Gute Laune beim Club

„Keinerlei Initiative von unserer Mannschaft, keinerlei Anstalten, Fußball zu spielen. Nichts. Gar nichts. Die ganze zweite Halbzeit lang kommt nichts von unserer Mannschaft. Wie in den Relegationsspielen gegen Frankfurt. Ist das Absicht? Hat Köllner seinem Team die Weiler-Taktik verordnet? Dabei hat Köllner besonders für die Heimspiele erfrischenden Angriffsfußball versprochen. Klar darf man dem Gegner nicht ins offene Messer laufen, aber da kommt ja gar nichts. Nicht ansatzweise kommt da was…“

 

„Ishak! Ishak! Glanztat des Ingolstädter Keepers!“, schreit der Mann im Fernseher. „Wie aus dem Nichts eine Riesenchance für den 1. FC Nürnberg! Na, das hätte den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt, wenn…“

 

„Immerhin eine Torchance. Eine solche Chance haben sie in den Relegationspielen nicht gehabt.“

 

„Was daran liegt, dass der ESV Ingolstadt nicht Eintracht Frankfurt ist, mein Sohn.“

 

„Elfmeter! Elfmeter für den FC Ingolstadt! Was für ein Bock des Nürnberger Schlussmanns! Mein lieber Herr Gesangverein! Eieiei! Lässt der das Leder – ich denke, es war Löwen, von dem der Rückpass kam – lässt der den Ball direkt zu einem Ingolstädter prallen! Und dann bleibt ihm nur noch die Notbremse! Was für ein Geschenk für die Gäste, die nun in der Schlussphase eines Spiels, das sie besonders in der zweiten Halbzeit klar dominierten, die große Chance haben, den entscheidenden Treffer zu…“

 

„Warum schlägt Kirschbaum den Ball nicht raus? So ein Mist!“

 

„Die gleiche Scheiße wie gegen Bielefeld! Da haben sie auch kurz vor dem Spielende ein Tor gefangen, weil sie den Ball nicht weggebolzt, sondern sich auf eine Tändelei eingelassen haben, die sie fußballerisch überfordert hat. Lernen die denn nicht dazu? Warum lernen die nicht dazu?“

 

„Nee, das wird nichts mehr für die Gastgeber, da kommt nichts mehr – und jetzt ist es amtlich. Der 1. FC Nürnberg gibt sich dem FC Ingolstadt mit 1:2 geschlagen und fällt auf den vierten Tabellenplatz zurück. Was der guten Laune (klick) am Valznerweiher freilich keinen Abbruch tun wird, man wird weiterhin rundum zufrieden sein, auch wenn der Club jetzt zwei Spiele in Folge verloren hat, denn in Heidenheim kann man verlieren, das hat die Anhängerschaft ihrer Mannschaft schon lange verziehen, und eine Heimniederlage gegen Ingolstadt ist kein Beinbruch, im Gegenteil, das Lehrgeld, das man heute gezahlt hat, ist eine Investition in die Zukunft, genauso wie das Lehrgeld, das die Nürnberger schon bei den Heimniederlagen gegen St. Pauli und Bielefeld gezahlt haben – doch ich höre, wir können an den Spielfeldrand schalten, der Trainer des FCN steht zum Interview bereit.“

 

„Was redet Köllner da?“

 

„Der regt sich über den Schiedsrichter auf.“

 

„Schalt ab, mein Sohn, schalt ab!“

 

„Warum?“

 

„Ich kann das Gequatsche nicht mehr hören.“

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

46 Gedanken zu „Gute Laune beim Club

  • Lehrgeld i.S. einer „Investition in die Zukunft“ gibt es in Liga 2 nicht. Das Quartett Möhwald, Leibold, Teuchert und Kammerbauer steht hier sinnbildlich für die Zwickmühle des FCN. Wer der Hoffnung eines Aufbaus über 2-3 Jahre hinweg nachhängt, der hängt einer Illusion nach. Welche Trümpfe hat der FCN den genannten Spielern gegenüber bei Vertragsverlängerungen, wenn man zur Winterpause auf Platz 5 steht? Wie schwer wiegt ein „Spielzeiten“ Argument im Winter noch, wenn einzelne Spieler in Liga 1 wechseln können? Auch die Starks und Plattenharts sind nicht auf den Bänken gelandet und in der Versenkung verschwunden.

    Deshalb kann ich mit dem Saisonziel „oberes Drittel“ wenig anfangen. Das mag in Anbetracht der Kaderqualität und des Umbruchs im Verein realistisch sein, aber was sind die Konsequenzen? Man schließt die Saison im Einklang mit dem Saisonziel auf Platz 4 ab. Die guten Einzelspieler verlassen (teilweise ablösefrei!) den Verein und Sisyphos rollt den Stein erneut nach oben, d.h.: die Abgänge kompensieren, eine Stammelf finden, die Mannschaft entwickeln, usw. Nur: Bis dahin schwimmen wieder 2 „Dickschiffe“ im Teich, welche das Unternehmen Aufstieg massiv erschweren. Deshalb muss der Aufstieg diese Saison gelingen! Die Voraussetzungen sind gut und wären noch bessern, wenn man in manchen Situationen mehr „heckingschen Pragmatismus“ (wenn auch von Alexander kritisiert) walten lassen würde. Auch ich wünsche mir eine spielerische Weiterentwicklung, allerdings nicht auf Kosten von Meisterschaftspunkten! Die richtige Balance aus Pragmatismus und Idealismus ist mMn noch nicht gefunden.

