Die Hand am Rücken

Schiri blind, Linienrichter Hydrant,

schrieb ich nach dem 16. Spieltag der Bundesligasaison 2013/14, an dem sich der 1. FC Nürnberg bei seinem Gastspiel in Hannover nach 3:0-Führung mit einem 3:3 begnügen musste, weil beim 2:3-Anschlusstreffer weder der Heini mit der Pfeife noch der Heinzi mit der Fahne erkannte, was jeder Zuschauer auf den ersten Blick sah: der Hannoveraner Torschütze stand gefühlte drei Meilen im Abseits.

Schiri blind, Linienrichter Hydrant,

werden sich am letzten Samstag gegen 15 Uhr 55 auch die Fans von Hannover 96 gedacht haben, als die Unparteiischen auf dem Rasen Ishaks Tor zum 1:0 nicht die Anerkennung verweigerten, obwohl unübersehbar war, dass sich Misidjan bei seiner „indirekten Vorlage“ – er war mit einem Schuss am Gästetorwart gescheitert, ehe Ishak den Abpraller versenkte – in deutlicher Abseitsposition befand. Natürlich währte ihr Ärger nicht lange, denn stante pede erfolgte die Annullierung des Treffers per Videobeweis. Hätte es in der Saison 2013/14 schon den Videobeweis gegeben…

…wäre der 1. FC Nürnberg, dem am Ende dieses Spieljahrs zwei Punkte zum Erreichen des Relegationsplatzes fehlten (klick), vielleicht nicht abgestiegen. Stelle ich fest, ohne diese Feststellung als Plädoyer pro oder contra Videobeweis gemeint haben zu wollen.

Der Nürnberger geht schon vor der Berührung zu Boden. Der Schiedsrichter hat das auch so bewertet. Es stellt sich dann aber die Frage, warum sich der Videoassistent einmischt, obwohl es keine klare Fehlentscheidung war…

ließ Hannovers Trainer Breitenreiter nach dem Spiel seinem Verdruss über den Platzverweis gegen einen seiner Spieler freien Lauf (klick), wobei er sich auf eine Szene in der 28. Spielminute bezog. Misidjan lief verfolgt von einem 96er auf das Tor der Gäste zu und ging kurz vor dem Strafraum zu Boden. Dass der Hannoveraner Misidjan mit der Hand am Rücken berührte, ist unstrittig. Unstrittig dürfte auch sein, dass diese Berührung mit Absicht (wenn auch vielleicht mit reflexhafter Absicht, dazu gleich mehr…) erfolgte, denn es war eine zielgerichtete Handbewegung. Strittig – und für mich auch im Replay nicht klar zu entscheiden – ist, ob

a) diese Berührung Misidjan aus dem Gleichgewicht brachte, also die „physikalische“ Ursache für seinen Sturz war,

b) Misidjan die Berührung zum Anlass nahm, um sich fallen zu lassen,

oder – und diesen Fall unterstellt Breitenreiter –

c) Misidjan sich „unberührt“ fallen ließ und erst in der Phase des Zu-Boden-Gehens vom Gegenspieler am Rücken berührt wurde.*

Im Fall a) liegt ein Foulspiel vor, das, da der Foulende „letzter Mann“ ist, mit einen Platzverweis zu ahnden ist. So auch die vom Hannoveraner Trainer kritisierte Interpretation des Videoassistenten, der offenbar ein klares Foulspiel (und demgemäß eine klare Fehlentscheidung) sah und aus seiner Sichtweise heraus gezwungenermaßen ins Spielgeschehen eingriff.

Fall b) wäre ein klarer Fall von Betrug (Schwalbe…), die eine Verwarnung Misidjans zu Folge haben müsste. Ob der Schiedsrichter, der spontan weiterspielen ließ, Misidjan bei der nächsten Unterbrechung nachträglich den gelben Karton gezeigt hätte, wenn der Videoassistent nicht eingegriffen hätte, wäre eine interessante Frage.

