Analyse: Zu passiv #FCNFCI #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg vs. FC Ingolstadt 04 1:2 (1:1) Der Club verliert auf Grund eines individuellen Fehlers,
aber vor allem, weil er in der zweiten Halbzeit zu passiv ist.

Die Analyse:

FCNFCI
Startformation im 3-4-1-2

Beim Club kehrten Valentini und Löwen in die Startelf zurück, dafür rutschten Salli und Brecko auf die Bank zurück. Im Kader gab es nur eine Änderung: Kammerbauer ersetzte Fuchs, der ebenso wie Margreitter im Kader fehlte. Sepsi und Jäger spielten parallel für die U21 in Schweinfurt, sie verloren dort mit 0:3. Gleichzeitig wechselte der Club zurück auf das 3-4-1-2, mit dem er das Spiel in Heidenheim mit gleichem Personal beendet hatte. Der Club kam verhalten ins Spiel, hatte enorme Problem mit Ingolstadts starkem Pressing, das schon an der Nürnberger Aufbaureihe ansetzte. Dieser Fakt sollte später das Spiel entscheiden.

Kutschkes frühes 0:1 fiel dennoch nicht aus einer Pressingsituation, sondern eher zufällig: Behrens fälschte einen Pass von Schröck so unglücklich ab, dass er die gesamte linke Abwehrseite aushebelte. Pledls Hereingabe traf auf eine unsortierte Hintermannschaft, in der Ewerton und Mühl nicht genau wusste, wer nun zu Kutschke verschieben sollte, dieser wusste dagegen genau, was er zu tun hatte und traf den Kasten. Viertes Tor in seinen letzten vier Startelfeinsätzen für den Ex-Nürnberger, der sonst nur durch Nickligkeiten auffiel. Der Club tat sich in dieser Phase schwer im Spiel nach vorne den Ball spielerisch ins letzte Drittel zu bringen und setzte stattdessen auf lange Diagonalbälle von Möhwald in Richtung Valentini. Überhaupt versuchte man generell die linke Ingolstädter Abwehrseite mit Wahl und Levels zu attackieren.

Insgesamt überließ der FCN den Gästen häufig den Ball und versuchte durch Konter erfolgreich zu sein. Eine Idee, die lange Zeit für latenten Druck der Ingolstädter sorgte, allerdings ohne dass diese zu weiteren zwingenden Chancen kamen. Der Club blieb einige Male in der Vorwärtsbewegung hängen, ehe er dann nach 36 Minuten zum Tor kam. Teuchert überlief im Zentrum zwei Verteidiger, sah dann den mitgelaufenen Möhwald, welcher zum 1:1 vollendete. Es folgte die beste Phase des Clubs, der nun den Ball spielerisch in Richtung Tor von Nyland brachte, es aber verpasste klare Gelegenheiten herauszuspielen, so dass es am Ende der ersten Halbzeit 1:1 hieß. Womöglich nicht ganz leistungsgerecht, da die Ingolstädter mit ihrem frühen Pressing den Club über weite Strecken der Halbzeit stark herausforderten.

Nach der Pause entwickelte das Spiel dann eine seltsame Dynamik. Der Club zog sich zurück, wechselte den rechten Wing Back, da Valentini mit starken Kopfschmerzen ausgewechselt wurde und Kammerbauer kam, später ging der ausgelaugte Erras, für den Petrak ins Spiel kam. Ingolstadt brachte Lezcano für Kutschke, Christiansen für Morales und Leipertz für Pledl und das Spiel pendelte sich über knapp 35 Minuten auf schwer verdaulichem Niveau ein. Der Club zog sich immer weiter zurück, hoffte den FCI mit Kontern überraschen zu können, doch Ingolstadt stand bis zur 80. Minute sicher fand aber trotz Ballbesitz keinen Weg vorbei an der Defensive des FCN.

Die Passivität des FCN in der zweiten Halbzeit überraschte, wirkte von außen betrachtet ein wenig dem Verschleiß der letzten Wochen geschuldet – die gesamte Phase seit der letzten Länderspielpause wurde fast ausschließlich mit dem gleichen Personal bestritten, es fehlt im Kader derzeit verletzungsbedingt an gleichwertigen Alternativen. Gleichzeitig wäre sie beinahe von Erfolg gekrönt gewesen, hätte Mikael Ishak Matips Fehler nach einem langen Ball ausgenutzt und im Eins gegen Eins mit Nyland nicht den Kopf des anderen Skandinaviers, sondern das Tor getroffen.

Stattdessen passierte quasi im Gegenzug Eduard Löwen im Zuspiel auf Thorsten Kirschbaum eine kleine Unsauberkeit, dem Torwart unterlief eine größere Unsauberkeit bei der Ballannahme, der pressende Lezcano erwischte den versprungenen Ball, Kirschbaum nur Lezcanos Bein, es gab Strafstoß. Bei diesem blieb der Ingolstädter Venezolaner im Anlauf aufreizend lange stehen, das interessierte Schiedsrichter Zwayer nicht, er gab das aus dem Strafstoß resultierende Tor. Danach warf der Club zwar in Form von Ewerton, der in die Spitze beordert wurde, alles nach vorne. Es nutze aber nichts, dem Club fehlte es an Durschlagskraft und wachte nach der langen Phase der Passivität auch nicht rechtzeitig auf.

So folgt zum zweiten Mal in dieser Saison auf eine Niederlage eine weitere Niederlage. Das ist im Gesamtbild keine Tragödie, der Club steht auf Platz Vier, drei Punkte hinter dem Dritten aus Berlin. Gleichzeitig ist auch klar, dass eine dritte Niederlage am Stück, gegen Kiel nach der Länderspielpause, einem Abreißenlassen nach vorne gleich käme. Gleichzeitig wirkte die Mannschaft aber so, als benötige sie jene Pause dringend. Weder physisch noch mental schien die Mannschaft frisch und fit, sie tat sich schwer in die Gänge zu kommen und verlor, obwohl in der Entstehung unglücklich, in der Summe nicht unverdient, eben weil sie zu passiv war.

