Analyse: Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten

Analyse zum 1. FC Nürnberg – 1. FSV Mainz 05 1:1 (0:1) – Der Club holt den ersten Punkt. Ursächlich ist eine Umstellung zur Pause.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Startformation (bis zur Pause)

Der Club begann im Vergleich zum Spiel in Berlin mit zwei Änderungen in der Startelf: Der in Berlin verletzte Valentini kehrte zu Ungusten Robert Bauers in die Startelf zurück, der mit einem Magen-Darm-Infekt erkrankte Salli wurde durch Palacios ersetzt. Im Kader gab es darüber hinaus eine weitere Veränderung: Goden ersetzte Jäger. Als Vorsichtsmaßnahme hatte Michael Köllner darüber hinaus U21-Spieler Simon Rhein mit ins Stadion genommen, doch nachdem Hanno Behrens einen letzten Belastungstest bestanden hatte, hieß es für den Youngster auf der Bank Platz nehmen ohne im Kader zu stehen.

Abb.2: Formation nach der Pause

In der Startelf standen damit außer Yuya Kubo nur Spieler, die auch in der Zweiten Liga Teil des Kaders waren. Auf Grund der Neuzugänge, die am Freitag verpflichtet wurden, scheint es unwahrscheinlich, dass diese Quote je übertroffen wird. In der ersten Halbzeit spielte der FCN im 4-3-3. Palacios und Kubo gaben offensiv die Außen, die aber beide viel nach innen ziehen sollten. Dahinter bildeten Petrak, Fuchs und Behrens das Mittelfeld vor der Viererkette aus Valentini, Margreitter, Mühl und Leibold. (Abb. 1) Diese Formation behielt der Club im Prinzip bis zur Pause bei, auch wenn Behrens und Fuchs ab der 35. Minute Positionen tauschten. Gegen das Mainzer 4-2-3-1 tat sich der Club mit dieser Formation schwer, auch weil er – wie Mikael Ishak nach dem Spiel meinte – „kein ordentliches Pressing gespielt“ hat. Ishak kam alleine gegen zwei Sechser nicht richtig ins Spiel.

Abb.3: Formation ab Löwens Einwechslung)

Deshalb stellte Michael Köllner in der Pause um, stellte auf ein System mit zwei Spitzen und einem Zehner um, so dass der Club mehr Zugriff auf die gegnerischen Sechser bekam. Gleichzeitig zog Köllner Behrens auf halblinks und Fuchs auf halbrechts etwas defensiver und etwas mehr in die Mitte, wodurch das Zentrum zusätzlich kompakter wurde. In der Notation wäre das System wohl mit einem 4-3-1-2 am besten beschrieben, quasi ein 4-4-2 mit Drachenviereck (und nicht mit Raute, da eine Raute immer gleichseitig sein muss). (Abb. 2) Die Mainzer, so Ishak, waren von dieser Umstellung sehr überrascht und hatten große Probleme mit dem System, bei dem das Bälle prallen lassen auch viel besser funktionierte als vor der Pause. Die Frage, ob man nicht von Anfang an mit dieser Formation hätte spielen können, verneinte Michael Köllner nach dem Spiel allerdings: „Man muss sich den Gegner erst einmal so hinrichten, damit er selbst den letzten Schlag nicht machen kann.“

Die Formation behielt der Club dann auch durch alle Auswechslungen bei, zunächst ersetzte Löwen Palacios in der Spitze (Abb. 3), danach Löwen Fuchs im Mittelfeld und Goden rückte in die Spitze. Die Mainzer reagierten erst Mitte der zweiten Halbzeit ihrerseits mit einer Formationsumstellung, brachten Neuzugang Boetius für die Außenbahn und zogen Quaison in einer Art flachem 4-4-2 in die Spitze. Am Zugriff auf Spiel änderte das in dieser Phase aber wenig. Der Club dominierte die zweite Halbzeit.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Die größte Auffälligkeit war sicherlich die Diskrepanz zwischen erster und zweiter Halbzeit. Viele der Gründe dafür sind sicherlich in der Formation zu finden und darin, dass Köllner und sein Team in der Pause gut umstellten und natürlich auch am psychologischen Effekt des schnellen Tores nach der Pause. Die größte statistische Auffälligkeit liegt tatsächlich in einer „Nerdstatistik“, den so genannten PPDA (Passes per Defensive Action). Hierbei werden die Defensivaktionen (Grätschen, Defensivzweikämpfe, abgefangene Bälle, etc.) ins Verhältnis zu den Pässen der gegnerischen Mannschaft gesetzt. In der ersten Halbzeit hatte der Club einen Wert von 24 Pässen pro Defensivaktion, in der zweiten Halbzeit von 8,34. Das, was Mikael Ishak beschreibt, dass man nach der Pause mehr Zugriff hatte, lässt sich mit diesen Zahlen belegen.

