Abdelcedric Aubameybélé – Die bösen Jungs von heute

Die Jugend von heute im Fußball – Ein Kommentar von Alexander Endl

„An Dreistigkeit nicht zu überbieten“, in einem Kommentar von kicker-Redakteur Matthias Dersch kommt der Volkszorn zum Ausdruck. Es ist schlicht genug, was diese Dembélés und Aubameyangs in Dortmund und Teucherts und Sabiris in Nürnberg sich erlauben. Missachtung von Verträgen, Druck ausüben durch offenkundigen Wechselwillen, Trainingsunlust, fehlende Bekenntnisse. ‚So kann es nicht weitergehen‘, wird Michael Zorc zitiert. Und wer mag ihm widersprechen?

Dem kann man nicht widersprechen, wie man auch dem veränderten Arbeitsmarkt nicht den Verfall absprechen kann. Arbeitnehmer ohne Bindung an die Firma, die nur nach dem nächsten Schritt auf der Karriereleiter suchen. Immer nur am Absprung, es geht ja nicht mal mehr um den Posten des Vorgesetzten, wie in der guten alten Zeit.

Nein, man muss der Entrüstung nicht widersprechen. Aber man muss sich auch nicht wundern. Es ist das Produkt einer Entwicklung, bei dem sicher nicht die Spieler als Gewinner vorgesehen waren. Arbeitnehmer sind einfach zu dem geworden, zu dem man sie machte, indem man ihnen die Illusionen einen langfristigen Beschäftigung beraubte. Und 14jährige, die mit Segen der eigenen Eltern Knebelverträge unterschreiben, angelockt von Glanz und Gloria der großen Namen und den Versprechungen in eine große Zukunft, sind heute auch das, was man ihnen vermittelte. Die Spieler längst nur noch Anlageobjekte, Teilzeitarbeiter mit befristeten Verträgen, aus denen man mit Ablauf der Befristung unbeschadet aussteigen kann, wenn das gekaufte Produkt nicht den Erwartungen entsprach. Wohin die Zukunft solcher über Jahre gern hofierten und dann gescheiterten Top-Talente geht, da waschen sich die Verantwortlichen gern die Hände in Unschuld. Vielleicht wird die Causa Heinz Müller da etwas ändern, es wäre sicher ein böses Erwachen aus einem Traum, der mit dem Fischen nach dem einen Juwel unter Tausenden beginnt, mit Training von 14jährigen von 3-4 mal pro Woche ohne jedes Maß und Rücksicht auf eine gesunde jugendliche Entwicklung und ohne Verantwortung.

Und dann sind sie da, die wenigen Auserwählten, die Crème de la Crème unserer Leistungszucht, die dann auch noch Ansprüche anmelden und der Gesellschaft das zurückgeben, was man in sie investierte: Nämlich pure Leistungsgesellschaft und streben nach eigenem maximalen Erfolg. Die Spieler, die mit Engelszungen verpflichtet wurden, wie wahrscheinlich auch ein Marvin Stefaniak beim VfL Wolfsburg oder ein Federico Palacios bei RB Leipzig, werden zum Problemfall und Abschiebeobjekt, weil sie die Erwartungen der „Investoren“ nicht erfüllt haben, Erwartungen, die manchmal nicht mal wirklich formulierbar sind – im Investmentbereich würde man es „Zocken“ nennen.

Die Spieler suchen ihren Weg. Suchen den Weg aus den Verlockungen, den Verpflichtungen, den Einflüsterungen und Versprechungen. Ja, sie sind sicher üppig entlohnt, mehr als ein ‚braver Arbeiter‘ in Jahren wird je verdienen, sie bezahlen aber auch einen hohen Preis dafür – und sie lernen ihre Karten auszuspielen. Sie merken, dass im großen Poker ihre Karten aktuell die besseren sind, das erschreckt die anderen „Spieler“, die, die es sonst gewohnt sind, die Fäden zu ziehen.

Wer den jungen Spielern heute fehlende Loyalität vorwerfen mag, der muss die Steine auch auf das System werfen. Und er muss dringend die romantische Brille abnehmen, dass das früher einmal anders war. Die Regeln waren nur anders und die Karten anders verteilt, das Spiel war das gleiche. Schon der nette Herr Klose verhandelte im eigenen Interesse am Verein vorbei, in Nürnberg heißen sie nun Teuchert, Plattenhardt und einst hießen sie Dieter Eckstein, als der damals zu Schalke wechselte: „Niemand kann gegen seinen Willen abgegeben werden. Dieter hatte einen Tag mit Schalke verhandelt, dann seinen Vertrag bei uns aufgelöst – erst dann konnte der Wechsel überhaupt stattfinden.“ (Gerhard Voack). Die Wahrheit schmeckt nur nicht immer so gut wie Legenden.