Die Zahlen:

NürnbergIngolstadt
1
Tore
2
10
Torschüsse
17
4
Schüsse aufs Tor
6
2
Ecken
3
44,3
Ballbesitz (%)
55,7
73,3
Passquote gesamt (%)
83,2
83,7
Passquote eig. Hälfte (%)
92,4
57,4
Passquote geg. Hälfte (%)
70,6
16,3
Lange Pässe (%)
15,6
50,9
Gewonnene Zweikämpfe (%)
49,1
9
Fouls
13
117,96
Laufdistanz (km)
125,96
2
Abseits
1

Trainerstatement:

„Es war ein sehr intensives Spiel. Wir sind gut reingekommen, kriegen dann aber unglücklich das 0:1. Danach hat die Mannschaft ein bisschen gebraucht, kam aber gut zurück. Der Ausgleich war die Krönung für druckvolle Phase. Nach der Pause haben wir lange gebraucht, bis wir wieder Kompaktheit herstellen konnten. Gerade in der Phase, in der es besser wurde und wir selbst das Tor hätten machen können, kommt der Elfmeter. Danach war es schwer, noch zu reagieren. Wir konnten uns leider keine Chance mehr erarbeiten. Jetzt müssen wir das in den nächsten Tagen verarbeiten und dann wieder nach vorne schauen.“

Spielerstatement (Kevin Möhwald):

„Wir haben es Ingolstadt zu einfach gemacht, hier Fußball zu spielen. Im Endeffekt haben wir verdient verloren. Dass es durch so ein blödes Gegentor passiert, ist natürlich ärgerlich. Aber hätte es Ingolstadt schon davor ein bisschen konsequenter zu Ende gespielt, hätten sie schon früher das Tor machen können. Wir sind teilweise nur dem Ball hinterhergelaufen. Wenn wir ihn gewonnen haben, war er teilweise nach ein paar Sekunden wieder weg. Das war heute nichts, was wir gespielt haben. Wir waren zu passiv, das geht nicht.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 3 Notenpunkte (5+, numerisch: 4.67)
Patzte vor dem 1:2 massiv, hatte insgesamt eine massive Streuung in seinen Zuspielen.
Enrico Valentini 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3.00)
Machte seine Sache bis zur kopfschmerzbedingten Auswechslung ordentlich. Manchmal offensiv noch zu zaghaft.
Lukas Mühl 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Viel Streuung in den Abspielen, dazu beim 0:1 auch zu weit von Kutschke weg.
Ewerton José Almeida Santos 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Räumte ab, was es abzuräumen gab, deckte beim 0:1 aber zu sehr den freien Raum.
Eduard Löwen 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4.00)
Versuchte viele Pässe von hinten raus, die kamen aber kaum an, dazu unnötige Abspielfehler bei kurzen Bällen, dazu mit unnötigem 35 Meter Rückpass auf das Tor vor dem 1:2. Dafür einige gute Ballgewinne.
Tim Leibold 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Um Dynamik bemüht, wenn auch meist etwas unsauber. Verlor fast 70% seiner Duelle.
Patrick Erras 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
War deutlich anzumerken, dass er nach einer Pause dürstet. Spiel lief insgesamt mehr an ihm vorbei als sonst. Dennoch in Ordnung, da recht sicher und robust.
Hanno Behrens 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Der Motor stottert. Recht viele schlechte Zuspiele, dazu recht viele verlorene Duelle (50%)
Kevin Möhwald 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Traf zum Ausgleich, versuchte zu verteilen, manchmal etwas arg langsam im Umschalten.
Cedric Teuchert 9 Notenpunkte (3+, numerisch: 2.67)
Genie und Wahnsinn wie so oft. Vor dem 1:1 mit genialem Solo, dann wieder mit Dribblings in vier Mann.
Mikael Ishak 6 Notenpunkte (4+, numerisch: 3.67)
Ackerte viel, kam aber nur zu einem Abschluss, den setzte er an Nylands Kopf.
Patrick Kammerbauer 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3.33)
Kam nach 54 Minute für Valentini. Ordentliche Zweikampfführung, allerdings mit etwas Hektik ausgestattet.
Ondrej Petrak Note -
Kam nach 72 Minuten für Erras, fiel eigentlich überhaupt nicht auf außer in der Statistik, wo er mit 100% Zweikämpfen auftaucht, waren aber nur drei geführte.

48 Gedanken zu „Analyse: Zu passiv #FCNFCI #FCN

  • Zu den Noten kann ich leider keinen Kommentar anmerken, da ich das Spiel nicht sah. Gehe aber wie immer bei Florian von einer fairen Beurteilung aus.

    Mein Saisonziel hat die Mannschaft derzeit voll erreicht, endlich moderneren und ansehnlicheren Fußball zu spielen. Und noch liegt sie über meinem Saison-Tipp, da ich vor Saisonbeginn das Team auf Platz 6 eingeordnet hatte (sah Union, Ingolstadt, Darmstadt, Braunschweig und D´dorf als Favoriten). Die Abstiegsränge sind weit entfernt, die Teebeutel hinter uns. Also eigentlich bassd alles. Und trotzdem herrscht bei mir Enttäuschung und Ernüchterung vor.

    Hat die Mannschaft irgendwie nicht verdient: Von Anfang war klar, dass sie kein Über-Team ist und ich kann ihr keinesfalls vorwerfen, dass sie nicht alles geben würde! Hatte mich aber von der um sich greifenden Aufstiegseuphorie anstecken lassen und deswegen zu hohe Erwartungen. Ein wenig mehr Demut und Realismus schadet nicht. Nun ist aber auch die 1. Liga noch nicht verloren, ein Aufstieg nicht unmöglich. Um aber die sicheren Plätze 1 und 2 wirklich ernsthaft in Angriff nehmen zu können, wird AB nicht umhin kommen, den Kader in der Winterpause qualitativ zu verstärken!

