Hätte hätte Dreierkette #FCHFCN #FCN

Der 1. FC Heidenheim schlägt den 1. FC Nürnberg mit 1:0. Und das verdient.

Der FCN begann mit einer (wie so oft) überraschenden Aufstellung: Kirschbaum – Brecko, Ewerton, Mühl, Leibold – Möhwald, Salli, Erras, Behrens – Ishak, Teuchert. Vor allem Brecko dürfte sich unverhofft eines Startelfdebuts erfreuen, Valentini musste nach Problemen unter der Woche erstmal auf die Bank. Hatte man den bisherigen Saisonverlauf der beiden Teams vor Augen, hier eine der besten Offensiven, dort eine der Schießbuden der Liga, hätte man wohl kaum eine Sportwette auf ein 1:0 platziert.

Taktisch ergab es zu Beginn ein recht klar erkennbares 4-4-2 mit einer zweiten Viererkette im Mittelfeld, bei der Möhwald den linken Flügel bildete. Die Auf- und Einstellung des Club aber von Beginn weg nicht geeignet, dem Gast, der nach schlechtem Saisonstart der Erfolg im Pokal sichtlich Schwung gegeben hatte, wirklich Paroli zu bieten. Heidenheim mit mehreren Top-Chancen, die allesamt vergeben wurden, an der Latte landeten oder von Kirschbaum gehalten wurden. Das 0:0 zur Pause schmeichelhaft.

Nach dem Seitenwechsel der Club zwar auch aufgrund des Wechsels Löwen für Mühl, der kurz vor Gelb-Rot stand, mit mehr Struktur, insgesamt aber weiter ohne Zugriff aufs Spiel. Der Führungstreffer der Heimmannschaft daher nach 67 Minuten überfällig und hoch verdient. Wieder eine unzureichend abgewehrte Standardsituation, die im Rückraum einen ungedeckten Gegenspieler findet, der chippt den Ball in den Strafraum, Kopfballablage, Tor. So wird Glatzel zum Matchwinner.

Erst danach der Club mit mehr Feuer im Spiel, versuchte von Schlafwagen auf D-Zug umzuschalten, was vor allem durch Umstellung von Vierer- auf Dreierkette und der Hereinnahme von Valentini (für Brecko) und Petrak (für Salli) auch in Ansätzen gelang. Jetzt kam der FCN immer wieder vor allem über rechts zur Grundlinie und konnte gefährlich quer legen. Die besten Chancen vereitelte in der Phase Heidenheims Müller im Tor. Auch über Teuchert links kam jetzt mehr Gefahr, seine Zuspiele fanden Ishak aber mehrmals knapp nicht.

So endete am Ende eine Auswärtspartie des Club mit einer Niederlage, die man vielleicht (zumindest so) hätte sich fangen müssen. Viel zu passiv in Halbzeit 1 und insgesamt zu fahrig in seinen Aktionen. Erst mit dem Gegentreffer dann mutiger, aber das wäre in Anbetracht der vielen Chancen der Hausherrn auch nicht mehr verdient gewesen, auch wenn es sowas im Fußball ja quasi nicht gibt.

Der Club verpasst damit die Chance aus den Remis der direkten Konkurrenz um die Top-Plätze Profit zu schlagen. Umgekehrt könnte man allerdings auch sagen: Aufgrund der Punktverluste der anderen tat die Niederlage nicht ganz so weh. Dass Heidenheim besser ist als ihr Tabellenplatz, das wusste man vorher schon. Dass der Club besser spielen kann als in Heidenheim, das sah man nach Umstellung auf Dreierkette…

40 Gedanken zu „Hätte hätte Dreierkette #FCHFCN #FCN

  • Keiner schreibt?
    Das sagt eine Menge über das Spiel.
    Halbe Stunde rum und schon drei ganz dicke Torchancen. Für Heidenheim!

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  • Kein Tor würde diesem Spiel gut tun…

    Grausame erste Hälfte, bin gespannt was Köllner jetzt zur Halbzeit macht.

