Analyse: Déjà vu all over again

Analyse zu RB Leipzig  – 1. FC Nürnberg 6:0 (4:0) – Der Club verliert zum zweiten Mal binnen zehn Tage auswärts in ungekannter Höhe, da er trotz aller Ankündigungen teilweise nicht aus der Niederlage in Dortmund gelernt und teilweise die falschen Schlüsse gezogen hat.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Ungefähre Startformation

Michael Köllner veränderte die Mannschaft personell einmal, für Matheus Pereira begann Yuya Kubo. Der Kader im Vergleich zum letzten Spiel unverändert. Kerk, Zrelak und Tillman waren für die U21 beim 0:0 in Garching am Ball. Salli, der immer noch unter auffälligen Blutwerten leidet, fehlte ebenso wie Lippert, Jäger, Goden und Klandt.

Als Startformation (Abb.1) wählte Michael Köllner ein … mal ernsthaft, liest noch jemand mit? … Wir verlassen an dieser Stelle einfach mal etwas gewohnte Pfade …-4-2, 4-2-3-1, 4-1-4-1, 4-3-3? Alles egal an diesem Abend, weil Leipzig den Club von der ersten Minute an nach Belieben beherrschte. Dass am Ende des Spiels keine neue Rekordniederlage für den Club stand, lag daran, dass Leipzig irgendwann einfach genug hatte, der Club spät ins Verteidigen kam und Leipzig vielleicht sogar auch sowas wie Gnade zeigte.

Die totale Dominanz hatten sie ja schon nach sechs Minuten unter Beweis gestellt, allerdings unter tätiger Mithilfe des FCN. Da rutschte nach zwei Minuten Valentini aus, Leibold klärte den Ball vor die Füße von Kampl und Bredlow bekam seine Hand nicht stabil. Vier Minuten später vertändelte Löwen den Ball in der Vorwärtsbewegung, Petrak geht gegen zwei Gegenspieler in der eigenen Hälfte auf Höhe des Mittelkreises ins Dribbling, Mühl lässt sich von Poulsen aus dem Spielfeld drängen und Bredlow war dann auch nicht schnell genug am Boden, ehe er dann beim dritten Gegentor den kurzen Pfosten aufmacht.

Bei derart vielen individuellen Fehlern auf elementarer Ebene braucht man nicht darüber reden, ob die Formation zu wenig Flügelsicherung bot oder die Abstände nicht stimmten, es fehlte an Grundlegendem und es mangelte an Einsicht. Bis tief in die erste Halbzeit hinein verteidigte der Club offensiv, hatte die eigene Angriffsreihe teilweise in der gegnerischen Hälfte. Wohlgemerkt beim Stand von 0:4 aus eigener Sicht.

Abb.2: Formation nach dem Platzverweis

Von „Wir haben aus Dortmund gelernt“ war an dieser Stelle nur bedingt etwas zu spüren. Ja, man war weitaus weniger passiv, aber man schlug ins andere Extrem um und lief mit zu vielen Spielern nach vorne. Nicht gelernt hatte man dagegen in Sachen Eckenabsicherung: Wie gegen Dortmund als eine eigene Ecke das 0:3 brachte, kam auch Leipzig zu einer Großchancen nach einer Ecke des FCN. Diesmal sicherte nur Lukas Mühl ab. Gegen Leipzig! Gegen das schnellste Team der Liga! Der Preis dafür war Elfmeter und Rot für Tim Leibold, der Timo Werner zu Fall brachte. Und natürlich hielt Fabian Bredlow, der einen ganz schlimmen Tag erlebte, wahrscheinlich an fünf der Treffer in irgendeiner Form Aktien hatte, dann diesen Strafstoß. Dadurch fehlt Leibold wohl nicht nur gegen Hoffenheim, sondern auch gegen Frankfurt.

Nach etwa 35 Minuten schob Michael Köllner tatsächlich die Angriffsreihe bei gegnerischem Ballbesitz etwa fünfzehn Meter weiter nach hinten. Das war aber nicht nur fast 30 Minuten zu spät, es war phasenweise auch wirkungslos. In den fünfzehn Minuten nach der Pause drehte Leipzig noch einmal ein wenig auf und schon wackelte der Club wieder und kassierte noch zwei Gegentore.

Die Frage ist tatsächlich, ob eine andere Formation, eine andere Aufstellung, eine andere Taktik, auch nur ein Umstellen nach dem frühen 0:2 etwas bewirkt hätte oder ob man nicht tatsächlich nach den frühen Toren schlicht und ergreifend zu geschockt war und im Kopf sich dann der Film des Spiels in Dortmund wiederholte. Letzteres wäre fast noch gefährlicher. Taktische Naivität lässt sich – auch wenn es nach den letzten zehn Tagen nicht so wirkt – einstellen, eventuell sogar abstellen. Mentale Blockaden sind viel schwieriger zu lösen. So gesehen könnten die letzten dreißig Minuten, in denen man zu zehnt (Abb.2) ein 0:0 hielt, tatsächlich etwas Positives in den Köpfen der Spieler bewirken.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Auffällig ist beim Blick auf die Statistik, dass der Club fast 60% seiner Pässe nach hinten oder zur Seite spielte und es dabei tatsächlich schaffte bei den Rückwärtspassen, also denen, die eigentlich am sichersten sein sollten, eine schwächere Passquote zu erzielen als bei den Seitwärtspässen. Das ist sicher der Verängstigung nach den frühen Gegentoren geschuldet und der Tatsache, dass man sobald es in die Vorwärtsbewegung ging, extrem schlechte Passwerte hat: Vorwärtspässe kamen nur knapp 68% an, ins letzte Drittel sogar nur 49%.

Es fehlte also im Aufbau an Präzision, so kann man sicher eine Mannschaft wie Leipzig nicht unter Druck setzen. Dabei lag dies nicht einmal so sehr am Pressing der Leipziger, deren PPDA-Wert nach Hannovers 17,56 sogar der höchste der bisherigen Gegner des FCN war – was natürlich auch daran liegt, dass der FCN überhaupt nicht ins Offensivspiel kam, so dass die Leipziger sich kaum zu Defensivaktionen genötigt sahen.

Auch auffällig: Der Club schafft es nicht, längere Passketten aneinanderzureihen. Bereits zum dritten Mal in Folge liegt der Wert der durchschnittlichen Pässe pro Ballbesitzphase nur um die 4 Pässe pro Phase, während der des Gegners deutlich höher lag. Mag man das gegen Düsseldorf noch als beabsichtigt interpretieren, zeigt es bei Dortmund (10,4) und Leipzig (6,5) schon deutlich die Überlegenheit des Gegners und die Unfähigkeit des FCN diesen unter Druck zu setzen.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • 13 Gegentore in zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen hat zuletzt der FC Schalke 04 geschafft. Der verlor 1988 damals 1:8 in München und 2:5 in Uerdingen und stieg am Ende der Saison ab. (Quelle) Bundesligarekord ist das allerdings nicht, Borussia Dortmund beendete die Saison 1977/78 mit 16 Gegentoren in zwei Auswärtsspielen, allerdings kamen 12 davon in einem Spiel.
  • Für Lepizig war das 6:0 der höchste Bundesligasieg seiner noch recht jungen Bundesligageschichte.
  • Fabian Bredlow hat nach sieben Spielen eine Fangquote von 47%, von 30 Schüssen auf sein Tor gingen 16 ins Tor. Zum Vergleich: Mainz‘ Florian Müller liegt bei 82% (19/23), Roman Bürki bei 69% (18/26) und selbst Michael Esser, der auch schon 14 Gegentore kassiert hat, kommt auf eine Quote von knapp 67% (28/42).
  • 57 abgefangene Bälle durch den FCN sind Saisonhöchstwert, bedeuten aber auch, dass die Leipziger extrem viele gefährliche Bälle spielten. Nur ein einziges Mal (Stuttgart, 2016/17, 106) unter Michael Köllner hatte ein Gegner mehr als die x Pässe ins letzte Drittel gespielt als RB, nur ein einziges Mal (Fürth, A, 2017/18, 91%) hatte ein Gegner eine bessere Passquote ins letzte Drittel als die Leipziger (88%).
  • Die 12 Fouls des FCN sind der zweithöchste Wert in der Saison. Nur gegen Hannover (16) spielte man öfter Foul.
  • Wyscout notiert 30 Luftduelle. Leipzig gewann laut dem Datenanbieter 19 Duelle, der FCN 6, 5 gingen Unentschieden aus.
  • Eine einzige Flanke des FCN (Löwen auf Ishak) kam in 90 Minuten an – und damit eine mehr als in Dortmund oder Berlin.

