Analyse: Passive Ausrichtung hart bestraft #FCN #BVBFCN

Analyse zu Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg 7:0 (2:0) – Der Club verliert in historischer Höhe, weil er mit der Grundordnung fremdelt.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Startformation (bis zur 64. Minute)

Michael Köllner veränderte die Mannschaft personell zweimal, für Mikael Ishak rückte mit Robert Bauer ein zusätzlicher Abwehrspieler in die Startelf, Patrick Erras ersetzte Ondrej Petrak, der sich bei der Anreise nach Dortmund einen steifen Nacken einhandelt hatte. Petraks Kaderplatz übernahm Lukas Jäger, ansonsten blieb der Kader im Vergleich zu den letzten beiden Spielen unverändert. Es fehlten also weiter die Rekonvaleszenten Kerk, Lippert und Ewerton, die gesundheitlich noch nicht ganz matchfitten Salli und Zrelak, sowie die nicht berücksichtigten Goden und Tillman (sowie natürlich der dritte Torwart Patric Klandt).

Als Startformation (Abb.1) wählte Michael Köllner ein 5-3-2, das wahrscheinlich offensiv zum 3-5-2 hätte werden sollen. Diese These lässt sich aber anhand des Spielverlaufs nicht überprüfen, da der Club überhaupt nicht offensiv ins Spiel kam. Nach dem 4-3-3 gegen Bremen und 4-4-2 gegen Hannover war das 5-3-2 damit die dritte verschiedene Grundformation im dritten Spiel. Der Grundgedanke war wohl durch die Hereinnahme des zusätzlichen Innenverteidigers Dortmunds starke Außen grundsätzlich doppeln zu können ohne das Zentrum vollständig verwaisen zu lassen. Gleichzeitig sollten die schnellen Kubo und Misidjan als Sturmspitzen durch schnelles Umschalten bei Ballgewinn ins Spiel gebracht werden, wie man in den ersten zwanzig Minuten, ehe das Spiel des FCN völlig zusammenbrach, auch sehen konnte.

Abb.2: Formation nach der Ishak-Einwechslung

Die Formation und Ausrichtung erwiesen sich schnell als problematisch, weil der Club dadurch in hohem Maße in Passivität verfiel. Vom mutigen Mitspielen oder dem aktiven Handeln der ersten vier Spiele blieb kaum etwas Erkennbares übrig. Stattdessen überließ der Club dem BVB den Ball und dieser wusste damit auch etwas anzufangen. Immer wieder überspielte Dortmund – wie beim 1:0 – die Abwehr durch tiefe vertikale Pässe. Hinzu kam, dass der Club (Erras vor dem 1:0, Bauer vor Reus‘ Großchance, Mühl vor dem 2:0, Fuchs vor dem 3:0, Leibold vor dem 5:0, Valentini vor dem 6:0) massive individuelle Fehler machte und sich gedankliche Lapsus leistete, die nicht in der Formation oder Taktik begründet waren, die aber dadurch, dass der FCN ständig in die Defensive gedrängt war, begünstigt wurden, da die Spieler defensiv ständig gedanklich gefordert waren.

Während der Club in der ersten Halbzeit noch mithielt, brach er – obwohl personell und taktisch erst einmal nichts geändert wurde – dann im Laufe der zweiten Halbzeit auseinander, was Georg Margreitter nach dem Spiel auch sichtlich erregt mit der Aussage quittierte, dass es nicht sein könne, dass einzelne Spieler selbst bei 0:5 noch auf Konter lauern würden. Der Club verpasste es nämlich nach dem 0:4 auf Ergebnissicherung zu gehen, veränderte die Formation und Ausrichtung nicht. Auch nicht nach den Hereinnahmen von Löwen für Bauer (62.) und Ishak für Fuchs (70.). Das in den Spielen zuvor so stabile defensive Zentrum war durch den Ausfall von Petrak, den Erras nicht ansatzweise ersetzen konnte, und die Umstellung auf drei Innenverteidiger, was eine Veränderung der Abstände zu Folge hatte, so aus dem Rhythmus gebracht, dass es sich über neunzig Minuten nicht fand.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Die größte Auffälligkeit ist tatsächlich die hohe Diskrepanz des Dortmunder Werts zwischen tatsächlichen und zu erwartenden Toren. Der expected Goals Wert des BVB lag nur bei ungefähr 2,2 im Mittel, also fast fünf Tore unter den im Spiel gefallenen Toren. Unterstützt wird dies durch die Tatsache, dass die Gastgeber zehn Mal aufs Tor schossen und sieben Mal das Tor trafen. Für Fabian Bredlow macht das eine Fangquote von 30% (Saisonwert: 44%), obwohl er die nach dem 0:4 (xG-Wert: 0,52) statistisch größte Chance des BVB von Reus (10., xG-Wert: 0,45) nach einem schweren Fehler von Bauer sogar noch vereitelte.

