Analyse: Drei Punkte in drei Phasen #FCNMSV #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg vs. MSV Duisburg 3:1 (2:1) Der Club gewinnt gegen Duisburg nach starken ersten 30 Minuten, weil er von zwei danach unpräzisen Mannschaften einmal die präzisere war.

Die Analyse:

FCNMSV-A
Startformation im 4-3-3

Der Club musste personell einige Umstellungen vornehmen. Mikael Ishak fehlte mit Innenbandriss, für ihn rückte Edgar Salli, der seine Rotsperre abgesessen hatte, in die Startelf, Kevin Möhwald fiel darüber hinaus kurzfristig mit Oberschenkelproblemen aus, ihn ersetze Tobias Werner. Zusätzlich tauschte Michael Köllner in der Innenverteidigung. Lukas Mühl musste auf die Bank, Georg Margreitter spielte neben Ewerton. Auf der Bank nahm statt Sepsi wieder Garcia Platz, Möhwalds Kaderplatz erhielt Adam Zrelak. Es fehlten also neben den genannten Verletzten darüber hinaus die Langzeitpatienten Kerk und Lippert, Kurzzeitpatient Kirschbaum, sowie Sepsi, Brecko, Hufnagel, Jäger und Alushi aus dem Profikader.

Zu Beginn des Spiels lief der FCN im 4-3-3 auf, ließ dabei die vorderste Reihe mit Werner, Salli und Palacios viel rotieren und Löwen oft in die Aufbaureihe neben Margreitter und Ewerton abkippen. Er entwickelte damit sofort Spielkontrolle und Präsenz, tat sich in den ersten Minuten aber schwer genug Dynamik in Richtung Duisburger Tor zu entwickeln. Diese waren dem Club dann allerdings schnell in Sachen Torchancenbereitstellung behilflich. Nach einem langen Ball von Behrens auf Werner foulte Vertretungsrechtsverteidiger Klotz diesen extrem ungeschickt auf dem Weg aus dem Strafraum. Behrens schnappte sich den Ball und verwandelte sicher. Nach nur acht Minuten führte der FCN mit 1:0.

FCNMSV-B
Ungefähre Formation ab der 25. Minute

Das Tor verlieh ihm spürbar an Sicherheit, die gleich in mehreren gefährlichen Chancen mündete, die alle aus kreativem und schnellem Flachpassspiel in die Spitze entstanden, gleichzeitig jagten die Gastgeber den Zebras immer wieder früh den Ball ab, so dass diese überhaupt keine Möglichkeit hatten, sich in Richtung Clubtor zu bewegen. Das 2:0 fiel daher schon fast unter folgerichtig, ob der klaren Dominanz des FCN in dieser Phase. Es passte darüber hinaus, dass der Treffer aus einer schnellen flachen Kombination über Werner, Palacios und Behrens fiel, bei der sowohl Palacios‘ Ballbehandlung und Übersicht als auch Behrens‘ Kaltschnäuzigkeit herausragten.

Der Club hatte das Spiel damit eigentlich fest im Griff, stellte vom 4-3-3 auf ein 4-1-4-1 um und zog sich weiter zurück, um dann mehr Platz zum Kontern zu haben. Duisburg tat sich mit den offerierten Räumen schwer, ließ den Ball zwar durch die eigenen Reihen laufen, hatte aber keine Idee, wie man an der sicher stehenden Clubabwehr vorbeispielen könnte. Oft hingen die Duisburger Angreifer Tashchy und Iljutschenko in der Luft, da aus dem Mittelfeld wenig Gästespieler nachrückten. Gleichzeitig tat sich der Club schwer schnell umzuschalten, blieb etwas lethargisch und unpräzise im Einleiten der Konter.

FCNMSV-C
Ungefähre Formation nach der Hereinnahme Zrelaks

Wahrscheinlich hätte sich dieses Bild mindestens bis zur Pause fortgesetzt, hätte nicht Fabian Bredlow an einem harmlosen Schuss von Moritz Stoppelkamp vorbeigegriffen. Doch der 22-Jährige tat genau dies und brachte so den MSV zurück ins Spiel. Auch wenn Patrick Erras nach dem Spiel versuchte seinen Zimmergenossen zu verteidigen und den Aussetzer auf einen Platzfehler schob, musste man sich schon die Augen reiben, was Bredlow da unterlaufen war. Umso bemerkenswerter war es, dass er nach einem kurzen Wackler beim nächsten Schuss der Zebras sich den Bock nicht weiter anmerken ließ. Keine einfache Sache für einen so jungen Torwart.

Nach dem Anschlusstreffer übernahm Duisburg dann die Spielkontrolle, hatte deutlich mehr Ballbesitz und wirkte plötzlich auch wie die Mannschaft, die acht Spiele lang nicht mehr verloren hatte. Was den Meiderichern allerdings fast die gesamte Zeit abging war Präzision im Abspiel. Immer wieder landete die Kugel im Aus, wurde unpräzise angenommen oder schlecht verarbeitet. So waren die wenigen guten Chancen, die der MSV vor allem in der Phase nach dem Wiederanpfiff hatte vor allem dem Erlangen von zweiten Bällen geschuldet, die dann per Fernschuss in Richtung Bredlow gebracht wurden. Doch auch diesen Fernschüssen fehlte die Präzision.

Der Club tat sich in dieser Phase zwischen 40. und 65. Minute schwer schnell umzuschalten und verlor viele Bälle durch ungenaue Abspiele, unabgestimmte Laufwege und unsaubere Ballannahmen. Der Plan per Konter zum 3:1 und damit zur Entscheidung zu kommen ging auch aus diesen Gründen nicht auf. In der 65. Minute wurde dann aber Salli von Wolze im Strafraum umgestoßen, der Pfiff von Schiedsrichter Aarnink blieb aber aus, wohl nicht zu unrecht. Dennoch wirkte die Situation wie ein Signal für den FCN, kurz darauf schnappte sich Leibold den Ball in der angestammten Linksverteidigerposition und sprintete über den ganzen Platz, setzte die Flanke dann aber zum Verteidiger. Drei Minuten später landete dann eine Valentini-Ecke nach einer Faustabwehr von Flekken direkt bei Löwen, welcher den Ball per Direktabnahme an den Innenpfosten setzte, von wo der Ball ins Tor ging. Wie im Hinspiel: Ein Traumtor von Löwen.

FCNMSV-D
Ungefähre Formation nach der Einwechslung Petraks

Das Spiel war damit dann tatsächlich gelaufen. Der Club wechselte aus, Zrelak kam für Salli, und stellte auf ein 4-4-2 um. Duisburg versuchte zu Torchancen zu kommen, kam aber nicht in gute Abschlusspositionen. In die kam vielmehr der FCN, doch Zrelak und Palacios scheiterten an Flekken bzw. der eigenen Unentschlossenheit. So konnte der Club nach dem 3:1 das Spiel ganz entspannt nach Hause fahren und sich bei Abpfiff über die erlangte Tabellenführung freuen.