Man bemerkt es aber auch an vielen anderen Werten. Vor der Pause spielten beide Teams 250 Pässe, nach der Pause dann der Club 286, die Mainzer 149, die Passgenauigkeit der Mainzer fiel gleichzeitig von 85,6% vor der Pause auf 73,8% danach. Bis zur 45. Minute spielten die Gäste 6,6 Pässe pro Ballbesitzphase, danach nur noch 3,2. Die Quote der gewonnenen Defensivduelle verdoppelte sich derweil nach dem Seitenwechsel beim FCN. Die Quote der langen Bälle sank um ein Drittel von 12% auf 8% und die Passgenauigkeit bei Pässen ins letzte Drittel stieg von 64% auf 71%. Es war auf allen Ebenen festzustellen, dass der Club nach der Pause wesentlich besser im Spiel war als davor. Um dies zu erkennen, hätte allerdings auch der einfache Augenschein genügt.

Trotz der starken zweiten Halbzeit reichte es am Ende eben nur für einen Punkt. Das lag zum einen an der ersten Halbzeit, in der eben der Zugriff aufs Spiel fehlte. Das Gegentor an sich war dabei gar nicht so typisch, es war eine Einzelaktion von Mateta, der den Ball gut traf und Glück hatte, dass Mühl in der Mitte eigentlich alleine gegen zwei Angreifer stand. Typisch war lediglich der fehlende Druck auf Aaron beim Flanken. Zum anderen aber an der Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit. Dreizehn Mal schoß der Club nach der Pause aufs Tor, viermal kam der Schuss dabei aufs Tor, nur einmal war der Ball im Netz. Da fehlte es an Präzision und Glück im Abschluss.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Enrico Valentini hatte 103 Ballkontakte, er ist damit einer von acht Spielern, die an diesem Wochenende mit dreistelligen Ballkontaktzahlen aufwarten kann: Die anderen sieben sind Thiago Alcantara (Bayern, 118), Kevin Kampl (Leipzig, 112), Niklas Moisander (Bremen, 111), Mats Hummels (Bayern, 110), Marcelo Saracchi (Leipzig, 109) Nordi Mukiele (Leipzig, 102), Jerome Boateng (Bayern, 101)
  • Sieben Flanken aus dem Spiel schlug Valentini, nach Hannovers Albornoz (9) und Leizipgs Mukiele (8) der dritthöchste Wert an diesem Spieltag.
  • In der Vorwoche hatte der FCN mit 0% angekommenen Flanken den schlechtesten Wert, in dieser Woche springt trotz 22,2% angekommener Flanken nur Platz 16 heraus. Lediglich Hertha BSC (16,7%) und der VfB Stuttgart (20%) hatten eine schlechtere Erfolgsquote.
  • Die 19 Torschüsse sind der vierthöchste Wert an diesem Spieltag. Den ersten Platz teilen sich Bayern München, RB Leipzig und die TSG Hoffenheim mit 23.
  • Auch wenn Mikael Ishak nach dem Spiel behauptete, man haben selbst gegen den Fünftligisten im Pokal nicht so viele Torschüsse gehabt: Gegen Linx waren es 35 Torschüsse
  • Wie in der Vorwoche war das Spiel des FCN das Bundesligaspiel mit den wenigsten Abseitsstellungen. Nur der Mainzer Onisiwo lief einmal ins Abseits (45.). Auch nach zwei Spielen ist der Club noch ohne eigene Abseitsstellung. Der letzte Clubspieler, der in der Bundesliga ins Abseits lief, ist damit immer noch Josip Drmic.
  • Nur bei Freiburg (50%) und Dortmund (52,63%) war die Quote an angekommenen langen Bällen schwächer als beim FCN (54,72%). Bestwert: Bayer Leverkusen (85,29%)
  • Die 6,31 Pässe pro Ballbesitzphase sind der zweihöchste Wert des Spieltags. Nur der FC Bayern (9,69) hat einen höheren Wert. Tiefstwert: Der FC Augsburg (3,00).
  • Alexander Fuchs war zum zweiten Mal der Spieler des FCN mit den meisten zurückgelegten Kilometern. 11,54 Kilometer gegen Mainz, 12,37 Kilometer in Berlin.