Die restlichen Tore hatten (in Reihenfolge des Fallens) in den Augen der Bewerter von Understat, die Position, Anzahl der Spieler zwischen Schützen und Ball und Schusswinkel mit einberechnen eine Trefferwahrscheinlichkeit von 12%, 4%, 10%, 6%, 30% und 5%. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese sieben Schüsse ins Tor gingen, lag bei ungefähr 0,0000225%. Da der Wert nicht sonderlich aussagekräftig ist, sei erwähnt: Die Wahrscheinlichkeit, dass sieben oder mehr Dortmunder Schüsse ins Tor gingen lag bei 0,1% (und damit unter der Siegeswahrscheinlichkeit des FCN von 1,28%). Die Wahrscheinlichkeit, dass keiner jener sieben Tore zum Torerfolg führte, lag allerdings auch nur bei knapp 23%. Rechnet man die anderen Schüsse, die aufs Tor gingen auch noch mit dazu landet man sogar nur bei 11%, rechnet man sogar die mit ein, die neben das Tor gingen oder geblockt wurden, liegt man bei 7%.

Der FCN dagegen hatte insgesamt nur vier Torschüsse, von denen nur einer (Kubo, 13., xG-Wert: 0,04) überhaupt aufs Tor kam. Selbst wenn man alle vier, also auch die zwei geblockten (Kubo 48., Fuchs 50.) und den einen am Tor vorbei geschossenen (Misidjan, 17.), zusammennimmt, lag die Wahrscheinlichkeit selbst ein Tor zu erzielen nur bei 15%. Die ganze Zahlenspielerei unterstreicht letztlich vor allem eins: Der Club war hoffnungslos unterlegen. Allerdings zeigt es auch, dass die Höhe des Siegs in großen Teilen eher das Ergebnis unglücklicher Zufälle (so waren zum Beispiel zwei der Tore waren von Margreitter unhaltbar abgefälscht) war, als Ausdruck der tatsächlichen Leistungsdifferenz zwischen den Mannschaften.

Nichtsdestotrotz zeigt die hohe Anzahl an Schüssen aufs Tor – zehn, in den vier Spielen zuvor waren es insgesamt acht – dass der FCN viel mehr zuließ als bislang, was sicher auch an der Qualität des Gegners lag, aber eben auch an der extrem hohen Passivität der Mannschaft, die so wahrscheinlich nicht gewollt war.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Der FCN stellte mit dem 0:7 den eigenen Negativrekord ein. Höher hat man in der Bundesliga noch nie verloren. Einzig am 5. November 1983 verlor man in gleicher Höhe. Damals beim VfB Stuttgart. Der Club hat trotz der Niederlage in Dortmund schon mehr Auswärtspunkte als in der damaligen Abstiegssaison. 1983/84 verlor der FCN alle 17 Auswärtsspiele.
  • Sowohl Passanzahl (865) als auch Passquote (93,18%) der Dortmunder sind Saisonbestwerte.
  • Die 312 eigenen Pässe sind der sechstschlechteste Wert unter Michael Köllner. Die anderen fünf Partien (Stuttgart (H) 2016/17: 228, Sandhausen (A) 2016/17: 288; Aue 2016/17 (H): 300; Fürth (A) 2017/18: 296; Kiel (A) 2017/18: 258) wurden mit einer Ausnahme alle gewonnen. Höchstwert unter Köllner: 648 im Heimspiel gegen Darmstadt im März 2018.
  • Nur 47,2% der 36 Pässe ins letzte Drittel kamen an. Nur einmal (Stuttgart (H) 2016/17: 26) wurden weniger Bälle ins letzte Drittel gespielt, nur einmal (Sandhausen (A) 2017/18 42,8) war die Passquote ins letzte Drittel schlechter.
  • Der PPDA-Wert von 34,94 zeigt gut, wie wenig Druck der Club auf den BVB aufbaute. Nur zwei Teams hatten in dieser Saison schlechtere Werte: Leverkusen in München (35,67) und Stuttgart gegen Bayern (35,1).
  • Der Club lief viermal ins Abseits, doppelt so oft als in den vier Spielen zuvor zusammen.
  • Yuya Kubo sah nach 24 Sekunden Gelb. Am Bundesligarekord schrammte er dennoch um gewaltige 16 Sekunden vorbei. Den hält Florian Niederlechner vom SC Freiburg, aufgestellt in der Saison 2016/17 beim FSV Mainz.