Zusammenfassend ist es schwer das Spiel unter einen Hut zu bekommen, da einer sehr starken, spielfreudigen, zielstrebigen Anfangsphase eine sehr fahrige und eher vom Unvermögen der Gegner lebende zweite Phase folgte, das Spiel aber dann wieder in einem souveränen Herunterspielen endete. Letztlich passt wahrscheinlich die Floskel vom „Stile einer Spitzenmannschaft“ am besten auf den Auftritt des FCN: Eine Mischung aus Können und Matchglück, die den Club an die Tabellenspitze spülte. Eine Tabellenspitze, die er laut der Prognose von Fivethirtyeight.com übrigens zu mehr als 50% Wahrscheinlichkeit auch am Ende der Saison innehaben wird. Eine gute Ausgangsposition für die restlichen elf Spiele, auch wenn es ab jetzt für den FCN eigentlich nur mehr zu verlieren gibt.


Die Zahlen:

Nürnberg Duisburg
3
Tore
1
10
Torschüsse
15
5
Schüsse aufs Tor
4
6
Ecken
5
42,9
Ballbesitz (%)
57,1
74,1
Passquote gesamt (%)
84,1
88,6
Passquote eig. Hälfte (%)
94,4
55,7
Passquote geg. Hälfte (%)
68,4
16,7
Lange Pässe (%)
12,3
44,0
Gewonnene Zweikämpfe (%)
56,0
10
Fouls
10
122,44
Laufdistanz (km)
119,45
1
Abseits
2

Trainerstatement (Michael Köllner):

„Das war ein brutal schweres Spiel für uns. Das hat man vor allem in 20 bis 25 Minuten während des Spiels gesehen. Duisburg ist ein Aufsteiger, der mit großem Selbstvertrauen angereist ist. Wir wussten, was auf uns zukommt. Umso mehr kann ich mich vor meiner Mannschaft nur tief verneigen. Bis zum 2:0 haben wir unsere Chancen gut herausgespielt. Dann haben wir bisschen was liegengelassen, hatten dann auch einfache Ballverluste. Man hat aber auch gesehen, dass Duisburg nicht umsonst Vierter war.“

Trainerstatement (Ilia Gruev):

„Nürnberg war enorm effizient, das ist auch die individuelle Qualität, die nur wenige Teams in der Liga haben. Unser Matchplan war, hinten gut zu stehen und vorne durch Konter gefährlich zu werden. Wenn du kein Selbstvertrauen hast, gehst du hier heute unter. Aber nach dem 2:1 haben wir es dem Club sehr schwer gemacht. Wir hatten gute Chancen auf den Ausgleich. Mit dem Tor von Löwen war die Partie gegessen. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen.“

Spielererstatement (Eduard Löwen):

„Der Ball fällt mir direkt auf den Fuß und ich gehe das Risiko ein. Ich bin froh, dass ich heute wieder gegen Duisburg treffen konnte, darauf hatte ich schon vorher spekuliert. Nun will ich aber auch gegen andere Gegner Tore schießen. Diese Saison kann aber noch viel schiefgehen. Wir haben noch viele Spiele, müssen auf dem Boden bleiben und weiter Gas geben. Es war ein anstrengendes Spiel. Die Duisburger haben ein gutes Spiel gemacht, haben gute Einzelspieler. Wir mussten viel laufen, viel abrackern.“

Die Spieler im Einzelnen:

Fabian Bredlow 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Der Patzer, der zum 2:1 führte, zieht die Note unausweichlich deutlich nach unten. Dennoch durchaus bemerkenswert, wie er trotz seiner erst 22 Jahre danach die Ruhe bewahrte. Leitete das 2:0 per Abschlag ein.
Eduard Löwen 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Irgendwo zwischen Genie (Tor) und Wahnsinn (auffallende Fehlpässe). Tat viel fürs Spiel, hatte viele Ideen, diese waren aber teilweise zu optimistisch.
Patrick Erras 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Wäre da nicht die schwache Zweikampfquote, man wäre ob der Fähigkeit das Spiel zu beruhigen und präzise Pässe zu spielen, geneigt, ein „gut“ zu vergeben.
Tim Leibold 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Großtat, als er einen Ball von der Linie köpfte. Defensiv einige Male mit Standproblemen (falsches Schuhwerk?), in den Duellen nicht immer Sieger, offensiv mit Versuchen Dynamik ins Spiel zu bringen, gelang teilweise.
Ewerton Almeida Santos 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Ohne grobe Schnitzer, aber auch nicht mit der gewohnten Dominanz im Zweikampf (nur 38% gewonnen).
Georg Margreitter 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Räumte weg, was wegzuräumen war, allein die unzähligen unpräzisen Bälle in der Spieleröffnung trübten den Gesamteindruck merklich.
Enrico Valentini 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Leistete sich sowohl im Spiel nach vorne als auch nach hinten einige untypische Aussetzer, mangelte es auch an der üblichen Dynamik.
Ulisses Garcia Ohne Bewertung
In der 85. Minute für Palacios eingewechselt. War vier Mal am Ball, hinterließ keinen weiteren Eindruck.
Hanno Behrens 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Mit zwei Treffern sicherlich der „Man of the Match“, aber dennoch mit Abzügen auf Grund vieler verlorener Duelle. Machte dennoch vieles richtig beim Verteilen der Bälle.
Ondrej Petrak Ohne Bewertung
Ersetzte Löwen in der 89. Minute. War einmal am Ball, spielte diesen zum Gegner.
Adam Zrelak Ohne Bewertung
Kam in der 74. Minute für Salli. Fügte sich mit viel Präsenz und einer sehr guten Torchance ein. Wirkt als könne er Körperlichkeit und Dynamik verbinden können, ist aber auch fehlende Spielpraxis anzumerken.
Tobias Werner 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Absoluter Aktivposten in der Sturmreihe. Holte den Elfmeter heraus, leitete das 2:0 per Kopfball auf Palacios nach Bredlows Abschlag ein. Warf sich in viele Zweikämpfe. Es gelang nicht immer alles, aber es war vieles ordentlich.
Federico Palacios Martinez 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Wunderbare Vorlage zum 2:0. War in vorderster Front wenig ins Spiel eingebunden, obwohl er sich viel anbot. Wechselte später auf Außen, da war er allerdings schon zu erschöpft, um zu wirken. Vergab daher auch eine gute Chance.
Edgar Salli 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Die hervorragende Defensivarbeit bewahrt den Außenstürmer vor einer schlechteren Note. Offensiv ging nicht viel bei ihm zusammen, es fehlte auch die sonst übliche Passgenauigkeit. Ging aber eben viele Wege in der Defensive.

