Wildes Spiel ohne Sieger, Sorge um #Ishak #fcspfcn #fcn

Der 1. FC Nürnberg holt beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli einen Punkt. Nicht der erhoffte Gipfelsturm, in einem wilden Spiel aber am Ende besser wie nichts. Die Verletzung des Top-Torjägers Ishak bereitet Sorgen.

In unveränderter Aufstellung wie gegen Aue begann Köllner das Spiel und unterstreicht mit der Konstanz seine Unberechenbarkeit. Auch der wiedergenesene Magreitter musste sich dem diesmal beugen und auf der Bank Platz nehmen.

Mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenzweiten begann man das Spiel, brachte aber mit eigenen Fehlpässen genau die Stimmung in die Bude, die St. Pauli braucht, um über die Hektik eines solchen Spiels den eigenen Negativtrend zu stoppen. St. Pauli kam so zu Chancen, gab sonst das Spiel aber im Grunde komplett an den FCN ab. Eine Top-Chance dann aber mit bösem Ende für den Club: Ishak kommt zum Kopfball, der landet am Innenpfosten, und der Torjäger verletzt sich im Nachschuss am Knie (CU vermutet Dehnung Innen- oder Außenband Knie, nach Art der Bewegung und Reaktion). Statt Führung muss man den Schweden vom Platz nehmen und St. Pauli kommt in der Phase fast im Gegenzug zum 1:0. Bredlow ist es, der zweimal auf der Linie rettet.

Der Club überstand diese Phase, Werner kam – wenn auch mit viel Verzögerung – für Ishak, mit Glück und Geschick, und bekam auch in der zweiten Halbzeit das Spiel überlassen, ohne allerdings die eigenen Fehler ganz in den Griff zu bekommen, was sicher auch am schlechten Geläuf lag. So stand sich phasenweise eine dominanter Gast mit allen Mann in Gegners Hälfte bei 0:0 der Heimmannschaft einer 6er Kette der Heimmannschaft gegenüber, die eigentlich noch dringender einen Sieg gebraucht hätte. Der Club kam allerdings, sicher auch des Ausfalls von Ishak geschuldet, nur selten gefährlich in die Box, während auf der Gegenseite Bredlow gut eine Viertelstunde vor Schluss nach einer Zufallschance sein ganzes Können auf der Linie zeigen musste.

Das Gast blieb bis Spielende das aktivere Team, hätte aber wahrscheinlich noch vor einem halben Jahr das Spiel am Ende verloren. Dass dem nicht so war, war dem Umstand geschuldet, dass man einen Bredlow in Top-Form im Tor hatte, St. Pauli die Konter nicht gut ausspielte, aber vor allem auch weil die Mannschaft insgesamt bei allem Bemühen das Spiel noch zu gewinnen nicht die Ordnung verlor und nicht voll ins Risiko ging.

Am Ende ein Punkt, der wahrscheinlich vielen ‚anspruchs-vollen‘ Clubfans zu wenig sein dürfte, unterm Strich aber die Linie des Club untermauert, die eindeutig nach oben zeigt. Wieder ein Auswärtspunkt geholt, die Null gehalten und sich in einem schwierigen Spiel behaupten können. Köllner zeigte sich im Nachgang entsprechend zufrieden mit dem Ergebnis und auch dem Spiel der Mannschaft, die wieder die Ruhe bewahrt hatte und insgesamt ja auch das eindeutig aktivere Team war, auch wenn die Großchancen mehr bei der Heimmannschaft zu verzeichnen waren. Aktiv Fußball spielen ist immer schwerer als reaktiv, nicht immer wird es belohnt, am Ende wird es aber immer Erfolg versprechender sein, jedenfalls wenn man ganz oben angreifen will. Auch wenn es manchmal „nur“ ein Punkt am Ende ist.

15 Gedanken zu „Wildes Spiel ohne Sieger, Sorge um #Ishak #fcspfcn #fcn

  • Ein Punkt hindert so manchen am Abheben. Die Mannschaft muss die Spannung hoch halten. Auch insofern ist das Ergebnis ok.

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  • „Am Ende ein Punkt, der wahrscheinlich vielen anspruchs-vollen Clubfans zu wenig sein dürfte, unterm Strich aber die Linie des Club untermauert, die eindeutig nach oben zeigt. “

    Treffender ist das Spiel nicht zu beschreiben! Klasse!

    Glubb Tiki-Taka ist dem Fan wohl nicht vermittelbar…

    P.S.: Salli find ich gut!

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  • Ich hatte ja schon einmal geschrieben dass ich denke, ein Schnitt von 2Punkten reicht zum Aufstieg-ich bin demnach nicht zu anspruchsvoll- trotzdem war es ein Spiel das ganz schön auf die Nerven ging.
    Es gab soviele, hätte dann könnte, Situationen in denen ein Spieler genau den falschen Laufweg genommen hat, zu spät voll drauf ging, knapp nicht in den Lauf gespielt hat und somit sehr aussichtsreiche Situationen oder der Anflug von Geschwindigkeit, ganz schnell im Ansatz verloren ging(en).
    Natürlich ist für so ein Spiel im Endeffekt ein Punkt okay und der 2Punkte Schnitt gewahrt.
    Aber es hätte auch ein dickes blaues Auge werden können.

