Analyse: Spätes Glück erarbeitet

Analyse zum SV Werder Bremen – 1. FC Nürnberg 1:1 (1:0) – Der Club holt spät einen Punkt, erneut war er nach der Pause deutlich verbessert.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Startformation (bis zur Pause)

Der Club begann im Vergleich zum Spiel in Mainz mit einer Änderungen in der Startelf: Neuzugang Pereira ersetzte Palacios auf der rechten Außenbahn. Im Kader gab es darüber hinaus weitere Veränderungen: Goden und Tillman waren am Samstag bei der U21 zum Einsatz gekommen, ihre Kaderplätze nahmen die Deadline Day-Neuzugänge (neben Pereira auch Misidjan) ein. Als Vorsichtsmaßnahme hatte Michael Köllner darüber hinaus wie schon gegen Mainz U21-Spieler Simon Rhein mit nach Bremen genommen, doch Ondrej Petrak und Enrico Valentini, hinter denen noch Fragezeichen standen, waren einsatzfähig. Es fehlten in Bremen damit neben den Rekonvaleszenten Kerk, Lippert und Ewerton, den in der zweiten Mannschaft eingesetzten Goden, Tillman und Jäger, auch noch Salli und Zrelak.

Abb.2: Formation nach der Pause

Die Startformation (Abb.1) war dann wenig überraschend erneut ein 4-3-3 mit Kubo und Pereira auf den Flügeln, Ishak im Sturmzentrum und Behrens und Fuchs auf den zentralen Mittelfeldpositionen. Köllner entschloss sich also Kubo nicht ins Zentrum zu stellen. Ziel war es wohl die Bremer durch die defensiv stärkeren Fuchs und Behrens auf die Flügel zu drängen und bei Hereingaben sich auf die Kopfballstärke von Mühl und Margreitter zu verlassen. Dafür ließen sich situativ Fuchs und vor allem Behrens aber neben Petrak als zweite oder sogar dritte  Sechs fallen. Defensiv erhielten durch die Personalauswahl der Flügelspieler Valentini und Leibold relativ wenig Unterstützung von den vor ihn agierenden Pereira bzw. Kubo.

Abb.3: Formation ab 60. Minute)

Zur Pause stellte Köllner dann erstmals um, zog Pereira als zweite Spitze neben Ishak und stellte im Mittelfeld zunächst auf eine „flache Vier“ um, bei der Fuchs und Kubo auf Außen agierten, Behrens und Petrak zentral. Allerdings rotierte Kubo schon in dieser Aufstellung immer wieder in die Mitte, tauschte mit Pereira Position. Petraks vermeintlicher Ausgleich fiel in diese Phase, entstand allerdings nicht aus dem Spiel, sondern aus einer Standardsituation.  Kurz danach wechselte Köllner zweimal aus und stellte um.

Löwen und Misidjan ersetzten Fuchs und Pereira. Die Formation erinnerte nun eher an ein recht klassisches 4-2-3-1 bei dem Löwen die linke und Misidjan die rechte Außenbahn übernahm und Behrens nach hinten rückte. Allerdings spielte Behrens meist etwas vorgezogen im Vergleich zu Petrak, phasenweise wirkte es auch so als würde Löwen etwas tiefer spielen als Misidjan auf der Gegenseite. In der Schlussphase als Knöll für Petrak ins Spiel kam, wurde an der Formation noch einmal gedreht. Löwen war nun neben Behrens zweiter Sechser, Knöll zweite Spitze versetzt hinter Ishak, Kubo rückte wieder etwas mehr in Richtung linken Flügel.

In der entscheidenden Szene aber, kam dann Misidjan über seine gewohnte linke Seite, Behrens war plötzlich vor Ishak zu finden; eine typische Situation des schnellen Angriffs, die der Club insgesamt aber zu wenig auf den Platz brachte, um mehr Gefahr auszustrahlen.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Bis zum Tor durch Misidjan hatte der FCN keinen einzigen Schuss auf das Tor der Gastgeber (das annullierte Tor von Petrak ausgeklammert). Nach dem Tor hatte er einen weiteren durch Yuya Kubo. Selbst gegen eine ballsichere Bremer Mannschaft zu wenig. Zum Teil lag dies natürlich daran, dass Abschlüsse am Tor vorbei (Löwen, Ishak) flogen, zum Teil aber auch daran, dass der Club einfach zu selten zu gefährlichen Abschlüssen kam. Allerdings sei einschränkend erwähnt, auch die Bremer schossen nur zweimal auf den Kasten von Fabian Bredlow (Eggesteins Tor und sein Kopfball in der 82. Minute). Die Defensiven hielten also auf beiden Seiten die Angreifer davon ab, in gefährlichen Situationen zum Abschluss zu kommen.

Wie schon vor zwei Wochen lässt sich der Formations- und Systemwechsel auch statistisch sehr gut an vielen Zahlen nachvollziehen. Bis zur 60. Minute hatte der Club nämlich nicht nur keinen Schuss aufs Tor, sondern auch nur zwei Schüsse in Richtung Tor (Valentinis geblockter Schuss und Pereiras Schuss weit drüber) von Pavlenka. Nach dem Doppelwechsel in der 61. Minute und der Umstellung kommt der FCN auf sieben Schüsse, davon zwei – beide allerdings in der Nachspielzeit – aufs Tor. Vor der 60. Minute schlug der Club sechs Flanken, von denen keine ankam, danach neun Flanken, von denen vier ihr Ziel fanden. Die Quote der gewonnenen Offensivduelle stieg von knapp 42% auf fast 61%.