61 Gedanken zu „Analyse: Drei Punkte in drei Phasen #FCNMSV #FCN

  • Gute Analyse, Benotungen die ich nachvollziehen kann. Nur verstehe ich nicht, wie Salli angesichts der indiskutablen Leistung noch auf „ausreichend“ kommt. Eine Leistung, bei der fast jeder Ball direkt beim Gegner landet bzw. so fahrig und ungenau ist, dass die Mannschaft immer wieder nach hinten umschalten muss, ist m.E. keine „hervorragende Defensivarbeit“. Nur Aktionismus reicht nicht aus, da kann ich jeden Landesligafußballer 8 Wochen mittrainieren lassen, der macht das Gleiche für €1.500/Monat. Symptomatisch, dass sich Salli bei einer Kann-Elfmetersituation so dilletantisch fallen lässt, dass es wie eine Schwalbe aussieht. Die Leistung war m.E. max. mangelhaft. Für mich deshalb auch unverständlich, dass Salli so lange auf dem Platz bleiben durfte und Köllner nicht z.B. Stefaniak, der bestimmt noch nicht in Form ist, jedoch einfach Spielpraxis braucht, Einsatzzeiten bekommen hat. Schön, dass Zrelak ein paar Minuten Spielzeit bekommen hat. Ihm hätte ich am meisten ein Tor gegönnt. Das wird bestimmt noch in den nächsten Spielen, wenn er gesund bleibt.

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    • Salli hat nur deshalb keinen Elfer bekommen, weil der Schiri beim ersten Elfer schon sehr großzügig war.Salli da Tollpatschigkeit zu unterstellen kann man machen, ist halt nur Quatsch.Bei Werner war es sicherlich überragend gemacht, oder?

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      • Werner hat den Kontakt angenommen und ist einfach unspektakulär zu Boden gegangen. So pfeift ein Schiedsrichter einen Kann-Elfmeter auch mal. Salli macht hingegen oft die theatralische Nummer. Das macht er doch fast in jedem Spiel, gegen Wolfsburg sogar mehrfach. Und da gab es vorher auch keinen Elfmeter von uns und Kontakte gegen ihn wurden nicht gepfiffen. Wie er gestern zu Boden gegangen ist, bekommt er auch in 10 Spielen keinen Elfmeter.

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          • Werner lief aus dem Elfmeterraum raus, Salli rein 🙂 Und gefoult worden ist er deutlicher.

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            • Das Problem bei Salli ist halt, dass er oft auch mal hinfällt. Und das wissen auch die Schiedsrichter.
              Dennoch ist er ein guter Spieler, der immer viel Aufmerksamkeit beim Gegner bindet, weil Du den alleine oft nicht stellen kannst.
              Ausserdem ist er brutal schnell und sprintet mittlerweile auch oft zum Verteidigen zurück, was er bei Saisonbeginn noch kaum gemacht hat.

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              • Die eine Frage ist: wie oft fällt Salli nach einem Foul, wie oft, ohne gefoult zu werden?

                Ich denke, das kann keiner beantworten.

                Ob wirklich Schiedsrichter, die noch nie ein Spiel mit ihm gepfiffen haben, sich vorher darüber informieren und ihre Vorurteile schon mal festlegen, bezweifel ich, Da gibt es zuviele Gegenbeispiele von Spielern, die eindeutig zu Fallsucht geneigt haben und trotzdem weiter Elfmeter bekommen.

                Die in dem Fall aber viel wichtigere Frage: ist er gefoult worden?
                Und da kann man sagen: eindeutig ja. Und auch eindeutig im Elfmeterraum.

                Wobei sich dann die 3. Frage anschließt: weshalb wird bei Salli nicht alles gepfiffen, was bei anderen Spielern gefühlt sofort zum Pfiff führen würde? Die Frage sollten mal Schiedsrichter beantworten.

                Für manche Fans ist sie aber eh schon beantwortet: er fällt manchmal zu dramatisch und manchmal nicht geschickt genug.

                Schlußfolgerung: es wäre dringend erforderlich, daß der Techniktrainer, der den Jungs beibringt, spielerisch besser zu werden, den Spielern auch noch das richtige Fallen beibringt. Sie haben so auffällig und und undramatisch zu fallen, daß der Schiedsrichter keinen Zweifel hat, daß der Spieler gefoult wurde.
                Werner scheint da schon weiter zu sein. Salli muß noch üben.

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    • Andre….ich kann Dir nur zustimmen und verstehe die vielen Dislikes nicht!!!
      Was bringt denn Salli effektiv???
      Das Laufpensum ist sicherlich sehr groß aber es kommt doch so gut wie gar nix dabei raus!!!
      Wie im Zeugnis: hat sich stets bemüht=mangelhaft und nichts anderes!

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  • @Andre weshalb hackst du eigentlich immer auf Salli rum? Sooo schlecht war er nicht. Auch die anderen haben sich Fehlpässe geleistet. Und ein paar mal lag es einfach an den Mitspielern, daß er den Ball nicht bekam (zu schwaches Zuspiel, sodaß der Ball ihm nicht in den Laufweg sondern in den Rücken gespielt wurde).

    @Florian. Auch heute wieder einige, die mir zu schlecht wegkommen:
    Ewerton empfand ich besser als Margreitter mit ein paar guten Spieleröffnungen.
    Bei Bredlow würde ich auch eine 3 geben. Ein wirklicher Patzer und schon eine 4- scheint mir zu heftig.
    Valentini sah ich auch nicht schlechter als Leibold, genausowenig wie ich Salli schlechter sah als Leibold.

    Du solltest mal überlegen, ob der Mann hinter dir (von einem CUler neuerdings Meckeroppa genannt) sich bei deinen Bewertungen in Sachen Strenge nicht zustark niederschlägt.

    Ansonsten: Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey hey hey 🙂 🙂 🙂

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    • Na, ein Torwart, der einen schweren Fehler macht und dadurch ein Tor verursacht, welches seine Mannschaft von einem selbstbewussten 2:0 zu einer 2:1 Wackelmannschaft transformiert, hat doch keinesfalls eine 3 verdient. Mit Welpenschutz, weil er dann doch seinen Job gut erfüllte und es gut ausging am Ende geht die 4- völlig in Ordnung.

      Man merkt halt, das Florian genau dieselbe Sicht auf das Spiel geniesst, wie der Mecker Oppa.