3. Fazit

Der Club war deutlich unterlegen, wenn auch nicht um sieben Tore. Entscheidend für die Klatsche war zum einen die Unerfahrenheit des Teams, zum anderen auch die hohe Passivität im Abwehrverhalten. Diese muss sich Trainer Michael Köllner wohl zum Teil selbst ankreiden, da seine Mannschaft das 5-3-2 sehr defensiv und reaktiv interpretierte. Die beabsichtigten Nadelstiche per Konter konnte der Club – außer in einer ganz kleinen Phase um die 15. Minute herum – zu keinem Zeitpunkt setzen, auch weil ihm im Spiel in die Spitze Tempo und Präzision fehlten.

4. Zahlen zum Spiel*

Dortmund Nürnberg
7 Tore 0
19 (10) Schüsse (aufs Tor) 4 (1)
50,0 Zweikämpfe (in %) 50,0
62,57 Ballbesitz (in %) 37,43
6 Fouls 10
4 Ecken 5
113,74 Laufstrecke (in km) 113,64
Pass-Statistiken
865 (93,18%) Pässe (erfolgreich) 312 (78,53%)
3,24% (50,00%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 10,25% (59,38%)
26,35% (87,28%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 34,62% (64,81%)
40,57% (95,16%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 36,53% (88,60%)
17,11% (98,65%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 14,74% (91,30%)
Nerd-Statistiken
2,49/2,1/2,19 Expected Goals 0,3/0,2/0,15
2,76 Expected Points 0,14
10,6 PPDA 34,94

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt weniger als 100%, da eine kleine Anzahl an Pässen nicht kategorisiert wird. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – stammt von Wyscout.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Wenn man auf die Statistik schaut, macht das heute keinen großen Spaß. Wir haben heute viel Lehrgeld bezahlt. Es war von vornherein klar, dass wir mal ein Spiel erwischen werden, in dem der Gegner seine Qualität auf den Platz bringen wird. Das mussten wir heute leidvoll erfahren. Wir schauen nach vorne, die Saison ist noch lang. Jetzt heißt es: Wunden lecken und am Samstag gegen Düsseldorf zuhause zu Punkten zu kommen.“

Lucien Favre: „Es braucht noch Zeit, die Mannschaft zu formen, aber es macht mir sehr viel Spaß. Wir haben sehr gut angefangen, haben ein frühes Tor gemacht. Nach dem 2:0 waren wir erleichtert, aber wir wollten weiter nach vorne spielen. Wir haben am Ende viele Torchancen gehabt und die Tore gemacht. Es war ein schönes Spiel für uns. Wir haben viele sehr junge Spieler, die brauchen Zeit trotz ihres großen Potenzials. Die erfahrenen Spieler sind ebenso sehr wichtig. Es gibt für uns noch viel Arbeit.“

Lukas Mühl: „Das war der bitterste Abend meiner bisherigen Karriere. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gegangen, letztlich nicht mal gekommen. Wir waren von Beginn an ängstlich. Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht an der Kulisse, vielleicht an den großen Namen. Ich kann es nicht erklären. Es ist gut, dass am Samstag schon wieder ein Spiel ist. Das heißt, wir können das schnell wiedergutmachen. Diese Niederlage tut natürlich weh, aber wir müssen sie schnell abhaken und am Samstag wieder unser wahres Gesicht zeigen.“