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    • Genau so seh ich das auch.Eine Mannschaft auf Jahre aufbauen ist der Lacher bei den spielerberatern.Man schaue nur mal nach Hamburg. Da schiesst ein Siebzehnjähriger in seinem ersten startelfeinsatz ein Tor und schon jagt ihn angeblich halb Europa. Ausserdem sollte man sich an die Jahreshauptversammlung erinnern .Da sagt Herr meeske durch die Blume dass nur ein Aufstieg uns von unserem immens hohem Schuldenberg runterbringen kann.Annsonsten stottern wir die nächsten dreißig Jahre alljährlich 500000 Euro ab und grüssen dann irgendwann den Aachener tivoli oder den bieberer Berg in Offenbach.

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      • „Genau so seh ich das auch.Eine Mannschaft auf Jahre aufbauen ist der Lacher bei den spielerberatern.“

        Dazu zwei Dinge: Erstens geht es um den Aufbau einer Mannschaft und nicht den Aufbau von Spielern per se. Beim Aufbau einer Mannschaft etabliert man heute eine Spielphilosophie und sorgt möglichst dafür, gerade nicht von Einzelspielern abhängig zu werden oder eine Taktik zu finden, die eben nur mit dem vorhandenen Spielermaterial funktioniert. Genau das sagt Bornemann doch, wenn er von DNA spricht. Es geht darum den FCN so aufzustellen, so „eine Mannschaft zu bauen“, die eine Handschrift hat und in der einzelne Spieler eben austauschbar sind, idealerweise aus dem eigenen Nachwuchs, weil man dort die Art und Weise „der Mannschaft“ schon kennt und genau weiß, was verlangt wird auf der und der Position.
        Und zweitens sollte ein guter Spielerberater schon schauen, ob sein Zögling wirklich eine gute Karriereplanung hat oder nur gerade mitnimmt, was am hellsten glänzt. Wenn ich an einen Spieler wie Teuchert denke, der bei allem Talent noch genug mit sich selbst zu tun hat und zudem nicht so gut und konstant ist, dass er aktuell ernsthaft eine Chance hat sich bei einem Bundesliga-Team durchzusetzen, sollte sich der Berater schon fragen, ob man jetzt vielleicht „schnelle Kasse“ macht oder sich mit Verein und Spieler darauf einigt, die Entwicklung noch eine Weile gemeinsam zu gehen, um dann gemeinsam „Kasse“ zu machen. Das müssen dann aber auch beide Seiten wollen und realistisch einstufen, was das für beide Seiten bedeutet – und das dann auch vertraglich verankert. Bei Gündogan ist das nach meinem Empfinden übrigens perfekt gelaufen – und trotzdem haben noch viele gepfopfert, man hätte den nie so billig ziehen lassen dürfen und überhaupt mit Ketten an den Club festbinden.

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        • Das mit den Beratern sehe ich völlig anders .Die Berater die wollen dass es für beide Seiten,also Spieler und Verein,“passt“ die muss man doch mit der Lupe suchen.Heutzutage wird der Spieler doch vom Berater aufgefordert zu streiken wenn der Verein ihn nicht ziehen lässt.

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          • Sicher gibt es solche Berater, doch die anderen gibt es auch, sogar in der Mehrzahl. Nur hört man bei denen nix. Das sind die geräuschlosen Verlängerungen von Spielern in allen Vereinen. Nur weil ein paar schwarze Schafe dabei sind – und da passt dann meist auch Spieler und Berater wie Arsch auf Eimer zusammen – ist nicht die ganze Herde so. Da tut man der Branche so pauschaliert unrecht. Zudem wäre interessant zu wissen, ob deine Einschätzung auf Wissen beruht oder auf eine allgemeine Meinung, die sich über die Medien gebildet hat.

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            • Also ich denke die Vereine spielen bei den Beratern da schon eher eine Nebenrolle. Liegt ja auch in der Natur der Sache eigtl das bei einem guten Berater an aller erster Stelle der Spieler kommt, danach er selbst und dann der Verein. Natürlich brauchen Berater nicht meinen das sie Vereine groß ignorieren geschweige denn verprellen können, aber die Prioritäten dürften da klar verteilt sein. In der Regel gehen schließlich die Vereine auf die Spieler zu und da richten sich erstere kaum danach wer zweitere vertritt.

              Es kommt ja auch immer auf Angebot/Nachfrage an. Stichwort Rajola, der kann sich auch mehr aus dem Fenster lehnen als manch anderer.

              Es ist aber natürlich nicht so das die Berater immer die bösen sind, wenns mal in den Medien hoch kommt (nicht jetzt Fälle wie Dembele und co), da werden es die meisten wohl auf sich nehmen im Sinne des Spielers die A.Karte zu ziehen und das wissen die Vereine genau so. Das Thema wird halt medial auch gern ausgeschlachtet, aber is schon iwie lustig, teilweise wenn Spieler wechseln sind die Berater auf der einen Seite die bösen, auf der anderen Seite wird es ihnen aber dann nicht im Gegenzug gedankt, insofern ist wohl auch ein undankbarer Job 🙂

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    • Ebenfalls 100% Zustimmung – wenn wir den Spielern der Mannschaft, die das Potential haben 1.te Liga zu spielen zur Winterpause keine realistische Perspektive anbieten können, dies auch im nächsten Jahr beim 1.FCN zu tun, steht uns ein erneuter Aderlass bevor und das dürfte es dann auch gewesen sein.

