Staatsempfang für den 1. FC Nürnberg

Anläßlich des Aufstiegs des FCN lud Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zur Ehrung

Natürlich war es auch eine Inszenierung des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der bekanntlich seine Wurzeln in Franken hat, und natürlich ist keine Inszenierung gänzlich ohne politisches Kalkül zu verstehen. Dennoch durfte sich der Club anläßlich des in der abgelaufenen Saison erreichten Aufstiegs in die Bundesliga angesetzten Staatsempfang vor den Toren des Heimatministeriums (sperriger Name…) und im Schatten der Lorenzkirche freuen. Der bayerische Ministerpräsident hatte Mannschaft, Trainer, Funktionäre, Honorabilitäten und nicht zuletzt die Vorsitzenden der Offiziellen FCN-Fanclubs eingeladen. Dass diese Anerkennung sonst nur für Titel zu Teil wird, ist durchaus eine Erwähnung wert.

Man kann politisch über Markus Söder kontroverser Meinung sein, den Fan-Pathos anstimmen kann er in jedem Fall. Sei es in der Laudatio mit Betonung auf den großen Teamgeist (der jüngst den Weltmeistern in Russland gefehlt habe), sei es beim Intonieren von „Die Legende lebt“ oder dem Bekleben des bayerischen Staats-Porzellan-Löwen mit dem FCN-Logo – die Ansprache stimmte an diesem frühen Montag-Nachmittag im Juli mit Catering von Zieberleskäs bis Mini-Schäuferla für die geladenen Gäste. Auch der Verweis auf seine (vergeblichen) Versuche die Derby-Punkte per Ministerentscheid nach Nürnberg zu transferieren wurden positiv quittiert, wie auch der kleine Wink gen Stadt Nürnberg, man müsse sich nun auch mal über das Stadion unterhalten.

Die Übergabe des Club-Trikots mit der Nummer 18 an Söder war keine Hommage an Behrens sondern Reminiszenz an das Jahr des Aufstiegs und der Einsetzung von Söder als Ministerpräsident. Immerhin gab es keine ähnlichen Pannen wie bei der jüngstens Bayern-Trikot-Überreichung, statt dessen einen flotten Spruch ob des Auswärtstrikots („Kann man in Berlin sicher gut mal gebrauchen“).

Auch Aufsichtsratsvorsitzender Grethlein ließ es sich nicht nehmen das Wort zu ergreifen, mimte dabei aber den Mahner für Realismus und Defätisten, einen Liga-dominierenden FCN werde es nicht mehr geben. Hanno Behrens begnügte sich dagegen bei der Übergabe des signierten Mannschaftsfotos mit schalkhaften Optimismus, dass es in Sachen finanzieller Unterstützung durch den Freistaat vielleicht doch noch Chancen gäbe, quasi wenn Söder nur wolle.

Nach Ende des knapp einstündigen offiziellen Teils der Veranstaltung mischte sich Mannschaft und Vereinsverantwortliche noch volksnah unter die Menge, Markus Söder war da allerdings nicht mehr zu sehen. Die große Politik rief sicher wieder zum Dienst. Dem Club tat die zu Teil gewordene (auch mediale) Aufmerksamkeit sicher gut, sowohl was die öffentliche Wahrnehmung angeht, wie auch im Bestreben weitere Sponsoren anzuziehen. Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

46 Gedanken zu „Staatsempfang für den 1. FC Nürnberg

  • Danke für den Bericht.
    Scheint eine durchwegs gelungene Veranstaltung gewesen zu sein.
    Ich hab Söder´s Rede im Netz gehört und fand sie wirklich gut.
    Auf ähnliche Ehrungen dürfte der leidgeprüfte Clubfan ab jetzt wieder lange warten. Aufstieg sollte es nie mehr sein müssen, DFB-Pokal ist ein Glücksfall und die Zehnte …
    Allerdings, wenn man die WM sieht und verfolgen durfte, wie reihenweise die Favoriten versagten: wieso soll sowas in in Deutschland nicht auch mal wieder möglich werden. Und da der Club immer gut ist für Besonderheiten …

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    • Denke es ist sicher immer die Chance für kleinere Vereine mal den Pokal zu holen oder in den Europapokal zu kommen, ganz nach oben halte ich aber für kaum realistisch – selbst Leicester war ja dann doch kein wirklich „kleiner“ Verein in Sachen Budget wie der Club.

