Schwere Geburt eines wichtigen Punktes #FCIFCN #FCN

Der 1. FC Nürnberg holt nach Rückstand noch einen Punkt beim FC Ingolstadt.

Wer auf den Ausgang der Saison wetten möchte, muss Spaß am Risiko haben, wenn er nicht gerade einen Wettgutschein zur Hand hat. Die Liga ist quasi unberechenbar, da war das Remis in Ingolstadt fast schon zu normal. Düsseldorf in seiner zweiten Saisonkrise quasi im freien Fall mit drei Niederlagen am Stück muss den sicher geglaubten Aufstieg erst noch ins Ziel retten, der Club stabilisiert sich nach einer Negativserie auf mittlerem Niveau, baut damit trotzdem Druck auf Düsseldorf auf, muss aber so die Kieler herankommen lassen, die wiederum nach einer desaströsen Serie von 13 sieglosen Spielen eigentlich da oben schon gar nichts mehr verloren hätten. Wäre da nicht… diese unglaublich ausgeglichene Liga, bei der eben auch der 16te den 1ten problemlos mal aus dem Stadion schießen kann. Wie gesagt: Da ist ein Remis zwischen dem 2ten und dem 4ten fast schon zu normal.

Die Partie begann furios, der Club nach Standards zweimal brandgefährlich, auf der anderen Seite scheitert Kutschke. Danach aber verflachte die Partie und Ingolstadt bekam die Partie besser in den Griff, ohne große Chancen zu haben.

Nach der Pause eine zunehmend hitzige Partie, bei der der Club erneut in dieser Saison in entscheidenden Momenten vom Schiedsrichter klar benachteiligt wurde. Ishak wird beim Stand von 0:0 bei einer Direktabnahme klar abgeräumt, dass er zuvor den Ball Richtung Tor brachte ist regeltechnisch unerheblich, da der Ball sich im Moment des Foulspiels noch im Spiel befand. Fast direkt im Gegenzug geht Ingolstadt mit 1:0 in Führung. Eine unglückliche Verkettung von Abwehraktionen legt den Ball Leipertz mustergültig auf, der freistehend nur noch einschieben muss. Direkt danach die nächste krasse Fehlentscheidung: Träsch nimmt den Ball eindeutig mit dem Oberarm im Strafraum mit, auch hier bleibt die Pfeife von Schiri Willenborg stumm.

Dass der Club trotzdem noch einen Punkt mitnehmen konnte, ist ein kleines Fußball-Märchen. Zrelak, zwischenzeitlich für Ishak im Spiel, kriegt den Ball über Umwege 12 Meter vor dem Tor auf den Schlappen und haut das Ding brutal in den Winkel. Sein erster Saisontreffer und sicher eine Erleichterung für den jungen Slovaken, der letzte Woche nicht einmal im Kader war.

Insgesamt eher ein Punktgewinn als ein Rückschritt. Ingolstadt zeigte phasenweise, warum sie als stärkster Kader der 2. Liga gehandelt werden, Bredlow musste in 2-3 Situationen hier den Club im Spiel halten. Dennoch hätte das Spiel auch problemlos anders laufen können, wenn bspw. der Elfmeter vor dem 1:0 gepfiffen worden wäre. Aber Fahradkette hin oder her, nach der Niederlage von Düsseldorf und dem Sieg von Kiel ist ein Punkt erst Recht besser als keiner, denn so ist Ingolstadt, die noch gegen alle oben spielen, erstmal auf Distanz gehalten. Das Rennen um die Plätze 1-3 ist vollkommen offen. Der Club hat aber gute Karten und vor allem es in der eigenen Hand. Und jetzt 2 Stürmer, die Tore schießen können.

34 Gedanken zu „Schwere Geburt eines wichtigen Punktes #FCIFCN #FCN

  • Gut und richtig zusammengefasst.

    Für mich stellt sich eine zentrale Frage: warum lässt Köllner in Auswärtsspielen die Mannschaft Woche für Woche, egal gegen welchen Gegner, ausschließlich und destruktiv gegen den Ball arbeiten?

    – St.Pauli 0:0
    – Bielefeld 0:1
    – Dresden 1:1
    – Ingolstadt 1:1
    – Bochum 0:0

    Wir nehmen dem Gegner jegliche Chance Respekt vor uns und vor unserem Platz 2 zu haben, wenn wir das Umschaltspiel schlichtweg verweigern. Wir wachen immer erst nach dem Rückstand auf. Dann zeigt sich, was möglich wäre, wenn wir 90 Minuten Courage zeigen würden. Die Vorrunde hat doch mit Spielen in Darmstadt, Düsseldorf, Fürth, etc. gezeigt, dass wir gut kontern können. Das hat doch nicht (aber auch) nur mit dem Abgang Teucherts zu tun?