Für Fall c) gilt das Gleiche wie für Fall b), nur dass die Spitzbübigkeit des Betrügers ausgeprägter ist; denn hier spekuliert der Betrüger nicht wie bei Fall b) lediglich darauf, dass der Schiedsrichter irrigerweise davon ausgeht, dass eine (tatsächliche) Berührung am Rücken die „physikalische“ Ursache für den Sturz ist, sondern darauf, dass der Schiedsrichter eine gar nicht erfolgte Berührung als Ursache annimmt. Er spekuliert also auf eine Vision des Schiedsrichters – eine höchst gewagte Strategie, deren Erfolgsaussichten ziemlich gering sind. Es sei denn, der Betrüger geht davon aus, dass er nach der Einleitung seines Sturzes, in der Phase des Zu-Bodens-Gehens, von der Hand des Gegenspielers am Rücken berührt wird, vielleicht weiß er sogar, dass es ein Naturgesetz ist, dass der Verfolger dem Enteilenden mit der Konditioniertheit eines abgerichteten Tieres an den Rücken fassen muss, der Verfolger kann gar nicht anders, auch wenn der Enteilende gar nicht mehr eilt, sondern im Stürzen befindlich ist. Das Wissen um die Naturgesetzlichkeit des An-den-Rücken-gefasst-Werdens in dieser Situation eröffnet dem Betrüger die hinterlistige Spekulation, der Schiedsrichter könnte bei der Wahrnehmung der temporeichen Abläufe chronlogisch außer Tritt geraten, so dass er die Rückenberührung zeitlich vorverlegt und als Ursache für den Sturz deutet.

Die Frage, welcher der drei Fälle (von denen nur der erste ein Sturz ist) die Wahrheit erfasst, kann letztlich nur Misidjan beantworten. Gesetzt den Fall, Fall b) oder c) trifft zu, wäre Misidjan zu fragen, warum er nicht noch ein, zwei Schritte machte und sich erst dann fallen ließ, denn dann wäre er im Strafraum gewesen und es hätte einen Elfmeter für seine Mannschaft gegeben. Ob ihn das Wissen um Ishaks in Berlin verschossenen Elfmeter (klick) dazu bewog, statt eines Strafstoßes einen Freistoß aus aussichtsreicher Entfernung zu ziehen (Leibolds Schuss landete dann ja, allerdings abgefälscht, am Pfosten des Gästetores), wäre eine sich anschließende Frage.

Zudem sollte Breitenreiter seinen vom Platz gestellten Spieler fragen, warum er überhaupt an den Rücken von Misidjan griff, wenn dieser schon zu Boden ging. Nun gut, vielleicht erübrigt sich diese Frage ja aus den gerade angeführten Gründen (Naturgesetzlichkeit…), fest steht aber – und das ohne Videobeweis –, dass es ohne diesen Rückengriff den Platzverweis, der, wie Breitenreiter wohl nicht zu Unrecht feststellte,

spielentscheidend

war (klick), ebenso wenig gegeben hätte wie das von den Hannoveranern nach dem Spiel veranstaltete Lamento über Benachteiligung durch die Unparteiischen. Denn, gleich ob sich Misidjan spitzbübisch verhalten hat oder nicht, und trotz aller Naturgesetze:

Die Hand hat am Rücken des Gegenspielers nichts zu suchen!

Regeltechnisch unstrittig war auf alle Fälle die Anerkennung der beiden (anderen) Club-Tore. Zwar wurde der Ball beim 1:0 (75. Minute) – Behrens hatte nach einer Ecke das Leder per Kopf an Pfosten gesetzt, der eingewechselte Knöll spielte den Abpraller nach innen und ein Hannoveraner lenkte ihn ins eigene Gehäuse – aus dem Tor geschlagen, die Torkamera bewies aber eindeutig, dass der Ball hinter der Linie war. Das 2:0 zwei Minuten später war das Produkt eines lupenreinen Konters: Der auf dem linken Flügel freigespielte Ishak zog auf und davon und bediente passgenau den mitgelaufenen Knöll, der keine Mühe hatte, den Ball ins Tor zu befördern.

Es war ein Arbeitsieg. Der neunmalige deutsche Meister und vierfache Pokalsieger begann forsch, tat sich dann aber trotz Überzahl schwer, zu Chancen zu kommen, und hatte Glück, dass in der 72. Minute Füllkrugs Fernschuss nur an der Latte des von Bredlow gehüteten Tors landete. Aber natürlich haben es sich die Akteure des Aufsteigers nach dem ersten Dreier in dieser Saison verdient, dass man ihnen anerkennend den Rücken tätschelt. Das gilt besonders für Petrak, der im defensiven Mittelfeld ein ruhender Pol war, und für den jungen Knöll, der zum Helden des Spiels avancierte.