      In der Meisterschaft ist das Problem die Strecke. Über 34 Spieltage kann man die reine Materialüberlegenheit eigentlich nicht kompensieren. Da müsste dann schon wirklich alles zusammenkommen: Nahezu Verletzungsfreiheit, Traumstart, Euphoriewelle, Straucheln gleich mehrerer Top-Favoriten. Das ist über so eine Zeit der WM schon schwer genug, über ein Jahr fast unmöglich (ohne Rehhagel)

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  • Wir sollten den Ball ziemlich flach halten und uns über jeden Punkt freuen.
    Wenn am Ende der Saison ein Platz 15 erreicht wird, können wir mehr als zufrieden sein.

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  • Jetzt mal was anderes: Schon wieder 85€ für ein Trikot? Find ich ja ne Frechheit bei Produktions und Transportkosten im einstelligen €-Bereich.
    Gibts Möglichkeiten günstiger da ranzukommen? Ich bin doch keine Melkkuh.

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    • Club-Mitglieder erhalten immerhin 10 % Rabatt. Und spätestens seit der Senkung des jährlichen Mitgliedsbeitrags auf bundesweit günstige 60 EUR, spricht ohnehin nichts mehr gegen eine Mitgliedschaft beim FCN! Pflicht!

      Aber grundsätzlich gebe ich dir Recht, der Preis für ein Stückchen Kunstfaser ist sehr happig.

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    • Sehe ich genauso, deshalb hole ich mir seit letztem Jahr immer eines der Trikots (Heim, Auswärts, Ausweich) der letzten Generation, sobald diese durch die neuen ersetzt werden. Meist wird kurz darauf das alte Sortiment für -50% verkauft. Dieses Jahr gibt es wohl das Ausweichtrikot, nächstes Jahr im Sommer dann das jetzt erschienene Auswärtstrikot. Auch mit dem Rabatt sind das noch immer 50 Euro (mit Flock) für ein Stück Stoff! Mein Umbro Auswärtstrikot der ersten Generation ist von minderwertiger Qualität, nach 2x Waschen bereits offene Fasern, überhaupt keine gute Qualität. Entweder war das B-Ware oder ich hatte einfach Pech, die Standardqualität ist das hoffentlich nicht!

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      • Dank sehr langjähriger und auch umfangreicher Umbro-Erfahrung muss ich leider bestätigen, dass Umbro hinsichtlich der Qualität mit den Herzogenauracher Global Playern nicht mithalten kann.

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  • Ah, die Spielansetzungen sind da.
    Und der Club ist an den ersten sechs Spieltagen für keines der Topspiele am Samstag Abend vorgesehen.
    Das ist enttäuschend und sollte personelle Konsequenzen innerhalb der DFL nach sich ziehen.
    😉

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    • Hauptsache die Spiele liegen im Bereich der Sky-Senderechte. Dieser Schwachsinn, den das Kartellamt da verzapft hat (erzwungene Aufteilung der Senderechte) schadet den Zuschauern und macht alles noch idiotischer anstatt besser.

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  • Soll der Club den Staatsempfang mal genießen könnnte Seltenheitswert haben. Liegt aber eher an Söder, man kann Markus gar nicht absprechen daß er wirklich Clubfan ist, aber seine Umfragewerte rasen so in den Keller für die bevorstehende Landtagswahl und da versteht die CSU keinen Spaß, da tragen viele sogenannte Freunde den Dolch unter dem Gewand. Also Meisterschaftsehren halt ich für unrealistisch und „Wiederaufsteigen“ könnte der Club auch früstens in 2 Jahren 🙂
    Bis dahin ist der fränkische Landesvater für Bayern schon wieder Geschichte.

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  • Bin blind und finde den Supporter Login nicht mehr ….

    Zum Thema Staatsempfang:
    War zwar klar eine Wahlkampfveranstaltung, in wie weit die bei Clubfans zündet, kann ich nicht beurteil, meine Wahlentscheidung beeinflusst sie sicher nicht …. Aber man hat bei den Worten vom Magus klar gespürt, dass er a echter Clubberer ist.

