Der statistische Jahresrückblick – Teil IV, Ballverluste, Dribblings, Laufstrecken und Diverses #FCN

Die Winterpause nutzen wir, um uns den Club statistisch mal etwas näher anzusehen. In Teil IV geht es um Ballverluste, Dribbling, Laufstrecken und ein paar Spielereien. Bislang hatte sich im Rückblick die Aufmerksamkeit eher auf die positiven Kategorien gewendet, es gibt aber natürlich auch negative Indikatoren. Einer davon sind die Ballverluste. Wenn es um Ballverluste geht, so meint die Fußballstatistik damit nicht die Fehlpässe (die hatten wir ja schon im dritten Teil), sondern technische Fehler bei der Ballannahme, die zum Ballverlust führen, und Situationen, in denen dem Ballführenden vom Gegenspieler der Ball abgenommen wird, ohne dass vom Ballführenden der Versuch unternommen worden war, den Gegner zu überspielen. Eine sperrige Definition, deren letzter Teil aber nötig ist, um den Ballverlust vom erfolglosen Dribbling zu unterscheiden, was in der Fußballstatistik zwei unterschiedliche Phänomene sind.

ballverluste
Infografik 1: Zweitligaspieler nach Ballverlusten

Ein Blick auf die ligaweite Statistik zeigt, die Führenden in der Ballverluststatistik sind allesamt Stürmer, eine Tatsache, die sich aus der Natur des Spiels ergibt: Ein Innenverteidiger, der sich viele Ballverluste leistet, ist ein Sicherheitsrisiko, ein Stürmer, der sich Ballverluste leistet, kann dennoch effizient vor dem Tor sein. Einen solchen Stürmer hatte der FCN bis vor wenigen Tagen auch in seinen Reihen. Cedric Teuchert war zwar (siehe Teil I) extrem treffsicher und torgefährlich, aber auch in Ballbesitz immer wieder für einen Ballverlust gut. 17 Stockfehler und 12 Ballabnahmen notiert die Datenbank in 685 Einsatzminuten. Auf die Minute heruntergebrochen ergibt dies einen Wert, den in der Mannschaft nur die klaren Ergänzungsspieler Gislason, Fuchs und Brecko sowie Rotationsspieler Hufnagel übertreffen. (siehe Tabelle 1) Am anderen Ende des Spektrums stehen die Defensivspieler, allen voran Georg Margreitter, der in dieser Kategorie den viertbesten Wert unter allen Spielern mit mindestens 810 Minuten ligaweit verzeichnet.

Betrachtet man diese Statistik nach der Gesamtzahl an Ballverlusten der Mannschaften (siehe Tabelle 2), so sieht man, dass Fortuna Düsseldorf hier die wenigsten Ballverluste aufzuweisen hat. Natürlich könnte man nun davon ausgehen, dass darin eines der Erfolgsgeheimnisse der Rheinländer liegt, sie beschützen den Ball gut, spielen konzentriert. Eine notwendige Bedingung für Erfolg sind die geringen Ballverlustzahlen aber nicht, die Plätze zwei, drei und fünf der Rangliste der meisten Ballverluste stehen auf Platz vier, fünf und sechs der Tabelle. Andererseits sind Fürth und Kaiserslautern nicht nur in der Tabelle weit hinten, sondern haben auch viele Ballverluste aufzuweisen. Der Club liegt im Mittelfeld dieser Wertung und mit 383 Ballverlusten fast genau auf dem Durchschnitt von 381, allerdings ist in der Aufschlüsselung interessant, dass die Anzahl der Stockfehler beim FCN (196) deutlich unter dem Durchschnitt (208) liegt, die der Ballabnahmen (187) aber deutlich über dem Durchschnitt (173).

dribblings1
Infografik 2: Die 15 dribbelfreudigsten Zweitligaspieler

Eine andere Kategorie, die in den landläufigen Statistiken seltener vorkommt, aber auch einen Blick wert ist, sind die Dribblings. Statistisch sind damit alle Versuche einen Gegner zu umspielen, während man den Ball am Fuß hat, gemeint. Auch in dieser Statistik ist Cedric Teuchert weit vorn. Kein Club-Spieler hat an seiner Einsatzzeit gemessen häufiger das Eins-gegen-Eins-Duell mit dem Gegenspieler gesucht. (siehe Infografik 2) Selbst in absoluten Zahlen ist Teuchert auf Platz zwei in der vereinsinternen Wertung. Ligaweit kommt Teuchert in der relativen Wertung auf Rang drei, in der absoluten Wertung auf Platz 20 und das obwohl er mindestens 200 Minuten weniger auf dem Feld gestanden war als alle vor und fast alle nach ihm. Nach absoluten Zahlen liegt in der internen Wertung Eduard Löwen, der ligaweit auf Rang 12 liegt, mit 55 Dribblings vor Teuchert.