3. Fazit

Der Club kam dank der Umstellungen zur Pause wesentlich besser ins Spiel und stellte die Mainzer defensiv vor ordentliche Probleme. Mit einer besseren Chancenverwertung oder weniger naiven Verteidigung des Gegentores wäre sogar ein Sieg möglich, vielleicht sogar nötig, gewesen.

4. Zahlen zum Spiel*

Nürnberg Mainz
1 Tore 1
19 (4) Schüsse (aufs Tor) 6 (1)
57,1 Zweikämpfe (in %) 42,9
58,5 Ballbesitz (in %) 41,5
10 Fouls 12
5 Ecken 1
115,64 Laufstrecke (in km) 113,78
Pass-Statistiken
536 (84,5%) Pässe (erfolgreich) 399 (81,2%)
9,8% (54,7%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 11,8% (55,3%)
33,4% (74,3%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 30,6% (70,5%)
38,4% (91,8%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 39,1% (83,3%)
14,9% (98,8%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 13,0% (90,6%)
Nerd-Statistiken
1,38/1,6/1,56 Expected Goals 1,02/0,5/0,37
2,40 Expected Points 0,40
14,44 PPDA 19,94

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt weniger als 100%, da ein kleiner Anzahl an Pässen nicht kategorisiert wird. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – stammt von Wyscout.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Wenn man eine Mannschaft hat, in der wenige vorher Bundesliga-Luft geschnuppert haben, dann braucht man in einem Heimspiel ein bisschen, um reinzukommen. Ich war mit der ersten Halbzeit trotzdem nicht unzufrieden, wir haben wenig zugelassen. Beide Mannschaften wollten das Spiel kontrollieren. Das 0:1 fällt dann aus heiterem Himmel, aber wir hatten danach auch noch die eine oder andere vielversprechende Möglichkeit. In der Halbzeit haben wir uns entschieden, taktisch ein paar neue Dinge reinzubringen. Das war der Schlüssel. So konnten wir Mainz vor Probleme stellen. Das 1:1 hat uns in die Karten gespielt. Danach waren alle Fans euphorisiert. Wir hatten eine gute Balance in unserem Spiel und die Wucht, die uns schon letzte Saison ausgezeichnet hat. Schade, dass sich die Mannschaft bei der Vielzahl an Chancen am Ende nicht noch mit dem Siegtreffer belohnt hat.“

Sandro Schwarz: „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Vor der Pause hatten wir sehr viel Spielkontrolle, waren mutig und sind gut ins letzte Drittel reingekommen, ohne die ganz zwingenden Chancen zu haben. Das 1:0 fällt dann zum richtigen Zeitpunkt. In der Pause haben wir uns vorgenommen, dass wir besonders bei den Standards wachsam sein müssen. Genau aus so einer Standardsituation fällt dann der Ausgleich. Danach waren wir beeindruckt und hatten nicht mehr den Mut. Nach Nürnbergs Umstellung konnten wir nicht mehr durchs Zentrum spielen. Nürnberg hatte viel Wucht im Spiel und wir dann auch das eine oder andere Mal ein wenig Glück.“

Hanno Behrens: „Bei den Chancen fehlt uns noch etwas die Cleverness. Beim Gegentor trifft Mateta den Ball überragend, das ist dann einfach schwer zu verteidigen. Das ist die Qualität der Bundesliga. In der zweiten Halbzeit waren wir dann klar besser. Da haben wir auch etwas umgestellt und die Mainzer wohl etwas überrascht. Diese Flexibilität ist auch eine unserer Stärken.“

Mikael Ishak: „Nach dem Hertha-Spiel habe ich kaum geschlafen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich nach dem enttäuschenden letzten Spiel treffen konnten. Die zweite Halbzeit war mit der beste Fußball, den ich hier in Nürnberg bisher erlebt habe. Mit 19 Torabschlüssen muss man das Spiel gewinnen.“

