Analyse: Unnötig spannend, aber verdient

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: SV Darmstadt 98 vs. 1. FC Nürnberg 3:4 (1:1) Der Club

Die Analyse:

D98FCN
Startformation im 3-4-1-2

Im Vergleich zur unglücklichen Niederlage gegen Bielefeld tauschte Michael Köllner dreimal, brachte Teuchert für Werner, Möhwald für Salli und Kammerbauer für Leibold. Während die ersten beiden Wechsel freiwillig waren, hatte Leibold unter der Woche wegen eines Infekts kaum trainiert und nahm daher ebenso auf der Bank Platz wie die anderen ehemaligen Startelfspieler. Im Kader gab es leichte Veränderungen: Jäger und Margreitter blieben zu Hause. Margreitter weil er wegen eines Infekts angeschlagen war, Jäger weil er die U21 zum Derbysieg schießen musste. Fuchs und Kammerbauer waren dafür in den Kader gekommen. In der Grundformation ergab sich so ein 3-4-1-2, in dem Valentini auf der linken Seite, Kammerbauer auf der rechten als „Wing Back“ agierte. Die beiden übernahmen dann in der Rückwärtsbewegung die Außenverteidigerrolle zur Unterstützung der Dreierkette, in der Löwen nicht wie üblich zentral agierte, sondern auf rechts; wohl eine Reaktion darauf, dass Darmstadt auf links mit Kevin Großkreutz einen Weltmeister aufbot.

Der Club begann verhalten, ließ sich von Darmstadt tief in die eigene Hälfte drängen und wurde umgehend bestraft, Lukas Mühl fälschte einen Schuss von Yannick Stark unhaltbar ins Netz ab. es war das erste Gegentor aus dem Spiel heraus, das der FCN in dieser Saison vor der Pause kassierte. Der FCN war erst einmal geschockt, spielte nervös und fahrig. Sinnbildlich für diese Phase, dass sich Mühl und Löwen selbst über den Haufen rannten und man kurze Zeit fürchten musste, dass beide Akteure vom Platz mussten. Es ging aber für beide weiter und für den Club langsam aufwärts. Mit langsamem und kontrolliertem Aufbauspiel fand der FCN stetig ins Spiel zurück, der Dreierkette um Löwen, Mühl und Ewerton kam dabei vor allem die Rolle zu, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und so für Sicherheit zu sorgen. Schrittweise kam der Club damit auch tatsächlich ins Spiel, holte über eine eigenwillige Aktion von Teuchert einen ersten Eckball, den Ishak dann noch per Kopfball übers Tor setzte. Eine Minute später aber kam der Club schon zu Zählbarem. Nach einem langen Ball von Löwen köpfte Banggaard den Ball in die Luft und damit vor die Füße von Teuchert, der den etwas unkoordiniert herausgelaufenen Mall gekonnt überlupfte und so den Ausgleich erzielte.

Darmstadt reagierte auf das Gegentor interessanterweise derart, indem es sich immer weiter zurückfallen ließ und dem Club das Feld etwas mehr überließ. Die gefährlicheren Chancen hatten dennoch die Gastgeber: Kempe traf nur den Pfosten mit satter Direktabnahme und Stark setzte einen Fernschuss nach Misskomunikation zwischen Löwen und Möhwald über das Gehäuse. Auch der Club kam zu Chancen wurde von Darmstadt mehrmals in der Vorwärtsbewegung in aussichtsreicher Position unsanft gebremst; Löwen (recht gefährlich) und Valentini (harmlos) durften sich am Freistoß versuchen, dennoch ging es mit 1:1 in die Pause. Ein zu diesem Zeitpunkt zum Spiel passendes Ergebnis. Der SV Darmstadt hatte sich früh Vorteile erspielt, den Club aber dann ins Spiel kommen lassen und dieser hatte die erste Chance eiskalt genutzt. Insgesamt hatte der Club vor allem dann defensiv Probleme, wenn Darmstadt viel Tempo auf den Flügeln an den Tag legte, Darmstadt vor allem mit langen Bällen circa fünf bis zehn Meter vor den eigenen Strafraum.

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(Ungefähre) Formation nach der Pause

In der Pause wechselte Michael Köllner, brachte Tim Leibold für die linke Abwehrseite, zog Enrico Valentini zurück nach rechts und nahm Patrick Kammerbauer aus dem Spiel. An der Grundformation änderte sich nichts. Wie so oft in dieser Saison wackelte der FCN dann beim Neustart Probleme: Stark und Platte hatten direkte nach dem Seitenwechsel zwei große Chancen zum 2:1, vergaben jedoch beide, indem sie links am Tor vorbeizielten. In beiden Fällen war die Deckungsarbeit des Clubs mangelhaft. Doch statt sich einschnüren zu lassen, konterte der FCN. Leibold passte genau im richtigen Moment auf Ishak, der kam nicht einmal perfekt an den Ball, doch da Mall erneut suboptimales Rauslaufverhalten zeigte, konnte Ishak dem Schweizer die Kugel durch die Beine spitzeln und so das 2:1 erzielen. Darmstadt stand als Reaktion auf den Rückstand dann extrem hoch, so dass Behrens beinahe umgehend das 3:1 erzielt hätte; der Ex-Darmstädter traf nur den Pfosten. Fünf Minuten später machte es Teuchert besser: Nach einem langen präzisen Ball von Löwen legte der Youngster den Ball an Banggaard vorbei und schloss ab. Mall kam zwar noch an die Kugel, konnte sie aber nicht entscheidend festhalten. Der dritte Clubtreffer und das dritte Mal sah die etatmäßige Nummer Zwei der Hessen unglücklich aus.

