Analyse: Phasenweise zu wenig investiert #FCKFCN #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern vs. 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1) Der Club verpasst durch ein Remis auf dem Betzenberg den Sprung an die Tabellenspitze, weil er phasenweise zu wenig investierte.

Die Analyse:

FCKFCN-A
Startformation im 4-1-4-1

Michael Köllner veränderte die zuletzt zweimal in Folge siegreiche Startformation auf einer Position: Für Patrick Kammerbauer rückte Ondrej Petrak auf die Sechs. Kammerbauer verschwand nicht nur aus der Startelf, sondern ganz aus dem Kader, aus „sportlichen Gründen“ wie der FCN per Twitter verlauten ließ. Für den 20-Jährigen rückte erstmals seit dem sechsten Spieltag wieder Rurik Gislason in den Kader. Ansonsten gab es keine Veränderungen im Aufgebot, das heißt auch Cedric Teuchert fehlte erneut, obwohl Michael Köllner in der Pressekonferenz noch betont hatte, wie gut der Youngster trainiert hatte: Eine Muskelverletzung, so die offizielle Verlautbarung, verhinderte einen Einsatz des Stürmers. In der Grundformation blieb alles beim Alten, wie in allen Spielen nach der letzten Länderspielpause begann der FCN im 4-1-4-1.

Zu Beginn des Spiels stand der 1. FC Kaiserslautern sehr tief, überließ dem Club komplett die Kontrolle über das Spielgeschehen. Der ließ sich nicht von den Gastgebern locken, sondern baute bedächtig auf, immer wieder ließen sich Möhwald, Behrens oder Petrak in die Aufbaureihe fallen, damit der Spielaufbau nicht nur an den Innenverteidigern hängen blieb. Im Aufbau wechselten sich die Versuche direkt per langem Schlag in die Spitze zu kommen mit Versuchen spielerisch in Richtung Tor zu kommen ab. Beides führte selten zu gefährlichen Situationen, entweder ging der Ball sofort wieder verloren oder aber die Flanken von Valentini, Leibold, Salli oder Werner flogen ins Nichts.

Dass es in Sachen Spielaufbau allerdings noch weitaus schlechter geht, bewies in der ersten Halbzeit der Gegner aus der Pfalz. Immer wieder unterliefen den Gastgebern leichteste Anspielfehler, auch unbedrängt und ohne Not. Symptomatisch eine Szene nach siebzehn Minuten als ein Ball über zwei Stationen von der linken Seite des Nürnberger Strafraums an die Mittellinie in der Lauterer Hälfte zurückgepasst wurde und dort dann durch einen technischen Fehler von Mwene ins Aus rutschte. Dementsprechend war bis zur Pause das Spiel des FCK nach vorne völlig harmlos und unauffällig, nicht einen Schuss aufs Tor gaben die Roten Teufel in der ersten Halbzeit ab.

Der Club war in dieser statischen Kategorie nur um einen Schuss besser, dieser aber ging nicht nur auf das Tor, sondern in selbiges hinein. Nach einer Ecke von Valentini an den Elfmeterpunkt setzte sich Ishak gegen Margreitter und Ewerton im Kopfballduell durch und brachte den Ball im Tor unter. Dass hier drei Nürnberger näher am Ball waren als alle Lauterer zeigte wie schwach die Gastgeber die Ecke verteidigten. Ishaks zwölftes Saisontor nach Valentinis fünfter Vorlage brachte den Club in Führung und auch dies rüttelte die Gastgeber nicht auf. Zwar stand der FCN nun etwas tiefer, doch damit auch noch ein Stückchen geordneter und sicherer. Gegen die nun dichte Verteidigungsreihe des Clubs hatte Lautern keine Gelegenheit. Der Club dagegen setzte bis zum Seitenwechsel nur noch Nadelstiche, blieb aber insgesamt in der Vorwärtsbewegung harmlos. So ging man zum fünfzehnten Mal in zwanzig Pflichtspielen ohne Gegentor in die Kabine, der letzte Pausenrückstand stammt sogar vom 34. Spieltag der Vorsaison, als man am Betzenberg mit 0:1 nach 45 Minuten zurück lag.

In der Viertelstunde nach der Pause legte der Club die Passivität nicht ab. Stattdessen ließ man den Lauterern viel Platz, wurde im Aufbau lässig und gab den Gastgebern mehr oder weniger Aufbauhilfe. Zunächst blieb dies noch ohne Folgen, den Lauterern fehlte es vor dem Tor einfach an Ruhe und im Passspiel an Präzision. Daher hatte der Club in dieser Phase auch noch selbst die beste Chance. Nach einer starken Balleroberung von Behrens schickte Ishak Salli per präzisem Steilpass, so dass dieser frei vor Müller auftauchte. Doch der Kameruner scheiterte am Lauterer Keeper. Müllers Gegenpart auf der anderen Seite, Fabian Bredlow, bekam sieben Minuten später seinen Auftritt. Borello war auf der rechten Seite durchgebrochen, flankte unbedrängt nach innen und Bredlow bekam den Ball an den Fuß, nachdem Margreitter an der Kugel vorbeigegrätscht war. Von Bredlows Fuß sprang der Ball ins Tor, es stand 1:1.

Danach drückte der FCK plötzlich auf die Führung, während der Club völlig ins Schwimmen geriet. Nicht nur einmal verlor der FCN den Ball im Spielaufbau, spielte fahrig ab und hatte auch Glück, dass ein Foulspiel von Ewerton knapp vor dem Strafraum nicht geahndet wurde und Guwara einen Konter neben das Tor setzte. In dieser Phase fehlte es dem Club an Abgeklärtheit und Ruhe, die Verunsicherung das Spiel, in das man bislang wenig investieren hatte müssen, komplett aus der Hand zu geben, war greifbar. Erst nach einer Viertelstunde kam der FCN wieder zurück ins Spiel und erspielte sich dann auch mehrere gute Chancen.