Daniel Brosinski: „In der ersten Halbzeit haben wir gar nichts anbrennen lassen, in der zweiten Halbzeit waren wir dann gar nicht auf dem Platz. Deswegen nehmen wir den Punkt sehr gerne mit, denn auf Grund der zweiten Halbzeit hatten wir keinen Punkt verdient gehabt.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 4 3,5 3 3 5,8/10
CU-Urteil: Wirkte beim Gegentor als ob er zu spät abgesprungen sei, sonst mit kleinen Wacklern in der Ballannahme, aber ohne weitere Fehler.
Enrico Valentini 3- 3 3 3 7,3/10
CU-Urteil: Beim Gegentor mit etwas zu wenig Druck auf Aaron, sonst sehr solide und mit guten Impulsen nach vorne.
Georg Margreitter 4 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Mit extrem hoher Streuung beim Abspiel, immer wieder mit leichten Stockfehlern.
Lukas Mühl 4 4 4 3 7,1/10
CU-Urteil: Kommt beim Gegentor zu spät, spielt noch zu oft den Sicherheitspass – wohl auch auf Anweisung.
Tim Leibold 3 2,5 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Ohne größere Probleme in der Defensive, offensiv zum Teil noch mit mangelnder Präzision.
Ondrej Petrak +3 3,5 3 3 7,2/10
CU-Urteil: Sehr solide, passsicher, zweikampfstark, laufstark, nur offensiv immer noch etwas zu mutlos.
Federico Palacios 4- 4,5 4 5 6,4/10
CU-Urteil: Tat sich schwer Bindung zum Spiel zu finden, immer wieder mit technischen Fehlern.
Hanno Behrens 3- 4 4 3 6,3/10
CU-Urteil: Kämpfte rackerte und machte, blieb aber – noch durch die Verletzung beinträchtigt? – unter seinen Möglichkeiten, v.a. im Zweikampf.
Alexander Fuchs 3 4,5 4 4 6,9/10
CU-Urteil: Machte seine Sache sehr ordentlich, braucht zum Teil aber noch etwas lange am Ball.
Yuya Kubo 2- 2 2 2 7,1/10
CU-Urteil: Vor der Pause auf dem Flügel noch gehemmt, danach Dreh- und Angelpunkt des Nürnberger Spiels, hatte Torchancen und spielte gute Pässe.
Mikael Ishak 2- 2,5 2 2 7,8/10
CU-Urteil: Das Tor war der verdiente Lohn für die Leistung als Arbeitstier. Holte sich viele Bälle tief in der eigenen Hälfte, Schlüsselspieler im Pressing.
Eduard Löwen 4 4 6,1/10
CU-Urteil: Kam für Palacios, spielte lange Zeit zweite Spitze, da fehlte ihm lange Zeit die Bindung zum Spiel.
Kevin Goden 6,0/10
CU-Urteil: Kam kurz vor Schluss für Fuchs, war dann zweite Spitze, konnte seine Schnelligkeit aber nicht entscheidend auf den Platz bringen.

33 Gedanken zu „Analyse: Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten

  • Wie immer eine perfekte Aufarbeitung, Flo! Einzig mit der Bewertung unserer beiden Außenverteidiger gehe ich heute mal nicht ganz konform. Sicher muss sich Valentini die Flanke vor dem 0:1 ankreiden lassen, trotzdem hätte er sich eine einen Ticken bessere Bewertung als Tim Leibold verdient. Was allerdings auch daran lag, dass unser Spiel doch ziemlich rechtslastig war und der oftmals total freistehende Leibold gar nicht erst angespielt wurde.

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  • Die Systemumstellung war ein guter Kniff. Ich wunderte mich sehr darüber, dass Mainz nach der Umstellung das Spiel nicht über die un(ter)besetzen Flügel aufzog. Ich bin sehr gespannt mit welchen Überraschungen das Trainerteam noch aufwarten wird, sobald die beiden Neuen integriert sind.
    Ein Stück weit ärgert es mich, beim Blick auf die Tabelle nur einen statt verdienter vier Punkte zu sehen. Allerdings machen die bisherigen 2 Spiele wirklich Hoffnung. Dass die ambitionierten Schalker Zuhause gegen Hertha verlieren zeigt, wie schwer das Dardai System zu knacken ist. Mainz hingegen schlug am ersten Spieltag den (hochgerüsteten) VfB. Das hat nach den ersten beiden Spieltagen etwas altbekanntes aus Liga 2: Jeder kann jeden Schlagen (Ausnahme: FCB).
    Ich freue mich jedenfalls schon heute auf das Spiel in Bremen und sollte mir allmählich Gedanken machen zu welchem Heimspiel ich mich aus München mal auf den Weg gen Norden mache!