      Bemerkenswert fand ich, daß es deutlich sichtbar war, wie die Einwechslung von Zrelak unserem Spiel sehr gut tat, weil er eine gewisse Körperlichkeit in die Angriffsspitze mitbrachte. Dieser Umstand war gut für unser Spiel nach vorne und ich hoffe, daß er dann hoffentlich in Bochum soweit ist, gleich von Anfang an mitspielen zu können.
      Wir brauchen einfach so einen Zielspieler vornedrin, der alleine durch seine Präsenz Lücken reisst oder auch mal Bälle per Kopf ablegt und hoch anspielbar ist. Sehr schade, daß er seine 1 vs 1-Chance nicht nutzen konnte, das Tor wäre sicherlich für sein Selbstvertrauen sehr förderlich gewesen.

      Tabellenführer, Tabellenführer, hey hey hey!

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        • Gab ja nix, bis auf die längere Schwächephase, die sich die Mannschaft irgendwie in jedem Spiel nimmt. Es geht sich halt nicht aus, wie man in Österreich sagen würde, 90 Minuten lang durchzupowern.

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          • Also von jemandem, der so oft im Landbier-Trainingslager ist, kann man schon 90+x min professionelles Powermeckern erwarten.

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  • Liebe Beate, angesichts der Leistung verbietet sich ein „rumhacken“. Warum auch immer, wird Salli von Köllner und einigen Fans protegiert. Ist mir recht, wenn wir auch zu zehnt die Punkte holen. Mir geht es nicht um Salli, Teuchert oder wenn auch immer. Aber wenn es um Leistungsbeurteilung geht, nehme ich die Vereinsbrille ab. Und da spielt es dann auch keine Rolle, dass auch andere Spieler Bälle verlieren. Salli hat gestern 8 von 10 Bällen verspielt, seine vogelwilden Laufwege legt er nicht mehr ab.

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    • Du solltest nicht die Vereinsbrille abnehmen, sondern Voreingenommenheits-Brille.

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    • Erst eine Ergänzung zu oben. Da hab ich doch tatsächlich Leibold statt Palacios geschrieben.
      Ansonsten:
      Zahlenfakten laut kicker
      Salli Ballkontakte 26, Pässe 14, Passquote 64%, Zweikampfquote 38%, 2mal ziemlich klar und übel gefoult worden(einer hätte auch ein gelbrot nach sich ziehen können, der andere einen Elfer)
      Palacios Ballkontakte 19 Pässe 14, Passquote 93%, Zweikampfquote 17% 1 Torvorlage und eine Torschußvorlage
      Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Beide arbeiten mannschaftsdienlich. Salli arbeitet mehr defensiv. Was auch sehr wichtig ist.

      Was du schreibst, daß Salli fast jeden Ball verliert, stimmt aber einfach nicht.
      Es waren nicht 8 von 10 Bälle, das wäre ja eine Passquote von 20 %. Insofern: überprüf doch einfach mal deine Brille :mrgreen:

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    • Seine Laufwege sind einfach oft so falsch…deswegen die sogenannten „Fehlpässe“ der Mitspieler!

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  • Also wenn Du schon die Statistiken bemühst, dann musst Du sie auch richtig interpretieren. So haben Innenverteidiger häufig 100 Ballkontakte, weil sie hinten quer passen ohne Raum zu gewinnen. Na klar bringt Salli 5m Pässe ohne Druck zum Mann, z.B. wenn sein Laufweg an der Seite zugestellt ist und er zurückpasst. Wann immer es jedoch eng zugeht, verliert er den Ball, weil er technisch zu schwach ist und ihm die Übersicht fehlt. Seine beste Szene hatte er in der ersten HZ, als er am Mittelkreis einen Duisburger Angriff stoppte. Typisch leider jedoch, dass er dann zu hektisch steil auf Palacios spielte und der Ball 10m zu lang wurde. Will sagen: er bringt schon auch (statistisch) Bälle an. Ihn unterscheidet jedoch zu Werner und Palacios, dass er wenn es darauf ankommt entscheidende Bälle zu spielen, durchzustecken oder einen Elfmeter abzunehmen zu hektisch, unkonzentriert und mit wenig Spielintelligenz agiert. Mich überrascht, dass ihm dauerhaft diese Defizite verziehen werden und er notenmässig (2 Punkte weniger als Palacios) kaum schlechter abschneidet.

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    • Macht keinen Sinn, weiter zu diskutieren. Du siehst das halbleere Glas, ich das halbvolle.

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      • Andre, wenn Du schon Statistiken richtig interpretieren willst, dann habe ich auch eine für dich: quasi die ultimative Statistik…

        Tore mit Salli auf dem Platz: 3 : 1
        Tore ohne Salli auf dem Platz: 0 : 0

        und was sagt uns das jetzt? So schlecht kann sein Wirken nicht sein, wie auch immer Du es wahrnehmen magst! Ich glaube, den größten Gefallen tätest Du der Community, wenn Du beim nächsen Spiel einfach mal NICHT über Salli schreibst. Er ist Teil des Teams, das Sitzenreiter ist und hat die meisten Spiele auf dem Weg dorthin mitgewirkt. Er hat mit Sicherheit seine Stärken, die wir vielleicht nicht sehen können, aber der Trainer schon. Das sollte man auch mal akzeptieren.

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        • Warum sprechen wir dann über die Leistung der einzelnen Spieler, wenn es am Ende doch egal ist? Und natürlich kann ein Spieler dauerhaft abfallen, während die Mannschaft als Ganzes erfolgreich ist. Es ist zudem kein Diskussionspunkt, dass er „mit Sicherheit seine Stärken“ hat. Die hat er, aber das ist nicht das Thema. Mein Kommentar zur Benotung bezog sich auf das Verhältnis von Stärken und Schwächen, das ich gestern (und auch in einigen Spielen davor) als „nicht ausreichend“ beurteile. Das kann gerne jeder anders sehen.

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          • Man hat halt bei dir immer das Gefühl einer selektiven Wahrnehmung. Und wenn man einen „auf dem Kieker“ hat, dann kann er im Grunde im Auge des Urteilenden nichts richtig machen. Und nach außen hin geht die Objektivität verloren. Sagt sich schön, bei grundsätzlich subjektiven Wahrnehmungen, aber mit Objektivität meine ich eben eine erkennbare Unvoreingenommenheit. Und die sehe ich bei dir bezüglich Salli nicht mehr. Deshalb auch meine Empfehlung, hier einfach mal Abstand zu wahren, um wieder als Urteilender ernst genommen zu werden. Würdest Du jede Woche einen anderen kritisieren, entstünde der Eindruck nicht. Aber es scheint halt immer nur Salli zu sein….

