„Kaum haben wir gegen Fürth gewonnen…“ – Harmonische Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung ohne Zündstoff.

Jahreshauptversammlungen beim FCN haben eigentlich den Ruf nicht immer besonders harmonisch zu verlaufen. Die Jahreshauptversammlung 2017 reihte sich überhaupt nicht in die Folge ein, die Vorstände wurden mit nur vier, der Aufsichtsrat mit nur sechs Gegenstimmen entlastet. Kritische Nachfragen zu den Berichten gab es – trotz des erneuten Fehlbetrags von 1,9 Millionen Euro – nicht. Stattdessen gab es viel Lob von den Mitgliedern: Lob für die Mannschaft, die in Schwabach stundenlang Autogramme schrieb; Lob für Michael Köllner, der dabei hilft den Club in der Region zu verwurzeln; für Michael Meeske, der auf Bilanzierungstricks verzichte und stattdessen nochmals ein Minus ausweise, was aber langfristig für den Verein besser sei; Lob für Andreas Bornemann, der den Kader substanziell vorantreibe; Lob für den Aufsichtsrat, der dafür sorge, dass der Verein nach außen professioneller wirke.

Für so viel Harmonie sorgten sicher die sportliche Entwicklung und auch der Derbysieg. „Kaum haben wir gegen Fürth gewonnen, haben wir die Aussprache schnell erledigt,“ kommentierte Versammlungsleiter Dr. Axel Adrian dies süffisant, aber auch treffend. Selbst die Auseinandersetzung über einen Satzungsänderungsantrag verlief so gesittet, dass dies ein Sonderlob durch den Wahlleiter zur Folge hatte. Der Antrag selber, der extensiv und intensiv diskutiert wurde, hätte eine Veränderungen im Wahlmodus des Aufsichtsrats zur Folge gehabt, Teile dieses Gremiums wären dann per Kooptierung eingezogen. Doch am Ende stimmen nur 23,5% der Abstimmenden für den Antrag. Da der Antrag aus dem Umfeld der sich stark gegen eine Ausgliederung der Profiabteilung positionierenden Aktion „Mein Club, mein Verein“ kam, werteten einige die Abstimmung als eine Art Probelauf für die Abstimmung zur Ausgliederung.

Diese Ausgliederung stand ein wenig wie der sprichwörtliche Elefant im Raum, den alle sahen, aber über den keiner direkt reden wollte. Einzig Michael Meeske deutete an, dass im kommenden Jahr eine Abstimmung über dieses Thema angestrebt werden könnte. Gespräche mit potentiellen Partnern würden bereits geführt, Informationen über die möglichen Partner könnte man wohl zu Beginn des Jahres 2018 erwarten. Sollte es zur Abstimmung kommen, dürften sich weitaus mehr als die 906 Mitglieder, die am Sonntag in der Meistersingerhalle waren, einfinden. Auch diese im Vergleich zu den letzten Jahren geringe Zahl war dem niedrigen Konfliktpotential der Versammlung geschuldet.

Selbst die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrats verlief quasi völlig ohne besondere Vorkommnisse. Die bisherigen Mitglieder des Gremiums: Thomas Grethlein, Stefan Müller und Günther Koch wurden mehr (Müller 748 Stimmen, Grethlein 705 Stimmen) oder weniger (Koch 482 Stimmen) deutlich im Amt bestätigt. Dies lag auch daran, dass die beiden Gegenkandidaten sich dergestalt präsentierten, dass sie sich nicht als Alternative präsentieren könnten. Während Kandidat Erwin Schwab wohl an der eigenen Präsentation scheiterte, ging der ehemalige Chef der Abendzeitung Andreas Hock zu sehr auf Konfrontation zum Aufsichtsrat ging. An einem Abend, an dem so viel Zufriedenheit mit der Vereinsführung herrschte, eine schlechte Strategie.

Dies hatte sich auch schon in den Reden der Vorstände und des Aufsichtsratschefs gezeigt, die völlig ohne Gegenrede verliefen. Dabei hätte man auf Michael Meeskes Ausführungen zum Schuldenstand durchaus mit kritischeren Nachfragen gerechnet werden können. Möglicherweise hatte Meeske diesen durch seine Darstellung aber Wind aus den Segeln genommen. Man hätte, so der Finanzvorstand durchaus auch schon in diesem Jahr die angestrebte „schwarze Null“ erreichen können, hätte dafür aber einige Sponsoringverträge anders gestalten müssen, deren Progression dem FCN in dieser Spielzeit mehr Vorteile verschafft. Außerdem hätte der Transfer von Stefan Kutschke in das abgelaufene Geschäftsjahr gebucht werden können, dies hätte aber möglicherweise eine Ablösebeteiligungsforderung von Dynamo Dresden ausgelöst.

Stattdessen, so Meeske, entschied man sich für den nun eingeschlagenen Weg und nahm „auch die schlechtere Berichterstattung in der Presse“ in Kauf. Gefahr für das Reißen der Auflage der Reduzierung des negativen Eigenkapitals sieht der Finanzorstand aber nicht, u.a. da die Transfers von Sabiri und Kutschke in der Bilanz erst zum DFL-Stichtag zu Buche schlagen. Er führte auch aus, dass die Liquidität des FCN sich in der vergangenen Spielzeit enorm verbesserte habe. Sowohl die Anzahl der Überziehungstage als auch der durchschnittliche Überziehungsbetrag seien in der vergangenen Saison auf ein Drittel des Niveaus von 2014/15 gefallen. Gleichzeitig machte Meeske aber deutlich, dass mehr als der für 2017/18 angestrebte Gewinn im mittleren sechsstelligen Bereich in der zweiten Liga ohne strategische Partner nicht zu erzielen ist.

Andreas Bornemann betonte dagegen in seiner Rede vor allem die Entwicklung der Mannschaft und auch, dass man nun mit Zrelak, Ewerton und Kerk wieder Investitionen in die Substanz der Mannschaft habe tätigen können. In seinem Rückblick auf die vergangene Saison hob Bornemann hervor, dass die Trainerentlassung von Alois Schwartz, welche übrigens auch die finanzielle Bilanz verhagelt hatte, unumgänglich gewesen sei, da man kein Vertrauen mehr in Schwartz‘ Fähigkeiten eine Trendumkehr zu schaffen gehabt habe, meinte aber auch, dass Schwartz zu Saisonbeginn das gesuchte sportliche Profil erfüllt gehabt hätte. Der Wechsel auf Michael Köllner sei, das zeige ja auch die Entwicklung der Saison 2017/18 eine richtige Entscheidung gewesen. Dies unterstrich dann auch Aufsichtsratschef Grethlein, der meinte, dass es sich ausgezahlt habe, dass man in der letzten Saisonphase den Gegenwind, der von einigen gekommen war, ausgehalten hätte. Dennoch machten Meeske, Bornemann und Grethlein unisono klar, dass die beiden Niederlagen in den letzten beiden Saisonspielen den eindruck der Saison erheblich negativ beeinflusst hatten und auch finanziell durchaus wehgetan haben. Bornemanns Aussage von der „enttäuschenden Saison 2016/17“ wurde inhaltlich von beiden anderen Rednern geteilt.

Nach den Reden und der Wahl des Aufsichtsrats wurde dann die Umstellung des Beitragswesens diskutiert. Die Vereinsseite hatte vorgeschlagen, das Wirrwarr an verschiedenen Beiträgen aufzulösen und stattdessen nur noch (neben der Fördermitgliedschaft) drei Beitragsstufen einzuführen: Vollzahler für 60€, ermäßigte Beitragszahler (Kinder/Jugendliche von 7 bis 20 Jahre und Schwerbehinderte) für € 40,00 und Kinder bis 6 Jahre für 20€. In der folgenden Diskussion stellte sich zum einen heraus, dass die Bedenken gegen diese Vereinfachung der Beitragsordnung vor allem von Mitgliedern der Gruppen kamen, deren Beitrag durch die Veränderung der Beitragsstruktur steigt: Sprich Fanclubmitglieder und Studenten. Michael Meeske und Thomas Grethlein verstanden die Bedenken gaben aber auch zu Protokoll, dass der FCN durch die Beitragsänderung erst einmal sogar 50.000€ weniger Mitgliedseinnahmen hat, da die Vollmitgliedschaft sich von 95€ auf 60€ reduziere. Die Hoffnung des Vereins sei aber mit Hilfe der vereinfachten Struktur auch mehr Mitglieder zu werben. Eine entsprechende Kampagne, deren Ziel 20.000 Mitglieder ist, werde zum 1.11. gestartet und laufe dann unter dem Motto „Mit 5€* bist Du dabei“ (*pro Monat). Nach längerer, aber zivilisierter Diskussion wurde der Antrag mit 444:33 Stimmen angenommen. Ein Ergänzungsantrag zur Aufnahme der Rentner in die Gruppe der „Ermäßigten“ fiel mit 172:251 Stimmen durch.

Nachdem weitere Anträge auf Satzungsänderung per Abstimmung von der Tagesordnung genommen wurden, da der Antragsteller nicht vor Ort war, um seine Anträge erklären zu können, wurde die Veranstaltung unter dem Lob von Dr. Grethlein für den wohlwollenden und wertschätzenden Umgang miteinander nach etwas weniger als sechs Stunden beendet. Bis zum Schluss ausgeharrt hatte Chefcoach Michael Köllner, der sich in der Auszählpause auch dem Gespräch mit den Fans stellte. Die Mannschaft war, wie üblich, nach den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat gegangen, hatte aber vor der Veranstaltung im Foyer fleißig Autogramme verteilt. Auch dies eine subtile, aber spürbare Veränderung zu den Vorjahren und auch ein Beitrag zu einer sehr harmonischen Veranstaltung.

