Köllner und die Gedanken an die Zukunft

Ein Kommentar von Alexander Endl

Man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist, sagt der Volksmund. Wohl schlicht aus der Erkenntnis heraus, dass ein Abschied im Misserfolg selten eine angenehme Erfahrung ist. Dass sich Michael Köllner genau darüber kurz nach dem Aufstieg Gedanken macht, passt zu ihm. Es wirft aber auch Fragen auf. Tatsächlich auch über seine Zukunft.

Es war kurz nach Spielende, der Club hatte gerade den Aufstieg perfekt gemacht, da sah Köllner vor dem Mikro aus, als wäre er gerade auf der letzten Rille dem Abstieg entronnen. Erleichtert ja, aber euphorisch sieht anders aus. Man schrieb es dem Stress zu. Später am Valznerweiher, die Menge lag sich noch in den Armen, setzte Köllner noch ein bisschen drauf, deutet Fragen nach seiner Zukunft an. Dann heute ein Interview bei Sky, das der kicker wie folgt umschreibt: „Am Tag des Aufstiegs war es ein Satz, am Tag danach schon ein paar mehr: Nürnbergs Trainer Michael Köllner kokettiert mit einem möglichen Abschied.“

Die Deutung dieser Worte wird man wahrscheinlich erst in einigen Tagen einschätzen können, mag die BILD sich auch noch so sehr in Beschwichtigung üben, obwohl Wort und Bild einen anderen Eindruck vermitteln, und auch ein Bornemann relativieren, es wäre doch einfach nur ein legitimes Reflektieren nach einer emotionalen Stresssituation. Man muss sich aber so oder so fragen: Was bezweckt Köllner mit seinen Worten? Ist es nur ein kokettieren, um nach einiger zum Teil unsachlicher und teils dreister Kritik in einer kleinen Schwächephase in der Rückrunde zu zeigen, dass er das so nicht mit sich machen lässt? Oder will Köllner nur gleich mal prophylaktisch die Erwartungen dämpfen und Fans und Umfeld auf Abstiegskampf einschwören? Oder gar Bornemann ein bisschen Feuer machen, um ihm einige Wünsche am Transfermarkt zu erfüllen?

Es ist davon auszugehen, dass es sich bald in Wohlgefallen auflösen wird. Kaum vorstellbar, dass Michael Köllner diese Ernte seine Erfolgs nicht einfahren will, diese Chance sich auch als Trainer zu beweisen, nicht ergreift. Aber Köllners Worte hinterlassen auch Fragezeichen nach seinen Motiven hinter diesen Worten. Sind sie ernst gemeint, wird man bewerten müssen, wie man damit umgeht, denn dass Gegenwind kommen wird in der Bundesliga, davon ist auszugehen, denn der Club dürfte sich auf Abstiegskampf einstellen und da ist, wie Köllner richtig vermutet, beim FCN noch keiner lange am Stuhl gesessen – Aufstiegsheld hin oder her. Bei Hans Meyer reichte nicht mal ein Pokalsieg und eine Jobgarantie auf Lebenszeit, um den ersten Sturm zu überstehen. Ist Köllners Aussage aber reines Taktieren oder gar unbedachtes lautes Nachdenken, dürfte er sich im Umfeld sicher eher mehr als weniger Kritiker gemacht haben, denn mitten in der Euphorie ist das sicher gerade ein Störgeräusch im Aufstiegsjubel, das man nicht unbedingt braucht.

„Im Fußball baut man dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an“
Hans Meyer

Aber Köllner ist eben Köllner. Vielleicht gehört das auch einfach zum Gesamtpaket des Oberpfälzers. Für den Club bleibt zu wünschen, dass die Erfolgsgeschichte weiter geht und man – wie wir schon im Clubcast andeuteten – auch bei Krisen in der Bundesliga den langen Atem behält und den Weg vor den kurzfristigen Erfolg stellt. Mit Bornemann sollte Köllner aber einen Mann haben, der den Anspruch hat dies auch durchzuziehen – trotz Entlassung von Schwartz, aber das war eben eine andere Geschichte.

75 Gedanken zu „Köllner und die Gedanken an die Zukunft

  • na super- der Club steigt auf und der Trainer geht von Board.Das wäre auch wieder mal was Neues beim Club, gab es ja auch noch nicht.

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      • Da scheiterte es aber an einer Vertragsverlängerung zu verbesserten Konditionen-was bei Köllner jetzt nicht der Fall ist.

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          • Hmmm …sehr komisch, nur dieser Satz von einem Köllner Vertrauten ?
            Keine Einschätzung, kein Widerspruch von Florian sollten uns nachdenklich stimmen. 😉

            Ich selbst bin da sehr entspannt, es kommt meiner Meinung nach immer so wie es kommen muß.
            Viel interessanter finde ich übrigens die Frage ob ein anderer Trainer den von Köllner eingeschlagenen Weg weiter gehen könnte.

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            • Bitte nicht so lesen. Hatte an anderer Stelle ja schon kommentiert, dass ich es maximal als nachdenken über die Anzahl der Hüte werte. Natürlich bleibt er, er ist heiß auf Bundesliga. Er muss halt lernen, nicht jeden Facebook-Kommentar persönlich zu nehmen oder noch besser, gar nicht erst zu lesen. Das was da nach Fürth über ihn hereingebrochen ist, hat ihn schon mitgenommen. Nichtsdestotrotz find ich den Zeitpunkt diese Gedanken auszusprechen „interessant“.

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          • Mit dem Wissen, welche Menschenmassen Magath nach Gelsenkirchen und Wolfsburg holte (und wie lange beide Vereine brauchten um die Magathler wieder loszuwerden) im Nachhinein sogar eine gute Entscheidung.
            Damals war ich schlicht entsetzt.

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  • puh, wenn er es wirklich ernst meint, frag ich mich schon warum man es nicht so macht wie die Ice Tigers das gerade wunderschön gelöst haben.

    Falls es nur „Geschwätz“ ist, sehe ich schwere Zeiten auf uns zukommen. In der 1.Liga schauen und hören die BILD, SKY und alle anderen Fussballjournalisten noch viel genauer auf jedes (unbedachte) Wort…

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  • Ich durfte vor etlichen Jahren nicht ganz freiwillig 15 Monate BW Zeit in der tiefsten Oberpfalz verbringen als Franggenbeidl so wurde unsere kleine Minderheit damals betitelt. In Erinnerung blieb mir hast Du einen Oberpfälzer als Freund, hast du diesen Freund ein Leben lang aber auf der anderen Seite vergisst ein Oberpfälzer auch nichts und zwar nie, dagegen sind Franken noch wahre Frohnaturen, die vergessen können. Ich könnte mir daher vorstellen, es gab Stimmen und Töne im Verlauf dieser Saison, die hat Köllner nicht vergessen. Und deshalb spielt er jetzt so ein klein wenig den Party Crasher. Es ist jetzt sein Moment und seine Antwort auf die teils unsachliche Kritik zeitverzögert im Lauf der Saison als man Probleme hatte, ich habe den Eindruck die Aussagen gestern waren nicht spontan, das hatte er im Hinterkopf behalten, wenn wir es schaffen. Genauso wie er bei der Pressekonferenz mit Fürth noch eine kleine Rechnung offen hatte. Nur so ein Gefühl..

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    • Dann ist er für das Profigeschäft wohl noch nicht geschaffen. Man wird gelobt, gefeiert und kritisiert. Ich sehe auch nicht, dass die Kritik unberechtigt bzw. polemisch war. Es waren tolle Spiele und v.a. in der Rückrunde wochenlang ganz schwache Spiele dabei. Das ist nichts ungewöhnliches, Kritik jedoch auch nicht. Insofern wüsste ich nicht, welche Rechnung da offen sein sollte. Ich wünsche Köllner für die kommende Saison ein wenig mehr Reflektion und weniger proaktives Reden. Damit würde er sich m.E, einen großen Gefallen tun und den nächsten schritt in seiner Entwicklung als n och junger Profitrainer gehen.