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  • Zum Thema Stadion hier dann eher was dann ja quasi „Nostalgisches“ (Erstaunliches) noch zum MMS (kam grad über unsere OFCN-Whatsapp-Gruppe):

    Mir gefällt die Begründung (wenn recht verstanden, ist der kleine Erbauer Schalke-Fan?), das MMS dann daneben zu stellen

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  • Uiuiui da hoffe ich doch mal, dass Hanno da nichts geschrieben oder gesagt hat von wegen ‚mein verehrter Ministerpräsident‘, nicht dass das noch richtig Ärger gibt in Elmshorn und die entstehende Unruhe die Mission Ligaverteidigung gefährdet.

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  • Gratulation an die französische Mannschaft!

    Als Sieger bei der besten Weltmeisterschaft aller Zeiten ist die französische Mannschaft der Weltmeister unter den Weltmeistern.

    Allez les bleus!

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    • Naja, das Offiziellen-Geschwätz mal beiseite gelassen, sind Les Bleus absolut verdienter Weltmeister. Sehr cool, der Deschamps. Ich frag mich nur, warum ich nach dem 4-2 dauernd “Hannover” gedacht habe… Respekt Kroatien, jedesmal, wenn ich dachte “etz sind’s platt”, hams a Dörla gmachd.

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    • Schade, durch eine Schwalbe des offiziell „besten“ Spielers des Finales (….) mit einem unberechtigten Freistoß (Remember Hangover!) nahm das Unheil dann seinen Lauf und das fußballerisch wesentlich bessere Team gelangte auf die Verliererstraße. Die Kroaten teilen mit dem Club nicht nur dieselben Trikotfarben.

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      • Bei der „Schwalbe“ bin ich mir nicht sicher, aber die Marille nach dem Schlusspfiff war so butterweich wie der Freistoß vor dem 1-0. Fußballerisch besser war die Equipe: Wenn’s drauf ankommt zuschlagen, ansonsten abwarten. Aber Kroatien schon auch richtig gut. Und der Hand-Elfer war absolut berechtigt und karierte Club-Trikots brauchd ka Mensch 😜

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        • Zitat Markazero:

          „Und der Hand-Elfer war absolut berechtigt…“

          Stimmt.

          Dass dieser Elfmeter gepfiffen – nee, nicht gepfiffen, nach Videostudium im Nachhinein „verhängt“ – wurde, ist ein Sieg der Gerechtigkeit. Es ist ein Sieg der Gerechtigkeit, dass der Regelverstoß des kroatischen Spielers, dem der Ball im kroatischen Strafraum an die Hand prallte, nicht ungeahndet blieb.

          Ein dreifach Hoch auf den Videobeweis, der solche fiesen, hinterfotzigen Betrügereien – die Empörung der französischen Spieler angesichts dieser Unsportlichkeit ist mehr als begrüßenswert – gnadenlos aufdeckt!

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          • Kein Grund für Sarkasmus, der Elfer war wirklich berechtigt. Für mich ist nicht die Kürze der Distanz entscheidend, sondern die Handbewegung des Kroaten. Er geht mit der Hand klar zum Ball und hat sie dabei abgespreizt. Klar war das eine kurze Entfernung, aber nicht kurz genug, um nicht doch eine (Reflex-)Bewegung zu ermöglichen.

            Und eine Schwalbe war das auch nicht, zumindest ist Griezman deutlich ausgerutscht, also nicht absichtlich gefallen. Ob es noch einen Kontakt gab, weiß ich nicht, auf einer Einstellung hatte ich es sogar zu sehen geglaubt. Aber egal, man kann ihm vorwerfen, nichts gesagt zu haben (Schiri, das war nix), aber eine Schwalbe war es nicht.

            Wie auch immer, für mich ist Frankreich trotz allem ein verdienter Weltmeister. Insgesamt das reifste und abgezockteste Team im Turnier.