108 Gedanken zu „„Kaum haben wir gegen Fürth gewonnen…“ – Harmonische Jahreshauptversammlung

  • Das finanzielle Ergebnis mit fast 2 Mio Verlust und der Anstieg der Verbindlichkeiten um über 3 Mio enttäuscht mich dann doch ziemlich, auch wenn da einige Transfers aus dem Sommer noch nicht berücksichtigt sind. Hätte doch gedacht, gerade auch angesichts der Ablösesummen, die wir uns im Sommer wie auch schon im Winter geleistet haben, wir wären da schon weiter… Unter diesem Gesichtspunkt erscheinen mir ein paar Transfers (Förster, Zrelak, Ishak schon im Winter statt ablösefrei im Sommer, Ewerton, Kerk) als etwas zweifelhaft, da muss man schon fragen, ob es nicht günstigere Möglichkeiten gegeben hätte. Auch, um dann evtl. mehr Mittel für Vertragsverlängerungen zur Verfügung zu haben.

    Es ist zwar beruhigend, dass wir uns hinsichtlich der DFL-Vorgaben für den Abbau des negativen Eigenkapitals dieses Jahr wohl keine Sorgen machen müssen.
    Aber insgesamt geht es doch nur sehr langsam voran, was die Sanierung der Finanzen betrifft. Vielleicht waren meine Erwartungen in dieser Hinsicht etwas unrealistisch. Aber wie gesagt, angesichts dem, was wir uns geleistet haben, sowie der erzielten Transfererlöse wie auch so dem Abgang etlicher sehr teurer Akteure aus der Bader-Ära und der damit verbundenen Entlastung des Gehaltsetats, hätte ich einfach mehr erwartet. Auch der kicker hat den Verlust letzte Woche mit rund 1 Mio Euro nur etwa halb so hoch eingeschätzt.

    Auch im Bereich der Sponsoren läuft es auch nicht mehr so gut. Da hat Meeske zwar ein paar tolle Erfolge erzielt, nicht nur mit der Nürnberger als Hauptsponsor, sondern auch die Zahl der „kleineren“ Sponsoren stark erhöht, aber mittlerweile hat sich das wieder ziemlich eingependelt. Mit Wöhrl und Grundig zwei Premiumsponsoren verloren, aber nur einen, Goedelmann, neu dazu gewonnen. Bei den FCN-Partnern stand man letztes Jahr mal bei mind. 25, aktuell sind es nur noch 21, da hat man v.a. einige nach nur einem Jahr gleich wieder verloren…

    Klar sind mir die Altlasten bestens bewusst, das braucht man jetzt nicht nochmal durchkauen.
    Dennoch bin ich etwas enttäuscht, hätte wie gesagt gedacht, wir wären schon weiter…

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    • Ich denke, dass es klar ist, dass nach der desaströsen letzten Saison mit Rumpel-Fußball und Anti-Stimmung, die Sponsorensuche ganz schwere Rahmenbedingungen hat. Hier würde ich keinem einen Strick daraus ziehen. Aufgrund der geringen Potenz der regionalen Wirtschaft ist es zwingend nötig, dass sich der Club zur nationalen Marke weiterentwickelt. Insofern wäre es auch toll im Aufsichtsrat nicht nur Vertreter mit Netzwerken zwischen Schwabach und Lauf zu haben, sondern zumindest zwischen München und Hamburg.

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      • „Aufgrund der geringen Potenz der regionalen Wirtschaft“…
        So schlecht steht unsere Wirtschaft gar nicht da. Es finden sich gar einige Schwergewichte darunter, wie z.B. INA/Schaeffler, Adidas, Puma, Siemens, MAN sowie weitere größere und große Mittelständler zB. aus dem (Auto-) Zuliefererbereich. Nur scheint keiner von denen Interesse am FCN zu haben, den Riesen ist der Zweitliga-Club wohl nicht sexy genug. Der heimische Mittelstand hingegen scheint fränkisch-typisch entweder zu knausrig oder erkennt den immens hohen Werbewert des Fussballs nicht. Selbst die Nürnberger Versicherung ist ja nicht gerade mit einer üppigen Summe als Hauptsponsor eingestiegen. Zumindest mit keiner die erkennen ließe, dass die NV ihr Engagement beim Club künftig ausdehnen möchte oder den Club gar lieber in der 1. Liga sähe.

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        • Die regionale Wirtschaft rund um Nürnberg dürfte stärker sein als die von fast allen anderen Zweitligisten und ungefähr die Hälfte der Erstligisten.
          Welche Regionen sind denn wirtschaftlich stärker? München, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Frankfurt.
          Dazu dann noch die Vereine außerhalb der Norm.
          Aber Vereine wie Mainz, Freiburg, Bremen, Augsburg, Hannover, selbst Gladbach stehen nicht besser da, weil sie sich in einem stärkeren wirtschaftlichen Umfeld befinden.

          Und hinsichtlich der Zweitligisten, da frage ich mich, ob außer Ingolstadt überhaupt ein Verein auf mehr Sponsoreneinnahmen bauen kann als wir.

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          • Es gibt natürlich kein bzw. kaum regionale Unternehmen, dass einen siebstelligen Werbeetat hat, aus dem man einen sechsstelligen Betrag alimentieren kann. Da haben wir die Nürnberger Versicherung und die bestehenden Gold/Silber-Partner wie VAG, N-ERGIE. Siemens/Adidas & Co. sind keine regionalen Unternehmen. Das sind Global Player, die auf globale Märkte schauen. Da wird nicht auf Basis von Herzblut für eine Region entschieden, sonder auf Basis von Marke, Image, Awareness und Mediaäquivalenzwerten. Insofern ist die regionale Potenz um den Kopf aus dem Wasser zu strecken, nicht vorhanden. Da braucht man auch nur mal im Logenbereich in Frankfurt den Buchstaben „A“ anzuschauen. Die Unternehmen, die dort stehen, sind mehr, als wir in Summe Logen haben. Es liegt bei uns aber nicht nur an der Zahl der Logen, sondern an der Nachfrage. Daneben sind Zweitligastandorte für uns auch nicht maßgeblich. Es ist komplett uninteressant, ob es in Sandhausen und Duisburg einfacher/schwerer ist. Maßgeblich ist einzig, wie wir mehr und v.a. signifikante Erlöse erzielen. Es ist zwar schön, wenn wir Partner gewinnen, die jeweils die €30.000-Kategorie einbringen. Das sind jedoch nicht die strukturellen Befreiungsschläge à la Gazprom, die wir benötigen. Das zeigen doch Meeskes Zahlen eindrucksvoll. Insofern gilt es Zugang zu aktuell nicht genutzten Budgets zu bekommen. Und die sind eben außerhalb von Schwabach und Lauf quantitativ und qualitativ höher. Voraussetzung dafür sind eine nationale Marke und entsprechende Netzwerke.

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        • Leide rhaben aber viele regionale Unternehmen selbst zu kämpfen. Auch die NV oder Siemens.

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            • Unternehmen gibt es in der sogenannten Metropolregion mehr als genug. Vor allem solche, die es könnten. Nur wenn die viel Geld ausgeben für ihre Marke, was bekämen Unternehmen für dieses Geld für ihr Image? Es geht schließlich um Millionen. Es ist ja nicht immer alles Gold was glänzt, Fürth beispielsweise kämpft schon jahrelang ihren Brustsponsor und einen fragwürdigen Vertrag wieder loszuwerden.

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                • Die Trikotsponsoren stellen für Vereine allgemein doch ein großes Problem da, selbst für viele Erstligisten. Das Engagement als Trikotsponsor scheint gerade für Großunternehmen wenig interessant zu sein, v.a. was „klassische“ Sponsorings betrifft. Von den DAX-Unternehmen z.B. ist einzig die Post mit der Postbank als Trikotsponsor vertreten, dazu einige, die als Investoren bzw. mit eigenen Werkteams vertreten sind (Daimler, Telekom, VW, Bayer, SAP), bei den Bayern gibt es noch weitere Investoren wie die Allianz oder Adidas. Aber das Gros der DAX-Unternehmen betreibt kein Sponsoring im Profifußball, soweit ich das überblicke. Und bei der zweiten Riege, also MDAX-Unternehmen, ist es noch viel weniger, da ist mir einzig das Engagement von Evonik als Hauptsponsor vom BVB geläufig.

                  Demhingegen gibts viele Unternehmen als Trikotsponsoren sowohl in Liga 1 wie auch 2, die mir ansonsten ziemlich oder gar völlig unbekannt sind: Heinz von Heiden, Kömmerling, Barmenia und WWK Versicherungen, Schwarzwaldmilch, Indeed, famila, Layenberger, top12.de, WätaS, Software AG…

                  Für die großen Unternehmen scheinen hier lediglich die Topclubs oder zumindest renommierten Großclubs interessant zu sein. Die Maxime ist offenbar, entweder bei nem ganz großen oder gar nicht. Aber eben nicht bei einem aus der zweiten Reihe, es sei denn, es handelt sich um einen Werksclub bzw. einen besonderen Bezug. Auch so bekommt man ja mit, dass etliche der kleineren Vereine oft ziemliche Probleme haben, einen Hauptsponsor zu finden.

                  Mir kommt es auch so vor, als ob für viele Unternehmen es einbringlicher ist, im Business-Bereich mit einer Loge usw. präsent zu sein, als mit Trikot- oder Bandenwerbung. Aber hier sind uns ja leider die Hände gebunden.

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                • Ja ERGO wirkte schon klangvoller bzw potenter aber lt. eines Insiders ein ganz schlechter Vertrag, deswegen wollte man schon lange, kam aber nicht raus. So meine Infos. Genau jetzt diese Personal Firma als Nachfolger

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  • Wir bekommen diese Saison 3-4 Millionen mehr an Fernsehgeldern. Davon soll laut Meeske auch in Spieler investiert werden.
    Was bei all dem auch nicht so durchkommt, ist, daß die Gehaltskosten für die Spieler ja ziemlich gesenkt werden konnten. Und ich hoffe, daß wir keine Trainerentlassung mehr finanzieren müssen in den nächsten Jahren. Insofern scheint da für Bornemann durchaus Spielraum bei den Vertragsverhandlungen mit den wichtigen Spielern, deren Verträge auslaufen.