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  • Noch immer erscheint mir nachfragenswert, wieso die Mannschaft vor allem auch körperlich nicht mehr spritzig und kraftvoll wirkt, nach gerade einmal gut einem Drittel der Spiele. Der Club hat keine zusätzliche Europapokal-Belastung, dafür für den Großteil des Kaders Länderspielpausen und MK lässt kräftig rotieren, verhilft Spielern so zu Verschnaufpausen. Und trotzdem scheinen die Jungs müde. Trotz aller Jugend ist von Leichtfüßigkeit oder gar Leipziger Sprintrasanz nicht mehr viel zu sehen. Auf eine lange Saison übertragen lässt dies die Chancen auf das Erreichen des Aufstiegsziels nicht unbedingt steigen…

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  • Ich kann nachvollziehen, daß die Mannschaft am Limit ist. Sie haben in den vergangenen Monaten viel geleistet, sich enorm entwickelt.
    Ich geb ja zu, auch ich hab langsam angefangen, Alex zu glauebn, wenn er so vom Aufstieg überzeugt ist. Aber im Grunde wäre es vermutlich zu früh für einige Spieler.
    Bei Kirschbaum bin ich auch permanent am Zweifeln. Klar er ist es nicht, der die vielen Gegentore verursacht. Aber ich frag mich schon, ob er nicht vielleicht doch mehr Anteil er an der Instabilität der Defensive hat. Wobei es natürlich auch unsicher ist, ob Bredlow da mehr Sicherheit reinbringen könnte.
    Ich kenn mich natürlich auch da nicht aus. Mir scheint, der moderne mitspielende Torwart ist Kirschbaum auch nicht, oder? Könnte das Bredlow besser? ich hab so die Idee, daß ein mitspielender Torwart die Defensive entlastet, manchmal so eine Art Libero gibt. Oder irre ich mich da total?

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    • Es kommt nicht so sehr darauf an, dass der Torwart mitspielt, sondern wie er seine Abwehr dirigiert.
      Der Keeper hat die Defensive am besten im Blick und ist deshalb der beste Mann um hinten das Sagen zu haben. Das war auch der Grund warum Schäfer immer wieder den Stammplatz erkämpft hat, rein von den spielererischen Fähigkeiten war er nicht unbedingt besser als die anderen Torhüter, aber er war die ordnende Hand.
      In der aktuellen Aufstellung ist das aus meienr Sicht eine gewisse Schwäche, da auch keiner der anderen Defensivspielern diesen Part klar übernimmt, von daher wäre es auch gut wenn Margreitter schnell wieder den Anschluß finden würde, dem traue ich zu die Kollegen in der Defensive noch etwas besser zu führen.

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  • Statt der realistischen vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen stehen null Punkte zu Buche. Wieder einmal hat es die Glubb-Elf verpasst, sich oben wirklich festzusetzen. Wieder einmal lesen wir hinterher aus Spielermund „Wir haben es … zu leicht gemacht.“ Wieder eine Heimpleite, zumal eine, die auf einen Auftritt als Aufbaugegner folgt. Die richtige Reaktion wäre ein Vollgasauftritt mit einer allzeit wachen Defensive gewesen und einer Dauereinbindung von Ishak. Wäre. Es muss eingedenk des Laufs, den der FC Audi hat, die Nachfrage erlaubt sein: wie kann das sein? Wieso kassiert der Glubb ständig vor allem zu Hause dusselige Tore und lässt Heimstärke vermissen. Wieso spielt Leibold einen solchen Pass, obwohl eine ähnliche Situation schon einen Punkt gegen Bielefeld gekostet hat? Ein Spiel dauert 90 Minuten und verlangt entsprechende Konzentration. Das darf der Fan an sich von den Spielern verlangen, vor allem von selbstgefühlten BuLi-Kickern. Solche Unzulänglichkeiten sind einfach nur ärgerlich. Das muss sich gegen Kiel deutlich ändern, sonst erleben wir Weihnachten im Mittelfeld und fliegen gegen den FC VW raus.

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  • Ich bin mir sicher, daß der Rückpass auf Kirschbaum, der zum Elfmeter und 1:2 führte, von Löwen und nicht von Leibold kam. Wie üblich sehe ich Ishak besser, der hatte fleißbedingt einige Balleroberungen vorne und lief immer weite Wege als erster Verteidiger. Wie üblich war Teuchert bei weitem defensiv nicht so fleissig, wenn ich aber zugeben muss, daß auch er weniger stehenblieb, als sonst.

    Ein Spiegelbild des aktuellen Zustands der Mannschaft scheint mir Erras zu sein: Solange er in den letzten beiden Spielen einigermassen mithalten konnte, konnte das auch der Club. Als er dann in Heidenheim abbaute bzw. gegen Ingolstadt ausgewechselt wurde, bekam der Club die Gegentore und verlor.
    Mit ihm geht wohl die Ordnung im Spiel verloren. Der Ersatz ist bis dato keiner. Petrak und Löwen gar nicht, Möhwald fehlt dann vorne,nur Kammerbauer ist mir vor seiner Blinddarmpause einigermassen gut in Erinnerung geblieben.
    Und dabei dachten wir anfangs, daß unser defensives Mittelfeld gut besetzt ist. Irgendwie vielleicht schon, aber dann doch wieder nicht.

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    • Wenn der blöde Pass von Löwen kam, leiste ich Abbitte in Richtung Leibold (siehe aber Note und Kurzkommentar dazu). Am Grundsatz ändert sich aber nichts. Schlampige Pässe verbieten sich, vor allem hinten. Und der Torwart muss einen solchen Ball eher ins Aus spielen als ins Risiko gehen. Unter dem Strich bleibt: der Glubb verschenkt unnötig viele Punkte. Das trübt die Freude über den guten Saisonverlauf. Umgekehrt: Besserung gibt auch bei den Punkten absolut wie relativ Luft nach oben. Am besten schon gegen Kiel.