3. Fazit

Der Club verliert zum zweiten Mal in Folge auswärts hoch. Das Problem ist dabei nicht die Tatsache, dass man in Dortmund und Leipzig verliert, die Niederlagen standen nie außer Frage. Das Problem ist auch nicht einmal, dass man beide der Spiele hoch verliert. Das Problem ist, dass man aus den Fehlern, die man vor zehn Tagen noch gemacht hat, teilweise nicht lernt und teilweise ins andere Extrem umschlägt. Statt zu passiv wie in Dortmund, war man nun viel zu aktiv, verteidigte viel zu hoch, versuchte mitzuspielen und verlor immer wieder im Aufbau die Bälle, gleichzeitig sichert man wie in Dortmund bei eigener Ecke unzureichend ab und kommt wieder überhaupt nicht ins Umschaltspiel. Immerhin blieben die letzten 30 Minuten im Gegensatz zum Dortmund-Spiel gegentorfrei. Insgesamt lassen die Unzulänglichkeiten Rückschlüsse auf systemische Probleme zu. Andererseits wirkt die Mannschaft zu Hause, wenn auch gegen schwächere Gegner, absolut bundesligatauglich. Die Frage ist da also nun, wer der wahre FCN ist? Dr. Nürnberg oder Mr. Glubb?

4. Zahlen zum Spiel*

Leipzig Nürnberg
6 Tore 0
18 (8) Schüsse (aufs Tor) 3 (0)
51,1 Zweikämpfe (in %) 48,9
47,61 Ballbesitz (in %) 52,39
11 Fouls 12
6 Ecken 1
114,67 Laufstrecke (in km) 107,23
Pass-Statistiken
606 (86,3%) Pässe (erfolgreich) 405 (83,7%)
6,1% (54,1%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 13,6% (50,9%)
34,7% (82,9%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 30,3% (68,3%)
36,6% (89,2%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 46,2% (92,5%)
13,7% (95,1%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 13,1% (88,7%)
Nerd-Statistiken
3,09/2,9/2,97 Expected Goals 0,12/0,4/0,39
2,90 Expected Points 0,06
15,5 PPDA 20,13

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt weniger als 100%, da eine kleine Anzahl an Pässen nicht kategorisiert wird. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – stammt von Wyscout.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Das ist eine harte und bittere Niederlage, da brauchen wir nicht drumherum reden. Wir haben uns in unserem eigenen Ballbesitz viel zu viele einfache Fehler erlaubt. Leipzig ist eine Mannschaft, die auf so etwas lauert und die Qualität hat, das zu nutzen. Wenn man sich in der Positionierung und Balltechnik diese Fehler erlaubt, dann ist man gegen Mannschaften mit einem solchen Tempo chancenlos. Für uns geht es darum, Woche für Woche zu lernen und uns auch bei Niederlagen zu entwickeln. Wir werden die Pause nun gezielt nutzen, um reifer und sicherer in unserem Spiel zu werden.“
Ralf Rangnick: „Wir sind natürlich hochzufrieden mit dem Ergebnis und auch mit unserem Spiel. Wenn man nach 30 Minuten 4:0 führt, dann gibt es nicht viel auszusetzen. Wir wollten das Tempo hochhalten und hatten viele gute Balleroberungen, die zu Chancen geführt haben. Wichtig ist, dass wir heute auch die Null gehalten und nichts zugelassen haben. Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange, aber aktuell auf einem guten Weg.“
Andreas Bornemann: „All die Dinge, die wir eigentlich vermeiden wollten, haben wir heute viel zu oft gemacht. Uns war vor der Saison klar, dass es Spiele geben wird, in denen wir unter die Räder kommen werden. Dass es so schnell hintereinander passiert ist, ist natürlich nicht schön. Wir müssen jetzt hart arbeiten, dass wir nach der Länderspielpause wieder dagegenhalten können.“
Fabian Bredlow: „Wir dachten nach Dortmund, dass uns so etwas nicht nochmal passiert. Wir haben uns viele leichte Ballverluste erlaubt, die Leipzig in die Karten gespielt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht Schadensbegrenzung zu betreiben. Sechs Gegentore tun natürlich höllisch weh, egal gegen wen. So in eine Länderspielpause zu gehen, ist nicht schön. Andererseits haben wir nun Zeit, das aufzuarbeiten und uns wieder aufzurappeln. Es ist wichtig, dass wir als Mannschaft zusammenhalten. Das hat uns immer ausgezeichnet. Ich habe sechs Dinger kassiert – wenn es die Torwartdiskussion jetzt nicht geben würde, wann dann?“
Enrico Valentini: „Auswärts kriegen wir es nicht auf die Reihe. Die Tore kommen zu schnell, und dann haben uns wieder viel zu naiv verhalten. Ich will da heute gar keine Ausreden suchen. Das war einfach schlecht von uns.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 6 6 6 6 3,9/10
CU-Urteil: An vier der fünf Tore beteiligt. Eine klare Sechs trotz des gehaltenen Foulelfmeters.
Enrico Valentini 6 6 6 6 5,5/10
CU-Urteil: Völlig überfordert auf seiner Seite, kam überhaupt nicht ins Spiel.
Georg Margreitter 4- 5 5 6 6,2/10
CU-Urteil: Der einzige Nürnberger, der in der Nähe seiner Normalform war, konnte aber auch nicht alle Löcher im Deich stopfen.
Lukas Mühl 6 6 6 6 5,8/10
CU-Urteil: Kaum in den Zweikämpfen. Wie er sich vor dem 0:2 von Poulsen abkochen ließ, war symptomatisch.
Tim Leibold 6 6 6 6 4,4/10
CU-Urteil: Spielte vor dem 0:1 Kampl den Ball vor die Füße, kam überhaupt nicht ins Spiel, leistete sich eine dumme Rote Karte beim Stand von 0:6.
Ondrej Petrak 6 6 6 6 6,4/10
CU-Urteil: Hirnrissiger Ballverlust vor dem 0:2. Wurde oft überspielt.
Eduard Löwen 5 5 6 6 5,9/10
CU-Urteil: Im Mittelfeld mit teils haarsträubenden Ballverlusten, aber immerhin mit der Flanke zur einzigen Nürnberger Chance. Nach dem Platzverweis in der Abwehr, da dann okay.
Hanno Behrens 5 4,5 5 6 5,8/10
CU-Urteil: Das Spiel lief fast völlig am Kapitän vorbei. Blieb über 90 Minuten weitgehend unsichtbar.
Yuya Kubo 5- 5 6 6 5,7/10
CU-Urteil: Kaum präsent in den Zweikämpfen, wenig bis gar nicht ins Spiel eingebunden.
Mikael Ishak +5 4,5 5 6 5,4/10
CU-Urteil: Hatte die einzige echte Nürnberger Chance. Hing natürlich in der Luft, kam daher nicht zum Zug.
Virgil Misidjan 5 5,5 6 6 5,9/10
CU-Urteil: Kam über einige gute Ansätze nicht hinaus, wurde dann zur Pause durch Palacios ersetzt.
Federico Palacios 5 5 5 6 6,0/10
CU-Urteil: Kam zur Pause für Misidjan, wohl auf Grund seines aggressiveren Anlaufverhaltens. Fiel über 45 Minuten nicht auf.
Törles Knöll 4 4 4 6 5,7/10
CU-Urteil: Kam in der 59. Minute für Kubo. Hatte einige gute Flankenläufe. Stand bei keinem Gegentor auf dem Platz.
Robert Bauer 6,2/10
CU-Urteil: Kam in der 81. Minute für Valentini, um Spielpraxis für das Spiel gegen Hoffenheim zu sammeln, wo er wohl Leibold ersetzen wird.