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            • „Kein Grund für Sarkasmus, der Elfer war wirklich berechtigt.“
              Ich meine auch, dass der Elfer vertretbar ist; ob er allerdings „berechtigt“ ist, weiß nur und ganz allein Perisic, denn letztlich geht es darum, ob eine Absicht vorliegt oder nicht. (Regel 12, 1 – http://www.theifab.com/de/laws/fouls-und-unsportliches-betragen-2018/chapters/direkter-freistoss-2018)

              „Für mich ist nicht die Kürze der Distanz entscheidend, …“
              Das mag ja sein, allerdings spielt laut Regelwerk die Kürze der Distanz für den Schiedsrichter tatsächlich eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung ob eine Absicht vorliegt.

              „Er geht mit der Hand klar zum Ball und hat sie dabei abgespreizt.“
              Dass die Hand zum Ball geht ist für mich tatsächlich der einzige Grund, von einer Absicht auszugehen; ob die Hand dabei abgespreizt ist oder nicht spielt allerdings keine Rolle.

              Entschuldigung für diese Anmerkungen zum Elfer; ich hoffe, es kommt nicht besserwisserisch herüber. Aber was man ständig (selbst von Kommentatoren im Fernsehen und den sogenannten Experten, also ehemaligen Profis) für Märchen über die Handspielregel hört, nervt total. Gott sei Dank hat der Schiri gestern ausführlich verschiedene Perspektiven betrachtet und dann die Lage so gut wie möglich eingeschätzt.

              Ich persönlich hatte übrigens schon den Eindruck, dass Griezmann da abhebt und sich so eine gute Freistoßmöglichkeit erschleicht. Aber das weiß er wohl auch nur selbst…

              Für mich wäre Kroatien (oder Belgien) der verdiente Weltmeister gewesen; die haben einfach einen erfrischenden und ehrlichen Fußball gespielt. Leider (oder vielleicht zum Glück) gewinnen im Sport nicht immer die Besten…
              Aber hoffentlich setzt sich dauerhaft diese, wenn auch diesmal erfolgreiche, langweilige Mischung aus Catenaccio und Kick and Rusch nicht durch. (Allerdings befürchte ich da das Schlimmste, weil Frankreich eben kein sehr reifes, sondern im Gegenteil ein sehr junges Team hat, und der unsägliche Mbappe mit seiner Geschwindigkeit für diese Spielweise wie gemacht ist.)

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              • „Ich persönlich hatte übrigens schon den Eindruck, dass Griezmann da abhebt und sich so eine gute Freistoßmöglichkeit erschleicht. Aber das weiß er wohl auch nur selbst…“

                Es gab eine Einstellung von hinten, da sieht man deutlich, wie Griezman ausrutscht. Er schabt dabei auch eine Rasenscholle ab. Ich denke sogar, ohne das Ausrutschen wäre er vorbeigekommen, also warum sollte er dann abheben…?

                Natürlich ist das ein Fehler vom Schiri, weil es kein Foul war. Aber eben auch keine Schwalbe. Daher sah die Fallbewegung in Realgeschwindigkeit auch natürlich aus und der Schiri ließ sich davon täuschen.

                Was ich dabei nicht verstehe: warum greift hier der VAR nicht ein? Die Fehlentscheidung war klar zu sehen und bei dieser Freistoßdistanz ergibt sich doch eine klare Torchance – qed.

                Oder gab es eine Richtlinie, dass nur bei Toren, Elfmetern und Tätlichkeiten einzugreifen ist? Denn eine vergleichbare Situation gab es ja schon mal, wo ein eindeutiger Freistoß an der Strafraumkante nicht gegeben wurde (weiß nicht mehr, welches Spiel…). Hier hätte ich als VAR auch eingegriffen, aber es kam nichts.

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                • Der VAR ist auf Tore, Elfmeter, Rote Karten und Spielerverwechslungen bei persönlichen Strafen beschränkt und die Schwelle bei der WM war auch grundsätzlich so, Eingriff nur bei klarem, offensichtlichem Fehler oder wenn es der Schiedsrichter (wie gestern beim Strafstoß) gar nicht gesehen hat.

