Analyse: Doppelt dominant, einfach gefährlich #FCND98 #FCN

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg vs. SV Darmstadt 98 1:1 (0:1) Der Club ist gegen Darmstadt in beiden Hälften feldüberlegen, aber nur in einer gefählich.

Die Analyse:

FCNDSC-2018
Startformation im 4-1-4-1

Der Club begann mit der identischen Startelf wie gegen Bielefeld und änderte auch in Sachen Grundformation nichts. Es blieb erneut beim 4-1-4-1. Im Kader ergaben sich dagegen einige Veränderungen. Für den gesperrten Löwen rückte Hufnagel in den Kader statt Fuchs nahm Laslzo Sepsi auf der Bank Platz. Es fehlten im Kader also Brecko, Garcia, Fuchs, Jäger, sowie die verletzten Kerk, Lippert, Alushi, Ishak und eben der gesperrte Löwen.

Das Bild in den ersten Minuten war ein inzwischen altbekanntes. Der Club sah sich sehr tief stehenden Gegnern gegenüber, die vor der Mittellinie fast gar nicht attackierten und sich stattdessen zurückzogen, teilweise mit sechs Mann auf einer Linie verteidigten. Dies bedeutete, dass der FCN sich bis ins letzte Drittel gefällig kombinieren konnte. Danach aber wurde es aber so eng, dass dem Club die Mittel und das Tempo fehlten, dagegen anzugehen.

Nur sehr selten, wie bei Zrelaks Halbchance in der achten Minute nach Leibolds Hereingabe, landete der Ball in der Gefahrenzone vor dem Tor von Daniel Heuer Fernandes. Der Club spielte in dieser Phase zwar dominanten Ballbesitzfußball, schaffte es aber nicht den Ballbesitz in Wucht in den Zonen vor dem Tor zu übersetzen. Immer wieder zogen Salli oder Stefaniak zu früh in die Mitte und versuchten den Ball durch die Abwehrreihe zentral in den Strafraum zu spielen. Egal ob mit Ball am Fuß oder per Pass, der Club blieb immer an den Darmstädter Abwehrbeinen hängen.

Die Gäste selbst taten nach vorne gar nichts, kamen aber dennoch zur Führung, da es nach einer Ecke erst Behrens nicht schaffte den Ball zu klären. Danach gewannen die Darmstädter drei Kopfballduelle in Folge, irritierten die Abwehr durch mehrfache Richtungswechsel des Balles und kamen so durch Boyd zum 0:1. Der Club wirkte durch den Gegentreffer deutlich angeschlagen und verlor weiteren Zug in Richtung Darmstädter Tor. Besonders Kevin Möhwald tat sich in dieser Phase durch viele falsche Entscheidungen hervor, die immer wieder in Pässen ins Nirgendwo mündeten.

FCNDSC-2018B
Ungefähre Formation nach der Pause

So führte zur Pause nicht die bessere Mannschaft, aber die vor dem Tor effizientere und auch die mit der klareren Torchance. Denn vor der Pause hatte der Club lediglich durch Ewerton eine Gelegenheit als Heuer Fernandes unter einer Ecke von rechts durchgesegelt war, der Brasilianer aber über das Tor schoss. Zur Pause tauschte Köllner dann den glücklosen Salli gegen Federico Palacios und bewies damit ein glückliches Händchen. Der Deutsch-Spanier bewies große Ballsicherheit und Übersicht, beschäftigte die Darmstädter Hintermannschaft damit immer wieder.

Gleichzeitig stellte der Club seinen Angriffsstil um, spielte mehr vertikale Bälle, ging im Spiel im letzten Drittel früher und öfter ins Risiko und spielte insgesamt mit mehr Druck und Wucht. Umgehend kam der Club nach einer Hereingabe von Valentini durch Leibold zu einer guten Gelegenheit, doch der Linksverteidiger schoss übers Tor. Wenig später spielte Palacios Möhwald frei, doch dieser scheiterte an Heuer Fernandes. Weitere Großchancen folgten dann durch Behrens nach einer Ecke und Möhwald nach einem Freistoß. Doch ins Tor wollte der Ball trotz bester Chancen und klarer Feldüberlegenheit nicht.