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    • Interessant fand ich bei einem Fernsehbericht, daß unser Trainerteaam anscheinend die Möglichkeit der Datenanalyse während des Spiels zur Taktikverfeinerung perfekt nutzt. Ich nehm jedenfalls an, daß deshalb Schommers mit einer Freisprecheinrichtung am Kopf rumrannte und deshalb Köllner genau dazu befragt wurde.

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        • Danke. Würde mich wirklich mal interessieren, da mehr drüber zu erfahren.
          Und ist ja nicht so oft, daß unser Verein da offenbar vorne mit dabei ist bei Neuentwicklungen 🙂

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          • Fabian hat gesagt, dass er von der Tribüne eine andere Perspektive hat. Vor allem Rotationen, Formationen und Umschaltspiel beobachtet er. Diese Infos gibt er weiter. Zudem bekommt er von der Bank Fragen, die er dann nach Beobachtung und Analyse beantwortet. In der Halbzeit erfolgt eine Zwischenanalyse.

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            • Danke. Dadurch wird deutlich, wie wichtig tatsächlich ein zweiter Cotrainer sein kann.

              Unter Hecking war das damals noch nicht so ausgereift oder?

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              • Ich dachte, es ist überhaupt erst seit dieser Saison zulässig, mit jemandem auf der Tribüne per Funk Kontakt zu haben?

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                • Machen das dann jetzt schon alle Vereine so?

                  Und zur datenauswertung: haben wir das Bader und Woy zu verdanken, weil die damals SAP eingeführt haben? Oder ist das allgemeinüblicher Standard?

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              • Der Glubb hat einen individuellen Bezug zu SAP und testet alle neuen Technologien als Vorreiter.

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  • Insgesamt find ich deine Bewertungen heute aber bei vielen zu schlecht. In der 1. Halbzeit hätte ich die Noten unterschrieben. In der 2. Halbzeit war aber eine so deutliche Steigerung zu sehen, daß sich mMn das auch in besseren Noten niederschlagen hätte müssen, mindestens bei Mühl, Ishak, Valentini, Kubo und Fuchs

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  • Ihr hättet Flos Notizen mal sehen sollen! Vor allem der Versuch, die mehrfachen Systemumstellungen in der zweiten Halbzeit durch Schommers und Köllner, irgendwie aufs Papier zu bringen, scheiterte völlig. Zum Glück haben seine Schüler das Gekrakel nicht gesehen. 😀

    Es ist natürlich sehr schade, daß wir keinen Dreier eingefahren haben, aber für das ersatzgeschwächte Team eines 2. Bundesligisten war unser Auftritt erste Sahne. Zu Recht wurde unsere Elf auch nach dem Spiel wie ein Sieger gefeiert. Wir müssen einfach weiter dran bleiben und alles raushauen, was geht.

    Sehr schade fand ich vor allem den sehr mauen Zuschauerzuspruch. Knapp 38.000 sind viel zuwenig für unsere doch so tapfer kämpfenden Jungs. Dabei war das Spiel doch in den Ferien und noch dazu an einem Samstag zu ganz normaler Zeit. Da hätte der Club mehr Zuspruch verdient gehabt.

    Auf jeden Fall haben wir einige sehr positiven Überraschungen: Petrak zum Beispiel, wer hätte das gedacht, daß der sich so mausert!? Schon das zweite Spiel hintereinander von der Statistik her einer der besten 6er des gesamten Bundesligaspieltags. Ishak rennt wie eine Wüstenspringmaus von vorne nach hinten jedem Ball hinterher und überraschte die Mainzer ein ums andere Mal mit einer frühen Balleroberung.
    Kubos Übersicht auf seiner Stammposition in der zweiten Halbzeit lässt noch auf viel Freude hoffen.
    À la bonne heure!