Hoffen wir, dass der achte Tabellenplatz, den unsere Mannschaft nach dem 2:0-Heimsieg gegen Hannover 96 einnimmt, mehr ist als eine Momentaufnahme. In der am Mittwoch anstehenden Partie in Dortmund zu punkten, ist schwer. Das ist uns klar. Doch von einer Überraschung (klick) zu träumen, ist immer erlaubt, auch wenn der Club beim BVB nicht in folgender Formation antritt (klick):

KOWARZ (TW)

BRUNNER         KURZ         KASALO         METSCHIES

WOLF              DITTWAR

PHILIPKOWSKI                 WIRSCHING                 WAGNER

TÜRR

*Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Indizien dafür, dass Misidjan einfach gestolpert ist, wie man manchmal halt so stolpert (z.B. über eine Bodenunebenheit oder die eigenen Füße), nicht erkennbar waren. Auch spricht nichts dafür, dass er aufgrund eines plötzlich auftretenden Unwohlseins (ein akuter Schwindel…) zusammenbrach. Allerdings konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihm, je mehr er sich dem Tor der 96er näherte, Entschlossenheit abhanden kam.

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

34 Gedanken zu „Die Hand am Rücken

  • „…wäre der 1. FC Nürnberg, dem am Ende dieses Spieljahrs zwei Punkte zum Erreichen des Relegationsplatzes fehlten, vielleicht nicht abgestiegen.“
    Glaubst du wirklich, wir hätten 2014, nach den grottenschlechten letzten paar Spielen, in der Relegation gegen die Westvorstadt gewonnen?

    Im übrigen habe ich mir die Szene mit dem Platzverweis inzwischen mehrfach genauer angeschaut und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass möglicherweise auch ein Kontakt am Fuß stattgefunden hat, der ausgereicht hat, um Misidjan zu Fall zu bringen. Ob das dann ein Foul war, ist die Frage, aber es war dann auf jeden Fall keine Schwalbe…

    4

    0
    Antwort
    • Mit den 2 Punkten in Hannover wären wir nicht direkt abgestiegen. Ist doch wohl Fakt.
      Und wer dagt dir, daß es nicht insgesamt besser gelaufen wäre? Für mich war das in Hannover so eine richtige Zäsur. Die Mannschaft spielt gut und trotzdem …
      Ganz abgesehen davon gab es danach ja noch einige haarsträubende Schiedsrichterleistungen mehr (Freiburg z.B.). Ich bin mir sicher, daß wir damals mit dem Videobeweis eine größere Chance gehabt hätten, die Klasse zu halten.

      Wobei ich mittlerweile soweit bin zu sagen, es war vielleicht ein Segen für den Verein, daß wir damals abgestiegen sind und daß das, wenn auch mit Hängen und Würgen und zwei Spielzeiten zu spät zu einer Ablösung unserer Vorstände geführt hat.
      Denn damals wäre es ein weiter so gewesen. Verbeek und Bader wären nie und nimmer weiter zusammen geblieben. Eine Umstrukturierung des NLZ (wie es ja auch Verbeek wollte) wäre mit Bader niemals erfolgt. Und die Entwicklung einer Mannschaft und die Reformierung der Ausbildung von NLZ und Profis hätte es so auch nicht gegeben.

      Insofern hab ich mit der Zeit damals abgeschlossen. Ich freu mich über die momentane Entwicklung. Auch das Interview Bornemanns im Frankenfernsehen gestern fand ich sehr gut. Da arbeitet ein Mann in Ruhe im Hintergrund ohne jede Profilierungssucht nach einem guten Plan.
      Und es wäre von ihm, dem Trainerteam und der Mannschaft eine grandiose Leistung, wenn sie sich wirklich auch in dieser Saison sportlich weiter entwickeln und dabei die Klasse halten.

      14

      2
      Antwort
      • Da waren wirklich noch einige bitte Spiel mit vogelwilden Entscheidungen dabei – u.a. die unsägliche Niederlage in Gladbach…

        Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass auch nur irgendein Abstieg „Segen“ sein kann. Ganz im Gegenteil. Das hat uns jedes Mal – ob zu Zeiten des Phantomtors oder nach dem Pokalsieg, beide Male mit einer guten Kadersubstanz – finanziell um Jahre zurückgeworfen.