80 Gedanken zu „Analyse: Déjà vu all over again

  • Lob (und Beileid) für Florian, ein solches Debakel so sachlich und nüchtern aus zu werten!

    Sachlich zu bleiben hätte ich eventuell noch einigermaßen geschafft, aber dabei nüchtern…

    17

    1
    Antwort
  • Für die Statistik-Nerds möglicherweise interessant:

    Laut Kicker vom 04.10. war der Club (vor der Leipziger Schlachtschüssel) mit Abstand die Mannschaft, die die in der 1. Liga am seltensten sprintet.

    0

    0
    Antwort
  • Köllner kommt mir manchmal vor wie ich selbst beim Schaffkopfen, ich verliere so zweimal am Abend haushoch, aber wenn ich hinterher mit den Mitspielern rede, stimmen die mir zu, daß der Spielplan originell und „um die Ecke gedacht“ war und mit einer Wahrscheinlichkeit von 3,7% tatsächlich hätte funktionieren können. Bevor sie dann mein Geld nehmen.

    28

    0
    Antwort
      • Aber was genau war schlecht? Wenn man mal die Spielstärkenunterschiede der einzelnen Spieler außen vor lässt.Die Torwartquote ist nicht gut, okay.Bei den anderen Werten lässt sich aber doch die Frage stellen, ob sie nicht doch durch die eindeutig vorhandenen Qualitätsunterschiede kommen.Beim Dortmundspiel war doch ein häufig gehörter Vorwurf man wäre zu defensiv und ängstlich gewesen.Und jetzt?

        3

        3
        Antwort
        • Ich weiß nicht, ob es aus dem Artikel rauskommt, aber was ich sagen wollte, ist, dass es für mich eine gefährliche Mischung aus nichts gelernt aus Dortmund (Konterabsicherung bei Standards – die war übrigens auch gegen Düsseldorf nicht gut – und hektisches Aufbauspiel) und ins andere Extrem verfallen (frühes Anlaufen, hoch stehen) war. Ich finde Letzteres sogar fast schlimmer, weil das wirklich nicht gut auf den Trainer zurückfällt, wenn er auf dem Regler von 1 auf 10 hüpft ohne Zwischenschritte zu versuchen.

          11

          1
          Antwort
          • Beim Dortmund-Spiel saß ich ziemlich nah an der Trainerbank und konnte beobachten, wie MK der Mannschaft immer wieder gestikulierte, sie möge doch bitte höher stehen (haben die Spieler aber nicht gemacht, die haben nur mit einem „wie soll das funktionieren?!“-Ausdruck zurück gestikuliert).

            Jedenfalls, These: vielleicht war ja in MKs Dortmund-Analyse das -aus seiner Sicht- immer noch zu tiefe Stehen der Grund für die BVB-Klatsche. Also quasi nicht „nix gelernt“ sondern ganz bewusst die Reihen noch weiter nach vorne geschoben.

            6

            0
            Antwort
            • Also Fazit „schon etwas gelernt, aber die falschen Schlüsse daraus gezogen“? Am Spieltag 34 werden wir es sehen.
              Ich hatte nach Dortmund gesagt, wenn wir nach der Klatsche Düsseldorf gewinnen, steigen wir nicht ab. Dabei bleib ich trotzdem und auch mit Köllner.

              4

              0
              Antwort
        • Hast du das Spiel gesehn ?? Oder zumindest die „Highlights“ ?? Hast du gesehn wie Valentini in die 2 Kämpfe geht ?? Wie Kubo und Misidjan teilnahmslos umspielt werden wärend Ishak ein ums andere mal zurück sprintet um deren Löcher versuchen zu schliessen ??

          Köllner muss der Mannschaft beibringen reaktiv zu spielen, Räume hinten eng machen, den Gegner zu Fehlern zwingen und Nadelstiche setzen. Es kann halt nicht immer nur um die schönen Seiten im Fussball gehen, sondern hin und wieder muss Fußball gearbeitet werden. Dürfte immerhin noch mehr Spaß machen als 0:6 / 0:7 Klatschen.

          2

          0
          Antwort
        • Ich sehe das schon auch so, dass gestern noch weniger passte. Den Toren gingen ja oft haarsträubende Fehler voraus, etwa der Fehlpass von Leibold vorm 3:0 (?), Petraks Ballverlust vorm 2:0 (?). Dinge die nicht nötig sind, vorher angesprochen wurden – und zu Situationen führten, die wahrscheinlich kaum eine Mannschaft gegen RB noch verteidigen könnte.
          Gegen Dortmund hat man wenigsten zu Beginn auch gesehen, dass die Offensiv-Idee hätte funktionieren können (!), als man sich über zwei/drei Stationen bis zum gegnerischen Strafraum vorarbeiten konnte.

          1

          0
          Antwort
  • Das war in der Tat grottenschlecht gestern. Von allen Beteiligten mit Ausnahme von Margreitter und Knöll. Sich 2x so abschlachten zu lassen, damit macht man sich öffentlich zum Gespött und provoziert scharfe Kritik (s. Beitrag in der SZ).
    Warum Köllner nicht früher gewechselt hat (und sei es nur um ein Zeichen an die Mannschaft zu senden) erschließt sich mir nicht. Offenbar war er genauso überfordert wie seine Spieler. Und auch wenn er bei Sky90 betont hat man müsse hinter den Spielern stehen und diesen Fehler zugestehen; nach der üblen 1.HZ hätte man durchaus über Mathenia für Bredlow nachdenken können. Zum Schutz von Bredlow, aber auch als Signal an die Abwehr.
    Man man man ist das peinlich. Nach jeder vollmundigen Aussage: „wir fahren nicht nach Dortmund um Autogramme zu holen; haben aus dem Dortmundspiel gelernt“ gibt es richtig auf die Fresse. Und dann muss er wieder zurückrudern und betonen „dass man ja der Underdog der Liga“ sei, etc pp. Das war schon in der 2. Liga so, ist das ein köllnersches Naturgesetz? Abstellen, dringend!

    12

    6
    Antwort
    • So bitter der Artikel ist, so richtig der Inhalt und das Fazit der SZ. Wie schon letztes Jahr mehrfach passiert, wäre einfach mal weniger reden bzw. leer ankündigen und dafür im Spiel zeitnah reagieren viel wert.

