Pflichtspielmodus

Der 1. FC Nürnberg startet am Samstag im DFB-Pokal gegen den SV Linx in die neue Saison

„Wir müssen schnell in den Pflichtspielmodus kommen.“ Eine Floskel aus dem reichhaltigen Repertoire des Fußball-Jargons, die gern bemüht wird, wenn man selbst noch nicht ganz so sicher ist, was die Vorbereitung und die Testspiele wert sind. Das Umschalten in den Pflichtspielmodus ist dabei kein formaler Akt, eher schon ein ‚Schalter im Kopf‘, vor allem aber auch ein Problem, wenn die eine Mannschaft schon im Pflichtspielmodus ist und die andere noch im Kopf in Eistonnen steckt und Taktiktafeln verarbeitet.

Der FCN ist leidgeprüft, sowohl 12/13 wie 13/14 musste man in seiner Pokalhistorie in Runde 1 noch vor dem Bundesliga-Saisonstart gegen unterklassige Gegner den kürzeren ziehen – in der Regel eine Folge von Gegnerunterschätzung und fehlender Wettkampfpraxis. Der Fan hebt daher warnend den Finger, dass dies auch gegen den SV Linx kein Selbstläufer wird, wenngleich man bei allem fränkischen Zweckpessimismusses doch festhalten muss: der Klassenunterschied zum frischgebackenen Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg ist dann doch schon sehr groß. Die Quoten beim Buchmacher Tipico sehen dann auch wie folgt aus: Nürnberg geht als haushoher Favorit in das DFB-Pokalspiel gegen den SV Linx. Die Wettquote auf einen Sieg des FCN lagen zuletzt bei nur bei 1,02. Wer lieber bei einem anderen Anbieter seine Wette platzieren will, kann sich beim Sportwetten Vergleich von sportwetten-bonus.pro einen Überblick verschaffen.

Vorbereitung auf das Spiel, sowohl physische wie mentale, muss Michael Köllner leisten. Man sagt dem Oberpfälzer nach, dass er sich auf jeden Gegner akribisch einstellt. Damit aber auch der Fan sich vorbereiten kann und nun langsam wieder in den „Pflichtspielmodus“ kommt: Wer ist eigentlich dieser SV Linx? Clubfans United-Leser Stefan Schürlein, selbst aus Offenburg, hat uns vor wenigen Tagen seine Einschätzung geschickt:

Der SV Linx ist seit dem letzten Jahr dabei sich neu zu finden. War er die Jahre zuvor doch sehr stark von französischen Spielern geprägt, hat er sich im letzten Jahr eine neue Ausrichtung gegeben. Mit dem vor der letzten Saison installierten Trainer Sascha Reiss gelang es einige der besten Spieler der Ortenau nach Linx zu bekommen.

Der Verein lebt nicht gerade von einer großen Jugendarbeit, sondern vor allem von dem örtlichen Fertighaushersteller „Weber Haus“ und dessem Besitzer. Er ist einer der am finanziell besten aufgestellten Vereine am Oberrhein. Als größter Erfolg der Vereinsgeschichte ist die letzte Saison zu bezeichnen, in welcher sowohl die Verbandsliga-Meisterschaft als auch der Gewinn des Südbadischen Pokals gelang. Der jetzt erfolgte Oberliga-Aufstieg ist aber für Südbadische Vereine immer mehr Fluch als Segen. Dies liegt daran, dass doch nur sehr wenige Spieler mit Oberliga-Niveau in der Region verfügbar sind.

Einer, der es mit Sicherheit hat, ist der einzige Star des Teams „Adrian Vollmer“. Anerkanntermaßen seit Jahren der beste Fußballer der Region. Er spielt in Linx in der Sturmspitze mit einem Partner. Normalerweise im 4-4-2. Schwachpunkt ist am ehesten die Innenverteidigung. Hier fehlt Qualität für die Oberliga.

Hochkarätige Neuzugänge wurden nicht eingekauft. Im Wesentlichen wird versucht mit dem Kern des Teams, welches im letzten Jahr 85 Punkte und 100 Tore erreicht hat, die Klasse zu halten.

Der Gegner FCN wurde in der Region sehr positiv aufgenommen. Generell war ich überrascht wieviele Clubfans hier in der Ortenau verortet sind. Ihr könnt euch also auf eine tolle Atmosphäre freuen.“

Den Auftakt in die neue Saison hat der SV Linx zwischenzeitlich übrigens mit 2:1 gegen den SV Spielberg gewonnen. Doppeltorschütze: Adrian Vollmer.

7 Gedanken zu „Pflichtspielmodus

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