Anders sieht die Rangliste dann allerdings schon aus, wenn man sich die Erfolgsquoten des Dribblings ansieht. Dabei sei vorweg geschickt, dass ein Dribbling an sich keine Angelegenheit mit 50%-Erfolgschance ist: Der Verteidiger ist im Vorteil. Von den 117 Spielern, die mindestens 18 Dribblings versuchten, haben nur 40 eine Erfolgsquote von 50% oder besser, die durchschnittliche Erfolgsquote dieser Spieler liegt bei 42%. Somit sind Hanno Behrens, Kevin Möhwald und Tim Leibold überdurchschnittliche Dribbler und auch Mikael Ishak und Eduard Löwen liegen nur knapp unter dem Durchschnitt. Anders verhält es sich mit Edgar Salli, Cedric Teuchert und Enrico Valentini. Alle drei haben deutlich abfallende Werte im Vergleich zum Durchschnitt. (siehe Infografik 3) Während Valentini das Dribbling aber selten sucht, sind Salli und vor allem Teuchert Spieler, die aktiv ins Dribbling gehen und das Duell suchen. Da fehlgeschlagene Dribblings Aktionen sind, die im Stadion auffallen, dürfte viel Unmut gegen Edgar Salli aus dieser Statistik herrühren und auch die Vorbehalte gegen Cedric Teuchert sind hier durchaus erklärt.

dribblings2
Infografik 3: Die 15 dribbelstärksten Zweitligaspieler

Addiert man nun die Statistiken der Ballverluste und der verlorenen Dribblings und bildet so eine Kategorie der „Ballverluste jenseits der Fehlpässe“ so sind Salli und Teuchert zusammen mit zusammen mit Eduard Löwen die drei Spieler mit mehr als minimalen Einsatzzeiten, die den Ball am häufigsten verlieren, wenn sie ihn am Fuß haben. Am anderen Ende des Spektrums stehen neben den Torhütern die Innenverteidiger Margreitter, Mühl und Ewerton sowie Patrick Erras.

Immer wieder Teil der Berichterstattung sind die gelaufenen Kilometer, eine Statistik, deren Aussagewert zumindest begrenzt ist, da Spielanlage und Taktik oft eine große Rolle dabei spielen, wie viel gelaufen wird. Dennoch ist es durchaus auch eine Meldung wert, dass Hanno Behrens der Zweitligaspieler mit den meisten zurückgelegten Kilometern ist. Andererseits hat der Club-Kapitän auch alle 1620 möglichen Spielminuten absolviert. Daher ist auch hier ein Blick auf die Laufstrecke nach Minuten wahrscheinlich aussagekräftiger.

In dieser Statistik landet Behrens dann immer noch unter den ersten 15 Spielern (mit mindestens acht Saisoneinsätzen und einer durchschnittlichen Spielzeit von mindestens 60 Minuten, um sowohl systematische Relevanz der Spieler als auch Ermüdungseffekte in der Statistik repräsentiert zu haben), aber nicht mehr auf Platz eins. (siehe Infografik 4) Der geht nun an Unions Marcel Hartel. Ebenfalls unter den besten 15 zu finden ist Patrick Erras, ein beachtlicher Wert für einen Spieler, der immer noch als nicht vollständig fit gilt. Dass in der die gesamte Liga betreffenden Statistik zwei Spieler von Union Berlin unter den ersten drei stehen, überrascht nicht. Die Köpenicker sind das Team mit der höchsten durchschnittlichen Laufstrecke. Der Club liegt mit 114,99 Kilometern pro Spiel auf Rang acht dieser Wertung. Der Wert lag im Vorjahr noch deutlich niedriger: Bei 112,79 Kilometern pro Spiel unter Alois Schwartz und 113,75 Kilometern pro Spiel unter Michael Köllner.