Die Spieler wurden noch nie gegen ihren Willen veräußert, dafür bisweilen gebunden. Heute haben die Spieler Hebel, um dieses Kräfteverhältnis zu verändern. Das mag man den Spielern vorwerfen, man muss sich aber auch Bigotterie vorwerfen lassen, wenn man meine, dass die Vereine vice versa nur aus guten Absichten handeln würden. Ein Pinola wurde in Nürnberg trotz aller Bekenntnisse auch vom Hof gejagt mit zum Teil schon bizarren Erklärungen – Verständnis hatte der Fan damals nur, weil die Leistung auch nicht mehr unstrittig war, wäre sicher anders gewesen, hätte Pinola von sich aus ein paar Jährchen früher den Wechsel vollzogen. Die Frage der Sichtweise sollte man auch als Fan nicht unterschlagen.

27 Gedanken zu „Abdelcedric Aubameybélé – Die bösen Jungs von heute

  • Toller Kommentar!
    Gilt im Übrigen nicht nur für den Leistungssport sondern für viele Arbeitsplätze die heute mit jungen Menschen besetzt werden sollen. (Wenn wohl auch nicht in ganz so krasser Form)

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  • KLASSE-KOMMENTAR! Sollte bitte ungekürzt in der jeweils nächsten Ausgabe von kicker und Sportbild abgedruckt werden!

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  • Das Denken, das den Spielern vorgeworfen wird, ist doch bei den Fans genauso vorhanden. Wie oft kann man über einen Spieler in Kommentaren lesen, daß er schnellstens weiterverkauft werden soll, weil er die gewünschte Leistung nicht bringt. Wie oft muß man Diskussionen lesen, wieviel wert der eine oder andere Spieler wohl ist oder sein wird.

    Ich denke, – weil jetzt auch die „großen“ Vereine davon betroffen sind – , daß vielleicht doch ein Umdenken stattfindet in diesem Transferpokergeschäft, in dem zu oft mit gezinkten Karten gespielt wird.
    Vielleicht ist auch wichtig, daß die Spieler merken, wie sehr viele ihrer Spielerkarriere geschadet haben mit einem Wechsel zum falschen Zeitpunkt.
    Vielleicht müssen die Spieler auch lernen, daß ihre Leistung nicht zwangsläufig in jedem Verein gleich gut sein wird, daß sie von ihren Mitspielern und dem jeweiligen Trainer abhängig sind.
    Vielleicht merkt das ein Sabiri oder Teuchert genauso wie derzeit Stefaniak oder Garcia und vielleicht haben sie das Glück mit einer Leihe die Karriere doch wieder anzuschieben.
    Aber eben nur vielleicht. Es kann auch sein, daß sie irgendwann merken, daß der Zug ohne sie abgefahren ist.

    Dann haben sie als Trost gutes Geld.
    Ob sie das zufrieden macht?

    In dem Zusammenhang freu ich mich daran, daß in unserem Verein derzeit darauf geachtet wird, daß dem Spieler Fußball spielen Freude macht, daß auf eine gute Mannschaftsstimmung geachtet wird und auf individuelle Förderung aller Spieler. Und daß die schulische Bildung dem Sport nicht geopfert wird.

    Vielleicht ist das in den nächsten Jahren unser Pfund, mit dem der Verein Spieler locken kann, denen Fußballspielen wichtiger ist als die höchstmögliche Verdienstmöglichkeit.

    Vielleicht spricht sich auch bei den Spielern wieder rum, daß man durchaus auch nach der Fußballerkarriere noch was anderes arbeiten kann. So wie das Morlock und co ja auch taten.

    Aber vielleicht ist das auch nicht mehr umkehrbar.

    Ich seh das Problem momentan nicht als ein Problem der Leistungsgesellschaft, sondern der Konsumgesellschaft und der Globalisierung. Diese Entwicklungen suggerieren, daß es erstrebenswert ist, möglichst viel Geld anzusammeln ohne irgendeine Verantwortung für irgendwen oder irgendwas.
    Die Fußballer sind nur Kinder ihrer Zeit. Und im Moment geht es eben nicht mehr um Verpflichtung und Zugehörigkeit oder Dankbarkeit, sondern um Gewinnmaximierung.