Erst eine Ecke von Valentini, die lang hinter den Elfmeterpunkt gespielt wurde, sorgte dann für den Ausgleich. Margreitter köpfte den Ball von dort aus in Richtung Tor, Behrens lief zum Ball berührte ihn aber nicht, irrtierte durch seine Bewegung aber den Darmstädter Keeper lang genug, um ihn von einer Reaktion abzuhalten. Margreitters Kopfball flog ins lange Eck zum 1:1. Nach dem Ausgleich drängte der Club weiter, schaffte es aber nicht mehr den Ball ins Tor zu bringen. Entweder, weil die Anspiele nun zu hektisch wurden oder weil man sich selbst im Weg stand.

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Ungefähre Formation zu Spielende

Dennoch lässt sich auf dieser zweiten Halbzeit aufbauen. Während der erste Abschnitt noch fatal an die Vorwochen mit wenig Zug zum Tor und Ideen zum Öffnen einer Abwehr erinnerte, war nach der Pause an vielen Stellen die Dynamik und die Wucht vorhanden, um auch tiefer stehende Gegner zu öffnen, dass dabei keine der herausgespielten Chancen, sondern ein Standard zum Tor führte, ist in der Gesamtbetrachtung nur ein Schönheitsfehler.

Michael Köllner hat nun in den kommenden zwei Wochen Zeit diese zweite Halbzeit als Grundlage zu nehmen. Bislang hat Köllner die Länderspielpausen immer zum Umstellen und Feintunen der Mannschaft genutzt, jedes Mal kam sie spürbar verändert zurück. Gelingt Köllner dies auch dieses Mal, wird die zweite Halbzeit gegen Darmstadt als Wendepunkt gelten. Dabei hat Köllner in der Arbeit dieses Mal einen psychologischen Vorteil: Erstmals geht die Mannschaft nicht mit einer Niederlage in eine Länderspielpause.

Andererseits hat der FCN binnen drei Wochen 75% seines Vorsprungs eingebüßt und in dieser Zeit kein Spiel gewonnen. Gelingt die Wende nicht, wird die Kritik am Trainer sicher lauter werden, auch weil Köllner in der externen Kommunikation immer wieder davon sprach, dass man „immer noch Zweiter“ sei, etwas, das ihm dann sicher als Beschwichtigung und Relativierung der schlechten Ergebnisse ausgelegt würde. Die kommenden zwei Wochen werden also nicht nur in der internen Arbeit, sondern auch in der externen Bewertung ganz entscheidend für den Ausgang der Saison. Ein Verpassen des Aufstiegs würde im Umfeld auf Grund der einstmals acht Punkte Vorsprung als Scheitern ausgelegt, egal welche Ziele vorher ausgegeben worden waren.

Die Zahlen:

Nürnberg Darmstadt
1
Tore
1
25
Torschüsse
6
3
Schüsse aufs Tor
3
16
Ecken
4
68,6
Ballbesitz (%)
31,4
83,0
Passquote gesamt (%)
62,3
90,5
Passquote eig. Hälfte (%)
70,2
75,6
Passquote geg. Hälfte (%)
62,3
7,3
Lange Pässe (%)
28,6
50,8
Gewonnene Zweikämpfe (%)
49,2
7
Fouls
12
121,74
Laufdistanz (km)
121,41
2
Abseits
0

Trainerstatement (Michael Köllner):

„Das Ergebnis ist nicht stimmig. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Wir waren dominant, haben den Gegner vor ganz viele Fragezeichen gestellt und uns offensiv viele Chancen herausgespielt. Auch das 0:1 hat uns nicht aus der Ruhe gebracht. Natürlich sind wir unzufrieden, dass kein zweiter Ball ins Tor gerutscht ist. Leider war uns heute das Match-Glück nicht hold, die Leistung war aber stimmig.“