Georg Margreitter: „Das tut richtig weh. Vor allem für mich als Verteidiger. Man hat gesehen, dass wir da noch nicht die nötige Reife haben. Das war eine Reifeprüfung, die wir nicht bestanden haben. Dieses Gefühl, wann ein Spiel verloren ist und wann man dann Schadensbegrenzung betreiben muss, fehlt uns noch.“

Jakob Bruun Larsen: „Wir haben uns heute auf uns und unsere Leistung konzentriert. Das hat sehr gut funktioniert. Wir waren sehr effektiv, haben fast alle unserer Chancen auch genutzt.“

Manuel Akanji: : „Wir haben von der ersten Minute an gut gepresst, in der Defensive einen guten Job gemacht und vorne die Chancen genutzt.“

6. Noten zum Spiel

 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 5 5 5 5 5,1/10
CU-Urteil: Kein Stabilitätsfaktor ohne wirklich grob zu patzen: Zum Beispiel vor dem 0:1 einen Tick zu zögerlich oder vor dem 0:3 einen Tick zu spät am Boden.
Enrico Valentini +5 5 5 5 5,4/10
CU-Urteil: Lief wenigstens ab und zu noch Räume zu und eroberte Bälle, dennoch – wie die gesamte Abwehr völlig überfordert.</
Georg Margreitter 5 5,5 5 5 5,4/10
CU-Urteil: Bemüht, aber wirkungslos gegen die Dortmunder Offensive, fälschte zwei Tore unhaltbar ab.
Lukas Mühl 5 5 5 6 4,9/10
CU-Urteil: Wie die Nebenleute meist vollends überfordert mit dem Ansturm der Dortmunder.
Robert Bauer 5- 5 6 6 5,7/10
CU-Urteil: Noch schwächer als die anderen beiden Innenverteidiger, da er eine Großchance von Reus direkt einleitete.
Tim Leibold 5 5 5 5 5,9/10
CU-Urteil: Wie Valentini bemüht und mit kleineren Erfolgen, dennoch schwach. Vor dem 0:5 mit unsinnigem Dribbling im eigenen Strafraum.
Patrick Erras 6 5 5 5 5,3/10
CU-Urteil: Totalausfall. Leitete dank Geleitschutz für Pulisic vor dem 1:0 das Debakel, mit vielen unnötigen Ballverlusten
Hanno Behrens 4- 4,5 5 5 5,3/10
CU-Urteil: Stemmte sich gegen die Niederlage, war aber damit im Mittelfeld überfordert, die Schwächen von Erras und Fuchs auszugleichen.
Alexander Fuchs 6 5 5 5 6,0/10
CU-Urteil: Totalausfall Nummer Zwei. Vor dem 0:1 schon mit Schwächen, vor dem 0:3 dann mit kapitalem Fehler, dazu mit einigen Tempoproblemen im Aufbau.
Yuya Kubo +5 4,5 5 4 5,7/10
CU-Urteil: Hing natürlich völlig in der Luft, wie auch sein Nebenmann Misidjan. Dennoch immer wieder mit unsinnigen Dribblings und schwachen Zuspielen.
Virgil Misidjan 4 4,5 5 5 5,8/10
CU-Urteil: Hatte die einzig echte Torchance in 90 Minuten. Vor der Pause noch der Beste, da er immer wieder Ansätze von Nadelstichen zeigte, nach der Pause dann mit dem Rest untergegangen.
Eduard Löwen 4- 5 6,0/10
CU-Urteil: Kam beim Stand von 0:4 für Bauer, spielte in der Dreierkette, konnte da aber auch nichts mehr reparieren.
Mikael Ishak 5,7/10
CU-Urteil: Kam in der 70. Minute für Fuchs. Kam nie richtig ins Spiel.
Matheus Pereira 6,0/10
CU-Urteil: Kam in der 86. Minute für Kubo. Stand nur bei einem Gegentor auf dem Platz, damit „bester“ Nürnberger in Sachen +/-.