Erst setzte sich Ishak im Dribbling gegen vier Mann durch, ehe er dann den frei stehenden Behrens anspielte, welcher – wie zuvor Salli – an Müller scheiterte. Kurz darauf setzte Möhwald den Ball an den Pfosten und Gislason den Nachschuss ins Tor, der Isländer war aber bei Möhwalds Schuss deutlich im Abseits gestanden. Später hatten Leibold und Valentini noch gute Freistoßgelegenheiten. Im Gegenzug kamen auch die Lauterer mit langen Bällen zu Halbchance, gefährlich waren diese aber meistens nicht. Zusätzlich pfiff Schiedsrichter Günsch viele gleichwertige Situationen eher für den FCN, so dass Lautern in der Schlussphase auch kaum Schwung in Richtung Clubtor entwickeln konnte.

Dieser Schwung kam in der Schlussphase aber auch dem FCN abhanden, der in den letzten zehn Minuten dann außer durch die Freistöße von Leibold und Valentini auch keine Gelegenheiten mehr hatte zum Torerfolg zu kommen. So endete das Spiel dann mit 1:1 und ließ damit eine Reihe von Interpretationen zu. Man mag das Remis dem zuschreiben, dass man gegen den Tabellenletzten nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit zugange war. Eine Interpretation, die vor allem durch die fünfunddreißig Minuten zwischen den Toren Nahrung erhält, in denen der Club arg verwaltend an das Spiel heranging und den Vorsprung nicht dazu nutzte, nun auch fußballerische Lösungen zu finden. man kann das Remis natürlich auch unter „fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“ verbuchen, da der Club mehrere Größtchancen nach der Pause vergab. Man kann es aber auch unter „so ist Fußball“ abspeichern und sich über die insgesamte Tabellensituation (Dritter, ein Punkt hinter einem direkten Aufstiegsrang, aber fünf Punkte vor dem Vierten) freuen, denn dass der Club auch einen dritten Spieltag in Folge als der große Sieger abschließt, wäre dann der Erwartungen wahrscheinlich doch zu viel gewesen. Immerhin hat der Club erstmals in dieser Saison nicht verloren, bevor es eine Pause ging.

Die Zahlen:

Kaiserslautern Nürnberg
1
Tore
1
7
Torschüsse
14
1
Schüsse aufs Tor
4
4
Ecken
7
45,3
Ballbesitz (%)
54,7
73,9
Passquote gesamt (%)
77,1
87,0
Passquote eig. Hälfte (%)
88,8
57,0
Passquote geg. Hälfte (%)
62,8
16,1
Lange Pässe (%)
14,7
39,7
Gewonnene Zweikämpfe (%)
60,3
18
Fouls
13
119,03
Laufdistanz (km)
116,99
2
Abseits
2

Trainerstatement:

„Wir haben das Spiel zu Beginn gut kontrolliert und machen erneut nach einer Standardsituation das 1:0. Aber schon danach haben wir zu sehr versucht, das Spiel zu verwalten. Es ist uns nicht mehr gelungen, das Spiel so aufzuziehen, wie in den ersten 20 Minuten. Uns war in der Pause klar, dass das nicht reicht, um hier zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Punch zum 2:0 auf dem Fuß. Wenn du solche Chancen nicht nutzt, dann ist es im Fußball oft so, dass der Gegner zuschlägt. So war es auch. Nach den Wechseln haben wir es wieder kontrolliert und hatten noch Chancen auf den Siegtreffer. Aber Lautern hat hier auch eine Riesenmoral gezeigt. Deshalb bin ich insgesamt zufrieden. Wir verabschieden uns im letzten Auswärtsspiel mit einem Punkt und haben eine gute Runde gespielt.“

Die Spieler im Einzelnen:

Fabian Bredlow 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Sehr unglücklich beim Eigentor, sonst fast beschäftigungslos. Hohe Streuung bei Abschlag und Abstoß.
Enrico Valentini 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Vorlage zum 1:0, immer wieder um Vorwärtsbewegung bemüht, hielt seine Seite dicht. Etwas viele Fehlpässe.
Georg Margreitter 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Wie Bredlow beim Gegentor unglücklich, sonst aber ordentlich bis gut in der Verteidigung.
Ewerton Almeida Santos 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Über weite Strecken souverän in Zweikampfführung und Ballverteilung, in den zwanzig Minuten nach der Pause aber fahrig.
Tim Leibold 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Hatte immer wieder Probleme in der Rückwärtsbewegung, so fiel das gegentor auch auf seiner Seite. Auch nach vorne nicht so treibend wie gewohnt.
Patrick Erras 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Verlieh dem Spiel sofort mehr Ruhe und Ordnung, als er in der 67. Minute für Petrak kam.
Eduard Löwen Ohne Bewertung
Kam kurz vor Schluss für Salli, holte sich für ein taktisches Foul die Gelbe Karte. Stach sonst noch durch seine Handschuhe bei Kurzarmtrikot heraus.
Ondrej Petrak 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Verlieh lange Zeit Stabilität im zentralen Mittelfeld, da er viel abräumte, nach seinem Kopftreffer in der 50. Minute aber fahriger und mit weniger Zugriff. Ging nach 68 Minuten, es kam Erras.
Hanno Behrens 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Großer Aktivposten im Mittelfeld mit vielen wichtigen Ballgewinnen. Leitete Sallis Riesenchance ein, hatte selbst auch eine sehr gute.
Kevin Möhwald 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Blieb neben Behrens relativ blass, auch wenn er natürlich die Passmaschine (89%) bleibt. Hatte einen gefährlichen Fernschuss.
Rurik Gislason Ohne Bewertung
Kam für die Schlussviertelstunde statt Werner, leitete Möhwalds Schusschance mit schönem Solo auf der Außenbahn ein. War sichtlich bemüht seine Chance zu nutzen.
Edgar Salli 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Vergab die Riesenchance zum 2:0, war darüber hinaus immer wieder mit falschen Entscheidungen am Start. Dafür aber sehr passsicher (86%).
Tobias Werner 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Lief sich relativ oft fest. War zwar bemüht, aber ohne rechte Durchschlagskraft, wurde in der Schlussphase durch Gislason ersetzt.
Mikael Ishak 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Machte sein zwölftes Saisontor, rackerte unglaublich viel, leitete die Großchancen von Behrens und Salli hervorragend ein.

