U21 beendet Saison mit 1:3-Niederlage #FCN II

Zum Schluss der Saison 2017/18 verliert der FCN II mit 1:3 (0:1) gegen den TSV Buchbach. Zehn Spieler wurden verabschiedet.
Reiner Geyer hatte schon vor dem Spiel ironisiert und angekündigt, dass die Verabschiedung aller Spieler den Anpfif womöglich bis 14:30 herauszögern würde. Ganz so lange dauerte es nicht, aber eine Menge Spieler sagten dennoch auf Wiedersehen. Immerhin zehn Spieler aus dem Kader der U21 wurden von den Verantwortlichen an diesem Nachmittag in die weite Fußballwelt entlassen: David Domej, Manuel Feil, Philipp Hercher, Jonas Hofmann, Andereas Knipfer, Johannes Kreidl, Maximilian Krauß, Cihangir Özlokman, Julian Scheffler und Christoph Wallner. Es gehen damit rigoros alle Spieler, die vor dem 1. Mai 2018 21 Jahre oder älter waren.

Dass es dabei mit Krauß und Hofmann auch zwei Spieler trifft, die monatelang bei den Profis mittrainiert haben und dabei sogar eigene Trikotnummern erhalten haben, überrascht auf den ersten Blick. Wahrscheinlich sind die beiden aber einfach nur „Opfer“ des Aufstiegs geworden, da der Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga einfach als zu groß erachtet wird. Besonders bei Jonas Hofmann, der stets menschliches und spielerisches Aushängeschild der U21 war und seit 13 Jahren im Verein war, tut der Abschied allen Beteiligten, inklusive dem Autor dieser Zeilen, durchaus weh. Dass Krauß und Hofmann im deutschen Profifußball, also in Liga Zwei oder Drei unterkommen, gilt allerdings als recht wahrscheinlich. Ähnlich wahrscheinlich ist dies auch für Johannes Kreidl, der in dieser Saison mehrfach als Ersatztorwart Teil des 18er Kaders bei den Profis war, Manuel Feil, bei dem es schon in der Winterpause Gerüchte über Interesse von Zweit- und Drittligisten gab, und Philipp Hercher, der als einziger in der Auflistung schon Einsätze im Profifußball aufzuweisen hat (3 Spiele/26 Minuten für den FCN unter René Weiler 2015 und 2016, 7 Spiele/195 Minuten für den VfR Aalen in der Dritten Liga 2017).

Im letzten Spiel durften dann von den zehn Spielern, die gehen, mit Feil, Hercher, Hofmann, Krauß und Knipfer, sowie dem eingewechselten Özlokman auch sechs Akteure auf den Platz: Wallner und Domej fielen verletzt aus, Scheffler saß 90 Minuten auf der Bank, Kreidl trainierte am Nebenplatz mit den Profis. Der Club II erspielte sich in den neunzig Minuten eine Reihe an guten Chancen, die er aber – bis auf eine in der 89. Minute – allesamt vergab. Man merkte gerade den Abgängen an, dass sie es noch einmal beweisen wollten, allein die Chancenverwertung stand dem FCN im Weg. Darauf zielten nach dem Spiel auch die Fazite der Trainer ab, die beide die spielerische Überlegenheit des FCN in den Vordergrund stellten. Da am Ende im Fußball aber die Tore zählen und nicht Feldüberlegenheit, traten die Gäste aus Oberbayern die Heimreise als Sieger an. Zwei Konter in der zweiten Halbzeit und ein gelungener Flügelangriff vor der Pause genügten, um drei Tore aus vier Chancen zu machen. Trainer Anton Bobenstetter meinte nach dem Spiel sogar, dass er auf Grund des Spielverlaufs und der anstrengenden Wochen, in denen erst vor einer Woche der Klassenverbleib klar gemacht wurde, mit einem Remis hätte leben können. Stattdessen gewann der TSV mit 3:1 beim Club, der am Ende als Tabellenfünfter aus der Saison geht.