    Wirklich das erste Mal, daß so eine doofe Länderspielpause zum richtigen Zeitpunkt kommt: Behrens, Erras, Ewerton, Valentini und Löwen können sich auskurieren, die beiden neuen Flügelspieler zusammen mit Kudo weiter an die Mannschaft herangeführt werden. Das wird schon noch, ich bin mir sicher, daß wir notwendige Punkte einfahren, wenn die Mannschaft weiterhin so bei der Sache bleibt.

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  • Ich habe es schon bei der Verpflichtung von Robert Bauer geschrieben vor der Saison solange Valentini gesund ist, sehe ich keinen Grund wofür wir ihn brauchen. Und Robert Bauer kam ja noch dazu mit der Aussage er wechselt aus Bremen um mehr Spielpraxis zu bekommen. Mir immer noch ein kleines Rätsel die Verpflichtung.

    Diese Spielintensität vor allem bei Aktionen nach vorne wie Valentini wird Robert Bauer nie haben. Valentini zeigte in dem Spiel wirklich was ich mir von ihm erwartet und erhofft habe. Florians Zahlen belegen das ja.

    Was ich nicht verstehe, warum Flo super Arbeit die Statistiken gar kein Zweifel, aber warum er Valentini so knickrig mit einer 3- bewertet? Zumal Außenverteidiger mit so einer offensiven Effektivität, die Valentini ja auch gezeigt hat, rar gesät sind. Für mich eine 2-3 mindestens. Das umgekehrt Flanken bereits aus dem Halbfeld reingeschlagen werden, kann man als AV schwer verhindern also das kann für mich keine Begründung sein. .. Die 3- ist sehr geizig.

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    • Schon lustig. Erst wird kritisiert, wie dünn der Kader besetzt ist und jetzt, wo er komplett ist, kommt Kritik, man hätte sich einen Mann auch sparen können.

      Robert Bauer wollte näher an seine Heimat wechseln. Und daß es wichtig ist, ihn zu haben, konnte man ja am ersten Spieltag sehen.
      Außerdem ist er offenbar beidfüßig und in der Verteidigung variabel einsetzbar auf allen Positionen. Wieso sollte man ihn also nicht verpflichten?
      Auch zur Absicherung. Verletzungen, Sperren sind auch diese Saison zu erwarten.
      Natürlich wird er es auch hier schwer haben, an Valentini vorbei zu kommen, wenn der weiter so aufdreht wie in der 2. Halbzeit am Samstag. Aber vaelntini ist schon 29. Wie lange wird er zu Höchstleistungen fähig sein? So kann Bauer vielleicht mittelfristig sein Nachfolger werden. Diesen Luxus hatten wir doch noch nie auf dieser Position.
      Wenn Bauer sich bis dahin verbessern will, ist er bei unserem Trainerteam sicher gut aufgehoben.
      Freu dich doch, daß wir tatsächlich auch auf der Bank Spieler haben, die bundesligazauglich sind. Wie wichtig gerade diese Position ist und wie schwer man da gute Leute bekommt, sah man doch in unserer letzten Abstiegssaison mit Angha, nachdem Chandler sich verletzt hatte.

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      • Robert Bauer wollte näher an seine Heimat wechseln. Und daß es wichtig ist, ihn zu haben, konnte man ja am ersten Spieltag sehen.
        Außerdem ist er offenbar beidfüßig und in der Verteidigung variabel einsetzbar auf allen Positionen. Wieso sollte man ihn also nicht verpflichten?

        Er kam aber aus dem Grund, daß er mehr spielen will als in Bremen.
        Aus Vereinssicht ok ihn in der Hinterhand zu haben. Zwei Füße hat er, aber er ist dennoch Rechtsfüßer.
        Und er ist nicht variabel auf allen Positionen einsetzbar, zumindest nicht auf dem Niveau. Da wäre er nur eine Notlösung.

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        • Woher weißt du das denn so sicher, wie gut oder schlecht er auf anderen Positionen ist oder werden kann? Bist du sein Trainer?
          In Bremen hatte er Probleme mit dem Trainer. Von unserem Trainer hat er offenbar den Eindruck gewonnen, daß er hier eher eine Chance bekommt und eben näher an seiner Heimat ist.
          Und nochmal: gerade auf der Position hatten wir schon mal eine Riesenschwachstelle. Gute Rechtsverteidiger gibt es nicht wie Sand am Meer. Und wenn man die Gelegenheit hat für den eigenen Rechtsverteidiger einen guten Backup mit (da jünger) Zukunftsperspektive zu verpflichten, dann sollte man das tun. Wenn man so einen Backup noch nicht hat. Und den hatten wir nicht.

