur immer so obrigkeitshörig? Egal, wer immer im Verein etwas zu sagen hat, es könnte auch Micky Maus sein, Beate60 springt vehement in die Bresche und verteidigt die Obrigkeit unter allen Umständen und koste es was es wolle.

              Es muss schön sein, wirklich daran glauben zu können, daß Menschen, egal in welchen Positionen, aufgrund Ihres Könnens oder Ihrer Leistung und eine Quasi-Unfehlbarkeit erreichen können.

              Ich glaube daran nicht und ich sehe, daß auch unser doch allmächtiger Trainer-NLZ-für-alles-sportliche-Verantwortliche Fehler macht. Und die dürfen und müssen, auch wenn es subjektiv sein sollte, kritisiert werden.

              So ein Oberpfälzer Dickkopf bietet schließlich auch schon einiges an Angriffsfläche. Unsere Heimbilanz ist deutlich ausbaubar und es ist schon auch peinlich, wenn man eine eMail mit einem Appell zum Stadionbesuch erhält und das ganze dann wieder in einer Heimniederlage endet.
              Peinlichkeit und 1. FC Nürnberg schließt sich irgendwie nicht aus.

              Ich möchte Bredlow im Tor und Salli auf der Tribüne haben. Bald ist Weihnachten, hat da man da keine Wünsche frei?

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              • Sorry Oliver

                „Weshalb ist Beate60 nur immer so obrigkeitshörig?“
                Wie kommst Du denn darauf? Beate spart doch selten mit Kritik, aber sie hat schon auch ein Grundvertrauen, dass die Menschen auf bestimmten Positionen dorthin nicht nur durch Glück, sondern auch durch Können gekommen sind. Ich kann daran nichts falsches sehen. Mit Deiner Einschätzung liegst Du daneben, mal ganz davon abgesehen, dass ich eine solche Einschätzung auch anmaßend empfinde.

                Ich kann bei Ihr auch nirgends Kritiklosigkeit lesen, oder Verteidigung koste es was es wolle.

                Natürlich macht auch Köllner Fehler, wie alle Menschen. Bleibt die Frage waren die Fehler immer vermeidbar? Und da sehe ich bei Köllner nicht so viele vermeidbare Fehler. Was dann der von Dir genannte „subjektive Fehler“ sein soll, müsstest Du mal erklären.

                Kirschbaum war bisher ein guter Rückhalt, warum da unbedingt Bredlow spielen muss ist doch rational nicht begründbar. Besser als Kirschbaum war er in seinen 2 Einsätzen sicher nicht.

                Darf der Verein Appelle an die Fans, Werben um den Stadionbesuch nur machen, wenn er danach auch sicher gewinnt. Dann am besten solche Mails immer nach dem Spiel versenden, denn nur da weiß man ob man gewonnen hat. Was ein solcher Appell und Peinlichkeit mit einander zu tun haben soll, nur weil man ein Spiel nicht gewonnen hat, entzieht sich meinem Horizont.

                Ich verstehe auch nicht, wie man sich so sicher sein kann, dass ein Spieler, den der Trainer aufstellt, besser auf der Tribüne aufgehoben wäre. Natürlich kann man als Fan der Meinung sein, dass ein Spieler nicht gut genug ist, oder dass man wenig Freude an einem Spieler hat, aber ein klein wenig fachliche Kompetenz wäre dann schon auch gut, wenn man so etwas so sakrosankt hinaushaut wie Du gerade.

                Iregndwie habe ich bei Deinem Kommentar das Gefühl, dass das 10. Hetzelsdorfer vor dem Kommentar schlecht war. 😉

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                Antwort
            • So einen Käse habe ich lange nicht gelesen.

              Bredlow im Tor von mir aus gern aber sich Salli aufndie Tribüne zu wünschen zeugt von Ahnungslosigkeit und der eigenen Befangenheit nach dem Verlangen, dass Teuchert sich doch bitte si entwickeln möge wie es kühnste Vorahnung es prognostiziert haben.

              Salli ist die letzten Wochen von Spiel zu Spiel besser geworden, man sieht eine starke spielerische Entwicklung bei ihm, im Gegensatz zu Teuchert der immernoch stur seinen Kopf durchsetzen will anstatt endlich mal auf den Trainer zu hören…wenn es hier als grobe Fehlentscheidungen gibt dann sind es wenn überhaupt die einen Spieler aufzustellen der mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als damit Leistung zu bringen.