laufstrecke17
Infografik 4: Die 15 laufstärksten Zweiligaspieler

Nicht im Mittelfeld liegt der Club bei einer anderen Statistik: Den langen Bällen. Ligaweit spielt nur Union Berlin weniger lange Bälle als der FCN. 15,86% der Pässe spielt der FCN lang, d.h. über eine Distanz von mehr als 22,86 Metern – die statistische Definition geht von 25 Yards aus, weswegen der Wert in Deutschland eher krumm ist; so wie ein Sechzehnmeterraum auch 16,50m von der Torlinie entfernt ist, da die Regeln von 18 Yards sprechen. Der Wert liegt damit übrigens auf die zweite Nachkommastelle genau dort, wo er letztes Jahr unter Köllner auch lag, bevor er nach der Niederlage gegen St. Pauli seine „pragmatische Wende“ vollzog und mehr auf Ergebnis spielen ließ, da der Klassenerhalt in latente Gefahr geraten war. 2017/18 kommen bislang lediglich der Club, Union und Dynamo Dresden auf weniger als 16 Prozent lange Bälle. Am anderen Ende des Spektrums kommen die Könige der langen Balls aus Darmstadt, Regensburg und Ingolstadt, alle drei Teams spielen mehr als ein Fünftel ihrer Bälle lang. Der ligaweite Mittelwert liegt bei 18,23%. (siehe Infografik 5)

Eine Aufschlüsselung nach Heim- und Auswärtsspielen zeigt, dass der Ball in der Zweiten Liga im Schnitt öfter vor fremdem Publikum (18,54%) als vor eigenem Publikum (17,97%) lang gespielt wird. Ein besonders deutliches Beispiel hierfür ist Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen spielen zu Hause nur 17,36% ihrer Pässe lang, auswärts sind es 22,2%. Der Club dagegen spielt zu Hause (16,02%) sogar öfter den Ball lang als auswärts (15,51%). Der Auswärtswert ist dabei der niedrigste der ganzen Liga. Auffällig ist auch, dass nicht nur der Club lange Bälle nur eingeschränkt verwendet, sondern auch die Gegner, wenn sie gegen den FCN spielen. Nur 16,15% der gegnerischen Pässe sind lange Bälle, lediglich Braunschweig (13,87%) und Aue (14,51%) sehen noch weniger lange Bälle durch den Gegner.

Innerhalb des FCN sind es übrigens, man ist geneigt zu sagen natürlicherweise, die Defensivspieler, die den größten Anteil an langen Bällen haben. Bei den Torhütern ist der Anteil an langen Bällen natürlich besonders groß: Thorsten Kirschbaums Pässe waren zu 40% lang, Fabian Bredlows zu 36%. Es folgen mit Valentini (19%), Mühl (17%), Löwen (17%) und Margreitter (16%) weitere Defensivspieler. Auffällig dabei: Ewertons Wert liegt bei nur 10%, der Spielaufbau über lange Bälle wird also meistens dem Nebenmann des Brasilianers überlassen. Salli (3%) und Ishak (5%) spielen dagegen kaum einen Ball über mehr als 23 Meter.

langebälle18
Infografik 5: Der Anteil langer Bälle bei den Zweitligisten (ges., Heim, Auswärts)

Die statistischen Betrachtungen der Spieler und Mannschaften sind mit den Ausführungen der letzten Folgen bei Leibe nicht erschöpft. Die Datenbank bei Whoscored.com, welche die Zahlen von Opta übernimmt, bietet noch eine Fülle an weiterer Indikatoren: Vom Anteil der Schüsse innerhalb oder außerhalb der Strafraums – der FCN und Holstein Kiel geben anteilig die wenigsten ihrer Torschüsse von außerhalb des Strafraums ab (38%), Fürth die meisten (55%) – über die bevorzugte Angriffsseite – Aue kommt zu 45% über rechts, Bochum zu 42% über links, niemand kommt am liebsten über die Mitte und der Club eher über rechts (38%) als über links (34%) oder die Mitte (28%) – bis hin zur Art der Tore – Bielefeld, Aue und der Club haben die meisten Kontertore erzielt, Bochum die meisten Tore dieser Art kassiert. Auch bei den Einzelspielern gibt es noch einiges zu entdecken. Hanno Behrens traf (zusammen mit Dominick Drexler und Sargis Adamyan) am häufigsten den Pfosten (3x) und gab die drittmeisten Kopfbälle aller Spieler in Richtung Tor ab. Mikael Ishak ist in Sachen Auswärtskopfbälle aufs gegnerische Tor Tabellenführer und Enrico Valentini liegt mit vier Flanken, die zu Toren führten, auf Platz Drei hinter Schnatterer (Heidenheim) und Trimmel (Union Berlin). Das Durchfieseln der Datenbank kann sicher noch einige Schätze zu Tage fördern, es soll aber an dieser Stelle bei diesen Erkenntnissen aus den Untiefen der Opta Daten bleiben.