      6

      2
      Antwort
  • Schönspielen wollen und ohne Körperkontakt muss man vom Spielermaterial her können.
    Als Aufsteiger der ohne Verstärkung ( oder wo sind die neuen Spieler die sich in die Mannschaft dauerhaft gespielt haben?)das Abenteuer 1.Bundesliga angehen muss, gilt es erst einmal die Abwehr stabil zu bekommen. Das fängt immer beim Torwart an. Leider gibt unsere Nummer 1 nicht die notwendige Sicherheit.
    Beton anrühren ist in der Situation des Clubs nichts ehrenrühriges sondern würde jeder verstehen.
    Aber wenn es stimmt, was in der BLÖD steht, das MK ein Oberpfälzer Sturschädel ist, wird er sich das kaum bewegen wollen.
    Ebenfalls befremdlich, wenn wie ebenfalls in der BLÖD steht, das es gar keine richtige Analyse des Dortmund Spiels gegeben haben soll.
    Ich erwarte keine Ablösung von MK, wer soll es denn auch übernehmen, fordere aber weiterhin einen erfahrenen Co an seiner Seite.
    Es freut mich durchaus, das hier keine Köpfe gefordert werden sondern der Club und die Trainer noch viel Kredit haben.
    Freiwillig Absteigen ( wie gestern von mir gefordert) ist natürlich auch keine Lösung.
    Beate: Respekt wenn du bereits über 50 Jahre Clubfan bist. Quasi schon als Baby:-))

    4

    4
    Antwort
    • Ein erfahrener CO wäre in der Tat eine gute Sache. Könnte sich als ideale Ergänzung zu MK erweisen. Denn mir wäre es schon äußerst recht, wenn wir diese Saison (und gerne darüber hinaus) mit Köllner erfolgreich zu Ende spielen!

      3

      1
      Antwort
      • Hört denn MK auf so einen Co? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schommers und andere ihm z.B. im Fall Salli nach dem zehnten erfolgreichen Versuch nicht mal Alternativen empfohlen haben…Genauso kann ich mir fast nicht vorstellen, dass ein Co-Trainer nach einem 0:4 nach 30 Min. nicht zu klaren Umstellungen rät.

        7

        3
        Antwort
    • Die BLÖD ist definitiv sowieso keine Lösung. Ich vertraue Köllner und seinen lernbegierigen Jungs!

      11

      3
      Antwort
    • Um es dir deutlich zu sagen: vor 50 Jahren war ich 8 und durchaus in der Lage, die Begeisterung meines Vaters bei der Meisterschaft nachzuvollziehen und zu teilen.
      Danach gab es oft Phasen, wo ich mich für den Club geschämt hab.
      Gestern war das nicht der Fall.

      11

      0
      Antwort
      • Hallo
        Hatte es nicht ironisch gemeint
        Mein Vater war Boxer in Johannis und hatte für Fussball nichts übrig.

        0

        0
        Antwort
  • Bis jetzt ist nichts verloren. Dass man in Dortmund und Leipzig verliert, ist eigentlich normal. Die Höhe ist das Problem. Wichtig sind dieses Jahr die Heimspiele und die Spiele gegen gleichwertige Mannschaften. Man darf sich durch die beiden Niederlagen jetzt nicht verunsichern lassen. Dass die Mannschaft erstligatauglich ist, hat sie schon bewiesen, also ruhig bleiben, aus den beiden Niederlagen lernen und optimistisch weitermachen.

    8

    0
    Antwort
  • Ehrlich gesagt interessante Analyse wie immer von Florian, ich wüsste aber nach wie vor nicht wo man den Hebel überhaupt ansetzen sollte, weil alles schlecht war, was ich mir als Trainer aber verbieten würde ist die schwache Lauf und Sprintleistung der Mannschaft.

    Wenn man als Underdog qualitativ nicht Paroli bieten kann dann wenigstens das, rennen beißen sich versuchen gegenseitig zu helfen. Nichts davon war vorahnden.

    Ich muss auch dazu sagen mir ist ein Satz von Mühl nach dem Dortmund Spiel in Erinnerung, den ich vor allem so klar gegenüber den Medien kaum glauben konnte. „Wir hatten alle Angst“ … sorry da fehlen mir die Worte. Schwere Beine, schwieriges Spiel alles ok aber Angst?! … ich würde dem nicht allzuviel beimessen, wenn das Spiel gegen solche Gegner nicht auch genauso aussehen würde.
    Ich wüßte nicht was dem Team helfen würde, nichtmal eine Idee. Nur die kleine Hoffnung wenn man beim ersten mal keine Lehren daraus zieht, dann vielleicht beim zweiten mal?

    7

    0
    Antwort
  • Ich bin auch nur mäßig amüsiert, aber wenn mich jemand fragen sollte, verliere ich immer noch lieber 7:0 in Dortmund als 6:2 in Aachen. Dass wir überhaupt die Gelegenheit haben uns im Flutlicht der Bundesliga zu blamieren und nicht montags in Magdeburg, rechne ich Mannschaft und Trainer weiterhin hoch an.

    Wenn sich die Mannschaft von solchen Niederlagen nicht beirren lässt und die Spiele gewinnt, die sie gewinnen muss, werde ich deswegen kein Fass aufmachen. Sowohl die Mannschaft als auch Köllner sind Neulinge, dass sich das auch schmerzhaft äußern kann, wussten wir schon bevor die Reise los ging. Ein Lerneffekt wird sich hoffentlich im Laufe der Zeit einstellen…

    Und auch wenn ich nach so einem kollektivem Versagen niemanden die Schuld geben möchte, wäre ich inzwischen nicht mehr abgeneigt Mathenia eine Bewährungschance zu geben.

    36

    1
    Antwort
    • Ich denke es bleibt zusätzlich wichtig sich zu erinnern: Unter den Voraussetzungen wäre auch ein Abstieg nicht unbedingt ein Versagen des Personals. Auch nach dem guten Start dürften die Chancen im besten Fall bei 50:50 liegen. Wichtig wäre mir kein Harakiri zu machen, das uns den Start in die Zweite Liga wieder erschwert.

      9

      0
      Antwort
      • Ja der Start ist nach wie vor punktemäßig in Ordnung, nicht vergessen sollte man was für Mannschaften hinter uns stehen und der Abstand zum Tabellenletzten gerade mal 3 Punkte beträgt. Auf unser Torverhältnis brauchen wir nicht mehr zu bauen. Das ist klar.
        Das wird glaube ich noch schmerzlich bis zur Saison Halbzeit, aber uns waren die Voraussetzungen klar, dennoch ich bleibe dabei 0:7 in Dortmund und 0:6 in Leipzig geht auch mit dem Personal einfach nicht.

        Das sind auch nicht zwei Unfälle, das wäre zu simple. Tendentiell wir können gegen derartig überlegene Gegner nicht seelenruhig weiter hübschen Fußball spielen möglichst auch noch Kontaktfrei auch nach 0:4 als wäre nix geschehen. Was fehlt im Konzept von Köllner ist einfach was man macht gegen derartig überlegene Mannschaften (den Laden einfach mal dicht machen, Bälle weggrätschen und dreschen usw) und laufen, die Laufleistunge in Leipzig geht ja gar nicht.