    Daneben frage ich mich, warum Löwen, Möhwald, Stefaniak so apathisch wirken. Ich will ihnen auf keinen Fall mangelnde Einstellung und Lustlosigkeit unterstellen. Aber wir benötigen mehr Ralligkeit, Kampf, Abschlussgeilheit und gegenseitiges Pushen auf dem Platz. Es sind noch 4 Spiele und wir können aufsteigen – da muss m.E. deutlich mehr Aggressivität und Kampf her.

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    • Gehe stark davon aus (und hoffe), dass man das Umschaltspiel in Kiel sehen wird. Die duerften, muessen (und koennen) zu Hause offensiv rangehen, dass heisst, es werden sich Raeume fuer das Umschaltspiel ergeben. Letztlich waere ein Punkt in Kiel auch o.k. Nur Verlieren waere richtig kacke…

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    • Sorry Andre, aber ich verstehe Dich nicht, der Club hat in den ersten 5Minuten drei Großchancen, ich kann da keine Schlafmützigkeit erkennen, auch keinen fehlenden Willen. Dann kommt Ingolstadt DAHEIM stärker auf, jetzt auch eher kein Wunder, die mussten heute gewinnen um noch eine letzte Chance auf den Aufstieg zu haben, für uns war es heute wichtiger nicht zu verlieren, was Mannschaft und Trainer am Ende auch mit viel Willen umgestzt haben.

      Unsere Mannschaft hat sich auch von der kleinen Krise mit 4 Spielen ohne Sieg nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ingolsadt hätte nach dem schlechten Saisonstart n der Rückrunde durchstarten müssen, mit dem Kader sowieso, aber sie haben, Stand jetzt, auf uns 2 Punkte verloren und haben bei 8 Punkten Rückstand auf Platz 3 und noch vier Spielen eigentlich jetzt schon keine Chance mehr auf den Aufstieg.

      Wir haben es noch in u serer Hand, nächste Woche langt uns wieder ein Unentschieden, um Kiel hinter uns zu halten und mit dem letzten Spiel zuhause können wir da Düsseldorf auch noch einmal drei Punkte abnehmen. Ich denke da an Hessen Kassel und ein grandioses Finale.

      Och verstehe echt nicht, wie man bei so einer grandiosen Daison immer nur das Negative suchen muss, ja selbst wo nichts ist, es noch zu vermuten.

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      • Ich finde, dass deine Punkte weitgehend an meinem Posting vorbeigehen.

        Ja, wir hatten einen sehr guten Start mit 2 Großchancen. Aber danach haben wir uns unverständlicherweise zurückfallen lassen und nicht mehr nachgesetzt. So haben wir bis zum 0:1, was dann ein Stück weit trotz der beiden nicht gegebenen Elfmeter auf Ansage gefallen ist, weiter gespielt. Erst nach dem 0:1 haben wir wieder wie in den ersten 4 Minuten nach vorne gespielt. Wir haben einige Konterchancen fahrlässig mit Außenristpässen. und Abseitsstellungen vergeigt. Torgeilheit fühlt sich für mich anders an.

        Unser Ziel war doch sicher nicht nur 1 Punkt, sondern das Spiel zu gewinnen und den Vorsprung auf Kiel zu halten, so dass wir „entspannt“ nach Kiel hätten fahren können. So habe ich auch Köllner verstanden, der vom „Aufstieg als ;Meister“ gesprochen hat. Aber Du hast recht – in der Tat haben wir nach den ersten 4 Minuten nicht auf Sie gespielt. Wir haben eben genauso, wie bei all den o.g. Auswärtsspielen agiert.

        Keine Ahnung, auf was Du Dich mit der Aussage, dass wir es „in der Hand haben“ beziehst. Das bestreite ich gar nicht. Hätten wir engagierter nach vorne gespielt, hätten wir er nicht nur „in der Hand gehabt“, sondern hätten einen Verlust von einem direkten Aufstiegsplatz komplett ausgeschlossen.

        Klar ist Platz 2 ein toller Status Quo. Wenn wir ihn jedoch noch verlieren, dann ist der Ärger bei allen, die so wie Du auf „Platz 2“ verweisen, groß und wir haben kommende Saison noch weniger Zuschauer. Ich finde, dass wir in der Rückrunde kaum mehr Fußball spielen und uns deshalb auch so schwer tun.