Darmstadt machte nun sogar noch weiter auf, bot dem Club noch mehr Räume und dieser hätte über Ishak (übers Tor) und Möhwald (Außennetz) zum entscheidenden 4:1 kommen müssen. Stattdessen kamen die Gäste nach einer Ecke durch Platte zum Anschluss, den der Club postwendend mit einer Chance von Möhwald und einem Tor von Leibold beantwortete. Der war von Ishak, der auf links von Möhwald eingesetzt worden war, geschickt worden und hatte trocken ins kurze Eck abgeschlossen. Nach dem 4:2 war es nun am FCN sich etwas zu tief hineindrängen zu lassen. Darmstadt kam so zu einigen Halbchancen, während der Club eine Großchance in Form eines Konters über Teuchert, der den besser postierten Ishak übersah und übers Tor abzog, ausließ. Statt des 5:2 folgte also – man ist geneigt zu sagen logischerweise – das 4:3: Eine Flanke von Steinhöfer fiel Löwen ins Gesicht und von dort an den Innenpfosten und dann ins Tor. Mehr Zählbares erreichten die Gastgeber dann aber dennoch nicht, da ihre Angriffe lediglich auf langen hohen Bällen beruhten und diese von Mühl, Ewerton, Löwen und Erras geklärt werden konnten. Sogar in dieser Phase war der FCN dem fünften Tor näher, hätten die eingewechselten Werner und Brecko ihren Konter besser ausgespielt, es hätte 5:3 geheißen.

So endete das Spiel mit 4:3 für den FCN. Ob der eklatanten Defensivschwächen der Darmstädter, die der Club zu nutzen wusste, auch ein Ergebnis, das den Spielverlauf korrekt widerspiegelte. Dennoch hätte es des Zitterns in der Schlussphase überhaupt nicht bedurft. Es mag schizophren erscheinen, dass man bei vier Auswärtstoren von mangelnder Chancenverwertung sprechen kann, doch angesichts der ausgelassenen Großchancen des Clubs muss man dies durchaus ansprechen. Der Club setzt sich dennoch mit dem vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen vorne fest, ist nach zehn Spieltagen mit 19 Punkten Dritter: Der beste Wert für den Club seit der Aufstiegssaison 2000/01, in den Spielzeiten seitdem lautete die Punkteausbeute am zehnten Spieltag stets 13 oder 14 Zähler. Eine Garantie für mehr ist die Ausbeute nach zehn Spielen natürlich nicht, sie ist aber durchaus vielversprechend.

Die Zahlen:

Darmstadt Nürnberg
3
Tore
4
13
Torschüsse
14
2
Schüsse aufs Tor
5
4
Ecken
3
51,4
Ballbesitz (%)
48,6
79,4
Passquote gesamt (%)
75,6
91,6
Passquote eig. Hälfte (%)
87,1
62,5
Passquote geg. Hälfte (%)
61,5
11,9
Lange Pässe (%)
17,8
55,5
Gewonnene Zweikämpfe (%)
44,5
12
Fouls
15
121,38
Laufdistanz (km)
118,69
1
Abseits
2

Trainerstatement:

„Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Spiel nach der Länderspielpause mit drei Punkten abschließen konnten. Uns war bewusst, was uns hier erwartet. Umso glücklicher bin ich, dass unsere jungen Burschen dem Druck Stand gehalten haben, vor allem nach dem frühen 0:1. Wir haben es nach zehn Minuten besser gemacht und sind mit dem 1:1 belohnt worden. Nach der Pause haben wir über die Seiten mehr Druck gemacht, das war dann auch so etwas wie der Dosenöffner. Wir hatten ein erstklassiges Umschalt- und Konterspiel. Der einzige Vorwurf ist, dass wir das Spiel früher hätten entscheiden müssen. Aber mit wie viel Leidenschaft die Mannschaft am Ende verteidigt hat, war schon stark. Dieser Sieg gibt uns unheimlich Selbstvertrauen in unser Spiel.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Hätte das 4:3 eventuell durch anderes Stellungsspiel verhindern können und etwas mehr Präzision in die Abschläge legen. Aber ohne große Fehler.
Patrick Kammerbauer 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Wirkte nach längerer Pause etwas gehemmt, einige Male mit Problemen mit Darmstadts Geschwindigkeit.
Ewerton Almeida Santos 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Gewann 13 von 16 Zweikämpfen, verlor aber gegen Platte vor dessen Großchance einen deutlich. Leichte Wackler, aber ohne große Schwächen.
Eduard Löwen 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Viel Licht mit den Assists zum 1:1 und 3:1, aber auch viel Schatten mit dem Eigentor und vielen Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel.
Enrico Valentini 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Verlor 63% seiner Zweikämpfe, gerade vor der Pause immer wieder mit Problemen in der Rückwärtsbewegung und nach vorne mit wenig Akzenten.
Patrick Erras 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Ruhiger Taktgeber, der das Spiel immer wieder stabilisierte, auch wenn er immer noch nicht die Präsenz von vor der langen Verletzung.
Tim Leibold 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Defensiv zwar nicht völlig sattelfest, aber mit einem Tor und einer Vorlage einer der Gründe für den Sieg.
Miso Brecko Ohne Bewertung
Kam in der 89. Minute für Möwald. Vergeigte gemeinsam mit Werner einen Konter.
Lukas Mühl 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Verlor neun seiner 16 Zweikämpfe, fälschte das 0:1 ab, wackelte immer wieder und hatte viele Aktionen, die unter \"unglücklich\" fielen.
Hanno Behrens 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Ackerte viel, rannte viel, warf sich in viele Zweikämpfe, blieb aber das Tor verwehrt.
Kevin Möhwald 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Immer wieder mit gutem Auge, wenn auch nicht immer ganz gedankenschnell im Abspiel.
Cedric Teuchert 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Ein Stürmer wird an Toren gemessen, daher muss der Doppelpack auch entsprechend gewürdigt werden. Hätte aber eigentlich noch mehr Tore machen müssen.
Mikael Ishak 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Ein Tor erzielt, eines aufgelegt, dazu aufopferungsvoll fürs Team gekämpft.
Tobias Werner Ohne Bewertung
Kam direkt vor dem 3:4 für Teuchert. Vergeigte danach einen Konter gemeinsam mit Brecko.