    Was Meeske sehr gut dargestellt hat, ist daß wir in der 2. Liga kaum von unseren Schulden runterkommen (maximal ist, wenn alles gut läuft, nach seinen Angaben ein Schuldenabbau im mittleren 6stelligen Bereich möglich). Bei 13 Millionen, die in langfristigen Darlehen Zinsen im hohen 6stelligen Bereich, benötigen, eine Sisyphosarbeit.
    Ich denke, Meeske sagt da die Wahrheit, daß wir uns unter den finanziellen Bedingungen bei Zweitligaverbleib maximal in der 2. LIga einnisten können, unsere Aufstiegschancen aber immer mehr sinken.

    Als Alternativen nennt er: Ausgliederung, Genußscheine oder Verkauf von Eigentum.
    Das bezieht sich ja wohl auf Eigentum des Dachvereins oder? In dem Zusammenhang fand ich es schade, daß der Reporter nicht noch mal genauer nachgefragt hat, was Meeske dabei mit dem Hilton angedeutet hat. Geht es darum, den Grund, auf dem das Hotel steht zu verkaufen? oder ist der Dachverein Eigentümer des Hotels? Kann das jemand aufklären?

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  • Die zahlen sind schon ziemlich ernüchternd. Zumal wir ja einige Spieler mit guten Verträgen von der gehaltsliste los sind dazu noch die Ablöse von burgstaller.Zumindest müsste jetzt klar sein dass wir uns es nicht leisten können das wir eine eingespielte Mannschaft haben die im vorderen Bereich der Tabelle mitspielt sondern dass wir eigentlich zum Aufstieg verdanmt sind.

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    • Also ich verstehe die fast nicht vorhandenen finanzielle Fortschritte auch irgendwie nicht. Würde mich nur interessieren haben Meeske und Bornemann wenigstens Zweitliga angepasste Gehälter? Ein vorankommen gab es da bislang mit den beiden auch nicht wirklich.

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      • Es gibt durchaus finanzielle Fortschritte: sie sind nur nicht so schnell erkennbar wie eine schwarze Null:
        Es ist ein Fortschritt, daß Meeske nicht mehr an 300, sondern nur noch an ca 100 Tagen eine Etatunterdeckung im Tagesgeschäft von nicht mehr 1,5 Mio, sondern nur noch ca 500000 EUR hat, d.h. die Zinsen für hohe Überziehungskredite sind deutlich gesunken.

        Es ist ein Fortschritt, daß wir zu Saisonbeginn erstmals keinen Nachtragshaushalt mehr haben.

        Es ist ein Fortschritt, daß Meeske nicht getrickst hat und z.B. den Transfer von Kutschke eben nicht in die vergangene Saison verrechnet hat,um die schwarze Null zu erreichen, sondern ihn nutzt, um zum 31.12. die Auflage zu erfüllen unser negatives Eigenkapital um 5% zu senken.
        Das spart uns zusätzlich Geld, weil wir sonst beim Verkauf von Kutschke auch Dresden etwas hätten zahlen müssen.

        Im Gegensatz zu Woy hat er eine relativ hohe Summe kurzfristiger Verbindlichkeiten von 7 Millionen, dafür aber eben dies nicht in den Rücklagen stehen. Wobei er betont, daß diese kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die Einnahmen gedeckt sind.

        Es gibt nach wie vor ca. 13 Millionen mittel- und langfristige Verbindlichkeiten. Das sind Darlehen, die zum Großteil schon unter Bader/Woy aufgenommen wurden. Für diese Darlehen zahlen wir Zinsen knapp unter 1 Million. Und diese Summe können wir nur abbauen, wenn wir Gewinn machen. Was in der 2. Liga nach Meeske im besten Fall 500000EUR im Jahr werden könnten.

        Das ist eine Hypothek, auf deren Abbau er also wenig Einfluß hat.

        Dieses Jahr hat sich da die Summe um 500000 EUR erhöht. Begründet durch die Trainerentlassung und die geringeren Einnahmen im Stadion.
        Um diese saison ähnliches zu vermeiden, hat Meeske aber für die neue Saison durch eine noch konservativere Planung schon vorgesorgt.

        Meeske hat – obwohl das Geld gekostet hat – die Neustrukturierung im Merchandising bereit in der vergangenen Saison begonnen. Weil er zu Recht denkt, je früher desto besser. Er hätte damit auch bis nach dem 30.6. warten können, dann wäre das Defizit seinen Angaben nach um 500000 EUR niedriger ausgefallen.

        Den Wegfall von Wöhrl und Grundig konnte er im Sponsorenbereich schlecht verhindern. das sind auch nicht unerhebliche Summen.

        Kurz: Meeske hat schon viel erreicht. Er arbeitet solide und transparent.
        Wen es wirklich interessiert, der kann sich die ausführlichen Erläuterungen auf der PK anhören. Er kann aber nicht zaubern und jahrelange Etatunterdeckungen selbst in Erstligazeiten in so kurzer Zeit und unter Zweitligabedingungen ungeschehen machen.

        Ich hoffe, sein Vertrag und der von Bornemann wird verlängert. Ein erneuter Umbruch mit neuen Vorständen, die sich dann auch erst einarbeiten müßten, würde alles wieder einreißen, was die zwei mittlerweile an positiven Eckpfeilern geschaffen haben.

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        • Das stimmt. Es ist auch ein entscheidender Fortschritt, dass wir beim aktuellen Kader kaum mehr „Streichresultate“ haben, deren Werte wir berichtigen bzw. abschreiben müssen – und die uns in der Vergangenheit bilanztechnisch stark zu schaffen gemacht haben. Im Gegenteil stellen Löwen, Kammerbauer + Co. eine Wertsteigerung auf Basis von geringeren laufenden Kosten dar. Eine tolle Leistung von den Entscheidern in der Kürze der Zeit.

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  • Ich sehe es ähnlich wie Beate60. Auf der HV ist mir bei Meeskes Präsentation noch aufgefallen:

    – Bei den Verbindlichkeiten pendelt der Club seit Jahren um die 20 Mio. € und tut sich schwer, von diesem Wert deutlich wegzukommen. Bezogen auf die Bilanzsumme kratzt er mit diesen 20 Mio. € immer noch an der 50-Prozent-Marke, die man als Gradmesser für langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit heranziehen kann.

    – Bei der Liquidität konnte Meeske eine positive Entwicklung erreichen; denn die Liquiditätssituation hat sich deutlich verbessert, womit sich die kurzfristige finanzielle Handlungsfähigkeit erhöht.

    – Bei den Kernaussagen zum Finanzbericht fand ich eine Formulierung bedenklich: Es existiere „kein konkreter Tilgungsplan“. Dies ist ein Manko und für Investoren (Banken, Versicherungen, Sponsoren) nicht gerade vertrauensbildend. Die Erklärung scheint mir darin zu liegen, dass das Finanzmanagement unter Meeske immer noch im Rettungsmodus und damit auf Sichtflug fährt, um kurzfristig schnell reagieren und sich anpassen zu können.

    Generell ist der Club noch nicht durch die Klippen, aber auf gutem Kurs. Mein Eindruck: Meeske macht das Richtige.

    Großes Defizit war in meinen Augen die fehlende Zukunftsperspektive für den Verein im Sinne einer Vision „Wo wollen wir in drei Jahren stehen?“. Vor lauter kurzfristigem Krisenmanagement mit Sichtflug und vernünftigen Einzelschritten fehlt ‒ unabhängig von den von Meeske, Bornemann und Grethlein vorgestellten durchaus positiven Neuerungen ‒ die große Vereinsstrategie. Aber vielleicht behält man sich die für die Zeit nach der Ausgliederung vor.

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    • Was man im Moment sagen könnte, wäre: wir wollen unsere mittel- bis langfristigen Darlehensverträge bis 2030 zumindest auf 50% der bisherigen Summe reduzieren, wenn wir es schaffen, zumindest in der 2.Liga zu bleiben.
      Das kann so niemand wollen.
      Die Alternativen sind:
      Schnellere Entschuldung nach Aufstieg. Der ist aber mit den vorhandenen Mitteln alles andere als sicher planbar.
      Ausgliederung dazu braucht es einen oder mehrere Investoren, damit sich da eine finanzielle Entlastung ergibt.
      Das Vermögen des Dachvereins veräußern. Wird hoffentlich niemand ernsthaft planen.

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      • Die Lösung liegt auf der Hand: Wir müssen einfach aufsteigen und droben bleiben.

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      • Warum denn überhaupt die Schulden zurückzahlen?
        Könnte man die nicht auf ihren jetzigen Stand einfrieren?
        Nur Zinsen zahlen ist billiger als Zinsen plus Tilgung.
        Diese Zwanzig Millionen sind in ein paar Jahren von der Kaufkraft her gesehen auch nur noch Zehn Millionen. So reduziert sich die Schuldenlast mit der Zeit doch von alleine.
        Wäre besser, man steckt das Geld in die Mannschaft.

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        • Wird ja momentan gemacht. Aber besonders viel Spielraum haben wir dadurch nicht, um in den Kader zu investieren, wenn der durch die Einnahmen gedeckt werden soll.

          Außerdem ist es so, daß unsere Schulden so hoch sind, daß wir kaum mehr neue Kredite bekommen, z.B. für wichtige Reparaturen oder das Ministadion für die Jugendmannschaften. Das konnte man ja sehen, als es darum ging, die Fananleihe umzuschulden. Trotz Eintragung einer Grundschuld konnte Meeske gerade noch die hohen Zinsen, die Bader ausgehandelt hatte mit ???, abbiegen und eine Bank finden, die eine etwas niedrigere Zinsrate anbot.

          Und auf dem jetzigen Stand ist es ohne Aufstieg wohl auch so, daß die Fernsehgelder sich wieder verringern werden, vor allem, wenn man es nicht regelmäßig schafft, um den Aufstieg mitzuspielen.

          Hinzu kommt, daß man natürlich gute Spieler auch möglichst lange halten möchte. Wenn wir aber nicht mehr Geld haben als derzeit, können wir denen finanziell nichts bieten. Ganz zu schweigen vom Trainerstab, der bei Erfolg sicher auch für andere Vereine interessant wird.