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Infografik 6: Die Clubspieler nach Punkten pro Spiel bei Einsatz sortiert

Ganz zu Ende ist der statistische Blick damit aber noch nicht. Zwei eigene Statistiken runden das Bild ab. Beide sind mit Vorsicht zu genießen und vordergründig erst einmal eine Spielerei. Zum einen ist da eine einfache Metrik, die berechnet, welche Durchschnittspunktzahl der FCN geholt hat, wenn ein bestimmter Spieler auf dem Platz stand, egal, ob als Einwechsel- oder Startspieler. (siehe Infografik 6) Natürlich schlägt in dieser Statistik ein Einzelergbnis bei Spielern mit wenigen Einsätzen besonders durch. So landet Laszlo Sepsi mit seinen einzigen Einsatz gegen Braunschweig an der Spitze der Tabelle, da dieses Spiel gewonnen wurde und Alexander Fuchs, der nur gegen Kiel spielte, am Ende der Tabelle.

Ebenfalls eher in unteren Gefilden zu finden ist Ewerton, obwohl der Brasilianer die Abwehr spür- und nachweisbar stabilisiert hat. Er fehlte aber bei den Auftaktsiegen gegen Kaiserslautern und Regensburg, so dass sein Punkteschnitt niedriger ist als der der Mannschaft. Interessanter sind dann schon die Werte der Torhüter. Während Thorsten Kirschbaum auf einen Schnitt von 1,45 kommt, liegt Fabian Bredlow bei 2,43, also deutlich über dem Mannschaftsschnitt von 1,83 Punkten/Spiel. Auch dass die Mannschaft mit Patrick Kammerbauer deutlich mehr Punkte holt als ohne, fällt auf und wird noch interessanter, wenn man einberechnet, dass beide Niederlagen, bei denen Kammerbauer auf dem Feld stand, in Spielen kamen, in denen der Youngster nur eingewechselt wurde.

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Infografik 7: Die persönliche Tordifferenz der Clubspieler

Neben dem persönlichen Punkteschnitt, zeigt eine andere Statistik (siehe Infografik 7) die persönliche Tordifferenz der Spieler. Im Eishockey ist diese Statistik als „+/-“ bekannt und versucht nachzuvollziehen, wessen Anwesenheit auf dem Eis besonders wichtig für eine Mannschaft ist. Da im Eishockey mit fliegendem Wechsel gearbeitet wird, ist die Statistik dort sicher aussagekräftiger als im Fußball, wo mindestens acht Spieler (Platzverweise außen vor) über die vollen 90 Minuten auf dem Feld stehen. So ist in der Auflistung fast mit bloßem Auge zu erkennen, wie die Startelf des Spiels beim MSV Duisburg aussah, das mit +5 zu Buche schlägt. Dennoch offenbart die statistische Spielerei einige interessante Punkte. Manches korreliert mit den Durchschnittspunktzahlen, so verlor Kirschbaum z.B. wesentlich häufiger als Bredlow, hat also auch ein schlechteres „+/-„. Anderes ist durchaus erwähnenswert: So liegt Cedric Teuchert bei lediglich „+1“, bei den Startelfeinsätzen bei „+2“, bei den Einwechslungen bei „-1“, während Mikael Ishak mit „+16“ sogar noch über dem Mannschaftswert von „+13“ liegt, da er gegen Union vor dem Ausgleich eingewechselt wurde, gegen St. Pauli erst nach dem Gegentor ins Spiel kam und gegen Kiel vor dem 2:2 ausgewechselt wurde. Sicher nicht mehr als ein Anhaltspunkt für die Wichtigkeit des Schweden fürs Team, so wie letztlich Statistiken immer nur Anhaltspunkte zur Analyse sein können, aber keine Vorhersageindikatoren für die Zukunft.

Ende der Serie.