45 Gedanken zu „Analyse: Unnötig spannend, aber verdient

  • Haja, wieder ein interessantes Spiel. In Momenten wie eine Top-Mannschaft, dann wieder blauäugig und fahrig. Aber solange es gut ausgeht…

    Interessieren würde mich die Passquote von Erras – gefühlt hat der gestern mehr Fehlpässe gespielt, als in seiner ganzen bisherigen Karriere. Und bei Löwen und Teuchert schwankte ich gefühlsmäßig von einem Extrem zum Anderen. Gerade Teuchert ist in manchen DIngen Weltklasse (Dribbling, Abschluss) in anderen Kreisklasse (vor allem Passspiel und Spielübersicht).

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      • Beim kicker sind es 24 von 31. Auch nicht schlecht, aber für einen Erras 😉 Also ernsthaft: Ich liebe es ja, ihn zu beobachten, eben weil er so eine unglaubliche Präzision im Spiel hat. Gestern hat er aber (vor allem in der ersten Halbzeit, bei der Statistik wahrscheinlich nur dann) etliche Bälle direkt in die Füße der Gegner gepeilt. Sehr ungewöhnlich fand ich das… Sah fast so aus, als ob er den Auftrag hatte, mit mehr Risiko nach vorne zu spielen.

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        • Ja, den Eindruck hatten wir Livezuschauer auch! Bedingt durch eine unterirdische Bierversorgung im Böllenfalltor konnten wir uns ganz und völlig freiwillig dem Spiel widmen.
          Armin meinte, Erras habe alleine in diesem gestrigen Spiel soviele Fehlpässe gespielt, wie in allen anderen Spielen insgesamt, die er für uns auf dem Platz war. Das kann hinkommen.

          Dem Spielende zu, baute der junge Oberpfälzer auch wieder sichtlich konditionell ab, wurde noch fahriger und wäre für mich ein Auswechselkandidat gewesen. Leibold winkte mehrfach in seine Richtung, weil er nicht nach- und einrückte, wenn Behrens spielbedingt anderweitig unterwegs war.
          Eingedenk seiner schweren Verletzungshistorie würde ich eine 4+ für Erras vergeben.
          Ishak sah ich ebenfalls mindestens auf Augenhöhe mit Teuchert, hier würde ich keinen Notenunterschied machen, da der Schwede sich unglaublich fleißig auf dem Spielfeld bewegt und immer auf der Jagd nach dem Ball ist. Also hätte der in meinen Augen auch eine 2+ verdient. Und Teuchert mit dem Wort Fleiß in Verbindung zu bringen, fällt einem leider einfach schwer. Der ist so eine Art schlampiges Genie und vor allem unglaublich Antrittsstark.

          Der Beginn der schlimmsten Phase des Clubs, also fast die gesamte erste Hälfte durch, war für mich wieder ein wohl durch den Trainer mit verursachtes Problem: Köllners Plan mit Kammerbauer auf Leibolds Linksaußenposition und Valentini auf Rechtsaußen und der sonstigen Aufstellung und den Positionen ging irgendwie gar nicht richtig auf. Auch war Möhwald im gesamten ersten Durchgang nahezu unsichtbar und das Spiel lief an ihm komplett vorbei.
          Immerhin war der Griff unseres Trainers nicht ins Klo nach ganz unten, dafür war auch Darmstadt für mich überraschend harmlos und wir blieben dann glücklich mit einem 1:1 zur Halbzeit noch im Spiel. Die erste Torannäherung war irgendwann ein Kopfball von Ishak nach einer Ecke, der das Tor weit verfehlte und sonst war unsere Offensive in dieser ersten Spielhälfte, eben bis auf diesen Heber von Teuchert nach schöner Vorlage von Banggaard, völlig derangiert.