24 Gedanken zu „Analyse: Passive Ausrichtung hart bestraft #FCN #BVBFCN

  • Im Stadion entstand schnell der Eindruck, dass der Glubb gar nicht pressen wollte, sondern dem BVB bewusst den Ball überließ. Daraus folgte die Überlegung, Köllner habe „Nadelstiche setzen“ als Leitlinie für die Offensive ausgegeben. Die Chance für Misidjan legte dies nahe; andere Konterchancen vereitelte der Glubb durch schlampige Abspiele. Überhaupt wirkte so mancher Spieler (Bauer, Mühl, Erras, Fuchs) zu grün hinter den Ohren oder zu beeindruckt von Stadion und Gegner und gehemmt. Meines Erachtens nach begünstigte dies die Fehler in der Defensive mehr als die taktische Ausrichtung. Gleiches gilt für den mangelnden Offensivdrang. Und Escortservice spielen geht gegen den BVB nicht. Gegen DDorf kann es nur besser werden.

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  • Da Florian Lehrer ist und man die Noten sieht;-)die ganze Startelf gegen Dortmund Versetzung gefährdert. Müsste eigentlich ein Elternbrief folgen 😉

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    • War ja nur einer von bisher fünf Leistungsnachweisen, solang das ein kollektiver Ausrutscher war, womöglich weil die Klassenarbeit für das Leistungsniveau der Schüler zu schwer war, ist alles okay. Sollte halt nicht öfter vorkommen.

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  • Aber es bestätigt meinen Eindruck fast jeder abgefälsche schuss schlug wie gewollt unhaltbar im Eck eine. Jeder direkte Schuss ein Strich Innenpfosten, Unterkante .. ich habe das so noch nie gesehen. Ebenso das 1:0 so ein Tor macht normal kein 19 jähriger in der Bundesliga. Irgendwie gibts im Sport Dinge die man sich schwer erklären kann Dortmund hat so einen Sahne Tag erwischt. Nicht der Sieg aber die Höhe das war abnormal

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    • Definitiv richtig. Rein mathematisch war ein Remis (~8,54%) genauso wahrscheinlich wie ein Dortmunder Sieg mit fünf Toren Unterschied oder mehr. Aber Favres Teams outperformen den Erwartungswert fast immer und keiner weiß warum.

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  • Es war wirklich ein gebrauchter Abend. Der aber auch anders hätte laufen können, wenn die Nadelstichtaktik aufgegangen wäre. Leider war dem nicht so, aber haken wir das Spiel einfach ab. Und gestehen wir auch Michael Köllner zu, dass er mal einen (groben) Fehler begeht. Wichtig ist Samstag gegen Fortuna, da kann die Mannschaft sich selbst wieder auf Kurs bringen. Und dann hoffentlich wieder mit Ondrej Petrak – schon erstaunlich, wie er, der oftmals gerade noch so geduldete ruhige Tscheche, sich in den ersten vier Saisonspielen zu DEM stabilisierenden Faktor hochgespielt hat. Sein Fehlen war am Mittwoch in keiner Phase zu egalisieren, mit ihm wäre das Debakel vielleicht nicht so schlimm geworden…

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  • Ich finde es allerdings etwas schade, daß Köllner letztlich nur die fehlende Qualität seiner Spieler und ihre Naivität als Grund anführt.
    Ich denke schon, daß die Entscheidung für ein anderes System mitentscheidend war. Aus meiner Sicht war das der von Florian angeführte Faktor (zu hoher Schwierigkeitsgrad der Klassenarbeit). Zumal ja auch noch zwei Leistungsträger, die die Defensive sonst stabilisierten kurzfristig ausfielen (Ishak und Petrak).

    Nach wie vor wundert mich, daß Löwen immer nur eingewechselt wird, während Fuchs und Erras in die Startelf kommen. Gibt es dafür Erklärungen?

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    • Der Trainer ist Gefangener seiner Entscheidungen
      Bräuchte einen erfahrenen Co a la Hermann als Regulativ

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    • Der zu hohe Schwierigkeitsgrad lag aber an der Dortmunder Mannschaft und nicht an der Aufgabe, die Köllner seinen „ Schülern“ gestellt hat.Wenn alle Sratistiken aussagen dass der Sieg, klar verdient, aber viel zu hoch ausgefallen ist, dann verstehe ich nicht, warum man das dem Trainer ankreidet.
      Wäre es 2:0/3:0 ausgegangen, dann blieben unterm Strich immer noch Null Punkte und die Tatsache, dass der Club aufgrund seiner Mittel in der Regel nichts holen wird in Dortmund.