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        • Da bin ich aber froh – war schon etwas schockiert, ob der Leibold-Note – immerhin war er einer der wenigen, der mit seiner Dynamik, die Ingolstädter vor Probleme stellen konnte…

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      • was für einen „schlampigen Pass“ meinst Du? Der Rückpass zum Elfmeter war ein ganz normaler Rückpass, den D-Jugendtorwart besser „klären“ muss. Fehler passieren, aber da braucht man jetzt auch nicht mehr groß nach Alibis suchen

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        • Kein D-Jugendtorwart kriegt einen Rückpass über 35 Meter aufs Tor. Sowohl die Strecke des Balls als auch die Positionierung des Passes kann man mMn durchaus unter schlampig (oder zumindest unnötig) verbuchen. Ändert natürlich nichts dran, dass es Kirschbaums Fehler ist.

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  • In meinen Augen kommt Kirschbaum zu gut weg. In einem so wichtigen, richtungsweisenden Spiel so ein Fehler zu machen und damit das Spiel zu entscheiden bedeutet eine 5+? Was muss er anstellen um seine 6 zu bekommen? Einfach am Spieltag daheim bleiben?
    Die komplette Liga weiß, er hat nur ein linken Fuß und rennt ihn voll an. Was er hinten fabriziert bei Rückspielen ist Kreisklasse. Zusätzlich kommt eine katastrophale Strafraumbeherschung bei hohen Bällen. Was aber trainierbar ist!
    Meine Meinung: Wenn wir den jungen wilden das Zepter geben müssen wir mit Schwankungen rechnen, dass ist normal! Aber die Älteren müssen den Jungen Ruhe und Sicherheit vermitteln. Das ist genau das Gegenteil.
    Auch im Tor sollten wir den Generationswechsel mit machen.
    Denke zur Winterpause wird es passieren. Oder soll ich sagen, ich hoffe es!

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    • Doch, das ändern auch drei Ausrufezeichen, zwei davon unnötig aggressiv, nicht. Ein Rückpass über 35 Meter ist in der Situation schon mal unnötig und ein Rückpass direkt aufs Tor ist an sich schon risikoreich. Wenn man dann auch noch, wie Du behauptest, einen Torwart drin hat, der nur einen linken Fuß hat, darf man ihn eigentlich gar nicht spielen.

      Sorry, man kann ja anderer Meinung sein, aber dann bitte fundiert und mit Argument und nicht mit Ausrufezeichen und sonst nur mit Behauptung ohne den Hauch von Belegen. Den Stil fordern wir hier dann doch ein und wen sich nicht dran gehalten wird, werd ich auch patzig.

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  • Der Club scheint nicht zu schlecht für den Aufstieg zu sein – auch die anderen oben spielen nicht konstant Spitzenfußball – er ist eher zu dumm. Das war jetzt das dritte Heimspiel, das man sich kurz vor Schluss durch einen Patzer abgeschenkt hat – Margreitter gegen Pauli, Löwen gegen Bielefeld und gestern Kirsche. Nun sind die Überraschungsteams schon 7 und mehr Punkte weg und die Favoriten schon auf 3 und 5. Wird gegen Holzbein Kiel nicht gewonnen, dürfte der Aufstiegszug weggefahren sein, denn Platz 3 ist im Normalfall keine echte Aufstiegscgance. Und wenn die vorderen Plätze zur Winterpause weg sind, wird sich unser Kader im Winter eher verschlechtern als verbessernn…

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    • Was Union angeht-1:0 in der 93.Minute nach einem Freistossgeschenk und einem nicht gegebenem Elfmeter gegen Sie, macht in der Summe 3 punkte vor uns…

      der Club hat in den letzten fünf Spielen entweder mit einem Tor Unterschied gewonnen oder verloren, überall spricht man von der großen Ausgeglichenheit der 2.Liga, nur hier macht ein Tor Unterschied regelmäßig den Unterschied zwischen Fußballgott und Versager, oder zwischen Euphorie und Depression , aus.

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    • Gute Analyse. Ich denke jedoch, dass der Aufstiegszug endgültig erst in der Rückrunde entschieden wird. Winterab-/Neuzugänge und Verletzungspech bringen da gewöhnlich Dynamik rein. Daneben relativieren sich starke Vorrunden, gerade von Aufsteigern. Einzig Union sehe ich als bessere Mannschaft. Sie sind spielerisch sehr gut und haben mit Polter den besten Stürmer der Liga.

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  • Ähhhhm. Nein war nicht aggressiv. Es ist meine Meinung. Und über die Frage des Stiels lässt sich ja bekanntlich unterschiedliche Meinung haben.
    Und was soll ich belegen? Nur den linken Fuß? Oder den nicht schlampigen Pass?
    Das ist meine Meinung und die solltest auch du akzeptieren ebenso meinen Stiel. Auch ist es fraglich Ausrufezeichen eine aggressive Unterstellung beizugeben.
    Ich habe in keiner Weise dich persönlich angegriffen, schade das du nicht mit anderer Meinung zurecht kommst. Sagt übrigens auch auf gewisse Art einiges über einen Stiel aus.

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    • Mehr als ein Ausrufezeichen ist schlechter Stil, weil unnötig. Wenn man nicht mal mehr merkt, dass mehrfache Ausrufezeichen Aggressivität vermitteln, wenn das also Normalität ist, sollte man dringend über seine Ausdrucksweise nachdenken.

      Und einfach ein „war nicht schlampig“ hinzurotzen, gehört sich nicht. Das ist auch nicht mit „Ist meine Meinung“ entschuldigt. Hier ist es üblich, seine Meinung zu belegen (Warum ist der Pass denn nicht schlampig? Ein einfaches „Ist halt so“, ist keine Begründung, auch da gilt wenn man das als normal und ausreichend erachtet, sollte man sich hinterfragen), wenn man das nicht kann oder will, muss man den Gegenwind aushalten.