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                • Grundsätzlich fand ich die Feinjustierung bei der WM gut, man wurde nicht mit zu vielen Eingriffen aus dem Fluss gebracht. Aber bei eindeutigen Fehlern in Schlagdistanz zum Tor (wie eben hier) sollte man mMn trotzdem eingreifen. Man hat ja gesehen, was dabei rauskommen kann.

                  Insgesamt aber fand ich die WM ein Plädoyer für den VAR, es wurden doch deutlich mehr richtige als falsche Entscheidungen getroffen, viele Korrekturen zurecht ausgeführt und v.a. diese erbärmlichen Betrugsversuche der Brasilianer aufgedeckt. Vielleicht hilft das ja, diese elende Schauspielerei einzudämmen. Allerdings hätte es dafür konsequenterweise auch gelbe Karten geben müssen.

                  Aber es gibt eben auch Situationen, in denen selbst das Videobild aus allen Blickwinkeln nicht über jeden Zweifel erhaben ist. So what!

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  • Kroatien war das klar bessere Team und wurde vom Schiri verschaukelt.
    Das kennt der Club ja auch… also das vom Schiri verschaukelt werden

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    • Kroatien hatte bis auf Modric der Equipe nichts entgegenzusetzen. (Mussten auch 3 mal nach Rückstand in die Verlängerung gehen) Die Franzosen haben gespielt wie erwartet, sie sehen keine Notwendigkeit das Spiel zu machen und ihnen sind auch Ballbesitzzeiten relativ egal, aber hocheffektiv und relevant. Sie machen Ihre Tore auf Bestellung, wenn sie diese brauchen. Ein sehr effektiver und in meinen Augen moderner Style.

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      • Zitat Juwe:

        „Die Franzosen … machen Ihre Tore auf Bestellung, wenn sie diese brauchen.“

        Stimmt.

        Die Tore zum 1:0 und zum 2:1 haben sie beim Schiedsrichter bestellt.

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        • Die ewig Schiedsrichterfrage .. aber sie haben die Tore zumindest gemacht 🙂 der Elfmeter war in meinen Augen korrekt. Für mich war das auch eine eher unnatürlich Bewegung zur Vergößerung der Körperfläche Perisic hat eben im 16er den Ball mit der Hand blockiert.

          Dazu noch 2 Tore aus dem Spieler heraus.

          Da war der Elfmeter durch den wir 1990 Weltmeister geworden sind viel fragwürdiger.

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          • Zitat Juwe:

            „Für mich war das auch eine eher unnatürliche Bewegung zur Vergößerung der Körperfläche…“

            Stimmt. Der kroatische Spieler ist selber schuld. Hätte er beide Arme eng am Rumpf angelegt oder – noch besser – hinter dem Rücken verschränkt, hätte er keinen Elfmeter verursacht. Ein solches Verhalten hätte auch dem „natürlichen“ Bewegungsmuster eines in Bewegung befindlichen Fußballspielers entsprochen.

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          • „Für mich war das auch eine eher unnatürlich Bewegung zur Vergößerung der Körperfläche Perisic hat eben im 16er den Ball mit der Hand blockiert.“

            Schön, allerdings spielt all das laut Fußballregeln keine Rolle, weder die (Un-)Natürlichkeit der Bewegung, noch die Vergrößerung der Körperfläche.

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            • In den Regeln nicht, in den Anweisungen an die Schiedsrichter, woran man eine Absicht im Regelsinn (die Regel kennt ja nur Absicht oder nicht) erkennen kann, aber dann schon.

              Der Schiri hatte in Realgeschwindigkeit gar nicht gesehen, dass ein Kroate dran war und auf Abstoß entschieden.

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              • Naja, das stimmt so nicht ganz. Laut Regel zählt tatsächlich nur die Absicht, allerdings sind in der Regel auch drei konkrete Anweisungen gegeben, anhand deren der Schiedsrichter dies einschätzen soll. Und weder Körperfläche, noch „Natürlichkeit“ sind da dabei.
                Mag sein, dass das eine ungeschriebene Anweisung ist; dann verstehe ich aber nicht, warum man diese Anweisung nicht auch in die Regel mit aufnimmt.