Und auch der Druck auf die Bremer wurde erhöht: Bis zur Stundenmarke schafften die Bremer mehr als acht Pässe pro Ballbesitzphase, danach nur noch etwas mehr als vier. Der PPDA-Wert (siehe unten) des FCN fiel von 13,5 zugelassenen Pässen pro Defensivaktion auf 9,6, gleichzeitig schoss der Bremer Wert in der Schlussphase in die Höhe: Von 7,5 Pässen pro Defensivaktion bis zur 60. Minute auf 31,7 danach – in der Schlussviertelstunde lag der Wert sogar bei 62, ein deutliches Zeichen dafür, dass der FCN in der letzten Phase des Spiels eindeutig das Heft des Handelns in die Hand genommen hatte. Gleichzeitig zeigt die Betrachtung der Phase um das Bremer Tor (16.-30- Minute), in welcher der Club bei 24 gegnerischen Pässen pro eigener Defensivaktion lag und Bremen bei 4,4, dass der FCN sich gerade in dieser Phase sehr schwer tat, gegen das Bremer Angriffsspiel anzukommen.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Drittes Spiel, drittes Gegentor: Nach der 27. Minute (Berlin) und 25. Minute (Mainz), fiel der Gegntreffer in Bremen nun in der 26. Minute.
  • Nach drei Spieltagen ist der FCN in Sachen Schüsse aufs Tor Schlusslicht: Nur 21% seiner Schüsse gingen auf den Kasten. Das liegt wohl auch daran, dass der Club (18) nach Hoffenheim (21) bislang die meisten Torschüsse außerhalb des Sechzehnmeterraums abgegeben hat.
  • Auch in Sachen Flankengenauigkeit ist der FCN Letzter: Nur 20% der Hereingaben landen beim Mitspieler.
  • Vor der Pause kam der Club komplett ohne Foul aus, selbstverständlich Tiefstwert am Spieltag. In der zweiten Halbzeit kamen dann sechs Fouls dazu. Damit blieb der Club gemeinsam mit Bayern München (6) auf Platz zwei der verübten Fouls hinter Gladbach (5). Die Bremer liegen mit 17 Fouls übrigens in der Spieltagswertung auf Platz sechszehn, nur Augsburg (18) und Hoffenheim (20) spielten öfter Foul.
  • Erstmals lief der Club in dieser Spielzeit ins Abseits, zunächst Kubo (26.), dann Ishak (59.), in der Szene, in der Petraks Tor vom VAR annulliert wurde.

3. Fazit

Es wird inzwischen zur Gewohnheit: Der Club hat eine wesentlich bessere zweite Halbzeit. Wie gegen Mainz holt er dadurch noch einen Punkt. Im Gegensatz zum Spiel gegen Mainz dominierte der Club den Gegner aber nach der Pause nicht. Vielmehr war es vor allem einer konzentrierten zentralen Defensive geschuldet, dass Bremen nicht zu mehr gefährlichen Abschlüssen kam. Offensiv zeigten alle späten Neuzugänge gute Ansätze und dass sie die Qualität der Mannschaft erhöhen, aber auch, dass sie noch Zeit brauchen, um die Anbindung ans Spiel zu finden. Am Ende kein unverdienter Punkt, da der FCN defensiv kompakt agierte und vorne den Wirkungstreffer, wenn auch spät, setzte.

4. Zahlen zum Spiel*

Bremen Nürnberg
1 Tore 1
13 (2) Schüsse (aufs Tor) 9 (2)
40,4 Zweikämpfe (in %) 59,6
52,36 Ballbesitz (in %) 47,64
17 Fouls 6
4 Ecken 7
116,66 Laufstrecke (in km) 118,79
Pass-Statistiken
518 (85,9%) Pässe (erfolgreich) 382 (84,8%)
8,1% (59,5%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 9,1% (60%)
33,2% (80,8%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 36,4% (82%)
40,5% (90,5%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 36,9% (88%)
14,7% (89,5%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 13,6% (90,4%)
Nerd-Statistiken
1,36/0,7/0,70 Expected Goals 1,04/0,6/0,51
1,47 Expected Points 1,12
10,86 PPDA 12,17

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt weniger als 100%, da ein kleiner Anzahl an Pässen nicht kategorisiert wird. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – stammt von Wyscout.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Wir wussten, dass es ein schwerer Auftritt in Bremen wird. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir unsere Dinge gut erledigt. Wir haben uns wie Bremen gut vorbereitet. So war es eine komplizierte Partie. Wir mussten ständig auf der Hut, aber gleichzeitig nach dem 0:1 in der gegnerischen Hälfte präsent sein. Wir haben uns vorgenommen, fußballerisch stark zu sein. Zum Leidwesen wurde unser erstes Tor zurückgenommen. Da mussten wir mental eine schwere Situation verkraften. Da ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft, dass sie trotzdem mutig geblieben ist und Chancen herausgespielt hat. Es ist für uns gut zu wissen, dass wir auch nach dem dritten Spiel in der Bundesliga mithalten können. Es freut uns, dass wir hier heute mit einem Punkt heimfahren.“