          Wenn Köllners Plan das war, dann kann das natürlich vielleicht auch ein Volltreffer gewesen sein: So lange irgendwie möglich im Spiel zu bleiben, bis der unfitte Leibold eingewechselt werden konnte.

          Schon gegen Ende der ersten Halbzeit musste Köllner irgendetwas umgestellt haben, wir wurden spürbar besser. So richtig gut wurde es dann nach der Pause (Wieder gabs kein Pfungstädter, zwei Zapfhähne für eine ganze Stadionseite!!!! Ein Skandal!!!) mit Leibolds Einwechslung, wenigstens in der Offensive. Interessant, das ein Wechsel und diese dann ebenfalls vorgenommene Systemumstellung dann auf der Linksverteidigerposition unser Spiel so dramatisch verbesserte. Leider saßen wir links hinter unserem Tor in der zweiten Halbzeit, da bekamen wir die Torflut auf der anderen Seite nicht so mit und auch keinerlei Systemwechsel in der Raumtiefe.
          Kommen wir zur Defensive:
          Sogar Armin ist inzwischen fast von meiner These überzeugt: Kirschbaum ist einfach kein Torhüter, der für seine Vorderleute Ruhe und Sicherheit ausstrahlt. Er machte gestern vielleicht keinen richtig dicken Fehler im Spiel, möglicherweise hätte er beim Eigentor von Löwen sich vorher besser bewegen können und wäre nicht ganz so überrascht gewesen, aber er gibt einfach auch keine Kommandos für die Innenverteidiger. Und es fehlt ihm einfach an dieser ruhigen, positiven Ausstrahlung, die der Abwehr eben einen Ticken mehr Stabilität verleiht. Wer einmal selbst Fußball gespielt hat, der weiß schon, was ich meine. Über seine Abstöße und Abschläge ins Seitenaus und seine Probleme mit dem Ball am Fuß brauchen wir erst gar nicht zu reden.
          In Kirschbaum sehe ich ein wichtiges Element unserer Defensivprobleme, hier würde ich eindeutig Bredlow dem Vorzug geben. Natürlich ist das etwas Jammern auf hohen Niveau, wenn wir unsere Torhüterfrage mit Darmstadt oder den Westvorstädtern vergleichen, dann haben wir eben die schöne Auswahl aus zwei der besseren Torhütern der zweiten Liga.

          Was war das nur für ein verrücktes Spiel! Unglaublich. 4:3 ein Eishockeyergebnis, aber doch nicht für ein Fußballspiel. So ein Aufwand und mehrfach haben sich unsere Jungs das Leben selbst schwer gemacht, durch dumme Tore (Hallo! Sulu und Kopfball!? War da nicht was!?) und dann vorne klarste Chancen zu vorentscheidenden Spielständen zu versimpeln. Statt 4:1 stands auf einmal 3:2 und statt 5:2 stands auf einmal 4:3. Meiomei. Aber trotzdem schee!

          Vielen Dank nochmal an den Managing Director aller Weinhändler für die Kartenbesorgung und den schönen Abend!

          Again what learned: Wochentags nach 1 Uhr wirds in Frankfurter Bahnhofsnähe schwierig mit dem Bierkonsum. Da hat alles zu. Und im Irish Pub haben zwei Seidlein aus Irland glatte 11€ gekostet. w00t.

          (Beitraglänge von Beate60 geklaut!)

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          • Aber das Irish Pub gegenüber vom Bahnhof ist doch net schlecht. Da haben wir (da warst Du doch auch dabei, oder?) bei Alexander uns höchsten Respekt erarbeitet, als wir in den 30 Minuten vor Abfahrt des ICEs jeweils noch drei Pints genossen haben.

            Und hatte der Laden mit fränkischen Bieren in der Taunusstraße echt scho zu, oder bist Du wieder versehentlich schräg gegenüber ins Laufhaus?

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          • Da freut sich Woschsubbn aka Herbertgerbert nach dem Spiel auf ein kühles Bier, und was bekommt er stattdessen zu sehen? Busen. Der arme Kerl wusste ja gar nicht, was er damit anfangen soll.

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  • Erras ist eine Art Defensiv-Mintal, fällt wegen seines unspektakulären Stils kaum auf und ist doch absolut wichtig für das Mannschaftsgefüge. Uneigennützig, lässt seine Mitspieler besser aussehen, hätte hierfür immer einen Sonderpunkt verdient, ein Plus vor die 3. Dazu immer wieder einmal ein langer Ball zur Kontereröffnung Marke Hummels (zu Dortmunder Zeiten). Erreicht er seine Klasse von vor seiner Verletzung, dürfte er in unseren Dependencen in Gelsenkirchen oder Berlin landen.

    Ebenso Teuchert. Macht mich mit seinem Eigensinn mindestens hibbelig, ist aber ein Spieler, der genau damit den spielentscheidenden Unterschied ausmachen kann. Ein Individualist alter Schule. Gestern darüber hinaus mit 2 starken Balleroberungen in der Rückwärtsbewegung, hat seine gute Note verdient!