      Stil ist übrigens nicht der Ende des Besens (Stiel).

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    • Was willst Du denn mit 3!!! 😉Ausrufezeichen deutlich machen?

      Es gibt im Deutschen kein Satzende, das mehr als ein Satzzeichen benötigt, bei einer Meinung reicht auch immer ein Punkt und fertig.

      Nun aber zurück zum Spiel, ich habe es nicht gesehen, ich habe es absichtlich nicht gesehen, zum ersten Mal hatte ich vor einem Spiel Angst. Ich kann nicht mal genau erklären warum. Schade, dass mein Gefühl richtig war.

      Schon das Spiel in Darmstadt zeigte mir, dass unserer jungen Mannschaft noch einiges fehlt, es gibt einfach zu viele Fehler, sowohl defensiv wie offensiv. Schade dass Kammerbauer die Sicherheit vom Beginn der Saison verloren hat, schade dass Erras doch noch nicht die Sicherheit von vor der Verletzung hat. Das ist natürlich kein Wunder nach der langen Leidenszeit, blöd nur, dass wir ihn aktuell auf Topniveau benötigen würden.

      Wir haben jetzt im Gegensatz zum Beginn der Spielzeit zwei gefährliche Stürmer, aber sowohl die Torgefahr aus dem Mittelfeld lässt nach, ok gestern Möhwald, klar Kerk fehlt je länger desto mehr, aber unser Mittelfeld rückt einfach nicht mehr so stark nach.

      Und trotz eines starken Ewerton ist unsere Defensive nicht in der Lage mal zu null zu spielen.

      Wenn man die Saison bisher betrachtet muss man wohl sagen es fehlt einfach an Konstanz und Sicherheit, ist ja auch kein Wunder nach den ganzen Umbrüchen, schade ist es für uns Fans trotzdem irgendwie.

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      • Klar ist das schade.Und je länger der Club da oben mitmischen kann umso lieber.Nur muss dann Alles stimmen, bei uns und die Ergebnisse der Konkurenz.
        Erwartbar oder gar ein Selbstläufer ist es mit dieser Mannschaft aber nicht

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  • Entscheident war doch das massive Pressing der Ingolstädter die offenbar genau wussten dass der Club damit zu treffen ist.
    Die Frage ist also wie hätte die Antwort auf diesen Ansatz der Ingolstädter aussehen müssen?
    Hätten wir nicht mit einer Systemumstellung reagieren müssen, Abwehr und Mittelfeld verstärken und versuchen die pressende Mannschaft zu überspielen statt eins ums andere mal mit dem Spielaufbau in Schwierigkeiten zu kommen?

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  • Über Rechtschreibfehler sich lustig zu machen sagt einiges über den STIL aus lieber Herr Zenger.
    Nicht das es jetzt hingerotzt rüber kommt😉

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    • *dass 😝

      Stil/Stiel ist übrigens ein Lexikfehler und kein Rechtschreibfehler, so wie das/dass ein Grammatikfehler ist, aber wer will schon klugscheißen. Am Ende wird das wieder auf meinen Beruf geschoben und nicht drauf, dass ich einfach ein Korinthenkacker bin.

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      • Genau.
        Wer Lehrer ist (ohne dabei leerer zu werden) und sich klar mit seinen Analysen positioniert, der auf auch mal mit verbalem Ausrufezeichen-Ersatz aus der Haut fahren.
        Am Ende zählt, dass man sich reflektieren kann, deshalb: Daumen hoch!!!
        (die drei !!! am Ende drücken hier aggressionsfreies Verständnis aus 🙂 )

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  • Probleme bei Systemumstellung:
    Teuchert und Ishak sind echte Stürmer, spielt einer offensiv Außen nimmt man ihm Qualität und bei Teuchert auch ein wenig Lust und Motivation.

    Uns fehlen aktuell starke offensive Außenbahnspieler, die gut nach hinten helfen können, aber vorne auch Torgefahr entwickeln. Kerk ist verletzt, Salli hat zu wenig Torgefahr, Werner ist defensiv zu schwach, eher ein Konterspieler, was bei uns zu selten zum Tragen kommt. Teuchert mag das nicht spielen. Möhwald ist zentral besser, sogar defensiv. Bei Hufnagel habe ich keine Ahnung.

    Deshalb benötigen wir bei zwei Stürmern und schwächelnden offensiven Außen Leibold und Valentini als Wing Backs, das bedeutet aber auch hinten eine Dreierkette, sprich alle drei nominellen IVs müssen spielen, selbst wenn ihnen mal eine Pause gut tun würde.

    Das Pokalspiel sollten wir auch nicht vergessen, das hat die Mannschaft schon Körner gekostet.

    Erklärngen gibt es immer viele Lösungen sind schwieriger. Ich hoffe wir kommen aus der Länderspielpause so gut wie bisher immer, dann könnten wir Tabellensituation und Stimmung gegen Kiel und Düsseldorf bessern. Ich wünsche Köllner das nötige Glück und das Können dafür. Wäre einfach zu schade, wenn nach den beiden Spielen die Luft schon wieder raus wäre diese Saison.

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  • Ist das wirklich wahr, dass der Club acht Kilometer weniger gelaufen ist?

    Sollte dem so sein, müsste man mal das Konditions- und Sprinttraining hinterfragen. Ein solcher Unterschied ist so eklatant, dass man in der Summe quasi einen Mann weniger auf dem Platz hatte.
    Zudem gilt es dringend Strategien zu entwickeln, wie man gegnerischem Pressing beikommt. Das war übrigens bereits von Spieltag 1 ein Problem, denn trotz des souveränen Siegs gegen den Tabellenletzten waren die ersten Minuten, als Lautern angelaufen war, mit vielen Unzulänglichkeiten behaftet, die damals vor allem in Freistößen für den Gegner mündeten.