Florian Kohfeldt: „Ich bin nicht zufrieden. Die erste halbe Stunde war nahe an dem, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten eine hohe Dominanz. Da fällt dann auch folgerichtig das Tor für uns. Ganz schleichend haben wir aufgehört, aus den Räumen zu spielen. Dann verlieren wir den Zugriff im Gegenpressing. Am Ende habe ich gehofft, dass wir ohne Gegentor daraus lernen. Jetzt lernen wir ganz bitter daraus. Mir gefällt es, dass die couragierten Nürnberger es spielerisch probieren. Kompliment, sie haben bis zum Ende daran geglaubt.“

Enrico Valentini: „Durch das späte Tor fühlt es sich natürlich fast wie ein Sieg an. Nach der ersten Halbzeit und dem Pausenrückstand haben wir uns gefangen und sind nochmal stark zurückgekommen. Wie gegen Mainz haben wir wieder eine sehr gute zweite Hälfte gespielt und haben uns für unseren Aufwand noch belohnt. Wir haben in der Pause umgestellt und dann hat es auch besser geklappt. Wir hatten mehr Räume. Wenn man auswärts bei einer Mannschaft wie Bremen so eine Leistung abliefert, dann kann man sagen, dass wir auf jeden Fall in der Liga angekommen sind.“

Hanno Behrens: „Zur zweiten Halbzeit haben wir etwas umgestellt. Dann hat es besser geklappt. Wir sind dann mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben auch Chancen erspielt. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Punkt auf jeden Fall in Ordnung. Mit ein bisschen Glück können wir am Ende noch das zweite Tor machen. Für die Moral ist so ein später Ausgleich natürlich sehr wichtig. Es ist schön zu sehen, dass man belohnt wird, wenn man nie aufgibt.“

Nuri Sahin: „Es ist wirklich extrem bitter: Wir gehen in Führung und müssen einfach nachlegen. Das ist uns nicht gelungen und das war das Problem. Wir haben zum Schluss darum gebettelt und das wird in der Bundesliga bestraft. Wir haben es einfach nicht zu Ende gespielt, uns viel zu tief hinten reingestellt und zwei Punkte liegen gelassen.“

Davy Klaassen: „Das Unentschieden fühlt sich wie einen Niederlage an. Wir sind gegen Nürnberg das bessere Team und müssen hier und heute als Sieger vom Platz gehen. Aber wir haben es einfach versäumt, die Tore zu machen. Unsere Abschlüsse waren nicht gut. Wir haben fünf bis sechs gute Chancen gehabt, die wir nicht genutzt haben. Wir müssen vieles besser machen, haben zu oft die Bälle verloren und dem Gegner zu große Räume gelassen.“

6. Noten zum Spiel

 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 3 3,5 3 4 6,2/10
CU-Urteil: Kaum beschäftigt. Beim Gegentor hätte er nur als X-Man rechtzeitig reagieren können.
Enrico Valentini 3 3,5 3 4 7,6/10
CU-Urteil: Defensiv ordentlich und nach vorne bemüht. Gewann 77% seiner Zweikämpfe.
Georg Margreitter 2 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Klärte mehrfach in kritischen Situationen. War oft mit seiner Kopfballstärke zur Stelle. Leitete per langem Schlag das 1:1 ein.
Lukas Mühl 2- 3,5 3 3 7,1/10
CU-Urteil: Mit einigen starken Seitenwechseln im Aufbauspiel, immer wieder mit wichtigen Zweikämpfen.
Tim Leibold +4 3,5 5 4 6,4/10
CU-Urteil: Mit unerwarteten Anpassungsschwierigkeiten an die Bundesliga. Verlor 56% seiner Zweikämpfe, nach vorne mit unnötigen Tempoverschleppungen.
Ondrej Petrak 3 4 3 4 6,7/10
CU-Urteil: Zweikampfquote: 100%. Passquote: 83%. Hätte er nicht vor dem 0:1 zu langsam gemerkt, dass er Eggestein bedrängen müsste, es wäre ein mit gut zu bewertendes Spiel gewesen. So war es ordentlich, aber eben mit Schönheitsfehlern.
Matheus Pereira 3 4 3 3 6,5/10
CU-Urteil: Mit starken Ideen nach vorne, aber noch ohne die ganz große Bindung ans Spiel. Mit für einen Offensivspieler starken 70% Zweikampfquote.
Hanno Behrens 2- 3,5 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Bekommt einen Extrapunkt für seine athletische Torvorlage. Rackerte, rannte, arbeitete gegen den Ball, spielte nur drei Fehlpässe im ganzen Spiel (93% Passquote).
Alexander Fuchs 4 4 4 5 6,1/10
CU-Urteil: Über weite Strecken lief das Spiel am Youngster vorbei, schaffte es nicht nach vorne Akzente zu setzen. Schaffte es immer das Zentrum defensiv zu halten.
Yuya Kubo 4 4 5 5 6,5/10
CU-Urteil: Musste über weite Strecken mit der Position auf dem Flügel vorlieb nehmen, tat sich da – auch defensiv – schwer. Im Zentrum dann mit Ideen, aber insgesamt eher unglücklich. Hätte mit der letzten Aktion das Spiel noch völlig auf den Kopf stellen können.
Mikael Ishak 3- 4,5 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Ackerte wie immer enorm viel. An der Entstehung des Tores auch per „second assist“ beteiligt. Kam aber insgesamt kaum zu Abschlüssen.
Eduard Löwen 3 3 3 6,6/10
CU-Urteil: Kam für Fuchs, machte das Spiel deutlich stabiler als dieser. Brachte etwas mehr Kontrolle ins Spiel, rettete einmal gut in einer Kontersituation der Bremer.
Virgil Misidjan 2 3 2 7,0/10
CU-Urteil: Kein Fehlpass, der wichtige Ausgleichstreffer. Der Holländer war der Matchwinner nach seiner Einwechslung für Pereira nach einer Stunde.
Törles Knöll 6,2/10
CU-Urteil: Kam in der 82. Minute für Petrak als zusätzlich Offensivkraft. Fiel wenig auf.