        Man sieht ja heute an Gladbach, wie viel Unterschied nur ein einziger Nichtabstieg machen kann. Die waren in ihrer Krisensaison in der Winterpause auf Platz 18 und wurden dann durch regelmäßige Schiedsrichterhilfen auf den Reliplatz gehievt um so drin zu bleiben und danach mit dem Reus-Transfer sich nachhaltig zu konsolidieren.

        7

        1
        Antwort
        • Also ich würde eher sagen, die Strategien von Woy und Bader haben uns um Jahre zurückgeworfen. Die hätten in der ersten Liga das Geld doch genauso weiter verbraten. Und der Abstieg wäre letzten Endes wie beim HSV nur eine Frage der Zeit gewesen.
          Oder glaubst du rückblickend, daß wir in der darauffolgenden Saison mit einem Trainer durchgespielt hätten und einen harmonierenden Kader gehabt hätten? Ich nicht.
          Da wäre weiter munter spekuliert worden bis und die Lizenz irgendwann entzogen worden wäre oder wir von der DFL wegen Nichterfüllung der Auflagen wichtige Punkte abgezogen worden wären.
          So hat Bornemann mit Köllner erst im NLZ neue Strukturen geschaffen, die Durchgängigkeit zu den Profis, d.h. die individuelle Entwicklung jeden Spielers als oberstes Handlungsziel ausgegeben und zusammen mit Meeske die Finanzen so geordnet, daß wir diese Saison erstmals nicht um die Lizenz bangen mußten. Es wurde nicht wieder finanziell All in gegangen bei der Kaderzusammensetzung und ich würde mal davon ausgehen, daß die Strukturen im Moment so sind, daß wir auch noch einen weitreen Abstieg sportlich und finanziell verkraften könnten, ohne wieder bei Null oder darunter anfangen zu müssen.
          Im Moment seh ich uns da, wo Mainz damals zu Klopps Zeiten war: sportlich auf dem Sprung zur ersten Liga, finanziell in der Lage dabei auch Rückschläge zu verkraften.
          Und wenn ich mir den Kader so anschau, halte ich es durchaus für möglich, daß wir da auch den einen oder anderen Spieler drin haben, dessen Weiterverkauf uns eines Tages wie Gladbach nicht nur finanziell weiterhelfen könnte. Weil wir dann genügend Ablöse bekämen, um den Abgang aufzufangen.
          Ich glaub, ich lass mich grade vom positiven Denken und vorsichtigen Optimismus von Köllner und Bornemann anstecken. :mrgreen:

          10

          2
          Antwort
        • Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass auch nur irgendein Abstieg „Segen“ sein kann. Ganz im Gegenteil. Das hat uns jedes Mal – ob zu Zeiten des Phantomtors oder nach dem Pokalsieg, beide Male mit einer guten Kadersubstanz – finanziell um Jahre zurückgeworfen.

          Beim Phantomtor wäre jetzt der große Unterschied, daß es jetzt nicht gegeben würde und nicht ein unsägliches Wiederholungsspiel, in dem die Bayern dann noch motivierter waren. Mit dem VAR ohne Wiederholungsspiel wären wir auch damals besser gefahren.

          2

          0
          Antwort
  • Bei der schieren Masse an Fehlentscheidungen in der Saison 13/14 halte ich es für höchstwahrscheinlich, dass wir nicht abgestiegen wären… ging ja schon am 2. Spieltag los, wo Baumjohann erst für eine klare Tätlichkeit nicht vom Platz und fliegt und dann später mit einer ebenso klaren Schwalbe den Elfmeter zur 2:1 Führung für die Hertha geschunden hat. Wer weiß, wie die Saison gelaufen wäre, wenn wir am zweiten Spieltag schon ein Spiel gewonnen hätten und nicht erst am 18…