    Keine Ahnung, ob die Spieler – technisch und von der Spielintelligenz her – qualitativ überhaupt in der Lage sind, sich aus der Bedrohung rauszuspielen oder doch nur rauszubolzen.
    Das müssten die Trainer wissen und entsprechend vermitteln.

    Aber klar ist: Der Club hat weder eine Übermannschaft, noch hat er einen Lauf.
    Und dafür steht er noch gut da.

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    Antwort
    • Du gibst dir die Antwort schon selbst. Dem laufintensiven Pressing der Ingolstädter müsste man mit ebensolcher Laufintensität begegnen. „Sich anbieten“ sah gestern eher nach gerade mal „nicht verstecken“ aus.
      Zu wenig Bewegung…

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      Antwort
      • Ohja, da machte mich mein Stationsitzvordermann mal rund, wurde laut und wütend:
        Viele male versuchte Kirschbaum mit dem Ball in der Hand das Spiel schnell zu machen, musste aber jedesmal abdrehen, da die ganze Mannschaft fast desinteressiert am eigenen Ballbesitz in Richtung Mittellinie ging. Die Betonung liegt auf „ging“, das ist nicht „laufen“ oder gar „rennen“.
        Ich schob die Schuld falsch auf Kirschbaum, aber wenn niemand von ihm den Ball wollte, was soll er da machen? Wohin soll er werfen?
        Da kann man nun mit der Info von weiter oben bzgl. „Köllner ermahnt Kirschbaum seine Vorderleute sanfter anzusprechen“ und dem sichtbaren Fakt, daß sich Kirschbaum mit dem Ball am Fuß sehr schwer tut, einen Mitspieler damit zu finden, ein rundes Bild sehen. Das ist dann halt echt doppelt Doof, wenn er sich dann am Ende den Ball über den Elfmeterumweg quasi selbst reinlegt. Sowas kann mannschaftsintern sicherlich einen großen Gesichtsverlust bedeuten.
        Mal sehen, ob er gegen die Störche im Tor sein wird.

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        Antwort
  • Das konsequente Anlaufen unseres Keepers hat inzwischen Methode. Das Tor gestern ist da nur die Spitze des Eisbergs.

    Ich sehe drei nötige Überlegungen des Trainerteams:

    1. Wie erzeugen wir mentale und (damit) physische Frische?
    Der Ansatz, es spielerisch zu lösen ist nach wie vor sichtbar. Dazu gehört aber als Option auch ein Pass zurück zum Torwart. Doch auch in harmlosen Situationen wählt Kirschbaum oft die komplizierte, nimmt Tempo heraus, weil er technisch keinen genauen one Touch Ball spielen kann und auch wenig Umsicht und Präzision im Aufbau erkennen lässt.
    Daraus ergibt sich entweder
    2. Die Mannschaft löst es wegen Kirschbaum nicht mehr spielerisch und vermeidet konsequent ein Zuspiel auf ihn.
    oder
    3. Die Position des Torhüters muss mit einem technisch versierten und mitspielenden Torhüters besetzt werden. Das wäre auf keinen Fall Kirschbaum.

    Ich bin gespannt auf die Antworten.

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    • Ich glaube wie einzelne wohl die Minderheit, es ist zu simple es an Kirschbaums Patzer festzumachen. Er ist ja nicht für die Spielanlage verantwortlich und daß der Gegner deutlich mehr Laufleistung bringt 90 min lang. Ebenso nicht zuständig ist er für vergebene Chancen. Wenn das alles zusammenkommt sieht so ein Torwart Schnitzer natürlich besonders blöd aus. Nicht nur Kirschbaum alle Torhüter werden agressiv angelaufen um sie zu einer ungenauen Spieleröfffnung zu zwingen. Das geht doch nicht nur Kirschbaum so. Was haben Bürki oder Ulreich schon für peinliche Tore auf einem ganz anderen Niveau kassiert, aber die Trainer haben zu ihnen gehalten. Ich sehe das Problem eher daß derzeit auch zu wenig von der Bank kommt wenn die etablierten Kräfte mal eine schwache Phase haben. Davon abgesehen ich finde es fatal daß wir zu so frühem Zeitpunkt schon wieder eine echte Heimschwäche einreissen lassen

      Ich glaube es geht vielen so, daß man mittlerweile mehr Bedenken vor Heimspielen hat als vor Auswärtsspielen, das muß aber umgekehrt sein.

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      • „Ich sehe das Problem eher daß derzeit auch zu wenig von der Bank kommt wenn die etablierten Kräfte mal eine schwache Phase haben“ – Volle Zustimmung, bei einer Truppe, bei der – wie gestern phasenweise – vier 97er und ein 95er zum Stamm und/oder zu dem Leistungsträgern zählen, ist es fatal, wenn man nicht zumindest in Phasen einen überspielten Löwen oder Erras ersetzen kann, weil die Alternativen einen Qualitätsverlust darstellen. Genau dafür wäre einer wie Jäger wichtig, aber der scheint noch weit weg zu sein.

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  • Mich wundert jetzt schon, warum Kirschbaum hier so angegriffen wird. Wenn ich da an die Zeit von Schäfer denke, der keinerlei Strafraumbeherrschung hatte und hohe Flanken nicht runtergepflückt, sondern die Bälle immer nur weggefaustet hat, bin ich froh das Kirschbaum im Tor steht. Was ist mit Mühl, bei den man bei jeden Pass Angst haben muss, dass er beim Gegenspieler landet? Warum spielt Löwen Verteidiger und Leipold davor? Ganz ehrlich wir können nur beten, dass sich Ewerton nicht verletzt!!! Für mich war der Fehler von Kirschbaum gestern nur der i-Punkt auf einer schlechten Leistung der gesamten Mannschaft inklusive des Trainers.

