Bundesliga 2018/19 – Ein Ausblick in Zahlen #FCN

Mit dem Relegationserfolg des VfL Wolfsburg stehen alle Gegner des FCN in der kommenden Spielzeit fest. Nach vier Jahren Absenz kehrt der Club in die Bundesliga zurück. Er tauscht genau wie beim Abstieg 2013/14 mit dem 1. FC Köln die Ligen. Dadurch, dass der Club die Liga wechselt und sich Wolfsburg über die Relegation gerettet hat, trifft der Club im kommenden Jahr nur auf zwei Gegner, gegen die er auch 2017/18 gespielt hat. Mitaufsteiger Düsseldorf und eben jene Wolfsburger, die im Pokal der Gegner waren. Nach neunzig Minuten stand es im Achtelfinale 0:0, nach 120 Minuten konnten sich die Niedersachsen aber durchsetzen.

Für Auswärtsfahrer bedeutet die neue Saison zwar viele attraktive, fußballhistorisch besetzte Spielorte, aber im Mittel weitere Wege. Ungefähr 11500 Kilometer legt der Club in der kommenden Saison zurück, also ungefähr die Strecke vom Valznerweiher bis nach Bali. Waren Hin- und Rückfahrt addiert in der abgelaufenen Saison im Median 634 Kilometer lang, sind es in diesem Jahr 812 Kilometer. Das liegt vor allem am Wegfallen der kurzen Reisen in der Region: Hatte man im Vorjahr mit Fürth, Ingolstadt und Regensburg gleich drei Vereine, deren Stadien innerhalb eines 100-Kilometer-Radius vom heimischen Max-Morlock-Stadions lagen, ist nun der kürzeste Weg die Fahrt nach Augsburg.

Die weiteste Fahrt geht in der Saison 2018/19 nach Bremen. Dies ist wiederum die kürzeste Reise zu einem am weitesten entfernten Auswärtsspiel seit der Regionalligasaison 1996/97. Damals waren die knapp 310 Kilometer nach Kassel der längste Auswärtstrip. Durch den Abstieg des HSV entfällt die obligatorische Hamburg-Fahrt als weiteste Reise in der Bundesliga. Erstmals seit 2003/04 spielt der Club also nicht in der Hansestadt, allerdings ging damals die weiteste Reise sogar noch weiter: Nach Lübeck. Bis zum Aufstieg von Holstein Kiel im letzten Jahr war die Fahrt nach Hamburg seit 2008/09 – als es nach Rostock ging – stets die weiteste Auswärtsreise gewesen.

Die Bilanzen des FCN gegen die meisten Gegner sind – der Rolle, die der Club in seinen insgesamt 32 Bundesligajahren oft spielte, entsprechend – negativ. Lediglich gegen Augsburg, Hertha BSC, Wolfsburg und Düsseldorf hat der FCN eine positive Bundesligabilanz. Nimmt man Spiele in Liga Zwei und DFB-Pokal hinzu, erweitern Mainz, und Freiburg die Liste, gegen Leipzig und Hannover hat der Club dann eine genau ausgeglichene Bilanz. Die schlechteste Bilanz hat der Club – und das ist keine Überraschung – gegen Bayern München: Mehr als 60% aller Bundesligaspiele gegen den aktuellen Deutschen Meister gingen verloren. Gefolgt werden die Bayern in dieser Kategorie vom SC Freiburg mit 56% Siegen gegen den FCN und Leverkusen sowie Dortmund mit je 50% gewonnenen Duellen.

Leipzig ist der einzige Verein gegen die der Club noch nie in einem Spiel in der 1. Bundesliga antrat. Die Sachsen sind neben Mitaufsteiger Düsseldorf die einzige Mannschaft, die in der Abstiegssaison des FCN 2013/14 nicht Bundesligist war. Durchaus ein Indiz dafür, wie sehr sich die Eliteklasse des deutschen Fußballs vom Rest abgeschottet hat und wie schwer es für den Club werden dürfte, die Liga zu halten.


Die Bundesliga 2018/19 aus Sicht des FCN

GegnerDistanzBilanz 2017/18Bilanz BundesligaBilanz Gesamt (seit 1963)
FC Augsburg149 kmkeine Spiele3-2-1; 4:2 Tore12-7-4; 29:20 Tore
FC Bayern München154 kmkeine Spiele11-12-37; 62:109 Tore12-13-43; 70:126 Tore
TSG Hoffenheim190 kmkeine Spiele3-3-4; 16:16 Tore3-3-5; 16:17 Tore
VfB Stuttgart207 kmkeine Spiele18-16-30; 71:107 Tore22-16-36; 80:126 Tore
Eintracht Frankfurt242 kmkeine Spiele14-19-23; 68:88 Tore17-22-27; 81:101 Tore
RB Leipzig271 kmkeine Spielekeine Spiele2-0-2; 7:6 Tore
FSV Mainz 05282 kmkeine Spiele4-4-8; 18:24 Tore16-8-14; 60:46 Tore
SC Freiburg383 kmkeine Spiele3-5-10; 20:29 Tore12-5-11; 43:29 Tore
Hertha BSC429 kmkeine Spiele14-5-13; 47:51 Tore17-8-14; 54:55 Tore
Bayer Leverkusen433 kmkeine Spiele12-13-25; 53:92 Tore14-13-26; 60:97 Tore
VfL Wolfsburg453 km0-0-1; 0:2 Tore10-8-6; 33:32 Tore10-11-9; 36:41 Tore
Borussia Dortmund455 kmkeine Spiele13-19-32; 68:109 Tore13-19-35; 72:117 Tore
Hannover 96474 kmkeine Spiele11-13-12; 56:58 Tore17-17-17; 81:80 Tore
Fortuna Düsseldorf476 km1-0-1; 4:3 Tore13-7-4; 50:36 Tore23-9-14; 84:65 Tore
Borussia Mönchengladbach487 kmkeine Spiele23-9-26; 72:86 Tore26-10-29; 81:99 Tore
FC Schalke 04505 kmkeine Spiele15-14-25; 55:79 Tore16-14-28; 63:89 Tore
Werder Bremen595 kmkeine Spiele16-17-29; 87:113 Tore17-17-29; 90:115 Tore