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  • Wo war die Kritik denn unsachlich? Wir haben, mit Ausnahme der letzten drei Spiele, weite Teile der Rückrunde richtig miese Spiele abgeliefert.

    Sich jetzt hinstellen und deswegen rückwirkend schmollen ist schon arg deppert oder um es mit Köllners Worten zu sagen: „Brutal“ dumm!

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    • Man müsste natürlich jetzt ins Detail gehen und sachliche Kritik von unsachlicher trennen. Aber da war definitiv einiges an unsachlicher Kritik dabei, die soweit ging bis „Köllner muss weg. Wenn es trotzdem klappt, dann eher trotz Köllner als wegen ihm“ etc.

      Zudem war die Erwartungshaltung zum Teil schon arg überzogen. Erst hatte man quasi keine, dann steht der Club auf einmal auf Platz 1 und aus der fehlenden Erwartung wird quasi ad hoc ein Anspruch gemacht, an dem man die Beteiligten maß. Das war über die Saison gesehen zum Teil schon grotesk.

      Dennoch sollte auch Köllner, so es ihm um diese Stimmen gehen, sich nochmal hinterfragen was wichtiger ist: 1000 Stimmen, die ihm wohl gesonnen waren, oder 10, die sich gegen ihn aussprachen. Und diese Gegenstimmen gibt es eben immer.

      Interessanter könnte da schon eine gewisse Innensicht sein. Dass Bornemann hinter ihm steht, sollte klar sein, aber im/um den Verein wird Köllners Art auch nicht ungeteilt bewertet, da wird die Macht-Konzentration rund um ihn durchaus kritisch beäugt. Zudem sind auch die Vertreter der Presse nicht bedingungslose Köllnerianer.

      Mir wäre lieb, wenn man das nicht alles aufarbeiten müsste und es sich eben in Bälde in Wohlgefallen auflöst.

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      • aber im/um den Verein wird Köllners Art auch nicht ungeteilt bewertet, da wird die Macht-Konzentration rund um ihn durchaus kritisch beäugt.

        Das ist allerdings grundsätzlich nicht verkehrt, bzw. sogar notwendig. Die Vorgesetzten bzw. Kontrollorgane haben ja sogar die Aufgabe, ständig zu betrachten, ob die Abläufe, Aufgabenteilung etc. gut passen.
        Dass eine zu große Machtkonzentration auf einzelne Personen problematisch sein kann, haben nicht nur wir schon leidvoll erfahren müssen.

        Dabei geht es ja aber auch nicht nur darum, die Leute zu kontrollieren, sondern auch um die Handlungsfähigkeit für den Fall, dass diese Leute aus welchen Gründen auch immer nicht mehr zur Verfügung stehen.

        Im Fall Köllner ist es halt so, dass wir den sportlichen Bereich sehr stark umgekrempelt und auf seine Art Fußball ausgerichtet haben, vom Nachwuchs bis zu den Profis. Da muss man sich natürlich die Frage stellen, ob man diese Spielidee auch weiterhin verfolgen kann, wenn Köllner aufhören würde, bzw. wie es dann weitergehen würde.

        Das ganze muss aber natürlich auf einem professionellen und sachlichen Level erfolgen, und Köllners Art sollte damit eigentlich nichts zu tun haben.

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    • Die Kritik war in sehr großen Teilen unsachlich, schon allein, weil sie mit Fußball oft überhaupt nichts zu tun hatte, sondern sich an irgendwelchen Sachen aufgehängt haben. Aber mit der eigentlichen Thematik eben nichts zu tun hatte, und die ist nun mal der Fußball.

      Ein sehr großer Teil der Kritik während der schlechteren Phasen der Saison betraf aber eben gerade NICHT den Fußball, sondern die Person Köllner, v.a. dessen öffentliches Auftreten. Und Kritik daran ist halt unsachlich, egal wie sie vorgetragen wird. Wie sich der Michl in den Pressekonferenzen verhält, das hat halt nun mal nichts damit zu tun, wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt.

      Ich finde das ganze ja ziemlich grotesk, geradezu paradox. Diese immer wieder kehrende Kritik von aalglatten Profis, die immer nur die immer gleichen Phrasen runterbeten, die sie in den Medienschulungen gelernt haben, dass es keine Charaktere mehr gebe usw.
      Und wie man dann Leute lobt, die authentisch sind, wie eben Köllner, oder auch einen Streich, egal ob man ihn nun mag oder nicht, und auch Spieler, die zu ihrer Meinung stehen.
      Nur um ihnen dann genau das, ihre Art, vorzuhalten, wenn es mal schlecht läuft. Als ob es daran läge…

      Es gab schon genug Aufstiegstrainer, die nicht weiter gemacht haben. Es gab auch welche, die nach dem Aufstieg noch vor Saisonbeginn gefeuert wurden.

      Aber dass ein Aufstiegstrainer nicht weitermacht, weil ihn die eigenen Fans vergrault haben – das dürfte ein Novum sein. Nur der FCN – auch hier würde dieser Slogan wohl passen, dass so etwas nur hier passieren kann…

      Es bleibt zu hoffen, dass diese ganze Sache „nur“ ein weiterer Ausdruck von Köllners Persönlichkeit ist und keine Folgen hat. Wie Florian schon richtig sagt, Köllner muss hier auch lernen, nicht alles persönlich zu nehmen, nicht jeden „Kritiker“ zu überzeugen zu versuchen, sondern sich auch eine gewisse LMAA-Mentalität zuzulegen.

      Dass die „Fans“ dazulernen und Köllner als genau den Menschen akzeptieren, der er ist – ein hochqualifizierter Trainer mit einer eigenwilligen Persönlichkeit – und sich in ihrer Kritik rein sachlich auf den Fußball konzentrieren, darauf darf man definitiv nicht hoffen.

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      • Ein sehr großer Teil der Kritik während der schlechteren Phasen der Saison betraf aber eben gerade NICHT den Fußball, sondern die Person Köllner, v.a. dessen öffentliches Auftreten. Und Kritik daran ist halt unsachlich, egal wie sie vorgetragen wird. Wie sich der Michl in den Pressekonferenzen verhält, das hat halt nun mal nichts damit zu tun, wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt.

        Zustimmung und Widerspruch zugleich. Ja. Es ist unsachlich, wenn man die „Art“ eines Menschen kritisiert. Aber auch wiederum „Nein“, wenn man den Umgang mit der Presse bzw. die Statements kritisch beäugt. Gerade rund um das Derby war es eben schon so, dass man durchaus hinterfragen konnte, warum MK gegenüber dem Nachbarn derart offensiv und zum Teil schon provokant aufgetreten ist. Aus der MK/Fürth-Historie vielleicht verständlich (wobei deren Kenntnis wahrscheinlich nur bei den wenigsten vorausgesetzt werden kann), in der Situation aber eben durchaus kritisch zu beäugen. Es ist schon genug Feuer zwischen beiden Fanlagern, da brauchte es kein zusätzliches Öl. Zudem schlug es MK dann natürlich um die Ohren, als es sportlich gründlich schief ging – Ursachen dafür mal außen vor.

        Insoweit muss man doch unterscheiden, ob man die Art Köllner als Mensch generell kritisiert oder in seiner Ausübung als leitender Angestellter seines Arbeitgebers. Die Trennung ist da sicher nicht immer einfach vorzunehmen. Wie er als Mensch ist, sollte man akzeptieren (ich finde die sogar höchst sympathisch!), wie er sich als Trainer verhält auch im Spiel mit den Medien, darf man durchaus kontrovers kommentieren.

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  • Es gab ja in der kleinen Schwächephase tatsächlich Fans, die einen Trainerwechsel forderten und das obwohl man immer über dem soll lag und sogar noch alle Chancen zum Aufstieg hatte. Mit den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Düsseldorf und Kiel sogar in der eigenen Hand hatte.