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  • Weil man bei Teuchert immer noch ein Haar in der Suppe findet wie ich finde auffällig häufig, nach ihm werden wir uns irgendwann in Zukunft noch zurücksehnen. Stürmertypen mit den Dribblings, die zwar hier und da auch schief gehen können aber genauso der Dosenöffner sein können und diese Coolness im Abschluss danach werden wir uns einmal zurücksehnen. (Bei der Vertragssituation wer weiß vielleicht bald) Dass gegen Ende eines kräftezehrenden Spiels auch bei jedem Spieler die Kraft ein wenig nachläßt für mich bekam er bei der letzten Chancen den Körper einen ganz kleinen Tick nicht genug über den Ball so daß er 30 cm über das rechte Toreck flog, finde ich ist normal das passiert auch Weltklasse Stürmern. Aber diesmal ist er mit einer 2+ ja ordentlich bewertet 🙂 Für mich ist er quasi ein Stürmertyp wie Rudi Völler, der es am Boden mit dem Ball am Fuß herausspielt, gibt es tatsächlich mittlerweile selten diese Dribbelstärke.

    Bei Erras fiel mir auf, ich glaube es war das 3:4 für Darmstadt, daß er sich nicht in diesen Schuss warf sondern wegdrehte. Die lange Verletzung spielt sicher im Hinterkopf noch eine Rolle bei ihm. Bei Darmstadt war ja bekannt daß sie hinten raus richtig Gas geben können und man hat letztlich das erfolgreich gestaltet.

    Ich muss mich lange zurück erinneren wann man solche Spiele wie diese Saison beim Club gesehen hat der Dank dafür geht an Michael Köllner, der aus der Mannschaft etwas herausholt was es unter seinen Vorgängen selten oder nie gab. Dieser Teamgeist und besonders immer wieder spielerische Lösungen ..zusammen mit der Spannung waren ein Hochgenuss. Die Tore von vorbei spitzeln bis drüber heben usw.. das will ich gerne sehen als Fußballfan 🙂

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  • Fazit nach jetzt 10 Partien: Unser Team macht richtig Freude.

    Fazit nach Darmstadt: Großer Respekt an die Truppe, nach dem unglücklichen 1:0 nach 5 Minuten, so
    zurückzufinden. Man spürt, dass endlich eine Mannschaft auf dem Platz steht und wir „einen Plan“ in
    jedem Spiel haben.

    Noch ein Wort zu Sky: Die Auswärtsspiele schauen wir immer über den „Bezahlsender“ an, was die
    Kommentatoren so alles erzählen ist schon fast unterirdisch.
    Angeblicher Elfmeter für Darmstadt, nachdem im Strafraum eine Berührung vorlag.
    Ewerton mit den Stollen übers Knie eines Darmstädters usw., grandiose Leistung der Schiedsrichterin.

    Zur Schiedsrichterin, zwei kolossale Fehlentscheidungen:
    Die Gelbe Karte für Möhwald, hier hätte Sulu für seine schauspielerische Leistung einen Oskar verdient.
    Das Foul von Stark war vorsätzliche Körperverletzung und dunkelrot, wir können froh sein, dass sich
    Leibold nicht schlimmer verletzt hat.

    Es wäre natürlich ganz wichtig, das Heimspiel gegen Dresden jetzt zu gewinnen um sich oben festzusetzen.

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    • Ich fand die gelbe Karte gegen Möhwald angebracht, wenigstens vertretbar – wenn er so rein geht muss der Gegner auch wegziehen können ohne einen Nachteil zu haben. Ewertons Aktion fand ich auch vom Kommentator überbewertet. Aber den Elfer (Valentini gegen Sulu) kann man geben und das hat er ja auch so gesagt.
      Recht gebe ich Dir aber generell: Da ist sehr viel Quatsch dabei, fängt beim ständigen Verwechseln von Namen an, dass der Club die ganze Zeit mit Dreierkette gespielt hat, hat der Herr auch nicht gemerkt („Löwen spielt Rechtsverteidiger, Kammerbauer auf der offensiven Außenbahn“). Und bei aller Liebe und Anerkennung von dessen Mühe: Teucherts Wert für die Defensivarbeit als besonderes Plus darzustellen – dafür ist schon viel Phantasie notwendig. Insbesondere wenn es genutzt wird um Ishak beiläufig zu kritisieren…

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  • Bei mir wären alle Noten etwas schlechter, offensiv waren wir in der zweiten Halbzeit schon gut, aber es gab schlicht zu viele unnötige Fehler von allen Spielern. Ein Löwen spielt grandiose Bälle nach vorn, aber hinten unterlaufen ihm am eigenen Strafraum Ballverluste, die dann gefährliche Situationen bringen.

    Teuchert sehe ich nicht als starken Dribbler, wenn er in Offensivzweikämpfe geht verliert er zu oft den Ball, herausragend ist sein Torabschluss. Es gab aber auch wieder zwei, drei Situationen wo er nach Ballverlust einfach stehen bleibt, wobei er schon langsam mehr nach hinten arbeitet als zu Beginn der Saison. Einen besser postierten Mitspieler sieht er auch zu selten, insgesamt fehlt mir bei ihm das Teamspiel. Kann ja noch werden. Trotz seiner zwei Tore hätte er bei mir nicht mehr Punkte bekommen als Ishak, der das ganze Spiel rennt und ackert.

    Möhwald sehe ich auch schlechter, der hat Oliver und mir gestern gar nicht gefallen, hat viel zu oft gute Chancen versemmelt.