52 Gedanken zu „Analyse: Spätes Glück erarbeitet

  • Danke, interessante und gute Analyse.

    Kleine Randnotiz:
    Nach Betrachten der Pressekonferenz finde ich es bemerkenswert, wie sehr sich die Trainer offenbar gegenseitig schätzen.
    Und auch die jeweils gegnerische Mannschaft.
    Das habe ich so noch nicht oft gesehen, und es gefällt mir sehr.

    Es gibt durchaus Mannschaften, die mir weniger sympathisch sind und denen ich nicht so viel Erfolg wünsche wie den Bremern. Etwas Ähnliches höre ich übrigens auch aus Bremen über unseren Club. Auch wenn das Ergebnis für sie enttäuschend war.
    Wie gesagt: Bemerkenswert.

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  • Danke für die Arbeit, Flo.
    Wie bitte? Alle bisherigen drei Gegentore in den ersten drei Spielen haben wir quasi in der selben Spielminute erhalten? Kann das noch ein Zufall sein?
    Da die Inbetriebnahme von Sky am Sonntag vier Stunden dauerte (EPG Update, falsche Vertragsdaten, PIN Quark), hab ich vom Spiel nix mitbekommen, aber aus den Berichten kann ich entnehmen, daß auch das Bremer Tor vom Spielverlauf her eher „aus dem Nichts“ bis „überraschend“ gefallen sein muss.
    Ist das doch ein Zeichen unserer Greenhornigkeit, taktischer Probleme, individueller Fehler oder eine Mischung aus Allem?

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    • Nein, die Lücke geht auf und es kommt ein Sonntagsschuss.Ich denke nicht dass das mit Greenhornigkeit zu tun hat, eher mit doch vorhandener individuellen Klasse.Andererseits-vielleicht trifft Eggestein den auch nur bei Einem von 25 Versuchen exakt so.

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    • Aus meiner Sicht sind es vor allem die individuellen Fehler.
      Ich habe bisher in allen Spielen unglaublich viele unnötige Ballverluste gesehen: Im Aufbauspiel, bei schnellen Kontern, bei stinknormalen Zuspielen im Mittelfeld.

      Auch wenn man sieht, wie unglaublich viel Platz Eggestein beim Torschuss hat, dann ist das kein taktischer Fehler, sondern individuelle Schlafmützigkeit.
      Deshalb hat auch Margreitter nach seiner Rettungs-Grätsche so auf seine Nebenmänner geschimpft.
      Weil sie gepennt bzw sich falsch verhalten haben.
      Individuell.

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      • Fiel uns auch auf, Marggreiter und Valentini hatten öfters etwas miteinander zu klären.
        Gänsehaut bekam ich auch bei dem vor allem in der ersten Halbzeit noch vor dem 0:1 betriebenen Ballgeschiebe zwischen Verteidigern und Bredlow immer so kurz vor und um Klaasen und Kruse entlang. Sowas geht sehr schnell mal schief. Haben es dann auch eingestellt.

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  • Interessant eine weitere Zahl, wir sind die Mannschaft ggeen die am häufigsten Foul gespielt wird, weit vor den Bayern, soweit zum Thema Freiwild, aber vielleicht hat Uli H damit ja die gleichnamige Band aus Südtirol gemeint?

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    • Also von uns haben sie noch keine 3 Stammspieler in die Klinik getreten. Es geht ja um die Art und Heftigkeit der Fouls. Ich finde das auch unsäglich die Gesundheit von Spieler und Koellegen bewußt zu gefährden. Ich sehe lieber einen Coman spielen als einen Hoffenheimer Baunertreter Schulz. Das Foul von Belarabi war für mich reine Körperverletzung von hinten ohne dass der Gefoulte ihn sehen oder reagieren kann in das ungeschützte Standbein von hinten. Linker gehts nicht.
      Ich wäre ein Anhänger der Regel wie in Brasilien, bei schweren Fouls bleibt der Spieler solange gesperrt wie das Opfer verletzt ist. Ich liebe den Sport einfach zu sehr dafür, dass außergewöhnliche Spieler einfach kaputt getreten werden. Wir haben eh zu wenige Ausnahmespieler in der Bundesliga (internationales Niveau)

      Der Club hat da nach Florians Zahlen fast Vorbildfunktion in der ganzen Liga, 60%:40% gewonnene Zweikämpfe und die wenigstens Fouls, das spricht für Köllner und sein Pressing System egal ob wir jetzt in der Vorwärts oder Rückwärts umschalten. Chapeau!