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    • Da gebe ich Dir voll und ganz recht. V.a. Mühl hat einfach noch zu selten Zweitliganiveau und wir merken zudem deutlich, dass Löwen aktuell nicht mehr der Spieler ist, der den positiven Unterschied macht. Und so schnell wird eine gute Mannschaft zu einer mittelmäßigen Mannschaft, wenn sie zudem nicht gallig genug ist. Ich denke, der Grund für die andauernde Kritik an Kirschbaum liegt an verschiedenen Dingen: zum einen ist das Vertrauen durch seinen ganz schlechten Einstand vor Jahren grundsätzlich gering. Dann stellt er eben auch den Old School Torwart dar, der keinen Ball an den Mann bringt. Egal ob aus der Hand oder vom Boden – er ist der Goran Curko des 21. Jahrhunderts. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und auch gerade f+r unser Team und Taktik ein Problem, das Köllner endlich lösen muss. Ansonsten kann man ihm unabhängig von dem gestrigen Hammer nur vorwerfen, dass er absolut kein Gefühl bei Elfmetern hat.

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  • Hallo Florian,
    ich frage mich gerade, wie und ob sich die Laufleistung zum Saisonstart negativ verändert hat, denn gefühlt hatte ich gerade zum Start das Gefühl, dass wir hier sehr dominant waren…
    Weiter bin ich aber auch nicht sicher, ob man die Statistiken jetzt genau überprüfen kann / sollte…
    trotzdem überwiegt das Gefühl, dass wir nicht mehr als unsere jeweiligen Gegner aufbringen…
    Täusche ich mich da ? – Vielen Dank für Deinen Kommentar

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    • Die Zahlen:

      NürnbergLaufstrecke (in km)Gegner
      112,42
      Lautern
      111,07
      115,67
      Regensburg
      117,62
      111,95
      Union
      112,95
      107,19
      Aue
      109,32
      118,99
      St. Pauli
      125,41
      112,19
      Duisburg
      109,80
      115,64
      Bochum
      117,02
      116,18
      Fürth
      114,60
      114,65
      Bielefeld
      124,98
      118,69
      Darmstadt
      121,38
      113,71
      Dresden
      111,88
      114,10
      Heidenheim
      120,13
      117,96
      Ingolstadt
      125,96

      Es war also gestern die „dritthöchste“ Laufleistung der Saison, falls man das so quantifizieren möchte. Das lag natürlich auch dran, dass man mehr verschieben musste als normal, weil der Gegner mehr den Ball hatte, daher ist die Aussagekraft dieser absoluten Zahl mMn immer mit Vorsicht zu genießen.

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      • Die absoluten Zahlen mögen abhängig vom Gegner sein, aber dass wir überhaupt nur in 4 von 13 Spielen mehr gelaufen sind als unser Gegner gibt mir schon zu denken. Das war zu Weilers Zeiten noch deutlich anders und Schlüssel zu so manchem Erfolg. Hier müsste man wirklich ansetzen, wenn das noch was werden soll.

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        • Vor allem bei Niederlagen hatte man jedes mal deutlich weniger Laufleistung. Interessant..und ein Indiz dafür, daß häufig der gewinnt der bereit ist Meter mehr zu machen, wenns weh tut.

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  • Vielen Dank Florian für die Aufstellung – finde ich klasse, dass Du da gleich reagiert hast…
    wenn ich das jetzt richtig interpretiere, waren wir also in 9 von 13 Spielen „sicher auch durch kluges Verschieben o.ä.“ aber in der Laufleistung schlechter…
    Versteh mich bitte nicht falsch – ich gebe normalerweise auch nicht so viel auf Statistiken, aber komisch ist, dass wir „nur“ gegen die hintenstehenden Vereine (Fürth, Lautern, Dresden – ok auch Duisburg) hier mehr Laufleistung als der Gegner hatten…könnte man daraus etwas ableiten ?
    Ich bin mir nicht sicher, habe aber eben einen Eindruck, dass – wenn wir „gefordert“ sind, dann auch mehr leisten können…“spielstarke“ Gegner, die uns pressen und Räume eng machen – also agressiv auch in der Laufleistung sind…
    zudem stelle ich mir gerade die Frage, warum bei den Spielen Ingolstadt (-8 km), Heidenheim (-6 km), Bielefeld (-10 km), St. Pauli (-7 km) so gravierende Unterschiede vorhanden sind…diese Spiele haben wir verloren und sie waren (abgesehen von Heidenheim) Heimspiele – das würde mich zum Schluss bringen, dass wir hier explizit in den Heimspielen ein „Problem“ haben…

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    • Laufleistung ist interessant, auch wenn die Spiele für mich unterschiedliche Charakter hatten. Gestern, gegen Heidenheim und Aue (auch Dresden) hat uns deutlich die Geilheit auf den Sieg und die entsprechende Aggressivität gefehlt. Beim Spiel gegen Pauli und Bielefeld ist mir das hingegen weniger aufgefallen, Hier waren wir m.E. einfach unglücklich bzw. haben durch individuelle Fehler ordentliche Leistungen nicht veredelt. Insgesamt fehlt uns m.E. immer wieder die Zweikampfrobustheit. Wir spielen einen gepflegte Ball, sind jedoch nicht der „unangenehme Gegner“.

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      • Ich glaube, eines der Probleme gestern war vor allem, gegen einen spielerisch besseren Gegner agieren zu müssen (wie auch gegen Dresden). Da läuft man hinterher und bekommt keinen Zugriff auf das Spiel. Verunsicherung und Hektik macht sich breit, das Selbstvertrauen sinkt, wenn man auf dem Platz weiß, dass der Gegner einfach besser ist. Dann mental um- und in den vollen Kampfmodus zu schalten, physisch gegenzuhalten, viele schmerzhafte Wege zu gehen – das geht nur im Kollektiv.

        Leider kann man das im Training nicht üben, weil die spielerisch und technisch besseren Gegner nicht zu simulieren sind. Im Match ginge es dann also nur über Physis und Kampf – und das widerspricht wahrscheinlich dem Köllnerschen Imperativ, der wohl gerne sehen möchte, dass die verschiedensten Situationen spielerisch gelöst werden sollten.