Trainerstatement (Dirk Schuster):

„Wir haben ein intensives und temporeiches Spiel gesehen. Nürnberg war spielerisch die bessere Mannschaft, hat den Ball sehr gut zirkulieren lassen. Glücklich für uns, direkt mit der ersten Chance in Führung zu gehen. Wir haben mit viel Willenskraft und Leidenschaft verteidigt, hatten hier und da auch etwas Glück. Mit dem Punkt können wir sehr gut leben. Vom Potenzial her wird Nürnberg ein ganz gewichtiges Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden.“

Spielererstatement (Kevin Möhwald):

„Ergebnistechnisch bin ich enttäuscht. Von der Art und Weise war es im Gegensatz zu den letzten Auftritten ein Schritt nach vorne. Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht, druckvoll nach vorne gespielt. In der Halbzeit haben wir an den richtigen Schrauben gedreht, hätten uns am Ende auch gerne belohnt. So ist es besser als eine Niederlage, die wir hätten einstecken können. Was über allem steht ist die Leistung und die hat heute gestimmt. Wenn wir so weiterspielen, holen wir auch zwangsläufig die Punkte.“

Die Spieler im Einzelnen:

Fabian Bredlow 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Beim Tor leicht zögerlich, aber ohne echten Fehler, sonst quasi nicht geprüft, bei einer Ecke mit der Raphael-Schäfer-Gedächntnisfaust.
Patrick Erras 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
In der ersten Halbzeit sehr lethargisch, fast schon Spiel verschleppend. Nach der Pause plötzlich viel präsenter und mit Mut und Dynamik in den Abspielen.
Tim Leibold 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Energisch nach vorne, dabei aber nicht immer präzise. Defensiv kaum gefordert.
Georg Margreitter 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Machte sein Tor, war hinten solide, hatte 108 Ballkontakte und versuchte das Spiel zu ordnen. Dabei nicht immer genau, aber bemüht.
Ewerton Almeida Santos 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Vergab eine Großchance, war defensiv kaum gefordert. Lief wie Margreitter vor dem 0:1 den Darmstädter Kopfbällen hinterher.
Enrico Valentini 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Der Assist bewahrt den Rechtsverteidiger vor mehr Abzügen Hatte im Vorwärtsgang immer wieder Probleme mit den Abspielen, setzte viele Standards ins Nirgendwo. Verlor den entscheidenden Kopfball gegen Boyd vorm 0:1.
Lucas Hufnagel Ohne Bewertung
Kam in der 84. Minute für Zrelak. Fiel wenig auf.
Marvin Stefaniak 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Immer noch nicht richtig eingebunden, fand vor der Pause fast gar nicht statt, kam nach der Pause dann besser ins Spiel, aber immer noch zu wenig durchschlagend.
Kevin Möhwald 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Vor der Pause mit vielen klaren Fehlern in den Entscheidungen, spielte oft den falschen Pass. Nach der Pause mit Großchancen und viel mehr Präsenz, aber immer noch mit Fehlern in den Entscheidungen zwischen Pass und Einzelaktion.
Hanno Behrens 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Nach der Pause energisch, resolut und mit guten offensiven Ideen, davor mutlos und mit dem auslösenden Fehler vor dem 0:1, als er die Ecke schlecht klärte.
Adam Zrelak 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Bemühen ist ihm nicht abzusprechen, tat sich schwer seinen Körper gegen die kantigen Verteidiger einzusetzen. So schwer, dass Co-Trainer Schommers ihm visuell erklärte wie er seinen Hintern ausfahren sollte. Es brachte nichts.
Federico Palacios Martinez 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Sorgte mit seiner Passsicherheit für extrem viel Stabilität im Aufbauspiel. Setzte Möhwald vor dessen Großchance hervorragend ein. Eine Belebung. Allerdings zweikampfschwach.
Tobias Werner Ohne Bewertung
Kam in der 82. Minute für Stefaniak, legte einmal gut ab, verlor aber wie in Bielefeld auch einmal den Ball in der Vorwärtsbewegung, so dass die Darmstädter kontern konnten.
Edgar Salli 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Völlig glücklos. Rannte sich immer wieder fest, seine Auswechslung zur Pause war folgerichtig.