        6

        0
        Antwort
        • Klar müsste man solche Spiele besser gestalten können und eben 2:0 bis 3:0 verlieren. Aber ob es sinnvoll ist, dafür die notwendige Energie aufzuwenden? Gerade mit Blick auf die letzte Woche könnte man schon mit Blick auf die Belastungssteuerung sagen: Alles richtig gemacht – der Sieg gegen Fortuna war wichtiger als 3-4 Tore weniger gegen Dortmund. Die Frage ist eben: Zu wie vielen Mannschaften ist der Unterschied so groß, dass wir einfach keine realistische Chance haben. Wären es etwa nur Bayern, Dortmund und RB würde es schon Sinn machen, das Szenario gar nicht intensiv zu trainieren – nur um dann für riesigen Aufwand am Ende aus 6 Spielen einen oder zwei Punkte ermauert zu haben (die es ja auch nur gibt, wenn diese Teams nen schlechten Tag erwischen).
          Das werden wir aber bald wissen, wenn mit Hoffenheim und Frankfurt zwei Teams aus der zweiten Reihe bei uns zu Gast waren. Können wir diese Spiele offen halten, sind vmtl. gegen 14 Teams Punkte drin. Darauf kann man sich auch konzentrieren. Klappt es nicht, wäre das Erlernen einer Mauertaktik wohl sinnvoll (gewesen).

          6

          1
          Antwort
          • Alles richtig gemacht – der Sieg gegen Fortuna war wichtiger als 3-4 Tore weniger gegen Dortmund. Die Frage ist eben: Zu wie vielen Mannschaften ist der Unterschied so groß, dass wir einfach keine realistische Chance haben.

            Zum einen wir hätten auch gegen Fortuna gewonnen, wenn wir in Dortmund nur 3 Tore bekommen „hätten“. Da ist kein Zusammenhang gegeben, den du beschreibst.
            Zum anderen, wenn eine Mannschaft in der 1. Liga spielt muss sie in jedes Spiel mit dem Anspruch gehen zu punkten, auch wenn die Chancen nicht gut aussehen. Augsburg macht es doch auch vor! Eine Mannschaft aus der Kategorie, die wir schlagen können oder müssen, wollen um überhaupt in der Liga zu bleiben. Ich bleibe dabei beide Auftritte Dortmund und Leipzig sind für mich unverständlich und da muss mehr sein als nur mal ein schlechter Tag. Frage zum Beispiel, hat man dafür überhaupt ein Rezept, warum haben wir in der Vorbereitung nicht gegen ein so starkes Team gespielt um solche Begrenzungs Szenarien zu testen, nur als Beispiel. Die letzten beiden Auswärtsspiele waren planlos! .. die Frage ist nur Warum?

            6

            9
            Antwort
            • Wissen wir was der Plan war? Beide schießen im Grunde mit der ersten Aktion das Tor, dann schnell ein zweites, damit ist alles hinfällig was vor dem Spiel besprochen wurde. Gegen einen verunsicherten Gegner spielen diese Teams ihre Stärken dann halt gnadenlos aus. Wenn dann wie in Dortmund auch noch mehrere Bälle abgefälscht in den Kasten fliegen oder Bredlow in Leipzig mehrfach nicht gut aussieht, dann wird es einfach schnell mal ziemlich ungustiös…

              13

              0
              Antwort
              • Ja, absolut, da triffst Du den Nagel auf den Kopf.

                Vielleicht wäre der Matchplan in beiden Spielen sogar gut gewesen, wenn man die ersten 30 Minuten schadlos überstanden hätte. Nach einem Rückstand muss man es ja eh anders angehen. Aber dann darf man halt auch nicht solche Klopse in den ersten Minuten bauen, indem man sich wie ein Schulbub ausschwanzen lässt und nebenher trabt oder eben zu sehr ins Risiko geht und den Ball verliert, selbst wenn es vom Ausrutschen kommt. Man rutscht aber halt auch nur aus, wenn man in Bedrängnis ist.

                Hier fehlt einfach die Cleverness, gegen solche Mannschaften zuerst mal unter allen Umständen sicher zu stehen, lieber dann mal einen Ball auf die Tribüne dreschen, als einen Ballverlust zu riskieren, oder eben ein Foul ziehen. Das sind aber Entscheidungen, die die Jungs auf dem Platz alleine treffen müssen, das kann man dem Trainer eigentlich nicht vorwerfen.

                2

                0
                Antwort
                • Also ein frühes Gegentor bietet immerhin noch sehr viel Zeit das im Laufe des Spiels auszugleichen und nicht schon am Anfang einzuknicken und um das zweite förmlich zu betteln.
                  Was mir auch auffiel in beiden Spielen sind auch die vielen unglücklichen 2. Bälle die sofort beim Gegner auf dem Fuß landen und ähnliches. Das hat aber auch etwas mit sich gegenseitig helfen zu tun und energischer in die Zweikämpfe zu gehen und vielleicht auch etwas cleverer. Und eine Laufleistung die 7-8km weniger ist als der Gegner zeigt ja auch, daß man sich nicht richtig gegenseitig geholfen hat und der ein oder andere Schritt nicht gemacht wurde.

                  1

                  0
                • Manchmal fehlt einfach auch die Gedankenschnelligkeit. Sah man als Löwen den Ball verlor und das Tor daraus entstand sehr gut. Sollte vielleicht auch intensiv trainert werden.

                  1

                  0
            • „Zum einen wir hätten auch gegen Fortuna gewonnen, wenn wir in Dortmund nur 3 Tore bekommen „hätten“. Da ist kein Zusammenhang gegeben, den du beschreibst.“

              Falsch – da ist nicht „kein Zusammenhang“ – da muss keiner sein, das ist richtig, kann aber doch. Das lässt sich nicht klären, ist als Gedankenspiel aber – finde ich – durchaus erlaubt. Aber dein ganzes Posting liest sich leider nicht als Antwort, hatte ich doch die Allgemeinplätze in Frage gestellt, die du dann wieder hervorholst. Meine These war ja, die „Begrenzungsszenarios“ einfach zugunsten der Einstellung auf Gegner, bei denen es was zu holen gibt, nicht zu trainieren – um dort das maximale rauszuholen.

              2

              0
              Antwort
              • Es muss bei jedem Gegner „etwas zu holen“ geben. Mit einer anderen Einstellung zumindst kann man ein Spiel nicht führen. Man kann kein Spiel abschenken oder ignorieren als wenn es für uns um nichts ginge.

                2

                1
                Antwort
                • Juwe
                  Versuch doch einmal erst einen Beitrag zu verstehen und dann darauf zu antworten und nicht immer wieder die gleichen Statements abzugeben.

                  In der Thesen von Soeren ging es ja darum, dass es sich für unser Trainerteam nicht lohnt Begrenzungsszenarien zu trainieren, sprich Beton anzurühren um aus so einem Spiel mit einer kleinen Niederlage rauszukommen.

                  Wir gehen ja entsprechend Deiner Forderung überall gewinnen zu wollen in Spiele wie gegen Dortmund und Leipzig rein, allerdings stoßen wir da (noch) schnell an Grenzen.

                  Bleibt die Frage, sollen wir uns auf solche Spiele ganz anders vorbereiten als auf die anderen Spiele? Sprich sollen wir schon die ganze Woche im Training uns damit gedanklich auseinandersetzen, dass wir fußballerisch keine Chance haben. Meine These ist, wenn man das all zu oft macht und wir müssten das rational gegen alle Mannschaften machen, außer Düsseldorf, denn finanziell und individuell sind uns alle mal mehr oder weniger überlegen, dann wird am Ende der Gedanke übermächtig, dass wir eigentlich gar nichts in der Liga zu suchen haben.