    Wie heißt der schöne Spruch, der mich in den 70er Jahren motiviert hat, mich politisch zu engagieren? Ach ja: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Leider scheint der Mensch in der Mehrheit wirklich so zu ticken.

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    • Das Denken, das den Spielern vorgeworfen wird, ist doch bei den Fans genauso vorhanden. Wie oft kann man über einen Spieler in Kommentaren lesen, daß er schnellstens weiterverkauft werden soll, weil er die gewünschte Leistung nicht bringt. Wie oft muß man Diskussionen lesen, wieviel wert der eine oder andere Spieler wohl ist oder sein wird.

      Ja, die ganze Diskussion ist schon ziemlich scheinheilig und heuchlerisch.
      Erst am WE mal wieder nen Kommentar von jemanden gelesen, dass er Freudensprünge machen würde, wenn Brecko, Sepsi, Gislason und Co. endlich weg wären… In meinen Augen immer noch drei Spieler, die sich stets höchst professionell verhalten und sich nie etwas zu Schulden haben kommen lassen.

      Natürlich muss man immer schauen, dass man Spieler, die sportlich keine Perspektive haben, abgeben kann. Das ist ja oft auch in deren Interesse. Aber dabei sollte man doch nicht vergessen, dass die Vereine den Spielern gegenüber genauso Verpflichtungen haben wir umgekehrt, und die Spieler auch von Vereinen wie Umfeld einen respektvollen und professionellen Umgang erwarten können, wie man es von ihnen selber auch tut. Das ist aber leider eher die Ausnahme als die Regel, was viele Fans so von sich geben gegenüber in Ungnade gefallene Spieler, ist weit unter der Gürtellinie, und so Sachen wie Einführung einer Trainingsgruppe 2 oder Verbannung von Profis zu den Amateuren ist auch nicht viel besser.

      Das angesprochene Beispiel Pinola zeigt dabei bestens die Wankelmütigkeit v.a. der Fans auf. Getreu Hans Meyer, im Fußball baut man dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an. Und baut gegebenenfalls ein neues… Wie oft war Pino beim Anhang nicht schon völlig unten durch, und wurde nur noch als Hindernis für Plattenhardts Entwicklung angesehen. Als LV taugte er ja eh schon längst nicht mehr, viel zu langsam, allenfalls noch für die IV zu gebrauchen… Und als der Verein ihn dann abgesägt hat, wars trotzdem ein Skandal… Und bei anderen äußerst verdienten Spielern wie Wolf oder Schäfer sah es auch nicht besser aus.

      Und bei Trainern ist Hire and Fire ja eh seit Jahrzehnten das Motto (und wie eine Analyse der letzten 10 Jahre im kicker von gestern ergab, helfen Trainerentlassungen in den allermeisten Fällen auch).

      Am Ende geht es dann jedem doch nur um sich selber. Den Vereinen und ihren Fans um den sportlichen Erfolg, den Spielern und Trainern um ihre Karrieren. Neu ist das nicht.

      Man erinnere nur mal ans Abstiegsfinale in Köln 69. Da ist der Weisweiler mit zwei unterschriftsreifen Verträgen angerückt, um sich den Abwehrchef vom Absteiger zu krallen. Und der Luggi Müller hat ja dann noch am Parkplatz vom Müngersdorfer Stadion aufm Autodach vom Weisweiler unterschrieben…

      Klar sind die Entwicklungen nicht schön. Aber es ist halt nichts neues. Wie bei allem wird es immer extremer, immer weiter auf den Gipfel getrieben. Ziemlich proportional zu den immer größeren Geldsummen, die im Fußball unterwegs sind.

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  • Und das schlimme ist, dass dieser Prozess der Wertschöpfung und des Gewinnmaximierung nicht abgeschlossen ist.
    Nicht nur als Spieler, sondern auch als Fan fühlt man sich derzeit einfach benutzt und ausgebeutet. Sowohl die Transferpreise für die Auflösung von Arbeitsverträgen haben astronomische Summen erreicht, wie auch der Fan zahlt, wenn er denn die Premiumversion eines Fanartikels zB der Mannschaft haben will, seine knapp 150 Euro. Das solche Produkte aber gekauft werden, liegt meines Erachtens an der angesprochenen Entwicklung der Gesellschaft und des einzelnen darin. Das ehrgeizige, manchmal verblendete Streben nach dem Eigenen, dem Besonderen, angeheizt von Marketing und Sozialdruck lässt bisweilen die Vernunft verkümmern. Abzulesen auch an der prächtigen Entwicklung der Fahrzeugflotten insbesondere im SUV Segment und der subjektiven Zunahme von Nötigungshandlungen im Straßenverkehr.
    Lieber nicht nachdenken.