      Komisch – obwohl die Saison bisher besser lief als erwartet sind die Aussichten irgendwie frustrierend.

      Frank

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      • Um ehrlich zu sein sind die frustrierenden Aussichten aber nicht neu, sondern latent… Ich hab mich schon lange damit arrangiert. Auch Meeske hört nicht auf das zu beteuern, es will irgendwie nur keiner wirklich hören. Wir kommen nur ganz langsam und Schritt für Schritt aus einer echt bedrohlichen Lage raus. Und während der Patient nun etwas stabiler auf der Intensivstation liegt, reden manche schon wieder von Attacke.

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    • Holzmichel, versteh mich nicht falsch, ich wünschte auch, wir könnten alles auf einmal lösen. Zudem sind die Probleme – wie beschrieben – ja tatsächlich auch da. Nächstes Jahr könnte ein Brett werden, wenn man hier sieht, was da in der Liga landen könnte. Du kannst aber – um mich mal der Jägersprache zu bedienen – nicht zwei Hasen auf einmal jagen. Konsolidierung und Investition, Entwicklung und Pragmatismus – das von dir gewünschte „richtige Maß“ geht da mitunter einfach nicht, wenn sich zwei Dinge diametral unterscheiden. Zudem sind manche Dinge kein frommer Wunsch, sondern schlicht auflagen, die wir zu erfüllen hatten, wie bspw. die Vertragsverlängerungen, die, wie Bornemann am Montag in den Äther zu Protokoll gab, durchaus möglich gewesen wären, die aber aufgrund der finanziellen Situation damals nicht erlaubt waren, ohne bspw. einen (frei interpretiert) Punktabzug in Kauf zu nehmen.

      Ich kann nicht „bisschen schwanger“ sein. Entweder ich setze auf die Jugend und erlaube ihr dann auch Fehler zu machen, oder eben nicht. Ein „lass sie spielen, wenn sie gut drauf sind“ funktioniert nicht, weil sie am meisten lernen, wenn sie schlecht spielen und meist nur dann gut spielen, wenn sie gelernt haben. Dieses „bisschen Jugendkonzept“ wollte doch schon Bader umsetzen und raus kam nix. Weil es so einfach nicht funktioniert.

      Wir sind aktuell – nach meiner Einschätzung – sogar weit weg von großen Wahlmöglichkeiten. Wir haben schlicht keine Optionen mehr, weil wir uns in eine Lage gebracht haben, die uns nahezu handlungsunfähig machte – da sind wir dank Bornemann/Meeske jetzt sogar wieder etwas aus dem Gröbsten. Wir können natürlich versuchen uns noch bisschen lebensverlängernd pragmatisch aufzustellen, noch 1-2 Leihspieler im Winter holen, um damit den Aufstieg anzupeilen. Kann klappen, muss aber nicht. Am Ende klappt es nicht und was bleibt? Junge Spieler, die ein halbes Jahr Entwicklung verloren haben, Geld für Leihe und Gehalt ist weg – und zwar in beiden Fällen, Aufstieg und Nicht-Aufstieg. In letzteren Fall sogar noch bitterer.

      Und was ist, wenn wir jetzt „all in“ gehen und Teuchert, Möhwald und Leibold auf Biegen und Brechen verlängern? Zu welchem Preis? Und doch ganz sicher nicht ohne Ausstiegsklauseln, die – je niedriger das Salär, umso bitterer im Abgang wären. Verpasster Aufstieg, dann sind trotzdem alle weg – und das sicher nicht zu Konditionen, die uns die Augen leuchten ließen. Warum sollte ein Leibold denn einen Zweitliga-Vertrag unterschreiben, wenn er auf die Bundesliga schielt? Warum sollte er dann auch noch eine hohe Ausstiegsklausel akzeptieren, die ihm im Zweifel seinen Traum verwehren wird? Seine Ausgangsposition ist doch aktuell bestens! Er kann im Sommer bleiben oder gehen, das Handgeld wird üppig sein und die Angebote reichlich – sogar ein Verbleib ist ihm dann offen. Wer will sich für welche Versprechen denn diese Optionen abkaufen lassen?

      Ziele wie „oberes Drittel“ sind auch nicht meine Träume schlafloser Nächte. Aber man muss doch sehen, was möglich ist und was nicht. Und wenn man investieren will, was man dabei investieren und riskieren kann. Und der Club hat eben nach dem Abstieg schon viel zu viel riskiert, was uns beinahe das Genick gebrochen hätte.

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        • schließe mich meiner Namensvetterin vollumfänglich an.
          insbesondere dieser hier ist mMn eine sehr schöne Analyse der leider wenig schönen Situation unseres geliebten Club.