        Kann ich auch verstehen. Denn nur, wenn die Spieler das in den jeweiligen Situationen anzuwenden versuchen, werden sie es auch irgendwann können. Dabei passieren leider jede Menge Fehler, die zwar in der Relation noch selten, in der Summe allerdings doch zu oft zu Gegentoren führen.

        Ist natürlich eine Sisyphusarbeit für die Trainer: Will man eine junge Mannschaft weiterentwickeln, besser machen, individuell auf ein höheres Level führen, dann muss man auch bereit sein, Fehler zuzulassen.
        Will man aufsteigen bzw. so lange wie möglich oben vielversprechend mitspielen, darf man nicht so kategorisch spielen lassen und muss besonders in der zweiten Liga physische Voraussetzungen bei den Spielern schaffen, brutal Tempo und Wege zu machen – was das technische Spiel wiederum im besten Falle vermeidet, weil unnötig.

        Auf der anderen Seite hat der Club aufgrund auch seiner technisch orientierten Spielweise jetzt endlich wieder mehrere junge Talente auf dem Platz, die zudem alle vier in die jeweiligen U-Nationalmannschaften berufen wurden. Das erhöht nicht nur deren Marktwert, das ist auch als Ausweis für den Verein wichtig, wenn er so klein ist, wie der Club, dessen Mitglieder sich offenbar weiterhin einer Ausgliederung verweigern.

        Aber das wäre die nächste Baustelle, die lasse ich besser mal außen vor.

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    • Club4ever: …dass wir hier explizit in den Heimspielen ein „Problem“ haben…

      Wenn’s mal nur das wäre.
      Ich habe den Eindruck, dass da grundsätzlich was nicht passt.

      Die letzten drei Liga-Spiele waren doch alle schlecht.
      Dresden – hab ich nicht zwar gesehen, aber Eure Kommentare hier waren ja klar genug. Trotz des Sieges eine sehr schwache Gesamtleistung.
      Heidenheim – genauso mäßig aufgetreten wie in Dresden. Verloren.
      Ingolstadt – nicht nur mäßig, sondern weitgehend sogar gruselig. Auch verloren. Zwar dumm, aber zurecht.

      Irgendwie kiregt der Club also in seiner Gesamtheit nix mehr auf die Reihe.
      Sehr interessant, wie die Laufzahlen in dieses Muster passen…

      Dabei erkenne ich bei einigen durchaus Kampfeswillen. Leibold und Möhwald beispielsweise sind ja keine Leistungsverweigerer. Die rennen ja und machen und tun.
      Aber scheinbar funktioniert irgendwas am System nicht. Oder man kommt mit der Taktik des Gegners nicht zurecht, oder sonst was. Ich kann das zu wenig beurteilen.

      Ganz bedenklich finde ich derzeit nur die Leistung von Lukas Mühl. Da ist deutlich mehr Schatten als Licht, so dass man ihn durchaus auch mal zwei Spiele draussen lassen könnte.

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  • Den Fehler von Kirsche würde ich nicht überbewerten. Die Anmerkung des Kommentators, dass Köllner im Innenraum Kirschbaum ermahnt hätte weniger mit seinen Vorderleuten zu schimpfen bringt mich da mehr ins Grübeln.

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  • Zu Kirschbaum: Wurde hier ja schon vieles angesprochen, mal meine Sicht als Torwart-Papa seit nunmehr über 8 Jahren (und ja, ich hab mir wahrscheinlich 100 D-Jugend-Spiele angesehen).

    Der Ansatz, aus der Pressing-Situation sich spielerisch zu lösen muss den Torwart mit einbeziehen. Dazu braucht man einen passsicheren und auch ruhigen Torwart. Der Ansatz als solcher ist auch gut, eben der eigene Anspruch an spielerische Lösungen, wie man sie in allen Mannschaftsteilen unter Köllner sieht, der Ansatz ist aber auch hochriskant. Gerade bei so aggressiv anlaufenden Gegnern darf halt dann gar nix passieren und ich kenne keinen Keeper in Liga 2, der derart gut am Ball ist (und noch alle anderen notwendigen Attribute in sich vereint), dass ihm nach 80 Minuten psychischer Belastung kein Fehler passieren würde.

    Was mir das sagt? Mindestens in der Phase hätte ich das sein gelassen mit den spielerischen Lösungen. Es wäre mir einfach zu riskant gewesen, egal welcher Keeper da drin gestanden hätte. Dass es Kirschbaum war, spricht natürlich nicht für ihn, am Ende macht er halt den Fehler – mit seiner Erfahrung hätte er das auch selbst so einschätzen können und die Pille halt vorgedroschen. Vielleicht ist das mein echter Kritikpunkt an Kirschbaum: Er ist ein guter Torwart, der auch in dem Spiel gute Bälle abgefangen hat, wo andere wild gefaustet hatten. Aber Kirschbaum hat zwei „gefährliche“ Phasen: Wenn er unsicher ist, weil ihm das Vertrauen fehlte, und wenn er übermütig wird, und er Dinge versucht, die ihm einfach nicht wirklich gut liegen, er das aber als eigener Anspruch zeigen will (hohes Stellungsspiel, wo man lieber tief stünde, fangen, wo man auch mal fausten sollte, mitspielen, wo man vordreschen darf). Wenn er das lässt und einfach solide seinen Job macht, ist er ein guter Torwart.

    Dass er als erfahrener Keeper einer jungen Mannschaft Führungsstärke gibt, spricht für ihn, wenn er sich natürlich ständig mit solchen Eiern selbst in Frage stellt, ist das für keinen gut.

    Wenn man versucht spielerische Lösungen in die Mannschaft zu kriegen, und zwar egal wer da am Platz steht, muss man eben die Risiken in Kauf nehmen, gerade wenn du Qualität und Leistungsschwankungen eines zudem jungen Zweitliga-Kaders hast. Dennoch ist der Weg besser als der furchtbare Pragamtismus, den Hecking am Ende spielen ließ.

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