              Wir reden hier zwar von Menschen, aber diese Leute sind Profis, die verdienen nicht umsonst so viel Geld. Wenn man jemanden auf seine angestammte Position stellen will und nirgends anders kann man sich auch in der Kreisliga bedienen, selbst dort rotieren Spieler zT auf den Positionen.

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              Antwort
              • Dann gibt es einen zweiten Salli. Den, den ich kenne ist dauerhaft eine Streichposition. Genau deshalb hat er sich in der langen Zeit bisher trotz geringer Konkurrenz auch nicht durchgesetzt. Komplett torungefährlich und verspielt fast jeden Ball. Nichts gegen den Jungen. Er bemüht sich, keine Frage. Aber das hat nichts mit Zweitligaformat zu tun.

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                Antwort
  • Alexander hatte die Ausgeglichenheit der Liga doch so schön aufgedröselt…. Die englische Woche, da war der Club noch a Machd, vor fünf Jahren oder so… seufz.

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  • Kritik an Teuchert ist objektiv angebracht. Weil er tatsächlich Fehler in seinem Spiel macht und somit Raum für Verbesserung lässt. Weil wir von einem (Zweitliga-) Ausnahmetalent auch nicht zu Unrecht erwarten/erhoffen, dass es diese Fehler abstellt damit aus ihm der nächste Club-Nationalspieler wird. Womit ich etwas ungelenk zu Plattenhardt überleiten möchte.

    Nicht wenige hier (auch und vor allem ich) kritisierten ihn zu seinen Club-Zeiten heftig, sprachen ihm sein Potential ab und reagierten mit Häme darauf, dass Hertha so dumm war, für ihn Ablöse zu zahlen. Gestern hat er sich mit der Nationalelf für die WM qualifiziert, ist längst etablierter Stammspieler bei einem Bundesligisten, der um die Europapokal-Plätze mitspielt. Ob er sich beim Club so hätte entwickeln können bei all dem kritischen Umgang mit ihm? Plädiere daher auch bei Teuchert um mehr Geduld und etwas mehr Nachsicht in Anbetracht seines Alters.

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    • Auch ich als Teuchert-Fürsprecher finde die Kritik an ihm absolut berechtigt. Er soll sich lieber auf seine Leistung und sein Verbesserungspotenzial konzentrieren als schlaue Sprüche über sein Talent in der Presse abzulassen. Dennoch ist er unser über 12 Monate gesehen mit Abstand bester Stürmer und sollte durch den Trainer und seinen Berater wieder dorthin gebracht werden.

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  • Manchmal braucht es aber scheint es auch den Wechsel. Der Sprung vom Talent zum Stammspieler in der ersten Mannschaft, vielleicht zu mehr, also N11 ist für die meisten Talente ja auch der erste Moment an dem die Karrierehimmelsleiter nicht mehr funktioniert.

    In der Jugend spielt man immer in seiner Alters- und Qualitätsklasse, große Talente sind da oft schon kleine Stars. Manchmal ist es aber nicht mal Talent, sondern schlicht eine weitere körperliche Entwicklung. Mit dem erreichen der ersten Mannschaft trifft man dann plötzlich auf viel bessere Spieler und vor allem auf Spieler, die ihren Platz in der eigenen Mannschaft nicht kampflos räumen wollen. Hier die Mischung aus Teamgeist und egoistischem Kampf um einen Platz im Team zu finden ist sicher nicht leicht.

    Wenn ich mir manche Kritik hier zu Teuchert, auch von mir, ansehe kann einen das schon an Werner in Stuttgart erinnern, dr ja wohl auch den Schritt nach Leipzig benötigt hat, um wirklich in der ersten Liga anzukommen.

    Aber ich sehe auch die Notwendigkeit des Trainers, er kann Teuchert keinen Freifahrschein ausstellen, sonst fliegt ihm das Konstrukt Profimannschaft um die Ohren.

    Der große Unterschied zwischen z.B. Teuchert und Ishak ist aus meiner Sicht, Ishak erfüllt immer seine Aufgabe, auch wenn ihm das Fortune beim Toreschießen lange abging. Teuchert hat immer Tore gschossen, aber wenn ich ihn live gesehen habe, dann hat er sich fast immer als kleine Diva verhalten. Zeigte Enttäuschung über Ballverluste, nimmt sich Auszeiten, beim defensivverhalten hat man oft den Eindruck, dass er etwas machen muss, was unter seiner Würde ist.