    Und es stimmt ja auch nicht, dass wir in der Rückrunde nur schlechte Spiele gemacht hätten, richtig mies war vielleicht das Derby, aber sonst waren Spiele dabei, die nicht immer schön anzusehen waren, das lag aber halt auch oft an den Gegnern, die sich in der Rückrunde deutlich mehr hinten rein gestellt haben und am Ausfall von Ishak.

    Also dass da wirklich Fans auf die Idee kommen konnten, dass man den Trainer wechseln sollte, das war unsachlich, oder wie Du schreibst, brutal dumm.

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  • Also meiner Meinung nach ist es legitim das MK sich über seine persönliche Zukunft Gedanken macht. Diese aber öffentlich zu äußern halte ich für unprofesionell. Das gehört nicht in die Öffentlichkeit. Wem soll das etwas bringen und was will er damit bezwecken? Da ist jetzt eine Baustelle aufgemacht worden die keiner braucht. Wenn MK mit den Mechanismen des Profifußballs (die übrigens nicht nur in Nürnberg greifen) nicht umgehen kann (was ja menschlich durchaus verständlich wäre), dann muss er den Verein um Auflösung des Vertrages bitten, dann wird die Trennung offiziell kommuniziert und gut ist. Also für mich hat dieses Interview schon ein Gschmäckle. Ich hoffe natürlich auch das er bleibt, weil ich glaube das er ein toller Trainer ist, aber dieser Auftritt war unglücklich.

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  • Zuerstmal sehe ich das Statement von Köllner primär als Eigenschutz!
    Denn so sehr wir nun auch vom Aufstieg als Clubfans beschwippst sind, sollte auch uns als Fans klar sein, wie schwer es sein wird in Liga 1 nächste Saison zu bestehen.
    Wie oft wurde ein Hecking übelst beschossen wenn er mal eine Phase hatte, in der auch nach 3 oder mehr Spielen kein Punkt herauskam. Und Hecking hatte diese Ruhe, ja schon knallharte Ruhe die uns so oft gerettet hat. Das sollten wir uns bewusst machen.
    Jedes Jahr Liga 1 War schon damals ein Geschenk für Fans und dem Verein.
    Zuerstmal sollte Köllners Statement als klarer Gedanke gesehen werden, das wir extrem tief stapeln müssen.
    Was ist, wenn der Club tatsächlich hoffnungslos gen einem möglichen Abstieg taumelt?
    Bei uns wird alles am Trainer festgemacht, aber wir alle müssen uns Zuerstmal klar machen, das der Club finanziell ganz unten in Liga 1 Hauswirtschaften muss.
    Er schützt sich mir diesem Statement selber.
    Und er hat vollkommen recht!

    Vielleicht ist da auch die Hoffnung bei einem wieder möglichen Abstieg auch seinen Job weiter erhalten zu können.

    Ich finde Köllners Statement gut und auf realistischem Boden.

    Ich hoffe im Hinblick auf die nächste Saison, daß er in Ruhe arbeiten kann.
    Der indirekte Aufruf zur Ruhe von Köllner sollte gehört werden und jeder Fan mal einen Gang zurückschalten wenn es mal nicht klappt.
    Persönlich denke ich aber auch etwas, was ich die letzten Spiele sehen konnte:
    Dieser Mannschaftsgeist um Behrens und Co. sollte uns nicht bange werden lassen. Die Jungs können auch Liga 1.!

    Das Statement War keine Schwäche von Köllner, es War blanker Realismus. Wir müssen dem als Fans Tribut zollen. Punkt!
    Jetzt erstmal feiern!!

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  • Schade, dass Köllner scheinbar immer zuerst redet und dann denkt: mit seinen kontinuierlich mindestens ungeschickten Äußerungen zieht er seine eigene Leistung immer wieder runter.M.E. ist auch das ein Grund, warum er über weite Strecken vom Umfeld kritisch gesehen wurde.

    So kann man auch die aktuelle Aussage mit Sicherheit nicht erst nehmen:

    – natürlich wird er beim Club bleiben – oder hat er Angebote von Inter Mailand?
    – wo soll denn bitte die große Anspruchshaltung (nach 4 Jahren 2.Liga) beim Club-Umfeld sein? Weil man mit 8 Punkten Vorsprung auf 2 Aufsteiger seine Ziele revidiert und den Aufstieg anpeilt?
    – Auch in der kommenden Saison wird kaum jemand etwas anderes als Platz 15 oder sogar 16 als realistisches Ziel setzen. Und wenn diese Ziele in Gefahr sind, dann ist kein Trainer der Welt vor einer Demission sicher. So ist das Geschäft. es geht nicht um Einzelpersonen und nicht um Leistungen aus der Vergangenheit
    – warum wählt Köllner den jetzigen Zeitpunkt? So was streut man doch eher ein, wenn man keine Verstärkungen am Transfermarkt bekommt.

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    • Einem Oberpfälzer zu unterstellen, dass er spricht bevor er denkt, ist schon sehr böswillig und ahnungslos. Mancher Forist schreibt anscheinend bevor er denkt. Genau das macht eine miese Stimmung gegen unseren Erfolgstrainer und schwächt damit das ganze Team.
      Köllner macht darauf aufmerksam, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen sollte, und dass gerade in Nürnberg die Nerven sehr schnell blank liegen, was dann übereilte Trainerentlassungen zur Folge hat. Auch da denkt Köllner eine neue und nachhaltige Vereinskultur an, siehe Freiburg. Dort werden übrigens Selbstreflexionen eines jahrelangen Trainers Streich durchaus geschätzt.
      Diese ständige saisonbegleitende Genörgle von einigen Besserwissern an der Persönlichkeit, dem Verstand oder den Entscheidungen von Herrn Köllner sind und waren jedenfalls nicht förderlich, weder für unseren Club noch wenn ihm einmal von einem anderen Verein deutlich mehr Geld geboten wird. Und diese Angebote werden bei dieser ausgezeichneten Arbeit von Erfolgstrainer Köllner mit Sicherheit kommen, wenn sie nicht schon da sind.
      So ein kompetentes und auch über den Tellerrand und das Saisonende hinaussehende Arbeitstier kriegen wir so schnell nicht wieder. Lieber rasch sein Gehalt erhöhen und einen langfristigen Vertrag aushandeln!

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      • Wo sind denn die von Dir beschriebenen Selbstreflektionen? Es ist doch keine Selbstreflektion, wenn ich den Finger hebe, dass man mich selbst nach 5 sieglosen Spielen nicht kritisieren darf. Genau das Gegenteil macht er damit. Es ist auch alles andere als selbstreflektiert, wenn man die ach so bösen Fans kritisiert bzw. beim ersten ausverkauften Spiel vorab ankündigt, wie brutal stark man bei ausverkauften Spielen ist. Ich meine, dass seine gute Arbeit durch diese Art der unausgereiftere Aussendarstellung von ihm selber schlecht verkauft wird. Was soll zudem die Pauschalisierung, dass „Oberpfälzer“ scheinbar immer denken bevor sie sprechen. Wenn das für Kölner zutreffen sollte, dann wäre die Konsequenz noch viel schlechter und irreparabler als nur die Reihenfolge von Denken und Sprechen zu verändern. Es ist m.E. demzufolge auch kein Zufall, dass Köllner von der Breite der Fans kritischer als Weiler, Oenning, etc, gesehen wird. Das „ständige saisonbegleitende Genörgele“ kam doch auch nicht aus heiterem Himmel, sondern als Reaktion auf o.g. und andere unüberlegte Aussagen von Köllner. Auch die Kritik am jeweiligen Status Quo nicht. Es war eine über weite Strecken zähe Rückrunde mit einem tollen Endspurt. Da ist doch temporäre Kritik völlig normal. Seine aktuellen Aussagen werte ich i.Ü. vor dem Hintergrund des Zeitpunkts als durchschaubaren Versuch eine vorzeitige Vertragsverlängerung zu erreichen. Geht eines Tages Köllner oder wird er gegangen, kommt der nächste Trainer. So ist das Geschäft. Und wir sind sicherlich nicht von ihm abhängig. Das hat nichts mit seiner Arbeit zu tun, aber alles Andere wäre ein Offenbarungseid des Vereins. Das hatten wir bei Bader schon einmal so.