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      • OK, das Umschaltspiel der Franzosen ist sicher erste Sahne. Aber ansonsten finde ich ihren Spielstil ziemlich ätzend: sehr passiv, sich hinten reinstellen, den Gegner das Spiel machen lassen, auf Umschaltsituationen hoffen bzw. Standards (ergaunern) und dann zuschlagen. Gefällt mir nicht.
        Bin beim Spielstil eher bei Kroatien: aktiv, mit Mut und Leidenschaft, starken Außenspielern und Stürmern. Gefällt mir deutlich besser.

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        • Die Franzosen sind nicht zum Brillieren nach Russland gefahren, sondern zum Gewinnen. Dafür steht viel zu viel Geld auf dem Spiel. Zaubern kannst du in Freundschaftsspielen.

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  • Summa summarum dann doch ganz interessant, so ne WM, gell? 🙂

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  • Die Kroaten – immerhin 2 Tore gegen den Weltmeister erzielt, das ist zuletzt den Südkoreanern geglückt.

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  • Ein moderner und arschlangweiliger Style. Wenn dass das Spiel und die Taktik zukünftiger Turniersieger und Meister sein soll, schau ich mir lieber Eishockey an. Belgien und Kroatien haben mir am meisten Spaß gemacht. Frankreichs Minimal Fussball hat mich schwer an die letzte Euro eninnert. Gepaart mit hoher Effektivität und ne Packung Dusel hat da auch nicht die Mannschaft gewonnen, die den erfrischensten Fussball gespielt hat. Die Schiri Leistung heute war ne Sauerei. Freistoß Schwalbe und ein fragwürdiger Elfer waren der Knackpunkt. Kroatien hat deutlich mehr für das Spiel getan, wie auch schon im Halbfinale, Belgien. Der neue French Style allerdings hoch effektiv. Das wäre doch was für den FCN, hinten reinstellen, kontern, eiskalt zuschlagen und wieder hinten reinstellen.

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    • Wenn ’schöner‘, ‚attraktiver‘, ‚dominanter‘ Fußball nicht mehr greift, dann muss man sich halt was anderes einfallen lassen, um zu gewinnen. Und wenn das dann mal nicht mehr greift, dann wieder was anderes und wenn das usw.. Und wir können uns damit trösten, dass Siegeswille, mannschaftliche Geschlossenheit, individuelle Klasse, taktische Disziplin und technische Präzision immer die entscheidenden Faktoren bleiben werden. Über eine WM mit nur 1x 0:0 und 15x 1:0 in 64 Spielen kann ich jedenfalls nicht meckern. Ich glaub‘, wir sind inzwischen auch a weng verwöhnt und haben z.B. die durchschnittliche Attraktivität von Spielen in den 80ern vergessen.

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      • Wir müssen Standards, Standards und nochmal Standards üben! Die Torwaffe des kleinen Mannes äääh Fußballvereins.

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  • Was ich interessant fand: Nach dem 4-1 hatte ich den Eindruck, dass die Franzosen jetzt einfach mal drauflos spielen und Spaß haben wollten, befreit vom Taktik-Korsett – und prompt stand es 4-2…

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      • … und haben so gespielt, wie ich jedem vor dem Spiel prophezeit habe, wenn ich gefragt wurde, wer wohl gewinnen wird: „Die Franzosen werden das cool nach Hause spielen“.😎

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        • Ich gestehe, ich bin dran Schuld. Nach 15 min bin ich mit fliegenden Fahnen zu den Kroaten gewechselt… und dann liefs wie immer. Hab zu Panama… raus, dann zu Costa Rica geholfen… raus, zu Marokko… raus, dann zu Peru… raus, dann zu Kolumbien… raus …. Belgien… naja…. und dann…

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          • Richtig leid tut mir mein italienischer Eismacher um die Ecke, der zu Beginn der WM traurig war, daß Italien diesmal nicht mit dabei ist, dann aber euphorisch meinte dafür hält er bei der WM jetzt zu den Deutschen..

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  • Ah, das neue Heimtrikot ist da.
    Sieht gut aus, find ich.
    Schön, dass bundesliga.com auch gleich einen Link zum „Fabshop“ eingestellt hat.
    Einen „Fabshop“ haben nur die ganz Großen! 😊

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