    5

    0
    Antwort
  • Das hier immer über gestern diskutiert wird…Wenn man nur das Spiel am samstag gegen Hannover sieht, dann kann man sich inerster linie über 3 Punkte freuen, die wohl verdient waren-rote Karte hin oder her.
    Die Argumentation, dass der Videoschiedsrichter nicht eingreifen durfte, weil beim Foul/der Situation keine klare Fehlentscheidung vorlag finde ich diskutabel.Hätte er nicht eingegriffen, hätte es keine Ahndung einer Notbremse gegeben.Eine Notbremse gilt als so schwer wiegend, dass das Regelbuch hierfür eine rote Karte vorsieht.Somit wäre ein Nichteingreifen auch falsch gewesen, da ein Nichtahnden einer als Foul erkannten Notbremse eine klare Fehlentscheideung gewesen wäre.Dem gegenüber steht die Wahrnehmung des Schiedsrichters auf dem Platz und die Beurteilung ob er es hätte erkennen müssen.Und wenn er es erkannt hat-was denn dann genau.Würde man mal die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und VAR mithören können, dann wüsste man Bescheid.
    Wäre der Dialog so gewesen (Schiedsrichter(:das war kein Foul!?-(VAR):Doch! schau es Dir lieber noch mal an -dann wäre meiner meinung nach alles okay.
    Die Abseitssituation, die durch den VAR aufgedeckt wurde, sehe ich da etwas anders.Müsste allerdings um sicher zu gehen, wissen wo der schiedsrichter gestanden hat.In den TV Zusammenfassungen,die ich gesehen habe wurde jeweils, mit Hilfe eine Lupe/Vergrößerung kenntlich gemacht, dass Ishak den Ball berührt hat ,bevor er zuMisidjan kam.Wer dafür eine Lupe braucht, der kann nicht von einer klaren Fehlentscheidung sprechen, die durch den VAR korrigiert wurde.

    4

    2
    Antwort
    • Wenn das gegen Misidjan eine Notbremse war und das muß ich als Clubfan sogar sagen, dann lassen wir besser nur noch Schauspieler aufs Feld und keine Fußballer mehr. Ich mag das nicht bei anderen Mannschaft und auch nicht bei der eigenen.

      8

      7
      Antwort
      • Wenn ich nicht wüsste wie’s ausgeht, würde ich gerne mal sehen, wie das hier gesehen würde, wäre die Entscheidung gegen uns gefallen. Ich bin auch alles andere als glücklich mit Misidjans Verhalten. Der soll den Ball reinhauen und gut is. Gerade das Karte fordern und der Jubel über die rote Karte hat mir garnicht gefallen…

        5

        1
        Antwort
        • Das meine ich als gieriger Stürmer das Ding machen wollen dann brauchen wir den Elfmeter und den Diver gar nicht.

          2

          2
          Antwort
          • Glaub ich einfach nicht. Er ist doch nicht so blöd und lässt sich VOR dem Strafraum fallen…

            3

            1
            Antwort
            • Hat Köllner auf der PK jetzt doch wohl endgültig beantwortet. Wenn der Trainer seinem Spieler glaubt, sollten es vielleicht auch die Fans hinbekommen und nicht glauben, es besser zu wissen.
              Wie Optimist argumentiert auch Köllner: es ist vollkommen unsinnig von einem Goalgetter zu glauben, daß der freiwillig vor dem Strafraum strauchelt anstatt es mit einem Torschuss zu versuchen.

              9

              0
              Antwort
              • Sooo, gebmer halt auch noch a mal an Senf dazu:
                Ich werte die Szene abschließend für mich mal so: Misidjan ist zunächst eher unbeabsichtigt in eine Instabilität geraten (der Enge der Situation geschuldet? doch Kontakt vorher am Fuß?), das hat zur Fall-Situation geführt (ob Absicht/Intuition/Unfreiwilligkeit weiß der Himmel), die wiederum durch des Gegners Hand beschleunigt bzw. zu Ende gebracht und damit ein Torschussversuch bzw. ein Torwartumkurven endgültig unmöglich wurde.
                Die erste Entscheidung des Schiris am Platz, nämlich gar nix zu machen, sagt mir hier insgesamt am ehesten zu. Allerdings ist es jedem Gegner erlaubt, in so einer Situation die Hand einfach wegzulassen. Daher durchaus auch: selbst Schuld.
                [„freiwillig straucheln“ is als Formulierung schön paradox]

                4

                0
                Antwort
            • es ist vollkommen unsinnig von einem Goalgetter zu glauben, daß der freiwillig vor dem Strafraum strauchelt anstatt es mit einem Torschuss zu versuchen.

              Neeeiiin .. würde Robben spontan sagen 🙂

              Also jeder der Bewegungen antizipieren kann, viele sind das vielleicht nicht sieht doch eindeutig dass der Sturz überhaupt nicht zur Ursache diesem „hätscheln“
              paßt. Natürlich stellt sich der Trainer vor den Spieler.