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        • Es geht ja um die Art der Kritik. Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon gesagt habe, hat sich der Großteil der Kritik auch in den schwächeren Phasen in erster Linie an Köllners öffentlichem Auftreten aufgehängt und nur in zweiter Linie mit dem Sportlichen befasst.

          Wo du eine „über weite Strecken zähe Rückrunde“ mit lediglich einem tollen Endspurt gesehen haben willst, erschließt sich mir nicht. Wir haben in der Rückrunde nur 2 (!) Spiele verloren. In der Hinrunde waren es 5. Wir haben in der Hinrunde 32 Punkte geholt, in der Rückrunde werden es 28-31. Da sehe ich keine großen Unterschiede.
          Der Unterschied war in erster Linie, dass sich in der Hinrunde alles gleichmäßiger verteilte. Da gab es halt zwei kurze schwache Phasen, wo man jeweils drei Spiele in Folge nicht gewonnen hat. In der Rückrunde gab es nur eine, die war dafür ein bisschen länger. Aber das reichte offenbar schon, um, gepaart mit der Derbyniederlage, die gesamte Rückrunde als insgesamt schwach darzustellen.
          In den stärkeren Phasen konnten wir in der Rückrunde allerdings eine deutlich höhere Konstanz aufweisen. Aktuell sind wir seit 7 Spielen unbesiegt. Die ersten 6 Spiele der Rückrunde haben wir kein Spiel verloren. In der Hinrunde haben wir einmal 4 Spiele lang nicht verloren, und zweimal drei Spiele lang.

          Aber offenbar brennen sich etwas längere Schwächephasen bei manchen sehr viel mehr ins Gedächtnis ein, als lange Erfolgsphasen.

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          • Der Zusammenhang bzgl. der Kritik in der Rückrunde war doch Folgender: zum einen hat Köllner öffentlich keinen Teuchert-Ersatz benötigt, was sich als beinhaltet fataler Fehler herausgestellt hat. Es waren Spiele, wie u.a. Pauli, Bochum, Fürth, Dresden, Bielefeld, Darmstadt, in denen wir ausschließlich gegen den Ball gearbeitet haben und spielerisch überhaupt nichts zustande gebracht habe. Insofern fand ich die Rückrunde „zäh“. Weniger die Punktebilanz, als das wenig spielerische Moment (im Gegensatz zur Vorrunde mit Spielen in Braunschweig, Fürth, Darmstadt, 1.FCK). Dass und eben die Aussagen von Köllner, wie bei 8 Punkten Vorsprung gegenüber einem Aufsteiger zwischenzeitlich Platz 4 als Erfolg anzusehen, haben i.Ü. wohl auch für den trotz der Aufstiegschance bis zum Braunschweig-Heimspiel für Nürnberger Verhältnisse schwachen Zuschauerschnitt gesorgt.

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            • Worin hat sich denn die Einschätzung bezüglich Teuchert inhaltlich fatal bestätigt?Wir sind aufgestiegen-kann man schwarz auf weiß nachvollziehen.Und das dies mit Teuchert sicherlich mit 20 Punkten Vorsprung, oder wie, erfolgt wäre, kommt eher aus einer sehr positiven ( Über) Einschätzung des Spielers, als von einer realistischen Einschätzung der Lage.

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              • „Beinahe fatal“ bedeutet, dass wir erst in der Ishaklosen bzw. stürmer- und Alternativrouten Zeit mit einem Schmelzen des Vorsprungs von 8 auf 2 Punkten gegenüber einem Aufsteiger realisiert haben, dass wir ohne einen zweiten Stossstürmer (mit Zweitliganiveau) nur noch über Standards zu Toren kommen können. Sind wir froh, dass es anders gekommen ist. Es ging auch nicht um CT, sondern um die falsche Einschätzung, dass wir seine Tore und Vorlagen ersatzlos kompensieren können.

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            • Dir muß doch selber auffallen, daß es im Kern nicht um einen Ersatz für Teuchert ging. Teuchert war das Backup für Ishak und da muss bei der Suche dann der Maßstab angesetzt werden.

              Spätestens jetzt ist doch klar, warum Köllner öffentlich keinen Ersatz gebraucht hat.

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              • Der Punkt CT/Ishak interessiert mich hier eigentlich gar nicht. Es geht hier eher darum, warum ich die Rückrunde über weite Strecken „zäh“ fand und warum Köllner – auch von einigen hier im Forum – kritisch gesehen wurde.

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            • Und wenn wir den Maradona geholt hätten…oder den Nedved,der wollte angeblich schon immer zum Ruhmreichen…

              Ich habe gehofft das mit dem Aufstieg das unsägliche Thema CT durch wäre…immerhin haben wir ohne diesen Weltfussballer und ohne Ersatz die Saisonziele mehr als erreicht und sind aufgestiegen!!!

              Alternativ denke ich echt wir sollten den Nacht und Nebelverkauf von Eckes zu S04 nochmal diskutieren

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              • Der damalige Verkauf von Eckes beschäftigt mich heute noch deutlich mehr als der Verkauf von CT 😉

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  • Guten Morgen allerseits!
    Positiv ist mir der häufig zitierte Kommentar von Bornemann zu den Reflexionen Köllners aufgefallen. Er ordnet die Äußerungen deeskalierend ein und stärkt Köllner den Rücken. Gleichzeitig nimmt er etwas Dramatik raus, weil er des Trainers Gedanken als „legitim“ einordnet und damit normalisiert.
    Souverän kommuniziert, chapeau!
    Das zeigt mir, welch umsichtige und kompetente Führung der Club derzeit hat. Bornemann scheint der Richtige Ansprechpartner für eine komplexe, reflektierte aber auch sensible Persönlichkeit wie Köllner zu sein.

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  • Also in Sachen genörgele müsste Köllner dann doch der perfekte Trainer für uns sein, oder stört den Clubfan wenn andree Nörgeln, aber er selbst bobbert in einer Tour?

    Und wenn ich immer lese, das sei halt das Geschäft, ich sehe keinen Verein der durch häufige Trainerwechsel wirklich erfolgreich ist, auch die Ära Klopp in Dortmund begann mit Misserfolgen, zuerst wurde trotz Millioneninvestition in z.B. Hummels die EL nicht erreicht, dann die CL nicht erreicht, alles immer im Endspurt verspielt.

    Aber auch in Mainz hat Klopp zweimal den Aufstieg nicht geschafft, ähnliche Situation wie bei uns in dieser Saison, hätten wir die Kraft gehabt mit Köllner weiterzumachen? Mainz hatte sie und war erfolgreich. Jetzt kommt sicher wieder der Einwand, ja Mainz, die haben keine so glänzende Vergangenheit wie der Club, klar dass da andere Ansprüche herrschen. Nur Du schreibst doch selbst oben, dass Erfolge in der Vergangenheit nichts wert sind. Man muss sich dann schon entscheiden.

    Oder Freiburg, hat es Freiburg geschadet mit Finke zweimal und mit Streich einmal in die 2. Liga abzusteigen und trotzdem den Trainer zu behalten?

    Ein kleiner, finanzschwacher Verein wird immer mal absteigen, wenn er nicht den Vorteil hat, dass der Verein auch dann ruhig bleibt und weiterhin mittel- bis langfristig plant und vor allem die sportliche Leitung mittel- bis langfristig am Ruder bleibt und ihr Ding durchzeiht, dann hat er keine Chance, darauf weist Köllner hier sehr gut hin. Aber ich fürchte das fällt bei uns nicht auf fruchtbaren Boden.