81 Gedanken zu „Analyse: Phasenweise zu wenig investiert #FCKFCN #FCN

  • Danke für deine gute Spielanalyse. Ich lese diese immer gerne und sehe das Spiel dann auch mit andern Augen.

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    0
  • Wie immer eine lesenswerte Analyse. Ein Rätsel nach dem Spiel bleibt Gislason. In seiner Viertelstunde auf dem Platz war er offenbar sehr präsent, so wie zu Saisonbeginn. Will er sich nun nur für einen Vereinswechsel ins Schaufenster stellen oder darf der Glubb auf seinen späten Durchbruch hoffen? U.A.w.g.

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    0
  • Wir sind viel zu oft sinnlos „hingefallen“ und rumgerollt, um dann in völlig unverletzter Weise einen Freistoß in einer Blödsinns-Position zu bekommen.
    Dennoch war der Schiedsrichter uns heute wohlgesonnen.
    Lautern ist in HZ1 und dem ersten Teil von HZ2 aufgetreten wie ein Südsibirisches Sumpf-Tundra-Huhn, das im Begriff ist von einem Schneetiger gefressen zu werden.

    All diese Umstände lassen es eigentlich nicht zu nur einen Punkt zu holen.

    Aber auch wenns mich ärgert ist es nach einer zuletzt starken Phase mal verzeihlich.
    …und Marggreiter hat immerhin sein zweites Tor im zweiten Spiel geschossen =)

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    • Bei einem Kampfspiel ist das halt so. Merkwürtig auch die Kommentare zum Schiri. Wenn in vielen anderen Spielen die Schiris die Zweikampfbeurteilung meist zum Nachteil des FCN werten, hört man man kein Wort zum Schiri.

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  • Zur Halbzeit war ich mir sicher, dass es mit dem Sieg klappen würde. Aber nein, nach den letzten Wochen der Euphorie kam jetzt zum Schluss der Dämpfer, der bei vielen Fans die gute Stimmung senken mag. Zwei abgegebene Punkte, die zum Schluss fehlen können. Ein dritter Platz und Spiele gegen Bremen oder den HSV, da bin ich nicht so begeistert. Die zwei Punkte wären so wichtig gewesen, wenn man bedenkt, dass wohl Ingolstadt jetzt auch mitmischen will. Mei o mei, das gibts doch nicht.

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    0
    • Die Mitaufstiegskandidaten werden ebenfalls noch ungewollt Punkte liegen lassen. Der Club ist Dritter, mit Tuchfühlung zu Platz 1, was soll dieses ständige Gejammere?

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      2
      • Zumal wir die beste Punktebilanz am 18. Spieltag haben seit 17 Jahren..

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      • Das ist kein Gejammere, sondern eine Feststellung von Tatsachen. Wer jammert denn, wenn am Ende der Saison 2 Punkte für den Aufstieg fehlen? Da bringt es dann gar nichts, wenn wir den vierten Platz belegen. Jetzt muss man mit voller Disziplin an die Sache rangehn. Was der Club in der 2. Halbzeit abgeliefert hat, geht einfach gar nicht.

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        • Dann waren es eben jene, die gegen Heidenheim, gegen Bielefeld oder gegen St. Pauli vergeigt wurden.
          Ist der Club eine Übermannschaft, mit einer Dominaz wie die Bauern? Ist er nicht. Die Mannschaft kann nicht permanent überragende Spiele abliefern. Es gibt eben auch schwache Spiele die dann noch extrem unglücklich laufen und das beim FCK war so eines. Wäre es beim 1:0 geblieben, hättest du vermutlich kein Wort darüber verloren.

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          • Man muss aber schon Kritik üben, weil es sonst wieder passiert und zu lässig einfach abgetan und vergessen wird. Wenn das Ziel ein gesicherter Mittelfeldplatz wäre, dann ok, dann kann man solche Aussetzer akzeptieren. Wenn man aber das Ziel hat aufzusteigen, so geht es eben ganz hart um jeden Punkt. Man muss nur zurückschaun als der Club aus der 1. Liga abgestiegen ist. Da hätten nur ein paar mikrige Pünktchen gefehlt, aber man hat damals den schwachen HSV noch vor sich reinquetschen lassen. Das hätte nicht sein müssen, wenn man nicht solche Schnitzer gebaut hätte. Da muss ich keine Übermannschaft sein, um Disziplin zu fordern.

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  • Höhö, Wolfsburg hat als einzige Bundesligamannschaft gegen Köln verloren.
    Ich weiß nur nicht, ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Omen für uns.

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    • Zumindest kann das nicht als Ausrede herhalten, daß sie ja Bundesligist sind. Mit Köln dürften wir derzeit schon auf Augenhöhe sein.
      Und ich geh jetzt mal davon aus, daß der Schongang in der 2. Halbzeit entstand, weil der Boden so schlecht war und die Lauterer so aggressiv aus der Kabine kamen. Da wollten sich vermutlich einige für das Pokalspiel ein wenig schonen. Klappt halt leider nicht. Da stellen sich sofort Unachtsamkeiten ein.
      Wobei man mal beachten sollte, daß dies ausgerechnet Margreitter, einem der erfahrensten Spieler passiert. Deshalb hätte ich ihn an Florians Stelle auch strenger bewertet. Gerade von ihm müßte so etwas wie Vorbildwirkung auf die Jungen kommen. Da reicht keine Leistung ordentlich bis gut. Die muß durchgängig gut sein. Er sollte nicht vergessen, daß er dafür von Bornemann auch extra verlängert wurde zu sicher guten Konditionen.