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    • ….Lieber nicht nachdenken…

      Doch, weiterhin nachdenken. Jedoch den Mund aufmachen und die Fehlentwicklungen anprangern statt resigniert zu schweigen.

      Interessant hierzu auch der gestrige Kommentar im kicker (Print-Ausgabe). Wonach die Fan-Proteste gegen mehr Kommerzialisierung zwar verständlich sind. Jedoch der Volkssport Fußball in der BuLi tot sei. Profibußball sei Show, Kommerz und Big Business.

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      • Genau so ist es doch. Es wird immer vor einer Entwicklung gewarnt, die schon längst da ist.

        Dabei sollte man aber auch mal hinterfragen, inwiefern die Fans selber mit ihrem Verhalten für das Verhalten der Profis verantwortlich sind? Wenn die Fans ja eh nur die Leistung interessiert und einen sofort fallen lassen, wenn die mal nicht mehr stimmt… Warum soll ich mir dann für diese Fans bzw. den Verein überhaupt den Arsch aufreißen? Und nicht einfach das machen, was für mich das beste ist?

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      • Noch so eine Weissagung: wenn du merkst, du reitest ein totes Pferd, dann steig ab.

        Die Entwicklung ist halt unumkehrbar. Insofern kann man schon teilresignieren. Der andere Teil arbeitet daran, es im kleinen Bereich besser zu machen. Es muss nicht immer das neueste technische Gerät zum mobilen Leben sein. Da lieber ein weniger aufwändiges aber geeignet für mich und meine Zwecke.
        Da zieh ich mal eine gewagte Parallele zum Club. Da werden derzeit Neuzugänge geholt, die zum bestehenden Kader passen und in ergänzen. Sicher ist etwas Neues auch immer ein wenig risikobehaftet ob es denn den Erwartungen entspricht. Hauptsache, man spricht mit den beteiligten Menschen über gemeinsame Ziele. Wenn dies einigermaßen offen geschieht, erspart das Enttäuschungen auf beiden Seiten.

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  • Dem ist nichts weiter hinzuzufügen, außer meine volle Zustimmung! Der Fußball wird immer mehr zum Produkt, daran arbeitet auch jeder sogenannte einfache Fan mit, der Wochenende für Wochenende Spiele bei Sky betrachtet, der „seine“ Stars bei FIFA soundsoviel sehen will. Eine Entwicklung, die sich leider nicht mehr aufhalten lässt. Von daher sollten wir alle unsere Traditionsbrille abnehmen, im Profifußball sind die Zeiten, in denen man selig davon träumte, dass 11 Freunde gebürtig aus einer Region ihrem Verein zu Triumphen verhelfen, eindeutig vorbei…

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  • In dem Zusammenhang liest sich Leibolds Interview ganz gut. Immerhin ist er so ehrlich, zuzugeben, daß es ausschließlich seine Entscheidung ist, wenn er sich gegen den Club entscheidet.

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    • Leibolds Interview ist aus mehrfacher Sicht höchst bemerkenswert. Ich finde sehr positiv authentisch und offen. Es zeigt die ganze Spannweite der Emotionen, die ein Spieler hat, wenn er in der Situation ist – die Chancen, die sich einen eröffnen, die Emotionen, aber auch die Verantwortung gegenüber sich selbst.

      Leibold beschreibt, in welchem Spannungsfeld sich so eine Spieler befindet. Einerseits die Verletzung und das Vertrauen, das er in der Zeit im Verein bekam, andererseits sieht er aber auch, wie schnell alles wirklich vorbei sein kann und wie wichtig es ist, die Zeit zu nutzen, in der man begehrt ist und Kapital daraus schlagen kann – nicht aus Gier, sondern einfach in dem Bewusstsein, dass man vielleicht nicht viele Chancen hat, weil die Gesundheit dann alles beendet. Er beschreibt auch, dass er sich dem Verein hingezogen fühlt, aber das eben auch nicht entscheidend sein darf, weil man eben auch an sich denken „muss“.