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  • Heute waren zuviele Spieler der Mannschaft weit von der guten Normalform der letzten Spiele weg. Valentini, Möhwald, Leibold, Mühl, Erras oder Behrens. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Ishak war unser Sturm eher ein laues Lüftchen. Positiv kann man den Punktgewinn sehen, negativ muss man sich fragen, weshalb sowenig Tempo, Präzision und Bewegung im Spiel nach vorne vorhanden war.
    Oder warum musste Valentini auch nach der Einwechslung von Stefaniak weiter dilettantische Ecken schiessen. Naja, jetzt muss eben dann mal ein Heimsieg gegen Duisburg her.
    Weshalb wurde denn ein ausgewiesener Superstandardspezialist so spät eingewechselt und dann darf er erneut keinen Standard ausführen, Herr Köllner und Herr Schommer? Das so aus dem Spiel kein Tor gelingen wird, war für mich ab der Halbzeit sichtbar.

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  • Ich hoffe , dass Ishak mit einer leichten Blessur davon kommt. Aber wie fit ist Zrelak mittlerweile wieder ?

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  • Löwen und Wastl dürfen in der Nennung der schwachen Spieler nicht vergessen werden. Hohe Hereingaben außerhalb von Standards waren nach der Einwechslung vom Wastl völlig sinnlos. Gerüchte, daß der Wastl vom VfB Auenland geliehen ist, stimmen aber nicht und sind im Ordner Fakenews zu speichern.

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  • Die vielen „hätte dann könnte“-Situationen mit anschließendem „Maaann!!!“ waren echt zermürbend… Punkt ok nach dem Spielverlauf. Schön anzuschauen war‘s nicht, aber schön war‘s, ein paar neue CU-Gesichter kennengelernt zu haben. Man kann halt nicht alles haben und besser so als umgekehrt😉

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  • Das einzig gute am Spiel war die Gesellschaft aus Dödeldorf.
    An diesem Spieltag hat Fädd zwei Punkte auf uns gut gemacht. Das sagt alles. Meiomei.

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  • War lange nicht mehr derart nah am Spielfeldrand und stelle fest: es geschieht alles erstaunlich schnell. Alle sind eigentlich immer erstaunlich aufmerksam. Alles erscheint ganz schön schwierig. Dichte Räume, wenig Zeit. Wenn die Spieler die komfortable TV-Perspektive hätten, wäre Vieles sicher leichter. Bei etwas mehr Übersicht und Präzision wäre der Dreier freilich möglich gewesen. Und aber auch bei etwas weniger Übersicht und Präzision die Niederlage. 0:0 also für mich diesmal völlig in Ordnung.

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  • Also ich sah ein packendes Spiel, einen extrem schwer zu bespielenden Gegner. Teilweise waren da 7 Spieler vor dem gegenerischen Strafraum fast auf einer Linie gegen gut gestaffelte, gut verteidigende Gegner und fanden trotzdem immer mal wieder die Lücke.
    Ich sah eine Mannschaft, die sich von Ishaks Verletzung und Möhwalds minutenlangen Ausfall nicht aus dem Konzept bringen ließ.
    Ich sah einen guten Torwart, der zweimal sicher auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte.
    Spannend bis zur letzten Sekunde.
    Ein Punkt mehr zum Tabellendritten.
    Der Aufstieg wird immer möglicher.
    Dank an Trainer und Spieler.
    Und gute Besserung an Ishak, Ich hoffe, er fällt nicht lange aus.

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    • So ähnlich habe ich das auch gesehen. Allerdings haben mich ein paar defensive Nachlässigkeiten gestört. Die hätten leicht bestraft werden können, da hatten wir doch einiges Glück….

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      • Die Frage ist, ob das Nachlässigkeiten waren. Oder nicht einfach der Situation geschuldet war, die schnellere und damit ungenauere Reaktionen erforderte.
        Nachlässigkeit heißt für mich, jemand geht an eine Aufgabe sehr lässig ran, läßt die nötige Aufmerksamkeit vermissen.
        Dieses Gefühl hatte ich gestern allenfalls mal bei zwei, drei Einzelsituationen. Ansonsten schienen mir alle sehr fokussiert und wie Dude richtig schreibt, bei der Geschwindigkeit, mit der vieles stattfindet, ist manches, was einem Fan, der alles von der Außenperspektive sieht, vielleicht leichter oder besser lösbar. Ob das auf dem Platz auch der Fall ist, darf man zumindest bezweifeln.

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  • Mit Herberts Gemecker als Grundrauschen im Ohr nimmt man ein Spiel natürlich ganz anders wahr😎 Aber ich will nicht meckern, danke nochmal, dass Du die Runde Möbelpolitur geschmissen hast🇮🇪🍀🥃!

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