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  • Es zeigt von unglaublicher Arroganz wenn Clubfans ihrem Trainer vorschreiben wollen was er wann wie zu sagen hat.
    Und damit geben sie denjenigen Recht, die Köllner warnen und darauf hinweisen, dass eine längerfristige Beschäftigung beim Club proportional die Chance erhöht, “ vom Hof gejagt zu werden“, sobald einmal die vollkommen erwartbare nächste Ergebniskrise mehr als 2 Niederlagen beträgt.

    Allerdings glaube ich nicht, dass sich Köllner von solchen Miesepetern beeinflussen lässt. Weit wichtiger ist ihm vermutlich der Rückhalt in der Führungsetage und dass der Kader in Zusammenarbeit mit Bornemann sinnvoll verstärkt wird, sodass er eine realistische Chance sieht, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu trainieren.

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  • Ich will hier auch nochmal die Medien erwähnen, ganz besonders ein Medium und zwar die Blöd.
    In anderen Städten wie Düsseldorf haben die Medien lokal mitgezogen und eine richtige Aufstiegsstimmung entfacht und Funkel auch als es nicht rund lief gestützt mit ihren Schlagzeilen .. Ab jetzt geben wir keinen Punkt mehr ab usw.
    Bei uns hingegen wurde speziell Köllner permanent von der Blöd ins schiefe Licht gerückt, „Will Köllner gar nicht aufsteigen“ u. „Bekommt Köllner die große Aufstiegsflatter“ usw.

    Speziell diese Zeitung hat gar nichts zum Aufstieg vielmehr zur positiven Stimmung beigetragen.
    Ganz im Gegenteil es war das Letzte an Schmierenjournalismus, was von diesen Herren im Blöd Büro Nürnberg gekommen ist und ein sehr merkwürdige Stimmung nach außen projeziert hat als man die Unterstützung im Umfeld dringend gebraucht hat.

    Auch heute wieder nachzulesen, „Club Profis rebellieren gegen Coach“ .. auch wenn sie im Artikel wieder die Kurve eines ansich banalen Vorgangs bekommen, es bleibt immer so ein klein wenig hängen.

    Dann entblöden sich diese Blöd Reporter noch nichtmal den Artikel auch noch fett damit zu beginnen.

    „Kaum in die Bundesliga aufgestiegen – schon hat Cheftrainer Michael Köllner (48) seine erste große Niederlage kassiert!“ .. man will sich das gar nicht ausmalen wenn es wirklich ernst wird nächste Saison.

    Ich glaube das sind auch die Gedanken, die sich Köllner momentan macht. Er ist sicher ein Mensch mit Ecken und Kanten, aber es ist der erfolgreichste Augenblick seit Jahren für den Verein, kann man nicht wenigstens dann dem Trainer auch ein wenig Respekt von Seiten der Journaillen entgegenbringen. Es ist immer nur diese eine Zeitung. Für mich ein einziges respektloses Schmierenblatt leider mit großer Reichweite. Speziell die Blöd Büro Zusammensetzung in Nürnberg.

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  • Bestimmt gab es unsachliche Kritik – die gibt es in so einem Massenmarkt immer, mir ist aber nirgends eine besondere Häufung aufgefallen, die sich direkt/ausschließlich an ihn richtete. Vielleicht ein bisschen nach dem verlorenen Derby, da gab es ja auch sachlich etwas zu diskutieren. Sollte er sich einzelne Ausreisser tatsächlich so zu Herzen nehmen, dürfte es schwer für ihn werden im Profifußball.
    Aber davon abgesehen hat er natürlich Recht: Die Chance, dass wir unten rein kommen und dann den Trainer tauschen ist natürlich nicht allzu gering. Was Mainz mit Schwarz gemacht hat, ist ja nun schon die Ausnahme. Ob er dann „vom Hof gejagt“ wird, oder anständig verabschiedet ist vielleicht auch nicht entscheidend. Nichtsdestotrotz wirkt sich ein solcher Wechsel auf die persönliche Karriere und auch den Lebensmittelpunkt aus. Da könnte er sich absichern, indem er sich auf die NLZ-Leitung beschränkt (freilich mit irgendeinem Einfluss auf die 1. Mannschaft).
    Plausibel sind für mich tatsächlich die strategischen Intentionen seiner AUssagen, Erwartungshaltung dämpfen, Subtil Verstärkungen einfordern und evtl. auch zukünftige Kritik zu verhindern oder abzuschwächen. Gerade letzteres ist das, was mir etwas Sorgen bereitet: SOnderlich kritikfähig hat er sich bisher für mich nicht gezeigt. Aber das sollte – freilich sachlich – schon erlaubt sein.

    Interessant auch, das der Mann „nicht vom Hof gejagt werden will“ – er selbst scheint ja da in der Vergangenheit in der aktiven Rolle nicht sonderlich zimperlich gewesen sein. Jedenfalls was man so hörte…

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    • Bestimmt gab es unsachliche Kritik – die gibt es in so einem Massenmarkt immer, mir ist aber nirgends eine besondere Häufung aufgefallen, die sich direkt/ausschließlich an ihn richtete.

      Ich empfehle da die Lektüre der Kommentare unter den Facebook-Postings von Köllner selbst.

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      • Achso, die Einträge sollte er vielleicht tatsächlich einfach lassen. Dieser Account ist an sich schon sehr mutig. Machen das mittlerweile viele Trainer? Gerade da taugt er für mich nicht als Pionier 😉

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    • Interessant auch, das der Mann „nicht vom Hof gejagt werden will“ – er selbst scheint ja da in der Vergangenheit in der aktiven Rolle nicht sonderlich zimperlich gewesen sein. Jedenfalls was man so hörte…

      Durchaus ein valider Punkt, den man mit in die Überlegungen einbeziehen kann. So eine Äußerung am Zenit des Schaffens stärkt natürlich auch die Hausmacht, denn gerade jetzt wird wohl kein Kritiker sich als der Buhmann zeigen wollen, der Köllner vertrieben hat.

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    • Im Forum von nordbayern.de gibt es einige Kandidaten, die sich nicht unbedingt mit sozialer Intelligenz schmücken. Diese äußerten die komplette Saison hindurch Kritik an MK, oftmals ausgeschmückt mit viel Häme und platter Unsachlichkeit. Selbst als der Club tollen Offensiv-Fußball zeigte und überraschend auf den Aufstiegsplatz landete, lag dies an allem und jeden, keinesfalls aber am „unfähigen Oberpfälzer“.

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      • Ja, die Diskussionen dort sind von alles andere als Sachlichkeit geprägt, auf TM und Facebook sind auch genug Deppen unterwegs und was im Glubbforum los ist, möchte ich erst gar nicht wissen…

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  • Ich sehe das ganze als Mix zwischen raffinierter EigenPR und wirklichem Nachdenken.

    Was mich immer stört sind pauschalisierungen wie „Den Oberpfälzer“, „Der Nürnberger“ das gibt`s doch gar nicht, alles heterogen und über viele Jahre zusammen gemixt.
    Ich verstehe meine Verwandschaft, nahe Fuchsmühl, manchmal auch nicht na und?

    Ich sehe Köllner schon als sehr geeignet und Er ist, wie hier schon geschrieben, schon ein guter Fährtenleser, davonjagen und so.
    Kann Er auch selber, wie schon bewiesen.

    Die Zeitung mit den 4 Buchstaben ist für mich total belanglos und der Einfluß, den die früher vielleicht mal kreieren konnten, haben die Printmedien sowieso nicht mehr.

    Aber in der Zeit um das Derby rum und danach, habe ich mich an der Causa Salli schon gefragt, auf welchem Trip Er da war?
    Das hat ja nun wirklich der letzte Sofafan, der selber nie Fussball gespielt hat, irgendwann gesehen, daß der Junge mit der zweiten Liga überfordert ist.

    Das hätte ich doch gerne mal aufgelöst, denn da dachte ich auch, diese historische Aufstiegschance kann man doch jetzt nicht so wegwerfen.
    Gott sei Dank fügte sich alles zum Guten und ich denke doch MK ist auch nächste Saison Trainer, ich warte auch seit den 80`ern auf einen Nürnberger Streich, Rehagel, Fink oder so.
    Vielleicht klappt das ja jetzt mal?