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      • Von so einer Auge-um-Auge Vorgehensweise halte ich nichts, hat am Ende ja dann doch viel mit Glück und Pech zu tun, ob sich ein Spieler nun schwer verletzt oder nicht. Es sollte sich immer alleine nach dem Foul richten, aber eben nicht jemand für ein gleichwertiges Foul weniger hart bestraft werden als jemand anderes. Nur weil er eben das glück hat, dass sich sein Gegenspieler nicht schwer verletzt hat.

        Umgekehrt sollte auch niemand überhart bestraft werden, weil beispielsweise bei einem Spieler der Heilungsverlauf viel länger dauert, bzw. durch Komplikationen o.ä. sich extrem in die Länge zieht.

        Und am allerwenigsten darf eine Rolle spielen, wer der Gefoulte ist.

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        Antwort
        • Hat ja nicht im geringsten etwas mit Auge um Auge zu tun, das wäre es wenn danach Rafinha zurücktreten dürfe 🙂 , so etwas hat noch niemand jemals gefordert, daher völlige Fehlinterpretation.
          Aber es hat etwas mit dem Verursacherprinzip zu tun. Und wenn ich zu spät komme, zu langsam bin oder geistig einfach einen Moment abgeschaltet habe, dann hab ich nicht das Recht dafür jemanden anderen ins Krankenhaus zu treten.
          Bei den Fouls von Schulze und noch viel meh von Bellarabi jeder, der selbst Leistungssport getrieben hat, weiß worum es da ging, nämlich im Zweifel brech ich ihm eben die Füße.
          Ich bin froh, dass wir einen Trainer haben, der auch in dem Punkt eine gewissen Ethik vertritt, hart oder rücksichtslos ist immer noch ein riesen Unterschied.

          Ich gebe auch gerne zu als Fußballfan sehe ich viel lieber einen Coman spielen als diesen Hoffenheimer Bauerntrampel Schulz. Aber ansehen muss ich mir in Zukunft den Hoffenheimer Bauerntrampel

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  • Ich weiß nicht ob das hier hin gehört, aber mir schwillt gerade echt der Kamm.
    Stand jetzt kommen am Samstag gerade mal so um die 35.000 Fans
    Was ist da los? Runter vom Sofa und ab ins Stadion.
    Ist echt nicht zu glauben

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    Antwort
    • …könnt ja sein, dass am Wochenende die Oma kommt.
      Nein, ich versteh Dich, aber die Zuschauerzahlen gehen allgemein leicht aber stetig zurück. Man muss vlt noch mehr rausstellen, dass es sich hier nicht um ein UEFA-CL-Hochglanz-Classico-The-Mannschaft-Produkt handelt, sondern um den Club.

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      Antwort
      • Man muss vlt noch mehr rausstellen, dass es sich hier nicht um ein UEFA-CL-Hochglanz-Classico-The-Mannschaft-Produkt handelt, sondern um den Club.

        Wobei da die Leute dann kommen, vielleicht sollte man doch lieber den Club als Hochglanzprodukt vermarken!?

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        Antwort
        • Der Club ist aber nicht Hochglanz, eher so ein Vintagemodell mit ordentlich Patina und reichlich Kratzer an den richtigen Stellen.
          Eben etwas Lebendiges.

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          Antwort
      • Da würde ich persönlich auch einhaken und mein Erklärungsmuster suchen. Von den 27 Bundesligaspielen bisher waren genau 8 ausverkauft (alle drei Spiele mit Beteiligung der Bayern, Dortmunds Gastspiel in Hannover, Bremen gegen Hannover, Gladbach gegen Schalke und beide Freiburger Heimspiele). Der absolute Boom in Sachen Fußball, der so um die WM 2006 rum eingesetzt hatte, scheint vorbei zu sein.

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        Antwort
        • Wundert das bei so einer langweiligen 1. Liga?

          Die Liga kann froh sein, jetzt wieder bedeutend interessanter geworden zu sein! :mrgreen:

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          Antwort
        • Wir haben aber auch die mit Abstand schlechteste prozentuale Auslastung, wenn mich nicht alles täuscht.

          Und ja es sind größere Clubs, aber Köln gegen Paderborn war glaub ich ausverkauft und HSV Heidenheim auch ziemlich voll.