            Nix für ungut…

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    • Nehmen wir mal die unnötige Schärfe und die nicht haltbaren Anschuldigungen („technisch zu schwach“ passt auf Salli nunmal überhaupt nicht, sonst hätte er nicht fast die Hälfte seiner Einsätze komplett ohne erfassten technischen Fehler) raus und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Die attestierten Mängel in der Spielintelligenz seh ich auch so, das sind die so oft zitierten „falschen Entscheidungen“, die trifft er oft. Er will oft die unkonventionelle Lösung, obwohl es die konventionelle durchaus tun würde.

      Aber: Im angesprochenen Beispiel ist die Entscheidung absolut richtig, Palacios steht frei, der Ball kommt auch genau da hin, wo er hin muss, der Ball ist nur ein wenig zu scharf gespielt und da kommt eben dann doch die Voreingenommenheit ins Spiel, die die Wahrnehmung von Salli extrem beeinflusst. Spielt Salli diesen Ball wird geraunt und gepfiffen, spielt Behrens oder Erras den selben Ball gibt’s Applaus für die gute Idee, weil die Situation eben die Vorstellung erfüllt, die man im Kopf von einem Spieler gebaut hat. Und nach der Folie bewertet man dann immer Spieler. Das macht jeder und das ist auch nicht weiter tragisch, man muss sich dessen nur bewusst sein. Was man ihm aber einfach nicht absprechen kann (und was auch nichts mit dem „Hinterherlaufen nach Ballverlusten“ zu tun hat, wie an anderer Stelle vermutet), ist, dass er inzwischen extrem viel nach hinten arbeitet.

      Die angesprochene Szene im Mittelkreis war eine von mehreren, wo er den Spielfluss der Duisburger unterbricht, wo er teilweise extrem weite Wege mit nach hinten geht, auch Löcher stopft, die durch andere entstanden sind, da hat er sich unter Köllner enorm weiter entwickelt und deshalb spielt er auch und nicht zum Beispiel ein Hufnagel, der sich in einem Jahr Köllner fast gar nicht weiterentwickelt hat.

      Zu den Notenstufen. Bitte bedenken, dass auch die Stufen letztlich keine einzelnen Datenpunkte darstellen, sondern ja Räume abdecken. Mal als Anhaltspunkt wie das bei mir im „echten Leben“ aussieht.

      Prozent erreicht Notenpunkte
      95,1-100 15
      90,1-95,0 14
      85,1-90,0 13
      80,1-85,0 12
      75,1-80,0 11
      70,1-75,0 10
      66,8-70,0 9
      63,4-66,7 8
      60,1-63,3 7
      56,8-60,0 6
      53,4-56,7 5
      50,0-53,3 4
      43,4-49,9 3
      38,8-43,3 2
      33,4-38,7 1
      0,00-33,3 0

      Das heißt zwei Leistung, die 53,4% und 63,3% der möglichen Punkte erreichen liegen genauso nur zwei Stufen auseinander wie Leistungen von 56,7% und 60,1% und es gibt beide Male die gleichen Noten, obwohl die Leistungen spürbarer auseinander liegen.

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      • Danke für die Erklärungen Florian.
        Deine Beschreibung von Salli entspricht eher meiner Wahrnehmung.

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      • Jetzt will ich aber noch mehr wissen – 100% abrufen, bedeutet 100% der persönlichen Leistungsfähigkeit? Nehme ich zum Beispiel an, dass Ewerton ein Klasse A-Spieler ist, Mühl ein Klasse B-Spieler (ja sehr vereinfacht), dann wäre Ewerton für das Spiel z.B. mit 7 Punkten immer noch besser als Mühl mit 9? Heißt, ich erwarte z.B. bessere Pass- und Zweikampfwerte und bewerte dementsprechend strenger?
        Oder noch einfacher: Könnte ich auch 15 Punkte erreichen, obwohl mein Beitrag natürlich absolut unnütz für das Spiel war, ich aber ich mein bescheidenes Potential voll abgerufen hab?
        Nicht als Kritik auffassen, nur um generell deine Notengebung (besser) zu verstehen.

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        • Du bist jetzt genau im Herzen der Notengebung an der Schule. Um mal ein bisschen auszuholen: Man unterscheidet in der Didaktik zwischen Sachnorm, Sozialnorm und Individualnorm beim Benoten. Das was Du sagst mit Mühl und Ewerton wäre das Heranziehen einer Individualnorm, man schaut quasi wie viel des eigenen Leistungsvermögens individuell abgerufen wurde. Das ist für eine absolute Vergleichbarkeit nicht wirklich nützlich, aber zum Darstellen von Fortschritten des Einzelnen gut. Die Sozialnorm ist dann der Vergleich innerhalb der Gruppe, man vergleicht quasi alle Gruppenmitglieder und der Beste der Gruppe setzt die Benchmark für die Bestleistung, alle anderen werden dann daran bemessen. Das differenziert innerhalb der Gruppe sehr gut, aber sagt über die absolute Leistungsfähigkeit auch nicht so viel. Die Sachnorm nimmt dann einen vorher festgelegten Standard als Benchmark für die Bestnote und vergleicht dann anhand des Standards die Leistungen. Das kann gerade bei schlechten Leistungen dazu führen, dass man innerhalb der Gruppe nicht differenzieren kann oder dazu, dass man nicht sagen kann, wie nah an seiner Leistungsgrenze ein Individuum war, aber ist der Versuch einer Benotung anhand objektivierbarer Faktoren.

          Bei der Benotung auf der Seite ist es für mich eine Mischung aus Sach- und Sozialnorm insofern, dass ich natürlich die Sachnorm auf die Gruppe und Umstände (also Zweitligakicker, nicht Real Madrid) abstimme, aber dann schon einen gleichwertigen Standard für alle anwende. Also letztlich so wie in der Schule halt auch.

          Ich würde die Skala aber jetzt nicht 1:1 auf Fußball übertragen, das sollte einfach nur visualisieren, dass Noten nicht linear sind.

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      • @Florian kannst du nochmal erklären, wo man das nachlesen kann, welcher Spieler technische Fehler begeht bzw. wo das erfasst wird, und was technische Fehler sind?

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  • Bredlow bekommt die Note 4-? Also ausreichend?
    Florian, du bist also der Meinung, dass Bredlows Leistung gestern für einen Profi-Torwart in der 2. Bundesliga „ausgereicht“ hat?

    Sorry, das ist lächerlich.

    Nicht nur das Slapstick-Tor gibt zu denken, bei einigen brandgefährlichen Ecken von Duisburg ist Bredlow auf der Linie kleben geblieben. Hätte Kirschbaum das gemacht … oder Schäfer … da wäre hier „Feuer frei“.