Die Statistiken im Überblick

Tabelle 1: Ballverluste, Dribblings, Kilometer (Spieler, FCN)
Tabelle 2: Ballverluste, Dribblings, Kilometer (Mannschaften)

Tabelle 1: Ballverluste, Dribblings, Kilometer (Spieler, FCN)
SpielerminBVBV/minDerf.D%D/minkmm/min
Rurik Gislason
124
11
0,09
4
0
0,00%0,03
14,11
113,79
Alexander Fuchs
21
1
0,05
0
0
0,00
3,38
160,95
Miso Brecko
90
4
0,04
1
0
0,00%0,01
12,26
136,22
Lucas Hufnagel
321
14
0,04
7
3
42,86%0,02
43,68
136,07
Cedric Teuchert
685
29
0,04
48
16
33,33%0,07
83,19
121,44
Tobias Werner
604
22
0,04
12
3
25,00%0,02
75,40
124,83
Eduard Löwen
1188
43
0,04
55
22
40,00%0,05
137,13
115,43
Edgar Salli
887
32
0,04
31
9
29,03%0,03
109,47
123,41
Mikael Ishak
1378
45
0,03
25
10
40,00%0,02
166,52
120,84
Kevin Möhwald
1263
39
0,03
24
12
50,00%0,02
157,54
124,73
Adam Zrelak
105
3
0,03
0
0
0,00
12,68
120,76
Patrick Kammerbauer
672
17
0,03
9
4
44,44%0,01
82,73
121,80
Sebastian Kerk
240
6
0,02
4
1
25,00%0,02
30,69
127,88
Tim Leibold
1485
33
0,02
43
21
48,84%0,03
167,43
112,75
Hanno Behrens
1620
34
0,02
27
14
51,85%0,02
241,19
132,22
Enrico Valentini
1506
23
0,02
18
5
27,78%0,01
191,06
126,87
Ondrej Petrak
484
7
0,01
1
0
0,00%0,00
59,57
123,08
Ewerton
1273
10
0,01
4
3
75,00%0,00
132,98
104,46
Georg Margreitter
902
4
0,00
2
2
100,00%0,00
103,28
114,50
Patrick Erras
683
3
0,00
1
0
0,00%0,00
90,10
131,92
Thorsten Kirschbaum
990
2
0,00
0
0
0,00
62,23
62,86
Lukas Mühl
676
1
0,00
0
0
0,00
72,48
107,21
Laszlo Sepsi
16
0
0,00
4
2
50,00%0,02
2,27
141,88
Fabian Bredlow
630
0
0,00
0
0
0,00
46,55
73,89

Erklärung: min≙Minute, BV≙ Ballverluste, D≙Dribblings, erf.≙erfolgreiche Dribblings, D%≙Anteil erfolgreicher Dribblings, km≙Laufstrecke

Tabelle 2: Ballverluste, Dribblings, Kilometer (Mannschaften)
VereinBVDD%LB%km/Spiel
Regensburg
470
305
42,30%
20,56%
110,32
Union Berlin
438
323
38,70%
15,40%
117,42
Sandhausen
426
233

47,64%

19,74%
109,25
K’lautern
400
342

40,94%

18,03%
115,60
Ingolstadt
397
264

38,26%

20,36%
105,75
Fürth
385
379

41,69%

19,08%
115,55
Bochum
384
311

45,34%

16,09%
116,75
Nürnberg
383
320

39,69%

15,86%
114,99
Bielefeld
381
224

44,64%

18,25%
112,07
Duisburg
381
324

41,36%

18,02%
112,40
St. Pauli
381
382

49,74%

16,82%
115,74
Heidenheim
370
229

33,62%

19,05%
116,46
Kiel
357
355

43,38%

18,31%
106,29
Braunschweig
354
354

41,81%

19,36%
112,31
Dresden
347
309

47,90%

15,99%
107,77
Aue
342
273

44,32%

18,00%
113,82
Darmstadt
337
268

41,79%

20,81%
116,99
Düsseldorf
329
318

48,11%

18,35%
107,91

Erklärung: BV≙ Ballverluste, D≙Dribblings, D%≙Anteil erfolgreicher Dribblings, LB%≙Anteil lange Bälle am Passspiel, km≙Laufstrecke

20 Gedanken zu „Der statistische Jahresrückblick – Teil IV, Ballverluste, Dribblings, Laufstrecken und Diverses #FCN

  • Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

    0

    0
    Antwort
  • Großes Lob für eure Mühe die Statistiken so umfangreich auszuwerten. Für mich persönlich ist die +/- Statistik besonders interessant, denn sie zeigt wie wichtig Mikael Ishak für die Mannschaft ist. Ist sowieso mein Lieblingsspieler im Moment.