                  Ich denke, lieber ein paar mal im Jahr richtig auf die Schnauze, aber immer mitb dem Anspruch wir ziehen unser Ding durch, ist die bessere Philosophie. Das heißt ja nicht, dass wir uns nicht auch auf Stärken und Schwächen des Gegners einstellen, Köllner und Schommers, stellen ja sogar die Taktik innerhalb eines Spiels um.

                  1

                  0
                • In der Thesen von Soeren ging es ja darum, dass es sich für unser Trainerteam nicht lohnt Begrenzungsszenarien zu trainieren, sprich Beton anzurühren um aus so einem Spiel mit einer kleinen Niederlage rauszukommen.

                  Es geht im Prinzip darum gegen spielstarke Teams zu testen nicht nur tschechische Teams auf dem Niveau von Drittligisten und ähnlichem. Ich fand in der Vorbereitung haben wir gegen keinen einzigen wirklich starken Gegner, ja vielleicht sogar mal übermächtigen Gegner getest, wie es die Jungs da machen. Darum gehts. Du wirkst immer so realitätsfremd und aus Prinzip gegen etwas, hat was von Spätpubertät 😮 Versuche Du vielleicht auch mal etwas realistischer zu denken. Begrenzungs Szenarien trainiert ja niemand explizit das ergibt sich dann bei Tests gegen solche Mannschaften wie man mit solchen Spielverläufen dann umgeht.

                  0

                  2
  • Dortmund und Leipzig.
    Europäische (Königs-)Klasse.
    Bei beiden Spielen stand der Club viel zu anfällig weit nach vorne geschoben in seinen Abwehrbemühungen. (identisch)
    Bei beiden Spielen versuchte der Club es spielerisch zu lösen, wenn er denn mal durfte.(in Dortmund weniger, in Leipzig ein wenig mehr)
    Bei beiden Spielen hatten die Spieler die Hosen voll (in Dortmund schon vor dem Anpfiff, in Leipzig spätestens nach dem 0:3)
    Hannover und Düsseldorf.
    Mögliche Mitbewerber im Abstiegskampf.
    In beiden Spielen hat der Club zu Null gewonnen.
    In beiden Spielen hat der Club einen Akteur auf dem Platz, der an zwei Toren beteiligt ist. (Knöll und Behrens)
    In beiden Spielen gab es jeweils eine relevante Dosenöffner-Szene: Rote Karte (Hannover) und Elfmeter (Düsseldorf).
    Teo-retische Un-Überlegtheiten:
    – Beide Dosenöffner-Szenen sind Kann-Entscheidungen, die ich umgekehrt aber Mal so richtig nervig gefunden hätte – sowas entscheidet schließlich Spiele.
    – Machen wir uns (und MK sich) vielleicht was vor, wenn wir im Sieg gegen Düsseldorf einen souveränen Taktik-Sieg erkennen wollen?
    – Nach der Pause kommt mit Hoffenheim europäische Königsklasse nach Nürnberg. MK ist gefordert, Lernerkenntnisse zu erzielen. Für sich, im Umschalt-Realisierungs-Modus gegen seinen sympathischen Oberpfälzer-Sturschädel, für die Glaubwürdigkeit bei seinen Jungs, für den Club.
    – Wenn die Ecke in der 2. Minute in Leipzig… ….hätte es vielleicht ein anderes Spiel werden können?
    – Bredlow hätte zur Halbzeit ausgewechselt werden müssen. Mir hat der arme Kerl so unendlich leid getan. Da fehlte mir zum einen die Schutzfunktion durch MK oder sachlicher: die nüchterne Erkenntnis, dass nach Leistung aufstellen zum anderen dann zumindest auch mal ein Auswechseln fordert, wenn diese nicht passt. Gegen Hoffenheim sollte Mathenia Pflicht sein.
    – Meinetwegen verlieren wir gegen alle ambitionierten Mannschaften auswärts krass unterlegen, wenn wir Zuhause noch 10 Spiele gewinnen. Wird schwierig genug…
    – Wenn wir weiter so auf die Fresse kriegen, was denken da die Neuen wie ein Kubo, Varo oder Pereira?
    So in etwa: „Omg, wo bin ich hier nur hingeraten?!? Und dieser fremdsprachliche Trainer, der knurrend die Welt aus den Angeln redet, nur um sich an ihr zu verheben: Was um alles in dieser aus den Angeln geratenen Welt will der bloß von mir?? Ich rufe meinen Berater an: Frexit vorbereiten …
    – Möge MK lange Trainer beim Club bleiben, aber eben auch alles nötige dazu beitragen, dass der Club nicht dauerhaft die Narrenkappe trägt.

    7

    0
    Antwort
  • Auch für mich sind die Niederlagen schmerzhaft, aber ich verstehe die Forderungen nach Beton trotzdem nicht. Wenn man in solchen Spielen die eigene Philosophie komplett in die Tonne tritt, dann sagt man damit doch klar, dass die eigene Philosophie eigentlich für den besten Fußball nicht taugt. Ich denke dann schleicht sich auch irgendwann der Gedanke ein, auch gegen die Vereine auf Augenhöhe taugt das nichts.

    Ich kann mich gut erinnern, dass das aggresive Pressing des BVB unter Klopp teilweise auch echte Klatschen gebracht hat, trotzdem hat der Trainer daran festgehalten, er hat das System eben nur verbessert, feingetunt und nicht über Bord geworfen. Ich denke gerade solche Niederlagen bringen einen richtig weiter, wenn man die Lehren richtig zieht.

    Ich finde es auch nicht schlimm zuzugeben, dass man Angst hat, wenn man das erste Mal im Westfalenpark mit seiner gelben Wand und 80k Zuschauer spielt und dazu noch auf der anderen Seite echte Weltklassespieler stehen und ein Götze sogar nur auf der Tribüne sitzt. Btw. Kann man Angst gar nicht unterdrücken, höchstens verdrängen, das macht es aber meist nur schlimmer. Man kann aber lernen mit Angst umzugehen und diese auch produktiv zu nutzen, Adrenalin ist ja auch ein Leistungssteigerer.

    14

    7
    Antwort
  • Also auch an dich nochmal die Frage: wieso entweder-oder? Wieso nicht sowohl als auch?
    Wieso kann man nicht weiter gegen Mannschaften wie Hannover und Stuttgart das gute Kurzpassspiel kultivieren und gegen Mannschaften wie Dortmund und Hoffenheim (die sich einfach einen qualitativ exponentiell besseren Kader leisten können) gilt Räume eng machen, gutes Tackling, Fehlpässe in der eigenen Hälfte vermeiden, deshalb hoch und weit nach vorne, um die Psyche der Mannschaft und der Fans zu schützen?
    Ich glaube einfach nicht, dass wiederholte hohe Niederlagen, in der jeder Spieler sich dem Gegner unterlegen fühlt, auf Dauer gut sind. Das verunsichert und am Ende zeigt sich die Unsicherheit nach dem ersten Fehler oder Gegentor auch bei Gegnern, die eigentlich auf Augenhöhe sind.

    20

    1
    Antwort
    • Dem „sowohl als auch“ stimme ich zu, und irgendwie hoffe ich auch, daß die Verantwortlichen mutig genug sind um das im Heimspiel gegen Hoffenheim zu praktizieren, auch wenn’s dann ein 0:0 vor heimischer Kulisse gibt. Was natürlich auch nicht befriedigend ist, angesichts der noch schwächelnden Zuschauerzahlen, aber gegen eine dann hoffentlich schon ein bißchen von der EL müdegespielte Eintracht (Mist, die haben Heimspiel und nur Limassol) kann man ja dann wieder mehr ins Risiko gehen.