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  • Vergessen wir auch bitte nicht, Köllner hat sein erstes Jahr als Profitrainer absolviert in dem er übrigens sofort aufgestiegen ist und er ist sicher auch beeindruckt von der Wucht der Aufmerksamkeit und Mediendrucks besonders im heutigen Zeitalter in dem jedes Wort on time sofort über die Welt tickert schon bevor der Satz zuende gesprochen ist.
    Das wird in der 1. Bundesliga nochmal eine Steigerung und eine völlig andere Nummer. Ich meine Trainer sollten da auch von Fachleuten gut beraten werden. Aber wenn Köllner anfängt zu monologisieren, hört man ja schon in den PK Videos wie sich im Saal die Bleistifte spitzen.

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    • Da hast Du völlig recht. Umso mehr wundere ich mich, dass er unbeeindruckt medial weiter Vollgas gibt, im Zeitpunkt und Inhalt zumindest irritierend, und nicht einfach mal den Ball flachfällt und den Erfolg genießt.

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      • Was Schwarz zu trübtassig war, das ist Köllner wieder zu temperamentvoll. Es sind halt Fußballtrainer/Fachleute und keine Kommunikationswissenschaftler. 🙂

        Würde man eine Meßlatte anlegen wäre Schwarz für mich bei 1 und Verbeek bei 10 (schon ungesund), dazwischen würde ich Köllner etwa bei 7 einordnen, was das Temperament und die Leidenschaft angeht.

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        • Es ging doch weder bei Verbeek, noch Schwarz oder jetzt Köllner um „Temperament und Leidenschaft“, sondern primär um die Inhalte. Verbeek war genauso kompromisslos wie unpolitisch agierend. Schwartz hat die ganze Zeit gejammert und die Schuld im Schnee von gestern gesucht, Bei Köllner unbedachte Äußerungen („Platz 4“ etc.). Wohl niemand wäre böse, wenn er temperamentvoll nach der x.ten Fehlentscheidung gegen uns auch einmal Kritik gegen Schiedsrichter und DFL in die Reportermikrofone spricht. Und es ist nur verständlich, wenn ein junger Trainer auch medial eine Lernkurve benötigt – völlig klar. Dennoch muss er die halt auch annehmen und da schützt ihn kein Persönlichkeitszug, ob still oder laut.

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        • Du hast Weiler vergessen. 😉
          Ich bin mir ziemlich sicher, dass der wusste was er sagt oder nicht. Das war auch der einzige der zum Königsmörder getaugt hat.
          Schwarz und Köllner wären da an den Medien gescheitert.

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          • Es ging doch weder bei Verbeek, noch Schwarz oder jetzt Köllner um „Temperament und Leidenschaft“, sondern primär um die Inhalte.

            finde ich schon, dieses sich nicht verbiegen lassen oder ja nichts falsches sagen, dafür ist Köllner zu tempteramentvoll und zu direkt. Seine PK Monologe haben es oftmals schon in sich und liefern eben auch Stoff, der ihm mal so und mal so ausgelegt wird. Vor allem sein Selbstbewußtsein hat man das Gefühl paßt nicht jedem Medienvertreter.

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          • War Weiler nicht Kommunikationswissenschaftler oder sowas?

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  • Der bemerkenswerteste Trainer seit Hans Meier.
    Hoffentlich bleibt er!

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    • Volle Zustimmung

      Einfach mal über Jahre was aufbauen auch wenn wir ggf wieder absteigen

      Nur bitte bitte nicht wieder rauswerfen mit dem Argument man wolle alles versuchen

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      • Unvergessen, für den Jugendtrainer von Liechtenstein Ablöse zu zahlen. Unglaublich. Das war ein Prinz.
        Weiler hat immer noch keinen Job. Kaum verständlich für mich. Möglicherweise ist er aber immer noch im selbstgewählten Pausenmodus. Sein Rauswurf bei Anderlecht war auch eine ganz seltsame Nummer: Da haben die ihren wichtigsten Spieler verkauft und dachten, das würde dann ein Selbstläufer.

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  • Ich kann Köllner vollkommen verstehen und finde seine Äußerungen geradezu erfrischend. Immer wieder bin ich selbst als Clubfan seit den siebziger Jahren fassungslos über die vollkommen überzogenen Erwartungen von Fans und Umfeld.

    Auch in dieser Saison ging es unfassbar schnell. Ich sehe alle Spiele, in der Regel in Kneipen. Zuerst war die einhellige Meinung Ishak sei ein kompletter Fehleinkauf und unfähig auch nur ein Tor zu schießen. Dann plötzlich hat man in Ishak quasi den legitimen Nachfolger von Zlatan erkannt.

    Nach den 5 Spielen ohne Sieg wurden wildeste Untergangsszenarien beschworen, Köllner die Reife abgesprochen, die ganze Mannschaft als unfähig bezeichnet mit Druck umzugehen.

    Ein paar Wochen später ist es plötzlich wieder die erfolgsversprechendste junge Mannschaft die der Club je hatte, mindestens. Und Köllner der Wundermann aus der Oberpfalz. Das ist alles einfach nur krank. Diese Ausschläge sind vollkommen wahnsinnig und das war schon immer so. Ich weiss nicht wies bei anderen Vereinen ist, weil mich die nicht interessieren, aber beim Club wars schon immer so und es hat mich schon immer geärgert. Nicht einfach nur so, sondern weil ich überzeugt bin dass genau diese überzogene Erwartungshaltung die hinter diesen Extremen steckt, verantwortlich für das ständige Auf und Ab ist.

    Das zweite ist die komplette Fehleinschätzung des Vereins selbst. Ich lebe seit über 20 Jahren in Berlin. Von hier aus betrachtet ist Nürnberg irgendne Kleinstadt irgendwo im Süden. Keiner weiß so recht wo. Und stimmt, da wird auch Fussball gespielt. Und irgendwann vor Urzeiten, als es noch keine Fernseher gab waren die auch mal deutscher Meister. Ganz sympathisch eigentlich. So ein alter Traditionsverein. So oder ähnlich ist der Blick.

    Das ist nicht meine Meinung. Der Club ist für mich der geilste Verein der Welt. Aber für nen Eintracht Anhänger ist die Eintracht der geilste Club der der Welt, für nen Kaiserslautern Anhänger ist usw usf
    Immer so zu tun als ob gerade wir quasi ein Geburtsanrecht auf einen Platz in der Bundesliga hätten weil wir eben der ruhmreiche Club sind, diese Haltung spür ich schon sehr stark bei vielen und sorry, aber die ist komplett unberechtigt. Ich könnte jetzt ne Rienliste aufmachen von Vereinen deren Anhänger genau der gleichen Meinung sind und die irgendwo herumdümpeln.

    Mir fehlt ganz entschieden ein bisschen mehr Demut. Wenn wir in der Bundesliga spielen, dann müssen die Verantwortlichen sehr sehr viel richtig machen und überdurchschnittlich gut arbeiten. Das ist eben nicht der Normalzustand, sondern die Ausnahem. Die einzige Chance für den Club nachhaltig in der Liga zu bleiben ist Unaufgeregtheit und Kontinuität. Weil wenn sich in der Fußballwelt ein Erfolgsrezept über die Jahrzehnte herauskristallisiert hat, dann ist es genau das.

    Ich schwärme immer noch vom Verbeek Fussball in der Abstiegssaison und wer weiß, hätte man an ihm festgehalten, wäre man vielleicht auch runter aber eine Saison später wieder hoch. Er hatte klar geäußert als Trainer durch die 2.Liga zu gehen. Stattdessen Panik, Durcheinander und wenn dann die Spieler das sinkende Schiff verlassen braucht man sich verdammt nochmal auch nicht beklagen. Ein Verein der immer wieder domonstriert hat, dass er kein Stehvermögen hat Entscheidungen durchzuziehen, hat auch kein Vertrauen verdient – ich sprech da jetzt natrülich von der Managementebene.

