Analyse: Kraftlos #FCHFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Heidenheim vs. 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0) Der Club verliert in Heidenheim, weil ihm sichtlich die Kraft fehlte.

Die Analyse:

FCHFCN
Startformation im 4-4-2

Michael Köllner tauschte im Vergleich zum Spiel in Osnabrück viermal: Patrick Kammerbauer (Gehirnerschütterung) und Enrico Valentini (Risswunde) rotierten verletzungsbedingt aus der Mannschaft und wurden durch Patrick Erras und Miso Brecko ersetzt. Während es für Valentini für die Bank reichte, blieb Kammerbauer in Nürnberg. Dessen Kaderplatz übernahm Ondrej Petrak. Zusätzlich nahmen Tobias Werner und Eduard Löwen auf der Bank Platz, es spielten für sie Edgar Salli und Cedric Teuchert. Auch an der Formation drehte Michael Köllner wieder, das 3-4-1-2 wurde wieder zu einem 4-4-2 mit Raute, bei der Behrens und Salli die Mittelfeldaußen gaben.

Der begann verhalten und überließ Heidenheim zunächst das Spiel, die Idee war, etwas tiefer als sonst zu stehen und dem Gegner den Ball im Aufbau abzuluchsen und ihn dann schnell zu überspielen. Während ersteres in der Anfangsphase durchaus gut gelang, scheiterte der FCN an zweiterem in hohem Maße, immer wieder unterliefen vor allem Mühl und Erras kapitale Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, so dass dem Club die Dynamik im Vorwärtsspiel fast völlig abhanden kam. Davon sichtlich verunsichert wurden den Gästen dann auch noch die Beine schwer, aus dem „tief stehen“ wurde ein „den Gegner einladen“.

Diese Einladungen nahm der 1. FC Heidenheim vor der Pause allerdings nicht an. Obwohl der FCN einige Großchancen zuließ, vergaben die Gastgeber diese kläglich. Egal ob Glatzel, Schnatterer oder Griesbeck, immer wieder scheiterte der FCH vor dem Tor des Clubs. Wäre Mikael Ishak nicht nach gutem Zuspiel von Brecko an Heidenheims Keeper Müller gescheitert, man hätte ein völlig einseitiges Spiel gesehen. So war Heidenheim „nur“ deutlich überlegen, da es immer wieder ungebremst in die Hälfte des FCN kommen konnte und dieser dann auch nicht mehr zu den eingeplanten Ballgewinnen kam. Da es aber nicht zum Torerfolg für die Schwaben kam, blieb der FCN bei gerade einmal zwei Gegentoren vor der Pause: Zweitligabestwert, zusammen mit Eintracht Braunschweig.

FCHFCN-B
Ungefähre Formation nach der 79. Minute

In der Halbzeit ließ Köllner dann den gelb-rot gefährdeten Lukas Mühl in der Kabine und brachte für ihn Eduard Löwen. Insgesamt änderte sich nicht viel am Spiel der Nürnberger, wenn auch nun insgesamt etwas mehr Schwung nach vorne entwickelt wurde, da sich Kevin Möhwald die Bälle tiefer aus der Heidenheimer Hälfte holte und zu verteilen versuchte. Wirklich gefährlich wurde es aber dennoch nicht, was der FCN da in Richtung Gästetor brachten, da die klaren Torchancen fehlten. Eine solche hatte dann der FC Heidenheim und im Gegensatz zur ersten Halbzeit nutzten die Gastgeber diese dann auch. Nach einer abgewehrten Ecke löffelte Pusch den Ball in Richtung linken Pfosten, dort stand Griesbeck, der den Ball in die Mitte köpfte, wo Glatzel vor Behrens an den Ball kam und den Ball ins Tor köpfte. Ein Gegentor, das auch der Tatsache geschuldet war, dass der Club seine Ecke inzwischen stets mit elf Mann im eigenen Strafraum verteidigt, so dass es dort eher eng wird, Zuordnungen unklar sind und das Klären nach vorne stets ein Ballverlust ist.