      5

      0
      Antwort
    • Soweit ich mich erinnere, haben wir zu Zweitligazeiten gegen RB ein Spiel gemacht, in dem wir die damals schon gefährlichste Waffe der Leipziger, das Gegenpressing, komplett aus dem Spiel genommen haben, weil wir einfach drüber weg gespielt haben. Da wurden dann zwar viele lange Bälle gespielt, aber so what, dafür ist man auch nicht unsortiert in Konter gelaufen. Am Ende stand ein Sieg und hinterher war die Rede von einer taktischen Meisterleistung.

      Ich verstehe nicht, wie man in Zeiten der Viedeoanalysen nicht die stärksten Waffen der als übermächtig einzuschätzenden Gegner analysieren kann und dann die Spielanlage nicht so danach ausrichtet, dass diese Stärken nicht bedient werden. Das mag gegen wirbelnde Dortmunder vielleicht trotzdem nicht helfen, aber zumindest wären wir RB nicht 6 mal ins offene Messer gelaufen.

      Allerdings setzt jede schöne Theorie voraus, dass man den perfekten Matchplan dann auch auf den Rasen bringt 😉

      14

      0
      Antwort
      • Allerdings setzt jede schöne Theorie voraus, dass man den perfekten Matchplan dann auch auf den Rasen bringt

        …und, dass man einen kompetenten Trainer hat.

        5

        23
        Antwort
        • Es gibt keine kompetenten Trainer. Auch wenn sie mal das Dusel hatten, mehr oder weniger große Erfolge feiern zu dürfen, vercoachen sie auf einmal eben doch eine WM, landen mit dem BvB nach 18 Spielen am Tabellenende, gewinnen mit den Bayern reihenweise keine Spiele mehr, müssen entlassen werden, weil sie es selbst mit Pokalsiegern nicht schaffen, dem Abstiegskampf zu entgehen.. Früher oder später offenbaren sie alle ihre Unfähigkeit.

          8

          3
          Antwort
        • Geht’s auch ein wenig sachlicher? Der „inkompetente“ Trainer ist immerhin mit einer Mannschaft aufgestiegen, von der es nicht zwingen zu erwarten war. Von den zwei Auswärtsspielen in Dortmund und Leipzig einmal abgesehen, brauchen sich weder die Mannschaft noch der Trainer schämen. Die bisher erreichten 8 Punkte haben meine Erwartung deutlich übertroffen. Es ist nicht verboten, auch die eigene Kompetenz auf den Prüfstand zu stellen.

          15

          2
          Antwort
            • Aufgrund familiär bedingter Fachkompetenz kann ich die Ironie des Dude problemlos garantieren (ich war mir sogar sicher, dass es ein ähnliches Zitat von Hans Meyer gebe, hab aber leider keines gefunden).
              Abgesehen davon bezog Hans sich wohl wirklich auf Chlodwig.

              0

              0
              Antwort
              • Markezero and Dude, brothers in love 😄 Liebe Grüße an Deinen Bruder, ich hoffe, ich lerne ihn auch noch persönlich kennen.

                0

                0
                Antwort
                • Brauche ich gar nicht auszurichten, er liest ja hier mit😅 Aber Danke, mir hoggn uns amol ganz gschmaidich zamm!!!

                  1

                  0
                • Aber gerne, bin bald wieder bei Euch ums Eck nördlich des Braunkohllochs.

                  0

                  0
                • Der Dude sitzt bei den Fischköppen in Hamburg (Zabomors und Konsortien)…

                  0

                  0
  • meiner ansicht nach darf man es sich nicht zu einfach machen: wieviele solcher klatschen passieren in einer bundesligasaison? maximal ein halbes dutzend.
    wenn wir in zwei aufeinanderfolgenden auswärtsspielen zwei davon kassieren und in beiden fällen froh sein dürfen, nicht zweistellig untergegangen zu sein, dann kann man das nicht mit beschönigenden worte a la „schön, dass sie so mutig nach vorne gespielt haben“ kaschieren.
    richtig muss es heißen:“saudumm, dass sie aus der ersten klatsche die völlig falschen schlüsse gezogen haben (dies an den trainer), und dass sie leider auch persönlich in keinster weise ihr zweikampfverhalten und ihre laufbereitschaft hinterfragt und verbessert haben (dies ans team).“
    alles andere ist schönreden und hilft niemandem weiter. wie belschanov oben geschrieben hast. das war nicht mutig, das war einfach schlecht am sonntag. und ein trainer mit einem minimum an fähigkeit zur selbstkritik hätte das auch umstandslos zugegeben. so einen haben wir allerdings nicht. damit müssen wir leben und auf das nächste heimspiel hoffen.

    11

    11
    Antwort
    • Und wenn Du noch Groß- und Kleinschreibung lernen würdest, könnte ich Deinen Text lesen.

      8

      7
      Antwort
  • es ist doch unglaublich wie unser allseits beliebter aber ahnungsloser herr koellner die manschaft ins verderben schickt- keinen spielplan, keine taktik. einfach wahnsinn. weg mit dem selbtdarsteller. er hat null ahnung

    0

    20
    Antwort
    • streiche “ allseits beliebter“ und „ahnungsloser“, schmeiß Deine Hasskappe ins Eck und schau Dir was Schönes an. Meinetwegen ein fränkisches Seidla, die Tabelle oder eine Schildkröte, die sich zur Eiablage durch einen Strand robbt.
      Und dann schreibe Deinen Satz nochmal.

      10

      0
      Antwort
      • genial, made my day … wobei insbesondere die Schildkröte nicht so einfach zu beobachten ist, ist aber wirklich ein tolles Erlebnis

        4

        0
        Antwort
    • Für Kurt: Bitte an der Groß- und Kleinschreibung arbeiten. Argumentation eher schwach und polemisch.

      0

      0
      Antwort
    • @Kurt

      . . . und wird dann auch noch von einem Kritiker traktiert, dem die Weisheit nicht mit der Pipette eingeflößt, sondern aus einem 10l Fäßchen hineingeschüttet wurde. Zu beneiden ist der Mann echt nicht.

      Einen Trost gibt es allerdings. Solange Gehirne nicht transplantiert werden können, bist du kein Organspendengefährder.

      1

      0
      Antwort
  • Eine perfide Strategie des Clubs: Im Falle des Abstiegs sind unsere grandios notenschlechten Spieler wohl dann völlig uninteressant für andere Erstligisten. Teuflisch.

    5

    0
    Antwort
    • Und da heißt es immer, heutzutage könne man nicht mehr langfristig eine Mannschaft entwickeln. Ist nur noch keiner auf den Dreh gekommen!

      2

      0
      Antwort
  • Mal ein anderes Thema… Ishak wieder für die Schwedische Nationalmannschaft nominiert? Bin mir nicht mehr sicher wo ich das gelesen habe, glaube auf comunio. Stimmt das? Freut mich sehr für ihn, hat er sich verdient!

    3

    0
    Antwort
    • jep, steht auch auf der Homepage und irgendwo im Kicker, ich glaub sogar BLÖD hat das gebracht.

      0

      0
      Antwort
  • Ich bin mir ziemlich sicher, daß Mathenia anstelle von Bredlow die Chance bekommt, da muss man nicht sensibel drum herum reden oder schreiben, ein Kölner Kollege, Dauerkarten Inhaber beim FC, schrieb mich noch während dem Spiel in Facebook an und fragte mich was wir für einen Fliegenfänger im Tor stehen haben. Also nur mal ein Beispiel der Außenwahrnehmung, nämlich dann wenn man keine Schwarz Rote Fanbrille aufhat.