    Erras sahen wir auch etwas schlechter, er ließ zu oft den ballführenden Gegner laufen. Ich fand man merkte ihm die lange Pause sowohl konditionell, als auch beim Spielverstämdmis doch mehr an als in den ersten beiden Partien. Das ist aber auch kein Wunder.

    Klar kann man sagen, Hauptsache gewonnen, aber defensiv waren da gestern einfach zu viele Fehler drin, ließ man den Gegner am und im eigenen Strafraum zu oft laufen.

    Ein Spiel das dem neutralen Zuschauer sicher viel Freude gemacht hat, aber auch von den Fehlern der Spieler gelebt hat, nicht zuletzt dem schwachen Gästetorhüter, der uns dochnsehr geholfen hat.

    Am Rande, das Böllenfalltor zeigt noch die gute alte Fußballzeit mit Bierversorgungsproblemen und langen Schlangen am Bratwurststand, die Bratwurst ist dafür für hessische Verhältnisse gut und auf Holzkohle gegrillt.

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  • Wenn man auswärts vier Tore schießen muss um knapp zu gewinnen dann sollte man sich Gedanken über die eigene Abwehr machen.
    Immer wird es nicht so erfolgreich laufen.
    Es hat schon auch Gründe warum der Typ Teuchert im modernen Fußball nicht mehr so gefragt wird. in Zeiten in denen ein schnelles Umschaltspiel fast die effektivste Waffe im Spielaufbau ist, können solche Ballverluste nach eigensinnigem Dribbling nach hinten los gehen.Wenn es klappt sieht es natürlich sehr elegant aus

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    • Das Argument kann man aber auch positiv auslegen. In Zeiten, in denen ein schnelles Umschaltspiel fast die effektivste Waffe im Spielaufbau ist, ist Teuchert mit seinem Antritt, seinen Qualitäten im 1v1 und im Abschluss einfach eine Waffe.
      Halt eben noch am Anfang seiner Fußballkarriere und deswegen noch mit Fehlern. Manchmal habe ich das Gefühl man erwartet hier von einem 19-20 jährigen Burschen konstant Leistungen wie von einem Suarez, Lewandowski, Aubameyang, etc.

      Er macht viel falsch, aber mindestens genauso viel richtig. Nicht umsonst kann er sich Woche um Woche in die Torschützenliste eintragen.
      Wenn Teuchert gehen sollte/wird, werden wir lange suchen müssen um ein Talent wie ihn nochmal zu finden.

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      • Antritt und 1 gegen 1 ist top, da stimm ich zu.Deshalb ist er auch ein guter Stürmer für Auswärts.Wird er gedoppelt ist der Ball zu oft weg.
        Noch braucht er Raum um zu glänzen.Wird es eng vergisst er noch zu oft die Mitspieler.
        Aber das kann ja noch werden

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    • Typen wie Teuchert sind sogar sehr gefragt im alten wie im modernen Fußball (es gibt nur erfolgreichen Fußball und keinen modernen) auch auf hohem Niveau braucht man solche Spieler siehe Ribery oder auch Robben gehen sehr viel in Dribblings, die ja auch schöne Standards bringen in Tornähe. Es kann ja nicht jedes Dribbling zum Tor führen. An Teuchert ist nichts unmodern aber auch gar nichts, was damit oft verwechselt wird ist, daß wir solche Spielertypen in Deutschland nur noch wenige haben, weil es im Playstation Zeitalter kaum noch Straßenfußballer gibt. Das macht Teuchert umso wertvoller, ich glaube diese Wertschätzung werden wir in der Winterpause schon zu sehen bekommen, wenn es vielleicht heißt auf die Summe konnten wir wirtschaftlich nicht verzichten.

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      • Teuchert ist so halt aber relativ leicht auszurechnen – man weiß eben, dass man bei ihm insbesondere den Alleingang verteidigen muss. Das kriegen tatsächlich nicht alle Abwehrspieler in der zweiten Liga hin, in der ersten wäre es da schon schwerer. Dafür wäre es schon wichtiger, dass er Alternativen im Spiel hat. Aber im Einsetzen von Mitspielern ist er halt nicht nur „nicht so gut“, sondern teilweise unterirdisch. Da muss er sich steigern. Ich frage mich nur, ob er das auch so sieht – oder sich etwa nach so einem Spiel wie gestern denkt: „Zwei Tore, alles richtig gemacht“.
        Immerhin profitiert er zweimal auch von unglaublichen Schwächen seiner Gegner. Das erste Tor wird ihm vom Gegner aufgelegt, der Torwart irrt herum, erst das bringt ihn in die Position dann herausragend abzuschließen. Beim zweiten Tor verarbeitet er den Pass klasse (der aber so auch nicht oft durchgeht), ob sich ein besserer Verteidiger aber so abkochen lässt? Und der Abschluss ist dann auch haltbar.

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        • Wenn er von Anfang an spielt, ist es mit den Dribblings gar nicht so wild finde ich, da stimmt einigermaßen die Balance. Man merkt es wenn er von der Bank kommt, dann ist wirklich jede Aktion von ihm ein Dribbling direkt aufs Tor, und an manchen Tagen klappt das überhaupt nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass ihm das bei einer Einwechslung auch so aufgetragen wird – wenns klappt ist das schließlich eine Waffe wie man eine Abwehr nach 75 Minuten doch noch knacken kann.