Zehn Minuten bemühte sich der FCN noch um Ideen im Spiel nach vorne, fand aber keine, ehe Michael Köllner dann von Außen aktiv eingriff und Valentini und Petrak für Salli und Brecko brachte und auf ein 3-4-3 umstellte. Wirklich viel änderte dies aber nicht an der offensiven Wucht, zwar kam man über Cedric Teuchert noch zu einer Halbchance, doch auch die Heidenheimer hatten per Konter noch eine gute Gelgenheit. Insgesamt fehlte es dem FCN nicht nur in dieser Phase, sondern in den gesamten 90 Minuten an Kraft. Kraft, die man unter der Woche nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf dem Boden des Zugabteils liegen gelassen hatte. Fehlende Kraft, die sich auch in fehlender Konzentration äußerte, was in den entscheidenden Momenten in mangelnder Konzentration mündete.

Die Niederlage war somit völlig verdient, da dem Club dann auch die Kraft fehlte nach dem Rückstand den Gastgebern noch einmal etwas entegegen zu setzen. Es ist eine der Niederlagen, die bei einer Mannschaft mit vielen jungen Schlüsselspielern zu erwarten war. Im Gegensatz zu den Niederlagen gegen St. Pauli oder Bielefeld, die unter unglücklich und mit Lernprozess vermeidbar zu verbuchen waren, ist diese auch mit gesteigerter Erfahrung nicht gänzlich vermeidbar. Kräfteverschleiß gehört nunmal zum Geschäft, das spürten auch die anderen Teams mit langen Auswärtsreisen im Pokal an diesem Wochenende (Union Berlin, Kiel, Dresden in Liga Zwei, aber auch Dortmund, Köln und Hoffenheim in Liga Eins). Zugestehen muss man sie dem Team nach den Erfolgen der letzten Wochen wohl dennoch, denn wie meinte Michael Köllner nach dem Spiel: „Klar, dass wir nicht durch jedes Spiel durchmarschieren können.“ Es gilt nun aber in einer Woche gegen Ingolstadt eines besser zu machen, was man bisher stets verpasst hat: ohne Niederlage in die Länderspielpause zu gehen.

Die Zahlen:

Heidenheim Nürnberg
1
Tore
0
16
Torschüsse
20
4
Schüsse aufs Tor
6
7
Ecken
4
41,8
Ballbesitz (%)
58,2
72,2
Passquote gesamt (%)
77,8
88,8
Passquote eig. Hälfte (%)
89,6
53,9
Passquote geg. Hälfte (%)
61,9
19,7
Lange Pässe (%)
14,5
50,0
Gewonnene Zweikämpfe (%)
50,0
12
Fouls
13
120,13
Laufdistanz (km)
114,10
1
Abseits
1

Trainerstatement:

„In den ersten 15 Minuten haben wir stark begonnen. Leider haben wir danach die Dinge im Spielaufbau nicht mehr so hinbekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dadurch kam Heidenheim besser ins Spiel. Wir waren dann froh, dass es zur Pause noch 0:0 stand. Nach der Pause haben wir es besser gemacht, kassieren allerdings nach einer Standardsituation das Gegentor. Das war nochmal ein Weckruf, mehr Entschlossenheit zu zeigen. Leider ist es uns nicht gelungen, die eine oder andere Chance zu verwerten. Es war klar, dass wir nicht durch jedes Spiel durchmarschieren können. Jetzt müssen wir unsere Kräfte fürs kommende Heimspiel gegen Ingolstadt bündeln.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Bewahrte den Club lange vor einem Rückstand, beim Gegentor machtlos, seine Abschläge waren zwar präziser als sonst, aber oft zu hoch.
Miso Brecko 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Stand solide, gab sogar mehrfach gut in die Mitte auf Ishak, blieb aber oft undynamisch und unpräzise.
Ewerton Almeida Santos 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Lang nicht so dominant wie sonst, aber insgesamt ordentlich, wenn auch mit einem Stellungsfehler vor Glatzels Großchance.
Tim Leibold 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Zog viele Fouls, versuchte dynamisch nach vorne zu gehen, das gelang aber kaum.
Patrick Erras 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Viele krasse Fehlpässe, kaum dynamisch, dem Youngster war die Anstrengung der englischen Woche deutlich anzumerken.
Eduard Löwen 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Kam in der Pause für Mühl, stand sicherer als dieser, versuchte auch das Spiel mit Diagonalpässen zu öffnen, das gelang nur zum Teil.
Enrico Valentini Ohne Bewertung
Kam in der 79. Minute für Brecko, sollte für mehr offensive Gefahr sorgen, schaffte dies nur über Standards.
Lukas Mühl 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Unglücklicher Auftritt des Youngsters, der viele Duelle verlor und kurz vor dem Platzverweis stand. Blieb zur Halbzeit in der Kabine
Hanno Behrens 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Er wollte viel, aber er konnte nicht viel ausrichten. Verlor viele Zweikämpfe.
Kevin Möhwald 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Meiste Ballkontakte aller Nürnberger, bemühte sich um Struktur und Ordnung, das gelang in der zweiten Halbzeit einigermaßen.
Ondrej Petrak Ohne Bewertung
Kam elf Minuten vor Schluss für Salli, rückte in die dann formierte Dreierkette. Fiel dort kaum auf.
Edgar Salli 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Kaum ins Spiel eingebunden, lief sich immer wieder fest, spielte nur 23 Pässe, von denen neun auch noch zum Gegner gingen.
Cedric Teuchert 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Ähnlich wie Salli mit extrem vielen Einzelaktionen, dazu kam nicht einmal jeder zweite Pass an. Schwacher Auftritt.
Mikael Ishak 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Extrem bemüht, hatte zwei gute Torchancen, arbeitete viel nach hinten mit. Aber traf das Tor nicht.