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    • Die spielen sowas von unbeständig diese Saison- da kann man eigentlich gar nichts vorher sagen.Wnn Wolfsburg aber einen solchen Tag erwischt, dann verlieren die halt gegen Köln oder uns

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  • Nebenbei: Köln hat gewonnen. Und damit dürfen wir unseren schönen Rekord ganz allein behalten.

    War ja klar.

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    • Auf jeden Fall haben sich die Wolfsburger genauso dumm angestellt wie wir.

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  • War eigentlich logisch, weder ein Interview noch ein Matchdaybericht, das konnte nicht gut gehen. Fragt mal Alex B. welche Prozeduren eingehalten werden müssen um einen Sieg zu gewährleisten, da kann man nicht einfach zwei Artikel fehlen lassen. 😜

    Aber gut, auf Florian ist wenigstens verlass. 😉 Nur möchte ich nochmal nachfragen was es mit Kammerbauer auf sich hatte. Aus sportlichen Gründen aus dem Kader zu fliegen, hört sich nicht so gut an ?
    Bei Petrak kommt mir, unabhängig wie er spielt, immer eine alte Haarpflegemittelwerbung in den Kopf: „die 50.Minute und die Frisur sitzt perfekt“

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  • Meiomei schon 8 Punkte großzügig vergeudet. Gegen Pauli und Bielefeld daheim jeweils drei und jetzt gegen Lautern nochmals zwei Punkte auswärts versaubeutelt.
    Sorry, ich kann da leider echt nicht demütig bleiben und froh über die aktuelle Gesamtsituation sein.

    Ich bin einfach stinksauer, wenn man so blöd ist und bei so einen schwachen Gegner defensiv gar nichts zulässt und sich lieber den Ball selber reingeigt. Unfassbar.

    Die einzige schwache Entschuldigung kann für mich der Kartoffelacker sein, den Lautern da aufm Betzeberg hat. Ein Fußballspielfeld in der zweiten Liga war das nicht. Eher ein Skandal.

    Ich brauch jetzt noch ein paar Beruhigungseidler. Mit einem dicken Hals kann ich nicht schlafen. Ungespundetes Lager aus Merkendorf. Prost.

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    • „Ich bin einfach stinksauer, wenn man so blöd ist und bei so einen schwachen Gegner defensiv gar nichts zulässt und sich lieber den Ball selber reingeigt. Unfassbar.“

      Genauso isses!

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    • Ja, das ist ärgerlich, wobei ich die verschiedenen Rückschläge unterschiedlich bewerte:
      – Heidenheim, Aue: Einfach schlechte Tage der Mannschaft, gegen gut eingestellte Gegner. Da waren wir jeweils schwächer, sowas kommt vor
      – Bielefeld, Ingolstadt: zwei krasse individuelle Fehler von Löwen/Kirschbaum. Wir haben viele junge Spieler. Zwar ärgerlich, aber absolut zu akzeptieren. Das gehört zur Lernkurve. Bielefeld war zudem ein starker Gegner.
      – Pauli, Kaiserslautern: ärgert mich maßlos, weil beide Gegner grottenschlecht waren und wir wirklich in Summe 4 Punkte verschenkt haben. Beider Partien gehen für mich ein stück weit auf die Kappe von Köllner: gegen Pauli hat er eine Halbzeit mit Salli in der Spitze(!) auf Ansage verschenkt. Gestern hat er viel zu spät reagiert bzw. konnte nicht adäquat reagieren, weil er im Kader nur einen nominellen Stürmer hatte.

      Die Halbserie war stark, die Mannschaft ist vom Spielerpotential her auch angesichts der relativ schwachen Konkurrent ein Aufstiegsanwärter. Die Leistung von Köllner kann ich nur schwer einschätzen, weil mit Schwartz ein ganz schwacher Vorgänger da war und weil Bornemann mit Valentini und Ewerton auch an der richtigen Stelle angesetzt hat. Sein Festhalten an Salli ohne die entsprechenden Ergebnisse stehen in jedem Fall auf der Sollseite. Er hat jedoch Ishak sehr gut hinbekommen und auch Behrens wieder auf die 8 gestellt, auf der er unter Weiler schon stark war – steht auf der Habenseite. Ich bin gespannt, mit welchem Personal wir in die Rückserie gehen. M.E. benötigen wir einen Teuchert-Ersatz, der sofort funktioniert und einen „Salli-Ersatz“, weil wir sicher nicht dauerhaft mit nur 10 Spielern erfolgreich sein können und ich befürchte, dass für Köllner weiter Trainingsleistungen wichtiger als Spielleistungen sind.

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      • Und am Besten noch einen 100 Mio $ Gewinn in der Florida-Lotterie, damit der sofort einschlagende Wunderstürmer auch bezahlt werden kann. Oder hast du einen, der zum „Gewerkschaftstarif“ zu haben ist, im Auge?

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      • Andre, das sehe ich ganz genau so. Teuchert hat mit seinen 6 Toren wichtige Punkte für uns geholt.
        Die Teore von Teuchert werden uns fehlen. Ich bin mir sicher mit Cedrik hätten wir gestern gewonnen.
        So leicht wie in dieser Saion wir der Aufstieg in den nächsten Jahren nimmer möglich sein.

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  • Im Grunde stimmige Analyse, aber nach den Fernsehbildern war Bredlow beim Eigentor nicht wirklich unglücklich, sondern eigentlich machtlos. Marge war es, der „unglücklich“ war, er segelte an der Flanke auch nicht vorbei, sondern traf sie geringfügig und fälschte sie leicht ab.

    Ohne abgefälscht zu werden, stünde Bredlow perfekt richtig, um den Ball einfach aufzunehmen. Aber Marge verfälscht die Flugbahn Richtung Tor, so dass Bredlow torseitig am Fuß getroffen wird, den er in der Bewegung auf keinen Fall weg bekommt. Im Grunde ist das Marge’s Eigentor und Bredlow konnte nix machen.

    Von daher dürfte das auch nicht in die Bewertung eingehen, die somit etwas zu schlecht ausfällt.