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  • Wie immer ne tolle Analyse! Aber die Noten für Bredlow sind zu schlecht, er hatte tolle Paraden, konnte aber meist nix machen. Für mich bester Nürnberger.

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  • Der Club wirkte beim Aufwärmen schon derart zögerlich, verängstigt, dass ich mir bei der Aufstellungs-Bekanntgabe still dachte: Bitte nicht höher als ein 5:1… (die ersten bedien Heimspiele gewann Dortmund 3:1 und 4:1)
    Das, was bis zum 1:0 zu sehen war kann man als eine krude Mischung bezeichnen, zum einen spielerische Ansätze zu suchen (suchen!) und zum anderen aber wie gedankenverloren, immer einen Tick zu spät zu reagieren.
    Letzteres lag nicht am Unvermögen des Clubs, auch nicht am Sahnetag des BVB, sondern schlicht an der Tatsache, dass fast alle Greenhorns in ROT in diesem Stadion die Hosen voll hatten.
    Das kann man ihnen auch nicht sonderlich verdenken. Ich war am Mittwoch das erste Mal in diesem Stadion. Was mich mehr beeindruckt hat, weiß ich nicht, aber sowohl dieses geniale Stadion, diese bebende Stimmung, die beängstigende Stille (die ersten 20 Minuten grüßte man den DFB schweigend) können einen fertig machen…
    Der größte Unsicherheitsfaktor in den ersten Minuten, bei den ersten Ballkontakten war aus meiner Sicht Bredlow, der wirkte leider wie ein Brandbeschleuniger in Sachen Angst… Leider.
    Ich bin sehr glücklich, dass wir Köllner als Trainer haben, bin taktisch sicher völlig minderbegabt. Dennoch frage ich mich immer noch, wieso Löwen und Ishak, zwei, von denen man annehmen kann, die sind noch am ehesten ein Fels in der Brandung, an denen sich andere orientieren können (nicht zwingend von der Erfahrung, aber von der Haltung, Körpersprache), auf der Bank Platz nehmen mussten. Schonen in Dortmund? Puh…
    Dass auf der anderen Seite wirklich jeder Fehler bestraft wurde (3 Tore), jeder zwingende Torschuss (bis auf einen, den Bredlow gut hielt) drin war, ist nur das Topping auf diesem Murphys Law Abend.
    Positiv bleibt, dass die Jungs diese Erfahrung jetzt durch haben, Köllner sich seinen Reim draus machen wird und es am Ende nur drei Punkte waren.
    Was ich niemals verstehen werde, sind Aktionen wie „20 Minuten schweigen“. DAS ändert nichts. Draußen bleiben, Stadion leer lassen, würde Aufmerksamkeit erzeugen…
    …Am Mittwoch hat das unseren Jungs ganz sicher nicht gut getan!

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    • Ja, Ishak hat mich auch gewundert. Ich verstehe zwar den Ansatz irgendwo, mit 2 kleinen, schnellen und wendigen Spielern gegen die beiden 2 m – IV von Dortmund Nadelstiche setzen zu wollen, aber gerade in so einem Spiel, wo ich mich hinten oft nur mit einem weiten Schlag befreien kann, kann doch auch ein „Wide-receiver“ nicht schaden, zumal Ishak auch einen hohen läuferischen Einsatz einbringt, quasi als vorderster Verteidiger.

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  • Hmm, Florian… Ich sah beim 6:0 eher das forsche Vorwärtsverteidigen von Löwen als Problem – erst dadurch öffnet sich doch der Raum für Sancho (?). Valentini schaut dann doof aus, weil er von außen ja nicht mehr rein kommt. War es vielleicht so ein Verhalten, das Margreitter und Behrens in den Interviews „bei den Jungen“ angeprangert haben?