Der Club schließt die Saison damit im sechsten Jahr seit Gründung der Regionalliga Bayern zum sechsten Mal auf einem einstelligen Tabellenplatz ab. Wäre die eklatant schwache Schlussphase der Saison mit acht Niederlagen in elf Spielen nicht gewesen, man hätte womöglich ähnlich gut wie 2015/16 abschneiden können, als man die Saison als Dritter, nur einen Punkt hinter Aufsteiger Regensburg, beendete. Da aber nachdem die Planungen der Verantwortlichen in der Mannschaft angekommen waren, die Leistungen deutlich schwächer wurden, schloss man die Saison doch 28 Punkte hinter Meister 1860 München ab. Dieser hält nun das Schicksal der Relegationsteilnehmer in der Hand. Steigen die Löwen auf, retten sich zwei Teams aus der Relegation zwischen den beiden Zweiten der Bayernligen und den Dritt- und Viertletzten der Regionalliga Bayern. Scheitert Sechzig an Saarbrücken, bleibt nur ein Team viertklassig. Wer Dritt- und Viertletzter ist, steht im Übrigen, obwohl die Saison beendet ist, noch nicht fest: Steigt die SpVgg Greuther Fürth morgen aus der Zweiten Bundesliga ab, wird die Zweitvertretung des Kleeblatts auf den letzten Platz der Regionalliga Bayern gesetzt: Zwischen Erst- und Zweitvertretung eines Drittligisten müssen mindestens zwei Spielklassen liegen.

1. FC Nürnberg II (3-4-3): Vasilj – J. Hofmann, Eder, Pex – Knipfer, Heußer, Rhein, Hercher (68. Boesen) – Krauß, Engelhardt (78. Özlokman), Feil (62. Harlaß) – Trainer: Geyer

TSV Buchbach (4-4-2): Weber – Moser, Maier (90. Hain), Drum, Büch – Sassmann, Petrovic, Walleth, Bauer (88. Maus) – Breu, Denk (75. Drofa) – Trainer: Bobenstetter

SR: Roman Potemkin (SV Friesen)
Zuschauer: 160 (Max-Morlock-Platz, Sportpark Valznerweiher)
Tore: 0:1 Petrovic (24.), 0:2 Bauer (53.), 0:3 Drofa (86.), 1:3 Harlaß (89.)

Gelbe Karten: keine

8 Gedanken zu „U21 beendet Saison mit 1:3-Niederlage #FCN II

  • Danke für den interessanten Bericht. Ist nachvollziehbar, daß die Leistung nachließ als klar wurde, wieviele gehen müssen. D.h. aber wahrscheinlich, daß einige frei gewordene Plätze durch Spieler aus der U19 (oder auch U17?) ersetzt werden?
    Ich wünsch den Spielern viel Erfolg und Gesundheit in ihrer weiteren Karriere.

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    • Wahrscheinlich wird ungefähr 50/50 aufgefüllt, also die freien Kaderplätze zur Hälfte von Außen und zur Hälfte aus der U19. Wer das genau ist, stand gestern aber noch nicht fest, meinte Geyer. Die Liste der Abgänge aus der U21 ist wohl auch noch nicht vollständig, es sind nur die, die auf Grund der selbst auferlegten Altersgrenze eh gehen müssen.

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  • Die Annahme der Club-Verantwortlichen, dass der Sprung von der Regionalliga zur Ersten BuLi zu groß ist, klingt nachvollziehbar. Was würde dies für eine Zukunft des FCN bedeuten, würde der Club dauerhaft Erstligist bleiben? Würde dann eine U21 überhaupt noch Sinn ergeben?

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    • Ich meine eine U21 gibt immer Sinn zum einen für Rekonvaleszenten aus der Profi Mannschaft wieder Wettkampfhärte zu erlangen und zum anderen für Talente aus der U19 für die der Sprung in den Profikader noch zu groß ist. Zudem hat Köllner ja bewiesen was er aus der U21 alles geschöpft hat seit er Trainer ist. Er hat den Mut junge Ausnahme Spieler einzubauen.

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      • Eine U21 macht in jedem Fall Sinn. Man muss sich vorstellen, dass die Jungs im Grunde seit der E jugend immer nur unter sich in gleicher Altersklasse gekickt haben. In der Regionalliga spielst du auch mal gegen geballte Erfahrung, limitierte Spieler, die nie in einem NLZ waren, aber trotzdem Leistung bringen. Das ist eine ganz andere Erfahrung und die beste Vorbereitung für die Profis.

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  • Ich bitte untertänigst um einen Spieltagesthread! Möglichst fix!!

    11:10 Mit einer frühen U1 aus der verschlafenen, grün-weißen Hardhöhe am Hbf Nürnberg eingetroffen. Selbst dort weht die eine oder andere Clubfahne vom Balkon. Der zentrale Verkehrsknotenpunkt ist schon zum Viertel mit Schlachtenbummlern gefüllt. Drei kühle Flaschen Weltenburger gekauft. Ich warte auf Tom und den Klaus.

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  • 11:40 Uhr: Landbierparadies: Frauendorfer Hell und drei mit Bodaggnsallohd. Ein ganzer Bus Dödeldorfer Fans kommt mit in den Biergarten. Erste freundliche Frotzelein über die Bierpackungsgrößen wechseln den Besitzer.

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