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    • Ja, bin ich. Das 2:0 fällt auch auf Grund seines Abschlags. Er hat drüber hinaus seinen Fehler abgeschüttelt und danach ganz normal weitergespielt, was man von einem 22-jährigen in seiner ersten Zweitligasaison nicht unbedingt erwarten kann. Erras hat bei Sky auch das Tor erklärt, da sie alle geschlossen Probleme mit dem neu verlegten Stück Rasen hatten, weil das Sprungverhalten des Balles da anders war als am Rest, würde er Bredlow da keinen großen Vorwurf machen. Ich find das auch eher nett von Pati, dass er seinen Zimmergenossen da in Schutz nimmt und würde sagen, er muss das trotzdem richtig berechnen, aber nen Abzug bis zum „mangelhaft“ würde ich da nicht geben (wobei 4 NP ja trotzdem quasi „unterpunktet“ ist).

      Klar wäre bei Kirschbaum und Schäfer da Feuer frei. Wäre aber auch da mMn sachlich falsch. 😉

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  • Zum Thema Bredlow…

    lasst doch den Jungen in Ruhe.. Der hat so viel Gutes gemacht… Auch wegen ihm stehen wir da oben. Auch er darf Fehler machen.

    Wer meiner Meinung nach auch nen Notenabzug kriegen hätte müssen, war Löwen. Der hat in der zweiten Halbzeit nen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung gemacht, der fast zu nem Gegentor geführt hat.

    Ich bin glücklich, dass wir endlich wieder einen erstliga tauglichen Torhüter haben.

    Im übrigen.. Spitzenreiter..;-)

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  • Man kann immer unterschiedlicher Meinung sein, welcher Spieler besser war, oder welcher schwächer. Was ich nicht gut finde, ist bei einer erfolgreichen Mannschaft einzelne Spieler rauszupicken und ihnen fehlende Tauglichkeit zu unterstellen und damit ja auch einem Trainer, der uns auf Platz 1 geführt hat zu unterstellen, er sei zu blöd zu erkennen, welcher Spieler gut ist und welcher Spieler schlecht.

    Vielleicht legt Köllner auf Teamspirit wirklich mehr wert als auf individuelles Können, aber gibt ihm der Saisonverlauf nicht recht?

    Salli ist sicher nicht unser bester Spieler auf dem Platz, aber er ist Teil einer erfolgreichen Mannschaft und sehr oft habe ich gerade bei den Kritikern den Eindruck, dass Fußball aus 11 Einzelspielern besteht. Gerade die häufigen „Systemeechsel“ in unserem Spiel zeigen aber doch, dass es auch auf die Aufgabe des Spielers im Team ankommt, vielleicht das sogar wichtiger ist, als die individuelle Leistung.

    Wir haben zwei Leistungsträger vor einem Spitzenspiel ersetzen müssen und haben das Spiel relativ souverän gewonnen. Ja zwischen 2:1 und 3:1 aren wir nicht dominant, bzw. ging der Matchplan mit einem Konter den Sack zuzumachen nicht auf, aber es kann eben auch nicht alles klappen. Köllner weist oft genug darauf hin, dass unsere Spieler nicht allein auf dem Platz stehen.

    Ich hätte nach dem 2:0 auch erwartet, dass Duisburg sein Spiel weiter nach vorn verschiebt, aber die Aussage von deren Trainer, dass man Angst davor hatte von uns abgschossen zu werden, zeigt eben auch, dass es Duisburg in der Situation wichtiger war das 2:0 zu halten als unbedingt den Anschlusstreffer erzielen zu wollen. Trotzdem halte ich die Idee, nach einer Zweitoreführung den Gegner rauszulocken, um mehr Raum für Angriffe zu bekommen, für sinnvoll. Nur weil diesmal der Gegner nicht mitmacht war ja die Idee per se keine schlechte.

    Für mich ist es wichtiger, die Entwicklung des Teams zu sehen, die mich sehr freut, als einzelnen Spielern die Tauglichkeit abzusprechen. Ich denke der Trainer weiß besser ob ein Spieler der Mannschaft helfen kann, als jeder von uns.

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    • Aber Armin, bei den „Noten des Spieltags“ geht es doch ausschließlich um die Noten der Einzelspieler und nicht um die gesamte Mannschaft. Und da wurden trotz der insgesamt erfolgreichen Mannschaftsleistung nicht nur Salli, sondern z.B. auch Bredlow kritisch bewertet.

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      • Ich habe aber bei keinem gelesen, dass Bredlow nur in der Mannschaft ist, weil der Trainer wohl einen Narren an ihm gefressen hat, aber er nicht mal die Klasse eines Kreisligaspielers hätte. Das ist der kleine Unterschied.

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  • Die Analyse ist super, wie immer. Die Noten, auch wie immer;), etwas streng, aber die Begründungen alle nachvollziehbar. Ich versteh auch nicht, warum sich einige so darin gefallen, auf Salli einzuhacken. Was oben steht, mit den unabgestimmten Laufwegen, wirkte sich etwas ungut auf seine Passstatistik aus – er hatte gute Ideen, hätten da das ein oder andere Mal die anderen mitgemacht, hätten schöne Szenen daraus entstehen können. Sein Einsatz stimmt jedenfalls immer, und wie angemerkt gegen Duisburg vor allem auch defensiv.
    Valentini hab ich anfangs gleich ein paar Mal bejubelt:), ich wundere mich, dass er hier so schlecht wegkommt? (Andererseits war das, wie gesagt, hauptsächlich in der allgemein starken Anfangsphase…)

    (Hat übrigens noch jemand den kurzen Interviewausschnitt mit Löwen bei BR gesehen, in dem er sagte, er strebe danach, mehr wie Behrens zu sein, kühler Kopf und Laufeinsatz ohne Ende?)

    SPITZENREITER!!

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  • Ganz schön beeindruckend. Mit einer Über die Saison gerechnet sehr durchschnittlichen Leistung auf Platz eins zu stehen… 🙂 Würde mich mal interessieren wie der Notendurchschnitt der Mannschaft bis hierhin ist.
    Reicht das für ne drei bis vier?

    Ich bin auf jeden Fall froh, dass, zumindest in diesem Spiel, die Mannschaft den Ishak-Ausfall gut kompensieren konnte. Auf lange Strecke bleibt aber das immer noch spannend.

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  • Ganz schön beeindruckend. Mit einer über die Saison gerechnet sehr durchschnittlichen Leistung auf Platz eins zu stehen… 🙂 Würde mich mal interessieren wie der Notendurchschnitt der Mannschaft bis hierhin ist.
    Reicht das für ne drei bis vier?

    Ich bin auf jeden Fall froh, dass, zumindest in diesem Spiel, die Mannschaft den Ishak-Ausfall gut kompensieren konnte. Auf lange Strecke bleibt aber das immer noch spannend.