33 Gedanken zu „Analyse: Doppelt dominant, einfach gefährlich #FCND98 #FCN

  • Die Note für Zrelak ist nicht ok. Der Junge hatte zwei üble Stockfehler und keine richtige Traute, einfach mal abzuziehen, aber er hat geackert wie ein Pferd. Er könnte auch nichts dafür, gegen die langen Kerle ständig hoch angespielt worden zu sein. Ansonsten war die erste Halbzeit eine Frechheit, an Pomadigkeit und Unbeweglichkeit kaum zu übertreffen. Auch weil, wie Florian zutreffend schreibt, Stefaniak und Salli ständig in die dicht besetzte Mitte zogen statt über außen zu kommen. Auf Halbzeit zwei lässt sich aufbauen. Was ich nicht verstehe: wieso scheint auch beim Glubb verboten zu sein, aus 20 oder 25 Metern einfach mal abzuziehen?

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    • Über den Notenwert kann man streiten – trotzdem bleibt bei mir zum wiederholten Male der Eindruck, dass er so einfach nicht stark genug für die 2. Liga ist. Klar er ist sehr bemüht, aber er schafft es eben in keiner Situation sich irgendeinen Vorteil zu erarbeiten. Egal wie der Ball kommt, er ist immer in der schlechteren Position. Keine Ahnung, wie das Ishak und andere machen, aber wenn du nie am richtigen Fleck auftauchst, fehlt offenbar „das richtige Näschen“.

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    • Die Schüsse aus der 2.Reihe würden wir wohl angesichts der spielerischen Flaute alle gerne sehen. Ich denke jedoch, dass uns zum einen außer Möhwald und Löwen Spieler mit der entsprechenden Schusstechnik fehlen, um mal aus 25m abzuschließen. Und die 2.Bälle, die einen Abschluss vom 16er erlauben würden, bekommen wir seit Ishaks Ausfall aufgrund der körperlichen und spielerischen Schwäche (im Zweikampf) von Zrelak und Palacios nicht mehr.

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  • Was ich nicht verstehe: wieso scheint auch beim Glubb verboten zu sein, aus 20 oder 25 Metern einfach mal abzuziehen?

    Das wurde immer wieder mal versucht aber in der Mitte konzentrieren sich die Gegner mittlerweile in jedem Spiel mit 5er Ketten, da sind auch zuviele Beine und Körper im Weg. Kaum Lücken zu finden. Behrens ballert regelmäßig da rein.

    Beim Darmstadt Tor das geht überwiegend für mich auf Bredlows und Margreitters Kappe, zwar war Valentini näher an Boyd aber mit dem Rücken hatte keine Zeit mehr sich zu drehen, das ist immer schwierig, Margreiter stand hingegen frontal mit dem Gesicht zu Boyd und kann und muss den 1 Schritt vorwärts machen und in den Zweikampf gehen aber er sah nur zu. Das sind aber intuitive Entscheidungen in Sekundenbruchteilen.

    Ebenso erinnert mich Bredlows auf der Linie kleben immer mehr an Schäfer, nicht nur in diesem Spiel.

    Palacio bindet sich zwar gut ins Kurzpassspiel ein aber von einem zentralen Stürmer erwarte ich Durchsetzungskraft in 1:1 Situation und da ist bei ihm eigentlich gar nichts. Also 10 Punkte kann ich da nicht nachvollziehen.