          Generell finde ich es nicht schlimm wenn ein junger Stürmer wie er (noch) zuviel eigensinnig spielt. Den Pass zum Gegner spielen ist letztendlich nur Kopfsache, das kann jeder noch lernen. Gefährliche Aktionen im 1 zu 1 lassen sich dagegen so gut wie nicht lernen, das ist ein rar gesäätes Talent.

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        • Nach deiner Logik ist dann Ribery auch „leicht“ zu verteidigen..der immer die Dribblungs sucht.
          Es geht ja nicht nur um einen Torabschluß, ein Kontakt ist dann immer dabei mit dem Verteidiger und nicht selten Standardsituationen die dabei herausspringen. So machts Ribery und auch Robben, daher suchen die ebenso viele Duelle. Was es dabei leichter machen soll für den Verteidiger kann ich gerade nicht nachvollziehen. Ich finde eher schwerer

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  • @ Florian: Danke für die schnelle Analyse. Im Beginn des dritten Absatzes steckt allerdings eher Wunschdenken 😉 „Darmstadt reagierte auf den Rückstand interessanterweise derart, indem es sich immer weiter zurückfallen ließ und dem Club das Feld etwas mehr überließ. “ Das war leider erst der Ausgleich nicht das 2:1.

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  • Startformation war ein 4-2-2-2, auf das 3-4-1-2 hat Köllner erst im Laufe des Spiels umgestellt, davor war Löwen vorne Links zu finden. Sollte man auch bei der bewertung nicht vernachlässigen, falls mit Schwächen im Aufbauspiel unter anderem das gemeint war das er sogar als es eng hinten wurde den Ball zu Kirsche passte wohl wissend das dieser kein mitspielender Torhüter ist. Das kann schnell ins Auge gehen war aber mMn auch auf den Positionswechsel zurückzuführen das er mehr versucht war spielerische Lösungen zu suchen/finden statt der Sicherheitsvariante.

    Endlich hat Teuchert seinen Worten, Taten folgen lassen. Hat wie ich gestehen muss, zu meiner Überraschung, ein klasse Spiel abgeliefert gestern. Werner wirkt derzeit etwas übermotiviert und durch den Wind, mag vllt am Familienglück liegen, das wäre jedenfalls nachvollziehbar.

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    • Weiß nicht, auf welchen Beobachtungen diese Einschätzung beruht (der Kicker hatte das vor Anpfiff so im Ticker drin, aber da wird ja nur wild spekuliert), aber Löwen war von Anfang an rechtes Glied einer Dreierkette. Das war sofort zu erkennen. Sieht man auch schön an der Heatmap. Vorne links war Löwen nie. Da fand also auch kein Positionswechsel statt.

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      • Welche Einschätzung?? Falls du die Aufstellung meinst, die wurde bei Sky so angezeigt und man hat es auch klar entsprechend der Positionierung auf dem Feld gesehn. Köllner hatte erst nach dem 1:0 umgestellt, bin mir aber nicht mehr sicher ob es direkt danach war oder ob er noch einpar Momente abgewartet hatte. Mit der 4er Kette haben wir aufjedenfall keinen Zugriff aufs Mittelfeld bekommen, das hatte Darmstadt echt gut gemacht, erst mit der Umstellung auf die 3er Kette konnten wir deren 4-2-3-1 aushebeln.

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        • Sky zeigt vor dem Spiel aber auch oft irgendwas an, was mit der Realität nichts zu tun hat. Da kann man sich nicht drauf verlassen. Habe da keine Viererkette erkennen können, auch nicht vor dem 1:0 und selbst wenn wäre es mir zu viel da aus fünf Minuten Rückschlüsse über irgendwas zuzutrauen.

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  • Wobei ich im Stadion in Halbzeit 1 auch das Gefühl hatte, dass Löwen im Mittelfeld spielte und erst in Halbzeit 2 habe ich die 3er Kette hinten so richtig wahrgenommen.

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    • Löwen hat das sicher etwas weiter vorne und auch etwas weiter außen interpretiert als Mühl (Heatmap) oder Ewerton (Heatmap), aber wenn man alle drei zusammen nimmt, erkennt man sehr gut die Dreierkette (Heatmap), gerade im Vergleich zu den „Wingbacks“ (Heatmap). Also war schon von Beginn an eine Dreierkette, allerdings eine, die recht große Abstände untereinander im Aufbau hatte.

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    • Habe mir im Hinblick auf die Löwen-Frage die ersten Minuten des Spiels nochmal in der Wiederholung angeschaut und festgestellt, dass die taktische Formation von Anfang an so war, wie sie Florian skizziert hat. Die im NN-Bericht gegebene Aufstellung ist völlig daneben – und zwar nicht zum ersten Mal! Ein schwaches Bild für Reporter, die hauptberuflich über Fußball schreiben!

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      • Yes, kann ich nur bestätigen. Nun sollte es wasserdicht sein 😉

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    • War er auch, ob er tatsächlich wie bei Sky angezeigt vorne Links drin war weiss ich nicht, da können sich die Spieler auch absprechen, Links bild ich mir ein hab ich meistens Möhwald gesehn, ist ja auch wurscht. Fakt ist das Löwen zu Anfang in einer Aufstellung mit ner 4er Kette im Mittelfeld war und wärend dem Spiel in die 3er Kette rotiert ist.