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      • Ich antworte nur auf deinen ersten Absatz, sonst wird es zu viel.
        Ich fordere keine Jagd auf zwei Hasen und meine Forderung betrifft auch keine diametral unterschiedlichen „Dinge“. Ich störe mich daran, dass die Spieler/Mannschaft in manchen Spielsituationen riskante Entscheidungen treffen (müssen?), die nicht ihrem Leistungsstand entsprechen (z.B. Rückpässe & Annahmen unter Pressing). Punktverluste aufgrund einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten oder Unterschätzung des Risikos sind für mich nicht hinnehmbar. Eine realistische Situationseinschätzung gehört für mich zu den Kernkompetenzen eines Profispielers und muss genauso entwickelt werden wie Technik und Physis. Wenn diese bei manchen (jungen) Spielern unterentwickelt ist, dann muss die Maxime eben „Fehlervermeidung“ statt „Perfektionismus“ lauten. In diesem Punkt pragmatischer zu werden, d.h. den Spielern Lösungen entsprechend ihrer Fähigkeiten zuzugestehen statt sie zu überfordern – und damit (spielentscheidende) Fehler zu produzieren – das ist mein Wunsch.
        Dann würden wir am Ende des Spiels (z.B.) über die Streuung in Kirschbaums Abschlägen/Pässen diskutieren, aber nicht zum x-ten mal eine Torhüter-Grundsatzdiskussion aufgrund eines spielentscheidenen Fehlers führen.

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          • Dass sich Spieler nur über den Wettkampf und „ausprobieren“ entwickeln, erscheint mir doch etwas an der Haaren herbeigezogen. Ich möchte nicht bestreiten, dass die Wettkampfsituation ein wichtiger Pfeiler für die Entwicklung ist, die Lernfortschritte erfolgen doch aber hauptsächlich über das Training. Pressingsituationen/Druck kann ich im Training nachstellen.
            Ich kann selbst keinen Fussball spielen, aber eine Analogie zum Kickboxen ziehen. Ich würde niemals die Behauptung aufstellen, wenn ich im Wettkampf nicht etwas ausprobieren darf entwickle ich mich nicht. Im Gegenteil: Wenn ich dort Dinge tue/ausprobiere, die mich überfordern, dann haut mich mein Gegner K.O.! Genau so ist es dem Club jetzt zweifach widerfahren. Meinetwegen können 30 Meter Rückpässe und Seitenwechsel durch den Torwart (unter Pressing) zur Spielphilosophie gehören und entsprechend trainiert werden. Sieht sicher auch schick aus wenn es klappt. Wenn es aber nicht klappt und man deshalb Punkte herschenkt, dann hab ich dafür keinerlei Verständnis. Auch irgendwelche Lerneffekte (die es sicher gibt) rechtfertigen das nicht, dafür steht zu viel auf dem Spiel.

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            • Von „nur“ im Wettkampf und „nur“ durch ausprobieren war nie die Rede, bitte keine Strohmänner aufstellen und dann nieder kickboxen. 😉

              Es geht drum, dass man natürlich Abläufe trainieren kann, nur müssen die eingeübten Abläufe im Wettkampf zur Anwendung kommen, sonst braucht man sie ja nicht trainieren. Wenn ich etwas nie im Wettkampf anwende, weiß ich auch nicht, ob es funktioniert. Auch weil sich realistische Drucksituationen im Profifußball nicht im Training nachstellen lassen (weil man nicht vor 25000+ Zuschauern im Stadion trainieren kann; weil man den Druck, dass es um Punkte geht nicht simulieren kann) – deshalb ist ja zum Beispiel auch Elfmeterschießen trainieren so völlig unsinnig.

              Es wird jetzt nicht so gewesen sein, dass Köllner im Training gesehen hat, dass das so halbgar funktioniert und dann gesagt hat „Ach, das probieren wir jetzt mal, entweder es klappt oder es geht halt schief, aber die lernen was dabei.“ Das wird ohne den (nicht simulierbaren) mentalen Druck funktioniert haben, sonst hätte er es nicht angeordnet.

              Das gezielte Anspielen des Torwarts und dessen Seitenwechsel haben übrigens nichts damit zu tun, dass das „schick aussieht“ was man da einübt, sondern damit, dass man sich so gezielt aus Pressingfallen befreit, den Gegner überspielt und schnell kontern kann, was ja der verfolgte Ansatz am Montag war.

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              • Danke für die Belehrung, wie man sich mittels Einsatz des Torwartes aus Pressingfallen befreit. 😉 Befreien kann ich mich übrigens auch durch einen langen Schlag. Dann mag der Ball beim Gegner landen, aber nicht im eigenen Tor! Ich wiederhole es: Fehlervermeidung statt Perfektionismus. Kirschbaum hat doch selbst gesagt, er hätte den Ball nicht annehmen sollen. Möhwald redet Klartext: der Auftritt entsprach nicht dem Plan und er erkenne eine gefährliche Abwärtstendenz (!). Da gibt es für mich keine Argumente für ein weiter so, dann muss ich (phasenweise) etwas umstellen, bis die Spieler (wieder) in der Lage sind die Situationen auch im Wettkampf mit der riskanten Variante zu lösen.
                Köllner hat angekündigt über die Pause einige Dinge anpassen zu wollen, ich bin gespannt.

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                • Der ungezielte lange Schlag befreit aber ja nicht aus dem Pressing, weil der Gegner den Ball sofort wieder hat, genau deshalb will man ihn ja nicht sehen.