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          • In der Ersten Liga sind Zwanzig Millionen sowieso viel weniger schlimm, weil wir da ganz andere Einnahmen haben. Daher der Gedanke, so wenig wie möglich tilgen und so viel wie möglich in Spieler zu investieren.
            Mir ist lieber, wir spielen mit Zwanzig Millionen Schulden in der Ersten Liga, (da ist ja auch die Chance gegeben, mit einem einziger Transfer alle Schulden auf einmal wegzukriegen), als sich jetzt totzusparen und irgendwann schulderfrei Dritte Liga zu spielen.

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            • Pokalputzer, wir machen nichts anderes, wir tilgen keine Schulden, im Gegenteil, die Schulden wachsen aktuell sogar noch. Von Totsparen kann beim Club also keine Rede sein.

              Allerdings rauben uns die Zinsen aktuell schon Handlungsspielraum, wenn wir im Jahr einen hohen 6stelligen Betrag allein für Zinsen bezahlen, dann nimmt uns das sportlichen Gestaltungsspielraum. Bei nulltilgung bekommst Du heute eben nur sehr schlechte Darlehen.

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              • Man sollte dabei nicht übersehen: der hohe 6stellige Betrag für Zinsen bezog sich auf die Darlehenszinsen. Hinzu kommen da aber noch einmal die kurzfristige Überziehungszinsen für die 500000 EUR an 100 Tagen im Jahr.
                Und es ist auch nicht möglich, einfach weiter ins Minus zu gehen, da wir unser negaitives EK verringern müssen. Das ist immer ein Damoklesschwert, das, wenn eine Saison schiefläuft, schnell wieder bedeuten kann, daß die Lizenz in Gefahr ist.

                Insofern wäre es aus meiner Sicht komplett fahrlässig, mehr Geld auszugeben als Meeske das plant.

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                • Bin grundsätzlich ebenfalls der Meinung, dass Meeske wirklich gute Arbeit leistet, genauso Bornemann. Dennoch komme ich ein wenig ins Grübeln. Meeske erklärte auf der Hauptversammlung nachvollziehbar, dass in der 2. Liga kein spürbarer Schuldenabbau möglich ist. Der VfL Bochum aber hat in vier Jahren 2. Liga seine Schulden halbiert! Wie das?

                  Nun bin ich absoluter BwL-Laie und vergleiche hier womöglich Dosen mit Flaschen. Doch könnte es sein, als sehr provokante Annahme, dass Meeske die von ihm favorisierte Ausgliederung durch eine ihm gelegene Zahleninterpretation forciert? Für die Ausgliederung bin ich im Übrigen durchaus, mit dem Verstand. Während mein Herz weiterhin gegen diese Entwicklung hin zum totaal kapitaal schlägt.

                  Kleine Info: die Mitglieder des VfL Bochum haben mit 80%iger Zustimmung die Ausgliederung der Profi-Abteilung beschlossen, Investoren haben lt. Kicker schon Interesse angemeldet. Der VfL erhofft sich einen Erlös von ca. 25 Millionen EUR, die komplett in den Kader fließen sollen. Sinnvoll eingesetzt, wären die Bochumer damit ein absoluter Aufstiegsfavorit. Aber es ist natürlich nur eine einmalige Einnahme. Und in der Zeit sich sprunghaft nach oben verschiebender Ablöse- und Gehaltssummen keine wirklich große Summe. Verkaufen sich damit nicht Clubs unter Wert, vor allem wenn sie dann künftig 1. Liga spielen sollten? Wäre unser Club auch nur so wenig wert?

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                • Der VfL Bochum hat meines Wissens schon länger begonnen, seine Schulden abzubauen. Ich weiss auch nicht, ob er in den vergangenen Jahren ähnlich Höhe Schulden hatte und permanent Etatunterdeckung. Des weiteren weiss ich nicht, ob er ebenfalls 6 Millionen in ein Funktionsgebäude mit Hilfe einer Fananleihe gesteckt hat. Schließlich stellt sich noch die Frage, wie hoch der Gewinn war, was er an Sponsoreneinnahmen hat, ob er auch nur Mieter eines Stadions ist …
                  Im Übrigen sieht man dort derzeit was passiert wenn man aufgrund äußeren Drucks und wegen Druck der Spieler einen Trainer kurz vor Saisonbeginn entlässt. So einen kapitalen Fehler hätte ich bei Hochstätter nicht erwartet.

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            • Ja, in der 1.Liga gibt es im Gegensatz zur 2.Liga HEBEL für Erlöse. Deine Einschätzung basiert jedoch auf der Annahme, dass kurzfristiges finanzielles Risiko dann auch in einem Aufstieg resultiert. Was aber, wenn das – wie bisher und v.a. im Jahr nach dem Abstieg – nicht passiert? Dann käme der sofortige Gang in die Amateurklasse. M.E. wurde in der Bader-Ära schon zu viel Risiko gegangen. Wir müssen m.E. jetzt ganz solide haushalten, auf unsere tollen jungen Talente setzen (und diese kontinuierlich heranführen) und auf eine Saison hoffen, bei der alles zusammenpasst. Mit dem Aufstieg und den Erlöshebeln kann dann ein Turnerbund geschafft werden.

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    • Ich denke, dass ein Tilgungsplan erst dann wirklich Sinn macht, wenn man strukturell die Voraussetzungen schafft, entweder kontinuierlich mehr Erlöse (im Vgl. zu den Kosten) oder kontinuierlich geringere Kosten im Vgl. zu konstanten Erlösen) erzielt. Kontinuierlich in festen Stufen werden wir die Kosten nicht reduzieren können bzw. die Aussage wäre so unpopulär, weil sie die sportliche Handlungsfähigkeit ins bodenlose führen würde, dass man sie sicher nicht aussprechen will oder gar in Erwägung zieht. Also bleibt nur die Erlössseite. Hier kann man strukturell nur über einen Aufstieg ein signifikantes Delta zwischen Erlösen und aktuellen Kosten schaffen oder über ein langfristiges Engagement eines Großsponsors bzw. Investors. Selbst ein Pokalhalbfinale würde lediglich eine Ergebnisverbesserung im laufenden Geschäftsjahr bei gleichen Kosten bedeuten, jedoch keine Grundlage für einen Tilgungsplan stellen.

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  • Stimmt das ist eine Lösung, ich schreibs dem Bornemann per E-Mail sag aber, daß die Idee von dir war 🙂

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  • Meeske und Bornemann haben doch extrem viel erreicht, frage mich, warum das hier so negativ kommentiert wird. Wir sind beim strukturellen Defizit von ca. 10Mio auf 1Mio runter, sprich um den Spielbetrieb zu finanzieren benötigen wir „nur“ noch einen netto Transfererlös von 1Mio. Damit müssen wir endlich nicht mehr regelmäßig sportliches Potential verkaufen. Damit sind wir endlich in der zweiten Liga angekommen, spannend, dass wir das erreicht haben und gleichzeitig die sportliche Qualität des Kaders erhöht haben.

    Unsere Mannschaft ist also billiger und besser als noch letzte Saison. Für mich ist das eine grandiose Bilanz.

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  • Teuchert mit dem 1:0 in der 30. Minute, mittlerweile 1:1 zur Halbzeit. Ich fand sein Tor sehr cool und mit Auge gemacht ins lange Eck.

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  • Geht am Montag eine „Auswärtsfahrt“ mit Endl und/oder Armin nach Darmstadt von Frankfurt aus?
    Ich habe Euch ne Mail geschickt.

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  • Ich lese hier von Investitionen in den Kader. Die Veröffentlichungen zur HV lassen vermuten, dass wir weitere sog. Sahnestückchen verkaufen müssen. Freiburg ist bezüglich Möhwald am Planen, angeblich gibt es Gespräche. Vollzug in der Winterpause. Ich sehe nur eine Alternative: Ausgliederung und Aufbau eines engen Sponsorengremiums, keinen Scheich, kein Plastikclub. Sonst dümpeln wir im besten Fall da wo wir derzeit finanziell sind. Der Weg in die Unterklassigkeit ist aus finanziellen Gründen derzeit leider kürzer als der in die 1. Liga. Mir blutet das Herz, mein armer Glubb!

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    • Meeske hat eindeutig und sehr deutlich gesagt, dass der Transferdruck von knapp 10 Millionen im ersten Jahr auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag gesunken ist. Die Summe ist mit Kutschke und Sabiri bereits drin, d.h. akuter ökonomischer Druck ist nicht da.

      Bei Möhwald habe ich inzwischen so viele verschiedene Vereine gehört, die angeblich kurz vor einer Verpflichtung standen (Hoffenheim, Bremen, Freiburg), dass ich das als mit mehr als nur einem Korn Salz zur Kenntnis nehme.

      Nicht zu verleugnen ist natürlich, dass man das Quartett Möhwald, Leibold, Kammerbauer und Teuchert, deren Verträge alle 2018 auslaufen, nicht im Sommer ablösefrei gehen lassen kann, alle vier aber für sich den Anspruch haben, Bundesliga zu spielen. Das zu lösen, ist wiederum nicht so einfach … außer durch Aufstieg.

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      • Möhwald, Leibold, Kammerbauer, ausgeschlossen ist es zwar nicht aber ich halte sie für die Erstligisten nicht für ein „must have“. Sind für mich gute Zweitligaspieler gegenwärtig viel mehr allerdings auch nicht. Ich vermute aber eher, daß Teuchert unser nächster Fall a la Plattenhardt wird mit etwas geringer Wertschätzung in der Heimat. In der U21 macht er auch auf sich aufmerksam, 2 Spiele, 2 Tore also eine 100% Torquote 🙂 bislang.

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        • Leibold ist für mich sogar noch eher Erstligaspieler als Teuchert. Linksverteidiger gibt es eh schon nicht so viele tauglich, dazu noch Deutsch und recht jung. Von der Vorwärtsbewegung her ist das für mich auf jeden Fall ein Bundesligaspieler, rückwärts muss er noch ein bisschen zulegen, aber da sieht man gern drüber hinweg. Leibold ist eher der Plattenhardt für mich als Teuchert. Den seh ich vom Reifeprozess her noch nicht erstligatauglich, wenn der nach Berlin oder Frankfurt ginge (neben Hoffenheim die Vereine, die angeblich Interesse haben), würde der mMn an sich selber scheitern. Aber der ist (neben Petrak) schon mein Tipp für nen Winterabgang.