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          Antwort
          • Mit den beiden hätte man potentiell sechs ausverkaufte Spiele mehr. Die dritte Liga boomt anscheinend mit Lautern, 60 ig etc.
            Es sind halt mehr Schrottvereine (für mich vom fanpotential) wie Augsburg, Hoffenheim, Mainz, Freiburg, Wolfsburg in der Liga.
            Ich glaube nicht so ganz an einen rückläufigen Trend.
            Auch hatten letztes Jahr glaube ich nur der HSV und Hertha leicht rückläufige Zahlen im Gegensatz zu vorsaison, glaube ich.
            Finde die 32.000 verkauften Karten schon schwach, vor allem da wohl mehr Hannover Fans dabei sein werden als Mainzer. Und jetzt sind auch keine Ausrede-Ferien mehr 😉😉

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            Antwort
            • In Berlin kommen jetzt schon Kinder bis 14 Jahre umsonst rein, damit es nicht so leer aussieht und man hofft auf eine frühe Fanbildung.Ist halt schwer bei 52% Zugereiste n Einwohnern und Clubfans als Vätern.
              Aber auch der Club muss halt wieder eine Basis aufbauen, die nicht nur Messi und Ronaldo kennt-und da ist mindesten 1.Liga dauerhaft Pflicht

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              Antwort
              • Das mit den Zugereisten sollte nicht unterschätzt werden (ohne jegliche politische Wertung!). Nürnberg hat einen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund von annähernd 50 %. Je nach Lesart, Definition und politischem Interesse des Stadtrates/Referatsleiters sind es im Groben zwischen 40 % und 60 %.

                Diese Migranten sind im Regelfall nicht durch Geburt oder gütliches Zutun eines wohlmeinenden Verwandten mit dem FCN fußballerisch sozialisiert worden. Nicht wenige fühlen sich in Nürnberg auch noch nicht wirklich heimatlich angekommen. Sie denken beim Thema Fußball entweder an die Größen in der alten Heimat oder, schlimm aber wahr, an die omnipräsenten deutschen Bundesliga-Großprodukte. Dementsprechend dürfte es sehr schwer werden, diese Menschen für den Club als Fans zu gewinnen.

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                Antwort
              • …und Japanesen. Hatte mich herzhaft amüsiert über eine etwa 20 Personen große familär geprägte Gruppe vermutlich japanischer Herkunft, die eine Viertelstunde nach Beginn panisch ihre Plätze suchte und jedem auf ihrem Irrweg die Karten vor die Nase hielt – den Polizisten, Bier- und Eisverläufern, Toilettengängern… Ich fragte mich, ob sie eigentlich wissen, was sie da gerade besuchten.

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                Antwort
                • Normalerweise bringt ein Japanischer Spieler circa 30 japanische Medienvertreter

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          • Ich glaube die 1. Liga hat insgesamt an Attraktivität eingebüßt, der Kampf um die deutsche Meisterschaft existiert ja nun seit 5 Jahren nur noch auf dem Papier, rein praktisch findet es nicht mehr statt. Spannung gibt es nur noch auf den Plätzen 2-18 und das hat einfach nicht ganz so den Glanz.
            Zu wenig Ausnahmespieler ligaweit, weil sie dann blitzschnell in Spanien oder Premiere League sind.
            Die WM hat sicherlich auch ihre Schatten auf die folgende Saison geworfen vor allem dieses demotivierte Auftreten.
            Dazu kommt der VAR also ich bin dafür, aber nicht so wie er in der Bundesliga seit dieser Saison praktiziert wird.

            Ja, ligaweite Euphorie sieht tatsächlich anders aus.

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            Antwort
  • Diese unglaublichen Transferzahlen machen schon viel aus. Da kenne ich einige, die nach dem Neymar-Transfer einfach mit dem Fußball abgeschlossen haben. Dann noch die neuen Medien rund ums Internet im Gegensatz zum TV/Radio/Zeitung, da ist viel in Bewegung.
    Wenn selbst der Mario Gelmez bei den Live-TV-Anbietern nicht mehr durchblickt… 😛
    Der Lahmarschtorverhinderungsfußball, dessen Unterhaltungswert bei einer Zahn OP liegt. Zuviele Projekte und zuwenig Vereine in der 1. Liga. Und Hand aufs Herz: Unser Frankenstadion ist kein reines Fußballstadion und einfach mittlerweile zu groß für den Club.

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    Antwort
    • Stadion zu groß für uns? Das glaub ich nicht.
      Mal angenommen, wir würden uns permanent in den einstelligen Regionen der Tabelle bewegen, dann würde unsere Stadionkapazität passen. Und da wollen wir ja hin.

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      Antwort
      • Und wenn wir jedes Jahr CL-Sieger wären, dann wäre das Stadion sogar zu klein.

        Sorry, aber hier zeigt sich mal wieder die Hybris des Clubfans, man kommt gerade aus Liga 2, hat den niedrigsten Etat der Liga, aber denkt das Stadion muss für einen Verein sein, der permanent in der oberen Hälfte der Ersten Liga mitspielt.

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        Antwort
    • Machen die Transferzahlungen wirklich was aus?
      Für mich persönlich macht es absolut keinen Unterschied ob da 5Mio, 222Mio oder sogar eine Milliarde Euro fließen. Das sind für mich absoluten Durchschnittsdeutschen, der in seinem ganzen Leben zusammengenommen irgendwas zwischen 2 und 3 Millionen Euro verdienen wird, alles unvorstellbare Zahlen.