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  • … dabei hatte Köllner doch vor Heidenheim gewarnt. Naja, mit dem 0:0 ist nichts vergeben und noch alles drin – leider auch für den Gegner. Für die 2. HZ erwarte ich einen Club mit Biss – schau mer mal.

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  • Die rechte Seite braucht Erfrischung. Bei Salli und Brecko könnte man über einen Wechsel nachdenken.

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  • Schade. Lange etwas zu pomadig. Der Doppelwechsel kam zudem ein wenig spät. Hätte ein Punkt sein können…
    Glückwunsch an Heidenheim.

    Und jetzt: Warten auf die Auslosung

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  • Unter „Biss“ stelle ich mir was Anderes vor.

    Man kann es aber auch so sehen: Heute Platz 3 in der Tabelle gehalten – immerhin.

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  • Naja, kam nicht überraschend. Die Statistik sprach klar gegen den Club. Lange negative Serien bei HDH, lange positive beim Club, da war klar, dass sich was dreht….

    …und wir sind einfach Experte darin, große Chancen auf tabellarische Sprünge zu verbaseln.

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  • Es ist unfair es an zwei Leuten auszumachen, weil alle schlecht gespielt haben, aber genau so ein Spiel erwartet man sich, wenn man Brecko und Salli in der Startelf sieht. Damit ist eine Seite schon mal völlig aus dem Spiel genommen, weil die beide für jegliches Kombinationsspiel völlig unbrauchbar sind.

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      • Was hat man erwartet ?
        Brecko hat heute genau so gespielt wie die ganze letzte Saison, nach hinten recht solide, aber nach vorne einfach wenig effektiv.
        Trotzdem ist über die rechte Seite mehr gelaufen als über die linke, nur sind Breckos Flanken halt sehr ineffizient.

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    • Das liegt sicher nicht nur an 2 Spielern, zumal wir das Spiel ja nicht wegen einem individuellen Fehler verloren haben. Wir sind aber eben nur den Tick besser als vielen andere Mannschaften, wenn wir mit 11 vollfertigen Spielern auflaufen und genauso kämpfen. Wenn wir mit Salli 10% schlechter sind, reicht das nicht mehr. Ich fand es richtig zu rotieren, aber nur sinnvoll und nicht mit Spielern – wobei ich Brecko gar nicht so schlecht gesehen habe – bei denen von vorne herein klar ist, dass es nicht reicht bzw. diese dann auch noch beinahe das komplette Spiel durchzuschleppen.

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  • Da hat es Florian dieses Mal leicht mit der Notenvergabe: Alle eine 4-, Erras ne 5 und Salli ne 5-. Na, vielleicht Kirschbaum eine 4.
    Schade, daß Köllner von Anfang an so wenig gewagt hat. Das war vielleicht zu defensiv vom Personal her.
    Die Mannschaft hat nahtlos an das schlechte Ligaspiel gegen Dresden angeknüpft.

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  • Solange der Club Mannschaften, gegen die ein Aufstiegsanwärter punkten muss, nicht schlägt, ist er eben noch keiner. So einfach ist die Erklärung.

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  • Die Pause wird gut tun.
    Geben wir’s doch zu, die letzten Spiele hatten wir auch schon reichlich Dusel, dass das nicht ewig so geht war klar. Deshalb glaube ich auch nicht, dass Köllner zu defensiv aufgestellt hat oder Brecko zu lahm oder Salli zu unfähig ist. Wären alle in Normalform gewesen, hätte man auch in Heidenheim was mitnehmen können. Wenn aber quasi jeder aus der Truppe seinen eigenen Ansprüchen hinterherhinkt, dann steckt das an und man bekommt zu lange keinen Zugriff. Dann wird ein Spiel dummerweise auch mal verdient verloren.
    Immerhin steht der Club deutlich weiter oben in der Tabelle als in der letzten Saison. Es ist nicht zu befürchten, dass irgenwer keinen Bock mehr hat oder sich hängen lässt. Die wollen alle gewinnen – nur manchmal hakt’s.
    Dafür ist das Team jung und ausbaufähig.