    3

    1
    Antwort
  • Habe das auch in Leipzig kund getan – da hältst Du einen Elfer von Werner und bist trotzdem der A… des Spieltages. Und am Samstag vorher hat er noch die 3 Punkte gesichert mit seiner Fußabwehr.
    Mangelnde Kontinuität könnte ein zentrales Thema sein, beim Torwart aber auch beim team.

    3

    1
    Antwort
    • Wobei Bredlow schon auch in Dortmund beim ein oder anderen Tor schlecht ausgesehen hat, ist halt noch ein junger Torwart. Aber für diesen Fall haben wir einen auf dem Papier gleichwertigen zweiten Keeper geholt.

      1

      0
      Antwort
    • Ein Finanzmensch braucht doch keine Grafikpower da reicht das für die paar Tabellen und Zahlen schon aus 🙂

      0

      0
      Antwort
    • Meeske hat die Macs auch sofort gestrichen, seitdem wurde nur noch bei Medion gekauft 😉

      0

      0
      Antwort
      • Mir tut jeder Mensch leid, der mit Windows arbeiten muss, die Arbeit kann mit nem Mac doch so viel leichter, einfacher und schöner sein.

        5

        3
        Antwort
  • Hoffentlich stand im Interview von Bild nicht wirklich Rossows Konzept. Auf Millionen Transfererlöse setzen, klingt für mich wie ein Rückfall in Baderzeiten. Und wenn er meint, daß alleine das Mainz so erfolgreich gemacht hat, dann hat er was nicht verstanden.

    2

    0
    Antwort
    • Die einzige Chance unsere Schulden mittelfristig abzutragen sind aber halt hohe Transfererlöse, auch Vereine wie Mainz und Freiburg, ich würde sogar Gladbach mit reinnehmen haben ihre positiven Bilanzen nur über hohe Transfererlöse erzielt.

      Die einzige Alternative wäre ein Investor wie Quatar etc. Mit einem „normalen“ Investor sind die Abstände zu Mainz doch kaum aufzuholen.

      Wichtig ist halt nur, dass wir nicht mehr unter Gelddruck verkaufen müssen, dafür ist die solide Haushaltsführung ohne neue Schulden wichtig und dass der Toptransfer nicht die Qualität der ganzen Mannschaft nach unten zieht, sprich es müssen zwei, drei potetielle Nachfolger schon im Team sein.

      Wir werden auf absehbare Zeit aber natürlich auf Transfers zur Verbesserung des Eigenkapitals angewiesen sein, deshalb ist es auch so wichtig, dass wir Konstanz auf der sportlichen Seite haben, ein Manager der den Nachwuchs mindestens so wichtig nimmt wie die erste Mannschaft, ein Trainerteam, das bereit ist Nicht mit fertigen Spielern zu arbeiten, sondern unsere Spieler zu besseren Spielern machen will 7nd ein Imfeld, das bei Rückschlägen Geduld mitbringt und eher die Mannschaft noch mehr anfeuert, statt dann nur das Negative zu suchen.

      9

      0
      Antwort
      • Da gibt es schon noch andere Lösungen. In der 1. Liga bleiben, weiterhin vernünftig wirtschaften auch bei der Kaderzusammenstellung. Das Marketing verbessern, mehr Sponsoren gewinnen, Mitglieder nicht verärgern, indem man die Einladung für die JHV von einem Unternehmen verschicken läßt, das das offenbar nicht schafft (ich hab sie immer noch nicht),
        Natürlich wird man auch immer Spieler transferieren. Wenn man das nicht so handhabt, daß der erstbeste Bieter schon nach ein paar guten Spielen den Spieler wegkauft, sondern dann, wenn man eine zur Mannschaft und zum Spielkonzept passende Alternative hat und sich die Alternative leisten kann, dann ist das auch okay. Wobei wichtig ist, daß man es eben wie in diesem Jahr macht: ein Gros der Spieler wird gehalten, sodaß die neuen Spieler leichter integriert werden können, ohne daß das Trainerteam wieder von vorne anfangen muß wie zu Heckings Zeiten.
        Wichtig scheint mir einfach, daß Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Mannschaft vor wichtiger ist als der Verkauf von Spielern. Schuldentilgung kann auch sukkzessive erfolgen. Wichtig ist, alles so zu handeln, daß die Lizenz nicht in Gefahr ist.
        Und das war ja unter Bader das große Problem: man hat sich einen Kader geleistet, den man nur finanzieren konnte, wenn man Spieler gewinnbringend in der nächsten Saison verkauft und indem man die Spieler über Kredite finanziert hat, die Wucherzinsen gekostet haben.

        Ich hoffe, daß Rossow den jetzigen Kurs beibehält und nicht wieder ins finanzielle Risiko geht auf Kosten der mittel- bis langfristigen sportlichen Entwicklung.

        5

        2
        Antwort
        • Das Marketing verbessern, mehr Sponsoren gewinnen, Mitglieder nicht verärgern,

          Natürlich kann man in den genannten Bereichen noch viel verbessern, aber man sollte halt da auch keine Wolkenkuckucksheime bauen. Es gibt nicht so viele Firmen die bei Bundesligavereinen Schlange stehen um zu werben. Auch hier gilt the winner takes it all, das haben wir doch schon häufiger erlebt, wie bei Schaeffler, die lieber Basissponsor bei Bayern (natürlich auch durch Druck von VW/AUDI) sind, als für das gleiche Geld Top-Sponsor bei uns.

          Aber auch bei den anderen Vereinen sind es oft halböffentliche Firmen, wie Stadtwerke etc. die als Sponsor dabei sind, nur selten globale Konzerne, für den regionalen Mittelständler ist Fußball dann aber oft zu teuer, da muss einer schon ein echter Fan sein und Bundesligafußball als sein Hobby sehen, statt Yacht in St. Tropez oder so.

          Wir sollten schon realistisch bleiben, das Thema Sponsoring und Marketing hat bei uns Potential, aber es wird nie die Summen erreichen, die die aktuellen Toptransfers bringen.

          3

          0
          Antwort
          • Das stimmt schon, aber im Teich der Premiummarken schwimmen wir sowieso nicht – insofern können Bayern München und Co. für uns per se keine Sponsorenwettbewerber sein. Es sind m.E. absolut keine Wolkenkuckucksheime, wenn wir aus einer regionalen Marke mit nationaler Bekanntheit zumindest eine nationale Marke machen. St.Pauli – ohne jeglichen sportlichen Erfolg und mit einem starken Wettbewerber vor der Haustüre macht es vor. Hier hängen die Trauben gar nicht so hoch. Wenn man die Strukturen veränderte und den Aufsichtsrat nicht weiterhin von den Mitgliedern wählen lassen würde, bekämen wir viel profiliertere Kandidaten. Aktuell sitzt dort die lokale Provinzmischpoke mit Netzwerk zwischen Lauf und Schwabach. Insofern auch kein Wunder, wenn unsere Sponsoren weitgehend aus der Region kommen. In die echten Netzwerke kommt Lagardere mit Jungchen Vertrieblern ohne Stallgeruch auch gar nicht hinein und nicht die Malys und Co. die uns weder politisch (Stadion) noch sonstwo helfen.Wir brauchen hingegen Unternehmer, die Netzwerke in ganz Deutschland haben. Ich bin komplett bei Rossow: die Marke muss profilierter werden bzw. erst einmal profiliert sein. Das wird (wohl aus Budgetmangel) seit Jahr und Tag verschlafen.

            5

            2
            Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.