      Das ist mir übrigens schon öfter so aufgefallen das die Aufstellungen vor dem Spiel zT wenig mit dem zutun haben wie es sich auf den Platz darstellt seit Köllner das Zepter schwingt. Da wurde auch schon mal ein 3-5-1 als startformation ausgeschrieben war aber auf dem Platz dann ein 3-4-1-1 oder 3-4-2 mit hängender Spitze. Köllner scheint da sehr Variabel und unorthodox an sowas ran zu gehen. Da passt dann nicht jedes Raster.

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      • Naja, die Trainer geben ja auch nicht so wirklich die taktische Formation aus, sondern eben nur die Spieler die von Beginn spielen. Und dann sortiert man das ob der Erfahrungswerte – das ist oft schlecht, sonderlich viel Mühe gibt man sich da gerade in der zweiten Liga nicht. Da ist also auch bei weniger flexiblen Coaches oft einiges im Argen. Aber zugegeben: Mit Löwen am Platz hat es da jeder schwer. Da kann sich die Grundformation schon stark verändern.

        Und, ich habe auch nachgesehen bei sky: Löwen war ab der ersten Minute hinten rechts in der 3er-Kette, Kammerbauer davor.

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      • Das ist es ja, was ich meine, Sky hat ja nicht irgendwie exklusiven Zugang zu den taktischen Aufstellungen, die vermuten halt auch wild und stellen irgendwie auf. Wenn dann statt des 4-4-2 ein 3-4-1-2 aufläuft, war das dann aber keine Umstellung, sondern Sky hat halt einfach falsch geraten. Ist ja nicht wie in der CL, wo die taktische Anordnung mit auf dem Spielberichtsbogen erscheint.

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        • Ist das in der CL tatsächlich so? Ab wann dürfen die dann die Formation im Spiel ändern? Oder muss das dann bis zum Ende durchgezogen werden? 😉

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        • So viel CL wie der Glubb spielt kann man da schon mal durcheinander kommen 😉 ich dachte es wäre Usus die Formation mit der Aufstellung abzugeben.

          Wenn Löwen dann tatsächlich von Anfang an in der 3er Kette war, scheint er diese Position aber schon sehr frei zu interpretieren, wirklich aufgefallen war er mir hinten drinnen nicht, hab ihn wie gesagt eher im MF gesehn.

          Würde mir das ganze zwar auch nochmal gerne von Anfang an ansehen um mir selbst ein Bild zu machen, aber wenn das schon so bestätigt wird dann vertraue ich darauf und hake das ab mit *viel Wind um nix* den Schuh zieh ich mir an.

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  • Na toll nun wurde ich beim eidtieren unterbrochen….also nochmal den Käs.

    Da die heatmaps auf den gesamten Spielverlauf bezogen das geschehen darstellen fielen da 6 min natürlich nicht grad üppig aus.

    @belschanov hast du das komplette Spiel aufgezeichnet ?? Oder wo sind die Aufnahmen her ?? Falls man da nen Video-schnipsel zukommen lassen kann wäre es nett 🙂

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    • @HansDampf:

      Ich habe mir gestern nach dem Spiel auf Sky go die Wiederholung angesehen, bzw. Teile davon. Selber aufgezeichnet habe ich nichts.

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  • Was mir vor allem auffällt: Bei Ishak scheint endlich der Knoten so richtig geplatzt zu sein. Hoffe es folgen nicht wieder knapp 20 erfolglose Spiele, wenn er mal ein Spiel nicht trifft oder eins vorbereitet 😉

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  • Bei den Lilien heißt es Ishak wäre beim 2:1 aus dem Abseits gekommen. Das konnte doch selbst nach der 4.Wiederholung nicht sicher geklärt werden oder belschanov was sagt die Zeitlupe ?

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    • Die sollen hier nicht rumheulen, jeder weiß, dass Lilien spätestens im September verwelken.

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    • Im Zweifel für den Stürmer. Der Sky Kommentator meinte sinnhaft: man würde wohl nichtmal mit der Abseitslinie erkennen ob er tatsächlich im Abseits war oder nicht. Die fanbrille der Lilien tut ihr übriges und verschiebt die Perspektive wohl entsprechend.

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  • Teuchert ist für mich der Dieter Eckstein für Arme. Das meine ich nicht despektierlich. Eckes war mein Lieblingsspieler. Entweder Genie oder Wahnsinn. Man muss Teuchert immer wieder (von Anfang an) bringen und hoffen, dass er dazulernt und mannschaftsdienlicher wird. Köllner liegt zwar häufig mit seinem taktischen Konzept zu Beginn falsch, mir gefällt jedoch, dass er in der Lage ist, zeitnah zu reagieren. Er probiert viel, so dass nicht alles klappen kann.

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    • K. scheint der Maxime „unberechenbar sein für den Gegner“ besonders hohen Wert beizumessen. Absolut sinnvoll. Der hohe Anspruch erwächst halt vor allem aus dem „..aber nicht für sich selbst“. Beides zu erfüllen, braucht eben seine Zeit. Aber wenns erfüllt wird: super Saison.

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