      Vor allem aber fand ich interessant, dass Leibold doch sehr eindeutig zum Ausdruck bringt, was man letztendlich doch denkt, auch als Fan: Es ist diese eine Chance diese Saison. Man weiß, dass mit Köln und vielleicht Hamburg, Bremen, Mainz oder wieder Stuttgart oder gar Wolfsburg Kaliber in die Liga kommen werden, denen man finanziell nicht wird Paroli bieten können. Klappt der Aufstieg nicht, werden wichtige Spieler gehen, dann wird das nochmal schwieriger und es droht ein Verbleib in Liga 2 und damit auch das Ende aller Träume von Bundesliga für die nächste Zeit.

      Wer es noch nicht gelesen hat, dringend empfohlen:
      www.nordbayern.de/sport…-1.7107815

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      • Genau so habe ich das auch empfunden. Ich finde das Interview auch richtig ehrlich und gut.

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      • Dass der Kicker daraus jetzt eine Beziehung zu Schalke konstruieren will, finde ich allerdings an den Haaren herbeigezogen. Pure Sensationsgier und einem angeblichen „Fachmagazin“ nicht würdig.

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        • Haargenauso sehe ich das aus, da hab ich mich richtig geärgert!! Auch, dass er explizit auf Köllners Aussage über Behrens angesprochen wird, sich damit auseinandersetzt – bezogen auf Behrens, und letztlich zu einem positiven Schluss gelangt – und der Kicker macht daraus „Klingt auf jeden Fall danach, als käme das für ihn nicht in Frage.“ Als habe er Gedankengang überhaupt bestanden! Insofern klingt *gar nichts* „auf jeden Fall“ nach irgendetwas! AAh!
          Der Beurteilung des Interviews stimme ich auch zu 100% zu!
          Ganz abgesehen von der Kicker-Verzerrung finde ich auch interessant, was er zu Teuchert sagt, und was da evtl. schiefgelaufen sein könnte…
          Allgemein scheint er jedenfalls zu wissen, was er am Club hat, und bei so etwas (selbst von anderen Fußballern bei anderen Clubs, die dort weniger Millionen verdienen als bei einem Wechsel möglich wäre, aber insbesondere natürlich von FCN-Spielern) wird mir immer warm ums Herz…

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  • Man müßte sich in dem Zusammenhang auch das Beratertum mal genauer ansehen seitens der Verbände. Es kann doch nicht sein, daß Berater wie in unserem Fall Sabiri geschehen oder noch prominenter bei Dembele Spieler aus finanziellem Eigeninteresse dahingehend „beraten“ sich aus Verträgen zu streiken. Ich will damit sagen, die Entwicklung als Gesamtes läßt sich nicht aufhalten aber man sollte die Auswüchse oder nennen wir es Extrema an den Rändern stärker reglementieren und auch sanktionieren. Es ist doch ein falsches Signal das diese Verhaltensweisen völlig unsanktioniert zum Erfolg führen.

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  • Da hilft alles Klagen und Lamentieren nix, es ist wie es ist.
    Über die von Alexander angesprochenen Knebelverträge mit Vierzehnjährigen möchte ich jetzt mal nicht groß eingehen. Aber wie bei jedem Vertrag sind auch hier mindestens zwei Parteien im Spiel, die ihre Unterschriften setzen. Zu wessen Vorteil solche Verträge dann sind, sei dahingestellt.
    Mir geht es darum, wie erwachsene Spieler mit ihren Verträgen umgehen und dazu habe ich meine Meinung in der Causa Sabiri schon hinlänglich kundgetan.
    Und ich sage es wieder: Die Vereine können sich nur dadurch wehren, indem sie Spieler, die sich aus ihrem Verträgen herauspressen wollen, für die restliche Laufzeit auf die Tribüne setzen. Tut mir leid, auch wenn das den Vereinen furchtbar wehtut, ich sehe keine andere Möglichkeit. Würde man das drei- oder viermal praktizieren, hätten diese Erpressungsversuche schnell ein Ende.