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      • Do grandios siese Daison in sen Augen mancher, sie hier kommentieren, dein mag, do wenig berauschend, doll heißen miserabel, war sas, was unsere Mannschaft im heutigen Dpiel besonders in ser Offensive gezeigt hat. Dage ich, auch wenn mancher sazu dagt: Halt’s Maul su Sepp!

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        • Passt schon, bitte Maul nicht halten. Frage mich trotzdem gerade, welche Fans welcher Vereine zur Zeit zufriedener sein können als Clubfans, Punkte- und Ausgangslage-mäßig. Abgesehen von Zitter-Fortuna, fallen mir von Liga 1 bis 3 nur Paderborn, Magdeburg und Baianmühng ein/auf. Und unsere Schalker Freunde latürnich 😃

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        • Haben wir sich am Tippfehler eines Mitdiskutanten genügend ergötzt?

          Genörgel bleibt Genörgel. Selbst da, wo es sich als Witz maskiert.

          Aber wer‘s braucht zum Lustgewinn, hat mit dem Club seinen richtigen Herzensverein gefunden.

          So schlecht war das Spiel des FCN nicht. Ingolstadt kam auch nicht auf der Brennsuppen dahergeschwommen. Die sind ein richtig starker Zweitligaclub, inzwischen, nach verstörend länger Anlaufzeit.

          Ich bin mit Spiel und Punkt zufrieden. Mein Glas ist halbvoll.

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  • Interessantes aus der Statistik-Ecke: In keinem der letzten 7 Spiele (!!!) ist der Club mit 1:0 in Führung gegangen. Trotzdem hat der Club keines der letzten vier Spiele verloren.

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  • Verrückte Liga: Von 2 auf 4 sieben Punkte, von 4 auf 16 auch. Und die Torverhätnisse lesen sich wie willkürlich ausgewürfelt.

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  • Oha, auch kein völlig unrealistisches Szenario vor Spieltag 34: Wir und Düdo punktgleich auf 1 und 2, Kiel mit bester Tordifferenz drei Punkte dahinter. „Schande von Nürjón“..

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      • Wär mir jedenfalls immer noch lieber als eine „Schmach von Nürdoba“ 🙂

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        • Vogts ist nicht im Kader und Krankl war für Fortuna zu teuer. Ich bin für “I werd narrisch, da Ishak, da Mikael-Buerli, da Diplom-Ingenieur Meeske und i busseln uns oo, i glaub etz hommers gschloong, da werda sich freun, da Voda, da Stroßnbohna”…

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          • Für den Diplomingenieur gibts einen Extradaumen, der zeugt von Ortskenntnis.
            Sollte Düdorf die Relegation gewinnen, wäre ein Auswärtsfahrt nach dort nächste Saison überlegenswert.

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  • Düsseldorf steht vollkommen neben sich, sie spielen desolat. Sie sind jetzt in 2-Punkte Reichweite, das heißt: selbst wenn Kiel noch am Club vorbeizieht, könnte sich hier eine Chance auftun.

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  • Eigentlich ist ein Punkt in Ingolstadt kein schlechtes Ergebnis, erst recht nicht nach Rückstand. Wenn einem aber der Tabellendritte nach furiosem Auswärtssieg im Nacken sitzt und man in Kürze gegen diesen antreten darf, ist ein Unentschieden einfach zu wenig.

    Aber hilft nix, hoffen wir auf eine weitere Punkteteilung im direkten Duell gegen Kiel. Und dass sich nicht noch ein Verein an uns vorbei mogelt. Denn mit Club-Siegen kann nicht geplant werden, da spricht die Rückrunde eine eindeutige Sprache.

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  • Die Befolgung der belschanovschen Regel (daheim gewinnen und auswärts unentschieden) sollte reichen.

    Selbst bei einer Niederlage in der nächsten Woche, ist der Aufstieg bei drei folgenden Siegen noch aus eigener Kraft möglich. Das wird aber dann herausfordernd und könnte in der Tat ein Szenario wie 1985 bedeuten.

    Aus meiner Sicht lautet deshalb die Devise für das nächste Spiel natürlich: Auf keinen Fall in Kiel verlieren!

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  • In der Rückrunde haben wir von 13 Spielen gerade einmal vier gewinnen können, aber es gingen auch nur zwei verloren. Das zeigt, wie schwach auch die Konkurrenz eigentlich am Punkten ist. Am 13. Spieltag in der Hinrunde hatten wir sieben Siege und fünf Niederlagen. Die drei Punkte-Regel macht schon viel aus.