    2

    0
    Antwort
  • Ist es wirklich aussagekräftig, wenn man Ballverluste mit den Einsatzminuten in Relation setzt? Wäre es nicht sinnvoller, dazu die Anzahl der Ballkontakte heranzuziehen? Mal angenommen, ein Spieler vertändelt 20% seiner Ballkontakte. Dann schneidet aber derjenige Spieler mit mehr Ballkontakten in der Statistik hier schlechter ab…

    1

    0
    Antwort
    • Klingt plausibel, schau ich mir heute Nachmittag mal an, was da rauskommt. (Wobei die Augenscheinlichkeit natürlich eher nach Minuten als nach Ballkontakten ist, je öfter der Ball verloren geht, desto mehr wird gemeckert im Publikum). Die normale Metrik ist allerdings „pro Spiel“ und das ist sicher noch weniger aussagekräftig. Hatte ich auch überlegt, das in Relation zu den Ballkontakten zu setzen, aber, da hätte ich Datenquellen (ran und Opta) mischen müssen und nachdem die z.T. doch weit differieren hab ich das gelassen. (deshalb hab ich z.B. auch nicht Ballverlust plus Dribbling plus Fehlpass gebildet und daraus eine Ballbesitzwechsel durch Fehler Statistik gebildet). Wie gesagt, probier es heute Nachmittag mal, was bei rauskommt.

      0

      0
      Antwort
      • Das wäre meiner Meinung nach ja gerade das reizvolle, wenn man eben in der Statistik die Sachen sieht, die beim einfachen Betrachten der Spiele eher weniger offensichtlich sind. Ob es eben wirklich so ist, dass der Salli jeden zweiten Ball vertändelt

        Dass sich v.a. durch die Spielsituationen da sehr viele Unwägbarkeiten ergeben, ist natürlich klar. Wobei man bei manchen Aspekten schon davon ausgehen kann, dass alle, oder zumindest Spieler auf gleichen Positionen, davon in gleichem Maße betroffen sind.

        0

        0
        Antwort
        • Nach meiner Beobachtung ist Salli ein recht ballsicherer Kombinationsspieler. Nur, wenn er ins Risiko geht, ist der Erfolg überschaubar. Aber natürlich muss man gelegentlich etwas riskieren, wenn man einen Abwehrriegel knacken will….

          1

          0
          Antwort
    • Hab’s jetzt schnell mal ausgewertet. Das Problem der unterschiedlichen Datenquellen bleibt, Ballkontakte gibt ran.de nicht her Ballverluste und Dribblings whoscored.com nicht. Dennoch mal der Versuch das auf Ballverluste+verlorene Dribblings/Kontakt umzurechnen:

      BV+DV/Minute

      0

      0
      Antwort
      • Nach dieser Grafik wäre Teuchert trotz seiner Tore der höchste Risikofaktor, Salli ist deutlich stabiler. Interessant, aber nicht ganz unerwartet.

        Ich bin mal gespannt, ob CT sein unbestreitbar großes Talent auch in ein stimmiges Gesamtpaket einbinden kann. Bisher ist das noch nicht so gewesen. Ich fürchte aber, bei ihm besteht die große Gefahr, ein gescheitertes Talent zu werden. Ein Wechsel zu einem Verein ohne große Spielpraxis wird da nicht förderlicher sein….

        1

        0
        Antwort
        • Salli hat immer noch die 4.meisten Ballverluste!!! Und trotz mehreren Riesenchancen(zuletzt Kaiserslautern !!!), kein einziges Tor!

          1

          1
          Antwort
        • Nach dieser Grafik wäre Teuchert trotz seiner Tore der höchste Risikofaktor, Salli ist deutlich stabiler. Interessant, aber nicht ganz unerwartet.

          Ich bin mal gespannt, ob CT sein unbestreitbar großes Talent auch in ein stimmiges Gesamtpaket einbinden kann. Bisher ist das noch nicht so gewesen.

          Das hängt ja auch mit dem Spielertyp zusammen, Cedric ist jemand der einfach oft Dribblings sucht wenn man zurückliegt oder die Entscheidung sucht braucht man doch keine Spieler, die nur sichere Querpässe oder zurück spielen bis zum Torwart. Für mich sind Ort und vor allem Qualität der Aktionen viel wichtiger also solche Daten die darüber nichts aussagen. Die nackten Zahlen sagen gar nichts über die Relevanz und Qualität der einzelnen Aktionen aus. Für mich ein viel wichtigerer Aspekt.