              Auch wenns die eigene Mannschaft ist mir tut so ein Fake einfach weh und dass so Spiele entschieden werden. Wir hätten es auch in Gleichzahl geschafft und Misidjan das Ding besser direkt machen.

              1

              7
              Antwort
  • Wenn das mit dem VAR so weiter geht, dann wars das mit mir und einer Stadiondauerkarte und vielleicht auch gleich mit dem Fußball an sich. Wie alle Diskussionen zeigen, schafft er eben keine Klarheit und damit auch keine Gerechtigkeit.
    Und als Stadionzuschauer ist und bleibt man der Dumme und muss sich fragen, weshalb da überhaupt noch Referees über den Platz laufen und warum man sich den Scheiß bei Wind und Wetter live an tut.
    VAR oder ich, einer muss gehen, wird es bald heissen.

    1

    11
    Antwort
    • Dann kannst du ja in Ruhe an deinem Decoder basteln.Ich befürchte das bleibt eine unumkehrbare Situation mit dem VAR

      3

      0
      Antwort
    • Das Problem ist die deutsche Gründlichkeit. Da bin ich bei Bornemann.
      Anstatt einfach wirklich offensichtliche Fehlentscheidungen damit zu korrigieren, mischen sich die Videoschiris in strittige Szenen ein, bei denen man noch nicht mal mit der Lupe zu einer eindeutigen Entscheidung kommen kann. Und dann minutenlang versucht, irgendwie zu der einzig richtigen Entscheidung zu kommen. Was in der Szene gar nicht geht.
      Gilt im übrigen auch für die Abseitsentscheidungen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde diese Regel mal erfunden, weil zu viele Spieler sich durch absichtlich hinter dem Gegner stehen einen Spielvorteil verschafft haben.
      Ich frag mich wie man jemals daraus dann auf die Idee kommen konnte, auch auf Abseits zu entscheiden, wenn es sich um ein paar Zentimeter handelt und der Spieler überhaupt nicht die Absicht hatte, im Abseits zu stehen, sondern sich das Abseits ergeben hat aus dem Spielgeschehen und es letztlich nicht torentscheidend war.
      Oder will mir jemand ernsthaft erzählen, daß bei den letzten STRITTIGEN Abseitsentscheidungen, in denen ein Tor aberkannt wurde, das Tor auf keinen Fall gefallen wäre, wenn der Spieler vorher nicht im Abseits gestanden wäre?
      Vielleicht sollten die Schiedsrichter auf dem Platz einfach mutiger sein und spätestens, wenn sie auf dem Video sehen, daß es nicht leicht ist, das Richtige zu erkennen, bei ihrer ursprünglichen Entscheidung bleiben.
      Voraussetzung natürlich: alle sind vorher so gebrieft, daß alle Regeln eindeutig sind. Z.B. bei der Frage, ab wann ist ein übersehenes Foul oder Abseits nicht mehr zu berücksichtigen.
      Mir drängt sich der Verdacht auf, dieses Tohuwabohu ist geplant, weil damit die Argumente mehr werden, den Videobeweis wieder aufzugeben. Und danach kann man dann wieder ungestört haarsträubende Fehlentscheidungen treffen.

      Aber in einem bin ich nicht bei Köllner: auch ohne Videobeweis gab es ewige Diskussionen und aberkannte, schon sicher geglaubte Tore, nicht akzeptierte Strafen. Da haben halt Spieler und Trainer auf den Schiedsrichter eingeredet. Und sich überhaupt nicht drum geschert, daß in der Zeit die Fans auf den Tribünen gewartet haben oder daß die Spieler am Ende falsch gejubelt haben.

      6

      0
      Antwort
  • War hier ein Fußballspiel? Da muss ich sagen, zum Glück war ich die letzten drei Tage auf Ibiza, Party machen. Ist irgendwie viel geiler, als gut bezahlten Männern in kurzen Hosen, die einem Ball hinterherrennen, zuzugucken.

    1

    12
    Antwort
    • Alex macht dir nix vor Ibiza Party machen aus dem Alter bist du raus 🙂 …mehr als Wassertreten und Kneipkur ist da nicht mehr.

