Analyse: Lethargisch nach Führungstoren, aber Hauptsache weiter

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: VfL Osnabrück vs. 1. FC Nürnberg 2:3 (1:1) Der Club gewinnt nur knapp in Osnabrück, da er nach den Führungstoren zu lethargisch agierte.

Die Analyse:

VFLFCN
Startformation im 3-4-1-2

Michael Köllner tauschte im Vergleich zum Ligaspiel zweimal: Patrick Erras und Cedric Teuchert nahmen auf der Bank Platz, stattdessen begannen Tobias Werner und Patrick Kammerbauer. Der Club begann nicht nur personell, sondern auch in der Grundordnung verändert, statt des 4-3-1-2/4-4-2 wählte Köllner ein 3-4-1-2, wobei Möhwald teilweise in vorderste Front ging und damit die Formation zumindest phasenweise zum 3-4-3 werden ließ.

Ehe wirklich zu erkennen war, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln würde, erhielten die Gastgeber einen Strafstoß. Nach einem unpräzisen Valentini-Freistoß konterten die Osnabrücker: Kammerbauer musste ins Laufduell mit Reimerink, rang diesen wohl knapp vor der Strafraumgrenze nieder, doch Schiedsrichter Dankert verlegte das Foulspiel in den Strafraum und verhängte den sechsten Strafstoß gegen den FCN im dreizehnten Saisonspiel. Alvarez verwandelte sicher, so wie alle anderen Schützen gegen den Club in dieser Spielzeit.

Der Club verfiel in der Folge nicht in Panik, sondern setzte auf Geduld, immer wieder wurde versucht mit Lukas Mühl einen Spieler aus der Dreierkette in den Aufbau einzubinden, allerdings fehlte dem Youngster bisweilen die Präzision im Abspiel, so dass viele Bälle an den Osnabrücker Verteidigern hängen blieben. Dennoch ergab sich eine Chance aus dieser Aufbauweise, Mühl spielte Valentini an, der schickte Behrens auf rechts, welcher nach innen gab, wo Möhwald den Ball übers Tor jagte. Insgesamt kam der FCN aber zu wenig in aussichtsreiche Positionen, auch weil der Club sich mit dem schweren Geläuf und dem daraus resultierenden Rollverhalten des Spielgeräts sehr schwer tat.

Nach dreißig Minuten stellte Michael Köllner um, nahm den nach dem Elfmeter verunsicherten Kammerbauer vom Feld, brachte für ihn Patrick Erras. Der Oberpfälzer beruhigte das Spiel sofort, verteilte in der Phase bis zur Halbzeit die Bälle mit Übersicht und gewann zudem jeden Zweikampf in dieser Phase. Es war daher durchaus folgerichtig, dass der Club in dieser Phase zum Ausgleich kam. Möhwald setzte sich gegen Arslan auf links durch, flankte in die Mitte, Groß berechnete in der Mitte den Ball falsch und sprang unter ihm hindurch, so dass die Kugel Ishak vor die Füße fiel. Der Schwede ließ sich nicht zweimal bitten und schloss zum 1:1 ab; sein neuntes Tor in den letzten sieben Pflichtspielen. Mit dem Remis ging es in die Pause, der Club hatte aus 75% Ballbesitz wenig gemacht, sich aber gegen Ende der Halbzeit deutlich stabilisiert.

Auch nach der Pause blieb der Club am Drücker hatte über Werner und Löwen weitere Gelegenheiten, ehe Leibold das 2:1 markieren konnte. Valentini zog nach innen, seine eigentlich zu kurze Flanke verlängerte Danneberg an den zweiten Pfosten, dort stand der Nürnberger Linksverteidiger und köpfte zur Führung ein. Nach 50 Minuten schien das Spiel damit eigentlich entschieden, auch weil Osnabrück zehn Minuten lang wenig einfiel, um den Club in seine Hälfte zu drängen, wohl im Wissen um die Konterstärke des FCN. So verstolperte Leibold nach Zuspiel von Ishak eine jener Konterchancen.