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  • Palacios‘ Herreinnahme war sicher ein Knackpunkt. Vielleicht gar nicht, weil er so selbst so herrausragend war, vielmehr passte er mit seiner Ballsicherheit und Spielweise besser ins „System“ als Salli. Mit Möhwald und Stefaniak bildete er eine sehr technische Offensivreihe. Was Möhwald und Palacios in der ersten Hälfte gespielt haben war teilweise auch schon recht ansehnlich – leider ohne große Gefahr zu entfalten. Man hatte das Gefühl, wenn über die beiden ein Tor fällt, dann Eines mit chirurgischer Präzision. Ein Dritter, der da mitmachen kann war dann sehr hilfreich. Leider strahlen alle drei eigentlich genau keine richtige Torgefahr aus. Besonders Stefaniak macht vieles gut, aber eigentlich weiß man im ANsatz: Ein Tor wird jetzt nicht fallen. Ähnliches gilt für Palacios – dem traut man nun aber wenigstens noch den letzten Pass zu.

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  • Aus Sicht Block 2 war Möhwald gestern der wichtigste und beste Spieler beim Club. Endlich wieder sichtbar und bemüht das Spiel an sich zu reissen. Vielleicht nicht immer glücklich in allen Entscheidungen aber auf alle Fälle der Dreh und Angelpunkt.
    Bei Salli bin ich nie sicher. Gestern hatte ich das Gefühl seine Mitspieler sind entweder in Kopf und Beinen nicht schnell genug um seinen Ideen zu folgen und seine aus meiner Sicht öffnenden Pässe zu erreichen oder seine Abspiele sind einfach zu ungenau und daher nicht zu erreichen. Wie auch immer, mit Palacios ging es dann ja wirklich besser.
    Spieltaktisch stellt man sich die Frage: ist die kontrollierende Gangart (1.HZ) wirklich ein probates Mittel oder sollte man nicht lieber gleich versuchen mit permanenentem Druck (2.HZ) den Gegner zu Fehlern zu zwingen? Vielleicht hat MK damit schon irgendwie recht (erst müde laufen lassen, dann zuschlagen, auch wenn es gestern nur zur Hälfte funktioniert hat) aber leider versäumt man ganz sicher so die Zuschauer zu begeistern und zum 12. Mann zu machen. Als in der 2. HZ Welle auf Welle Richtung Nordkurve kam standen um mich herum die Leute (die sonst nur sitzen und vor sich hin kommentieren) und versuchten mit der Mannschaft das Tor zu erzwingen.

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    • Salli hat zwei zentrale Schwächen: zum einen hat er vorsichtig gesagt kein gutes Spielverständnis. So trifft er häufig einfach falsche Entscheidungen. Daneben sind seine Zuspiele häufig unpräzise. Je näher er jedoch zum Strafraum kommt, umso entscheidender sind die 30cm Präzision oder nicht. Ich erinnert mich am Sonntag, als er bei einem Angriff seinem Gegenspieler schön einen „Beiner“ verpasst hat um dann falsch scharf an zentral in die Spitze an den Strafraum zu spielen. Gute Chance, wenn er nicht 30cm zu steil in die Beine des Verteidigers gespielt hätte.

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      • auch wenn mich die Ballbehauptung von Salli in engen Situation immer beeindruckt hast du wahrscheinlich recht: Salli kann Zweikampf, Palacios kann Pass.
        Ich habe bei Kicker mal Salli und Palacio verglichen:
        Salli:
        Ballkontakte 28
        gespielte Pässe 19
        angekommene Pässe 13
        Fehlpässe 6
        Passquote 68%

        Palacio:
        Ballkontakte 29
        gespielte Pässe 22
        angekommene Pässe 20
        Fehlpässe 2
        Passquote 91%

        Während die Zweikampfquote mit 60:14 für Salli ausgeht.

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        • Beim schnellen kombinieren kommt es nicht auf Zweikampf an. Idealerweise ist der Ball schon wieder beim Mitspieler, wenn der Verteidiger überhaupt in Reichweite kommt. Eine Abwehr spielt man aber eher mit einer gelungenen Kombination aus, als mit einem Zweikampf.