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          • Leibolds Vorwärtsdrang ist auch überdurchschnittlich und außergewöhnlich, defensiv ist es aber noch ausbaufähig. Klar Bundesligisten können sich den Kader schon auffüllen in der Breite mit den genannten, aber ich persönlich glaube, die größte Wertschöpfungskette hat Teuchert als Stürmer. Wäre ich Trainer würde er immer spielen, weil ich glaube so entwickelt er sich am besten weiter, er hat überdurchschnittliches Potential. Dieses ein- und auswechseln in einer Halbzeit die Einsatzzeiten werden zwar etwas besser, aber ich meine damit verkennt man seine Situation. Ich tippe bei ihm auch auf Abgang – praktisch müsste es dann im Winter sein. Er wird beim FCN nicht mehr verlängern und dann sehen wir mal wo er in 2 Jahren steht. Dann kann man wieder lamentieren, warum hat er das bei uns nie gezeigt, man hat ihm eben auch nicht echtes Vertrauen gegeben. Sicher sind bei ihm das ein oder andere Defizit zu sehen, aber gerade an Vertrauen wächst man.

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            • Ich bin immer noch der Meinung dass die jeweils besten Spieler spielen sollten und nicht bestimmte Spieler, weil man sie fördern möchte. Dieses Fördern würde mMn andere Spieler demotivieren und auch den sportlichen Erfolg gefährden. Und es wird seinen Grund haben dass sich CT bisher bei keinem Trainer durchsetzen konnte, es waren ja doch schon einige. Woran es genau liegt (Defensivarbeit, Einstellung, Spieltaktik) – keine Ahnung – aber irgendwas wirds schon sein…und ob das dann in der ersten Liga zu mehr Einsatzzeiten führt…let’s wait and see, aber ich glaube nicht daran!

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              • Das einzige, was CT, fit oder verletzt, perfekt beherrscht, ist das Saufen im Hinz x Kunz.

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                Antwort
  • So, gerade sieben Tickets für das Heimspiel gegen Dresden im 16er Block nach Niederösterreich verkauft. Wenigstens die fernen Fans lassen uns nicht hängen, sorgen für einen guten Besuch und eine Auffüllung der Clubkasse.
    @Alex&Co.: Bei diesem Heimspiel werde ich dann andere Wege zum Stadion nehmen müssen, also mindestens -1 Dosenbier.

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    • Sollten wir verlieren, ist es dann alleine Schuld. Aber ist ja echt leiwand, dass Deine Kumpels aus Süddeutschland zum Spiel kommen!

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  • Die harmonische Stimmung wird sicher nicht durch kritisches Hinterfragen gestört, ich bin sogar davon überzeugt, dass das gerade jetzt auch sein muss. Meeske weiß sehr gut Stimmungen einzuschätzen und hat sicher nicht von ungefähr entschieden, dass das verfehlen der schwarzen Null nicht nur gut zu verkaufen ist (aus sicher redlichen Motiven), sondern vielleicht sogar gut ist, um den Mitgliedern die Notwendigkeit einer Ausgliederung nachdrücklich zu demonstrieren. Wäre man jetzt flotten Schrittes aus dem Gröbsten gekommen, wäre der Leidensdruck sicher nicht groß genug.

    Damit soll weder für noch gegen die Bilanz oder die mögliche Ausgliederung argumentiert sein. Mir ist es nur wichtig, dass man das sich auch bewusst macht, dass solche Zahlen gern auch dazu eingesetzt werden Stimmungen zu lenken und Entscheidungen herbeizuführen. Dass die Gegner (oder Zweifler an) der Ausgliederung dies kritisch sehen dürften, sollte man ihnen nicht übel nehmen.

    Es ist immer wieder doch interessant anzusehen, wie vorhersehbar dann doch Stimmungen sind. Der Satz „gegen Fürth gewonnen, alles gut“ ist leider nicht ganz von der Hand zu weisen. Die zwischenzeitlichen Erfolge unter Bader/Woy hatten damals auch dazu geführt, dass man sich jede Bilanz und Maßnahme unterjubeln ließ als Fortschritt. Die damalige Zeit sollte auch Jüngeren zur Mahnung dienen, nicht alles für bare Münze zu nehmen, sondern eine hinterfragende Haltung zu bewahren. Meeske/Bornemann sind wie Bader/Woy angestellte des Vereins und handeln sicher nach bestem Wissen und Gewissen, ob dies aber im Sinne des Vereins wirklich ist, muss final der Verein sich fragen – dazu gehört eine mögliche Ausgliederung.

    Und daher bin ich durchaus auch weder Nestbeschmutzer noch Stimmungskiller, wenn ich die Zahlen und Erklärungen dann höre und mich frage: Ist das nun jetzt wirklich so deprimierend, wie es sich anhört, oder wird da eine Bilanz gerade nur ein wenig instrumentalisiert für den (guten?) Zweck?

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    • Alexander, ich habe nicht das Gefühl, dass Meeske da etwas steuern wollte. Ich denke auch, dass Meeske und Bornemann gerne einen Investor an Bord hätten, wer will nicht mit mehr finanzieller Power arbeiten, aber die Ausführungen von Meeske sind immer sehr sachlich und hat ja explizit darauf hingewiesen, dass man die Bilanz auch mit einer schwarzen Null hätte erstellen können. Es ging beim Ausweisen der 1,9Mio Verlust gerade nicht darum die Ausgliederung zu promoten. Man hat das schlicht gemacht um zum 31.12. leichter die Reduzierung des negativen Eigenkapitals zu erreichen.

      Du hast natürlich Recht, dass man Bilanzen oft erst beurteilen kann, wenn ein Nachfolger seine präsentiert, kreative Buchführung kann viel verschleiern. Andererseits habe ich schon das Gefühl, dass sowohl der aktuelle Vorstand, aber auch der AR kritischer hinschaut.

      Und es war sicher nicht der Derbysieg allein, der die positive Stimmung gemacht hat, wir haben in diesem Jahr insgesamt eine positive sportliche Entwicklung. Ich wüsste nicht warum man aktuell viel kritisieren sollte? Und ganz ehrlich, ich fand die Erregung angesichts der 1,9Mio Verlust in der Presse schon teilweise lächerlich. Da habe ich mich schon gefragt, was auch Journalisten außerhalb des Boulevard für einen Mist schreiben. Das aktuelle Video von Böller ist da auch ein unsägliches Beispiel. Manchmal habe ich den Eindruck Journalisten haben gar keinen Ahnung von Bilanz und Ökonomie. Mag bei Sportjournalisten vielleicht auch so sein, aber dann kann man doch einfach mal die Kollegen vom Wirtschaftsressort fragen.

      Natürlich ist nicht alles Freud und Sonnenschein beim Club, das finanzielle Desaster nach dem Abstieg war ja auch ziemlich groß, aber mittlerweile passen Ertrag und Kosten wieder gut zusammen. Damit ist natürlich kein sportlicher Erfolg garantiert, aber zumindest wieder im Bereich des Möglichen.

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      • Armin, vorweg und mit Ausrufezeichen: Ich stehe hinter der Politik von Meeske und Bornemann und bin zudem großer Freund von Köllners Fußball! Worauf ich hinaus will ist, dass wir nicht reflexartig alles ablehnen was die schöne heile Welt beeinträchtigen könnte. Wenn die Presse hier kritisch berichtet (und das eigentlich durch die Bank), sind nicht alle doof da draußen, sondern man sollte sich damit beschäftigen. Wie du sagst: Wir alle haben keine Ahnung, was die Zahlen wirklich bedeuten, und es ist nur ein Gefühl, dass Meeske hier nix steuern wollte. Eine sachliche Bewertung auch ohne Insider-Wissen oder ökonomische Expertise bezieht kritische Stimmen mit ein und da geht es mir durchaus auch so, dass ich erstmal festhalten muss, dass das angestrebte Ziel (schwarze Null) nicht erreicht wurde, die Zukunftsaussichten weiter trüb sind (außer es geschieht das Wunder Aufstieg oder man geht eben den Schritt, den nicht jeder will) und für die bestehenden Schulden wie für andere anstehenden Probleme (Stadion) keine Lösungen angeboten wurden. Wem man das jetzt zum Vorwurf machen will oder ob man das nicht einfach so konstatiert, ist erstmal jedem selbst vorbehalten. Man sollte es aber konstatieren dürfen und viel mehr hat das Gros der Presse, inkl. Hans Böller, auch nicht gemacht.

        Und zum Schluss (Sandwich-Methode) nochmal zum Anfang: Ich halte den eingeschlagenen Weg für richtig und glaube vor allem aufgrund der sportlich ganzheitlichen Struktur vom NLZ bis zu den Profis an dessen Erfolg, aber will nicht (wieder) blind allem Vertrauen schenken, was nun mal faktisch erstmal nicht zu belegen ist.

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        • Ich stör mich daran, daß du schreibst, wegen der negativen Erfahrungen mit Bader/Woy muß man jetzt ganz genau bei Meeske/Bornemann hinschauen und alles, was sie sagen skeptisch hinterfragen.

          Ich finde, es wird wesentlich mehr erklärt als früher. Wieso sollte ich dem nicht glauben, wenn es nachvollziehbar klingt?

          Und eine generelle Anmerkung möchte ich auch noch machen: ich finde, bei 9 Aufsichtsräten, die jetzt nicht bar jeden Wissens vor allem im finanziellen/steuerlichen Bereich sind (Koch hat ja sogar noch extra ein Seminar besucht 🙂 ) sollte man als Mitglied schon erwarten dürfen, daß die eine Entlastung nur empfehlen, wenn sie überzeugt sind davon.

          Das waren Schramm und co. auch. Aber sie haben offenbar nie wirklich kontrolliert, sondern zu sehr vertraut. Inwieweit im jetzigen Aufsichtsrat wieder nur Abnicker sitzen, kann man mangels Transparenz als Mitglied natürlich nicht sicher wissen. Ich halte es aber für unwahrscheinlich. Schließlich hockt da auch ein Schamel drin, der ja schon mal kritisch nachgehakt hatte bei Bader/Woy. Wieso sollte er das jetzt auf einmal nicht mehr tun?