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      Antwort
      • Mit 3Mio Verdienst/Arbeitsleben befindest Du Dich deutlich über dem Durchschnitt, das wären bei 45 Arbeitsjahren immerhin jeden Monat, vom ersten Arbeitstag an 5,5k Bruttoeinkommen. Das schaffen nicht viele 😉
        Ganz ehrlich, mich interessieren die Transferzahlungen gar nicht, ob ein Neymar 2Mio, 20Mio oder 200Mio kostet ist doch komplett egal, es wird das Geld ausgegeben, das ins System fließt. Teilweise von uns Fans, teilweise von Investoren, die alle nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Leute, die sich einen Fußballverein leisten oder eine Kunstsammlung, wo ist der Unterschied?
        Bei meinem Stadionbesuch zählt allein, kann ich mir Fahrt und Eintritt leisten. Und habe ich Zeit dafür, mit den neuen Anstoßzeiten und Arbeit im Einzelhandel kann ich halt nicht oft im Stadion sein.

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        • Erwischt…war ja ein Pi mal Daumen Wert, außer dem gibt es ja auch noch Rente und Inflation….

          Ich wollte damit ja auch nur ausdrücken wie absurd jede Zahl ab einer relativ kleinen 7stelligen Nummer für die allermeisten Menschen ist.

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  • Dass das MM-Stadion kein reines Fußballstadion ist, das ist definitiv ein Nachteil, atmosphärisch (vgl. „Eventcharakter“) und damit auch Business-Logen-verkaufsspezifisch sowieso. Da liegt dermaßen viel im Argen… Viel zu tun für den dreigestreiften Niels.
    Ich persönlich finde die Zahl 35.000 auch sehr enttäuschend, gerade wenn man die nicht so schlechten Auftritte der Mannschaft betrachtet, die in den ersten drei Spielen immer mal wieder gezeigt hat, dass sie weniger weit entfernt vom Erstligafußball ist als befürchtet. Die hätten 45.000 verdient, von denen sie dann auch unterstützt und womöglich zum ersten Dreier gepeitscht werden würden. Bei einem Stadion mit Laufbahn, das überdies zu einem Drittel leer ist, scheint mir das doch deutlich schwieriger zu sein. Das spürst du als Spieler dann eben auch.

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  • Also dass zum ersten Erstligaspiel nach vier Jahren nur gleich viele Zuschauer kamen, wie zum ersten Zweitligaspiel nach dem Abstieg (und das gegen Aue), und 9.000 (!) weniger als im letzten Heimspiel vor dem Abstieg, ist schon grotesk (und einfach nur enttäuschend).

    Normalerweise sollte man doch davon ausgehen, dass ein Aufstieg eine gewisse Euphorie im Umfeld erzeugt und die Leute dazu animiert, zunächst mal vermehrt ins Stadion zu kommen. Im Saisonendspurt war diese Euphorie ja durchaus da, die Hütte war ordentlich voll, selbst zum Montagsspiel gegen Braunschweig am 32. Spieltag kamen über 45.000.

    Die sich allgemein abschwächende Euphorie rund um den Fußball kann hier bestenfalls eine sehr geringe Rolle spielen, wenn überhaupt.

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    • Die tristen Jahre der 2.Liga haben eine „Euphorieerosion“ ausgelöst. Daneben hat die Transferpolitik mit den späten Transfers – immerhin als einziger Verein in der Liga – viel Euphorie, Dauerkartenverkäufe und Zuschauer für das erste Heimpiel gekostet. Da stand monatelang nichts über Transfers oder Gerüchte in der Zeitung, sondern eben nur „mal sehen, vielleicht kommt was, vielleicht nicht.“ Wir haben wochenlang mit Salli und Zrelak in der ersten 11 die Vorbereitung gespielt und öffentlich dieser Truppe das Vertrauen ausgesprochen. Das ist alles legitim, aber hat aber die Zuversicht im Umfeld oder gar Aufbruchstimmung nicht gerade verstärkt. Ich glaube jedoch fest daran, dass die Zuschauer jetzt kommen werden.

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  • Sollten wir 1-2 Spiele gewinnen (Hanover, Düsseldorf) wird sich das ändern…bestimmt.

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  • Laut meiner Liste hatten letztes Jahr neuen Bundesligisten Zuschauerrückgang, wirklich deutlich war er neben den Absteigern bei RB, Hertha und Wolfsburg.

    Es kommt halt alles zusammen, Bayerndominanz, Spieltagszersplitterung, die CL/EL-Flut, die Vereine ohne Namen und natürlich vor allem die immer größeren Probleme für sehr sehr viele Leute, regelmäßig mal eben 50 Euro für Ticket, Bratwurst und zwei Bier zusammenzukratzen während die Eventfans über fehlende Logen klagen.