20 Gedanken zu „Analyse: Kraftlos #FCHFCN #FCN

  • Ich verstand gestern eigentlich nicht, warum sich Löwen mit einer Verletzung ( VOR den 2 Auswechslungen erkannt und bekannt !) bis zuletzt durchquälen musste. Nur unter offensichtlichen Schmerzen konnte er laufen und den Ball spielen… und trotzdem eine Bereicherung!
    Leibold fing mit seiner Dynamik erst nach dem Rückstand an , die Offensive anzukurbeln. Auch Möhwald spielte meiner Meinung extrem mit angezogener Handbremse.

    Salli…. ich verstehe wirklich nicht, warum der so negativ gesehen wird. Er ist halt nicht Messi… In einer mäßigen Mannschaft mittelmaß. Nicht mehr , aber auch net weniger…

    Gestern hatte nur Kirschbaum die Möglichkeit , zu glänzen. Ansonsten war die Mannschaftsleistung durchweg dürftig. Wenigstens hatte das Unwetter ein Einsehen und sich kurz vor Spielbeginn verzogen. Und der Shuttlebus noch eine Stadtrundfahrt veranstaltet. Bis auf das Spiel also ein schöner und ganz lustiger Sonntagsausflug… Danke Jungs!!

    0

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  • Wie soll man dieses Spiel einordnen, wie die Leistung der Mannschaft, wie den Verlauf dieser Saison, wie die Zukunftsaussichten?

    Es war kein Pauli 2.0 mit unverdientem Ausgang, eher Aue Nr. 2, weil absolut verdient verloren wurde. Gegen schnelle Gegner die auch noch körperlich mithalten, scheinen unsere Jungs Probleme zu haben. Zum Glück hat die Mannschaft auf solche Totalausfälle bisher immer wieder die richtige Antwort gefunden. Diese muss sie nun gegen Ingolstadt geben, die einen sehr ordentlichen Lauf haben. Ein echter Prüfstein.

    Der Club erreicht keine wirkliche Konstanz. Mag auch an den ständig wechselnden Aufstellungen liegen, mit denen Köllner aufwartet. Gut für die Stimmung, da sich so auch die Reservisten zugehörig fühlen. Und verschafft den Spielern Verschnaufpausen. Wobei wir bereits eine Länderspielpause hatten und nicht im Europacup spielen. Dass dennoch bereits nach nur einem Drittel der Saison dem Team eine gewisse Müdigkeit attestiert werden muss, gibt mir zu denken.

    D´dorf und Kiel punkten sehr stabil und Ingolstadt kommt von hinten mit Macht. Doch eine wirkliche Übermannschaft scheint es diese Saison in der 2. Liga nicht zu geben. Diese Ausgeglichenheit eröffnet die Chance für den Club. Die grundsätzliche Frage wird sein, ob man zusammen mit diversen anderen Vereinen irgendwo um die Aufstiegsplätze mitspielen oder mit Macht aufsteigen will. Es drohen Verkäufe in der Winterpause und damit einhergehend eine möglicherweise entscheidende Schwächung des Teams (s. Schöpf, Burgstaller). Die bisherigen durchgemixten Aufstellungen und Einwechslungen zeigen jedoch deutlich, dass ein Teil der Ersatzbank nicht die Fähigkeiten für die erste (Aufstiegs-) Elf besitzt. Statt Verkäufen von Leistungsträgern müsste somit eigentlich in Qualität investiert werden. Es wird spannend wofür sich die Verantwortlichen beim Club entscheiden (müssen).