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  • Tja, was soll man dazu sagen. Ich fand die schnellen, krassen Kommentare und äußerst tendenziösen Berichte des Kickers über die Causa Auba auch recht daneben. Da erinnerte der Kicker erst vor kurzem noch groß an den Fall Enke, sieht sich da als Vorreiter und Unterstützer und dann bläst man einige Monate danach ganz laut zum fröhlichen Halali auf Auba, ganz ohne die wahren Beweggründe des Spielers zu kennen, der Behandlung als Zielscheiben-Einzelfall und ohne Berücksichtigung der Gesamtlage. Ein echt seriöses Sportmagazin hätte doch eher die Hubschrauber-Beobachterperspektive eingenommen als völlig einseitig die Position Pro-BVB-Management einzunehmen. (Sidekick: Eine Antwort zu diversen Hubschrauberangeboten ggü den FCN-Offiziellen mir gegenüber fehlt übrigens immer noch).
    Aber wo gibt es heutzutage in Zeiten der monatsweise, kurzverpflichteten Billig-Nachwuchsonlineredaktionen noch so eine ernsthafte Berichterstattung?! Ich zähle das Ganze zur allgemeinen Verrohung im Miteinander. Hier wird ein Spieler öffentlich zerpflückt, da werden Rettungssanitäter mit Steinen beworfen.
    Vielleicht besteht hier ein Zusammenhang im Umgang miteinander?
    Der soziale Kitt in der Gesellschaft geht verloren, aber die schwarze Null hält.
    Meiner Meinung nach liegt das an der Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft hin zum reinen Kapitalismus, hier genannt: Neoliberalismus. Jeder ist sich selbst der Nächste. Ich versuche dem im Kleinen durch ein freundliches Miteinander zu begegnen und im Großen durch entsprechende Kreuzchen auf den Wahlzetteln.
    Leider erwischt man sich aber auch immer selbst bei Gedanken und Taten von Mr. Hyde statt Dr. Jekyll. Man verzweifelt etwas. Vielleicht deshalb auch der steigende Bierkonsum mit dem steigenden Körpergewicht? Depressive Gedanken in einer dunklen Jahreszeit. Vielleicht zu entfernt von jedweden Club-Blog-Thema.
    Dennoch Danke an den Herrn Endl für den Beitrag.

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      • Stimmt, ich vergaß! Neben Verbindungen in die Kunst-, Schnaps-, statistische Mathematik-, Lehrer-, Weinhandel-, Retterspitz-, Trainer-, Golf-, Germanisten-, Bayreuther Kneipen-, Teddybär- und Clubfan-Szene hat dieser Blog schier unendlich viel zu bieten.

        Mittlerweile legte der Kicker prominent in der Causa Auba nach und erzeugt sich damit wieder viele Werbeklicks, die er doch einfach in Bangladesch für wenig Geld bestellen kann, wie eine sehr interessante, französische Doku neulich auf ZDFInfo zeigte („Die Scheinwelt von Facebook&Co – Das Geschäft mit den gekauften Likes“). Da muss er doch gar nicht penetrant wiederholt dasselbe Thema in Maschinengewehrgeschwindigkeit in den Äther hämmern.

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        • In dem Zusammenhang-kann mir mal jemand erklären , was ich mit gekauften E-mails machen soll?wird mir zur Zeit ständig per mail angeboten.Zeiten sind das…
          Aber der Auba, der ist halt dem Kicker insgesamt zu schillernd und jetzt wird redaktionell zurück gezahlt.Was soll der denn in einer deutschen mannschaft , die um Platz vier oder fünf spielt?
          Der livestyle spricht für was Größeres, solange Dortmund um Platz 1-2 spielt passt die internationale Aufmerksamkeit für Auba und Management, so ist das nun mal

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        • „Konkret wurde im Fall von Heinz Müller mit einer »Verschleißerscheinung« argumentiert. Dass Profis also nur für einen begrenzten Zeitraum in der Lage sind, auch wirklich Spitzenleistung zu vollbringen. “
          das ist halt die andere Seite der Medaillie diese Geschäftes.
          aber laut Christian Seifert (Geschäftsführer der DFL) ist es ja so. „Wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen, müssen wir uns zu einem gewissen Maß an Kommerz bekennen. Sich waschen ohne nass werden zu wollen, funktioniert nicht einmal mehr im Fußball.“ Es müsse der Anspruch der Bundesliga sein, im Wettbewerb der besten Ligen der Welt zu bestehen. „Nur wenn wir dauerhaft eine intakte Spitze haben, bestehend aus mehreren Klubs, die europaweit mithalten können, erfüllt die Bundesliga dieses Versprechen.”
          Von der zweiten Liga spricht der natürlich gar nicht mehr.Das ist ungefähr so wie Grindel als DFB Präsident nur an die Nationalmannschaft denkt und die Amateure ver…gisst.

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  • Die Bösen Jungs wechseln der Clubfans-United Redaktion etwas zu oft und zu schnell oder es möchte jemand nicht wahrhaben, dass Sabiri und Teuchert gewechselt sind.😉
    Vielleicht wäre es einfacher unter dem Reiter [Spieler] die Spielerliste der FCN Webseite zu verlinken. Dort sind auch ein paar Fotos mehr von den Jungs😜

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