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  • Servus zusammen!
    Jetzt will ich doch mal ein fässla bezüglich des fränkisch-oberpfälzischen Verhältnisses aufmachen. ( Kommentar des geschätzten markazero vom 18.09.)
    Zu meiner Person : Oberpfälzer, seit je her clubfan und Mitglied, wohne ca. 12 km von der fränkischen Grenze entfernt.
    Schon immer schätze ich die fränkischen schäuferle-touristen, die jeden Sonntag über unsere Gasthäuser wie ein alles-verschlingender-kahlfrass herfallen. Im Ernst! Ich mag die Franken und ihre Art!
    Aber bitte sagt mir doch : warum fühlt sich der Franke denn dem Oberpfälzer überlegen? Liegt es vielleicht an unserem Dialekt, der eventuell in den weltgewandten fränkischen Ohren etwas ordinär, gar bäuerlich klingt? Hat man denn ein so großes Problem, dass der Trainer einer dieser hinterwäldler ist, der zugegebenermaßen seinen slang eiskalt durchzieht und damit oft für Kopfschütteln und Unverständnis sorgt?
    Gerne fahre ich am Samstag auch wieder „eine“ zum Club mit tausenden anderen Anhängern aus der Oberpfalz. Aber bitte klärt mich auf, warum um alles in der Welt ihr so auf die Oberpfalz herab blickt.

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    • Tun ‚WIR‘ das denn?
      Wer sind WIR und wer seid IHR?
      Ich verstehe Dich schon, möchte aber das Schwarzweiß nicht bedienen.
      Wenn überhaupt mache ich einen Schnitt zwischen Nord-und Südbayern und selbst da muss man nicht über alle Stöckchen springen, die einem hingehalten werden. Deie Grenze zwischen Patroitismus und Nationalismus wird im Großen derzeit so gerne bewußt verwischt, da müssen wir doch im Kleinen das nicht auch bedienen.

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    • War mir bisher gar nicht bewusst, dass es Leut‘ gibt, die auf die Oberpfalz herabschauen.. (außer grad Alexander Gerst). Naja, als gebürtiger Westmittelfranke war ich halt immer recht weit weg vom Grenzkonflikt Franken/Oberpfalz.

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      • Herabschauen ist sicher nicht richtig. Sind halt die Waldler. Und die unverständliche und sehr laute Sprechweise meiner Grossonkeln hat da auch nicht gerade freundlich gewirkt.

        Wie schön es in der Heimat meines Grossvaters ist und wie nett die Verwandten sind, hab ich dann erst nach Jahrzehnten festgestellt als ich doch mal da hinter gefahren bin.

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    • Wahrscheinlich spricht Köllner in Wahrheit astreines hochdeutsch und hat sich aus Marketinggründen den originellen oberpfälzischen Dialekt mühevoll antrainiert. Das Branding des wütenden Italieners ist ja auf ewig durch Trappatoni besetzt. Die französische Klangfarbe mit Favre. Holländer gab es in der Bundesliga auch schon genug. Der philosophierende Oberpfälzer ist eben noch unique. 🙂

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      • Spitzen Vorstellung! Seit über einem Jahr hartes Training: „Wie übersetze ich denn jetzt ‚Arminia Bielefeld ist eine ernst zu nehmende Herausforderung‘.. Bielefeld is a ernscht.. nein.. Bielefeld is ein starka.. Bielefeld.. Bülefeld.. Arminja.. stark.. schdorg.. ah: ‚Büilefeld is a schdorrga Gegna!'“

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    • Weil Du meinen Kommentar erwähnt hast: Der war sogar als Kompliment gemeint! Ok, ich gestehe, dass ich ein wenig irritiert war,, als ich vor vielen Jahren das erste Mal in Amberg war, wo Freunde von mir hingezogen waren. Das Hintergrund-Geräusch in den Kneipen klang für meine mittelfränkischen Ohren wie ein Donnergrollen… Extrem bodenständig mit einem Hang zur Knurrigkeit, kann man das so sagen? Da denke ich nicht nur an unseren Trainer, sondern auch an Ludwig Stiegler, Walter Röhrl oder den ehem. Landrat Hans Schuirer, der stur und unbeugsam den Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf angeführt hat. Will sagen die Oberpfalz bassd scho!

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    • Keine Großmutter lebte gut 20 Jahre hinter Neumarkt idOpf. Habe sie oft besucht, mitunter die Sommerferien bei ihr verbracht. Habe die Pföizer als fleißige, hilfsbereite, ehrliche und ungekünstelte bodenständige Menschen erlebt. Und ja, manchmal wirklich unglaublich stur. Raue Schale, gutes Herz. Mir hat’s dort wirklich sehr gut gefallen! Mag auch daran gelegen haben, dass dort damals wirklich alle Club-Fans waren!

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      • Das interessanteste an Franken und der Oberpfalz ist doch, wie krass sich ein Dialekt über so wenige km verändern kann…

        Ansonsten wars früher zumindest so, dass ich als Feuchter bei den Mitschülern in Nürnberg scho als der Kartoffelbauer Schorsch durchgegangen bin… Kann man sich ausmalen, wie Oberpfälzer dann weggekommen sind 😉

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        • Ich sag nur „Nordbayerische Sprachschranke“ bei Roßtal, wo das leicht mediterran angehauchte westliche Mittelfränkisch (welches noch weiter westlich brutal ins Schwäbische übergeht) unter dem oberpfälzischen Einflüss eine gewisse Derbheit bekommt, je näher man Nürnberg kommt…😁
          Wann steigt Dr. Schnabel aus Bahreid hier ein, als quasi unabhängiger Beobachter?!?

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  • Jetzt sitzt doch der Köllner beim ingo Appelt in Kabarett aus Franken der lässt aber auch nichts aus 😊

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