                  Wie zielführend das im Speziellen ist, ist was anderes, aber es geht in keinem Fall ums „schick aussehen“.

                  Was den Pragmatismus angeht, bin ich auch anderer Meinung. Wozu dieser führt, hat man letzte Saison gesehen. 2015/16 hat man unter Weiler brutal pragmatisch gespielt, dabei kein inhärentes System entwickelt, die Spieler kaum systematisch weiterentwickelt. Die Quittung gab‘s dann als die Spieler für das pragmatische System nicht mehr da waren: Eine verschenkte Saison, weil die Systematik fehlte.

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                • Zum Entspannen bis zum nächsten Ärger über unseren Club empfehle ich die neue Hobosexual anzuhören. Seit dem 3.11. ist das vierte Album „Monolith“ des fast völlig unbekannten Duos aus Seattle draußen. Es bietet wieder herrliche Mucke und spannt den musikalischen Bogen über die halbe Rockgeschichte: Teilweise innerhalb eines einzelnen Songs gehts von Led Zeppelin, AC/DC, Hairmetal, Glamrock bis hin zu Grunge oder Heavy Metal. Lässt sich schwer beschreiben, muss man selbst erhören. Klingt alles geklaut, aber auch wieder nicht. Einfach Klasse, was die beiden zusammenschrammeln.

                  Also den Clubschal in den Schrank und das Trikot endlich zur Wäsche (Igitt!), dafür die Luftgitarren raus, Langhaarperücken auf und Headbängen was das Zeug hält! Die Musik lässt sich direkt per Browser mit Youtube geniessen, auf der Hobosexual-Bandcamp-Seite, auf der eigenen C64-Style-Hobosexual-Homepage konsumieren oder teilweise bei Amazon als MP3 kaufen.

                  Sind leider immer noch sehr unbekannt, das ist sehr schwer verständlich.
                  Ähneln damit vielleicht irgendwie auch dem Club. Eindeutig zu Großem geboren, aber kaum Zuschauer ähh Zuhörer. 🙂

                  P.S.: Länderspiele, wayne interessierts? Später Online Stammtisch und PUBGen. eSports, yeah!

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  • Wenn wir weiter so schlecht spielen, sind „nur“ Teuchert, Möhwald und Leibold weg.
    Wären wir und damit doch auch die Spieler besser, wären darüberhinaus auch Löwen, Erras oder vielleicht auch Ishak weg. Das ist eine Krux.
    Natürlich würde einer der ersten Ränge in der zweiten Liga bei Vertragsverhandlungen helfen. Dennoch sind wir weit davon weg, Gehälter zahlen zu können, wie sie Augsburg oder der HSV selbst auf der Ersatzbank zahlen können (Außer die Altverträge für Sepsi und Brecko… die lagen auch über Augsburg oder HSV Gehältern). Da kann eine bessere Platzierung in der zweiten Liga helfe, ein Allheilmittel zur Vertragsverlängerung für jemanden, der 1. Bundesliga sofort spielen kann, ist doch auch diese bessere Platzierung nicht.
    Das ganze ist und bleibt ein Dilemma. Wir müssen auf die Jugend und den Nachwuchs setzen, haben da gerade Glück, daß hier Talente wie Teuchert, Löwen, Mühl, Kammerbauer oder Erras in die Bresche springen können. Müssen damit aber eben auch zum Himmel von z.B. einem Löwen-Pass in den Fuß des Mitspielers über 40 Meter solche Kröten wie die Fehler von Erras+Löwen vor dem 2:1 für Bielefeld schlucken.
    Wo ist da das Geheimrezept? Es bleibt einfach nur schwierig.

    Schon jetzt ist das Stadion doch viel zu groß für uns. Wie wird das erst das nächste Jahr werden, wenn
    n die 22.000 verkauften Dauerkarten dann auf 15-17.000 schwinden, mit einer weiterhin fallenden Tendenz.

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  • Ich sehe die Gefahr in der Winterpause als Abgang eigentlich nur bei Teuchert und auch nur weil er durch sein junges Alter eine hohe Reinvest Chance für einen Käufer bietet. In der derzeitigen Verfassung sehe ich keinen weiteren Spieler, den ein 1. Bundesligist in der Winterpause zu hohem Preis haben muß, die haben ja alle schon teure Kader.

    Davon abgesehen, glaube ich daß nach der schwierigen Phase derzeit auch wieder eine gute kommt. Man muß auch anerkennen, solange die Erstliga Absteiger noch mit der Umstellung geschwächelt haben, haben wir die Chance schon mal weitgehend genutzt. Wenn wir jetzt vor der Winterpause das Gaspedal nochmal finden, paßt das schon für die Vorrunde. Es folg dann erst eine lange schwere Rückrunde mit den üblichen Verletzungen und vielen Unwägbarkeiten. Aufstieg ist einfach nicht planbar

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    • Für Möhwald und Leitbild sind jeweils 1 Mio. Ablöse (Burgstaller als Top Scorer 1,5 Mio.) zum einen kein Geld, zum anderen für jeden Verein zu stemmen : Insofern hängt das Damoklesschwert über allen 3en sehr tief. Einzug Kammerbauer sehe ich aufgrund seiner geringen Erfahrung nicht als Abgang. Das Dilemma von Bornemann ist, dass er mit Leibold erst verhandeln kann, wenn das Budget für kommende Saison abzusehen ist, also wo wir spielen und wem er evtl. sonst noch eine Gehaltserhöhung geben muss.