          Wenn jemand 10 Dribbllings sucht in einer Aktion durchkommt und das entscheidende Tor macht, ist das für mich zumindest spielentscheidender, als jemand der ängstlich 10 sichere Querpässe in der eigenen Hälte hin oder her schiebt ohne daß irgendwas vorangeht.

          By the way….Cedric macht so einen erfolgreichen geradlienigen Weg auch national in den U Nationalmannschaften, wo bitte siehst Du da ein gescheitertes Talent. Er ist 20! Dieses unken finde ich einfach so schlecht.

          1

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          Antwort
          • „wenn man zurückliegt oder die Entscheidung sucht braucht man doch keine Spieler, die nur sichere Querpässe oder zurück spielen bis zum Torwart.“ – Aber auch keinen der jeden vierten Ball hergibt und so dem Gegner mit höherer Wahrscheinlichkeit als alle anderen eine Chance zur Entlastung gibt.

            Das Problem ist ja nicht nur, dass er oft ins Dribbling geht und dabei oft scheitert, sondern dass er drüber hinaus einfach auch eine deutlich schlechtere Passquote hat als die anderen, d.h. auch da viel öfter ins Risiko geht. Er ist der klassische „High Risk, High Reward“- Spieler. Wenn’s gut geht, isses richtig gut, wenn’s schief geht, ist es aber zum Haare raufen und unnötig riskant. Sowas muss man sich leisten wollen.

            Die Kritik am „Hintenrumgeschiebe“ läuft mMn in zweierlei Richtungen ins Leere, zum einen gibt es keinen Offensivspieler, der das tut (d.h. da ist der Referenzrahmen nicht wirklich gegeben, wenn man Teuchert einbaut) und zum anderen ist das in der Regel nicht „ängstlich“, sondern eine Variante den Ball dem Pressing des Gegners zu entziehen. Man spielt normalerweise den Ball hinten rum, wenn man sich neu sortiert, nachdem ein Angriff keine Lücke gefunden hat, weil das Pressing des Gegners funktioniert hat und man die Ballbesitzseite verlagern will, um neu aufzubauen. Das hat keinen Selbstzweck ala „Ballbesitzquote erhöhen“ oder „Angst vor dem eigenen Angriff“.

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            Antwort
            • Man spielt normalerweise den Ball hinten rum, wenn man sich neu sortiert, nachdem ein Angriff keine Lücke gefunden hat, weil das Pressing des Gegners funktioniert hat und man die Ballbesitzseite verlagern will, um neu aufzubauen. Das hat keinen Selbstzweck ala „Ballbesitzquote erhöhen“ oder „Angst vor dem eigenen Angriff“.

              Es kann alles sein auch Ratlosigkeit, wenn der Gegner gut sortiert tief steht und man keine Mittel findet (Dann braucht man Spieler die Dribblingssuchen selbst wenn sie in 4/5 Fällen hängen bleiben, aber vielleicht 1 mal relevant durchkommen. Das ist es, was für mich all diese Statistiken deutlich realitiviert, keine dieser Zahlen sagt etwas über die Qualität der Aktionen aus. Das ist für mich ähnlich wie beispielsweise ein Autokorrektur System welches weder Semantik noch Qualität eines Textes erfassen kann. Ist der Text also gut wenn er fehlerfrei ist also statistisch gute Werte hat? Nein er kann trotzdem völlig am Thema vorbei sein.

              Nur ein kleines Beispiel ein erfahrener guter Spieler macht relevantere Laufwege als ein junger unerfahrener Spieler. Erfasst wird aber nur wer wieviel gelaufen ist, sagt in dem Fall auch nichts über die Qualität der beiden aus, wer wichtiger ist fürs Spiel auch wenn der jüngere mehr gelaufen ist.

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              • Das geht aber davon aus, dass er diese eine Aktion hat, wenn der Spieler die eine Aktion nicht hat (wie Teuchert z.B. gegen Heidenheim oder Ingolstadt), dann ist er für die Mannschaft weniger hilfreich (auch qualitativ) als einer, der seine Bälle sicher zum Mann bringt und in den eigenen Reihen lässt. Daher „High Risk, High Reward“. So einen Spieler muss man sich leisten wollen (bzw. können). Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass er bei Schalke durch so ein Portfolio als Einwechselspieler gut funktionieren kann.