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    • ‚Keine wirkliche Konstanz‘ ist ein großes Wort, wenn man weiterhin auf Platz 3 liegt und auch nach Rückschlägen immer wieder punktet. Das ist für mich eigentlich Konstanz, alles andere waere schon ein Lauf, wie ihn Kiel hat.

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  • Ich bitte übrigens die Startfornation im 4-4-2 zu diskutieren. Mein erster Impuls war eine andere Anordnung, aber da alle Agenturen und Publikationen diese Formation hatten, habe ich mich überreden lassen, diese zu wählen.

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    1
    • Endlich mal über Fussball diskutieren und nicht über Noten 😁

      Möhwald mindestens weite Strecken der ersten Halbzeit links in der Viererkette, Salli rechts, Behrens und Erras zentral.

      Nach der Umstellung nach Rückstand gab es deutlich mehr als nur eine Chance für den Club. Mindestens zweimal auf beiden Seiten kamen unsere Spieler durch und konnten brandgefährlich passen, nur hielt da der Torwart oder man verpasste knapp. Daher auch meine These, dass man mit der Formation Heidenheim über 90 Minuten hätte knacken können.

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  • Salli war auf alle Fälle rechts.

    Statt Raute habe ich eine flache Vier gesehen, wobei Möhwald eher links spielte als im Zentrum.

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    • Oh, wie die beiden Dislikes zu meiner taktischen Beschreibung zeigen, scheinen die Meinungen über meine Sichtweise auseinander zu gehen. Darf ich die beiden Disliker bitten, mir zu erklären, worin mein Irrtum besteht.

      Legt eure Scheu ab und beteiligt euch rege an der Debatte!

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  • Für mich sah es im Stadion so aus, als wenn wir bei Balbesitz mit Dreierkette agierten (Ewerton links, Mühl Mitte, Brecko rechts); Behrens ließ sich ab und zu fallen und Erras war im Mittelfeld zentral deffensiv. Salli war rechts außen Möhwald eher links; Leibold auch links zwischen Abwehr und Mittelfeld und vorne Ishak und Teuchert, wobei auch Möhwald ab un zu presste. Für mich war das Problem, dass keine Anspielstationen da waren, da die Spieler sich nicht gut freiliefen. Sie wirkten irgendwie platt, m. E. konnten wir auch kaum zweite Bälle gewinnen. War dieses mal wirklich ein schwaches Spiel. Salli hatte 1-2 vorstöße, die vielversprechend anfingen, aber leider hat dann das Zuspiel nicht gepasst. Schade, aber irgendwie klappt das nicht so mit ihm in der Startelf, vielleicht kann er aber als Joker mit seiner Schnelligkeit für Gefahr sorgen, wenn die Gegner platt sind; an seinen Hereingaben muss er auf alle Fälle noch üben. Heidenheim war jetzt nicht so stark; die guten Chancen kamen hauptsächlich aus unseren Fehlern und dem Gewinnen von zweiten Bällen. Glaube nicht das die Mannschaft nochmal so auflaufen wird. Nach dem Pokalspiel wollte (teilweise musste) man wohl einigen Spielern eine Pause gönnen, ander hätten sie gebraucht. Denk aber das wir wieder bessere Spiele unserer Mannschaft sehen werden, auch wenn mit Ingolstadt erstmal ein schwieriger Gegner kommt, die sich nach verkorkstem Start langsam gefangen zu schienen haben. Die sollte man was den Aufstieg betrofft auch noch nicht abschreiben, darum wären 3 Punkte und dann eine Erholung während der Länderspielpause extrem wichtig.

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    • Komisch – jeder schwärmt immer von der „Schnelligkeit“ Sallis. Die habe ich scheinbar als Einziger noch nicht gesehen. Ist das wirklich so, oder nur ein Gefühl, weil afrikanisch-stmmige Spieler häufig schnell sind. Wann hat er denn einen Gegenspieler überlaufen? im Endeffekt scheitert er doch meistens daran, dass er den Kopf runternimmt und dann „no look“-Pässe oder Flanken schlägt. Insofern hat er uns auch weder in der Startformation oder als Joker jemals geholfen. Gefühlt hat er jetzt 25 Einsätze in den unterschiedlichsten Konstellationen für uns und max. 3 ordentliche Auftritte.