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  • Teuchert würde ich einen Vertrag mit verbesserten Konditionen anbieten und eine Beteiligung an seinem Weiterberkauf, im zweistelligen Prozentbereich.Spielt er groß auf haben Alle was davon und sein Handgeldvorteil wäre aufgehoben.Aber ich hab da keine Ahnung über die Geschäftspraktiken und den Realismus dieses Modells.
    Rein von der gezeigten Leistung ist es eh Teil des Fußball-Wahnsinns.

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    • Bleibt immer noch die Frage: Warum sollte er das tun? Sind die „verbesserten Konditionen“ so lukrativ, dass man deswegen verlängern will? Es geht ja nur um ein halbes Jahr, danach ist ja alles offen. Eine Beteiligung am Weiterverkauf ist schön, aber auch da: Warum? Warum sich aus der komfortablen Situation das Handgeld so einzustreichen und selbst Herr des Geschehens zu bleiben in eine Position bringen, wo letztendlich der Verein entscheidet, ob das Angebot lukrativ ist oder nicht. Im Zweifel sagt der eine Verein: Statt der 5 Mio. Ablöse hätte ich dir 2 auf die Hand gegeben und 3 auf das Gehalt draufgeschlagen. Dann sind 10% ein schlechter Deal. Ergo müssten die verbesserten Konditionen so gut sein, dass man schwach würde, dann fragen sich aber die anderen Mitspieler „Warum kassiert der jetzt so viel? Ich trainier doch viel mehr!“ Und dann kommen die Führungsspieler und sagen: „Hey! Das Bürschchen kriegt jetzt mehr wie ich?!“

      Ist ja nicht so, dass wir solche Kausalketten nicht schon in Nürnberg zur Genüge hatten. Inkl. Bundesliga-dotierte Spieler in der zweiten Mannschaft, weil das große Talent dann doch nicht so groß war wie erhofft oder eben charakterlich nicht in der Lage war, den nächsten Schritt zu gehen.

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    • Dürfte relativ unrealistisch sein meiner Einschätzung nach. Teuchert will mit aller Gewalt in die erste Liga, er ist im Sommer ablösefrei, loses bis konkretes Interesse gibt es von fast der Hälfte der Bundesligisten. Teuchert ist im Sommer weg, bei Aufstieg besteht mE eine minimale Chance, dass er bleibt, bei Klassenverbleib ist er weg.

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      • Da halte ich dagegen. 😉
        Wenn er nicht vergoldet werden muss, bleibt er ein weiteres Jahr.

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        • Das ist natürlich eine trickreiche Bedingung: Er muss nicht vergoldet werden, aber da er im Sommer ablösefrei gehen kann (und auch wird), muss er im Winter eigentlich doch vergoldet werden. Ist das dann noch ein Muss?

          Mal ernsthaft: Die Zeichen stehen bei allen Aussagen von ihm, die nur so halb-öffentlich sind, auf Abgang, dazu noch das wirklich ungebrochene Interesse von vielen Bundesligisten (in die „gesichert“ Kategorie gehören z.B. Hertha, Mönchengladbach, Köln und Hoffenheim), das alles kombiniert mit seiner eigenen Selbstwahrnehmung („bester Stürmer meiner Altersklasse“), da spricht nicht viel dafür, dass er länger bleibt (außer der Vertrag hat eine automatische Verlängerungsklausel bei x Einsätzen).

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          • Bei Hertha ist Selke gerade im Kommen und auch der kommt nicht wirklich an den zwei Alten vorbei-außer das Hertha mittlerweile gerne Clubspieler nimmt, geb ich da noch nicht so viel drauf.
            Natürlich sollte Teuchert im Winter verkauft werden- ohne Geld gehen lassen?Wir sind ja nicht Dortmund

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            • Gesichertes Interesse kann durchaus auch heißen, dass man es sich anders überlegt, keine Frage, aber perspektivisch gedacht muss Hertha ja doch langsam an Ersatz für Ibisevic und Kalou denken, da kann jetzt jedes Jahr der altersbedingte Leistungsabfall kommen, dass man sich da für junge Stürmer interessiert, ist schon nachvollziehbar. Teuchert meint ja selber, er spiele am liebsten um einen „Leuchtturm“ herum als zweite Spitze, das würde mit Selke ja passen.

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        • Kannst vergessen Teo, der Florian hat da einen tiefen Einblick. Teuchert wird sich dann wohl aufmachen und eine Ersatzbank in der ersten Bundesliga aufwärmen.
          Ein Offensivspieler der stehenbleibt, nachdem er den Ball gegen drei oder vier Gegner im Dribbling verliert, auf solche Spieler wartet die ganze Bundesliga.