VFLFCN-B
Ungefähre Formation nach der 67. Minute

Dann aber befreite sich der Drittligist merklich, versuchte immer wieder in die Räume hinter den Wing Backs zu kommen und kam durch Reimerink per Fernschuss zu einer Großchance, die Kirschbaum gerade noch zur Ecke klären konnte. Diese wurde dann von Möhwald unzureichend nach außen geklärt, so dass Renneke flanken konnte. Der Ball fand Groß am langen Pfosten, der dort unbedrängt war, möglicherweise auch, weil der Club mit allen elf Spielern im Strafraum verteidigte und so die Zuordnung nicht sauber war. Der Osnabrücker traf zum 2:2.

Der Club wackelte im Anschluss kurz, ehe er dann doch wieder ins Spiel fand. Köllner brachte Teuchert für Werner und stellte damit die Startaufstellung vom Sonntag wieder her, wenn auch in anderer Formation. In der 72. Minute ging dann sogar der Plan der Spieleröffnung durch die Innenverteidiger auf. Löwen spielte einen langen Ball in den Rücken der Abwehr auf Valentini, dieser nahm den Ball an, zog in die Mitte und ließ dann erkennen, dass er früher einmal Stürmer war, da er den Ball sicher im Tor unterbrachte.

Kurz darauf wurde Teuchert steil geschickt, Zorba rang den Club-Stürmer nieder und wurde wegen Notbremse des Platzes verwiesen. Statt nun den Sack zuzumachen wurde der Club aber wie schon nach dem 2:1 zu passiv, ließ sich von den dezimierten Osnabrückern in die eigene Hälfte drängen. Da die Niedersachsen aber – wie schon die Dresdner am Sonntag – zu ungenau im Spiel in Richtung Strafraum waren und die Clubdefensive die Gastgeber zu Fernschüssen zwang, wurde es nie wirklich brandgefährlich im Strafraum. Daher rächte sich es auch nicht, dass Teuchert in der Nachspielzeit einen Konter mit glänzenden Erfolgsaussichten durch einen schlampigen Pass zunichte machte.

So gewann der Club mit 3:2 und zog erst zum zweiten Mal in den letzten sechs Jahren ins Achtelfinale ein, das am 19./20. Dezember ausgetragen wird. Es war sicher keine Glanzleistung, die der auf den tiefen Rasen an der Bremer Brücke zauberte, doch im Pokal zählt am Ende eben nur das Weiterkommen. Sicherlich werden Michael Köllner vor allem die lethargischen Phasen nach den Führungen nicht gefallen haben, da der Club hier durch zu viel Passivität eine frühere Entscheidung verpasst hat, doch die Analyse kann auf Grund des Ergebnisses und des Geldsegens in aller Ruhe geschehen.

Die Zahlen:

Osnabrück Nürnberg
2
Tore
3
15
Torschüsse
15
4
Schüsse aufs Tor
3
5
Ecken
3
34,1
Ballbesitz (%)
65,9
69,0
Passquote gesamt (%)
85,1
80,6
Passquote eig. Hälfte (%)
91,9
57,4
Passquote geg. Hälfte (%)
77,4
22,7
Lange Pässe (%)
14,1
46,4
Gewonnene Zweikämpfe (%)
53,6
19
Fouls
11
n/a
Laufdistanz (km)
n/a
1
Abseits
4

Trainerstatement:

„Wir sind froh, dass wir diese hohe Hürde gepackt haben. Der frühe Rückstand war natürlich genau der Start, den man sich hier nicht wünscht. Bei dem Publikum und dem Boden ist es bei Rückstand schwierig. Umso stolzer bin ich auf die Truppe. Sie hat das Spiel mit stoischer Ruhe und Geduld angenommen und sich immer wieder Chancen kreiert. Dass wir dann mit 1:1 in die Pause gehen, war natürlich gut. Nach der Pause machen wir früh das 2:1, kriegen aber nochmal den Ausgleich. Nach dem dritten Tor und der Überzahl müssen wir uns den Vorwurf machen, dass wir nicht mehr die nötige Ruhe hatten. So mussten wir die Schlussphase noch überstehen. Jetzt sind wir aber froh, dass wir vor Weihnachten nochmal Pokal spielen dürfen.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Eine gute Parade gegen Reimerinks Fernschuss, bei den Gegentoren machtlos. Hohe Streuung bei den Abspielen.
Tim Leibold 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Aktivposten nach vorne,krönte dies durch ein Tor, nach hinten aber mit Schwächen, so fiel das 2:2 auch weil er sich nicht schnell genug sortierte.
Patrick Kammerbauer 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Extrem verunsichert nach dem verschuldeten Elfmeter, wurde nach gerade 30 Minute ausgewechselt.
Enrico Valentini 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Man of the Match. Eine Torvorlage, ein Tor, dazu recht passsicher, wenn auch mit leichten Wacklern defensiv.
Ewerton Almeida Santos 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Nicht so dominant wie gegen Dresden, aber dennoch souverän in der Verteidigung.
Eduard Löwen 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Leichte Schwächen im Zweikampf, dafür mit Traumpass vor dem 3:2.
Patrick Erras 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Vor der Pause mit starker Leistung als Stabilisator, danach mit fortlaufender Spieldauer doch mit Schwächen, vor allem im Zweikampf, trotzdem ordentlich.
Kevin Möhwald 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Schöne Einzelaktion vor dem 1:1, insgesamt aber relativ unauffällig.
Hanno Behrens 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Ordentlich, wenn auch ohne Glanzlichter, ließ aber Groß beim 2:2 allein.
Lukas Mühl 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Ordentliche Zweikampfquote, am Beginn mit hoher Streuung in den Vorwärtspässen, danach ordentlich.
Mikael Ishak 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Erzielte den wichtigen 1:1-Ausgleich, legte Leibolds Großchance auf. Lief und ackerte viel, auch wenn er sich selten durchsetzte.
Tobias Werner 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Oft glücklos, auch wenn er für einen Offensivspieler extrem viele Zweikämpfe gewann (73%), wurde nach 67 Minuten durch Teuchert ersetzt.
Cedric Teuchert 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Lief sich extrem oft fest, versaubeutelte eine extrem gute Chance zum 4:2. War aber immerhin bemüht.

30 Gedanken zu „Analyse: Lethargisch nach Führungstoren, aber Hauptsache weiter

  • Teuchert habe ich besser gesehen, alleine sein Durchbruch in den Sechzehner der die rote Karte zur Folge hatte war mehr als Werner 67 Min. zuvor hatte. Teuchert ist schlampig und genial. Eben halt auch genial.

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    • Legitime Ansicht, bei mir überwog der Eindruck des vielen Festdribbelns und des furchtbar schlampig ausgespielten Konters. Das wird er wahrscheinlich immer haben, dass der eine eher die Genialität und der andere eher die Schlampigkeit sieht. Zeigt mal wieder gut, dass Notem halt doch subjektiv sind (nicht nur im Fußball). Bei dem Durchbruch zur Roten Karte bin ich mir gar nicht sicher, ob er da nicht am Ende einfach fallen will.

      Anekdote zu Werner: Der Sportinformationsdienst hat ihn (neben Valentini) zum besten Clubspieler gekürt …

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    • Finde ich auch. Genau das ergänzt Ishak auch für 2.Ligaverhältnisse perfekt.

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  • Und dabei bot auch für mich der Wastl Werner eine enttäuschende Leistung: Stand schlafmützig vorne des öfteren im Abseits und blieb irgendwie ein Fremdkörper im Zusammenspiel mit Leibold und/oder Möhwald auf links vorne. In der Mitte ohne jegliche Verve. Für mich war Werner nahe am Totalausfall.