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    • „…m. E. konnten wir auch kaum zweite Bälle gewinnen…“ (Zitat steve 7)

      Das einschränkende „m.E.“ kann getrost weggelassen werden, denn ES WURDEN KEINE ZWEITEN BÄLLE GEWONNEN, was dann ja auch den Siegtreffer des Tabellendrittletzten ermöglichte.

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  • Ja, ich sah das genauso: ein 4-4-2 mit einer Dreierkette bei eigenem Ballbesitz. Das übliche Köllnersche Muster, nur dieses Mal mit weitaus weniger Forechecking und damit größerem Vertrauen auf die Defensive. Vermutlich im Wissen um die Kraftdefizite. Dazu würden auch die ungewohnt deutlichen Warnungen von Köllner vor dem Spiel sprechen.

    Der Plan ging schief, aber glücklicherweise stehen wir tabellarisch immer noch gut da.

    Es kann doch keiner Erwarten, daß wir mit dieser jungen Mannschaft die 2. Bundesliga ähnlich dominieren können, wie ein bekanntes adidas-Audi-Allianz Jointventure das in einer anderen Liga tut.
    Bei uns werden zwangsläufig Formtiefs und Leistungsdellen dazu gehören.
    Immerhin erfreut uns die Mannschaft an guten Tagen mit spektakulären Spielen! Der unsägliche Schwartz-Fußball mit zum Großteil denselben Personal ist noch gar nicht so lange her!
    Und nein, Armin hat meinen Account nicht gehackt. Schönen Gruß an den Mänädsching Daireggder! 🙂

    P.S.: Die Benotung ist im Wissen um den schwierigen Zeitpunkt der Spiel-„Prüfung“ doch zum Großteil sehr gnädig ausgefallen. Der Torwart konnte z.B. doch gar nichts anderes machen, als seinen Job. Schwierig war der nicht, dafür eine 2-? Naja.

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    • Ich hätte da schon mindestens 2 Paraden gesehen, die man nicht zwingend halten muss als Torwart. Dafür finde ich die Note korrekt.

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  • Die Zuordnung des Systems ist diesmal auch deswegen so schwer, weil sie nicht so konsequent wie sonst umgesetzt wurde. Am ehesten aber ein 3-5-2, in der Verteidigung schon fast ein 5-3-2…
    Meine Wahrnehmung ist auch eine Müdigkeit der Mannschaft, die geistige Frische fehlt. Rennen können sie alle. Aber es wirkte sehr oft wie ein verspätetes Antizipieren der Situation, das Umschalten in beide Richtungen geriet auffällig häufig sehr träge.

    Zur rechten Seite: Das „Duo“ Brecko und Salli hatte viel Platz. Sie konnten den angebotenen Raum nicht nutzen. Kombinieren ist nicht die Stärke der beiden… Sie bissen sich ein ums andere mal fest. EINE gefährliche Flanke kam durch wo es hätten einige sein müssen…

    da war schon deutlich mehr „Musik“ drin nach der Umstellung.

    Die Statistik sieht nicht so unterlegen aus, wie sich das Spiel über weite Strecken angefühlt hat. Auch ein Indiz bzgl. „Wachheit“.
    Und dann waren da noch die 20 Torschüsse pro Club. Die Hälfte dieser Torschüsse gehen auf das Konto von Erras und Teuchert. (Und nein, ich sag nix zu den Noten, Florian. Auch wenns schwer fällt.)

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  • Wahrscheinlich habt ihr recht mit Möhwe auf Links, aber irgendwie war der nicht allzu oft dort zu finden. Das ist sogar dem Kommentator einmal aufgefallen als er den linken Mittelfeldspieler gesucht und nicht gefunden hat.
    Nur mal so nebenbei, am Anfang hätte es für das erste Foul von einem Heidenheimer auch gelb geben müssen und mein Sohn meinte dass es Titsch-Rivero war, der dann nach der 2. Aktion sogar Gelb/Rot bekommen hätte können.
    Rot gefährdet war aber ………..Mühl …..😕

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  • Ich finde die Statistiken zu dem Spiel sehr aussagekräftig. In fast allen Punkten war Nürnberg überlegen (Torschüsse, Ballbesitz, Passquote…) außer in den zurück gelegten km. Da hat Heidenheim mehr geleistet und am Ende den Gegner einfach überlaufen. In sofern hat der Autor es ganz gut auf den Punkt gebracht: Nürnberg war kraftlos.

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