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          • Ok er ist Backup auf RV, nur da wird er seinen Wechselmotiv mehr als in Bremen zu spielen kaum näher kommen. Er wird auf anderen Positionen außer RV glaube ich nie erste Wahl sein, zumal immer noch die meisten Trainer auf der linken Seite Linksfüßer bevorzugen. Mir gehts ja auch nur darum daß er nach Nürnberg gekommen ist um mehr zu spielen.

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            • Wieso verbeisst du dich denn so in das eine Argument: mehr spielen wollen? Glaubst du Bornemann und Köllner haben ihm gesagt, wir werden Valentini als deinen Backup nehmen? Oder glaubst du der Junge ist so naiv zu denken, daß er jemand wie Valentini (der ja in der vergangenen Saison gut gespielt hat) locker verdrängen kann? Glaubst du der weiß nicht, daß Valentini ein gutes Standig hat in unserem Verein und vom Trainerteam geschätzt wird?
              Nochmal: mit dem Bremer Trainer hat er ein Problem gehabt, den Eindruck bekommen, dort endgültig auf die Bank verbannt worden zu sein.
              Hier kann er sich bewähren und zumindest mittelfristig hat er gute Chancen (wenn er spielerisch das zeigt, was von ihm erwartet wird) Valentini zu ersetzen.
              Vielleicht gefällt ihm einfach Köllners Ansatz, dem Spieler den Vorzug zu geben, von dem er im Training überzeugt wurde? D.h. auch Valentini kann sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muß weiter Bestleistungen zeigen, um berücksichtigt zu werden.
              Ich weiß nicht, was man an solch einer Konstellation als Fan kritisieren kann.

              Da hat sich aus meiner Sicht Möhwald viel eher verwechselt. Ich denke, er wird es schwer haben, in Bremen einen Stammplatz zu bekommen gegen die dortige Konkurrenz.

              Oder machst du dir Sorgen, daß er mit seiner möglichen Unzufriedenheit als Backup das Mannschaftsklima gefährdet? Ich mach mir da derzeit wenig Sorgen. Denn das team hat das ja auch in der vergangenen Saison gut hinbekommen, daß auch die Backups ihre gute Laune und Einsatzbereitschaft nicht verloren haben. Die wneigen Unzufriedenen sind im Winter gegangen. Und haben jetzt noch weniger Einsatzzeiten.
              Petrak dagegen hat sich seinen Platz erkämpft und darf wieder zur Nationalmannschaft. Ist doch auch eine tolle Entwicklung für einen Spieler, der lange nur Ersatz war.

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              • Ich weiß gar nich warum die dir diese Mühe machst, es sollte doch mittlerweile jeder Stammleser wissen, dass juwe einfach gern was schreibt (und ziemlich beratungsresitent ist). Irgend ein Haar in der Suppe MUSS da sein, sonst könnte man ja einfach mal Fan sein, die Zeit genießen und eingestehen, dass die Verantwortlichen im Verein es besser wissen und machen als man selbst. Aber Pustekuchen!
                Garcia und Stefaniak sind übrigens auch gewechselt, um mehr zu spielen. Wunsch und Realität kommt nicht immer zusammen. Eiderdaus! Wenn man jetzt schon über sowas diskutiert wird das eine sehr seeeeehr lange Länderspielpause 😀

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      • Oder schon 2008, als Pino und Jacobsen verletzt waren, der gute Backup Gresko verjagt wurde und nur ein formschwacher Reinhardt und Ralf Schmidt (wer ist das überhaupt? EBEN!) übrig waren. Da wurde dann rumexperimentiert, u.a. mit Engelhardt als LV.

        Auch eine Saison, deren tragisches Ende man (auch) an fehlenden AV festmachen kann.

        Nein, Juwe: Bauer ist richtig und wichtig!

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        • Ja als Backup RV. Aber die Frage ist immer noch nicht beantwortet er will ja mehr spielen als in Bremen. Auf welcher Position?