                Und Teucherts Wert in der Kategorie ist ja jetzt nicht irgendwie typisch für die Liga oder für Stürmer seiner Art (z.B. kommt Köpke auf 16,5%, Green auf 13,2%) . Das ist insgesamt der drittschlechteste Wert in der gesamten Liga, wenn man die Fehlpässe dazu rechnet gehen vier von zehn Bällen von ihm zum Gegner. Das wiegt er eben nur dann auf, wenn er trifft, wenn er es nicht tut, schadet es einer Mannschaft, die eben durchaus auf Ballkontrolle aus ist (wie der Club eine ist), umso mehr.

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      • Danke für die Mühe, zeichnet ja doch ein etwas anderes Bild. Was mich nur verwundert, warum zählst du die verlorenen Dribblings noch zu den Ballverlusten dazu? Sind die da nicht schon drin enthalten?

        Hinsichtlich der Teuchert-Diskussion:
        Wenn man mit der Qualität der Aktionen argumentiert, dann muss man aber auch festhalten, dass Teuchert mit seiner Spielweise nicht gerade viele gefährliche Aktionen erzeugt. Aber eben viele Ballverluste.
        Dazu muss man auch sagen, dass gerade wenn man zurückliegt eine derartige Spielweise gleich nochmal höhere Risiken bringt, wenn man insgesamt offensiver agiert und der Gegner mehr Räume für Konter hat. Da muss man schon genau abwägen, was schwerer wiegt, die Chance auf den Ausgleich oder das Risiko, den entscheidenden Gegentreffer zu kassieren.

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        • In den Ballverlusten sind nur Stockfehler und Ballabnahmen, wenn nicht versucht wird, den Gegner mit dem Ball am Fuß auszuspielen – klassisch wäre da: Spieler steht da, überlegt, was er macht, Verteidiger nimmt Ball ab -, enthalten. Wenn versucht wird, den Gegner auszuspielen und das misslingt, dann gibt’s ein verlorenes Dribbling in der Statistik.

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  • Wirklich tolle Analyse. Ich frag mich, wie diese Daten alle ermittelt werden. Ob die wirklich objektiv sind?
    Andererseits zeigt das aber auch, daß Statistiken allein eben auch nicht ausreichen.

    Beispiel: Margreitter ist in bezug auf Ballbehauptung top. Andererseits kann ich mich erinnern, daß er für einige gravierende Ballverluste verantwortlich war, die teilweise auch zu Toren führten. Das wird durch solche Werte nicht erfasst.
    Wenn er und andere Spieler sich daagegen öfter mal die Bälle über Kurzpässe zuspielen, weil sie keine Lücke für eine Spieleröffnung finden, fließt das als positiv ein.
    Ein anderer Spieler, der in dem Fall vielleicht mehr riskiert, damit auch einen Torerfolg einleitet, aber öfter eben auch mal den Ball nicht an den Mann bringt, oder wie Velentini sich auch mal nach vorne durchtankt, wird dann schlechter gewertet, ist aber für den Erfolg vielleicht sogar wichtiger.

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    • Die Bundesliga hat das mal versucht zu dokumentieren, wie die Daten entstehen: www.bundesliga.com/de/bu…sports.jsp

      Die Interpretation ist immer eine Schwierigkeit, egal ob bei Laufstrecke (Ist der Spieler jetzt lauffaul, konditionsschwach, einfach gut im Stellungsspiel oder soll er sogar wenig laufen?) oder Dribblings (Will der Spieler dribbeln oder muss er?) oder auch Ballverlusten (Kommt der zustande, weil der Spieler den Ball nicht gut genug beschützt oder weil die Mitspieler ihm keine Passwege anbieten und der Spieler so zu lange am Ball bleiben muss?). Da bleibt immer Interpretationsspielraum. Da gibt es keine objektive „Wahrheit“ trotz der Datenfülle.

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  • Oder auch bei den Dribblings müßte man ja noch analysieren, weshalb macht das der Spieler? Weil sich kein anderer Spieler freigelaufen hat? Oder weil er den freien Spieler mangels Spielübersicht nicht sieht?
    Und wie ist sein Dribbling? Schlecht gemacht oder vielleicht sogar erfolgreich, nur der Ball kam dann doch nicht beim Mitspieler an, weil der falsch stand, lief?

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