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  • Sehr ärgerlich das unentschieden gestern zumal man die Vorentscheidung des öfteren auf dem Fuss hatte.Was mich allerdings verwundert dass man in vielen berichten bredlow die Hauptschuld am Gegentor gibt wo doch eindeutig zu sehen ist dass der Schorsch den Ball abfälscht. Wäre dieselbe Situation bei Bayern zwischen neuer und hummels würde die Schlagzeile lauten:Eigentor hummels bei dem abgefälschten Ball hat neuer keine Chance.

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  • Gute Analyse. Ich hätte jedoch, Ishak für seinen gewohnt fleißigen Einsatz, seine permanente Torgefahr, sein Initiieren von gefährlichen Situationen und sein Tor Note 1 gegeben. So habe ich mir bei seiner Vorbereitung der Behrens-Großchance nur die Augen gerieben. Wahnsinn, was der Junge für ein Selbstvertrauen bekommen hat. Ein Stürmer kann m.E. in einem Auswärtsspiel kaum besser spielen.

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    • Ja, so sind manche Fans. Gestern war Ishak noch der Trottel mit den „linken Füßen“ und heute ist er der König. Hat er die Unterstützung von den Rängen bekommen, als er sie bitter nötig hatte? Hinterfrage dich mal selbst.

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  • Andre: Die Leistung von Köllner kann ich nur schwer einschätzen, weil mit Schwartz ein ganz schwacher Vorgänger da war

    Was kannst du denn da nicht einschätzen, wenn man sieht wie die Mannschaft jetzt Fußball spielt und wie es Jahre davor war? (nicht nur unter Schwartz) Und wenn man dann noch sieht, wieviele junge Spieler aus der 4. Liga! er eingebaut hat die konstant feste Rollen im Team spielen. 1 Punkt hinter dem Tabellenersten zur Winterpause nur nebenbei. Was brauchst du jetzt noch zum einschätzen von Köllners Arbeit ? 🙂

    In meinen Augen ist die absolut Top! Daß es hier und da Rückschläge m it so vielen jungen Spielern gibt ist doch ganz klar. Davon abgesehen keine Mannschaft marschiert da konstant durch in der Liga.

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    • Ich kann sie nicht einschätzen, denn Schwartz war in jeder Beziehung kein Maßstab, um einfach sagen zu können, dass es Köllner sehr gut macht, nur weil wir dieses Jahr besser dastehen und besser spielen.. Für eine neutrale Einschätzung, darf man eben keine Niete nehmen, sondern einen echten Maßstab, wie z.B. Weiler. Daneben hat Köllner im Gegensatz zur Vorsaison auch einen deutlich besseren Kader zur Verfügung. Waren Sepsi/Brecko/Mühl/Bulthuis letzte Saison Schwachpunkte, wurden an diese Positionen – also AV und IV – deutlich nachgebessert. Das ist kein Verdienst von Köllner. Wir spielen diese Saison v.a. besser, weil die AV sich ins Offensivspiel einschalten und so ihre zum Teil schwachen Offensivcounterparts kompensieren. Das ist uns letzte Saison nicht gelungen, so dass wir komplett von Möhwald abhängig waren. Insofern ist Köllners Leistung schwer einzuschätzen. Und ja, er hat die Jungen sehr gut eingebaut und Behrens wieder richtig aufgestellt. Das ist sein Verdienst. M.E, holte er aber auch wie oben beschrieben nicht alles aus den Möglichkeiten heraus. Ich versuche es differenziert so sehen, so dass bei Platz 1 nicht alles top, bei Platz 15 zwingend aber nicht alles schlecht ist.

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      • Wir spielen seit Jahren mal wieder Fußball, es werden auch mehr spielerische Lösungen gesucht als unter Weiler – nicht nur im Verglich zu Schwartz. Und dass die Schwachpunkte wie du sie nennst letzte Saison jetzt nicht mehr bestehen, ist doch Köllners Verdienst, der betont hat, O-Ton der Kader ist erst diese Saison „seine Mannschaft“. Er ist doch für die Kader Korrekturen maßgeblich.
        Wenn man meint zur Winterpause 1!! Punkt hinter den Tabellenführer „Ja aber es ginge noch besser“ es geht immer besser, selbst wenn Mourinho der Trainer ist, aber dann ist das Jammern auf hohem Niveau oder einfach Ignoranz.

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  • Ich schätze mal das im 4.Absatz soll statistische Kategorie heissen. Wollte auch schon was wegen Margreitter anmerken aber das hast du ja bei der Benotung dann getan. 🙂

    Ich persönlich war überrascht das man dieses Spiel nach der Führung so lässig anging, hier müssen die Jungs gieriger werden, eher wie Haie im Blutrausch als das Häschen aus dem Streichelzoo ^^. Da muss Köllner noch mehr Zug reinbringen vorallem gegen vermeintlich schwache Gegner. War aber dennoch eine sehr gelungene Hinrunde, da sind wir schon mit schlechteren aufgestiegen 😉

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  • Also ganz ehrlich, gestern habe ich mich echt sehr über Köllner geärgert. Wie Salli mit dieser Leistung fast 90 Minuten spielen darf, kann ich nicht nachvollziehen. Mich beschleicht auch schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich Petrak in der Startaufstellung sehe. Die bessere Lösung wäre gewesen, Erras und Löwen von Anfang an zu bringen und Salli und Petrak auf der Bank zu lassen. Dieser langsame Spielaufbau, diese Querpässe von Margreither nerven mich schon die ganze Saison. Kaiserslautern ist Letzter, spielt mit dem fast letzten Aufgebot und der Club ist nicht in der Lage dieses Spiel für sich zu entscheiden. Das ärgert mich maßlos. Der einzige Gewinner ist Bornemann. Mit der gestrigen Leistung sind Möhwald, Leipold und Behrens allenfalls für einen Drittligisten interessant. Ich will nicht die Leistung des Club´s über die gesamte Saison schmälern, aber das gestrige Spiel war ein Rückfall in vergangene Zeiten.