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    • Ich glaube das mit den „Jungen“ ist auch nicht der richtige Ansatz, bei Dortmund haben ein 19 jähriger Zgadou 23 Jahre Akinja beide Innenverteidigung und rechter Verteidiger Hakimi 19 Jahre verteidigt. Also darauf kann man der Versagen auf unserer Seite auch nicht schieben.
      Der Unterschied ist scheinbar die Qaultitä während die Dortmunder jungen 10-20 Mio kosten, kosten unsere ein paar hundert Tsd. Am Alter lags nicht..

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      • Und wenn noch der 19 jährige Mbappe bei Dortmund gespielt hätte, hätten wir wohl gewonnen 😉

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  • Das passive Verteidigen, dass uns das Genick gebrochen hat, ist bei Köllner. Er hätte wissen müssen, dass das gerade bei Dortmund nicht geht, und durch die neu Fomazion hat er die Mannschaft zusätzlich verunsicher. Wenn die gewohnten Luafwege nicht funktionieren, macht das eine nervöse Mannschaft natürlichen noch nervöser. Gute Analyse dazu von Tobias Escher

    https://www.11freunde.de/artikel/warum-nuernberg-wirklich-07-verlor

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    • Ich lese das sehr gerne. Wegen mir bringt Köllner den Beweis nicht, dass das Spielsystem so funktioniert und der Abstieg am Ende verhindert wird. (Riesig freuen würde es mich natürlich schon, wenns klappt). Die Aufgabe ist groß und bis auf Mittwoch hatte ich viel Spaß mit dieser Spielweise. Als Pessimist hatte ich schon die Befürchtung, dass es vielleicht insgesamt nur in 4 Spielen so knapp zu geht wie bis dahin.
      Bleibt nur die Frage, wie repräsentativ ich für das Umfeld des FCN bin. Worauf ich nämlich noch weniger Lust habe als auf Gemauere ist miese Stimmung.

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    • Die Analyse bei 11freunde ist eine interessante Ergänzung zu der von Florian, für deren Ausführlichkeit ich mich nicht jede Woche bedanken möchte, aber gerne Florian wissen lassen würde, dass ich seine Analysen jedes Mal – und das sicherlich nicht als einziger hier – sehnsüchtig erwarte.

      Köllner fehlen natürlich für bestimmte Konzepte schlichtweg die Spieler.
      Schaut man sich bspw. Patti Erras vor drei Jahren an und vergleicht ihn mit dem von Mittwoch, dann tut das schon richtig weh – für ihn selber vor allem. Damals kurz vor einem Wechsel nach Gladbach, weil er neben seiner außergewöhnlichen Antizipation und Ruhe im zentralen defensiven Mittelfeld eben auch noch zwei Eigenschaften besaß, die ihm derzeit völlig abzugehenden scheinen: Die Fähigkeit für öffnende vertikale Pässe sowie eigene Torgefahr.

      Ein weiteres Manko, mit dem Köllner neben der ehr unterdurchschnittlich guten Mittelfeldbesetzung (bezogen auf Druckaufbau!) umgehen muss, ist die mangelnde Schnelligkeit der meisten Defensivspieler. Auch das macht frühes Pressen, wie es die bisherigen Gegner des BVB mit einigem Erfolg einsetzen konnten, äußerst schwierig. Ein Leibold allein ist weder ausreichend noch bei jedem Konter des Gegners schnell genug, um derartige Bälle abzufangen.

      Köllner bleiben ergo nicht viele systemische Möglichkeiten, das muss man leider zugeben.
      Es bleibt die Hoffnung, dass der BVB mit seinen sehr schnellen und technisch herausragenden Spielern (mit den Bayern) eine leidvolle Ausnahme für den Club bleibt. Allerdings ist auch glasklar, dass das Spiel gegen Düsseldorf verdammt harte Arbeit werden wird, da die Fortunen in der Vorwärtsbewegung mehr Möglichkeiten und spielerische Optionen besitzen als wir, zudem hinten auch gut besetzt sind und mit Ayhan einen sehr guten Mann in letzter Linie haben, der über ein sehr gutes Passspiel verfügt.

      Also alle ins Achteck und anfeuern, was die Kehle hergibt! Vor allem bei einem eventuellen Rückstand.

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