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  • Ich freu mich erst mal wie verrückt das der Club auf einem sehr guten Weg ist zurück in die Bundesliga zu kommen. Und ja wir hatten natürlich Wackler im gestrigen Spiel, aber wir sollten uns getrost davon verabschieden das wir in der Lage sind, die gegnerischen Mannschaften „abzuschießen“. Man sieht das es noch immer Phasen gibt wo wir wenig souverän auftreten. Dafür haben wir aber auch eine Defensive die es meist versteht in solchen Phasen die Ruhe und die Übersicht zu bewahren. Denn wenn man reflektiert wie viele TOP-Chancen Duisburg hatte so waren das maximal drei und da ist die Aktion von Leibold als er auf der Linie klärt schon mit dabei. Wie schon gesagt haben wir ohne den Strategen Möhwald und ohne unseren Topstürmer Ishak gewonnen. Auch das gibt mir Hoffnung, das wir am Ende (meinetwegen auch gemeinsam mit Düsseldorf) feiern werden. Kritik an einzelnen Spielern so wie sie zum Teil vorgebracht wird finde ich völlig unangebracht und vermute tatsächlich eine Voreingenommenheit des Verfassers. Zudem implementiert sie dem Trainer vorsätzliche Dummheit, weil er ja derjenige ist der den kritisierten Spieler immer wieder aufstellt.

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  • Ich konnte leider das Spiel gestern nicht visuell mitverfolgen nur Live Ticker, aber wenn man Florians Arbeit hier wieder sieht, ist das glaube ich noch genauer, als wäre man selbst im Stadion gewesen 🙂

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  • Krass! Wir gewinnen 3:1 und werden Tabellenführer – und die beste Note ist ein 2- für den doppelten Torschützen?
    Also die Benotung läuft schon auf Erstliga-Niveau! 😉

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    • Vielleicht sollte man mal Florians Schüler fragen, wieviele bei ihm jedes Jahr durchfallen 😆

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      • Muss man wohl, wenn man berücksichtigt,dass Florian selbst sagt, er setzt bei der Bewertung als Benchmark Zweitliganiveau an nicht Real Madrid.
        Welche Leistungskriterien werden denn genau bei der Punktevergabe herangezogen?

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    • Wir sind ja nicht allein wegen des Spiels Tabellenführer geworden und es gab auch schon Spiele in denen Florian höhere Noten vergeben hat. Individuelle Noten sagen am Ende halt auch nicht 100% etwas über die Mannschaftsleistung, trotzdem sind sie interessant. Außerdem ist Florian Franke, der neigt halt nicht zum Überschwang 😉

      Klar wenn man die äußeren Umstände betrachtet, dann könnte man schon denken, die Noten sind etwas zu defensiv, aber am Fernseher hatte ich auch nicht den Eindruck, dass alles bestens läuft. Dazu kommt beim Fußball, wenn der Gegner eine Topleistung abliefert, dann wirkt das eigene Spiel meist schlechter, weil man sich dann oft nicht durchsetzen kann, die Qualität des Gegners eigene Fehler provoziert. Sprich gestern hat die Mannschaft sicher mehr leisten müssen als gegen Aue, trotzdem wirkte das ganze weniger souverän. Aber wie benotet man das dann objektiv?

      Florian sagt es ja selbst, die individuellen Spielernoten sind eine schöne Spielerei, man kann sie sicher teilweise nutzen um die Klasse der Mannschaft zu erkennen, aber sie zeigen noch lange nicht die gesamte Leistung. Trotzdem sind die Noten und die Analyse hier immer fair, sachlich und auf höchstem Niveau. Vielen Dank Florian.

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  • Was ich auch interessant finde und das wiederum korelliert mit Florians Noten. Sieht man sich rein die Statistik Werte an des Spiels an besonders aussagekräftige Werte, und man hat das Spiel nicht gesehen (Familenevent) wie ich, würden man beinahe darauf wetten Duisburg hätte gewonnen.

    Aus Sicht der Heimmanschaft wohlgemerkt!

    Torschüsse 10:15
    Ballbesitz 42,9% zu 57,1% !
    Passquote 74,1% zu 84,1%
    Passquote eig, Hälfte 88,6% zu 94,4%
    Passquote gegn. Hälfte 55,7% zu 68,4%
    Gewonnene Zweikämpfe 55,7% zu 68,4%

    einzig bei Laufdistanz waren wir besser gemäßt dem Motto wehr mehr tut wird belohnt, aber in erheblichen spielrelevante Daten war Duisburg besser. wie Zweikampf und Passquoten. Schon erstaunlich oder hier sieht man was sagen Statistiken im Fußball eigentlich aus?

    Aber es stützt Florians strenge Benotung, obwohl man gewonnen hat war vieles eben im Detail nicht so gut, wie man es subjektiv empfindet. (durch den Sieg)

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    • Stimmt, das ist mir schon häufiger aufgefallen. Da können Trainer, Lehrer und Endls noch so oft drauf hinweisen, wie viel im modernen Fußball und speziell in Liga 2 von Kleinigkeiten und Zufällen abhängt und jeder jeden schlagen kann – wenn die wichtigste Statistik stimmt (Tore 3 zu 1), dann hat der gemeine Fan nix Eiligeres zu tun als die aktuelle Tabelle bei Instagram zu posten und allen Beteiligten ne 1 mit Sternchen zu geben😁

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      • Es fehlt der wissenschaftliche Nachweis, in wie weit Heimsiege von der Bierquote der stadionbesuchenden CU-Mitglieder abhängig sind. Wie ist weiters (schon wieder österreichischer Dialekt!) die Abhängigkeit von äußeren, klimatischen Bedingungen und/oder der Spielzeit? Brachte gar die Sparmaßnahme von Ferdin, trotz Temperaturen nahe des Gefrierpunkts auf den Ausschank heißer Getränke am Block 16 zu verzichten, den Sieg?

        Hier bedarf es dringend weiterer Feldforschung mit einer hinreichenden, empirischen Datenbasis.

        Weiter geht es damit am nächsten Samstag: Mit den Haberern (Austriazismus!) ein Weißwoschdfrühstück einnehmen und dann das Regionalligaspiel gegen die 60er live im Stadion verfolgen. Dulliöh!

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        • Bezüglich Aufbau einer Datenbasis bzgl Weißwoschfrühstück plädiere ich für Lokalität „Gutmann“.

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          • Ja, ich glaube, das ist das bei weitem Geschickteste. In der Weltstadt der Bratwurst ist das blasse Pendant aus südlichen Gefilde einfach ned fesch genug. Da haben wir ned das Bummerl am Dutzendteich. Der Gutmann ist das richtige Beisl, das ist gefinkelt, wenn wir dahin gehen. Bitte in völliger Club-Adjustierung erscheinen.