          Ich für mein Teil werde es so halten, wie damals bei Bader und Woy auch: solange ich nichts erkennen kann, was mich zweifeln läßt an ihren Aussagen, vertraue ich ihnen. Sollte sich das ändern, werde ich mich wie damals bei Bader/Woy dafür einsetzen, daß baldmöglichst Konsequenzen gezogen werden.

          Was ich im Moment wahrnehmen kann, stimmt mich positiv. Und dabei werde ich nicht von dem Sieg gegen Fürth geleitet. Es war eine flapsige Bemerkung von Adrian. Aber man sollte daraus keine allgemeingültige Wahrheit machen. Die Niederlagen hatten für mich auch nie die Bedeutung wie für andere.

          Viel wichtiger war für mich bei der JHV, daß keiner mehr ausgebuht wurde, wenn er was gesagt hat. Daß man über Inhalte (Satzung, Fanbeirat, Mitgliedsbeiträge) diskutiert hat. Daß Aufsichtsräte bei der Vorstellung nicht vorgeführt wurden.

          Was ich sehe, ist ein NLZ, das nach einem von Köllner vorgegebenen Konzept geleitet wird. Bei dem alle Jahrgänge auch inhaltlich miteinander abgestimmt werden. Es gilt da nicht mehr, daß jeder Trainer machen kann, was er will.

          Was ich sehe, ist, daß Köllner und sein Team die Profis sehr akribisch auf jedes Spiel vorbereiten, daß eine spielerische Entwicklung in allen Bereichen erkennbar ist, auch wenn die Ergebnisse nicht immer stimmen.

          Was ich sehen kann, ist, daß endlich mal eine Kampagne gestartet wird, Fans zu motivieren, Mitglied zu werden.

          Was ich sehen kann ist, daß Bornemann die Mannschaft zu Saisonbeginn fast komplett hatte, sodaß Köllner eine Vorbereitung durchziehen konnte, deren Ergebnis überzeugte.

          Was ich sehen kann, ist, daß es Bornemann geschafft hat, die Kaderkosten erheblich zu senken, ohne daß die Qualität verloren ging. Im Gegenteil: spielerisch hat sich der Kader verbessert.

          Wieso soll ich das alles anzweifeln, nur weil die Vorgänger es verstanden haben, uns jahrelang Sand in die Augen zu streuen? Der Sand – zumindest bei mir – ist weg. Ich weiß viel besser als früher, worauf ich achten muß. Und deshalb bin ich sicher, daß wir auf einem guten Weg sind.

          Es wird immer noch Risiken geben. Es wird kein leichter Weg werden. Und es ist kein Durchbruch in ein neues Zeitalter, sondern es werden im Kleinen Dinge allmählich verändert.
          Und es wird in unserem Verein immer Gruppen geben, die mehr oder weniger offen versuchen werden, ihre Interessen durchzusetzen.

          Solange dabei eine positive Entwicklung zu erkennen ist, die über kurzfristige Tagessiege hinausgeht, ist das doch in Ordnung.Mir genügt das. Mich stimmt das hoffnungsfroh.

          Andere, die den baldigen Aufstieg als Bewertungskriterium nehmen und die schwarze Null, oder den großen Wurf erwarten, sind sicher weniger zufrieden. Nur das ist deren Problem, wenn sie nicht bereit sind, sich mit Fakten auseinanderzusetzen.

          Mir ist eine kontinuierliche Entwicklung lieber als ein Hochrisikospiel. Mir ist wichtiger, daß unser Verein mindestens in der 2. Liga konkurrenzfähig bleibt. Und ich schau lieber Spielen zu, bei denen es um Fußballspielen geht.

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          • Ich finde die Forderung, dass man aus der Bader/Woy-Ära und den katastrophalen Folgen lernen muss, konsequent und richtig. Was sollte auch sonst die Aufgabe eines Aufsichtsrats sein? Umso mehr war ich bei der HV nach dem Bader-Abgang auch überrascht, dass beinahe alle Mitglieder den AR entlastet haben. Gerade der AR hat aus meiner Sicht total versagt. Vor diesem Hintergrund würde ich auch nur AR-Mitglieder wählen, die entweder wirtschaftliche oder sportliche Kontrolle auf Basis ihrer beruflichen Erfahrungen ausüben können, oder falls nicht, zumindest durch ihre persönlichen Netzwerke dem Verein soviel Geld zuführen können, dass man fehlende Kontrollkompetenz wenigstens finanziell kompensieren kann.

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      • Es ging beim Ausweisen der 1,9Mio Verlust gerade nicht darum die Ausgliederung zu promoten. Man hat das schlicht gemacht um zum 31.12. leichter die Reduzierung des negativen Eigenkapitals zu erreichen.
        Sorry, das ist ein Schmarrn. Ob die Ablösesummen zum 30.6., 01.7. oder 30.12 gebaucht werden, in der Zwischenbilanz zum 31.12. sind sie immer enthalten. Solltest Du als Geschäftsmann eigentlich wissen 😉

        Zumal man als Zwischenbilanz eine Handel-, und keine Steuerbilanz hat. Da wissen wir ja alle ob er „Gestaltungsmöglichkeiten“.

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        • Kleine Korrektur. Bei der Ablöse für Kutschke beispielsweise hätten wir laut Meeske etwas an Dresden zahlen müssen, wenn der Deal vor dem 30.6. gebucht worden wäre. Und ich finde das schon richtig, dann lieber das Geld uns zu sichern. Wär doch tragisch, wenn irgendwelche unerwarteten Ausgaben bis 30.12 dazu führen würden, daß wir diese 5% Hürde nicht schaffen.

          Und auch das Argument von Meeske, daß er lieber schon in der vergangenen Saison mit der Umstrukturierung im Merchandising begonnen hat als das Geld erst nach dem 30.6. auszugeben (nur um eine schwarze Null präsentieren zu können) find ich nachvollziehbar.

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      • Das gleiche gilt für die kurzfristige Liquidität, sprich „Kontoüberziehung“ in Tagen. Würde Ibrahimović (ich nenne bewußt nicht Messi oder Ronaldo, die beiden kann ich nicht leiden und sie würden Weyrich, Schöll, Stocker oder Brunner genau einmal schwanzen, bevor sie für lange Zeit einen Gips tragen 🙂 ) zum Club wechseln, wäre die kurzfristige Liquidität für den A…, mittelfristig wären die Aussichten aber rosarot.

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        • Ich hab mir die Bilanzpressekonferenz auch (durchaus wohlwollend) angesehen. Nüchtern betrachtet waren aber eben eine Menge „Ja, aber“ dabei. Viele Zahlen, die komisch aussahen, aber von Meeske mit Stichtagen und Querrechnungen erklärt wurden. Das kann und darf man glauben, ist aber eben für den neutralen Beobachter nur mit viel Vertrauen so positiv hinzunehmen, wie es geschehen ist bei der Basis. Das zeugt von Rückendeckung, was gut ist, sollte aber die kritischen Beobachter nicht daran hindern, das im Auge zu behalten. Das wäre im Übrigen auch bei einer besonders schönen Zahlenpräsentation angebracht gewesen.

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        • @Alex Seh ich anders. Auch ein Ibrahimovic ist kein Garant für eine gute Mannschaftsleistung. Das wäre All In mit hohem Risiko, alles zu verlieren.
          Viel wichtiger ist, daß das Team gut funktioniert.

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          Antwort
  • Mal was völlig anderes, damit wir auch in einem Forum über dem Club Spaß haben. Alle Leute hier, die früher auf dem Boot waren (tippe mal auf 80% der Leser), bekommen gleich feuchte Augen. The Multicoloured Shades:

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    Antwort
    • Was bringst denn hier so einen alten Scheiß an, manmanman, ich muss ins Bett.
      Alte Kumpels der Shiny Gnomes. Schön.

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      Antwort
      • Gute Musik kann niemals zu alt sein. Wir habe uns sowas angehört, meine Tochter verbringt Stunden mit BibisBeautyPalace auf youtube. Unser Land ist dem Untergang geweiht.

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        Antwort
        • Du wirst, ganz Club-Fan, den guten alten (Bibi-) Zeiten noch hinterher weinen, wenn deine pubertierende Tochter Bands wie Trailerpark (D), Ruffiction, Swiss + die Andern oder Karate Andi entdeckt. Und die YouTube-Clips lassen sich wenigstens noch bequem zu Hause ansehen. Während für die Bands Auswärtsspiele in Kauf zu nehmen sind, und die Jungs sind irgendwie ständig auf Tour…

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          Antwort
          • Ich musste mir vor Jahren schon Der Graf antun, aktuell steht mir der pickelige Jugendliche mit der Pandabärmaske bevor

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            Antwort
        • wär ja gar nicht so schlecht, wenn der Typ nicht singen würde oder es mal mit Deutsch probiert hätte..

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          Antwort
      • Habt ihr hier beschlossen, Beiträge ab einer bestimmten Länge nicht mehr zu bringen und stattdessen dem Aufsichtsrat zur Verfügung zu stellen? Ich hab mir gestern soviel Mühe gemacht zu begründen, weshalb ich nicht bereit bin,nur weil ich erleben mußte, daß Bader und Woy den Verein an die Wand gefahren haben, jetzt alles von Meeske und Bornemann besonders kritisch zu sehen. Hab aufgezählt, was mich zufrieden macht und auch auf der JHV gut war und jetzt les ich ein paar Dinge im Tagblatt. Müller sagt ähnliches bzgl. konstruktive Diskussion und mein Beitrag hier ist weg.

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        Antwort
          • Was ist denn das?
            Oder steckst du dahinter? Jedesmal, wenn ich Bader erwähne, wirst du zum Hacker? :mrgreen:

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            Antwort
            • Habe mal weiter gehackt. Oh la la, super Bilder, der FCN-Sting steht Dir richtig gut 🙂 Aber nichts für die alten Männer hier, die müssten sonst alle zum Kardiologen, deshalb verzichte ich lieber auf eine Veröffentlichung 🙂

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              Antwort
              • Sting ist Clubfan? Beate fährt ne Corvette Stingray und ist glühender Sting-Fan? Was verpassen wir hier?