          Defensiv betrachtet ist das natürlich wieder anders….

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    • Genauso habe ich das auch erlebt. Da hat sich das Feuer wechselseitig genährt, wenn dieses Bild erlaubt ist. Das lahme Quergeschiebe in der ersten Halbzeit erinnerte bisweilen an Handballtaktik: immer rum um den Strafraum. Und Pässe in die Tiefe wurden per hartem Frost-Fuß vergurkt oder gar nicht erst gespielt. Die Reaktionen der Fans waren entsprechend.

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  • Kurz und bündig:

    Positiv:
    – Torflaute beendet
    – endlich mal wieder spielerisch überzeugend
    – bessere Mannschaft
    – viele Chancen gegen einen extrem tief stehenden Gegner herausgespielt

    Negativ:
    – nur Unentschieden
    – nur eine Halbzeit lang gut gespielt
    – blödes Gegentor kassiert
    – mangelhafte Chancenverwertung
    – Vorsprung auf zwei Punkte geschrumpft

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    • Würde bei positiv noch ergänzen:
      Moral gezeigt und Rückstand ausgeglichen

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      • Im Sinne des positiven Denkens- Ecken kann man trainieren und jetzt haben sie Zeit dies zu tun

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  • Perfekt analysiert!
    Gegen solche Gegner, die gegen uns mittlerweilen unabhängig von ihrem Tabellenplatz immer extrem defensiv spielen, ist es unheimlich wichtig, endlich mal wieder das erste Tor zu erzielen.

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  • Gerade auf Nordbayern.de gelesen:
    „Vertreter Zrelak zeigte sich zwar auch diesmal wieder stets bemüht, hat aber nur magere 23 Ballkontakte vorzuweisen. Dem gegenüber glänzt Torschütze Margreitter beispielsweise mit 112 Ballbesitzphasen – und das, obwohl sich die Partie gerade in Halbzeit zwei überwiegend im Terrain des slowakischen Aushilfsstürmers abspielte. Höchste Zeit also, dass Ishak wieder im Clubdress auf dem Rasen steht.“

    Ich kann mich noch erinnern, das gleiche über Ishak gelesen/gehört zu haben. Ich kann nur hoffen, dass der Adam endlich einnetzt und sich danach ähnlich wie Ishak den „Frust“ von der Seele ballert. „Aushilfsstürmer“..als ob er das vorher noch nie gespielt hätte und jetzt halt eben da hin musste, weil kein anderer da war.

    Zrelak erinnert mich aktuell auch sehr stark an die Anfangszeit von Ishak hier. In den ersten Spielen wollte dem auch so überhaupt nichts gelingen und hing fast dauernd in der Luft, dafür rennt er wie ein Ochse und wirft sich in jeden Zweikampf. Hoffe, dass auch bei ihm bald der Knoten platzt.

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    • Also dass sie im Spielaufbau hinten rum mehr Ballbesitzphasen haben als vorne in der Spitze ist doch logisch

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    • Das kann absolut so sein. Man kann Zrelak auch keinen „Vorwurf“ machen. Die 2.Liga ist neu für ihn und er war lange verletzt. Jedem mit einem Funken Realismus war doch klar, dass Zrelak nie im Leben uns kurzfristig als Scorer helfen kann. Er braucht Zeit, dann kann es klappen. Umso unverständlicher, dass man mit ihm als einzigen Isak-Ersatz in die Rückrunde genauen ist.

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  • Wir müssen die Standards einfach besser machen. Wenn schon spielerisch nichts geht und kein Stürmer torgefährlich ist, kann es nur über Standards gehen. Wir haben mit Behrens, Erras, Ewerton und Margreitter durchaus Potenzial. Also einfach mehr Standardsfinten trainieren! Daneben mehr Bissigkeit im Zweikampfverhalten um den Gegnern den Schneid abzukaufen. Das mag jetzt nach Phrase und Sch*****parole klingen, aber das 0:1 haben wir bekommen, weil wir nicht bissig waren und im Gegenteil einfach gepennt haben. Das darf so nie und nimmer fallen.