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    • Das geht mir genauso. Insgesamt habe ich großen Respekt vor unserer Mannschaft und freue mich über das positive Resultat der Hinrunde. Aber das Remis von gestern ist und bleibt ärgerlich, da einfach unnötig und hergeschenkt… da war einfach mehr drin, das lässt sich nicht wegargumentieren. Dennoch bin ich richtig stolz auf meinen Club und fahre mit Vorfreude am Dienstag ins Stadion!

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  • dieses rumgehacke auf salli geht echt auf keine kuhhaut mehr. er war die letzten wochen bei weitem nicht der schlechteste. auch gestern fehlte nicht viel zum tor. wer ernsthaft nach den letzten beiden spielen verlangt, dass er in lautern hätte draußen bleiben sollen, der sollte einfach mal fragen, ob er wirklich viel von fußball versteht oder doch eher nur seine vorurteile und vorgeformten meinungen auslebt. denn eigentlich gibt es für den hass und die verzerrte wahrnehmung ihm gegenüber nur eine erklärung, aber die darf man nicht aussprechen ohne einen skandal auszulösen. aber gut, die drittligistenbemerkung lässt eher drauf schließen, dass da jemand einfach nicht viel von fußball versteht und/oder frust rauslassen will.

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      • einer der einfach der wahrheit ins auge sieht, dass ein deutscher spieler für die gleiche spielweise nie im leben derart angegangen würde. aber wenn man diese wahrheit ausspricht, wird man halt als vogel bezeichnet statt dass sich damit auseinandergesetzt wird. willkommen in kaltland.

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        • Falls Du es noch nicht gemerkt haben solltest, Du bist hier bei Clubfans-United!!! Ich glaube es ist hier allen egal welche Hautfarbe ein Fußballspieler hat. Wenn Du nicht dieser Meinung bist solltest Du in anderen Foren deine Meinung kund tun aber nicht hier.

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        • Sorry, aber Deine Begründung ist völlig daneben.

          „dieses rumgehacke auf salli geht echt auf keine kuhhaut mehr. er war die letzten wochen bei weitem nicht der schlechteste. auch gestern fehlte nicht viel zum tor. wer ernsthaft nach den letzten beiden spielen verlangt, dass er in lautern hätte draußen bleiben sollen, der sollte einfach mal fragen, ob er wirklich viel von fußball versteht“

          Bis hierhin gebe ich Dir völlig recht.

          Aber dann auf die Rassismuskarte zu setzen ist ja wohl nicht ernst gemeint, oder?

          Es gibt eben Menschen, die mit sich selbst, der Gesamtsituation und dem ganzen Rest so unzufrieden sind, dass sie einen Prügelknaben brauchen, weil sie sich sonst nicht besser fühlen können. Das war mal Bulthuis, das war Sepsi, das war zuletzt Kirsche und jetzt ist es eben Salli. Wie Du siehst, hat das nichts mit der Herkunft zu tun…

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          • Ich glaube nicht, dass man so naiv sein sollte, zu glauben, dass die Heftigkeit der Reaktionen bei Salli, der ja selbst bei ordentlichen Spielen noch von vielen als schlechtester Spieler identifiziert wird, nicht bei manchen im Stadion auch mit der Hautfarbe/Herkunft zusammenhängt. Das Stadion ist ein gesellschaftlicher Querschnitt, natürlich sitzen da auch Rassisten und dass die dann eine miese Aktion von Salli ausnutzen bzw. sich in ihren Ansichten dadurch bestätigt fühlen, halte ich schon für sehr wahrscheinlich. Und dass Salli natürlich von jedem im Stadion leicht zu identifizieren ist und so Fehler auch eher wahrgenommen werden, ist jetzt auch nicht wegzudiskutieren, hat mMn aber noch wenig bis gar nichts mit Rassismus zu tun.

            Dass die gesamte Kritik an Salli ausschließlich deshalb geschieht, weil er schwarz ist, ist aber natürlich auch sehr weit hergeholt. Salli hat wochenlang keinen guten Fußball gespielt, hat jetzt mal zwei ordentliche Spiele gemacht (so dass ich Köllners Entscheidung ihn drin zu lassen verstanden hab), aber insgesamt waren die Leistungen äußerst durchwachsen und auch absolut kritikwürdig. Denke die Mehrheit der Zuschauer hätte dies auch bei einem Gislason oder einem Kerk so kommentiert, wenn der so gespielt hätte.

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            • Auf die Gesellschaft aufs Ganze bezogen und in diversen Foren hast Du sicherlich Recht, aber hier im Mikrokosmos CU glaube ich einfach nicht, dass die Hautfarbe eine Rolle spielt. So sehr man auch verschiedener Meinung sein kann, sind hier doch durchwegs keine geistigen Tiefflieger unterwegs 😉

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            • Florian….Du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen!
              Das hat mit der Hautfarbe überhaupt gar nichts zu tun….wenn ma Salli gestern wieder sehen musste…..und ich habe ihn Live 20 Meter vor mir im Stadion gesehen…das war unterirdisch….sogar die FCK Fans rund um mich rum haben teilweise die Hände überm Kopf zusammengeschlagen…..das sagt doch allles.

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    • Die Kritik an Salli an Vorurteilen festzumachen greift für mich auch zu kurz. Auch schlicht weil die Kritik (siehe zB glubbforum) ja sehr sachlich ist und sich eher um die Frage dreht, warum Köllner auf einen so torungefährlichen Stürmer setzt. Allerdings schließe ich mich Florian an, dass da sicher mancher mit solchem Gedankentum sich da gern mit auf das Trittbrett schwingt.