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          • Ähnliche Zukunftsaussichten hat man hier auch schon Plattenhardt usw vorausgesagt, ich bin überzeugt daß Teuchert sehr schnell in der 1. Liga ankommen würde. Von meinen persönlichen Wünschen, daß er erstmal noch bliebe oder verlängert mal abgesehen, ich bin überzeugt für seine persönliche Entwicklung, er ist immer noch sehr jung, wäre so ein Wechsel genau das richtige. Er sollte den Schritt machen, am liebsten erst am Saisonende

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            Antwort
            • Plattenhardt hat allerdings einen entscheidenden Vorteil: Ordentliche Linksverteidiger gibt es bei Leibe nicht so viele wie Stürmer (daher auch meine Einschätzung, dass Leibold der aus unserem Kader ist, der mMn am sichersten sich in der Bundesliga etablieren wird) und auch wenn beide jetzt nicht so unglaublich lebensklug sind, ist Plattenhardt halt doch n Stückchen professioneller im Lebenswandel (wobei Teuchert natürlich jünger ist und sich da durchaus noch entwickeln kann). Von den Anlagen her, ist Teuchert definitiv Bundesliga tauglich, ob es dann tatsächlich langt oder nicht, ist für mich tatsächlich eher ne Kopfsache.

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              Antwort
              • Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Während die Bundesligisten im Sturm alle für ihre Verhältnisse hochkarätig besetzt sind und sich Teuchert überall zum einen anstellen, zum anderen auch noch (auf der Ersatzbank) reifen müsste, sieht es auf den Außenbahnen anders aus. Hier könnte Leibold direkt in Mainz, Hamburg, Bremen + Co. Stammspieler werden. Insofern könnte die Strategie sein, auf den Spatz in der Hand (Leibold, der verlängern will), anstatt auf die Tauben auf dem Dach (Teuchert, Möhwald) zu setzen.

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                Antwort
  • Unsere sportliche und wirtschaftliche Situation wurde in den bisherigen Kommentaren absolut treffend
    beschrieben.
    Auch bin ich mir sicher, dass sich der „gemeine“ Fan, welcher sich mit dem Club befasst, unserer Ausgangslage voll bewusst ist.
    Klar hat der bisherige Saisonverlauf ansatzweise eine gewisse „Euphorie“ ob der Aufstiegschancen entfacht, wohl wissend, dass wir auch Phasen dabei haben werden wie die letzten beiden Partien.
    Im Prinzip müssen wir hoffen, dass uns aus irgendwelchen Gründen kein Spieler in der Winterpause
    verlässt und wir uns in der Rückrunde stabilisieren, um im Aufstiegsrennen dabei bleiben zu können.

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  • Lieber Junior-Bär, lass dir vom alten Brummbär nicht die Freude am Sport nehmen. Es gibt nicht nur Sieg oder Niederlage, im Sport – sogar im Profi-Sport – gibt es noch andere wichtige Dinge. Sonst gäbe es Jahr für Jahr nur einen Gewinner und tausende Verlierer. In dem Sinne: Weiterhin viel Spaß am Club!

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  • Warum wechselte der Neustädter Julian Gressel als 17 jähriger von der SG Quelle Fürth 2011 nicht zum Club aber später 2013 als 19 jähriger dann in die USA? Wieder ein fränkisches Talent, das nie in einer Clubmannschaft gespielt hat (natürlich kurz bei den Fäddern).
    Selbst wenn die MLS eine Operettenliga sein sollte, fünf Tore, neun Assists und Rookie of the Year. So schlecht kann er doch nicht sein.

    Weiß hier jemand etwas mehr dazu?

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    • Gut, aber solche Beispiele hast Du immer und überall. Nicht immer, entwickelt sich ein Talent linear oder ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Dann ist die Konkurrenz zum jeweiligen Zeitpunkt einen Tick voraus und der Spieler wechselt nicht zum Verein oder verlässt diesen. Das hat man von der C-Jugen bis zum Profifußballer. Mark Uth, Robert Huth, Younes und wie sie alle heißen, haben sich erst in einem komplett anderen Umfeld durchgesetzt. Da würde ich jetzt wegen diesem Beispiel der Nachwuchsförderung des FCN keinen Vorwurf machen.

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    • Dazu haben wir 2011 noch 1. Liga gespielt und vielleicht war das Angebot aus der MLS für ihn 2013 deutlich spannender als ein Angebot für unsere U21in der Regionalliga? Mancher junger Mensch findet vielleicht die Option in die USA zu gehen und da auch noch gut Geld zu verdienen interessanter als eventuell Bundesligaprofi zu werden.

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    • Gressel haben alle unisono gesagt, dass er es hier nicht schafft, da hat keiner gedacht, dass er mal Profi wird. Das war bei ihm nicht absehbar. Er hat dann den Weg in die USA gewählt, weil er da ein Stipendium an der University of Providence zum Fußballspielen bekommen hat – ein Weg, den übrigens inzwischen einige einschlagen, denen hier gesagt wird, für mehr als Regionalliga reicht es nicht. Dann hat‘s halt irgendwann Klick gemacht und er ist jetzt durchgestartet, aber eben auch erst zu Beginn dieses Kalenderjahres, also mit 22/23, Profi geworden, so viel Geduld hat kaum ein Profiverein in Europa. Für die Spätzünder ist die USA durchaus praktisch, weil man da nochmal vier Jahre Entwicklung in der NCAA bekommt.

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  • Ich finde Kommentare, die in einer kleinen Krise sagen man müsste jetzt einfach mal … pragmatischer Spielen schwierig. Natürlich ist es logisch, dass man nach Niederlagen etwas ändern muss, zumindest, wenn die Niederlage verdient war. Aber warum sollte man dann gleich den Weg aufgeben, der einen erst erfolgreich gemacht hat. Dann hätte man doch auch nach Siegen sagen müssen, der Spielstil ist verkehrt. Oder?