    Ishak sah ich besser, der verdient sich durch seinen Einsatz immer extra Fleißpunkte.
    Mit den restlichen Noten stimme ich überein. Ist Bredlow besser als Kirschbaum im Elfmeterhalten?

    Unsere jungen Verteidiger stellen sich zu häufig zu dalgerd oh.

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  • Über Werners Leistung kann man wohl in der Tat geteilter Ansicht sein. Ich empfand ihn auch positiv als Aktivposten, hätte ihn sicher mit einer soliden „3“ gesehen, aber das könnte ich auch nicht wirklich belegen. Man of the Match aber wohl sicher nicht. Auf Valentini wäre ich da auch nicht spontan gekommen, aber finde es rückblickend eine gute Wahl.

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  • Ist das irgendwie erklärbar, daß man mit Führung und einem Spieler mehr dann nicht mehr die nötige Ruhe hat? Wollen die Spieler dann zuviel und werden deshalb so unkonzentriert?

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    • Ja, in der Tat auffällig, dass die Mannschaft durch eine Führung i.A. keine Ruhe in ihr Spiel bekommt, siehe auch die Spiele gegen Dresden, Fürth oder Darmstadt. In den beiden letzteren brachte man sich durch unnötige Gegentore bei zwei-Tore-Vorsprüngen jeweils noch in Bedrängnis.

      Umso bemerkenswerter allerdings, dass die Mannschaft diese Saison bisher JEDEN Vorsprung über die Zeit gebracht hat, jedesmal, wenn man mal in Führung lag, hat man am Ende auch gewonnen.

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    • Ich erklär mir das immer mit der psychischen Situation. Du hast im Grunde auf einmal etwas zu verlieren, was du vorher noch nicht hattest, und die anderen gehen mit vollem Risiko zur Sache ohne sich über Fehler Gedanken machen zu müssen – wenn man eh schon am verlieren ist, was kann denn dann noch schlimmer werden…
      Das verschiebt den Druck und gerade junge Spieler müssen lernen damit umzugehen. Ganz erfahrene Hasen drehen sogar den Spieß um, führen durch geschickte Aktionen und kleine Provokationen dazu, dass der Gegner in Panik und Aktionismus verfällt, und nutzen dann das um den Fangschuss zu setzen.
      Alles ein Reifeprozess.

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  • Nachdem Löwen gestern erneut auf einer neuen Position gespielt hat, auf der ich ihn noch nie gesehen habe, habe ich mal nachgedacht, was er schon alles war. Ich kann mich an folgende Positionen erinnern:

    rechter Verteidiger in einer Dreierkette
    zentraler Verteidiger in einer Dreierkette
    linker Verteidiger in einer Dreierkette
    rechter Innenverteidiger in einer Viererkette
    zentraler defensiver Mittelfeldspieler
    rechter Mittelfeldspieler
    linker Mittelfeldspieler
    zentraler offensiver Mittelfeldspieler

    Habe ich etwas vergessen?
    Bin mir nicht sicher, ober er nicht auch schon linker Innenverteidiger in einer Viererkette war.
    Und, ich meine, dass er letzte Saison auch mal als rechter Verteidiger in einer Viererkette ausgeholfen hat.

    Demnach wären das dann mindestens neun (!!!) verschiedene Postionen!

    Vor vielen Jahren gab es mal einen Footballspieler in der NFL, dem man den Beinamen „Slash“ gegeben hat, weil er so vielseitig war und als QB/RB/WR/KR usw. eingesetzt wurde. Demnach wäre Löwen bei uns auch so ein „Slash“.

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    • Löwen hat doch auch schon als Stürmer gespielt, gegen Bielefeld und Fürth bildete er zu Spielbeginn mit Ishak die Doppelspitze, wobei er eher die hängende Spitze gab.