      In Nürnberg gab es von jeher Spieler, die aus welchen Gründen auch immer in der Gunst der Fans einfach keine Resonanz fanden. Ganz früher in meiner Zeit mit Dauerkarte war das Fengler, später mal Charisteas, dann war es ein Marcos Antonio oder ein Vidosic, Blazek oder auch ein Schäfer – man vergisst das nur gern. Aktuell sind es eben Kirschbaum und Salli, die machen können, was sie wollen, jeder Fehler wird ihnen sofort übel genommen und gute Ansätze eher argwöhnisch kommentiert. Daraus abzuleiten, dass der Clubfan nun ein Hipster-Bart-Problem habe, griffe ja auch zu kurz.

      Wer erinnert sich sonst noch an Spieler, die das schwarze Schaf der Truppe mimen mussten? Masmanidis fällt mir auch noch ein? Oder Leberwurschtbrot Oechler … :mrgreen:

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      • Und wenn du auf Schäfer anspielst, dann kann man da sehen, wie schnell sich das Blatt bezgl. Fangunst auch wieder wenden kann.
        Ja Salli ist kein Torungeheuer. Seit seinem Einsatz in der Superleague hater nicht mehr allzu oft getroffen in Pflichtspielen. Daß er Tore schießen kann, konnte man aber z.B. in der Vorbereitung durchaus sehen.
        Ich bin aber zusätzlich der Meinung, daß ein Spieler sich seinen Wert für die Mannschaft nicht nur durch Tore und Assists verdient, sondern, daß da auch andere Qualitäten mit einfließen, die vielleicht nicht so offensichtlich für uns Fans sind: Spielintelligenz, Mannschaftsdienlichkeit, Trainingsfleiß, Umsetzung dessen, was der Trainer vorgibt, Defensivarbeit auch als Offensivkraft …
        Insofern geh ich davon aus, daß Salli nicht spielen würde, wenn er nicht in anderen dem Trainer wichtigen Kategorien gegenüber den anderen Spielern die Nase vorn hätte.
        Und ich wünsche Salli einfach, daß er endlich mal wieder trifft. Man sieht seit ein paar Spielen, wie sehr ihn das selbst frustet, wenn es wieder nicht klappt. Einmal hat Ishal ihn gleich wieder aufgerichtet. Einer der vermutlich sehr gut mitfühlen kann, was derzeit in Salli vorgeht.
        Ich finde Kritik an ihm zwar oft zu hart (auch andere machen oft kein besseres Spiel, werden aber nie so intensiv zerpflückt wie er. Aber was mich viel mehr stört ist, daß es immer wieder Clubfans gibt, die dann solch einen Spieler auch noch ganz bewußt verhöhnen.
        Was soll das?
        Er ist ein Teil unserer Mannschaft. Und er hat auch ohne Tore seinen Anteil daran, daß wir derzeit die zweitstärkste Offensive haben und auf Tabellenplatz 3 überwintern.
        Wieso muß man sich da auf einen Spieler einschießen in einer Art, bei der man (wenn man die Ergebnisse nicht kennt) vermuten könnte, daß wir wegen Salli Tabellenletzter sind?

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        • Sepsi war auch so ein Kandidat. Jetzt sind viele kleinlaut, weil er verletzt spielte, weil sonst keiner da war. Also einer, der die Mannschaft über sich und seine Reputation stellt, wenn es darauf ankommt.

          Vielleicht sollte man das mal ganz generell so im Kopf haben: Was ist eigentlich, wenn…? Der Spieler Dinge tut, die der Trainer von ihm will, auch wenn er es nicht kann? Spieler, die sich auf Positionen aufreiben, die sie gar nicht wollen. Aufgaben übernehmen, die von außen nicht gut ankommen, wie taktische Fouls begehen, in Dribblings gehen, auch wenn sie aussichtslos sind, hochriskante Pässe spielen sollen, ihre Position bewusst verlassen, um Konfusion zu stiften?

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          • Einspruch ! Bei Sepsi bin ich immer noch der Meinung, dass Schwartz rechtzeitig mit Lippert eingreifen hätte müssen.
            Wenn ein Spieler nicht weiß wann er pausieren muss, sollte der Trainer ihn vor sich selbst schützen und ich bin mir ziemlich sicher dass Köllner früher gehandelt hätte.

            Nebenbei, ich habe gerade die Dosen gegen Berlin gesehen. Dort wird schon in einem enormen Tempo gespielt, da darf sich unsere Mannschaft noch ordentlich steigern.

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      • Der erste Spieler , an den ich mich erinnern kann, war Manni Drexler…
        Weiterhin an Klaus Täuber.

        Übrigens, beide später respektable Bundesligaspieler…….

        P.S.: Salli find ich gut !

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      • Ich finde auch absolut nicht, dass die Kritik an Salli auf Basis von Vorurteilen besteht:

        – er war nach seiner Verpflichtung in der Vorbereitung direkt Publikumsliebling: er hatte eine bessere Ausgangssituation als Andere
        – bis Kritik laut wurde, hat er bestimmt 15 Einsätze gehabt: auch aufgrund der fehlenden Konkurrenz hat es lange gedauert, bis Kritik laut wurde
        – wenn man sich mal ernsthaft seine einzelnen Spiele ins Gedächtnis ruft, war er in den seltensten Fällen neben seiner mangelnden Torgefahr fleißig, mannschaftsdienlich, etc. im Gegenteil. Sein AV-Kollege hat einem Leid getan. Ich glaube nicht, dass ihm 2 Tore weniger Kritik eingebracht hätten. Robert Vittek war auch eine ganze Zeit kein Topscorer bei uns, jedoch nie in der Kritik, weil er andere Tugenden eingebracht hat.
        – die Kritik an Salli ist eigentlich eher an Köllner gerichtet. Natürlich kann Salli nichts dafür, dass ihn Köllner jede Woche aufs Neue bringt. Man kann ihm das Bemühen nicht absprechen, aber er ist nun mal nicht der Schnellste, Supertechniker oder gar torgefährlich.

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  • Optimist ich bin weder mit mir noch mit meiner Gesamtsituation unzufrieden noch brauche ich einen Prügelknaben. Dieser Kommentar bezieht sich nur auf das gestrige Spiel. Ob ich oder du keine Ahnung vom Fußball hast sei dahin gestellt.