    Wenn jede Analyse allein vom Ausgang des letzten Spiels abhängig ist, dann kann aus meiner Sicht nichts entstehen. Die Veränderungen im Köllnerschen System haben doch erst zum aktuellen Erfolg geführt, würde man das nach dem kleinsten Rückschlag aufgeben, landen wir doch erst mal wieder bei der Situation, die wir letzte Saison hatten. Ich will das nicht.

    Wir sollten uns auch weniger Gedanken machen, ob die angesprochenen Spieler verlängern, das hat der Verein doch nur wenig in der Hand. Klar Bornemann muss alles versuchen möglichst viele zu halten, aber doch nur innerhalb unserer Optionen.

    Auch wenn wir auf Platz 1 stehen gibt es keine Garantie, dass ein Teuchert verlängert. Wenn Hertha ernst macht, wäre er doch dumm, wenn er bei uns bleibt. Selbst wenn wir aufsteigen würden, sind die Aussichten mit Hertha doch weit besser, das Gehalt ganz sicher auch. Ichbfrage mich schon, wie man glauben kann, dass die Aussicht auf den Aufstieg, einen Spieler wie Teuchert, bei uns halten könnte, noch dazu bri niedrigerem Gehalt.

    Bei Bremen mag das anders sein, aber selbst da könnte das eine gute Option für Teuchert sein und eben wahrscheinlich auch eine lukrativere.

    Am Ende ist es doch schlicht so, wkommt ein Bundesligaverein oder ein Verein aus England ist er weg, egal wo wir stehen. Höchstwahrscheinlich wäre er auch weg, wenn er noch Vertrag hätte, dann halt mit Ablöse. Natürlich ist es für uns ein finanzielles Problem, wenn Teuchert uns ohne Ablöse verlässt, aber wir müssen halt mit der Realität leben und uns nicht immer überlegen was wöre wenn.

    Btw. wir hatten Füllkrug und Burgstaller und jetzt Teuchert und Ishak, so viel schlechter sind die auch nicht, was ich sagen will, nur weil Teuchert uns vielleicht verlässt, heißt das nicht, dass wir keinen guten Ersatz finden. Klar wäre es mal schön an der Entwicklung junger Spieler langfristig zu partizipieren, aber die Zeiten sind wohl vorbei. Selbst wenn wir Bundesliga spielen, siehe Dortmund und Dembelé.

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  • Da Teuchert seit 2009 beim Club spielt, greift für den Club der in Artikel 20 des FIFA-Reglements festgelegte Passus, nachdem „alle Vereine, die an der Ausbildung mitgewirkt haben, mit insgesamt 5% an jeder Transfersumme beteiligt werden , die bei eventuellen Weiterverkäufen eines Spielers im Laufe seiner Karriere erzielt werden ( zwischen 0,25% (12. – 15. Lebensjahr) bzw. 0,5% (16. – 23. Lebensjahr) pro im Verein erbrachte Saison ).“ (Zitat/Quelle: Wikipedia).

    Wenn ich das FIFA-Papier richtig lese, gilt das nur „bei jedem Transfer bis zum Ende der Spielzeit, in welcher der Spieler 23 Jahre alt wird.“ (Zitat/Quelle: FIFA, Kommentar zum Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern)

    Ergo: Cedric Teuchert noch im Winter verkaufen, on top die Ausbildungsentschädigung einstreichen und hoffen, dass er von seinem neuen Verein noch vor dem 31.12.2020 weitertransferiert wird.

    Bäh, Fußball ist ein zynisches Geschäft.

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  • Wir sollten Vater Bär nicht stören –
    er will Gequatsche nicht mehr hören.
    Allein der Sohn (darf der denn das?)
    hat am Fußball seinen Spaß,
    stellt Fragen, die der gute Vater
    als fußballkluger Top-Berater
    auch so schnell nicht klären kann.
    Doch ihm kommt’s aufs Ergebnis an,
    das letztlich halt die Punkte bringt,
    damit der Fanjubel erklingt.
    Ihm ist’s egal, wer mal bei Teuchert
    durch Transfer sich prall bereichert.
    Wichtig ist nur, dass dann am Schluss
    der Club 1 oder 2 sein muss.

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  • Ich wünsche mir in der Rückrunde bei einem Winterabgang von Teuchert eine Schieber-Leihe bis zum Saisonende. Bei Hertha wird er es in dieser Saison wohl kaum in den Kader schaffen. Insofern macht eine Leihe in die 2.Liga um Spielpraxis zu bekommen Sinn. Und falls er es schafft unverletzt zu bleiben, wäre er bei uns eine Granate.

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    • Wenn Teuchert geht, wird sehr wahrscheinlich Engelhardt hochgezogen. MMn auch sinnvoller als einen verletzungsanfälligen Spieler zu leihen, der nach zwei Knorpelschäden (wahrscheinlich) nie wieder auf das Niveau kommen wird, auf dem er mal war. Schieber hat seit Februar 2015 keine dreißig Pflichtspiele gemacht, befürchte, dass es das einfach für ihn war.

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