      Interessant sind ja nicht nur die Positionen an sich, sondern auch, wie er innerhalb eines Spiels zum Teil hin- und hergeschoben wird. Gegen Bielefeld zuerst hängende Spitze, später zentraler Verteidiger der Dreierkette, gegen Fürth erst Stürmer, dann DM, dann RM…

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    • Also gegen Dresden spielte er im anfänglichen 4-3-3 zuerst links defensiv bis offensiv, dann rechts defensiv bis offensiv und dann als hängende Spitze. Also wenn man es rechnen will, spielte er zwar insgesamt so schlecht gegen Dresden, daß man sich nicht gegen eine Auswechslung schon nach 15 Minute hätte wundern müssen, aber dennoch auf mindestens drei bis fünf Positionen. Wenn hier auch die Positionswechsel dazu dienten, Schaden möglichst abzuwenden.
      Löwen, das ist quasi Köllners Großkreutz. Da gab es mal ein spassiges Video aus England über „A Team of 11 Kevin Grosskreutzes“, leider musste das wohl aus rechtlichen Gründen wieder entfernt werden. Sehr schade.
      Ah hier ist es doch noch zu finden:
      https://tune.pk/video/1380791/A-Team-of-11-Kevin-Grosskreutzes-What-Would-Happen

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  • Ui, gerade habe ich auf Kicker gesehen, daß wir in der Fairplay Statistik hinter Sankt Pauli (12 gelbe Karten) den zweiten Platz einnehmen. Nur 13 gelbe Karten bisher, keine gelb-rote und keine rote Karte. Die nachfolgenden Vereine Sandhausen und Darmstadt haben dann schon 23 gelbe Karten.
    Und dabei bekommen wir doch gefühlt in jedem Spiel einen Elfer gegen uns gepfiffen.

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    • Ich muss gestehen, dass ich gestern nicht verstanden habe, dass Kammerbauer für sein Foul, das zum Elfmeter führte, keine Karte gesehen hat. Nicht, dass ich darüber unglücklich bin, aber das war doch eine Notbremse, oder? Wäre der Gefoulte vorbei gewesen, wäre er vor Kirschbaum gestanden…

      Aber wahrscheinlich wollte der Schiri so früh im Spiel keinen Platzverweis geben… oder wir hatten den Bonus des höherklassigen Vereins…

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      • Ich dachte, nach den neuen Regeln zuzr Abschaffung der Dreifach-Bestrafung gäbe es bei einer derartigen Szene keine rote Karte mehr wegen Notbremse. Gelb wär aber wohl angebracht gewesen.

        Anders hätte es ausgesehen, wenn der Schiri das Foul außerhalb des Strafraums gesehen und Freistoß gegeben hätte, dann wäre es in der Tat als Notbremse rot gewesen…

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      • Ich muss gestehen, dass ich gestern nicht verstanden habe, warum der Schiedsrichter überhaupt Elfmeter gegen Kammerbauer gepfiffen hat.

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        • Weil er in der Situation Klammerbauer war? Das war ein klares Foul. Strittig war vielleicht, ob das innerhalb des 16ers war. Aber ich denke schon.
          Ich könnte jetzt die Diskussion starten, ob Klammerbauer mit einem sichereren Rückhalt im Tor als Kirschbaum Kammerbauer gewesen wäre. So nach dem Motto „den kann ich auf den Torwart laufen lassen, der ist so gut, den hält er eh“ oder eben nicht. Aber das mach ich nicht, eine Diskussion starten.

          (Musiktipp: Das Duo Hobosexual aus Seattle – Eine Homepage im C64-Style…überragend…und dann noch geile Mucke! -> Song „Trans Am Sunday“… Gänsehautgarantie. Bandmotto: „2 beards, 4 amps, and more raw talent than Jesus.“)

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      • Reimerink (=der Gefoulte) war nicht letzter Mann, deswegen gab es keine Karte. Das Foul war am Strafraumeck, und Leibold kam diagonal eingelaufen, der hätte noch eingreifen können.