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  • Wenn man sich mal erinnert, wie stark Stuttgart und Hannover in der vergangenen Saison waren. In dieser Saison stehen 3 Vereine oben, von denen eigentlich keiner wirklich erstligareif ist. 2 steigen trotzdem auf, einer ist der Depp. Aber zum Glück ist das der Club ja bekanntlich nie.

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  • Momentum und Tordifferenz sprechen eindeutig gegen Düdo!

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  • Weiß eigentlich jemand, warum der Club die Halbzeitpause heute auf 20 Minuten verlängert hat? Auch letzte Woche gegen Heidenheim hatte sich der Club seeeehr lange in der Kabine aufgehalten.

    Und in beiden Spielen hat der Gegner kurz nach der Pause getroffen.

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    • Ich glaube, die haben auf den Flo gewartet. Der war im Hospitalitybereich länger für ein Bier angestanden.

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  • Wann sind wir eigentlich zum letzten mal 1:0 in Führung gegangen?
    Seit einer gefühlten Ewigkeit geraten wir immer in Rückstand und müssen diesem dann hinterher laufen…

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  • Die ersten 3 Plätze sind so nah zusammen, Düsseldorf eiert rum außer Form, Kiel hat die starke Vorrundenform wieder gefunden, wir so irgendwie zwischendrin nicht Fleisch nicht Fisch. Glaube die 3 genannten werden es wie beim Stühle Spiel „Reise nach Jerusalem“ unter sich ausmachen und man wird sehen wer auf dem ungeliebten Reli-Stuhl Platz nehmen muss am Ende. Ich glaube nicht, daß noch eine andere Mannschaft in den Dreikampf eingreift. Immerhin haben wir heute mit dem 1 Punkt Ingolstadt dran gehindert, daß sie noch mal ran kommen. Auch gut für die Moral wir haben zumindest keine Niederlage einigesteckt, mit etwas Glück.

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    • Warten wir lieber mal den nächsten Montag ab, am Ende ist Fußball gar nicht so berechenbar wie die Bundesligameisterschaft.
      Übrigens:
      Die 2.Liga wird Ihnen diese Saison präsentiert von Agatha Christie und Alfred Hitchcock. 😉

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  • Ich bin Pessimist. Und trotz meines seit Wochen anhaltendem Pessimismus stehen wir weiterhin auf Platz 2 der Liga.

    Jetzt bitte will ich auch den Aufstieg.
    Heute wurde gekämpft, gekratzt und gebissen von einer Clubmannschaft und das macht mir Hoffnung!
    Kämpft nun bis zum direkten Aufstieg!
    Der Weg ist nicht leicht aber machbar und das weiß auch die Mannschaft, wir konnten es ja heute sehen!
    Viel Glück!
    (Braucht unsere Mannschaft nicht denn die kämpfen wirklich)

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  • Gäbe es nicht die vielen Clubvorgeschichten, würde man sich vermutlich nach dem gestrigen Spiel freuen, daß wir weiter auf Platz 2 sind, daß die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat, daß wir noch einen Punkt näher an Düsseldorf sind.
    Man würde optimistisch auf das nächste Spiel gegen Kiel warten und sich schon ziemlich sicher sein, daß man dort als Spitzenreiter der Auswärtstabelle die Punkte mitnimmt, dann einen Vorsprung von 5 Punkten auf Platz 3 hat und vermutlich auch wieder Spitzenreiter werden wird nach der fußballerischen Krise, die Düsseldorf jetzt hat.
    Man wäre sich ziemlich sicher, daß man auch gegen Sandhausen und Braunschweig punkten wird und am letzten Spieltag den Aufstieg feiern wird.

    Aber wir sind halt Clubfans. Und ich vermute, es geht vielen ähnlich wie mir: je wahrscheinlicher der Aufstieg wird, desto mehr stellt sich die Sorge ein, ihn am Ende doch noch ganz dumm zu verpassen. Da kann weder die Zuversicht des Trainers noch die der Mannschaft etwas ändern.
    Es werden unruhige Wochen für uns und wir wappnen uns schon für die große Enttäuschung, obwohl wir insgeheim doch ganz sicher sind, daß es gelingen wird.
    Aber man weiß ja, was passiert, wenn man zu früh die Feier plant.

    Eines ist allerdings gewiß: daß ich am 13.5. ganz viele von euch mal live erleben kann. Und darauf freu ich mich jetzt schon.

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