    Was mir allerdings Hoffnung macht ist die Tatsache dass ich seit Bornemann und Meeske am Ruder sind zum ersten Mal vielleicht seit immer das Gefühl habe, dass die wirklich in der Lage sind auch Stürmen zu trotzen und eine realistische Vision verfolgen. Allerdings, weil die Medien inkompetent und bouelevardesk sind wie sie sind (Ausnahmen bestätigen die Regel) möchte ich nicht meine Hand ins Feuer legen was wirklich passiert wenn der Druck steigt. Auf die Demut und Geduld der Fans würde ich nicht setzen.

    Deshalb versteh ich Köllners Aussage und hoffe dennoch dass er bleibt und sich dem aussetzt.

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    • Dem Dreegbaidl sei ein Boggler erwidert:

      „Fraläää!“

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  • Mich persönlich stimmt der Zeitpunkt der Aussage auch mehr als fragwürdig. Der Inhalt allerdings zeigt für mich das er diesen Verein „liebt“ und sich hier sehr wohlfühlt und das er mit mächtig Ehrgeiz bei der Sache ist. Ausserdem hat er die Situation mal wieder analytisch bestens erkannt und bewertet.
    Nichtsdestotrotz würde ich empfehlen das Bornemann regeln zu lassen, denn dessen Kompetenz hat sich diese Saison mehr wie eindrücklich gezeigt und mir fällt ein Stein vom Herzen und bin sehr stolz das wir so eine kompetente Führung haben, sowohl sportlich als auch im Bereich Finanzen.

    @Michl K.: Falls du das hier lesen solltest, keep cool, trink a guts frängisches und nimm dir den gemeinen Glubfan net immer so zu Herzen, sondern wenn der Mob wütet, machs wie Merkel, dreh dich rum, klatsche, freu dich und sag ganz laut: Seht Ihr, die stehn alle hinter mir 😛

    Ansonsten mal ein Kompliment an alle Forenschreiberlinge hier. Sehr interessant, sachlich und fair, und zwar jeder Einzelne hier. Chapeau!

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  • An diesem Sonntag war der Himmel ein wenig wärmer und die Sonne schien etwas heller …
    Das ahnten wir aber noch nicht. 7.22 Abfahrt Hamburg. Im Gepäck den neunjährigen Sohn. Mannheim, ein für ihn Lichtjahre entfernter wie unbekannter Ort. Dort den Regio verpasst, aber ein einzelner Recke in rotem Trikot mit Oli hinten drauf, murmelte was von Gleis 10 und halb. Fragende Augen meines Nachwuchs. Hatte ich nicht was von treuen Fans und irren Gewimmel erzählt? Er zählte durch und kam auf vier ruhmreiche Anhänger. In Heidelberg waren wir bereits 19 und als wir in St. Ilgen-Sandhausen ausstiegen hörten wir bei 56 auf zu zählen. Einer hat mich abgeklatscht und der sah aus wie ein cooler harter Rocker, lacht mein Sohnemann.
    Ein Dorf fieberte bei 27 Grad im Schatten und viele glückliche, erhitzte Gesichter. Friedlich beinahe allesamt und ich spüre, wie alle das fühlten, was ich insgeheim dachte. Wird es wieder Drama? Wird es wieder schief gehen, bei all der Zuversicht nach den letzten Wochen? Nein – irgendwann lag dieses verschlafene, friedliche Nest doch so weit weg von Sodom und Gomorra, den üblichen Tränen und Tiefschlägen, die wir alle kennen. Mein Bauch zog trotzdem. Doch da zog mein Kleiner freudestrahlend am Ärmel. Sie waren da. Alle. Ein Meer aus roten Trikots und noch viel mehr sollten bereits drei der vier Tribünen drinnen bevölkern. Wir in der Schlange vor dem kleinen Viereck am Hardtwald – kleine Witzchen um die Angst zu verscheuchen, Europokalgesänge und das übliche Gefrotzel. Keine Hipster, die mal kurz Event machen. Sondern viele, die den FCN tief in ihren Träumen und Herzen fest verankert haben. Neben mir ein einzelner SVS Rentner aus Heidelberg, der über die vielen Familien in Rot Schwarz staunte und auf einen Punkt hoffte. Und da war sie endlich diese Magie, dieser Zauber und diese Wucht, die ich seit Jahren meinem Kleinen aus der Ferne in Hamburg zu erklären versuchte. Schalke, Rapid Wien, alle waren Sie da. Ja, auch die Grobschlächtigen und die Herzinfarktgefährdeten, aber wie in einer Familie gehören auch die „Schwierigen“ dazu. Dann kam diese Minute, knapp über 30. Herr Hanno hielt den Kopf hin und diesen glückseligen Schrei werde ich mitnehmen egal wohin. Was danach kam, war überwältigend und auch mein Kleiner ahnte, das hier Besonderes vonstatten ging. Er zupfte mich am Ärmel und deutete zaghaft nach hinten links oben. Dort stand der coole Rocker mit den Muskeln und der Kutte. Und weinte … hemmungslos zitternd stand der Hüne da und wischte sich mit dem Clubschal die Tränen aus dem Gesicht. Er war nicht der Einzige an diesem einzigartigen Sonntag im Mai an diesem Fleckchen Glück tief im Süden meines Herzens …
    Nächste Woche Abfahrt Sonntag 8.27 Hamburg Hbf – Max Morlock Stadion …
    Wir freuen uns und ich könnte wetten, da gibts noch einige andere mehr ….

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    • wunderbar, Heidenreich, Danke.
      Komm doch mal ins KöPiEck in Wandsbek, da kann der Kurze noch ein paar rotschwarze Kutten sehen und man kann es mit der U-Bahn erreichen. 🙂

      Gibts das Noah am Teich noch? Soll das der offizielle Treffpunkt für willige CU-ler sein?

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      • Das Noah gibt es noch. Treffpunkt der CU-Live-Truppe ist inzwischen der Bierstand 2 (links vom Haupt- Treppenaufgang zur ARENA).
        Ich selbst habe schon letzten Montag nach dem Braunschweig-Spiel auusgiebig den Aufstieg gefeiert und kann am Sonntag leider nicht vor Ort sein – trage stattdessen die Club-Farben in die Normandie.
        Und mit einem weiteren (fußballerischen) Hamburg-Besuch wird es ja wohl bis auf weiteres erst mal nichts. Herzliche Grüße aus Würzburg.

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        • was aber nur an den hier heimischen Vereinen liegt, hoffe ich. Vlt wirds ja doch Kiel vs Club im Volxparkstadion…
          Allerdings böte sich Bremen an, schickes Stadion, Stadt und Umland immer eine Reise wert und dem Vernehmen nach gibt es auch dort CU-Support.
          Und den Präse dort könnte man nochmal zu Abstieg No 5 (oder wars der 6.?) befragen.

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  • Ich lach mich schlapp! Die Story mit den Halbjahresdauerkarten von Sandhausen habe wenigstens ich an die Arnd Zeigler Redaktion geschickt! Und dann kommt das tatsächlich als Redebeitrag an! 🙂

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    • Und wenn wir uns das nächste Mal treffen, will ich Dir gerne verraten, wer dafür gesorgt hat. Die Sendung wird schließlich in Bremen produziert. 😉
      Ansonsten frag mal den Kollegen KUZ am kommenden Sonntag und lass Dir unseren SMS-Verkehr zeigen…

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  • Danke!!! Da bekommt man direkt schon wieder feuchte Augen beim Lesen.

    Zu MK – jeder Mensch geht anders mit Kritik um, an manchen prallt sie ab andere nehmen sich diese zu Herzen. Ich bin mir sicher, dass MK mit ernsthafter, nüchtern vorgetragener Kritik – ohne Polemik, Beleidigungen und Schlimmeren, sehr gut umgehen kann. Ich bin mir allerdings auch sicher, dass er im Laufe dieser Saison vieles, lesen und hören musste, was weit über das für ihn erträgliche Maß hinausging. Mag sein, dass der ein oder andere gestandene und erfahrene Trainer diese Art von Äußerungen ignorieren kann. MK ist aber offensichtlich in vielen Lebensbereichen eher konservativ eingestellt.