        Gut zu sehen in der Hintertoreinstellung im Bericht der Sportschau.

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  • Am Sonntag nach Heidenheim, die haben sich gegen Regensburg so richtig warmgeschossen und motiviert.
    Einfache Spiele gibt es in der 2. Bundesliga diese Saison keine. Außer gegen Fädd und Lautern. Schade, das erstere wohl absteigen werden. 😀

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    • Mir täte es um die Lauterer leid, vor allem um deren leidgeplagte Fans! Alter Traditionsverein mit zu Bundesliga-Zeiten unvergleichlicher Wahnsinns-Atmosphäre im Stadion. Deren Abstieg zu Gunsten eines weiteren (wenn auch gut geführten) Projekts fände ich bedauerlich. Trotz der früher vorherrschenden Zuschauer-Aggressivität die aus jedem Schiri eine parteiische Heimpfeife machte, der Knochenbrecher die Hansi Dorfner zertreten haben und des schwer verständlichen Dialekts.

      Und die Fürther würde ich tatsächlich gerne eine Liga tiefer als den Club sehen. Unter der Prämisse, dass wir aufsteigen. Aus fränkischer Sicht gönne ich dem Kleeblatt weiterhin Liga 2, wenn auch immer mindestens einen Tabellenplatz hinter uns. Wobei Greuther Fürth ja letztlich auch ein künstliches Produkt ist, ein noch relativ junges Fußball-Projekt. Hatte da eine interessante Unterhaltung mit einem Fürther-Hardcore-Fan. Der nennt den damaligen Zusammenschluss mit Vestenbergsgreuth noch immer eine feindliche Übernahme durch Helmut Hack. Viele alte Kleeblatt-Fans haben die Auflösung des Traditions-Vereins Spielvereinigung Fürth bis heute nicht verwunden. War wohl die erste offizielle Bildung einer Fußball-Firma in Deutschland. Greuther Fürth sozusagen als Beginn der Fehlentwicklung zur totalen Kapitalisierung des deutschen Fußballs. Und Hack sicherte sich hierbei 20 Prozent an der Fußball-Firma, könnte aufgrund seines langen Wirkens bald den Verein komplett übernehmen.

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      • Wobei Greuther Fürth ja letztlich auch ein künstliches Produkt ist, ein noch relativ junges Fußball-Projekt. Hatte da eine interessante Unterhaltung mit einem Fürther-Hardcore-Fan. Der nennt den damaligen Zusammenschluss mit Vestenbergsgreuth noch immer eine feindliche Übernahme durch Helmut Hack. Viele alte Kleeblatt-Fans haben die Auflösung des Traditions-Vereins Spielvereinigung Fürth bis heute nicht verwunden. War wohl die erste offizielle Bildung einer Fußball-Firma in Deutschland. Greuther Fürth sozusagen als Beginn der Fehlentwicklung zur totalen Kapitalisierung des deutschen Fußballs. Und Hack sicherte sich hierbei 20 Prozent an der Fußball-Firma, könnte aufgrund seines langen Wirkens bald den Verein komplett übernehmen.

        Bin jetzt kein Fan von Hack & Co aber wo waren denn die Fürther bevor Hack sie mit den Greuthern übernahm Landesliga, Bayernliga ohne Perspektive alleine wieder in den bezahlten Fußball zu kommen??

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          • Wunderbar, das sind nun alles keine Vereine oder Fußballclubs mehr sondern Projekte!
            Ein Projekt zeichnet sich immer durch ein fest definiertes Ende aus.

            Wann trifft das dann bitte ein für Fädd, die Dosen oder Hoffenheim? Weiß das jemand?