    Beim ersten Verhalten, wenn ein Spieler seinen Auftrag ausführt, sich immer bemüht, zeigt, dass er besse werden will, da kann ich hm ohne Problem immer wieder eine neue Chance geben.

    Ein Spieler, der göaubt er wisse besser wie er spielen soll, ist für einen Trainer nicht tragbar. Damit will ich nicht sagen, dass Teuchert so ein Spieler ist, er wirkt nur manchmal so und Köllner setzt ja auch immer wieder auf den Jungen. In einer Diskussion spitzt man ja oft zu, was dann den Protagonisten oft nicht gerecht wird. Sicher ist Köllner kein Trainer, der Teuchert brechen will, noch ist Teuchert ein Spieler der die Autorität des Trainers nicht akzeptiert.

    Wir sollten auch immer bedenken, dass viele unserer Spieler noch shr jung sind, in dem Alter schafft es kaum einer Stammspieler zu sein. Wenn wir Spieler wie Plattenhardt, Chandler, Esswein etc. ansehen, die alle bei uns noch Fehler gemacht hatten und trotzdem heute Stammspieler in der Bundesliga sind, ein Platte jtzt sogar N11 Spieler. Leider alle nicht bei uns, aber das ist halt auch wieder die Crux eines Ausbildungsverein, mit Azubis erreichst Du selten höchste Qualität.

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    • Höher hat das mal geschafft. Im übrigen sind wir kein Ausbildungsverein, wir haben ein Nachwuchsleistungszentrum wie alle anderen 35 Profivereine es auch haben. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Jeder Verein und jeder Manager kennt die Wertschöpfungskette bei jungen Spielern. Köllner ist eigentlich der erste der überhaupt vermehrt jungen Spielern vertraut. Vorher gabs jahrzehntelang keinen Trainer, der das in dem Ausmaß macht wie Köllner.

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      • Wir sind ein Ausbildungsverein, weil wir uns aktuell keine fertigen Spieler leisten können, die das Potential haben uns auf Anhieb zu verbessern. Bei fast allen Erstligisten ist das aber der Fall. Bei manchen Zweitligisten auch.

        Es geht bei uns eben nicht nur darum, dass wir durch die Entwicklung junger Spieler einen Mehrwert generieren, es geht bei uns auch darum, dass wir unsere Mannschaft aktuell am besten verstärken können, wenn wir unsere Spieler verbessern und nicht durch Transfers.

        So müssen wir auch bei den Transfers darauf achten, dass wir Spieler bekommen, die lernfähig und lernwillig sind.

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  • Sind so gesehen nicht alle Ausbildungs-Vereine? Selbst CL-Dauerkandidat Dortmund holt jedes Jahr ein halbes Dutzend junger Spieler, um diese zu Leistungsträgern zu formen. Genauso wie der Club, wenn auch finanziell in anderen Sphären agierend. Und haben nicht zuletzt selbst die Weißwurstianer ein Mega-NLZ errichtet, wo künftige Stars von Jung auf heran gezüchtet werden?

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    • Natürlich holt jeder Verein auch junge Spieler mit Potential und hofft diese besser zu machen.

      Dortmund ist aus meiner Sicht tatsächlich auch ein Ausbildungsverein, was an der jüngeren Geschichte liegt, sprich die waren halt schlicht pleite und mit Klopp hatte man dann einen Trainer, der gerade mit jungen Spielern besonders gut konnte.

      Aber Dortmund holt eben auch einen Castro, Sokratis, Immobile … Also Spieler, die dem Verein sofort weiterhelfen sollen. Und das machen andere Vereine auch, Bochum holte zuletzt einige gestandene Zweitligaspieler, Darmstadt holt einen Großkreutz, der sicher ein gewisses Risiko wegen persönlicher Eigenarten darstellt, aber sicher kein Spieler ist, den Du noch auf ein höheres Niveau bringen musst.

      Ok, mit Werner haben wir jetzt auch einen gestandenen Spieler geholt, aber halt nur weil sich Kerl, ein junger Spieler mit Potential verletzt hatte. Und Werner scheint jetzt auch nicht die ganz große Perspektive bei uns zu haben. Ich meine damit, ich glaube nicht, dass er über die Saison hinaus bei uns bleibt.

      Ich habe auch den Eindruck, dass Köllner diesen Weg ganz bewusst so gehen will, es also nicht nur eine Frage der wirtschaftlichen Potenz ist, sondern Köllner so auch das größte Potential sieht, dass die Mannschaft auf Sicht besser wird und wir eine Chance auf den Aufstieg bekommen.

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