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          • Die Saison ist ja noch lang. Es gibt ja auch noch die 3-er Kette und Gelbsperren…

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          • Aber das wird er voraussichtlich doch auch. Mehr spielen muss ja nicht direkt gleich Stammplatz bedeuten.
            Seit Amtsantritt von Kohfeldt letzten November kam er in 8 von 26 Pflichtspielen zum Einsatz, allerdings nur auf 190 von 2370 möglichen Einsatzminuten (8%).

            Bei uns kam er bislang in 2 von 3 Spielen zum Einsatz und allein darin schon auf 133 Einsatzminuten, von 270 möglichen, also die Hälfte.

            Wird jetzt vielleicht nicht so weitergehen, aber er wird mit Sicherheit weiterhin eine wichtige Rolle spielen, die erste Alternative für beide AVs und auch eine ernsthafte Option für die Innenverteidigung hinter dem Trio Mühl/Margreitter/Ewerton.
            Und wer weiß, wie er sich entwickelt, ist ja immer noch einer der jüngeren im Kader.

            Für mich bleibt Bauer eine der besten Verpflichtungen diesen Sommer – qualitativ eine Verstärkung, preiswert, Perpektive sowohl bei der Entwicklung des Spielers wie auch der Vertragssituation, Transfer schon früh in der Vorbereitung eingetütet…
            Also ich weiß ja echt nicht, was es da zu meckern gibt…

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    • Merkwürdiger Beitrag.
      „solange Valentini gesund ist, sehe ich keinen Grund wofür wir ihn brauchen“

      Und wenn wir ihn nicht hätten, und Valentini fällt aus, wie am ersten Spieltag ja schon der Fall war, gäbe es riesige Kritik, warum denn kein gleichwertiger Ersatz da wäre…

      Davon abgesehen stellte sich auch die Frage, ob ein 29-jähriger, der zwar letzte Saison sehr gut war, vorher aber vielmehr ein durchschnittlicher Zweitligaspieler, jetzt das Zeug zum Erstligastammspieler hat.

      Wenn man dann die Chance hat, günstig und mit Perspektive einen noch jungen, flexiblen Außenverteidiger bzw. eigentlich Defensivallrounder zu bekommen, der seine Erstligatauglichkeit schon bewiesen hat, dann wäre es ein grober Fehler gewesen, ihn nicht zu holen. Noch dazu, weil man ja zwei Außenverteidiger abgeben hat.

      Dass Bauer nun trotzdem erstmal „nur“ Backup ist, nun ja gut, man wird ihm wohl kaum versprochen haben, dass man für ihn einen der letzjährigen Leistungsträger auf die Bank setzt. Und er kam jetzt in 2 von 3 Pflichtspielen zum Einsatz, kommt damit jetzt schon auf mehr Einsatzminuten als in der Rückrunde bei Werder.

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  • Enrico Valentini hatte 103 Ballkontakte, er ist damit einer von acht Spielern, die an diesem Wochenende mit dreistelligen Ballkontaktzahlen aufwarten kann: Die anderen sieben sind Thiago Alcantara (Bayern, 118), Kevin Kampl (Leipzig, 112), Niklas Moisander (Bremen, 111), Mats Hummels (Bayern, 110), Marcelo Saracchi (Leipzig, 109) Nordi Mukiele (Leipzig, 102), Jerome Boateng (Bayern, 101)

    und das als Rechtsverteidiger. Aber wenn Valentini für mich von der Spielanlage (Standards, Flanken, Offensiv) her einer der komplettesten Rechtsverteidiger in der 1. Liga weiterhin von Florian so schlecht bewertet wird 3-, wird ihn Bauer wohl bald verdrängen 🙂 Hat Bauer eigentlich schon mal eine Flanke geschlagen?

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    • Also Florian, Vorsicht!

      Pass auf, dass Du Valentini nicht aus der Mannschaft wertest!

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      • Da geb ich allerdings Juwe Recht. Valentini hat keine 3- verdient. Sahen ja anscheinend auch alle anderen Bewerter so außer unser Lehrer 🙂

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    • Ja aus dem Halbfeld, da hatte er aber auch einen unterirdischen Salli vor sich.
      Lassen wir den Jungen doch auch erst mal ankommen. ; )

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