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            • Ich mache mich damit bei den (selbst belügenden) Traditionalisten zwar unbeliebt, aber wenn ich das Spiel von RB gegen Bayern München im Pokal sehe, ist das Sport, wie ich ihn gerne sehen will auch wenn beides nicht meine Farben sind. Was interessiert mich in dem Fall und in den 90 Min die Tradition. Man kann auch mit Geld viel falsch machen siehe HSV und seine unbestrittene Tradition, aber auch sehr viel richtig wie in Hoffenheim oder..die einen könnens die anderen nicht und das wiederum hat mit Tradion nichts zu tun sondern nur mit den handelnden Personen.

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              • Ganz genau! Es kommt auf die handelnden Peronen an, ob Traditions- oder „Projekt“Club!

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              • Die Zeit verändert sich, auch im Fußball. Eine heutige Firma wird auch nicht mehr so geführt, wie vor 50 Jahren. Was nützen mir die Erfolge vor Jahren – eigentlich nichts – wir (ich) kann erzählen von Max Morlock, Wenauer, Strehl usw.
                Interessiert die heutige und die zukünftige Fußball-Generation nicht mehr.
                Beispiel: Eishockey – wo sind die Traditionsvereine (Füssen, Landshut, Bad Tölz usw.), sind weg vom Fenster, maximal in der 3. Liga.
                Wenn sich die sog. Traditionsvereine sich nicht ändern, ist dieser Weg, wie im Eishockey vorausgezeichnet.
                Ich hoffe, daß der Club und besonderes die Mitglieder, die Zeichen der Zeit erkannt haben (ich denke die Vorstände haben es) und den Verein in eine moderne und zeitgemäße Form führen werden.
                Es ist kurz vor Zwölf

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            • Ein ebenso nahe liegendes Beispiel, das Du im vergangenen April noch selbst besucht hast, darfst Du nicht vergessen: Die Fußball AG Würzburger Kickers, im Dezember letzten Jahres (nach dem Sieg über den VfB) schon auf dem Weg in die 1. Liga (in deren eigener Wahrnehmung und der Wahrnehmung unkundiger Außenstehender) und inzwischen schnurrstracks auf dem Weg zurück in die Regionalliga. Auch dieses Projekt wurde ja damals von Einigen hier als Vorbild für modernes Fußball-Management gehandelt. In Wirklkichkeit war es kaum viel mehr als die Ein-Mann-Show eines auslaufenden Trainer-Manager-Modells.

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          • Das war nicht bei allen Projekten so wie bei Fürth, solltest du eigentlich wissen. Die Fürther haben sogar keine schlechte Tradition egal wie weit sie jetzt zurückgreift. Kann mich nicht erinnern, daß Hoffenheim Deutscher Meister war oder vor Hopp schonmal 2 Liga gespielt haben.

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  • Die Zeit verändert sich, auch im Fußball. Eine heutige Firma wird auch nicht mehr so geführt, wie vor 50 Jahren. Was nützen mir die Erfolge vor Jahren – eigentlich nichts – wir (ich) kann erzählen von Max Morlock, Wenauer, Strehl usw.
    Interessiert die heutige und die zukünftige Fußball-Generation nicht mehr.
    Beispiel: Eishockey – wo sind die Traditionsvereine (Füssen, Landshut, Bad Tölz usw.), sind weg vom Fenster, maximal in der 3. Liga.
    Wenn sich die sog. Traditionsvereine sich nicht ändern, ist dieser Weg, wie im Eishockey vorausgezeichnet.
    Ich hoffe, daß der Club und besonderes die Mitglieder, die Zeichen der Zeit erkannt haben (ich denke die Vorstände haben es) und den Verein in eine moderne und zeitgemäße Form führen werden.
    Es ist kurz vor Zwölf

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  • Man soll ja nicht zuviel erwarten, aber durch Holsteins Unentschieden wäre morgen eine gute Möglichkeit auf 1 Punkt an Platz 2 und somit einem direkten Aufstiegsplatz heranzurücken.

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