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                Antwort
                • Selten war ein Spruch passender als hier: Willkommen im Club😂!!! Und selten war etwas gefährlicher als hier, ich nenne das nämlich gerne „Lehrer-Musik“ (mein Bruder schlägt mich jetzt, oder Florian, oder beide) 😁

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                • Ich habe mein Höschen nach dem Pokalspieg Richtung Hans Meyer geworfen. Seitdem habe ich nur noch eines. Nicht auszudenken, was ich tun soll, wenn wir wieder was gewinnen.😱

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                • @Markazero
                  Pfff.. als hätt ich jemals Sting ghört oder wär echder Lehrer worn.. – aber für Deine undifferenzierte Sting-Kritik ohne nähere Erläuterung sowie für die im Begriff „Lehrer-Musik“ gezeigte und sehr problematische Generalisierungsbereitschaft gibt es heute in Musik und Sozialkunde gewiss kein „+“ in Mündlich!

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            • Ich würde mir ja Gedanken machen, wenn sich sogar schon der Spam Ordner verweigert.

              Spiegel: „In Befragungen geben Leser zu, dass sich ihr Leseverhalten in den vergangen Jahren verändert hat. Etwa, dass sie in Texten eher von Stichwort zu Stichwort hüpfen und ausgewählte Passagen lesen, als den gesamten Text von vorne nach hinten durchzugehen – vor allem, wenn sie diesen auf einem Bildschirm und nicht auf Papier vor sich haben.“

              Kaum jemand liest im Internet lange Texte. Vor allem zu lange Sätze verlieren völlig die Aufmerksamkeit des Leser, sollte man eigentlich wissen, wenn Information auch ankommen soll.

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              Antwort
              • Juwe, ich verweigere mich in dieser Hinsicht dem Internet. Es geht nicht nur um Information, sondern um Meinungsaustausch. Und um da richtig miteinander diskutieren zu können, muß man auch in der Lage sein, die Meinung des anderen zu verstehen. Das geht aber nicht, wenn ich nur Kurzsätze verwende und den wesentlichen Teil meiner Aussagen ausspare. Dann wird mir was reininterpretiert, was ich ganz anders gemeint habe.

                Im übrigen Florian eine Frage an dich als Lehrer: ich bin gerade gelinde gesagt schockiert über das Nichtwissen einer Abiturientin. Barcelona, – keine Ahnung wo das liegt. Niederlande – bei Dänemark? Geschichte: das Mittelalter so mit Hexen und Rittern war ganz interessant, sonst null Ahnung. Lag Nürnberg auch in der DDR? Wenn ich was fragte, wurde mal schnell gegoogelt, die Antwort gegeben und gleich wieder vergessen.
                Kommt sowas öfter vor?

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                Antwort
        • Ich kriege ja für jeden Kommentar unter meinen Artikeln eine Email und in dem Fall hab ich auch eine mit Deinem Tapetenposting (:P) bekommen, wenn ich aber auf den Link zum Kommentar klicke, führt der ins Leere, d.h. irgendwer hat den entfernt, wir waren’s aber nicht, denn im „internen Abfall“ liegt er auch nicht.

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          Antwort
          • Mysteriös. Ab jetzt mach ich mir eine Kopie und stell die dann so oft hier rein bis sie drin bleibt. :mrgreen:

            Tut gut zu lesen, daß es Menschen gibt, die meine Antipathie teilen. In meinem Freundeskreis (Psychotherapeuten und Lehrer) ist Sting sonst sehr beliebt.

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  • Interessant: je schmaler die Leiste, desto keine direkte Antwort möglich. Alex wird beim Aufstiegsspiel Flitzer, ist doch logisch! „Meeske ich will a Kind vo dir“, „di Kaautsch is ma Leem!“ oder so. Ich kann dann immerhin sagen: „den kenn ich, der bassd scho“. Mol’n du i des Elend aber fei ned.

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  • @Dude: Kurzer Versuch einer Erklärung: Sting (besser „Stink“, wie Helge Schneider ihn zu nennen pflegt) ist ein typischer Vertreter dieser elenden Musik, die mit Pop-Musik-Mustern auf intellektuell macht, a weng a Jazz dabei, und dadurch Lehrer-kompatibel ist, weil er habe was mitzuteilen. Belehrend. Humorlos. Es gibt natürlich tausende hervorragende Lehrer, einen davon hatte ich ja selbst, Hermann volle Pulle Jimi Hendrix im Musiksaal aufgedreht – herrlich!

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  • Hm.. hm.. Koltanminen ausbeuten vs. Wälder abholzen.. – wird offensichtlich Zeit, dass Montag der Rasen sauber umgepflügt wird.

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    • Das passt aber doch sehr in die Argumentationskette „alternativlose Ausgliederung“. Wenn wir das nicht tun, müssen wir, sonst irgendwie meistbietend verkaufen.
      Kann sein, dass es so ist, kann aber auch nur eine Überzeugung sein. Ich weiß es nicht, aber irgendwas in mir hebt gerade immer den Finger „Obacht!“.

      Es gibt im Übrigen durchaus andere Optionen als Verkauf von Grund und Boden oder Ausgliederung. Zudem ist die Idee „Aussitzen, bis die Blase platzt, und dann als einer der wenigen Überlebenden die Fahne heben“ charmant.

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      • Die Fußballabteilung hat Mist gebaut. Das muß dann auch die Fußballabteilung richten. Wie auch immer.
        Vielleicht geht ja ein Teil auch mit Genußscheinen. Oder es klappt tatsächlich der Aufstieg. Oder es finden sich tatsächlich Investoren.
        Aber die Entschuldung darf nicht auf Kosten der anderen Abteilungen durchgezogen werden. Man sollte dabei auch nicht vergessen, daß die Fußballabteilung der Handballabteilung die finanzielle Hilfe ja auch nicht zu geben bereit war und die insolvent gehen ließ.
        Und der Verkauf würde ja trotz allem überwiegend nur die Schulden tilgen. Wenns dann schiefläuft mit den Profis, kann der komplette Verein Insolvenz anmelden.
        Und ganz ehrlich: ich finde auch nicht, daß der Verein Schmelzer dafür belohnen sollte, daß er mitbeteiligt war an der finanziellen und sportlichen Misere und ihm auch noch das Grundstück verkaufen sollte. Denn das kannst du dir doch an 5 Fingern abzählen, wenn man sieht, wer hier in Nürnberg mit Großprojekten absahnt, daß der am Ende einer der Interessenten sein wird.

        Aber drauf warten, daß irgendwann die Blase platz und bis dahin sich irgendwie durchwursteln, find ich auch keine prickelnde Option.

        In der Hinsicht erwarte ich in der Tat in den nächsten Jahren mehr als: wir haben für die Entschuldung keinen Plan außer Ausgliedern oder Verkauf des Grundstücks. Ein wenig kreativer könnten sie schon werden.

        Wobei ich Ausgliedern mit überzeugenden Partnern bevorzugen würde.

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        • „Aber drauf warten, daß irgendwann die Blase platz und bis dahin sich irgendwie durchwursteln, find ich auch keine prickelnde Option.“

          Was so lapidar klingt ist eine echte Herausforderung. Dazu gehört nämlich neben Konsolidierung auch richtungsweisende Basisarbeit zu leisten, wie im NLZ. Allerdings auch die Akzeptanz, dass man eben dann nicht mit den großen Jungs sich messen kann, die eben keine Rücksicht auf Verluste nehmen, um oben dabei zu sein.

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        • Wobei ich Ausgliedern mit überzeugenden Partnern bevorzugen würde.

          Ich bin da unschlüssig. Einfach weil man nur einmal verkaufen kann in der Regel. Das ist wie seinen Kredit durch den Verkauf der eigenen Immobilie zu tilgen. Am Ende ist man zwar schuldenfrei, hat aber eben auch keine Sicherheiten mehr.

          Vergleich hinken zwar immer, aber irgendwie kommt mir das Fußball-Biz eben doch wie die Dotcom-Blase vor. Es ist kein wirklicher Wert vorhanden, es sind nur noch Zahlen und immer irrsinnigere Geldströme, die vor allem davon befeuert werden, dass man Phantasie hat, dass alles noch viel höher drehen wird und sich schon alles dann lohne und refinanziere. Wie sagte das Heinz Höher noch in seiner Autobiografie: Eines ist immer gleich geblieben, egal um wie viel Geld es gerade ging, der Fußball bewegt sich zuverlässig immer knapp über seinem eigentlichen Limit.

          Bei der Dotcom-Blase haben dann alle sich aufgebläht, sich aus Inhaber-geführten Unternehmen zu AGs umgewandelt, Mitarbeiter und Umsatz hochgefahren, alles größer, auch um nicht vom anderen verschluckt zu werden, irrsinniger Wachstum als einziger Schutz und einziger Weg. Am Ende platzte die Blase und die so aufgeblähten Unternehmen gingen samt und sonders unter, das Geld war weg, die ehemaligen Inhaber saßen auf Aktien ohne Wert.

          Was ist am Fußball anders? Es gibt keine Werte, die wirklich diesen Hype begründen. Nur weil man den Merchandise-Hype immer höher fahren kann und neue Märkte erobern will, weil die TV-Gelder immer fetter sprudeln. Das ist kein endlos sich steigernder Prozess. Eine veritable Wirtschaftskrise (bspw. in England nach Brexit) kann schnall dazu führen, dass die horrenden Eintrittspreise und Pay-TV-Gebühren kollabieren, Zukunftsmärkte sind bald auch gesättigt und wenn alle mitmengen, sind die Wachstumsraten schnell dahin und es geht über in den Verdrängungswettbewerb mit Preiskampf. Ein Spieler wie Neymar ist keine 200 Mio. Euro wert, auch hat ein mittelklassiger Bundesliga-Spieler keinen Wert in den Millionen. Dieser Wert ist rein dem geschuldet, dass der Wettbewerb dies hochschaukelte und das nur deswegen, weil Gelder flossen, wie oben beschrieben.