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      • Das mag in Teilen sicherlich so sein und das tut auch weh, denn es gibt sicher keine zwei Meinungen darüber, wie gut es wäre, wenn der Club alle seine Juwelen halten und mit attraktiven Verträgen ausstatten könnte.
        Dennoch ist mir der Jetztzustand lieber als die drohende wirtschaftliche Handlungsunfähigkeit.

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  • Wolfsburg pffft, 20 Auswärtsfans… nix mit einem ausverkauften Frankenstadion

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    • Tausche „ausverkauft“ gegen „Heimsieg“. Finale dann gegen den VfB, Rest Routine.

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    • Wenn es schlecht oder vielleicht sogar „normal“ verläuft, dann wird das zuschauer- und ergebnistechnisch so wie letztes Jahr gegen Hertha. Wenn wir hingegen einen starken Tag und der Gegner einen schwachen Tag haben, dann können wir weiterkommen. Ich bin mit dem Los zufrieden, weil die Mehrheit der Losaltermativen negativer gewesen wäre.

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  • Dieses Spiel hat gezeigt: Der Club hat eine durchnittliche Zweitligamannschaft nicht mehr aber auch nicht weniger. Mit dem Aufstieg hat diese Mannschaft nichts am Hut.
    Und nach dem Wolfsburgspiel auch nichts mehr mit dem Pokal.

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    • Dieses Spiel hat gezeigt: Der Club hat eine durchnittliche Zweitligamannschaft nicht mehr aber auch nicht weniger. Mit dem Aufstieg hat diese Mannschaft nichts am Hut.

      Diese Saison hat gezeigt: Die ganze Liga besteht nur aus durchschnittlichen Zweitligamannschaften. Aufsteigen müssen am Ende trotzdem zwei davon.

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    • Das finde ich nicht. Ich finde jedoch, dass es gezeigt hat, dass selbst überdurchschnittliche Zweitligamannschaften wie der Club, in einer ausgeglichenen Liga mit auch nur 90% Einsatz und Einstellung gegen jede Mannschaft, die gewinnen will, an jedem Tag verlieren. Das hat Aue genauso wie Heidenheim gezeigt. Des weiteren finde hat es gezeigt, dass wir leider doch nicht so einen breiten Kader, wie vermutet, haben. Das Heimspiel gegen Ingolstadt wird zeigen, wo der Weg hingeht. Wir sollten in jedem Fall eine Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten vermeiden.

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    • „Mit dem Aufstieg hat diese Mannschaft nichts am Hut.“
      Äh.. diese Mannschaft ist dennoch nach mehr als einem Saisondrittel Dritter mit Kurs auf 62 Punkte und eine tolle Tordifferenz.. ein Spiel Puffer auf Rang 5 is zudem auch schon mal nich schlecht.. Gegen Ingolstadt gehört freilich unbedingt gewonnen, klar. Sowieso.

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  • Wenn man nur gegen Mannschaften der untersten Tabellenregionen verliert ist das immer noch besser als gegen tabellarische Nachbarn.
    Lieber da ein Hänger als gegen eine Mannschaft aus den ersten Sieben

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  • Hatte beim Spazierengehen natürlich heimlich den Knopf mit dem Heidenheimer Fanradio im Ohr, so wie die zwei Sprecher sich gefreut haben konnte ich fast gar nicht vor mich hingranteln.

    Meine Einschätzung nach DD: Wer solche Spiele gewinnt, der…
    Meine Einschätzung heute: Das waren wieder so ein deppertes „wo haben wir in 34 Spielen eigentlich die fehlenden Punkte liegenlassen“-Spiel.

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  • Ich konnte heute wegen Familienevent nur den Liveticker verfolgen auf der einige in mein verzerrtes Gesicht sahen wenn ich drauf sah :-). Das war so eine typische unheilvolle Konstellation auswärts beim Tabellenvorletzten. Und es kam wie es…dennoch es ist alles noch möglich diese Saison.

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