17 Gedanken zu „Bundesliga 2018/19 – Ein Ausblick in Zahlen #FCN

  • Wenn es um Zahlen geht, stellt sich die Frage des Etats. Kann da der FCN wenigstens mit Düdo mithalten oder ist er absolutes Schlusslicht?

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  • Laut Kicker Artikel vom 14.5. („Düsseldorf: Champions und Tote Hosen“) wird der Dödeldorfer Lizenzspieler-Etat von 11 Mio. € in der 2. Liga auf 30 Mio. € in der 1. Bundesliga aufgestockt.
    Über unseren Etat habe ich auf die schnelle, außer dem Bornemann Zitat
    „Was den Etat betrifft, werden wir uns ganz hinten einreihen müssen.“
    nichts konkretes gefunden.
    Vielleicht kann der Statistik-Flo da aushelfen?

    Danke für die Übersicht, die gerade für uns sporadische Auswärtsfahrer interessant ist. Eine Auswärtsfahrt nach SAPHeim ist bereits in der Projektierungsphase und wird, je nach Terminansetzung der Liga, wohl am wahrscheinlichsten stattfinden.

    Was machen wir mit den Eurosport-Terminen? Gibt es da schon Kneipen, die dann auch die Spiele live übertragen? Ist ein Keller in Baiersdorf dafür vorbereitet?

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  • Abdullahi aus Braunschweig soll im Fokus sein. Fände ich einen absolut genialen Transfer. Der hatte uns im Hinspiel beinahe aufgemischt, zum Glück gingen 2 hervorragende Schüsse knapp daneben!

    Schnell, robust, technisch stark, brandgefährlich, der Fernschuss ist eine Waffe.

    Meiner Meinung nach eine absolute Verstärkung, so einer fehlt auf den Außen.

    War jetzt im Saisonendspurt (auch gegen uns) verletzt. Auch ein Grund, warum Braunschweig offensiv nichts mehr auf die Reihe gebracht hat.

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  • Jetzt kann Petrak in der nächsten Saison versuchen, statt in 1,5h in nur 1h die Strecke Nürnberg-Prag zu schaffen.

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  • Petrak bleibt, ich finds gut. Der Torwarttrainer Fuchs geht zu den DFB Damen zurück. Interessant. Hoffentlich findet man jemanden, der v.a. die „moderne“ Komponente des Torwartspiels vermitteln kann. Kirschbaum und Bredlow sind super auf der Linie, aber in Sachen Lufthohheit und Passspiel/Abschläge weniger stark. Bin gespannt, wie da die Entwicklung weiter geht.
    Allmählich sollten wir hier im Blog mit den Spekulationen zum Bundesligakader beginnen. Wäre spannend zu sehen wer auf welchen Positionen Handlungsbedarf sieht. @redaktion: Ist dazu was geplant?

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  • Es sollten definitiv für beide Aussenverteidiger Backups kommen. Nix gegen den Laszlo, aber ob er für die 1.Liga schnell bzw. gut genug ist, bezweifle ich. Für Valentini haben wir ja auch keinen Backup. Oder irre ich da?
    Wie Kerk und Erras sich nach ihren Verletzungen präsentieren, weiß auch niemand genau. Wie schon mehrfach angesprochen, wäre Einer, der Killerpässe in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr spielen kann, extrem wichtig. Vorallem bei unserem Konterspiel ist noch gewaltig Luft nach oben. Das wird extrem wichtig für die erste Liga. Eventuell Stöger von Bochum? Gibt’s da schon was Neues?

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  • Hat der KSC im Winter auch den Burgstaller an Schalke verkauft?
    Eine späte Gerechtigkeit für Aue, denen in Darmstadt der Schiri die Partie ganz übel verpfiffen hat.

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  • Auch meinen Glückwunsch an Aue!
    Sie haben es verdient, drin zu bleiben!
    Die Schiris dürfen sich wirklich alles erlauben! Unglaublich!

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    • Die berühmten 40 Punkte reichten also auch hier doch noch zum Klassenerhalt. Verdientermaßen. War schon eine komische Zweitligasaison mit ihren nur 9 Punkten Differenz zwischen Rang 4 und 17.

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        • Zwischen 4 und 17 sogar nur -10 Tore Differenz. Und ein Letzter mit satten 35 Punkten. Hat es bestimmt auch noch nicht gegeben.

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