          Eine stabile Basis mit festen Werten (Stadion, Grund und Boden), ein Nachwuchssystem, das in der Lage ist sich selbst zu versorgen und Gewinne zu erzielen und stets die Kontrolle in den eigenen Händen, das halte ich für eine sinnvollere und realistischere Zukunft als sich aktuell in einer schlechten Lage zu verscherbeln, um dann doch nicht genug zu haben, um selbst in Liga 2 eine dominante Rolle zu spielen. Steigt bspw. ein HSV oder Wolfsburg ab, kannst du das nicht mal mit Totalverkauf kompensieren. Da greifen dann andere Mechanismen.

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          • „Was ist am Fußball anders? Es gibt keine Werte, die wirklich diesen Hype begründen.“

            Was sollen denn wirkliche Werte sein? Es gibt keinen Wert ohne Bewertung. Das gleiche Haus im Hunsrück und in Frankfurt hat einen unterschiedlichen Wert. Eine große Industriefabrik hat dann einen Wert, wenn die Produkte, die sie herstellt nachgefragt sind, wenn die keiner will, dann kann so eine Fabrik im schlimmsten Fall kein Wert sondern eine Belastung sein, weil die Entsorgung der Altlasten noch viele Millionen kosten kann.

            Zu glauben es gäbe objektiv beschreibbare Werte, der irrt. Insofern, solange die Nachfrage da ist, solange hat der Fußball diesen Wert. Klar man kann sich viele Szenarien überlegen, in denen das Geschäft mit dem Fußball kollabiert, aber das kann man auch mit jeder anderen Branche machen.

            Auch Deine Beispiele von „festen Werten“ sind ja in Wahrheit keine, ein Stadion kostet erst mal Geld, es muss erhalten werden, es muss immer wieder ausgebaut werden, erneuert werden, modernisiert werden. Und wenn ein Stadion nicht Spieltag für Spieltag voll ist, dann kann es zum echten Klotz am Bein werden. Die kleine gemütliche Nische in der man sich dem dem allgemeinen Trend entziehen könnte, gibt es doch in Wahrheit nicht.

            Es stimmt ja auch nicht, dass man sich nur einmal verkaufen könnte, wenn es gut läuft, kann man Jahr für Jahr das Kapital erhöhen und wird auch genügend Menschen finden die gerne investieren.

            Ich bin der letzte, der dem finanziellen Harakiri das Wort reden würde, man muss natürlich mit Augenmaß wirtschaften, aber man darf nicht glauben, dass man sich im System vom System abkoppeln könnte. Das heißt sicher nicht, dass man jede Verrücktheit mitmachen müsste, seriöses Arbeiten ist immer essentiell, aber zum seriösen Arbeiten gehört es eben auch, die modernen Möglichkeiten der Finanzierung zu nutzen.

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      • Alexander: „Zudem ist die Idee „Aussitzen, bis die Blase platzt, und dann als einer der wenigen Überlebenden die Fahne heben“ charmant.“

        Das Problem an der Geschichte ist halt, man weiß im Vorhinein nicht ob es eine Blase ist oder nicht. Was aber schlimmer ist, beim Aussitzen kann man weit nach hinten durchgereicht werden, ob dann noch jemand merkt, dass man die Hand hebt ist die Frage.

        Natürlich gibt es viele Möglichkeiten wie man finanziell erfolgreich sein kann, allerdings sollte man schon überlegen, wenn viele erfolgreiche Vereine einen Weg gehen, ob das nicht auch für uns sinnvoll sein könnte. Im Profisport ist eben die finanzielle Kraft entscheidend für den sportlichen Erfolg. Klar es gibt immer kurzfristige Ausnahmen, Leicester war so eine Ausnahme, so ein sportliches Wunder, aber auch dieses Wunder hat halt nur eine Saison getragen.

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        • Bin ich bei dir, Armin. Erst im Rückblick wird man wissen, was man hätte besser machen sollen. Gewisse Anzeichen sind aber durchaus da, dass es sich um eine Blase handelt, bspw. die Sache mit den Werten. Wenn du faktisch keine Werte dahinter hast, lebt das ganze Business eben nur von Phantasie. Wie auch heute noch bei Unternehmen wie Facebook und Co, die höhere Werte haben als Firmen mit großen Standorten, Immobilien und gewachsenen Märkten. Dass das überhaupt möglich ist, ist für mich ein Irrsinn unserer Tage.

          Man kann versuchen da mitzumachen und sich dabei nicht nur zu konsolidieren, sondern auch Fundamente zu legen. Gelingt das, hat man alles richtig gemacht. Scheitert es aber, ist der gesamte Verein am Abgrund. Wenn du mitmachst ohne ausreichend Fundament zu haben oder zu schaffen, wird es auch nur eine Momentaufnahme – wie einst Werder, die einfach strukturell an ihrem Standort keine Basis dafür hatten, auch gute Arbeit und viele Einnahmen so zu lenken, dass man dauerhaft und auch nach längeren Durststrecken oben mitmischen kann.

          Man muss sich realistisch fragen: Was für ein Verein ist der FCN eigentlich? Was kann er werden? Will man das? Kann das Zukunft haben?

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          • Das Problem ist vielleicht: Für dauerhaft Bundesliga sind die Kraftanstrengungen, der Preis, vielleicht schon einfach viel zu hoch. Für die 2. Liga ist der Club dagegen wiederum ein zu großer Verein, sowohl von der Fanbasis wie auch von der Struktur.

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            • Also wenn wir auf dem Niveau von Werder wären, sähe ich das als nicht so schlecht an. Die spielen immerhin seit Jahrzehnten Bundesliga, das als Ziel wäre doch erst mal gar nicht so verkehrt.

              Ja Werder hatte noch erfolgreichere Tage, da gab es glückliche Umstände und man war stark und klug genug, dass man diese Umstände nutzen konnte. Auch darum geht es, dass man Fehler der Großen nutzen kann und mit jedem Fehler der anderen dann den nächsten Schritt zu machen, was dazu führen kann und als Ziel sollte, dass man andere Mitbewerber überholt.

              Aktuell muss das Ziel sein, der beste Verein der zweiten Liga zu werden, was dann über kurz oder lang zum Aufstieg führt. Dann müssen wir dazu kommen, dass wir einer der konstant 15 besten deutschen Vereine werden. Und so weiter. Und dafür müssen wir auch die nötigen finanziellen Resourcen erwirtschaften, bzw, generieren.

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  • Meine Herren, kein besonderer Kader, mit einem Trainer von gestern und unumstrittener Tabellenführer. Was ist nur mit Dödeldorf los?
    Funkel, der das 4:0 des Clubs im DFB Pokal 2007 gegen seine Frankfurter für ein knappes Ergebnis hielt, ist mir in dieser Gleichung ein fast noch größeres Rätsel.
    Als TV Zuschauer des klaren Sieges der Westvorstädter gegen die Fortuna, als die Rheinländer wirklich gar nichts anboten, verstehe ich noch weniger.
    Und schon wieder gewinnen die klar bei einer anderen Mannschaft der Stunde auswärts. Komisch und seltsam ist der Fußball.

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  • Was mich mal interessieren würde bzgl. Ausgliederung und Vereinsanteile. Der Verein hat ja die Entscheidungsgewalt wem er die Anteile verkauft nur einmal oder? Heute in der schnelllebigen Zeit könnte so ein Käufer seine erworbenen Anteile weiterverkaufen an wen er will ..weil so gesehen wüßte man ja nie wohin die Anteile am Verein irgendwann in Folge gehen.
    Ich glaube in Regensburg gelang doch der so ungeliebte Investor an 100% Vereinsanteile

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      • Da haben sie Glück gehabt, der Investor hätte sie auch jedem anderen weiterverkaufen können.
        So gesehen weiß man nach einem Anteile Verkauf nie langfristig wen man im Verein mittel- bis langfristig mit am Tisch sitzen hat.

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      • Kann man doch vertraglich festlegen, daß der Verein Vorkaufrecht hat künftig o.ä.

        Ich glaub man kann auch ohne Spezialwissen einwenden, dass jede Form der Einschränkung eine Lösung für den strategischen Partner unattraktiver macht. Und sinkende Attraktivität schlägt sich immer auf den „Preis“ nieder.

        Ich glaube es wird schwierig Investoren zu finden, die Geld reinstecken, auf mögliche Rendite (durch strategischen Verkauf an andere Interessenten o.ä.) verzichten und zugleich Einflussnahme im Verein nicht fordern. Wer sollte an so einem Deal Interesse haben? Das ginge dann ja fast schon ins Mäzenatentum und dafür braucht es dann den ganzen Überbau mit Ausgliederung auch nicht.

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        • Es geht um Werbung für das eigene Unternehmen. Nicht um sich am Verein bereichern oder die „Alleinherrschaft“ übernehmen wie damals Roth.
          So wie z.B. bei Mercedes in Stuttgart. Ich bezweifel, daß die ein Interesse haben, dem Verein viel reinzureden im sportlichen Bereich. Wenn sie Ideen im Bereich Marketing haben, kann man sich doch freuen. Und das könnte am Ende ja auch Gewinne bringen. Allerdings wäre ich strikt dagegen, daß sie bestimmen dürfen, wann welcher Spieler verkauft wird.
          Was sollten sie gegen ein Vorkaufsrecht des Vereins haben, wenn sie ihre Anteile eines Tages verkaufen wollen? Ich sag ja nicht, daß das dann ein Geschenk sein sollte. Aber ich finde schon, daß der Verein sich absichern sollte, daß er am Ende eben doch einen Scheich drin hat oder einen Kühne.

          Wenn man dann niemand findet, der sich für uns interessiert, dann gibt es eben keine Ausgliederung. Aber Meeske ist als Finanzvorstand gefordert, die den Firmenbossen schmackhaft zu machen.

          Ein anderer Unterschied zu Regensburg: wie auch immer das gelaufen ist, aber anscheinend haben die am Ende 90 % ihrer Anteile verkauft gehabt. Und sich dann erschrocken als die ein Hazardeur aufgekauft hat. So etwas nenn ich null Vorsorge. Und die hatten verdammt Glück, daß sie das rückgängig machen konnten.

          Wobei ich überhaupt nicht kapier, wie sie das mit der 50+1 Regel so verbocken konnten.

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