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  • Der Club chippte fast alle Ecken hoch rein. Irgendwann verloren die Ecken Tempo und fielen runter.

    Wenn ich da an die Boden – Luft – Raketen von Kerck denke:
    -richtig viel Schnitt
    -richtig viel Speed
    -Ball während des Flugs nie höher als 2,50m über die Grasnarbe

    So gehen Ecken!

    Fußball ist auch ein Glücksspiel. Wenn der Club eine seiner Halbchancen ( s. Innenpfostentreffer) reinmacht, dann gewinnen wir. Das wir nicht mehr als ein Tor getroffen haben, war mehr Pech als Unvermögen.

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  • Mein Bruder las im Kicker, dass Valentini zugegeben habe, bei der Ecke zum Ausgleich etwas abgerutscht zu sein, so dass der Ball deshalb etwas höher geraten war als geplant. Das wäre vielleicht ein Rezept: abrutschen üben! Erst kürzlich saßen in einem Nürnberger Pub zwei Mecker Oppas nebeneinander, die sich über harmlose, halbhohe Standards echauffiert haben…

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    • Das Standardverhalten unserer Elf am Sonntag war ein Witz. Valentini erinnert bei der Eifrigkeit des Ballschnappens zur Ecke an einen gewissen Argentinier bei Einwürfen.
      Wenn ich doch nach dem sechsten Eckball merke, daß ich es nicht kann, dann lass ich halt mal einen Kollegen ran. Als Trainer würde ich da vielleicht einmal eingreifen und einen anderen Schützen bestimmen. Führungspieler schön und gut, aber etwas Selbsteinsicht würde einen guten Führungsspieler ausmachen.

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      • Stefaniak hat auch ein paar getreten. Einen Unterschied konnte ich allerdings nicht erkennen…

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        • 2 von 19 kamen von Stefaniak, beide in den 5er und zu nah an den Torwart. Aber immerhin in die gefährliche Zone

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    • Dabei hat man in der ersten Hälfte schon gesehen, dass die Darmstädter damit Probleme haben. Gerade die Ecke von Stefaniak, die ewig in der Luft war und vermeintlich ins Nirvana ging, landete bei Ewerton am langen Pfosten…

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  • Mann, die Vorstädter…

    konnten sie so eine Leistung nicht gegen uns zeigen?

    Dafür, dass sie uns den Stecker gezogen haben, dürfen sie gerne eine Etage tiefer. Ich nehme so was übel 😉

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    • So, das habt ihr jetzt davon. Es wäre klüger gewesen, gegen Aue zu gewinnen :mrgreen:

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      • Mag sein, aber zwischen den beiden Relegationsplätzen sind es 11 Punkte bei noch möglichen 21 Punkten.
        Also Denen ist wahrscheinlich der Sieg gegen uns immer noch wichtiger.😉

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    • War denn Fürth heute so viel schlechter als gegen uns oder war Aue einfach couragierter und bissiger als wir?

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      • Aue hat halt aus seiner Feldüberlegenheit einen Treffer erzielt, anstatt sich ein zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaftes Gegentor zu fangen. Das reicht als entscheidender Unterschied…

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  • Ich halte recht viel von Stefaniak aber natürlich braucht der Anpassungsprozess noch bis die Automatismen mit den Nebenleute blind funktionieren. Würde es begrüßen wenn es eine Verlängerung über die Saison hinaus gäbe. Das könnte ein starkes Duo auf der linken Seite sein Leibold und er, stand jetzt leider nur noch 7 Spiele. Aber wer weiß..

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  • Super – eine ganz wichtige und tolle Nachricht. Vor allem für die kommenden Wochen sollte es nochmal
    einen Schub für alle Beteiligten geben.

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