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            • Was willst denn mit dem Gammelfleisch im Tierdarm? Da habe ich ja Glück, nächsten Samstag beruflich verhindert zu sein.

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              • Red ned so bleed daher, als Du letztes Jahr mit beim Auswärtsspiel gegen die 60er im Schlauchboot warst, hast Du auch schön die blasse Wurst mitgegessen.

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                • Was blieb mir anderes übrig, Du hattest Angst, Deinem durchtrainiten Astralkörper zu wenig Eiweiß zuzuführen. Außerdem hast Du mich gezwungen, den Mist zu essen, sonst wolltes Du mich verhauen.

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        • Diesbezüglich habe ich heute sogar schon über „Kommunizierende Röhren“ recherchiert, allerdings ohne zufriedenstellendes Ergebnis (zumal die einschlägigen Disco-Gänger ja aus der Mannschaft aussortiert sind). Mehr Austriazismen bitte! Mehr „inkludiert“ (Salli ins Spiel) und „retour“ (in Liga 1)! Sehr schön fand ich neulich auch „ich werde ihn klagen“ von einem ORF-Journalisten zu Vizekanzler Strache, der… ah nä, bitte, kane Bollidick, es is eh nur a Fußball-Blog, göins.

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    • @Juwe
      Derlei Daten zugrundegelegt, hätte man beim berühmten 7:1 gegen Brasilien in allen Kategorien auf Brasilien als Sieger tippen müssen.. so aussagekräftig sind sie halt eben doch nicht, diese üblichen Daten. Erinnere mich auch an eine länger zurückliegende EM (WM?), als Italien mit ca. 20% Ballbesitz die Gegner zu nahezu 100% im Griff hatte – was allein optisch schon zu sehen war.
      Die neue Analysemethode ‚Packing‘ scheint schon richtig anzusetzen, weil sie direkt auf die Qualität der Pässe (‚Zahl überspielter Gegner‘) abzielt. Übrigens von Reinartz und Hegeler entwickelt (die Analysetechnik, nicht die Passqualität an sich).
      Bei Torschüssen würde ich zudem nur die zählen, die wirklich aufs Tor gingen, weil auch ein Torschuss knapp daneben de facto nur das selbe Ergebnis hervorruft wie den Ball absichtlich auf die Tribüne zu zimmern. Die Anzahl von unmittelbaren Kontermöglichkeiten nach Ballverlusten (sei es durch Fehlpass oder verlorenen Zweikampf) würde ich ebenfalls eher heranziehen wollen als die allgemeinen Pass- und Zweikampfquoten. Also Quasi neben der ‚Passqualität‘ auch die ‚Ballverlustqualität‘ mit einbeziehen.

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      • Gibt es diese neue Analysemethode schon? Wo kann man die nachlesen?

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  • Ob nun Salli oder Werner.
    Beide sind nicht die begabtesten, „Wastl-Werner“ und „Schwurbel-Salli“ mag auch lustig klingen, sie geben aber beide IMMER Vollgas.
    Nicht immer effektiv, dosiert und mit Übersicht, sicher.
    Aber auch die beiden tragen die Mannschaft.
    Wastl & Schwurbel?
    Find ich gut!

    Cedric aber auch 😉

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  • Auf der Suche nach der von dude genannten packing Methode stieß ich auf diesen Artikel
    https://spielverlagerung.de/2017/12/28/nuernberg-teamanalyse/
    über den Club in dieser Saison von der Spielverlagerung
    und kam nach genauem Durchlesen zu dem Ergebnis, daß Fußball ein hochkompliziertes Spiel, das ich als Fan überhaupt nicht mehr erfassen kann. Durch Anlegen meiner seit 50 Jahren gewohnten Wahrnehmungskriterien werde ich offensichtlich keinem Spieler mehr gerecht.

    Ich sollte mich künftig darauf beschränken, uber Tore zu jubeln. Da ist meine subjektive Wahrnehmung mit der objektiven Wahrnehmung eines Analysten zum Glück noch ziemlich deckungsgleich. 🙂

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    • Total interessant. Und lustig (Löwen unter der Rubrik „Alles“.. und „schöner Vorname“..)! Danke für den Artikel! Aber scho fei wärgli gscheid mühsam und zeitaufwändig, sich da hineinzufuchsen.
      Die wichtigste und schwierigste Aufgabe scheint es mir demnach für Köllner zu sein, die Spieler bei allen taktisch-strategischen Finessen am Platz von zu vielem Denken abzuhalten bzw. die perfekte Balance zwischen Freiheit und vielerlei Automatismen je nach Gegner und Situation herzustellen.
      Ansonsten halte ich es vorerst auch lieber mit „Spitzenreiter Spitzenreiter hey hey hey 🙂 🙂 🙂 „.

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      • Packing, bzw. das Zählen der überspieleten/überpassten Spieler, macht aber auch nur beim Umschaltspiel Sinn.Schnürt eine Mannschaft die Andere an deren eigenen Strafraum ein, dann werden die Packingwerte auch wieder nicht aussagekräftig sein.
        Das Tor von Löwen kann man statistisch auch nicht wirklich messen-ungenaue Faustabwehr genau an die 16er Kante zentral und ein Sonntagsschuss.Genauso wenig wie, wann gibt ein Schiedsrichter Elfer.Das der Club es sich leisten konnte Duisburg die Initiative zu überlassen führte dann wohl zu den überlegenen Werten in der Statistik für Duisburg.

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        • Naja, beim Packing zählen nur Vorwärtspässe. Und die sind in Strafraumnähe besonders gefährlich (mit einem Kurzpass nach vorne die Beton-Kette überspielt = 5-7 Überspielte und mindestens Großchance). „Ballbesitz in Strafraumnähe“ wäre hier eine ergänzende, eigene, aber auch interessante Kategorie. Und „Anzahl Großchancen“. „Chancenverwertung“ natürlich auch. Oder „Anzahl von (deutlichen) Überzahlsituationen“. Alles m.E. aussagekräftiger als allgemein „Ballbesitz“, „Zweikampfquote“, „Ecken“, „Torschüsse“, „Passquote“.

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    • Da haben Wolfgang Kleff („Fußball ist einfach, keine Wissenschaft“) und Werner Lorant („Für mich ist Fußball keine Wissenschaft, sondern harte Arbeit“ – ich sehe ihn geradezu vor mir😅) offensichtlich unrecht. Hui, das ist ist ja… kompliziert. Für einen taktisch unbedarften Fan wie mich kommt Poldi da gerade richtig: „Fußball ist einfach: Rein das Ding – und ab nach Hause“ (in die erste Liga)!

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