    Er hat in dieser Saison ALLES gegeben was er hatte und DAS verdient Respekt, insbesondere vor dem
    Hintergrund des nun erzielten Ergebnisses. Diesen Respekt und sei es nur in Form eines normalen Umgangstones erwartet er, zu Recht. Es hat wohl zahlreiche, emotionale Verletzungen gegeben, das
    konnte man immer wieder zwischen den Zeilen lesen/hören. Er ist eben ein Mensch der so etwas nicht so leicht
    vergibt und vergisst und sich dadurch die Frage stellt wie das wohl in der (schwierigeren) Zukunft werden mag. Auch dazu hat er jedes Recht!

    Auch ist mir völlig unklar, warum ein Teil der Anhängerschaft nicht erkennen mag, dass wir mit dem
    aktuellen Personalstamm in seiner sachlichen Bescheidenheit gepaart mit gesundem Realismus, die besten
    Voraussetzungen seit Jahren für einen vernünftigen Aufbau haben.

    An all die Köllner Kritiker (und um die Worte des hlg. Michael R. zu gebrauchen) „bewahrt Ruhe und Anstand!“, vor allem aber fragt euch selbst, ob Ihr an eurem Arbeitsplatz mit z.T. bodenlosen Aussagen konfrontiert werden möchtet, welche Ihr MK aus der Annonymität des Netzes heraus, serviert habt.

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  • Michael Köllner hat den Vertrag gegen Ende letzter Saison unterschrieben. Diese Verpflichtung dem Verein gegenüber besteht mindestens noch für eine weitere Spielzeit, und er sollte die grundsätzlich auch einhalten. Seine öffentliche Äußerung halte ich angesichts seiner Vertragssituation für unangemessen und wenig professionell.

    Sollte er sich aus den genannten persönlichen Gründen, die ich durchaus nachvollziehen kann, für legitim halte, nicht in der Lage sehen den Job zu machen, dann sollte er, wie es sich gehört, zunächst seinen Vorgesetzten über seine Zweifel informieren, sich seinen Kopf machen, zeitnah entscheiden und falls er nicht möchte um eine Vertragsauflösung bitten. Dann erst sollte die Öffentlichkeit ins Spiel kommen.

    Das würde dem Herrn Bornemann die Möglichkeit geben, sich schnellstmöglich nach einem Nachfolger umzusehen. Nach dem Aufstieg, nachdem der Club überglücklicherweise wieder erstklassig ist, sollte da einer zu finden sei; einer, der Köllner ersetzen kann. Vielleicht sogar mehr als das. Wohl und Wehe des Vereins hängen nicht von ihm ab. Da gab’s auch noch andere Verantwortliche, die den Erfolg verantworten, das Trainerteam und vor allem die Mannschaft.

    Er beklagt sich zurecht über Medien, über Öffentlichkeit, die zu oft respektlos wird, stellt dann aber gleichzeitig mit unbedachten Anmerkungen Öffentlichkeit über Privates her. Öffentliche Äußerungen, die darüber hinaus den Verein in den nächsten Wochen, in einer medialen Sauregurkenzeit, in eine Trainerdiskussion stürzen, die angesichts des großen sportlichen Erfolg so überflüssig ist wie ein ziemlich großer Kropf.

    Ist länger her, vielleicht zwanzig Jahre. Ich hab‘ mir American Football angeschaut. College. Endspiel. National Championship. Wer gegen wen, das habe ich vergessen. Der Head Coach der Gewinner, mehr als siebzig Jahre alt, wurde interviewed. Unmittelbar nach dem Schlußpfiff. Es ging darum was ihm der Titel persönlich bedeute. Er sagte sinngemäß: „Das ist nicht mein Erfolg. Das ist auch nicht der Erfolg meines Trainerstabs. Das hier ist einzig und allein der Erfolg der Mannschaft, es sind die Momente der Mannschaft.“ Ende des Interviews. Sehr bescheiden. Sehr zurückhaltend. Sehr respektvoll. Vorbildlich.

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  • und exakt das hat MK Sonntag Nacht gesagt, auf der Tribüne des Vereinsgeländes – es war die Leistung der Mannschaft!

    Mit Sicherheit gibt es bessere und erfahrenere Trainer als MK, ob diese zum Club wollen steht auf einem anderen Blatt, was diese kosten ist ein weiterer Aspekt.

    Ich bin mir aber recht sicher, bzgl. der weiteren Entwicklung der aktuellen Mannschaft, insbesondere bei den jungen Spielern, wäre ein Abgang von MK nicht besonders zielführend.

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    • Es geht in meinem Post nicht darum, was ich von Michael Köllner als Coach halte. Der Erfolg gibt im Recht. Falls unser Übungsleiter jedoch aus genannten Gründen, die ich für legitim halte, nicht mehr weitermachen möchte, wird sich Andreas Bornemann nach einem Nachfolger umschauen müssen. Nicht weil Bornemann das möchte, sondern weil Coach Köllner dann das Handtuch werfen würde. Von sich aus.

      Mit seinen öffentlichen Äußerungen über sein weiteres Schaffen beim Club thematisiert er sein persönliches, sportliches Schicksal, schreibt mittelbar Schlagzeilen, und wir diskutieren über Tage mehr oder weniger fröhlich, ob er denn bleiben oder gehen solle. Solches Verhalten würde ich nicht als zurückhaltend beschreiben. Zurückhaltung wäre aber meiner Ansicht nach, die Gründe habe ich weiter oben ausführlichst beschrieben, angebracht.

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      • Es liegt doch auf der Hand. MK hat die Erwartungshaltung runtergeschraubt und zwar mitten im Erfolg. Er hat sich vor die Mannschaft gestellt, versucht den Druck rauszunehmen. Ging es bisher eher von Sieg zu Sieg wird das real gesehen nächste Saison ein ganz anderes Gesamtbild.

        Ich finde ihn authentisch, nicht abgehoben, clever und professionell. Und by the way. Er ist niemanden was schuldig und kann klar definieren was er mit seiner Lebenszeit macht. Daran ändern auch Verträge nichts, die sind dafür da finanziell zu regulieren wenn sich Veränderungen ergeben.

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  • As Olläwichdigsde is a gschaida (d.h. °guter° in diesem Kontext!) Drähna und su än hammer scho. Iiech maan sugoar, dass es goar känn Besseränn fiern Glubb ols wey in Kellna gibdd!

    Ich finde, er hat sehr vieles richtig gemacht und mehr kann man von niemanden erwarten, auch nicht in der Bundesliga. Es ist ganz stark, was er, Behrens, Leibold, etc. abgeliefert haben. Macht weiter so, Leute!

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  • Könnte bitte jemand das Wort „Relegation“ neben dem Punktdruckmesser entfernen.
    Nur so.
    Hat ästhetische Gründe.

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  • Mich verwundert der grüne Pfeil total.
    Was muss jetzt noch alles passieren, damit der nicht mehr schräg, sondern steil nach oben zeigt?

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    • Wenns nix zu meckern gibt, dann sucht sich der Clubfan was zu meckern. 🙂
      @Malermeister aus Ansbach in Dödelstadt: Nimm mal den Meckeropa-Titel von mir weg. Ich bin total zufrieden.

      Übrigens: Sechs CUler sind am Sonntag ab 12 Uhr im LBP in der Sterzinger Straße. Wir tragen alle lila Zylinder und haben einen der offiziellen Silly Walks vom Ministerium drauf oder so.

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    • Die Felge holen und Zweitliga Meister werden. Trotzdem schaudert es immer noch bei dem Begriff. Zweitligameister klingt ein bisschen wie die kleine Schwester von…trotzdem die Radkappe holen wir auch noch, reicht ja schon 1 Punkt.

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