      12

      0
      Antwort
      • Hast Du ne Ahnung, Jürgen, saugeil wars und keine Nacht mehr als drei Stunden Schlaf 😄

        2

        1
        Antwort
        • Da wäre ich kaputt 🙂 Schlaf brauch ich, aber hört sich ganz cool an.

          Schalke auf dem Weg zur 5. Niederlage… hätt jetzt nicht gerade gegen Freiburg sein müssen, aber gut

          1

          0
          Antwort
        • Naja dein Kommentar trieft nur so von Neid auf all die, die ein geiles Spiel (den ersten Bundessieg in der Nachbaderära) live erleben durften. :mrgreen:
          Da kannst du dir Ibiza noch so schön reden. Du hast Historisches verpasst.

          12

          0
          Antwort
          • Ein Extralike für das Wort ‚Nachbaderära‘. Hatte ein fränkisches Idiom dahinter vermutet und fand den Sinn nicht. Dann aber… 🙂

            5

            0
            Antwort
        • Da braucht’s aber viel Doping…und das alles auch noch bei der Musik die da gespielt wird….

          0

          0
          Antwort
  • Wollt nur mal sagen: Eine Freude Sachen von Belschanow zu lesen, auch wenn sie mal nicht gar so sehr von Sarkasmus strotzen, zumindest in meiner eigenen Wahrnehmung.

    9

    0
    Antwort
  • Besides.. da wir heute auswärts bei den Schalker Freunden in Dortmund spielen 🙂 ..
    Der größte negative Ausreisser der ersten Liga ist momentan Schalke mit 5 Niederlagen in Folge. Und es nervt wie Tedesco immer wieder subtil aber wortgewandt die Schiedsrichter für das Unheil verantwortlich macht. Diesmal haben die Schiedsrichter, neulich war es noch der rauhe Ton des Schiedsrichters gegen ihn als Trainer, den er in der PK ansprach, diesmal in Freiburg haben die Schiedsrichter den Schalker Spielfluß gestört wo sie gerade super im Spielrythmus waren, bei jedem Einwurf oder Pfiff hat sich der Schiedsrichter bei der Ausführung in den Weg gestellt und dann da waren sie wieder super im Spielrythmus da hat der Schiedsrichter NUR 3 Min nachspielen lassen, was sich Tedesco gar nicht erklären kann.

    Mir geht der Premium Laptop Trainer mittlerweile echt auf den Zeiger, nicht nur wenn er wieder mit seinem Laptop in der Republik herumreisst und heimlich Gespräche mit Spielern anderer Vereine führt. (Nein geht es nicht um Cedirc, er wollte ja auch Leibold überreden. )

    6

    0
    Antwort
  • Breitenreiters Behauptung (Option c) ist natürlich absoluter Unfug, da hätte ein Journalist in der Nach-Spieltags-PK mal nachfragen sollen wie er denn zu einer solchen Ansicht gelangt.
    In der Zeitlupe sieht man, dass er genau im Moment der Berührung keinen stabilen Stand hat, weil er eine Körpertäuschung macht und dann nach links ziehen will. Genau dahin „schubst/streichelt“ Albornoz ihn auch. Im Übrigen beschwert sich letzterer auch nicht, wohl weil er weiß, dass die Hand da nichts zu suchen hat.
    Richtig unverschämt fand ich auch die Aussage Füllkrugs im Sky Interview: Er würde sich in so einer Situation nicht fallen lassen. Harhar, good joke Herr Füllkrug, Sie haben doch selbst versucht bei der sauberen Grätsche von Margreitter einen Elfer zu schinden! Was Trainer und Spieler für einen Stuß von sich geben nach einer verdienten Niederlage! Faire Verlierer sehen anders aus.
    Im Übrigen pflichte ich der Aussage eines Mitkommentierenden hier bei: Die extrem aufgeheizte Stimmung nach dem aberkannten Tor kann den Schiri bei der Bewertung der Misidjan Szene schon dazu bewogen haben pro FCN zu entscheiden, um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen. Good Job, Mekkeroppas! 🙂

    3

    1
    Antwort
    • Ganz klare Schwalbe sieht jeder der mal (einigermaßen vernünftig) Fußball gespielt hat. Das einzige was man einwerfen kann ist, daß die Hand dort nicht zwingend etwas verloren hat. Das weiß auch Köllner und reduziert ja auch auf seine Aussage darauf die Hand hättte dort eben nichts verloren.

      0

      4
      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.