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    • Wenn sich unsere Mannschaft bei einigen Spielen normal verhalten hätte und nicht einzelne sich wirklich doof angestellt hätten, wären wir längst mit einigen Abstand Tabellenführer. Und das keinesfalls unverdient.
      Statt 4:0 für Sandhaufen fällt jetzt das 3:1, verdammt.

      Aus Frust habe ich mir jetzt eine Karte fürs DFB Pokalspiel geholt. Vielleicht erhalten wir Stadionbesucher jetzt zur Beruhigung eine Sensation. Darauf einen König der fränkischen Schnäpse. Das Schäuferlä in Ziegenbach war sehr reichhaltig. 😀

      @Sau- ääääh Seehaufen: Wann gehts am Dienstag los!? Was sagt „DER Trainer“!? 🙂

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        • 18:30?
          Hat Dir das „DER Trainer“ gesagt oder hast Du das live aus der Kabine getwittert?
          Vorsicht, nicht das Du das nächste Mal aus dem Kader gestrichen wirst, auch wenn Dich „DER Trainer“ sicherlich lieb hat.

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          • „DER Trainer“ war heute bei Meiderich – Dresden, aber wir stehen natürlich in ständigem Austausch.

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      • Hätte Ingolstadt nicht manchmal dämlich verloren, wären sie Tabellenführer. Hätte Darmstadt sein Potenzial abrufen können, wären sie Tabellenführer. Hätte Kiel nicht in Sandhausen verloren, wären sie Tabellenführer. Wäre Bochum und Union so stark, wie sie selbst glauben, wären sie auch Tabellenführer.

        Verdammt.

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        • Mal wieder eine schöne Gelegenheit, Auge zu zitieren: „Hädde meine Tante Räder, wär‘s a Strasnbahn“.
          Und die Mutter aller „hätte“: Hätte der Schiri die 2 Meter Abseits in Hannover gesehen, wär mer ned abgstieng.

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            • Herr Zenger hat Glück, daß ich das mit dem DFB Pokalspiel so spät organisieren konnte, daß ich meinen normalen Platz in seinem Nacken nicht einnehmen konnte!
              Ich sitze weiter hinten, irgendwo beim Schirischimpfer… 😀

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    • Das ist dieses Dingens mit der Tabellenverzerrung, oder wie das heißt.

      Plötzlich ist unser enttäuschendes Unentschieden gar nicht mehr so schlecht 😉

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      • Stimmt! Das Hadern mit blöd verdaddelten Punkten wird in D und KI nicht geringer sein als bei uns, bei allen dahinter sogar noch viel größer. Gestern traf ich einen Fortunen, der sich sogar wundert, geradezu geniert, dass Düdo so weit oben steht. Die hätten so viele komische Dusel-Siege eingefahren…

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  • Mann, wurde die Westvorstadt gerade verschaukelt! Die tun mir fast leid.

    Da pfeift der Schiri ohne Grund nicht ab, lässt bei Spielende im neutralen Spielgeschehen im Mittelfeld ohne Grund weiterlaufen und dann legt der Altintop fast 1 min über der Zeit noch einen Kunstschuss ins Netz….

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  • „Hätte, hätte Fahrradkette“ empfinde ich als ein Totschlag-Argument und diesem Blog recht unwürdig btw.
    Wie schon gegen Bielefeld oder Pauli sehe ich da gegen Lautern die Nichtreaktion des Trainers als kritisch an. Da wurde eindeutig zu spät mit den Wechseln reagiert. Und diese Spiele haben mit den verdienten Niederlagen gegen Aue oder in Heidenheim mM nach nichts zu tun.

    Hallo, sogar Beate ist da auf meiner Seite! Das ist mein Totschlag-Argument. Weit entfernt von der gleichen Meinung aus Bareid-München. 🙂

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    • Richtig! Zumindest sehe ich keinen Sinn darin, ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten als Punktgewinn schön zu reden. Hier wurden zwei Punkte leichtfertig verloren.

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      • Wie kommt man eigentlich darauf, dass die Punkte leichtfertig verloren wurden? Glaubt wirklich einer, dass es den Spielern oder dem Trainer egal war ob sie gewinnen oder nicht?

        Natürlich habe auch ich gehofft, dass wir gegen den Tabellenletzten gewinnen, noch mehr nach dem Sieg in düsseldorf, als die Mannschaft richtig gut aufgetreten ist und mit der tollen Auswärtsbilanz im Rücken.

        Aber solche Spiele passieren, vielleicht war beim einen oder anderen Spieler von uns unbewusst doch schon das Pokalspiel im Hinterkopf? Sollte nicht sein, aber hat es bei anderen Mannschaften halt auch schon gegeben.

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        • Danke, Armin! Interessant fand ich, dass Köllner mit dem Punkt hochzufrieden ist, im Interview sagte er, dass wir das Spiel vor ein paar Monaten wohl noch verloren hätten. Er scheint die Mannschaft sehr gut einschätzen zu können. Es ist hier sooo oft darüber geschrieben worden, dass in einer so ausgeglichenen Liga kleine Nuancen entscheiden. Der Club hat das zweitbeste Torverhältnis, die zweitmeisten Punkte, ist auf Platz 3 mit den allerbesten Chancen, den Aufstiegs-Traum wahr zu machen, und man liest „leichtfertig“, „schön reden“, „Nichtreaktion des Trainers“ – grad so, als gäbe es 17 andere Teams, die so schlecht sind, dass man gegen die einfach gewinnen MUSS. Das sind keine Lullies, das sind Profi-Vereine, liebe Leut’, und der FCN ist zum Glück nicht „Baianmühng“ (Boggler)!

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          • Stimmt! Kaiserslautern war der Übergegner, gegen den es unmöglich war zu gewinnen!

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            • Frank, übernehmen Sie das Traineramt. Sofort. Weil ich will sufsteigen. Viel Glück!

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